[0001] Die Erfindung betrifft einen Druckzylinder mit einem Klemmkanal zum Klemmen eines
Endes eines Druckbelags, der auf einen äußeren Umfang des Druckzylinders auflegbar
ist. Der Druckzylinder ist Bestandteil einer Rotationsdruckmaschine oder für den Einbau
in eine Rotationsdruckmaschine vorgesehen. Bevorzugt handelt es sich um einen Druckzylinder
für eine Rollendruckmaschine, besonders bevorzugt für eine Offsetdruckmaschine, beispielsweise
eine Zeitungsoffset-Druckmaschine.
[0002] Druckzylinder weisen für die Befestigung von Druckbelägen axiale Klemmkanäle oder
auch nur einen einzigen Klemmkanal auf. Die Druckbeläge sind an ihrem vor- und nachlaufenden
Ende abgebogen, so dass an dem jeweiligen Ende ein als Klemmflansch dienender kurzer
Abbug erhalten wird, mit dem der Druckbelag in einen Klemmkanal ragt und dort mittels
einer Klemmeinrichtung geklemmt wird. Zur Schaffung eines Klemmkanals wird an einem
äußeren Umfang eines Zylinderkörpers des Druckzylinders eine axial erstreckte Ausnehmung
geformt, beispielsweise gefräst oder erodiert. Die Klemmeinrichtung wird mittels eines
Füllstücks montiert, das passgenau in die Ausnehmung eingesetzt wird. Handelt es sich
bei dem Druckzylinder um einen Druckformzylinder, dient solch ein Füllstück üblicherweise
auch zur Lagerung einer Registereinrichtung zur Einstellung des Seitenregisters des
in diesem Falle als Druckform gebildeten Druckbelags oder der mehreren nebeneinander
angeordneten Druckbeläge.
[0004] Problematisch ist die Materialschwächung aufgrund der für das Füllstück in den Zylinderkörper
eingearbeiteten Ausnehmung, die durch das Füllstück nur zu einem Teil kompensiert
werden kann. Die Biegesteifigkeit des Druckzylinders wird entsprechend der Querschnittsfläche
der in den Zylinderkörper eingearbeiteten Ausnehmung verringert.
[0005] Es ist eine Aufgabe der Erfindung, einen Druckzylinder zu schaffen, der wenigstens
einen mittels eines Füllstücks geschaffenen Klemmkanal, aber dennoch eine hohe Biegesteifigkeit
aufweist.
[0006] Die Erfindung betrifft einen Druckzylinder mit einem Klemmkanal zum Klemmen eines
Endes eines auf einen äußeren Umfang des Druckzylinders auflegbaren Druckbelags. Der
Druckzylinder umfasst einen Zylinderkörper und ein zur Bildung des Klemmkanals in
den Zylinderkörper eingesetztes Füllstück. Der Zylinderkörper weist an seinem äußeren
Umfang eine nach außen vorzugsweise offene Ausnehmung auf, in die das Füllstück dementsprechend
von dem äußeren Umfang her eingesetzt ist, so dass es mit dem Zylinderkörper gemeinsam
den äußeren Umfang des Druckzylinders bildet, wobei der vom Füllstück gebildete äußere
Umfang in Umfangsrichtung im Vergleich zu dem Umfangsanteil des Zylinderkörpers sehr
kurz ist. Der Klemmkanal weist eine erste Kanalwand und eine zweite Kanalwand auf,
die einander in Umfangsrichtung des Druckzylinders zugewandt sind und sich jeweils
in Richtung auf eine Kanalöffnung erstrecken. Vorzugsweise erstrecken sie sich jeweils
bis zu einer der beiden die Kanalöffnung begrenzenden äußeren Kanten des Klemmkanals.
In dem Klemmkanal ist ein Klemmkörper zur Bildung eines Klemmspalts für ein Ende des
Druckbelags angeordnet. Vorzugsweise sind mehrere Klemmkörper in dem Klemmkanal zum
Klemmen des gleichen Druckbelags angeordnet. Die mehreren Klemmkörper sind axial vorzugsweise
voneinander beabstandet, so dass sie jeweils einen eigenen Klemmspalt für den Druckbelag
bilden. Vorzugsweise sind die Klemmkörper auch voneinander separate Körper und auch
separat und unabhängig voneinander für das Klemmen beweglich gelagert. Falls wie bevorzugt
axial nebeneinander mehrere Druckbeläge auf den Druckzylinder aufgezogen werden können,
ist im Klemmkanal für jeden der Druckbeläge wenigstens ein Klemmkörper vorgesehen,
bevorzugter sind für jeden der Druckbeläge jeweils mehrere Klemmkörper vorgesehen,
für die vorteilhafterweise das vorstehend zu dem einen Druckbelag Gesagte gleichermaßen
gilt.
[0007] Nach der Erfindung weist das Füllstück eine Aufnahme auf, die einer Wand des Zylinderkörpers
zugewandt offen ist und in der der Klemmkörper zumindest teilweise aufgenommen ist.
Vorzugsweise liegt das Füllstück an der Seite, an der es die Aufnahme aufweist, an
der Wand des Zylinderkörpers an, so dass die Wand des Zylinderkörpers im Kontakt mit
dem Füllstück die Aufnahme begrenzt. Indem der Klemmkörper in einer Aufnahme des Füllstücks
angeordnet ist, die einer Wand des Zylinderkörpers zugewandt offen ist, kann die Querschnittsfläche
des Füllstücks im Vergleich mit einem Füllstück, das den gleichen Abschnitt des Klemmkörpers
um diesen umlaufend umgibt, verringert werden. Die Querschnittsfläche der für das
Füllstück im Zylinderkörper vorgesehenen Ausnehmung kann entsprechend verringert und
die Biegesteifigkeit bei gegebenem Durchmesser vergrößert werden. Indem der Klemmkörper
in einen Aufnahmeraum ragt, den das Füllstück und der Zylinderkörper gemeinsam bilden,
das Füllstück mit seiner offenen Aufnahme und der Zylinderkörper mit der gegenüberliegend
zugewandten Wand, kann das Füllstück und somit die Ausnehmung in dem Zylinderkörper
in radialer Richtung zu der Drehachse des Druckzylinders vergleichsweise flach sein.
Entsprechend muss von dem Zylinderkörper an dem in besonderem Maße zur Biegesteifigkeit
beitragenden Bereich nahe des äußeren Umfangs für die Ausnehmung wenig Material abgetragen
werden.
[0008] Um die Aufnahme zu schaffen, ist das Füllstück an der entsprechenden Seite vorzugsweise
ausgespart, die Aufnahme also als Aussparung geformt. Mit einem Füllstück, das für
den Klemmkörper eine lokale Aussparung oder die mehreren Klemmkörper mehrere nur lokale
Aussparungen aufweist, kann ein größerer Teil der durch die Ausnehmung des Zylinderkörpers
verlorenen Biegesteifigkeit zurückgewonnen werden als mit einem Füllstück, das sich
zur Schaffung der Aufnahme oder mehreren Aufnahmen für mehrere Klemmkörper beispielsweise
nur über lokale Abstandshalter an der gegenüberliegend zugewandten Wand des Zylinderkörpers
abstützt, obgleich solch eine Gestaltung grundsätzlich ebenfalls möglich wäre. Die
Aussparung wird vorzugsweise durch eine materialabtragende Bearbeitung des Füllstücks
erhalten. Die Aussparung oder mehreren Aussparungen ist oder sind axial zumindest
im Wesentlichen bevorzugt nur so breit wie ein einziger oder zwei nebeneinander angeordnete(r)
Klemmkörper.
[0009] Die Aufnahme, vorzugsweise Aussparung, ist vorzugsweise an einer von der Kanalöffnung
abgewandten Unterseite des Füllstücks vorgesehen.
[0010] Vorzugsweise durchsetzt die Aussparung das Füllstück von einer die zweite Kanalwand
aufweisenden Vorderseite bis zu einer von dieser abgewandten Rückseite des Füllstücks.
Eine in Umfangsrichtung des Druckzylinders durchgehende Aussparung erleichtert die
Einarbeitung mittels einer spanenden Bearbeitung des Füllstücks. Die Aussparung ist
im Querschnitt vorzugsweise rechteckförmig. Eine das Füllstück in Umfangsrichtung
des Druckzylinders durchsetzende Aussparung schafft an der Rückseite des Füllstücks
ferner platzsparend die Möglichkeit des Zugriffs auf den Klemmkörper und somit einer
automatischen Betätigung des Klemmkörpers.
[0011] In bevorzugten Ausführungen bildet der Zylinderkörper die erste Kanalwand und das
Füllstück die zweite Kanalwand. Auch dies trägt zur Querschnittsreduzierung des Füllstücks
und dementsprechend zur Verringerung der für die Schaffung des Klemmkanals erforderlichen
Materialschwächung des Zylinderkörpers bei. Bildet der Zylinderkörper eine der Kanalwände,
ist es vorteilhaft, wenn die betreffende Kanalwand von der Kanalöffnung aus gesehen
keine Hinterschneidung bildet, sondern im Querschnitt des Klemmkanals zumindest im
Wesentlichen radial zu einer Drehachse des Druckzylinders weist oder sich in einem
geringen Abstand parallel zu einer Radialen auf die Drehachse des Druckzylinders erstreckt.
