[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verbundprofil für Fenster, Türen oder dergleichen,
wobei dieses Verbundprofil eine erste Profilhälfte, beispielsweise eine Außenschale,
eine zweite Profilhälfte, beispielsweise eine Innenschale, und wenigstens einen Isoliersteg
aufweist, welcher beidseitig mit den beiden Profilhälften formschlüssig verbunden
ist und somit die beiden Profilhälften zusammenfügt. Die Erfindung betrifft des weiteren
ein Aufsatzprofil zur Erhöhung der Biegesteifigkeit einer in einem Verbundprofil für
Fenster, Türen oder dergleichen verwendeten Profilhälfte.
[0002] Es ist bekannt, dass bei thermisch getrennten Verbundprofilen, wie beispielsweise
Aluminium-Verbundprofilen für Fester, Türen und Fassadenelemente, die beiden über
Isolierstege miteinander verbundenen Profilhälften (Innenschale und Außenschale) im
gewöhnlichen Gebrauch unterschiedlich warm werden können, infolgedessen sich diese
einzelnen Profilhälften unterschiedlich ausdehnen. Wenn die beiden Profilhälften des
thermisch getrennten Verbundprofils miteinander in Längsrichtung fest (schubfest)
verbunden sind, besteht insbesondere bei entsprechend großen Temperaturdifferenzen
die Gefahr, dass sich das Verbundprofil auswölbt, da bei einer in Längsrichtung des
Verbundprofils festen Verbindung der Profilhälften der Ausgleich der unterschiedlichen
thermischen Ausdehnungen der einzelnen Profilhälften durch die Isolierstege behindert
oder unterbunden wird.
[0003] Dieser sogenannte Bimetall-Effekt tritt bei einem thermisch getrennten Verbundprofil
immer dann auf, wenn eine der beiden Profilhälften (Innen- oder Außenschale) einer
Temperaturerhöhung ausgesetzt ist. Dadurch, dass das thermisch getrennte Verbundprofil
einseitig erwärmt wird, tritt eine Längenausdehnung der erwärmten Profilhälfte auf,
was zu einer Schubspannung zwischen den beiden Profilhälften des Verbundprofils führt.
Kommt bei dem Verbundprofil zum Zusammenfügen der beiden Profilhälften ein sogenannter
"schubfester Verbund" zum Einsatz, führt - aufgrund der Schubfestigkeit des Verbundes
einerseits und der mit den Isolierstegen erreichten thermischen Trennung andererseits
- die bei einseitiger Erwärmung des Verbundprofils auftretende Schubspannung zu einer
Durchbiegung des Verbundprofils.
[0004] Wärmequellen sind beispielsweise Temperaturdifferenzen zwischen der Rauminnenseite
und der Außenluft (im Winterbetrieb) oder die Sonneneinstrahlung auf der Außenseite
(im Sommerbetrieb) und die damit verbundene Aufheizung der Außenschale durch Absorption
der Sonnenenergie. Die entstehende Formänderung des Verbundprofils wirkt sich immer
als Wölbung zur wärmeren Seite hin aus und beeinträchtigt die Funktion des Fensters
bzw. der Tür, deren Rahmen aus dem Verbundprofil gefertigt wurden.
[0005] Insbesondere bei relativ langen Rahmenholmen, wie z.B. bei den vertikalen Rahmenholmen
von Schiebetüren, kann sich die infolge einseitiger Erwärmung entstehende Durchbiegung
ungünstig auf die Dichtigkeit und auf die Schließfunktion der Schlösser auswirken.
Im Extremfall ist die Durchbiegung sogar so groß, dass die Schiebetür verkeilt und
sich nicht mehr ordnungsgemäß öffnen oder schließen lässt. Bei höheren Temperaturdifferenzen
von 50 bis 60 C°, was im Sommer leicht beispielsweise infolge der Sonneneinstrahlung
auf dunkle Oberflächen auftreten kann, ist die Durchbiegung zum Teil so groß, dass
auch die Ausgleichswirkung der vorhandenen Dichtungssysteme den entstehenden Spalt
nicht mehr verschließen kann.
[0006] Die Durchbiegung, hervorgerufen durch Temperaturdifferenzen zwischen dem äußern und
dem inneren Metallprofil des Verbundprofils, bewirkt auch, dass das vorgesehene Schloss
einer Tür unter Spannung gerät. Dabei besteht die Gefahr, dass sich die Tür bzw. das
Fenster nicht mehr ordnungsgemäß verschließen lässt bzw. nicht mehr geöffnet werden
kann.
[0007] Aus dem Stand der Technik sind unterschiedliche Lösungen bekannt, mit denen sich
der Bimetall-Effekt an sich zwar nicht verhindern lässt, wobei jedoch die Auswirkung
des Bimetall-Effekts, nämlich die thermische Auswölbung bzw. Verformung des Verbundprofils,
reduzierbar ist. Die bekannten Lösungen beruhen in der Regel auf der Erkenntnis, die
beiden das Verbundprofil ausbildenden Profilhälften (Innen- bzw. Außenschale) mittels
eines Schiebe-Isoliersteges zu verbinden. Bei derartigen Konstruktionen, bei denen
also bewusst auf einen schubfesten Verbund verzichtet wird, sind die beiden Profilhälften
im wesentlichen unabhängig voneinander, so dass das thermisch getrennte Verbundprofil
zu einem gewissen Grad Schubspannungen aufnehmen kann.
[0008] Beispielsweise ist aus der Druckschrift
EP 0 829 609 A1 ein Verbundprofil bestehend aus einer äußeren und einer inneren Profilhälfte bekannt.
Diese Profilhälften sind über mehrere zwischengefügte Isolierstege miteinander verbunden,
wobei diese Isolierstege als die Profilhälften verbindende Hartkunststoffstege ausgebildet
sind. Ein solcher Isolierverbund erfüllt den Zweck der Isolation und unterbindet oder
reduziert somit einen Wärmefluss von Innen nach Außen im Winter bzw. von Außen nach
Innen im Sommer. Das bekannte Verbundprofil ist auch in der Lage, bis zu einem gewissen
Grad Schubspannungen aufzunehmen, um somit die Auswirkung des Bimetall-Effekts zu
reduzieren. Bei erheblichen Temperaturdifferenzen zwischen den jeweiligen Profilhälften
allerdings lässt sich auch bei dieser bekannten Lösung nicht verhindern, dass sich
ein aus solchen Profilhälften gefertigter Rahmen einer Tür oder eines Fensters infolge
der unterschiedlichen Wärmeausdehnung ausbiegt, was neben unerwünschten Spannungen
im Rahmen auch unerwünschte Falzundichtigkeiten zur Folge hat.
