[0001] Die Erfindung betrifft eine Dosiereinrichtung für pulverförmiges Behandlungsmittel
für eine Waschmaschine, mit mindestens einem Vorratsbehälter für Behandlungsmittel
wie Waschmittel oder Wasch- oder Spülzusätze mit einem über eine vertikale Drehachse
drehbaren Rührwerk mit umlaufenden Messern, welches mit einem Elektroantrieb gekoppelt
ist und von diesem antreibbar ist, und einer Fördereinrichtung, mit der das Behandlungsmittel
über einen Verbindungsschlauch, zur Waschmaschine gefördert werden kann, und einem
Dosiermittel zur Ausgabe von Behandlungsmittel aus dem Vorratsbehälter in die Fördereinrichtung.
[0002] Die Erfindung betrifft ferner eine Waschmaschine, umfassend einen Laugenbehälter
zur Aufnahme von Waschflüssigkeit und eine Steuereinereinrichtung, mit einer Dosiereinrichtung,
die entfernt von der Waschmaschine angeordnet werden kann, die über zwei Schlauchleitungen
mit der Waschmaschine verbunden ist und mit der Steuereinrichtung der Waschmaschine
in Wirkverbindung steht.
[0003] In Waschmaschinen für den Haushalt wird üblicherweise das Waschmittel von Hand in
eine Kammer gegeben, die nach dem Start des Waschprogramms mit Wasser ausgespült und
in den Laugenbehälter eingelassen wird. Der Benutzer muss hierbei die Dosiervorschriften
für das jeweils verwendete Waschmittel einhalten und darauf achten, dass er die richtige
Menge in die Kammer einfüllt. Um die Beschickung mit Waschmittel oder sonstigen Zugabemitteln,
zu vereinfachen, werden automatische Dosiereinrichtungen verwendet, in denen in einem
Vorratsbehälter eine größere Menge Waschmittel gelagert ist. Beim Start eines Waschprogramms
wird dann die voreingestellte Waschmittelmenge der Waschflüssigkeit zugeführt, so
dass der Benutzer nicht bei jedem Waschgang auf die einzufüllende Waschmittelmenge
achten muss. Besonders bei gewerblich eingesetzten Waschmaschinen werden derartige
Dosiereinrichtungen häufig verwendet.
[0004] Aus der
EP 0 297 371 B1 ist eine Dosiereinrichtung für pulverförmiges Waschmittel bekannt. Aus einem Vorratsbehälter
wird das Waschpulver in eine Mischkammer eingelassen und von dort aus zur Waschmaschine
gefördert. Ein Rührwerk, welches zumindest ein rotierendes Messer umfasst, bewegt
das Pulver innerhalb des Behälters, wobei durch die Bewegung das Pulver durch eine
Öffnung auf einen Auffangteller rieselt. Auf den Tellern bilden sich kegelstumpfförmige
Anhäufungen, die mit Hilfe von umlaufend rotierenden Dosierfingern von den Tellern
in die darunterliegende Mischkammer abgestreift werden. Wenn die gewünschte Menge
in der Mischkammer vorhanden ist, wird die Mischkammer mit Wasser ausgespült, wobei
das abfließende, mit dem Waschpulver versetzte Wasser über eine Leitung zur Waschmaschine
geführt ist. Bei dieser Anordnung ist nicht sichergestellt, welche Menge nun tatsächlich
auf den jeweiligen Teller gelangt. Je nach Eigenschaften des Pulvers kann sich ein
unterschiedlich geformter Kegelstumpf auf dem Teller ausbilden, dessen Volumen stark
variiert.
[0005] Aus der
WO 2007/027779 A1 ist eine Dosiereinrichtung für pulverförmiges Behandlungsmittel bekannt, bei der
mittels einer Lochscheibe am Pulverauslass des Vorratsbehälters eine volumenmäßig
genaue Dosierung bereitgestellt wird. Hierbei ist die zu dosierende Menge durch das
Volumen des zylindrischen Loches festgelegt, wobei mittels einer rotierenden Abdeckplatte
das Loch zur Befüllung freigegeben wird und anschließend verschlossen wird, so dass
das Loch dann auf der Unterseite mit einer anderen, rotierenden Abdeckscheibe geöffnet
wird.
