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(11) |
EP 2 053 935 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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23.11.2016 Patentblatt 2016/47 |
| (22) |
Anmeldetag: 31.07.2007 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2007/006770 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2008/014978 (07.02.2008 Gazette 2008/06) |
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HANDSCHUH, INSBESONDERE FAHRRADHANDSCHUH
GLOVE, IN PARTICULAR FOR BICYCLING
GANT, NOTAMMENT GANT DE VÉLO
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO
SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
31.07.2006 DE 102006035615
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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06.05.2009 Patentblatt 2009/19 |
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Patentinhaber: ROECKL Sporthandschuhe GmbH & Co. KG |
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80336 München (DE) |
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Erfinder: |
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- ROECKL, Stefan
82402 Seeshaupt (DE)
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| (74) |
Vertreter: Behr, Wolfgang et al |
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Lorenz Seidler Gossel
Rechtsanwälte Patentanwälte
Partnerschaft mbB
Widenmayerstraße 23 80538 München 80538 München (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
WO-A-2006/068381 US-B2- 6 845 519
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US-A- 4 570 269
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Handschuh, insbesondere Sporthandschuh für Sommersportarten
wie Fahrradfahren.
[0002] Solche vorbekannten Handschuhe, insbesondere für die Ausübung von Aktivsportarten
wie beispielsweise Fahrradfahren oder Nordic Walking sind typischerweise mit Untermaterialien
versehen, die rutschfest und griffig sind, und so das Risiko des Fallenlassens des
Sportartikels oder sogar des Verlietens des Handschuhs verhindern, während der Sport
ausgeübt wird. So weist das Innenteil des Handschuhs typischerweise eine Handschuh-außenseitige
Materiallage auf, die eine besondere Griffigkeit vermittelt, damit das jeweilige Sportgerät
sicher in der Hand verbleibt bzw. im Falle z.B. eines Fahrrad- oder Motorradlenkers
sicher kontrolliert werden kann. Ferner umfassen solche Handschuhe häufig im Bereich
der Handinnenfläche Materialien wie Frottee, Fleece und sind oftmals zusätzlich gepolstert,
um sowohl während der Ausübung des Sports, beispielsweise beim Radfahren, eine gewisse
Ergonomie bereitzustellen. Gerade im Bereich von Sportarten, die ein dauerhaftes Aufstützen
bzw. Umfassen des Lenkers beinhalten, ist eine gewisse Polsterung beispielsweise zur
Verhinderung eines Kapaltunnelsyndroms aber auch im Falle eines Sturzes vorteilhaft.
Als Polstermaterialien werden oft Gel, Foam (geschäumte Materialien) oder Silikonbeschichtungen
verwendet.
[0003] Die vorstehend beschriebenen zusätzlichen Materiallagen bzw. Polsterbereiche haben
jedoch bei warmen Temperaturen, beispielsweise in den Sommermonaten den Nachteil einer
schlechten Klimatisierung. So wird durch die Isolationswirkung einer oder mehrerer
zusätzlicher Materialschichten und des verwendeten Materials der Temperaturausgleich
zwischen einer im Inneren des Handschuhs befindlichen Hand des Benutzers und der Umgebung
erschwert. Dies trifft im Falle von Fahrrad- und Motorradhandschuhen, insbesondere
für den Innenhandbereich des Handtellers zu, mit der die Lenkerstange umschlossen
wird, wodurch selbst bei der Verwendung von luftdurchlässigem Material für die Innenseite
des Handschuhs oder sogar bei nackter Hand kaum Luft bzw. kein Luftzug und Fahrtwind
an die Haut im Bereich des Handtellers gelangen kann. Demzufolge kann es lokal an
der Innenhandseite in diesem Bereich zu Überhitzungen der Hand und damit verbundener
Schweißbildung kommen, wobei nicht nur der Tragekomfort beeinträchtigt wird, sondern
auch die Leistung des Sportlers herabgesetzt werden kann. Vor allem bei Sportarten
wie Rad-, Motorrad- und Motorcrossfahren kann eine schweißnasse Innenhand, vor allem
bei der Verwendung von Silikon als zusätzliche Materiallage, besonders rutschig werden,
wodurch sich ein Gefahrenpotential bilden kann.