[0009] Um solche Erscheinungen zu vermeiden, ist es andererseits aus dem Stand der Technik
bekannt, beispielsweise eine entsprechende Gleitführung vorgesehen, um die Schubfestigkeit
zwischen den mit Kunststoff-Isolierstegen verbundenen Profilhälften eines Aluminiumsprofils
möglichst zu verringern. Hierzu ist es denkbar, den Kunststoff-Isoliersteg zu teilen
und die Teilung als Gleitführung auszubilden, so dass der durch diese Teilung gegebene
Längsverschiebungsbereich eine relativ geringe Schubfestigkeit aufweist. Diese durch
die geringe Schubfestigkeit gegebene freie Bewegbarkeit der einen Profilhälfte gegenüber
der anderen Profilhälfte hat jedoch eine gewisse Labilität des Verbundprofils insgesamt
zur Folge. Darüber hinaus erschwert diese Ausbildung auch die wirtschaftliche Fertigung
eines derartigen Verbundprofils, da die gegeneinander verschiebbaren Profilhälften
vor dem Zusammenfügen des Verbundprofils eine Lose aufweisen und so in ihrer Handhabung
erheblich erschwert sind.
[0010] Der vorliegenden Erfindung liegt die Problemstellung zugrunde, dass die aus dem Stand
der Technik bekannten Ausführungen zur Vermeidung einer aufgrund des Bimetall-Effekts
auftretenden Ausbiegung nur mit relativ hohem Aufwand realisierbar sind, da bei den
bisher bekannten Lösungen spezielle Isolierstege zum Einsatz kommen müssen, welche
eine nicht vollständig schubfeste Verbindung der beiden Profilhälften sicherstellen
sollen. Insbesondere bei der Weiterverarbeitung derartiger Verbundprofile, wie beispielsweise
beim Lackieren des Verbundprofils, besteht die Gefahr, dass sich die beiden Profilhälften
gegeneinander verschieben, da diese nicht miteinander fest verbunden sind. Wird ein
derartiges Verbundprofil nach dem Zusammenfügen der Profilhälften beispielsweise lackiert,
besteht die Gefahr, dass sich die Gleitverbindung zusetzt und somit die Verschiebbarkeit
der Profilhälfte gegeneinander blockiert. Darüber hinaus eignen sich die bekannten
Lösungen in der Regel nicht dazu, ein bereits zusammengefügtes Verbundprofil nachträglich
mit einer Maßnahme zu versehen, mit welcher die aufgrund des Bimetall-Effekts auftretende
Ausbiegung reduziert oder verhindert werden kann.
[0011] Auf Grundlage dieser Problemstellung liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe
zugrunde, ein Verbundprofil der eingangs genannten Art derart weiterzubilden, dass
die Auswirkungen des Bimetall-Effekts, nämlich die aufgrund einer Temperaturdifferenz
zwischen der äußeren und der inneren Profilhälfte auftretende Auswölbung des Verbundprofils,
mit einer leicht zu realisierenden, aber dennoch effektiven und insbesondere einfach
einsetzbaren Lösung wirksam vermieden bzw. reduziert werden können. Insbesondere geht
es darum, eine Maßnahme anzugeben, mit welcher ein Verbundprofil der eingangs genannten
Art auch nachträglich, also nach dem Zusammenfügen der beiden Profilhälften und gegebenenfalls
auch nach der weiter Verarbeitung des Verbundprofils (Lackierung etc.) ausrüstbar
ist, um die Auswirkungen des Bimetall-Effekts zu vermeiden.
[0012] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einem Aufsatzprofil gelöst, welches auf der
Außenseite der ersten oder zweiten Profilhälfte (Innen- bzw. Außenschale) angeordnet
ist und sich in Längsrichtung der Profilhälfte erstreckt, wobei dieses Aufsatzprofil
über zumindest zwei voneinander in Längsrichtung des Aufsatzprofils beabstandete Befestigungspunkte
mit der Profilhälfte spielfrei verbunden ist.
[0013] Die mit der erfindungsgemäßen Lösung erzielbaren Vorteile liegen auf der Hand. Durch
die Verwendung des Aufsatzprofils wird insgesamt die Biegesteifigkeit der Profilhälfte
erhöht, welche in dem Verbundprofil über den zumindest einen Isoliersteg mit der anderen
Profilhälfte verbunden ist. Dabei liegt der Erfindung die Erkenntnis zugrunde, dass
die Biegesteifigkeit der Profilhälfte des Verbundprofils, mit welcher das Aufsatzprofil
verbunden ist, durch Erhöhung des Flächenträgheitsmoments dieser Profilhälfte verbessert
werden kann, was einer Ausbeulung des gesamten Verbundprofils infolge des Bimetall-Effekts
entgegenwirkt. Das Flächenträgheitsmoment - auch als Flächenmoment zweiten Grades
bezeichnet - ist zusammen mit dem Elastizitätsmodul ein Maß für die Steifigkeit eines
ebenen Querschnittes gegen Biegung und hängt ausschließlich von dem geometrisch gegebenen
Querschnitt des Körpers ab. Dadurch, dass erfindungsgemäß durch das Anbringen eines
Aufsatzprofils auf eine der beiden Profilhälften des Verbundprofils der effektive
Querschnitt dieser Profilhälfte vergrößert wird, erhöht sich das Flächenträgheitsmoment
und somit auch die Biegesteifigkeit dieser Profilhälfte. Wenn die beiden Profilhälften
des Verbundprofils in einem schubfesten Verbund zusammengefügt sind, führt diese Maßnahme
auch unmittelbar zu einer Erhöhung der Biegesteifigkeit des gesamten Verbundprofils.
[0014] Vorzugsweise sollte dabei das Aufsatzprofil nahezu über die gesamte Höhe der entsprechenden
Profilhälfte verlaufen, um somit in besonders effektiver Weise die zugeordnete Profilhälfte
zu verstärken. Selbstverständlich ist es aber auch denkbar, dass das Aufsatzprofil
nur abschnittsweise auf der entsprechenden Profilhälfte angeordnet ist.
