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(11) |
EP 2 050 107 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.07.2010 Patentblatt 2010/29 |
| (22) |
Anmeldetag: 02.08.2007 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2007/006827 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2008/014995 (07.02.2008 Gazette 2008/06) |
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| (54) |
ELEKTROMAGNETISCHE STELLVORRICHTUNG
ELECTROMAGNETIC ACTUATING APPARATUS
DISPOSITIF DE RÉGLAGE ÉLECTROMAGNÉTIQUE
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO
SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
03.08.2006 DE 202006011905 U
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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22.04.2009 Patentblatt 2009/17 |
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Patentinhaber: ETO MAGNETIC GMBH |
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78333 Stockach (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- GOLZ, Thomas
88605 Messkirch (DE)
- RIEDLE, Achim
78256 Steisslingen (DE)
- WAGNER, Uwe
8604 Volketswil/ZH (CH)
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| (74) |
Vertreter: Behrmann, Niels et al |
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Hiebsch Behrmann Wagner
Patentanwälte
Hegau-Tower
Maggistrasse 5 (10. OG) 78224 Singen 78224 Singen (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 384 886 DE-A1- 4 414 168 DE-A1- 19 650 710
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DE-A1- 2 059 971 DE-A1- 19 601 019 DE-U1- 20 114 466
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine elektromagnetische Stellvorrichtung gemäß dem Oberbegriff
des Anspruches 1.
[0002] Derartige Vorrichtungen sind beispielsweise als Stellvorrichtungen mit Elektrohaftmagneten
hinlänglich bekannt und werden für eine Vielzahl von Einsatzzwecken genutzt. Das Grundprinzip
besteht darin, dass ein als Kolben ausgebildetes Stellelement, welches endseitig einen
Eingriffsbereich für die vorgesehene Stellaufgabe aufweist, in einem Gehäuse als Anker
zwischen einem stationären Kernbereich und einem als Joch wirkenden Lagerelement geführt
ist und mittels eines etwa im Kernbereich vorgesehenen Elektromagneten betätigt werden
kann. Üblicherweise ist das Gehäuse den magnetischen Fluss leitend ausgebildet, um
den magnetischen Kreis zusammen mit dem als Joch wirkenden Lagerelement zu schließen.
[0003] In der
DE 102 40 774 A1 der Anmelderin ist eine elektromagnetische Stellvorrichtung gemäß dem Oberbegriff
des Anspruches 1 beschrieben. Bei der bekannten Stellvorrichtung ist das Stellelement
einstückig aus einem weichmagnetischen Werkstoff ausgebildet. Durch das weichmagnetische
Material werden die magnetischen Feldlinien gebündelt, wodurch das magnetische Feld
im Bereich des Stellelementes verstärkt wird, wodurch wiederum schnellere Schaltzeiten
realisiert werden können. Nachteilig bei der bekannten Stellvorrichtung ist jedoch,
dass die unvermeidlich auf den ebenfalls aus dem weichmagnetischen Werkstoff ausgebildeten
Eingriffbereich des Stellelements mit geringer Festigkeit wirkenden mechanischen Belastungen
während der Ausführung von Verstellaufgaben zu einem erhöhten Verschleiß des Stellelementes
im Eingriffsbereich führen.
[0004] Aus der
DE 102 40 774 A1 der Anmelderin ist als Stand der Technik weiterhin eine nicht gattungsgemäße elektromagnetische
Stellvorrichtung bekannt, die anstelle von Permanentmagnetmitteln eine Rückstellfeder
aufweist. Bei dieser Vorrichtung ist das Stellelement dreistückig ausgebildet. Die
dreistückige Ausbildung ist bei der bekannten Vorrichtung notwendig, um ein Widerlager
für die Rückstellfeder zu bilden. Als Widerlager dient das mittlere Teilstück der
bekannten Stellvorrichtung.
[0005] Aus der
DE 196 01 019 A1 ist ein Einspritzventil bekannt, das zur Öffnung eine elektromagnetische Betätigungseinrichtung
aufweist, die bei Erregung die Ventilnadel gegen die Kraft der Schließfeder in ihre
Offenstellung bewegt. Um einen magnetischen Kurzschluss zwischen dem Anker und dem
Auslassteil auszuschließen, ist ein rohrförmiges Verlängerungsteil aus unmagnetischem
(austenitischem) Material hergestellt.
