Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Regelung eines Luftstroms in
einem Lüftungsrohr, umfassend eine schwenkbare Luftklappe, welche einstellbare Öffnungsstellungen
einnehmen kann und welche in einer Schliessstellung den Luftstrom im Lüftungsrohr
unterbindet, und einen mit der Luftklappe gekoppelten Antrieb zum Schwenken der Luftklappe,
wobei der Antrieb innenseitig des Lüftungsrohrs angeordnet ist.
Stand der Technik
[0002] Der Ausdruck "Lüftungsrohr mit querschnittlich stetiger Rohrwand" wird insbesondere
für Rohre von innenseitig rundem oder elliptischem Querschnitt gebraucht. Belüftungssysteme
werden in Gebäuden, insbesondere Wohn-, Büro-, Gewerbe- und Industriebauten sowie
Tunnels, in der Regel kombiniert mit Brand- und Rauchschutzeinrichtungen, aber auch
in der Automobilindustrie, eingesetzt. Demgegenüber ist ein rechteckiger Querschnitt
nicht "stetig" im Sinn dieser Definition.
[0003] In Belüftungsanlagen spielt die Volumenstromregelung mit schwenkbaren Luftklappen
eine wesentliche Rolle. Der Volumenstrom wird mit einem geeigneten Messinstrument
gemessen, beispielsweise mit einem als kompakte Einheit von Antrieb, Druckfühler und
Regler ausgebildeten NMV-D2M der Belimo Automation AG, CH-8340 Hinwil, welches Gerät
die Anzeige des Volumenstroms in m
3/h ermöglicht. Dies vereinfacht die Einregulierung und Optimierung der Lüftungsanlage
erheblich und ermöglicht tiefere Betriebskosten.
[0004] Die geometrische Form der ebenen Luftklappen ist an den geometrischen Rohrquerschnitt
angepasst, besonders geeignet ist eine runde, elliptische oder rechteckige Form. In
der Schliessposition verläuft die Ebene der Klappe in der Regel senkrecht oder in
einem definierten Winkel zwischen 50° und 90°. Bei einem runden Lüftungsrohr ergibt
sich daher eine runde oder elliptisch ausgebildete Klappe als optimale Lösung.
[0005] Die
US 6 105 927 A beschreibt eine Luftklappe mit einer Sandwichstruktur. Zwei steife kreisförmige Scheiben
mit etwas geringerem Durchmesser als der Innendurchmesser des Lüftungsrohrs haltern
eine innen liegende dritte Scheibe aus einem weichen Material, welche peripher ringförmig
übersteht und in der senkrecht zur Längsachse des Lüftungsrohrs verlaufenden Endstellung
umgebogen ist. So kann ein besserer Verschluss als mit zwei aufeinander liegenden
steifen Materialien erzeugt werden. Die Schwenkbewegung erfolgt durch eine Pleuelstange,
welche auf einen Hebelarm einwirkt.
[0006] Aus der
US 2,733,889 (Coleman Company) ist ein Ventil für die Regelung eines Heissluftstroms mit relativ
hohem Druck und hoher Geschwindigkeit bekannt. Zur Vermeidung von Turbulenzen und
Pfeifgeräuschen wird eine Klappe vorgeschlagen, welche an einer Seite bzw. an einer
Stelle mit einer Blattfeder an der Rohrinnenwand gehalten ist und mit einer im Zentrum
der Klappe angreifenden Kette gegen die Federkraft aus der diagonalen Schliessstellung
geöffnet wird. Die Klappe ist oval und besteht aus zwei konkav gekrümmten Metallblechen,
zwischen welchen ein Dichtungsmaterial gehalten ist. Die Klappe kann aber auch aus
einem Kunststoff bestehen.
[0007] Weitere Beispiele für Ventile mit konkaver Klappe sind z.B. aus
EP 0 501 073 A2 und
US 4,605,198 bekannt. Es handelt sich aber um komplizierte Mechanismen auf der Basis von Führungsschlitzen,
um eine lineare Abhebbewegung mit einer anschliessenden Schwenkbewegung auszuführen.
[0008] US 2002/179159 und
US 6,105,927 befassen sich mit Mechanismen für flache Klappen, wobei die Drehachse von der Luftklappe
beabstandet ist.
[0009] Die
WO 2005/053975 A1 beschreibt eine grundsätzlich neue Vorrichtung zur Regelung des Luftstroms in einem
Lüftungsrohr mit einer oder mehreren synchron betätigbaren Luftklappen, welche in
Schliessstellung den Luftstrom unterbinden. Auf einer längslaufen den Symmetrieebene
des Lüftungsrohrs verläuft im Innern ein Befestigungssteg mit einem Drehlager für
die Antriebsachse der Klappe und Mitteln für die Kraft- und/oder Drehmomentübertragung
auf die mit der Luftklappe verbundene Antriebsachse. Der gleiche, mit verschiedenen
Luftklappen bestückbare Befestigungssteg ist für querschnittlich verschieden dimensionierte
Lüftungsrohre einsetzbar. Die Luftklappe ist von kreisförmiger oder elliptischer Grundform,
die Antriebsachse liegt auf ihrem kleinen Durchmesser. Vorzugsweise verläuft der Befestigungssteg
in einem Winkel von 15 bis 90°, bezogen auf die Längsachse des Lüftungsrohrs.
[0010] Die
WO 2005/05 39 75 A1 offenbart somit eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1 sowie eine
Luftklappe gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 14.
Darstellung der Erfindung
[0011] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung der eingangs
genannten Art zu schaffen, welche die Effizienz der Luftklappe ohne aussen liegende
Antriebe, Hebelsysteme oder durch die Rohrwand führende Lagerstellen weiter verbessert.
Weiter soll die Vorrichtung einfacher in ein bestehendes Lüftungsrohr einbaubar oder
ersetzbar sein.
[0012] Die Aufgabe wird erfindungsgemäss durch eine Vorrichtung nach Anspruch 1 sowie eine
Luftklappe nach Anspruch 14 gelöst. Dabei weist die Luftklappe einen gekrümmten und
dabei unter Vorspannung stehenden elastischen Flächenkörper auf, welcher in den Offenstellungen
an zwei bezüglich einer Scheitellinie des Flächenkörpers diametral gegenüberliegenden
Auflagepunktbereichen im Lüftungsrohr aufliegt.
[0013] Bevorzugte Ausfürhnungsformen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen definiert.
Die Luftklappe bzw. der Flächenkörper (z.B. ein Kunststoffblatt) ist also im Lüftungsrohr
eingespannt und stützt sich an zwei Auflagepunkten ab, welche als Drehpunkte der Luftklappe
wirken.