[0015] Indem das Aufsatzprofil von Außen auf die Profilhälfte des Verbundprofils anzubringen
ist, wird mit der erfindungsgemäßen Lösung eine Maßnahme zur Reduzierung bzw. Vermeidung
der aufgrund des Bimetall-Effekts auftretenden Auswölbung des Verbundprofils angegeben,
welche auch nachträglich an dem Verbundprofil anbringbar ist. Demnach können auch
bereits gefertigte Verbundprofile ohne größeren Aufwand entsprechend nachgerüstet
werden.
[0016] Vorzugsweise weist das Aufsatzprofil einen ersten sich in Längsrichtung des Aufsatzprofils
erstreckenden Profilkörper mit einer im wesentlichen rechteckigen oder U-förmigen
Querschnittsformgebung auf. Derartige Querschnittsformgebungen sind einerseits im
Hinblick auf das Flächenträgheitsmoment einerseits und einerseits im Hinblick auf
die insgesamt zu verwendende Materialmenge besonders effektiv, um die Biegesteifigkeit
der Profilhälfte, auf welcher das Aufsatzprofil angebracht ist, zu erhöhen, und um
der aufgrund des Bimetall-Effekts bewirkten Auswölbung des Verbundprofils entgegenzuwirken.
Selbstverständlich ist es aber auch denkbar, dass der Profilkörper des Aufsatzprofils
eine andere Querschnittsformgebung, wie etwa eine T-förmige oder eine Doppel-T-förmige
Querschnittsformgebung, aufweist.
[0017] In einer bevorzugten Realisierung der zuletzt genannten Ausführungsform, bei welcher
das Aufsatzprofil einen ersten sich in Längsrichtung des Aufsatzprofils erstreckenden
Profilkörper aufweist, ist vorgesehen, dass der erste Profilkörper im Querschnitt
eine in Kontakt mit der Außenseite der entsprechenden Profilhälfte stehende Auflageseite
aufweist, deren Länge vorzugsweise kleiner als oder gleich groß wie die Tiefe des
Profilkörpers ist. Mit dieser Realisierung ist ein besonders biegesteifes Verbundprofil
erzielbar, so dass auch bei extrem hohen Temperaturdifferenzen zwischen der Außenschale
und der innenschale des Verbundprofils eine Durchbiegung des Verbundprofils wirksam
verhindert werden kann. Selbst wenn die auf der Außenseite der Profilhälfte des Verbundprofils
zur Befestigung des Aufsatzprofils zur Verfügung stehende Kontaktfläche konstruktionsbedingt
relativ klein ist, kann somit durch ein entsprechend tief ausgebildeter Aufsatzprofilkörper
die Biegesteifigkeit des fertigen Verbundprofils deutlich erhöht werden.
[0018] Da die beim Bimetall-Effekt entstehende Formänderung des Verbundprofils aufgrund
unterschiedlicher Längenausdehnungen der unterschiedlich erwärmten Profilhälften auftritt,
ist es zusätzlich oder alternativ zu der zuletzt genannten Weiterbildung der erfindungsgemäßen
Lösung ferner bevorzugte, dass die Tiefe des das Aufsatzprofil ausbildenden ersten
Profilkörpers größer als oder gleich groß wie der Abstand zwischen der ersten und
der zweiten Profilhälfte ist, um das gesamte Verbundprofil entsprechend zu versteifen,
was einer durch einseitige Temperaturerhöhung hervorgerufenen Durchbiegung des Verbundprofils
entgegenwirkt. Selbstverständlich ist es auch denkbar, dass die Tiefe des Profilkörpers
etwas kleiner als der Abstand zwischen den beiden zum Verbundprofil zusammengefügten
Profilhälften ist. Für die Erhöhung der Biegesteifigkeit kommt es im wesentlichen
darauf an, dass die Tiefe des Profilkörpers im wesentlichen dem Abstand zwischen diesen
Profilhälften entspricht.
[0019] Um zu erreichen, dass das von Außen auf die Profilhälfte angebrachte Aufsatzprofil
einen harmonischen optischen Abschluss bildet, ist es bevorzugt, dass das Aufsatzprofil
zusätzlich zu dem bereits erwähnten ersten Profilkörper ferner einen zweiten sich
ebenfalls in Längsrichtung des Ansatzprofils erstreckenden Profilkörper aufweist,
welcher an einer Seitenfläche des ersten Profilkörpers angrenzt und eine Querschnittsformgebung
aufweist, die an die Anwendung des Verbundprofils in einem Fenster- Tür- oder Fassadensystem
entsprechend angepasst ist. Als Querschnittsformgebung für den zweiten Profilkörper
bietet sich beispielsweise eine im wesentlichen L-förmige Formgebung an, wobei der
eine Schenkel des zweiten Profilkörpers an der Seitenfläche des ersten Profilkörpers
anliegt und der andere Schenkel des zweiten Profilkörpers auf der Außenseite der Profilhälfte
des Verbundprofils aufliegt. Bei dieser Realisierung kann der zweite Profilkörper
ferner als Zuggriff dienen, wenn mit dem Aufsatzprofil die Biegesteifigkeit von beispielsweise
dem Längsholm einer Schiebetür verstärkt wird. Zum Ausbilden eines harmonischen, optischen
Abschlusses, ist es dabei bevorzugt, dass das aus den beiden Profilkörpern zusammensetzende
Aufsatzprofil im wesentlichen bündig mit der Profilhälfte und gegebenenfalls anderen
am Verbundprofil angeordneten Profilen oder sonstigen Einrichtungen abschließt. Demnach
ist für die Querschnittsformgebung des zweiten Profilkörpers bei Bedarf und je nach
Anwendungsfall unter Umständen auch eine von der zuvor erwähnten L-förmigen Querschnittsformgebung
verschiedene Querschnittsformgebung zu wählen.
[0020] Bei der zuletzt genannten Ausführungsform, bei welcher sich das Aufsatzprofil aus
dem ersten und zweiten Profilkörper zusammensetzt, ist es im Hinblick auf die Fertigung
bevorzugt, dass der erste und zweite Profilkörper einstückig ausgebildet sind. Dies
reduziert die zur Herstellung des Aufsatzprofils erforderlichen Verarbeitungsschritte.
