[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Etui zum Aufbewahren von Gebrauchs- und/oder
Wertgegenständen und insbesondere ein Brillenetui.
[0002] In einem Brillenetui, wie es beispielsweise in dem Gebrauchsmuster G 88 10 404.4
beschrieben ist, ist ein Behälter über Scharniergelenke mit einem Deckel verbunden.
Der Deckel kann somit gegenüber dem Behälter zum Öffnen und Schließen des Brillenetuis
auf- und zugeklappt werden. Darüber hinaus ist eine Verschlußeinrichtung angeordnet,
um den Deckel in der geschlossenen Stellung zu halten. Zum Öffnen eines derartigen
Brillenetuis wird mit einer Hand der Behälter gehalten und die Verschlußeinrichtung
betätigt, während mit der anderen Hand der Deckel aufgeklappt wird. Ein derartiges
Brillenetui hat eine Vielzahl an Bauteilen und erfordert die Bedienung mit zwei Händen,
so daß es nicht möglich ist, das Brillenetui mit einer Hand zu öffnen. Wenn beispielsweise
während einer Autofahrt die tiefstehende Sonne plötzlich blendet, kann der Autofahrer
eine in dem Brillenetui liegende Brille nicht erreichen, sondern muß erst eine geeignete
Stelle zum Anhalten suchen, um dann beide Hände zum Öffnen des Brillenetuis frei zu
haben. Es besteht somit ein Bedarf für ein verbessertes Brillenetui.
[0003] Die Aufgabe der Erfindung besteht in der Schaffung eines Brillenetuis, das einfach
zu öffnen und zu schließen ist und wenig Bauteile aufweist, um kostengünstig herstellbar
zu sein.
[0004] Diese Aufgabe wird durch ein Brillenetui mit den Merkmalen nach Anspruch 1 gelöst.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen definiert.
[0005] Die obige Aufgabe wird durch ein Etui zum Aufbewahren von Gebrauchs- und/oder Wertgegenständen
gelöst, insbesondere ein Brillenetui, mit einem Behälter bzw. einer Aufnahmeschale
und einem zugehörigen Deckel bzw. zugehöriger Halbschale, wobei zumindest ein Abschnitt
des Deckels sowohl im geschlossenen Zustand als auch im geöffneten Zustand im wesentlichen
starr mit dem Behälter verbunden ist, d.h. unbeweglich bzw. unverschiebbar, und ein
Gelenk zum Bewegen bzw. Verschwenken des Deckels durch einen ersten elastisch verformbaren
Abschnitt des Deckels gebildet ist.
[0006] Indem das Gelenk zum Verschwenken des Deckels durch einen elastisch verformbaren
Abschnitt des Deckels selbst gebildet ist, d.h. der Deckel und das Gelenk bzw. Scharnier
einstückig ausgebildet sind, sind zum Ausbilden des Scharniers bzw. Gelenks keine
zusätzlichen Bauteile erforderlich. In anderen Worten weist das erfindungsgemäße Etui
im wesentlichen nur den Behälter und den Deckel auf. Das Scharnier bzw. Gelenk ist
als ein einstückig mit dem Deckel ausgebildeter elastischer Abschnitt ausgebildet.
[0007] Vorzugsweise ist der erste elastisch verformbare Abschnitt des Deckels so gebildet,
dass eine Vorspannkraft des elastisch verformbaren Abschnitts den Deckel unter einem
vorgegebenen Winkel offenhält. In anderen Worten nimmt der Deckel in einer kräftefreien
Ruheposition die geöffnete Stellung ein indem ein Formgedächtnis des Deckels diese
Position anstrebt. Erst durch Aufbringen einer Schließkraft wird der Deckel durch
Überwinden der Vorspannkraft geschlossen. Die Schließkraft muss aufrechterhalten werden,
um den Deckel gegen die Vorspannkraft geschlossen zu halten, beispielsweise durch
in Eingriff bringen entsprechender Eingriffsmittel.
[0008] Indem der elastisch verformbare Abschnitt eine entsprechende Vorspannkraft aufweist,
wird der Deckel selbsttätig in einer geöffneten Stellung gehalten und kann durch entsprechende
Druckausübung in eine geschlossene Stellung überführt bzw. verschwenkt werden.
[0009] Vorzugsweise weist der Deckel Eingriffsmittel und der Behälter komplementäre Eingriffsmittel
auf, um einen geschlossenen Zustand des Etuis aufrechtzuerhalten.