[0006] Aus der
DE 93 03 690 U1 ist eine Dosiereinrichtung bekannt, bei der aus einem Vorratsbehälter die vorgegebene
Waschmittelmenge in einen schubladenförmigen Becher abgefüllt wird. Hierbei ist am
Boden des Behälters eine Öffnung angeordnet, der sich ein Zellenrad mit einer horizontalen
Drehachse anschließt. Durch das Drehen des Zellenrades wird das Pulver aus dem Vorratsbehälter
durch die Behälteröffnung in jeweils eine Zelle eingelassen, die sich beim Weiterdrehen
der Zellenachse entsprechend abwärts bewegt und anschließend das Pulver über eine
Öffnung unterhalb des Zellenrades in den Becher füllt. Die Zellen nehmen jeweils eine
vorgegebene Menge an Pulver auf, so dass die Dosierung anhand der Anzahl von Zellen,
die in den Becher entleert werden, erfolgt. Hierbei kann es jedoch zu Ungenauigkeiten
kommen, wenn die Zellen aufgrund von Verklumpungen nicht vollständig befüllt werden.
[0007] Der Erfindung liegt somit Aufgabe zugrunde, eine Dosiereinrichtung oder eine Waschmaschine
dahingehend zu verbessern, dass auf einfache Weise eine genaue Dosierung bereitgestellt
wird.
[0008] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch eine Dosiereinrichtung mit den Merkmalen des
Patentanspruchs 1 und durch eine Waschmaschine mit den Merkmalen des Patentanspruchs
13 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben
sich aus den abhängigen Ansprüchen 2 bis 12 und 14 bis 17.
[0009] Die mit der Erfindung erreichbaren Vorteile bestehen darin, dass eine mengengenaue
Dosierung automatisch vorgenommen werden kann. Hierzu umfasst das Dosiermittel eine
zylinderförmige Kammer mit einem darin enthaltenen Zellenrad mit mehreren durch Stege
getrennte Kammersegmenten bzw. Zellen, das über eine vertikale Drehachse drehbar unterhalb
des Bodens des Vorratsbehälters angeordnet ist. Der Boden des Vorratsbehälters besitzt
eine Einlassöffnung zum Befüllen der Kammersegmente und auf der Unterseite eine Auslassöffnung
zur Fördereinrichtung, wobei das Zellenrad mit der Drehachse des Rührwerks gekoppelt
ist. Dadurch ist nur ein Elektroantrieb für das Rührwerk notwendig, welches durch
die umlaufenden Messer das Einrieseln in die Kammer bzw. in ein Kammersegment bewirkt.
Zumindest ein umlaufendes Messer ist nah am Boden des Vorratsbehälters angeordnet,
so dass durch das Abstreifen des Pulvers oberhalb der Öffnung eine vollständige Befüllung
einer Zelle erreicht wird. Durch das vorbekannte Volumen einer Zelle wird anhand der
Anzahl der in die Fördereinrichtung zu entleerenden Zellen die zu dosierende Menge
festgelegt. Die Kopplung ist so ausgeführt, dass sich ein Messer des Rührwerks mindestens
einmal über die Einlassöffnung bewegt, bevor das Zellenrad sich weiterdreht. Die Richtungsangaben
oder Positionsangaben beziehen sich auf die betriebsgemäße Aufstellposition der Dosiereinrichtung
und Waschmaschine.
[0010] In einer zweckmäßigen Ausführung ist die Drehachse des Zellenrades beabstandet zur
Drehachse des Rührwerks angeordnet, wobei die Einlassöffnung und die Auslassöffnung
jeweils etwa der Form eines Kammersegments entsprechen, und die Einlassöffnung nah
zur Achse des Rührwerks und die Auslassöffnung entfernt zur Achse des Rührwerks angeordnet
ist. Dadurch ist sichergestellt, dass das Behandlungsmittel sicher und vollständig
jeweils in eine Zelle eingefüllt und erst nach dem Weiterdrehen des Zellenrades aus
der Zelle in die Fördereinrichtung gefüllt wird. Es kann somit kein Behandlungsmittel
durch die Kammer hindurchrieseln, was zu einer erhöhten Zugabemenge führen würde.
Die genaue Dosierung erfolgt deshalb unabhängig vom Rieselverhalten oder vom Anbackverhalten
des Behandlungsmittels.
[0011] In einer zweckmäßigen Ausführung umfasst die Fördereinrichtung eine Laugenpumpe und
eine Mischkammer zur Aufnahme des zu dosierenden Behandlungsmittels, wobei das in
der Mischkammer eingelassene Behandlungsmittel mittels des zulaufenden Wassers ausgespült
und mit der Laugenpumpe zur Waschmaschine gefördert werden kann. Dadurch kann die
Dosiereinrichtung wahlfrei aufgestellt werden. Auch eine Aufstellung neben der Waschmaschine
oder darunter ist möglich, da durch die Laugenpumpe sichergestellt ist, dass das mit
Behandlungsmittel versetzte Wasser unabhängig von der Schwerkraft in die Waschmaschine
gelangt.
