| (19) |
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(11) |
EP 2 049 797 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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22.08.2012 Patentblatt 2012/34 |
| (22) |
Anmeldetag: 19.06.2007 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/DE2007/001078 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2008/014737 (07.02.2008 Gazette 2008/06) |
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| (54) |
VORRICHTUNG ZUM ANKOPPELN EINES KOLBENS AN EINE RINGSCHEIBE
DEVICE FOR COUPLING A PISTON TO AN ANNULAR DISC
DISPOSITIF DE COUPLAGE D'UN PISTON À UN DISQUE ANNULAIRE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO
SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
29.07.2006 DE 102006035149
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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22.04.2009 Patentblatt 2009/17 |
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Patentinhaber: ixetic Bad Homburg GmbH |
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61352 Bad Homburg (DE) |
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Erfinder: |
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- HOHMANN, Marc
61206 Niederwöllstadt (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 074 737 EP-A- 1 172 554 DE-A1- 10 010 142
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EP-A- 1 167 761 DE-A1- 4 441 721 DE-A1- 19 749 727
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Ankoppeln eines Kolbens an eine Ringscheibe,
insbesondere an eine Schwenk-/Schrägscheibe oder an einen Schwenkring der Arbeitseinheit
einer Hubkolbenmaschine, vorzugsweise eines Kompressors der Klimaanlage eines Kraftfahrzeugs,
mit einer dem Kolben zugeordneten Kolbenbrücke und zwischen der Ringscheibe und der
Kolbenbrücke wirkenden Gleitschuhen, wobei die Kolbenbrücke die Ringscheibe zumindest
teilweise um- bzw. übergreift und über die Gleitschuhe in Gleiteingriff mit der Ringscheibe
steht.
[0002] Die gattungsbildende Vorrichtung wird üblicherweise in Hubkolbenmaschinen verwendet,
die seit vielen Jahren in den unterschiedlichsten Ausführungen und zu unterschiedlichsten
Verwendungszwecken bekannt sind. Bei einer solchen Hubkolbenmaschine kann es sich
beispielsweise um einen Kompressor handeln, so beispielsweise um einen Kompressor
für die Klimaanlage eines Kraftfahrzeugs. Solche Kompressoren werden meist auch als
Klimakompressoren bezeichnet und umfassen ein Gehäuse, welches eine von außerhalb
angetriebene Verdichter- bzw. Pumpeneinheit einschließt. Die beispielsweise als Axialkolbenmaschine
ausgebildete Verdichtereinheit umfasst wiederum mehrere Kolben, die in einem Zylinderblock
hin und her bewegbar sind. Bei Drehung einer meist als Ringscheibe ausgebildeten Schrägscheibe
oder beim Schwenken einer entsprechenden Schwenkscheibe werden die Kolben hin und
her bewegt. Das Gehäuse ist üblicherweise geschlossen.
[0003] Schwenkscheibenkompressoren oder Schwenkringkompressoren sind in den unterschiedlichsten
Ausführungen hinlänglich bekannt. Lediglich beispielhaft wird dazu auf die
DE 44 41 721 A1 sowie auf die
DE 100 10 142 C2 verwiesen.
[0004] Hinsichtlich weiterer konstruktiver Details sei auf die
DE 197 49 727 C2 verwiesen.
[0005] Bei der aus der
DE 197 49 727 C2 bekannten Hubkolbenmaschine ist eine kreisrunde, ringartige Schwenkscheibe, auch
Schwenkring genannt, vorgesehen, die in ihrer Neigung zur Maschinenwelle verstellbar
ist. Die Schwenkscheibe wird über die Maschinenwelle zur Drehung angetrieben. Dies
erfolgt über einen auf der Maschinenwelle axial geführten Schiebekörper sowie über
einen mit Abstand von der Maschinenwelle angeordneten Mitnehmerbolzen. Die Kolben
weisen Gelenkanordnungen auf, an denen die Schwenkscheibe in Gleiteingriff steht.
[0006] Aus der
EP1167761 A2 ist eine Hubkolbenmaschine in der Form eines Schwenkscheibenkompressors bekannt,
welche eine Vorrichtung zum Ankoppeln eines Kolbens an die Ringscheibe mit den Merkmalen
des Oberbegriffs von Anspruch 1 aufweist.
[0007] Im Konkreten umfasst die bekannte Hubkolbenmaschine eine Arbeitseinheit mit mehreren
entsprechend angetriebenen Kolben, wobei die Kolben in Zylinderbohrungen geführt sind
und über besondere Kopplungselemente der Schwenk-/Taumelbewegung der Ringscheibe folgen
und so ihren Hub ausführen.
[0008] Die bei der bekannten Hubkolbenmaschine verwendete gattungbildende Vorrichtung ist
üblicherweise aus relativ dickem Blech hergestellt, wodurch sich bei hinreichend großem
Freigang für Schuhe und Schwenkring - zwangsweise - eine erhebliche Baugröße ergibt.
Darüber hinaus sind zur Vergrößerung des Freigangs für die Schuhe und den Schwenkring
nicht selten Prägungen erforderlich, die das Material der Kolbenbrücke nach außen
verdrängen, wodurch sich abermals eine Vergrößerung des Bauraums ergibt, nämlich eine
radiale Bauraumvergrößerung. All dies wirkt einer heutzutage stets anzustrebenden
Miniaturisierung, das heißt Verringerung des Bauraums, geradezu diametral entgegen.
[0009] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum
Ankoppeln eines Kolbens an eine Ringscheibe, insbesondere an eine Schwenk-/Schrägscheibe
oder an einen Schwenkring der Arbeitseinheit einer Hubkolbenmaschine, vorzugsweise
eines Kompressors der Klimaanlage eines Kraftfahrzeugs, derart auszugestalten und
weiterzubilden, dass bei hinreichend großem Freigang für die Schuhe und den Schwenkring
ein geringstmöglicher Bauraum bei hinreichender Festigkeit realisierbar ist. Des Weiteren
soll eine Hubkolbenmaschine mit einer entsprechenden Vorrichtung angegeben werden.
[0010] Die voranstehende Aufgabe wird durch die Merkmale der nebengeordneten Patentansprüche
1 und 14 gelöst, wobei die mit dem nebengeordneten Patentanspruch 14 beanspruchte
Hubkolbenmaschine die erfindungsgemäße Vorrichtung nach Patentanspruch 1 umfasst.
[0011] Gemäß Patentanspruch 1 ist die gattungbildende Vorrichtung dadurch gekennzeichnet,
dass das Material der Kolbenbrücke als zweilagiges Blech oder als drei- oder mehrlagiges
Blech ausgeführt ist.
[0012] Erfindungsgemäß ist erkannt worden, dass man eine ausreichende Biegesteifigkeit nicht
nur durch Verwendung dicker Bleche realisieren kann. Vielmehr lässt sich eine ausreichende
Biegesteifigkeit der Kolbenbrücke dadurch erreichen, dass man diese zumindest auf
der dem Kolben zugewandten Seite, dass heißt auf der Druckseite, zweilagig ausführt,
nämlich unter Verwendung wesentlich dünnerer Bleche, die gemeinsam eine ausreichende
Biegesteifigkeit generieren.
[0013] Die Verwendung mindestens zweier Bleche zur Realisierung einer zweilagigen Ausgestaltung
des Gleitschuhs hat den weiteren Vorteil, dass sich mit jedem der Bleche wesentlich
engere Biegeradien realisieren lassen, wodurch sich ein weiterreichender Freigang
für die Schuhe und den Schwenkring im Inneren des Gleitschuhs ergibt. Außerdem lassen
sich in der inneren Blechlage Ausformungen bzw. Ausstanzungen realisieren, wodurch
sich ein Prägeprozess durch Materialverdrängung nach außen regelmäßig vermeiden lässt.
Eine Bauraumvergrößerung ist dadurch ebenso vermieden.
[0014] Im Konkreten umfasst die Kolbenbrücke eine innere Schale und eine äußere Schale,
wobei zwischen der inneren Schale und der äußeren Schale eine oder mehrere Zwischenschalen
vorgesehen sein können. Die Zwischenschalen können wiederum als Teilschale oder als
Vollschale ausgeführt sein. Durch entsprechende konstruktive Maßnahmen lassen sich
die einzelnen Bereiche der Kolbenbrücke unterschiedlich stark und mit unterschiedlichen
Ausformungen, Ausnehmungen, Ausstanzungen, etc. ausgestalten.