[0004] WO 2006/068381 A beschreibt einen Handschuh für Kampfsport, der ein Griffelement zum Umgreifen mit
den Fingern aufweist, wobei der Handschuh im Bereich der Handinnenfläche bevorzugt
offen gestaltet ist, und im Bereich der Handschuhoberseite und zwischen den Fingern
Öffnungen aufweisen kann.
[0005] US 4,570,269 A beschreibt einen Rennhandschuh zum Motorradfahren mit einem flexiblen Schutzelement
auf der Außenfläche der Handschuhoberseite, wobei das Schutzelement Lufteinlassöffnungen
aufweist, durch die beim Fahren des Motorrads Luft an die Unterseite des Schutzelements
geleitet wird.
[0006] US 6,845,519 B2 zeigt einen Rad-Handschuh mit Fingerteilen und Polsterungen der Innenhandfläche.
In einem Ausführungsbeispiel sind vier jeweils rechteckige Polsterungen mit einem
gewissen Abstand voneinander auf dem Material der Innenhandfläche angeordnet, so dass
der Zwischenraum zwischen den Polsterungen Luftkanäle bildet, über welche Luft seitlich
an die Innenhandfläche gelangen kann.
[0007] Aufgrund der Probleme im Stand der Technik liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe
zugrunde, einen Handschuh der eingangs genannten Art zu schaffen, bei welchem eine
effiziente Luftzirkulation im Handschuhinneren im Bereich des Handtellers ermöglicht,
und somit die Schweißbildung an der Hand des Benutzers weitgehend vermieden bzw. durch
die Zugluft weggetragen wird, was zu einer erheblichen Verbesserung des Tragekomforts
und der Sicherheit führt.
[0008] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch einen Handschuh gemäß Anspruch 1 gelöst.
[0009] Dabei handelt es sich um eine Weiterbildung des Handschuhs der eingangs genannten
Art, der im Wesentlichen dadurch gekennzeichnet ist, dass die Materiallage der Innenseite
des Handschuhs Kanalelemente bzw. Luftstromleitungen in Form von Schläuchen aufweist,
die die Luft von der Handschuhoberseite durch Einlässe im Bereich zwischen den Knöcheln
der Fingeransätze an die Innenhandfläche im Bereich des Handtellers gelangen lassen.
Dementsprechend betrifft die vorliegende Erfindung einen Handschuh, vorzugsweise Fahrradhandschuh,
mit Fingerteilen und einer Polsterung der Innenseite des Handschuhs, wobei ein Luftstrom
von der Handschuhoberseite über Kanalelemente an die Innenhandfläche gelangen kann.
[0010] Die erfindungsgemäße Ausgestaltung ermöglicht auf überraschend einfache Weise einen
effektiven Luftaustausch an der Innenhandseite, wirkt somit der Schweißbildung am
Handteller vor und schafft dadurch eine merkliche Erhöhung des Tragekomforts. Ein
besonderer Vorteil der erfindungsgemäßen Handschuhe ist dabei, dass erfindungsgemäß
Polsterelemente zur Bildung bzw. Aufnahme der Kanalelemente genutzt werden, die gleichzeitig
einen verbesserten Druckstellenschutz des Handbereichs erlauben, der dem
[0011] Übergang von den Mittelhandknochen zu den Basisfingergliedern entspricht, wo oftmals
Schwielen entstehen, im Folgenden als "Schwielen"-anfälliger Bereich bezeichnet.
