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(11) |
EP 2 056 321 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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12.05.2010 Patentblatt 2010/19 |
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Anmeldetag: 02.11.2007 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Hochspannungsleistungsschalter mit rotierendem Schaltlichtbogen
High-voltage power switch with a rotating light arc
Commutateur de puissance haute tension doté d'arcs électriques de commutation rotatifs
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO
SE SI SK TR |
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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06.05.2009 Patentblatt 2009/19 |
| (73) |
Patentinhaber: ABB Research Ltd. |
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8050 Zürich (CH) |
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Erfinder: |
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- Bujotzek, Markus
CH-8050, Zürich (CH)
- Franck, Christian
CH-8048, Zürich (CH)
- Iordanidis, Arthouros
CH-5400, Baden (CH)
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| (74) |
Vertreter: ABB Patent Attorneys |
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C/o ABB Schweiz AG
Intellectual Property (CH-LC/IP)
Brown Boveri Strasse 6 5400 Baden 5400 Baden (CH) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 0 932 176 DE-A1- 2 511 238
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WO-A1-2008/055753 GB-A- 2 103 881
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen Hochspannungsleistungsschalter nach
dem Oberbegriff von Patentanspruch 1. Ein solcher Schalter dient im allgemeinen der
Unterbrechung leistungsstarker Wechselströme in Stromnetzen mit Nennspannungen zwischen
1 und mehreren 100 kV, in denen diese Wechselströme erzeugt, übertragen oder verteilt
werden.
[0002] Bei einem Schalter der vorgenannten Art wird die Energie eines beim Unterbrechen
eines Kurzschlussstroms in einer Lichtbogenzone gebildeten Schaltlichtbogens ausgenutzt,
um ein Löschgas bereitzustellen, welches über einen Nulldurchgang des Stroms hinaus
den Schaltlichtbogen bebläst. Hierbei wird der zu unterbrechende Strom durch eine
Spule geführt. Das Magnetfeld der Spule bewirkt eine Rotation des Schaltlichtbogens
um die Spulenachse. Dabei entstehendes heisses und unter Druck stehendes Lichtbogengas
wird über einen Heizkanal in ein Heizvolumen des Schalters geführt und dort als Löschgas
gespeichert. Der Druck des Lichtbogengases wächst überproportional mit der Grösse
des Stroms und kann gegebenenfalls unerwünscht hohe Werte erreichen.
STAND DER TECHNIK
[0003] Ein Schalter der eingangs genannten Art ist beschrieben in
EP 75 341. Dieser Schalter weist einen in einem isoliergasgefüllten Gehäuse angeordneten Leistungsstrompfad
auf mit zwei längs einer Achse relativ zueinander verschiebbaren Schaltstücken, von
denen eines in koaxialer Anordnung einen Lichtbogenkontakt, einen Lichtbogenlaufring,
eine den Lichtbogenkontakt umgebende Zylinderspule und einen ferromagnetischen Spulenkern
aufweist. Durch diese Spule fliesst beim Ausschalten ein zu unterbrechender Strom.
Das Magnetfeld des Stroms wirkt auf einen beim Öffnen des Leistungsstrompfads auf
dem Lichtbogenlaufring fussenden Schaltlichtbogen. Unter dem Einfluss elektromagnetischer
Kräfte rotiert nun der auf dem Laufring gehaltene Schaltlichtbogen um die Achse und
heizt das Isoliergas auf. Hierbei gebildetes Lichtbogengas wird von einer den Schaltlichtbogen
aufnehmenden Lichtbogenzone in ein Heizvolumen geführt und als Löschgas gespeichert.
Bei Annäherung des abzuschaltenden Stroms an einen Nulldurchgang strömt dann das Löschgas
aus dem Heizvolumen in die Lichtbogenzone und bebläst hierbei den Schaltlichtbogen
solange bis der Strom unterbrochen ist.
[0004] Für eine erfolgreiche Beblasung des Schaltlichtbogens und damit für eine erfolgreiche
Unterbrechung des Stroms ist es erforderlich, dass der Druck des Löschgases einen
bestimmten minimalen Wert erreicht. Über das gesamte Spektrum der zu unterbrechenden
Ströme gesehen, das sich über mehrere Grössenordnungen von kleinen über mittlere bis
zu grossen Strömen erstreckt, wird für das erfolgreiche Unterbrechen eines grossen
Stroms kein wesentlich grösserer Löschgasdruck benötigt als für einen kleinen oder
mittleren Strom. Da jedoch der Druck des Lichtbogengases und damit auch des Löschgases
überproportional mit der Stromstärke wächst, weist das vom Schaltlichtbogen erzeugte
Lichtbogengas beim Unterbrechen grosser Ströme einen um eine Grössenordnung höheren
Druck auf als bei kleinen Strömen. Um den Rauminhalt des Heizvolumens klein zu halten,
und um so eine Fertigung des Schalters in wirtschaftlicher Weise zu ermöglichen, ist
daher der Druck zu begrenzen.
[0005] Ein weiterer Schalter mit einer Spule zur Erzeugung eines rotierenden Schaltlichtbogens
ist in
EP 0 731 482 A2 beschrieben. Bei diesem Schalter ist die Spule zumindest teilweise kurzschliessbar
ausgebildet. Beim Schalten grosser Ströme wird dann durch teilweises oder vollständiges
Kurzschliessen der Spule die Grösse des Magnetfelds herabgesetzt und so die Bildung
von Lichtbogengas gegebenenfalls drastisch reduziert. Der Rauminhalt des Heizvolumens
kann so gering gehalten werden. Ferner offenbart das Dokument
EP 0 932176 A1 einen Schalter gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0006] Der Erfindung, wie sie in den Patentansprüchen angegeben ist, liegt die Aufgabe zugrunde,
einen Schalter der eingangs genannten Art zu schaffen, bei dem der Druck des im Heizvolumen
bereitgestellten Löschgases beim Abschalten grosser Ströme mit einfachen Mitteln begrenzt
wird.
[0007] Beim Schalter nach der Erfindung sind ein die Windungen der Spule enthaltender erster
Spulenabschnitt und der Lichtbogenlaufring in axialer Richtung mit Abstand zueinander
angeordnet und ragt ein axial ausgerichteter und als Hohlzylinder ausgebildeter Abschnitt
des ferromagnetischen Kerns in diesen Abstand.
[0008] Der ferromagnetische Kern ist nun so ausgebildet und angeordnet, dass er beim Unterbrechen
kleiner Ströme noch nicht, beim Unterbrechen grosser Ströme hingegen bereits gesättigt
ist. Beim Unterbrechen kleiner und gegebenenfalls auch mittlerer Ströme wirkt der
Kern jetzt quasi als guter magnetischer Leiter, der den magnetischen Fluss der Spule
weitgehend ungeschwächt an den Lichtbogenlaufring heranführt. Am Lichtbogenlaufring
wirkt dann eine magnetische Flussdichte, die proportional der magnetischen Flussdichte
ist, welche nahe der durch den axialen Abstand vom Lichtbogenlaufring getrennten Windungen
der Spule wirkt. Beim Unterbrechen grosser und gegebenenfalls auch mittlerer Ströme
wirkt der Kern hingegen quasi als schlechter magnetischer Leiter, der den magnetischen
Fluss der Spule nun nicht mehr konzentriert und gezielt an den Lichtbogenlaufring
heranführt. Am Lichtbogenlaufring wirkt dann eine magnetische Flussdichte, die nun
nicht mehr proportional der Flussdichte ist, die an den durch den axialen Abstand
getrennten Windungen der Spule wirkt. Der Druckaufbau des Löschgases nimmt daher mit
wachsender Stärke des zu unterbrechenden Stroms wesentlich geringer zu als bei einem
vergleichbar ausgebildeten Schalter, bei dem jedoch zwischen den Windungen der Spule
und dem Lichtbogenlaufring kein Abstand in axialer Richtung vorgesehen ist. Dementsprechend
kann der Rauminhalt des Heizvolumens klein bemessen sein bzw. können sonst notwendige
Mittel zum Begrenzen des Druckaufbaus entfallen.
[0009] Diese vorteilhaften Wirkungen werden mit Sicherheit dann erreicht, wenn der Abstand
mindestens das 0,25-fache des Aussenradius der Spule beträgt. Um die Ausdehnung des
Schalters in axialer Richtung zu begrenzen, sollte der Abstand höchstens das Zweifache
des Radius betragen. Eine auch beim Schalten sehr grosser Kurzschlussströme von mehreren
hundert kA ausreichende Begrenzung des Löschgasdrucks im Heizvolumen wird erreicht,
wenn der Abstand das 0,5- bis 1,5-fache des Radius beträgt.
[0010] Da zwischen Lichtbogenkontakt und Spule ausreichend Raum vorhanden ist, kann der
Hohlzylinder zudem eine erhebliche Wandstärke aufweisen und kann so eine grosse Menge
an ferromagnetischem Material in diesen Raum untergebracht werden. Die beim Unterbrechen
eines Stromes wirkende magnetische Flussdichte ist dann über den Lichtbogenlaufring
nicht nur gleichmässig verteilt, sondern ist zugleich auch vorwiegend axial ausgerichtet.
Da der zu unterbrechende Strom in dem am Lichtbogenlaufring gehaltenen Fusspunkt des
Schaltlichtbogens vorwiegend radial geführt ist, wirkt so eine grosse und weitgehend
konstante elektromagnetische Kraft auf diesen Fusspunkt. Bei kleinen und gegebenenfalls
mittleren Strömen wird so eine gute Heizleistung des Schaltlichtbogens und damit auch
ein Löschgas mit ausreichend hohem Druck erzeugt.
[0011] Hierbei ist es von Vorteil, wenn die Wandstärke des Hohlzylinders mindestens das
0,2-fache seines Aussenradius beträgt. Zum einen wird so vermieden, dass der Kern
bereits bei vergleichsweise kleinen Strömen vorzeitig gesättigt ist. Zum anderen wird
so aber auch eine weitgehend konstante magnetische Flussdichte im Bereich des Lichtbogenlaufrings
und damit auch in dem auf dem Lichtbogenlaufring fussenden Abschnitt des Schaltlichtbogens
erreicht.
[0012] Damit am Orte des Lichtbogenlaufrings eine möglichst grosse magnetische Flussdichte
wirkt, sollte der ferromagnetische Hohlzylinder diesen Abstand überbrücken. Unter
Überbrücken des Abstands ist hierbei zu verstehen, dass der Hohlzylinder direkt an
den Lichtbogenlaufring herangeführt ist, zumindest aber bis auf eine verglichen mit
der Dicke des Lichtbogenlaufrings (Ausdehnung in axialer Richtung) geringen Distanz
von typischerweise einigen Millimetern.
[0013] Der vom ferromagnetischen Hohlzylinder des Kerns magnetisch überbrückte Abstand zwischen
Lichtbogenlaufring und den Windungen der Spule enthält eine weitgehend beliebig ausgebildete
elektrisch leitende Verbindung, welche geeignet ist, den zu unterbrechenden Strom
vom Lichtbogenlaufring zur Spule zu führen. Eine mechanisch besonders stabile Ausführungsform
dieser Verbindung und damit auch des erfindungsgemässen Schalters wird erreicht, wenn
an den die Windungen enthaltenden ersten Spulenabschnitt ein als Leiterrohr ausgebildeter
zweiter Spulenabschnitt anschliesst, der mit dem Lichtbogenlaufring elektrisch leitend
verbunden ist und den Hohlzylinder koaxial umfasst. Zusätzliche Stabilität des Schalters
wird erreicht, wenn die Spule aus einem nach Art eines Bechers ausgebildeten Stromleiter
gefertigt ist. Die Wand des Bechers wird dann im allgemeinen vom ersten und zweiten
Spulenabschnitt gebildet und der Becherboden kann dann als Stromanschluss des Lichtbogenlaufrings
dienen und eine zentrale Öffnung zur Durchführung des Lichtbogenkontakts aufweisen.
[0014] Um die Bildung von Wirbelströmen weitgehend zu unterdrücken, sind in den als Leiterrohr
ausgeführten zweiten Spulenabschnitt und/oder in den ferromagnetischen Kern vorwiegend
axial und radial ausgerichtete Schlitze eingeformt.
KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
[0015] Anhand von Zeichnungen wird nachfolgend ein Ausführungsbeispiel der Erfindung näher
erläutert. Hierbei zeigt:
- Fig.1
- eine Aufsicht auf einen längs einer Achse A geführten Schnitt durch eine als Generatorschalter
ausgeführte Ausführungsform des Hochspannungsleistungsschalter nach der Erfindung,
bei der der Schalter links der Achse im Einschaltzustand und rechts der Achse beim
Ausschalten nach Bildung eines Schaltlichtbogens dargestellt ist, und
- Fig.2
- ein Diagramm, in dem die beim Ausschalten des Schalters nach Fig.1 sowie eines Schalters
nach dem Stand der Technik jeweils in einer Spule des Schalters erzeugte axiale Komponente
der magnetischen Flussdichte B [in arbiträren Einheiten] am Ort eines Lichtbogenlaufrings
in Funktion der Stärke des abzuschaltenden Strom I [ kA] dargestellt ist.
WEGE ZUR AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG
[0016] In allen Figuren beziehen sich gleiche Bezugszeichen auf gleichwirkende Teile.
Der in Fig.1 dargestellte Generatorschalter kann bei Hochspannungen bis zu 100 kV
Ströme bis zu einem noch zulässigen maximalen Kurzschlussabschaltstrom von typischerweise
250 kA ausschalten. Er enthält ein mit einem komprimierten Isoliergas, etwa auf der
Basis Schwefelhexafluorid, Stickstoff oder Kohlendioxid oder eines Gasgemischs auf
der Basis eines oder mehrerer dieser Gase, gefülltes Gehäuse 1 sowie eine vom Gehäuse
1 aufgenommene und weitgehend axialsymmetrisch gestaltete Kontaktanordnung mit zwei
längs einer Achse A relativ zueinander verschiebbaren Schaltstücken 2, 3. Im Einschaltzustand
liegen die beiden Schaltstücke 2 bzw. 3 mit nicht dargestellten Nennstromkontakten
in einem schematisch angedeuteten, niederohmigen Nennstrompfad N und mit einem Lichtbogenkontakt
21 bzw. einem Lichtbogenkontakt 31, einen ferromagnetischen Kern 40 und einer Spule
50 in einem gestrichelt dargestellten Leistungsstrompfad L, welcher parallel zum Nennstrompfad
N geführt ist.
[0017] Der ersichtlich rohrförmig, gegebenenfalls aber auch massiv ausgestaltete, Lichtbogenkontakt
21 ist durch ein als Hilfsdüse wirkendes Isolierrohr 11 geführt und kontaktiert im
Einschaltzustand des Schalters (linke Hälfte von Fig.1) den Kontaktfinger aufweisenden
Lichtbogenkontakt 31. Das Isolierrohr 11 und eine am Schaltstück 3 gehaltene Isolierscheibe
12 begrenzen einen ringförmigen Heizkanal 13, der beim Ausschalten (rechte Hälfte
von Fig.1) eine Lichtbogenzone, die einen Schaltlichtbogen S aufnimmt, mit einem Heizvolumen
14 verbindet.
[0018] Das Schaltstück 3 ist feststehend im Gehäuse 1 gehalten und weitgehend nach Art eines
Hohlzylinders ausgebildet. Das Schaltstück 3 enthält in koaxialer Anordnung von innen
nach aussen den rohrförmigen, nach Art einer Tulpe ausgeführten Lichtbogenkontakt
31, den ferromagnetischen Kern 40 und die Spule 50. An seiner dem Schaltstück 2 zugewandten
Stirnfläche weist das Schaltstück 3 einen Lichtbogenlaufring 15 aus einem abbrandfesten
Material auf, wie insbesondere Graphit, einen aus Metall oder gegebenenfalls aus Isoliermaterial
gefertigten Haltering 16 zum Fixieren des Lichtbogenlaufrings 15 an einer Stirnseite
der Spule 50 sowie die Isolierscheibe 12, welche auf dem Haltering 16 aufsitzt und
den Lichtbogenlaufring 15 radial nach aussen begrenzt.
[0019] Die Spule 50 ist aus einem nach Art eines Bechers ausgebildeten Stromleiter aus Aluminium
oder Kupfer resp. einer Aluminium- oder Kupferlegierung gefertigt. Die Wand des Bechers
wird von zwei Spulenabschnitten 51 und 52 gebildet, von denen der erste Abschnitt
51 alle, beispielsweise vier Windungen 53, der Spule 50 enthält. Der Spulenabschnitt
51 weist in axialer Richtung einen Abstand D zum Lichtbogenlaufring 15 auf. Der an
den Abschnitt 51 anschliessende zweite Spulenabschnitt 52 ist als Leiterrohr ausgebildet.
Ein an den Abschnitt 52 angesetzter Becherboden dient als Stromanschluss 54 und ist
mit dem Lichtbogenlaufring 15 elektrisch leitend verbunden. In den Becherboden ist
eine zentrale Öffnung 55 eingeformt, durch die der Lichtbogenkontakt 31 geführt ist.
An den vom Becherboden abgewandten Becherrand ist ein radial nach aussen erstreckter
ringförmiger Stromanschluss 56 angebracht. In den als Leiterrohr ausgeführten zweiten
Spulenabschnitt 52 sind mehrere axial und radial ausgerichtete und in Umfangsrichtung
gleichmässig verteilte Schlitze 57 ins Leiterrohr eingeformt, von denen nur einer
aus Fig.1 zu erkennen ist.
[0020] Der ferromagnetische Kern 40 weist einen längs der Achse A ausgerichteten und in
den Abstand D ragenden ersten Abschnitt 41 auf, der als dickwandiger, den Lichtbogenkontakt
31 radial umfassender Hohlzylinder ausgeführt ist. Der Hohlzylinder 41 stützt sich
mit seiner oberen Stirnfläche auf dem Stromanschluss 54 der Spule ab und überbrückt
so den Abstand D magnetisch. Die durch den Stromanschluss 54 gebildete Distanz von
typischerweise einigen Millimetern zwischen der oberen Stirnfläche des Hohlzylinders
41 und dem Lichtbogenlaufring 15 verringert den magnetischen Fluss am Orte des Lichtbogenlaufrings
15 (Ausdehnung des Rings 15 in axialer Richtung) nur unwesentlich, da sie erheblich
kleiner als die Dicke des Lichtbogenlaufrings bemessen ist. An den Hohlzylinder 41
schliesst sich ein ebenfalls als dickwandiger Hohlzylinder ausgeführter zweiter Abschnitt
42 des ferromagnetischen Kerns 40 an, der von dem die Windungen 53 enthaltenden Spulenabschnitt
51 radial umschlossen ist. In die Innenwand des Hohlzylinders 41 ist eine Ringnut
eingeformt, in der ein am Kontaktträger des Lichtbogenkontakts 31 angebrachter Aussenflansch
32 starr gehalten ist. Wie in den Abschnitt 52 der Spule 50 sind auch in die ferromagnetischen
Kern 40 axial und radial erstreckte, nun aber mit dem Bezugszeichen 43 gekennzeichnete,
Schlitze eingeformt. Diese Schlitze und die Schlitze 57 dienen der Unterdrückung von
Wirbelströmen.
[0021] Die einzelnen Teile des Schaltstücks 30 sind im allgemeinen durch Verschrauben miteinander
verbunden, können aber auch durch andere Mittel miteinander verbunden sein, wie etwa
der Lichtbogenlaufring 15 und die Spule 50 durch eine Klemmverbindung, bei der die
Klemmkraft durch den an die Spule 50 angeschraubten Haltering 16 aufgebracht wird,
oder der ferromagnetische Kern 40 und der tulpenförmige Lichtbogenkontakt 31 durch
Presssitz. Zwischen den einzelnen Teilen vorgesehene Hohlräume sind mit Isoliermaterial
ausgefüllt. Dieses Material ist in Fig.1 nicht dargestellt. Solche Hohlräume sind
etwa die Schlitze 43, 57 oder die lsolierabstände zwischen den einzelnen Windungen
53 und den Stromanschlüssen 54, 56 oder zwischen dem ferromagnetischen Kern 40 und
den Windungen 53 resp. dem Lichtbogenkontakt 31.
[0022] Im Einschaltzustand (linke Hälfte von Fig.1) sind der Nennstrompfad N und der Leistungsstrompfad
L geschlossen und führt der Schalter Strom, der überwiegend im Nennstrompfad und lediglich
mit einem Anteil von ca. 1 % im Leistungsstrompfad fliesst. Zum Ausschalten wird das
Schaltstück 20 durch einen nicht dargestellten Antrieb nach oben geführt. Es öffnet
sich zunächst der Nennstrompfad N. Der abzuschaltende Strom kommutiert nun vollständig
in den in der linken Hälfte von Fig.1 gestrichelt dargestellten Leistungsstrompfad
L und fliesst vom Lichtbogenkontakt 21 über den Lichtbogenkontakt 31, den Hohlzylinder
41 zum Spulenanschluss 54 und von dort durch die Spule 50 zum Spulenanschluss 56.
[0023] Im weiteren Verlauf des Ausschaltvorgangs kommt der mit Reibschluss im Lichtbogenkontakt
31 geführte Lichtbogenkontakt 21 ausser Eingriff mit dem feststehenden Schaltstück
30 und bildet sich dann zwischen dem Lichtbogenkontakt 21 und Kontaktfingern des Lichtbogenkontakts
31 der Schaltlichtbogen S, welcher auf den Lichtbogenlaufring 15 kommutiert (rechte
Hälfte von Fig.1). Die Kommutation erfolgt rasch, da der Hohlzylinder 41 und der Lichtbogenkontakt
31 hierbei aus dem Leistungsstrompfad L genommen werden und der abzuschaltende Strom
nun vom Lichtbogenkontakt 21 über den Schaltlichtbogen S, den Lichtbogenlaufring 15
und die Spule 50 zum Stromanschluss 56 fliesst.
[0024] In der Nähe des Lichtbogenlaufrings 15 fliesst der abzuschaltende Strom I im Lichtbogen
S im wesentlichen in radialer Richtung. Die stromdurchflossene Spule 50 und der ferromagnetische
Kern 40 wirken im Bereich des Lichtbogenlaufrings 15 mit einer vorwiegend axial ausgerichteten
magnetische Flussdichte B. Daher wirkt auf den am Lichtbogenlaufring 15 fussenden
Schaltlichtbogen S eine in Umfangsrichtung gerichtete elektromagnetische Kraft, welche
eine Rotation des Lichtbogens S um die Achse A bewirkt. Hieraus resultierende Zentrifugalkräfte
erzeugen eine radial nach aussen durch den Heizkanal 13 ins Heizvolumen 14 gerichtete
Strömung von Lichtbogengas. Das Lichtbogengas wird im Heizvolumen als komprimiertes
Löschgas gespeichert und bebläst dann bei Annäherung des abzuschaltenden Stroms I
an einen Nulldurchgang den Schaltlichtbogens S solange bis der Strom unterbrochen
ist.
[0025] Beim Ausschalten kleiner bzw. mittlerer Ströme (bis zu ca. 10% bzw. zwischen ca.
10 und ca. 30% des maximal zulässigen Kurzschlussabschaltstroms) reicht das magnetische
Feld der Spule 50 nicht aus, um die Sättigungsmagnetisierung des ferromagnetischen
Kerns 40 zu erreichen. Daher wirkt am Ort des Lichtbogenlaufrings 15 das um die Magnetisierung
des noch ungesättigten ferromagnetischen Kerns 40 erhöhte Magnetfeld der Spule 50.
Solange der Kern ungesättigt ist, ist er ein wesentlich besserer magnetischer Leiter
als das umgebende Material, wie insbesondere Isoliergas, Aluminium bzw. Kupfer der
Spule 50 oder Graphit des Lichtbogenlaufrings 15. Der Kern 40 führt dann den überwiegenden
Teil des magnetischen Flusses der Spule 50 und erhöht damit die magnetische Flussdichte
im nahe der oberen Stirnfläche des Hohlzylinders 41 angebrachten Lichtbogenlaufring
15.
[0026] Beim Abschalten grosser Ströme (ca. 30 bis 100% des maximal zulässigen Kurzschlussabschaltstroms)
ist die Sättigungsmagnetisierung des ferromagnetischen Kerns 40 erreicht. Im magnetisch
gesättigten Zustand ist der Kern 40 ein ähnlich guter resp. schlechter magnetischer
Leiter wie das umgebende Material. Bei gesättigtem Kern verteilt sich daher der magnetische
Fluss der Spule 50 im Abstand D weitgehend gleichmässig auf alles Material, wie das
Isoliergas und das Aluminium oder das Kupfer der Spule 50, aber auch auf das Ferromagnetikum
des Kerns 40, also insbesondere auch auf den ferromagnetischen Hohlzylinder 41. Es
kommt daher beim Lichtbogenlaufring 15 nur noch ein kleinerer Teil des magnetischen
Flusses an, so dass die magnetische Flussdichte B am Ort des Lichtbogenlaufrings 15
nur noch langsam wächst.
[0027] Bei kleinen und niedrig bemessenen mittleren Strömen ist daher die magnetische Flussdichte
am Lichtbogenlaufring 15 praktisch genauso hoch wie am Ort des Spulenabschnitts 51,
wohingegen bei grossen Strömen am Ort des Lichtbogenlaufrings 15 die magnetische Flussdichte
mit wachsender Stromstärke wesentlich langsamer zunimmt als am Ort des Spulenabschnitts
51.
[0028] Dieser Sachverhalt ist aus dem in Fig.2 gezeigten Diagramm ersichtlich. Diesem Diagramm
kann entnommen werden, dass bei der Ausführungsform des erfindungsgemässen Schalters
gemäss Fig.1 mit einem noch zulässigen maximalen Kurzschlussabschaltstrom von 250
kA, oberhalb von ca. 40 kA, d.h. bei hoch bemessenen mittleren und bei grossen Strömen,
die magnetische Flussdichte B am Ort des Lichtbogenlaufrings 15 und damit der Druckaufbau
durch den Schaltlichtbogen S mit wachsender Stromstärke des abzuschaltenden Stroms
I wesentlich geringer zunimmt als die magnetische Flussdichte eines identisch ausgebildeten
Schalters, bei dem jedoch der ferromagnetische Kern 40 keinen aus den Windungen 53
der Spule 50 in den Abstand D ragenden Hohlzylinder 41 aufweist. Dementsprechend kann
der Rauminhalt des Heizvolumens 14 geringer bemessen werden bzw. kann auch auf Mittel
zum Begrenzen des Druckaufbaus verzichtet werden. Da ersichtlich der Druckaufbau durch
den Schaltlichtbogen bei kleinen und niedrigen bemessenen mittleren Strömen wegen
des magnetisch noch nicht gesättigten ferromagnetischen Kerns 40 höher ist als beim
Schalter nach dem Stand der Technik ist, können Blashilfen zur Erzeugung von Löschgas
klein dimensioniert werden.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0029]
- 1
- Gehäuse
- 2, 3
- Schaltstücke
- 11
- Isolierrohr
- 12
- Isolierscheibe
- 13
- Heizkanal
- 14
- Heizvolumen
- 15
- Lichtbogenlaufring
- 16
- Haltering
- 21, 31
- Lichtbogenkontakte
- 40
- ferromagnetischer Kern
- 41, 42
- Hohlzylinder
- 43
- Schlitze
- 50
- Spule
- 51, 52
- Spulenabschnitte
- 53
- Windungen
- 54, 56
- Stromanschlüsse
- 55
- Öffnung
- 57
- Schlitze
- A
- Achse
- B
- magnetische Flussdichte
- D
- Abstand
- I
- Strom
- L
- Leistungsstrompfad
- N
- Nennstrompfad
- S
- Schaltlichtbogen
1. Hochspannungsleistungsschalter mit einem isoliergasgefüllten Gehäuse (1), einem Heizvolumen
(14) zur Aufnahme von komprimiertem Löschgas, welches beim Unterbrechen eines Stroms
(I) durch einen rotierenden Schaltlichtbogen (S), der einer stromabhängigen magnetischen
Flussdichte (B) ausgesetzt ist, komprimiert wird, und mit zwei längs einer Achse (A)
relativ zueinander verschiebbaren und im Gehäuse (1) angeordneten Schaltstücken (2,
3), von denen eines (3) in koaxialer Anordnung einen Lichtbogenkontakt (31), einen
Lichtbogenlaufring (15) und eine mit einem ferromagnetischen Kern (40) und mit zwei Stromanschlüssen (54, 56) versehene Spule (50) aufweist, welche den Lichtbogenkontakt (31) umgibt, deren Windungen
(53) alle gleichsinnig vom zu unterbrechenden Strom (I) durchflossen sind, und welche über
den ersten Stromanschluss (54) mit dem Lichtbogenlaufring (15) und über den zweiten
Stromanschluss (56) unmittelbar mit einem Nennstromkontakte enthaltenden, niederohmigen
Nennstrompfad (N) des Schalters elektrisch leitend verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass ein alle Windungen (53) der Spule (50) enthaltender erster Spulenabschnitt (51) und der Lichtbogenlaufring
(15) in axialer Richtung mit Abstand (D) zueinander angeordnet sind, und dass ein
axial ausgerichteter und als Hohlzylinder (41) ausgebildeter Abschnitt des ferromagnetischen
Kerns (40) in den Abstand (D) ragt.
2. Schalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand (D) mindestens das 0,25-fache des Aussenradius der Spule (50) beträgt.
3. Schalter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand (D) höchstens das Zweifache des Radius beträgt.
4. Schalter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand (D) das 0,5- bis 1,5-fache des Radius beträgt.
5. Schalter nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandstärke des Hohlzylinders (41) mindestens das 0,2-fache seines Aussenradius
beträgt.
6. Schalter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlzylinder (41) den Abstand (D) überbrückt.
7. Schalter nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass in den ferromagnetischen Kern (40) mindestens ein vorwiegend axial und radial ausgerichteter
Schlitz (43) eingeformt ist.
8. Schalter nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass an den ersten Spulenabschnitt (51) ein als Leiterrohr ausgebildeter zweiter Spulenabschnitt
(52) anschliesst, der mit dem Lichtbogenlaufring (15) elektrisch leitend verbunden
ist und den Hohlzylinder (41) koaxial umfasst.
9. Schalter nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Spule (51) aus einem nach Art eines Bechers ausgebildeten Stromleiter gefertigt
ist.
10. Schalter nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Wand des Bechers vom ersten (51) und zweiten Spulenabschnitt (52) gebildet ist,
und dass der Becherboden als Stromanschluss (54) des Lichtbogenlaufrings (15) dient
und eine zentrale Öffnung (55) zur Durchführung des Lichtbogenkontakts (31) aufweist.
11. Schalter nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass in den als Leiterrohr ausgeführten zweiten Spulenabschnitt (52) mindestens ein vorwiegend
axial und radial ausgerichteter Schlitz (57) eingeformt ist.
1. High-voltage circuit breaker having a housing (1) which is filled with insulating
gas, having a heating volume (14) for holding compressed quenching gas, which is compressed
by a rotating switching arc (S), which is subject to a current-dependent magnetic
flux density (B), when a current (I) is interrupted, and having two switching pieces
(2, 3), which can be moved relative to one another along an axis (A) and are arranged
in the housing (1), one (3) of which has, arranged coaxially, an arc contact (31),
an arc race (15) and a coil (50) which is provided with a ferromagnetic core (40)
and with two electrical connections (54, 56), and which coil (50) surrounds the arc
contact (31), and the current (I) to be interrupted flows through all of the turns
(53) of said coil (50) in the same sense, and which coil (50) is electrically conductively
connected via the first electrical connection (54) to the arc race (15) and via the
second electrical connection (56) directly to a low-impedance rated current path (N)
of the switch, which contains rated current contacts, characterized in that a first coil section (51), which contains all the turns (53) of the coil (50), and
the arc race (15) are arranged at a distance (D) from one another in the axial direction,
and in that an axially aligned section, which is in the form of a hollow cylinder (41), of the
ferromagnetic core (40) projects into the distance (D).
2. Switch according to Claim 1, characterized in that the distance (D) is at least 0.25 times the external radius of the coil (50).
3. Switch according to Claim 2, characterized in that the distance (D) is at most twice the radius.
4. Switch according to Claim 3, characterized in that the distance (D) is 0.5 to 1.5 times the radius.
5. Switch according to one of Claims 1 to 4,
characterized in that the wall thickness of the hollow cylinder (41) is at least 0.2 times its external
radius.