Andererseits wird dadurch in vorteilhafter Weise erreicht, dass auch der zweite Profilkörper
des Aufsatzprofils einen Beitrag zur Erhöhung der Biegesteifigkeit des Verbundprofils
liefert. Abhängig von dem effektiven Querschnitt des zweiten Profilkörpers kann somit
die Tiefe des Aufsatzprofils entsprechend geringer gewählt werden.
[0021] Da - wie bereits erwähnt - das Aufsatzprofil nahezu über die gesamte Höhe der Profilhälfte
verlaufen sollte, um wirkungsvoll die Biegesteifigkeit des Verbundprofils zu erhöhen,
ist es bevorzugt, dass das Aufsatzprofil einen zwischen einem oberen und einem unteren
Abschnitt des Aufsatzprofils angeordneten Aussparungsabschnitt aufweist, in welchem
die Außenseite der Profilhälfte des Verbundprofils im wesentlichen freiliegt, so dass
die Zugänglichkeit zu beispielsweise einer Handhabe eines in dem Verbundprofil integrierten
bzw. aufgenommenen Verschlussmechanismus nach wie vor gegeben ist. Mit der erfindungsgemäßen
Lösung kann somit ein im Verbundprofil aufgenommener Verschlussmechanismus, ohne konstruktive
Veränderungen vornehmen zu müssen, in gewohnter weise über beispielsweise die Handhabe
betätigt werden. Dabei sollte der Aussparungsabschnitt im Hinblick auf seine Größe
auf die Handhabe des im Verbundprofil aufgenommenen Verschlussmechanismus angepasst
sein.
[0022] Um zu erreichen, dass trotz des Vorsehens eines Aussparungsabschnittes zwischen dem
oberen und dem unteren Aufsatzprofilabschnitt die mit dem Aufsatzprofil bewirkte Verstärkung
des Verbundprofils nicht wesentlich reduziert wird, ist es bevorzugt, dass der Aussparungsabschnitt
als Verlängerung einer für den oberen und unteren Aufsatzprofilabschnitt gemeinsamen
Seitenfläche gebildet ist. Diese Realisierung des Aufsatzprofils ermöglicht insbesondere
auch die einstückige Herstellung des Aufsatzprofils.
[0023] Alternativ oder zusätzlich zu der zuletzt genanten Ausführungsform, bei welcher im
Aufsatzprofil ein Aussparungsabschnitt ausgebildet ist, um beispielsweise die Zugänglichkeit
zu einer Handhabe eines in dem Verbundprofil aufgenommenen Verschlussmechanismus zu
garantieren, ist es ferner denkbar, auf der Außenseite der Profilhälfte des Verbundprofils
zwei oder mehrere Aufsatzprofile getrennt voneinander entsprechend anzuordnen.
[0024] Darüber hinaus ist die vorliegende Erfindung nicht auf ein Verbundprofil beschränkt,
bei welchem auf der Außenseite von lediglich einer der beiden Profilhälften (Innen-
bzw. Außenschale) zumindest ein Aufsatzprofil angeordnet ist. Vielmehr ist es selbstverständlich
auch denkbar, dass entsprechende Aufsatzprofile auch auf den Außenseiten beider Profilhälften
befestigt sind, um somit sowohl im Winterbetrieb als auch im Sommerbetrieb die Auswirkungen
des Bimetall-Effekts wirksam reduzieren oder gänzlich vermeiden zu können. Wenn an
dem Verbundprofil beidseitig Aufsatzprofile angebracht sind, kann die Tiefe eines
jeden Aufsatzprofils entsprechend reduziert werden. In solche einem Fall genügt es
in der Regel, dass die Tiefe des außenseitig an dem Verbundprofil angebrachten Aufsatzprofils
und die Tiefe des innenseitig an dem Verbundprofil angebrachten Aufsatzprofils zusammen
größer als oder gleich groß wie der Abstand zwischen der ersten und zweiten Profilhälfte
sind.
[0025] In vorteilhafter Weise sind bei dem Verbundprofil gemäß der vorliegenden Erfindung
ferner Befestigungsmittel vorgesehen, mit denen das Aufsatzprofil nachträglich mit
der Außenseite der ersten oder zweiten Profilhälfte vorzugsweise lösbar verbindbar
ist. Diese Befestigungsmittel können als Schraubverbindung ausgeführt sein, so dass
das Aufsatzprofil auf die Außenseite der entsprechenden Profilhälfte anschraubbar
ist. Bei dieser Realisierung ist es bevorzugt, wenn im Aufsatzprofil entsprechende
Öffnungen vorgesehen sind, über welche die Schraubverbindung von Außen erreichbar
ist. Derartige Öffnungen können anschließend mit einer geeigneten Abdeckung oder dergleichen
wieder verschlossen werden.
[0026] Alternativ oder zusätzlich zu der Schraubverbindung ist es selbstverständlich auch
denkbar, dass an der Außenseite der entsprechenden Profilhälfte Rastelemente ausgebildet
sind, mit denen hierzu entsprechend komplementär ausgebildete und am Aufsatzprofil
vorgesehene Rastelemente in einen vorzugsweise lösbaren Eingriff bringbar sind. Hierbei
handelt es sich also um eine Lösung, bei welcher das Aufsatzprofil auf die Außenseite
der entsprechenden Profilhälfte aufklippsbar ist, um somit die Montage des Aufsatzprofils
an dem Verbundprofil oder die Nachrüstung eines Verbundprofils mit einem derartigen
Aufsatzprofil zu vereinfachen.
[0027] Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass mit der erfindungsgemäßen Lösung die Belastbarkeit
und die Stabilität des Verbundprofils gegenüber bekannten Ausführungen beträchtlich
verbessert wird, da durch das Vorsehen des Aufsatzprofils die Biegesteifigkeit des
Verbundprofils erhöht wird.
[0028] Bevorzugte Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Lösung sind in den Zeichnungen
dargestellt und werden im folgenden näher beschrieben.
[0029] Es zeigen:
- Fig. 1
- eine erste perspektivische Ansicht einer ersten bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verbundprofils;
- Fig. 2
- eine zweite perspektivische Ansicht der in Fig. 1 dargestellten ersten bevorzugten
Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verbundprofils;
- Fig. 3
- Querschnittsansichten einer zweiten bevorzugten Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Verbundprofils; und
- Fig. 4
- eine graphische Darstellung der mit unterschiedlichen Aufsatzprofilen erzielbaren
Ergebnisse im Hinblick auf die Erhöhung der Biegesteifigkeit eines Verbundprofils.