[0012] Der Klemmkörper weist in bevorzugten Ausführungen einen Stützabschnitt auf, der teilweise,
vorzugsweise mit einem überwiegenden Teil seiner Querschnittsfläche oder seines Volumens
in der Aufnahme aufgenommen ist. Von dem Stützabschnitt ragt ein Klemmabschnitt in
Richtung auf die Kanalöffnung ab. Der Stützabschnitt und der Klemmabschnitt können
im Querschnitt gesehen einen Winkel bilden, vorzugsweise einen zumindest im Wesentlichen
rechten Winkel. Bevorzugt bildet ein entsprechendes Winkelstück den Klemmkörper. Der
Klemmabschnitt ist im Querschnitt gesehen vorteilhafterweise sehr schmal und kann
beispielsweise eine Dicke von 1 mm bis 5 mm aufweisen. Eine Dicke aus dem Bereich
von 1 bis 3 mm wird bevorzugt. Je geringer die Dicke des Klemmkörpers ist, desto schmaler
kann auch der von der ersten und zweiten Kanalwand begrenzte Spalt sein.
[0013] Eine Abwinkelung des Klemmkörpers, insbesondere die Bildung des Klemmkörpers als
Winkelstück, erlaubt eine besonders platzsparende Lagerung des Klemmkörpers und radial
zur Drehachse des Druckzylinders gesehen flache Querschnittsform des Füllstücks. Ferner
kann mittels solch einer Geometrie und fingerartig dünn abragendem Klemmabschnitt
die in Umfangsrichtung gemessene Breite des Klemmkanals in den sich an die Kanalöffnung
anschließenden Kanalbereich vorteilhaft klein sein. Da auch das Füllstück als solches
zur Biegesteifigkeit des Druckzylinders beiträgt, umgekehrt die freien Räume im Querschnitt
des Druckzylinders aufgrund des Kanalspalts die Biegesteifigkeit beeinträchtigen,
kann die Biegesteifigkeit durch eine derartige Gestaltung nochmals erhöht werden.
[0014] Bevorzugten Ausführungen entspricht es, wenn die im Klemmkanal angeordneten Klemmkörper
im Bereich ihrer Klemmspalte einander in Umfangsrichtung zumindest teilweise überlappen
und nicht in Umfangsrichtung, d. h. in einer axialen Projektion bzw. Sicht in den
Klemmkanal, nebeneinander angeordnet sind, um ein vorlaufendes und ein nachlaufendes
Druckbelagende zu klemmen. Die überlappende Anordnung ermöglicht einen besonders schmalen
Spalt zwischen den Kanalwänden, die sich an die Kanalöffnung anschließen. Derartige
Klemmeinrichtungen werden in der
PCT/EP2007/006193 beschrieben, die diesbezüglich in Bezug genommen wird.
[0015] In bevorzugten Ausführungen umfasst der Druckzylinder eine Andrückeinrichtung, die
auf den Klemmkörper eine Kraft ausübt, die im Klemmspalt eine Klemmkraft bewirkt.
Die Andrückeinrichtung übt auf den Klemmkörper vorzugsweise eine Federkraft aus. Die
Andrückeinrichtung kann insbesondere eine einzige mechanische Feder sein oder von
mehreren mechanischen Federn gebildet werden. Eine pneumatische Feder ist ebenfalls
verwendbar. Grundsätzlich ist auch denkbar, dass die Andrückeinrichtung keine Federeinrichtung
ist, sondern einen Antrieb für die Erzeugung der Klemmkraft aufweist, beispielsweise
einen elektrischen Antrieb.
[0016] Die Andrückeinrichtung ist vorzugsweise in dem Füllstück aufgenommen oder an dem
Füllstück abgestützt. Das Wort "oder" wird hier wie auch stets sonst im Sinne der
Erfindung im üblichen logischen Sinne verstanden, umfasst also die Bedeutung von "entweder
... oder" und auch die Bedeutung von "und", soweit sich aus dem jeweiligen Zusammenhang
nichts anderes ergeben kann. Die Andrückeinrichtung kann somit beispielsweise nur
am Füllstück abgestützt, aber nicht im Füllstück aufgenommen oder nur im Füllstück
aufgenommen, aber nicht daran abgestützt sein oder, und dies entspricht bevorzugten
Ausführungen, sowohl am Füllstück abgestützt als auch im Füllstück aufgenommen sein.
Bevorzugt ist zumindest ein überwiegender Volumenanteil der Andrückeinrichtung in
dem Füllstück aufgenommen. Die Andrückeinrichtung wirkt vorzugsweise innerhalb der
Aussparung oder einer anders vom Füllstück gebildeten Aufnahme auf das Füllstück.
In derartigen Ausführungen ist somit ein Bereich des Klemmkörpers, in dem die Kraft
der Andrückeinrichtung in den Klemmkörper eingeleitet wird, in der Aufnahme aufgenommen.
[0017] Der Klemmkörper ist im Klemmkanal vorzugsweise kippbar gelagert. Die Bewegung beim
Klemmen, nämlich die Zustellbewegung zum Schließen und die Abstellbewegung zum Öffnen
des Klemmspalts, zumindest zum Vergrößern und Verringern der Klemmkraft, ist entsprechend
eine Kippbewegung um eine Kippachse. Ein kippbeweglicher Klemmkörper benötigt im Vergleich
zu beispielsweise einem translatorisch beweglichen Klemmkörper, der alternativ aber
ebenfalls zum Einsatz gelangen kann, weniger Raum für die Ausführung der Abstell-
und Zustellbewegung.
[0018] Der Klemmkörper ist vorzugsweise ein in sich starrer Körper, der seine Gestalt bei
der Zustell- und Abstellbewegung zu und von einer Gegenfläche, mit der er den Klemmspalt
bildet, nicht verändert. Alternativ kann er jedoch auch formelastisch sein und die
Klemmkraft als Elastizitätskraft erzeugen. In derartigen Ausführungen kann beispielsweise
auf eine Andrückeinrichtung verzichtet werden. Ein in sich starrer Klemmkörper ist
andererseits vorteilhaft, um eine gewünschte Klemmkraft exakt und in allen Betriebszuständen
reproduzierbar gewährleisten zu können.
[0019] Falls der Klemmkörper kippbar gelagert ist, weist er vorzugsweise an seiner äußeren
Oberfläche eine nach außen vorgewölbte Rundung auf, über die er sich an dem Druckzylinder
abstützt, so dass im Kontakt der Rundung mit dem Druckzylinder die Kippachse des Klemmkörpers
gebildet wird. Der Klemmkörper rollt somit über einen runden Bogenabschnitt an einer
Wand des Druckzylinders ab. Die Rundung ist vorzugsweise an einer von dem Füllstück
und vorzugsweise auch von der Kanalöffnung abgewandten Seite des Klemmkörpers, die
bevorzugt der Drehachse des Druckzylinders zugewandt ist, geformt. Die Rundung kann
sich von solch einer Unterseite des Klemmkörpers über einen größeren Winkelabschnitt
von 40° oder mehr, beispielsweise auch über mehr als 60° oder mehr als 90° erstrecken.
Der Klemmkörper kann im Bereich der Rundung einen Boden der Ausnehmung des Zylinderkörpers
und gleichzeitig eine davon aufragende Wand der Ausnehmung kontaktieren. Die nach
außen vorgewölbte, in Bezug auf die Gegenfläche des Druckzylinders konvexe Rundung
erlaubt es, die im Kontakt mit der Rundung stehende Gegenfläche als glatte, plane
Fläche zu formen. Dies erleichtert die Herstellung und vermeidet insbesondere Einkerbungen
und damit einhergehende Steifigkeitsminderungen des Druckzylinders. Die Rundung weist
in ihrem bei der Kippbewegung mit der Gegenfläche im Kontakt stehenden Bogenabschnitt
vorzugsweise überall einen Krümmungsradius von wenigstens 5 mm, bevorzugter wenigstens
10 mm auf. An den runden Kontaktabschnitt schließen sich vorteilhafterweise kontinuierlich
Anschlussflächen an, beispielsweise kontinuierlich weiter gerundete oder plane Flächen.
Der gerundete Kontaktabschnitt ragt in bevorzugten Ausführungen somit nicht in der
Art eines erhabenen Noppens von einer Grundfläche des Klemmkörpers ab, sondern ist
selbst Bestandteil solch einer kontinuierlichen, bevorzugt bauchigen Grundfläche.
Weist der Klemmkörper den Stützabschnitt und den winkelig zum Stützabschnitt weisenden
Klemmabschnitt auf, ist die Rundung oder zumindest ein größerer Teil ihres Bogens
an dem Stützabschnitt geformt, kann sich in ebenfalls bevorzugten Ausführungen aber
von dort auch ein Stück weit in Richtung auf die Kanalöffnung erstrecken.
[0020] In bevorzugten Ausführungen ist in dem Klemmkanal ein weiterer Klemmkörper angeordnet,
der einen Klemmspalt zum Klemmen des anderen Endes des gleichen Druckbelags oder eines
weiteren Druckbelags bildet, der in Umfangrichtung versetzt auf den Druckzylinder
aufziehbar ist. Die Klemmkörper können abgesehen von der Umkehrung der Richtung bei
der Zu- und Abstellbewegung für das Klemmen des jeweiligen Endes des gleichen Druckbelags
oder der Druckbeläge gleich sein. Die für einen der Klemmkörper offenbarten Eigenschaften
weist der jeweils andere Klemmkörper vorteilhafterweise einzeln oder in Kombination
ebenfalls auf. So können beide Klemmkörper insbesondere wie beschrieben einen Stützabschnitt
und einen winkelig dazu weisenden Klemmabschnitt aufweisen, beispielsweise jeweils
als Winkelprofil geformt sein, oder kippbar gelagert sein, insbesondere die beschriebene
Rundung aufweisen. Sie können der Form nach vollständig identisch sein. In einer bevorzugten
Ausführung unterscheiden sie sich der Form nach lediglich in Anpassung an eine Betätigungseinrichtung
für ein automatisches Abstellen zum Lösen des Klemmeingriffs mit dem Druckbelag, um
diesen vom Druckzylinder abnehmen zu können, oder für ein automatisches Zustellen.