[0006] Aus der
DE 20 59 971 A1 ist eine Vorrichtung mit zur Vermeidung eines magnetischen Kurzschlusses örtlich
begrenzten Zonen verringerten oder unterbrochenen magnetischen Widerstands bekannt.
Das aus magnetisierbarem Eisenwerkstoff bestehende Bauelement wird durch örtliche
Erwärmung aus dem ferritischen Gefügezustand in den austenitischen Zustand umgewandelt
und durch rasche Abkühlung in diesem nicht magnetisierbaren Gefügezustand stabilisiert.
[0007] Die
DE 196 50 710 A1 beschreibt einen aus einem einzigen Material hergestellten Magnetkörper mit einem
ferromagnetischen Abschnitt von hohem Welchmagnetismus und einem nicht magnetischem
oder ähnlichem Abschnitt, wodurch das Verbinden verschiedener Materialien durch Löten
oder Schweißen vermieden wird.
[0008] Die
DE 44 14 168 A1 betrifft ein Verfahren zum Verbinden von zwei Werkstücken, mit dem ein Verbundbauteil,
etwa ein Kolben für Verbrennungsmotoren, hergestellt wird. Der Kolben besteht aus
einem Kolbenkopf, einem Kolbenschaft und einem als Umgussring gefertigten Ringträger,
wobei der Kolbenkopf z.B. aus Keramik, aus austenitsichem Grauguss oder einer hochfesten
Al-Legierung hergestellt ist, der Kolbenschaft aus einer Aluminium-Kolbenlegierung.
[0009] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine gattungsgemäße elektromagnetische
Stellvorrichtung unter Beibehaltung kurzer Schaltzeiten robuster auszubilden.
[0010] Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.
[0011] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0012] Der Erfindung liegt der Gedanke zugrunde, das Stellelement in zwei Abschnitte aufzuteilen
und den ersten Abschnitt im Bereich der Permanentmagnetmittel, vorzugsweise radial
innerhalb der Permanentmagnetmittel, hinsichtlich der magnetischen Leitfähigkeit zu
optimieren, also diesen Abschnitt derart auszubilden, dass die magnetischen feldlinien
möglichst hohe Beschleunigungen des Stellelements und damit stark gebündelt werden,
um das auf das Stellelement von der Spuleneinrichtung wirkende Magnetfeld zu verstärken
und dadurch möglichst hohe Beschleunigungen des Stellelementes und damit kurze Schaltzeiten
zu realisieren. Der zweite Abschnitt des Stellelementes umfasst gemäß der Erfindung
den endseitigen Eingriffsbereich des Stellelementes. Dieser ist nicht hinsichtlich
der magnetischen Leitfähigkeit, sondern hinsichtlich seiner Festigkeit optimiert,
um den auf ihn wirkenden mechanischen Belastungen möglichst lange, ohne Beschädigungen
stand zu halten. Aufgrund der erfindungsgemäßen Unterteilung des Stellelementes in
die genannten zwei Abschnitte, von denen der spuleneinrichtungsseitige erste Abschnitt
hinsichtlich der magnetischen Leitfähigkeit und der den Eingriffsbereich umfassende
Abschnitt hinsichtlich seines Verschleißverhaltens optimiert ist, wird eine elektromagnetische
Stellvorrichtung erhalten, die einerseits kurze Schaltzeiten und andererseits eine
lange Lebensdauer garantiert. Diese Eigenschaften sind insbesondere für den Einsatz
der erfindungsgemäßen elektromagnetischen Stellvorrichtung in Kraftfahrzeugen, beispielsweise
als Nockenwellen-Hubumschaltung oder als Ventilstellvorrichtung von entscheidendem
Vorteil.