[0030] In Fig. 1 und Fig. 2 sind jeweils in einer perspektivischen Ansicht eine erste bevorzugte
Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verbundprofils 1 dargestellt. Das Verbundprofil
1 wird im wesentlichen von zwei stranggepressten Profilhälften 2 und 3 gebildet. Um
eine thermische Trennung des Verbundprofils 1 zu erreichen, sind die beiden Profilhälften
2 und 3 über wärmeisolierende Isolierprofile bzw. Isolierstege 4 zusammengefügt.
[0031] In diesem Verbundprofil 1 ist ein in den Zeichnungen nicht explizit dargestellter
Beschlag- bzw. Verschlussmechanismus aufgenommen. Dieser Beschlag- bzw. Verschlussmechanismus
ist über eine Handhabe (Griff) betätigbar. Hierzu weist die Innenschale 3 des Verbundprofils
1 eine in ihrer Außenfläche S3 ausgebildete Aussparung 7 auf, um den Durchgang der
(nicht dargestellten) Handhabe zu dem in dem Verbundprofil 1 aufgenommenen Beschlag-
bzw. Verschlussmechanismus zu ermöglichen.
[0032] Um die Biegesteifigkeit des Verbundprofils 1 zu erhöhen, ist bei der in Fig. 1 und
Fig. 2 dargestellten Ausführungsform auf der Außenseite S3 der zweiten Profilhälfte
3 (Innenschale) ein Aufsatzprofil 10 angeordnet. Dieses Aufsatzprofil 10 erstreckt
sich in Längsrichtung des Verbundprofils 1 und verläuft in der dargestellten Ausführungsform
über die gesamte Länge der zweiten Profilhälfte 3. Obwohl in den Zeichnungen nicht
dargestellt, ist es denkbar, dass im oberen und unteren Ende des Aufsatzprofils 10
jeweils ein Dichtungselement aufseitig eingesetzt wird, um eine geeignete Abdichtung
zu gewährleisten.
[0033] In dem Bereich der in der Außenfläche S3 der zweiten Profilhälfte 3 ausgebildeten
Aussparung 7 weist das Aufsatzprofil 10 einen Aussparungsabschnitt 14 auf, der zwischen
einem oberen und einem unteren Abschnitt 13 und 15 des Aufsatzprofils 10 angeordnet
ist. Wie dargestellt, liegt im Bereich des Aussparungsabschnittes 14 die Außenseite
S3 der zweiten Profilhälfte 3 des Verbundprofils 1 frei, so dass die Zugänglichkeit
zu der Aussparung 7 und zu einer (nicht dargestellten) Handhabe eines in dem Verbundprofil
1 aufgenommenen Verschlussmechanismus gegeben ist. Im Einzelnen ist der Aussparungsabschnitt
14 als Verlängerung einer für den oberen und unteren Aufsatzprofilabschnitt 13, 15
gemeinsamen Seitenfläche S4 gebildet.
[0034] Das Aufsatzprofil 10 in den dargestellten Ausführungsformen ist über zumindest zwei
voneinander in Längsrichtung des Profils 10 beabstandete Befestigungspunkte mit der
zugeordneten Profilhälfte 3 spielfrei verbunden. Hierbei kommt bei der dargestellten
Ausführungsform eine Schraubverbindung 5 zum Einsatz, wie es nachfolgend unter Bezugnahme
auf Fig. 3 näher beschrieben wird.
[0035] In Fig. 3 sind Querschnittsansichten einer zweiten bevorzugten Ausführungsform des
erfindungsgemäßen Verbundprofils für unterschiedliche Anwendungsbeispiele gezeigt.
Bei dem hier in Querschnittsansicht dargestellten und mit dem Aufsatzprofil 10 verstärkten
Verbundprofil 1 handelt es sich um ein Flügelprofil beispielsweise einer Schiebetür
oder dergleichen. Dieses Flügelprofil 1 kommt bei der Fig. 3 gezeigten Ausführungsform
zusammen mit einem entsprechenden Rahmenprofil 8 zum Einsatz.
[0036] Anhand der einzelnen Darstellung der Fig. 3 ist zu erkennen, dass das Aufsatzprofil
10 sowohl auf der Außenseite S3 der ersten Profilhälfte 3 (vgl. Fig. 3a und Fig. 3c)
als auch auf der Außenseite S2 der zweiten Profilhälfte 2 (vgl. Fig. 3b) angebracht
werden kann. Bei der dargestellten Ausführungsform kommt hierfür eine Schraubverbindung
5 als Befestigungsmittel zum Einsatz. Die zu dieser Schraubverbindung 5 gehörenden
Schrauben sind über eine im Aufsatzprofil 10 vorgesehene Öffnung 16 erreichbar, was
die Montage des Aufsatzprofils 10 an der entsprechenden Profilhälfte 2, 3 des Verbundprofils
1 erleichtert. Die Öffnung 16 ist mit einer beispielsweise aus Kunststoff gebildeten
Abdeckung 6 wieder verschließbar ausgeführt.
[0037] In den in Fig. 3 dargestellten Querschnittsansichten ist des weiteren der im Inneren
des Verbundprofils 1 angeordnete Verschlussmechanismus 9 schematisch angedeutet. Wie
bereits im Zusammenhang mit Fig. 1 und Fig. 2 beschrieben, kann dieser Verschlussmechanismus
9 über eine (nicht explizit dargestellte) Handhabe von Außen bedient werden, wobei
diese Handhabe durch eine in der Außenfläche S3 der zweiten Profilhälfte 3 vorgesehene
Aussparung 7 hindurchläuft. Diese Aussparung 7 liegt vorzugsweise in dem Aussparungsabschnitt
14 des Aufsatzprofils 10, wie es zuvor unter Bezugnahme auf Fig. 1 und Fig. 2 beschrieben
wurde.
[0038] Das in den dargestellten Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Verbundprofils 1
zum Einsatz kommende Aufsatzprofil 10 weist insgesamt 2 Profilkörper 11, 12 auf. Insbesondere
den in Fig. 3 dargestellten Schnittansichten ist zu entnehmen, dass der erste Profilkörper
11 eine im wesentlichen rechteckige Querschnittsformgebung aufweist. In der Stirnseite
S5 des Aufsatzprofils 10 bzw. des ersten Profilkörpers 11 sind die bereits erwähnten
Öffnungen 16 eingebracht, über welche die Schraube 5 mit einem Werkzeug etc. erreicht
und bedient werden kann. Der zweite Profilkörper 12 grenzt unmittelbar an der Seitenfläche
S6 des ersten Profilkörpers 11 an und weist in der dargestellte Ausführungsform eine
im wesentlichen L-förmige Querschnittsformgebung auf. Damit kann erreicht werden,
dass das Aufsatzprofil 10 einen sauberen Anschlag an das Verbundprofil 1 ausbildet
(vgl. Fig. 3a). Des weiteren bildet die L-förmige Querschnittsformgebung des zweiten
Profilkörpers 12 einen Eingriff, der zur Betätigung der mit dem Verbundprofil 1 gebildeten
Tür (Schiebetür) verwendet werden kann.
[0039] Da einerseits der erste und der zweite Profilkörper 11, 12 des Aufsatzprofils 10
einstückig ausgebildet sind, und andererseits diese beiden Profilkörper 11, 12 auf
der entsprechenden Außenseite S2, S3 der zugeordneten Profilhälfte 2, 3 aufliegen,
liefern bei der dargestellten Ausführungsform beide Profilkörper 11, 12 einen Beitrag
zur Erhöhung der Biegesteifigkeit des Verbundprofils 1.
[0040] Im einzelnen ist es bevorzugt, dass zumindest die erste Profilkörper 11 des Aufsatzprofils
10 im Querschnitt eine in Kontakt mit der Außenseite S2, S3 der entsprechenden Profilhälfte
2, 3 stehende Auflageseite A aufweist, deren Länge kleiner als oder gleich groß wie
die Tiefe H des ersten Profilkörpers 11 bzw. des Aufsatzprofils 10 ist. Wie bereits
beschreiben, wird somit ein Aufsatzprofil 10 mit einem hohen Flächenträgheitsmoment
angegeben, welches wirkungsvoll einer aufgrund des Bimetall-Effekts hervorgerufenen
Auswölbung des Verbundprofils 1 entgegenwirkt. Dies wird insbesondere dann besonders
effektiv erreicht, wenn die Tiefe H zumindest des ersten Profilkörpers 11 kleiner
als oder gleich groß wie der Abstand L zwischen der ersten und der zweiten Profilhälfte
2, 3 ist.
[0041] Anhand der in den Figuren 3a bis 3c gezeigten Darstellungen ist zu erkennen, dass
das Aufsatzprofil 10 entweder auf der Außenseite S3 der zweiten Profilhälfte 3 oder
auf der Außenseite S2 der ersten Profilhälfte 2 angebracht werden kann, wobei grundsätzlich
die freie Zugänglichkeit zu dem Verschlussmechanismus gegeben ist. Hierbei liegt eine
vollständige Trennung zwischen dem Aufsatzprofil 10 und dem Verschlussmechanismus
9 vor, so dass die erfindungsgemäße Lösung anwendbar ist, ohne dass Standartelemente
eines Verbundprofils für Türen, Fenster oder Fassaden verändert werden müssen. Die
Dimensionierung der Profilkörper 11, 12 ist dabei an den jeweiligen Einzelfall anzupassen.
Grundsätzlich ist es denkbar, dass das Ansatzprofil 10 durch die geeignete Formgebung
des zweiten Profilkörpers 12 auch als Zugriff dienen kann, was insbesondere bei Schiebetüren
von Vorteil ist.
[0042] In Fig. 4 ist in einer graphischen Darstellung die mit unterschiedlich dimensionierten
Aufsatzprofilen 10 erzielbare Biegesteifigkeitserhöhung eines Verbundprofils 1 dargestellt.
Im einzelnen ist in Fig. 4 die aufgrund eines Temperaturunterschiedes üblicherweise
resultierende Durchbiegung eines 28 mm starken Verbundprofils gezeigt. Im Vergleich
hierzu sind in Fig. 4 ferner die Durchbiegungen für Verbundprofile gezeigt, die mit
einem 11,2 cm bzw. 34,7 cm starken Aufsatzprofil versehen sind.
[0043] In den dargestellten Ausführungsformen sind die Profilhälften 2, 3 des Verbundprofils
1 jeweils aus einem Aluminiumprofil gebildet. Selbstverständlich ist es aber auch
denkbar hierfür Kunststoff- oder auch Holzprofilhälften oder Profilhälften aus einem
anderen Material einzusetzen.
[0044] Des weiteren ist es selbstverständlich auch denkbar, dass auf der Auflagefläche A
zwischen dem Aufsatzprofil 10 und der entsprechenden Außenseite S2, S3 der zugeordneten
Profilhälfte 2, 3 eine entsprechende Abdichtung, beispielsweise in Gestalt eines Dichtungsbandes,
vorgesehen sein kann.
[0045] Die gezeigten Aufsatzprofile 10 werden über eine Schraubverbindung 5 an der zugeordneten
Profilhälfte gehalten. Es ist im Rahmen der Erfindung selbstverständlich auch möglich,
andere Befestigungsmittel zu verwenden, beispielsweise Nägel, Rastmittel oder andere
Spann- und Halteeinrichtungen.