[0010] Indem die Eingriffsmittel den geschlossenen Zustand des Etuis aufrechterhalten, kann
selbst beim Vorliegen einer Vorspannkraft des elastisch verformbaren Abschnitts des
Deckels zum Offenhalten des Deckels eine Gegenkraft zu dieser Vorspannkraft erzeugt
werden, so daß einerseits beim In-Eingriff-treten dieser Eingriffsmittel der Deckel
geschlossen gehalten wird, während beim Lösen des Eingriffs dieser Eingriffsmittel
die Vorspannkraft den Deckel in die geöffnete Stellung überführt.
[0011] Vorzugsweise ist der Deckel so geformt, dass die Eingriffsmittel durch Drücken auf
einen ersten Betätigungsabschnitt des Deckels entriegelbar sind.
[0012] Weiter bevorzugt ist der Deckel so geformt, dass durch Drücken auf einen zweiten
Betätigungsabschnitt die Eingriffsmittel in Eingriff bringbar sind.
[0013] Indem der Deckel mit dem ersten und zweiten Betätigungsabschnitt ausgebildet ist,
kann das Brillenetui mit einer Hand gehalten werden und beispielsweise mit dem Daumen
oder Zeigefinger derselben Hand einer der Betätigungsabschnitte betätigt werden, um
den Deckel mit einer Hand zu öffnen und zu schließen. Somit wird ein Brillenetui mit
einer echten Einhandbedienung zur Verfügung gestellt. Dies ist insbesondere vorteilhaft,
wenn der Bediener des Brillenetuis nur eine Hand zur Verfügung hat, weil mit der anderen
Hand beispielsweise beim Autofahren das Lenkrad festgehalten werden muß.
[0014] Weiter bevorzugt weist der Deckel einen im wesentlichen bogenförmigen zweiten elastisch
verformbaren Abschnitt auf, der durch Drücken auf den ersten Betätigungsabschnitt
seine Länge so verändert, dass die Eingriffsmittel außer Eingriff gebracht werden.
[0015] Vorzugsweise weisen die Eingriffsmittel eine Vertiefung und eine Rastnase auf.
[0016] Vorzugsweise ist ein Befestigungsabschnitt des Deckels mittels einem Befestigungsmittel
an einer der Öffnung des Etuis im wesentlichen entgegengesetzten Seite angebracht.
[0017] Vorzugsweise ist der Deckel einstückig mit dem Behälter ausgebildet. Wenn der Deckel
einstückig mit dem Behälter ausgebildet ist, weist das Brillenetui im wesentlichen
nur noch ein Bauteil auf, so daß weitere Fertigungskosten gespart werden können.
[0018] Vorzugsweise ragt der Deckel bei geöffnetem Etui schräg nach oben, vorzugsweise in
einem Winkel von 30° bis 80°, in Bezug auf einen Boden des Behälters vor und durch
elastisches Verformen des ersten elastisch verformbaren Abschnitts ist er in die geschlossene
Stellung bringbar.
[0019] Die Erfindung wird nun anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele im Zusammenhang mit
den beigefügten Zeichnungen beispielhaft näher erläutert.
[0020] Figur 1 zeigt einen Schnitt durch das Brillenetui mit um einen Winkel α geöffnetem
Deckel und einer darin befindlichen Brille.
[0021] Figur 2 zeigt ebenfalls einen Schnitt durch das Brillenetui mit geöffnetem Deckel.
[0022] Figur 3 zeigt den Schließvorgang des Deckels.
[0023] Figur 4 zeigt den vollständig geschlossenen Zustand des Brillenetuis.
[0024] Figur 5 zeigt das Entriegeln des Deckels durch Drücken des entsprechenden Betätigungsabschnitts.
[0025] Figur 6 zeigt eine Vorderansicht des Brillenetuis mit geschlossenem Deckel.
[0026] Figur 7 zeigt einen Schnitt durch das Brillenetui mit geschlossenem Deckel in der
Querrichtung.
[0027] Wie insbesondere in Figur 1 gezeigt ist, weist das Brillenetui einen schalenförmigen
Behälter 10 auf, der vorzugsweise eine Auskleidung aus einem Polster oder Stoffmaterial
oder einem anderen weichen Material 1aufweist, um eine Brille möglichst sanft aufzunehmen,
so daß weder Beschädigungen wie Verbiegungen eines Brillengestells oder Kratzer in
einem Brillenglas auftreten. Darüber hinaus ist ein Deckel 20 an dem Behälter befestigt,
der eine entsprechende Form hat, um einen Öffnungsabschnitt des schalenförmigen Behälters
10 zu bedecken. Der Deckel 20 kann beispielsweise über Befestigungsmittel 30 wie eine
Niete oder einen Kunststoffstift an dem Behälter 10 befestigt sein. Darüber hinaus
verfügt der Deckel 20 über einen ersten elastisch verformbaren Abschnitt 206 im wesentlichen
an einer einem Eingriffsmittel 202 des Deckels 20 entgegengesetzten Seite. Dieser
erste elastisch verformbare Abschnitt 206 ist so gestaltet, daß eine Vorspannkraft
der Elastizität dieses Abschnitts 206 den Deckel 20 mit einem vorgegebenen Winkel
α offenhält. Dieser Winkel α beträgt vorzugsweise 30° bis 80°, insbesondere 45° bis
80°, am besten 70° bis 80°.
[0028] Um den Deckel 20 zu schließen, muß eine entsprechende Gegenkraft zu der Vorspannkraft
des ersten elastisch verformbaren Abschnitts 206 auf den Deckel 20 aufgebracht werden,
so daß Eingriffsmittel 102 des Behälters 10 sowie 202 des Deckels 20 miteinander in
Eingriff gebracht werden. Diese Eingriffsmittel weisen beispielsweise eine Nut 102
und eine komplementäre Rastnase 202 beispielsweise in Kugelgestalt oder Rollen- bzw.
Walzengestalt auf. Der Behälter 10 ist vorzugsweise aus einem geeigneten Kunststoffmaterial
wie Polystyrol, ABS, PVC etc. ausgebildet, während der Deckel 20 ebenfalls aus einem
geeigneten Kunststoff oder aus einem Metall wie beispielsweise einem Stahlblech hergestellt
sein kann.
[0029] Figur 3 zeigt den Schließvorgang des Deckels 20. Durch Drücken insbesondere auf einen
zweiten Betätigungsabschnitt 214 an einem vorderen Ende des Deckels 20 in der Nachbarschaft
des Eingriffsmittels 202 wird der Deckel 20 so verformt, daß die im wesentlichen bogenförmige
Gestalt des Deckels 20 durch Aufbringen einer entsprechenden Betätigungskraft auf
den zweiten Betätigungsabschnitt 214 durchgebogen wird, um verlängert zu werden, so
daß die Rastnase 202 über einen Neigungsabschnitt 104 hinweg gleitet, um in die Nut
102 eingeführt zu werden. Figur 4 zeigt den vollständig verriegelten Zustand, bei
dem die Rastnase 202 in der Nut 102 angeordnet ist, um den vollständig verriegelten
Zustand der Eingriffsmittel 102, 202 herzustellen.
[0030] Um die Eingriffsmittel 102, 202 aus dem gegenseitigen Eingriff zu lösen, kann durch
Drücken auf einen ersten Betätigungsabschnitt 212 im wesentlichen in einem zentralen
Abschnitt des bogenförmigen Deckels 20 der Deckel 20 in eine im wesentlichen gerade
Form gebracht werden, um verlängert zu werden, so daß die Rastnase 202 aus der Nut
102 austritt, wie in Fig. 5 gezeigt ist. Durch Austreten der Rastnase 202 aus der
Nut 102 wird der gegenseitige Eingriff der Eingriffsmittel 102, 202 gelöst, so daß
die Vorspannkraft des ersten elastisch verformbaren Abschnitts 206 den Deckel 20 öffnet
und in die in den Figuren 1 und 2 gezeigte geöffnete Stellung des Etuis überführt.
[0031] Somit kann das Etui durch Drücken auf den zweiten Betätigungsabschnitt 214 geschlossen
werden und durch Drücken auf den ersten Betätigungsabschnitt 212 geöffnet werden.
Eine derartige Betätigung ist insbesondere auch mit einer Hand möglich, wenn der Behälter
10 mit dieser Hand gehalten wird, während beispielsweise der Daumen bzw. Zeigefinger
derselben Hand auf den entsprechenden Betätigungsabschnitt 212, 214 zum Öffnen bzw.