[0012] Somit trägt der erfindungsgemäße Handschuh gleich mehreren Bedürfnissen von Sportlern,
insbesondere Fahrradfahrern, Rechnung, da er zum einen die unangenehme Schweißbildung
unterdrückt, die bei bestimmten Sportarten auch unter Sicherheitsaspekten unerwünscht
ist, und ferner in den sensiblen Bereichen der Innenhand eine Polsterung zur Verfügung
stellt, die punktuellen Druckbelastungen, beispielsweise beim Griff eines Lenkrads
entgegenwirkt.
[0013] Damit wird insbesondere bei Freizeitsportlern, die aufgrund der störenden Schweißbildung
Sporthandschuhe nicht anlegen, die Bereitschaft gesteigert, Sporthandschuhe zum Schutze
ihrer Hände, sowie aufgrund vorstehend erwähnter genereller Sicherheitsaspekte zu
tragen.
[0014] Die Erfindung wird nachfolgend anhand einem in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispiel
näher erläutert.
[0015] Anhand der Zeichnungen werden Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine inverse Ansicht eines Handschuhs von der Seite des Handtellers,
Fig. 2 eine Ansicht eines Handschuhs von der Handrückenseite.
[0016] Die Fig. 1 und 2 zeigen ein erstes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen Handschuhs,
bei dem in Fig. 1 die Innenseite nach außen gestülpt dargestellt ist. Der Handschuh
ist im dargestellten Ausführungsbeispiel als Halbfinger-Fahrradhandschuh ausgebildet.
Ein Handschuh H(R) für die rechte Hand, insbesondere ein Fahrrad- oder Sporthandschuh,
mit Halbfingern 1a (für den Daumen) und 1b bis 1e (für die restlichen Finger) weist
eine Anziehöffnung 2 mit einem oder ohne Verschluss, hier z.B. einem Klettverschluss
3, und im Handtellerbereich beispielsweise einen die Griffigkeit erhöhenden Belag
4 auf, der in der Figur 1 nicht dargestellt ist. Jeder Halbfinger 1b bis 1e kann aus
einzelnen, über Nähte 5 verbundenen Zuschnittteilen 6, 7 gefertigt sein, beispielsweise
um an den Innen- und Außenseiten der Finger und in den Fingerzwischenräumen unterschiedliche,
den jeweiligen Anforderungen angepasste Materialien, Nahtverläufe oder Gewebe (Schichten)
zu haben, die zu einem guten Tragekomfort beitragen. Jeder Halbfinger 1b bis 1e hat
einen angedeuteten Fingeransatz 8.
[0017] Im Bereich des angedeuteten Fingeransatzes führen an der Handschuhinnenseite Kanalelemente
11 Luft an den Handteller, wobei die Außenluft über einen Einlass 14 in die Kanalelemente
11 gelangt, der sich in diesem Ausführungsbeispiel zwischen den Fingerteilen 1b, 1c,
1d, 1e an den Fingerknöcheln der Oberhand 15 befindet. In einem anderen, hier nicht
dargestellten, Ausführungsbeispiel können die Einlässe, ggf. in Form eines Schlitzes
oberhalb der Verbindung zwischen Daumen und Zeigefinger, vorgesehen sein, beispielsweise
im Falle einer Rennlenkerhaltung, um auch hier den Fahrtwind optimal einzufangen,
da hier die Luft nicht über die Knöchel einströmt. Die Kanalelemente können durch
die Polsterungen 9, 10 gebildet werden und wie gestrichelt angedeutet, Leitungen 12
in Form von Schläuchen umfassen. Die Luftstromleitungen 12 sind vorzugsweise austauschbar,
so dass beispielsweise im Falle von Verstopfungen die Leitungen leicht gereinigt oder
ausgetauscht werden können. Wie in Fig. 1 und Fig. 2 gezeigt, wird die Luft über im
Bereich der Wurzel der Halbfinger 1b bis 1e an der Handschuhoberseite angeordnete
Lufteinlässe in die Kanalelemente bzw. Leitungen eingeführt. Die Lufteinlässe 14,
beispielsweise in Form von Düsen, können beispielsweise in die Schichteln eingearbeitet
werden, die zwischen den Fingern, d.h. von Zeigefinger 1b bis kleinem Finger 1e am
Fingeransatz 8 an der Oberhand angeordnet sind. Die Lufteinlässe 14 weisen gegebenenfalls
eine Membran auf, die das Eindringen von Feuchtigkeit und/oder Feststoffen, wie Staub
oder Pollen in das Innere des Handschuhs verhindern. In einer weiteren, hier nicht
dargestellten Ausführungsform sind die Lufteinlässe vorzugsweise verschließbar, um
im Falle von beispielsweise Regen oder extrem kalter Luft den verbesserten Tragekomfort
aufrechtzuerhalten.