Bezugszeichenliste
[0046]
- 1
- Verbundprofil
- 2
- erste Profilhälfte/Außenschale
- 3
- zweite Profilhälfte/Innenschale
- 4
- Isoliersteg
- 5
- Befestigungsmittel/Schraube
- 6
- Abdeckung
- 7
- Aussparung in der zweiten Profilhälfte
- 8
- Rahmenprofil
- 9
- Verschlussmechanismus
- 10
- Aufsatzprofil
- 11
- erster Profilkörper des Aufsatzprofils
- 12
- zweiter Profilkörper des Aufsatzprofils
- 13
- oberer Aufsatzprofilabschnitt
- 14
- Aussparungsabschnitt des Aufsatzprofils
- 15
- unterer Aufsatzprofilabschnitt
- 16
- Öffnung
- A
- Auflageseite des Aufsatzprofils
- H
- Tiefe des ersten Profilkörpers bzw. des Aufsatzprofils
- L
- Abstand der Profilhälften
- S2
- Außenseite der ersten Profilhälfte
- S3
- Außenseite der zweiten Profilhälfte
- S4
- Seitenfläche des Aufsatzprofils
- S5
- Stirnfläche des Aufsatzprofils
- S6
- Seitenfläche des ersten Profilkörpers
1. Verbundprofil (1) für Fenster, Türen oder dergleichen, mit einer ersten Profilhälfte
(2), wie beispielsweise einer Außenschale, und einer zweiten Profilhälfte (3), wie
beispielsweise einer Innenschale, und mit wenigstens einem beidseitig mit diesen Profilhälften
(2, 3) formschlüssig verbundenen Isoliersteg (4), über den die beiden Profilhälften
(2, 3) zusammengefügt sind,
gekennzeichnet durch
ein auf der Außenseite (S2, S3) der ersten oder zweiten Profilhälfte (2, 3) angeordnetes
Aufsatzprofil (10), welches sich in Längsrichtung der Profilhälfte (2, 3) erstreckt
und über zumindest zwei voneinander in Längsrichtung des Aufsatzprofils (10) beabstandete
Befestigungspunkte mit der Profilhälfte (2, 3) spielfrei verbunden ist.
2. Verbundprofil (1) nach Anspruch 1, wobei
das Aufsatzprofil (10) einen ersten sich in Längsrichtung des Aufsatzprofils (10)
erstreckenden Profilkörper (11) mit einer im wesentlichen rechteckigen oder U-förmigen
Querschnittsformgebung aufweist.
3. Verbundprofil (1) nach Anspruch 2, wobei
der erste Profilkörper (11) im Querschnitt eine in Kontakt mit der Außenseite (S2,
S3) der entsprechenden Profilhälfte (2, 3) stehende Auflageseite (A) aufweist, deren
Länge kleiner als oder gleich groß wie die Tiefe (H) des ersten Profilkörpers (11)
ist.
4. Verbundprofil nach Anspruch 2 oder 3, wobei
die Tiefe (H) des ersten Profilkörpers (11) größer als oder gleich groß wie der Abstand
(L) zwischen der ersten und zweiten Profilhälfte (2, 3) ist.
5. Verbundprofil nach einem Ansprüche 2 bis 4, wobei
das Aufsatzprofil (10) ferner einen zweiten sich in Längsrichtung des Aufsatzprofils
(10) erstreckenden Profilkörper (12) aufweist, welcher an einer Seitenfläche des ersten
Profilkörpers (11) angrenzt und eine im Wesentliche L-förmige Querschnittsformgebung
aufweist.
6. Verbundprofil nach Anspruch 5, wobei
der erste und zweite Profilkörper (11, 12) des Aufsatzprofils (10) einstückig ausgebildet
sind.
7. Verbundprofil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
das Aufsatzprofil (10) einen zwischen einem oberen und einem unteren Abschnitt (13,
15) des Aufsatzprofils (10) angeordneten Aussparungsabschnitt (14) aufweist, in welchem
die Außenseite (S2, S3) der Profilhälfte (2, 3) des Verbundprofils (1) im wesentlichen
freiliegt, so dass die Zugänglichkeit zu beispielsweise einer Handhabe eines in dem
Verbundprofil integrierten Verschlussmechanismus gegeben ist.
8. Verbundprofil nach Anspruch 7, wobei
der Aussparungsabschnitt (14) als Verlängerung einer für den oberen und unteren Aufsatzprofilabschnitt
(13, 15) gemeinsamen Seitenfläche (S4) gebildet ist.
9. Verbundprofil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
zwei oder mehrere Aufsatzprofile (10) auf der Außenseite (S2, S3) der ersten und/oder
zweiten Profilhälfte (2, 3) angeordnet sind.
10. Verbundprofil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, welches ferner Befestigungsmittel
(5) aufweist, mit denen das Aufsatzprofil (10), nachträglich mit der Außenseite (S2,
S3) der ersten oder zweiten Profilhälfte (2, 3) vorzugsweise lösbar verbindbar ist.
11. Verbundprofil nach Anspruch 10, wobei
die Befestigungsmittel (5) eine Schraubverbindung aufweisen, mit der das Aufsatzprofil
(10) auf die Außenseite (S2, S3) der ersten oder zweiten Profilhälfte (2, 3) anschraubbar
ist.
12. Verbundprofil nach Anspruch 11, wobei
in der Stirnseite (S5) des Aufsatzprofils (10) vorzugsweise mit einer Abdeckung (6)
oder dergleichen verschließbare Öffnungen (16) vorgesehen sind, über welche die Schraubverbindung
von außen erreichbar ist.
13. Verbundprofil nach einem der Ansprüche 10 bis 12, wobei
die Befestigungsmittel (5) an der Außenseite (S2, S3) der entsprechenden Profilhälfte
(2, 3) ausgebildete Rastelemente aufweisen, mit denen entsprechend komplementär ausgebildete
und am Aufsatzprofil (10) vorgesehene Rastelemente in einen vorzugsweise lösbaren
Eingriff bringbar sind.
14. Verbundprofil nach einem der vorgehenden Ansprüche, wobei
das Aufsatzprofil (10) einstückig als Aluminium-Strangpressprofil ausgebildet ist.
15. Aufsatzprofil (10) zur Erhöhung der Biegesteifigkeit einer in einem Verbundprofil
(1) für Fenster, Türen oder dergleichen verwendbaren ersten Profilhälfte (2), welche
über wenigstens einen Isoliersteg (4) mit einer zweiten Profilhälfte (3) verbindbar
ist, wobei das Aufsatzprofil (10) einen sich in Längsrichtung des Aufsatzprofils (10)
erstreckenden Profilkörper (11, 12) mit einer im wesentlichen rechteckigen oder U-förmigen
Querschnittsformgebung aufweist, und wobei der Profilkörper (11) im Querschnitt eine
in Kontakt mit der Außenseite (S2, S3) der ersten Profilhälfte (2) bringbare Auflageseite
(A) aufweist, deren Länge kleiner als oder gleich groß wie die Tiefe (H) des Profilkörpers
(11) ist.
16. Aufsatzprofil (10) nach Anspruch 15, welches einen zwischen einem oberen und einem
unteren Abschnitt (13, 15) angeordneten Aussparungsabschnitt (14) aufweist.