[0012] Zur Kopplung des Zellenrades ist es zweckmäßig, an der Achse des Rührwerks zumindest
einen Mitnehmer anzubringen, die in eine Öffnung in die Kammer ragen kann und dabei
mit einem Steg zusammenwirkt, wodurch das Zellenrad um eine Teildrehung bewegbar ist.
Hierbei ist die Öffnung an der Seite der Kammer angeordnet, an der sich die Zellen
ohne zu förderndes Waschpulver bzw. Behandlungsmittel befinden. Durch die Formgebung
des Mitnehmers kann der Bewegungsablauf des Zellenrades gegenüber dem Bewegungsablauf
des Rührwerks verändert werden, so dass es vorteilhaft ist, bei kontinuierlich drehendem
Rührwerk eine getaktete Bewegung des Zellenrades einzustellen.
[0013] In einer vorteilhaften Weiterbildung ist der Mitnehmer so geformt, dass durch die
Teildrehung der Drehachse des Rührwerks das Zellenrad um die Position zumindest nahezu
eines Zellensegmentes verschoben wird. Dadurch ist sichergestellt, dass für jede Zelle
die vollständige Einlassöffnung zur Verfügung steht, wenn sie befüllt wird oder die
vollständige Auslassöffnung, wenn das Behandlungsmittel aus der Zelle in die Fördereinrichtung
rieselt.
[0014] In einer weiteren, vorteilhaften Weiterbildung sind an der Achse des Rührwerks zumindest
zwei Mitnehmer, die um 180° versetzt sind, angebracht. Dadurch wird das Zellenrad
bei einer halben Umdrehung des Rührwerks um eine Zelle verschoben, so dass der Dosiervorgang
schneller durchgeführt werden kann.
[0015] In einer zweckmäßigen Weiterbildung ist die Öffnung im Boden des Behälters bzw. auf
der Oberseite der Kammer angeordnet, so dass der Mitnehmer als Klaue oder nach unten
abgewinkelter Stift ausgeführt und an der Achse bzw. Welle des Rührwerks befestigt
ist. Als Mitnehmer können auch Nocken verwendet werden.
[0016] Um zu verhindern, dass zu viel Waschmittel in diese Öffnung rieselt und die Bewegung
des Mitnehmers beeinträchtigt, sind die Mitnehmer oder ist der Mitnehmer zum Behälterinneren
mit einer glockenförmigen oder kegelförmigen Abdeckung abgedeckt, wobei die Abdeckung
die Öffnung zum Eingreifen der Mitnehmer in die Kammer mit dem Zellenrad vollständig
überdeckt. Die kegelförmige Abdeckung kann auch zum Halten der Mitnehmer verwendet
werden, so dass eine einfache und zuverlässige Verbindung der Mitnehmer mit der Drehachse
des Rührwerks bereitgestellt wird.
[0017] In einer weiteren, vorteilhaften Ausführung umfasst die Dosiereinrichtung ein Basisgerät,
auf dem der Vorratsbehälter mit dem Dosiermittel abnehmbar angebracht und befestigt
ist, wobei die Fördereinrichtung, umfassend eine Mischkammer und eine Laugenpumpe,
und der Elektroantrieb im Basisgerät angeordnet sind. Dadurch kann der Behälter zum
bequemen Befüllen oder zum Reinigen einfach abgenommen werden, so dass das Basisgerät
an seiner Aufstellposition verbleiben kann.
[0018] In einer zweckmäßigen Ausführung umfasst der Elektroantrieb einen Elektromotor mit
einem Getriebe zur Bereitstellung eines Getriebenmotors, wobei am Getriebeausgang
eine Kupplung angeordnet ist, die eine lösbare Verbindung mit dem Rührwerk bereitstellt.
Hierbei ist am Elektromotor ein Getriebe angekoppelt bzw. als Einheit ausgeführt,
um am Ausgang des Getriebes ein höheres Drehmoment bereitzustellen. Somit kann der
Motor mit einer geringeren Leistung klein bauend ausgeführt werden und das notwendige
Drehmoment zum Zerkleinern und Bewegen von verklumptem Pulver wird trotzdem bereitgestellt.
[0019] In einer vorteilhaften Ausführung umfasst die Dosiereinrichtung zwei Vorratsbehälter,
wobei für jeden Vorratsbehälter jeweils ein Dosiermittel, ein Rührwerk und ein Elektroantrieb
für das Rührwerk vorgesehen ist. Die Dosiermittel bzw. die Elektroantriebe für die
Rührwerke sind einzeln steuerbar, so dass abhängig vom Waschzyklus oder vom eingestellten
Waschprogramm das geeignete Behandlungsmittel selbständig ausgewählt werden kann.