In bevorzugten Ausführungen ist für den weiteren Klemmkörper insbesondere auch eine
Andrückeinrichtung der beschriebenen Art vorgesehen. Vorteilhaft ist insbesondere,
wenn beide Andrückeinrichtungen an dem Füllstück abgestützt oder mit zumindest einem
überwiegenden Volumenanteil jeweils im Füllstück aufgenommen sind. Vorzugsweise besteht
allerdings ein Unterschied in derartigen Ausführungen bei Verwendung eines Federglieds
als Andrückeinrichtung hinsichtlich der Einleitung der Federkraft, die bei dem einen
Klemmkörper im Bereich des Stützabschnitts und bei dem weiteren Klemmkörper im Bereich
des Klemmabschnitts eingeleitet wird.
[0021] Die Erfindung ist insbesondere für schlanke Druckzylinder von Vorteil, also Druckzylinder
mit einem vergleichsweise großen Längen zu Durchmesser Verhältnis. Beispiele hierfür
sind Druckzylinder, die bei einer Länge des für den Druck nutzbaren Zylinderkörpers
von vier Seiten, beispielsweise Zeitungsseiten, einen Umfang entsprechend einer einzigen
Seite oder bei mehr als vier Seiten, beispielsweise sechs Seiten, insbesondere Zeitungsseiten,
einen Umfang entsprechend zwei Seiten aufweisen. Die beispielhaft genannten Formate
sind auch bekannt als 4x1-Druckzylinder und 6x2-Druckzylinder. Bezogen auf Druckformzylinder
bedeutet dies, dass auf den jeweiligen Druckformzylinder insgesamt vier einseitenbreite
Druckformen aufgezogen werden können, nämlich vier Druckformen axial nebeneinander,
und in dem anderen Beispielfall insgesamt zwölf einseitenbreite Druckformen, nämlich
sechs Druckformen axial nebeneinander und zwei Druckformen über den Umfang. Die Erfindung
ist aber auch für alle anderen Konfigurationen, beispielsweise einen 4x2 Druckformzylinder
von Vorteil und auch für einen Übertragungszylinder, insbesondere Drucktuchzylinder,
der mit einem Gegendruckzylinder einen Druckspalt für eine durchlaufende Bahn bildet.
[0022] Vorteilhafte Merkmale werden auch in den Unteransprüchen und den Kombinationen von
jeweils mehreren Unteransprüchen beschrieben.
[0023] Nachfolgend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand von Figuren erläutert.
An den Ausführungsbeispielen offenbar werdende Merkmale bilden je einzeln und in jeder
Merkmalskombination die Gegenstände der Ansprüche und auch die vorstehend beschriebenen
Ausgestaltungen vorteilhaft weiter. Es zeigen:
- Figur 1
- einen Druckzylinder mit einem Zylinderkörper und einem zur Bildung eines Klemmkanals
in den Zylinderkörper eingesetzten Füllstück,
- Figur 2
- einen Längenabschnitt des Füllstücks mit einer Klemmeinrichtung und einer Registereinrichtung,
- Figur 3
- den Querschnitt B-B der Figur 1 mit einem ersten Klemmkörper zum Klemmen eines Endes
eines Druckbelags,
- Figur 4
- den Querschnitt C-C der Figur 1 mit einem zweiten Klemmkörper zum Klemmen des anderen
Endes des Druckbelags,
- Figur 5
- den Querschnitt A-A der Figur 1,
- Figur 6
- den Querschnitt D-D der Figur 1 mit einer Registereinrichtung für den Druckbelag,
- Figur 7
- die Registereinrichtung in einer Ansicht in Umfangsrichtung des Druckzylinders,
- Figur 8
- die Registereinrichtung in einer Seitenansicht,
- Figur 9
- einen Ausschnitt der Registereinrichtung in einer Draufsicht,
- Figur 10
- ein Werkzeug für die Seitenverstellung der Registereinrichtung,
- Figur 11
- das Werkzeug in einer Ansicht auf eine Stirnseite,
- Figur 12
- die Registereinrichtung mit dem eingreifenden Werkzeug in einem Querschnitt,
- Figur 13
- die Registereinrichtung mit dem eingreifenden Werkzeug in einer Ansicht in Umfangsrichtung
des Druckzylinders,
- Figur 14
- das Werkzeug im Eingriff mit der Registereinrichtung in einer Draufsicht,
- Figur 15
- einen Druckzylinder mit einer Klemmeinrichtung und einem Mechanismus für eine automatische
Betätigung der Klemmeinrichtung,
- Figur 16
- einen ersten Klemmkörper der Klemmeinrichtung der Figur 15 in einem Querschnitt,
- Figur 17
- einen zweiten Klemmkörper der Klemmeinrichtung nach Figur 15 in einem Querschnitt
und
- Figur 18
- ein Paar eines ersten und eines zweiten Klemmkörpers und des Mechanismus der Figur
15 in einer Ansicht in Umfangsrichtung des Druckzylinders,
- Figur 19
- ein weiteres Paar eines ersten und eines zweiten Klemmkörpers und des Mechanismus
der Figur 15 in einer Ansicht in Umfangsrichtung des Druckzylinders und
- Figur 20
- ein Detail der Figur 15.
[0024] Figur 1 zeigt einen Druckzylinder in einer Ansicht und teilweise im Schnitt längs
einer Drehachse L des Zylinders. Der Druckzylinder weist einen Zylinderkörper 1, links
und rechts jeweils einen vom Zylinderkörper 1 abragenden Zylinderzapfen für die Drehlagerung
und ein am äußeren Umfang in den Zylinderkörper 1 eingesetztes Füllstück 2 zur Bildung
eines Klemmkanals für Druckbeläge auf. Der Zylinderkörper 1 weist zwischen den Zylinderzapfen
gemessen eine axiale Breite entsprechend vier Druckseiten eines Druckprodukt auf,
das mittels einer Rotationsdruckmaschine, die den Druckzylinder 1, 2 beinhaltet oder
für die der Druckzylinder vorgesehen ist, hergestellt werden kann. Die Druckprodukte
können insbesondere Zeitungsexemplare sein. Der Druckzylinder ist ein Druckformzylinder,
die Druckbeläge entsprechend Druckformen. Es können insgesamt vier Druckbeläge auf
den äußeren Umfang des Druckzylinders aufgezogen werden, d. h. der Druckzylinder weist
einen Umfang entsprechend einer Druckseite auf.
[0025] Das Füllstück 2 ist in einer Ausnehmung angeordnet, die an dem äußeren Umfang in
den Zylinderkörper 1 eingearbeitet ist. Die Ausnehmung und das Füllstück 2 erstrecken
sich über die gesamte axiale Länge des Zylinderkörpers 1. Figur 1 zeigt nur ein Teil
der Länge des Zylinderkörpers 1, der in etwa der Breite einer Druckseite und dementsprechend
eines einseitenbreiten Druckbelags entspricht. Insgesamt sind auf dem Zylinderkörper
1 wie gesagt vier einfach breite Druckbeläge aufziehbar oder alternativ zwei doppelt
breite Druckbeläge im so genannten Panoramaformat.
[0026] Figur 2 zeigt das Füllstück 2 alleine in dem einer Druckseite entsprechenden Längenabschnitt.
Das Füllstück 2 bildet eine Lagerungseinrichtung für eine Klemmeinrichtung zum Klemmen
der Enden der Druckbeläge und auch für eine Registereinrichtung zum Einstellen des
Seitenregisters der Druckbeläge. Alle Klemmkörper der Klemmeinrichtung und Registerkörper
der Registereinrichtung sind am Füllstück 2 gehalten. Das Füllstück 2 bildet mit der
Klemmeinrichtung und der Registereinrichtung eine Montageeinheit, indem die Komponenten
der Klemmeinrichtung und Registereinrichtung am Füllstück 2 montiert werden und das
Füllstück 2 mit den so vormontierten Komponenten der Klemmeinrichtung und Registereinrichtung
in die Ausnehmung des Zylinderkörpers 1 eingesetzt und darin befestigt wird. Das Füllstück
2 ist in die Ausnehmung des Zylinderkörpers 1 formschlüssig eingepasst und mittels
Befestigungsmitteln, im Ausführungsbeispiel Befestigungsschrauben, befestigt. Die
Befestigung ist in den Figuren 1 und 5 erkennbar.
[0027] Die Klemmeinrichtung umfasst für jeden der Druckbeläge mehrere erste Klemmkörper
4 und mehrere zweite Klemmkörper 4. Die ersten Klemmkörper 4 sind zum Klemmen eines
ersten Endes des jeweiligen Druckbelags und die zweiten Klemmkörper 4 sind für das
andere, zweite Ende des gleichen Druckbelags vorgesehen. Die Klemmkörper 4 sind in
Aussparungen 2b des Füllstücks 2 angeordnet. Die Aussparungen 2b sind an einer Unterseite
des Füllstücks 2, die der Drehachse L des Druckzylinders 1, 2 zugewandt ist, eingearbeitet
und an der Unterseite offen. Die Aussparungen 2b nehmen jeweils zwei Klemmkörper 4,
nämlich jeweils einen ersten Klemmkörper 4 und jeweils einen zweiten Klemmkörper 4
auf. In den Aussparungen 2b sind jeweils zwei Klemmkörper 4 axial eng nebeneinander
angeordnet. Die Aussparungen 2b weisen axial gemessen jeweils eine Breite auf, die
geringfügig größer ist als die Summe der axialen Breiten der jeweils aufgenommenen
Klemmkörper 4.
