[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Schienenelement für einen Torantrieb, insbesondere
eines Garagentores, mit einer Schiene und einem Antriebsmittel, insbesondere einer
Kette oder einem Zahnriemen, wobei an einem Umlenkende des Schienenelements eine Umlenkrolle
und an einem Antriebsende des Schienenelements ein Antriebsrad vorgesehen sind, über
welche das Antriebsmittel umlaufend geführt ist, so dass das Antriebsmittel in zwei
gegenläufigen Strängen innerhalb der Schiene verläuft. Die Schiene des Schienenelements
ist hierfür zwischen dem Umlenkende des Schienenelements und dem Antriebsende des
Schienenelements angeordnet.
[0002] Weiterhin betrifft die vorliegende Erfindung einen Torantrieb mit einem solchen Schienenelement.
[0003] Solche Schienenelemente werden üblicherweise dazu eingesetzt, ein Tor, insbesondere
ein Garagentor, durch den Torantrieb zu öffnen und zu schließen. Hierfür ist ein Schlitten
vorgesehen, welcher in der üblicherweise C-förmigen Schiene verschiebbar ist und mit
einem der beiden parallelen Stränge des Antriebsmittels verbunden ist, so dass der
Schlitten bei einer Bewegung des Antriebsmittels entlang der Schiene bewegt wird.
An dem Schlitten ist üblicherweise weiterhin ein Mitnehmer angeordnet, welcher mit
dem Tor in Verbindung steht und so das Tor öffnet und schließt.
[0004] Weiterhin ist mit dem Antriebsrad des Schienenelementes üblicherweise ein Antriebsmotor
verbunden, welcher das Antriebsrad bewegt, wobei durch eine Drehung des Antriebsrades
das Antriebsmittel in der Schiene umlaufend bewegt wird, so dass die beiden parallelen
Stränge des Antriebsmittels in der Schiene sich in gegenläufige Richtungen bewegen.
[0005] Ein solches Schienenelement für einen Torantrieb, bei welchem als Antriebsmittel
ein Zahnriemen eingesetzt wird, ist beispielsweise aus
DE 780 17 016 U1 bekannt. Die beiden Stränge des Antriebsmittels verlaufen dabei in der Schiene parallel
zu einer gedachten Verbindungslinie zwischen den Drehachse von Antriebsrad und Umlenkrolle,
und zwar mit einem Abstand zu der gedachten Verbindungslinie, der dem Umlenkradius
des Antriebsmittels um Antriebsrad bzw. Umlenkrolle entspricht. Antriebsmittel wie
z. B. eine Rollenkette oder ein Zahnriemen weisen aber einen Mindestradius auf, welcher
den Durchmesser von Antriebsrad bzw. Umlenkrolle bestimmt, da der Radius des Antriebsrads
bzw. der Umlenkrolle mindestens so groß seien muss wie der Mindestradius des Antriebsmittels.
Bei herkömmlichen Antrieben ist damit die Breite der Schiene durch den Mindestradius
des Antriebsmittels bestimmt, da der Abstand der beiden Stränge innerhalb der Schiene
dem Durchmesser von Antriebsrad bzw. Umlenkrolle entspricht. Zudem kann auch das Antriebsrad
unabhängig vom Mindestradius des Antriebsmittels nicht beliebig klein ausgeführt werden,
um eine zuverlässige Kraftübertragung vom Antriebsrad auf das Antriebsmittel zu gewährleisten.
[0006] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein schmaleres Profil der Schiene zu ermöglichen.
[0007] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe von einem Schienenelement gemäß Anspruch 1 gelöst.