[0020] Zum Einfüllen von Behandlungsmittel in den Vorratsbehälter hat dieser auf der Oberseite
eine Einfüllöffnung bzw. ist dieser dort offen ausgeführt. Um zu verhindern, dass
der Benutzer beim Einfüllen das Rührwerk bzw. eines der umlaufenden Messer berührt
und sich dabei verletzt, ist jeweils in der Einfüllöffnung der Vorratsbehälter ein
Griffschutzgitter eingesetzt.
[0021] Es ist ferner zweckmäßig, dass die Vorratsbehälter im Basisgerät in der Art eines
Bajonetts oder einer Schraubverbindung eingeführt und befestigt sind. Dadurch sind
sie fest und verdrehsicher im Basisgerät befestigt, so dass sie sich nicht selbständig
beim Rotieren des Rührwerks lösen können. Andererseits kann der Benutzer die Behälter
einfach vom Basisteil lösen und entfernen.
[0022] Es ist insgesamt zweckmäßig, die Waschmaschine für die Dosiereinrichtung so anzupassen,
dass die Steuerungseinrichtung der Waschmaschine mit der Dosiereinrichtung in Verbindung
steht. Dadurch kann abhängig vom Waschprogramm der Behälter in der Dosiereinrichtung
ausgewählt werden, der das geeignete Waschmittel enthält, und anschließend die zu
dosierende Menge vorgegeben werden.
[0023] Die Waschmaschine umfasst hierbei einen über ein Zulaufventil und/oder eine Wasserweiche
steuerbaren Anschluss, der mit der Dosiereinrichtung verbunden ist, über den Wasser
zur Dosiereinrichtung förderbar ist, und ferner einen weiteren Anschluss für die aus
der Dosiereinrichtung förderbare Lauge. Der Anschluss für die Lauge ist über eine
flexible Leitung mit dem Laugenbehälter verbunden, so dass die schwingenden Bewegungen
des Laugenbehälters im Betrieb ausgeglichen werden.
[0024] In einer vorteilhaften Ausführung besitzt die Waschmaschine einen im oberen Bereich
angeordneten Waschmitteleinspülkasten, welcher über eine Wasserzuführleitung zum Ausspülen
von Waschmittel oder Zugabemittel aus dem Waschmitteleinspülkasten in Verbindung steht,
dessen Auslauf über ein flexibles Verbindungsrohr in den Laugenbehälter geführt ist,
wobei die flexible Leitung von der Dosiereinrichtung in dem Verbindungsrohr mündet.
Damit kann der Benutzer weiterhin auf herkömmliche Weise Waschmittel oder Behandlungsmittel
verwenden.
[0025] Beispielsweise bei Sonderbehandlungen, zum Beispiel das Waschen von Gardinen oder
Funktionstextilien, bei denen die bevorrateten Mittel nicht verwendet werden können,
wird das Spezialmittel für jeweils einen Waschgang über den Waschmitteleinspülkasten
in den Laugenbehälter eingegeben.
[0026] In der Regel besitzt die Waschmaschine ein Gehäuse mit einer Rückwand, an der ein
Anschluss für die Wasserzuführung zum Magnetventil und / oder der Wasserweiche angebracht
ist. In einer zweckmäßigen Ausführung sind ferner der Anschluss für das Wasser zur
Dosiereinrichtung und der Anschluss für die aus der Dosiereinrichtung förderbare Lauge
an der Rückwand angebracht.
[0027] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Zeichnungen rein schematisch dargestellt
und wird nachfolgend näher beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- die an eine Waschmaschine angeschossene Dosiereinrichtung in schematischer Darstellung;
- Fig. 2, 3
- die Dosiereinrichtung im Detail;
- Fig. 4:
- die Dosiereinrichtung in einer perspektivischen Innenansicht und
- Fig. 5:
- einen Behälter für sich allein.
[0028] Gemäß Fig. 1 umfasst die skizzierte Waschmaschine 1 einen Laugenbehälter 2 mit einer
darin drehbar angeordneten Trommel 3, die von einem nicht näher dargestellten Elektromotor
angetrieben wird. Die Dosiereinrichtung 18 ist außerhalb der Waschmaschine 1 angeordnet
und über Verbindungsschläuche 15, 16 mit dieser verbunden. Als Zugabemittel werden
beispielsweise Waschmittel, Wasch- oder Spülzusätze verwendet. Die von der Waschmaschine
1 separat ausgeführte Dosiereinrichtung 18 kann wahlweise an unterschiedlichen Orten
aufgestellt bzw. befestigt werden. Je nach Aufstellbedingungen für die Waschmaschine
1 kann sie beispielsweise auf dem Gehäuse 4 der Waschmaschine 1, seitlich daneben
oder dahinter aufgestellt oder befestigt werden. Die Waschmaschine 1 umfasst ferner
einen Einspülkasten 6, in dem beispielsweise auch ein Waschmittelfach 9 zur Aufnahme
des Waschmittels für einen Waschzyklus angeordnet ist, der über eine flexible Rohrleitung
8 mit dem Laugenbehälter 2 verbunden ist. Der Einspülkasten 6 steht dabei mit einer
Wasserzuführleitung 12 unter Zwischenschaltung eines Magnetventils 10 und/oder einer
Wasserweiche 11 in Verbindung und stellt die Einspülung von Waschmittel in den Laugenbehälter
2 für einen einzigen Waschgang bereit, wenn die Dosiereinrichtung 18 nicht benutzt
wird. Das Magnetventil 10 und/oder die Wasserweiche 11 werden von der Steuereinheit
7 der Waschmaschine 1 gesteuert.
[0029] Für die Zugabe von Waschmittel aus der externen Dosiereinrichtung 18 wird diese über
den Zuführungsschlauch 15 mit Wasser versorgt. Das mit Waschmittel versetzte Wasser
bzw. das Laugenkonzentrat wird über die Laugenleitung 16 zur Waschmaschine 1 gefördert,
wobei an der Rückwand 5 der Waschmaschine 1 jeweils ein Anschluss 13a für das Kupplungsstück
13b der Wasserleitung 15 und ein Anschluss 14a für das Kupplungsstück 14b der Laugenleitung
16 angeordnet ist. Die innerhalb der Waschmaschine geführte Laugenleitung 16c mündet
in das flexible Rohr 8 am Laugenbehälter 2. Das Magnetventil 10, die Wasserweiche
11 und die Dosiervorrichtung 18 werden von der Steuereinrichtung 7 der Waschmaschine
1, die auch den Ablauf der Waschprogramme bereitstellt, gesteuert. Über eine Signalverbindung
40 steht die Dosiereinrichtung 18 mit der Steuereinrichtung 7 in Wirkverbindung. Die
Dosiereinrichtung 18 umfasst in dieser Ausführung ein Basisgerät 19 und zwei Behälter
20, 21 für pulver- oder granulatförmiges Waschmittel oder Behandlungsmittel.
[0030] In Fig. 2 ist die Dosiereinrichtung 18 in der Ausführung mit zwei Vorratsbehältern
im Detail dargestellt. Auf dem Basisteil 19 sind die Behälter 20, 21 für pulverförmiges
Behandlungsmittel angebracht. Die Verbindungsschläuche 15, 16 sind aus dem Basisteil
19 herausgeführt und an ihren freien Enden mit Kupplungsstücken 13b, 14b versehen,
die in den jeweils vorgesehenen Anschluss 13a, 13b (Fig. 1) an der Waschmaschine 1
gesteckt und befestigt werden. Die Behälter 20, 21 sind jeweils mit einem abnehmbaren
Deckel 20D, 21 D versehen, damit das in den Behältern 20, 21 eingefüllte Behandlungsmittel
nicht verschmutzt wird und keine Feuchtigkeit aufnimmt.
[0031] In der Schnittdarstellung gemäß Fig. 3 ist die Verbindung der Einzelteile der Dosiereinrichtung
18 verdeutlicht. Im Behälter 20 für pulverförmiges Behandlungsmittel befindet sich
ein Rührwerk 24, welches über eine vertikale Achse umlaufende Messer 37 bzw. Stäbe
besitzt. Über eine Öffnung 33 am Boden 32 des Behälters 20 wird das Behandlungsmittel
WP in die Kammer 27 bzw. jeweils in eine Zelle 30 der Kammer 27 eingelassen. Die umlaufenden
Messer 37 lassen dabei das pulverförmige Behandlungsmittel WP durch die Einlassöffnung
33 in die Zelle 30 rieseln. Über die Auslassöffnung 34 wird das pulverförmige Behandlungsmittel
aus der Zelle 30 in die Mischkammer 22 eingelassen. Das Rührwerk 24 ist über eine
Kupplung 41 a mit einem Elektromotor 25a bzw. mit dem Ausgang des Getriebes 26a trennbar
verbunden. Dadurch kann der Behälter 20 mit dem Rührwerk 24 vom Basisteil 19 abgenommen
werden, wobei der Elektromotor 25a und das Getriebe 26a im Basisteil 19 verbleiben.
