[0001] Die Erfindung betrifft eine Verpackung mit einer Verpackungseinlage zum lagemässigen
Fixieren von länglichen Gegenständen gemäss dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Derartige
Verpackungseinlagen dienen der Aufnahme von länglichen Gegenständen, wobei sie vor
allem in der Pharmaindustrie zum Verpacken von Ampullen, Fläschchen, Spritzen, Vials,
etc. eingesetzt werden. Zum Entnehmen der Gegenstände aus der Verpackung muss eine
Garantieeinrichtung zerstört werden, wobei es sich zum Beispiel um abreissbare Laschen
oder andere Abreiss-Segmente handeln kann. Die Garantiefunktion von Verpackungen,
also die Anzeige, ob die Verpackung seit dem erstmaligen Füllen und Verschliessen
durch den Hersteller unangetastet geblieben ist, spielt insbesondere bei der Verpackung
von Pharmazeutika mit sensiblen Inhalten eine zunehmende Rolle.
[0002] Verpackungseinlagen zum lagemässigen Fixieren von länglichen Gegenständen sind seit
längerer Zeit bekannt und gebräuchlich. Aus der
DE 297 23 215 U1 ist beispielsweise eine Verpackungseinlage mit im Querschnitt dreieckigen Stegen
und darauf angeordneten Ausschnitten zur Aufnahme von Gegenständen bekannt geworden.
Zum Bilden der Stege ist die Verpackungseinlage aus einer flächigen Lage in eine Endlage
harmonikaartig aufrichtbar, wobei in dieser Lage die Verpackungseinlage auf den Boden
einer quaderförmigen Schachtel festgeklebt ist. Die Gegenstände können bei geöffnetem
Schachtel-Deckel ohne weiteres entnommen werden. Eine solche fehlende Garantiefunktion
kann für bestimmte Verpackungsgegenstände jedoch problematisch sein.
[0003] Eine gattungsmässig vergleichbare Verpackung mit Garantiefunktion ist beispielsweise
in der
EP 491 399 A1 beschrieben. Die Verpackung verfügt über eine Verpackungseinlage mit zwei seitlich
angeordneten Aufnahmeteilen. Bei den Aufnahmeteilen handelt es sich um prismatisch
ausgebildete Hohlseitenwände, die parallelogrammartig aus einer Bodenebene aufrichtbar
sind. Die Hohlseitenwände weisen Ausschnitte zur Aufnahme von Gegenständen auf. Zum
Versperren der Oberseite und zum Sichern der Gegenstände ist eine Abdeckung an der
Verpackungseinlage mit unabhängig voneinander zu öffnenden Abreiss-Segmenten befestigt.
Durch die Verwendung mindestens zweier Zuschnitte, d.h. einen Zuschnitt für die Verpackungseinlage
einerseits und einen Zuschnitt für die Abdeckung andererseits sowie gegebenenfalls
noch einen Zuschnitt für eine Faltschachtel, ergeben sich herstellungstechnische Nachteile.
Weiterhin kann diese Verpackungseinlage zwar mehrere Gegenstände aufnehmen, diese
Gegenstände können jedoch nur nebeneinander angeordnet werden. Ein weiterer Nachteil
dieser Verpackung besteht darin, dass die abgelegten Gegenstände ungenügend lagemässig
fixiert sind, da sie trotz Verpackungseinlage in Längsrichtung verhältnismässig einfach
hin und her bewegbar sind.
[0004] Es ist daher eine Aufgabe der Erfindung, die Nachteile des Bekannten zu vermeiden
und insbesondere eine Verpackung der eingangs genannten Art zu schaffen, die einfach
herstellbar ist. Weiterhin soll auch eine verbesserte lagemässige Fixierung der Gegenstände
in der Verpackungseinlage erreicht werden.