[0013] In Weiterbildung der Erfindung ist mit Vorteil vorgesehen, dass sich der zweite Abschnitt,
also der hinsichtlich seines Verschleißverhaltens optimierte Abschnitt, bis in das
als Joch wirkende Lagerelement hinein erstreckt. Gemäß der bevorzugten Weiterbildung
ist somit nicht nur der Eingriffsbereich, sondern auch der Lagerabschnitt des Stellelementes
verschleißoptimiert und kann die während einer translatorischen Verstellbewegung auf
ihn wirkenden Reibkräfte ohne Schädigung aufnehmen.
[0014] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die beiden Abschnitte
des Stellelementes durch vorzugsweise miteinander verbundene Stellelementteile aus
unterschiedlichen Materialien realisiert. Gemäß dieser bevorzugten Ausführungsform
ist das Stellelement nicht einstückig, sondern bevorzugt zweistückig ausgebildet,
wobei das erste, spuleneinrichtungsseitige Stellelementteil, insbesondere durch seine
Materialwahl, hinsichtlich der magnetischen Leitfähigkeit optimiert ist und das eingriffsbereichsseitige
Stellelementteil verschleißoptimiert ist. Die Wahl unterschiedlicher Materialien zur
Optimierung der entsprechenden Eigenschaften der beiden Stellelementteile ist von
Vorteil, da in der Regel die Forderungen nach hoher magnetischer Leitfähigkeit und
hoher mechanischer Festigkeit diametral gegenüberliegen. Bevorzugt liegen die beiden
Stellelementteile nicht nur, beispielsweise federkraftunterstützt aneinander an, sondern
sind miteinander drehfest verbunden, um eine synchrone Bewegung des aus den beiden
Stellelementteilen zusammengesetzten Stellelementes sicher zu stellen.
[0015] In Ausgestaltung der Erfindung ist mit Vorteil vorgesehen, dass das erste Stellelementteil
aus weichmagnetischem Material ausgebildet ist, um eine extreme Bündelung der magnetischen
Feldlinien zu erreichen. Weichmagnetische Werkstoffe zeichnen sich durch eine leichte
Magnetisierbarkeit aus. Grundsätzlich können sowohl metallische als auch keramische
weichmagnetische Werkstoffe zur Ausbildung des ersten Stellelementteiles verwendet
werden. Bevorzugt eignen sich ferromagnetische Metalle wie Eisen, Kobalt und Nickel.
Jedoch können auch Ferrite auf Basis von Metalloxiden eingesetzt werden. Zur Realisierung
einer guten mechanischen Festigkeit des zweiten Stellelementteiles ist in Ausgestaltung
der Erfindung vorgesehen, dass dieses beispielsweise aus austenitischem Material ausgebildet
ist. Austenit besitzt eine kubisch-flächenzentrierte Struktur, wobei die Härte von
Austenit insbesondere durch Kaltverformung enorm gesteigert werden kann. Austenit
ist nicht ferromagnetisch und eignet sich daher nicht zur Ausbildung des ersten Stellelementteils.
[0016] In Weiterbildung der Erfindung ist mit Vorteil vorgesehen, dass die beiden Stellelementteile
in axialer Richtung benachbart zueinander angeordnet sind. Bevorzugt liegen die beiden
Stellelementteile unmittelbar aneinander an. Eine derartige Ausgestaltungsform ist
fertigungstechnisch von Vorteil, da die beiden Stellelementteile lediglich stirnseitig
miteinander verbunden werden müssen.
[0017] Gemäß einer alternativen, besonders stabilen Ausgestaltungsform der Erfindung ist
mit Vorteil vorgesehen, dass die beiden Stellelementteile nicht axial, sondern radial
benachbart zueinander angeordnet sind. Dies kann beispielsweise dadurch realisiert
werden, dass das zweite, also das eingriffsbereichsseitige Stellelementteil als das
erste Stellelementteil abschnittsweise umgreifende, beispielsweise aufgeschrumpfte
oder aufgepresste, Hülse ausgebildet ist. Dabei kann in Weiterbildung der Erfindung
vorgesehen sein, dass die Hülse stirnseitig geschlossen ist, um auch die freie Stirnseite
des Stellelementes vor einer Beschädigung zu schützen. Wird dagegen das zweite Stellelementteil
lediglich als beidseitig offene Hülse ausgebildet, so wird der Eingriffsbereich des
Stellelementes von der Mantelfläche, insbesondere von radialen Vertiefungen in der
Mantelfläche, gebildet.