Ein solches Schienenelement für einen Torantrieb, insbesondere eines Garagentors,
weist dabei eine Schiene und ein Antriebsmittel, insbesondere eine Kette oder einen
Zahnriemen, auf, wobei an einem Umlenkende des Schienenelements eine Umlenkrolle und
an einem Antriebsende des Schienenelements ein Antriebsrad vorgesehen sind, über welche
das Antriebsmittel umlaufend geführt ist, so dass das Antriebsmittel in zwei gegenläufigen
Strängen innerhalb der Schiene verläuft. Erfindungsgemäß ist bei einem solchen Schienenelement
nun vorgesehen, dass einer der Stränge des Antriebsmittels vom Antriebsrad über ein
Umlenkelement in die Schiene geführt wird, so dass der Abstand der beiden gegenläufigen
Stränge des Antriebsmittels innerhalb der Schiene kleiner ist als der Durchmesser
des Antriebsrads. Die Rückseite des Antriebsmittels berührt dabei das Umlenkelement
in einem Bereich, dessen Abstand von der gedachten Verbindungslinie zwischen den Drehachse
von Antriebsrad und Umlenkrolle kleiner ist als der Umlaufradius der Rückseite des
Umlenkmittels um das Antriebsrad.
[0008] Hierdurch kann trotz eines großen Mindestradius des Antriebsmittels bzw. trotz eines
großen Antriebsrades zur sicheren Übertragung der Antriebskraft auf das Antriebsmittel
eine sehr schmale Schiene verwendet werden, da die beiden parallel innerhalb der Schiene
verlaufenden Stränge des Antriebsmittels nicht mehr wie im Stand der Technik einen
Abstand voneinander aufweisen müssen, welcher durch den Umlaufradius um das Antriebsrad
bestimmt ist, sondern durch das Umlenkelement näher aneinander geführt werden. Hierdurch
kann gleichzeitig ein großer Umlaufradius und dennoch eine sehr schmale Schiene verwirklicht
werden. Die schmale Schiene sorgt dabei für kompakte Antriebe und Verpackungen und
damit einen leichten Transport und eine problemlose Montage. Zudem lässt sich durch
die kompakte Bauform das Antriebssystem, bestehend aus dem Schienenelement und dem
Antriebsmotor, vormontieren und als Komponente für diverse Torantriebe nutzen.
[0009] In weiterhin vorteilhafter Weise ist vorgesehen, dass der andere Strang des Antriebsmittels
ohne ein Umlenkelement direkt vom Antriebsrad in die Schiene verläuft. Bei dieser
Anordnung verläuft der eine Strang innerhalb der Schiene entlang einer Geraden, welche
einen Abstand von der Drehachse des Antriebsrades aufweist, welche geringer ist als
der Umlaufradius des Antriebsmittels um das Antriebsrad, so dass er zwischen dem Ende
der Schiene und dem Antriebsrad durch das Umlenkelement umgelenkt werden muss, während
der andere Strang auf einer Geraden verläuft, welche tangential auf das Antriebsrad
trifft und deren Abstand von der Drehachse des Antriebsrades damit genau dem Umlaufradius
des Antriebsmittels entspricht. Dadurch, dass nur einer der Stränge über ein Umlenkelement
näher an den anderen Strang herangeführt wird, während der andere Strang gerade auf
das Antriebsrad zuläuft, lassen sich die Reibungsverluste bei der erfindungsgemäßen
Anordnung minimieren. Durch diese asymmetrische Ausführung der erfindungsgemäßen Antriebsmittelführung
können erfindungsgemäß die niedrigen Reibungsverluste der aus dem Stand der Technik
bekannten Antriebe mit einer erheblich schmäleren Schiene kombiniert werden. Dabei
wird durch die asymmetrische Ausführung nur ein Umlenkpunkt benötigt, welcher so ausgelegt
werden kann, dass sich keine nennenswerte Erhöhung der Verluste gegenüber dem Stand
der Technik ergibt.
[0010] In weiterhin vorteilhafter Weise ist in einem an das Umlenkelement anschließenden
Bereich ein Trennelement zwischen den beiden gegenläufigen Strängen vorgesehen. Da
die beiden Stränge in diesem Bereich durch das Umlenkelement näher aneinander geführt
werden, würde sich hier ohne das Trennelement eine erhöhte Gefahr einer gegenseitigen
Berührung, und eines daraus resultierendes Verhakens der beiden Stränge des Antriebsmittels
ergeben. Durch das Trennelement, was z. B. von einer Trennwand zwischen Lasttrum und
Leertrum ausgebildet werden kann, können sich die beiden näher zueinander geführten
Stränge dagegen nicht berühren. Hierdurch wird auch sicher vermieden, dass sich z.B.
die Zähne eines als Antriebsmittel verwendeten Zahnriemens miteinander verhaken. Dabei
ist es ausreichend, wenn das Trennelement nur in einem gewissen Bereich im Anschluß
an das Umlenkelement vorgesehen ist, da innerhalb der Schiene die beiden Stränge parallel
verlaufen und sich damit weniger leicht verhaken.
[0011] In weiterhin vorteilhafter Weise ist bei dem erfindungsgemäßen Schienenelement das
Antriebsrad, das Umlenkelement und gegebenenfalls das Trennelement in einem gemeinsamen
Gehäuse angeordnet. Hierdurch ergibt sich eine einfache und kompakte Baugruppe aus
Antriebsrad und Umlenkelement und gegebenenfalls Trennelement. Das Gehäuse weist vorteilhafterweise
weiterhin eine Aufnahme zur Aufnahme eines Schienenendes auf. Zum Beispiel kann das
Schienenende vorteilhafterweise in die Aufnahme eingesteckt oder auf die Aufnahme
aufgesteckt werden, um das Gehäuse einfach an der Schiene zu befestigen. Hierdurch
kann das Schienenelement problemlos durch Verbinden der Schiene mit der Baugruppe
aus Antriebsrad und Umlenkelement und gegebenenfalls Trennelement montieren.
[0012] In weiterhin vorteilhafter Weise ist bei dem erfindungsgemäßen Schienenelement auch
die Umlenkseite in Analogie zu der Antriebsseite aufgebaut. Vorteilhafterweise ist
dabei einer der Stränge des Antriebsmittels von der Umlenkrolle über ein umlenkseitiges
Umlenkelement in die Schiene geführt, so dass der Abstand der beiden gegenläufigen
Stränge des Antriebsmittels innerhalb der Schiene kleiner ist als der Durchmesser
der Umlenkrolle. Ist der Mindestradius des Antriebsmittels größer als die Hälfte des
gewünschten Abstands der beiden Stränge des Antriebsmittels innerhalb der Schiene,
ist eine solche Anordnung notwendig, um auch auf der Umlenkseite diesen Mindestradius
nicht zu unterschreiten.
[0013] Umlenkrolle und Antriebsrad können dabei z.B. den gleichen, durch den Mindestradius
des Antriebsmittels vorgegebenen Radius haben. Ebenso ist es aber möglich, dass Umlenkrolle
und Antriebsrad unterschiedliche Radii aufweisen. Durch die Umlenkelemente werden
dann die beiden Stränge auf der Antriebsseite und auf der Umlenkseite auf den gleichen
Abstand zueinander verjüngt.
[0014] In vorteilhafter Weise ist auch auf der Umlenkseite der andere Strang des Antriebsmittels
ohne ein Umlenkelement direkt von der Umlenkrolle in die Schiene geführt. Hierdurch
ergibt sich wie auf der Antriebsseite wiederum eine erhebliche Verringerung der Reibungsverluste,
da nur der eine Strang umgelenkt wird, während der andere Strang direkt auf die Umlenkrolle
aufläuft.
[0015] Vorteilhafterweise ist weiterhin in einem an das umlenkseitige Umlenkelement anschließenden
Bereich ein umlenkseitiges Trennelement zwischen den beiden gegenläufigen Strängen
vorgesehen. Auch hierdurch wird wiederum vermieden, dass sich die beiden Stränge in
dem Bereich, in welchem sie näher aneinander geführt werden, verhaken.
[0016] In weiterhin vorteilhafter Weise sind die Umlenkrolle, das umlenkseitige Umlenkelement
und gegebenenfalls das umlenkseitige Trennelement in einem gemeinsamen Gehäuse angeordnet.
Auch hierdurch ergibt sich wieder eine einfache Konstruktion und eine problemlose
Montage, wobei auch hier vorteilhafterweise wieder eine Aufnahme für die Schiene vorgesehen
ist.
[0017] In weiterhin vorteilhafter Weise ist erfindungsgemäß die Umlenkrolle zum Spannen
des Antriebsmittels verstellbar, insbesondere über einen Exzenter. Hierdurch ist es
möglich, nach der Montage durch ein Verstellen der Umlenkrolle den Abstand zwischen
Antriebsrad und Umlenkrolle zu erhöhen und so das Antriebsmittel zu spannen.