[0005] Diese Aufgaben werden mit einer Verpackung gelöst, die die Merkmale in Anspruch 1
aufweist. Der wenigstens eine Steg kann von einer flächigen Lage aus der Bodenebene
in eine Endlage etwa harmonikaartig aufgerichtet werden. Ein Steg kann dabei beispielsweise
zwei in einem vorzugsweise spitzen Winkel miteinander verbundene Stegseitenwände aufweisen,
die eine Stegoberkante bilden. Neben dieser dreieckigen Konfiguration für den Steg
kommen insbesondere auch trapezförmige oder rechteckige Konfigurationen in Frage,
die - anstatt einer Stegoberkante - eine die beiden Stegseitenwände miteinander verbindende,
bevorzugt flächig ausgebildete Stegoberseite aufweisen. Verpackungseinlagen mit derartigen
Stegen haben gegenüber solchen mit prismatisch aufrichtbaren Hohlseitenwänden den
Vorteil, dass sie mit weniger Arbeitsschritten herstellbar sind, da eine Klebeoperation
entfällt. So muss die Verpackungseinlage lediglich einmal zum Fixieren der aufgerichteten
Stege an einen Bodenabschnitt geklebt werden, der die Bodenebene vorgibt. Der Bodenabschnitt
kann Teil einer Faltschachtel sein. Selbstverständlich ist es auch denkbar, den Bodenabschnitt
als flächige Karte auszubilden. Durch die einstückige Ausbildung der Abdeckung und
der Verpackungseinlage aus einem einzigen Zuschnitt lassen sich Herstellungsaufwand
und -kosten erheblich senken.
[0006] Für eine vorteilhafte lagemässige Fixierung der Gegenstände kann die Verpackungseinlage
wenigstens zwei, vorzugsweise wenigstens drei Stege aufweisen. Die Stege können dabei
eine Mehrzahl von Ausschnitten für eine entsprechende Mehrzahl von Gegenständen aufweisen.
Ein Ausschnitt kann sich dabei jeweils vorteilhaft über beide Stegseitenwände erstrecken.
Mit dieser Anordnung können die Gegenstände je nach Bedarf auch hintereinander in
die Verpackungseinlage abgelegt bzw. angeordnet werden.
[0007] In einer ersten Ausführungsform kann die Abdeckung, bzw. deren Abdeckabschnitte einerseits
und die Verpackungseinlage andererseits über eine Klapplinie miteinander verbunden
sein, wobei zum Erstellen einer Entnahmeposition das wenigstens eine Abreiss-Segment
um die Klapplinie aufklappbar ist. Eine solche Klapplinie kann durch eine Schwächungslinie,
beispielsweise eine durch einen Prägungsvorgang geschaffene Rille vorgegeben sein.
[0008] Vorteilhaft kann es sein, wenn die dem Abreiss-Segment zugeordneten Sollreisslinien
derart ausgebildet sind, dass das Abreiss-Segment vollständig abreissbar ist. Eine
solche Anordnung zeichnet sich durch eine einfache Handhabbarkeit aus.
[0009] Zur Sicherstellung der Garantiefunktion müssen nicht notwendigerweise sämtliche Stege
durch die Abdeckung abgedeckt sein. Weiterhin wäre auch eine Kombination mit prismatisch
aufrichtbaren Hohlseitenwänden vorstellbar. So könnte die Verpackungseinlage beispielsweise
auf einer Seite über eine Hohlseitenwand verfügen. In einem Abstand zu diesem Aufnahmeteil
könnte dann ein Steg angeordnet sein.
[0010] Wenigstens ein Steg kann im Querschnitt vorzugsweise trapezförmig oder rechteckig
ausgebildet sein und eine etwa planparallel zu Bodenebene verlaufende Stegoberseite
bilden, auf der die Abdeckung direkt oder indirekt flächig aufliegt und wobei die
Abdeckung am Steg im Bereich der Auflagefläche vorzugsweise festgeklebt ist.
[0011] In einer weiteren Ausführungsform kann die Verpackungseinlage wenigstens einen mit
wenigstens einem Ausschnitt zur Aufnahme eines Gegenstands versehenen Zusatzsteg aufweisen,
der im Querschnitt vorzugsweise dreieckig ausgebildet ist. Der Zusatzsteg kann beispielsweise
zwischen dem Steg und einem Seitenwandabschnitt der Verpackungseinlage angeordnet
sein. Der Seitenwandabschnitt kann den bodenseitigen Bereich der Verpackungseinlage
mit der Abdeckung verbinden und ist durch die vorgängig genannte Klapplinie von der
Abdeckung getrennt. Solche dreieckigen Zusatzstege haben den Vorteil, dass sie eine
ausreichende Stabilität der Verpackungseinlage gewährleisten. Ein unerwünschtes hin
und her Bewegen kann so praktisch ausgeschlossen werden.