[0018] Zur Herstellung einer festen, langlebigen Verbindung zwischen den beiden Stellelementteilen
ist in Ausgestaltung der Erfindung vorgesehen, dass diese miteinander verklebt oder
verschweißt sind.
[0019] Zusätzlich oder alternativ können die beiden Stellelementteile formschlüssig miteinander
verbunden werden, insbesondere um eine drehfeste Verbindung sicherzustellen.
[0020] Gemäß einer alternativen Ausgestaltungsform der Erfindung besteht das Stellelement
bevorzugt aus weichmagnetischem Material, wobei der zweite, verschleißoptimierte Abschnitt
von einem, insbesondere durch Wärmebehandlung, gehärteten Abschnitt des Stellelementes
gebildet ist.
[0021] Zur Verschleißoptimierung des als Joch wirkenden Lagerelementes, ist in Ausgestaltung
der Erfindung vorgesehen, dass die Permanentmagnetmittel nicht auf der gesamten Stirnseite
des Lagerelementes aufliegen, sondern dass auf der den Permanentmitteln zugewandten
Stirnseite des Lagerelementes ein, vorzugsweise geschlossener Ringwulst vorgesehen
ist, wobei der Ringwulst als Anschlag bzw. Widerlager für die Permanentmagnetmittel
in der ausgefahrenen Position des Stellelementes dient. Bevorzugt ist die den Ringwulst
aufweisende Stirnseite von einem radial äußeren koaxialen Umfangsabschnitt des Lagerelementes
umgeben, welcher auf der den Permanentmagnetmitteln abgewandten Seite gegenüber einem
Träger, insbesondere einem Motorblock, abgedichtet ist. Weitere Vorteile, Merkmale
und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter
Ausführungsbeispiele sowie anhand der Zeichnungen; diese zeigen in:
- Fig. 1:
- eine seitlichem teilgeschnittene Ansicht der elektromagnetischen Stellvorrichtung
gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung;
- Fig. 2:
- eine vergrößerte Detailansicht des Ausschnittes A gemäß Fig. 1;
- Fig. 3:
- eine mögliche Ausführungsform eines zweiteiligen Stellelementes, wobei die beiden
Stellelement- teile axial benachbart und miteinander ver- schweißt sind;
- Fig. 4:
- eine weitere mögliche Ausführungsform eines Stellelementes, bei dem das Stellelement
eben- falls zweiteilig ausgebildet, das zweite Stell- elementteil mit erhöhter Festigkeit
als Hülse ausgebildet ist;
- Fig. 5:
- ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Stellele- mentteils, wobei dieses einstückig
mit zwei Ab- schnitten ausgebildet ist und der zweite Ab- schnitt mit höherer mechanischer
Festigkeit als gehärteter Bereich ausgebildet ist und
- Fig. 6:
- ein weiteres Ausführungsbeispiel eines Stellele- mentes, welches zweistückig ausgebildet
ist, wo- bei die beiden Stellelementteile formschlüssig miteinander verbunden sowie
miteinander verklebt oder verschweißt sind.
[0022] In den Figuren sind gleiche Bauteile und Bauteile mit gleicher Funktion mit den gleichen
Bezugszeichen versehen.
[0023] In Fig. 1 ist eine elektromagnetische Verstellvorrichtung 1 gezeigt, die mit einem
nicht gezeigten Stellpartner, insbesondere einer Nockenwellen-Hubumschaltung betätigend
zusammenwirkt. Die elektromagnetische Verstellvorrichtung 1 umfasst ein hohlzylindrisches,
magnetisch leitendes Büchsenelement 2, innerhalb dessen ein langgestrecktes kolbenförmiges
Stellelement 3 angeordnet ist. Das Stellelement 3 durchsetzt eine drehfest auf diesem
angeordnete Permanentmagnetenanordnung 4, die aus einer mittleren, zylinderförmigen
Weicheisenscheibe 5 sowie beidseitig dieser angeordneter Permanentmagneten 6a, 6b
mit einem größeren Durchmesser, jedoch geringerer Dicke, besteht. Das Stellelement
3 ist bewegbar zwischen einem stationären Kernbereich 7 sowie einem hülsenförmig ausgebildeten,
als Joch wirkendes Lagerelement 8 geführt, wobei das Lagerelement 8 dichtend in einer
entsprechend gemessenen hohlzylindrischen Ausnehmung 9 eines Trägers 10, beispielsweise
eines Motorblockabschnittes, geführt ist.
