[0001] Die Erfindung betrifft eine Beleuchtung, insbesondere für Schaufenster oder Ausstellungsvitrinen,
die mindestens eine, vorzugsweise eine Vielzahl, von Leuchtdioden umfasst.
[0002] Beleuchtungen für Schaufenster und Vitrinen sind bekannt. So ist aus der
DE 299 09 064 U1 eine Schaufensterleuchte mit integrierten Bauteilen in Kompaktbauweise bekannt, die
einen Infrarot-Bewegungsmelder als Steuergerät zur Anschaltung der Beleuchtung und
einen Phasendimmer mit Zeitschaltuhr aufweist.
[0003] Weiters ist aus der
DE 44 35 235 A1 eine sensorgesteuerte Sicherheitseinrichtung zum Abschalten einer Strahlerleuchte
mit Halogenlampe zur thermischen Schonung bekannt.
[0004] Da mit Standardleuchten in den engen Räumlichkeiten von Schaufenstern bzw. Vitrinen
Wärmeprobleme gegeben sind, wurde in den letzten Jahren die Verwendung von Leuchtdioden,
so genannten LED, forciert.
[0005] Im Zuge dessen ist aus der
DE 298 15 204 U1 eine Leuchteinrichtung bekannt, die einen Schaltnetzteil zur Stromversorgung und
eine Steuereinrichtung aufweist, mittels der die Lichtabstrahlung der Leuchtdiode
in ihrer Intensität und Quantität variierbar ist.
[0006] So ist aus der
DE 20 2004 011 355 U1 ein kleindimensioniertes LED-Spotbeleuchtungssystem bekannt. Diese LEDs wurden auf
stromführenden Stangen montiert. Weiters ist aus der
DE 20 2004 000 004 U1 eine LED-Beleuchtung mit einstellbarer anwendungsbezogener Lichtstärkeverteilung
in der Umgebung der optischen Achse bekannt. Auch die Anordnung von LEDs in einer
Lichtschiene, derart, dass sie nicht direkt in das Auge des Betrachters blenden, ist
aus der
DE 20 2004 013 427 U1 bekannt.
[0007] Weiters ist auch eine Vitrine zur Zurschaustellung von hinterleuchteten Objekten
aus der
DE 10 2005 029 186 B4 bekannt. Dabei werden die Objekte quasi von unten beleuchtet.
[0008] Eine weitere Schau- bzw. Ausstellungsvitrine mit einer Beleuchtungsvorrichtung ist
aus der
EP 0 670 129 B1 bekannt. Dabei findet eine Beleuchtungsquelle mit einer Vielzahl von daran angeschlossenen
Lichtleitkabeln Verwendung.
[0009] Es ist auch aus der
EP 0 900 971 B1 eine Beleuchtungsvorrichtung bestehend aus einer Vielzahl von auf einer Glasplatte
befestigten Leuchtdioden bekannt, wobei die Leiterbahnen als elektrisch leitende,
unsichtbare Schicht auf der Glasplatte aufgebracht sind.
[0010] Schließlich ist noch eine stabförmige Beleuchtungseinrichtung für eine Vitrine, die
eine Vielzahl von Leuchtdioden aufweist, aus der
EP 1 280 437 B1 bekannt.
[0011] Alle oben aufgezeigten Beleuchtungen weisen unter anderem den Nachteil auf, dass
der optische Eindruck auf Grund der mangelnden Lichtintensität, resultierend aus den
gegebenen Wärmeproblemen, stark in Mitleidenschaft gezogen ist.
[0012] Die Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Beleuchtung der eingangs genannten Art
zu schaffen, die einerseits die obigen Nachteile vermeidet und die anderseits eine
hohe Wirtschaftlichkeit im Betrieb aufweist.
[0013] Die Aufgabe wird durch die Erfindung gelöst.
[0014] Die erfindungsgemäße Beleuchtung ist dadurch gekennzeichnet, dass auf einer Grundplatte
mit Durchbrechungen auf einer Seite die Leuchtdiode bzw. die Leuchtdioden angeordnet
ist bzw. sind, dass die Anschlussleitungen der einzelnen Leuchtdioden durch die Durchbrechungen
geführt sind, dass an der anderen Seite der Grundplatte, der Rückseite der Leuchtdioden-Anordnung,
eine Elektronik, insbesondere eine Steuerelektronik, für die Leuchtdiode bzw. für
die Leuchtdioden angeordnet ist bzw. sind und dass die die Leuchtdiode bzw. Leuchtdioden
aufweisende Seite der Grundplatte mit einer Abdeckplatte, die Durchbrechungen für
den Lichtdurchtritt aufweist, abgedeckt ist. Mit der Erfindung ist es erstmals möglich
LEDs mit einer hohen Leistung einzusetzen, da durch die Konstruktion, also Anordnung
von Grundplatte und Abdeckplatte in einer optimalen flachen Bauweise, eine gute thermische
Abfuhr der punktuellen Wärmeentwicklung der LEDs ermöglicht wird. Durch die hohe Leistung
der LEDs wird eine hervorragende Lichtintensität im Schaufenster bzw. der Vitrine
erreicht. Die hohe Beleuchtungsstärke beeinträchtigt dabei nicht die Lebensdauer der
LEDs. Ein weiterer Vorteil der Erfindung ist darin zu sehen, dass durch den Einsatz
von energiesparenden Leuchtdioden in Zusammenhang mit deren langer Lebensdauer im
Einsatz eine hohe Wirtschaftlichkeit erreicht wird.
[0015] Nach einer Ausgestaltung der Erfindung sind die Leuchtdioden auf der Grundplatte
aufgeklebt. Dies ermöglicht eine rationelle Fertigung der erfindungsgemäßen Beleuchtung.
[0016] Gemäß einem besonderen Merkmal der Erfindung sind die Grundplatte und die Abdeckplatte
beabstandet miteinander verbunden. Auf Grund des Abstandes der Beabstandung kann der
erwünschte Kühleffekt, ähnlich dem Kamineffekt, gezielt erreicht werden.
[0017] Nach einer Weiterbildung der Erfindung weist die Elektronik, insbesondere die Steuerelektronik,
einen Temperatursensor auf, der die Temperatur an der Hot-Spot-Stelle der Leuchtdiode
erfasst. Dadurch ist es möglich eine Kontrolle über die im Betrieb herrschende Temperatur
nahe der Lichtquelle zu erlangen.
[0018] Gemäß einem weiteren besonderen Merkmal der Erfindung umfasst die Elektronik, insbesondere
die Steuerelektronik, einen Stromregler mit Dimmfunktion, wobei der Stromregler vom
Temperatursensor angesteuert ist. Durch diesen Einsatz der Elektronik mit der thermischen
Überwachung der LEDs ist eine Leistungserhöhung möglich, ohne dass ein Einfluss auf
die Lebensdauer gegeben ist.
[0019] Nach einer Weiterbildung der Erfindung sind die Elektroniken miteinander verbunden
und an einen Stromregler mit Dimmfunktion angeschlossen, wobei der Stromregler von
den Temperatursensoren angesteuert ist. Die Dimmfunktion ist derart konzipiert, dass
bei Überschreiten der maximalen Temperatur eines Hot-Spot Temperatursensors das gesamte
Schaufenster-Beleuchtungssystem geregelt wird, so dass es praktisch zu keinen Helligkeitsunterschieden
der geregelten LEDs kommt. Alle Leuchtdioden eines Systems werden auf die gleichen
Helligkeitswerte geregelt, da unterschiedliche Helligkeitswerte sehr unangenehm empfunden
werden.
[0020] Gemäß einer besonderen Ausgestaltung der Erfindung geben die Leuchtdioden warmes,
vorzugsweise weißes, Licht mit etwa 3 300 K Farbtemperatur ab. Dadurch ergibt sich
für den Betrachter vor dem Schaufenster bzw. der Vitrine ein ausgezeichneter optischer
Eindruck, insbesondre bei der Präsentation von Schmuckstücken. Durch den Einsatz von
verschieden färbigen Leuchtdioden ist ein zusätzlicher Lichteffekt erreichbar.
[0021] Die Erfindung wird an Hand eines Ausführungsbeispieles, das in der Zeichnung dargestellt
ist, näher erläutert.
Es zeigen:
[0022]
- Fig. 1
- einen Schnitt durch den konstruktiven Aufbau
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf eine mit Elektronik bestückte Grundplatte und
- Fig. 3
- eine Ansicht einer Abdeckplatte aus der Sicht eines Betrachters.
[0023] Gemäß der Fig. 1 ist der konstruktive Aufbau für eine Beleuchtung in einer Vitrine
gezeigt. Natürlich ist diese Beleuchtung auch für ein Schaufenster oder eine Ausstellungsvitrine,
oder dergleichen geeignet. Der Aufbau für die Beleuchtung ist mittels einer Lasche
1 und einer Schraubverbindung 2 in einem Randholz 3 befestigt.
[0024] Die Beleuchtung umfasst mindestens eine, vorzugsweise eine Vielzahl, von Leuchtdioden
4, so genannte LEDs, die auf einer Grundplatte 5 verklebt werden. Die Grundplatte
5 weist Durchbrechungen 6 auf, die für die Durchführung einer elektrischen Anschlussleitung
7 von der Leuchtdiode 4 zu einer Elektronik 8 dienen. Die Leuchtdiode bzw. die Leuchtdioden
4 sind vorzugsweise nur auf einer Seite angeordnet. An der anderen Seite der Grundplatte
5, der Rückseite der Leuchtdioden-Anordnung, ist die Elektronik 8, insbesondere eine
Steuerelektronik, für die Leuchtdiode bzw. für die Leuchtdioden 4 angeordnet. Die
die Leuchtdiode bzw. Leuchtdioden 4 aufweisende Seite der Grundplatte 5 ist mit einer
Abdeckplatte 9, die Durchbrechungen 10 für den Lichtdurchtritt aufweist, abgedeckt.
Die Grundplatte 5 und die Abdeckplatte 9 sind beabstandet miteinander verbunden.
[0025] Durch die Beabstandung der Grundplatte 5 von der Abdeckplatte 9 ist ein Kühlkanal
11 gegeben. Die Beabstandung kann beispielsweise mit einer Distanzscheibe 12, die
mit der Schraubverbindung 2 gehalten wird, erreicht werden. In dieser Art wird eine
besonders flache Bauweise des Aufbaus für die Beleuchtung erzielt.
[0026] Die Elektronik 8, ist insbesondere eine Steuerelektronik für die Leuchtdiode 4 und
weist einen - nicht dargestellten - Temperatursensor auf, der die Temperatur an der
Hot-Spot-Stelle der Leuchtdiode 4 erfasst. Die Elektronik 8, insbesondere die Steuerelektronik,
umfasst einen - ebenfalls nicht dargestellten - Stromregler mit Dimmfunktion, wobei
der Stromregler vom Temperatursensor angesteuert wird.
[0027] Die Elektroniken 8 können auch miteinander verbunden und an einen Stromregler mit
Dimmfunktion angeschlossen werden, wobei der Stromregler von den Temperatursensoren
angesteuert ist. Die Dimmfunktion ist derart konzipiert, dass bei Überschreiten der
maximalen Temperatur eines Hot-Spot Temperatursensors das gesamte Schaufenster-Beleuchtungssystem
geregelt wird, so dass es praktisch zu keinen Helligkeitsunterschieden der einzelnen
geregelten LEDs kommt.
[0028] Gemäß der Fig. 2 ist eine Draufsicht auf eine mit der Elektronik 8 für die Leuchtdioden
4 bestückte Grundplatte 5 gezeigt. Die Grundplatte 5 weist die Durchbrechungen 6 für
die Anschlussleitungen 7 auf. Ferner weist die Grundplatte 5 auch Langschlitze 13
oder ähnliches auf, um eine bessere Be- und/oder Entlüftung der Leuchtdioden 4 zu
erreichen. Über die Schraubverbindung 2 ist die Grundplatte 5 mit der Abdeckplatte
9 verbunden.
[0029] Gemäß der Fig. 3 ist eine Ansicht einer Abdeckplatte 9 aus der Sicht eines Betrachters
gezeigt. Wie bereits aufgezeigt, ist die Abdeckplatte 9 im Abstand zur Grundplatte
5 mit dieser verbunden. Die Abdeckplatte 9 weist Durchbrechungen 10 für den Lichtdurchtritt
der Leuchtdioden 4 auf. Um einen angenehmen optischen Effekt für den Betrachter zu
erreichen, werden Leuchtdioden (4) die ein warmes, vorzugsweise weißes, Licht mit
etwa 3 300 K Farbtemperatur abgeben, verwendet.
1. Beleuchtung, insbesondere für Schaufenster oder Ausstellungsvitrinen, die mindestens
eine, vorzugsweise eine Vielzahl, von Leuchtdioden umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass auf einer Grundplatte (5) mit Durchbrechungen (6) auf einer Seite die Leuchtdiode
bzw. die Leuchtdioden (4) angeordnet ist bzw. sind, dass die Anschlussleitungen (7)
der einzelnen Leuchtdioden (4) durch die Durchbrechungen (6) geführt sind, dass an
der anderen Seite der Grundplatte (5), der Rückseite der Leuchtdioden-Anordnung, eine
Elektronik (8), insbesondere eine Steuerelektronik, für die Leuchtdiode bzw. für die
Leuchtdioden (4) angeordnet ist bzw. sind und dass die die Leuchtdiode bzw. Leuchtdioden
(4) aufweisende Seite der Grundplatte (5) mit einer Abdeckplatte (9), die Durchbrechungen
(10) für den Lichtdurchtritt aufweist, abgedeckt ist.
2. Beleuchtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchtdioden (4) auf der Grundplatte (5) aufgeklebt sind.
3. Beleuchtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundplatte (5) und die Abdeckplatte (9) beabstandet miteinander verbunden sind.
4. Beleuchtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektronik (8), insbesondere die Steuerelektronik, einen Temperatursensor aufweist,
der die Temperatur an der Hot-Spot-Stelle der Leuchtdiode (4) erfasst.
5. Beleuchtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektronik (8), insbesondere die Steuerelektronik, einen Stromregler mit Dimmfunktion
umfasst, wobei der Stromregler vom Temperatursensor angesteuert ist.
6. Beleuchtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Elektroniken (8) miteinander verbunden sind und an einen Stromregler mit Dimmfunktion
angeschlossen sind, wobei der Stromregler von den Temperatursensoren angesteuert ist.
7. Beleuchtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Leuchtdioden (4) warmes, vorzugsweise weißes, Licht mit etwa 3 300 K Farbtemperatur
abgeben.