[0028] Für die Einstellung des Seitenregisters der Druckbeläge ist pro Druckbelag eine Registereinrichtung
9 vorgesehen, jeweils in Form eines Registerkörpers. Die Registereinrichtungen 9 sind
separat voneinander jeweils einzeln axial verstellbar gelagert, wobei die Lagerung
wie bereits erwähnt am Füllstück 2 realisiert ist. Das Füllstück 2 weist für jeweils
eine der Registereinrichtungen 9 eine weitere Aussparung 2c auf, in der die jeweilige
Registereinrichtung 9 rein reibschlüssig nur klemmend gehalten ist. Die Registereinrichtungen
9 weisen als solche keine Eingriffsmittel auf, die mit dem Füllstück 2 oder dem Zylinderkörper
1 bei der Einstellung der axialen Position der jeweiligen Registereinrichtung 9 zusammenwirken.
Entsprechend ragen von den Registereinrichtungen 9 keine auf Scherung beanspruchbare
Eingriffsmittel in das Füllstück 2 oder den Zylinderkörper 1 und auch keine solchen
Eingriffsmittel von dem Füllstück 2 oder dem Zylinderkörper 1 in eine der Registereinrichtungen
9. Die Registereinrichtungen 9 werden vielmehr mittels eines von außen eingreifenden
Werkzeugs axial verstellt.
[0029] Figur 3 zeigt im Querschnitt B-B der Figur 1 einen der ersten Klemmkörper 4, und
Figur 4 zeigt im Querschnitt C-C einen der zweiten Klemmkörper 4, die jeweils paarweise
nebeneinander in einer der Aussparungen 2b angeordnet sind. Der Zylinderkörper 1 und
das Füllstück 2 bilden in besonders raumsparender Weise den Klemmkanal für die Druckbeläge.
In Figur 3 ist ein erstes Ende eines Druckbelags 3 in einem vom Zylinderkörper 1 und
dem ersten Klemmkörper 4 gebildeten Klemmspalt klemmend gehalten, und in Figur 4 ist
das andere, zweite Ende des gleichen Druckbelags 3 in einem zwischen dem Füllstück
2 und dem zweiten Klemmkörper 4 gebildeten zweiten Klemmspalt klemmend gehalten.
[0030] Der Klemmkanal weist am äußeren Umfang des Druckzylinders 1, 2 eine Kanalöffnung
auf, längs der der äußere Umfang des Druckzylinders 1, 2 über jeweils eine Kante mit
kleinem Krümmungsradius in sich an die jeweilige Kante anschließende Kanalwände 1a
und 2a übergeht, die sich in Umfangsrichtung zugewandt gegenüberliegen. Der Zylinderkörper
1 bildet die Kanalwand 1a und das Füllstück 2 die Kanalwand 2a. Die Kanalwand 1a bildet
für den ersten Klemmkörper 4 im Klemmspalt eine Gegenfläche, während die Kanalwand
2a solch eine Gegenfläche im Klemmspalt für den zweiten Klemmkörper 4 bildet. Der
Klemmkanal ist von der Kanalöffnung aus bis einschließlich der beiden Klemmspalte
über die gesamte axiale Länge jeweils symmetrisch zu einer sich durch den Klemmkanal
und die Kanalöffnung erstreckenden Symmetrieebene. Durch die Symmetrieebene erstreckt
sich im jeweiligen Querschnitt die Radiale R auf die Drehachse L des Druckzylinders.
Die Kanalwände 1a und 2a erstrecken sich parallel zu der die Radiale R beinhaltenden
Symmetrieebene. Die Kanalwände 1a und 2a erstrecken sich daher in guter Näherung orthogonal
zu einer an der jeweiligen Kante an den äußeren Umfang des Druckzylinders gelegten
Tangente. Die zu klemmenden Enden des Druckbelags 3 sind in guter Näherung entsprechend
jeweils als ein rechtwinkliger Abbug geformt. Druckbeläge 3 dieser Art werden beispielsweise
in der
DE 10 2005 029 167 A1 offenbart, die diesbezüglich in Bezug genommen wird. So kann der Abbug am vorlaufenden
Ende oder der Abbug am nachlaufenden Ende des Druckbelags 3 wie im Ausführungsbeispiel
dargestellt einfach plan oder in einem zwischen die Kanalwände 1a und 2a ragenden
Abschnitt nochmals abgewinkelt sein, beispielsweise in Richtung auf den am äußeren
Umfang des Druckzylinders 1, 2 aufliegenden Bereich des Druckbelags 3 oder von diesem
weg in Richtung auf die gegenüberliegende Kanalwand 2a oder 1a weisend. Durch nochmalige
Abwinkelung innerhalb wenigstens eines der beiden Abbüge des Druckbelags 3 kann durch
das Klemmen mittels des Klemmkörpers 4 der Druckbelag 3 in Umfangsrichtung gespannt
werden. Bei einem Abbug, der in sich nicht nochmals abgewinkelt, sondern überall einfach
nur plan ist, kann solch eine Zugspannung durch das Klemmen alternativ auch mittels
einer Kante oder runden Wölbung erzeugt werden, die im Querschnitt gesehen zwischen
der Kanalöffnung und der Kontaktstelle von Abbug und Klemmkörper 4 geformt sein kann.
Beim Abbug wird in solch einer Ausführung ein Hebelarm erhalten, der sich von der
Kontaktstelle bis zu der innerhalb des Klemmkanals gelegenen Kante oder Wölbung erstreckt.
Eine solche Wölbung oder Kante innerhalb des Klemmkanals kann grundsätzlich auch zusätzlich
zu einem in sich abgewinkelten Abbug vorgesehen sein. Die zur Herausbildung eines
Hebels vorgesehene Kante oder Rundung bzw. Wölbung kann vorteilhafterweise am Füllstück
2 vorgesehen sein.
[0031] Den Klemmkörpern 4 ist jeweils eine eigene Andrückeinrichtung 7 zugeordnet, die als
Federglied, im Ausführungsbeispiel als mechanische Feder, gebildet ist, um den jeweils
zugeordneten Klemmkörper 4 gegen die Kanalwand 1a oder die Kanalwand 2a zu drücken
und im Klemmspalt die für das Klemmen des Druckbelagendes erforderliche Klemmkraft
zu erzeugen. Die Andrückeinrichtungen 7 sind der Form nach Spiralfedern und der Wirkung
nach als Druckfedern angeordnet. Die Andrückeinrichtungen 7 stützen sich an dem Füllstück
2 ab. Sie sind in jeweils einem Hohlraum des Füllstücks 2 aufgenommen und wirken im
Falle der zweiten Klemmkörper 4 im Bereich der Aussparung 2b auf den jeweils zugeordneten
Klemmkörper 4.
[0032] Die Klemmkörper 4 sind einzeln am Füllstück 2 positioniert und gehalten, nämlich
jeweils mittels eines Positionierelements 8. Die Positionierelemente 8 sind fest mit
dem Füllstück 2 verbunden, im Ausführungsbeispiel verschraubt, und ragen mit jeweils
einem Schaftabschnitt in die Aussparung 2b. Sie durchsetzen im Bereich der Aussparung
2b den jeweiligen Klemmkörper 4, der an entsprechender Stelle einen Durchgang aufweist.
Die Durchgänge der Klemmkörper 4 weisen im Vergleich mit dem durchsetzenden Schaftabschnitt
ein Übermaß auf, so dass die Klemmkörper 4 mittels der Positionierelemente 8 zwar
am Füllstück 2 positioniert und gehalten, die zum Einführen der Enden des jeweiligen
Druckbelags 3 erforderlichen Abstell- und Zustellbewegungen von der Kanalwand 1a oder
2a weg und auf diese zu aber nicht behindert werden.
[0033] Den Aussparungen 2b des Füllstücks 2 liegt eine Wand 1b des Zylinderkörpers 1 zugewandt
gegenüber. Die Wand 1b bildet einen Boden der im Zylinderkörper 1 für das Füllstück
2 eingearbeiteten Ausnehmung. Im Ausführungsbeispiel kontaktiert das Füllstück 2 axial
links und rechts der Aussparungen 2b jeweils diese Wand 1b. Die Wand 1b begrenzt die
Aussparungen 2b. Die Wand 1b ist über die gesamte axiale Länge der Ausnehmung des
Zylinderkörpers 1 und über ihre gesamte, in Umfangsrichtung des Druckzylinders 1,
2 gemessene Breite plan und glatt. Die Kanalwand 1a erstreckt sich orthogonal zu der
Wand 1b.
[0034] Im Bereich der Aussparungen 2b bildet die Wand 1b ebenfalls eine Kanalwand. Die Kanalwand
1a ist zwischen dem Grund des Klemmkanals und der Kanalöffnung einmal abgesetzt, indem
sie sich in Form einer kleinen Stufe einmal in ihrem der Kanalöffnung nahen Bereich
verbreitert, im Wesentlichen um die Dicke des zu klemmenden Endes des Druckbelags
3. Die Kanalwände 1a und 2a weisen ferner jeweils im Bereich desjenigen Klemmkörpers
4, mit dem die betreffende Kanalwand 1a oder 2a keinen Klemmspalt bildet, eine Ausnehmung
auf, in die der jeweilige Klemmkörper 4 bei seiner Abstellbewegung ausweichen kann,
wie besser in den Figuren 16 und 17 erkennbar ist.
[0035] Die Klemmkörper 4 weisen je einen Stützabschnitt 5 und einen winkelig zum Stützabschnitt
5 weisenden Klemmabschnitt 6 auf. Der Klemmabschnitt 6 ragt fingerartig vom Stützabschnitt
5 in Richtung auf die Kanalöffnung zu. Im Querschnitt bilden die Klemmkörper 4 jeweils
ein Winkelprofil. Der Stützabschnitt 5 ragt in die Aussparung 2b und ist darin mit
zumindest einem überwiegenden Volumenanteil aufgenommen. Die Klemmkörper 4 weisen
an ihren von der Kanalöffnung abgewandten Unterseiten jeweils im Querschnitt gesehen
eine bauchig vorgewölbte Rundung auf, mit der sie sich an der Zylinderkörperwand 1b
abstützen und im Kontakt mit der Wand 1b eine Kippachse für den Klemmkörper 4 bilden.