[0024] Der Kernbereich 7 ist Teil einer nicht gezeigten Spuleneinrichtung, die in der linken
Zeichnungshälfte innerhalb des Buchsenelementes 2 angeordnet ist und die bei Bestromung
durch Erzeugung eines Magnetfeldes verstellend auf das Stellelement 3, insbesondere
von dem Kernbereich 7 weg, einwirkt.
[0025] Wie sich aus Fig. 1 ergibt, ist das kolbenförmige, innerhalb des Lagerelementes 8
geführte, Stellelement 3 zweiteilig ausgeführt. Es umfasst ein erstes Stellelementteil
3a, welches im Bereich der Permanentmagnetenanordnung 4 angeordnet ist und ein axial
benachbartes zweites Stellelementteil 3b, welches innerhalb des Lagerelementes 8 geführt
ist. Das zweite Stellelementteil 3b umfasst endseitig einen auch im eingezogenen Zustand
des Stellelementes 3 aus dem Lagerelement 8 hervorstehenden Eingriffsbereich 11, welcher
stellend auf den nicht dargestellten Stellpartner einwirkt. Die beiden Stellelementteile
3a, 3b sind formschlüssig, drehfest miteinander verbunden sowie an ihren Stirnseiten
miteinander laserverschweißt. Die formschlüssige Verbindung ist mit axial ineinandergreifenden
Verbindungsabschnitten 12a, 12b realisiert, über die auch ein Drehmoment in Umfangsrichtung
zwischen den beiden Stellelementteilen 3a, 3b in Umfangsrichtung übertragbar ist.
Die Verbindungsabschnitte 12a, 12b der Stellelementteile 3a, 3b sind alternierend
in Umfangsrichtung angeordnet.
[0026] Das in der Zeichnungsebene linke, erste Stellelementteil 3a ist aus Weicheisen und
das in der Zeichnungsebene rechte, den Eingriffsbereich 11 umfassende zweite Stellelementteil
3b ist aus kaltverformtem Austenit ausgebildet und weist daher eine hohe mechanische
Festigkeit auf.
[0027] In Fig. 2 ist das Detail A aus Fig. 1 vergrößert dargestellt. Zu erkennen ist ein
Ausschnitt des Lagerelementes 8, wobei an der der Permanentmagnetanordnung 4 zugewandten
Stirnseite 13 ein umfangsgeschlossener Ringwulst 14 mit einer abgerundeten Stirnseite
vorgesehen ist, wobei der Ringwulst 14 koaxial mit radialem Abstand zu dem Stellelement
3 bzw. zu dem zweiten Stellelementteil 3b angeordnet ist. Die Erstreckung des Ringwulstes
14 in axialer Richtung beträgt etwa 3,0 mm. Der Ringwulst 14 bildet einen Anschlag
bzw. ein Widerlager für den Permanentmagneten 6b der Permanentmagnetanordnung 4. Der
Ringwulst 14 ist radial innerhalb einer äußeren Umfangswand 15 des Lagerelementes
8 angeordnet und überragt dieses um etwa 0,3 mm. Der Innendurchmesser der Umfangswand
15 ist größer als der maximale Außendurchmesser der Permanentmagnetanordnung 4.
[0028] In Fig. 3 ist ein mögliches weiteres Ausführungsbeispiel eines Stellelementes 3 gezeigt.