[0012] Zur Erhöhung der Nutzerfreundlichkeit kann es vorteilhaft sein, wenn auf der Abdeckung,
insbesondere auf dem wenigstens einen Abreiss-Segment wenigstens eine Aussparung in
Form eines Sichtfensters angeordnet ist. Über das Sichtfenster kann ein Nutzer auf
einfache Art und Weise die abgepackten Gegenstände identifizieren.
[0013] Die Verpackungseinlage kann auf wenigstens einer Seite einen um einen Neigungswinkel
gegenüber der Bodenebene geneigten Seitenwandabschnitt aufweisen, an den die Abdeckung
anschliesst. Dabei kann der Neigungswinkel zwischen 10° und 70°, bevorzugt zwischen
30° und 60° liegen und besonders bevorzugt etwa 45° betragen. Vorteilhaft weisen diese
schrägen Seitenwandabschnitte wenigstens eine Öffnung auf, durch die Gegenstände durchführbar
sind.
[0014] Vorteilhaft kann es weiter sein, wenn die Verpackungseinlage zum Verpacken von Einwegspritzen
und Vials derart ausgebildet ist, dass jeweils eine Einwegspritze und ein Vial je
auf einer gemeinsamen Achse in der Verpackungseinlage aufnehmbar sind.
[0015] Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft sodann einen Zuschnitt für die vorgängig
beschriebene Verpackungseinlage.
[0016] Weitere Einzelmerkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung der Ausführungsbeispiele und aus den Zeichnungen. Es zeigen:
- Figur 1:
- Eine perspektivische Darstellung einer erfindungsgemässen Verpackung,
- Figur 2:
- eine Seitenansicht der Verpackung gemäss Figur 1 in vereinfachter Darstellung,
- Figur 3:
- einen Zuschnitt für eine Verpackungseinlage für die Verpackung gemäss Figur 1,
- Figur 4:
- einen Zuschnitt für eine Faltschachtel für die Verpackung gemäss Figur 1,
- Figur 5:
- eine perspektivische Darstellung einer Verpackung gemäss einem weiteren Ausführungsbeispiel,
- Figur 6:
- die Verpackung gemäss Figur 5 mit einer leicht modifizierten Vorderseitenwand mit
einer offenen bzw. noch nicht angeklebten Abdeckung,
- Figur 7:
- einen Zuschnitt für eine Verpackungseinlage für die Verpackung gemäss Figur 5,
- Figur 8:
- eine Seitenansicht der Verpackung gemäss Figur 5 in vereinfachter Darstellung,
- Figur 9:
- die Verpackung gemäss Figur 8 mit einem aufgeklappten Abreiss-Segment (Entnahmestellung),
- Figur 10:
- einen weiteren Zuschnitt für eine erfindungsgemässe Verpackung,
- Figur 11:
- eine Seitenansicht einer Verpackung mit einem Zuschnitt gemäss Figur 10 in vereinfachter
Darstellung,
- Figur 12:
- einen weiteren Zuschnitt für eine Verpackung,
- Figur 13:
- eine Seitenansicht einer Verpackung mit dem Zuschnitt gemäss Figur 12 in vereinfachter
Darstellung, und
- Figur 14:
- eine alternative Ausgestaltung der Verpackung gemäss Figur 2.
[0017] Figur 1 zeigt eine insgesamt mit 1 bezeichnete Verpackung mit einer Faltschachtel
2 und einer darin eingesetzten Verpackungseinlage 3. Die Verpackungseinlage ist durch
eine Abdeckung 10, enthaltend zwei einander gegenüberliegende Abdeckabschnitte 17
und 17' abgedeckt. Auf den jeweiligen Abdeckabschnitten 17 und 17' sind durch Perforationslinien
21 gebildete Abreiss-Segmente 8 angeordnet. Zum Entnehmen der Spritzen 30 müssen zuerst
die jeweiligen Abreiss-Segmente 8 entfernt werden. Eine einmal entnommene Spritze
kann nicht in die Verpackungseinlage zurückgelegt werden, ohne dass dies erkennbar
ist, wodurch sich eine vorteilhafte Garantiefunktion ergibt. Mit 26 ist ein Ausbruch
gekennzeichnet, der sich durch das Abreissen des Abreiss-Segments ergibt. Die Verpackung
gemäss Figur 1 eignet sich insbesondere für Einweg-Spritzen. Selbstverständlich könnten
aber in einer solchen Verpackungseinlage auch andere längliche Gegenstände lagemässig
fixiert werden. In Frage kommen beispielsweise Fläschchen, Ampullen oder Vials, die
z.B. mit sensiblen Pharmazeutika gefüllt sind.