[0014] Vorzugsweise ist die elastische, bezüglich der Längsmittelebene des Lüftungsrohrs
symmetrisch oder annähernd symmetrisch gewölbte, unter Vorspannung eigenstabil auf
der Rohrwand sich abstützende Luftklappe im Bereich ihrer Scheitellinie über einen
abgewinkelten Hebelarm im Abstand a starr auf der Antriebswelle des Antriebsmotors
gehaltert. Die Luftklappe ist damit im Prinzip an drei Punkten gehalten. Die mechanische
Verbindung zum Antrieb kann auch auf andere Weise erfolgen.
[0015] Damit wird erreicht, dass sich die Luftklappe stets auf den mit der Klappenstellung
wandernden Auflagepunkten auf der inneren Rohrwand selbstzentrierend etwa mittig abstützt
und in Schliessstellung entlang einer geschlossenen, stetig umlaufenden Dichtfläche
auf der inneren Rohrwand aufliegt, wobei die Auflagepunkte auf den virtuellen Schnittpunkten
der Längsachse der Antriebswelle mit der Rohrwand liegen. Spezielle und weiterbildende
Ausführungsformen der Vorrichtung sind Gegenstand von abhängigen Patentansprüchen.
[0016] Das den Antrieb enthaltende Antriebsgehäuse ist an einer Innenwand des Lüftungsrohrs
in einer zusammen mit der Scheitellinie definierten bzw. aufgespannten Längsmittelebene
des Lüftungsrohrs frei schwenkbar gelagert. Der Antriebsmotor überträgt sein Drehmoment
mit Hilfe des Untersetzungsgetriebes auf die Antriebswelle und über den Hebelarm auf
die Luftklappe. Bei einer Schliess- und Öffnungsbewegung der Luftklappe verschiebt
sich der Winkel des Antriebsgehäuses zur Längsmittelachse des Lüftungsrohrs selbstzentrierend
zwangsläufig. Entsprechend wandern die Auflagepunkte der Luftklappe auf der inneren
Rohrwand. Die Schliessbewegung ist beendet, wenn die Luftklappe entlang des ganzen
Umfangs dichtend auf der Rohrwand aufliegt und eine Dichtfläche bildet. Der maximale
Durchfluss wird erreicht, wenn die Scheitellinie der Luftklappe parallel zur erwähnten
Längsachsenmittelachse verläuft. Zwischen der Schliessstellung und der maximalen Öffnungsstellung
ist zur Durchflussregelung jede Position der Luftklappe einstellbar.
[0017] Vorzugsweise ist die Luftklappe in Durchflussrichtung betrachtet, also stromauf,
konkav gewölbt. Dadurch wird die Anpresskraft auf die Rohrwand durch die Vorspannung
druckabhängig erhöht und die Dichtungswirkung erhöht. Mit andern Worten kann für einen
einzustellenden Arbeitsdruck eine Luftklappe mit einer niedrigeren Eigenspannung eingesetzt
werden, was eine erhebliche Materialeinsparung oder eine Einsatzmöglichkeit für ein
kostengünstigeres Material bedeutet.
[0018] Bevorzugtschneidet die Scheitellinie der Luftklappe nicht die Schwenkachse, welche
zweckmässig mit der Antriebswelle identisch ist, sondern verläuft mit Hebelwirkung
in Abstand davon. Der Zuschnitt der entspannten, auf einer Ebene liegenden Luftklappe
(d.h. der Flächenkörper) ist deshalb nicht elliptisch, sondern hat eine mathematisch
zu bestimmende, kompliziertere Form, welche bezüglich der Scheitellinie symmetrisch,
rechtwinklig dazu jedoch asymmetrisch ausgebildet ist. Die plane Luftklappe mit stetigem
Umfang ist bezüglich eines bestimmten optimalen Schliesswinkels der im Rohrinnern
eingesetzten, gewölbten Luftklappe mit der Längsmittelachse berechnet. Dieser Winkel
(gemessen zwischen der Längsmittelachse des Lüftungsrohrs und der Scheitellinie der
Luftklappe) ist vorzugsweise kleiner als 90° und liegt z. B. im Bereich von 60 bis
80°, insbesondere bei etwa 70°.
[0019] Der Schnittpunkt, welcher zwischen der Querlinie (R) und der Scheitellinie (S) besteht,
unterteilt die Scheitellinie (S) in zwei unterschiedliche Abschnitte. Die Abschnitte
sind verschieden lang, wobei der eine Abschnitt (f) nicht mehr als 4/5 der Länge des
anderen Abschnitts (e) besitzt. Mit dieser Geometrie wird eine vorteilhaft gewölbte
und mit einem Schliesswinkel von unter 90° arbeitende Luftklappe geschaffen.
[0020] Die Luftklappe besteht vorzugsweise aus einem korrosionsbeständigen elastischen Metall,
insbesondere Federstahl, oder einem mechanisch formstabilen, federndem Kunststoff,
insbesondere einem Polyethylentherephtalat oder einem Polyamid. Die Dicke der Luftklappe
wird materialspezifisch nach dem erforderlichen Anpressdruck der gewölbten Luftklappe
auf der Rohrwand mittels Eigenspannung, unter Berücksichtigung des vom Luftdruck auf
sie ausgeübten Drucks, berechnet. Die planen Dimensionen der Luftklappe werden berechnet
aus den Parametern Innendurchmesser der zu bestückenden Rohrwand, Schliesswinkel der
Scheitellinie zur Längsmittelachse des Lüftungsrohrs, Wölbungsradius der eingesetzten
Luftklappe und Abstand der Scheitellinie der Luftklappe von der die Schwenkachse bildenden
Antriebswelle, wobei
- bei geschlossener Luftklappe deren stetiger Umfang auf der inneren Rohrwand eine umlaufende
Dichtfläche bilden, und
- bei jeder teilweisen oder vollständigen Öffnungsposition die beiden Auflagepunkte
auf der inneren Rohrwand im virtuellen Schnittpunkt mit der verlängerten Schwenkachse
liegen.
[0021] Nach einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung ist über den gesamten stetigen
Umfang der Luftklappe eine ringförmig überstehende oder eine U-förmig ausgebildete
elastische Dichtung angeordnet, welche zweckmässig aus Gummi, einem Elastomer oder
einem weichen Kunststoff besteht.
[0022] Die Dichtlippe kann einstückig am Flächenkörper, welcher die Luftklappe bildet, angeformt
sein. Mit Vorteil ist die Dichtlippe an den Auflagepunktbereichen kleiner als in einem
Bereich der Scheitellinie. Dadurch kann der Widerstand beim Drehen der Luftklappe
reduziert werden im Vergleich zu einer Ausführungsform mit konstant breiter Dichtlippe.