Das in der Mischkammer 22 dosierte Behandlungsmittel WP wird über den Wasserzulauf
15a, der in Düsen 22b mündet, die von der Oberseite in das Innere der Kammer 22 gerichtet
sind, ausgespült. Beim Einlassen des Wassers in die Mischkammer 22 wird das mit dem
Behandlungsmittel WP versetzte Wasser bzw. die Lauge, die üblicherweise konzentriert
ist, durch den Ablauf 16a im unteren Bereich der Kammer 22 geleitet, welches mit der
Laugenpumpe 23 über die Leitung 16b zur Laugenleitung16 gepumpt wird, womit die Kammer
22 und die Laugenpumpe 23 die Fördereinrichtung 17 bilden.
[0032] Der Antrieb und die Aufnahme für den zweiten Behälter 21 sind gleich bzw. zumindest
ähnlich aufgebaut. Der Behälter 21 ist so positioniert ist, dass die Auslassöffnung
oberhalb der Mischkammer 22 angeordnet ist, damit das einzulassende Behandlungsmittel
aus der Auslassöffnung in die Mischkammer rieseln kann, wenn der zweite Behälter ausgewählt
wurde. Auch für den zweiten Behälter 21 ist das Rührwerk (nicht dargestellt) über
eine Kupplung 41 b mit einem Elektromotor 25b bzw. mit dem Ausgang des Getriebes 26b
trennbar verbunden. Dadurch kann der Behälter 21 mit dem Rührwerk vom Basisteil 19
abgenommen werden, wobei der Elektromotor 25b und das Getriebe 26b im Basisteil 19
verbleiben.
[0033] In der Detailansicht des Behälters 20 gemäß Fig. 4 ist das Rührwerk 24 und die zylindrische
Kammer 27 mit dem darin angeordneten Zellenrad 28 zu erkennen. Das Rührwerk 24 ist
über eine Achse 38 am Behälterboden 32 und über ein Griffschutzgitter 40 im oberen
Bereich des Behälters 20 gelagert. Das Rührwerk 24 besitzt mehrere umlaufende Messer
37, die nah am Boden 32 des Behälters 20 entlang streifen, wenn das Rührwerk 24 rotiert.
Unterhalb des Behälterbodens 32 ist die zylinderförmige Kammer 27 mit dem darin angeordneten
Zellenrad 28 angeordnet. Das Zellenrad 28 ist über eine vertikale Drehachse 31 gelagert,
die im parallelen Abstand zur Drehachse 38 des Rührwerks 24 liegt. Im Behälterboden
32 befindet sich oberhalb der Kammer 27 eine Einlassöffnung 33, die in etwa der Form
eines Kreisausschnitts entspricht. Diese Öffnung 33 ist somit der Form einer Zelle
30 angepasst.
[0034] In Fig. 5 ist der Behälter 20 im abgenommenen Zustand von der Unterseite gezeigt.
Im zentralen Bereich des Bodens 32 ist die Achse 38 des Rührwerks 24 gelagert. Zwischen
der Achse 38 und dem äußeren Rand des Bodens 32 ist die zylindrische Kammer 27 angebracht.
[0035] An der Drehachse 38 des Rührwerks 24 ist zumindest ein als Mitnehmer fungierender
Stift 35a angebracht, der sich paralel beabstandet zur Drehachse 38 befindet und zeitweise
in die Kammeröffnung 36 ragt, wenn er sich umlaufend bewegt. Im Boden 32 des Behälters
20 ist ein ringförmiger Kanal 46 angeordnet, in den der Mitnehmer 35a hineinragt und
sich umlaufend bewegen kann. In dieser Ausführung sind zwei gegenüberliegende Mitnehmer
35a, 35b vorhanden, so dass bei jeder halben Umdrehung des Rührwerks ein Mitnehmer
35a oder 35b einmal durch die Kammer 27 bewegt wird. Um die Stifte 35a, 35b zu erkennen,
ist die Kammer und der Ringkanal 46 mit Ausbrüchen dargestellt. Hierbei wird jeweils
ein Steg 29 des Zellerades 28 bewegt, wobei der Steg 29 um die Position einer Zelle
30 innerhalb der Kammer 27 und somit das gesamte Zellenrad 28 um den Drehbereich oder
Drehwinkel, der einer Zelle 30 entspricht, verfahren bzw. gedreht wird. Bei dieser
Teildrehung werden alle Zellen 30, die durch die Stege 29 des Zellenrades 28 gebildet
sind, um diese eine Position verschoben, so dass eine mit Behandlungsmittel WA gefüllte
Zelle 30 die Auslassöffnung 34 der Kammer 27 erreicht und das Behandlungsmittel WA
durch diese Öffnung 34 in die Mischkammer 22 (Fig. 3) rieseln kann. Auch der zweite
Mitnehmer 35b ragt in den ringförmigen Kanal 46. Zum Behälterinneren sind die Mitnehmer
35a, 35b mit einer Abdeckung 43 abgedeckt, die in dieser Ausführung glockenförmig
oder kegelförmig geformt ist.