[0018] Auf Seitenwandabschnitten 15 der Verpackungseinlage 3 sind Öffnungen 25 angeordnet,
durch die die jeweiligen Kolbenstangen 33 der Spritzen 30 durchführbar sind. Der Verpackungsinhalt
ist weiterhin über Aussparungen sichtbar, die einen Blick auf den Spritzenzylinder
34 zulassen. Diese Aussparungen bzw. Sichtfenster 19 schliessen an die Aufreiss-Segmente
8 an. In der Verpackungseinlage 3 können auf jeweils einer Seite fünf Spritzen nebeneinander
gelagert werden. Die beiden Reihen sind ersichtlicherweise versetzt zueinander angeordnet.
Die Spritzen der ersten Reihe sind mit 30, die Spritzen der zweiten Reihe mit 30'
bezeichnet.
[0019] Figur 2 zeigt eine Seitenansicht der Verpackung 1. Die einzelnen Wände der Verpackungseinlage
3 sind vereinfacht durch einfache Striche dargestellt. Mit einer die Verpackungseinlage
3 umgebenden, eine Rechteckform bildenden, strichpunktierten Linie ist die Faltschachtel
2 angedeutet. Aus Figur 2 ist klar erkennbar, dass die Verpackungseinlage über zwei
im Querschnitt trapezförmige Stege 4 und 4' sowie einen ebenfalls trapezförmigen Mittelsteg
5 verfügt. Die aus einer Bodenebene aufgerichteten Stege 4, 4' und 5 verfügen über
(in Fig. 2 nicht erkennbare) Ausschnitte zur Aufnahme der Spritzen 30, 30'. Die Abdeckung
besteht aus etwa planparallel zur Bodenebene verlaufenden Abdeckabschnitten 17, 17'
sowie aus den daran jeweils seitlich anschliessenden, schräg verlaufenden Seitenwandabschnitten
15. An die Perforationslinien 21 in den Abdeckabschnitten schliessen entsprechende
Perforationslinien 36 in den Seitenwandabschnitten 15 an, die schliesslich in die
Öffnungen 25 münden.
[0020] Die Stege bestehen aus zwei aufgerichteten Stegseitenwänden, die durch eine etwa
planparallel zur Bodenebene verlaufende Stegoberseite miteinander verbunden sind.
Die Stegoberseite des Steges 4 ist mit 12 bezeichnet, die Stegoberseite des Stegs
5 ist mit 13 bezeichnet. Die bodenseitigen Abschnitte der Verpackungseinlage liegen
flächig auf dem Bodenabschnitt 40 der Faltschachtel 2 auf und sind an diesem festgeklebt.
An den schräg zur Bodenebene verlaufenden Seitenwandabschnitten 15 schliessen jeweils
die Abdeckabschnitte 17 bzw. 17' an. Die Abdeckabschnitte 17, 17' liegen dabei flächig
auf den Stegoberseiten der Stege 30, 30' und 5 auf und sind an den jeweiligen Stegoberseiten
12, 13 festgeklebt.
[0021] Die beiden einander gegenüberliegenden Seitenwandabschnitte 15 der Verpackungseinlage
3 sind gegenüber der Bodenebene um einen Neigungswinkel α von ca. 45° geneigt. Dieser
Neigungswinkel α könnte für andere Anwendungszwecke zwischen 10° und 70° liegen. Schliesslich
ist aus Figur 2 noch erkennbar, dass zur zusätzlichen Stabilisierung der Verpackungseinlage
Stützen 28 vorgesehen sind (vgl. nachfolgende Figur 3). Diese Stützen dienen als Anschlag
beim Umlegen der Abschnitte 15 und 17 der Abdeckung. Die Anordnung gemäss den Figuren
1 und 2 hat den Vorteil, dass die Kolbenstangen der Spritzen sichtbar sind und somit
vor dem Entnehmen der Spritzen auf ihre Unversehrtheit vorteilhaft kontrolliert werden
können.
[0022] In Figur 3 ist ein Zuschnitt 20 für die Verpackungseinlage der Verpackung gezeigt.