Das gezeigte Stellelement 3 besteht aus zwei etwa gleich langen Stellelementteilen
3a, 3b, die stirnseitig aneinander liegen und miteinander verschweißt sind. Im gezeigten
Ausführungsbeispiel weist die Anlagefläche 16 der beiden Stellelementteile 3a, 3b
eine größere Fläche auf, als der jeweils axial unmittelbar benachbarte Abschnitt der
Stellelementteile 3a, 3b. Die beiden Stellelementteile 3a, 3b sind miteinander verschweißt,
beispielsweise reibverschweißt, kondensatorentladungsverschweißt oder laserverschweißt.
Das in der Zeichnungsebene linke Stellelementteil 3a ist hinsichtlich seiner magnetischen
Leitfähigkeit optimiert und aus weichmagnetischem Material ausgebildet, wobei das
erste Stellelementteil 3a die zylindrische Permanentmagnetenanordnung 4 durchsetzend
ausgebildet ist. Das zweite Stellelementteil 3b ist dagegen aus mechanisch festem,
harten Material ausgebildet, so dass es hinsichtlich seiner Verschleißeigenschaften
optimiert ist. Auf die magnetischen Eigenschaften des zweiten Stellelementteils 3b
kommt es aufgrund des großen Abstandes zu dem Kernbereich 7 nicht an.
[0029] Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 4 erstreckt sich das erste Stellelementteil
3a aus weichmagnetischem Material über die gesamte Axialerstreckung des Stellelementes
3. Im in der Zeichnungsebene rechten, den Eingriffsbereich 11 umfassenden, Bereich
des Stellelementes 3 ist ein zweites hülsenförmiges Stellelementteil 3b mit höherer
mechanischer Festigkeit vorgesehen, wobei das zweite Stellelementteil 3b den Eingriffsbereich
11 bildet. Das hülsenförmige Stellelementteil 3b ist beispielsweise auf das erste
Stellelementteil 3a aufgeschrumpft oder aufgepresst. Ein Verkleben ist auch denkbar.
Alternativ zu dem gezeigten Ausführungsbeispiel kann die Hülse auch endseitig geschlossen
ausgebildet sein, um die Stirnseite 17 des Stellelementes 3 ebenfalls vor mechanischen
Belastungen zu schützen.
[0030] Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 5 ist die Permanentmagnetanordnung 4 in axialer
Richtung formschlüssig in einer Umfangsnut 18 des Stellelementes 3 aufgenommen. Im
Gegensatz zu den zuvor beschriebenen Ausführungsbeispielen ist das Stellelement 3
einstückig ausgebildet, wobei das Stellelement 3 durchgehend aus weichmagnetischem
Material besteht. Das Stellelement 3 ist unterteilt in einen ersten permanentmagnetseitigen
ungehärteten Abschnitt 19 und einen den Lagerbereich sowie den Eingriffsbereich 11
umfassenden zweiten gehärteten Abschnitt 20. Durch die Härtung des zweiten Abschnittes
20 des Stellelementes 3 ist das Stellelement 3 im Bereich innerhalb des Lagerelementes
8 sowie im Eingriffsbereich 11 verschleißoptimiert.
[0031] Bei dem in Fig. 6 gezeigten Ausführungsbeispiel handelt es sich um eine vergrößerte
Darstellung des Stellelementes 3 gemäß Fig. 1. Bezüglich der Details wird auf die
Beschreibung zu Fig. 1 verwiesen.