Die Kippachse ist zumindest im Wesentlichen radial unter dem Klemmspalt des Klemmkörpers
4, also zumindest im Wesentlichen auf der gleichen Drehwinkelposition wie der Klemmspalt
gebildet, bezogen auf die Drehachse L des Druckzylinders 1, 2. Die Klemmkörper 4 sind
in sich steife Kippstücke.
[0036] Bei den ersten Klemmkörpern 4 (Figur 3) wirkt die jeweils zugeordnete Andrückeinrichtung
7 im Bereich des Klemmabschnitts 6 auf den Klemmkörper 4. Bei diesen Klemmkörpern
4 sind die Andrückeinrichtungen 7 radial in etwa auf der Höhe des Klemmspalts auf
die dem Klemmspalt gegenüberliegende Seite des Klemmabschnitts 6 wirkend angeordnet.
Bei den zweiten Klemmkörpern 4 (Figur 4) wirkt die jeweils zugeordnete Andrückeinrichtung
7 auf den Stützabschnitt 5. Die beiden Abbüge des Druckbelags 3 sind im Bereich des
jeweils nicht klemmenden Klemmkörpers 4 mit einer Ausnehmung versehen und dementsprechend
von den nicht klemmenden Klemmkörpern 4 und im Falle der ersten Klemmkörper 4 auch
von deren Andrückeinrichtungen 7 frei. Die Andrückeinrichtungen 7 der zweiten Klemmkörper
4 wirken im Bereich der Aussparungen 2b auf den Stützabschnitt 5 und über einen bis
zur Kippachse reichenden Hebelarm auf den jeweiligen Klemmkörper 4.
[0037] Die Klemmkörper 4 bilden mit derjenigen Kanalwand 1a oder 2a, mit der sie den Klemmspalt
bilden, einen Einführtrichter für den zu klemmenden Abbug des Druckbelags 3. Die Klemmabschnitte
6 verjüngen sich zur Bildung der Einführtrichter von der Kanalwand 1a oder 2a, mit
der sie den Klemmspalt bilden, in Richtung auf die gegenüberliegende Kanalwand nach
radial außen.
[0038] Figur 5 zeigt in dem Querschnitt A-A der Figur 1 einen Abschnitt des Füllstücks 2
neben den Aussparungen 2b und 2c. In den neben den Aussparungen 2b und 2c gelegenen
Abschnitten hat das Füllstück 2 an allen innerhalb der Ausnehmung gelegenen Seiten
Kontakt mit den die Ausnehmung begrenzenden Wänden des Zylinderkörpers 1, um den Zylinderkörper
1 im Bereich der Ausnehmung bestmöglich auszusteifen. Mit Ausnahme des notwendigerweise
frei bleibenden engen Kanalspalts zwischen den Kanalwänden 1a und 2b besteht zwischen
dem Zylinderkörper 1 und dem Füllstück 2 über den überwiegenden Teil der Ausnehmung
vollflächiger Kontakt. Das Füllstück 2 ist in diesen Querschnitten, wobei in Figur
5 ein Querschnitt mit einem Befestigungselement zur Befestigung des Füllstücks 2 am
Zylinderkörper 1 dargestellt ist, im Wesentlichen quaderförmig, im Ausführungsbeispiel
ist es im Querschnitt in erster Näherung quadratisch. Für die Ausnehmung des Zylinderkörpers
1 gilt dies entsprechend. Die Ausnehmung weist zwei zueinander parallele Seitenwände
auf, die sich vom Boden der Ausnehmung rechtwinklig und parallel zu der Symmetrieebene
des zwischen den Kanalwänden 1a und 2a gebildeten Klemmspalts bis zu der äußeren Oberfläche
des Zylinderkörpers 1 erstrecken. Ein derartiger Querschnitt lässt sich besonders
einfach fertigen und schwächt den Zylinderkörper 1 in seinem zur Biegesteifigkeit
maßgeblich beitragenden Querschnittsbereich nahe des äußeren Umfangs nur minimal.
[0039] Figur 6 zeigt den Klemmkanal in einem Querschnitt mit einer der Registereinrichtungen
9. Die Registereinrichtung 9 weist einen Stützabschnitt 10 und einen von dem Stützabschnitt
10 winkelig abragenden Registerabschnitt 11 auf. Der Stützabschnitt 10 ist in einer
der Aussparungen 2c des Füllstücks 2 aufgenommen und reibschlüssig zwischen einer
ersten Klemmfläche 2d und einer zweiten Klemmfläche 13a eingeklemmt und rein reibschlüssig
gehalten. Die Klemmfläche 2d ist eine feste, nicht nachgiebige Wand des Füllstücks
2, das in diesem Sinne ein erstes Klemmmittel für die Registereinrichtung 9 bildet.
Die Klemmfläche 13a wird von einem als Druckstück wirkenden zweiten Klemmmittel 13
gebildet. Das Füllstück 2 lagert das Klemmmittel 13 in Richtung auf die Klemmfläche
2d und von dieser weg hin und her beweglich. Das Klemmmittel 2 ist in einem Durchgang
des Füllstücks 2, der in die Aussparung 2c führt und auf die Klemmfläche 2d gerichtet
ist, linear und vorzugsweise verdrehgesichert geführt. Das Klemmmittel 13 ist plattenförmig
und weist an seiner der Klemmfläche 2d zugewandten Seite die Klemmfläche 13a auf.
Das Klemmmittel 13 ist über ein Federglied 14 und ein Halteglied 15 am Füllstück 2
abgestützt. Das Halteglied 15 ist im gleichen Durchgang wie das Klemmmittel 13 angeordnet
und in Richtung der Beweglichkeit des Klemmmittels 13 bis gegen einen Anschlag des
Füllstücks 2 hin und her verstellbar. Das Federglied 14 stützt sich in die eine Federrichtung
an dem Halteglied 15 und in die andere Richtung an dem Klemmmittel 13 ab. Das Federglied
14 ist eine mechanische Druckfeder, der Geometrie nach eine Spiralfeder.
[0040] Das Klemmmittel 13 weist einen die Klemmfläche 13a bildenden plattenförmigen Teller
und einen von diesem abragenden Zapfen auf, mit dem es in einen Durchgang des Halteglieds
15 ragt. Das Halteglied 15 führt das Klemmmittel 13 im Bereich des Zapfens hin und
her beweglich.
[0041] In Bezug auf die Drehachse L des Druckzylinders 1, 2 ist die Klemmfläche 2d eine
radial äußere Klemmfläche, und das Klemmmittel 13 bildet die Klemmfläche 13a als radial
innere Klemmfläche. Im Druckbetrieb steigt somit aufgrund der Richtung der Beweglichkeit
des Klemmmittels 13 die von den Klemmflächen 2d und 13a auf die Registereinrichtung
9 ausgeübte Klemmkraft entsprechend der Drehzahl des Druckzylinders 1, 2 und der Masse
des Klemmmittels 13 und auch des Federglieds 14, dessen Federkraft ebenfalls nach
radial außen auf das Klemmmittel 13 wirkt. Das Halteglied 15 ist in dem Durchgang
des Füllstücks 2 bis gegen den Anschlag eingeschraubt.
[0042] Der Reibschluss zwischen der Registereinrichtung 9 und den Klemmmitteln 2 und 13
ist so gestaltet, d. h. nach Federspannung, Größe der Klemmflächen 2d und 13a und
deren Reibwerte, dass die Registereinrichtung 9 zwar im Klemmeingriff mittels eines
Werkzeugs axial verschoben werden kann und dadurch das Seitenregister eines zugeordneten
Druckbelags vorgegeben wird, die einmal eingestellte axiale Position aber unter allen
denkbaren Bedingungen im Betrieb des Druckzylinders 1, 2 eingehalten wird.
[0043] Die Registereinrichtung 9 ist als Winkelstück geformt, mit dem in die Aussparung
2c ragenden Stützabschnitt 10 und dem davon winkelig in Richtung auf die Kanalöffnung
abragenden Registerabschnitt 11. Ist der Druckzylinder 1, 2 mit Druckbelägen belegt,
greift der Registerabschnitt 11 in eine Registeraussparung des Abbugs des auf der
entsprechenden axialen Höhe angeordneten Druckbelags und bestimmt somit dessen axiale
Position, also dessen Seitenregister.
[0044] Für die Einstellung der axialen Position der Registereinrichtung 9 weist das Füllstück
2 in seiner Kanalwand 2a eine lokale Ausnehmung 2e auf, die der gegenüberliegenden
Kanalwand 1a zugewandt offen ist und einen Durchgang bis zu einem Langloch 12 im Stützabschnitt
10 der Registereinrichtung 9 bildet. Für die Einstellung der axialen Position kann
ein Werkzeug durch die Ausnehmung 2e in Eingriff mit der Registereinrichtung 9, nämlich
mit deren Langloch 12, gebracht werden.
[0045] Die Figuren 7 bis 9 zeigen die Registereinrichtung 9 in zwei Ansichten und in einer
Draufsicht auf einen das Langloch 12 enthaltenden Teil. Im eingebauten Zustand der
Registereinrichtung 9 erstreckt sich das Langloch 12 mit seiner Längsachse in Umfangsrichtung
des Druckzylinders 1, 2.
[0046] Die Figuren 10 und 11 zeigen ein Werkzeug 16, mit dem die axiale Position der Registereinrichtung
9 einstellbar ist. Das Werkzeug 16 umfasst einen ersten Werkzeugabschnitt 17 und einen
zweiten Werkzeugabschnitt 18. Der Werkzeugabschnitt 17 weist eine zentrale Längsachse
W auf, die bei der Verstellung der Registereinrichtung 9 eine Drehachse des Werkzeugs
16 bildet. Der Werkzeugabschnitt 18 ist in Bezug auf diese Werkzeug-Drehachse W exzentrisch
angeordnet und verlängert den Werkzeugabschnitt 17 längs der Werkzeug-Drehachse W.