Der Zuschnitt 20 besteht vorteilhaft aus Karton oder einem Kartonlaminat. Perforationslinien
sind durch strichlierte Linien, gerillte Linien durch strichpunktierte Linien und
Schnittlinien durch durchgehende Linien dargestellt. Zum Herstellen einer aufgerichteten
Verpackungseinlage wird der Zuschnitt 20 etwa harmonikaartig aus der Bodenebene aufgerichtet.
Der Zuschnitt verfügt ersichtlicherweise über eine Vielzahl parallel zueinander verlaufende
Linien zum Bilden von Falzlinien, die durch gerillte, geritzte und/oder perforierte
Linien vorgegeben sein könnten.
[0023] In der Mitte des Zuschnitts 20 sind zehn Ausschnitte 7 angeordnet, die sich ausgehend
vom Abschnitt für die Stegoberseite 13 in die beidseitig daran anschliessenden Abschnitte
für die Stegseitenwände erstrecken. Neben den Ausschnitten 7 für den Mittelsteg sind
weiterhin Ausschnitte 6 für die beiden seitlichen Stege erkennbar, wobei ersichtlicherweise
die Ausschnitte zur Aufnahme der Gegenstände der beiden Reihen versetzt zueinander
angeordnet sind. In Figur 3 sind im Zuschnitt 20 sodann jeweils parallel zueinander
verlaufende Schnittlinien 29 und Falzlinien 35 erkennbar, die nach dem Aufricht-Vorgang
in der Endlage die vorgängig erwähnten Stützen bilden (28, siehe Fig. 2).
[0024] Figur 4 zeigt einen Zuschnitt 23 für die Faltschachtel der Verpackung, wie sie aus
dem Stand der Technik an sich bereits bekannt ist. Der Zuschnitt 23 besteht aus einem
Bodenabschnitt 40, daran anschliessenden Seitenwänden (Vorderseitenwand 41, Rückseitenwand
42, zwei Querseitenwände 43). Weiterhin sind in Figur 4 noch Staublaschen 45 sowie
ein Einsteckdeckel 44 mit einer entsprechenden Einstecklasche erkennbar. Der Zuschnitt
23 für die Faltschachtel besteht wie der vorgängig beschriebene Zuschnitt für die
Verpackungseinlage aus Karton oder Kartonlaminat. Die Schachtel wird durch Falz- und
Klebeoperation aus dem Zuschnitt 23 hergestellt, wobei zum Fixieren der fertigen Schachtel
ersichtlicherweise vier Klebelaschen vorgesehen sind.
[0025] Figur 5 zeigt eine Verpackung 1 mit einer Faltschachtel und einer darin eingesetzten
Verpackungseinlage 3, in der Einwegspritzen 30 sowie wie Vials 31 gelagert sind. Die
Verpackungseinlage verfügt über eine Abdeckung bestehend aus zwei Abdeckabschnitten
17 und 18, die jeweils an den einander gegenüberliegenden Seitenwandabschnitten der
Verpackungseinlage anschliessen. Der Abdeckabschnitt 17 enthält eine Vielzahl nebeneinander
angeordneter Abreiss-Segmente 8. Die einzelnen Abreiss-Segmente werden durch strichliert
dargestellte Perforationslinien 21 im Abdeckabschnitt 17 gebildet. Die rechteckigen
Restsegmente 37 sind an den Stegoberseiten eines Mittelstegs angeklebt und verbleiben
auch nach dem Abreissen des Abreiss-Segments in dieser Position. Selbstverständlich
könnten die Restsegmente auch ganz weggerissen werden.
[0026] Die Abreiss-Segmente 8 können an ihrem vorderen, schmalen Ende erfasst und aufgeklappt
werden. Ein aufgeklapptes Abreiss-Segment ist in Fig. 5 erkennbar, wobei es sich hierbei
ersichtlicherweise um eine fahnenartige Lasche handelt, die um die mit 11 angedeutete
Klapplinie aufklappbar ist. Nach diesem teilweisen Abtrennen des Abreiss-Segments
8 lassen sich die Vials 31 und Einwegspritzen 30 ohne grossen Widerstand einfach aus
der Verpackung entnehmen. In der Darstellung gemäss Fig. 5 wurde das vorderste Vial
bereits aus der Aussparung des Stegs 24 entnommen. Wie die Spritzen 30 und Vials 31
lagemässig in der Verpackungseinlage 3 fixiert sind, kann aus der nachfolgenden Figur
6 entnommen werden.
