[0001] Die Erfindung betrifft eine flüssigkeitsgekühlte Kokille zum Stranggießen von Metallen
gemäß den Merkmalen im Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
[0002] Es zählt zum Stand der Technik, kupferne Kokillenplatten aus massiven Cu-Blöcken
herauszuarbeiten, insbesondere wenn es sich bei den Kokillenplatten um einen Bestandteil
einer Breitseitenplatte einer Beam Blank-Kokille handelt. Eine Beam Blank-Kokille
dient zur gießtechnischen Erzeugung eines Doppel-T-Vorprofils, das nach dem Gießen
walztechnisch weiterverarbeitet wird. Durch spanabhebende Bearbeitung der Cu-Blöcke
werden die Gießflächengeometrie und auch die Kühlkanalgeometrie erzeugt. Die Kokillenplatten
sind sehr dickwandig. Auf Grund dieses Könstruktions- und Fertigungsprinzips sind
die Möglichkeiten, die Kühlspaltgeometrie anforderungsgerecht zu gestalten, eingeschränkt.
Des Weiteren werden thermische Dehnungen der gießflächennahen Bereiche, die als Folge
des Wärmeeintrags durch die Metallschmelze entstehen, auf Grund der dickwandigen und
daher steifen Ausführung der Kokillenplatte behindert, wodurch die Betriebsbelastung
in den gießflächennahen Bereichen erhöht wird.
[0003] Im Hinblick auf den Sachverhalt, dass bislang die kupferne Kokillenplatte in aller
Regel dickwandig ausgebildet wurde, wobei die Befestigungsbolzen zur Verbindung der
Kokillenplatte mit der Adapterplatte typischerweise größer als M 16 gewählt wurden,
bestand keine Schwierigkeit, größere Abstände zwischen den Befestigungsbolzen einzuhalten.
Im Zuge des Übergangs auf dünnwandigere Kokillenplatten kann auf Grund der begrenzten
Einschraubtiefe der Befestigungsbolzen nur noch mit Befestigungsbolzen gearbeitet
werden, die kleiner oder gleich M 16 sind. Infolge der Belastungen der Kokillenplatte
während des Stranggießens in Form von Wärmedehnungen, Kühlwasserdruck, Klemmkräften,
der Verspannung zwischen der Kokillenplatte und der Adapterplatte sowie des limitierten
Raums für die Befestigung der Kokillenplatte an der Adapterplatte entsteht insbesondere
in den Kopf- und Fußbereichen der Breitseitenplatte das Problem, eine formstabile
Fixierung der dünnwandigen Kokillenplatte zu gewährleisten.
[0004] Auch ist die konventionelle Verspannung der Kokillenplatte und der Adapterplatte
mittels Befestigungsbolzen auf Grund der notwendigen Abdichtung der Kokillenplatte
zur Adapterplatte störend, da eine Dichtung um die Befestigungsbolzen herumgeführt
werden muss. Außerdem führen im Randbereich angeordnete Befestigungsbolzen zu zusätzlichen
ungekühlten bzw. schlecht gekühlten Bereichen der Kokillenplatte. Schließlich kommt
bei einer Beam Blank-Kokille erschwerend die spezielle Geometrie einer Breitseitenplatte
im Bereich der gerundeten Übergänge zwischen den Schenkeln und dem mittleren Steg
einerseits bzw. den Schenkeln und den randseitigen Flanschen andererseits hinzu. Hier
müssen hohe Druckkräfte überträgen werden, ohne aber genügend Platz für eine ausreichende
Anzahl an Befestigungsbolzen zu haben.
[0005] Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Kokille, insbesondere eine Beam Blank-Kokille,
zum Stranggießen von Metallen zu schaffen, bei der eine dünnwandige Kokillenplatte,
insbesondere in ihren problematischen Kopf- und Fußbereichen, einwandfrei mit einer
Adapterplatte verbunden werden kann.
[0006] Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung mit den im Anspruch 1 angegebenen Merkmalen
gelöst.
[0007] Vorteilhafte Weiterbildungen des Erfindungsgedankens sind Gegenstand der Unteransprüche.
