(19)
(11) EP 2 053 876 B1

(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Hinweis auf die Patenterteilung:
26.05.2010  Patentblatt  2010/21

(21) Anmeldenummer: 07020433.4

(22) Anmeldetag:  18.10.2007
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
H04R 25/00(2006.01)

(54)

Hörvorrichtung mit gemeinsamem Anschluss für Schirmung und Identifikation eines Hörers

Hearing device with single connection for shielding and identification of an earpiece

Dispositif auditif doté d'un raccordement commun pour le blindage et l'identification d'un récepteur


(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO SE SI SK TR

(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
29.04.2009  Patentblatt  2009/18

(73) Patentinhaber: Siemens Medical Instruments Pte. Ltd.
Singapore 139959 (SG)

(72) Erfinder:
  • Gottschalk, Georg
    91056 Erlangen (DE)
  • Lommel, Dietmar
    91099 Poxdorf (DE)
  • Rückerl, Gottfried
    90461 Nürnberg (DE)
  • Schätzle, Ulrich
    91301 Forchheim (DE)

(74) Vertreter: Maier, Daniel Oliver 
Siemens AG Postfach 22 16 34
80506 München
80506 München (DE)


(56) Entgegenhaltungen: : 
EP-A- 1 617 706
US-A- 5 532 649
WO-A-2005/020549
US-A1- 2002 172 371
   
       
    Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).


    Beschreibung


    [0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Hörvorrichtung mit einem Gehäuse und einer Hörereinrichtung, die elektrisch an das Gehäuse lösbar gekoppelt ist, die ein elektronisches Identifikationselement aufweist, und die einen an ein elektrisches Kabel mit Schirmungsleitung angeschlossenen Hörer besitzt. Unter dem Begriff "Hörvorrichtung" wird hier jedes im oder am Ohr tragbare schallausgebende Gerät verstanden, insbesondere ein Hörgerät, ein Headset, Kopfhörer und dergleichen.

    [0002] Hörgeräte sind tragbare Hörvorrichtungen, die zur Versorgung von Schwerhörenden dienen. Um den zahlreichen individuellen Bedürfnissen entgegenzukommen, werden unterschiedliche Bauformen von Hörgeräten wie Hinter-dem-Ohr-Hörgeräte (HdO), Hörgerät mit externem Hörer (RIC: receiver in the canal) und In-dem-Ohr-Hörgeräte (IdO), z.B. auch Concha-Hörgeräte oder Kanal-Hörgeräte (ITE, CIC), bereitgestellt. Die beispielhaft aufgeführten Hörgeräte werden am Außenohr oder im Gehörgang getragen. Darüber hinaus stehen auf dem Markt aber auch Knochenleitungshörhilfen, implantierbare oder vibrotaktile Hörhilfen zur Verfügung. Dabei erfolgt die Stimulation des geschädigten Gehörs entweder mechanisch oder elektrisch.

    [0003] Hörgeräte besitzen prinzipiell als wesentliche Komponenten einen Eingangswandler, einen Verstärker und einen Ausgangswandler. Der Eingangswandler ist in der Regel ein Schallempfänger, z. B. ein Mikrofon, und/oder ein elektromagnetischer Empfänger, z. B. eine Induktionsspule. Der Ausgangswandler ist meist als elektroakustischer Wandler, z. B. Miniaturlautsprecher, oder als elektromechanischer Wandler, z. B. Knochenleitungshörer, realisiert. Der Verstärker ist üblicherweise in eine Signalverarbeitungseinheit integriert. Dieser prinzipielle Aufbau ist in FIG 1 am Beispiel eines Hinter-dem-Ohr-Hörgeräts dargestellt. In ein Hörgerätegehäuse 1 zum Tragen hinter dem Ohr sind ein oder mehrere Mikrofone 2 zur Aufnahme des Schalls aus der Umgebung eingebaut. Eine Signalverarbeitungseinheit 3, die ebenfalls in das Hörgerätegehäuse 1 integriert ist, verarbeitet die Mikrofonsignale und verstärkt sie. Das Ausgangssignal der Signalverarbeitungseinheit 3 wird an einen Lautsprecher bzw. Hörer 4 übertragen, der ein akustisches Signal ausgibt. Der Schall wird gegebenenfalls über einen Schallschlauch, der mit einer Otoplastik im Gehörgang fixiert ist, zum Trommelfell des Geräteträgers übertragen. Die Stromversorgung des Hörgeräts und insbesondere die der Signalverarbeitungseinheit 3 erfolgt durch eine ebenfalls ins Hörgerätegehäuse 1 integrierte Batterie 5.