Der Werkzeugabschnitt 18 bildet eine zu der Werkzeug-Drehachse W exzentrische Exzenterachse
Z des Werkzeugs 16. Beide Abschnitte 17 und 18 sind kreiszylindrisch.
[0047] Die Figuren 12 bis 14 zeigen das Werkzeug 16 im Eingriff mit dem Füllstück 2 und
der Registereinrichtung 9 bei der Einstellung der axialen Position der Registereinrichtung
9. Das Werkzeug 16 wird mit dem Werkzeugabschnitt 18 voran in die Ausnehmung 2e des
Füllstücks eingeführt, bis der Werkzeugabschnitt 18 in das Langloch 12 ragt. Der Durchmesser
des Werkzeugabschnitts 18 und die Breite des Langlochs 12 sind aneinander genau angepasst,
so dass der Werkzeugabschnitt 18 gerade in das Langloch 12 passt. Ebenso sind die
Breite der Ausnehmung 2e und der Durchmesser des Werkzeugabschnitts 17 passgenau aneinander
angepasst. Figur 14 zeigt dies in der Draufsicht durch einen in Figur 14 als durchsichtig
dargestellten Handgriff 16a des Werkzeugs 16. Der Werkzeugabschnitt 17 ist in der
Ausnehmung 2e axial eng gefasst, so dass die Werkzeug-Drehachse W relativ zum Druckzylinder
1, 2 axial ortsfest bestimmt ist. Bei einer Drehung des Werkzeugs 16 um die Werkzeug-Drehachse
W (Pfeil am rechten Rand des Handgriffs 16a) schwenkt der exzentrische Werkzeugabschnitt
18 um die Achse W. Da der Werkzeugabschnitt 18 in dem Langloch 12 der Registereinrichtung
9 axial ebenfalls eng gefasst ist, wird die Registereinrichtung 9 durch den in das
Langloch 12 eingreifenden Werkzeugabschnitt 18 bei der Drehbewegung des Werkzeugs
16 axial verschoben (Pfeil am unteren Rand des Handgriffs 16a). Die Exzentrizität
der beiden Achsen W und Z des Werkzeugs 16 kann beispielsweise 1 mm betragen, so dass
die Registereinrichtung 9 aus einer gedachten Mittelposition nach beiden Seiten axial
um maximal je 1 mm verstellt werden kann.
[0048] Die Figuren 15 bis 20 zeigen ein weiterentwickeltes Ausführungsbeispiel mit einer
automatisch betätigbaren Klemmeinrichtung. Nachfolgend werden im Wesentlichen nur
die Unterschiede zum Ausführungsbeispiel der Figuren 1 bis 14 beschrieben, im Übrigen
entspricht das weiterentwickelte Ausführungsbeispiel dem bereits offenbarten, so dass
die dazu gemachten Ausführungen auch für das weiterentwickelte Ausführungsbeispiel
gelten. Unterschiede bestehen lediglich, soweit sie durch die automatische Betätigung
bedingt sind. Die Klemmkörper sind lediglich der formalen Unterscheidung wegen mit
dem Bezugszeichen 24 bezeichnet. Die Registereinrichtungen 9 des Ausführungsbeispiels
der Figuren 1 bis 14 kommen identisch zum Einsatz. Auf ihre Darstellung wird daher
der Einfachheit wegen verzichtet.
[0049] Figur 15 zeigt einen Endabschnitt des Druckzylinders 1, 2, wobei der Zylinderzapfen
und die Drehlagerung des Druckzylinders 1, 2 aus Gründen der vereinfachten Darstellung
weggelassen wurden. Der dargestellte Endabschnitt weist eine längs der Drehachse L
gemessene Breite auf, die im Wesentlichen der Breite eines einseitenbreiten Druckbelags
entspricht. In axialer Fortsetzung weist der Druckzylinder weitere solcher Axialabschnitte
auf, im Ausführungsbeispiel insgesamt vier solcher Abschnitte für die Belegung mit
vier nebeneinander angeordneten Druckbelägen in der Breite je einer einzigen Druckseite,
vorzugsweise Zeitungsseite. Im Klemmkanal sind über die Breite jedes einzelnen Druckbelags
verteilt acht Klemmkörper 24 angeordnet, vier erste Klemmkörper 24 für ein vorlaufendes
Ende und vier andere, zweite Klemmkörper 24 für das nachlaufende Ende des gleichen
Druckbelags. Die für das eine Druckbelagende vorgesehenen ersten Klemmkörper 24 und
die für das andere Druckbelagende vorgesehenen zweiten Klemmkörper 24 sind in Bezug
auf das jeweils zu klemmende Ende symmetrisch angeordnet. Die Abfolge ist in axialer
Richtung von links nach rechts gesehen: erster, zweiter, zweiter, erster, erster,
zweiter, zweiter, erster Klemmkörper 24.
[0050] Die Figuren 16 und 17 zeigen den Klemmkanal mit den Klemmkörpern 24 jeweils in einem
Querschnitt. Der Querschnitt der Figur 16 enthält einen der ersten Klemmkörper 24
zum Klemmen eines Abbugs eines nicht dargestellten Druckbelags, und der Querschnitt
der Figur 16 enthält einen der zweiten Klemmkörper 24 zum Klemmen des anderen Abbugs
des gleichen Druckbelags. Bei dem Druckzylinder 1, 2 handelt es sich um einen Druckzylinder,
der einen Umfang aufweist, der im Wesentlichen nur der in Umfangsrichtung gemessenen
Länge eines einzigen Druckbelags entspricht. Bei einem dem Umfang nach größeren Druckzylinder
beispielsweise doppelten oder noch größeren Umfangs würde der zweite Klemmkörper 24
einen Abbug eines in Umfangsrichtung versetzt angeordneten weiteren Druckbelags klemmen
bzw. dem Klemmen solch eines weiteren Druckbelags dienen.
[0051] Der Druckzylinder 1, 2 ist mit einer Betätigungseinrichtung für die automatische
Betätigung der Klemmkörper 24 ausgestattet. Die Betätigungseinrichtung umfasst eine
langgestreckte Übertragungsstruktur 19, die sich axial über die gesamte oder nahezu
gesamte Länge des Druckzylinders 1, 2 erstreckt und relativ zu dem Druckzylinder 1,
2 und den Klemmkörpern 24 axial hin und her bewegbar ist. Die Übertragungsstruktur
19 wird vom Druckzylinder 1, 2 axial verdrehgesichert linear geführt. Eine Linearführung
bildet sowohl der Zylinderkörper 1 als auch das Füllstück 2, die jeweils eine Aussparung
aufweisen, innerhalb der sich die Übertragungsstruktur 19 erstreckt. Die Übertragungsstruktur
19 ist im Bereich der von der Kanalöffnung abgewandten Unterseite des Füllstücks 2
und von der Kanalöffnung aus gesehen an einem hinteren Rand des Klemmkanals angeordnet.
Sie liegt einer Rückseite jeweils des Stützabschnitts 25 der Klemmkörper 24 am hinteren
Ende der Aussparung 2b zugewandt in einem kleinen Abstand gegenüber. Die Übertragungsstruktur
19 übeträgt in axialer Richtung Zug- und Druckkräfte. Sie ist als Rechteckstange geformt.
Die Übertragungsstruktur 19 bildet einen Schieber.
[0052] Die Betätigungseinrichtung umfasst ferner Eingriffsglieder 20, je ein Eingriffsglied
20 pro Klemmkörper 24. Die Eingriffsglieder 20 ragen von der Übertragungsstruktur
19 jeweils in die Aussparung 2b in Richtung auf die Klemmkörper 24 vor. Sie sind längs
der Übertragungsstruktur 19 so angeordnet, dass jeweils eines der Eingriffsglieder
20 in einem Führungseingriff mit dem zugeordneten Klemmkörper 24 eine Abstellbewegung
des betreffenden Klemmkörpers 24 bewirkt, so dass der Klemmspalt gegen die Kraft der
Andrückeinrichtung 7 des jeweiligen Klemmkörpers 24 geöffnet oder zumindest die Klemmkraft
im Klemmspalt verringert wird, so dass ein geklemmtes Druckbelagende mit geringerer
Kraft aus dem Klemmspalt gezogen oder eingeführt werden kann. Die Eingriffsglieder
20 sind im Ausführungsbeispiel als Bolzen gebildet, die in Bohrungen der Übertragungsstruktur
19 befestigt sind. Andere Querschnittsformen als die eines einfachen runden Bolzens
sind ebenfalls verwendbar, auch die Formung einer Übertragungsstruktur 19 mit abragenden
Eingriffsgliedern 20 in einem Stück.
[0053] Die Klemmkörper 24 weisen dem jeweils zugeordneten Eingriffsglied 20 zugewandt im
Bereich ihrer rückwärtigen Enden jeweils eine Führungsbahn 27 auf für den Führungseingriff
mit dem jeweils zugeordneten Eingriffsglied 20. Die Führungsbahnen 27 sind an den
Stützabschnitten 25 geformt, die für den Führungseingriff in Umfangsrichtung des Druckzylinders
1, 2 gesehen einen mit dem jeweils zugeordneten Eingriffsglied 20 überlappenden Endbereich
aufweisen. Die Führungsbahnen 27 sind in einer sich durch den Bereich des Führungseingriffs
erstreckenden zu der Radialen R parallelen, axialen Ebene in Bezug auf die Axiale
geneigt. Eine Axialbewegung der Übertragungsstruktur 19 mit den Eingriffsgliedern
20 bewirkt im Führungseingriff von Eingriffsglied 20 und jeweils zugeordneter Führungsbahn
27 eine Abstell-Kippbewegung des jeweiligen Klemmkörpers 24. In den Figuren 16 und
17 sind die Klemmkörper 24 in durchgezogenen Linien jeweils mit ihrem Klemmabschnitt
26 in ihrem gegen die Gegenfläche 2a (Figur 16) oder 1a (Figur 16) zugestellten und
in gestrichelter Linie im abgestellten Zustand dargestellt.
