| (19) |
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(11) |
EP 2 054 536 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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03.11.2010 Patentblatt 2010/44 |
| (22) |
Anmeldetag: 20.08.2007 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2007/058602 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2008/022980 (28.02.2008 Gazette 2008/09) |
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| (54) |
VERFAHREN ZUM BESCHICHTEN EINES 6 - 30 GEW.-% MN ENTHALTENDEN WARM- ODER KALTGEWALZTEN
STAHLBANDS MIT EINER METALLISCHEN SCHUTZSCHICHT
PROCESS FOR COATING A HOT- OR COLD-ROLLED STEEL STRIP CONTAINING 6 - 30% BY WEIGHT
OF MN WITH A METALLIC PROTECTIVE LAYER
PROCÉDÉ DE RECOUVREMENT D'UN FEUILLARD D'ACIER LAMINÉ À CHAUD OU À FROID ET CONTENANT
DE 6 À 30 % EN POIDS DE MN PAR UNE COUCHE MÉTALLIQUE DE PROTECTION
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO
SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
22.08.2006 DE 102006039307
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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06.05.2009 Patentblatt 2009/19 |
| (73) |
Patentinhaber: ThyssenKrupp Steel Europe AG |
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47166 Duisburg (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- MEURER, Manfred
47495 Rheinberg (DE)
- LEUSCHNER, Ronny
01099 Dresden (DE)
- HOFMANN, Harald
44357 Dortmund (DE)
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| (74) |
Vertreter: Cohausz & Florack |
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Patent- und Rechtsanwälte
Partnerschaftsgesellschaft
Bleichstraße 14 40211 Düsseldorf 40211 Düsseldorf (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 612 288 BE-A6- 1 011 131
|
WO-A-2005/017214
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Beschichten eines 6 - 30 Gew.-% Mn enthaltenden
warm- oder kaltgewalzten Stahlbands mit einer metallischen Schutzschicht, insbesondere
einer auf Zink basierenden Schutzschicht, bei dem das zu beschichtende Stahlband bei
einer 800 - 1100 C° betragenden Glühtemperatur unter einer Stickstoff, Wasser und
Wasserstoff enthaltenden Glühatmosphäre geglüht und anschließend einer Schmelztauchbeschichtung
unterzogen wird.
[0002] Stähle mit hohen Mangan-Gehalten eignen sich aufgrund ihrer günstigen Eigenschaftskombination
aus hohen Festigkeiten von bis zu 1.400 MPa einerseits und extrem hohen Dehnungen
(Gleichmaßdehnungen bis zu 70 % und Bruchdehnungen bis zu 90 %) andererseits grundsätzlich
im besonderen Maße für die Verwendung im Bereich des Fahrzeugbaus, insbesondere im
Automobilbau. Für diesen Einsatzzweck besonders geeignete Stähle mit hohen Mn-Gehalten
von 6 Gew.-% bis 30 Gew.-% sind beispielsweise aus der
DE 102 59 230 A1, der
DE 197 27 759 C2 oder der
DE 199 00 199 A1 bekannt. Aus den bekannten Stählen erzeugte Flachprodukte weisen bei hohen Festigkeiten
ein isotropes Verformungsverhalten auf und sind darüber hinaus auch bei tiefen Temperaturen
noch duktil.
[0003] Diesen Vorteilen steht jedoch gegenüber, dass hochmanganhaltige Stähle zu Lochfraß
neigen und nur schwer zu passivieren sind. Diese im Vergleich zu niedriger legierten
Stählen bei Einwirken erhöhter Chloridionen-Konzentrationen große Neigung zu lokal
zwar begrenzter, jedoch intensiver Korrosion macht die Verwendung von zur Werkstoffgruppe
der hochlegierten Stahlbleche gehörenden Stählen gerade im Karosseriebau schwierig.
Zudem neigen hochmanganhaltige Stähle zu Flächenkorrosion, die das Spektrum ihrer
Verwendung ebenfalls einschränkt.
[0004] Daher ist vorgeschlagen worden, auch Stahlflachprodukte, die aus hochmanganhaltigen
Stählen erzeugt sind, in an sich bekannter Weise mit einem metallischen Überzug zu
versehen, die den Stahl vor korrosivem Angriff schützt. So ist versucht worden, durch
elektrolytisches Beschichten auf das Stahlmaterial eine Zinkbeschichtung aufzutragen.
[0005] Die auf diese Weise beschichteten, hochmanganlegierten Stahlbänder sind zwar durch
die aufgetragene metallische Beschichtung gegen Korrosion geschützt. Allerdings ist
das dazu erforderliche elektrolytische Beschichten ein verfahrenstechnisch relativ
aufwändiges Verfahren. Dazu kommt die Gefahr einer für den Werkstoff schädlichen Wasserstoffaufnahme.
[0006] Praktische Versuche, Stahlbänder mit hohen Mangangehalten durch kostengünstiger durchführbares
Schmelztauchbeschichten mit einer metallischen Schutzschicht zu versehen, brachten
neben grundsätzlichen Problemen bei der Benetzung mit Schmelze insbesondere im Hinblick
auf die bei einer Kaltverformung von dem Überzug geforderten Haftung auf dem Stahlsubstrat
unbefriedigende Ergebnisse.
[0007] Als Grund für diese schlechten Haftungseigenschaften wurde die starke Oxidschicht
ermittelt, die sich bei der für das Schmelztauchbeschichten unverzichtbaren Glühung
einstellt. Die derart oxidierten Blechoberflächen lassen sich nicht mehr mit der erforderlichen
Gleichmäßigkeit und Vollständigkeit mit dem Überzugsmetall benetzen, so dass das Ziel
eines flächendeckenden Korrosionsschutzes nicht erreicht wird.
