[0001] Die Erfindung betrifft einen verwandelbaren Sitz-/Liegestuhl nach dem Oberbegriff
des Anspruches 1.
[0002] Sitz- und Liegemöbel, die zwischen einer Sitz- und einer Liegeposition verstellt
werden können, sind hinlänglich bekannt.
[0003] Ein gattungsbildendes Sitz-/Liegemöbel ist aus der
DE 295 09 568 U1 bekannt geworden. Es handelt sich dabei um ein sesselartiges Möbel, welches aus zwei
im seitlichen Abstand angeordnete, im Wesentlichen vertikal verlaufende Seitenwangen
besteht, zwischen denen eine Rückenlehne und eine Sitzfläche in einem vorgegebenen
Winkel zueinander angeordnet und gemeinsam um eine horizontale Verschwenkachse verschwenkt
werden können. Während des Verschwenkvorganges von einer Sitzstellung in eine weiter
nach hinten umgelegte Liegestellung wird ein unterhalb der Sitzfläche befindliches
Fußteil voll ausgeschwenkt, wobei dieses Fußteil in der Liegestellung oberhalb der
Sitzfläche in näherungsweise horizontaler Endlage positioniert wird.
[0004] Der Verschwenkmechanismus weist eine Verstellhebeleinrichtung auf, der während der
Lageveränderung von Sitz- in Liegestellung der Sitz- und Rückenfläche die Verschwenkung
des Fußteils übernimmt und steuert. Diese Verstellhebel-einrichtung ist, wie sich
insbesondere durch die zeichnerische Darstellung gemäß den Figuren ergibt, auf einer
Horizontalebene versetzt zueinander angeordnet. Zur Bewirkung der Verschwenkung des
Fußteils muss dabei ferner eine Totpunktlage überschritten werden. Eine in dieser
Vorveröffentlichung nicht näher beschriebene Wirklinie, die bei axialer Seitenbetrachtung
des Sitzmöbels zwischen einer das Fußteil und das Sitzteil verbindenden horizontalen
Verschwenkachse und der fußteilseitigen horizontalen Abstützachse verläuft, beschreibt
dabei zwischen der Sitz- und der Liegestellung einen Verstellwinkel von ca. 150°.
[0005] Aus der
CH 261 314 A ist ebenfalls ein verstellbares Sitz-/Liegemöbel mit ein- und ausklappbarem Fußteil
bekannt geworden, welches allerdings zur Verstellung des Fußteils eine völlig andersartige
Verstellkonstruktion erfordert. Die Verstellung des Fußteils erfordert über eine Art
"Parallelogramm- oder Trapezkinematik", bei welcher die Rückenlehne um eine Kippachse
gegenüber dem Sitzteil nach hinten verschwenkt werden muss, und zwar unter Mitnahme
einer Armlehne, worüber letztlich ein Verbindungslenker 62 mit verstellt wird, worüber
die Fußauflage angehoben oder abgesenkt wird. Es handelt sich dabei um ein vergleichweise
aufwendiges Verstellsystem, was eine Relativverstellung zwischen Rückenlehne und Sitzfläche
erfordert.
[0006] Gemäß der
FR 798 076 A sind eine Vielzahl von unterschiedlichen Ausführungsformen diverser Sitz-/Liegemöbel
als bekannt zu entnehmen. Auch bei diesen Varianten werden üblicherweise parallelogramm-
oder trapezförmige- oder ähnliche Verstellhebelmechanismen eingesetzt, um das Sitz-/Liegemöbel
von einer Sitz- in eine Liegestellung zu überführen und einen am Sitzteil gelenkig
angebrachtes Fußteil anzuheben bzw. abzusenken. Dabei ist stets erforderlich, dass
die Rückenlehne in unterschiedliche Winkellage zur Sitzfläche gebracht wird, um die
Verstellung auszuführen.
[0007] Eine insoweit weitgehend vergleichbare Lösung ist auch aus der
EP 1 674 002 A bekannt geworden, bei der die Rückenlehne ebenfalls wieder in unterschiedlicher Relativlage
zur Sitzfläche gebracht werden muss, um dann über einen vergleichsweise viele Einzelheiten
und Hebel umfassenden Schwenkmechanismus ein Fußteil anzuheben oder abzusenken. Dies
gilt gleichermaßen auch für die aus der
JP 2000 152840 A bekannten Konstruktion.
[0008] Bei einem aus der
DE 20 2004 016889 U1 sowie der
US 2 890 742 A bekannten Sitzmöbel ist demgegenüber vorgesehen, dass die Sitz-/Rückenlehnenkombination
gegenüber dem Gestell relativ verschoben wird, um darüber dann über einen eher parallelogramm-
oder trapezförmigen Verstellmechanismus ein Fußteil anzuheben oder abzusenken.
[0009] Schließlich wird noch auf einen weiteren aus der
FR 635 465 A bekannten Sitz-/Liegestuhl verwiesen. Dieses vorbekannte Sitz- oder Liegemöbel weist
zudem ein Fußteil auf, welches um eine horizontale Schwenkachse mit einem Sitzteil
verbunden ist. Ferner ist eine Verstellhebel-Einrichtung vorgesehen, die über eine
horizontale Abstützachse gegenüber dem Gestell verschwenkbar abgestützt ist. Das gegenüberliegende
Ende der Verstellhebel-Einrichtung ist zudem über eine horizontale Abstützachse an
dem Fußteil verschwenkbar abgestützt.
[0010] Ein verwandelbares Sitz- und Liegemöbel ist beispielsweise auch aus der
EP 0 358 666 B1 bekannt geworden, welches ein Sitzteil, eine Rückenlehne und ein Fußteil umfasst.
Die Rückenlehne ist über eine Horizontalachse mit dem Sitzteil und das Sitzteil wiederum
mittels einer Horizontalachse mit dem Fußteil gelenkig verbunden. So lässt sich das
Sitz- oder Liegemöbel so zusammenklappen, dass das Fußteil, das Sitzteil und die Rückenlehne
quasi parallel zueinander liegen.
[0011] Dieses Sitz- und Liegemöbel lässt sich liegestuhlartig aufstellen, also in eine Position
bringen, bei der die Rückenlehne gegenüber der Sitzlehne rückwärtig nach oben verläuft
und das Fußteil von der Sitzlehne zum Boden herab ausgerichtet ist. Von dieser Position
lässt es sich in eine Liegeposition verstellen, in der Fußteil, Sitzteil und Rückenlehne
quasi in einer durchgängigen horizontalen Ebene zu liegen kommen.
[0012] Ein derartiges verwandelbares Sitz- und Liegemöbel hat sich in der Praxis sehr bewährt.
[0013] Abweichend davon gibt es grundsätzlich aber auch andere Sitz-/Liegestühle.
[0014] Bekannt geworden ist eine Sitz-Liegestuhl-Kombination, welche einen einteiligen Sitz-
und Liegerahmen umfasst, bei welcher also die Rückenlehne gegenüber dem Sitzteil und
das Sitzteil gegenüber dem Fußteil eine fest vorgegebene leicht winkelige Ausrichtung
zueinander einnimmt. Diese einteilige Auflage ist um eine einzige Horizontalachse
gegenüber einem seitlichen Fußgestell verschwenkbar. Derartige, auch unter dem Begriff
"Gesundheitsliegen" bekannt gewordene und häufig in Bädern, Sanatorien etc. vorzufindenden
Liegen können nunmehr durch Gewichtsverlagerung verstellt werden, nämlich von einer
Liegeposition, in der das Fußteil zumindest annähernd horizontal zu liegen kommt,
in eine Sitzposition, bei der die einteilige Sitz-/Liegekombination soweit verschwenkt
wird, bis das vorlaufende Ende des Fußteils am Boden aufliegt.