[0023] Insbesondere ist der Flächenkörper zusammengesetzt aus einer Scheibe aus dem hochelastischen
Material, die als peripher überstehende Kernschicht zwischen zwei metallischen, duro-
oder thermoplastischen Deckscheiben angeordnet ist. Es wird also eine Luftklappe aus
einem flexiblen Verbundwerkstoff gebildet, welche allfällige undichte Stellen durch
Unrundheit des Rohres entlang des Umfangs der Luftklappe ausgleicht und abdichtet.
[0024] Nach einer besonders vorteilhaften Variante der Erfindung sind die beiden Deckscheiben
nicht deckungsgleich angeordnet. Wechselseitig verläuft über den einen zwischen den
Auflagepunkten liegenden halben Umfang eine der Deckscheiben mit kleinerem Radius,
ist also zurückversetzt angeordnet. Die stetig umlaufende ringförmige Dichtung verläuft
also nicht wie üblich mit zwei gleich grossen Deckscheiben. Die Anordnungen mit einer
über den ganzen Umfang regelmässig überstehenden Dichtlippe haben den Nachteil, dass
sich das Dichtmaterial in geschlossener Stellung der Luftklappe stark verformt und
verklemmt, was beim Öffnen ein erheblich grösseres Drehmoment erforderlich machen
kann. Die wechselseitig zurückversetzten Deckscheiben verhindern ein Verklemmen des
Dichtungsmaterials. Beim Öffnen der Luftklappe kann die grösser ausgebildete Deckscheibe
das Dichtmaterial ungehindert wegdrücken, es ist also ein erheblich kleineres Drehmoment
erforderlich.
[0025] Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung ist der Bereich der Scheitellinie
der Luftklappe mit längslaufenden Stegen oder Rippen verstärkt, welche sich bis zum
Umfang erstrecken können. Dadurch wird die im Lüftungsrohr gebildete Wölbung nicht
oder nur unerheblich beeinträchtigt, verstärkt jedoch die Luftklappe in Richtung der
Scheitellinie. Diese längslaufenden Rippen sind auf die Luftklappe aufgebracht, beispielsweise
durch Schweissen, Löten oder Kleben, oder einstückig mit ihr ausgebildet.
[0026] In Bezug auf das Verfahren zum Einsetzen oder Auswechseln der Vorrichtung wird die
Aufgabe dadurch gelöst, dass aus dem Lüftungsrohr eine Öffnung, insbesondere ein in
Axialrichtung des Lüftungsrohrs langgestrecktes Rechteck, herausgeschnitten, die Vorrichtung
auf einem die Öffnung allseitig überstehenden Zuschnitt von Rohrmaterial oder transparentem
Material befestigt, mit stark umgebogener elastischer Luftklappe eingeführt, und die
Öffnung wieder dicht verschlossen wird.
[0027] Vorzugsweise besteht der Zuschnitt aus transparentem Material, die eingesetzte Vorrichtung
mit der Luftklappe kann so beobachtet werden.
[0028] Zusammengefasst hat die Erfindung die folgenden Vorteile:
- Die Luftklappe ist so ausgebildet, das sie sich selbstzentrierend an der Rohrwand
ohne wanddurchführende Drehlager etwa mittig abstützt. Es ergibt sich eine Dreipunktabstützung,
wodurch eine Ebene definiert wird, was zur Stabilität beiträgt.
- Durch die konkave Wölbung in Durchflussrichtung wird die Luftklappe mit zunehmendem
Druck im Lüftungsrohr stärker an die Rohrwand gedrückt, was die Abdichtung verbessert.
- Die Luftklappe ist sehr einfach zu montieren, der Zuschnitt kann gebogen durch eine
verhältnismässig schmale Öffnung geführt werden, losgelassen stützt sich die Luftklappe
augenblicklich an die Innenwand ab. Die Luftklappe kann in jeder beliebigen Lage eingebaut
werden. Die Montageöffnung erstreckt sich über weniger als die Rohrhälfte, was wesentlich
zur Erhaltung der Stabilität des Lüftungsrohrs beiträgt.
- Es wird lediglich eine Aufhängung, welche die Energie- und Signalleiter für den innen
liegenden Antrieb durch die Rohrwand führt, gebraucht.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0029] Die Erfindung wird anhand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen,
welche auch Gegenstand von abhängigen Patentansprüchen sind, näher erläutert. Es zeigen
schematisch:
- Fig. 1
- eine Ansicht einer Vorrichtung mit einer in einem aufgeschnitten dargestellten Lüftungsrohr
eingesetzten, maximal geöffneten Luftklappe,
- Fig. 2
- die Seitenansicht von Fig. 1 in Richtung des Luftstroms,
- Fig. 3
- eine perspektivische Darstellung der Vorrichtung nach Fig. 1 mit offener Luftklappe,
- Fig. 4
- die Vorrichtung nach Fig. 3 mit geschlossener Luftklappe,
- Fig. 5
- eine Draufsicht auf eine plan ausgelegte Luftklappe aus Verbundmaterial,
- Fig. 6
- die Seitenansicht von Fig. 5,
- Fig. 7
- eine perspektivische Darstellung von Fig. 5,
- Fig. 8
- ein Schnitt durch einen peripheren Bereich einer geschlossenen Luftklappe,
- Fig. 9
- eine perspektivische Darstellung einer verstärkt ausgebildeten Luftklappe,
- Fig. 10 - 15
- eine perspektivische Darstellung des Einbaus einer Vorrichtung gemäss Fig. 1 - 4 in
ein Lüftungsrohr.
- Fig. 16 - 18
- eine Schnittdarstellung des Flächenkörpers der Luftklappe und eine Draufsicht auf
diesen.
[0030] Fig. 1 bis 4 zeigen eine in einem Lüftungsrohr 10 eingesetzte Vorrichtung 12 zur
Regelung eines Luftstroms A. Die Vorrichtung 12 umfasst im Wesentlichen ein frei schwenkbares
Antriebsgehäuse 32 mit einem Antriebsmotor 14 und einem Untersetzungsgetriebe 16,
welches ein Drehmoment auf eine Antriebswelle 18 ausübt. Diese Antriebswelle 18 ist
starr mit einem rechtwinklig abkragenden Hebelarm 20 verbunden, welcher seinerseits
rechtwinklig in Richtung des Antriebsgehäuses abgekantet ist und so eine Auflagefläche
22 für eine darauf fixierte elastische Luftklappe 24 bildet. Ist der Hebelarm 20 nach
einer nicht dargestellten Variante U-förmig ausgebildet, über zwei Schenkel mit der
Antriebswelle 18 verbunden, bildet die Basis die Auflageplatte 22 für die Luftklappe
24. Diese ist gemäss Fig. 4 mit zwei Schrauben 26 auf der Auflageplatte 22 fixiert,
welche von der Längsachse der Antriebswelle 18 einen Abstand a hat.