[0008] Die aus dem Bereich von hochlegierten, jedoch niedrigere Mn-Gehalte aufweisenden
Stählen bekannten Möglichkeiten der Verbesserung der Benetzbarkeit durch Aufbringen
einer Zwischenschicht aus Fe oder Ni führten bei Stahlblechen mit mindestens 6 Gew.-%
Mangan nicht zu dem gewünschten Erfolg.
[0009] In der
DE 10 2005 008 410 B3 ist vorgeschlagen worden, auf ein 6 - 30 Gew.-% Mn enthaltendes Stahlband vor der
dem Schmelztauchbeschichten vorangehenden letzten Glühung eine Aluminiumschicht aufzutragen.
Das auf dem Stahlband haftende Aluminium verhindert bei der der Schmelzbeschichtung
vorgeschalteten Glühung des Stahlbands, dass dessen Oberfläche oxidiert. Anschließend
bewirkt die Aluminium-Schicht nach Art eines Haftvermittlers, dass der durch die Schmelzbeschichtung
erzeugte Überzug auch dann fest und vollflächig auf dem Stahlband haftet, wenn das
Stahlband selbst aufgrund seiner Legierung dazu ungünstige Voraussetzungen bietet.
Dazu wird bei dem bekannten Verfahren der Effekt genutzt, dass es bei der der Schmelzbeschichtung
notwendig vorgeschalteten Glühbehandlung zu einer Diffusion des Eisens des Stahlbands
in die Aluminiumschicht kommt. Im Zuge der Glühung entsteht auf dem Stahlband somit
eine metallische, im Wesentlichen aus A1 und Fe bestehende Auflage, die stoffschlüssig
mit dem durch das Stahlband gebildeten Untergrund verbunden ist.
[0010] Ein anderes Verfahren zum Beschichten eines hochmanganhaltigen, 0,35 - 1,05 Gew.-%
C, 16 - 25 Gew.-% Mn, Rest Eisen sowie unvermeidbare Verunreinigungen enthaltendes
Stahlband ist aus der
WO 2006/042931 A1 bekannt. Gemäß diesem bekannten Verfahren wird das derart zusammengesetzte Stahlband
zunächst kaltgewalzt und anschließend rekristallisierend in einer Atmosphäre geglüht,
die sich in Bezug auf Eisen reduzierend verhält. Dabei sind die Glühparameter so gewählt,
dass sich auf dem Stahlband beidseitig eine Zwischenschicht einstellt, die im Wesentlichen
vollständig aus amorphem Oxid (FeMn)O besteht, und sich zusätzlich eine äußere Schicht
einstellt, die aus kristallinem Mn-Oxid besteht, wobei die Dicke der beiden Schichten
mindestens 0,5 µm beträgt. Praktische Untersuchungen haben gezeigt, dass auch derart
aufwändig vorbeschichtete Stahlbänder in der Praxis nicht die für eine Kaltverformung
geforderte Haftung auf dem Stahlsubstrat aufweisen.
[0011] Neben dem voranstehend erläuterten Stand der Technik ist aus der
JP 07-216524 A ein Verfahren zum Heißtauchbeschichten einer warmgewalzten Stahlplatte bekannt, die
eine hohe Zugfestigkeit aufweist. Im Zuge dieses bekannten Verfahrens wird die Stahlplatte
zunächst entzundert, gebeizt und gereinigt. Dann wird sie schwach oxidiert, um auf
ihr einen Eisenoxidfilm zu erzeugen, der eine Dicke von 500 - 10.000 Å aufweist. Dieser
Eisenoxidfilm wird anschließend durch reduzierendes Erhitzen zu aktivem metallischem
Eisen reduziert. Die reduzierende Erhitzung wird dabei so durchgeführt, dass eine
selektive Oxidation von Si und Mn in dem Stahl und eine Konzentrierung dieser Elemente
an der Oberfläche vermieden werden. Zu diesem Zweck wird das reduzierende Erhitzen
unter einer Atmosphäre durchgeführt, deren Wasserstoffkonzentration im Bereich von
3 - 25 Vol-% so reguliert wird, dass sie einerseits ein für die Reduzierung des Eisenoxids
ausreichendes Reduktionsvermögen aufweist, andererseits jedoch die selektive Oxidation
von Si und Mn unterbleibt.
[0012] EP1612288 offenbart ein Verfahren zum Beschichten eines 0,1 - 2,5 Gew.-% Mn enthaltenden Stahlbands
mit einer auf Zink basierenden Schutzschicht, bei dem das zu beschichtende Stahlband
bei einer 650 - 900 °C betragenden Glühtemperatur unter einer Stickstoff, Wasser und
Wasserstoff enthaltenden Glühatmosphäre geglüht und anschließend einem Schmelztauchbeschichten
unterzogen wird.
[0013] BE1011131A6 offenbart ein Verfahren zum Beschichten eines Stahlbands mit einer auf Zink basierenden
Schutzschicht, bei dem das zu beschichtende Stahlband unter einer Glühatmosphäre geglüht
und anschließend einem Schmelztauchbeschichten unterzogen wird. Das Verhältnis des
Wasser-Gehaltes zum Wasserstoff-Gehalt der Glühatmosphäre ist zwischen 0,07 und 0,35.
[0014] Ausgehend von dem voranstehend erläuterten Stand der Technik bestand die Aufgabe
der Erfindung darin, ein Verfahren anzugeben, mit dem sich auf kostengünstige Weise
hohe Mangangehalte aufweisende Stahlbleche Schmelztauchbeschichten lassen.
[0015] Diese Aufgabe ist bei einem Verfahren der eingangs angegebenen Art dadurch gelöst
worden, dass erfindungsgemäß zur Herstellung einer im Wesentlichen von oxidischen
Zwischenschichten freien metallischen Schutzschicht auf dem Stahlband das Verhältnis
%H
2O/%H
2 des Wasser-Gehaltes %H
2O zum Wasserstoff-Gehalt %H
2 der Glühatmosphäre in Abhängigkeit von der jeweiligen Glühtemperatur T
G wie folgt eingestellt wird:

[0016] Bei Berücksichtigung dieses %H
2O/%H
2-Verhältnisses lässt sich über den gesamten Bereich der in Frage kommenden Glühtemperaturen
T
G ein optimales Arbeitsergebnis gewährleisten.
[0017] Die Erfindung geht von der Erkenntnis aus, dass durch eine geeignete Einstellung
der Glühatmosphäre, nämlich ihres Wasserstoff-Gehaltes im Verhältnis zu ihrem WasserGehalt
sowie ihres Taupunktes, sich beim Glühen eine Oberflächenbeschaffenheit des zu beschichtenden
Stahlbands einstellt, die eine optimale Haftung des anschließend durch Schmelztauchbeschichten
aufgetragenen metallischen Schutzüberzuges gewährleistet. Die erfindungsgemäß eingestellte
Glühatmosphäre wirkt dabei sowohl gegenüber dem Eisen als auch gegenüber dem Mangan
des Stahlbands reduzierend. Im Gegensatz zum beispielsweise in der
WO 2006/042931 A1 beschriebenen Stand der Technik wird gemäß der Erfindung die Entstehung einer nach
Feststellung der Erfinder die Haftung des Schmelzüberzugs auf dem hochmanganhaltigen
Stahlsubstrat beeinträchtigenden Oxidschicht somit gezielt vermieden. Im Ergebnis
wird auf diese Weise ein mit einem metallischen Überzug versehenes, hochfestes und
gleichzeitig gut verformbares Stahlband erhalten, bei dem trotz seines hohen Mangangehalts
eine überlegene Haftung des Überzugs gewährleistet ist. Diese ermöglicht es, erfindungsgemäß
beschichtetes Stahlband problemlos zu Formteilen umzuformen, wie sie im Karosseriebau,
insbesondere im Bereich des Automobilkarosseriebaus regelmäßig benötigt werden.
[0018] Typische, bei einem erfindungsgemäßen Verfahren angewendete Glühtemperaturen liegen
im Bereich von 800 - 1100 °C. Über den gesamten Bereich dieser Glühtemperaturen sollte
erfindungsgemäß das %H
2O/%H
2-Verhältnis jeweils unterhalb von 4,5·10
-4 liegen.
[0019] Indem entsprechend des erfindungsgemäß vorgegebenen Zusammenhangs mit abnehmender
Glühtemperatur auch das %H
2O/%H
2- Verhältnis gesenkt wird, können optimierte Arbeitsergebnisse erreicht werden. Praktische
Versuche haben dazu ergeben, dass sich der Erfolg der Erfindung bei einer Glühtemperatur
von 850 °C besonders sicher einstellt, wenn das %H
2O/%H
2-Verhältnis auf bis 2·10
-4 beschränkt wird. Bei einer Glühtemperatur von 950 °C ergibt sich eine besonders hohe
Betriebssicherheit, wenn das %H
2O/%H
2-Verhältnis höchstens 2,5·10
-4 beträgt. Vermindert werden kann das Verhältnis %H
2O/%H
2 dadurch, dass der H
2-Gehalt angehoben oder der H
2O-Gehalt des Atmosphärengases abgesenkt wird.
[0020] Wird das erfindungsgemäß verarbeitete Stahlband ein oder mehrstufig kaltgewalzt,
so kann das Stahlband bei den zwischen den einzelnen Kaltwalzschritten vorgenommenen
Zwischenglühungen oder beim im Anschluss an das Kaltwalzen durchgeführte Glühen zur
Vorbereitung des Schmelztauchbeschichtens unter der erfindungsgemäß eingestellten
Glühatmosphäre geglüht werden.
[0021] Alternativ oder ergänzend dazu lassen sich das Glühen und das Schmelztauchbeschichten
im kontinuierlichen Durchlauf durchführen. Diese Art der Anwendung des erfindungsgemäßen
Verfahrens bietet sich insbesondere dann an, wenn das Beschichten in einer konventionellen
Bandbeschichtungsanlage ausgeführt wird, bei der in üblicher Weise ein Glühofen und
das Schmelztauchbad inline angeordnet sind und in einer unterbrechungsfreien Abfolge
kontinuierlich aufeinander folgend durchlaufen werden.
[0022] Das erfindungsgemäße Verfahren eignet sich zum Schmelztauchbeschichten von hochmanganhaltigen
Stahlbändern mit einer im Wesentlichen vollständig aus Zn und unvermeidbaren Verunreinigungen
bestehenden Schicht (so genannte "Z-Beschichtung"), mit einer Zink-Eisen-Schicht,
die aus bis zu 92 Gew.-% Zn und bis zu 12 Gew.-% Fe besteht (so genannte "ZF-Beschichtung"),
mit einer Aluminium-Zink-Schicht, deren Al-Gehalt bis zu 60 Gew.-% und deren Zn-Gehalt
bis zu 50 Gew.-% (so genannte "AZ-Beschichtung") beträgt, mit einer Aluminium-Silizium-Schicht,
die einen Al-Gehalt von bis zu 92 Gew.-% und einen Si-Gehalt von bis zu 12 Gew.-%
aufweist (so genannte "AS-Beschichtung"), mit einer Zink-Aluminium-Schicht, die einen
Gehalt von bis zu 10 Gew.-% A1, Rest Zink und unvermeidbare Verunreinigungen aufweist
(so genannte "ZA-Beschichtung") oder mit einer Zink-Magnesium-Schicht, die einen Zn-Anteil
von bis zu 99,5 Gew.-% und einen Mg-Anteil von bis zu 5 Gew.-% besitzt (so genannte
"ZnMg-Beschichtung") sowie zusätzlich wahlweise bis zu 11 Gew.-% A1, bis zu 4 Gew.-%
Fe und bis zu 2 Gew.-% Si enthalten kann.
[0023] Die erfindungsgemäße Vorgehensweise bei der Beschichtung ist insbesondere für solche
Stahlbänder geeignet, die hoch legiert sind, um hohe Festigkeiten und gute Dehnungseigenschaften
zu gewährleisten. Die Stahlbänder, die sich in erfindungsgemäßer Weise durch Schmelztauchbeschichten
mit einem metallischen Schutzüberzug versehen lassen, enthalten dementsprechend typischerweise
(in Gew.-%) C: ≤ 1,6 %, Mn: 6 - 30 %, Al: ≤ 10 %, Ni: ≤ 10 %, Cr: ≤ 10 %, Si: ≤ 8
%, Cu: ≤ 3 %, Nb: ≤ 0,6 %, Ti: ≤ 0,3 %, V: ≤ 0,3 %, P: ≤ 0,1 %, B: ≤ 0,01 %, N: ≤
1,0 %, Rest Eisen und unvermeidbare Verunreinigungen.
[0024] Besonders vorteilhaft wirken sich die durch die Erfindung erzielten Effekte bei der
Beschichtung von hochlegierten Stahlbändern aus, die Mangan-Gehalte von mindestens
6 Gew.-% enthalten. So zeigt sich, dass ein Stahlgrundmaterial, welches (in Gew.-%)
C: ≤ 1,00 %, Mn: 20,0 - 30,0 %, Al: ≤ 0,5 %, Si: ≤ 0,5 %, B: ≤ 0,01 %, Ni: ≤ 3,0 %,
Cr: ≤ 10,0 %, Cu: ≤ 3,0 %, N: < 0,6 %, Nb: < 0,3 %, Ti: < 0,3 %, V: < 0,3 %, P: <
0,1 %, Rest Eisen und unvermeidbare Verunreinigungen enthält, sich besonders gut mit
einem vor Korrosion schützenden Überzug beschichten lässt.
[0025] Gleiches gilt, wenn ein Stahl als Grundmaterial eingesetzt wird, der (in Gew.-%)
C: ≤ 1,00 %, Mn: 7,00 - 30,00 %, Al: 1,00 - 10,00 %, Si: >2,50 - 8,00 % (wobei gilt,
dass die Summe aus Al-Gehalt und Si-Gehalt >3,50 - 12,00 % ist), B: < 0,01 %, Ni:
< 8,00 %, Cu: < 3,00 %, N: < 0,60 %, Nb: < 0,30 %, Ti: < 0,30 %, V: < 0,30 %, P: <
0,01 %, Rest Eisen und unvermeidbare Verunreinigungen enthält.
[0026] Mit der Erfindung steht ein kostengünstiger Weg zur Verfügung, hochmanganhaltige
Stahlbänder auf wirtschaftliche Weise so gegen Korrosion zu schützen, dass sie für
die Produktion von Karosserien für den Fahrzeugbau, insbesondere den Automobilbau,
eingesetzt werden können, bei deren praktischem Einsatz sie besonders korrosiven Medien
ausgesetzt sind.
[0027] Wie bei der üblichen Schmelztauchbeschichtung können sowohl warmgewalzte als auch
kaltgewalzte Stahlbänder in erfindungsgemäßer Weise beschichtet werden.
[0028] Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher erläutert. Es zeigen jeweils schematisch:
- Abb. 1
- die Aufnahme eines in erfindungsgemäßer Weise mit einem Zinküberzug versehenen Stahlblechs
nach einem Kugelschlagtest;
- Abb. 2
- die Aufnahme eines zum Vergleich in einer von der Erfindung abweichenden Weise mit
einem Zinküberzug versehenen Stahlblechs nach einem Kugelschlagtest;
- Abb. 3
- die Aufnahme eines zweiten in erfindungsgemäßer Weise mit einem Zinküberzug versehenen
Stahlblechs nach einem Kugelschlagtest;
- Abb. 4
- die Aufnahme eines zweiten zum Vergleich in einer von der Erfindung abweichenden Weise
mit einem Zinküberzug versehenen Stahlblechs nach einem Kugelschlagtest;
- Diag. 1
- das Verhältnis %H2O/%H2 des Wasser-Gehaltes %H2O zum Wasserstoff-Gehalt %H2 der Glühatmosphäre in Abhängigkeit aufgetragen über die Glühtemperatur TG.
[0029] In drei Versuchsreihen V1, V2, V3 sind drei hochfeste, hochmanganhaltige Stähle S1,
S2, S3, deren Zusammensetzung in Tabelle 1 angegeben ist, zu Brammen vergossen und
zu Warmband ausgewalzt worden. Das jeweils erhaltene Warmband ist anschließend auf
Enddicke kaltgewalzt und in eine konventionelle Schmelztauchbeschichtungsanlage geleitet
worden.
[0030] In der Schmelztauchbeschichtungsanlage sind die Stahlbänder in einer kontinuierlich
ablaufenden Arbeitsfolge zunächst gereinigt und danach in einem kontinuierlichen Glühprozess
auf die jeweilige Glühtemperatur T
G, auf der sie über eine Glühzeit Z
G von jeweils 30 Sekunden unter einer in erfindungsgemäßer Weise eingestellten wasserstoffhaltigen
Glühatmosphäre gehalten worden sind, gebracht worden.
[0031] Nach der Glühbehandlung sind die geglühten Stahlbänder jeweils auf eine Badeintrittstemperatur
von 470 °C abgekühlt und im kontinuierlichen Durchlauf durch ein 460 °C warmes Zink-Schmelzbad
geleitet worden, das aus 0,2 % Al und als Rest aus Zn und unvermeidbaren Verunreinigungen
bestand. Nach Austritt aus dem Zink-Schmelzbad ist mittels eines Düsenabstreifsystems
in an sich bekannter Weise die Dicke des Zn-Schutzüberzuges auf dem Stahlband eingestellt
worden.
[0032] In der großtechnischen Anwendung kann auf das Schmelztauchbeschichten des Bandes
und die Einstellung der Schichtdicke erforderlichenfalls ein Nachwalzen durchgeführt
werden, um die Maßhaltigkeit des erhaltenen Bandes, sein Verformungsverhalten oder
seine Oberflächenbeschaffenheit an die jeweiligen Anforderungen anzupassen. Im Anschluss
kann das mit dem Überzug versehene Stahlband für den Transport zum Endverbraucher
eingeölt und zu einem Coil aufgehaspelt werden.
[0033] Die Versuchsreihe V1 umfasste fünf Versuche V1.1 - V1.5 mit einem aus dem Stahl S1
produzierten Stahlband. Im Zuge der Versuchsreihe V2 sind sieben Versuche V2.1 - V2.7
mit einem aus dem Stahl S2 hergestellten Stahlband durchgeführt worden. Bei der Versuchsreihe
V3 sind schließlich elf Versuche mit einem aus dem Stahl S3 erzeugten Stahlband gemacht
worden.
[0034] Die bei den voranstehend genannten Versuchsreihen jeweils angewendete Glühtemperatur
T
G, der jeweilige H
2-Gehalt %H
2 der Glühatmosphäre, ihr jeweiliger Taupunkt TP, der jeweilige H
2O-Gehalt %H
2O, das Verhältnis %H
2O/%H
2 sowie eine Bewertung des Beschichtungsergebnisses und eine Zuordnung der Versuchsergebnisse
als "erfindungsgemäß" bzw. "nicht erfindungsgemäß" sind für die Versuchsreihe V1 in
Tabelle 2, für die Versuchsreihe V2 in Tabelle 3 und für die Versuchsreihe V3 in Tabelle
4 angegeben.
[0035] In Diag. 1 ist das Verhältnis %H
2O/%H
2 über die Glühtemperatur T
G aufgetragen. Dabei ist durch eine Kurve K der unterhalb dieser Kurve sich befindende
Bereich "E", in dem gemäß der Bedingung

die bei der erfindungsgemäßen Einstellung der Glühatmosphäre eingehaltenen Verhältnisse
%H
2O/%H
2 liegen, von dem oberhalb der Kurve K sich befindenden Bereich "N" abgetrennt, in
dem die Verhältnisse %H
2O/%H
2 einer nicht erfindungsgemäß eingestellten Atmosphäre angeordnet sind.
[0036] Abb. 1 zeigt das Ergebnis eines Kugelschlagtests, der an dem aus im Versuch V1.4
gewonnenen, mit dem Zn-Schutzüberzug versehenen Stahlblech durchgeführt worden ist.
Die einwandfreie Haftung des Überzugs auch im am stärksten verformten Bereich der
in das Stahlblech eingeformten Kalotte ist deutlich zu sehen.
[0037] Abb. 2 zeigt das Ergebnis eines Kugelschlagtests, der an dem aus Versuch V1.1 hervorgegangenen
Stahlblech durchgeführt worden ist. Die Abplatzungen des Überzugs im Bereich der in
das Stahlblech eingeformten Kalotte sind klar zu erkennen.
[0038] Abb. 3 zeigt das Ergebnis eines Kugelschlagtests, der an dem aus im Versuch V1.5
gewonnenen Stahlblech durchgeführt worden ist. Auch bei dieser erfindungsgemäß beschichteten
Probe haftet der Überzug über die gesamte in das Blech eingeformte Kalotte einwandfrei.
[0039] Abb. 4 zeigt schließlich das Ergebnis eines Kugelschlagtests, der an dem aus dem
im Versuch V1.2 beschichteten Stahlblech durchgeführt worden ist. Die mangelhafte
Haftung des Überzugs an dem Stahlsubstrat zeigt sich durch die Risse im am stärksten
verformten Bereich der in das Stahlblech eingeformten Kalotte.
Tabelle 1
| Stahl |
C |
Si |
Mn |
P |
Cr |
Ni |
V |
| S1 |
0,60 |
0,28 |
22,5 |
0,021 |
0,003 |
0,077 |
0,006 |
| S2 |
0,63 |
0,20 |
22,2 |
0,014 |
0,130 |
0,046 |
0,200 |
| S3 |
0,62 |
0,30 |
22,5 |
0,018 |
0,600 |
0,170 |
0,300 |
| Angaben in Gew.-%, Rest Fe und unvermeidbare Verunreinigungen |
Tabelle 2
| Versuch |
TG [°C] |
%H2 [%] |
TP [°C] |
%H2O [%] |
%H2O/%H2 |
Bewertung der Verzinkung |
Erfindungsgemäß |
| V1.1 |
850 |
50 |
-31 |
0,03375 |
0,0006750 |
Schlecht |
Nein |
| V1.2 |
850 |
100 |
-30 |
0,03747 |
0,0003747 |
Schlecht |
Nein |
| V1.3 |
900 |
50 |
-38 |
0,01584 |
0,0003168 |
Schlecht |
Nein |
| V1.4 |
950 |
50 |
-46 |
0,00630 |
0,0001260 |
Gut |
Ja |
| V1.5 |
950 |
100 |
-34 |
0,02454 |
0,0002454 |
Gut |
Ja |
Tabelle 3
| Versuch |
TG [°C] |
%H2 [%] |
TP [°C] |
%H2O [%] |
%H2O/%H2 |
Bewertung der Verzinkung |
Erfindungsgemäß |
| V2.1 |
850 |
50 |
-40 |
0,01266 |
0,0002532 |
Schlecht |
Nein |
| V2.2 |
850 |
100 |
-42 |
0,01007 |
0,0001007 |
Gut |
Ja |
| V2.3 |
900 |
50 |
-41 |
0,01130 |
0,0002260 |
Schlecht |
Nein |
| V2.4 |
950 |
50 |
-42 |
0,01007 |
0,0002014 |
Gut |
Ja |
| V2.5 |
950 |
100 |
-42 |
0,01007 |
0,0001007 |
Gut |
Ja |
| V2.6 |
800 |
5 |
-60 |
0,00106 |
0,0002119 |
Schlecht |
Nein |
| V2.7 |
800 |
5 |
-70 |
0,00025 |
0,0000509 |
Gut |
Ja |
Tabelle 4
| Versuch |
TG [°C] |
%H2 [%] |
TP [°C] |
%H2O [%] |
%H2O/%H2 |
Bewertung der Verzinkung |
Erfindungsgemäß |
| V3.1 |
950 |
50 |
-56 |
0,00181 |
0,0000362 |
Gut |
Ja |
| V3.2 |
950 |
50 |
-56 |
0,00181 |
0,0000774 |
Gut |
Ja |
| V3.3 |
950 |
50 |
-47 |
0,00559 |
0,0001118 |
Gut |
Ja |
| V3.4 |
950 |
50 |
-44 |
0,00798 |
0,0001596 |
Gut |
Ja |
| V3.5 |
950 |
50 |
-53 |
0,00266 |
0,0000532 |
Gut |
Ja |
| V3.6 |
850 |
50 |
-53 |
0,00266 |
0,0000532 |
Gut |
Ja |
| V3.7 |
850 |
50 |
-49 |
0,00438 |
0,0000876 |
Gut |
Ja |
| V3.8 |
850 |
50 |
-42 |
0,01007 |
0,0002014 |
Schlecht |
Nein |
| V3.9 |
1100 |
5 |
-34 |
0,02454 |
0,0049080 |
Schlecht |
Nein |
| V3.10 |
1100 |
10 |
-50 |
0,00387 |
0,0003874 |
Gut |
Ja |
| V3.11 |
1100 |
5 |
-56 |
0,00181 |
0,0003611 |
Gut |
Ja |
1. Verfahren zum Beschichten eines 6 - 30 Gew.-% Mn enthaltenden warm- oder kaltgewalzten
Stahlbands mit einer metallischen Schutzschicht, insbesondere einer auf Zink basierenden
Schutzschicht, bei dem das zu beschichtende Stahlband bei einer 800 - 1100 C° betragenden
Glühtemperatur unter einer Stickstoff, Wasser und Wasserstoff enthaltenden Glühatmosphäre
geglüht und anschließend einer Schmelztauchbeschichtung unterzogen wird,
dadurch gekennzeichnet,
dass zur Herstellung einer im Wesentlichen von oxidischen Zwischenschichten freien metallischen
Schutzschicht auf dem Stahlband das Verhältnis %H
2O/%H
2 des Wasser-Gehaltes %H
2O zum Wasserstoff-Gehalt %H
2 der Glühatmosphäre in Abhängigkeit von der jeweiligen Glühtemperatur T
G wie folgt eingestellt wird:
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Schmelztauchbeschichten ein Walzen des Stahlbands durchgeführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Walzen in mehreren Walzschritten durchgeführt und das Stahlband zwischen jedem
Walzschritt nach Maßgabe von Anspruch 1 geglüht wird.
4. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass das Glühen und das Schmelztauchbeschichten im kontinuierlichen Durchlauf erfolgt.
5. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die metallische Beschichtung im Wesentlichen vollständig aus Zn und unvermeidbaren
Verunreinigungen besteht.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass die metallische Beschichtung eine Zink-Eisen-Beschichtung mit einem Zn-Gehalt von
bis zu 92 Gew.-% und einem Fe-Gehalt von bis zu 12 Gew.-% ist.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass die metallische Beschichtung eine Aluminium-Zink-Beschichtung mit einem Al-Gehalt
von bis zu 60 Gew.-% und einem Zn-Gehalt von bis zu 50 Gew.-% ist.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass die metallische Beschichtung eine Aluminium-Silizium-Beschichtung mit einem Al-Gehalt
von bis zu 92 Gew.-% und einem Si-Gehalt von bis zu 12 Gew.-% ist.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass die metallische Beschichtung eine Zink-Aluminium-Beschichtung ist, die einen Gehalt
an bis zu 10 Gew.-% Al, Rest Zink und unvermeidbare Verunreinigungen aufweist.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, dass die metallische Beschichtung eine Zink-Magnesium-Beschichtung ist, die bis zu 99,5
Gew.-% Zn und bis zu 5 Gew.-% Mg enthält.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Zink-Magnesium-Beschichtung bis zu 11 Gew.-% Al, bis zu 4 Gew.-% Fe und bis zu
2 Gew.-% Si enthält
12. Verfahren nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Stahlband (in Gew.-%) C: ≤ 1,6 %, Mn: 6 - 30 %, Al: ≤ 10 %, Ni: ≤ 10 %, Cr: ≤
10 %, Si: ≤ 8 %, Cu: ≤ 3 %, Nb: ≤ 0,6 %, Ti: ≤ 0,3 %, V: ≤ 0,3 %, P: ≤ 0,1 %, B: ≤
0,01 %, N: ≤ 1,0 %, Rest Eisen und unvermeidbare Verunreinigungen enthält.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Stahlband (in Gew.-%) C: ≤ 1,00 %, Mn: 20,0 - 30,0 %, Al: ≤ 0,5 %, Si: ≤ 0,5
%, B: ≤ 0,01 %, Ni: ≤ 3,0 %, Cr: ≤ 10,0 %, Cu: ≤ 3,0 %, N: < 0,6 %, Nb: < 0,3 %, Ti:
< 0,3 %, V: < 0,3 %, P: < 0,1 %, Rest Eisen und unvermeidbare Verunreinigungen enthält.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 12,
dadurch gekennzeichnet, dass das Stahlband (in Gew.-%): C: ≤ 1,00 %, Mn: 7,00 - 30,00 %, B: < 0,01 %, Ni: < 8,00
%, Cu: < 3,00 %, N: < 0,60 %, Nb: < 0,30 %, Ti: < 0,30 %, V: < 0,30 %, P: < 0,01 %,
sowie Al: 1,00 - 10,00 % und Si: > 2,50 - 8,00 %, mit der Maßgabe Al-Gehalt + Si-Gehalt
> 3,50 - 12,00 %, Rest Eisen und unvermeidbare Verunreinigungen enthält.
1. Method for coating hot-rolled or cold-rolled steel strip containing 6 - 30 wt%. Mn
with a metallic protective layer, in particular a protective layer based on zinc,
wherein the steel strip to be coated is annealed at a temperature of 800 - 1100°C
under an annealing atmosphere containing nitrogen, water and hydrogen and is then
subjected to hot dip coating,
characterized in that in order to produce a metallic protective layer substantially free from oxidic sublayers
on the steel strip the %H
2O/%H
2 ratio of the water content %H
2O to the hydrogen content %H
2 in the annealing atmosphere is adjusted as a function of the respective annealing
temperature T
G as follows:
2. Method according to Claim 1, characterized in that rolling of the steel strip is carried out before hot dip coating.
3. Method according to Claim 2, characterized in that rolling is carried out in several rolling steps and the steel strip is annealed between
each rolling step according to Claim 1.
4. Method according to any one of the preceding claims, characterized in that annealing and hot dip coating take place in a continuous operation.
5. Method according to any one of the preceding claims, characterized in that the metallic coating consists essentially totally of Zn and unavoidable impurities.
6. Method according to any one of Claims 1 to 4, characterized in that the metallic coating is a zinc-iron coating with a Zn-content of up to 92 wt%. and
an Fe-content of up to 12 wt%.
7. Method according to any one of Claims 1 to 4, characterized in that the metallic coating is an aluminium-zinc coating with an Al-content of up to 60
wt%. and a Zn-content of up to 50 wt%.
8. Method according to any one of Claims 1 to 4, characterized in that the metallic coating is an aluminium-silicon coating with an Al-content of up to
92 wt%. and an Si-content of up to 12 wt%.
9. Method according to any one of Claims 1 to 4, characterized in that the metallic coating is a zinc-aluminium coating, which has an Al-content of up to
10 wt%., remainder zinc and unavoidable impurities.
10. Method according to any one of Claims 1 to 4, characterized in that the metallic coating is a zinc-magnesium coating, which contains up to 99.5 wt%.
Zn and up to 5 wt%. Mg.
11. Method according to Claim 10, characterized in that the zinc-magnesium coating contains up to 11 wt%. A1, up to 4 wt%. Fe and up to 2
wt%. Si.
12. Method according to any one of the preceding claims, characterized in that the steel strip contains (in wt%.) C: ≤ 1.6 %, Mn: 6 - 30 %, A1: ≤ 10 %, Ni: ≤ 10
%, Cr: ≤ 10 %, Si: ≤ 8 %, Cu: ≤ 3 %, Nb: ≤ 0.6 %, Ti: ≤ 0.3 %, V: ≤ 0. 3 %, P: ≤ 0.
1 %, B: ≤ 0. 01 %, N: ≤ 1.0 %, remainder iron and unavoidable impurities.
13. Method according to Claim 12, characterized in that the steel strip contains (in wt%.) C: ≤ 1.00 %, Mn: 20.0 - 30.0 %, Al: ≤ 0.5 %, Si:
≤ 0.5 %, B: ≤ 0.01 %, Ni: ≤ 3.0 %, Cr: ≤ 10.0 %, Cu: ≤ 3.0 %, N: < 0.6 %, Nb: < 0.3
%, Ti: < 0.3 %, V: < 0.3 %, P: < 0.1 %, remainder iron and unavoidable impurities.
14. Method according to any one of Claims 1 to 12, characterized in that the steel strip contains (in wit%.): C: ≤ 1.00 %, Mn: 7.00 - 30.00 %, B: < 0.01 %,
Ni: < 8.00 %, Cu: < 3.00 %, N: < 0.60 %, Nb: < 0.30 %, Ti: < 0.30 %, V: < 0.30 %,
P: < 0.01 %, as well as Al: 1.00 - 10.00 % and Si: > 2.50 - 8.00 %, where the Al-content
+ the Si-content is > 3.50 - 12.00 %, remainder iron and unavoidable impurities.
1. Procédé de revêtement d'un feuillard d'acier laminé à chaud ou à froid, qui contient
de 6 à 30 % en poids de Mn, par une couche métallique de protection, en particulier
avec une couche de protection à base de zinc, procédé au cours duquel le feuillard
d'acier à recouvrir est recuit à une température de recuit de 800 à 1100 °C, dans
une atmosphère de recuit contenant de l'azote, de l'eau et de l'hydrogène, et est
ensuite soumis à un revêtement par immersion dans un bain de fusion,
caractérisé en ce que, pour réaliser sur le feuillard une couche métallique de protection sensiblement
exempte de couches intermédiaires d'oxydes, on ajuste comme suit le rapport %H
2O / %H
2 de la teneur en eau % H
2O à la teneur en hydrogène %H
2, de l'atmosphère de recuit, en fonction de la température de recuit T
G :
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un laminage du feuillard d'acier est exécuté avant le revêtement par immersion dans
un bain de fusion.
3. Procédé selon la revendication 2, caractérisé en ce que le laminage est exécuté en plusieurs phases de laminage et que le feuillard d'acier
est recuit selon la détermination de la revendication 1, entre chaque phase de laminage.
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le recuit et le revêtement par immersion dans un bain de fusion sont effectués en
passage continu.
5. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le revêtement métallique consiste sensiblement entièrement en Zn et en impuretés
inévitables.
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le revêtement métallique est un revêtement de zinc et de fer, avec une teneur en
Zn allant jusqu'à 92 % en poids et une teneur en Fe allant jusqu'à 12 % en poids.
7. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le revêtement métallique est un revêtement d'aluminium et de zinc, avec une teneur
en Al allant jusqu'à 60 % en poids et une teneur en Zn allant jusqu'à 50 % en poids.
8. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le revêtement métallique est un revêtement d'aluminium et de silicium, avec une teneur
en Al allant jusqu'à 92 % et une teneur en Si allant jusqu'à 12 % en poids.
9. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le revêtement métallique est un revêtement de zinc et d'aluminium, qui présente une
teneur en Al allant jusqu'à 10 % en poids, le complément étant du zinc et des impuretés
inévitables.
10. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce le revêtement métallique est un revêtement de zinc et de magnésium, qui contient
jusqu'à 99,5 % en poids de Zn et jusqu'à 5 % en poids de Mg.
11. Procédé selon la revendication 10, caractérisé en ce que le revêtement de zinc et de magnésium contient jusqu'à 11 % en poids d'Al, jusqu'à
4 % en poids de Fe et jusqu'à 2 % en poids de Si.
12. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le feuillard d'acier contient (en % en poids) C : ≤ 1,6 %, Mn : 6 - 30 %, Al : ≤
10 %, Ni : ≤ 10 %, Cr : ≤ 10 %, Si : ≤ 8 %, Cu : ≤ 3 %, Nb : ≤ 0,6 %, Ti : ≤ 0,3 %,
V : ≤ 0,3 %, P : ≤ 0,1 %, B : ≤ 0,01 %, N : ≤ 1,0 %, le complément étant du fer et
des impuretés inévitables.
13. Procédé selon la revendication 12, caractérisé en ce que le feuillard d'acier contient (en % en poids) C : ≤ 1,00 %, Mn : 20,0 - 30,0 %, Al
: ≤ 0,5 %, Si : ≤ 0,5 %, B : ≤ 0,01 %, Ni : ≤ 3, 0 %, Cr : ≤ 10, 0 %, Cu : ≤ 3, 0
%, N : < 0, 6 %, Nb : < 0, 3 %, Ti : < 0,3 %, V : < 0, 3 %, P : < 0,1 %, le complément
étant du fer et des impuretés inévitables.
14. Procédé selon l'une des revendications 1 à 12, caractérisé en ce que le feuillard d'acier contient (en % en poids) C : ≤ 1,00 %, Mn : 7,00 - 30,00 %,
B : < 0,01 %, Ni : < 8,00 %, Cu : < 3,00 %, N : < 0,60 %, Nb : < 0,30 %, Ti : < 0,30 %, V : < 0,30
%, P : < 0,01 %, ainsi que Al : 1,00 - 10,00 % et Si > 2,50 - 8,00 %, avec la condition
d'une teneur en Al + teneur en Si > 3,50 - 12,00 %, le complément étant du fer et
des impuretés inévitables.


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