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EP 2 053 339 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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13.03.2013 Patentblatt 2013/11 |
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Anmeldetag: 16.10.2008 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Flächiges Verbundpanzerungselement
Flat compound armour element
Elément de blindage composite plat
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL
PT RO SE SI SK TR |
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Priorität: |
24.10.2007 DE 102007050658
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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29.04.2009 Patentblatt 2009/18 |
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Patentinhaber: Krauss-Maffei Wegmann GmbH & Co. KG |
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80997 München (DE) |
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Erfinder: |
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- Keil, Norbert
85221 Dachau (DE)
- Weber, Jürgen
50321 Brühl (DE)
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Vertreter: Feder Walter Ebert |
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Patentanwälte
Achenbachstrasse 59 40237 Düsseldorf 40237 Düsseldorf (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A1-99/50612 DE-A1-102005 050 981
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WO-A1-2006/103431
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein flächiges Verbundpanzerungselement, insbesondere zur ballistischen
Panzerung von Fahrzeugen und Gebäuden oder sonstigen Objekten, mit den Merkmalen aus
dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1, ein Verfahren zur Herstellung eines solchen
Verbundpanzerungselements sowie ein Fahrzeug mit einer zu schützenden Fläche, die
mit einem Verbundpanzerungselement geschützt ist.
[0002] Verbundpanzerungselemente, wie beispielsweise Verbundpanzerplatten, die aus einem
Verbund mehrerer Materialien bestehen, sind an sich bekannt. Häufig sind Verbundpanzerplatten
derart aufgebaut, dass zwischen zwei ebenen, parallelen, starren Plattenelementen
hochharte Füllelemente eingebracht werden, welche anschließend mit einer gießfähigen
Masse umgossen werden.
[0003] Die
DE 1 578 324 A1 beschreibt eine solche starre Verbundpanzerplatte, wobei als Füllelemente Kugeln
oder Zylinder aus einem harten keramischen Material verwendet werden. Die Zylinder
werden in Reihen in der Platte in mehreren unterbrochenen Schichten oder Lagen angeordnet,
d.h. ihre Längsachsen liegen im Wesentlichen parallel zur Plattenebene und parallel
zueinander. Die Zylinder sind ferner in einem Abstand voneinander angeordnet, wobei
mehrere Lagen aus einem Abstandsmaterial derart verwendet werden, dass jede Schicht
aus Abstandsmaterial wechselweise über bzw. unter die Zylinder in ihrer betreffenden
Lage gewickelt ist.
[0004] Diese Anordnung der Füllelemente hat allerdings den Nachteil, dass besonders bei
modernen, hochharten Geschosskernen, insbesondere bei vielen Treffern mit geringem
Abstand (sog. "Mulit-Hit"), ein vorgezogener Bruch auftreten kann, so dass Durchschüsse
auftreten können.
[0005] Die
DE 10 2005 050 981 A1 beschreibt eine ebene Verbundpanzerplatte zum Schutz vor Geschossen, welche mindestens
eine Lage aus hochharten, stabförmigen Elementen enthält, die in Reihen nebeneinander
in der Platte derart angeordnet sind, dass ihre Längsachsen im Wesentlichen parallel
zur Plattenebene und parallel zueinander liegen, wobei eine Reihe zumindest zwei in
axialer Richtung hintereinander liegende, stabförmige Elemente aufweist, und wobei
die Fugen zwischen den stabförmigen Elementen innerhalb einer Reihe bezüglich der
Fugen zumindest einer benachbarten Reihe in axialer Richtung versetzt angeordnet sind.
In einer besonderen Ausgestaltung weist die Mehrzahl der stabförmigen Elemente zur
Schockdämpfung an einem Ende konvex gewölbte oder kegelförmig nach außen gerichtete
Stirnflächen und am anderen, gegenüberliegenden Ende entsprechend konkav bzw. kegelförmig
nach innen gerichtete Stirnflächen auf, so dass ein Ineinandergreifen der stabförmigen
Elemente erreicht wird.
[0006] In der
DE 10 2006 053 047 A1 wird eine Verbundpanzerplatte zum Schutz vor Geschossen offenbart, welche mindestens
eine Lage aus Wirkkörpern enthält, die in Reihen nebeneinander in der Platte angeordnet
sind und die in ein Matrixmaterial eingebettet sind, wobei die Wirkkörper einer Reihe
zumindest teilweise durch Stege kettenförmig fest miteinander verbunden sind. Der
in der Anmeldung beschriebene Grundgedanke ist, die Wirkkörper mit insbesondere kurzen
und schmalen Stegen zu längeren Reihen zu verbinden und somit einfach herstellbare
Wirkkörperketten zu schaffen. Diese sind im Rahmen der Herstellung der Verbundpanzerplatte
einfacher zu handhaben, da durch die Reduzierung der Teileanzahl wesentlich weniger
Arbeitsschritte notwendig sind. Zudem brauchen keine schockdämpfenden Materialien
mehr zwischen die Wirkkörper eingebracht zu werden, da die Stege einen Minimalspalt
zwischen den Wirkkörpern sicherstellen und damit eine Schockdämpfung mittels der Stege
bzw. dem Matrixmaterial in den Spalten zwischen den Wirkkörpern erfolgt.
[0007] Aus der
WO 99/50612 ist ein weiteres Verbundpanzerungselement bekannt, welches ebenfalls mindestens eine
Lage aus Wirkkörpern enthält, die in Reihen nebeneinander angeordnet und in einem
Matrixmaterial einoebettet sind.
[0008] Verbundpanzerungselemente werden häufig nachträglich als Zusatzpanzerung auf bereits
bestehende Panzerungen beispielsweise eines Kampffahrzeugs aufgebracht, um dem zu
schützenden Objekt eine erhöhte Sicherheit gegen Angriffe zu geben.
[0009] Nachteilig an den bekannten Verbundpanzerungselementen, die, über die Fläche gesehen,
eine aus einem homogenen Aufbau resultierende konstante Schutzwirkung aufweisen, ist,
dass fahrzeugspezifische Gegebenheiten nur unzureichend berücksichtigt werden können.
So kann die zu schützende Fläche ballistisch schwächere oder stärkere Bereiche aufweisen.
Ein ballistisch schwächerer Bereich kann beispielsweise im Bereich einer Schweißnaht
auftreten. Ein ballistisch stärkerer Bereich kann beispielsweise daraus resultieren,
dass in diesem Bereich bereits eine erhöhte Schutzwirkung durch eine Blechdoppelung
o.Ä. vorliegt.
[0010] Damit keine ballistischen "Löcher" entstehen, wurden bislang die Verbundpanzerungselemente
auf die schwächste Stelle in den einzelnen Bedrohungsflächen ausgelegt, wodurch sie
an anderen Bereichen überdimensioniert waren, woraus ein unnötig erhöhtes Gesamtgewicht
resultierte. Eine weitere Möglichkeit bestand darin, die Anzahl der Verbundpanzerungselemente
auf Grund des unterschiedlichen Schutzbedarfs individuell zu erhöhen. Durch diese
Erhöhung entsteht jedoch eine zerklüftete Oberfläche mit vielen ballistisch und optisch
ungünstigen Kanten und Rändern. Ferner wurden Mischungen aus verschiedenen, bekannten
Schutzkonzepten wie die Mischung von Metallpanzerplatten mit Verbundpanzerplatten
eingesetzt, wobei bei ebenfalls erhöhtem Gewicht ein größerer logistischer und fertigungstechnischer
Aufwand notwendig ist.
[0011] Es ist die Aufgabe der Erfindung, für ein zu schützendes Objekt einen Schutz mit
einer hohen Schutzwirkung bei geringem Gewicht zu erzielen.
[0012] Die Erfindung löst die Aufgabe mit den Merkmalen des kennzeichnenden Teils des Patentanspruchs
1 sowie mit den Merkmalen der Patentansprüche 13 und 14. Vorteilhafte Weiterbildungen
sind Bestandteil der abhängigen Ansprüche.
[0013] Es ist ein Grundgedanke der Erfindung, dass die Schutzwirkung des Verbundpanzerungselements
an die bei dem zu schützenden Objekt vorliegenden Gegebenheiten angepasst ist. Dies
wird dadurch erreicht, dass das flächige Verbundpanzerungselement mindestens einen
zusammenhängenden, sich über die gesamte Dicke d des Verbundpanzerungselements erstreckenden
Teilausschnitt, in dem sich mindestens ein vollständiger Wirkkörper befindet, aufweist,
in dem die kumulierte Masse der sich in dem Teilausschnitt befindenden Wirkkörper
gegenüber der kumulierten Masse der Wirkkörper, die sich in einem sich über die gesamte
Dicke d des Verbundpanzerungselements erstreckenden Referenz-Teilausschnitt der gleichen
Ausdehnung in Richtung der Länge und Breite befinden, verändert ist, so dass sich
in dem Teilausschnitt eine veränderte Schutzwirkung ergibt, wobei Randbereiche des
Verbundpanzerungselements unberücksichtigt bleiben. Insbesondere ist in dem Teilausschnitt
das Verhältnis der kumulierten Masse der sich in dem Teilausschnitt befindenden Wirkkörper
zur Masse des Matrixmaterials in dem Teilausschnitt verändert. Die kumulierte Masse
ergibt sich aus der Addition der einzelnen Massen der Wirkkörper, die sich in dem
Teilausschnitt befinden. In dem Referenz-Teilausschnitt ist mindestens ein vollständiger
Wirkkörper angeordnet.
[0014] Es besteht somit die Möglichkeit, über die gesamte zu schützende Fläche eine gleich
bleibend hohe Schutzwirkung bei geringem Gesamtgewicht zu erzeugen. Das Verbundpanzerungselement
kann folglich auch große, uneinheitliche Flächen schützen, so dass die Anzahl der
an einem zu schützenden Objekt angeordneten benötigten Verbundpanzerungselemente gering
gehalten werden kann. Zudem ist keine aufwändige Mischfertigung verschiedener Schutzkonzepte
notwendig.
[0015] Die Ausdehnung in Länge und Breite des Teilausschnitts ist ebenso wenig begrenzt
wie die Anzahl der Teilausschnitte. Damit jedoch eine nennenswerte Veränderung der
Schutzwirkung eintritt, sollte der Teilausschnitt mindestens eines Fläche in Länge
und Breite von 5 cm
2 aufweisen.
[0016] Eine Veränderung des Wirkkörpervolumens kann auf verschiedene Arten realisiert werden.
Fertigungstechnisch vorteilhafte Ausführungen können dadurch erreicht werden, dass
die Höhe der Wirkkörper oder die Anzahl der Wirkkörper in dem Teilausschnitt verändert
wird.
[0017] Weitere Möglichkeiten bestehen darin, in dem Teilausschnitt Wirkkörper eines anderen
Materials mit einer veränderten Dichte oder Härte einzubringen oder die Packungsdichte
der Wirkkörper zu erhöhen. Besonders vorteilhaft erweist sich die Erhöhung der Härte
der Wirkkörper. Es ist auch möglich, einen einzelnen Wirkkörper aus zwei oder mehr
Materialien herzustellen.
[0018] Die genannten Maßnahmen können auch kombiniert eingesetzt werden.
[0019] Bevorzugt ist in dem Teilausschnitt die Höhe mindestens eines Wirkkörpers gegenüber
der Höhe eines sich außerhalb des Teilausschnitts befindenden Wirkkörpers verändert,
wobei die Höhe der Wirkkörper in dem Teilausschnitt nicht konstant sein muss. Die
Veränderung ist entsprechend dem lokalen Schutzbedarf der zu schützenden Fläche ausgestaltet,
wobei die Veränderungen in der Höhe in dem Bereich von 1 % bis 500 % liegen können,
wobei sich insbesondere der Bereich von 50 % bis 200 % als günstig erwiesen hat.
[0020] Eine Veränderung der Anzahl der Wirkkörper in einem Teilausschnitt kann insbesondere
dadurch erreicht werden, dass in dem Teilausschnitt eine veränderte Anzahl an Lagen
von Wirkkörpern vorliegt. Vorzugsweise weist das Verbundpanzerungselement mindestens
zwei Lagen auf, wobei dann die untere Lage vollständig und mindestens eine darüber
liegende Lage im Bereich des Teilausschnitts unvollständig besetzt ist. Somit ist
in dem Teilausschnitt die Anzahl der übereinander liegenden Wirkkörper verringert.
Analog hierzu kann zur lokalen Erhöhung der Schutzwirkung in dem Teilausschnitt eine
zusätzliche Lage eingebracht werden.
[0021] Bevorzugt weist das Verbundpanzerungselement auf der der Bedrohung zugewandten Seite
ein ebene Fläche auf. Durch die Erfindung kann zudem ein optisch einheitliches Bild
der verwendeten Schutzelemente bei hohem Schutzdeckungsgrad erreicht werden.
[0022] Es sind vielfältige Ausgestaltungen hinsichtlich des Aufbaus des Verbundpanzerungselements
und der einzelnen Wirkkörper möglich. In der bereits genannten
DE 10 2005 050 981 A1 sowie in der noch nicht veröffentlichten deutschen Patentanmeldung
DE 10 2007 019 392.2 sowie in der europäischen Patentanmeldung Nr.
08 007 562.5 (
EP 198 59 61) werden vorteilhafte Ausgestaltungen von Verbundpanzerungselementen beschrieben,
die auch in vorteilhafter Weise bei der vorliegenden Erfindung angewendet werden können,
so dass diese Ausführungsformen und Kombinationen hiervon mit den entsprechenden Vorteilen
hiermit vollumfänglich einbezogen werden, insbesondere die Ausgestaltung der stabförmigen
Geometrie und Größe der einzelnen Wirkkörper, die Ausgestaltung der Stirnflächen der
Wirkkörper, die verwendeten Materialien der Wirkkörper und des Matrixmaterials, der
Maßnahmen zur Schockdämpfung, die Anordnung der Wirkkörper zueinander und der Aufbau
der Verbundpanzerplatte.
[0023] In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung sind die Wirkkörper einer Reihe zumindest
teilweise durch Stege kettenförmig oder matrizenförmig miteinander fest verbunden.
Eine solche vorteilhafte Ausgestaltung der Wirkkörper wird in der bereits genannten
deutschen Patentanmeldung
DE 10 2006 053 047 A1 beschrieben. Sämtliche Ausführungsformen und Kombinationen der dort beschriebenen
Verbundpanzerplatte mit den entsprechenden Vorteilen können auch in vorteilhafter
Weise bei der vorliegenden Erfindung angewendet werden, so dass diese Ausführungsformen
hiermit vollumfänglich einbezogen werden, insbesondere die Ausgestaltung der Geometrie
und Größe der einzelnen Wirkkörper, die Ausgestaltung der Stege der Wirkkörperketten,
bzw. Wirkkörpermatrizen, die Ausgestaltung der Stirnflächen der Wirkkörper, die verwendeten
Materialien der Wirkkörper und des Matrixmaterials, die Maßnahmen zur Schockdämpfung,
der Anordnung der Wirkkörper zueinander und der Aufbau der Verbundpanzerplatte. Ein
vorteilhaftes Herstellungsverfahren wird zudem in der
EP 1 959 223 A2 beschrieben, deren Inhalt hiermit vollumfänglich in die vorliegende Anmeldung einbezogen
wird.
[0024] Bevorzugt wird ein polymeres Matrixmaterial verwendet.
[0025] In einer besonders bevorzugten Ausgestaltung ist dem Matrixmaterial mindestens ein
zusätzlicher Füllstoff, insbesondere aus einem metallischen oder nicht metallischen
Feststoff, beigegeben. Bevorzugt werden hiermit die Teilausschnitte ausgefüllt, in
denen die kumulierte Masse, insbesondere die Höhe, der Wirkkörper verringert ist.
Durch den Füllstoff kann das Gewicht des Matrixmaterials verringert werden. Bevorzugt
weist der Füllstoff aus diesem Grund eine Dichte von weniger als 3 g/cm
3 auf, da er somit leichter als gängige Matrixmaterialien ist.
[0026] Eine Gewichtsreduzierung kann zudem dadurch erreicht werden, dass der Füllstoff schaumförmig
(z.B. Polyurethanschaum), wabenförmig (z.B. Kunststoff-Honeycomb), pulverförmig (z.B.
Mikroglaskugeln, Mikrohohlglaskugeln oder Kreidepulver) oder faserförmig (z.B. Kurzfasern
aus Glas, Kohlenstoff oder Aramid) ist, wobei er auch flüssig oder gasförmig sein
kann.
[0027] Um eine mechanische Bearbeitung des Verbundpanzerungselements zu ermöglichen, können
in einem Teilausschnitt anstelle von hochharten Wirkkörpern auch weichere Wirkkörper
beliebiger Geometrie, z.B. aus Kunststoff, verwendet werden. Somit ist es später beispielsweise
möglich, Bohrungen durch das Panzerungselement zu bringen.
[0028] Die Erfindung umfasst zudem ein Fahrzeug, insbesondere ein Kampffahrzeug, mit einer
zu schützenden Fläche, die mindestens einen ballistisch schwächeren oder stärkeren
Bereich aufweist, wobei an der zu schützenden Fläche zum Schutz ein erfindungsgemäßes
Verbundpanzerungselement angeordnet ist, wobei der Teilausschnitt, in dem die kumulierte
Masse der sich in dem Teilausschnitt befindenden Wirkkörper vergrößert bzw. verkleinert
ist, den ballistisch schwächeren bzw. stärkeren Bereich schützt. Auf Grund der lokal
variierbaren Schutzwirkung können fahrzeugspezifische Gegebenheiten in den einzelnen
Verbundpanzerungselementen berücksichtigt werden. Hierbei können beispielsweise Fahrzeugkomponenten
wie Sicherungs- und Schaltkästen, Verkleidungen etc. in der Schutzkonzeption mit ihrer
ballistischen Leistung berücksichtigt werden. Je nach Gegebenheit besteht somit die
Möglichkeit, ballistische Schwachstellen wie Schweißnähte stärker zu panzern und bereits
gut geschützte Stellen mit einem schwächeren Schutz zu versehen.
[0029] Ein erfindungsgemäßes Verfahren zur Herstellung eines Verbundpanzerungselements sieht
vor, dass bei der Herstellung die mit dem Verbundpanzerungselement zu schützende Fläche
derart berücksichtigt wird, dass die Wirkkörper derart in das Verbundpanzerungselement
eingebracht werden, dass in dem Teilausschnitt des Verbundpanzerungselements, der
einen ballistisch schwächeren oder stärkeren Bereich der zu schützenden Fläche schützt,
die kumulierte Masse der sich in dem Teilausschnitt befindenden Wirkkörper vergrößert
bzw. verkleinert wird.
[0030] Mögliche Ausführungsbeispiele der Erfindung werden anhand der Figuren 1 und 3 beschrieben.
Es zeigen:
- Fig. 1
- ein Verbundpanzerungselement mit höhenangepassten Wirkkörpern in einer Schnittansicht;
- Fig. 2
- das Verbundpanzerungselement nach Fig. 1 in der Draufsicht und
- Fig. 3
- ein Verbundpanzerungselement mit mehreren Lagen von Wirkkörpern in einer Schnittansicht.
[0031] In den Fig. 1 und Fig. 2 ist eine Verbundpanzerplatte als flächiges Verbundpanzerungselement
10 der Länge l, Breite b und der über die Länge und Breite konstanten Dicke d dargestellt.
In dem Verbundpanzerungselement 10 ist eine Lage von mehreren, in Reihen hintereinander
liegenden Wirkkörpern 11 angeordnet, wobei die Wirkkörper 11 über Stege 16 zu einstückig
hergestellten Wirkkörperketten zusammengefügt sind. In weiten Teilen des Verbundpanzerungselements
10 sind Wirkkörper 11b angeordnet, die eine Höhe h2 aufweisen. Die Wirkkörper 11 sind
in ein polymeres Matrixmaterial 12 eingebettet, welches mit zusätzlichen Füllstoffen
angereichert ist.
[0032] Das Verbundpanzerungselement 10 ist als Zusatzpanzerplatte auf einer zu schützenden
Fläche 13 eines nicht weiter dargestellten Kampffahrzeugs angeordnet. Die Fläche 13
setzt sich aus zwei zusammengeschweißten Elementen aus Panzerstahl zusammen, wobei
durch die Schweißnaht 14 eine ballistisch schwache Stelle entsteht. Aus diesem Grund
weist das Verbundpanzerungselement 10 in diesem Bereich eine erhöhte Schutzwirkung
auf. Dies wird dadurch erreicht, dass in dem Teilausschnitt T1, der sich über die
gesamte Dicke d des flächigen Verbundpanzerungselements 10 erstreckt, die Wirkkörper
11a eine Höhe h1 aufweisen, die größer ist als die Höhe h2 der Wirkkörper in dem sich
ebenfalls über die gesamte Dicke d erstreckenden Referenz-Teilausschnitt T2, der zudem
die gleiche Ausdehnung in Länge und Breite aufweist wie der Teilausschnitt T1.
[0033] Somit ist die kumulierte Masse, die sich aus den Massen der einzelnen, sich in dem
Teilausschnitt T1 befindenden Wirkkörpern 11a ergibt, der Wirkkörper 11a in dem Teilausschnitt
T1 gegenüber der kumulierten Masse der Wirkkörper 11b, die sich in dem Referenz-Teilbereich
T2 befinden, verändert, so dass sich eine veränderte Schutzwirkung ergibt.
[0034] In einem Bereich ist die Fläche 13 durch eine zusätzliche Panzerplatte 15 verstärkt,
so dass dieser Bereich ballistisch stärker ist. Aus diesem Grund ist an dieser Stelle
nur eine geringere Schutzwirkung des Verbundpanzerungselements 10 notwendig, welches
deshalb in dem Teilausschnitt T3 Wirkkörper 11c beinhaltet, die eine etwa halb so
große Höhe h3 aufweisen wie die Wirkkörper 11b mit der Höhe h2 aus dem Referenz-Teilbereich
T2.
[0035] Nach außen hin ist wegen der ebenen Abschlussfläche 17 der inhomogene Aufbau des
Verbundpanzerungselements 10 mit lokal unterschiedlicher, an die zu schützende Fläche
13 angepasste Schutzwirkung nicht erkennbar, so dass sich eine optisch einheitliche
sowie ballistisch günstige Ausgestaltung ergibt.
[0036] Die Fig. 3 zeigt in einer Schnittansicht eine zweite erfindungsgemäße Ausgestaltung
eines flächigen Verbundpanzerungselements 20 mit einer Dicke d, welches auf eine aus
zwei verschweißten Panzerplatten zusammengesetzte zu schützende Fläche 23 eines nicht
weiter dargestellten Fahrzeugs aufgebracht ist.
[0037] Das Verbundpanzerungselement 20 weist mehrere Lagen von versetzt übereinander angeordneten
Wirkkörpern 21 der Höhe h auf, die innerhalb einer Lage über Stege 26 zu Wirkkörperketten
verbunden sind.
[0038] Über dem ballistisch schwachen Bereich der Schweißnaht 24 weist das Verbundpanzerungselement
20 einen sich über die Dicke d erstreckenden Teilausschnitt T4 auf, in dem eine zusätzliche,
dritte Lage an Wirkkörpern 21 angeordnet ist, so dass sich eine erhöhte Schutzwirkung
ergibt. Somit ist in dem Teilausschnitt T4 die kumulierte Masse der in dem Teilausschnitt
T4 angeordneten Wirkkörper 21 gegenüber der Masse der in einem sich über die gesamte
Dicke d erstreckenden Referenz-Teilausschnitt T5 der gleichen Ausdehnung in Längen-
und Breitenrichtung angeordneten Wirkkörper 21 verändert, wobei die Masse, das Volumen
und das Material jedes einzelnen Wirkkörpers 21 unverändert ist.
[0039] Bei der Herstellung des Verbundpanzerungselements 20, bei der die zu schützende Fläche
23 bereits berücksichtigt wird, werden die Wirkkörper 21 zunächst aufgereiht und mit
einem Matrixmaterial vergossen. Dadurch, dass im Teilausschnitt T4 eine zusätzliche
Lage an Wirkkörpern 21 eingebracht wird und das Verbundpanzerungselement 20 eine ebene
Abschlussfläche 27 aufweisen soll, entstehen Hohlräume.
[0040] Diese Hohlräume werden mit einem besonders leichten Matrixmaterial, welches durch
Füllstoffe mit einer geringen Dichte angereichert wurde, aufgefüllt, so dass sich
das Gesamtgewicht reduziert.
[0041] Die Füllstoffe werden dem meist 2-komponentigen Matrixmaterial nach dem Mischen als
dritte Komponente beigegeben. Dies vermeidet
[0042] Mischfehler und erzeugt ein gleichmäßig mit Füllstoff durchzogenes, homogenes Matrixmaterial.
[0043] In einer nicht dargestellten Ausführung sind die Wirkkörper in einem Teilbereich,
der einen ballistisch stärkeren Bereich überdeckt, aus Kunststoff hergestellt.
1. Flächiges Verbundpanzerungselement (10, 20) zum Schutz vor Geschossen, welches mindestens
eine Lage aus Wirkkörpern (11, 21) enthält, die in Reihen nebeneinander in dem Verbundpanzerungselement
(10, 20) angeordnet sind und die in ein Matrixmaterial (12, 22) eingebettet sind,
dadurch gekennzeichnet,
dass es mindestens einen zusammenhängenden, sich über die gesamte Dicke d des Verbundpanzerungselements
(10, 20) erstreckenden Teilausschnitt (T1, T3, T4), in dem sich mindestens ein vollständiger
Wirkkörper (11, 21) befindet, aufweist, in dem die kumulierte Masse der sich in dem
Teilausschnitt (T1, T3, T4) befindenden Wirkkörper (11, 21) gegenüber einem sich über
die gesamte Dicke d des Verbundpanzerungselements (10, 20) erstreckenden Referenz-Teilausschnitt
(T2, T5) der gleichen Ausdehnung in Richtung der Länge und Breite verändert ist, so
dass sich in dem Teilausschnitt (T1, T3, T4) eine veränderte Schutzwirkung ergibt.
2. Verbundpanzerungselement (10, 20) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Teilausschnitt (T1, T3, T4) die Höhe (h1, h3) mindestens eines Wirkkörpers
(11, 21) gegenüber der Höhe (h2) eines sich außerhalb des Teilausschnitts (T1, T3,
T4) befindenden Wirkkörpers (11,21) verändert ist.
3. Verbundpanzerungselement (10, 20) nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Veränderung in der Höhe in dem Bereich von 1 % bis 500 %, insbesondere in dem
Bereich von 50 bis 200 %, liegt.
4. Verbundpanzerungselement (10, 20) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Teilausschnitt (T1, T3, T4) die Anzahl der Wirkkörper (11, 21) verändert ist.
5. Verbundpanzerungselement (10, 20) nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Teilausschnitt (T1, T3, T4) eine veränderte Anzahl an Lagen vorliegt.
6. Verbundpanzerungselement (10, 20) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Teilausschnitt (T1, T3, T4) die Wirkköper (11, 21) aus einem veränderten Material
hergestellt sind.
7. Verbundpanzerungselement (10, 20) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es eine ebene Abschlussfläche (17, 27) aufweist.
8. Verbundpanzerungselement (10, 20) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Wirkkörper (11, 21) einer Reihe zumindest teilweise durch Stege (16, 26) kettenförmig
oder matrizenförmig miteinander fest verbunden sind.
9. Verbundpanzerungselement (10, 20) nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass dem Matrixmaterial (12, 22) mindestens ein zusätzlicher Füllstoff, insbesondere bestehend
aus einem Feststoff, beigegeben ist.
10. Verbundpanzerungselement (10, 20) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Füllstoff eine Dichte von weniger als 3 g/cm3 aufweist.
11. Verbundpanzerungselement (10, 20) nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Füllstoff schaumförmig, wabenförmig, pulverförmig oder faserförmig ist.
12. Verbundpanzerungselement (10, 20) nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Füllstoff flüssig oder gasförmig ist.
13. Fahrzeug, insbesondere Kampffahrzeug, mit einer zu schützenden Fläche (13, 23), die
mindestens einen ballistisch schwächeren oder stärkeren Bereich aufweist, wobei an
der zu schützenden Fläche (13, 23) zum Schutz ein Verbundpanzerungselement (10, 20)
nach einem der Ansprüche 1 bis 12 angeordnet ist, wobei der Teilausschnitt (T1, T3,
T4), in dem die kumulierte Masse der sich in dem Teilausschnitt (T1, T3, T4) befindenden
Wirkkörper (11, 21) vergrößert bzw. verkleinert ist, den ballistisch schwächeren bzw.
stärkeren Bereich schützt.
14. Verfahren zur Herstellung eines Verbundpanzerungselements (10, 20) nach einem der
Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Herstellung die mit dem Verbundpanzerungsetement (10, 20) zu schützende Fläche
(13, 23) derart berücksichtigt wird, dass die Wirkkörper (11, 21) derart in das Verbundpanzerungselement
(10, 20) eingebracht werden, dass in dem Teilausschnitt (T1, T3, T4) des Verbundpanzerungselements
(10, 20), der einen ballistisch schwächeren oder stärkeren Bereich der zu schützenden
Fläche (13, 23) schützt, die kumulierte Masse der sich in dem Teilausschnitt (T1,
T3, T4) befindenden Wirkkörper (11, 21) vergrößert bzw. verkleinert wird.
1. Plantar composite armouring element (10, 20) for protection against projectiles, which
contains at least one layer of effective members (11, 21) which are arranged in rows
beside each other in the composite armouring element (10, 20) and which are embedded
in a matrix material (12, 22), characterised in that it has at least one coherent part-cutout (T1, T3, T4) which extends over the entire
thickness d of the composite armouring element (10, 20) and in which there is located
at least one complete effective member (11, 21) in which the cumulative mass of the
effective members (11, 21) located in the part-cutout (T1, T3, T4) is changed with
respect to a reference part-cutout (T2, T5) which extends over the entire thickness
d of the composite armouring element (10, 20) and which has the same extent in the
direction of the length and width so that there is produced a changed protective effect
in the part-cutout (T1, T3, T4).
2. Composite armouring element (10, 20) according to claim 1, characterised in that in the part-cutout (t1, T2, T4) the height (h1, h3) of at least one effective member
(11, 21) is changed with respect to the height (h2) of an effective member (11, 21)
located outside the part-cutout (T1, T3, T4).
3. Composite armouring element (10, 20) according to claim 2, characterised in that the change in the height is in the range from 1% to 500%, in particular in the range
from 50 to 200%.
4. Composite armouring element (10, 20) according to any one of the preceding claims,
characterised in that in the part-cutout (T1, T3, T4) the number of effective members (11, 21) is changed.
5. Composite armouring element (10, 20) according to claim 4, characterised in that in the part-cutout (T1 T3, T4) there is a changed number of layers.
6. Composite armouring element (10, 20) according to any one of the preceding claims,
characterised in that in the part-cutout (T1, T3, T4) the effective members (11, 21) are produced from
a changed material.
7. Composite armouring element (10, 20) according to any one of the preceding claims,
characterised in that it has a planar closure face (17, 27).
8. Composite armouring element (10, 20) according to any one of the preceding claims,
characterised in that the effective members (11, 21) of a row are securely connected to each other at least
partially by means of webs (16, 26) in the manner of a chain or a matrix.
9. Composite armouring element (10, 20) according to any one of the preceding claims,
characterised in that at least one additional filler material, in particular comprising a solid material,
is added to the matrix material (12, 22).
10. Composite armouring element (10, 20) according to claim 9, characterised in that the filler material has a density of less than 3 g/cm3.
11. Composite armouring element (10, 20) according to claim 9 or 10, characterised in that the filler material is foam-like, honeycomb-like, powder-like or fibre-like.
12. Composite armouring element (10, 20) according to claim 9 or 10, characterised in that the filler material is liquid or gaseous.
13. Vehicle, in particular a combat vehicle, having a surface (13, 23) to be protected
which has at least one ballistically weaker or stronger region, whereby on the surface
(13, 23) to be protected is arranged for protection a composite armouring element
(10, 20) according to any one of claims I to 12, the part-cutout (T1, T3, T4), in
which the cumulative mass of the effective members (11, 21) located in the part-cutout
(T1, T3, T4) is increased or decreased, protecting the ballistically weaker or stronger
region.
14. Method for producing a composite armouring element (10, 20) according to any one of
claims 1 to 12, characterised in that, during the production, the surface (13, 23) to be protected with the composite armouring
element (10, 20) is taken into consideration in such a manner that the effective members
(11, 21) are introduced into the composite armouring element (10, 20) in such a manner
that, in the part-cutout (T1, T3, T4) of the composite armouring element (10, 20)
which protects a ballistically weaker or stronger region of the surface (13, 23) to
be protected, the cumulative mass of the effective members (11, 21) located in the
part-cutout (T1, T3, T4) is increased or decreased.
1. Elément de blindage composite (10, 20) plat destiné à la protection contre des projectiles,
lequel contient au moins une couche de corps actifs (11, 21), qui sont disposés en
rangées de manière juxtaposée dans l'élément de blindage composite (10, 20) et sont
intégrés dans un matériau matriciel (12, 22), caractérisé en ce que il présente au moins un segment partiel (T1, T3, T4) continu, s'étendant sur toute
l'épaisseur d de l'élément de blindage composite (10, 20), dans lequel se trouve au
moins un corps actif (11,21) complet, dans lequel la masse cumulée des corps actifs
(11, 21) se trouvant dans le segment partiel (T1, T3, T4) est modifiée par rapport
à un segment partiel (T2, T5) de référence s'étendant sur toute l'épaisseur d de l'élément
de blindage composite (10, 20), de même extension dans la direction de la longueur
et de la largeur, de sorte qu'il en découle dans le segment partiel (T1, T3, T4) une
action de protection modifiée.
2. Elément de blindage composite (10, 20) selon la revendication 1, caractérisé en ce que dans le segment partiel (T1, T3, T4), la hauteur (h1, h3) d'au moins un corps actif
(11, 21) est modifiée par rapport à la hauteur (h2) d'un corps actif (11, 21) se trouvant
à l'extérieur du segment partiel (T1, T3, T4).
3. Elément de blindage composite (10, 20) selon la revendication 2, caractérisé en ce que la modification de la hauteur se situe dans la plage allant de 1 % à 500 %, en particulier
dans la plage allant de 50 à 200 %.
4. Elément de blindage composite (10, 20) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le nombre de corps actifs (11, 21) est modifié dans le segment partiel (T1, T3, T4).
5. Elément de blindage composite (10, 20) selon la revendication 4, caractérisé en ce qu'un nombre modifié de couches est présent dans le segment partiel (T1, T3, T4).
6. Elément de blindage composite (10, 20) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que dans le segment partie] (T1,T3, T4), les corps actifs (11, 21) sont fabriqués à partir
d'un matériau modifié.
7. Elément de blindage composite (10, 20) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'il présente une surface terminale (17, 27) plate.
8. Elément de blindage (10, 20) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce que les corps actifs (11, 21) d'une rangée sont reliés au moins en partie par des traverses
(16, 26) solidement les uns aux autres de manière à présenter une forme de chaîne
ou une forme de matrice.
9. Elément de blindage composite (10, 20) selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'au moins une matière de charge supplémentaire, constituée en particulier d'une matière
solide est ajoutée au matériau matriciel (12, 22).
10. Elément de blindage composite (10, 20) selon la revendication 9, caractérisé en ce que la matière de charge présente une densité inférieure à 3 g/cm3.
11. Elément de blindage composite (10, 20) selon la revendication 9 ou 10, caractérisé en ce que la matière de charge se présente sous forme de mousse, sous forme alvéolée, sous
forme pulvérulente ou sous forme fibreuse.
12. Elément de blindage composite (10, 20) selon la revendication 9 ou 10, caractérisé en ce que la matière de charge se présente sous forme fluide ou sous forme gazeuse.
13. Véhicule, en particulier véhicule de combat, comprenant une surface (13, 23) à protéger,
laquelle présente au moins une zone plus vulnérable ou plus solide d'un point de vue
balistique, dans lequel un élément de blindage composite (10, 20) selon l'une quelconque
des revendications 1 à 12 est disposé au niveau de la surface (13, 23) à protéger
afin d'en assurer la protection, dans lequel le segment partiel (T1, T3, T4), dans
lequel la masse cumulée des corps actifs (11, 21) se trouvant dans le segment partiel
(T1, T3, T4) est augmentée ou diminuée, protège la zone plus faible ou plus solide
d'un point de vue balistique.
14. Procédé de fabrication d'un élément de blindage composite (10, 20) selon l'une quelconque
des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que lors de la fabrication, la surface (13, 23) à protéger avec l'élément de blindage
composite (10, 20) est prise en compte de telle manière que les corps actifs (11,
21) sont ménagés dans l'élément de blindage composite (10, 20) de telle manière que
dans le segment partiel (T1, T3, T4) de l'élément de blindage composite (10, 20),
qui protège une zone de la surface (13, 23) à protéger, plus faible ou plus solide
d'un point de vue balistique, la masse cumulée des corps actifs (11, 21) se trouvant
dans le segment partiel (T1, T3, T4) est augmentée ou diminuée.


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