[0027] In Figur 6 ist eine noch nicht fertig gestellte Verpackung 1 gezeigt, bei der die
Abdeckabschnitte 17 und 18 aufgeklappt sind. Diese Verpackung unterscheidet sich von
der Verpackung gemäss Figur 5 an sich nur dadurch, dass die Vorderseitenwand 41 der
Faltschachtel anders gestaltet ist. Die Vorderseitenwand 41 weist eine Aussparung
auf, die einen Blick auf die Stege der Verpackungseinlage 3 von der Seite her zulässt.
Die Verpackungseinlage 3 weist ersichtlicherweise zum lagemässigen Fixieren der Einwegspritzen
30 zwei im Querschnitt trapezförmige Stege 4 und 5 sowie einen dazwischen angeordneten,
im Querschnitt dreieckförmig Steg 16 auf. Die Stege ihrerseits weisen hintereinander
angeordnete Ausschnitte 6, 7 sowie 38 auf, in die die Spritzen 30 ablegbar sind. Zur
Lagerung der Vials 31 weist die Verpackungseinlage 3 einen dreieckförmigen Steg 24
auf, der mit hintereinander angeordneten Ausschnitten 39 zur Aufnahme der Vials 31
versehen ist. Die Aufnahmeausschnitte sind durch etwa U-förmige Aussparungen in den
Seitenwandabschnitten der Stege vorgegeben (vgl. nachfolgende Fig. 7). Verpackungen
mit Verpackungseinlagen mit dreieckigen Stegen sind (jedoch ohne Abdeckung und Garantiefunktion)
beispielsweise aus der
DE 297 23 215 U1 bekannt geworden.
[0028] Figur 7 zeigt einen Zuschnitt 20 für die Verpackungseinlage der Verpackung gemäss
dem zweiten Ausführungsbeispiel. Die Ausschnitte 6, 38 und 39 sind als Aussparungen
mit einer leichten Hinterschneidung zur besseren Fixierung der Gegenstände ausgestaltet.
Die einzelnen Abreiss-Segmente 8 weisen jeweils kreisförmige Aussparungen zum Bilden
von Sichtfenstern auf. Selbstverständlich sind auch andere Fensterformen oder -grössen
vorstellbar.
[0029] In den Figuren 8 und 9 sind leicht schematisierte Seitenansichten der Verpackung
des zweiten Ausführungsbeispiels dargestellt. Hieraus ist beispielsweise erkennbar,
dass die jeweiligen Abdeckabschnitte 17 und 18 flächig auf den jeweiligen Stegoberseiten
der Stege 3 und 5 aufliegen und mit diesen klebend verbunden sind. Die dreieckigen
Stege 16 und 24 weisen je zwei aus der Bodenebene aufgerichtete und in einem spitzen
Winkel miteinander verbundene Stegseitenwände auf, die jeweils eine Stegoberkante
bilden. Die Stegoberkante des Stegs 24 bildet einen Anschlag für den Abdeckabschnitt
17. Auf diese Weise kann ein stabiler Verpackungsaufbau erreicht werden. Der Steg
16, der nachfolgend als Zusatzsteg bezeichnet wird, bildet einen Anschlag für den
Halteflansch der Spritze 30. Dadurch, dass sich diese Profilkontur 32 zwischen dem
Zusatzsteg 16 und dem mittleren Steg 50 befindet, kann die Spritze 30 auf vorteilhafte
Art und Weise in der Verpackungseinlage gehalten werden, ohne dass eine unerwünschte
Längsverschiebbarkeit des Verpackungsgegenstands 30 zugelassen ist. Figur 9 zeigt
die Verpackung 1 mit einem aufgeklappten Abreiss-Segment 8. Ersichtlicherweise kann
das Vial ungehindert aus der Verpackung entnommen werden. Dies gilt grundsätzlich
ebenfalls für die Spritze 30. Für eine leichtere Entnahme sowie zur Erhöhung der Garantiefunktion
wäre es aber auch denkbar, im Abdeckabschnitt 18 ebenfalls den einzelnen Gegenständen
zugeordnete Abreiss-Segmente vorzusehen (nicht dargestellt, vgl. jedoch nachfolgende
Fig. 10/11).