    [0004] Bei HdO-RIC-Hörgeräten ist der Lautsprecher wie oben erwähnt aus dem hinter dem Ohr getragenen Gehäuse ausgelagert und befindet sich beim Tragen direkt im Ohrkanal. Der Lautsprecher, auch als Hörer bezeichnet, ist durch elektrische Leitungen mit dem Gehäuse bzw. dem Hörgerät verbunden. Es ist möglich, verschieden leistungsstarke Lautsprecher an das Hörgerät anzuschließen, um unterschiedlich schwere Hörverluste ausgleichen zu können.

    [0005] Aus der Druckschrift US 2002/0172371 A1 ist bekannt, dass an einen PC (Personal Computer) unterschiedliche Lautsprechertypen anschließbar sind, nämlich aktive oder nicht-aktive PC-Lautsprecher. Die unterschiedlichen Lautsprechertypen müssen vom PC mit unterschiedlichen Signaltypen angesteuert werden. Der PC soll nun den Lautsprechertyp beispielsweise durch Messen eines charakteristischen Identifikations-Widerstands im Anschlussstecker der PC-Lautsprecher ermitteln können. Anhand dessen soll der PC sodann automatisch den jeweils richtigen Signaltyp auswählen können.

    [0006] In vergleichbarer Weise werden bei Hörgeräten Signale in der Regel über zwei elektrische Leitungen zum Lautsprecher übertragen. Mittels einer dritten Leitung kann ein Widerstand im Hörgerät gemessen werden. Der Widerstandswert kennzeichnet den Lautsprechertyp und liefert eine entsprechende Identifikationsinformation. Für die Anpassung des Hörgeräts ist es notwendig, den eingesetzten Lautsprechertyp zu kennen und daher die entsprechende Identifikationsinformation über die dritte Leitung abzurufen. Insgesamt wird somit eine Dreidrahtverbindung zum Lautsprecher benötigt: zwei Leitungen für das Signal und eine Leitung zum Detektieren des Lautsprechertyps.

    [0007] Bekanntermaßen strahlen die Signalleitungen zum Lautsprecher und der Lautsprecher selbst elektrische und magnetische Energie ab. Diese Energie bzw. die entsprechenden Felder stören den Betrieb des Hörgeräts. Insbesondere kommt es zu Beeinträchtigungen von drahtlosen Funkverbindungen, wenn in den entsprechenden Hörgeräten elektromagnetische Übertragungswege genutzt werden. Die Empfangsreichweite für von extern zu empfangenden Signalen und Daten geht bei diesen Störungen stark zurück. Betroffen sind insbesondere Fernbedienungskommandos, drahtlose Übertragungen von Audio-Signalen sowie die drahtlose Programmierung. Die Abstrahlungen von den Signalleitungen oder vom Lautsprecher selbst erhöhen aber auch die Rückkopplungsgefahr speziell im Telefonspulenbetrieb.

    [0008] Eine einfache Lösung dieser Abstrahlproblematik bestünde darin, die störenden Felder mittels einer Schirmleitung abzuschirmen. So ist zum Beispiel aus der Druckschrift WO 2005/020549 A1 ein HdO-RIC-Hörgerät bekannt, bei dem die Abstrahlproblematik bezüglich des Lautsprechers durch ein diesen umgebendes Schirmgehäuse gelöst werden soll. Das Schirmgehäuse ist mittels einer Schirmleitung mit einem Nullpotenzial bzw. Erde des Hörgeräts verbunden. Dazu ist aber dann eine weitere, vierte Leitung zwischen Hörgerätegehäuse und Lautsprecher notwendig. Dies führt nicht nur zu einem dickeren Lautsprecherkabel, sondern auch zur Notwendigkeit eines größeren Kabelsteckers bzw. einer größeren Lautsprecherbuchse am Hörgerät. Aus Platzgründen sollte jedoch die Buchse für das Lautsprecherkabel am Hörgerät möglichst klein sein.