[0018] Die Einlässe 14 bestehen vorzugsweise aus Kunststoff und sind in der Materiallage
der Oberhand in dem betreffenden Bereich des Fingeransatzes zwischen den Fingern 1b
bis 1e ein- oder aufgesetzt und beispielsweise durch eine Naht befestigt. Wenn die
Lufteinlässe im Bereich zwischen den Fingerknöcheln und Ansatz der Finger 1b, 1c,
1d, 1e angeordnet sind, stören diese die Funktionalität des Handschuhs am wenigstens
und beeinträchtigen auch sowohl den Tragekomfort als auch die Ästhetik des Handschuhs
kaum. Im Gegenteil kann durch die Verwendung von formschönen Düsen eine insgesamt
ästhetisch angenehme und sportliche oder eine technische bzw. futuristische Erscheinungsform
des Handschuhs bewirkt werden.
[0019] Auf der Handinnenseite 2 sind die Polsterungen 9, 10 aus herkömmlichen Polstermaterialien
wie Schaumstoff, Gel, Latex, Gummi oder Mischungen oder Kombinationen daraus angeordnet,
wobei der Teil der Polsterung 9 der den "Schwielen"-anfälligen Bereich der Innenhand
abpolstert, in einem Bereich 10 nach unten in den Handteller verlängert und bis zum
Handgelenk angeordnet sein können, wie dies besonders in Fig. 1 zu sehen ist. Die
Polsterungen 9, 10 können an der Innenseite des Handschuhs angeordnet und gegebenenfalls
durch ein Futter in der Größe des Polstermaterials oder durch ein vollständiges Handschuhfutter
abgedeckt sein.
[0020] Die Größe und Ausgestaltung der Polsterungen 9, die an den "Schwielen"-anfälligen
Bereichen angeordnet sind bzw. 10, die sich über den Handteller erstrecken, sollten
so ausgestaltet sein, dass sich zum einen die Polsterungen 9, 10 in jeder Griffposition
zwischen der Hand des Trägers und dem Griff befinden, und zum anderen die Kanalelemente
11 bis zum Ende des Handtellers reichen. Bevorzugt erstrecken sich die Polsterungen
9, 10 und die Kanalelemente bis kurz vor Abschluss des Handschuhs am Handgelenk. Zur
Vermeidung von evtl. Rückstau der Luft können in einer weiteren, hier nicht dargestellten,
Ausführungsform Luftaustrittslöcher oder vorzugsweise ein sehr luftdurchlässiges Material
vorgesehen sein.