Schließen des Deckels 20 drückt. Somit wird ein Brillenetui für eine Einhandbedienung
geschaffen. Dies hat insbesondere Vorteile, wenn der Benutzer nur eine Hand zur Verfügung
hat, weil die andere Hand für eine andere Tätigkeit verwendet wird, wie beispielsweise
beim Autofahren.
[0032] Vorzugsweise hat der Behälter 10, wie insbesondere in den Figuren 6 und 7 gezeigt
ist, an den entgegengesetzten Seiten in der Querrichtung ein Paar Seitenwände 112
für die Führung des Deckels 20 in der Querrichtung. Neben der Führung des Deckels
20 in der Querrichtung haben die Seitenwände die Funktion, bei geschlossenem Deckel
20 eine glatte Oberfläche des Etuis zu schaffen. Somit wird der Deckel 20 auch nicht
durch Eindringen von Fremdkörpern in einen Schlitz zwischen Deckel 20 und Behälter
10 unbeabsichtigt geöffnet, weil der Schlitz durch die Seitenwände 112 abgedeckt ist.
[0033] Der Deckel 20 hat eine im wesentlichen bogenförmige nach oben durchgebogene konvexe
Gestalt. Durch Drücken auf den ersten Betätigungsabschnitt 212 wird ein zweiter elastisch
verformbarer Abschnitt 208 im wesentlichen in einem zentralen Abschnitt des Deckels
20 nach innen durchgebogen, so daß eine Länge des Deckels 20 geringfügig verlängert
wird, um durch diese Verlängerung des Deckels 20 die Rastnase 202 aus der Nut 102
austreten zu lassen.
[0034] Die Erfindung kann jedoch auch so gestaltet werden, daß der Deckel 20 konkav nach
innen durchgebogen ist und die Nut 102 an einer Innenseite des Behälters 10 angeordnet
ist. In diesem Fall wird durch Drücken auf den Betätigungsabschnitt 212 der konkav
nach innen gewölbte Deckel 20 weiter nach innen gewölbt, so daß seine Länge verkürzt
wird. Durch diese Verkürzung der Länge des Deckels 20 wird wiederum ein Austreten
der Rastnase 202 aus der Nut 102 an der Innenseite des Behälters 10 bewirkt. In anderen
Worten ist, wie in den Figuren gezeigt ist, der Deckel 20 bei an einer Außenseite
angeordneten Nut 102 nach außen bzw. konvex gekrümmt bzw. gewölbt, während bei an
einer Innenseite angeordneter Nut 102 der Deckel 20 nach innen gewölbt bzw. konkav
ausgebildet wäre (obwohl dies in den Figuren nicht gezeigt ist).
[0035] Des weiteren kann eine Ausführungsform der Erfindung auch so gestaltet werden, dass
bei innen angeordneter Nut 102 der Deckel 20 nicht konkav sondern im wesentlichen
eben gestaltet ist. Auch in diesem Fall wird durch Drücken auf den Betätigungsabschnitt
212 der ebene Deckel 20 weiter nach innen gewölbt, so daß seine Länge verkürzt wird,
um ein Entriegeln der Rastnase 202 aus der Nut 102 zu bewirken.
[0036] Des weiteren muß der Deckel 20 nicht separat von dem Behälter 10 ausgebildet sein,
sondern kann insbesondere wenn der Deckel 20 auch aus einem entsprechenden Kunststoffmaterial
ausgebildet ist, auch einstückig mit dem Behälter 10 ausgebildet sein. In diesem Fall
besteht das Brillenetui im wesentlichen nur noch aus einem Bauteil, so daß die Fertigungskosten
besonders niedrig sein können. Lediglich die Auskleidung 40 wird unter Umständen noch
als separates Bauteil in diesem Fall ausgebildet.
[0037] Die Erfindung ist nicht auf ein Brillenetui beschränkt, sondern es kann jeder andere
Behälter eine Ausbildung, wie vorstehend beschrieben, aufweisen. Insbesondere eignet
sich diese Ausbildung auch für eine Schmuckschatulle, einen Behälter für ein elektronisches
Gerät oder ein Handy, ein empfindliches Meßgerät oder dergleichen.
[0038] Der Behälter und der Deckel können aus jedem beliebigem Material hergestellt sein.
Vorzugsweise ist der Deckel dabei aus einem elastischen Material hergestellt, so dass
einstückig mit dem Deckel der erste elastisch verformbare Abschnitt zur Verfügung
gestellt werden kann. Es ist jedoch auch möglich, den Deckel aus einem weniger oder
nicht elastischen Material herzustellen, wenn zusätzlich ein (nicht gezeigtes) Federelement
zum Öffnen und Offenhalten des Deckels 20 angeordnet wird.