[0015] Ein Vorteil dieser Konstruktion liegt in der einfachen Bauart, da die gesamte Sitz-Liegefläche
nur um eine Horizontalachse mit dem tragenden Gestell verbunden ist, um die der Stuhl
dreht, also keine weiteren Verschwenkachsen zwischen Rückenlehne und Sitzteil oder
Sitzteil und Fußteil vorgesehen sind. Nachteilig ist allerdings bei derartigen Liegen
der Ein- und Ausstieg, insbesondere für ältere Menschen.
[0016] Denn beim Einsteigen muss man entweder die Beine sehr breit machen und von vorne
kommend rückwärts über das Fußteil gehen oder versuchen, von der Seite her einzusteigen,
was wegen der notwendigen Armlehne besonders beim Aussteigen nicht einfach ist.
[0017] Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es von daher, einen verbesserten Sitz- und
Liegestuhl zu schaffen, der zwischen einer Sitz- und einer Liegeposition einfach verstellt
werden kann und der in der Handhabung Vorteile gegenüber herkömmlichen Lösungen aufweist.
[0018] Die Aufgabe wird erfindungsgemäß entsprechend den im Anspruch 1 angegebenen Merkmalen
gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0019] Der erfindungsgemäße Sitz-/Liegestuhl zeichnet sich gegenüber der gattungsbildenden
Konstruktion dadurch aus, dass das Fußteil der zugehörigen Verstelleinrichtung nicht
über eine Totpunktmechanik verfügt, die einen vergleichsweise großen Verstellweg erfordert.
Zudem ist vorgesehen, dass die gestellseitige horizontale Abstützachse für die vorgesehene
Verstellhebeneinrichtung zur Betätigung des Fußteils unterhalb einer durch die horizontale
Tragachse verlaufenden Horizontalebene angeordnet liegt. Dies ergibt eine besonders
optimale Steuerung des verschwenkbaren Fußteils, da durch diese Konstruktion die gestellseitige
Abstützachse für die Verstellhebel-Einrichtung 25 in unmittelbarer Nähe der horizontalen
Schwenk- und Tragachse angeordnet sein kann, um welche die Sitz-/Liegekonstruktion
insgesamt gegenüber dem Gestell verschwenkbar ist. Erfindungsgemäß kann dadurch nämlich
die Verstellhebel-Einrichtung 25 quasi in unmittelbarer Nähe der Sitzfläche laufend
vorgesehen sein, wodurch auch Quetsch- und Scherkanten vermieden werden.
[0020] Dabei ist die Konstruktion derart, dass in der Sitzposition das Fußteil bevorzugt
senkrecht nach unten verläuft, so dass es beim Einsteigen nicht stört. Da die Sitzfläche
zudem bevorzugt auf Stuhlhöhe liegt, kann man sich auf das erfindungsgemäße Sitz-/Liegemöbel
wie auf einen herkömmlichen Stuhl setzen. Anschließend kann beispielsweise allein
nur durch Gewichtsverlagerung die Sitz-/Rückenkombination, die im Bereich der Sitzfläche
um eine Horizontalachse gegenüber dem Gestell verschwenkbar gehalten ist, nach hinten
verschwenkt werden. Durch eine erfindungsgemäße Verstellhebel-Konstruktion wird dabei
gewährleistet, dass nicht nur die am Übergang vom Sitz- zum Fußteil vorgesehene, das
Fußteil mit dem Sitzteil verbindende Horizontalachse angehoben wird, sondern gleichzeitig
das Fußteil von einer eher senkrecht zum Boden verlaufenden Ausgangsposition in der
Sitzstellung in eine zumindest näherungsweise horizontale Liegeposition angehoben
wird.
[0021] Zum Aussteigen kann die Liege dann wieder umgekehrt in ihre Sitzstellung zurückverschwenkt
werden, wobei dadurch das in der Liegeposition näherungsweise horizontal ausgerichtete
Fußteil wieder mehr oder weniger unter dem Sitzteil verschwindet, also zumindest näherungsweise
senkrecht von der oben liegenden Horizontalachse in Richtung Boden verläuft, so dass
ein Aussteigen problemlos möglich wird.
[0022] Es sind zwar grundsätzlich auch sogenannte "Fernsehsessel" bekannt, die ebenfalls
durch Gewichtsverlagerung und Verstellung der Rückenlehne ein Ausschwenken des Fußteils
in angehobene Position erlauben. Derartige Sitz-/Liegemöbel weisen jedoch einen vergleichsweise
komplizierten Verstellmechanismus auf, häufig mit scherenartigen Gestängen. Demgegenüber
ist die Erfindung vergleichsweise einfach aufgebaut und erfordert lediglich einen
einzigen Verstellhebel, d.h. in der Praxis ein einziges Verstellhebel-Paar, um die
oben erläuterte Verstellung durchzuführen. Aufgrund des einfachen Konstruktionsprinzips
lässt sich der erfindungsgemäße Sitz-/Liegestuhl vor allem für Outdoor-Zwecke, also
beispielsweise im Garten oder in Bädern, einsetzen, aber auch in gewerblichen Breichen
wie Klinken, Hallenbädern etc.
[0023] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform verläuft dabei der Verstellhebel zwischen
dem Gestell und dem Fußteil in einer Ausrichtung, die fast deckungsgleich zum Rahmenteil
des Sitzteiles verläuft. Mit anderen Worten ist der gestellseitige Abstützpunkt, an
dem die Verstellhebel-Einrichtung angelenkt ist, in der Nähe der Verstellachse des
Sitzteiles gegenüber dem Rahmenteil vorgesehen, vorzugsweise in einem Bereich unterhalb
der Verstellachse für die Sitzfläche und/oder in einem dem Fußteil näher liegenden
Bereich.
[0024] Der vorlaufende Anlenkpunkt des Verstellhebels befindet sich ebenfalls bevorzugt
in Nähe der das Fußteil mit dem Sitzteil verbindenden horizontalen Verschwenkachse.
Mit anderen Worten ist der vorlaufende Anlenkpunkt der Verstellhebel-Einrichtung (die
bevorzugt aus einem Verstellhebel-Paar besteht) an einer Stelle am Fußteil angelenkt,
welche eine verhältnismäßig klein dimensionierte und über die horizontale Verschwenkachse
zwischen Fußteil und Sitzteil überstehende und am Fußteil ausgebildete Verlängerung
darstellt.
[0025] In einer besonders bevorzugten Ausführungsform ist die vorlaufende und rücklaufende
horizontale Verschwenkachse, an der der Verschwenkhebel angelenkt ist, so angeordnet,
dass die Verbindungslinie zwischen dieser vor- und rückwärtigen Horizontalachse die
Verbindungslinie schneidet, die zwischen der die Sitzfläche gegenüber dem Gestell
drehbar haltenden Horizontalachse und der das Fußteil gegenüber dem Sitzteil verschwenkbaren
Horizontalachse verläuft.
[0026] Um insbesondere für groß gewachsene Personen ein zu leichtes Verschwenken von einer
Position in die andere zu verhindern, kann noch ein Reib- oder Klemm- oder Rastmechanismus
vorgesehen sein, wodurch die Liege in der jeweiligen Position quasi "vorfixiert" wird,
um, wie ausgeführt, ein zu leichtes Verschwenken der Liege alleine nur durch eine
unbeabsichtigte Gewichtsverlagerung durch den Körper durchzuführen.
[0027] Dieser Reib-, Klemm- und/oder Rastmechanismus besteht vorzugsweise aus mit einem
Federspeicher druckbeaufschlagten und in Umfangsrichtung verdreht zueinander angeordneten
Rippen/Vertiefungen, die mit einer zweiten entsprechend gestalteten Rippen und Vertiefungen
aufweisenden Scheibe zusammenwirken, so dass beim Verschwenken der Sitz-Liegekombination
das eine Rastteil gegenüber dem anderen entgegen einer Kraftfeder auseinander bewegt
und bei Erreichen einer nächsten Rastposition wieder aufeinander zu bewegt werden,
in der die Liege dann durch die dadurch erzeugten Klemmkräfte gehalten wird.
[0028] Diese Rast- und/oder Klemmeinrichtung kann dabei eine Rippen- und/oder Vertiefungsstruktur
aufweisen, die gleich gestaltete Rippen und/oder Vertiefungen aufweist oder unterschiedlich
gestaltete Rippen und/oder Vertiefungen, so dass in den verschiedenen Liegepositionen
unterschiedliche Klemmkräfte erzeugt werden. Dies hat aber einen weiteren positiven
Effekt. Denn der erfindungsgemäße Stuhl ohne entsprechenden Hemm- oder Einrastmechanismus
würde für verschiedene Positionen ein völlig verschiedenen Kraftaufwand zum Verstellen
notwendig machen. Denn wenn sich eine Person in der Liegeposition befindet, benötigt
sie einen größeren Kraftaufwand, um "hochzukommen", als in einer Zwischenposition,
in der sich die Liege genau in der Waage zwischen einem Verkippen nach vorne oder
hinten befindet. Hier bräuchte man zum weiteren Verstellen fast keinen Kraftaufwand.
In der Sitzposition selbst wird ein etwas größerer Kraftaufwand benötigt, um nach
hinten zu kippen. Dies hängt letztlich immer davon ab, wo der Körperschwerpunkt im
Verhältnis zur Drehachse des Sitzes liegt. Um in allen drei Positionen einen ähnlichen
bis gleich großen Kraftaufwand zum Verstellen zu benötigen, können nunmehr die Vertiefungen
in der Liegeposition z.B. einen flachen Ausgang nach vorne haben, um den Vorgang zu
erleichtern. In der mittleren Position könnte die Vertiefung etwas steilere Winkel
aufweisen, um die Verstellung etwas zu erschweren. In diesem Sinne kann eine Optimierung
im gewünschten Sinne durchgeführt werden.
[0029] Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigen
im Einzelnen:
- Figur 1a :
- eine herkömmliche "Gesundheitsliege" nach dem Stand der Technik in einer Sitzpositi-
on;
- Figur 1b :
- eine sogenannte "Gesundheitsliege" nach dem Stand der Technik in einer Liegeposi-
tion;
- Figur 2 :
- eine Seitendarstellung des erfindungsgemä- ßen Sitz-/Liegestuhls in Sitzposition;
- Figur 3 :
- eine entsprechende Darstellung des in Fi- gur 2 gezeigten erfindungsgemäßen Sitz-
/Liegestuhls, jedoch in sogenannter Liege- position;
- Figur 4 :
- eine Seitendarstellung des in Figur 2 und 3 gezeigten Stuhles im zusammengelegten
Zustand;
- Figur 5 :
- eine schematische Darstellung des anhand von Figur 2 wiedergegebenen erfindungs- gemäßen
Sitz-/Liegestuhls;
- Figur 6 :
- eine schematische Seitendarstellung ent- sprechend der in Figur 3 gezeigten Liege-
position des erfindungsgemäßen Sitz-/Lie- gestuhls;
- Figur 7 :
- eine zu Figuren 5 und 6 entsprechend Dar- stellung in schematischer Wiedergabe drei-
er verschiedener Positionen für den erfin- dungsgemäßen Sitz-/Liegestuhl;
- Figur 8a und 8b :
- eine schematische Seitendarstellung und eine schematische Draufsicht auf eine zu-
sätzlich vorgesehene Rasteinrichtung in einer ersten Raststellung;
- Figur 9a und 9b :
- eine zu Figur 8a und 8b entsprechende Dar- stellung in einer Übergangsposition zwi-
schen einer ersten und einer zweiten Rast- stellung;
- Figur 10a und 10b :
- eine entsprechende Darstellung zu den Fi- guren 8a und 8b bzw. 9a und 9b nach Errei-
chen einer zweiten Rastposition;
- Figur 11 :
- eine vergrößerte Seitendarstellung einer abgewandelten Rasteinrichtung; und
- Figur 12 :
- eine vergrößerte Detaildarstellung aus Figur 11.
[0030] In den Figuren 1a und 1b ist eine herkömmliche Liege gezeigt, die als sogenannte
"Gesundheitsliege" bekannt geworden ist. Sie umfasst eine einteilige Sitz-/Liegekombination
1 mit einer Rückenlehne 3, einem Sitzteil 5 und einem Fußteil 7. Diese Sitz-/Liegekombination
stellt eine starre Einheit dar, die in der Regel aus einem umlaufenden Rahmen gebildet
ist, in welchem eine gewebeartige, leicht nachgiebige und/oder gepolsterte Auflage
gehalten ist.
[0031] Der gesamte Rahmen ist um eine horizontale Tragachse 9 gegenüber einem Gestell 11
verschwenkbar gehalten, wobei das Gestell 11 üblicherweise zwei mit Seitenversatz
zueinander angeordnete Gestellhälften 11' umfasst, zwischen denen die Sitz-/Liegekombination
1 angeordnet ist. Mit anderen Worten wird die gesamte Sitz-/Liegefläche nur über diese
horizontale Tragachse 9 mit dem Gestell 11 verbunden und hierüber gehalten.
[0032] Das Gestell 11 umfasst dabei üblicherweise an jeder Seite der Sitz-/Liegekombination
1 zwei Füße 13, die zur Erzielung einer ausreichenden Standfestigkeit entsprechend
weit in Längsrichtung des Stuhls versetzt zueinander in einer Standfläche enden, die
bei entsprechender Aufstellung des Sitz-/Liegemöbels mit dem Boden 19 zusammenfällt.
[0033] Allein durch Gewichtsverlagerung kann nunmehr entsprechend der Pfeildarstellung 15
in Figur 1a die Sitz-/Liegekombination von der in Figur 1a gezeigten Sitzposition
im Uhrzeigersinn um die horizontale Tragachse 9 verschwenkt werden, nämlich bis zum
Erreichen der in Figur 1b gezeigten Liegeposition, in der dann das Fußteil 7 in einer
näherungsweise horizontalen angehobenen Ausrichtung zu liegen kommt.
[0034] Durch umgekehrte Gewichtsverlagerung entsprechend der Pfeildarstellung 17 in Figur
1b kann dann der Stuhl zurückverschwenkt werden, bis das vorlaufende Ende 7' des Fußteils
7 auf dem Boden 19 aufliegt.
[0035] Um die Gewichtsverlagerung zu erleichtern, ist auch noch eine mit dem seitlichen
Gestell 11 verbundene Armlehne 6 vorgesehen.
[0036] Da das Ein- und Aussteigen bei einer derartigen "Gesundheitsliege" wegen des immer
vorstehenden störenden Fußteils schwierig ist, wird demgegenüber eine verbesserte
Konstruktion vorgeschlagen, die anhand der Figuren 2 ff. erläutert wird, wobei gleiche
Bezugszeichen vergleichbare Teile darstellen.
[0037] Bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 2 ff. wird von der Grundkonstruktion her
eine Sitz-/Liegekombination 1 verwendet, deren Rückteil 3 (also die Rückenlehne 3)
und Sitzteil 5 in einer vorgegebenen Ausrichtung zueinander vorgesehen sind, üblicherweise
eine feste oder starre Einheit darstellen oder darstellen können. Diese Sitz-/Liegekombinltion
1 ist wiederum um eine horizontale Tragachse 9 gegenüber dem Gestell 11, also den
seitlichen Gestellhälften 11', verschwenkbar und wird hierüber gehalten.
[0038] Das Fußteil 7 ist allerdings um eine horizontale Verschwenkachse 23 mit dem Sitzteil
5 verbunden und gegenüber dem Sitzteil 5 verschwenkbar.
[0039] Um die Verschwenkung des Fußteils 7 in Abhängigkeit der Sitz- bzw. der Liegeposition
durchzuführen, ist ferner noch eine Verstellhebel-Einrichtung 25 vorgesehen, die üblicherweise
aus einem Paar von Verstellhebeln 25' besteht, wobei jeder der beiden Verstellhebel
25' einmal gestellseitig um eine horizontale Abstützachse 27 verschwenkbar ist, wobei
das gegenüberliegende Ende des jeweiligen Verstellhebels 25 um eine fußteilseitige
weitere horizontale Abstützachse 29 verschwenkbar ist.
[0040] Wie sich aus der schematischen Seitendarstellung gemäß Figuren 5 und 6 ergibt, ist
die Verstellhebel-Wirklinie 35 in Seitenbetrachtung zwischen den beiden Abstützachsen
27 und 29 des zusätzlich vorgesehenen Verstellhebels 25 so angeordnet und so ausgerichtet,
dass diese Verstellhebel-Wirklinie 35 die Sitzachsen-Wirklinie 33 schneidet, die zwischen
der das Sitzteil 5 verschwenkbar tragenden horizontalen Tragachse 9 und der das Sitzteil
5 und das Fußteil 7 verschwenkbar zueinander tragenden horizontalen Verschwenkachse
23 verläuft.
[0041] Ferner ist in der Figur 3 auch noch eine Verschwenklinie oder -ebene 35 eingezeichnet,
die nachfolgend teilweise auch als Verstellhebel-Wirklinie 35 bezeichnet wird, die
in Seitendarstellung durch die horizontale Verschwenkachse 23 (worüber das Fußteil
7 gegenüber dem Sitzteil 5 verschwenkbar ist) und die dazu benachbart angeordnete
Horizontalabstützachse 29, an welcher das vorlaufende Ende des Verstellhebels 25 angelenkt
ist, verläuft.
[0042] Aufgrund dieser Geometrie kann nunmehr durch Gewichtsverlagerung auf das Rückenteil
entsprechend der Pfeildarstellung 15 in Figur 2 die Kombination aus Sitz- und Rückenteil
5, 3 im Uhrzeigersinn verschwenkt werden (wobei sich die Relativlage zwischen dem
Sitz- und Rückteil nicht verändert, da diese bevorzugt in einer festen oder starren
Ausrichtlage zueinander bestehen, vorzugsweise einteilig gebildet sein können). Die
Verschwenkbewegung kann dabei durch unterstützendes Wegdrücken an der Armlehne 6 durchgeführt
werden. Während der Verschwenkbewegung wird dabei aber nicht nur die Sitzfläche um
die Tragachse 9 im Uhrzeigersinn verschwenkt, sondern durch die überlagerte Bewegung
bzw. Verdrehbewegung des Verstellhebels 25 die Abstützachse 29 so relativ zur horizontalen
Verschwenkachse 23 im Uhrzeigersinn mit verschwenkt, dass bei Erreichen der sogenannten
Liegeposition nunmehr die horizontale Abstützachse 29 rechts von der horizontalen
Verschwenkachse 23 zu liegen kommt. Mit anderen Worten wird bezüglich der Verschwenklinie
35 und damit der Relativlage zwischen der horizontalen Verschwenkachse 23 und der
horizontalen Abstützachse 29 eine Verdrehbewegung von zumindest 60° und vorzugsweise
zumindest 80°, insbesondere um 90° vollzogen, was zur Folge hat, dass auch das Fußteil
7 eine entsprechende Verschwenkbewegung durchführt. Denn in der Sitzposition gemäß
Figur 2 verläuft das Fußteil 7 zumindest näherungsweise senkrecht zum Boden 19, wohingegen
in der Liegeposition dieses Fußteil 7 zumindest näherungsweise horizontal ausgerichtet
ist. In diesem Ausführungsbeispiel wird also eine Verschwenkbewegung um knapp 90°
realisiert, wodurch in der Sitzposition ein leichtes Ein- und Aussteigen ermöglicht
wird.
[0043] Die gewünschte Kinematik wird also u.a. dadurch erzielt, dass die gestellseitige
Abstützachse 27 in einem Bereich zu liegen kommt, der vorzugsweise unterhalb einer
Horizontallinie oder -ebene 37 (Figur 3) liegt. Alternativ oder ergänzend erweist
es sich ebenfalls als günstig, wenn die gestellseitige Abstützachse 27 auf der dem
Fußteil 7 zugewandt liegenden Seite einer Vertikallinie oder -ebene 39 zu liegen kommt,
die ebenfalls durch die horizontale Tragachse 9 verläuft (Figur 3).
[0044] Die gestellseitige Abstützachse 27 kann aber auch oberhalb der Horizontallinie 37
am Gestell abgestützt sein, insbesondere dann, wenn der Abstand zwischen den beiden
Abstützachsen 27, 29 und damit die wirksame Länge des Verschwenkhebels 25 kürzer ist,
zumindest mehr als 5% und vorzugsweise mehr als 10% kürzer ist als der Wirkabstand
zwischen der horizontalen Tragachse 9 und der horizontalen Verschwenkachse 23 bezüglich
des Sitzteils 5.
[0045] Schließlich lässt sich eine günstige Kinematik auch dann realisieren, wenn der Abstand
zwischen der gestellseitig festgelegten Tragachse 9 und der benachbart dazu liegenden
Abstützachse 29 weniger als 25%, insbesondere weniger als 15%, 10% und insbesondere
weniger als 8% oder gar 6% und/oder vorzugsweise mehr als 2%, insbesondere mehr als
4%, 6%, 8% oder 10% des Abstandes der Tragachse 9 gegenüber dem Boden 19 beträgt.
Gleiche bevorzugte Bereiche gelten auch für den Abstand zwischen der horizontalen
Verschwenkachse 23 und der Abstützachse 29.
[0046] Bei dieser Anordnung erweist sich auch in ästhetischer Hinsicht als vorteilhaft,
dass der zumindest eine und die vorzugsweise beiden mit Seitenversatz vorgesehenen
Verschwenkhebel 25' quasi hinter dem Rahmenabschnitt des Sitzteiles 5 "versteckt"
sind, also kaum in Erscheinung treten, insbesondere dann, wenn der jeweilige Verstellhebel
25' unmittelbar auf der innenliegenden Seite des außen liegenden Rahmenabschnittes
des Sitzteils 5 angeordnet ist.
[0047] Zum Verschwenken selbst kann sich eine auf dem Sitz- bzw. Liegestuhl befindliche
Person problemlos wiederum an den Armlehnen 6 abstützen, die als verlängerte Abschnitte
der Seiten-Gestellhälften 11' ausgebildet sind.
[0048] Anhand von Figur 7 ist dabei in einer einzigen Zeichnung entsprechend der schematischen
Darstellung nach den Figuren 5 und 6 der erfindungsgemäße Sitz-/Liegestuhl in seiner
Ausgangsposition, in seiner endgültigen Liegeposition sowie in einer Zwischen-Verstellposition
während des Verstellvorganges gezeigt, um den Verstellmechanismus besser verständlich
zu machen.
[0049] Schließlich ist in den Zeichnungen, insbesondere in den Figuren 2 und 3, auch noch
eine horizontale Anschlagachse 65 eingezeichnet, die zwischen den beiden Gestellhälften
11' verläuft. Diese horizontale Achse 65 dient als Anschlagachse für die Rückenlehne
3. Dadurch wird die maximale Verstellbewegung in Liegeposition begrenzt. Die Anschlagachse
65 ist dabei in einer solchen Höhe am Gestell angeordnet, dass in dieser die Liegeposition
begrenzenden Endstellung das Fußteil 7 horizontal oder vorzugsweise zumindest annähernd
horizontal zu liegen kommt.
[0050] Grundsätzlich kann durchaus durch einen separaten Mechanismus auch noch die Rückenlehne
3 gegenüber dem Sitzteil 5 verschwenkbar sein, wozu in den Zeichnungen gemäß Figuren
2 und 3 eine Rückenlehnen-Verschwenkachse 41 angedeutet ist. In diesem Fall müsste
auch noch ein entsprechender Arretiermechanismus vorgesehen sein. Möglich ist in diesem
Zusammenhang auch, dass die Rückenlehne 3 im Sinne eines maximalen Öffnungswinkels
gegenüber dem Sitzteil 5 an einem rückwärtigen Anschlag anschlägt und nicht weiter
gegenüber dem Sitzteil 5 geöffnet werden kann, wohl aber nach vorne zur Erzielung
einer günstigen Verstauposition auf das Sitzteil 5 zu verschwenkt bzw. daraufhin umgelegt
werden kann.
[0051] Bevorzugt ist der beschriebene Sitz-/Liegestuhl kein täglich zusammenlegbares Campingmöbel.
Gleichwohl ist dieser Stuhl bevorzugt zusammenklappbar und verstaubar, beispielsweise
im Herbst. Dazu kann, wie erwähnt, die Rückenlehne 3 um die erwähnte Achse 41 auf
die Sitzfläche nach vorne geklappt werden. Indem beispielsweise mit einem Werkzeug
127 (insbesondere einen Schraubschlüssel) zwei Schrauben für die Achse 27 gelöst sind,
kann der Stuhl weiter zusammengelegt werden, wie dies in Figur 4 in der Seitendarstellung
zu ersehen ist, wobei in dieser Stellung dann das Fußteil 7 parallel zum Sitzteil
5 verläuft. Da auch der vorlaufende Fuß bzw. dass vorlaufende Fußpaar um eine oben
liegende Achse 101 nach hinten verschwenkt werden kann, kann der Stuhl, wie aus der
seitlichen Darstellung gemäß Figur 4 ersichtlich, zusammengelegt werden, wo er beispielsweise
nur noch eine Höhe von ca. 30 cm und eine Länge von ca. 120 cm aufweist.
[0052] Obgleich der geschilderte Verstellmechanismus problemlos funktioniert, kann gegebenenfalls
bei großen Personen ein Verkippen zu leicht bewirkt werden, nämlich unter Umständen
durch eine unbeabsichtigte Gewichtsverlagerung, wodurch gegebenenfalls ein unsicheres
Gefühl entstehen könnte.
[0053] Von daher kann eine Greif- und/oder Rasteinrichtung 51 zusätzlich vorgesehen sein,
die bevorzugt zwischen zwei relativ zueinander veschwenkbaren Teilen angeordnet ist.
Insoweit wird auch noch auf die nachfolgenden Zeichnungen gemäß der Figuren 8a bis
12 verwiesen, auf die nachfolgend Bezug genommen wird.
[0054] Hierzu eignet sich insbesondere der Bereich bezüglich der Tragachse 9 oder der horizontalen
Abstützachse 27.
[0055] Es könnte beispielsweise zwischen der Innenseite der einen Gestellhälfte 11' beispielsweise
des die Tragachse 9 tragenden Fußes 13 und der nach außen gewandt liegenden benachbarten
Seite des Endes des Verstellelements 25 eine Reib-, Klemm- oder Rasteinrichtung vorgesehen
sein, die einem zu leichten Verkippen der Sitz-/Liegefläche entgegenwirkt.
[0056] Bevorzugt wird hierzu eine Rasteinrichtung vorgeschlagen, die beispielsweise eine
teller- oder teiltellerförmige Klemm- oder Rasthälfte 53 umfasst, die an der Innenseite
der jeweils außenliegenden Gestellhälfte beispielsweise im Bereich der Abstützachse
27 vorgesehen ist, also von der Abstützachse 27 durchsetzt wird. Hier sind in Umfangsrichtung
versetzt liegende und in Achsrichtung vorstehende Rippen oder Stege 57 ausgebildet,
zwischen denen Vertiefungen, Kerben oder Nuten 59 vorgesehen sind, wobei zwischen
den Rippen und Vertiefungen abgeschrägte Neigungsflächen 61 ausgebildet sind.
[0057] An dem Verstellhebel 25 kann nun vor und nach der Befestigung über die horizontale
Abstützachse 27 ein weiterer Eingriffsvorsprung 65 (oder Eingriffsvertiefung oder
- kerbe) vorgesehen sein, wie dies mit den Figuren 8a bis 10b angedeutet ist.
[0058] Die Tellereinrichtung wird schließlich noch durch einen Kraftfederspeicher 67 gemäß
Pfeildarstellung 68 in Figur 11 druckbeaufschlagt, der sich über eine rückwärtige
Abstützplatte 69 abstützen kann. Diese rückwärtige Abstützplatte 69 wird durch eine
gegebenenfalls von der Achse 27 durchsetzten Hülse 70 gehalten.
[0059] Soll die Liege in ihrer Ausrichtstellung verändert werden, so wird bei Gewichtsverlagerung
die gesamte Sitz-Liegefläche wie geschildert verschwenkt, wobei auch die beiden Verstellhebel
25 eine entsprechende Verdrehbewegung um die verstellseitige horizontale Abstützachse
27 durchführen. Bei dieser Verstellung wird dann beispielsweise der am Verstellhebel
25 ausgebildete Vorsprung 59 (oder Rippe 59 etc.) aus der Vertiefung 59 (ausgebildet
an der tellerförmigen Klemm- oder Rasthälfte 53), die verdrehfest mit dem Gestell
11 verbunden ist. Das Herausheben des Vorsprunges 75 aus der Vertiefung 59 erfolgt
jeweils über die schräg zueinander verlaufenden Neigungsflächen 61, wie dies beim
Übergang von Figur 8a zu Figur 9a dargestellt ist. Dadurch wird der Verstellhebel
25 an seinem rückwärtigen Befestigungsbereich an der horizontalen Abstützachse 27
entgegen der Vorspannwirkung des Kraftfederspeichers 67 entgegen der Pfeildarstellung
68 in Figur 9a axial verstellt. Bei weiterer Verstellung wird dann der Eingriffsvorsprung
65 bei Erreichen einer nächsten Vertiefung, Kerbe, Nut 59 etc. wieder in diese Vertiefung
hereingedrückt, und zwar durch den Kraftfederspeicher 67, wodurch eine nächste Rastposition
der Sitz-Liegefläche erreicht wird. In dieser Position wird entsprechend der Federkraft
wiederum die Liege-Sitzposition in der jeweiligen Lage eher stabilisiert.
[0060] Wie groß die Kräfte bei Gewichtsverlagerung auch sein müssen, um eine Lageveränderung
durchzuführen, hängt letztlich von der Kraftspeichereinrichtung 67 ab, d.h. der hierüber
erzeugten Klemmkraft sowie von der Größe und Höhe der Eingriffsvorsprünge 67 bzw.
der Rippen oder Stege 55 und Ausrichtung der jeweiligen Neigungsfläche 61.
[0061] Anhand der Figuren 8a bis 10a ist gezeigt, dass die Rippen und Stege zum einen und
die Vertiefungen, Kerben, Nuten zum anderen sowie deren Höhe und deren Neigungsflächen
61 gleich dimensioniert sein können. Um in den unterschiedlichen Positionen zu gewährleisten,
dass der Kraftaufwand zum Verstellen des Stuhls etwa gleich ist, ist es unter Umständen
erforderlich, die Vertiefungen bzw. die Höhe der Kerben und die geneigten Flächen
mit unterschiedlichem Winkel auszustatten, um hierdurch die gewünschte Anpassung im
Sinne einer Vergleichmäßigung der erforderlichen Kräfte zum Verstellen des Stuhls
zu bewirken.
[0062] Wie anhand der Figuren 11 und 12 allerdings auch gezeigt ist, können die Winkel α,
β oder γ bezüglich der verschiedenen Neigungsflächen 61 unterschiedlich gewählt sein
und auch die Breite 57a der Rippen oder Stege 57, so dass sich aufgrund der so gebildeten
unterschiedlichen "Ausfahrwinkel" verschiedene Widerstände bei Erreichen oder Verlassen
unterschiedlicher Sitz-Liegepositionen ergeben. Mit anderen Worten wird zum Verlassen
einer bestimmten gewählten Position dann ein unterschiedlicher Kraftaufwand notwendig,
um die Verstellung durchzuführen.
[0063] Schließlich werden aber auch noch weitere Arretier- und/oder Verstelleinrichtungen,
beispielsweise nach Art einer Feststellbremse möglich, beispielsweise um einen Stuhl
in einer mittleren Position so zu sichern, dass ein unbeabsichtigtes Verstellen nicht
mehr möglich ist.
[0064] Bezüglich der Klemm- und/oder Rasteinrichtung wird darauf verwiesen, dass diese Klemm-
und/oder Rasteinrichtung neben den ganz oben geschilderten Merkmalen auch noch durch
folgende ergänzende Merkmale in Alleinstellung oder gemeinsam mit anderen Merkmalen
definiert werden kann:
- die Klemm- und/oder Rasteinrichtung (51) umfasst zwei Rasthälften (53, 25), von denen
eine zumindest einen Eingriffsvorsprung (65) bzw. Eingriffsvertiefung und die andere
entsprechend zumindest zwei Eingriffsvertiefungen oder Eingriffsvorsprünge (57, 59)
umfasst, wobei bei einer Verstellung des Sitzteils (5) und der Rückenlehne (3) die
zusammenwirkenden Rasthälften (53, 25) entgegen einer Kraftfederspeichereinrichtung
(67) verstellbar sind,
- die beiden Rasthälften (53, 25) umfassen Rippen oder Stege (57) und/oder eine Vertiefung,
Keile oder Nuten (59), die in ihrer Breite und/oder Höhe und/oder bezüglich ihrer
Neigungsflächen (61) am Übergang der Vorsprünge oder Vertiefungen gleich dimensioniert
sind,
- die beiden Rasthälten (53, 25) unmfassen Rippen oder Stege (57) und/oder eine Vertiefung,
Keile oder Nuten (59), die in ihrer Breite und/oder Höhe und/oder bezüglich ihrer
Neigungsflächen (61) am Übergang der Vorsprünge oder Vertiefungen zumindest unterschiedlich
dimensioniert sind.
1. Verwandelbarer Sitz-/Liegestuhl mit folgenden Merkmalen:
- einer Rückenlehne (3),
- einem Sitzteil (5),
- einem Fußteil (7),
- die Rückenlehne (3) ist am Sitzteil (5) befestigt,
- die die Rückenlehne (3), das Sitzteil (5) und das Fußteil (7) umfassende Sitz-/Liegekombination
(1) ist über eine horizontale Tragachse (9) im Bereich des Sitzteils (5) an einem
Gestell (11) gehalten,
- die Sitz-/Liegekombination (1) ist um die horizontale Tragachse (9) verschwenkbar,
wobei die Relativlage zwischen dem Sitzteil (5) und der Rückenlehne (3) während des
Verschwenkvorgangs unverändert bleibt,
- das Fußteil (7) ist um eine horizontale Verschwenkachse (23) mit dem Sitzteil (5)
verbunden,
- es ist ferner eine Verstellhebel-Einrichtung (25) vorgesehen,
- die Verstellhebel-Einrichtung (25) ist um eine horizontale Abstützachse (27) gegenüber
dem Gestell (11) verschwenkbar abgestützt,
- das gegenüberliegende Ende der Verstellhebel-Einrichtung (25) ist über eine horizontale
Abstützachse (29) an dem Fußteil (7) verschwenkbar abgestützt,
- die gestellseitige horizontale Abstützachse (27) für die Verstellhebel-Einrichtung
(25) und die gestellseitige horizontale Tragachse (9) für das Sitzteil (5) sind zum
einen und die horizontale Abstützachse (29) sowie die horizontale Verschwenkachse
(23) bezüglich des Fußteils (7) zum anderen so angeordnet, dass bei axialer Seitenbetrachtung
eine Verstellhebel-Wirklinie (35) gebildet ist, die durch die Verschwenkachse (23),
die das Fußteil (7) und das Sitzteil (5) verbindet, und durch die fußteilseitige horizontale
Abstützachse (29) verläuft, wobei die Verstellhebel-Wirklinie (35) zwischen ihrer
Sitz- und ihrer Liegeposition einen Verstellwinkel von mehr als 60° aufweist,
gekennzeichnet durch die folgenden Merkmale
- der maximale Verstellwinkel der Verstellhebel-Wirklinie (35) beträgt weniger als
125°, und
- die gestellseitige horizontale Abstützachse (27) liegt unterhalb einer durch die horizontale Tragachse (9) verlaufenden Horizontalebene (37).
2. Sitz-/Liegestuhl nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstellhebel-Wirklinie (35) und damit das Fußteil (7) zwischen der Sitzposition
und einer Liegeposition einen Verstellwinkel von mehr als 70°, mehr als 80° oder mehr
als 85°, vorzugsweise um 90° umfasst.
3. Sitz-/Liegestuhl nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der maximale Verstellwinkel der Verstellhebel-Wirklinie (35) und/oder der Ausrichtung
des Fußteils (7) weniger als 110°, insbesondere weniger als 100° beträgt.
4. Sitz-/Liegestuhl nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, die gestellseitige horizontale Abstützachse (27) für die Verstellhebel-Einrichtung
(25) in einem Bereich liegt, der auf der dem Fußteil (7) zugewandt liegenden Seite
einer durch die horizontale Tragachse (9) verlaufenden Vertikalebene (39) liegt.
5. Sitz-/Liegestuhl nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die gestellseitige horizontale Abstützachse (27) unterhalb einer durch die horizontale
Tragachse (9) verlaufenden Horizontalebene (37) liegt.
6. Sitz-/Liegestuhl nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Sitzteil (5) und die Rückenlehne (3) in einer vorgegebenen festen Ausrichtung
zueinander vorgesehen sind, wobei zwischen dem Sitzteil (5) und der Rückenlehne (3)
eine Achse (41) vorgesehen ist, über die die Rückenlehne (3) zum Zusammenklappen des
Sitz-/Liegestuhls auf die Sitzfläche zu umlegbar ist.
7. Sitz-/Liegestuhl nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die gestellseitige horizontale Abstützachse (27) oberhalb einer durch die horizontale
Tragachse (9) verlaufenden Horizontalebene (37) liegt.
8. Sitz-/Liegestuhl nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die fußteilseitige horizontale Abstützachse (29) der Verstellhebel-Einrichtung (25)
in der Sitzposition gegenüber der horizontalen Tragachse (9) und/oder der gestellseitigen
horizontalen Abstützachse (27) entfernter liegt, als die das Fußteil (7) mit dem Sitzteil
(5) verbindende horizontale Verschwenkachse (23).
9. Sitz-/Liegestuhl nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die fußteilseitige horizontale Abstützachse (29) der Verstellhebel-Einrichtung (25)
in der Liegeposition gegenüber der horizontalen Tragachse (9) und/oder der gestellseitigen
horizontalen Abstützachse (27) näher liegt, als die das Fußteil (7) mit dem Sitzteil
(5) verbindende horizontale Verschwenkachse (23).
10. Sitz-/Liegestuhl nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen der horizontalen Tragachse (9) und der gestellseitigen horizontalen
Abstützachse (27) weniger als 25%, insbesondere weniger als 20%, vorzugsweise weniger
als 15%, 10% und insbesondere weniger als 5% der Höhe der Tragachse (9) gegenüber
einer Standfläche (19) des Gestells (11) beträgt.
11. Sitz-/Liegestuhl nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand zwischen der horizontalen Verschwenkachse (23) und der gestellseitigen
horizontalen Abstützachse (29) weniger als 25%, insbesondere weniger als 20%, vorzugsweise
weniger als 15%, 10% und insbesondere weniger als 5% der Höhe der Tragachse (9) gegenüber
einer Standfläche (19) des Gestells (11) beträgt.
12. Sitz-/Liegestuhl nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die das Fußteil (7) mit dem Sitzteil (5) verbindende horizontale Verschwenkachse
(23) auf einer Höhenlinie liegt, die zwischen der horizontalen Abstützachse (29) am
Fußteil (7) und dem Boden (19) liegt.
13. Sitz-/Liegestuhl nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Verstellhebel-Einrichtung (25) zwei Verstellhebel (25') umfasst, die jeweils
benachbart und innerhalb der Außenlinien-Gestellhälften (11') angeordnet sind.
14. Sitz-/Liegestuhl nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass ferner eine Reib-, Klemm- und/oder Rasteinrichtung (51) vorgesehen ist, wodurch der
Sitz-/Liegestuhl in der jeweiligen Sitz- oder Liegeposition gehalten ist.
15. Liegestuhl nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Reib-, Klemm und/oder Rasteinrichtung (51) zwischen zwei relativ zueinander verdrehbaren
Teilen des Sitz-/Liegestuhls vorgesehen ist, vorzugsweise zwischen der Klemmhebel-Einrichtung
(25) und dem Gestell (11), insbesondere der zugehörigen Gestellhälfte (11').
1. Convertible upright/reclining chair, having the following features:
- a backrest (3),
- a seat part (5),
- a footrest (7),
- the backrest (3) is fixed to the seat part (5),
- the upright/reclining combination (1) comprising the backrest (3), the seat part
(5) and the footrest (7) is held on a frame (11) by a horizontal support shaft (9)
in the region of the seat part (5),
- the upright/reclining combination (1) can be pivoted about the horizontal support
shaft (9), the relative position of the seat part (5) and the backrest (3) remaining
unaltered during the pivoting operation,
- the footrest (7) is connected to the seat part (5) about a horizontal pivot shaft
(23),
- an adjustment lever means (25) is also provided,
- the adjustment lever means (25) is supported so as to be pivotable about a horizontal
holding shaft (27) with respect to the frame (11),
- the opposite end of the adjustment lever means (25) is supported so as to be pivotable
on the footrest (7) by means of a horizontal holding shaft (29),
- the frame-side horizontal holding shaft (27) for the adjustment lever means (25)
and the frame-side horizontal support shaft (9) for the seat part (5) are arranged
on the one hand, and the horizontal holding shaft (29) and the horizontal pivot shaft
(23) are arranged relative to the footrest (7) on the other hand, in such a way that
in an axial side view, an adjustment lever action line (35) is formed which extends
through the pivot shaft (23) connecting the footrest (7) and the seat part (5) and
through the footrest-side horizontal holding shaft (29), the adjustment lever action
line (35) having an adjustment angle of more than 60° between the upright position
and the reclining position thereof,
characterised by the following features:
- the maximum adjustment angle of the adjustment lever action line (35) is less than
125°, and
- the frame-side horizontal holding shaft (27) is located below a horizontal plane
(37) extending through the horizontal support shaft (9).
2. Upright/reclining chair according to claim 1, characterised in that the adjustment lever action line (35), and thus the footrest (7), has an adjustment
angle of more than 70°, more than 80° or more than 85°, preferably of 90°, between
the upright position and a reclining position.
3. Upright/reclining chair according to either claim 1 or claim 2, characterised in that the maximum adjustment angle of the adjustment lever action line (35) and/or of the
orientation of the footrest (7) is less than 110°, in particular less than 100°.
4. Upright/reclining chair according to any one of claims 1 to 3, characterised in that the frame-side horizontal holding shaft (27) for the adjustment lever means (25)
is located in a region which lies to the side of a vertical plane (39) extending through
the horizontal support shaft (9) which side faces towards the footrest (7).
5. Upright/reclining chair according to any one of claims 1 to 4, characterised in that the frame-side horizontal holding shaft (27) lies below a horizontal plane (37) extending
through the horizontal support shaft (9).
6. Upright/reclining chair according to any one of claims 1 to 4, characterised in that the seat part (5) and the backrest (3) are provided in a predetermined fixed orientation
relative to one another, an shaft (41), by means of which the backrest (3) can be
folded onto the seat surface to fold up the upright/reclining chair, being provided
between the seat part (5) and the backrest (3).
7. Upright/reclining chair according to any one of claims 1 to 4, characterised in that the frame-side horizontal holding shaft (27) is located above a horizontal plane
(37) extending through the horizontal support shaft (9).
8. Upright/reclining chair according to any one of claims 1 to 7, characterised in that in the upright position, the footrest-side horizontal holding shaft (29) of the adjustment
lever means (25) is located further than the horizontal pivot shaft (23), connecting
the footrest (7) to the seat part (5), from the horizontal support shaft (9) and/or
the frame-side horizontal holding shaft (27).
9. Upright/reclining chair according to any one of claims 1 to 8, characterised in that in the reclining position, the footrest-side horizontal holding shaft (29) of the
adjustment lever means (25) is located closer than the horizontal pivot shaft (23),
connecting the footrest (7) to the seat part (5), to the horizontal support shaft
(9) and/or the frame-side horizontal holding shaft (27).
10. Upright/reclining chair according to any one of claims 1 to 9, characterised in that the distance between the horizontal support shaft (9) and the frame-side horizontal
holding shaft (27) is less than 25 %, in particular less than 20 %, preferably less
than 15 %, 10 % and in particular less than 5 % of the height of the support shaft
(9) above a surface (19) on which the frame (11) stands.
11. Upright/reclining chair according to any one of claims 1 to 10, characterised in that the distance between the horizontal pivot shaft (23) and the frame-side horizontal
holding shaft (27) is less than 25 %, in particular less than 20 %, preferably less
than 15 %, 10 % and in particular less than 5 % of the height of the support shaft
(9) above a surface (19) on which the frame (11) stands.
12. Upright/reclining chair according to any one of claims 1 to 11, characterised in that the horizontal pivot shaft (23) connecting the footrest (7) to the seat part (5)
is located at a height between the horizontal holding shaft (29) on the footrest (7)
and the floor (19).
13. Upright/reclining chair according to any one of claims 1 to 12, characterised in that the adjustment lever means (25) comprises two adjustment levers (25'), which are
each located adjacent to and inside the external contour frame halves (11').
14. Upright/reclining chair according to any one of claims 1 to 13, characterised in that a friction, clamping and/or latching means (51) is provided in such a way that the
upright/reclining chair is held in the respective upright or reclining position.
15. Upright/reclining chair according to claim 14, characterised in that the friction, clamping and/or latching means (51) is provided between two parts of
the upright/reclining chair which can rotate relative to one another, preferably between
the clamp lever means (25) and the frame (11), in particular the associated frame
half (11').
1. Chaise longue/fauteuil convertible comprenant les éléments techniques suivants :
- un dossier (3),
- une partie d'assise (5),
- une partie de pied (7),
- le dossier (3) est fixé sur la partie d'assise (5),
- la combinaison chaise longue/fauteuil qui comprend le dossier (3), la partie d'assise
(5) et la partie de pied (7) est maintenue sur un bâti (11) via un axe porteur horizontal
(9) dans la région de la partie d'assise (5),
- la combinaison chaise longue/fauteuil (1) est capable de pivoter autour de l'axe
porteur horizontal (9), de sorte que la position relative entre la partie d'assise
(5) et le dossier (3) reste inchangée pendant le processus de pivotement,
- la partie de pied (7) est reliée à la partie d'assise (5) autour d'un axe de pivotement
horizontal (23),
- il est en outre prévu un système à levier de réglage (25),
- le système à levier de réglage (25) est soutenu en pivotement autour d'un axe de
soutien horizontal (27) par rapport au bâti (11),
- l'extrémité opposée du système à levier de réglage (25) est soutenue en pivotement
autour d'un axe de soutien horizontal (29) sur la partie de pied (7),
- l'axe de soutien horizontal (27) du côté du bâti pour le système à levier de réglage
(25) et l'axe porteur horizontal (9) du côté du bâti pour la partie d'assise (5) d'une
part et l'axe de soutien horizontal (29) ainsi que l'axe de pivotement horizontal
(23) d'autre part sont agencés par rapport à la partie de pied (7) de telle manière
que lors d'une observation latérale axiale, il se forme une ligne d'action (35) pour
le levier de réglage qui passe par l'axe de pivotement (23) qui relie la partie de
pied (7) et la partie d'assise (5) et par l'axe de soutien horizontal (29) du côté
de la partie de pied, et la ligne d'action (35) pour le levier de réglage présente,
entre sa position en fauteuil et sa position en chaise longue un angle de réglage
supérieur à 60°,
caractérisée par les caractéristiques suivantes
- l'angle de réglage maximum de la ligne d'action (35) pour le levier de réglage est
inférieur à 125°, et
- l'axe de soutien horizontal (27) du côté du bâti se trouve au-dessous d'un plan
horizontal (37) qui passe par l'axe porteur horizontal (9).
2. Chaise longue/fauteuil selon la revendication 1, caractérisée en ce que la ligne d'action (35) pour le levier de réglage, et ainsi la partie de pied (7),
décrit entre la position en fauteuil et une position en chaise longue un angle de
réglage supérieur à 70°, supérieur à 80° ou supérieur à 85°, de préférence de l'ordre
de 90°.
3. Chaise longue/fauteuil selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que l'angle de réglage maximum de la ligne d'action (35) pour le levier de réglage et/ou
l'orientation de la partie de pied (7) est inférieur à 110°, en particulier inférieur
à 100°.
4. Chaise longue/fauteuil selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que l'axe de soutien horizontal (27) du côté du bâti pour le système à levier de réglage
(25) se trouve dans une région qui est située du côté, tourné vers la partie de pied
(7), d'un plan vertical (37) qui passe par l'axe porteur horizontal (9).
5. Chaise longue/fauteuil selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que l'axe de soutien horizontal (27) du côté du bâti, se trouve au-dessous d'un plan
horizontal (37) qui passe par l'axe porteur horizontal (9).
6. Chaise longue/fauteuil selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que la partie d'assise (5) et le dossier (3) sont prévus dans une orientation fixe prédéterminée
l'une par rapport à l'autre, et il est prévu entre la partie d'assise (5) et le dossier
(3) un axe (41) via lequel le dossier (3) peut être rabattu vers la surface d'assise
pour replier la chaise longue/fauteuil.
7. Chaise longue/fauteuil selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que l'axe de soutien horizontal (27) du côté du bâti se trouve au-dessus d'un plan horizontal
(37) qui passe par l'axe porteur horizontal (9).
8. Chaise longue/fauteuil selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisée en ce que, dans la position en fauteuil, l'axe de soutien horizontal (29) du côté de la partie
de pied, du système à levier de réglage (25), se trouve plus loin vis-à-vis de l'axe
porteur horizontal (9) et/ou de l'axe de soutien horizontal (27) du côté du bâti que
l'axe de pivotement horizontal (23) qui relie la partie de pied (7) à la partie d'assise
(5).
9. Chaise longue/fauteuil selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisée en ce que, dans la position en chaise longue, l'axe de soutien horizontal (29) du côté de la
partie de pied, du système à levier de réglage (25), se trouve plus proche vis-à-vis
de l'axe porteur horizontal (9) et/ou de l'axe de soutien horizontal (27) du côté
du bâti que l'axe de pivotement horizontal (23) qui relie la partie de pied (7) à
la partie d'assise (5).
10. Chaise longue/fauteuil selon l'une des revendications 1 à 9, caractérisée en ce que la distance entre l'axe porteur horizontal (9) et l'axe de soutien horizontal (27)
du côté du bâti s'élève à moins de 25 %, en particulier moins de 20 %, de préférence
moins de 15 %, 10 %, et en particulier moins de 5 % de la hauteur de l'axe porteur
(9) par rapport à une surface de pose (19) du bâti (11).
11. Chaise longue/fauteuil selon l'une des revendications 1 à 10, caractérisée en ce que la distance entre l'axe de pivotement horizontal (23) et l'axe de soutien horizontal
(29) du côté du bâti s'élève à moins de 25 %, en particulier moins de 20 %, de préférence
moins de 15 %, 10 % et en particulier moins de 5 % de la hauteur de l'axe porteur
(9) par rapport à une surface de pose (19) du bâti (11).
12. Chaise longue/fauteuil selon l'une des revendications 1 à 11, caractérisée en ce que l'axe de pivotement horizontal (23) qui relie la partie de pied (7) à la partie d'assise
(5) se trouve sur une ligne en hauteur qui est située entre l'axe de soutien horizontal
(29) sur la partie de pied (7) et le sol (19).
13. Chaise longue/fauteuil selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisée en ce que le système a levier de réglage (25) comprend deux leviers de réglage (25'), qui sont
agencés chacun au voisinage et à l'intérieur des contours extérieurs des moitiés de
bâti (11').
14. Chaise longue/fauteuil selon l'une des revendications 1 à 13, caractérisée en ce qu'il est en outre prévu un moyen à friction, à coincement et/ou à enclenchement (51)
au moyen duquel la chaise longue/fauteuil est maintenue dans la position respective
en fauteuil ou en chaise longue.
15. Chaise longue/fauteuil selon la revendication 14, caractérisée en ce que le moyen à friction, à coincement et/ou à enclenchement (51) est prévu entre deux
parties de la chaise longue/fauteuil capables de tourner l'une par rapport à l'autre,
de préférence entre le système à levier de coincement (25) et le bâti (11), en particulier
la moitié de bâti associée (11').