1. Elektromagnetische Stellvorrichtung mit einem endseitig einen Eingriffsbereich (11)
ausbildenden und durch Kraft einer stationär vorgesehenen Spuleneinrichtung bewegbaren
langgestreckten Stellelement (3),
das abschnittsweise Permanentmagnetmittel (4) aufweist, die zum Zusammenwirken mit
einem stationären Kernbereich (7) ausgebildet sind,
wobei dem Kernbereich (7) axial gegenüberliegend ein als Joch wirkendes stationäres
Lagerelement (8) für das zumindest abschnittsweise kolbenförmig ausgebildete Stellelement
(3) vorgesehen ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Stellelement (3) zwei Abschnitte (10, 20; 3a, 3b) aufweist, wobei ein erster,
im Bereich der Permanentmagnetmittel (4) angeordneter Abschnitt (19, 3a) so ausgebildet
ist, dass die magnetischen Feldlinien gebündelt werden und so hinsichtlich der magnetischen
Leitfähigkeit optimiert ist und ein zweiter, im Eingriffsbereich angeordneter Abschnitt
(20, 3b) aus mechanisch festem, hartem Material ausgebildet und so verschleißoptimiert
ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sich der zweite Abschnitt (20, 3b) bis in das Lagerelement (8) hinein erstreckt und
als Lagerabschnitt dient.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, das der erste Abschnitt (19, 3a) von einem ersten Stellelementteil (3a) und der
zweite Abschnitt (20. 3b) von einem zweiten Stellelementteil (3b) gebildet ist, und
dass die beiden Stellelementteile drehfest miteinander verbunden sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das erste Stellelementteil (3a) aus weichmagnetischem Material ausgebildet ist und/oder
dass das zweite Stellelementteil (3b) aus austenitischem Material ausgebildet ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, die beiden Stellelementteile (3a, 3b) axial benachbart zueinander angeordnet sind.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Stellelementteil (3b) als das erste Stellelementteil (3a) abschnittsweise
umgreifende, vorzugsweise aufgeschrumpfte oder aufgepresste, Hülse ausgebildet ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Stellelementteile (3a, 3b) miteinander verklebt, oder verschweißt, insbesondere
reibverschweißt, oder kondensatorentladungsverschweißt oder laserverschweißt sind.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Stellelementteile (3a, 3b) formschlüssig miteinander verbunden sind.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Stellelement (3) einstückig ausgebildet ist, und dass der zweite Abschnitt (20)
ein, insbesondere durch Wärmebehandlung, gehärteter Abschnitt des Stellelementes (3)
ist.
10. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Abschnitte, dadurch gekennzeichnet, dass auf der den Permanentmagnetmitteln (4) zugewandten Stirnseite (13) des Lagerelements
(8) ein, vorzugsweise umfangsgeschlossener, Ringwulst (14) vorgesehen ist, der einen
Anschlag und/oder Widerlager für die Permanentmagnetmittel (4) bildet.
11. Vorrichtung nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Stellelement (3) zur Nockenwellen-Hubumschaltung eines Verbrennungsmotors ansteuerbar
ausgebildet ist.
1. Electromagnetic displacement device comprising:
an elongate displacement member (3), which forms an engagement region (11) at one
end and can be moved by the force of a coil device, which is provided in such a way
as to be stationary,
said displacement member having, in portions, permanent magnet means (4) which are
configured to cooperate with a stationary core region (7),
a stationary bearing member (8), which acts as a yoke, for the displacement member
(3), which is of a piston shape at least in portions, being provided axially opposite
the core region (7),
characterised in that
the displacement member (3) comprises two portions (10, 20; 3a, 3b), a first portion
(19, 3a), which is arranged in the region of the permanent magnet means (4), being
formed in such a way that the magnetic field lines are concentrated and thus being
optimised in terms of magnetic permeability, and a second portion (20, 3b), which
is arranged in the engagement region, being formed from tough, mechanically stable
material and thus being optimised in terms of wear.
2. Device according to claim 1, characterised in that the second portion (20, 3b) extends into the bearing member (8) and acts as a bearing
portion.
3. Device according to either claim 1 or claim 2, characterised in that the first portion (19, 3a) is formed by a first displacement member part (3a) and
the second portion (20, 3b) is formed by a second displacement member part (3b), and
in that the two displacement member parts are mutually rotationally engaged.
4. Device according to claim 3, characterised in that the first displacement member part (3a) is formed from magnetically soft material
and/or in that the second displacement member part (3b) is formed from austenitic material.
5. Device according to either claim 3 or claim 4, characterised in that the two displacement member parts (3a, 3b) are arranged axially adjacent to one another.
6. Device according to either claim 3 or claim 4, characterised in that the second displacement member part (3b) is formed as a preferably shrink-fitted
or pressed-on sleeve which encompasses the first displacement member part (3a) in
portions.
7. Device according to any one of claims 3 to 6, characterised in that the displacement member parts (3a, 3b) are glued, or welded, in particular friction
welded, or capacitor discharge welded or laser welded to one another.