17. Aufsatzprofil (10) nach Anspruch 16, wobei der Aussparungsabschnitt (14) als Verlängerung
einer für den oberen und unteren Aufsatzprofilabschnitt (13, 15) gemeinsamen Seitenfläche
(S4) gebildet ist.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Verbundprofil (1) für Fenster, Türen oder dergleichen, mit einer ersten Profilhälfte
(2), wie beispielsweise einer Außenschale, und einer zweiten Profilhälfte (3), wie
beispielsweise einer Innenschale, und mit wenigstens einem beidseitig mit diesen Profilhälften
(2, 3) formschlüssig verbundenen Isoliersteg (4), über den die beiden Profilhälften
(2, 3) zusammengefügt sind,
gekennzeichnet durch
ein auf der Außenseite (S2, S3) der ersten oder zweiten Profilhälfte (2, 3) angeordnetes
Aufsatzprofil (10), welches sich in Längsrichtung der Profilhälfte (2, 3) erstreckt
und über zumindest zwei voneinander in Längsrichtung des Aufsatzprofils (10) beabstandete
Befestigungspunkte mit der Profilhälfte (2, 3) spielfrei verbunden ist, wobei das
Aufsatzprofil (10) einen ersten sich in Längsrichtung des Aufsatzprofils (10) erstreckenden
Profilkörper (11) mit einer im wesentlichen rechteckigen oder U-förmigen Querschnittsformgebung
aufweist, und wobei der erste Profilkörper (11) im Querschnitt eine in Kontakt mit
der Außenseite (S2, S3) der entsprechenden Profilhälfte (2, 3) stehende Auflageseite
(A) aufweist, deren Länge kleiner als oder gleich groß wie die Tiefe (H) des ersten
Profilkörpers (11) ist.
2. Verbundprofil nach Anspruch 1, wobei
die Tiefe (H) des ersten Profilkörpers (11) größer als oder gleich groß wie der Abstand
(L) zwischen der ersten und zweiten Profilhälfte (2, 3) ist.
3. Verbundprofil nach einem Ansprüche 1 oder 2, wobei
das Aufsatzprofil (10) ferner einen zweiten sich in Längsrichtung des Aufsatzprofils
(10) erstreckenden Profilkörper (12) aufweist, welcher an einer Seitenfläche des ersten
Profilkörpers (11) angrenzt und eine im Wesentliche L-förmige Querschnittsformgebung
aufweist.
4. Verbundprofil nach Anspruch 3, wobei
der erste und zweite Profilkörper (11, 12) des Aufsatzprofils (10) einstückig ausgebildet
sind.
5. Verbundprofil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
das Aufsatzprofil (10) einen zwischen einem oberen und einem unteren Abschnitt (13,
15) des Aufsatzprofils (10) angeordneten Aussparungsabschnitt (14) aufweist, in welchem
die Außenseite (S2, S3) der Profilhälfte (2, 3) des Verbundprofils (1) im wesentlichen
freiliegt, so dass die Zugänglichkeit zu beispielsweise einer Handhabe eines in dem
Verbundprofil integrierten Verschlussmechanismus gegeben ist.
6. Verbundprofil nach Anspruch 5, wobei
der Aussparungsabschnitt (14) als Verlängerung einer für den oberen und unteren Aufsatzprofilabschnitt
(13, 15) gemeinsamen Seitenfläche (S4) gebildet ist.
7. Verbundprofil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei
zwei oder mehrere Aufsatzprofile (10) auf der Außenseite (S2, S3) der ersten und/oder
zweiten Profilhälfte (2, 3) angeordnet sind.
8. Verbundprofil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, welches ferner Befestigungsmittel
(5) aufweist, mit denen das Aufsatzprofil (10), nachträglich mit der Außenseite (S2,
S3) der ersten oder zweiten Profilhälfte (2, 3) vorzugsweise lösbar verbindbar ist.
9. Verbundprofil nach Anspruch 8, wobei
die Befestigungsmittel (5) eine Schraubverbindung aufweisen, mit der das Aufsatzprofil
(10) auf die Außenseite (S2, S3) der ersten oder zweiten Profilhälfte (2, 3) anschraubbar
ist.
10. Verbundprofil nach Anspruch 9, wobei
in der Stirnseite (S5) des Aufsatzprofils (10) vorzugsweise mit einer Abdeckung (6)
oder dergleichen verschließbare Öffnungen (16) vorgesehen sind, über welche die Schraubverbindung
von außen erreichbar ist.
11. Verbundprofil nach einem der Ansprüche 8 bis 10, wobei
die Befestigungsmittel (5) an der Außenseite (S2, S3) der entsprechenden Profilhälfte
(2, 3) ausgebildete Rastelemente aufweisen, mit denen entsprechend komplementär ausgebildete
und am Aufsatzprofil (10) vorgesehene Rastelemente in einen vorzugsweise lösbaren
Eingriff bringbar sind.
12. Verbundprofil nach einem der vorgehenden Ansprüche, wobei
das Aufsatzprofil (10) einstückig als Aluminium-Strangpressprofil ausgebildet ist.
13. Aufsatzprofil (10) zur Erhöhung der Biegesteifigkeit einer in einem Verbundprofil
(1) für Fenster, Türen oder dergleichen verwendbaren ersten Profilhälfte (2), welche
über wenigstens einen Isoliersteg (4) mit einer zweiten Profilhälfte (3) verbindbar
ist, wobei das Aufsatzprofil (10) einen sich in Längsrichtung des Aufsatzprofils (10)
erstreckenden Profilkörper (11, 12) mit einer im wesentlichen rechteckigen oder U-förmigen
Querschnittsformgebung aufweist, und wobei der Profilkörper (11) im Querschnitt eine
in Kontakt mit der Außenseite (S2, S3) der ersten Profilhälfte (2) bringbare Auflageseite
(A) aufweist, deren Länge kleiner als oder gleich groß wie die Tiefe (H) des Profilkörpers
(11) ist.
14. Aufsatzprofil (10) nach Anspruch 13, welches einen zwischen einem oberen und einem
unteren Abschnitt (13, 15) angeordneten Aussparungsabschnitt (14) aufweist.
15. Aufsatzprofil (10) nach Anspruch 14, wobei der Aussparungsabschnitt (14) als Verlängerung
einer für den oberen und unteren Aufsatzprofilabschnitt (13, 15) gemeinsamen Seitenfläche
(S4) gebildet ist.