[0030] Die Figuren 10 und 11 betreffen ein drittes Ausführungsbeispiel der Verpackung. Diese
Verpackung ist auf vergleichbare Art und Weise wie beim vorgängigen zweiten Ausführungsbeispiel
ausgestaltet. Wie sich jedoch aus Figur 11 ergibt, ist die Spritze 30 in umgekehrter
Lage in der Verpackungseinlage 3 gehalten. Zum Erfassen der Kolbenstange 33 der Spritze
müssen zuerst die entsprechenden Abreiss-Segmente 9 entfernt werden. Danach kann die
Spritze aus der Verpackung herausgezogen werden. Der im Querschnitt trapezförmige
Steg 5 weist Ausschnitte zur Aufnahme der Spritzen 30 auf, die sich nur in die der
Spritze zugewandte Stegseitenwand erstrecken. Dies geht beispielsweise auch deutlich
aus der Darstellung des Zuschnitts 20 gemäss Figur 10 hervor. Im Unterschied zu den
vorgängigen Ausführungsbeispielen ist die Verpackungseinlage 3 lediglich auf einem
als Karte ausgestalteten Bodenabschnitt 40 angeklebt (Fig. 11). Eine solche verhältnismässig
einfache Verpackung könnte selbstverständlich auch in dieser Form vertrieben werden.
Ein Einsetzen der Verpackungseinlage in einer beispielsweise quaderförmigen Faltschachtel
ist also nicht unbedingt erforderlich. Bei dieser Anordnung bilden die Seitenwandabschnitte
15 und 15' quasi die Seitenwände der Verpackung. An diese Seitenwände schliessen über
eine Kante gebildet durch die Falzlinien 11 und 11' die beiden Abdeckabschnitte 17
und 18 an.
[0031] Die Figur 12 und 13 betreffen ein weiteres Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemässen
Verpackung. Wie aus der schematisierten Seitenansicht der Verpackung 1 gemäss Figur
13 hervorgeht, verfügt die Verpackungseinlage 3 über einen im Querschnitt etwa rechteckigen
Mittelsteg 5. Jeweils seitlich des Mittelstegs 5 sind in einem Abstand im Querschnitt
dreieckige Stege 4 und 4' angeordnet. In eine solche Verpackung können beispielsweise
Vials untergebracht werden. Die Abdeckung 10 deckt die Oberseite der Verpackungseinlage
vollständig ab. Die beiden aufeinander zugerichteten Abdeckabschnitte 17 und 18 liegen
auf der Stegoberseite 13 des Mittelstegs auf, wobei der Abdeckabschnitt 18 lediglich
indirekt aufliegt. Zum einfachen Verkleben der Abdeckabschnitte 17 und 18 auf die
Stegoberseite 13 sind auf dem Abdeckabschnitt 17 Klebelöcher vorgesehen, mittels denen
ein einmaliger Klebstoffauftrag auf die Stegoberseite ausreicht. Solche Klebelöcher
sind im Zuschnitt 20 gemäss Figur 12 mit 46 bezeichnet.
[0032] In Figur 14 ist eine Verpackung 1 gezeigt, die im Unterschied zur Verpackung gemäss
Figur 2 anstatt je eines seitlich vom mittleren, trapezförmigen Steg 5 angeordneten
trapezförmigen Stegs je zwei Stege 16, 24 bzw. 16', 24' aufweist, die im Querschnitt
dreieckig ausgebildet sind. Ein trapezförmiger Steg (4 bzw. 4' aus Fig. 2) ist also
gewissermassen durch jeweils zwei dreieckige Stege ersetzt worden. Die Verpackung
weist somit insgesamt fünf Stege auf.
1. Verpackung mit einer Verpackungseinlage (3) zum lagemässigen Fixieren von länglichen
Gegenständen (30, 31), bestehend aus einem flächigen Zuschnitt (20), der wenigstens
ein gegenüber einer Bodenebene nach oben ragendes Aufnahmeteil für die Gegenstände
bildet, wobei das Aufnahmeteil wenigstens einen nach oben offenen Ausschnitt (6, 7)
zur Aufnahme eines Gegenstands (30, 31) aufweist, und mit einer an der Verpackungseinlage
(3) befestigten Abdeckung (10) zum Versperren der Oberseite des Ausschnitts (6, 7),
wobei zum Freigeben des Ausschnitts zum Entnehmen eines Gegenstands wenigstens ein
Abreiss-Segment (8, 9) vorgesehen ist, das durch Sollreisslinien (21, 22) auf der
Abdeckung (10) gebildet ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Aufnahmeteil ein aus der Bodenebene aufgerichteter Steg () ist und dass die Abdeckung
(10) und die Verpackungseinlage (3) einstückig ausgebildet sind.