[0031] Die Vorrichtung 12 beziehungsweise das Antriebsgehäuse 32 ist an einem Schwenklager
30 aufgehängt, welches seinerseits mit einer das Lüftungsrohr 10 durchgreifenden Hohlschraube
28 befestigt oder nach einer nicht dargestellten Variante angeschnappt ist. Der Positionswinkel
a des in einer Längsmittelebene L
M frei schwenkbaren Antriebsgehäuses 32 zur Längsmittelachse L
A des Lüftungsrohrs 10 ist abhängig vom Schwenkwinkel der gewölbten Luftklappe 24.
Über die Hohlschraube 28 werden elektrische Leiter zur Energieund Signalübertragung
in das Rohrinnere geleitet.
[0032] Die in das Lüftungsrohr 10 eingeführte elastische Luftklappe 24 liegt - abgesehen
von der Schliessstellung - gewölbt in zwei diagonal gegenüberliegenden Auflagepunkten
36, 38 auf der inneren Rohrwand 34 auf. Die Luftklappe 24 ist so dimensioniert, dass
die Auflagepunkte 36, 38 gleichzeitig die virtuellen Durchstosspunkte der Längsachse
L
W der Antriebswelle 18 mit der Rohrwand 34 bilden. Selbstverständlich sind diese Auflagepunkte
36, 38 nicht in rein geometrischem Sinn zu interpretieren, sie sind als eine sich
minimal ausdehnende Auflagefläche ausgebildet. Von erfindungswesentlicher Bedeutung
ist, dass an diesen Auflagepunkten 36, 38 kein Durchstoss durch die Rohrwand 34 erfolgt,
sondern dass diese Auflagepunkte 36, 38 in Funktion des Schwenkwinkels der Klappe
34 mit dem sich ändernden Winkel α des Motorgehäuses 32 wandern. In der Schliessstellung
gemäss Fig. 4 sind die Auflagepunkte 36, 38 nicht mehr erkennbar. Die Luftklappe 24
liegt nun statt auf den Auflagepunkten 36, 38 entlang ihres ganzen, stetig verlaufenden
Umfangs U auf der Rohrwand 34 auf und dichtet so das Lüftungsrohr 10 vollständig ab.
[0033] Die Wölbung der Luftklappe 24 und deren Symmetrie bezüglich der Längsmittelebene
L
M ist besonders gut aus Fig. 2 erkennbar. Aus Fig. 4 geht hervor, dass die Luftklappe
in Schliessstellung in Richtung des Luftstroms A, also stromauf, konkav gewölbt aufliegt.
Mit anderen Worten, die konkave Wölbung ist auf der Seite des den Flächenkörper haltenden
Hebelarms 20 gebildet. Dies erfolgt einerseits durch die Rückfederungskraft der Luftklappe
24 und andererseits durch den Druck des Luftstroms A.
[0034] Die Scheitellinie S der symmetrisch gewölbten Luftklappe 24 verläuft unabhängig von
deren Schwenkposition stets auf der Längsmittelebene L
M des Lüftungsrohrs 10.
[0035] In Fig. 5 bis 7 ist eine entspannte, auf einer Ebene liegende elastische Luftklappe
24 dargestellt, welche als Schichtverbund ausgebildet ist. Zwischen den beiden Deckscheiben
40, 42 aus etwa 0.2 mm dickem Federstahl ist eine Kernschicht 44 aus einer etwa 0.5
mm dicken Elastomerschicht angeordnet, welche peripher übersteht. Die in Blickrichtung
von Fig. 5 obere Deckscheibe 40 bedeckt die elastische Luftklappe 24 praktisch vollständig.
Die elastische Luftklappe 24 ist bezüglich der beim Biegen gebildeten virtuellen Scheitellinie
S symmetrisch. Die Scheitellinie verläuft durch zwei Bohrlöcher 46, 48 über welche
die Luftklappe 24 auf der Auflageplatte 22 (Fig. 3) fixiert wird.
[0036] Im Gegensatz zu einer Ellipse hat die im Wesentlichen eiförmige Luftklappe 24 keine
senkrecht zur Scheitellinie S verlaufende Symmetrieebene. Die beiden Deckscheiben
40, 42 überlappen jedoch im peripheren Bereich nur in den beiden Tangentialbereichen
T. Hier ist die Kernschicht 44 parallel zur Scheitellinie S so zurückgeschnitten,
dass in den erwähnten Tangentialbereichen T die beiden Deckscheiben 40, 42 ohne dazwischen
liegende Kernschicht bleiben. Durch diese Massnahme ist die in einem Lüftungsrohr
10 eingesetzte Luftklappe 24 auf den Auflagepunkten 36, 38 mit geringerem Widerstand
verschieb- und schwenkbar.
[0037] In Fig. 5 und 7 ist die untere Deckscheibe 42 nur als kleiner Spickel erkennbar.
Der durch die beiden Deckscheiben 40, 42 gebildete stetige Umfang U ist auch im überlappenden
Tangentialbereich T ausgebildet.
[0038] Von oben (Fig. 5) beziehungsweise rechts (Fig. 6) betrachtet übersteht die elastomere
Kernschicht 44 im oberen Teil peripher um c, im unteren Teil um b + c. Von unten (Fig.
5) beziehungsweise (Fig. 6) betrachtet übersteht die elastomere Kernschicht 44 im
oberen Bereich um b + c, im unteren Bereich lediglich um c.
[0039] Fig. 8. zeigt den peripheren Bereich einer geschlossenen Luftklappe ausserhalb der
Tangentialbereiche T (Fig. 5), insbesondere im Bereich der Scheitellinie (S), mit
einer als Dichtlippe 52 ausgebildeten, überstehenden Kernschicht 44 aus einem Elastomer.
Die gewölbt in einem Lüftungsrohr 10 mit einer Rohrwand 34 angeordnete Luftklappe
24 wird in Richtung des Pfeils 54 gedreht, bis sie mit ihrer peripheren Kante 56 auf
der inneren Rohrwand 34 aufschlägt und eine erste Dichtfläche bildet. In der Endphase
dieser Schwenkbewegung wird die Dichtlippe 52 umgebogen und bildet auf der inneren
Rohrwand 34 eine zweite Dichtfläche 58. Der durch die Zurückversetzung der oberen
Deckscheibe 40 gegenüber der unteren Deckscheibe 42 geschaffene Freiraum verhindert,
dass das hochelastische Material der Kernschicht 44 zu stark verformt wird und beim
Öffnen der Luftklappe 24 in Gegenrichtung zum Pfeil 54 zum Verklemmen führt. Auf der
diagonal gegenüberliegenden Seite der Luftklappe 24 erfolgt bezüglich der Mittelebene
zwischen den Deckschichten 40, 42 spiegelbildlich dasselbe. Eine Anordnung gemäss
Fig. 8 wird auch als Doppellippe bezeichnet.