8. Device according to any one of claims 3 to 7, characterised in that the displacement member parts (3a, 3b) are interconnected with a positive fit.
9. Device according to either claim 1 or claim 2, characterised in that the displacement member (3) is formed in one piece, and in that the second portion (20) is a cured portion, in particular cured by heat treatment,
of the displacement member (3).
10. Device according to any one of the preceding claims, characterised in that a preferably circumferentially closed annular bead (14), which forms a stop and/or
counter bearing for the permanent magnet means (4), is provided on the end face (13),
facing the permanent magnet means (4), of the bearing member (8).
11. Device according to any one of the preceding claims, characterised in that the displacement member (3) is formed in such a way that it can be actuated for camshaft
stroke switching in an internal combustion engine.
1. Actionneur électromagnétique comprenant un élément d'actionneur (3) allongé formant
à une de ses extrémités une zone d'engagement (11) et pouvant être mis en mouvement
par la force d'un dispositif à bobine prévu stationnaire,
qui présente par sections des moyens magnétiques permanents (4), qui sont réalisés
pour la coopération avec une zone stationnaire de noyau (7),
dans lequel est prévu un élément de palier (8) stationnaire faisant axialement face
à la portion noyau formant une culasse pour l'élément d'actionneur (3) réalisé, au
moins par sections, sous la forme d'un piston,
caractérisé en ce que
l'élément d'actionneur (3) comporte deux sections (10, 20; 3a, 3b), parmi lesquelles
une première section (19, 3a) agencée dans la zone des moyens magnétiques permanents
est ainsi réalisée que les lignes de champs magnétique sont focalisées, et est ainsi
optimisée en termes de conductivité magnétique, et une seconde section (20, 3b), située
dans la zone d'engagement, formée de matériau mécaniquement résistant, dur, étant
ainsi optimisée en termes d'usure.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que la seconde section (20, 3b) se prolonge jusque dans l'élément de palier (8) et sert
de section de palier.
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la première section (19, 3a) est composée d'une première pièce d'élément d'actionneur
(3a) et la seconde section (20, 3b) est composé d'une deuxième pièce d'élément d'actionneur
(3b), et en ce que les deux pièces d'élément d'actionneur sont reliées entre elles de manière solidaire
en rotation.
4. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé en ce que la première pièce d'élément d'actionneur (3a) est réalisée en matériau magnétique
doux et/ou que la seconde pièce d'élément d'actionneur (3b) est réalisée en matériau
austénitique.
5. Dispositif selon l'une des revendications 3 ou 4, caractérisé en ce que les deux pièces d'élément d'actionneur (3a, 3b) sont disposées axialement voisines
6. Dispositif selon l'une des revendications 3 ou 4, caractérisé en ce que la deuxième pièce d'élément d'actionneur (3b) est formée d'une cosse entourant par
sections la première pièce d'élément d'actionneur (3a), de préférence par frettage
ou par serrage.
7. Dispositif selon l'une des revendications 3 à 6, caractérisé en ce que les pièces d'élément d'actionneur (3a, 3b), sont collées, ou soudées, en particulier
soudées par friction, ou par décharge de condensateur, ou au laser.
8. Dispositif selon l'une des revendications 3 à 7, caractérisé en ce que les pièces d'élément d'actionneur (3a, 3b) sont reliées entre elles par coopération
de forme.
9. Dispositif selon l'une des revendications 1 ou 2, caractérisé en ce que l'élément d'actionneur (3) est réalisé d'une seule pièce, et en ce que la deuxième section (20) est une section durcie, en particulier par traitement thermique,
de l'élément d'actionneur (3).
10. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que sur la face frontale (13) faisant face aux moyens magnétiques permanents (4) est
prévu un bourrelet annulaire (14), de préférence de contour fermé, qui forme une butée
et/ou une culée pour les moyens magnétiques permanents (4).
11. Dispositif selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'élément d'actionneur (3) est réalisé pilotable pour le contrôle de la distribution
d'un arbre à came d'un moteur à explosion.


IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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