6. Switch according to one of Claims 1 to 5,
characterized in that the hollow cylinder (41) bridges the distance (D).
7. Switch according to one of Claims 1 to 6,
characterized in that at least one predominantly axially and radially aligned slot (43) is formed in the
ferromagnetic core (40).
8. Switch according to one of Claims 1 to 7,
characterized in that a second coil section (52) is adjacent to the first coil section (51), is in the
form of a conductor tube, is electrically conductively connected to the arc race (15),
and coaxially surrounds the hollow cylinder (41).
9. Switch according to Claim 8, characterized in that the coil (51) is produced from an electrical conductor which is formed like a cup.
10. Switch according to Claim 9, characterized in that the wall of the cup is formed by the first coil section (51) and the second coil
section (52), and in that the cup base is used as an electrical connection (54) for the arc race (15), and
has a central opening (55) for the arc contact (31) to pass through.
11. Switch according to one of Claims 8 to 10,
characterized in that at least one predominantly axially and radially aligned slot (57) is formed in the
second coil section (52), which is in the form of a conductor tube.
1. Commutateur de puissance à haute tension comprenant un boîtier (1) rempli de gaz isolant,
un volume de chauffe (14) pour accueillir du gaz d'extinction comprimé, lequel est
comprimé lors de l'interruption d'un courant (I) par un arc électrique de commutation
(S) rotatif qui est exposé à une densité de flux magnétique (B) dépendante du courant,
et comprenant deux éléments de commutation (2, 3) qui peuvent coulisser l'un par rapport
à l'autre le long d'un axe (A) et qui sont disposés dans le boîtier (1), dont l'un
(3) présente un arrangement coaxial constitué d'un contact d'arc électrique (31),
d'une bague de cheminement d'arc électrique (15) et d'une bobine (50) munie d'un noyau
ferromagnétique (40) et de deux bornes électriques (54, 56), laquelle entoure le contact
d'arc électrique (31) et dont les enroulements (53) sont tous traversés dans le même
sens par le courant à interrompre (I), et laquelle est reliée de manière conductrice
électriquement par le biais de la première borne électrique (54) avec la bague de
cheminement d'arc électrique (15) et par le biais de la deuxième borne électrique
(56) directement avec un trajet de courant nominal (N) à faible résistance du commutateur,
incluant des contacts de courant nominal, caractérisé en ce qu'une première section de bobine (51), laquelle contient tous les enroulements (53)
de la bobine (50), ainsi que la bague de cheminement d'arc électrique (15) sont disposées
avec un écart (D) l'une par rapport à l'autre dans le sens axial et qu'une section
du noyau ferromagnétique (40), dirigée dans le sens axial et réalisée sous la forme
d'un cylindre creux (41), fait saillie dans l'écart (D).
2. Commutateur selon la revendication 1, caractérisé en ce que l'écart (D) est égal à au moins 0,25 fois le rayon extérieur de la bobine (50).
3. Commutateur selon la revendication 2, caractérisé en ce que l'écart (D) est égal au maximum au double du rayon.
4. Commutateur selon la revendication 3, caractérisé en ce que l'écart (D) est égal à 0,5 à 1,5 fois le rayon.
5. Commutateur selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que l'épaisseur de paroi du cylindre creux (41) est égal à au moins 0,2 fois son rayon
extérieur.
6. Commutateur selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le cylindre creux (41) franchit l'écart (D).
7. Commutateur selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce qu'au moins une fente (43) dirigée principalement dans le sens axial et radial est façonnée
dans le noyau ferromagnétique (40).
8. Commutateur selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce qu'à la première section de bobine (51) vient se rattacher une deuxième section de bobine
(52) réalisée sous la forme d'un tube conducteur, laquelle est reliée de manière conductrice
électriquement avec la bague de cheminement d'arc électrique (15) et entoure le cylindre
creux (41) de manière coaxiale.
9. Commutateur selon la revendication 8, caractérisé en ce que la bobine (51) est fabriquée à partir d'un conducteur électrique réalisé sous la
forme d'une timbale.
10. Commutateur selon la revendication 9, caractérisé en ce que la paroi de la timbale est formée par la première (51) et la deuxième section de
bobine (52) et que le fond de la timbale fait office de borne électrique (54) de la
bague de cheminement d'arc électrique (15) et présente une ouverture centrale (55)
pour laisser passer le contact d'arc électrique (31).
11. Commutateur selon l'une des revendications 8 à 10, caractérisé en ce qu'au moins une fente (57) dirigée principalement dans le sens axial et radial est façonnée
dans la deuxième section de bobine (52) réalisée sous la forme d'un tube conducteur.

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