[0015] In besonders vorteilhafter Weise erstreckt sich die äußere Schale von der dem Kolben
zugewandten Seite, das heißt vom Kolben aus, über eine Seitenfläche bis an oder über
die dem Kolben abgewandte Seite der Kolbenbrücke. Eine solche Ausgestaltung bringt
den großen Vorteil mit sich, dass die Kolbenbrücke auf der Druckseite, dass heißt
auf der dem Kolben zugewandten Seite, zumindest zweilagig ausgebildet ist. Auf der
Saugseite, das heißt auf der dem Kolben gegenüberliegenden bzw. abgewandten Seite,
ist eine einlagige Ausgestaltung der Kolbenbrücke hinreichend, wodurch sich das Gewicht
der Kolbenbrücke reduzieren lässt.
[0016] Des Weiteren ist es möglich, dass die innere Schale und ggf. die äußere Schale auf
gegenüberliegenden Seiten nach außen geprägte oder gebogene Bereiche einer Druckpfanne
(auf der dem Kolben zugewandten Seite) und einer Saugpfanne (auf der dem Kolben abgewandte
Seite) aufweist, die zur Aufnahme der Gleitschuhe dienen. Durch Zusammenwirken der
Druck- und Saugpfannen mit den Gleitschuhen lässt sich eine ideale Gelenkanordnung
realisieren, wobei die Kolben über die Gelenkanordnungen mit der Schwenkscheibe in
Eingriff stehen.
[0017] Bereits zuvor ist angedeutet worden, dass der Bereich der Saugpfanne, das heißt die
Saugseite des Gleitschuhs, einlagig ausgeführt sein kann, wobei die Saugpfanne vorzugsweise
durch die innere Schale gebildet ist.
[0018] Des Weiteren ist es denkbar, dass die innere Schale, vorzugsweise in einer Seitenfläche,
eine Ausnehmung, vorzugsweise eine Ausstanzung, aufweist, die den Raum innerhalb der
Kolbenbrücke und somit den Freigang für die Ringscheibe und/oder die Gleitschuhe um
die Wanddicke der inneren Schale vergrößert. Diese Maßnahme hat den großen Vorteil,
dass eine Prägung der gesamten Kolbenbrücke mit einer Materialverdrängung nach außen
nicht erforderlich ist, und somit eine ungewollte Vergrößerung des Bauraums in radialer
Richtung weitestgehend vermieden ist.
[0019] Die beiden oder mehreren Schalen können nahezu formschlüssig aneinander angeordnet
sein. Dabei ist es auch denkbar, eine Art kraftschlüssige Verbindung zwischen den
beiden Schalen zu realisieren, so dass die Schalen aufgrund einer materialspezifischen
Vorspannung mechanisch miteinander verbunden sind. Alternativ oder zusätzlich ist
es denkbar, dass die Schalen klebetechnisch oder mittels Nieten miteinander verbunden
sind.
[0020] In besonders vorteilhafter Weise sind die Schalen schweißtechnisch miteinander verbunden.
Zur Begünstigung einer solchen schweißtechnischen Verbindung, insbesondere zur Begünstigung
der Verbindung mittels Widerstandsschweißen, weist zumindest eine der zu verbindenden
Schalen, vorzugsweise die innere Schale, punkt- oder linienförmige Erhöhungen, vorzugsweise
prägetechnisch hergestellte Erhöhungen, auf, die das Widerstandsschweißen gegenüber
der gegenüberliegenden Schale begünstigen. Der dabei zwischen den Schalen entstehende
Raum gestattet eine weiterreichende Prägung der inneren Schale zur Vergrößerung des
Raumes innerhalb der Kolbenbrücke und somit zur Vergrößerung des Freigangs für die
Schuhe und/oder den Schwenkring.
[0021] Des Weiteren sei angemerkt, dass die Kolbenbrücke über deren äußere Schale an den
Kolben angeschweißt sein kann, wobei jede sonst nur denkbare Verbindungstechnik möglich
ist. Der Kolben kann als Hohlkörper im Sinne einer endseitig geschlossenen Hülse ausgeführt
sein, wobei die äußere Schale der Kolbenbrücke zum Verschluss der den Kolben bildenden
Hülse dienen kann.
[0022] Es gibt nun verschiedene Möglichkeiten, die Lehre der vorliegenden Erfindung in vorteilhafter
Weise auszugestalten und weiterzubilden. Das ist einerseits auf die dem Patentanspruch
1 nachgeordneten Patentansprüche und andererseits auf die nachfolgende Erläuterung
zweier bevorzugter Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung zu verweisen.