[0054] Der Führungseingriff der Eingriffsglieder 20 und der Führungsbahnen 27 ist ein reiner
Gleitkontakt. Die Eingriffsglieder 20 sind in jeder Hinsicht steif mit der Übertragungsstruktur
19 verbunden. Alternativ könnten die Eingriffsglieder 20 jedoch auch, zumal bei Gestaltung
als kreisrunde Bolzen, um die Bolzenachse drehbar an der Übertragungsstruktur 19 abgestützt
sein. Ortsfest und auch sonst nicht beweglich mit der Übertragungsstruktur 19 verbundene
Eingriffsglieder 20 werden jedoch bevorzugt. Die axiale Führung der Übertragungsstuktur
19 ist eine Gleitführung, wobei die Übertragungsstruktur 19 in der Führung im Querschnitt
eng eingefasst ist, wodurch die Stabilität der schlanken Übertragungsstruktur 19 und
ein stets korrekter Führungseingriff mit den Klemmkörpern 24 gewährleistet sind. Dies
trägt zu einer vorteilhaft schlanken, langgestreckten Form der Übertragungsstruktur
19 und der die Struktur 19 und die Eingriffsmittel 20 umfassenden Betätigungseinrichtung
und somit zu einer möglichst geringen Materialschwächung des Zylinderkörpers 1 bei.
Die Übertragungsstruktur 19 wird in Längsrichtung zu beiden Seiten der Eingriffsglieder
20 geführt, nämlich in einer von dem Zylinderkörper 1 gebildeten ersten Einfassung
und in einer zweiten Einfassung, die der Zylinderkörper 1 und das Füllstück 2 gemeinsam
bilden. Die mittels der Einfassungen erhaltene beidseitige Führung 1c, 2f ist für
die Stabilität vorteilhaft, grundsätzlich könnte aber eine der Einfassungen entfallen,
bevorzugt die in den Figuren 16 und 17 untere, allein vom Zylinderkörper 1 gebildete
Einfassung.
[0055] Die Klemmkörper 24 sind an ihren Unterseiten und im äußeren Übergangsbereich zwischen
dem Stützabschnitt 25 und dem Klemmabschnitt 26 kontinuierlich gekrümmt, vorzugsweise
mit einem konstanten Krümmungsradius. Diese Rundung erstreckt sich über einen Bogenwinkel
von mehr als 90°. Die Klemmkörper 24 kontaktieren im Bereich ihrer Rundung die Kanalwand
1b, wie im ersten Ausführungsbeispiel, und können im Bereich der Rundung auch die
davon aufragende Kanalwand 1a kontaktieren. Sie sind zwischen der Kanalwand 1a und
dem jeweils zugeordneten Eingriffsglied 20 in Umfangsrichtung des Druckzylinders mit
geringem Spiel eingefasst. Das Spiel ist so bemessen, dass die Kippbewegung möglich
ist, die Klemmkörper 24 andererseits aber in Umfangsrichtung ausreichend exakt positioniert
sind. Auf zusätzliche Positionierelemente, wie beispielsweise die Positionierelemente
8 des ersten Ausführungsbeispiels, wird verzichtet.
[0056] Figur 15 zeigt die Klemmkörper 24 in einer Ansicht in Umfangsrichtung auf deren Stützabschnitt
25. Gezeigt sind auch die Eingriffsglieder 20 und in gestrichelter Linie die Übertragungsstruktur
19. Die Übertragungsstruktur 19 mit den Eingriffsgliedern 20 nimmt eine Neutralposition
"0" ein, aus der sie axial nach rechts bis in eine Position "1" und axial nach links
bis in eine Position "2" bewegbar ist. In der Neutralposition "0" sind die Eingriffsglieder
20 mit den Klemmkörpern 24 nicht in Eingriff. Die Klemmkörper 24 sind somit in dem
jeweiligen Klemmspalt an die jeweilige Gegenfläche 1a oder 2a aufgrund der Federkraft
der jeweils zugeordneten Andrückeinrichtung 7 zugestellt. Die Betätigungseinrichtung
nimmt die Neutralposition "0" insbesondere während des Druckbetriebs ein.
[0057] Die Betätigungseinrichtung umfasst auch ein Kupplungsglied 21, das an einem stirnseitigen
Ende, in Figur 15 am linken Ende des Druckzylinders, axial beweglich angeordnet ist.
Das Kupplungsglied 21 ist axial fest mit der Übertragungsstruktur 19 verbunden, im
Ausführungsbeispiel ist es absolut fest mit der Übertragungsstruktur 19 verbunden.
Die Übertragungsstruktur 19, die Eingriffsglieder 20 und das Kupplungsglied 21 bilden
die Betätigungseinrichtung 19-21. Das Kupplungsglied 21 weist an seinem äußeren Umfang
zwei radial nach außen abragende Stege auf, zwischen denen eine Vertiefung verbleibt,
in die ein Abtriebsglied 23 eines Antriebs mit einem Eingriffsende 22 ragt. Der Antrieb
ist an einem Maschinengestell G in der Nähe des Druckzylinders 1, 2 axial neben diesem
angeordnet. Das Abtriebsglied 23 ist aus der Neutralposition "0" axial hin und her
bis jeweils in die Position "1" oder "2" beweglich und wird vom Antrieb entsprechend
angetrieben. Das Eingriffsende 22 ragt zwischen den beiden Stegen des Kupplungsglieds
21 in dessen Vertiefung, so dass das Abtriebsglied 23 über das axial damit steif verbundene
Eingriffsende 22 bei einer axialen Hubbewegung das Kupplungsglied 21 entweder gegen
den axial inneren Steg in die eine axiale Richtung oder den axial äußeren Steg in
die andere axiale Richtung drückt. Die Übertragungsstruktur 19 wird entsprechend in
die eine Richtung gedrückt oder in die andere gezogen.
[0058] Der Kupplungseingriff des Eingriffsendes 22 und des Kupplungsglieds 21 und deren
Zusammenwirken ist in Figur 20 vergrößert dargestellt. Das Eingriffsende 22 ragt stets
zwischen den Stegen in das Kupplungsglied 21. Allerdings ist das Kupplungsglied 21
von dem Eingriffsende 22 frei, es verbleibt also in der Neutralposition "0" axial
zu beiden Stegen und radial zum Grund der zwischen den Stegen erhaltenen Vertiefung
ein kleiner Abstand, so dass der Druckzylinder 1, 2 frei vom Abtriebsglied 23 dreht,
das im Druckbetrieb stets die Neutralposition "0" einnimmt. Der Kupplungseingriff
ist ein Mitnahmeeingriff, in dem das Abtriebsglied 23 die Betätigungseinrichtung 1:1
1 in beide Richtungen mitnimmt, abgesehen von dem geringen axialen Abstand zu den
beiden Stegen.
[0059] Die Figuren 18 und 19 zeigen die beiden linken Paare der Klemmkörper 24 ohne den
Druckzylinder 1, 2, jedoch mit der Übertragungseinrichtung 19 in gestrichelter Linie
und den Eingriffsgliedern 20. Die Eingriffsglieder 20 sind in durchgezogener Linie
in Neutralposition "0" und strichliert jeweils im Führungseingriff mit der Führungsbahn
27 des zugeordneten Klemmkörpers 24 dargestellt. Figur 18 zeigt das in Figur 15 am
weitesten links angeordnete Klemmkörperpaar und Figur 19 das rechts davon nächstfolgende.
Die Führungsbahnen 27 sind gerade Schrägflächen, die unter einem konstanten Winkel
zur Axialen geneigt sind, wobei der Winkel so gewählt ist, dass ein Abgleiten der
Eingriffsglieder 20 im Führungseingriff sicher gewährleistet ist und keine Selbsthemmung
auftreten kann.
[0060] Die Eingriffsglieder 20 sind an der Übertragungsstruktur 19 und die Führungsbahnen
27 am jeweiligen Klemmkörper 24 so angeordnet und relativ zueinander ausgerichtet,
dass die ersten Klemmkörper 24, die den Klemmspalt mit der Kanalwand 2a bilden, bei
der Bewegung der Betätigungseinrichtung 19-21 in die eine axiale Richtung und die
zweiten Klemmkörper 24, die den Klemmspalt mit der Kanalwand 1a bilden, bei der Bewegung
in die andere axiale Richtung abgestellt werden, wobei die jeweils andere dieser beiden
Gruppen der Klemmkörper 24 frei von den Eingriffsgliedern 20 ist. Bei einer Bewegung
der Betätigungseinrichtung 19-21 in die Position "1" werden in Figur 18 nur der linke
und in Figur 19 nur der rechte Klemmkörper 24 im Führungseingriff mit dem jeweils
zugeordneten Eingriffsglied 20 abgestellt, während bei einer Bewegung der Betätigungseinrichtung
19-21 in die Position "2" in Figur 18 nur der rechte und in Figur 19 der linke Klemmkörper
24 im Führungseingriff abgestellt werden.