[0018] Vorteilhafterweise bilden dabei Umlenkrolle und umlenkseitiges Umlenkelement eine
Baueinheit, welche gegenüber dem Gehäuse, an welchem die Schiene befestigt wird, verschiebbar
ist.
[0019] In weiterhin vorteilhafter Weise weist das erfindungsgemäße Schienenelement antriebsseitige
Verbindungselemente zur Verbindung mit einem Antriebsmotor und umlenkseitige Befestigungselemente
zur Montage des Schienenelementes auf. Antriebsseitig kann so der Antriebsmotor z.
B. an dem Gehäuse befestigt werden, in welchem sich das Antriebsrad befindet, welches
dann vom Antriebsmotor angetrieben wird. Umlenkseitig wird das Schienenelement z.
B. mit dem Gehäuse, in welchem die Umlenkrolle angeordnet ist, an der Wand der Garage
sturzseitig befestigt.
[0020] In weiterhin vorteilhafter Weise weist die Schiene des erfindungsgemäßen Schienenelements
mehrere, in Längsrichtung fortlaufend montierbare Schienensegmente auf. Hierdurch
lässt sich das Packmaß des Schienenelementes reduzieren, wobei die einzelnen Schienensegmente
dann an Ort und Stelle durch Verbindungselemente miteinander verbunden werden und
eine durchgehende Schiene bilden.
[0021] In weiterhin vorteilhafter Weise umfasst die vorliegende Erfindung eine vormontierte
Baugruppe aus einem Schienenelement, wie es oben beschrieben wurde und einem Antriebsmotor.
Ein solches Antriebssystem lässt sich durch die kompakte Bauform des Schienenelementes
als Komponente für diverse Torantriebe nutzen.
[0022] In weiterhin vorteilhafter Weise umfasst die vorliegende Erfindung weiterhin einen
Torantrieb mit einem Schienenelement, wie es oben beschrieben wurde, insbesondere
einem Garagentorantrieb. Ein solcher Torantrieb hat die gleichen Vorteile, wie sie
bereits bezüglich des Schienenelementes beschrieben wurden.
[0023] Die vorliegende Erfindung wird nun anhand eines Ausführungsbeispiels sowie Zeichnungen
näher dargestellt. Dabei zeigen:
- Figur 1:
- ein Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Schienenelementes in einem demontierten
Zustand schräg von oben,
- Figur 2:
- das Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Schienenelementes in demontiertem Zustand
schräg von unten,
- Figur 3:
- das Ausführungsbeispiel des erfindungsgemäßen Schienenelementes in montiertem Zustand
schräg von unten,
- Figur 4:
- eine Explosionsdarstellung der Antriebsseite des erfindungsgemäßen Schienenelementes
schräg von unten,
- Figur 5:
- eine Explosionsdarstellung der Antriebsseite des erfindungsgemäßen Schienenelementes
schräg von oben,
- Figur 6:
- eine weitere Explosionsdarstellung der Antriebsseite des erfindungsgemäßen Schienenelementes
von unten,
- Figur 7:
- eine perspektivische Ansicht der montierten Antriebsseite des erfindungsgemäßen Schienenelementes
schräg von unten,
- Figur 8:
- eine teilweise Explosionsdarstellung der Umlenkseite des erfindungsgemäßen Schienenelementes
schräg von oben,
- Figur 9:
- eine teilweise Explosionsdarstellung der Umlenkseite des erfindungsgemäßen Schienenelements
schräg von unten,
- Figur 10:
- eine perspektivische Darstellung der Umlenkseite des erfindungsgemäßen Schienenelementes
mit entferntem Deckel in einer Transportstellung mit losem Zahnriemen,
- Figur 11:
- die gleiche Ansicht wie in Figur 10 in Funktionsstellung mit einem spannungsfreien
Zahnriemen,
- Figur 12:
- die in Figur 11 gezeigte Situation in einer Ansicht schräg von unten und
- Figur 13:
- die in Figur 12 gezeigte Ansicht mit gespanntem Zahnriemen.