[0008] Erfindungsgemäß sind die Kokillenplatte und die Adapterplatte in ihren Kopf- und
Fußbereichen gezielt mittels Halteblechen miteinander gekoppelt. Die Verbindung der
Kokillenplatte mit der Adapterplatte erfolgt mithin auf Grund einer Kombination an
sich bekannter Befestigungsbolzen einerseits und neuartiger Haltebleche in den Kopf-
und Fußbereichen von Kokillenplatte und Adapterplatte andererseits. Hierbei sind die
Haltebleche mit der Adapterplatte fest verbunden. Die Kopplung der Haltebleche mit
der Kokillenplatte ist demgegenüber so gestaltet, dass die Haltebleche keine Bewegung
der Kokillenplatte in Richtung zum Formhohlraum der Kokille zulassen. Die Kokillenplatte
kann sich jedoch in Quer- und Vertikalrichtung dehnen, um die Materialspannungen zu
minimieren, die während des Stranggießens durch die thermische Belastung der Kokillenplatte
hervorgerufen werden. Besonders vorteilhaft ist es im Rahmen der Erfindung, dass auf
Grund der Haltebleche eine ganzflächige optimale Kühlung der Kokillenplatte bis in
die unmittelbaren Kopf- und Fußbereiche hinein gewährleistet ist.
[0009] Bei der Kokille handelt es sich insbesondere um eine Beam Blank-Kokille, wobei die
Kokillenplatte bevorzugt Bestandteil einer Breitseitenplatte der Beam Blank-Kokille
ist. Es kann sich bei der Kokille auch um eine Brammen- oder Dünnbrammenkokille handeln.
[0010] Die Kopplung der Kokillenplatte mit der Adapterplatte über Haltebleche in den Kopf-
und Fußbereichen erlaubt es darüber hinaus, in unmittelbarer Nachbarschaft der Haltebleche
gerade verlaufende Dichtungen vorbeizuführen, ohne dass deren Verlauf durch hier üblicherweise
angeordnete Befestigungsbolzen gestört wird. Bevorzugt sind die Dichtungen in Nuten
der Adapterplatte eingebettet und liegen an der Rückseite der Kokillenplatte an.
[0011] Die Befestigungsbolzen greifen bevorzugt in rückseitig der Kokillenplatte vorstehende,
inselartige Plateau-Sockel, die zumindest teilweise in den Kühlspalt zwischen der
Kokillenplatte und der Adapterplatte hineinragen und eine an die Strömungsrichtung
des Kühlmediums angepasste stromlinienförmige Gestalt besitzen.
[0012] Die Fertigungskosten der erfindungsgemäßen Breitseitenplatte sind deutlich günstiger
als bei der herkömmlichen Fertigung. Außerdem können Cu-Werkstoffe höherer Festigkeiten
wie CuAg, CuCrZr, CuCoBe oder CuNiBe verwendet werden. Die Kokillenplatte kann sowohl
aus dem Vollen gearbeitet sein als auch aus vorgeformtem Blech hergestellt werden.
[0013] Vorteilhaft greifen die Haltebleche mit insbesondere großflächigen Vorsprüngen in
kopf- und fußseitige Ausnehmungen der Adapterplatte ein. Außerdem können sie hier
mit der Adapterplatte verschraubt und können zudem randseitig mit der Kokillenplatte
über Nut/Federausbildungen gekoppelt sein. Es ist hierbei von Vorteil, dass sowohl
im Kopf- als auch im Fußbereich jeweils zwei Haltebleche vorgesehen werden. Dies erleichtert
nicht nur ihre Montage, sondern auch die Demontage der Haltebleche auf Grund der im
Betrieb in der Kokillenplatte erzeugten großen Spannungen.
[0014] Im Hinblick darauf, dass die Haltebleche mit Vorsprüngen in kopf- und fußseitige
Ausnehmungen der Adapterplatte eingreifen, finden sie einen sicheren Halt und bilden
auf Grund dessen ein einwandfreies Widerlager zur thermisch bedingten, begrenzt beweglichen
Fixierung der Kokillenplatte.
[0015] In diesem Zusammenhang ist es besonders vorteilhaft, wenn die Kokillenplatte im Kopf-
und Fußbereich Längsnuten aufweist, in welche die Haltebleche mit randseitigen Federn
eingreifen.
[0016] Bevorzugt sind die Längsnuten einerseits von Randwülsten der Kokillenplatte und andererseits
von an ihrer Rückseite ausgebildeten Stegen begrenzt. Diese Ausgestaltung kommt der
Ausbildung einer dünnwandigen Kokillenplatte besonders vorteilhaft entgegen.
[0017] Zweckmäßig ist es ferner, wenn die Stege im Bereich der seitlichen Stirnflächen der
Kokillenplatte zu deren Rückseite hin schräg auslaufen.
[0018] Gemäß einer Weiterbildung sind die Federn an den Halteblechen auf Grund von inneren
Aussparungen der Haltebleche gebildet, welche die Stege an der Kokillenplatte und
zu den Stegen benachbarte Leisten an der Adapterplatte übergreifen und dadurch zur
einwandfreien Kopplung von Kokillenplatte und Adapterplatte beitragen.
[0019] Um an den gerundeten Übergängen von den Schenkeln auf die endseitigen Flansche der
Kokillenplatte Kräfte, die an der Kökillenplatte wirken, in zwei Richtungen aufzunehmen
und gleichzeitig eine Bewegung in vertikaler und Querrichtung zulassen zu können,
ohne die Wärmeabfuhr in diesen Bereichen negativ zu beeinflussen, ist vorgesehen,
dass auf der Rückseite der Kokillenplatte entlang der konvex gerundeten Übergänge
von den sich an den mittleren Steg anschließende Schenkeln auf die randseitigen Flansche
vertikal, d.h. in Gießrichtung, verlaufende Gleitleisten vorgesehen sind, während
analog zu den Gleitleisten der Kokillenplatte an der Kühlseite der Adapterplatte im
Bereich der Kehlen zwischen den randseitigen Flanschen und den schrägen Schenkeln
sich vertikal, also auch in Gießrichtung, erstreckende Halteleisten angeordnet sind.
Diese Gleitleisten und Halteleisten erlauben eine gerichtete Verschiebung der Kokillenplatte,
wobei im Bereich der Kontaktflächen zu den Querplatten der Breitseitenplatte die Gleitleisten
die Kokillenplatte derart abstützen, dass durch die Klemmkräfte in diesen Bereichen
keine Verformung der Kokillenplatte entstehen kann.
[0020] Es ist ferner von Vorteil, wenn die Gleitleisten einstückiger Bestandteil der Kokillenplatte
sind.
[0021] Die Halteleisten sind zweckmäßig in Nuten der Kühlseite der Adapterplatte lösbar
festgelegt.
[0022] Entsprechend einer vorteilhaften Weiterbildung können die im Fußbereich vorgesehenen
Haltebleche stirnseitig der Federn mit Fasen versehen sein.
[0023] Die im Fußbereich der Kokillenplatte auf der Gießseite vorgesehene Fase verhindert,
dass in diesem Bereich der Stahlstrang an der Kokillenplatte anliegt. Auf diese Weise
wird der Wärmeübergang reduziert und damit verhindert, dass die Dichtung zwischen
der Kokillenplatte und der Adapterplatte auf Grund der hohen Erwärmung der Kokillenplatte
beschädigt wird.
[0024] Die Erfindung ist nachfolgend anhand von in den Zeichnungen veranschaulichten Ausführungsbeispielen
näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- in der Perspektive eine Breitseitenplatte einer Beam Blank-Kokille von der Gießseite
her gesehen;
- Figur 2
- ebenfalls in der Perspektive und von der Gießseite her gesehen eine Kokillenplatte
der Breitseitenplatte;
- Figur 3
- in der Perspektive die Rückseite der Kokillenplatte der Figur 2;
- Figur 4
- in der Perspektive die Breitseitenplatte der Figur 1 bei entfernter Kokillenplatte;
- Figur 5
- in vergrößerter Darstellung den Ausschnitt V der Figur 4;
- Figur 6
- einen vertikalen Querschnitt durch die Darstellung der Figur 1 entlang der Linie VI-VI
in Richtung der Pfeile VIa gesehen;
- Figur 7
- in vergrößerter Darstellung den Ausschnitt VII der Figur 6 und
- Figur 8
- in vergrößerter Darstellung den Ausschnitt VIII der Figur 6.
[0025] In der Figur 1 ist mit 1 eine Breitseitenplatte für eine nicht näher dargestellte
flüssigkeitsgekühlte Beam Blank-Kokille zum Stranggießen von Metallen bezeichnet.
Zwei derartige Breitseitenplatten 1 bilden zusammen mit ebenfalls nicht näher dargestellten
Schmalseitenplatten den Formhohlraum der Beam Blank-Kokille.
[0026] Die Breitseitenplatte 1 setzt sich aus einer dünnwandigen Kokillenplatte 2 und einer
die Kokillenplatte 2 tragenden, demgegenüber dickwandigen Adapterplatte 3 zusammen
(siehe auch Figuren 6 bis 8).
[0027] Wie aus den Figuren 2 und 3 zu erkennen ist, umfasst die Kokillenplatte 2 einen mittleren
Steg 4, sich an den Steg 4 anschließende schräge Schenkel 5 sowie endseitige Flansche
6. Die Übergänge 7, 8 vom Steg 4 auf die Schenkel 5 und von den Schenkeln 5 auf die
Flansche 6 sind gerundet.
[0028] Auf der Rückseite 9 der Kokillenplatte 2 befinden sich rautenförmige Plateau-Sockel
10, welche der Fixierung von Gewindehülsen 11 dienen, in die aus den Figuren 4 und
5 erkennbare Befestigungsbolzen 12 zum Verbinden der Kokillenplatte 2 mit der Adapterplatte
3 eingeschraubt werden können.
[0029] Ferner ist aus der Figur 3 ersichtlich, dass auf der Rückseite 9 der Kokillenplatte
2 entlang der konvex gerundeten Übergänge 8 von den Schenkeln 5 auf die Flansche 6
vertikal verlaufende Gleitleisten 13 vorgesehen sind. Die Gleitleisten 13 bilden einen
einstückigen Bestandteil der Kokillenplatte 2. Sie erstrecken sich allerdings in diesem
Fall über ca. 80 % der Höhe der Kokillenplatte 2.
[0030] Am oberen und unteren Rand der Kokillenplatte 2 erstrecken sich auf der Rückseite
9 quer zur Gießrichtung verlaufende Stege 14, die im Bereich der seitlichen Stirnflächen
15 der Kokillenplatte 2 zu deren Rückseite 9 hin schräg auslaufen. Wie bei gemeinsamer
Betrachtung der Figuren 3 und 6 bis 8 zu erkennen ist, begrenzen die Stege 14 zusammen
mit Randwülsten 16 der Kokillenplatte 2 Längsnuten 17. In die Längsnuten 17 fassen
Federn 18, die randseitig von aus den Figuren 1 und 4 bis 8 erkennbaren Halteblechen
19 angeordnet sind. Die Haltebleche 19 sind an die Konfiguration der Breitseitenplatte
1 angepasst. Es sind jeweils zwei Haltebleche 19 im Kopf- und Fußbereich 20, 21 der
Breitseitenplatte 1 vorgesehen, welche in der vertikalen Mittelquerebene der Breitseitenplatte
1 aneinander stoßen.
[0031] Die Haltebleche 19 fassen mit Vorsprüngen 22 in kopf- und fußseitige Ausnehmungen
23, 24 der Adapterplatte 3 ein und sind mit der Adapterplatte 3, wie aus den Figuren
1, 4 und 5 ersichtlich ist, verschraubt. Im Ausführungsbeispiel sind je Halteblech
19 fünf Verschraubungen 25 vorgesehen. Die Federn 18 an den Halteblechen 19 sind auf
Grund von inneren Aussparungen 26 der Haltebleche 19 gebildet, welche die Stege 14
an der Kokillenplatte 2 und zu den Stegen 14 benachbarte Leisten 27 an der Adapterplatte
3 übergreifen.
[0032] Im Bereich der Stege 14 und der Leisten 27 befinden sich in Nuten 28 der Adapterplatte
3 eingesetzte Dichtungen 29. Außerdem ist in Figur 6 zu erkennen, dass zwischen der
Kokillenplatte 2 und der Adapterplatte 3 ein Kühlspalt 30 zur Führung eines Kühlmediums
vorgesehen ist. Die Zuführungen 31 für das Kühlmedium sind in den Figuren 6 bis 8
erkennbar.
[0033] Analog zu den Gleitleisten 13 der Kokillenplatte 2 sind an der Kühlseite 32 der Adapterplatte
3 (Figuren 4 und 5) im Bereich der Kehlen 33 zwischen den randseitigen Flanschen 34
und den schrägen Schenkeln 35 sich vertikal erstreckende Halteleisten 36 angeordnet.
Die Halteleisten 36 sind in Nuten 37 der Kühlseite 32 der Adapterplatte 3 lösbar festgelegt.
[0034] Die Figuren 1, 6 und 8 zeigen, dass im Fußbereich 21 der Kokillenplatte 2 an der
Gießseite 39 eine Fase 40 vorgesehen ist.
[0035] Auch an den im Fußbereich 21 vorgesehenen Halteblechen 19 befinden sich Fasen 38
an den Federn 18.
Bezugszeichen:
[0036]
- 1 -
- Breitseitenplatte
- 2 -
- Kokillenplatte
- 3 -
- Adapterplatte
- 4 -
- Steg v. 2
- 5 -
- Schenkel v. 2
- 6 -
- Flansche v. 2
- 7 -
- Übergänge v. 4 auf 5
- 8 -
- Übergänge v. 5 auf 6
- 9 -
- Rückseite v. 2
- 10 -
- Plateausockel
- 11 -
- Gewindehülsen in 10
- 12 -
- Befestigungsbolzen
- 13 -
- Gleitleisten
- 14 -
- Stege an.2
- 15 -
- Stirnflächen v. 2
- 16 -
- Randwülste v. 2
- 17 -
- Längsnuten
- 18 -
- Federn an 19
- 19 -
- Haltebleche
- 20-
- Kopfbereich v. 1, 2, 3
- 21 -
- Fußbereich v. 1, 2, 3
- 22 -
- Vorsprünge an 19
- 23 -
- obere Ausnehmung in 3
- 24 -
- untere Ausnehmung in 3
- 25 -
- Verschraubungen f. 19
- 26 -
- Aussparungen in 19
- 27 -
- Leisten an 3
- 28 -
- Nuten in 3
- 29 -
- Dichtungen in 28
- 30 -
- Kühlspalt
- 31 -
- Zuführungen zu 30
- 32 -
- Kühlseite v. 3
- 33 -
- Kehlen an 3
- 34 -
- Flansche v. 3
- 35 -
- Schenkel v. 3
- 36 -
- Halteleisten an 3
- 37 -
- Nuten in 33
- 38 -
- Fasen an 19
- 39 -
- Gießseite v. 2
- 40 -
- Fase an 39
1. Flüssigkeitsgekühlte Kokille zum Stranggießen - von Metallen, umfassend Kokillenplatten
(2) aus Kupfer oder einer Kupferlegierung und Adapterplatten (3), an welchen die Kokillenplatten
(2) über Befestigungsbolzen (12) befestigt sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Kokillenplatten (3) zusätzlich zu den Befestigungsbolzen (12) über in ihren Kopf-
und Fußbereichen (20, 21) angeordnete Haltebleche (19) mit den Adapterplatten (3)
gekoppelt sind.
2. Kokille nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Kokillenplatte (2) Bestandteil von Brammen- oder Dünnbrammenkokillen oder Bestandteil
einer Breitseitenplatte (1) einer Beam Blank-Kokille ist.
3. Kokille nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltebleche (19) mit Vorsprüngen (22) in kopf- und fußseitige Ausnehmungen (23,
24) der Adapterplatte (3) eingreifen.
4. Kokille nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Haltebleche (19) mit der Kokillenplatte (2) über Nut/Federausbildungen (17, 18)
gekoppelt sind.
5. Kokille nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Kokillenplatte (2) im Kopfbereich (20) und im Fußbereich (21) Längsnuten (17)
aufweist, in welche die Haltebleche (19) mit randseitigen Federn (18) eingreifen.
6. Kokille nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Längsnuten (17) einerseits von Randwülsten (16) der Kokillenplatte (2) und andererseits
von an ihrer Rückseite (9) ausgebildeten Stegen (14) begrenzt sind.
7. Kokille nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Stege (14) im Bereich der seitlichen Stirnflächen (15) der Kokillenplatte (2)
zu deren Rückseite (9) hin schräg auslaufen.
8. Kokille nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Federn (18) an den Halteblechen (19) auf Grund von inneren Aussparungen (26)
der Haltebleche (19) gebildet sind, welche die Stege (14) an der Kokillenplatte (2)
und zu den Stegen (14) benachbarte Leisten (27) an der Adapterplatte (3) übergreifen.
9. Kokille nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Kokillenplatte (2) einen mittleren Steg (4), sich an den mittleren Steg (4) anschließende
Schenkel (5) und sich an die Schenkel (5) randseitig anschließende Flansche (6) aufweist,
wobei sich zwischen den Schenkeln (5) und den Flanschen (6) gerundete Übergänge (8)
befinden, wobei die Kokillenplatte (2) auf ihrer Rückseite (9) im Bereich der Übergänge
(7) sich in Gießrichtung erstreckende Gleitleisten (13) aufweist, während analog zu
den Gleitleisten (13) der Kokillenplatte (2) an einer Kühlseite (32) der Adapterplatte
(3) im Bereich von Kehlen (33) zwischen den randseitigen Flanschen (34) und den schrägen
Schenkeln (35) sich ebenfalls in Gießrichtung erstreckende Halteleisten (36) angeordnet
sind.
10. Kokille nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Gleitleisten (13) ein einstückiger Bestandteil der Kokillenplatte (2) sind.
11. Kokille nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteleisten (36) in Nuten (37) der Kühlseite (32) der Adapterplatte (3) lösbar
festgelegt sind.
12. Kokille nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die im Fußbereich (21) vorgesehenen Haltebleche (19) stirnseitig der Federn (18)
mit Fasen (38) versehen sind.
13. Kokille nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Gießseite (39) der Kokillenplatte (2) im Fußbereich (21) mit einer Fase (40)
versehen ist.