[0036] An der Drehachse 38 des Rührwerks 24 ist ferner ein Kupplungsteil 44 mit einer Schraube
45a befestigt, welches beim Einsetzen des Behälters 20 in das Basisteil 19 in ein
korrespondierendes Kupplungsteil am Elektroantrieb eingreift. Der Behälter 20 besitzt
im unteren Bereich an seinem Mantel Anformungen 39, die eine Befestigung mit korrespondierenden
Mitteln am Basisteil 19 (Fig. 2) in der Art eines Bajonetts bereitstellen. Nach dem
Lösen des Kupplungsteils 44 kann die Drehachse 38 aus der Lagerung im Boden 32 des
Behälters 20 herausgezogen werden, so dass das Rührwerk 24 aus dem Behälter 20 entfernt
werden kann. Die Kammer 27 ist mit Schrauben 45b, 45c an der Unterseite des Behälterbodens
32 angeschraubt, so dass sie nach dem Lösen der Schrauben 45b, 45c abgenommen und
gereinigt werden kann. Auch das Zellrad 28 ist nach dem Entfernen der Kammer 27 zugänglich,
beispielsweise für Reinigungszwecke.
1. Dosiereinrichtung (18) für pulverförmiges Behandlungsmittel (WP) für eine Waschmaschine
(1), mit mindestens einem Vorratsbehälter (20) für Behandlungsmittel wie Waschmittel
oder Wasch- oder Spülzusätze mit einem über eine vertikale Drehachse (38) drehbaren
Rührwerk (24) mit umlaufenden Messern (37), welches mit einem Elektroantrieb (25a)
gekoppelt ist und von diesem antreibbar ist, und einer Fördereinrichtung (17), mit
der das Behandlungsmittel (WP) über einen Verbindungsschlauch (16) zur Waschmaschine
(1) gefördert werden kann, und einem Dosiermittel zur Ausgabe von Behandlungsmittel
(WP) aus dem Vorratsbehälter (20) in die Fördereinrichtung (17),
dadurch gekennzeichnet,
dass das Dosiermittel eine zylinderförmige Kammer (27) mit einem darin enthaltenen Zellenrad
(28) mit mehreren durch Stege (29) getrennten Zellen (30) umfasst, das über eine vertikale
Drehachse (31) drehbar unterhalb des Bodens (32) des Vorratsbehälters (20) angeordnet
ist, wobei die Kammer (27) im Boden (32) des Vorratsbehälters (20) eine Einlassöffnung
(33) zum Befüllen der Zellen (30) und auf der Unterseite eine Auslassöffnung (34)
zur Fördereinrichtung (17) besitzt, wobei das Zellenrad (28) mit der Drehachse (38)
des Rührwerks (24) gekoppelt ist.
2. Dosiereinrichtung (18) nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Drehachse (31) des Zellenrades (28) zur Drehachse (38) des Rührwerks (24) beabstandet
angeordnet ist, wobei die Einlassöffnung (33) und die Auslassöffnung (34) jeweils
etwa der Form einer Zelle (30) entsprechen, und die Einlassöffnung (33) nah zur Achse
(38) des Rührwerks (24) und die Auslassöffnung (34) entfernt zur Achse (38) des Rührwerks
(24) angeordnet ist.
3. Dosiereinrichtung (18) nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass an der Achse (38) Rührwerks (24) zumindest ein Mitnehmer (35a) angebracht ist, der
durch eine Öffnung (36) in die Kammer (27) einführbar ist und dabei mit den Stegen
(29) des Zellenrades (28) zusammenwirkt, wodurch das Zellenrad (28) um eine Teildrehung
bewegbar ist.
4. Dosiereinrichtung (18) nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass das Zellenrad (28) durch die Teildrehung um die Position zumindest nahezu einer Zelle
(30) verschoben werden kann.
5. Dosiereinrichtung (18) nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass an der Achse (38) des Rührwerks (24) zumindest zwei gegenüberliegende bzw. um etwa
180° versetzte Mitnehmer (35a, 35b) angebracht sind.