Bezugszeichen:
[0061]
- 1
- Zylinderkörper
- 1a
- Kanalwand
- 1b
- Zylinderwand
- 1c c
- Führung
- 2
- Füllstück, Klemmmittel
- 2a
- Kanalwand
- 2b
- Aussparung
- 2c
- Aussparung
- 2d
- Klemmfläche
- 2e
- Durchgang, Ausnehmung
- 2f
- Führung
- 3
- Druckbelag
- 4
- Klemmkörper
- 5
- Stützabschnitt
- 6
- Klemmabschnitt
- 7
- Federglied, Andrückeinrichtung
- 8
- Positionierelement
- 9
- Registereinrichtung
- 10
- Stützabschnitt
- 11
- Registerabschnitt
- 12
- Langloch
- 13
- Druckstück, Klemmmittel
- 13a
- Klemmfläche
- 14
- Federglied
- 15
- Halteglied
- 16
- Werkzeug
- 16a
- Werkzeug-Handgriff
- 17
- Werkzeugabschnitt
- 18
- Werkzeugabschnitt
- 19
- Schieber-Schubstruktur
- 20
- Schieber-Eingriffsglied
- 21
- Kupplungsglied
- 22
- Abtriebsglied
- 23
- Antrieb
- 24
- Klemmkörper
- 25
- Stützabschnitt
- 26
- Klemmabschnitt
- 27
- Führungsbahn
- L
- Zylinder-Drehachse
- R
- Radiale
- W
- Werkzeug-Drehachse
- Z
- Werkzeug-Exzenterachse
1. Druckzylinder mit Klemmkanal zum Klemmen eines Endes eines auf einen äußeren Umfang
des Druckzylinders auflegbaren Druckbelags, der Druckzylinder umfassend:
a) einen Zylinderkörper (1),
b) den im Druckzylinder (1, 2) erstreckten Klemmkanal (1a, 1b, 2a, 2b) mit einer ersten
Kanalwand (1a) und einer zweiten Kanalwand (2a), die einander in Umfangsrichtung zugewandt
sind, und einer Kanalöffnung am äußeren Umfang des Druckzylinders, durch die das Ende
des Druckbelags (3) zwischen die Kanalwände (1a, 2a) eingeführt werden kann,
c) einen Klemmkörper (4; 24), der in dem Klemmkanal einen Klemmspalt zum Klemmen des
Endes des Druckbelags (3) bildet,
d) und ein zur Bildung des Klemmkanals in den Zylinderkörper (1) eingesetztes Füllstück
(2),
e) wobei das Füllstück (2) eine Aufnahme (2b) aufweist, die einer Wand (1b) des Zylinderkörpers
(1) zugewandt offen ist, und der Klemmkörper (4; 24) zumindest teilweise in der Aufnahme
(2b) des Füllstücks (2) aufgenommen ist.
2. Druckzylinder nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Zylinderkörper (1) die erste Kanalwand (1a) und das Füllstück (2) die zweite
Kanalwand (2a) bildet.
3. Druckzylinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche und wenigstens einem der folgenden
Merkmale:
- die Aufnahme (2b) ist an einer von der Kanalöffnung abgewandten Unterseite des Füllstücks
(2) angeordnet;
- die Aufnahme (2c) ist an einer der Drehachse (D) des Druckzylinders (1, 2) zugewandten
Unterseite offen;
- die Aufnahme (2c) durchsetzt das Füllstück (2) in Umfangsrichtung des Druckzylinders
(1, 2).
4. Druckzylinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die der Aufnahme (2b) zugewandte Wand (1b) des Zylinderkörpers (1) zumindest in dem
Bereich, in dem sie die Aufnahme (2b) überlappt, glatt und plan ist.
5. Druckzylinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Füllstück (2) einen bis zu der Kanalöffnung reichenden Umfangsabschnitt der äußeren
Umfangsfläche des Druckzylinders (1, 2) und an den Umfangsabschnitt über eine Kante
zumindest im Wesentlichen rechtwinkelig anschließend die zweite Kanalwand (2a) bildet.
6. Druckzylinder nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Füllstück (2) an seiner der zweiten Kanalwand (2a) gegenüberliegend abgewandten
Seite eine zu der zweiten Kanalwand (2a) im Querschnitt und axial jeweils zumindest
im Wesentlichen parallele Seitenwand aufweist.
7. Druckzylinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, umfassend eine Andrückeinrichtung
(7), die auf den Klemmkörper (4; 24) eine Kraft ausübt, die im Klemmspalt eine Klemmkraft
bewirkt.
8. Druckzylinder nach dem vorhergehenden Anspruch und wenigstens einem der folgenden
Merkmale:
- die Andrückeinrichtung (7) stützt sich an dem Füllstück (2) ab;
- zumindest ein überwiegender Volumenanteil der Andrückeinrichtung (7) ist in dem
Füllstück (2) aufgenommen;
- die Andrückeinrichtung (7) wirkt in der Aufnahme (2b) auf den Klemmkörper (4; 24).
9. Druckzylinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Klemmkörper (4; 24) mit einer der Kanalwände (1a, 2a) den Klemmspalt bildet.
10. Druckzylinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Klemmkörper (4; 24) für seine Abstützung einen in die Aufnahme (2b) des Füllstücks
(2) ragenden Stützabschnitt (5; 25) und für die Bildung des Klemmspalts einen in Richtung
auf die Kanalöffnung ragenden Klemmabschnitt (6; 26) aufweist.
11. Druckzylinder nach dem vorhergehenden Anspruch und wenigstens einem der folgenden
Merkmale:
- der Stützabschnitt (5; 25) und der Klemmabschnitt (6; 26) weisen winkelig zueinander,
vorzugsweise bilden sie miteinander ein Winkelstück;
- der Stützabschnitt (5; 25) stützt sich an einer von der Kanalöffnung abgewandten
Unterseite an dem Druckzylinder (1, 2), vorzugsweise an dem Zylinderkörper (1) ab;
- die Andrückeinrichtung (7) nach Anspruch 7 ist auf den Stützabschnitt (5; 25) oder
den Klemmabschnitt (6; 26) wirkend angeordnet.
12. Druckzylinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Klemmkörper (4; 24) kippbar gelagert ist.
13. Druckzylinder nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Klemmkörper (4; 24), vorzugsweise der Stützabschnitt (6; 26) nach Anspruch 10,
eine Rundung aufweist und der Klemmkörper (4; 24) sich mit der Rundung an dem Druckzylinder
(1, 2) abstützt, so dass im Kontakt der Rundung mit dem Druckzylinder (1, 2) für den
Klemmkörper (4; 24) eine Kippachse gebildet wird.
14. Druckzylinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich der Klemmkörper (4; 24) an der der offenen Seite der Aussparung (2b) zugewandten
Wand (1b) des Zylinderkörpers (1) abstützt, wobei die Wand (1b) zumindest in dem Bereich,
in dem sie den Klemmkörper (4; 24) überlappt, vorzugsweise plan und glatt ist.
15. Druckzylinder nach einer Kombination der zwei vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Klemmkörper (4; 24) im Kontakt mit dieser Wand (1b) des Zylinderkörpers (1) eine
Kippachse bildet, vorzugsweise in der auf die Drehachse (D) des Druckzylinders (1,
2) bezogen gleichen Drehwinkelposition wie der Klemmspalt oder in der Nähe der Drehwinkelposition
des Klemmspalts.
16. Druckzylinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Klemmkanal (1a, 1b, 2a, 2b) ein weiterer Klemmkörper (4; 24) angeordnet ist,
der einen Klemmspalt zum Klemmen des anderen Endes des gleichen Druckbelags (3) oder
eines Endes eines in Umfangsrichtung versetzt angeordneten weiteren Druckbelags bildet,
wobei vorzugsweise wenigstens einer der Klemmkörper (4; 24) den Klemmspalt mit einer
der Kanalwände (1a, 2a) bildet.
17. Druckzylinder nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der weitere Klemmkörper (4; 24) axial neben dem Klemmkörper (4; 24) zumindest teilweise
in der gleichen Aufnahme (2b) oder einer weiteren Aufnahme des Füllstücks (2) aufgenommen
ist, die einer Wand (1b) des Zylinderkörpers (1), vorzugsweise der gleichen Wand,
zugewandt offen ist.
18. Druckzylinder nach einem der zwei vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass für den weiteren Klemmkörper (4; 24) eine weitere, eigene Andrückeinrichtung (7)
vorgesehen und an dem Füllstück (2) abgestützt oder mit zumindest einem überwiegenden
Volumenanteil in dem Füllstück (2) aufgenommen ist.
19. Druckzylinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, umfassend eine Registereinrichtung
(9) für die Einstellung eines Seitenregisters des Druckbelags (3), die ebenfalls in
einer Aufnahme (2c) des Füllstücks (2) zumindest teilweise aufgenommen ist.
20. Druckzylinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, umfassend eine axial hin und
her bewegbare Betätigungseinrichtung (19-21) für eine Betätigung des Klemmkörpers
(4; 24), wobei eines aus Betätigungseinrichtung (19-21) und Klemmkörper (4; 24) eine
Führungsbahn (27) und das andere ein Eingriffsglied (20) aufweist, das bei einer axialen
Bewegung der Betätigungseinrichtung (19-21) die Führungsbahn (27) abfährt, wobei der
Klemmkörper (4, 24) durch das Abfahren der Führungsbahn (27) in solch eine Richtung
bewegt wird, dass eine von dem Klemmkörper (4; 24) ausgeübte Klemmkraft verringert,
vorzugsweise der Klemmspalt geöffnet wird.
21. Druckzylinder nach dem vorhergehenden Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Füllstück (2) die Betätigungseinrichtung (19-21) an wenigstens zwei Seiten axial
führt.
22. Druckzylinder nach einem der zwei vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungseinrichtung (19-21) wengistens teilweise in einer Ausnehmung (2f)
des Füllstücks (2) aufgenommen wird.
23. Druckzylinder nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Füllstück (2c) den Klemmkörper (4; 24) seitlich führt.