[0040] Die elastische Luftklappe 24 gemäss Fig. 9 weist im Bereich der Längsmittelachse
L zwei Verstärkungsplatten 60 auf, welche die elastische Luftklappe dazwischen liegend
festklemmen. Weiter sind längslaufende Verstärkungsrippen 62 angeordnet, welche wie
der abgewinkelte Hebelarm 20 mit der Auflageplatte 22 aufgeklebt, aufgelötet oder
aufgeschweisst. Falls die obere Deckscheibe 40 aus Kunststoff besteht, können die
Verstärkungselemente 60, 62 und der Hebelarm 20 auch einstückig ausgebildet sein.
Schliesslich ist der Abstand a der Schwenkachse der Antriebswelle 18 von der Auflageplatte
22 für die elastische Luftklappe eingezeichnet. Dieser Abstand a ist wie erwähnt eine
Bestimmungsgrösse für die Berechnung der Flächenform der Luftklappe 24, je grösser
der Abstand a ist, desto mehr weicht sie von der Ellipsenform ab.
[0041] Die in den Figuren 10 - 15 dargestellte Sequenz zeigt den Einbau einer erfindungsgemässen
Vorrichtung in ein Lüftungsrohr an einer beliebigen Stelle.
[0042] Fig. 10. Aus einem Lüftungsrohr 10 wird eine in der Projektion rechteckförmige Öffnung
64 herausgeschnitten. Aus Gründen der Übersichtlichkeit erstreckt sich die gezeichnete
Öffnung 64 über einen grösseren Teil des Umfangs als dies in der Praxis notwendig
ist. Auf keinen Fall darf die Öffnung grösser als die Hälfte des Umfangs sein, die
Öffnung 64 ist möglichst klein, damit die Stabilität des Lüftungsrohrs 10 nicht beeinträchtigt
wird.
[0043] Fig. 11. Über dem Belüftungsrohr 10 mit der Öffnung 64 ist eine Vorrichtung 12 zur
Regelung des Luftstroms mit einer Hohlschraube 28 auf einem Zuschnitt 66 aus Rohrmaterial
befestigt. Die elastische Luftklappe 24 ist entspannt und liegt auf einer Ebene.
[0044] Fig. 12. Die beidseits in Richtung der Pfeile 68, 70 zu einer Wölbung angehobene
Luftklappe 24 ist bereits teilweise in die Öffnung 64 eingeführt.
[0045] Fig. 13. Die bereits vollständig in das Lüftungsrohr 10 eingeführte Luftklappe 24
hat sich teilweise entspannt, sie liegt unter Eigenspannung auf der inneren Rohrwand
34 auf.
[0046] Fig. 14. Die Vorrichtung 12 mit dem frei schwenkbaren Antriebsgehäuse 32 und der
nicht mehr sichtbaren Luftklappe ist vollständig in das Lüftungsrohr 10 eingesetzt.
Der Zuschnitt 66 liegt als die Öffnung 64 allseitig überlappende Tangentialebene auf.
Der nächste Schritt, das Umbiegen des Zuschnitts 66 auf das Lüftungsrohr 10, ist mit
Pfeilen 72, 74 angedeutet.
[0047] Fig. 15. Der Zuschnitt 66 liegt die Öffnung 64 allseitig abdichtend auf dem Lüftungsrohr
10 auf und ist mit diesem lösbar oder unlösbar verbunden, vorliegend mittels Schrauben
76.
[0048] Nach einer Variante besteht der Zuschnitt 66 auch aus anderem als Rohrmaterial, insbesondere
aus einem flexiblen transparenten Material. In diesem Fall kann die Vorrichtung 12
mit der elastischen Luftklappe 24 von aussen beobachtet und überwacht werden.
[0049] Fig. 16 bis 18 zeigen eine weiter bevorzugte Ausführungsform der Erfindung. Die Luftklappe
ist im Wesentlichen durch eine flexible einstückige Kunststoffscheibe 80 gebildet.
Die Kunststoffscheibe 80 ist oval und kann durch die Scheitellinie S und die senkrecht
zu ihr stehende Querlinie R charakterisiert werden. Die Scheitellinie S ist bestimmt
durch die längste Durchmesserlinie der Kunststoffscheibe 80. Die Querlinie R wird
durch die senkrecht dazu stehende Durchmesserlinie grösster Länge definiert. Im Kreuzungspunkt
von Scheitellinie S und Querlinie R wird die Querlinie R halbiert. In Fig. 17 ist
die halbe Querlinie R mit g bezeichnet. Demgegenüber ist die Scheitellinie S durch
die Querlinie R in zwei ungleich grosse Abschnitte e und f unterteilt.
Vorzugsweise gilt
[0050] 
[0051] Damit kann in der geschlossenen Stellung der Luftklappe ein Winkel von 60-80° erreicht
werden. Für eine Winkel von ungefähr 70° und einen Rohrdurchmesser von 125 - 150 mm
erweist sich ein Verhältnis von

als besonders gut. Die Scheitellinie S ist geringfügig grösser als die Querlinie
R. Bei einem Schliesswinkel von z.B. 70° erweisen sich Werte im Bereich

als besonders bevorzugt. Die Werte sind also <1 und >0,95. Dabei ist festzuhalten,
dass für einen Schliesswinkel unter 90° sowohl die Scheitellinie S=(e+f) als auch
die Querlinie R=2g geringfügig grösser als der Innendurchmesser des Lüftungsrohrs
ist, in welches die Luftklappe eingesetzt wird.
[0052] In der Ausführungsform gemäss Fig. 16-18 sind zwei Dichtlippen 81, 82 an der Kunststoffscheibe
80 angeformt. Die Breite der Dichtlippe 81, 82 variiert entlang des Umfangs der Kunststoffscheibe
80 kontinuierlich. In den Randbereichen 85, 86, in denen die Querlinie R an den Umfang
stösst, fehlen Dichtlippen. Dort wo die Scheitellinie S an den Umfang der Kunststoffscheibe
80 stösst sind sie maximal breit und stehen dort z.B. in einem Winkel von 45° zur
Ebene der Kunststoffscheibe 80. Wie aus Fig. 16 und 18 ersichtlich ist, sind die Dichtlippen
81 und 82 dünner als die Kunststoffscheibe 80 und setzen an gegenüberliegenden Hauptflächen
83 bzw. 84 an. In den Randbereichen 85, 86 befinden sich im eingebauten Zustand der
Luftklappe die erfindungsgemässen Kontakt- bzw. Drehpunktbereiche der Luftklappe.
[0053] Parallel zur Scheitellinie S, aber leicht seitlich versetzt dazu, sind auf der einen
Hauptfläche 83 Verstärkungsrippen 87, 88 vorgesehen. Sie erstrecken sich bei der gezeigten
Ausführungsform etwa über die halbe Länge der Scheitellinie S und zwar im Bereich
des mit a bezeichneten Abschnitts der Scheitellinie (siehe Fig. 17).
[0054] Zwischen den Verstärkungsrippen 87, 88 ist ein erstes Befestigungselement 90 vorgesehen.
Bezüglich der Querlinie R spiegelbildlich ist ein zweites Befestigungselement 89 vorhanden.
Die beiden Befestigungselemente 89, 90 erheben sich aus der Hauptfläche 83, und sind
insgesamt platten- bzw. rampenförmig und in der Draufsicht streifenförmig. Sie können
zusätzliche auch als Verstärkung der Kunststoffscheibe 80 entlang der Scheitellinie
S dienen. An den einander zugewandten Seiten haben die Befestigungselemente 89, 90
Schnappverschlussvorrichtungen 92, 93 für einen Betätigungshebel eines Luftklappenantriebs.
Ferner steht aus der Hauptfläche 83 eine Flanke 91 vor, welche den zwischen den Befestigungselementen
89, 90 gebildeten freien Bereich seitlich begrenzt. Die Flanke 91 stellt im vorliegenden
Beispiel eine Verlängerung der Rippe 87 dar und hat vorzugsweise ebenfalls Rastelemente
zum Fixieren des (nicht dargestellten) Befestigungshebels.
[0055] In der Ausführungsform gemäss Fig. 16 bis 18 ist jeder der beiden Schnappverschlussvorrichtungen
92, 93 eine (herstellungstechnisch bedingte) Durchstossöffnung 94, 95 zugeordnet.
Diese werden durch das am Betätigungshebel ausgebildete Kupplungselement (welches
mit den Schnappverschlussvorrichtungen 92, 93 zusammenwirkt) abgedeckt. Im montierten
Zustand ist die Kunststoffscheibe 80 somit luftdicht.
[0056] Die beschriebenen Ausführungsbeispiele lassen sich in vielfältiger Hinsicht abwandeln.
Die Verstärkung entlang der Scheitellinie kann in der Kunststoffscheibe 80 integriert
sein (z.B. in Form von integrierten Materialverstärkungen). Die Befestigung der Kunststoffscheibe
kann auch durch Festschrauben oder Festkleben, statt durch Schnappen erfolgen. Die
Dichtlippen 81, 82 können aus dem gleichen Material wie die Kunststoffscheibe 80 oder
aus einem anderen Material bestehen. Es ist auch nicht zwingend, dass ihre Breite
kontinuierlich variiert entlang des Umfangs.
[0057] Die beschriebenen Ausführungsbeispiele sind für einen Schliesswinkel von ungefähr
70° dimensioniert. Bei anderen Schliesswinkeln sind die Längen von Scheitellinie und
Querlinie anders. Sie werden aber nicht mehr als 10% variieren für Ausführungsvarianten
mit einem Schliesswinkel im Bereich von 60°-80° oder sogar von bis gegen 90°.
[0058] Zusammenfassend ist festzuhalten, dass mit der Erfindung eine konstruktiv einfache
Luftklappe geschaffen worden ist, welche sich sehr leicht und schnell installieren
lässt.
1. Vorrichtung (12) zur Regelung eines Luftstroms (A) in einem Lüftungsrohr (10) umfassend:
a) eine schwenkbare Luftklappe (24), welche einstellbare Öffnungsstellungen einnehmen
kann und welche in einer Schliessstellung den Luftstrom (A) im Lüftungsrohr (10) unterbindet,
und
b) einen mit der Luftklappe (24) gekoppelten Antrieb zum Schwenken der Luftklappe
(24), wobei der Antrieb innenseitig des Lüftungsrohrs (10) angeordnet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
c) die Luftklappe (24) einen gekrümmten und dabei unter Vorspannung stehenden elastischen
Flächenkörper aufweist, welcher in den Offenstellungen an zwei bezüglich einer Scheitellinie
(S) des Flächenkörpers diametral gegenüberliegenden Auflagepunkten (36, 38) bzw. Randbereichen
(85, 86) im Lüftungsrohr aufliegt, wobei der elastische Flächenkörper im Lüftungsrohr
eingespannt ist und sich an den zwei Auflagepunkten (36, 38) bzw. Randbereichen (85,
86) abstützt, welche als Drehpunkte der Luftklappe wirken.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Flächenkörper eine ovale Flächenkontur hat, welche entlang der Scheitellinie
(S) eine maximale Ausdehnung und entlang einer Querlinie (R) senkrecht zur Scheitellinie
(S) eine minimale Ausdehnung hat, und dass ein Schnittpunkt der Querlinie (R) mit
der Scheitellinie (S) die Scheitellinie (S) in zwei Abschnitte unterteilt, welche
verschieden lang sind, wobei der eine Abschnitt (f) nicht mehr als 4/5 der Länge des
anderen Abschnitts (e) hat.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 2, dadurch gekennzeichnet, dass in der Schliessstellung die Scheitellinie (S) in einem Schliesswinkel α kleiner 90°
zu einer Längsmittelachse des Lüftungsrohrs steht, vorzugsweise in einem Schliesswinkel
von 60° bis 80°, insbesondere von etwa 70°.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein den Antrieb enthaltendes Antriebsgehäuse (32) an einer Innenwand (34) des Lüftungsrohrs
(10) in einer zusammen mit der Scheitellinie (S) definierten Längsmittelebene (LM)
des Lüftungsrohrs (10) frei schwenkbar gelagert ist und dass der Flächenkörper (80)
bezüglich der Scheitellinie (S) spiegelsymmetrisch und senkrecht dazu asymmetrisch
ausgebildet ist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftklappe zur Scheitellinie (S) symmetrisch oder annähernd symmetrisch gewölbt
ist und im Bereich der in der Längsmittelebene liegenden Scheitellinie (S) über einen
abgewinkelten Hebelarm (20) in einem vorgegebenen Abstand (a) starr an einer Antriebswelle
(18) des Antriebsmotors gehaltert ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Flächenkörper (80) in der Schliessstellung entlang einer geschlossenen, stetig
umlaufenden Dichtfläche (58) auf einer inneren Rohrwand (34) des Lüftungsrohrs aufliegt
und dass der Flächenkörper randseitig eine Dichtlippe (81, 82) aufweist, welche an
den Randbereichen (85, 86) kleiner ist als in einem Bereich der Scheitellinie (S).
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Auflagepunkte (36, 38) auf virtuellen Schnittpunkten einer Längsachse (LW) der
Antriebswelle (18) mit der Rohrwand (34) liegen.
8. Vorrichtung (12) nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftklappe (24) bzw. der Flächenkörper in Durchflussrichtung konkav gewölbt ist.
9. Vorrichtung (12) nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftklappe (24) aus einem korrosionsbeständigen, elastischen Metall, insbesondere
Federstahl, oder einem mechanisch formstabilen, federnden Kunststoff, insbesondere
einem Polyethylentherephtalat oder einem Polyamid besteht.
10. Vorrichtung (12) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass über den gesamten Umfang (U) der Luftklappe eine ringförmig überstehende, hochelastische
Dichtung angeordnet ist, vorzugsweise aus einem Gummi, einem Elastomer oder einem
weichen Kunststoff.
11. Vorrichtung (12) nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Luftklappe (24) aus einem Verbundwerkstoff besteht, vorzugsweise aus peripher
überstehenden Kernschicht aus einem Gummi, einem Elastomer oder einem weichen Kunststoff
und zwei metallischen oder thermoplastischen Deckscheiben (40, 42).
12. Vorrichtung (12) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass eine der Deckscheiben (40, 42) wechselseitig über einen zwischen den Auflagepunkten
(36, 38) liegenden halben Umfang mit kleinerem Radius verläuft.
13. Vorrichtung (12) nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Bereich der Scheitellinie (S) verstärkt ausgebildet ist, vorzugsweise durch längslaufende,
sich auch bis zum Umfang (U) erstreckende Verstärkungsplatten (60) und/oder Verstärkungsrippen
(62), und dass der Hebelarm (20) mit der Auflageplatte (22), die Verstärkungsplatten
(60) und die Verstärkungsrippen (62) sowie die Luftklappe (24) einstückig ausgebildet
sind.
14. Luftklappe für eine Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen elastischen Flächenkörper (80) aufweist, welcher zum Einsetzen in ein Lüftungsrohr
unter Vorspannung gekrümmt werden kann und welcher eine bezüglich einer Scheitellinie
(S) spiegelsymmetrische und senkrecht dazu asymmetrische Form aufweist wobei der Flächenkörper
(80) in den Offenstellungen an zwei bezüglich einer Scheitellinie (S) des elastischen
Flächenkörpers (80) diametral gegenüberliegenden Auflagepunkten (36, 38) bzw. Randbereichen
(85, 86) im Lüftungsrohr aufliegen kann, wobei der elastische Flächenkörper (80) im
Lüftungsrohr einspannbar ist und sich an den zwei Auflagepunkten (36, 38) bzw. Randbereichen
(85, 86) abstützen kann, welche als Drehpunkte der Luftklappe (24) wirken.
15. Luftklappe nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass zwei bezüglich der Scheitellinie (S) des Flächenkörpers diametral gegenüberliegende
Randbereiche (85, 86) zur Lagerung in einem Lüftungsrohr ausgebildet sind, wobei die
Randbereiche (85, 86) vorzugsweise frei von einer Dichtlippe sind.
1. Device (12) for controlling an airflow (A) in a ventilation duct (10), comprising:
a) a pivotable air flap (24) which can assume adjustable opening positions and which
prevents the airflow (A) in the ventilation duct (10) when in a closed position, and
b) a drive which is coupled to the air flap (24) for pivoting the air flap (24), the
drive being arranged on the inside of the ventilation duct (10),
characterized in that
c) the air flap (24) has an elastic surface body which is curved and thus under load
and contacts, in the open positions, two contact points (36, 38) or edge regions (85,
86), diametrically opposing each other with respect to an apex line (S) of the surface
body, in the ventilation duct, wherein the elastic surface body is clamped in the
ventilation duct and rests on the two contact points (36, 38) or edge regions (85,
86) acting as points of rotation of the air flap.
2. Device according to Claim 1, characterized in that the surface body has an oval surface contour having a maximum extension along the
apex line (S) and a minimum extension along a transverse line (R) perpendicular to
the apex line (S), and in that an intersection of the transverse line (R) with the apex line (S) divides the apex
line (S) into two portions of differing length, one portion (f) being no more than
4/5 of the length of the other portion (e).
3. Device according to one of Claims 1 to 2, characterized in that in the closed position the apex line (S) is at a closure angle α of less than 90°
relative to a longitudinal mid axis of the ventilation duct, preferably at a closure
angle of from 60° to 80°, in particular of approximately 70°.
4. Device according to Claim 1, characterized in that a drive housing (32), which contains the drive, is mounted at an inner wall (34)
of the ventilation duct (10) such that it may pivot freely about a longitudinal mid
plane (LM), which is defined together with the apex line (S), of the ventilation duct
(10) and in that the surface body (80) is embodied so as to be mirror-symmetrical with respect to
the apex line (S) and asymmetrical perpendicularly thereto.
5. Device according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the air flap is symmetrically or approximately symmetrically curved about the apex
line (S) and is rigidly fixed to a drive shaft (18) of the drive motor, by an angled
lever arm (20) with a predefined separation (a), in the region of the apex line (S)
lying in the longitudinal mid plane.
6. Device according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the surface body (80) contacts, in the closed position, an inner duct wall (34) of
the ventilation duct along a sealed, endless peripheral sealing surface (58) and in that the surface body has at the edge side a sealing lip (81, 82) which is smaller at
the edge regions (85, 86) than in a region of the apex line (S).
7. Device according to one of Claims 1 to 6, characterized in that the contact points (36, 38) lie on virtual intersections of a longitudinal axis (LW)
of the drive shaft (18) with the duct wall (34).
8. Device (12) according to one of Claims 1 to 7, characterized in that the air flap (24) or the surface body is curved in a concave manner in the flow direction.
9. Device (12) according to one of Claims 1 to 8, characterized in that the air flap (24) is made of a corrosion-resistant, elastic metal, in particular
spring steel, or a mechanically dimensionally stable, resilient plastics material,
in particular a polyethylene terephthalate or a polyamide.
10. Device (12) according to Claim 9, characterized in that an annularly protruding, highly elastic seal, made preferably of a rubber, an elastomer
or a soft plastics material, is arranged over the entire circumference (U) of the
air flap.
11. Device (12) according to one of Claims 1 to 10, characterized in that the air flap (24) is made of a composite material, preferably of a peripherally protruding
core layer made of a rubber, an elastomer or a soft plastics material, and two metallic
or thermoplastic cover disks (40, 42).
12. Device (12) according to Claim 11, characterized in that one of the cover disks (40, 42) runs alternately with a smaller radius over a half-circumference
lying between the contact points (36, 38).
13. Device (12) according to one of Claims 1 to 12, characterized in that the region of the apex line (S) is embodied so as to be reinforced, preferably by
longitudinally running reinforcement plates (60) and/or reinforcement ribs (62) which
also extend up to the circumference (U), and in that the lever arm (20) with the contact plate (22), the reinforcement plates (60) and
the reinforcement ribs (62) and also the air flap (24) are formed in one piece.
14. Air flap for a device according to Claim 1, characterized in that it has an elastic surface body (80) which can be curved under load for insertion
into a ventilation duct and which has a shape which is mirror-symmetrical with respect
to an apex line (S) and asymmetrical perpendicularly thereto wherein the surface body
(80) can contact, in the open positions, two contact points (36, 38) or edge regions
(85, 86), diametrically opposing each other with respect to an apex line (S) of the
elastic surface body (80), in the ventilation duct, wherein the elastic surface body
(80) can be clamped in the ventilation duct and can rest on the two contact points
(36, 38) or edge regions (85, 86) acting as points of rotation of the air flap (24).
15. Air flap according to Claim 14, characterized in that two edge regions (85, 86), which diametrically oppose each other with respect to
the apex line (S) of the surface body, are embodied for mounting in a ventilation
duct, the edge regions (85, 86) being preferably free from a sealing lip.
1. Dispositif (12) pour réguler un flux d'air (A) dans un tube d'aération (10), comprenant
:
a) un volet d'air pivotant (24), qui peut adopter des positions d'ouverture ajustables
et qui, dans une position de fermeture, supprime le flux d'air (A) dans le tube d'aération
(10), et
b) un entraînement accouplé au volet d'air (24) pour faire pivoter le volet d'air
(24), l'entraînement étant disposé du côté intérieur du tube d'aération (10),
caractérisé en ce que
c) le volet d'air (24) présente un corps plat élastique courbe et soumis à une précontrainte,
qui, dans les positions ouvertes, s'appuie dans le tube d'aération contre deux points
d'appui (36, 38) ou deux régions de bord (85, 86) diamétralement opposé(e)s par rapport
à une ligne de sommet (S) du corps plat, le corps plat élastique étant serré dans
le tube d'aération et s'appuyant contre les deux points d'appui (36, 38) ou les deux
régions de bord (85, 86), qui agissent en tant que pivots pour le volet d'air.
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le corps plat a un contour de surface ovale qui présente une étendue maximale le
long de la ligne de sommet (S) et une étendue minimale le long d'une ligne transversale
(R) perpendiculaire à la ligne de sommet (S), et en ce qu'un point d'intersection de la ligne transversale (R) avec la ligne de sommet (S) divise
la ligne de sommet (S) en deux portions qui sont de longueurs différentes, l'une des
portions (f) ne mesurant pas plus de 4/5e de la longueur de l'autre portion (e).
3. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 2, caractérisé en ce que dans la position de fermeture, la ligne de sommet (S) est orientée suivant un angle
de fermeture α inférieur à 90° par rapport à un axe médian longitudinal du tube d'aération,
de préférence suivant un angle de fermeture de 60° à 80°, en particulier d'environ
70°.
4. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un boîtier d'entraînement (32) contenant l'entraînement est supporté de manière à
pouvoir pivoter librement sur une paroi interne (34) du tube d'aération (10) dans
un plan médian longitudinal (LM) du tube d'aération (10) défini conjointement avec
la ligne de sommet (S) et en ce que le corps plat (80) est réalisé par rapport à la ligne de sommet (S) avec une symétrie
spéculaire et de manière asymétrique perpendiculairement à celle-ci.
5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le volet d'air est courbé de manière symétrique ou approximativement symétrique par
rapport à la ligne de sommet (S) et est retenu rigidement sur un arbre d'entraînement
(18) du moteur d'entraînement dans la région de la ligne de sommet (S) située dans
le plan médian longitudinal par le biais d'un bras de levier coudé (20) à une distance
prédéfinie (a).
6. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le corps plat (80), dans la position de fermeture, repose le long d'une surface d'étanchéité
fermée (58), continue sur la périphérie, sur une paroi de tube intérieure (34) du
tube d'aération, et en ce que le corps plat présente, du côté du bord, une lèvre d'étanchéité (81, 82) qui est
plus petite au niveau des régions de bord (85, 86) que dans une région de la ligne
de sommet (S).
7. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que les points d'appui (36, 38) sont situés sur des points d'intersection virtuels d'un
axe longitudinal (LW) de l'arbre d'entraînement (18) avec la paroi du tube (34).
8. Dispositif (12) selon l'une quelconque des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le volet d'air (24) ou le corps plat a une courbure concave dans la direction de
l'écoulement.
9. Dispositif (12) selon l'une quelconque des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que le volet d'air (24) se compose d'un métal élastique résistant à la corrosion, en
particulier d'acier à ressort, ou d'un plastique élastique de forme stable mécaniquement,
en particulier d'un polyéthylène téréphtalate ou d'un polyamide.
10. Dispositif (12) selon la revendication 9, caractérisé en ce qu'un joint d'étanchéité de grande élasticité, saillant sous forme annulaire, est disposé
sur toute la périphérie (U) du volet d'air, de préférence en caoutchouc, en élastomère
ou en un plastique souple.
11. Dispositif (12) selon l'une quelconque des revendications 1 à 10, caractérisé en ce que le volet d'air (24) se compose d'un matériau composite, de préférence d'une couche
noyau saillant sur la périphérie, en caoutchouc, élastomère ou en un plastique souple,
et de deux disques de recouvrement métalliques ou thermoplastiques (40, 42).
12. Dispositif (12) selon la revendication 11, caractérisé en ce que l'un des disques de recouvrement (40, 42) s'étend en alternance sur une demi-périphérie
de plus petit rayon située entre les points d'appui (36, 38).
13. Dispositif (12) selon l'une quelconque des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que la région de la ligne de sommet (S) est réalisée de manière renforcée, de préférence
par des plaques de renforcement (60) et/ou des nervures de renforcement (62) longitudinales
s'étendant également jusqu'à la périphérie (U), et en ce que le bras de levier (20) avec la plaque d'appui (22), les plaques de renforcement (60)
et les nervures de renforcement (62) ainsi que le volet d'air (24) sont réalisés d'une
seule pièce.
14. Volet d'air pour un dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il présente un corps plat élastique (80) qui peut être courbé avec précontrainte pour
l'insertion dans un tube d'aération et qui présente une forme à symétrie spéculaire
par rapport à une ligne de sommet (S) et une forme asymétrique perpendiculairement
à celle-ci, le corps plat (80), dans les positions d'ouverture, pouvant s'appliquer
dans le tube d'aération contre deux points d'appui (36, 38) ou deux régions de bord
(85, 86) diamétralement opposé(e)s par rapport à une ligne de sommet (S) du corps
plat élastique (80), le corps plat élastique (80) pouvant être serré dans le tube
d'aération et pouvant s'appuyer contre les deux points d'appui (36, 38) ou les deux
régions de bord (85, 86) qui agissent en tant que pivots pour le volet d'air (24).
15. Volet d'air selon la revendication 14, caractérisé en ce que deux régions de bord (85, 86) diamétralement opposées par rapport à la ligne de sommet
(S) du corps plat sont réalisées pour le support dans un tube d'aération, les régions
de bord (85, 86) étant de préférence exemptes d'une lèvre d'étanchéité.