2. Verpackung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (10) und die Verpackungseinlage (3) über eine Klapplinie (11) miteinander
verbunden sind, wobei zum Erstellen einer Entnahmeposition das wenigstens eine Abreiss-Segment
(8, 9) um die Klapplinie (11) aufklappbar ist.
3. Verpackung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die dem Abreiss-Segment (8, 9) zugeordneten Sollreisslinien (21, 22) derart ausgebildet
sind, dass das Abreiss-Segment vollständig abreissbar ist.
4. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Steg (4, 5) im Querschnitt vorzugsweise trapezförmig oder rechteckig
ausgebildet ist und eine etwa planparallel zur Bodenebene verlaufende Stegoberseite
(12, 13) bildet, auf der die Abdeckung (10) direkt oder indirekt flächig aufliegt
und dass die Abdeckung (10) am Steg (4, 5) festgeklebt ist.
5. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verpackungseinlage (3) wenigstens einen mit wenigstens einem Ausschnitt (6, 7)
zur Aufnahme eines Gegenstands (30, 31) versehener Zusatzsteg (14) aufweist, und der
im Querschnitt vorzugsweise dreieckig ausgebildet ist.
6. Verpackung nach Anspruch 5 für sich in einer Längsrichtung erstreckende Gegenstände
(30) mit wenigstens einer Profilkontur (32), dadurch gekennzeichnet, dass der Zusatzsteg (16) einen Anschlag für die Profilkontur eines Gegenstands (30, 31)
zum einseitigen Begrenzen der Verschiebbarkeit des Gegenstands in Längsrichtung bildet.
7. Verpackung nach Anspruch 5 oder 6 für sich in einer Längsrichtung erstreckende Gegenstände
(30) mit wenigstens einer Profilkontur (32), dadurch gekennzeichnet, dass die Verpackungseinlage (3) neben dem wenigstens einen Steg (4, 5) wenigstens einen
Zusatzsteg (16) aufweist, die derart voneinander in einem Abstand angeordnet sind,
dass die Profilkontur (32) zum Begrenzen der Verschiebbarkeit des Gegenstands in Längsrichtung
zwischen dem Steg (4, 5) und dem Zusatzsteg (14) gehalten ist.
8. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass sie weiter eine vorzugsweise aus einem Zuschnitt bestehende Faltschachtel (2) enthält,
in der die Verpackungseinlage (3) eingesetzt ist.
9. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Verpackungseinlage (3) einen im Querschnitt trapezförmigen oder rechteckigen
Mittelsteg (5) mit einer Stegoberseite (13) aufweist und dass die Abdeckung (10) aus
zwei aufeinender zu gerichteten Abdeckabschnitten (17, 18) besteht, wobei beide Abdeckabschnitte
(17, 18) flächig auf der Stegoberseite (13) des Mittelstegs (5) direkt oder indirekt
aufliegen.
10. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass auf der Abdeckung (10), insbesondere auf dem wenigstens einen Abreiss-Segment (8)
wenigstens eine Aussparung (19) in Form eines Sichtfensters angeordnet ist.
11. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Verpackungseinlage (3) auf wenigstens einer Seite einen um einen Neigungswinkel
(α) gegenüber der Bodenebene geneigten Seitenwandabschnitt (15) aufweist, an den die
Abdeckung (10) anschliesst, wobei der Neigungswinkel (α) zwischen 10° und 70°, bevorzugt
zwischen 30° und 60° liegt und besonders bevorzugt etwa 45° beträgt.
12. Verpackung nach einem der Ansprüche 1 bis 11 zum Verpacken von Einwegspritzen (30)
und Vials (31), dadurch gekennzeichnet, dass die Verpackungseinlage () derart ausgebildet ist, dass jeweils eine Einwegspritze
(30) und ein Vial (31) wenigstens bezogen auf eine Draufsicht in der Verpackungseinlage
aufnehmbar sind.
13. Zuschnitt aus einem flächigen Material für eine Verpackungseinlage der Verpackung
gemäss einem der Ansprüche 1 bis 12.