[0039] Darüber hinaus kann das Etui jede beliebige Form wie die von zwei Halbschalen, eine
ovale Form, eine elliptische Form oder eine rechteckige Form haben. Es kommt dabei
lediglich darauf an, dass der Deckel 20 eine veränderbare bogenförmige oder ebene
Gestalt hat, um seine Länge so zu verändern, dass Eingriffsmittel 102, 202 außer Eingriff
gebracht werden können. In anderen Worten sollte der Deckel 20 entweder konvex oder
konkav oder eben ausgebildet sein, um durch Druckausübung auf den ersten Betätigungsabschnitt
eine Längenänderung des Deckels 20 zu bewirken.
Bezugszeichenliste
[0040]
- 10
- Behälter
- 102
- Eingriffsmittel
- 104
- Neigungsabschnitt
- 112
- Seitenwand
- 20
- Deckel
- 202
- Eingriffsmittel
- 204
- Befestigungsabschnitt
- 206
- erster elastisch verformbarer Abschnitt
- 208
- zweiter elastisch verformbarer Abschnitt
- 212
- erster Betätigungsabschnitt
- 214
- zweiter Betätigungsabschnitt
- 30
- Befestigungsmittel
- 40
- Auskleidung
- α
- Öffnungswinkel
1. Etui zum Aufbewahren von Gebrauchs- und/oder Wertgegenständen, insbesondere Brillenetui,
mit einem Behälter (10) und einem Deckel (20), wobei zumindest ein Befestigungsabschnitt
(204) des Deckels sowohl im geschlossenen Zustand als auch im geöffneten Zustand im
wesentlichen starr mit dem Behälter (10) verbunden ist und ein Gelenk zum Bewegen
des Deckels (20) durch einen ersten elastisch verformbaren Abschnitt (206) des Deckels
(20) gebildet ist.
2. Etui nach Anspruch 1, wobei der erste elastisch verformbare Abschnitt (206) des Deckels
(20) so ausgebildet ist, dass eine Vorspannkraft des ersten elastisch verformbaren
Abschnitts (206) den Deckel (20) unter einem vorgegebenen Winkel (α) offenhält.
3. Etui nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei der Deckel (20) Eingriffsmittel (202)
und der Behälter (10) komplementäre Eingriffsmittel (102) aufweist, um einen geschlossenen
Zustand des Etuis aufrechtzuerhalten.
4. Etui nach Anspruch 3, wobei der Deckel (20) so geformt ist, dass die Eingriffsmittel
(102, 202) durch Drücken auf einen ersten Betätigungsabschnitt (212) des Deckels (20)
entriegelbar sind.
5. Etui nach Anspruch 3 oder 4, wobei der Deckel (20) so geformt ist, dass durch Drücken
auf einen zweiten Betätigungsabschnitt (214) die Eingriffsmittel (102, 202) in Eingriff
bringbar sind.
6. Etui nach einem der vorherigen Ansprüche 3 bis 5, wobei der Deckel (20) einen im wesentlichen
bogenförmigen zweiten elastisch verformbaren Abschnitt (208) aufweist, der durch Drücken
auf den ersten Betätigungsabschnitt (212) seine Länge so verändert, dass die Eingriffsmittel
(102, 202) außer Eingriff gebracht werden.
7. Etui nach einem der vorherigen Ansprüche 3 bis 6, wobei die Eingriffsmittel eine Vertiefung
(102) und eine Rastnase (202) aufweisen.
8. Etui nach einem der vorherigen Ansprüche 2 bis 7, wobei ein Befestigungsabschnitt
(204) des Deckels (20) mittels eines Befestigungsmittels (30) an einer der Öffnung
des Etuis im wesentlichen entgegengesetzten Seite angebracht ist.
9. Etui nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei der Deckel (20) einstückig mit dem
Behälter (10) ausgebildet ist.
10. Etui nach einem der vorherigen Ansprüche, wobei der Deckel (20) bei geöffnetem Etui
schräg nach oben, vorzugsweise in einem Winkel von 30° bis 80°, in Bezug auf einen
Boden des Behälters (10) vorragt und durch elastisches Verformen des ersten elastisch
verformbaren Abschnitts (206) in die geschlossene Stellung bringbar ist.