In Verbindung mit der Erläuterung der bevorzugten Ausführungsbeispiele der Erfindung
anhand der Zeichnung werden auch im Allgemeinen bevorzugte Ausgestaltungen und Weiterbildungen
der Lehre erläutert. In der Zeichnung zeigen
- Fig. 1
- in einer schematischen Ansicht, geschnitten, ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung, umfassend einen Kolben mit Kolbenbrücke und
- Fig. 2
- in einer schematischen Ansicht ein zweites Ausführungsbeispiel einer Kolbenbrücke
mit zueinander beabstandeten Schalen.
[0023] Fig. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Ankoppeln
eines Kolbens 1 an eine in der Figur lediglich angedeutete Ringscheibe 2 der Arbeitseinheit
einer Hubkolbenmaschine. Hinsichtlich der hier nicht gezeigten Merkmale einer Hubkolbenmaschine
sei ausdrücklich auf die eingangs bereits genannte
DE 197 49 727 C2, dort insbesondere die Figuren 1 und 2 nebst dazugehörender Beschreibung, verwiesen.
Einer einfachen Darstellung halber wird hier auf die Darstellung einer kompletten
Hubkolbenmaschine verzichtet, zumal es um die Vorrichtung zum Ankoppeln eines Kolbens
an eine entsprechende Ringscheibe geht.
[0024] In Fig. 1 ist angedeutet, dass der Kolben 1 in Gleiteingriff mit der Ringscheibe
2 steht, wobei dem Kolben 1 eine Kolbenbrücke 3 zugeordnet ist. Zwischen der Ringscheibe
2 und der Kolbenbrücke 3 wirken Gleitschuhe 4, wobei die Kolbenbrücke 3 die Ringscheibe
2 endseitig um bzw. übergreift und wobei der Kolben 1 über die Gleitschuhe 4 und die
Kolbenbrücke 3 in Gleiteingriff mit der Ringscheibe 2 steht.
[0025] Erfindungsgemäß ist die Kolbenbrücke 3 zumindest auf der dem Kolben 1 zugewandten
Seite, das heißt auf der Druckseite 5, zweilagig ausgeführt.
[0026] Im Konkreten ist bei dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel das Material der
Kolbenbrücke 3 als zweilagiges Blech ausgeführt, wobei die Kolbenbrücke 3 eine innere
Schale 6 und eine äußere Schale 7 umfasst.
[0027] Fig. 1 lässt des Weiteren erkennen, dass die äußere Schale 7 von der dem Kolben 1
zugewandten Seite über eine Seitenfläche 11 hinweg bis an den Rand der gegenüberliegenden
Seite, das heißt bis an den Rand der Saugseite 8, reicht. Somit ist die Kolbenbrücke
3 auf der weniger belasteten Saugseite 8 einlagig ausgeführt, wodurch sich eine Materialeinsparung
zur Gewichtsreduktion ergibt.
[0028] Fig. 1 lässt des Weiteren erkennen, dass die innere Schale 6 und - jedenfalls auf
der Druckseite 5 - auch die äußere Schale 7 auf gegenüberliegenden Seiten nach außen
geprägte bzw. gebogene Bereiche zur Bildung einer Druckpfanne 9 und einer Saugpfanne
10 aufweist. Die Druckpfanne 9 und die Saugpfanne 10 dienen gemeinsam zur Aufnahme
der Gleitschuhe 4 und somit zum Gleiteingriff für die Ringscheibe 2.
[0029] Wie bereits zuvor ausgeführt, ist der Bereich der Saugpfanne 10 einlagig ausgeführt,
nämlich aufgrund der dort lediglich vorgesehenen inneren Schale 6. Auf der gegenüberliegenden
Seite, das heißt auf der Druckseite 5, ist die Druckpfanne 9 zweilagig gebildet, nämlich
sowohl durch die innere Schale 6 als auch durch die äußere Schale 7, um nämlich entsprechend
Kräfte aufnehmen zu können.
[0030] Fig. 1 zeigt des Weiteren deutlich, dass in der Seitenfläche 11, in der inneren Schale
6, eine Ausnehmung 12 in Form einer Ausstanzung vorgesehen ist, die den Raum innerhalb
der Kolbenbrücke 3 und somit den Freigang für die Ringscheibe 2 und/oder die Gleitschuhe
4 vergrößert. Durch diese Maßnahme ist eine Erweiterung des Raumes innerhalb der Kolbenbrücke
3 durch eine nach außen gerichtete Prägung mit dem Nachteil einer radialen Erweiterung
der Kolbenbrücke 3 wirksam vermieden.
[0031] Fig. 1 zeigt des Weiteren, dass der Kolben 1 als endseitig geschlossene Hülse ausgeführt
ist, die durch die äußere Schale 7 der Kolbenbrücke 3 geschlossen ist. Die Verbindung
zwischen dem Kolben 1 und der äußeren Schale 7 des Kolbens 1 ist schweißtechnisch
hergestellt.
[0032] Fig. 2 zeigt in schematischer Ansicht ein zweites Ausführungsbeispiel einer Kolbenbrücke
3, in der dort gewählten Darstellung ohne den Kolben 1. Außerdem ist dort auf weitere
Details verzichtet, zumal es dabei lediglich um die Anordnung zwischen der inneren
Schale 6 und der äußeren Schale 7 geht.
[0033] Im Konkreten weist die innere Schale 6 punkt- oder linienförmige Erhöhungen 13 auf,
die sich in Richtung der äußeren Schale 7 erstrecken. Durch diese Erhöhungen 13, die
beispielsweise vorgeprägt sein können, werden sogenannte Durchflussstellen für das
Widerstandsschweißen realisiert, wodurch eine Begünstigung dieser Verbindungstechnik
geschaffen ist.
[0034] Die vorliegende Erfindung umfasst außerdem eine Hubkolbenmaschine, wie sie beispielsweise
aus der
DE 197 49 727 C2 bekannt ist, jedoch ausgestattet mit einer Vorrichtung entsprechend den voranstehenden
Ausführungen.
[0035] Schließlich sei angemerkt, dass die voranstehend erörterten Ausführungsbeispiele
lediglich der Erörterung der beanspruchten Lehren dienen, diese jedoch nicht auf die
Ausführungsbeispiele einschränken.
Bezugszeichenliste
[0036]
- 1
- Kolben
- 2
- Ringscheibe
- 3
- Kolbenbrücke
- 4
- Gleitschuh (der Ringscheibe)
- 5
- Druckseite (der Kolbenbrücke)
- 6
- innere Schale
- 7
- äußere Schale
- 8
- Saugseite (der Kolbenbrücke)
- 9
- Druckpfanne
- 10
- Saugpfanne
- 11
- Seitenfläche
- 12
- Ausnehmung
- 13
- Erhöhung (an der inneren Schale)
1. Vorrichtung zum Ankoppeln eines Kolbens (1) an eine Ringscheibe (2), insbesondere
an eine Schwenk-/Schrägscheibe oder an einen Schwenkring der Arbeitseinheit einer
Hubkolbenmaschine, vorzugsweise eines Kompressors der Klimaanlage eines Kraftfahrzeugs,
mit einer dem Kolben (1) zugeordneten Kolbenbrücke (3) und der Ringscheibe (2) zugeordneten
Gleitschuhen (4), wobei die Kolbenbrücke (3) die Ringscheibe (2) zumindest teilweise
um- bzw. übergreift und über die Gleitschuhe (4) in Gleiteingriff mit der Ringscheibe
(2) steht, wobei die Kolbenbrücke (3) zumindest auf der dem Kolben (1) zugewanden
Seite mindestens zweilagig ausgeführt ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Material der Kolbenbrücke (3) als zweilagiges Blech oder als drei- oder mehrlagiges
Blech ausgeführt ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1 , dadurch gekennzeichnet, dass die Kolbenbrücke (3) eine innere Schale (6) und eine äußere Schale (7) umfasst.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der inneren Schale (6) und der äußeren Schale (7) eine oder mehrere Zwischenschale(n)
vorgesehen ist/sind und dass die Zwischenschale(n) als Teilschale oder als Vollschale
ausgebildet ist/sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass sich die äußere Schale (7) von der dem Kolben (1) zugewandten Seite über eine Seitenfläche
(11) bis an die oder über die dem Kolben (1) abgewandte Seite der Kolbenbrücke (3)
erstreckt.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die innere Schale (6) und ggf. die äußere Schale (7) auf gegenüberliegenden Seiten
nach außen geprägte oder gebogene Bereiche zur Bildung einer Druckpfanne (9) und einer
Saugpfanne (10) aufweist, die zur Aufnahme der Gleitschuhe (4) dienen.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Bereich der Saugpfanne (10) einlagig ausgeführt ist, wobei die Saugpfanne (10)
durch die innere Schale (6) gebildet ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die innere Schale (6), vorzugsweise in einer Seitenfläche (11), eine Ausnehmung (12),
vorzugsweise eine Ausstanzung, aufweist, die den Raum innerhalb der Kolbenbrücke (3)
und somit den Freigang für die Ringscheibe (2) und/oder die Gleitschuhe (4) vergrößert.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Schalen (6,7) klebetechnisch miteinander verbunden sind.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Schalen (6,7) mittels Nieten miteinander verbunden sind.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Schalen (6,7) schweißtechnisch miteinander verbunden sind.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass eine der zu verbindenden Schalen (6,7), vorzugsweise die innere Schale (6), punkt-
oder linienförmige Erhöhungen (13), vorzugsweise prägetechnisch hergestellte Erhöhungen
(13), aufweist, die das Widerstandsschweißen gegenüber der gegenüberliegenden Schale
(7) begünstigen.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Kolbenbrücke (3) über deren äußere Schale (7) an den Kolben (1) angeschweißt
ist.
13. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Kolben (1) als Hohlkörper im Sinne einer endseitig geschlossenen Hülse ausgeführt
ist.
14. Hubkolbenmaschine, insbesondere Kompressor der Klimaanlage eines Kraftfahrzeugs, gekennzeichnet durch eine Vorrichtung zum Ankoppeln eines Kolbens (1) an eine Ringscheibe (2), insbesondere
an eine Schwenk-/Schrägscheibe oder an einen Schwenkring der Arbeitseinheit der Hubkolbenmaschine,
nach einem der Ansprüche 1 bis 13.
1. A device for coupling a piston (1) to an annular disc (2), especially to a swivel/swash
plate, or a pivot ring of the working unit of a reciprocating engine, preferably a
compressor of an air conditioning system of a motor vehicle, having a piston bridge
(3) assigned to the piston (1) and sliding shoes (4) assigned to the annular disc
(2), wherein the piston bridge (3) at least partially surrounds or overlaps the annular
disc (2) and slidingly engages with the annular disc (2) by means of the sliding shoe
(4), wherein the piston bridge (3) is designed in at least two layers, at least on
the side facing the piston (1), characterized in that the material of the piston bridge (3) is designed as two-layer sheet metal, or as
three- or multi-layer sheet metal.
2. The device according to claim 1, characterized in that the piston bridge (3) comprises an inner shell (6) and an outer shell (7).
3. The device according to claim 2, characterized in that one or more intermediate shell(s) is/are provided between the inner shell (6) and
the outer shell (7), and that the intermediate shell(s) is/are designed as a partial
shell or full shell.
4. The device according to claim 2 or 3, characterized in that the outer shell (7) extends from the side facing the piston (1) up over a side surface
(11) up to or over the side of the piston bridge (3) facing away from the piston (1).
5. The device according to one of claims 2 to 4, characterized in that the inner shell (6) and, if applicable, the outer shell (7), have areas that are
shaped or curved outward on opposite sides to form a pressure pan (9) and a suction
pan (10) that serve to accommodate the sliding shoes (4).
6. The device according to claim 5, characterized in that the area of the suction pan (10) is designed as a single layer, wherein the suction
pan (10) is formed by the inner shell (6).
7. The device according to one of claims 2 to 6, characterized in that the inner shell (6) preferably has a cut out (12), preferably a punch out, preferably
in a side surface (11), that enlarges the area inside the piston bridge (3) and hence
the access for the annular disc (2) and/or the sliding shoes (4).
8. The device according to one of claims 2 to 7, characterized in that the shells (6, 7) are connected to each other by means of adhesion.
9. The device according to one of claims 2 to 7, characterized in that the shells (6, 7) are connected to each other by means of rivets.
10. The device according to one of claims 2 to 7 characterized in that the shells (6, 7) are connected to each other by means of welding.
11. The device according to claim 10, characterized in that one of the shells (6, 7) to be connected, preferably the inner shell (6), has punctiform
or linear elevations (13), preferably stamped elevations (13), that promote resistance
welding to the opposite shell (7).
12. The device according to one of claims 2 to 11, characterized in that the piston bridge (3) is welded via its outer shell (7) to the piston (1).
13. The device according to one of claims 1 to 12, characterized in that the piston (1) is designed as a hollow body in the sense of a sleeve that is closed
at one side.
14. A reciprocating engine, especially a compressor of the air conditioning system of
a motor vehicle, characterized by a device for coupling a piston (1) to an annular disc (2), especially to a swivel/swash
plate, or a pivot ring of a working unit of a reciprocating engine according to one
of claims 1 to 13.
1. Dispositif de couplage d'un piston (1) à un disque annulaire (2), en particulier à
un disque pivotant/oscillant ou à un anneau pivotant de l'unité de travail d'une machine
à pistons alternatifs, de préférence d'un compresseur d'une climatisation d'un véhicule
automobile, comportant un pont de piston (3) associé au piston (1) et des patins coulissants
(4) associés au disque annulaire (2), le pont de piston (3) entourant et/ou recouvrant
au moins en partie le disque annulaire (2) et se trouvant en prise par glissement
avec le disque annulaire (2) par l'intermédiaire du patin coulissant (4), le pont
de piston (3) étant réalisé au moins avec deux couches au moins sur le côté tourné
vers le piston (1), caractérisé en ce que le matériau du pont de piston (3) est réalisé comme une tôle à deux couches ou une
tôle à trois couches ou plus.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le pont de piston (3) comporte une coque intérieure (6) et une coque extérieure (7).
3. Dispositif selon la revendication 2, caractérisé en ce qu'une ou plusieurs coques intermédiaires sont prévues entre la coque intérieure (6)
et la coque extérieure (7), et en ce que la ou les coques intermédiaires sont réalisées comme une coque partielle ou une coque
entière.
4. Dispositif selon la revendication 2 ou 3, caractérisé en ce que la coque extérieure (7) s'étend depuis le côté tourné vers le piston (1) jusqu'au
côté du pont de piston (3) opposé au piston (1) ou au-delà de ce côté en passant par
une surface latérale (11).
5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 2 à 4, caractérisé en ce que la coque intérieure (6) et éventuellement la coque extérieure (7) présente sur des
côtés opposés en direction de l'extérieur, des zones estampées ou courbées pour former
une cavité de pression (9) et une cavité d'aspiration (10), lesquelles servent à recevoir
le patin coulissant (4).
6. Dispositif selon la revendication 5, caractérisé en ce que la zone de la cavité de pression (10) est réalisée de manière à présenter une seule
couche, la cavité de pression (10) étant formée par la coque intérieure (6).
7. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 2 à 6, caractérisé en ce que la coque intérieure (6) présente, de préférence dans une surface latérale (11), un
évidement (12), de préférence une découpe, qui agrandit l'espace à l'intérieur du
pont de piston (3) et ainsi agrandit le passage pour le disque annulaire (2) et/ou
le patin coulissant (4).
8. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 2 à 7, caractérisé en ce que les coques (6, 7) sont reliées l'une à l'autre par une technique de collage.
9. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 2 à 7, caractérisé en ce que les coques (6, 7) sont reliées l'une à l'autre au moyen de rivets.
10. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 2 à 7, caractérisé en ce que les coques (6, 7) sont reliées l'une à l'autre par une technique de soudage.
11. Dispositif selon la revendication 10, caractérisé en ce que l'une des coques (6, 7) à relier, de préférence la coque intérieure (6), présente
des bosses (13) en forme de points ou en forme de lignes, de préférence des bosses
(13) fabriquées par une technique d'estampage, lesquelles favorisent le soudage de
résistance par rapport à la coque (7) opposée.
12. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 2 à 11, caractérisé en ce que le pont de piston (3) est soudé au piston (1) par l'intermédiaire de la coque extérieure
(7) du pont de piston.
13. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que le piston (1) est réalisé comme un corps creux au sens d'une douille fermée côté
extrémité.
14. Machine à pistons alternatifs, en particulier compresseur de climatisation d'un véhicule
automobile, caractérisée par un dispositif de couplage d'un piston (1) à un disque annulaire (2), en particulier
à un disque pivotant/oscillant ou à un anneau pivotant de l'unité de travail de la
machine à pistons alternatifs, selon l'une quelconque des revendications 1 à 13.


IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente