[0001] Die Erfindung betrifft zunächst eine Zange mit zwei sich in einem Gelenkbolzen kreuzenden
Zangenschenkeln, von denen der eine beweglich und der andere feststehend ist und mit
einer zwischen dem Festschenkel und dem Gelenkbolzen, einen Verzahnungseingriff des
Gelenkbolzens unterstützend wirkenden Feder, wobei die Zangenschenkel auf einer Seite
des Gelenkbolzens Griffabschnitte ausbilden und auf der anderen Seite des Gelenkbolzens
ein Zangenmaul ausgebildet ist, wobei weiter der Gelenkbolzen, durch welchen zugleich
eine Drehachse des beweglichen Zangenschenkels verläuft, in einem Längsschlitz des
feststehenden Zangenschenkels verstellbar ist und wobei darüber hinaus mittels in
Richtung einer durch die Zangenschenkel aufgespannten Ebene erfolgendem Verzahnungseingriff
zwischen dem Gelenkbolzen und dem Längsschlitz der bewegliche Zangenschenkel relativ
zu dem feststehenden Zangenschenkel wahlweise festsetzbar ist.
[0002] Zangen mit zwei sich in einem Gelenkbolzen kreuzenden Zangenschenkeln, bei welchen
die Öffnungsweite des Zangenmauls durch eine Verstellung des Gelenkbolzens in einem
Längsschlitz veränderbar ist, sind bereits in vielfältiger Ausgestaltung bekannt geworden.
Zunächst ist beispielsweise auf die
GB 10112 zu verweisen. Weiter auch auf die
EP 528 252 A1. Bei diesen bekannten Zangen erfolgt der Verzahnungseingriff für eine stufenweise
Verstellbarkeit durch eine Bewegung des Gelenkbolzens senkrecht zu einer durch die
Zangenschenkel aufgespannten Ebene. Der Gelenkbolzen dieser bekannten Zangen ist auch
in den Verzahnungseingriff durch eine Feder unterstützt, nämlich bei den genannten
Zangen vorgespannt in den Verzahnungseingriff. Die Feder ist hierzu an dem beweglichen
Zangenschenkel abgestützt.
[0003] Weiter ist zum Stand der Technik auf die
WO 2004/103646 A2 zu verweisen. Bei dieser Zange erfolgt ein selbsttätiges Zustellen des Zangemauls
bei Greifen eines mit der Zange zu betätigenden Objektes. Der Gelenkbolzen kommt in
Richtung einer durch die Zangenschenkel aufgespannten Ebene in Verzahnungseingriff
zu entsprechenden Zähnen einer Flanke des Längsschlitzes. Die Wirkung der Feder ist
jedoch derart, zumindest tendenziell, dass der Verzahnungseingriff hierdurch aufgehoben
wird. Da weiter die Feder den beweglichen Zangenschenkel ständig in Öffnungsrichtung
des Zangenmaules belastet, ist das Zangenmaul in der Ausgangsstellung immer in größtmöglicher
Öffnungsstellung.
[0005] Auch wird zum Stand der Technik auf die
DE 958 459 verwiesen, die eine Zange mit verstellbarer Maulweite betrifft. Der Gelenkbolzen
ist in einem in dem Längsschlitz des Festschenkels schiebeverlagerbaren Schieber gehaltert,
über welchen Schieber der Verzahnungseingriff zwischen Gelenkbolzen und dem Längsschlitz
erreicht ist. Dieser Eingriff ist unterstützt durch eine den Schlitten gegen die Langloch-Verzahnung
beaufschlagende Feder.
[0006] Ausgehend von dem zuletzt genannten Stand der Technik stellt sich die Erfindung die
Aufgabe, die bekannte Zange derart auszugestalten und weiterzubilden, dass sich eine
vorteilhaft andersartige Handhabungscharakteristik ergibt.
[0007] Diese Aufgabe ist beim Gegenstand des Anspruches 1 gelöst, wobei darauf abgestellt
ist, dass der Gelenkbolzen aus der Verzahnung freikommt bei lediglicher Zugbelastung
des beweglichen Zangenschenkels quer zur Längserstreckung des Längsschlitzes. Hierdurch
ergibt sich eine entscheidend andersartige Handhabbarkeit. Eine einmal eingestellte
Maulöffnungsweite bleibt auch nach entsprechender Nutzung erhalten bis sie gegebenenfalls
willentlich verstellt wird. Gleichwohl ist die Maulöffnungsweite verstellbar, ohne
dass eine Manipulation am Gelenkbolzen selbst erforderlich ist. Durch ledigliche Zugbewegung
des beweglichen Zangenschenkels in der durch die Zangenschenkel aufgespannten Ebene
kann eine Verstellung der Maulweite ohne Handbetätigung des Gelenkbolzens selbst durchgeführt
werden. Es bedarf hierzu nicht zwingend des Aufschwenkens des beweglichen Schenkels,
um hierüber den Verzahnungseingriff aufzuheben. Entsprechend ist eine solche Aufhebung
auch bei einem Hantieren in engen Bereichen möglich, die ein Verschwenken der langen
Schenkel zueinander nicht zulassen. Die Zugbelastung des beweglichen Zangenschenkels
quer zur Längserstreckung des Längsschlitzes muss nicht zwangsläufig - bezogen auf
eine quer zur Bolzenachse verlaufende Ebene - rechtwinklig zum Längsschlitz gerichtet
sein. Vielmehr schließt diesbezüglich der Begriff "quer" einen Winkelbereich von wenigen
Graden bis hin zu beispielsweise 10°, 20° oder mehr um den rechten Winkel ein. Wird
in diesem Winkelbereich an dem beweglichen Schenkel gezogen, kommt der Gelenkbolzen
aus der Verzahnung frei.
[0008] Die Erfindung betrifft weiter eine Zange nach den Merkmalen des Anspruchs 2. Der
Gelenkbolzen ist zunächst aus dem Verzahnungseingriff durch eine Verschiebung quer
zur Drehachse des beweglichen Zangenschenkels heraus bewegbar. Allerdings ist weiter
bevorzugt dies nicht die einzig mögliche Bewegung, um den Verzahnungseingriff zu lösen.
Vielmehr ist im Hinblick auf eine tatsächlich ausgeführte Zange in diesem Zusammenhang
bevorzugt, dass der Gelenkbolzen - auch - aus der Verzahnung durch eine Verschiebung
in Richtung der Drehachse des beweglichen Zangenschenkels herausbewegbar ist. Insofern
übereinstimmend zu der Betätigung wie sie aus der oben genannten
EP 528 252 A1 bekannt ist. Der Benutzer hat somit die Möglichkeit die eine oder die andere Verstellart
nebeneinander oder je nach Anwendungsfall zu nutzen.
[0009] In einer Weiterbildung des Erfindungsgegenstandes ist vorgesehen, dass die (Weiter
in
WO 2008/049850 A1, Seite 4, Zeile 7.)
[0010] Bewegung des Gelenkbolzens mit einer Verdrehung um die Drehachse einhergeht. Die
Verschiebung des Gelenkbolzens insbesondere quer zur Drehachse ist entsprechend überlagert
von einem Verdrehen desselben, im Zuge welcher Drehverlagerung des Gelenkbolzens der
Verzahnungseingriff zwischen Gelenkbolzen und dem Längsschlitz des beweglichen Zangenschenkels
aufgehoben wird. Die Zähne des Gelenkbolzens nehmen hiernach eine beabstandete Stellung
zu der Verzahnung des Längsschlitzes ein, wonach eine Verstellung der Zangenschenkel
zueinander insbesondere im Sinne einer Maulweitenvergrößerung erreicht werden kann.
Es ergibt sich hierdurch eine weitere günstige Verstellmöglichkeit für den Benutzer.
Die Bewegung und Verdrehung des Gelenkbolzens in den Verzahnungseingriff bzw. aus
diesem heraus erfolgt bevorzugt allein durch Relativverlagerung der Zangenschenkel
zueinander. Die Verdrehung des Gelenkbolzens um die Drehachse kann allein durch Zug
auf den den Gelenkbolzen tragenden beweglichen Zangenschenkel quer zur Längserstreckung
des Längsschlitzes erfolgen, dies beispielsweise unter Abstützung eines Gelenkbolzenabschnittes
an einer Flanke des Längsschlitzes. Weiter kann die Verdrehung des Gelenkbolzens aber
auch durch konstruktive Maßnahmen im Zusammenwirkungsbereich mit dem Gelenkbolzen
herbeigeführt werden. Diesbezüglich wird beispielsweise vorgeschlagen, dass die Verdrehung
durch eine im Hinblick auf den Längsschlitz außermittige Beaufschlagung des Gelenkbolzens
erreicht ist. Durch diese Beaufschlagung wird eine Zwangssteuerung in Verdrehrichtung
des Gelenkbolzens erreicht. Die Beaufschlagung des Gelenkbolzens erfolgt hierbei außermittig
des Längsschlitzes, d. h. bevorzugt seitlich versetzt zu einer Längsschlitz-Mittellinie,
die zugleich die Dreh-Längsachse des Gelenkbolzens aufnimmt, wodurch die Verdrehrichtung
bei entsprechender Beaufschlagung vorgegeben ist.
[0011] Zudem wird diesbezüglich vorgeschlagen, dass die außermittige Beaufschlagung zufolge
einer Anlage des Gelenkbolzens an einem Endabschnitt des Längsschlitzes erreicht ist,
so weiter an einem die Längsrandflanken des Längsschlitzes verbindenden Schlitzgrund.
In Zusammenwirkung mit diesem Endabschnitt wird durch entsprechende Beaufschlagung
des Gelenkbolzens dieser durch Verdrehung um die Längsachse aus dem Verzahnungseingriff
verbracht, wobei bevorzugt diese, die Verdrehung des Gelenkbolzens herbeiführende
Beaufschlagung nur im Bereich eines Längsschlitzendes vorgesehen ist, weiter bevorzugt
in dem Bereich minimalster Maulweitenöffnung. Alternativ oder auch kombinativ hierzu
kann eine entsprechende Beaufschlagung des Gelenkbolzens auch im gegenüberliegenden
Endbereich des Längsschlitzes erfolgen. Die Beaufschlagung des Gelenkbolzens durch
den Längsschlitz-Endabschnitt führt unter entsprechender Krafteinleitung über die
Zangenschenkel zu einer Zwangssteuerung des Gelenkbolzens zur Aufhebung des Verzahnungseingriffs.
[0012] Bevorzugt wird diesbezüglich weiter, dass der Gelenkbolzen und/oder der Endabschnitt
des Längsschlitzes einen Beaufschlagungsvorsprung aufweist. Ist dieser an dem Gelenkbolzen
ausgeformt, so wird diesbezüglich eine einteilige Ausführung bevorzugt, dies weiter
in Art eines mit Bezug zu der Gelenkbolzenachse annähernd radial ausgerichteten Steuervorsprungs,
der mit der zugewandten Grundflanke des Längsschlitzes zusammenwirkt. Alternativ kann
auch eben diese Grundflanke des Längsschlitzes mit dem Beaufschlagungsvorsprung versehen
sein, der mit Bezug auf die Längsmittelachse des Längsschlitzes außermittig angeordnet
auf den Gelenkbolzen derart einwirkt, dass dieser sich aus dem Verzahnungseingriff
ausdreht. Weiter alternativ können sowohl die Grundflanke des Längsschlitzes als auch
der Gelenkbolzen außermittige, zur Zusammenwirkung entsprechend angeordnete Vorsprünge
aufweisen. Ist der Betätigungsvorsprung allein an dem Gelenkbolzen ausgeformt, so
wirkt die Grundflanke des Längsschlitzes in Art einer Steuerflanke.
[0013] In weiterer Ausgestaltung kann der Gelenkbolzen auch in einem Zangenschenkel zur
Drehmitnahme formschlüssig gefangen sein, wobei die Drehmitnahme erst bei teilweise
geöffnetem Zangenmaul einsetzt. Entsprechend erfolgt die Drehmitnahme zwangsgesteuert
über eine Verschwenkung der Zangenschenkel zueinander um die Bolzenachse. Diesbezüglich
wird bevorzugt, dass der Gelenkbolzen formschlüssig in dem beweglichen Zangenschenkel
gefangen ist. Das Zwangs-Drehmitschleppen des Gelenkbolzens zur Aufhebung des Verzahnungseingriffs
erfolgt weiter bevorzugt erst bei einer die übliche Zangenmaulöffnungsweite zum Entfernen
der Zange vom zu ergreifenden Teil überschreitenden Zangenmaulöffnung. Entsprechend
ist die Drehverlagerung des Gelenkbolzens zur Aufhebung der Verzahnung willensbetont
durchführbar, indem über das übliche Maße hinaus das Zangenmaul geöffnet wird, so
beispielsweise einen Zangenmaulöffnungswinkel von mehr als 20°, weiter beispielsweise
25° oder 30° einschließend. Diese formschlüssige Drehmitnahme des Gelenkbolzens ist
in bevorzugter Ausgestaltung in jeder Verzahnungsstellung entlang des Längsschlitzes
durchführbar, womit dem Benutzer in jeder Zangenmaulweitenstellung mittels einfacher
Drehverlagerung der Zangenschenkel zueinander eine andere Zangenmaulweite eingestellt
werden kann, was sich insbesondere in schwer zugänglichen Bereichen von Vorteil erweist,
darüber hinaus auch in Bereichen die den VDE-Vorschriften entsprechen. Der Benutzer
muss zur Zangenmaulverstellung nicht den Gelenkbolzen ergreifen. Vielmehr verbleiben
die Hände an den bevorzugt entsprechend isolierten Zangenschenkeln.
[0014] Die Formschlussverbindung zur Drehmitnahme des Gelenkbolzens über einen Zangenschenkel
ist in bevorzugter Ausgestaltung dadurch gelöst, dass der Gelenkbolzen einen radial
sich erstreckenden Mitnahmevorsprung aufweist, der in eine radial innere Mitnahmeausnehmung
des, die den Gelenkbolzen aufnehmende Bohrung aufweisenden Zangenschenkels eingreift.
Die Mitnahmeausnehmung bietet hierbei dem eingreifenden Mitnahmevorsprung einen Freilauf
im Bereich der üblichen Zangenhandhabung, so dass bei einem üblichen Öffnen und Schließen
des Zangenmauls und entsprechendem Verdrehen des beweglichen Zangenschenkels um die
Gelenkbolzenachse keine Formschlussmitnahme des Gelenkbolzens bewirkt wird. Erst eine
Drehverlagerung des beweglichen Zangenschenkels über das übliche Zangenmaulöffnungsmaß
hinaus führt über eine Begrenzungsfläche der Mitnahmeausnehmung zu einem Drehmitschleppen
des Gelenkbolzens. So weist weiter die Mitnahmeausnehmung in Umfangsrichtung betrachtet
eine Weite auf, die ein übliches Öffnen des Zangenmauls bis zu einem Öffnungswinkel
von 20 bis 25° ohne Formschlussmitnahme des Gelenkbolzens zulässt.
[0015] Ist der Gelenkbolzen kombinativ hierzu auch zur Verschiebung desselben in Richtung
der Drehachse zur Aufhebung des Verzahnungseingriffes ausgebildet, bieten sich dem
Benutzer die eine oder andere Verstellart an. In diesem Zusammenhang ist weiter bevorzugt,
dass die Mitnahmeausnehmung mindestens eine axiale Tiefe aufweist, die den Hub beim
Bewegen des Gelenkbolzens in Richtung der Drehachse zuzüglich der axialen Dicke des
Mitnahmevorsprungs entspricht. Der Mitnahmevorsprung des Gelenkbolzens kann angepasst
an die axiale Tiefe der Mitnahmeausnehmung eine entsprechende axiale Länge aufweisen.
Alternativ ist diesbezüglich vorgesehen, dass der Mitnahmevorsprung nur eine solche
axiale Tiefe aufweist, dass dieser in der in Richtung der Drehachse und durch den
Benutzer unbelasteten Stellung in der Mitnahmeausnehmung einliegt; hingegen in der
belasteten Stellung zur Aufhebung des Verzahnungseingriffes durch Verlagerung des
Gelenkbolzens in Richtung der Drehachse die Mitnahmeausnehmung verlässt. Weiter kann
die Mitnahmeausnehmung eine Durchbrechung des den Gelenkbolzen aufnehmenden Bohrungsrandes
darstellen, welche Durchbrechung sich zum Längsschlitz des feststehenden Zangenschenkels
hin öffnet. Entsprechend kann der Längsschlitz weiter auch der Aufnahme des Mitnahmevorsprungs
bei niedergedrücktem Gelenkbolzen dienen.
[0016] Weiter ist es bevorzugt, dass die Feder nur den Gelenkbolzen beaufschlagt. Sie stützt
sich danach einerseits an dem Festschenkel und andererseits an dem Gelenkbolzen ab.
Eine Beaufschlagung auch weiterer Elemente, etwa auch des beweglichen Zangenschenkels
ist so nicht gegeben. Andererseits ist natürlich der bewegliche Zangenschenkel mittelbar,
vermittels der in die Bohrungen des beweglichen Zangenschenkels einpassenden entsprechenden
Abschnitte des Gelenkbolzens durch die Feder auch beaufschlagt.
[0017] Insbesondere ist auch bevorzugt, dass die Feder unmittelbar zwischen dem Festschenkel
und dem Gelenkbolzen wirkt. Eine Umlenkung oder Übersetzung der Federkraft etwa mittels
eines Hebels findet bevorzugt eben nicht statt.
[0018] Hinsichtlich der Zusammenwirkung mit dem Festschenkel ist darüber hinaus bevorzugt,
dass die Feder an einem den Längsschlitz bildenden Abschnitt des Festschenkels abgestützt
ist. Es ist damit ein sehr enger örtlicher Zusammenhang zwischen den beiden Stützpunkten
der Feder, dem Gelenkbolzen und dem Festschenkel gegeben. Die Feder kann vergleichsweise
klein ausgebildet sein. Ein kompakter Aufbau ist ermöglicht.
[0019] Die Schlitzweite des Längsschlitzes ist bevorzugt durchgehend so gewählt, dass der
Gelenkbolzen in dem Längsschlitz quer zu dessen Längserstreckung beweglich ist, und
zwar bevorzugt in jeder einer Maulweite entsprechenden Verzahnungsstellung.
[0020] Hinsichtlich der weiteren Ausgestaltung der Zusammenwirkung des Gelenkbolzens mit
der Feder ist auch bevorzugt, dass die Feder in dem Gelenkbolzen mit einer Wirkrichtung
quer zu dessen Längsachse aufgenommen ist. Somit kann auch eine tatsächliche Parallelität
der Wirkrichtung der Feder zu der durch die Zangenschenkel aufgespannten Ebene erreicht
sein.
[0021] Im Weiteren ist bevorzugt, dass die Feder, jedenfalls im Hinblick auf ihre Zusammenwirkung
mit dem Festschenkel, auf einen Kugelkörper wirkt und seinerseits der Kugelkörper
dann mit dem Festschenkel zusammenwirkt. Hierzu kann geeigneterweise der Kugelkörper
in einer Bohrung des Gelenkbolzens, in der auch die Feder aufgenommen ist, gehaltert
sein. Insofern an sich üblicher Weise kann die Bohrung mit dem darin befindlichen
Kugelkörper verstemmt sein, so dass auch bei Auseinanderbau der Zange die Kugel nicht
verloren geht. Andererseits ist dies nicht unbedingt erforderlich, da auch durch sonstigen
Formschluss, etwa mit einer Lauf-Ausbildung im Festschenkel, die Halterung des Kugelkörpers
betriebsmäßig, also abgesehen von einer Demontage, gesichert sein kann.
[0022] Der Gelenkbolzen ist weiter bevorzugt in einem Querschnitt, jedenfalls in dem mit
dem Festschenkel zusammenwirkenden Bereich, so ausgebildet, dass bei Verzahnungseingriff
der Gelenkbolzen teilweise unmittelbar und teilweise über das Federelement an der
gegenüberliegenden Flanke anliegt. Dies hat den Vorteil, dass bei geeigneter Gestaltung
bei Betätigung der Zange die unmittelbare Anlage die Reaktionskraft aufnehmen kann.
[0023] Um dem Benutzer eine Möglichkeit anzubieten, die gefundene Zangenmaul-Öffnungsweite
zu sichern, bietet sich eine Blockierung des Gelenkbolzens an, derart dass eine Aufhebung
des Verzahnungseingriffes unterbunden ist bzw. erst ermöglicht wird nach Aufhebung
der Blockierung. So ist in einer bevorzugten Ausgestaltung des Gegenstandes vorgesehen,
dass die Feder wahlweise außer Wirkung bringbar ist derart, dass diese zum Außereingriff
bringen der Verzahnung nicht wirkt. Die, die sich an einer Längsrandflanke des Längsschlitzes
abstützende Kugel beaufschlagende Feder wird in bevorzugter Ausgestaltung daran gehindert
einzufedern, was eine Blockierung des sich über Feder und Kugel abstützenden Gelenkbolzens
bewirkt. Diese Blockierungsstellung ist willensbetont herbeiführbar, dies beispielsweise
durch entsprechende konstruktive Mittel am Gelenkbolzen oder an dem bzw. an den Zangenschenkeln.
So kann beispielsweise am Gelenkbolzen ein Stift oder dgl. in eine Sperrposition verbracht
werden, weiter beispielsweise zum Eingriff in den für die Verzahnungsaufhebung nötigen
Ausweichraum des Gelenkbolzens. Bevorzugt wird diesbezüglich, dass zum außer Wirkung
bringen der Feder ein in Bewegungsrichtung des Gelenkbolzens in Richtung der Drehachse
beweglicher Stift in dem Gelenkbolzen vorgesehen ist. Dieser Stift wirkt unmittelbar
oder mittelbar auf die Feder ein derart, dass diese nicht einfedern kann. Entsprechend
kann auch nicht die durch die Feder beaufschlagte Kugel eintauchen, was zur Verlagerung
des Gelenkbolzens quer zu seiner Drehachse nötig ist.
[0024] Hinsichtlich des Längsschlitzes ist darüber hinaus bevorzugt, dass nur eine Längsflanke
des feststehenden Zahnschenkels mit einer Verzahnung ausgebildet ist, mit welcher
dann Eingriffszähne des Gelenkbolzens jeweils zusammenwirken. Die andere, nicht verzahnte
Längsflanke, ist bevorzugt glatt ausgebildet.
[0025] Darüber hinaus ist bevorzugt, dass die Verzahnung, die an dem feststehenden Zangenschenkel
ausgebildet ist, in Schließrichtung des Zangenmauls überlaufbare Flankenwinkel ausbildet.
Hierdurch ist eine unmittelbare Zustellung des Zangenmauls am Objekt ermöglicht. Aufgrund
der beschriebenen Ausgestaltung des Gelenkbolzens nämlich durch einfache Bewegung
der Zangenschenkel relativ zueinander in deren Längsrichtung. Eine Verstellbetätigung
des Gelenkbolzens ist nicht erforderlich. Der Gelenkbolzen überläuft die Verzahnung
hierbei ratschenartig. Dies wiederum erreicht durch die Feder, die das ratschenartige
Ausweichen ermöglicht.
[0026] Besonders bevorzugt ist in diesem Zusammenhang, dass der Flankenwinkel eines an dem
feststehenden Zangenschenkel ausgebildeten Zahnes, des Gegenzahnes, mit welchem ein
Eingriffszahn des Gelenkbolzens bei Verschiebung des beweglichen Zangenschenkels in
Schließrichtung des Zangenmauls in Zusammenwirkung kommt, mit einer Längsachse des
Längsschlitzes einen deutlich kleineren Winkel einschließt als die Gegenflanke des
Gegenzahnes, gegen welche der entsprechende Eingriffszahn des Gelenkbolzens sich bei
Betätigung der Zange abstützt. Im Einzelnen ist dies abhängig auch von der Zahngeometrie
des Gelenkbolzens. Es ist sicherzustellen, dass das Überlaufen in Schließrichtung
des Maules gewährleistet ist, dagegen in Öffnungsrichtung des Zangenmaules eine stabile
Halterung erreicht ist. Geeignet sind Winkel der Zahnflanke zwischen 20° und 60°,
bezogen auf den kleineren Winkel, und 80° bis 110°, bezogen auf den größeren Winkel.
Letztere Zahnflanke (größerer Winkel) kann auch grundsätzlich negativ gerichtet sein,
sich also bezogen auf eine senkrechte Linie auf die genannte Längsachse eine Hinterschneidung
aufweisen.
[0027] Wenn man insofern auch von Pfeilung der Zähne (in einer Querschnittsbetrachtung)
sprechen will, sind die damit zusammenwirkenden Eingriffszähne des Gelenkbolzens gegensinnig
gepfeilt. Entsprechend ergeben sich hinsichtlich der Flanken, betrachtet im Eingriffszustand,
entgegengesetzte bzw. gleiche Verhältnisse.
[0028] Wie weiter unten noch erläutert, kann der Längsschlitz auch abweichend von einer
geraden Längsachse eine gekrümmte Längsmittellinie aufweisen. Insofern ist dann in
dem hier beschriebenen Zusammenhang von einer jeweiligen Tangente an die Mittellinie
oder eine nicht im geometrischen Sinne einer Längsachse entsprechenden linearen Verbindung
zwischen Endpunkten des Längsschlitzes gesprochen.
[0029] Der Gelenkbolzen weist weiterhin bevorzugt zwei gegenüberliegende, abgeflachte Seiten
auf, wobei nur an einer der Seiten zum Verzahneingriff ausgebildete Gelenkbolzenzähne
vorgesehen sind.
[0030] Nachstehend ist die Erfindung des Weiteren anhand der beigefügten Zeichnung, die
jedoch lediglich mehrere Ausführungsbeispiele darstellt, erläutert. Hierbei zeigt:
- Fig. 1
- die Zange in perspektivischer Schrägansicht, eine erste Ausführungs-form betreffend;
- Fig. 2
- eine Herausvergrößerung des Abschnittes II in Figur 1;
- Fig. 3
- einen Querschnitt durch den Gegenstand gemäß Figur 1 bzw. Figur 2, geschnitten entlang
der Linie III-III in Figur 2;
- Fig. 4
- einen Querschnitt durch den Gegenstand gemäß Figur 1 bzw. Figur 2, geschnitten in
der Ebene des Festschenkels, begrenzt auf den Längsschlitz im Festschenkel;
- Fig. 5
- eine Darstellung gemäß Figur 4, wobei der Gelenkbolzen durch ledigliche Zugbelastung
des beweglichen Zungenschenkels außer Eingriff ist;
- Fig. 6
- eine der Figur 5 entsprechende Darstellung, bei gleichzeitiger Verschwenkung des beweglichen
Zangenschenkels;
- Fig. 7
- eine Unteransicht der Zange gemäß Figur 1;
- Fig. 8
- eine Einzeldarstellung des Gelenkbolzens, gesehen in Längsrichtung des Längsschlitzes;
- Fig. 9
- eine Darstellung gemäß Figur 8, jedoch gesehen quer zur Längsrichtung des Längsschlitzes;
- Fig. 10
- eine Darstellung gemäß Figur 9, jedoch gesehen aus der entgegengesetzten Richtung;
und
- Fig. 11
- einen Querschnitt durch den Gegenstand gemäß den Figuren 8 bis 10, geschnitten entlang
der Linie XI-XI in Figur 9,
- Fig. 12
- die Zange in perspektivischer Schrägansicht, eine zweite Ausführungsform betreffend;
- Fig. 13
- eine perspektivische Detaildarstellung mit Blick auf die Rückseite der Zange, den
rückwärtigen, federbelasteten Bolzenbereich betreffend;
- Fig. 14
- den Zangenkopfbereich in vergrößerter Darstellung bei Einstellung einer geringen Maulöffnungsweite;
- Fig. 15
- eine der Figur 14 entsprechende Darstellung, jedoch nach Einstellung einer großen
Maulöffnungsweite;
- Fig. 16
- den Schnitt gemäß der Linie XVI-XVI in Figur 14;
- Fig. 17
- ein in Querschnitt durch die Zange gemäß der Darstellung in Figur 5, die Zange der
zweiten Ausführungsform betreffend;
- Fig. 18
- den Zangenkopf in einer weiteren Ausführungsform mit einem einen Beaufschlagungsvorsprung
aufweisenden Gelenkbolzen, die Zangenmaulschließstellung betreffend;
- Fig. 19
- die Herausvergrößerung des Bereiches XIX in Fig. 18, jedoch im Zuge einer Aufhebung
der Verrastung zwischen Gelenkbolzen und Zangenschenkel;
- Fig. 20
- eine der Fig. 19 entsprechende Darstellung, jedoch die Stellung bei freigegebenem
Verzahnungseingriff betreffend;
- Fig. 21
- eine perspektivische Darstellung des Gelenkbolzens gemäß der Ausführungsform in den
Fig. 18 bis 20;
- Fig. 22
- eine weitere perspektivische Darstellung des Gelenkbolzens;
- Fig. 23
- in perspektivischer, partiell geschnittener Darstellung den Zangenkopf in einer weiteren
Ausführungsform, gleichfalls mit einem einen Beaufschlagungsvorsprung aufweisenden
Gelenkbolzen;
- Fig. 24
- eine perspektivische Einzeldarstellung einen alternativen, gegenüber dem in Fig. 23
dargestellten Gelenkbolzen in Richtung seiner Drehachse schiebeverlagerbaren Gelenkbolzen;
- Fig. 25
- den Zangenkopfbereich der Ausführungsform gemäß Fig. 24, bei Aufhebung des Verzahnungseingriffs;
- Fig. 26
- eine perspektivische Teildarstellung des Zangenkopfbereichs, eine weitere Ausführungsform
mit einem in Richtung der Drehachse verlagerbaren Gelenkbolzen;
- Fig. 27
- eine weitere perspektivische Darstellung, hier jedoch lediglich des Zangenkopfbereiches
des festen Zangenschenkels, mit einem alternativen, nicht schiebeverlagerbaren Gelenkbolzen;
- Fig. 28
- den Zangenkopfbereich mit einem Gelenkbolzen gemäß der Darstellung in Fig. 27, die
Eingriffsstellung der Verzahnung betreffend;
- Fig. 29
- den Zangenkopfbereich in einer Zangenmaulöffnungsstellung, weiterhin die Eingriffsstellung
der Verzahnung betreffend;
- Fig. 30
- eine Zwischenstellung im Zuge der Aufhebung des Verzahnungseingriffs bei weiterem
Verschwenken des beweglichen Zangenschenkels gegenüber dem festen Zangenschenkel;
- Fig. 31
- eine Folgedarstellung der Fig. 30, jedoch die aufgehobene Stellung des Verzahnungseingriffs
betreffend;
- Fig. 32
- eine weitere perspektivische Darstellung der Ausführungsform gemäß den Darstellungen
in den Fig. 26 bis 31;
- Fig. 33
- eine der Fig. 18 entsprechende Darstellung, jedoch eine weitere Ausführungsform betreffend,
in welcher der Gelenkbolzen durch einen einschwenkbaren Speerstift in der Verzahnungsstellung
drehgehindert ist;
- Fig. 34
- den Gelenkbolzen der Ausführungsform gemäß Fig. 33 in perspektivischer Einzeldarstellung,
die Freigabestellung betreffend;
- Fig. 35
- den Gelenkbolzen in Seitenansicht, die Sperrstellung betreffend;
- Fig. 36
- den Gelenkbolzen gemäß Fig. 35 in perspektivischer Darstellung;
- Fig. 37
- in perspektivischer Darstellung den Gelenkbolzen in einer weiteren Ausführungsform
mit einem Sperrhebel, die Freigabestellung betreffend;
- Fig. 38
- die Draufsicht hierzu;
- Fig. 39
- eine der Fig. 37 entsprechende perspektivische Darstellung, jedoch die Sperrstellung
zur Hinderung der Drehverlagerung des Gelenkbolzens betreffend;
- Fig. 40
- den Gelenkbolzen einer weiteren Ausführungsform in einer EinzelPerspektivdarstellung;
- Fig. 41
- eine perspektivische Längsschnittdarstellung durch den Gelenkbolzen gemäß Fig. 40,
eine Sperrstellung der Gelenkbolzen-Kugel betreffend;
- Fig. 42
- einen Ausschnitt des Gelenkbolzens in einer Schnittdarstellung gemäß der Schnittebene
XLII in Fig. 40;
- Fig. 43
- eine perspektivische Schnittdarstellung gemäß Fig. 41; jedoch die Freigabestellung
der Gelenkbolzen-Kugel betreffend;
- Fig. 44
- eine Ausschnittdarstellung in einer zu der Darstellung in Fig. 42 quer gerichteten
Schnittebene, den Bereich der Gelenkbolzen-Kugel in der Freigabestellung betreffend.
[0031] Dargestellt und beschrieben ist, zunächst mit Bezug zu den Figuren 1 und 6, eine
Zange 1 in einer ersten Ausführungsform in Art einer Wasserpumpenzange mit zwei Zangenschenkeln
2, 3. Die Zangenschenkel 2, 3 kreuzen sich in einem Gelenkbolzen 4.
[0032] Der Zangenschenkel 2 ist ein feststehender Zangenschenkel. Der Zangenschenkel 3 ist
relativ zu dem Zangenschenkel 2 zur Änderung der Maulweite beweglich.
[0033] Die Zangenschenkel 2, 3 bilden auf der einen Seite des Gelenkbolzens 4 Griffabschnitte
5, 6 aus und auf der anderen Seite des Gelenkbolzens 4 Zangenbacken 7 und 8. Dem Kreuzungsbereich
der Schenkel 2 und 3 zugeordnet ist der Festschenkel 2 mit einem Längsschlitz 9 versehen.
Diesen durchgreift der Gelenkbolzen 4.
[0034] Der bewegliche Zangenschenkel 3 ist im Kreuzungsbereich gabelförmig gestaltet, zur
beidseitigen Flankierung des den Längsschlitz 9 aufweisenden Festschenkelabschnitts.
Der Gelenkbolzen 4 ist in den Gabelabschnitten des beweglichen Schenkels 3 drehbar
gehaltert.
[0035] Der Gelenkbolzen 4 weist nach radial außen gerichtet Eingriffszähne 10 auf, die zur
Schiebefestlegung des beweglichen Zangenschenkels 3 mit entlang einer zugeordneten
Flanke 12 in dem Längsschlitz 9 angeordneten Gegenzähnen 11 zusammen wirken.
[0036] Der Verzahnungseingriff des Gelenkbolzens 4 zur Längsschlitz-Verzahnung ist unterstützt
durch eine auf den Bolzen 4 einwirkende Feder 13, hier in Form einer Zylinder-Druckfeder.
Diese liegt in einer radial zur Bolzenachse gerichteten, nach radial außen offenen
Bohrung 17 ein und stützt sich mit ihrem radial über den Bolzen 4 hinausragenden freien
Ende, an der die Gegenzähne 11 aufweisenden Flanke 12 gegenüberliegenden Flanke 14
des Längsschlitzes 9 ab.
[0037] Die Abstützung erfolgt nicht unmittelbar an der Flanke 14, sondern vielmehr mittelbar
unter Zwischenschaltung einer Kugel 15.
[0038] Der bewegliche Zangenschenkel 3 ist vermittels seiner Bohrungen 19,19', die von dem
Gelenkbolzen 4 durchsetzt sind, an dem feststehenden Zangenschenkel 2 drehgelagert,
wobei die Bolzenachse die Drehachse A bildet.
[0039] In dem feststehenden Zangenschenkel 2 ist ein Längsschlitz 9 (vgl. auch insbesondere
Figur 4) ausgebildet, in welchem der Gelenkbolzen 4 und damit zugleich der bewegliche
Zangenschenkel 3 verstellbar ist.
[0040] Durch die Zangenschenkel 2, 3 ist ersichtlich zugleich eine Ebene (Ebenenschar, senkrecht
zur Drehachse A sich erstreckend) aufgespannt. In einer an dieser Ebene orientierten
Richtung bzw. mit einer Bewegung in dieser Ebene erfolgt ein Verzahnungseingriff zwischen
dem Gelenkbolzen 4, nämlich dessen Eingriffszähnen 10, vgl. auch Figur 9, und den
Gegenzähnen 11, die an einer Flanke 12 des Längsschlitzes 9 ausgebildet sind. Hierdurch,
durch ratschenartiges Überlaufen zwischen einem Eingriffszahn 10 und einem Gegenzahn
11 - bei Bewegung in Schließrichtung des Zangenmauls - zw. durch aktive Bewegung der
Zähne 10, 11 außer Eingriff, verschieben um mindestens eine Zahnbreite und Wiederherstellen
des Verzahnungseingriffs aufgrund von Federkraft - bei Bewegung in Öffnungsrichtung
des Zangenmauls -, ist der bewegliche Zangenschenkel 3 relativ zu dem feststehenden
Zangenschenkel 2 stufenweise verstellbar.
[0041] Eine beim Verschieben in Maulschließrichtung von dem Gelenkbolzen zu überlaufende
Flanke eines Gegenzahnes 11 schließt mit einer Längsachse (hier konkret eine Tangente
an die Längsachse des gekrümmt verlaufenden Längsschlitzes 9) einen Winkel α von ca.
40° ein, während die Gegenflanke desselben Gegenzahnes 11 mit der Längsachse einen
Winkel β von ca. 95° einschließt.
[0042] Der Verzahnungseingriff zwischen dem Gelenkbolzen 4 und dem Längsschlitz 9, also
konkret den Zähnen 11 der Flanke 12 des Längsschlitzes 9, ist durch eine unmittelbar
zwischen dem Festschenkel 2 und dem Gelenkbolzen 4 wirkende Feder 13, vgl. etwa Figur
4, unterstützt. Beim Ausführungsbeispiel liegen die Eingriffszähne 10 mit Vorspannung
in den Tälern zwischen den Gegenzähnen 11 ein.
[0043] Die Feder 13 beaufschlagt ersichtlich, neben ihrer Abstützung an dem Festschenkel
2, nur den Gelenkbolzen 4. Die Abstützung ist, mit Ausnahme bzw. vermittels der Kugel
15, unmittelbar zwischen dem Gelenkbolzen 4 und der Flanke 14 des Festschenkels 2.
Hiergegen stützt sich die Feder 13 ab, vermittels der genannten Kugel 15. Aufgrund
der Kugel 15 ist ein sehr geringer Reibwert, was sich hinsichtlich einer Verstellung
günstig ist, zwischen dem Gelenkbolzen 4, bzw. der Feder 13 und dem Festschenkel 2,
erreicht.
[0044] Die dargestellte Zange 1 ist in zweierlei Hinsicht verstellbar. Nämlich zum einen
grundsätzlich herkömmlich, wie in der eingangs genannten
EP 528 252 A1 beispielsweise auch beschrieben, durch Niederdrücken des Gelenkbolzens 4 in Richtung
der Drehachse A. Hierzu wirkt auf den Gelenkbolzen 4 in Richtung der Drehachse A,
entgegengesetzt zu seiner oberseitigen Beaufschlagungsseite, eine als Schenkelfeder
ausgebildete Druckfeder 16 (siehe auch Figur 3). Weiter ist der Gelenkbolzen 4 hierzu
unterseitig mit einer ununterbrochen umlaufenden Randwulst 18 ausgebildet. Die Feder
16 kann so nicht etwa von dem Gelenkbolzen 4 abrutschen. Die Feder 16 ist beim Ausführungsbeispiel
eine - vorne, im Zusammenwirkungsbereich mit dem Gelenkbolzen, leicht abgeknickte
- Blattfeder.
[0045] Zum anderen, wie hier auch vorrangig beschrieben, kann der Gelenkbolzen 4 durch ledigliches
Verschieben relativ zueinander der Zangenschenkel 2, 3, in der genannten Ebene verstellt
werden. Hierbei wird im Einzelnen zunächst durch Druckbeaufschlagung über die Bohrung
19 (Figur 3), gegebenenfalls auch an entsprechenden Führungsabschnitten 20, in dem
gegenüberliegenden Bohrungsabschnitt 19' des gabelförmigen beweglichen Zangenschenkels
3, eine Druckverlagerung des Gelenkbolzens 4 entgegen der Wirkung der Feder 13 in
eine Stellung gemäß Figur 5 oder Figur 6 erreicht, wonach dann eine Verschiebung in
Längsrichtung des Längsschlitzes 9 in dem gewünschten Maße ohne weiteres möglich ist.
Hierzu ist eine Breite B des Längsschlitzes 9, siehe etwa Figur 4, so gewählt, dass
auch im ausgerückten Zustand des Gelenkbolzens 4, in dem also die Zähne nicht miteinander
in Eingriff sind (Figur 5), noch ein Verschieben des Gelenkbolzens in Längsrichtung
des Längsschlitzes 9 ermöglicht ist. Wenn die genannte Druckbeaufschlagung des Gelenkbolzens
4 vermittels des beweglichen Zangenschenkels 3 aufgegeben wird, stellt sich an dieser
Stelle in dem Längsschlitz 9 wieder aufgrund der Wirkung der Feder 13 der Verzahnungseingriff
zwischen dem Gelenkbolzen 4 und der verzahnten Flanke des Längsschlitzes 9 ein.
[0046] Wie aus der in Figur 5 gezeigten Darstellung zu erkennen, kann der Gelenkbolzen 4
aus der Verzahnung bei lediglicher Zugbelastung des beweglichen Zangenschenkels 3
quer zur Längserstreckung des Längsschlitzes 9 freikommen. Diese Zugbelastung kann,
wie in Figur 5 dargestellt, im Wesentlichen senkrecht zu der Längsmittellinie des
gekrümmt verlaufenden Längsschlitzes 9 erfolgen, dies aus der in Figur 5 in strichpunktierter
Linienart wiedergegebenen Arbeitsstellung heraus. Im Zuge dieser vorwiegend linearen
Verlagerung des beweglichen Zangenschenkels 3 wird im Wesentlichen über die Bohrung
19 der Gelenkbolzen 4 beaufschlagt, was bedingt durch eine, linienartig ein Verschwenken
des Gelenkbolzens 4 zulassende Abstützung desselben an der den Gegenzähnen 11 gegenüberliegenden
Flanke 14 des Längsschlitzes 9 ein Auswandern der gelenkbolzenseitigen Gegenzähne
10 zur Folge hat. Dem Gelenkbolzen 4 wird durch die auf ihn einwirkende Zugbelastung
ein Drehmoment aufgeprägt, dies weiter unter Überwindung der Kraft der in der Bohrung
17 einliegenden und über die Kugel 15 auf die Flanke 14 einwirkenden Feder 13.
[0047] Wie weiter in Figur 6 dargestellt, kann die Zugbelastung des beweglichen Zangenschenkels
3 quer zur Längsachse des Längsschlitzes 9 auch überlagert sein von einem Verschwenken
des Zangenschenkels 3 um die Drehachse A des Gelenkbolzens 4. Das Verschwenken des
beweglichen Zangenschenkels 3 allein führt zu keiner Aufhebung der Verzahnung zwischen
Gelenkbolzen 4 und Gegenzähnen 11.
[0048] Aufgrund der besonderen Formgebung des Gelenkbolzens 4 im Querschnitt, wie dies etwa
aus Figur 4, aber auch aus Figur 10 ersichtlich ist, hat der Gelenkbolzen 4 gleichwohl,
in Längsrichtung des Längsschlitzes 9 gesehen, einerseits einen Abschnitt, maulseitig
der Feder 13, der etwa der freien Breite B des Längsschlitzes 9 entspricht und andererseits,
maulabgewandt der Feder 13, einen Abschnitt einer Breite G, die jedenfalls etwa um
das Maß des Zahneingriffes geringer ist als die Breite B (auch die Breite G ist bezogen
auf die freie Breite des Längsschlitzes 9). Zudem, wie sich aus den genannten Darstellungen
ergibt, ist dieser Bereich des Querschnittes des Gelenkbolzens 4 auch noch, in Längsrichtung
des Längsschlitzes 9 gesehen, sich verjüngend ausgebildet. Der schmale Bereich ist
maulabgewandt. Die genannte Breite G ergibt sich unmittelbar im maulabgewandten Randbereich
der Bohrung 17 (siehe etwa Figur 11), welche die Feder 13 aufnimmt. Die Verjüngung,
die sich in dem genannten Querschnitt in Form einer praktisch geraden Fläche darstellt,
beginnt bereits maulseitig der Bohrung 17.
[0049] Der Querschnitt des Gelenkbolzens 4, bezogen auf die Darstellung in Figur 4, ist
weiter im Wesentlichen trapezartig, wobei die Trapez-Querflächen gerundet ausgebildet
sind. Diese Trapez-Querflächen bilden teilweise Abstützzonen in den Bohrungen 19 bzw.
19' des beweglichen Zangenschenkels (siehe auch Figur 3). Die Kugel 15 durchbricht
in dieser Beziehung eine Trapez-Längsseite.
[0050] In vertikaler Richtung ist der Gelenkbolzen 4, wie dies insbesondere sich aus den
Figuren 8 bis 10 ergibt, zunächst aus einem unteren, vorzugsweise kreisrunden Sockel
21 gebildet, der mit dem Durchmessermaß dieses Sockels in die vorstehend angesprochenen
Trapez-Schmalseiten 22, 23 übergeht. In Bezug auf eine Gesamthöhe H des Gelenkbolzens
4 nach unten, d.h. zu dem Sockel 21 hin versetzt, ist die Bohrung 17 ausgebildet.
Das Versetzmaß entspricht hierbei etwa der Hälfte des Durchmessers, also etwa dem
Radius der Bohrung 17.
[0051] Eine Mittelachse der Bohrung 17, welche auf der Fläche 24, in welcher die Kugel 15
austritt, senkrecht steht, verläuft entsprechend einer Durchmesserlinie des kreisförmigen
Sockels 21 (gesehen in einer Ebene quer zur Längsachse des Gelenkbolzens 4, die mit
der bereits weiter oben angesprochenen Drehachse A zusammenfällt).
[0052] Die Bohrung 17 ist im Übrigen eine Sackbohrung, tritt also auf der gegenüberliegenden
Seiten nicht nach außen.
[0053] Die gegenüberliegende Seite, auf welcher im unteren Bereich die Einriffszähne 10
ausgebildet sind, ist im Weiteren, wie sich aus Figur 11 ergibt, außerhalb der Eingriffszähne
10 in dem dargestellten Querschnitt gerundet ausgebildet. Die Eingriffszähne 10 sind
bezogen auf eine Längsachse bzw. Mittellinie des Längsschlitzes 9 zur maulabgewandten
Seite in den genannten Querschnitt 10 hin versetzt ausgebildet. Sie sind entsprechend
maulabgewandt einer Längsachse der Bohrung 17 ausgebildet. Im Zusammenhang mit der
Kugel 15 ergibt sich so auch ein vorteilhaftes Verhalten entsprechend einem Kippmoment,
mit dem die Ausrastung des Gelenkbolzens 4 aufgrund einer Zugbeaufschlagung in maulabgewandter
Richtung des beweglichen Zangenschenkels 3 relativ zu dem feststehenden, und hierbei
gedanklich festgehaltenen, Festschenkel 2 erreicht werden kann.
[0054] Die Eingriffszähne 10 erstrecken sich über eine Höhe des Gelenkbolzens 4, die etwa
der 1,5-fachen Höhe des Sockels 21 oder 20% bis 35%, bevorzugt etwa 25% bis 30%, der
Höhe H des Gelenkbolzens 4 entspricht.
[0055] Insgesamt sind beim Ausführungsbeispiel drei Eingriffszähne 10 verwirklicht. Die
Zahnwurzeln liegen auf einer sekantenartig bezüglich des Durchmessers des Sockels
21 verlaufenden Linie.
[0056] Oberseitig des Gelenkbolzens 4 ist ein Knopfteil 25 angeordnet, das über einen mittigen
Zapfen in einer Einsenkung des Gelenkbolzens im Übrigen gehaltert ist. Der Knopf 25,
dessen Außendurchmesser etwas kleiner ist als der Außendurchmesser des Sockels 21,
ragt über die Flächen 24 bzw. die gegenüberliegende Fläche dachartig vor.
[0057] Die Figuren 12 bis 17 zeigen eine Zange 1 in einer zweiten Ausführungsform in Art
einer Schlüsselzange. Eine solche Schlüsselzange ist beispielsweise aus der
EP 0 421107 B1 bekannt. Der Inhalt dieser Patentschrift wird hiermit voll inhaltlich in die Offenbarung
vorliegender Erfindung mit einbezogen, auch zu dem Zwecke, Merkmale dieses Patents
in Ansprüche vorliegender Erfindung mit einzubeziehen.
[0058] Die Schlüsselzange 1 weist gleichfalls einen beweglichen Zangenschenkel 3 und einen
Festschenkel 2 auf, welch letzterer materialeinheitlich in eine Lagerplatte 26 übergeht.
In dieser Lagerplatte 26 ist ein entsprechend dem ersten Ausführungsbeispiel ausgebildeter
Längsschlitz 9 ausgebildet. Dieser weist an einer dem Zangenmaul zugewandten Längsflanke
12 Gegenzähne 11 auf, zur Zusammenwirkung mit Eingriffszähnen 10 eines den beweglichen
Schenkel 3 mit dem festen Schenkel 2 verbindenden Gelenkbolzens 4.
[0059] Die Ausgestaltung der Gegenzähne 11, insbesondere die Ausrichtung der Zahnflanken
ist gleich dem des ersten Ausführungsbeispiels gewählt.
[0060] In dem dem Griffabschnitt 5 des festen Zangenschenkels 2 entfernt liegenden Bereich
ist der Lagerplatte 26 eine im Vergleich zur Lagerplatte 26 materialverdickte Festbacke
7 angeordnet. Dieser Festbacke 7 liegt eine bewegliche Backe 8 gegenüber, die im Wesentlichen
klappsymmetrisch zur Festbacke 7 ausgebildet ist. Die bewegliche Backe 8 bildet in
ihrem unteren Bereich zwei auf den Oberflächen der Lagerplatte 26 aufliegende und
diese in ihrem oberen Bereich übergreifende Ausleger 27 aus, die an der der Lagerplatte
26 zugewandten Innenseiten Führungsabschnitte 28 tragen. Diese greifen in oberhalb
des Längsschlitzes 9, d.h. zugewandt dem Zangenmaul in beiden gegenüberliegende Oberflächen
der Lagerplatte 26 eingearbeitete Führungsnuten 29 ein, welche Führungsnuten 29 geradlinig
verlaufend parallel zu einer linearen Verbindungslinie zwischen den Endpunkten des
Längsschlitzes 9 ausgerichtet sind. Entsprechend ist die bewegliche Zangenbacke 8
in Richtung auf die Festbacke 7 bzw. von dieser weg linear an der Lagerplatte 26 verlagerbar.
[0061] Zugewandt dem Längsschlitz 9 ist die bewegliche Zangenbacke 8 beidseitig der Lagerplatte
26 mit im Wesentlichen U-förmig ausgebildeten Gelenkausnehmungen 30 versehen. Diese
sind zum Längsschlitz 9 hin gewandt offen. Diese dienen zur Aufnahme von Gelenkzapfen
31 und ragen radial nach außen von den Gelenkbolzen 4 fassenden Schenkelendabschnitten
32 des beweglichen Zangenschenkels 3 ab, welche Schenkelendabschnitte 32 endseitig
des beweglichen Zangenschenkels 3 im Bereich eines die Lagerplatte 26 beidseitig Gabelabschnittes
33 ausgebildet sind.
[0062] Der bewegliche Zangenschenkel 3 ist um die durch den Gelenkbolzen 4 definierte Drehachse
A drehverlagerbar. Durch Drehverlagerung wird infolge der Verlagerung der Gelenkzapfen
31 auf einer Kreisabschnittsbahn die bewegliche Zangenbacke 8 linear geführt in Richtung
auf die Festbacke 7 bewegt.
[0063] Der Gelenkbolzen 4 der Zange 1 gemäß zweiter Ausführungsform ist gleichgestaltet
wie der der zuvor beschriebenen Ausführungsform. Entsprechend wird bezüglich der Ausgestaltung
der Verzahnung sowie der Ausgestaltung des Gelenkbolzen als solches auf das erste
Ausführungsbeispiel verwiesen.
[0064] Es ergeben sich auch hier Verstellmöglichkeiten in zweierlei Hinsicht. Nämlich zum
einen die grundsätzlich herkömmliche durch Niederdrücken des Gelenkbolzens 4 in Richtung
der Drehachse A entgegen der rückwärtig auf den Gelenkbolzen 4 einwirkenden Kraft
der Feder 16.
[0065] Zum anderen kann auch hier der Gelenkbolzen 4 durch ledigliches Verschieben der Zangenschenkel
2 und 3 relativ zueinander in der beschriebenen Ebene verstellt werden. Durch ledigliche
Zugbelastung des beweglichen Zangenschenkels wird der Gelenkbolzen 4 aus dem Verzahnungseingriff
zur Verzahnung des Längsschlitzes 9 verbracht. So kann auch hier ohne Manipulation
am Gelenkbolzen 4 selbst eine Verstellung der Maulweite, d. h. die Beabstandung der
Zangenbacken 7 und 8 zueinander durchgeführt werden.
[0066] Die Figuren 18 bis 22 zeigen die Zange 1 in einer weiteren Ausführungsform in Art
einer Wasserpumpenzange, welche im Wesentlichen gleich aufgebaut ist wie das mit Bezug
zu Fig. 1 ff. beschriebene erste Ausführungsbeispiel.
[0067] So sind auch hier zwei Zangenschenkel 2 und 3 vorgesehen, die sich in dem Gelenkbolzen
4 kreuzen. Der Zangenschenkel 2 ist ein feststehender Zangenschenkel, zu dem der Zangenschenkel
3 relativ zur Änderung der Maulweite beweglich ist.
[0068] Auch in dieser Ausführungsform ist der bewegliche Zangenschenkel im Kreuzungsbereich
gabelförmig gestaltet, zur beidseitigen Flankierung des den Längsschlitz 9 aufweisenden
Festschenkelabschnitts. Der Gelenkbolzen 4 ist in den Gabelabschnitten des beweglichen
Schenkels 3 drehbar gehaltert.
[0069] Die nach radial außen gerichteten Eingriffszähne 10 des Gelenkbolzens 4 wirken zur
Schiebefestlegung des beweglichen Zangenschenkels 3 mit entlang einer zugeordneten
Flanke 12 in dem Längsschlitz 9 angeordneten Gegenzähnen 11 zusammen.
[0070] Auch ist der Verzahnungseingriff des Gelenkbolzens 11 zur Längsschlitz-Verzahnung
durch eine auf den Bolzen 4 einwirkende Feder 13 unterstützt, welche Feder 13 sich
mittelbar unter Zwischenschaltung einer Kugel 15 an der der Längsschlitz-Verzahnung
gegenüberliegenden Flanke 14 des Längsschlitz 9 abstützt.
[0071] Um eine Möglichkeit zum Aufheben des Verzahnungseingriffs zwischen Gelenkbolzen 4
und Gegenverzahnung 11 anzubieten, ohne unmittelbare Betätigung des Gelenkbolzens
4 durch Druckbeaufschlagung und Verlagerung desselben entlang der Drehachse A, ist
der Gelenkbolzen in der in den Figuren 18 bis 22 dargestellten Ausführungsform in
einem Querschnitt in der durch den Längsschlitz 9 aufgespannten Ebene bzw. Ebenenschar
mit einem Beaufschlagungsvorsprung 34 versehen. Hierzu ist der Gelenkbolzen 4 in dieser
Ebene im Wesentlichen trapezartig gestaltet, mit zwei in etwa parallel zueinander
ausgerichteten Trapez-Längsseiten 24 und 35. Die Mittelachse der die Feder 13 und
die Kugel 15 aufnehmenden Bohrung 17 steht i. W. senkrecht zu den Flächen der Längsseiten
24 und 35. Die Kugel 15 tritt aus der Fläche 24 gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel
aus.
[0072] Die ebene Trapezfläche 35 erstreckt sich im Querschnitt etwa von der Mittelachse
der Bohrung 17 ausgehend nach außen unter Übergriff des vorzugsweise kreisrunden Sockels
21 des Gelenkbolzens 4, dies mit einem Überstandsmaß, welches etwa dem Durchmessermaß
der Kugel 15 entspricht. Endseitig geht die Trapez-Längsseite 35 über in eine, etwa
einen Winkel von 60° zur Trapez-Längsseite 35 einschließende Trapez-Schmalseite 22,
die wiederum in die parallel zur Trapez-Längsseite 35 ausgerichtete gegenüberliegende
Längsseite 24 einläuft.
[0073] Der Übergangsbereich von Längsseite 35 zur Schmalseite 22 ist verrundet, zur Bildung
des Beaufschlagungsvorsprunges 34. Dieser ragt entsprechend in einer Projektion auf
die Bohrung 19 bzw. 19' des beweglichen Zangenschenkels 3 über den Bohrungsrand 3
in den Freiraum des Längsschlitzes 9 ein.
[0074] Die Trapez-Längsseite 35 geht abgewandt dem Beaufschlagungsvorsprung 34 über in die
Eingriffsverzahnung, welche Eingriffszähne 10 auf einer senkrecht zur Verschwenkebene
des Gelenkbolzens 4 gerichteten Ebene positioniert sind, die im Querschnitt einen
stumpfen Winkel zur Längsseite 35 einschließt, so weiter etwa einen Winkel von 165°.
[0075] Der Beaufschlagungsvorsprung 34 ist in Richtung auf die dem Zangenkopf zugeordnete
Längsschlitz-Grundflanke 36 gerichtet. Diese Grundflanke 36 erstreckt sich quer zu
den Längsflanken 12 und 14 des Längsschlitzes 9.
[0076] Die Übergangsbereiche, insbesondere der Übergangsbereich von der Grundflanke 36 zur
die Gegenzähne 11 aufweisenden Flanke 12 ist stark verrundet, zur Bildung einer Steuerkurve
37.
[0077] Die Anordnung ist weiter so gewählt, dass in einer Verzahnungsstellung gemäß der
Darstellung in Fig. 18 sich zwischen der Trapez-Längsfläche 24 und der zugeordneten
Flanke 14 des Längsschlitzes 9 sowie zwischen der Trapez-Längsseite 35 und der zugewandten
Flanke 12 des Längsschlitzes 9 jeweils ein zwickelartiger Freiraum 38, 39 einstellt,
mit einem jeweiligen Öffnungswinkel von etwa 15°.
[0078] Der Beaufschlagungsvorsprung 34 ist insbesondere in dieser Grundstellung mit Bezug
auf eine die Drehachse A des Gelenkbolzens 4 kreuzende Längsmittelachse des Längsschlitzes
9 außermittig, der Flanke 12 zugewandt angeordnet.
[0079] Weiter ist der Gelenkbolzen 4, in Längsrichtung des Längsschlitzes 9 betrachtet,
beidseitig der die Feder 13 und die Kugel 15 aufnehmenden Bohrung 17 mit einer Breite
G gebildet, die jedenfalls etwa um das Maß des Zahneingriffes geringer ist als die
Breite B des Längsschlitzes 9. Konkret ist weiter die Breite G' des Gelenkbolzens
4 im Bereich des Längsschlitzes 9 maulseitig der Bohrung 17 um das quer zur Längsschlitzerstreckung
betrachtete Höhenmaß der Eingriffszähne 10 gegenüber dem Breitenmaß G verringert.
[0080] Wie aus den Figuren 19 und 20 zu erkennen, kann der Gelenkbolzen 4 aus der Verzahnung
bei lediglicher Zugbelastung des beweglichen Zangenschenkels 3 in Richtung der Längserstreckung
des Längsschlitzes 9 freikommen, dies ausgehend von einer minimalen Maulweitenposition
gemäß Fig. 18, in welcher die Eingriffszähne 10 des Gelenkbolzens 4 in den mit Bezug
auf die Grundflanke 36 betrachteten letzten Gegenzähnen 11 des Längsschlitzes 9 eingreifen.
Wie schon in den vorherigen Ausführungsbeispielen beschrieben, kann diese Stellung
auch aus einer anderen Maulweitenstellung durch ratschenartige Verlagerung erreicht
werden. Durch weitere zugbelastete Verlagerung des Gelenkbolzens 4 in Richtung auf
die Grundflanke 36 - dies gegebenenfalls unter gleichzeitiger Schwenkverlagerung um
wenige Winkelgrade des beweglichen Zangenschenkels 3 in Richtung einer Maulöffnungsstellung
- tritt der mit Bezug auf die Längsmittelachse des Längsschlitzes 9 außermittige Beaufschlagungsvorsprung
34 gegen die Grundflanke 36 des Längsschlitzes 9, was aufgrund der verrundeten Kontur
des Beaufschlagungsvorsprunges 34 und dessen außermittigen Anordnung eine richtungsgesteuerte
Zwangsdrehverlagerung des Gelenkbolzens 4 bewirkt, wobei weiter die Steuerkurve 37
diese Zwangsdrehverlagerung weiter unterstützt. Mit Bezug auf die Darstellungen in
den Fig. 18 bis 20 erfolgt hierbei eine Drehverlagerung entgegen Uhrzeigerrichtung
um die Drehachse A. Unter Eindrücken der Kugel 15 entgegen der Kraft der Druckfeder
13 verschwenkt die Trapez-Längsfläche 24 in Richtung auf die zugeordnete Flanke 14
des Längsschlitzes 9, zur abschließenden Anlage an derselben. In dieser Stellung sind
die gegenüberliegenden Eingriffszähne 10 aus den Gegenzähnen 11 des Längsschlitzes
9 bewegt. Durch die Abstützung des Beaufschlagungsvorsprunges 34 an der Grundflanke
36 des Längsschlitzes 9 wird unter Aufrechterhaltung der Belastung über den beweglichen
Zangenschenkel 3 dem Gelenkbolzen 4 ein Drehmoment in Aufhebungsrichtung der Verzahnung
aufgeprägt.
[0081] Unter Beibehaltung einer quer zur Längserstreckung des Längsschlitzes 9 gerichteten
Zugkraft über den beweglichen Zangenschenkel 3 auf den Gelenkbolzen 4 verbleibt dieser
in der Anlagestellung der Trapezfläche 24 an der zugeordneten Längsschlitz-Flanke
14 gemäß Fig. 20, so dass eine Maulweiteneinstellung, insbesondere Maulweitenvergrößerung
unter Schiebeverlagerung des Zangenschenkels 3 erreichbar ist.
[0082] Die vorgeschlagene Lösung gemäß der Ausführungsform in den Figuren 18 bis 22 kann
sowohl im Zusammenhang mit einem entlang der Drehachse A verlagerbaren Gelenkbolzen
4 (über welche Verlagerung eine alternative Verzahnungsaufhebung erreicht werden kann)
als auch mit einem Gelenkbolzen 4, der in dieser Form nicht verlagerbar ist zur Anwendung
kommen. Im letzteren Fall ist entsprechend eine Aufhebung der Verzahnung nur durch
Verdrehen des Gelenkbolzens unter Zusammenwirkung von Beaufschlagungsvorsprung 34
und zugeordneter Flanke des Längsschlitzes 9 erreichbar.
[0083] Eine alternative Ausgestaltung dieser Ausführungsform zeigen die Figuren 23 bis 25,
wobei in den Figuren 23 und 25 ein nicht in Richtung der Drehachse A verlagerbarer
Gelenkbolzen 4 vorgesehen ist. In dieser Ausführungsform ist der Gelenkbolzen 4 in
einem Querschnitt in einer Längsschlitzebene ausgehend von einer die Sockelkontur
aufnehmenden Trapez-Schmalseite 22 mit einem sich in Richtung auf die Grundflanke
36 des Längsschlitzes 9 erstreckenden, zapfenartigen Beaufschlagungsvorsprung 34 versehen.
Auch dieser erstreckt sich mit Bezug auf eine Längsmittelachse des Längsschlitzes
9 außermittig, hier zugewandt der den Gegenzähnen 11 gegenüberliegenden Flanke 14.
[0084] Der Übergangsbereich von Flanke 14 zur Grundflanke 36 ist mit einer, eine Steuerkurve
37 ausformenden Ausnehmung 40 versehen.
[0085] In der Verzahnungseingriff-Situation stützt sich der Beaufschlagungsvorsprung 34
maulseitig der Gelenkbolzen-Bohrung 17 an der zugeordneten Längsschlitzflanke 14 ab.
Im Zuge einer Verlagerung des beweglichen Zangenschenkels 3 in Richtung auf eine minimale
Maulweitenposition gemäß der Darstellung in Fig. 23 tritt unter Mitverlagerung des
Gelenkbolzens 4 über die schenkelseitigen Bohrungen 19 und 19' der Beaufschlagungsvorsprung
34 in die steuerkurvenartige Ausnehmung 40 ein, wobei unter weiterer Zugbelastung
über den beweglichen Schenkel 3 in Richtung der Längserstreckung des Längsschlitzes
9 über die Steuerkurve 37 eine Zwangs-Drehverlagerung des Gelenkbolzens 4 entsprechend
dem zuvor beschriebenen Ausführungsbeispiel bewirkt wird. Auch hier erfolgt mit Bezug
zu den Figuren 23 und 25 eine Zwangs-Drehverlagerung des Gelenkbolzens 4 entgegen
Uhrzeigersinn, was den Austritt der Eingriffszähne 10 aus der Gegenverzahnung im Längsschlitz
9 bewirkt (vgl. Fig. 25). Auch in dieser Ausführungsform kann nach der erfolgten Aufhebung
des Zahneingriffs unter Beibehaltung einer Zugbelastung quer zur Erstreckung des Längsschlitzes
9 über den beweglichen Zangenschenkel 3 eine Maulweitenverstellung erfolgen (vgl.
strichpunktierte Darstellung in Fig. 25).
[0086] Die vorbeschriebene Ausgestaltung kann weiter auch im Zusammenhang mit einem alternativ
zur Verzahnungsaufhebung entlang der Drehachse A verlagerbaren Gelenkbolzen 4 vorgesehen
sein. Ein derartiger Gelenkbolzen 4 ist in Fig. 24 dargestellt. Bei einer Schiebeverlagerung
des Gelenkbolzens 4 zur Aufhebung des Verzahnungseingriffs taucht der Beaufschlagungsvorsprung
34 in den Längsschlitz 9 ab.
[0087] Die Figuren 26 bis 32 zeigen eine weitere Ausführungsform, wobei sich die Darstellung
in Fig. 26 auf einen Gelenkbolzen 4 bezieht, der zur alternativen Verzahnungsaufhebung
gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel entlang der Drehachse A schiebeverlagerbar ist.
Die weiteren Darstellungen (Fig. 27 bis Fig. 32) zeigen eine Ausgestaltung mit einem
Gelenkbolzen 4 der nicht in vorbeschriebener Weise schiebeverlagerbar ist.
[0088] Der Gelenkbolzen 4 ist im Bereich eines mit der Schenkelbohrung 19 zusammenwirkenden
Kragens bzw. Abschnitts einer Trapez-Schmalseite 22 mit einem radial abragenden Mitnahmevorsprung
41 versehen. Dieser übergreift in einer Projektion auf eine quer zur Drehachse A ausgerichteten
Ebene den Rand der Bohrung 19 und taucht in eine nach radial innen in den Bohrungsrand
einlaufende, radial außerhalb der Bohrung 19 ausgeformte Mitnahmeausnehmung 42 ein.
Diese Mitnahmeausnehmung 42 weist bei einer Ausgestaltung des Gelenkbolzens 4 gemäß
den Darstellungen in den Figuren 27 bis 32 eine axiale Tiefe auf, die der axialen
Höhe des Mitnahmevorsprungs 41 entspricht. Ist hingegen ein schiebeverlagerbarer Gelenkbolzen
4 gemäß der Darstellung in Fig. 26 vorgesehen, so ist die Mitnahmeausnehmung 42 in
Axialrichtung betrachtet als Durchbruch ausgestaltet; öffnet sich entsprechend nach
axial innen bei einer bevorzugten Anordnung der Mitnahmeausnehmung 42 in einer Projektion
innerhalb des Längsschlitzes 9 in Richtung auf den Längsschlitz 9, womit dem Mitnahmevorsprung
41 zur wahlweisen Schiebeverlagerung des Gelenkbolzens 4 entlang der Drehachse A zur
Aufhebung der Verzahnung ein Ausweichraum gegeben ist. Entsprechend weist die Mitnahmeausnehmung
42 in dieser Ausführungsform zumindest eine axiale Tiefe auf, die dem Hub beim Bewegen
des Gelenkbolzens 4 in Richtung der Drehachse A zuzüglich der axialen Dicke des Mitnahmevorsprungs
41 entspricht.
[0089] Die Mitnahmeausnehmung 42 weist eine in Umfangsrichtung der zugeordneten Bohrung
19 betrachtete Länge auf, die dem üblichen Verschwenkweg des beweglichen Zangenschenkels
3 zwischen einer Maulschließposition und einer Maulöffnungsstellung im Wesentlichen
entspricht. So erstreckt sich die Mitnahmeausnehmung 42 mit Bezug auf die Drehachse
A über einen Winkel von etwa 25°.
[0090] Der Gelenkbolzen 4 ist drehbar in dem beweglichen Schenkel 3 gehalten. Die Mitnahmeausnehmung
42, in der der Mitnahmevorsprung 41 einliegt, folgt der Schwenkbewegung des beweglichen
Zangenschenkels 3, wobei weiter dem Mitnahmevorsprung 41 in einer Zangenmaulschließstellung,
wie beispielsweise in Fig. 28 dargestellt, an einem Ende der Mitnahmeausnehmung 42
anliegt.
[0091] Die übliche Schenkelbewegung beim Hantieren der Zange 1 wirkt sich aufgrund der längsschlitzartigen
Mitnahmeausnehmung 42 nicht auf den Mitnahmevorsprung 41 aus. Erst mit Anschlagen
der durch Schenkelöffnung dem Mitnahmevorsprung 41 zugeführten Randkante der Mitnahmeausnehmung
42 erfolgt ein Formschluss, was bei weiterer Schwenkverlagerung des beweglichen Zangenschenkels
3 über das übliche Zangenmaulöffnungsmaß hinaus ein Mitschleppen des Mitnahmevorsprungs
41 über die Mitnahmeausnehmung 42 bewirkt. Der radial ausgerichtete Mitnahmevorsprung
41 wirkt hebelartig auf den Gelenkbolzen 4 ein, der hierüber zwangs-drehverlagert
wird, was zur Aufhebung der Verzahnung führt (vgl. Figuren 30 und 31). Auch hierbei
wird dem Gelenkbolzen 4 über den über das übliche Öffnungsmaß hinaus verschwenkten
Zangenschenkel 3 und über den Formschluss zwischen Mitnahmeausnehmung 42 und Mitnahmevorsprung
41 ein Drehmoment aufgeprägt, dies weiter unter Überwindung der Kraft der in der Bohrung
17 einliegenden und über die Kugel 15 auf die Flanke 14 einwirkenden Feder 13.
[0092] Unter Halten des beweglichen Zangenschenkels 3 in der überweiten Maulöffnungsstellung
verbleibt der Gelenkbolzen 4 in Außereingriffstellung zu der Verzahnung des Längsschlitzes
9, dem zufolge eine Längsverschiebung des beweglichen Zangenschenkels 3 entlang des
Längsschlitzes 9 in die gewünschte Position erfolgen kann. Unter Lösen der auf dem
Mitnahmevorsprung 41 einwirkenden Kraft, d. h. unter Freigabe des Zangenschenkels
3 oder Rückverlagerung desselben in Richtung auf eine Maulschließstellung wird der
Verzahnungseingriff in der gewünschten Maulweitenposition erreicht.
[0093] Die Aufhebung des Verzahnungseingriffes ist bei dieser Ausführungsform aus jeder
Rastposition entlang des Längsschlitzes 9 heraus herbeiführbar.
[0094] Die Figuren 33 bis 44 zeigen drei verschiedene Ausführungsformen zur Ermöglichung
einer gezielten Blockierung der Ausrastmöglichkeit des Gelenkbolzens 4 in Querrichtung,
so beispielsweise bewirkt durch Zug am beweglichen Zangenschenkel 3 oder durch gezielte
Dreh-Aussteuerung des Gelenkbolzens 4 über eine Formschlussmitnahme gemäß der Ausführungsform
in den Darstellungen der Figuren 26 bis 32 bzw. über eine Zwangssteuerung gemäß den
Ausführungsformen in den Figuren 18 bis 25, wobei weiter trotz Blockierung die Aufhebung
der Verrastung durch gezielte, d. h. willensbetonte Verlagerung des Gelenkbolzens
4 entlang der Drehachse A durchaus möglich ist.
[0095] So ist zunächst in einer Ausführungsform (Figuren 33 bis 36) das Knopfteil 25 des
Gelenkbolzens 4 gegenüber dem Gelenkbolzen 4 um die Drehachse A zumindest über einen
Teilbereich drehbar vorgesehen. Das Knopfteil 25 ist weiterhin tellerartig gebildet,
überragt entsprechend segmentartig in einer Projektion auf eine quer zur Drehachse
A gerichteten Ebene die Trapez-Fläche 24, aus welcher die Kugel 15 austaucht. Unterseitig
ist das Knopfteil 25 zugewandt der Fläche 24 mit einem sich parallel zur Drehachse
A erstreckenden Stift 43 versehen. Dieser erstreckt sich in Richtung der Drehachse
A betrachtet über die gesamte Länge der Fläche 24 bis zum Sockel 21. Der Stift 43
ist drehfest an dem Knopfteil 25 gehalten.
[0096] Weiter ist der Stift 43 auf axialer Höhe der Eingriffszähne 10 mit einer Verdickung
44 versehen, die bei entsprechend verdrehtem Knopfteil 25 in den sich in der Verzahnungsstellung
zwischen der Trapezfläche 24 und der zugeordneten Längsschlitzflanke 14 einstellenden
zwickelartigen Freiraum 38 eintaucht (vgl. Fig. 33) und so die Möglichkeit eines Verschwenkens
des Gelenkbolzens 4 um dessen Drehachse A verhindert. Entsprechend kann der Gelenkbolzen
4 nicht durch Verdrehen um seine Drehachse A aus der Verzahnung treten. Die Trapezfläche
24 stützt sich in dieser Situation über den verdickten Abschnitt 44 des Stiftes 43
an der Längsschlitzflanke 14 ab. Es verbleibt entsprechend kein Freiraum zum Austreten
der Eingriffszähne 10.
[0097] In Verschwenkrichtung des Stiftes 43 betrachtet ist endseitig der Trapezfläche 24
in dem Gelenkbolzen 4 eine gegenüber der Fläche 24 zurücktretende, taschenartige Ausnehmung
45 vorgesehen. In diese taucht der Stift 43, insbesondere dessen verdickter Abschnitt
44 zur Drehfreigabe des Gelenkbolzens 4 ein, dies über Drehbetätigung des Knopfteiles
25. In dieser rückverschwenkten Stellung gemäß der Darstellung in Fig. 34 liegt der
Stift 43 insbesondere dessen Verdickung 44 nicht über die Ebene der Fläche 24 hinaustretend
in der Ausnehmung 45 ein. In dieser Stellung liegt der zwickelartige Raum 38 frei,
so dass eine Schwenkverlagerung des Gelenkbolzens 4 um dessen Drehachse A zur Aufhebung
des Verzahnungseingriffs über Zangenschenkelbetätigung gemäß den zuvor beschriebenen
Ausführungsbeispielen erfolgen kann.
[0098] Bei einer willensbetonten Schiebeverlagerung des Gelenkbolzens 4 in Richtung der
Drehachse A, bei welcher die Eingriffszähne 10 durch Linearverlagerung aus dem Eingriff
zu den Gegenzähnen 11 des Längsschlitzes 9 verlagert werden, gelangt der gegenüber
dem verdickten Abschnitt 44 verjüngte Abschnitt 46 des Stiftes 43 in den Bereich des
Längsschlitzes 9, was die Schiebeverlagerung des Gelenkbolzens 4 innerhalb des Längsschlitzes
9 zur Maulweitenverstellung auch in Stift-Sperrstellung ermöglicht.
[0099] Eine alternative Ausgestaltung zeigen die Figuren 37 bis 39. Hier ist zur Blockierung
der Drehbeweglichkeit des Gelenkbolzens 4 zur Aufhebung des Verzahnungseingriffes
zugewandt der Trapezfläche 24 ein zunächst plattenförmiges, sich parallel zur Fläche
24 erstreckendes Sperrelement 47 vorgesehen. Dieses liegt zunächst in einer Vertiefung
48 der Fläche 24 ein, wobei weiter die quer zur Drehachse A betrachtete Tiefe der
Vertiefung 48 der in selber Richtung betrachteten Dicke des Sperrelements 47 entspricht.
Insofern fluchtet die nach außen gerichtete Oberfläche des Sperrelements 47 mit der
verbleibenden Fläche 24 des Gelenkbolzens 4.
[0100] Das Sperrelement 47 ist um eine senkrecht zur Drehachse A ausgerichtete Achse schwenkbar.
Die Schwenkachse ist mit dem Bezugszeichen 49 versehen. Bei insgesamt etwa dreieckigem
Grundriss des Sperrelements 47 ist die Schwenkachse 49 in einem Eckbereich vorgesehen.
Ein weiterer, über das Kopfteil 25 in jeder Schwenkposition überstehender Eckbereich
formt einen Handhabungsabschnitt 50 aus. Der dritte Eckbereich trägt eine senkrecht
zur Drehachse A ausgerichtete Sperrschulter 41.
[0101] Die Schwenkachse 49 ist mit Bezug auf die die Feder 13 und die Kugel 15 aufnehmenden
Bohrung 17 maulseitig der Fläche 24 angeordnet. Die Sperrschulter 51 ist mit Bezug
auf diese Bohrung 17 gegenüberliegend der Schwenkachse 49 positioniert.
[0102] Das Sperrelement 47 ist weiter beispielsweise in Form eines Blechbiegeteils gebildet.
[0103] Über den Handhabungsabschnitt 50 kann der Benutzer beispielsweise daumenbetätigt
das Sperrelement 47 aus einer in Fig. 37 dargestellten Gelenkbolzen-Freigabestellung
in eine Sperrstellung gemäß Fig. 39 verschwenken. In dieser Stellung greift die Sperrschulter
51 in den sich zwischen der Fläche 24 und der zugewandten Längsschlitzflanke 14 einstellenden,
zwickelartigen Freiraum 38, wodurch der Gelenkbolzen 4 gegen Verdrehung um die Drehachse
A gesperrt ist. Entsprechend ist über eine Zug- oder Drehbelastung über den beweglichen
Schenkel 3 keine Aufhebung des Verzahnungseingriffes herbeiführbar. Eine Aufhebung
dieses Verzahnungseingriffes durch Linearverlagerung des Gelenkbolzens 4 entlang der
Drehachse A ist auch in dieser Sperrelementstellung weiterhin möglich. Die Sperrschulter
51 taucht im Zuge der Schiebeverlagerung des Gelenkbolzens 4 aus dem Zuordnungsbereich
zum Längsschlitz 9 aus.
[0104] Schließlich zeigen die Fig. 40 bis 44 ein Ausführungsbeispiel, bei welchem eine Blockierung
der Ausrastmöglichkeit in Querrichtung durch Blockieren der in der Bohrung 17 einliegenden
Kugel 15 erreicht ist. Diese kann demzufolge durch Querbeaufschlagung, beispielsweise
durch entsprechenden Zug am beweglichen Zangenschenkel 3 oder bedingt durch eine aus
einer Zwangs-Drehverlagerung herbeigeführte Belastung des Gelenkbolzens 4 nicht eintauchen.
Entsprechend wird kein Freiraum gegeben, um die Eingriffszähne 10 aus der Gegenverzahnung
zu bewegen.
[0105] Hierzu ist die Kugel 15 zunächst nach außen weisend kalottenartig geformt mit einem
nach innen in die Bohrung 17 eintauchenden Zylinderabschnitt 52. Dieses ist rückwärtig
belastet durch die Druckfeder 13.
[0106] Der Zylinderabschnitt 52 ist mit einer umlaufenden Nut 53 versehen.
[0107] In Ausrückstellung der Kugel 15 ist der Nut 53 ein Sperrstift 54 zugeordnet. Dieser
erstreckt sich senkrecht zur Bohrung 17 und somit parallel zur Drehachse A innerhalb
einer entsprechend ausgerichteten Bohrung 55 des Gelenkbolzens 4. Diese Bohrung 55
mündet einerends in der die Feder 13 und die Kugel 15 aufnehmenden Bohrung 17 und
andernends im Bereich einer Radialerweiterung 56 unterhalb der die Bohrung 55 im Wesentlichen
überdeckenden Kragenfläche des Knopfteiles 25. Das Knopfteil 25 selbst ist weiterhin
mit einer in Überdeckung zu der Bohrung 55 vorgesehenen Durchbrechung 57 zum Durchtritt
eines Sperrstift-Endabschnittes 58 versehen.
[0108] Der Sperrstift 54 weist weiter zugeordnet der Radialerweiterung 56 der Bohrung 55
einen Radialkragen 59 auf. Dieser ist unterseitig durch eine sich auf dem Radialerweiterungsboden
abstützenden Druckfeder 60 in Form einer Zylinderfeder in Richtung auf das Knopfteil
25 belastet, wobei weiter der Radialkragen 59 einen Anschlag zur Abstützung an der
zugewandten Unterseite des Knopfteils 25 bildet.
[0109] Durch willensbetonte Verlagerung des Sperrstiftes 54 entgegen der Federkraft der
Druckfeder 60 wird das freie Stiftende 61 in die Nut 53 der Kugel 15 zum formschlüssigen
Eingriff verbracht, wonach die Kugel 15 in ihrer ausgefahrenen Stellung blockiert
ist.
[0110] Diese Blockierungsstellung ist verrastbar. Hierzu ist im Bereich der Betätigungsfläche
des Knopfteils 25 ein betätigbarer Schieber 62 vorgesehen, der quer zur Drehachse
A über eine Handhabe 63 in Richtung auf den Sperrstift-Endabschnitt 58 linear verlagerbar
ist. Der Schieber 62 weist zugewandt dem Endabschnitt 58 eine kreisabschnittförmige
Ausnehmung 64 auf, die zur Festlegung des Sperrstiftes 54 in einen radial verjüngten
Bereich des Sperrstift-Endabschnitt 58, gebildet durch eine umlaufende Nut 65, eingreift
und so eine selbsttätige Rücksteuerung des Sperrstiftes 54 in die Kugelfreigabestellung
verhindert.
[0111] Zur Freigabe der Kugel 15 und somit zur Freigabe der Blockierung der Ausrastmöglichkeit
in Querrichtung bedarf es lediglich der Rückverlagerung des Schiebers 62, was mit
einer Freigabe des Sperrstift-Endabschnittes 58 einhergeht. Die Druckfeder 60 verlagert
hiernach unter Entlastung den Sperrstift 54 in die Grundstellung, was mit einem Ausfahren
des Stiftendes 61 aus der Kugelnut 53 einhergeht.
1. Zange (1) mit zwei sich in einem Gelenkbolzen (4) kreuzenden Zangenschenkeln (2, 3),
von denen der eine (3) beweglich und der andere (2) feststehend ist, und mit einer
zwischen dem Festschenkel (2) und dem Gelenkbolzen (4), einen Verzahnungseingriff
des Gelenkbolzens (4) unterstützend wirkenden Feder (13), wobei die Zangenschenkel
(2,3) auf einer Seite des Gelenkbolzens (4) Griffabschnitte (5, 6) ausbilden und auf
der anderen Seite des Gelenkbolzens (4) ein Zangenmaul ausgebildet ist, wobei weiter
der Gelenkbolzen (4), durch welchen zugleich eine Drehachse (A) des beweglichen Zangenschenkels
verläuft, in einem Längsschlitz (9) des feststehenden Zangenschenkels (2) verstellbar
ist, und wobei mittels in Richtung einer durch die Zangenschenkel (2, 3) aufgespannten
Ebene erfolgendem Verzahnungseingriff zwischen dem Gelenkbolzen (4) und dem Längsschlitz
(9) der bewegliche Zangenschenkel (3) relativ zu dem feststehenden Zangenschenkel
(2) wahlweise festsetzbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Gelenkbolzen (4) aus der Verzahnung freikommt bei lediglicher Zugbelastung des
beweglichen Zangenschenkels (3) quer zur Längserstreckung des Längsschlitzes (9).
2. Zange nach den Merkmalen des Oberbegriffes des Anspruches 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verzahnung wahlweise durch Bewegen des Gelenkbolzens (4) entgegen der Kraft der
Feder (13) oder durch Bewegen des Gelenkbolzens (4) in Richtung der Drehachse (A)
aufhebbar ist.
3. Zange nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung des Gelenkbolzens (4) mit einer Verdrehung um die Drehachse (A) einhergeht,
wobei, bevorzugt, die Verdrehung durch eine im Hinblick auf den Längsschlitz (9) außermittige
Beaufschlagung des Gelenkbolzens (4) erreicht ist.
4. Zange nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die außermittige Beaufschlagung zufolge einer Anlage des Gelenkbolzens (4) an einem
Endabschnitt des Längsschlitzes (9) erreicht ist.
5. Zange nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Gelenkbolzen (4) und/oder der Endabschnitt des Längsschlitzes (9) einen Beaufschlagungsvorsprung
(34) aufweist.
6. Zange nach einem der vorhergehende Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Gelenkbolzen (4) in einem Zangenschenkel (3) zur Drehmitnahme formschlüssig gefangen
ist, wobei die Drehmitnahme erst bei teilweise geöffnetem Zangenmaul einsetzt.
7. Zange nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Gelenkbolzen (4) einen sich radial erstreckenden Mitnahmevorsprung (41) aufweist,
der in eine radial innere Mitnahmeausnehmung (42) des Zangenschenkels (3) eingreift,
der die den Gelenkbolzen (4) aufnehmende Bohrung (19) aufweist, wobei, bevorzugt,
die Mitnahmeausnehmung (42) mindestens eine axiale Tiefe aufweist, die dem Hub beim
Bewegen des Gelenkbolzens (4) in Richtung der Drehachse (A) zuzüglich der axialen
Dicke des Mitnahmevorsprungs (41) entspricht.
8. Zange nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Feder (13) nur den Gelenkbolzen (4) beaufschlagt, wobei, bevorzugt, die Feder
(13) an einem den Längsschlitz (9) bildenden Abschnitt des Festschenkels (2) abgestützt
ist.
9. Zange nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Gelenkbolzen (4) in dem Längsschlitz (9) quer zu dessen Längserstreckung beweglich
ist.
10. Zange nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Feder (13) in dem Gelenkbolzen (4) mit einer Wirkrichtung quer zu dessen Längsachse
(Drehachse A) aufgenommen ist, und/oder dass die Feder (13) auf einen Kugelkörper
(15) wirkt, wobei, bevorzugt, der Kugelkörper (15) in einer Bohrung (17) des Gelenkbolzens
(4), in der auch die Feder (13) aufgenommen ist, gehaltert ist.
11. Zange nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Gelenkbolzen (4) bei Verzahnungseingriff teilweise unmittelbar und teilweise
über das Federelement (13) an der gegenüberliegenden Flanke anliegt.
12. Zange nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Feder (13) wahlweise außer Wirkung bringbar ist, wobei, bevorzugt, zum außer
Wirkung bringen der Feder (13) ein in Bewegungsrichtung des Gelenkbolzens (4) in Richtung
der Drehachse (A) beweglicher Stift (54) in dem Gelenkbolzen (4) vorgesehen ist.
13. Zange nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verzahnung nur an einer Längsflanke des feststehenden Zangenschenkels (2) ausgebildet
ist und/oder dass die Verzahnung in Schließrichtung des Zangenmauls überlaufbare Flankenwinkel
aufweist, wobei, bevorzugt, der Flankenwinkel in der Schließrichtung mit einer Längsachse
des Längsschlitzes einen Winkel von 50° bis 70°, vorzugsweise 60° einschließt.
14. Zange nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Gegenflanke mit der Längsachse einen Flankenwinkel von 80° bis 100°, bevorzugt
90° einschließt.
15. Zange nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Längsschlitz (9) in Längsrichtung gekrümmt verlaufend ausgebildet ist und/oder
dass der Gelenkbolzen (4) zwei gegenüberliegende abgeflachte Seiten aufweist, wobei
nur an einer der Seiten zum Verzahneingriff ausgebildete Eingriffszähne (10) vorgesehen
sind.
1. Pliers (1) with two pliers legs (2, 3) crossing at a pivot pin (4), one (3) of which
legs is movable and the other (2) is fixed, and with a spring (13) between the fixed
leg (2) and the pivot pin (4) acting in such a way as to assist interlocking engagement
of the pivot pin (4), the pliers legs (2, 3) forming gripping portions (5, 6) on one
side of the pivot pin (4) and a pliers mouth being formed on the other side of the
pivot pin (4), furthermore the pivot pin (4), through which a pivot axis (A) of the
movable pliers leg at the same time extends, being adjustable in a longitudinal slot
(9) of the fixed pliers leg (2), and it being possible for the movable pliers leg
(3) to be fixed by choice in relation to the fixed pliers leg (2) by means of interlocking
engagement between the pivot pin (4) and the longitudinal slot (9) that takes place
in the direction of a plane defined by the pliers legs (2, 3), characterized in that the pivot pin (4) is released from the interlock merely by pulling loading of the
movable pliers leg (3) transversely in relation to the longitudinal extent of the
longitudinal slot (9).
2. Pliers according to the features of the precharacterizing clause of Claim 1, characterized in that the interlock can be overcome at choice by moving the pivot pin (4) counter to the
force of the spring (13) or by moving the pivot pin (4) in the direction of the pivot
axis (A).
3. Pliers according to one of the preceding claims, characterized in that the movement of the pivot pin (4) is accompanied by a turning about the pivot axis
(A), wherein, preferably, the turning is achieved by an off-center actuation of the
pivot pin (4) with respect to the longitudinal slot (9).
4. Pliers according to one of the preceding claims, characterized in that the off-center actuation is achieved as a result of abutment of the pivot pin (4)
against an end portion of the longitudinal slot (9).
5. Pliers according to one of the preceding claims, characterized in that the pivot pin (4) and/or the end portion of the longitudinal slot (9) has an actuating
projection (34).
6. Pliers according to one of the preceding claims, characterized in that the pivot pin (4) is captured with positively locking engagement in a pliers leg
(3) such that it is rotationally driven along by the pivoting movement, it only beginning
to be carried along by the pivoting movement when the pliers mouth is partially open.
7. Pliers according to one of the preceding claims, characterized in that the pivot pin (4) has a radially extending driving projection (41), which engages
in a radially inner driving recess (42) of the pliers leg (3) which having the bore
(19) of the pivot pin (4), wherein, preferably, the driving recess (42) has at least
an axial depth which corresponds to the travel when the pivot pin (4) moves in the
direction of the pivot axis (A) plus the axial thickness of the driving projection
(41).
8. Pliers according to one of the preceding claims, characterized in that the spring (13) only acts upon the pivot pin (4), wherein, preferably, the spring
(13) is supported on a portion of the fixed leg (2) that forms the longitudinal slot
(9).
9. Pliers according to one of the preceding claims, characterized in that the pivot pin (4) is movable in the longitudinal slot (9) transversely in relation
to the longitudinal extent of the latter.
10. Pliers according to one of the preceding claims, characterized in that the spring (13) is accommodated in the pivot pin (4) with a direction of action that
is transverse to the longitudinal axis (pivot axis A) of the latter and/or that the
spring (13) acts on a spherical body (15), wherein, preferably, the spherical body
(15) is held in a bore (17) of the pivot pin (4), in which the spring (13) is also
accommodated.
11. Pliers according to one of the preceding claims, characterized in that, during interlocking engagement, the pivot pin (4) lies against the opposite flank,
partially directly and partially by way of the spring element (13).
12. Pliers according to one of the preceding claims, characterized in that the spring (13) can be disabled by choice, wherein, preferably, to disable the spring
(13), a pin (54) which is movable in the direction of movement of the pivot pin (4)
in the direction of the pivot axis (A) is provided in the pivot pin (4).
13. Pliers according to one of the preceding claims, characterized in that the tooth formation is formed only on one longitudinal flank of the fixed pliers
leg (2) and/or that the tooth formation has flank angles which can be run over in
the closing direction of the pliers mouth, wherein, preferably, the flank ankle in
the closing direction encloses an angle of 50° to 70°, preferably 60°, with a longitudinal
axis of the longitudinal slot.
14. Pliers according to one of the preceding claims, characterized in that a counter flank encloses a flank angle of 80° to 100°, preferably 90°, with the longitudinal
axis.
15. Pliers according to one of the preceding claims, characterized in that the longitudinal slot (9) is formed such that it extends in a curved manner in the
longitudinal direction and/or that the pivot pin (4) has two opposite flattened sides,
only one of the sides being provided with engaging teeth (10) that are formed for
the interlocking engagement.
1. Pince (1), comprenant deux branches de pince (2, 3) se croisant au niveau d'un axe
d'articulation (4), dont l'une (3) est mobile et dont l'autre (2) est fixe, et un
ressort (13) entre la branche fixe (2) et l'axe d'articulation (4) qui vient au soutien
d'un engagement de denture de l'axe d'articulation (4), dans laquelle les branches
de pince (2, 3) forment, d'un côté de l'axe d'articulation (4), des parties de préhension
(5, 6) et, de l'autre côté de l'axe d'articulation (4), une gueule de pince (4), dans
laquelle en outre l'axe d'articulation (4), à travers lequel s'étend également un
axe de rotation (A) de la branche de pince mobile, est réglable dans une fente longitudinale
(9) de la branche de pince fixe (2), et dans laquelle la branche de pince mobile (3)
peut être fixée sélectivement par rapport à la branche de pince fixe (2) au moyen
d'un engagement de denture entre l'axe d'articulation (4) et la fente longitudinale
(9) qui a lieu dans la direction d'un plan défini par les branches de pince (2, 3),
caractérisée en ce que l'axe d'articulation (4) est libéré de la denture par un simple effort de traction
de la branche de pince mobile (3) transversalement à l'extension longitudinale de
la fente longitudinale (9).
2. Pince selon les caractéristiques du préambule de la revendication 1, caractérisée en ce que l'engagement de denture peut être sélectivement rompu en déplaçant l'axe d'articulation
(4) à l'encontre de la force du ressort (13) ou en déplaçant l'axe d'articulation
(4) dans la direction de l'axe de rotation (A).
3. Pince selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le déplacement de l'axe d'articulation (4) s'accompagne d'une rotation autour de
l'axe de rotation (A), dans laquelle, de préférence, la rotation est effectuée par
un actionnement excentré de l'axe d'articulation (4) par rapport à la fente longitudinale
(9).
4. Pince selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'actionnement excentré est obtenu en suite d'un appui de l'axe d'articulation (4)
au niveau d'un tronçon d'extrémité de la fente longitudinale (9).
5. Pince selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'axe d'articulation (4) et/ou le tronçon d'extrémité de la fente longitudinale (9)
comprend une saillie d'actionnement (34).
6. Pince selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'axe d'articulation (4) est captif par verrouillage de forme dans une branche de
pince (3) pour un entraînement en rotation, dans laquelle l'entraînement en rotation
n'intervient que lorsque la gueule de pince est partiellement ouverte.
7. Pince selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'axe d'articulation (4) présente une saillie d'entraînement s'étendant radialement
(41) qui est engagée dans un évidement d'entraînement intérieur radial (42) de la
branche de pince (3) qui comprend le trou (19) de réception de l'axe d'articulation
(4), dans laquelle, de préférence, l'évidement d'entraînement (42) comprend au moins
une profondeur axiale qui correspond à la course lors du déplacement de l'axe d'articulation
(4) dans la direction de l'axe de rotation (A) augmentée de l'épaisseur axiale de
la saillie d'entraînement (41).
8. Pince selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le ressort (13) sollicite uniquement l'axe d'articulation (4), dans laquelle, de
préférence, le ressort (13) est supporté par un tronçon de la branche fixe (2) formant
la fente longitudinale (9).
9. Pince selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que l'axe d'articulation (4) est mobile dans la fente longitudinale (9) transversalement
à l'extension longitudinale de celle-ci.
10. Pince selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le ressort (13) est reçu dans l'axe d'articulation (4) avec une direction d'action
transversale à son axe longitudinal (axe de rotation A), et/ou en ce que le ressort (13) agit sur un corps sphérique (15), dans laquelle, de préférence, le
corps sphérique (15) est retenu dans un perçage (17) de l'axe d'articulation (4),
dans lequel est aussi reçu le ressort (13).
11. Pince selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que, lors de l'engagement de denture, l'axe d'articulation (4) repose sur le flanc opposé
en partie directement et en partie via l'élément de ressort (13).
12. Pince selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que le ressort (13) peut sélectivement être mis hors d'action, dans laquelle, de préférence,
pour mettre le ressort (13) hors d'action, il est prévu dans l'axe d'articulation
(4), une broche (54) qui est déplaçable dans la direction de déplacement de l'axe
d'articulation (4) en direction de l'axe de rotation (A).
13. Pince selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la denture est formée uniquement sur un flanc longitudinal de la branche de pince
fixe (2) et/ou en ce que la denture présente des angles de flanc franchissables dans la direction de fermeture
de la gueule de pince, dans laquelle, de préférence, l'angle de flanc dans la direction
de fermeture forme avec un axe longitudinal de la fente longitudinale un angle de
50° à 70°, de préférence de 60°.
14. Pince selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce qu'un contre-flanc forme avec l'axe longitudinal un angle de flanc de 80° à 100°, de
préférence de 90°.
15. Pince selon l'une des revendications précédentes, caractérisée en ce que la fente longitudinale (9) est formée en s'étendant courbée dans la direction longitudinale
et/ou en ce que l'axe d'articulation (4) présente deux côtés opposés aplatis, dans laquelle des dents
d'engagement (10) formées pour l'engagement de denture sont prévues uniquement sur
un seul des côtés.