[0024] In den Figuren 1 und 2 ist das erfindungsgemäße Schienenelement in einer Transportstellung
gezeigt, in welcher die einzelnen Schienensegmente der Schiene 1 noch nicht miteinander
verbunden sind, so dass die mit einem ersten Schienensegment verbundene Antriebsseite
4, ein mittleres Schienensegment sowie die mit einem dritten Schienensegment verbundene
Umlenkseite 3 zusammengeklappt nebeneinander Platz finden. Die Schienensegmente der
Schiene 1 des erfindungsgemäßen Schienenelements weisen dabei ein C-förmiges Profil
auf. Zur Montage des in den Figuren 1 und 2 in Transportstellung dargestellten Schienenelements
werden die einzelnen Schienensegmente der Schiene 1, wie in Figur 3 gezeigt, durch
ein Verbindungselement 16 fluchtend miteinander verbunden, so dass sich eine durchgehende
Schiene mit einem C-Profil ergibt, an deren einem Ende die Umlaufseite 3 und and dem
anderen Ende die Antriebsseite 4 angeordnet ist. An der Antriebsseite 4 wird dann
über Verbindungselemente 34 eine Antriebseinheit aus einem Motor 10 und einem Getriebe
11 von unten befestigt, wie dies in Figur 3 gezeigt ist.
[0025] An der Antriebsseite 4 ist dabei ein Antriebsrad vorgesehen, und an der Umlenkseite
3 eine Umlenkrolle, über welche das Antriebsmittel 2, im Ausführungsbeispiel ein Zahnriemen,
umlaufend geführt ist. Das erfindungsgemäße Schienenelement wird dabei üblicher Weise
horizontal oberhalb des Tores an der Decke z. B. einer Garage angeordnet, wobei die
Umlenkseite 3 im Bereich des Torsturzes befestigt wird. Die Schiene 1 verläuft dann
üblicherweise parallel zu den horizontalen Führungsschienen, in welchen das Torblatt
bzw. die Torblattelemente geführt sind.
[0026] Das Antriebsrad wird dabei von einem Antriebsmotor 10 gedreht, wodurch das Antriebsmittel
2 innerhalb der Schiene eine umlaufende Bewegung vollführt, so dass die beiden innerhalb
der Schiene 1 parallel verlaufenden Stränge des Antriebsmittels 2 gegenläufig bewegt
werden. Mit einem der beiden Stränge ist dabei ein Schlitten verbunden, welcher hierdurch
in der Schiene bewegt wird. Der Schlitten ist wiederum über einen Mitnehmer mit dem
Torblatt verbunden, so dass durch eine Bewegung des Antriebsrads in die eine Richtung
das Tor geöffnet und durch eine Bewegung in die andere Richtung das Tor geschlossen
wird.
[0027] Die erfindungsgemäße Ausführung der Antriebsseite 4 wird nun anhand von den Figuren
4 bis 7 näher dargestellt. Die entsprechend ausgeführte Umlenkseite 3 wird dann anhand
von den Figuren 8 bis 13 näher beschrieben. Dabei sind Antriebsseite und Umlenkseite
so ausgeführt, dass der Abstand der beiden Stränge innerhalb der Schiene kleiner seien
kann als der Durchmesser des Antriebsrades bzw. der Umlenkrolle, welche durch den
minimalen Biegeradius des als Antriebsmittel verwendeten Zahnriemens bestimmt sind,
was das schmale Profil der Schiene 1 ermöglicht.
[0028] Figur 4 zeigt nun die Antriebsseite des Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen
Schienenelementes in einer Explosionsdarstellung von schräg unten, Figur 5 von schräg
oben. Das Antriebsmittel 2 in Form eines Zahnriemens läuft dabei um das Antriebsrad
6, welches in einem Gehäuse aus einer Unterschale 12 und einer Oberschale 13 drehend
gelagert ist. Der Durchmesser des Antriebsrades 6 ist dabei größer als der Abstand
der beiden gegenläufigen Stränge des Antriebsmittels innerhalb der Schiene 1. Hierfür
ist auf einer Seite des Antriebsrades 6 ein Umlenkelement 7 vorgesehen, durch welches
sich der Verlauf des Antriebsmittels verjüngt. Hierfür weist der Bereich des Umlenkelements,
welcher mit der Rückseite des Antriebsmittels in Kontakt steht, einen Abstand zu der
gedachten Verbindungslinie zwischen der Drehachse des Antriebsrades und der Drehachse
der Umlenkrolle auf, welcher kleiner ist als der Umlaufradius der Rückseite des Antriebsmittels
um das Antriebsrad. Ein solches Umlenkelement ist dabei nur für einen der beiden Stränge
vorgesehen, während der andere Strang direkt auf dem Antriebsrad 6 läuft und im Bereich
des Antriebsrades nicht von einem Umlenkelement in seiner Bahn beeinflußt wird.
[0029] Durch diese asymmetrische Anordnung des Antriebsrades 6 gegenüber der Mittellinie
der Schiene 1 ergibt sich eine Anordnung, bei welcher einerseits ein geringer Abstand
der beiden gegenläufigen Stränge des Antriebsmittels innerhalb der Schiene und damit
ein sehr schmales Schienenprofil realisiert werden kann, und andererseits Reibungsverluste
minimiert werden können, da nur für einen der beiden Stränge ein Umlenkelement 7 vorgesehen
ist. Das Umlenkelement 7 weist dabei in dem Ausführungsbeispiel mehrere Gleitstifte
auf, auf welchen die Rückseite des Antriebsmittels entlang gleitet und welche das
Antriebsmittel so umlenken, dass die beiden Stränge aufeinander zu geführt werden.
Alternativ könnte als Umlenkelement 7 auch eine Rolle oder eine Rollenanordnung verwendet
werden, auf welcher die Rückseite des Antriebsmittels läuft.
[0030] Weiterhin sind Trennelemente 8 vorgesehen, welche im Bereich des Umlenkelements sowie
im sich daran anschließenden Bereich die beiden Stränge des Antriebsmittels voneinander
trennen. Im Ausführungsbeispiel ist dabei ein erster Teilbereich des Trennelementes
8 an der Oberschale 13 angeordnet, sowie ein zweiter Bereich an der Unterschale 12.
Hierdurch werden Lasttrum und Leertrum voneinander getrennt, so dass sich die Zähne
des Zahnriemens nicht miteinander verhaken können.
[0031] Das Antriebsende 3 des Schienenelementes umfasst dabei ein Gehäuse, welches aus einer
Unterschale 12 und einer Oberschale 13 aufgebaut ist, welche über Verbindungsschrauben
14 miteinander sowie mit der Antriebseinheit aus Antriebsmotor 10 und Getriebe 11
verbunden werden. In dem Gehäuse sind dabei sowohl das Antriebsrad 6 gelagert, als
auch das Umlenkelement 7 und die Trennelemente 8 integriert. Das Gehäuse weist dabei
eine Aufnahme 15 auf, in welche das Profil der Schiene 1 eingeschoben wird.
[0032] In Figur 6 ist nochmals gut zu erkennen, wie der Zahnriemen 2 mit einem Strang direkt
auf dem Antriebsrad 6 umläuft, während der andere Antriebsstrang durch das Umlenkelement
7 in Richtung des ersten Strangs umgelenkt wird, so dass der sich ergebende Abstand
zwischen den beiden Strängen kleiner ist als der Durchmesser des Antriebsrads 6. Weiterhin
ist auch das Trennelement 8 zwischen den beiden Strängen zu sehen, welches im Umlenkbereich
ein Verhaken der beiden Stränge miteinander verhindert.
[0033] In Figur 7 sind nun die Unterschale 12 und die Oberschale 13 des Gehäuses miteinander
verschraubt und die Antriebseinheit aus Antriebsmotor 10 und Getriebe 11 mit dem Schienenelement
verbunden. Zudem wurde die Schiene 1 in die Aufnahme 15 eingeschoben und dort befestigt.
Das montierte Schienenelement kann so als Baueinheit mit der Antriebseinheit in unterschiedliche
Torantriebe eingebaut werden.
[0034] Die Figuren 8 und 9 zeigen nun die Umlenkseite 3 des Schienenelementes in einer teilweisen
Explosionsdarstellung, in welcher ein Deckelelement 23 von der Umlenkseite abgenommen
wurde. Das Antriebsmittel läuft dabei um die Umlenkrolle 5, wobei wiederum auf einer
Seite ein Umlenkelement 17 in Form von zwei Gleitbolzen vorgesehen ist, auf welche
die Rückseite des Zahnriemens läuft und so umgelenkt wird. Hierdurch ist auch der
Durchmesser der Umlenkrolle 5 größer als der Abstand der beiden Stränge des Antriebsmittels
2 innerhalb der Schiene. Wiederum läuft dabei der eine Strang ohne Umlenkelemente
direkt auf der Umlenkrolle, während der andere Strang nach innen umgelenkt wird. Auch
hierdurch ergeben sich wiederum nur geringe Reibungsverluste und dennoch die erfindungsgemäße
schmale Ausführung der Schiene 1.
[0035] Wie in Figur 9 zu erkennen, ist auch auf der Umlenkseite 3 ein Trennelement 18 zwischen
den beiden Strängen vorgesehen, so dass sich die Zähne des Zahnriemens 2 nicht miteinander
verhaken können, wenn sie im Umlenkbereich näher aneinander geführt werden.
[0036] Dabei ist ein Gehäuse 22 vorgesehen, welches auf einer Seite eine Aufnahme 30 aufweist,
in welche die Schiene 1 eingeschoben werden kann. Gegenüberliegend weist das Gehäuse
ein Befestigungselement 31 auf, mit welchem es über eine Achse mit einer Wandhalterung
25 verbindbar ist. Die Wandhalterung 25 wird dann oberhalb des Tores sturzseitig montiert.
[0037] Um das Antriebsmittel 2 nach der Montage des Schienenelementes zu spannen, ist die
Umlenkrolle 5 innerhalb des Gehäuses 22 verschiebbar. Hierzu bilden die Umlenkrolle
5, das Umlenkelement 17 sowie das Trennelement 18 eine Baueinheit 19, welche in dem
Gehäuse 22 verschiebbar ist.
[0038] In Figur 10 ist diese Baueinheit dabei maximal in Richtung Schiene 1 verschoben,
so dass das Antriebsmittel 2 locker in dem Gehäuse 22 liegt. In dieser Stellung kann
das Schienenelement problemlos transportiert werden. Figur 11 zeigt die Baueinheit
19 dagegen in ihrer montierten Stellung, in welcher das Antriebsmittel zwar an der
Umlenkrolle anliegt, jedoch noch spannungsfrei ist.
[0039] Anhand der Figuren 12 und 13 wird nun das Spannen des Antriebsmittels 2 näher erläutert.
Die Baugruppe mit der Umlenkrolle 5 läuft dabei mittels einer Schraube 27 in einem
Langloch 28 im Gehäuse 22, welches sich parallel zur Längsrichtung der Schiene 1 erstreckt.
Weiterhin ist im Gehäuse 22 ein Exzenter 26 drehbar gelagert, welcher die Baugruppe
19 mit der Umlenkrolle in Längsrichtung verschieben kann, wenn er, wie in Figur 13
dargestellt, gedreht wird. Hierzu ist in dem Ausführungsbeispiel ein Inbusschlüssel
29 nötig, mittels dessen der Exzenter gedreht wird. Ebenso wäre hier auch ein permanent
an der Umlenkseite angeordneter Drehgriff denkbar. Durch Drehen des Exzenters 26 wird
die Umlenkrolle von dem Antriebsrad weg bewegt, so dass das Antriebsmittel 2 gespannt
wird. Hierbei bewegt sich die Schraube 27 entlang des Langloches 28. Ist das Antriebsmittel
2 hinreichend gespannt, kann die Lenkrolle in ihrer Position durch ein Anziehen der
Schraube 27 fixiert werden. Das erfindungsgemäße Schienenelement ist nun betriebsbereit.
[0040] Durch die erfindungsgemäßen Umlenkelemente 7 und 17, welche einen Strang des Antriebsmittels
näher zum anderen Strang hin umlenken, ist dabei erfindungsgemäß die äußerst schmale
Bauform der Schiene 1 möglich, wobei die asymmetrische Bauweise eine äußerst reibungsarme
Konstruktion gewährleistet. Hierdurch ist das erfindungsgemäße Schienenelement zuverlässig
und verschleißarm und ermöglich dennoch aufgrund der schmalen Schiene kompakte Antriebe
und kompakte Verpackungen. Zudem lässt sich durch die kompakte Bauform der Schiene
das Antriebssystem, bestehend aus dem Schienenelement und der Antriebseinheit, vormontieren
und als Komponente für diverse Torantriebe nutzen.
1. Schienenelement für einen Torantrieb insbesondere eines Garagentores, mit einer Schiene
(1) und einem Antriebsmittel (2), insbesondere einer Kette oder einem Zahnriemen,
wobei an einem Umlenkende (3) des Schienenelements eine Umlenkrolle (5) und an einem
Antriebsende (4) des Schienenelements ein Antriebsrad (6) vorgesehen sind, über welche
das Antriebsmittel (2) umlaufend geführt ist, so dass das Antriebsmittel (2) in zwei
gegenläufigen Strängen innerhalb der Schiene (1) verläuft,
dadurch gekennzeichnet,
dass einer der Stränge des Antriebsmittels vom Antriebsrad (6) über ein Umlenkelement
(7) in die Schiene (1) geführt wird, so dass der Abstand der beiden gegenläufigen
Stränge des Antriebsmittels innerhalb der Schiene (1) kleiner ist als der Durchmesser
des Antriebsrades (6).
2. Schienenelement nach Anspruch 1, wobei der andere Strang des Antriebsmittels (2) ohne
ein Umlenkelement direkt vom Antriebsrad (6) in die Schiene (1) verläuft.
3. Schienenelement nach Anspruch 1 oder 2, wobei in einem an das Umlenkelement (7) anschließenden
Bereich ein Trennelement (8) zwischen den beiden gegenläufigen Strängen vorgesehen
ist.
4. Schienenelement nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei das Antriebsrad (6),
das Umlenkelement (7) und gegebenenfalls das Trennelement (8) in einem gemeinsamen
Gehäuse (12,13) angeordnet sind.
5. Schienenelement nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei einer der Stränge
des Antriebsmittels (2) von der Umlenkrolle (5) über ein umlenkseitiges Umlenkelement
(17) in die Schiene (1) geführt wird, so dass der Abstand der beiden gegenläufigen
Stränge des Antriebsmittels innerhalb der Schiene (1) kleiner ist als der Durchmesser
der Umlenkrolle (5).
6. Schienenelement nach Anspruch 5, wobei der andere Strang des Antriebsmittels (2) ohne
ein Umlenkelement direkt von der Umlenkrolle (5) in die Schiene (1) verläuft.
7. Schienenelement nach Anspruch 5 oder 7, wobei in einem an das umlenkseitige Umlenkelement
(17) anschließenden Bereich ein umlenkseitiges Trennelement (18) zwischen den beiden
gegenläufigen Strängen vorgesehen ist.
8. Schienenelement nach einem der Ansprüche 5 bis 7, wobei die Umlenkrolle (5), das umlenkseitige
Umlenkelement (17) und gegebenenfalls das umlenkseitige Trennelement (18) in einem
gemeinsamen Gehäuse angeordnet sind.
9. Schienenelement nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die Umlenkrolle (5)
zum Spannen des Antriebsmittels (2) verstellbar ist, insbesondre über einen Excenter
(26).
10. Schienenelement nach einem der vorangegangenen Ansprüche, mit antriebsseitigen Verbindungselementen
(34) zur Verbindung mit einem Antriebsmotor und mit umlenkseitigen Befestigungselementen
(31, 25) zur Montage des Schienenelementes.
11. Schienenelement nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei die Schiene (1) mehrere,
in Längsrichtung fortlaufend montierbare Schienensegmente umfasst.
12. Vormontierte Baugruppe aus einem Schienenelement nach einem der vorangegangenen Ansprüche
und einem Antriebsmotor (10).
13. Torantrieb mit einem Schienenelement nach einem der vorangegangenen Ansprüche, insbesondere
Garagentorantrieb.