6. Dosiereinrichtung (18) nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Öffnung (36) im Boden (32) des Behälters bzw. auf der Oberseite der Kammer 27
angeordnet ist.
7. Dosiereinrichtung (18) nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Mitnehmer (35a, 35b) zum Behälterinneren mit einer glockenförmigen oder kegelförmigen
Abdeckung (43) abgedeckt sind, wobei die Abdeckung (43) die Öffnung (36) vollständig
überdeckt.
8. Dosiereinrichtung (18) nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Dosiereinrichtung (18) ein Basisgerät (19) umfasst, auf dem der Vorratsbehälter
(20) mit dem Dosiermittel abnehmbar angebracht und befestigt ist, wobei die Fördereinrichtung
(17), umfassend eine Mischkammer (22) und eine Laugenpumpe (23), und der Elektroantrieb
(25a, 25b) im Basisgerät (19) angeordnet sind.
9. Dosiereinrichtung (18) nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Elektroantrieb einen Elektromotor (25a) mit einem Getriebe (26a) zur Bereitstellung
eines Getriebemotors umfasst, wobei am Getriebeausgang eine Kupplung (41, 44) angeordnet
ist, die eine lösbare Verbindung mit dem Rührwerk (24) bereitstellt.
10. Dosiereinrichtung (18) nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Dosiereinrichtung (18) zwei Vorratsbehälter (20, 21) umfasst, wobei für jeden
Vorratsbehälter (20. 21) jeweils ein Dosiermittel, ein Rührwerk (24) und ein Elektroantrieb
(25a, 25b, 26a, 26b) vorgesehen ist und dass die Dosiermittel bzw. die Rührwerke (24)
einzeln steuerbar sind.
11. Dosiereinrichtung (18) nach Anspruch 1 oder 10,
dadurch gekennzeichnet,
dass der/die Vorratsbehälter (20, 21) eine Befüllöffnung umfasst/umfassen, in der jeweils
ein Griffschutzgitter (40) eingesetzt ist/sind.
12. Dosiereinrichtung (18) nach Anspruch 8
dadurch gekennzeichnet,
dass der Vorratsbehälter (20) im Basisgerät (19) in der Art eines Bajonetts (31) oder
einer Schraubverbindung eingeführt und befestigt ist.
13. Waschmaschine (1), umfassend einen Laugenbehälter (2) zur Aufnahme von Waschflüssigkeit
und eine Steuereinereinrichtung (7), mit einer Dosiereinrichtung (18) nach einem der
Ansprüche 1 bis 12, wobei die Dosiereinrichtung entfernt von der Waschmaschine (1)
angeordnet werden kann und über zwei Schlauchleitungen (15, 16) mit der Waschmaschine
(1) verbunden ist und mit der Steuereinrichtung (7) der Waschmaschine (1) in Wirkverbindung
steht.
14. Waschmaschine (1) nach Anspruch 13,
gekennzeichnet durch einen über ein Zulaufventil (10) und/oder eine Wasserweiche (11) steuerbaren Anschluss
(13a), der mit der Dosiereinrichtung (18) verbunden ist, über den Wasser zur Dosiereinrichtung
(18) förderbar ist, und ferner einen weiteren Anschluss (14a) für die aus der Dosiereinrichtung
(18) förderbare Lauge.
15. Waschmaschine (1) nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Anschluss (14a) für die Lauge über eine flexible Leitung (16a) mit dem Laugenbehälter
(2) verbunden ist.
16. Waschmaschine (1) nach Anspruch 15,
gekennzeichnet durch einen im oberen Bereich der Waschmaschine (1) angeordneten Waschmitteleinspülkasten
(6), welcher über eine Wasserzuführleitung (12a) zum Ausspülen von Waschmittel oder
Zugabemittel aus dem Waschmitteleinspülkasten (6) in Verbindung steht, dessen Auslauf
über ein flexibles Verbindungsrohr (8) in den Laugenbehälter (2) geführt ist, wobei
die flexible Leitung (16c) in dem Verbindungsrohr (8) mündet.
17. Waschmaschine (1) nach einem der Ansprüche 13 bis 16,
gekennzeichnet durch ein Gehäuse (4) mit einer Rückwand (5), an der ein Anschluss (12) für die Wasserzuführung
zum Magnetventil (10) und/oder der Wasserweiche (11), der Anschluss (13a) für das
Wasser zur Dosiereinrichtung und der Anschluss (14a) für die aus der Dosiereinrichtung
(18) förderbare Lauge angebracht ist.