[0021] In Figur 1 sind die Kanalelemente 11 als Leitungen in Form von Schläuchen 12 ausgebildet,
die unterhalb der Polsterung des "Schwielen"-anfälligen Bereichs in einen Auslass
13 münden, aus dem die Luft direkt an die unterschiedlichen Regionen des Handtellers
gelangen kann. Obwohl bevorzugt, ist die Verwendung solcher Leitungen nicht unbedingt
notwendig. Stattdessen können auch die durch die Polsterungen 9, 10 gebildeten Kanalelemente
zur direkten Heranführung der Luft an den Handteller genutzt werden. Jedoch gewährleistet
die Verwendung von Schläuchen, dass die Zufuhr des Fahrtwindes auch bei fester Umfassung
des Sportgeräts, beispielsweise des Lenkers, nicht evtl. durch "Abklemmen" des Luftstroms
im schwielenanfälligen Bereich unterbrochen wird. Dabei versteht sich, dass die in
Figur 1 offen dargestellten Kanalelemente beginnend am Lufteinlass teilweise geschlossen
sein können oder auch vollständig von einer Materiallage umschlossen sind, die entweder
perforiert oder selbst zumindest teilweise luftdurchlässig ist, so dass die in die
Kanalelemente eingeleitete Luft auf diese Weise möglichst gleichmäßig an den Handteller
gelangen kann. Durch Verwendung von Funktionsmaterial könnte sogar evtl. der an der
Innenhand im Bereich der Kanalelemente spürbare Fahrtwind die Verdunstungskälte des
Schweißes maximieren.
[0022] In einer weiteren, hier nicht dargestellten, Ausführungsform umfasst die Struktur
der Luftkanäle eine bevorzugt verästelte Luftkanalführung im Bereich der Handinnenfläche.
Es versteht sich, dass im Falle einer verästelten Luftkanalführung, welche eine noch
gleichmäßigere Ventilation der Handinnenfläche ermöglicht, entsprechend festes Polstermaterial
verwendet wird, um ein "Zusammendrücken" des verästelten Netzwerks und damit einhergehend
das Abklemmen der Luftzufuhr zu vermeiden.
[0023] In einer weiteren Ausführungsform ist der Bereich zwischen dem schwielenanfälligen
Bereich der Hand bis in etwa zum oberen Bereich des Handballens, was dem Ort der Druckbelastung
bei festem Umfassen des Lenkers entspricht, mit der verästelten Luftkanalführung und
entsprechend hartem Polstermaterial ausgestattet, wohingegen der Bereich vom oberen
Handballen bis hin zum Handgelenk (Einschlupf des Handschuhs) dreidimensionales Mesh
- Material umfasst, wobei die Polsterungen (10) und die Kanalelemente (11) in das
dreidimensionale Mesh-Material münden. Vorzugsweise umfasst diese Ausführungsform
eine weitere abriebfeste, bzw. rutschfeste Materiallage. Diese umfasst in einem Ausführungsbeispiel
ein luftundurchlässiges Material, so dass für die über die Filter entströmende Luft
eine klare Strömung in Richtung des Handgelenks vorgesehen ist und die Luft erst nach
vollständigem Durchströmen der Innenhand austritt. Selbstverständlich können auch
Kombinationen der vorstehend beschriebenen Ausführungsformen, beispielsweise ein offenes
Kanalelement abgehend zwischen den Fingerteilen 1b und 1c und zwei Leitungen abgehend
vom Lufteinlass an den Fingerteilen 1c, 1d, 1e und andere Kombinationen erfindungsgemäß
verwendet werden.
[0024] Grundsätzlich ist es auch möglich, den erfindungsgemäßen Handschuh als Fäustling
auszugestalten und den Lufteinlass an den entsprechenden Stellen auf der Oberhand
anzuordnen. Jedoch sind erfindungsgemäß Sporthandschuhe mit Fingerteilen bevorzugte
Ausführungsformen. In anderen Ausführungsformen kann der Sporthandschuh natürlich
auch Halbfinger umfassen.
[0025] Das Innen- und Oberhandteil des Handschuhs bestehen aus für die eingangs genannten
Handschuhe üblichem Material, beispielsweise textilem Material. Im Falle eines Sommersporthandschuhs,
beispielsweise eines Sommerradhandschuhs, besteht das Oberhandteil aus Gewirke, Lycra,
Micromesh oder Macromesh. Im Falle eines Motorrad- oder Motocrosshandschuhs beispielsweise
besteht das Oberhandteil aus Gewebe- oder Ledermaterial, wie etwa Veloursleder oder
Kunstleder. Da Veloursleder oder Kunstleder, aber auch andere Gewebematerialien, die
nicht aus Leder sind, eine hohe Geschmeidigkeit aufweisen, wird das Abknicken der
Finger im Bereich zwischen Handteller und Fingerabschnitt erleichtert, wenn die Bereiche
des Übergangs zwischen dem Handtellerbereich und den jeweiligen Fingerbereichen des
Innenhandteils aus einem solchen Material oder Kombinationen daraus bestehen. Ferner
kann in einer Ausführungsform, beispielsweise bei einem Motorrad- oder Motocrosshandschuh,
die Luft auch auf die Oberhand geleitet werden. In einer erfindungsgemäß zweckmäßigen
Ausführungsform für Fahrradhandschuhe besteht die Materiallage der Handschuhoberseite
aus besonders luftdurchlässigem "Mesh"-Material. Allerdings können auch andere textile
Materialien verwendet werden, sowie auch Leder, Lederimitat oder Kunstleder.
[0026] Aus den vorstehenden Ausführungen ist ersichtlich, dass der erfindungsgemäße Handschuh
in einer Vielzahl von Sportarten Verwendung finden kann, beispielsweise als Fahrradhandschuh,
Motorradhandschuh, Motocrosshandschuh, Skilanglaufhandschuh, Snowmobilinghandschuh,
Skiabfahrtshandschuh, Golfhandschuh, Tennishandschuh, Torwarthandschuh, Fitnesshandschuh
oder ein Handschuh für Nordic Walking, Badminton, Baseball, Bogenschießen, Gewichtheben
oder Sportschützen. Aber auch für warme Frühjahrstage kann ein erfindungsgemäßer Handschuh
verwendet werden.
Bezugszeichenliste
[0027]
- 1a)
- Halbfingerteil für Daumen
- 1b)
- Halbfingerteil für Zeigefinger
- 1c)
- Halbfingerteil für Mittelfinger
- 1d)
- Halbfingerteil für Ringfinger
- 1e)
- Halbfingerteil für kleinen Finger
- 2)
- Anziehöffnung (Einschlupf)
- 3)
- Klettverschluss
- 4)
- Belag
- 5)
- Nähte
- 6)
- Zuschnittteil
- 7)
- Zuschnittteil
- 8)
- Fingeransatz
- 9)
- Polsterung
- 10)
- Polsterung
- 11)
- Kanalelemente
- 12)
- Luftstromleitung
- 13)
- Auslass
- 14)
- Einlass
- 15)
- Oberhand
1. Handschuh, vorzugsweise Fahrradhandschuh oder Motorradhandschuh, mit Fingerteilen
(1a, 1b, 1c, 1d, 1e) und Polsterungen (9, 10) der Innenseite des Handschuhs, wobei
ein Luftstrom von der Handschuhoberseite (15) über Kanalelemente (11) an die Innenhandfläche
gelangen kann, der Handschuh dadurch gekennzeichnet, dass die Kanalelemente Schläuche (12) umfassen, welche in einen oder mehrere Auslässe
(13) an der Handschuhinnenseite münden, wobei die Aussenluft über einen Einlass (14)
zwischen den Fingerteilen (1b, 1c, 1 d, 1e) an den Fingerknöcheln der Oberhand (15)
in die Kanalelemente (11) gelangt.
2. Handschuh nach Anspruch 1, wobei die Kanalelemente (11) zwischen den Polsterungen
(9, 10) angeordnet sind.
3. Handschuh nach einem der Ansprüche 1 bis 2, wobei auf der Innenhand, vorzugsweise
am Ende des Handschuhs Öffnungen bzw. Auslassventile angebracht sind, durch welche
die durch die Kanalelemente strömende Luft entweichen kann.
4. Handschuh nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei die Polsterungen (9, 10) nur partiell
vorgesehen sind.
5. Handschuh nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Polsterung (9) im Bereich des
Handtellers, vor dem Ansatz der Finger angeordnet ist, und/oder wobei die Polsterung
(10) einen Bereich einer Polsterung im Bereich des Handtellers umfasst.
6. Handschuh nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die Polsterungen (9, 10) ein Schaumstoff-,
Gel-, Latex- oder Gummimaterial oder eine Mischung oder Kombination daraus umfassen.
7. Handschuh nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die Polsterungen (9, 10) mit einem
Futtermaterial überdeckt sind, wobei das Futtermaterial bevorzugt ein Funktionsmaterial
umfasst.
8. Handschuh nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei der Einlass (14) nach aussen
die Form eines Trichters und/oder die Form einer Düse aufweist.
9. Handschuh nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei der Einlass (14) in die
Aussenseite des Handschuhs ein- oder aufgesetzt ist.
10. Handschuh nach Anspruch 9, wobei der Einlass (14) durch Naht oder nahtfreie Verbindung
ein- oder aufgesetzt wird oder einen bereits verbundenen Teil eines Handschuhteils
umfasst.
11. Handschuh nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei der Einlass (14) im Wesentlichen
aus Kunststoff besteht.
12. Handschuh nach einem der vorangegangenen Ansprüche, wobei der Einlass (14) verschliessbar
ist oder eine Membran zum Verhindern des Eindringens von Feuchtigkeit in das Innere
des Handschuhs aufweist.
13. Handschuh nach einem der Ansprüche 1 bis 12, wobei die Fingerteile (1a, 1b, 1c, 1
d, 1e) Halbfinger sind.
14. Handschuh nach einem der Ansprüche 1 bis 13, wobei die Oberhand (15) im Wesentlichen
ein luftdurchlässiges Material umfasst.
15. Handschuh nach Anspruch 14, wobei das luftdurchlässige Material Mesh-Material umfasst.
1. A glove, preferably a cycling glove or motorbike glove, having finger parts (1 a,
1b, 1c, 1d, 1e) and pads (9, 10) of the inner side of the glove, wherein an airflow
can move from the upper glove side (15) via channel elements (11) to the inner surface
of the hand, said glove
characterized in that
the channel elements comprise tubes (12) which open into one or more outlets (13)
at the inner glove side, with the outer air moving via an inlet (14) between the finger
parts (1 b, 1 c, 1 d, 1 e) at the knuckles of the upper hand (15) into the channel
elements (11).
2. A glove in accordance with claim 1, wherein
the channel elements (11) are arranged between the pads (9, 10).
3. A glove in accordance with one of the claims 1 to 2, wherein
openings or outlet valves are attached to the inner hand, preferably to the end of
the glove, through which the air flowing through the channel elements can escape.
4. A glove in accordance with one of the claims 1 to 3, wherein
the pads (9, 10) are only partially provided.
5. A glove in accordance with one of the claims 1 to 4, wherein
the pad (9) is arranged in the region of the palm of the hand, before the base of
the fingers; and/or wherein the pad (10) comprises a region of a pad in the region
of the palm of the hand.
6. A glove in accordance with one of the claims 1 to 5,
wherein the pads (9, 10) comprise a foam, gel, latex or rubber material or a mixture
or combination thereof.
7. A glove in accordance with one of the claims 1 to 6, wherein
the pads (9, 10) are covered by a liner material, with the liner material preferably
comprising a functional material.
8. A glove in accordance with one of the preceding claims, wherein
the inlet (14) has the shape of a funnel and/or the shape of a nozzle toward the outside.
9. A glove in accordance with one of the preceding claims, wherein
the inlet (14) is inserted into or placed onto the outer side of the glove.
10. A glove in accordance with claim 9, wherein
the inlet (14) is inserted or placed on by a seam or a seam-free connection or comprises
an already connected part of a glove part.
11. A glove in accordance with one of the preceding claims, wherein
the inlet (14) substantially consists of plastic.
12. A glove in accordance with one of the preceding claims, wherein
the inlet (14) is closable or has a membrane for preventing the penetration of moisture
into the interior of the glove.
13. A glove in accordance with one of the claims 1 to 12, wherein
the finger parts (1 a, 1 b, 1 c, 1 d, 1 e) are half-fingers.
14. A glove in accordance with one of the claims 1 to 13, wherein
the upper hand (15) substantially comprises an air-permeable material.
15. A glove in accordance with claim 14, wherein
the air-permeable material comprises mesh material.
1. Gant, de préférence gant de vélo ou gant de motocyclisme, comprenant des parties de
doigt (1 a, 1 b, 1 c, 1 d, 1 e) et des coussinets de rembourrage (9, 10) du côté intérieur
du gant, un flux d'air pouvant accéder du côté supérieur du gant (15) à la surface
intérieure de la main par le biais d'éléments de canaux (11), le gant étant
caractérisé en ce que
les éléments de canaux comprennent des tuyaux (12), qui débouchent sur le côté intérieur
du gant dans une ou plusieurs sorties (13), l'air extérieur accédant aux éléments
de canaux (11) par le biais d'une entrée (14) entre les parties de doigt (1 b, 1 c,
1 d, 1 e) au niveau des jointures des doigts sur le dessus de la main (15).
2. Gant selon la revendication 1, dans lequel
les éléments de canaux (11) sont disposés entre les coussinets de rembourrage (9,
10).
3. Gant selon l'une des revendications 1 et 2, dans lequel
des ouvertures et/ou valves de sortie, par lesquelles l'air circulant dans les éléments
de canaux peut s'échapper, sont placées sur l'intérieur de la main, de préférence
à l'extrémité du gant.
4. Gant selon l'une des revendications 1 à 3, dans lequel
les coussinets de rembourrage (9, 10) ne sont prévus que partiellement.
5. Gant selon l'une des revendications 1 à 4, dans lequel
le coussinet de rembourrage (9) dans la zone de la paume de la main est disposé avant
la base des doigts, et/ou dans lequel le coussinet de rembourrage (10) comprend une
zone d'un coussinet de rembourrage dans la zone de la paume de la main.
6. Gant selon l'une des revendications 1 à 5,
dans lequel les coussinets de rembourrage (9, 10) comprennent un matériau de type
mousse, gel, latex ou caoutchouc ou un mélange ou une combinaison de ceux-ci.
7. Gant selon l'une des revendications 1 à 6, dans lequel
les coussinets de rembourrage (9, 10) sont recouverts d'un matériau de doublure, le
matériau de doublure comprenant de préférence un matériau fonctionnel.
8. Gant selon l'une des revendications précédentes, dans lequel
vers l'extérieur, l'entrée (14) présente la forme d'un entonnoir et/ou la forme d'une
buse.
9. Gant selon l'une des revendications précédentes, dans lequel
l'entrée (14) est insérée dans ou placée sur le côté extérieur du gant.
10. Gant selon la revendication 9, dans lequel
l'entrée (14) est insérée ou placée par une couture ou une liaison sans couture ou
comprend une partie déjà raccordée d'une partie de gant.
11. Gant selon l'une des revendications précédentes, dans lequel
l'entrée (14) est constituée essentiellement de matière plastique.
12. Gant selon l'une des revendications précédentes, dans lequel
l'entrée (14) peut être fermée ou comporte une membrane destinée à empêcher la pénétration
d'humidité dans l'intérieur du gant.
13. Gant selon l'une des revendications 1 à 12, dans lequel
les parties de doigt (1 a, 1 b, 1 c, 1 d, 1 e) sont des demi-doigts.
14. Gant selon l'une des revendications 1 à 13, dans lequel
le dessus de la main (15) comprend essentiellement un matériau perméable à l'air.
15. Gant selon la revendication 14, dans lequel
le matériau perméable à l'air comprend un matériau de type mesh.


IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente