[0001] Die Erfindung betrifft Transportsäcke aus flexiblem Material wie Gewebe oder Folie
mit wenigstens einem Boden, der ein oder mehrere Aufnahmetaschen zum Einschieben von
Hebevorrichtungen wie den Gabeln von Hubstaplern aufweist.
[0002] Transportsäcke dieser Art werden in großen Stückzahlen hergestellt und verwendet,
um Stückgut und insbesondere schütt- oder rieselfähiges Material zu transportieren
und zu lagern. Solche Transportsäcke werden auch als Big Bag oder als FIBC bezeichnet
und können Lasten bis zu mehreren Tonnen aufnehmen.
[0003] Für das Handhaben, nämlich Transportieren und Lagern, solcher befüllter Transportsäcke
ist es oft erforderlich, Paletten vorzusehen, die den Transportsack von unten stützen.
So erfolgt der Transport innerhalb von Lagerräumen zumeist mittels Hubstaplern, deren
Gabeln als Hebevorrichtung in die Paletten eingreifen und mit der Palette den daraufstehenden
Transportsack anheben können.
[0004] Unter den bisher hauptsächlich verwendeten Paletten sind vor allem Holzpaletten und
Kunststoffpaletten in Verwendung. Diese sind allerdings mit Problemen behaftet. Beim
Transport von Lebensmitteln sind Holzpaletten ein hygienisches Problem. Mit den Holzpaletten
können unerwünschte Keime übertragen werden. Kunststoffpaletten sind hygienisch günstiger,
sind aber auch wesentlich teurer. Ein neues Gesetz verpflichtet die Lebensmittelfirmen,
nur vorbehandelte desinfizierte Holzpaletten einzusetzen, wobei die Paletten in speziellen
Kammern desinfiziert werden müssen. Dieser Aufwand ist aufwändig und erhöht die Kosten.
[0005] Weiters haben die bisher verwendeten Paletten den Nachteil einer Stapelhöhe von zumindest
10 cm. Die Transportsäcke werden beispielsweise in Mengen von je 100 Stück in zusammengefaltetem
und gepresstem Zustand dem Kunden angeliefert. Die gleiche Zahl Paletten aus Holz
oder Kunststoff würden übereinandergestapelt eine Höhe von 10 m ergeben. Wenn in einem
Container oder LKW 2 volle Transportsäcke inklusive 2 Paletten übereinander gestapelt
werden, nehmen die Paletten 20 cm Platz ein. Ohne diese Paletten würden dem Kunden
20 cm mehr Laderaum zur Verfügung stehen. Er könnte z.B. höhere Säcke nehmen und somit
den Container besser auslasten und somit mehr Produkt befördern bei gleichen Transportkosten.
[0006] Beim Liefern leerer Säcke auf einer Palette passen zwischen 80-100 leere Säcke auf
eine Palette. Durch dünnere Paletten könnte die Anzahl der Säcke auf der Palette erhöht
werden.
[0007] Herkömmliche Paletten stellen die Benutzer auch vor logistische Probleme, da die
Paletten vor und nach der eigentlichen Verwendung transportiert und verarbeitet werden
müssen. Holzpaletten können z.B. verbrannt werden oder können an die Lieferanten oder
an zentrale Sammelstellen zurückgeliefert werden. Dieser Aufwand erhöht die Kosten.
[0008] Es ist auch schon vorgeschlagen worden, in den Bodenbereich der Transportsäcke Aufnahmekanäle
vorzusehen, in die die Gabeln von Gabeistaplern eingeschoben werden können. Auch diese
Kanäle müssen eine gewisse Höhe haben, die den damit ausgestatteten Transportsack
sehr dick machen. Ein weiterer Nachteil liegt darin, dass es bei höheren Belastungen
leicht zu einem Verquetschen der Kanäle kommt, sodass die Hubstaplergabeln nicht eingeschoben
werden können. Weiters können solche Kanäle nur in einer Richtung des Transportsackes
angeordnet werden, sodass der Hubstapler nur von den beiden einander gegenüberliegenden
Seiten angreifen kann, nicht aber im 90grädigen Winkel dazu. Herkömmliche Paletten
können von allen vier Seiten bedient werden.
[0009] Weiters ist auch schon vorgeschlagen worden, im Boden des Transportsackes Taschen
aus Gewebe vorzusehen, in die die Gabeln eingeschoben werden können. Dies führt bei
Belastung des Transportsackes aber dazu, dass entweder die Gabeln unter Druck nicht
in die Taschen eingeschoben werden können oder der Transportsack wird beschädigt.
Der Versuch, die Gabeln eines Gabelstaplers in solche Taschen einzuschieben endet
zumeist damit, dass der gesamte befüllte Sack nur verschoben wird.
[0010] Das vorgenannte Problem wurde schon zu lösen versucht, indem die Taschen innen mit
gleitfähigem Textil aus Kunststofffilamenten ausgekleidet wurde. Diese Textilauskleidungen
sind in der Praxis jedoch nicht geeignet, da auch sie das Einschieben der Gabeln zu
stark behindern, wenn der Transportsack befüllt ist.
[0011] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, die vorgenannten Probleme zu lösen.
Insbesondere sollen herkömmliche Paletten mit hohem Platzbedarf vermieden werden.
[0012] Das Einschieben der Gabeln von Gabelstaplern soll erleichtert sein, auch wenn der
Transportsack gefüllt ist. Im besonderen soll das Zusammenschieben von Gewebeabschnitten
im Inneren der Taschen verhindert werden, sodass die Spitzen der Gabeln nicht blockiert
werden.
[0013] Ein weiteres bevorzugtes Ziel ist es, das Verrutschen des Transportsackes zu verhindern,
wenn die Gabeln in die Taschen eingeschoben werden. Weiters soll vorteilhaft erreicht
werden, dass die Taschen auch nachträglich an Transportsäcken befestigt werden können.
Bei allen diesen Forderungen sollen die Transportsäcke stabil und leicht bei möglichst
geringer Stapelhöhe (gefalteter leerer Zustand) und in der Herstellung billig sein.
Überdies ist es erstrebenswert, dass alle Bestandteile gemeinsam entsorgt werden können,
also aus ähnlichen Materialien bestehen.
[0014] Gemäß vorliegender Erfindung wird ein Transportsack aus flexiblem Material wie Gewebe
oder Folie mit wenigstens einem Boden vorgeschlagen, an dessen Unterseite ein oder
mehrere Aufnahmetaschen zum Einschieben von Hebevorrichtungen wie den Gabeln von Hubstaplern
angeordnet oder anordbar sind, wobei die Aufnahmetaschen innen mit Gleitflächenbelägen
versehen sind, wobei dieser Transportsack alle diese Nachteile überwindet. Gemäß Erfindung
soll die Stapelhöhe nicht oder nur in geringfügigem Ausmaß erhöht werden. Die Funktionsweise
muss auch bei höherer Belastung voll gegeben sein und die Anordnung muss den hygienischen
Anforderungen entsprechen. Weiters soll der Transportsack mit der Aufnahmetasche in
der Herstellung billig sein. Eine getrennte Entsorgung verschiedener Teile soll vermieden
werden. Die übrigen oben genannten Ziele sollen erreicht werden.
[0015] Die Gleitflächenbeläge sind zumindest aus einem oberen und einem unteren nichttextilen
Materialstreifen gebildet, die sich jeweils über zumindest die gesamte Länge der Aufnahmetasche
erstrecken.
[0016] Weitere Merkmale sind den Ansprüchen, der nachfolgenden Beschreibung und den Zeichnungen
zu entnehmen.
[0017] Im Folgenden wird die Erfindung beispielsweise anhand der Figuren näher erläutert.
Figur 1 ist eine Ansicht eines erfindungsgemäßen Transportsackes in einer Ausführungsform
mit Schrägansicht von unten. Figur 2 zeigt eine schematische Ansicht eines Schnittes
durch ein anderes Ausführungsbeispiel und Figur 3 zeigt einen schematischen Schnitt
durch einen Sack nach der Linie III - III in Figur 2. Figur 4 zeigt die Ansicht des
Transportsackes in Richtung auf den Boden in einer Ausführungsvariante. Fig. 5 und
6 zeigen zwei Ansichten einer Aufnahmetasche und Fig. 7 den Schnitt nach VII-VII in
Fig. 5.
[0018] Der in Figur 1 beispielhaft dargestellte Transportsack ist hauptsächlich aus starkem
Gewebe hergestellt und umfasst den Boden 1 und daran anschließend vier Seitenwände
7 mit vier Schlaufen 18 am oberen Rand des Transportsackes, von denen drei Schlaufen
sichtbar sind. Die Ausführung des Sackes kann beliebig sein, wie es dem Stand der
Technik entspricht. So können die Seitenwände und der Boden aus verschiedenen Gewebebahnen
geschnitten sein, die an den Kanten vernäht sind. Die Seitenwände 7 können aber auch
als ein einziges Rundgewebe ausgebildet sein oder es können beispielsweise je zwei
gegenüberliegende Wände mit dem Boden eine durchgehende Bahn bilden, an der die beiden
anderen Seitenwände unter Bildung des Transportsackes angenäht sind. Der Transportsack
kann nach obenhin offen oder durch eine Decke mit Einfüllstutzen abgedeckt sein. Gleicherweise
kann der Boden durchgehend geschlossen oder im Mittelbereich mit Einrichtungen wie
z.B. einem Auslaufstutzen versehen sein.
[0019] In Figur 1 sind weiters noch Antirutschbeläge 15 dargestellt, die an der Unterseite
der Aufnahmetaschen 2 angeordnet sind. Diese Antirutschbeläge dienen dazu, den gefüllten
Transportsack am Wegrutschen zu hindern, wenn die Hebevorrichtung 3 gemäß Figur 2
in die Aufnahmetaschen 2 eingeschoben wird. Als Antirutschbeläge können Gummimatten
oder rutschfeste Kunststoffbeläge etc. dienen.
[0020] Unter dem Boden versteht man in der vorliegenden Erfindung immer jenen Sackabschnitt,
der bei Handhabung des Transportsackes nach unten weist und den größten Teil der Last
aufnimmt.
[0021] An der Unterseite des Bodens befinden sich bei dieser Ausführung vier Aufnahmetaschen
2, die sich längs der Bodenkanten 6 erstrecken und sich in den Endbereichen überlappen.
Es können aber auch nur zwei zueinander parallele Aufnahmetaschen an den parallelen
Bodenkanten vorgesehen sein. An den Enden 8 und 9 überragen die Aufnahmetaschen 2
die jeweiligen Bodenkanten 6 des Transportsackes und diese bilden Einschuböffnungen
10 für das Einschieben von Hebeeinrichtungen 3, wie beispielsweise Gabeln von Hubstaplern.
Siehe dazu die Figur 2.
[0022] Die Figur 2 zeigt einen Schnitt längs einer der Aufnahmetaschen 2, wobei etwaige
kreuzende weitere Aufnahmetaschen nicht eingezeichnet sind, um die Zeichnung besser
lesbar zu halten. Die Aufnahmetasche 2 umfasst im Inneren einen oberen Gleitflächenbelag
4 und einen unteren Gleitflächenbelag 5. An den Enden 8, 9 ist der obere Gleitflächenbelag
4 in Richtung zu den Seitenwänden 7 aufgeklappt, wodurch eine Einschuböffnung 10 auf
jeder Seite gebildet ist. Die hochgeklappten Enden der oberen Gleitfläche 4 sind bevorzugt
an den Seitenwänden angenäht oder sonst wie befestigt. In Figur 2 ist links dargestellt,
wie das hochgeklappte Ende eng anliegend an der Seitenwand 7 angenäht ist, während
das rechte Ende beispielhaft nur mit einer Schlaufe zur Seitenwand hochgebunden ist.
Wesentlich ist, dass die Einschuböffnung 10 groß genug ist, sodass die Hebevorrichtung
3 in die Aufnahmetasche 2 eindringen kann.
[0023] Mit Hebevorrichtung ist hier jede Einrichtung gemeint, die dazu dient, den Transportsack
aufzunehmen, anzuheben, abzusetzen oder vom Boden abgehoben horizontal zu transportieren
oder auch nur vom Boden abzuhalten. Typischerweise ist die Hebevorrichtung die Gabel
eines Hubstaplers.
[0024] Die Figur 3 zeigt den Schnitt nach der Linie III - III in Figur 2, wobei auch hier
nur zwei Aufnahmetaschen 2 vorgesehen sind, was eine Ausführungsform der Erfindung
darstellt. Die einzelnen Teile sind zur besseren Darstellung etwas auseinandergezogen
dargestellt.
[0025] Die Aufnahmetasche 2 umfasst jeweils eine Taschenhülle 11 und darin angeordnet den
oberen und unteren Gleitflächenbelag 4, 5. Die Taschenhülle 11 kann z.B. aus zwei
Gewebestreifen bestehen, die zu einer Hülle zusammengenäht werden. Im vorliegenden
Fall der Figur 3 besteht jede Taschenhülle 11 aus einem Stück oder Streifen des flexiblen
Materials insbesondere Gewebe. Durch Umschlagen der Materialbahn um die Längskante
12 wird die Hülle gebildet und nur die einander gegenüberliegenden Enden werden zusammengenäht,
bevorzugt gleichzeitig mit dem Annähen der Aufnahmetasche 2 mit der Naht der Bodenkante
6.
[0026] Die Taschenhülle 11 muss so dimensioniert sein, dass die oberen und unteren Gleitflächenbeläge
4,5 genügend weit auseinandergeschoben werden können, dass die Hebevorrichtung 3 voll
eingeschoben werden kann. In einer Alternative kann es auch vorteilhaft sein, die
Taschenhüllen 11 aus einem Schlauch Rundgewebe auszubilden und die Gleitflächenbeläge
4,5 in den Schlauch einzulegen.
[0027] Die Befestigung der Gleitflächenbeläge in der Taschenhülle erfolgt bevorzugt durch
Annähen, kann aber auch z.B. durch Kleben oder Verschweißen erfolgen.
[0028] Als Gleitflächenbelag kann jedes Material dienen, welches steif genug ist, um das
Eindringen der Hebevorrichtung zu ermöglichen. Weiters muss der Gleitflächenbelag
die nötige Glätte aufweisen. Bevorzugt handelt es sich dabei um ein Material, welches
gleichzeitig mit dem übrigen Sackmaterial entsorgt werden kann, um ein Abtrennen zu
vermeiden. Geeignete Materialien haben z.B. eine Schichtdicke von 1 bis 2 mm, wie
weiter unten beschrieben.
[0029] Die Aufnahmetaschen 2 sind bevorzugt nicht nur an den Bodenkanten mit dem Transportsack
verbunden, sondern bevorzugt zumindest abschnittweise auch gegenüber dem Inneren Bereich
des Bodens 1 vernäht, wie durch die Naht 19 angedeutet ist. Wie die Figur 4 zeigt,
können die Aufnahmetaschen 2 auch - kreuzweise vorgesehen werden. Dies erlaubt eine
Lastaufnahme von allen vier Seiten des Transportsackes, wie dies auch bei sonst üblichen
Paletten möglich ist. Die Bodenkante 6 des Transportsackes ist strichliert eingezeichnet.
Der Transportsack befindet sich in der Darstellung Figur 4 von der Zeichnungsebene
nach oben. Vom Sack selbst ist nur der Boden 1 und beispielsweise der Auslaufstutzen
20 eingezeichnet.
[0030] Wie in Figur 4 zu erkennen ist, sind jeweils zwei Aufnahmetaschen parallel zueinander
angeordnet. Etwaige Nähte zur Befestigung der Aufnahmetaschen am Boden dürfen dort
nicht vorgesehen werden, wo sie die Enden der Aufnahmetaschen kreuzen würden.
[0031] Ein Vorteil dieser erfindungsgemäßen Anordnung ist, dass zwischen den Aufnahmetaschen
2 eine freie Bodenfläche 16 verbleibt, wodurch beispielsweise der Auslaufstutzen 20
vorgesehen werden kann. Die Bodenfläche ist auch während der Handhabung frei, was
einen wesentlichen Unterschied zu den üblichen Paletten darstellt. Somit kann z.B.
der Transportsack durch einen Gabelstapler angehoben und über den Auslaufstutzen 20
entleert werden. Dies wäre mit herkömmlichen Paletten nicht möglich.
[0032] Im Rahmen der Erfindung ist es auch möglich und in manchen Fällen vorteilhaft, wenn
die Aufnahmetaschen 2 nicht am Boden angenäht, sondern mittels Klebestreifen oder
Klettbänder 17 befestigt sind. Auf diese Weise ist es möglich, geeignete Transportsäcke
nachträglich mit den erfindungsgemäßen Aufnahmetaschen zu versehen. Weiters kann es
auch bei der Anlieferung von Vorteil sein, wenn die Aufnahmetaschen getrennt vom Sack
vorgesehen sind. Siehe dazu auch die Fig. 5 und 6.
[0033] Bei Klettbändern versteht es sich von selbst, dass das jeweilige Gegenstück am Boden
des Transportsackes vorgesehen sein muss. Es sind auch andere Befestigungsmöglichkeiten
gegeben wie Druckknöpfe oder Bänder.
[0034] Durch die erfindungsgemäße Konstruktion ist es möglich, die Vorteile einer Palette
für die Handhabung der Transportsäcke vorzusehen, wonach die Hebevorrichtung leicht
unter den Transportsack untergeschoben werden kann. Bei vier Aufnahmetaschen erfolgt
dies von allen vier Seiten in der Ausführungsform gemäß den Figuren 1 und 4. Andererseits
nimmt die Anordnung der Aufnahmetaschen lediglich einen geringen Platz ein, der die
Dicke eines zusammengefalteten und gepressten leeren Transportsackes etwa um ein bis
zwei cm erhöht, wodurch die Anlieferung, der Transport und die Handhabung wesentlich
erleichtert wird. Die Nachteile von Paletten werden vermieden.
[0035] Wenn in den Zeichnungen die oberen und unteren Gleitflächenbeläge jeweils als einstückige
Streifen aus gleitfähigem Material dargestellt sind, dann können diese auch aus mehreren
Teilen bestehen. Wichtig ist, dass der Gleitflächenbelag insgesamt das Eingleiten
der Hebevorrichtung 3 ermöglicht, auch wenn der Transportsack eine schwere Last aufgenommen
hat, die bis zu mehreren Tonnen betragen kann. Der Gleitflächenbelag muss dazu die
nötige Steifheit und Gleitfähigkeit aufweisen.
[0036] Für eine gängige Größe der Transportsäcke weisen bevorzugt die Gleitflächenbeläge
eine Länge von 1140mm, eine Breite von 200mm und eine Dicke von 1,5mm auf. Ein günstiges
Material ist HDPE mit einem E-modulus von 1100, Härte von 63 shore D (nach DIN 53505)
und einem Reibungskoeffizient (gegen Stahl, trocken) von 0,15. Ein adäquates Material
aus Polypropylen ist ebenfalls gut geeignet.
[0037] Die Fig. 5 und 6 zeigen zwei Ansichten einer bevorzugten Ausbildung einer Aufnahmetasche.
Die Aufnahmetasche umfasst zwei Gewebestreifen 23, 24, bevorzugt aus einem Material
von etwa 200 g/m
2 und 30 g/m
2 Beschichtung. Innen liegen zwei Gleitflächenbeläge über die gesamte Länge der Gewebestreifen.
An den Seitenkanten der Gleitflächenbeläge 4, 5 sind je ein Abstandstreifen 21 angeordnet,
der die Beläge 4, 5 in einem Abstand hält, der das Eindringen der Hebevorrichtung
erleichtert.
[0038] Der obere Teil des Endes 8 der Aufnahmetasche 2 ist hochgeklappt und kann mit dem
Gurt 22 an der zugeordneten Seitenwand des Transportsackes z.B. mit einer Naht befestigt
werden. Mit den Nähten 25 ist die Aufnahmetasche vernäht. Die Nähte 26 verbinden die
Gewebestreifen der Aufnahmetaschen, die Gleitflächenbeläge und die dazwischen angeordneten
Abstandstreifen 21. Die Einschuböffnung ist mit 10 bezeichnet.
[0039] Die Fig. 6 zeigt die Unterseite der Aufnahmetasche und den darauf angeordneten, bevorzugt
angenähten, Antirutschbelag 15.
[0040] Die Fig. 7 zeigt einen Schnitt durch die Aufnahmetasche 2. Zwischen den beiden Gewebestreifen
23, 24 der Taschenhülle 11 liegen die Gleitflächenbeläge 4, 5 und die Abstandstreifen
21 zu beiden Seiten der Gleitflächenbeläge 4,5. Bevorzugte Abmessungen sind: Breite
der Gewebestreifen 23, 24 etwa 330 mm, Breite der Gleitflächenbeläge etwa 250 mm,
Breite der Abstandstreifen etwa 15 mm und etwa 3,5 mm dick. Die Dicke der Gleitflächenbeläge
liegt bei 1,5 mm.
[0041] Ein bevorzugtes Material für die Abstandstreifen kann eine Hohlkörperstegplatte sein,
wie sie z.B. unter der Marke CORREX verkauft wird. In Fig. 7 ist auch die Anordnung
der Nähte 25 und 26 eingezeichnet. Die Nähte 26 gehen bei dieser Ausführung sowohl
durch die Gleitflächenbeläge 4, 5 und die Gewebestreifen 23, 24 als auch durch die
Abstandstreifen 21, wodurch eine sehr kompakte Anordnung geschaffen ist.
Bezugszeichenliste
[0042]
- 1.
- Boden
- 2.
- Aufnahmetaschen
- 3.
- Hebevorrichtungen
- 4.
- oberer Gleitflächenbelag
- 5.
- unterer Gleitflächenbelag
- 6.
- Bodenkante
- 7.
- Seitenwände
- 8.
- Enden der Aufnahmetaschen
- 9.
- Enden der Aufnahmetaschen
- 10.
- Einschuböffnungen
- 11.
- Taschenhülle
- 12.
- Längskante
- 13.
- Kante
- 14.
- Kreuzungsbereich
- 15.
- Antirutschbelag
- 16.
- freie Bodenfläche
- 17.
- Klettbänder
- 18.
- Schlaufen
- 19.
- Naht
- 20.
- Auslaufstutzen
- 21.
- Abstandstreifen
- 22.
- Gurte
- 23.
- Gewebestreifen
- 24.
- Gewebestreifen
- 25.
- Nähte
- 26.
- Nähte
1. Transportsack aus flexiblem Material wie Gewebe oder Folie mit wenigstens einem Boden
(1), an dessen Unterseite ein oder mehrere Aufnahmetaschen (2) zum Einschieben von
Hebevorrichtungen (3) wie den Gabeln von Hubstaplern angeordnet oder anordbar sind,
wobei die Aufnahmetaschen innen mit Gleitflächenbelägen (4, 5) versehen sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitflächenbeläge (4,5) aus zumindest einem oberen und einem unteren nichttextilen
Materialstreifen gebildet sind, die sich jeweils über zumindest die gesamte Länge
der Aufnahmetasche (2) erstrecken.
2. Transportsack nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitflächenbeläge (4, 5) eine Dicke von zumindest 1 mm, bevorzugt zwischen 1
und 2 mm, aufweisen.
3. Transportsack nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitflächenbeläge (4, 5) aus einem zum Material des Gewebes oder der Folie des
Transportsackes kompatiblen Material bestehen, bevorzugt aus Polypropylen oder Polyäthylen.
4. Transportsack nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitflächenbeläge aus Ziehpalettenmaterial (slip sheets) bestehend aus HDPE
oder HDPP, bevorzugt recycliertes HDPE gefertigt ist.
5. Transportsack nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der obere und untere Gleitflächenbelag (4, 5) durch zwei Abstandstreifen (21) voneinander
in einem Abstand gehalten sind.
6. Transportsack nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstandstreifen (21) eine Höhe von 2 - 5 mm, bevorzugt 3 - 4 mm aufweist.
7. Transportsack nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass jede der Aufnahmetaschen (2) zumindest an einem Ende (8), bevorzugt an beiden Enden
(8,9) die Bodenkanten (6) des Transportsacks überragen und Einschuböffnungen (10)
bilden und dass zur Bildung der Einschuböffnung (10) mit vergrößertem Querschnitt
der obere Gleitflächenbelag (4) vom unteren Gleitflächenbelag (5) nach oben abgebogen
ist.
8. Transportsack nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Gleitflächenbeläge (4,5) der Aufnahmetaschen (2) in einer Taschenhülle
(11) aus flexiblem Material wie Gewebe oder Folie eingelegt und die so gebildete Aufnahmetasche
durch Vernähen der Taschenhülle (11) mit dem Boden (1) des Transportsackes befestigt
ist.
9. Transportsack nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitflächenbeläge (4,5) der Aufnahmetaschen (2) in der Taschenhülle (11) befestigt
und bevorzugt eingenäht sind.
10. Transportsack nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Taschenhülle (11) aus einem Stück des flexiblen Materials durch Umschlagen der
Materialbahn um eine Längskante (12) gebildet ist oder aus einem Rundgewebe besteht,
in das die Gleitflächenbeläge (4,5) eingeschoben werden.
11. Transportsack nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmetaschen (2) entlang ihrer Kante (13) mit der Bodenkantennaht des Transportsackes
vernäht sind, wobei die Abschnitte der Aufnahmetaschen im Kreuzungsbereich (14) von
der Nahtbildung ausgenommen sind.
12. Transportsack nach einem der vorgehenden Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die überstehenden Enden (8,9) der Aufnahmetaschen (2) bezüglich des oberen Gleitflächenbelages
(4) nach oben in Richtung zur zugehörigen Seitenwand (7) des Transportsackes hochgebogen
befestigt, insbesondere hochgenäht sind, um die Einschuböffnungen (10) zu bilden.
13. Transportsack nach einem der vorgehenden Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterseiten der Aufnahmetaschen zumindest abschnittweise mit einem Antirutschbelag
(15) versehen sind.
14. Transportsack nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass insgesamt vier Aufnahmetaschen vorgesehen sind, die jeweils entlang der Bodenkanten
(6) des Transportsackes angeordnet sind.
15. Transportsack nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass bei Anordnung von vier einander kreuzenden Aufnahmetaschen (2) mittig am Boden eine
freie Bodenfläche (16) vorgesehen ist, um einen Ausfüllstutzen oder andere Einrichtungen
am Transportsack vorzusehen.
16. Transportsack nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmetaschen einzeln oder gemeinsam vom Boden (1) abnehmbar am Transportsack
befestigt sind.
17. Transportsack nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmetaschen (4) mit Klebestreifen oder Klettbänder (17) am Boden (1) befestigt
sind.
18. Transportsack nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmetaschen oder deren hochgebogener Abschnitt mittels Gurte (22) am Transportsack
befestigbar sind.
19. Transportsack nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Abstandstreifen (21) mit den Gleitflächenbelägen (4, 5) und mit der Taschenhülle
vernäht sind.
20. Palette für einen Transportsack, dadurch gekennzeichnet, dass sie Merkmale nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 19 aufweist.