    [0009] Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht somit darin, die Baugröße einer Hörvorrichtung mit auswechselbarem Hörer und geschirmten Leitungen zu reduzieren.

    [0010] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe gelöst durch eine Hörvorrichtung mit einem Gehäuse und einer Hörereinrichtung, die elektrisch an das Gehäuse lösbar gekoppelt ist, die ein elektronisches Identifikationselement aufweist, und die eine an ein elektrisches Kabel mit Schirmungsleitung angeschlossenen Hörer besitzt, wobei die Schirmungsleitung und das elektronische Identifikationselement über einen gemeinsamen, einpoligen Anschluss in das Gehäuse geführt ist.

    [0011] In vorteilhafter Weise ist es gemäß der vorliegenden Erfindung möglich, einen Pol des Anschlusses des Hörers an das Gehäuse der Hörvorrichtung sowohl für die Schirmungsleitung als auch für das Abgreifen des Identifikationselements einzusetzen. Diese Mehrfachnutzung erspart einen Pol, so dass eine Buchse bzw. ein Stecker an dem Gehäuse zum Anstecken der Hörereinrichtung kleiner gestaltet werden kann.

    [0012] Vorzugsweise besitzt die Hörereinrichtung einen dreipoligen Stecker mit zwei Polen für eine Ansteuerung des Hörers und einen Pol für die Schirmungsleitung und das Identifikationselement zusammen. Damit kann für die übliche Ansteuerung des Hörers ein sehr kleiner dreipoliger Stecker bzw. eine dreipolige Buchse im Hörgerätegehäuse verwendet werden.

    [0013] Das Identifikationselement kann ein ohmscher Widerstand sein. Dieser stellt ein sehr kostengünstiges, leicht in einen Stecker integrierbares Bauelement zur Identifikation dar.

    [0014] Entsprechend einer ebenfalls bevorzugten Ausführungsform ist der einpolige Anschluss für die Schirmungsleitung und das Identifikationselement im Inneren des Gehäuses über einen Kondensator an Masse gelegt. Damit können hochfrequente Störanteile zur Masse abfließen und das Identifikationselement kann auf Gleichstrombasis ausgewertet werden.

    [0015] Weiterhin kann der einpolige Anschluss im Inneren des Gehäuses zu einem elektrischen Widerstand geführt sein, so dass sich mit dem Identifikationselement ein Spannungsteiler ergibt, der zur Identifikation der Hörereinrichtung ausgewertet wird. Ein derartiger Spannungsteiler stellt ein sicheres und robustes Mittel zur Identifikation dar.

    [0016] Gemäß einer weiteren Ausführungsform kann der einpolige Anschluss im Inneren des Gehäuses an einen Multiplexer zum Empfang weiterer Eingangssignale gelegt sein. Beispielsweise kann der Multiplexer auch als Eingang für einen Lautstärkesteller dienen. Mit dieser Gestaltung des Eingangs können Signalverarbeitungskomponenten für mehrere verschiedene Eingangskanäle verwendet werden.

    [0017] In einer besonderen Ausgestaltung umfasst die Schirmungsleitung ein Schirmungsgewebe. Damit lässt sich eine wirksame elektrische Schirmung erreichen.

    [0018] Die vorliegende Erfindung wird anhand der beigefügten Zeichnungen näher erläutert, in denen zeigen:
    FIG 1
    den prinzipiellen Aufbau eines Hörgeräts gemäß dem Stand der Technik;
    FIG 2
    eine Hörvorrichtung in schematischer Darstellung ge- mäß einer ersten Ausführungsform und
    FIG 3
    eine Hörvorrichtung gemäß einer zweiten Ausführungs- form ebenfalls in schematischer Darstellung.


    [0019] Die nachfolgend näher geschilderten Ausführungsbeispiele stellen bevorzugte Ausführungsformen der vorliegenden Erfindung dar.

    [0020] Das in FIG 2 beispielhaft dargestellte BTE-RIC-Gerät (Behind The Ear - Receiver In The Canal) besitzt ein Hörgerätegehäuse 10 zum Tragen hinter dem Ohr. In das Gehäuse 10 ist eine Buchse 11 integriert, um einen externen Hörer 12 anschließen zu können. Der Hörer 12 ist Teil einer Hörereinrichtung 13, die hier in Form eines Lautsprecher- bzw. Hörermoduls ausgebildet ist, das in die Buchse 11 einsteckbar ist. Hierzu besitzt die Hörereinrichtung 13 einen Stecker 14 mit drei Stiften 141, 142 und 143, die jeweils einem Pol entsprechen. Die Buchse 11 weist entsprechende Klemmen 111, 112 und 113 für die Stifte 141, 142 und 143 auf.

    [0021] Der Hörer 12 wird über zwei Leitungen 132 und 133 angesteuert. Diese münden in die Stifte 142 und 143 des Steckers 14. Die über die beiden Leitungen 132 und 133 vom Hörgerät zum Hörer 12 zu übertragenden Lautsprechersignale werden innerhalb des Hörgerätegehäuses 10 von einer Ausgangsstufe 15 erzeugt. Im vorliegenden Fall besitzt die Ausgangsstufe zwei Verstärker 152 und 153. Sie liefern im normen Betriebsfall die Ausgangssignale über die Klemmen 112, 113, die Stifte 142, 143 und die Leitungen 132, 133 zum Hörer 12. Diese Ansteuersignale sind in FIG 2 mit rec1 und rec2 bezeichnet.

    [0022] Da an das Hörgerät bzw. das Hörgerätegehäuse 10 mehrere verschiedenen Hörereinrichtungen 13 angesteckt werden können, die jeweils einen bestimmten Lautsprechertyp besitzen, ist in den Stecker 14 ein Widerstand R2 integriert. Elektrisch ist er an die Stifte 141 und 142 angeschlossen. Zur Identifikation der Hörereinrichtung 13 ist daher im Inneren des Hörgerätegehäuses 10 eine entsprechende Eingangsschaltung 16 vorgesehen. Die Eingangsschaltung 16 besitzt hier einen Multiplexer 161, an dessen einen Eingang die Klemme 111 der Buchse 11 angeschlossen ist. An den Multiplexer 161 können aber auch weitere Geber angeschlossen werden, ein nicht dargestellter Lautstärkesteller, ein Programmtaster und dergleichen. Der Ausgang des Multiplexers 161 wird an einen nicht dargestellten AD-Wandler geführt. Weiterhin ist der Ausgang des Multiplexers 161 über einen Widerstand R1 und einen Schalter 162 an eine Spannungsquelle 163 geschaltet.

    [0023] Die Ausgangsstufe 15 besitzt einen Schalter 151, mit dem die eine Ausgangsleitung 154, die im Betriebsfall das Lautsprechersignal rec1 führt, von dem Verstärker 152 getrennt und an Masse gelegt werden kann, so dass sie das Potential grd führt.

    [0024] Dieser Schaltzustand wird für die Identifikationsprozedur verwendet. Hierzu wird außerdem der Schalter 162 in der Eingangsschaltung 16 in EIN-Stellung gebracht. Der Multiplexer 161 wird automatisch zyklisch die Identifikationsklemme 111 abtasten. In diesem Zustand stellen die Widerstände R1 und R2 einen Spannungsteiler dar, deren Ausgangsspannung eine Identifikationsinformation bezüglich der Hörereinrichtung 13 beinhaltet. Nach der Identifikation wird der Schalter 151 wieder umgelegt und der Schalter 162 geöffnet.

    [0025] Zur Abschirmung der Lautsprecherleitungen 132 und 133 ist um diese eine Schirmleitung 131 gewickelt. Sie ist an einem Ende an das Gehäuse des Hörers 12 und an dem anderen Ende an den Stift 141 des Pols für die Höreridentifikation angeschlossen. Die Schirmleitung 131 kann gegebenenfalls auch als Schirmgewebe um ein zweiadriges Kabel realisiert sein. Damit hochfrequente Störungen über die Schirmleitung 131, den Stift 141 und die Identifikationsklemme 111 abgeleitet werden können, ist letztere über einen Kondensator C an Masse geschaltet. Da dieser nicht DC- aber AC-wirksam ist, spielt er für die Identifikation keine Rolle.

    [0026] Entsprechend dem Hauptgedanken der Erfindung wird damit die Identifikations- bzw. Detektionsleitung zur Ermittlung des Hörertyps gleichzeitig als Schirmleitung verwendet. Auf diese Weise werden störende elektromagnetische Wechselfelder über den Detektionspol der Buchse 11 bzw. des Steckers 14 abgeschirmt. Dazu ist es allerdings notwendig, dass die Schirmleitung auf das Spannungsteilerpotential und nicht auf Masse gelegt wird. Hierfür wird die Detektionsleitung, wie erwähnt, über den Kondensator C mit einem geeigneten Bezugspotential (vorzugsweise Masse) verbunden. Dies kann innerhalb des Hörgerätegehäuses mit einem kleinen Kondensator-Bauteil erfolgen. Beispielsweise werden mit einem Kapazitätswert von 10 nF die gleichen Abschirmeffekte erzielt wie mit einer vierten, separaten und mit Masse kurz geschlossenen Schirmleitung.

    [0027] FIG 3 zeigt eine alternative Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Die meisten Komponenten entsprechen denen des ersten Ausführungsbeispiels, hinsichtlich deren Aufbau und Wirkung daher auf obige Beschreibung verwiesen sei. Das in den Stecker integrierte Identifikationselement ist hier allerdings nicht ein ohmscher Widerstand sondern ein Kondensator C1. Es erfolgt daher die Detektion bzw. Identifikation des Hörertyps nicht über eine DC-Messung, sondern über eine AC-Messung. Folglich ist die Identifikationsklemme 111 an eine AC-Messschaltung 17 angeschlossen. Die hochfrequenten Störungen, die über die Schirmleitung 131 ins Hörgerät geführt werden, werden auch hier über einen Kondensator abgeleitet, der hier mit C2 bezeichnet ist. In diesem Ausführungsbeispiel ist außerdem auf einen Eingangsmultiplexer verzichtet und die Ausgangsstufe 15 ist ohne Schalter einfacher gestaltet. Mit diesem Ausführungsbeispiel soll angedeutet werden, dass die Hörereinrichtung 13 auch über Wechselstromkomponenten wie Kondensatoren oder Spulen identifizierbar ist.


    Ansprüche

    1. Hörvorrichtung mit

    - einem Gehäuse (10) und

    - einer Hörereinrichtung (13), die elektrisch an das Gehäuse (10) lösbar gekoppelt ist, die ein elektronisches Identifikationselement (R2, C1) aufweist, und die einen an ein elektrisches Kabel mit Schirmungsleitung (131) angeschlossenen Hörer (12) besitzt,

    dadurch gekennzeichnet, dass

    - die Schirmungsleitung (131) und das elektronische Identifikationselement (R2, C1) über einen gemeinsamen, einpoligen Anschluss in das Gehäuse (10) geführt ist.


     
    2. Hörvorrichtung nach Anspruch 1, wobei die Hörereinrichtung (13) einen dreipoligen Stecker (14) mit zwei Polen für eine Ansteuerung des Hörers (12) und einen Pol für die Schirmungsleitung (131) und das Identifikationselement (R2, C1) aufweist.
     
    3. Hörvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, wobei das Identifikationselement (R2, C1) ein ohmscher Widerstand ist.
     
    4. Hörvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der einpolige Anschluss für die Schirmungsleitung (131) und das Identifikationselement (R2, C1) im Inneren des Gehäuses (10) über einen Kondensator (C, C2) an Masse gelegt ist.
     
    5. Hörvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der einpolige Anschluss im Inneren des Gehäuses (10) zu einem elektrischen Widerstand (R1) geführt ist, so dass sich mit dem Identifikationselement (R2, C1) ein Spannungsteiler ergibt, der zur Identifikation der Hörereinrichtung (13) ausgewertet wird.
     
    6. Hörvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei der einpolige Anschluss im Inneren des Gehäuses (10) an einen Multiplexer (161) zum Empfang weiterer Eingangssignale gelegt ist.
     
    7. Hörvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Schirmungsleitung (131) ein Schirmungsgewebe umfasst.
     


    Claims

    1. Hearing apparatus comprising

    - a housing (10) and

    - a receiver device (13) that is removably electrically coupled to the housing (10), said receiver device (13) having an electronic identification element (R2, C1) and having a receiver (12) that is connected to an electrical cable with a sheath cable (131),

    characterised in that

    - the sheath cable (131) and the electronic identification element (R2, C1) are conducted into the housing (10) via a common, single-pole connection.


     
    2. Hearing apparatus according to claim 1, with the receiver device (13) having a three-pole plug (14) with two poles for controlling the receiver (12) and one pole for the sheath cable (131) and the identification element (R2, C1).
     
    3. Hearing apparatus according to claim 1 or claim 2, with the identification element (R2, C1) being an ohmic resistor.
     
    4. Hearing apparatus according to one of the preceding claims, with the single-pole connection for the sheath cable (131) and for the identification element (R2, C1) being grounded in the interior of the housing (10) via a capacitor (C, C2).
     
    5. Hearing apparatus according to one of the preceding claims, with the single-pole connection in the interior of the housing (10) being conducted to an electrical resistor (R1), which in combination with the identification element (R2, C1) results in a potentiometer that is evaluated in order to identify the receiver device (13).
     
    6. Hearing apparatus according to one of the preceding claims, with the single-pole connection in the interior of the housing (10) being applied to a multiplexer (161) for the receipt of further input signals.
     
    7. Hearing apparatus according to one of the preceding claims, with the sheath cable (131) comprising a shielding material.
     


    Revendications

    1. Prothèse auditive comprenant

    - un boîtier ( 10 ) et

    - un dispositif ( 13 ) d'écouteur, qui est couplé, de manière amovible, électriquement au boîtier ( 10 ), qui a un élément ( R2, C1 ) électronique d'identification et qui possède un écouteur ( 12 ) raccordé à un câble électrique ayant une ligne ( 131 ) de blindage,

    caractérisée en ce que

    - la ligne ( 131 ) de blindage et l'élément ( R2, C1 ) électronique d'identification sont guidés dans le boîtier ( 10 ) par une borne unipolaire commune.


     
    2. Prothèse auditive suivant la revendication 1, dans laquelle le dispositif ( 13 ) d'écouteur a une fiche ( 14 ) tripolaire ayant deux pôles pour une commande de l'écouteur ( 12 ) et un pôle pour la ligne ( 131 ) de blindage et l'élément ( R2, C1 ) d'identification.
     
    3. Prothèse auditive suivant la revendication 1 ou 2, dans laquelle l'élément ( R2, C1 ) d'identification est une résistance ohmique.
     
    4. Prothèse auditive suivant l'une des revendications précédentes, dans laquelle la borne unipolaire pour la ligne ( 131 ) de blindage et pour l'élément ( R2, C1 ) d'identification est mise à la masse à l'intérieur du boîtier ( 10 ) par un condensateur ( C, C2 ).
     
    5. Prothèse auditive suivant l'une des revendications précédentes, dans laquelle la borne unipolaire est guidée à l'intérieur du boîtier ( 10 ) vers une résistance ( R1 ) électrique de manière à obtenir avec l'élément ( R2, C1 ) d'identification un diviseur de tension, qui est exploité pour l'identification du dispositif ( 13 ) d'écouteur.
     
    6. Prothèse auditive suivant l'une des revendications précédentes, dans laquelle la borne unipolaire est mise à l'intérieur du boîtier ( 10 ) sur un multiplexeur ( 161 ) pour la réception d'autres signaux d'entrée.
     
    7. Prothèse auditive suivant l'une des revendications précédentes, dans laquelle la ligne ( 131 ) de blindage comprend un tissu de blindage.
     




    Zeichnung














    Angeführte Verweise

    IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



    Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes. Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

    In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente