[0001] Die Erfindung betrifft ein Hörhilfsgerät, insbesondere ein Hinter-dem-Ohr-Hörgerät
mit einem Hörer und einem Anschlussstück. Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren
zum Montieren eines Hörhilfsgeräts, insbesondere eines Hinter-dem-Ohr-Hörgeräts.
[0002] Ein Anpassen von Hörgeräten an unterschiedliche Gehörschäden durch verschiedene Leistungsstärken
und an differierende Kundenwünsche, sowie die Forderung der Kunden nach kleinen und
kleinsten Baugrößen, zwingt die Hörgerätehersteller zu einer breiten Palette von Hörgeräten
mit einem unterschiedlichen Funktionsumfang für unterschiedliche Leistungsstufen.
Dies führt zu einer Vielzahl von unterschiedlich großen Hörgeräten, die individuell
an Gehörschäden und Kundenwünsche anpassbar sind.
[0003] Hörgeräte weisen im Allgemeinen ein Gehäuse auf, in welchem ein Mikrophon, eine Verstärkereinrichtung,
ein Hörer und eine Energieversorgung, meist eine Zink-Luft-Batterie, angeordnet sind.
Der Hörer ist mit einem akustischen Ausgang des Gehäuses verbunden, um die vom Hörgerät
aufbereiteten und erzeugten akustischen Signale auszugeben.
[0004] Hinter dem Ohr tragbare Hörgeräte (im Folgenden kurz als HdO-Hörgeräte bezeichnet)
werden üblicherweise mittels eines Tragehakens hinter dem Ohr eines Hörgeräteträgers
gehalten. Neben der Halterung des HdO-Hörgeräts erfüllt der Tragehaken in der Regel
noch eine weitere Funktion. Der Tragehaken ist von einer Schallleitung durchzogen,
durch welchen der vom Hörer des HdO-Hörgeräts erzeugte Schall zu einem mit dem vorderen
Ende des Tragehakens verbundenen Schallschlauch transportiert und durch diesen mittels
einer Otoplastik in einen Gehörgang des Hörgeräteträgers weitergeleitet wird.
[0005] In einer Ausführungsform eines solchen HdO-Hörgeräts besteht der Tragehaken aus einem
gebogenen Titan-Röhrchen, das teilweise von einem Kunststoffmaterial umspritzt ist.
Dieses Titan-Röhrchen ist von einer Befestigungsstelle am Hörer innerhalb des HdO-Hörgeräts
bis zum vorderen Ende des Tragehakens durchgängig geführt. Für eine Befestigung des
Titan-röhrchens im Gehäuse des HdOs, weist dieses in einem Bereich zwischen dem eigentlichen
Gehäuse des HdO-Hörgeräts und dem Tragehaken eine Haltelasche aus Kunststoff auf,
mittels welcher das Titanröhrchen am/im HdO-Hörgerät festgelegt wird.
[0006] Ein solches Hörgerät kann im Übergangsbereich zwischen dem Gehäuse des HdO-Hörgeräts
und dem Tragehaken eine schlanke Bauform aufweisen, es muss jedoch für einen Austausch
des Tragehakens stets das Gehäuse des Hörgeräts geöffnet werden. Ferner ist eine Schraubverbindung
des Tragehakens mit dem Gehäuse des HdO-Hörgeräts nicht realisierbar.
[0007] Darüber hinaus sind HdO-Hörgeräte mit einem Metall-Anschlussstück für einen Tragehaken
bekannt, welche an einem vorderen, am Gehäuse des HdO-Hörgeräts hervortretenden Abschnitt
ein Gewinde aufweisen. Auf das Gewinde kann der Tragehaken aufgeschraubt werden, was
im Reparaturfall einen einfachen Austausch des Tragehakens ermöglicht. Das Anschlussstück
weist eine integrale Schallleitung auf, der in den Hörer des Hörgeräts mündet.
[0008] Durch das Anpassen der HdO-Hörgeräte an unterschiedliche Gehörschäden, z. B. aufgrund
unterschiedlicher Leistungsstufen, sowie aus kosmetischen Gründen und auch zur Erhöhung
des Tragekomforts, werden bei den HdO-Hörgeräten möglichst kleine und schmale Gehäusebauformen
bevorzugt. Dies führt dazu, dass sich die Krümmungen in einem Bereich unterschiedlicher
HdO-Hörgeräte ändern, an welchem der Tragehaken vorsehbar ist. Daher sind für unterschiedliche
HdO-Hörgeräte verschiedene Metall-Anschlusstücke notwendig, da zwischen einem Anschlussbereich
für den Tragehaken und der Schallleitung des Metall-Anschlussstücks ein festgelegter
Winkel existiert, der von der jeweiligen Krümmung innerhalb eines speziellen HdO-Hörgeräts
abhängt.
[0009] Die
DE 10 2006 004 033 A1 offenbart ein HdO-Hörgerät, insbesondere ein Mikro-Size-High-End-Hörgerät, mit einer
in ein Innenohr einsetzbaren Otoplastik. Das HdO-Hörgerät ist dabei mittels eines
Schallschlauchs über ein Schallschlauch-Befestigungselement der Otoplastik mit dieser
akustisch verbunden. Hierbei ist der Schallschlauch derart mit dem HdO-Hörgerät verbunden
dass er schnell und einfach ausgetauscht werden kann.
[0010] Es ist eine Aufgabe der Erfindung, ein verbessertes Hörhilfsgerät, insbesondere ein
verbessertes HdO-Hörgerät, sowie ein verbessertes Montageverfahren für ein Hörhilfsgerät
bzw. ein HdO-Hörgerät zur Verfügung zu stellen. Insbesondere ist es eine Aufgabe der
Erfindung, ein Hörhilfsgerät und ein Montageverfahren für ein Hörhilfsgerät zur Verfügung
zu stellen, wobei es ermöglicht ist, bei einem Hörhilfsgerät mit verschiedenen Gehäusebauformen,
mit nur einem einzigen, standardisierten Anschlussstück eine Schallweiterleitung innerhalb
des Hörhilfsgeräts zu realisieren.
[0011] Erfindungsgemäß sollen insbesondere unterschiedliche Gehäusekrümmungen berücksichtigbar
sein; d. h. mittels eines standardisierten Anschlussstücks sollen unterschiedliche
Krümmungen des Gehäuses des Hörhilfsgeräts überbrückbar sein. Erfindungsgemäß soll,
bevorzugt bei einem HdO-Hörgerät mit einem lösbar befestigbaren Tragehaken, in einem
Übergangsbereich zwischen einem Tragehaken und dem eigentlichen Gehäuse des HdO-Hörgeräts,
eine schmale Bauform realisiert sein.
[0012] Die Aufgabe der Erfindung wird mittels eines Hörhilfsgeräts, insbesondere mittels
eines HdO-Hörgeräts, gemäß Anspruch 1 und durch ein Verfahren zum (Vor-)Montieren
eines Hörhilfsgeräts, insbesondere eines HdO-Hörgeräts, gemäß Anspruch 15 gelöst.
[0013] Erfindungsgemäß wird das im Stand der Technik stofflich einstückig ausgebildete Metall-Anschlussstück
in ein zweigeteiltes Anschlussstück aufgeteilt. Hierbei entsteht ein standardisiertes,
für alle oder für eine Vielzahl von Hörhilfsgeräten einer einzigen oder einer Mehrzahl
von Baureihen identisches, Anschlussstück, und ein Überbrückungs-Anschlussstück, das
ein Schallsignal vom daran angeschlossenen Hörer zum eigentlichen standardisierten
Anschlussstück transportieren kann. Hierbei ist das Überbrückungs-Anschlussstück bevorzugt
als ein, wenigstens in einem Längsmittenabschnitt flexibler, Schallschlauch ausgebildet;
d. h. der Längsmittenabschnitt des Schallschlauchs ist in einer Richtung senkrecht
zu seiner Längsrichtung flexibel ausgebildet.
[0014] Erfindungsgemäß wird das vom Hörer des Hörhilfsgeräts erzeugte Schallsignal über
den wenigstens im Längsmittenabschnitt biegeflexiblen Schallschlauch zum standardisierten
Anschlussstück transportiert, wobei das Anschlussstück mit einem Gehäuse des Hörhilfsgeräts
fest verbunden ist. An diesem Anschlussstück kann ein Tragehaken lösbar befestigt
werden.
[0015] Ein erfindungsgemäßes Verfahren zum (Vor-)Montieren eines Hörhilfsgeräts erfolgt
dergestalt, dass zuerst ein Längsendabschnitt des Schallschlauchs am Anschlussstück
oder dem Hörer des Hörhilfsgeräts montiert wird. Anschließend wird der diesem Längsendabschnitt
gegenüberliegende Längsendabschnitt des Schallschlauchs am Hörer bzw. am Anschlussstück
befestigt, wobei Hörer und/oder Anschlussstück schon im Gehäuse des Hörhilfsgeräts
montiert sein können. Je nach dem, ob keine, eine oder beide Komponenten (Hörer, Anschlussstück)
schon im Hörhilfsgerät verbaut sind, wird der Schallschlauch beim erfindungsgemäßen
Montageverfahren entsprechend ge- oder verbogen.
[0016] Durch das Vorsehen des erfindungsgemäßen zweigeteilten Anschlussstücks, bzw. das
Vorsehen des erfindungsgemäßen Anschlussstücks und des erfindungsgemäßen in einer
Richtung senkrecht zu seiner Längsrichtung biegeflexiblen Schallschlauchs, ist ein
unterschiedlicher Winkel zwischen einer Einbaulage des Anschlussstücks und einer Einbaulage
des Hörers innerhalb des Hörhilfsgeräts möglich. Somit sind identische Anschlussstücke
und im Wesentlichen auch identische Schallschläuche für verschiedene Hörhilfsgeräte
einsetzbar. Gegebenenfalls ist eine Länge des Schallschlauchs anzupassen.
[0017] Erfindungsgemäß entfällt ein teurer und aufwändiger Produktionsprozess, um Metall-Anschlussstücke
mit integraler, gewinkelter Schallleitung zu fertigen, und hiervon eine Vielzahl von
Metall-Anschlussstücken mit unterschiedlichen Winkeln zwischen einem Anschlussabschnitt
für den Tragehaken und der Schallleitung vorrätig zu halten. Erfindungsgemäß wird
nur noch ein Design des Anschlussstücks produziert, und der unterschiedliche Winkel
bei unterschiedlichen Hörhilfsgeräten wird vom Schallschlauch ausgeglichen bzw. überbrückt.
[0018] In bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung ist der Schallschlauch über seine
gesamte Erstreckung in eine Längsrichtung, insbesondere in eine Richtung senkrecht
zu seiner Längsrichtung, flexibel bzw. biegeflexibel ausgebildet. Hierdurch ist der
Schallschlauch entlang seiner gesamten Längserstreckung in einer Richtung senkrecht
dazu stetig biegbar. D. h. innerhalb des Hörhilfsgeräts ist der Schallschlauch dann
knickfrei aufgenommen, wodurch sich das Schallsignal vom Hörer zum Anschlussstück
gut, möglichst verlustfrei und reflektionsarm transportieren lässt.
[0019] In bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung ist der Schallschlauch derart elastisch
verformbar, dass mittels dieser elastischen Verformbarkeit der Winkel zwischen der
Einbaulage des Anschlussstücks und der Einbaulage des Hörers überbrückbar ist. Ferner
kann dies auch durch eine plastische Verformbarkeit des Schlauchs erfolgen. Hierbei
ist es insbesondere bevorzugt, dass diese plastische Verformbarkeit wieder derart
rückgängig machbar ist, dass der Schallschlauch wieder in seine ursprüngliche Lage
bzw. seine ursprüngliche Konfiguration bringbar ist. D. h. der Schallschlauch ist
bei solchen Ausführungsformen der Erfindung möglichst reversibel plastisch verformbar.
[0020] In sämtlichen Ausführungsformen der Erfindung ist es bevorzugt, dass der Schallschlauch
beim Überbrücken der Distanz zwischen dem Hörer und dem Anschlussstück, also in seiner
gebogenen Lage, gegenüber einer nicht gebogenen Lage im Wesentlichen in allen Querschnitten
im Wesentlichen denselben Querschnitt beibehält. Dies betrifft insbesondere innere,
bevorzugt kreisrund, ausgestaltete Querschnitte des Schallschlauchs, durch welche
das Schallsignal hindurch tritt.
[0021] In Ausführungsformen der Erfindung weist der Schallschlauch ein Geflecht, bevorzugt
ein Drahtgeflecht, auf, das dem Schallschlauch eine gewisse (Querschnitts-)Stabilität
verleiht. Hierdurch ist auch insbesondere eine Biegbarkeit des Schallschlauchs beeinflussbar.
Wird das Geflecht plastisch verformt, so wird bevorzugt auch der Schallschlauch plastisch
verformt. Analoges gilt für ein elastisches Verformen des Geflechts.
[0022] Wenigstens der vordere Abschnitt des erfindungsgemäßen Anschlussstücks, welcher bevorzugt
eine Schraubverbindung für den Tragehaken besitzt, ist aus einem Metall bzw. einer
Metalllegierung hergestellt. Bevorzugt ist das gesamte erfindungsgemäße Anschlussstück
aus Metall bzw. einer Metalllegierung geformt. Hierdurch wird für den Tragehaken eine
notwendige Stabilität am Hörhilfsgerät bereitgestellt.
[0023] Der erfindungsgemäße Schallschlauch zwischen dem erfindungsgemäßen Anschlussstück
und dem Hörer des Hörhilfsgeräts ist bevorzugt aus einem Kunststoff hergestellt. Beim
Herstellen des Hörhilfsgeräts bzw. beim (Vor-)Montieren des Hörhilfsgeräts ist es
bevorzugt, dass der Schallschlauch in einem beliebigen Winkel gebogen werden kann
und damit universell in einem jeden Hörhilfsgerät einsetzbar ist. Der flexible Kunststoff-Schallschlauch
wird einfach auf/in das Anschlussstück gesteckt und dadurch fixiert, und dann je nach
Winkel zum Hörer hingebogen und dort ebenfalls fixiert. Dies kann natürlich kinematisch
umgekehrt sein; d. h. der Kunststoff-Schallschlauch kann zuerst auf/in den Hörer gesteckt
und dadurch fixiert werden und dann erst mit dem Anschlussstück befestigt werden.
[0024] Eine jeweilige Montage des Schallschlauchs am/im Anschlussstück oder am/im Hörer
kann über eine Steck- und/oder eine Klebeverbindung erfolgen. Hierbei ist es möglich,
den Schallschlauch auf einen Vorsprung des Anschlussstücks und/oder einen Vorsprung
des Hörers zu stecken; umgekehrt ist es natürlich möglich, den Schallschlauch in eine
Ausnehmung im Anschlussstück und/oder eine Ausnehmung im Hörer einzustecken. Eine
Mischform der Befestigungen ist natürlich ebenfalls anwendbar.
[0025] Das erfindungsgemäße Auftrennen eines einzigen Metall-Anschlussstücks - welches einerseits
die Schraubverbindung für den Tragehaken und andererseits die akustische Verbindung
zum Hörer herstellt - in einen am Hörer befestigbaren Kunststoff-Schallschlauch und
ein Metall-Anschlussstück, an welchem das verbleibende freie Ende des Kunststoff-Schallschlauchs
befestigt wird, ist insgesamt kostengünstiger herzustellen. Dies ist insbesondere
auf die Verwendung des Kunststoff-Schallschlauchs zurückzuführen, da dieser im Vergleich
zur Metallleitung einerseits günstiger in der Herstellung ist und andererseits eine
einfachere Bearbeitung ermöglicht.
[0026] Das im Stand der Technik stofflich einstückig ausgebildete Metall-Anschlussstück
kann nur einen einzigen Winkel zwischen der Einbaulage des Metall-Anschlussstücks
und der Einbaulage des Hörers überbrücken. Erfindungsgemäß ist durch die Verwendung
des Kunststoff-Schallschlauchs dieser Winkel nicht auf einen einzigen eingeschränkt,
sondern mit dem erfindungsgemäßen Kunststoff-Schallschlauch sind eine Mehrzahl von
Winkeln entsprechend überbrückbar, d. h. gewünschte Winkel können gemäß der Erfindung
ohne Probleme gelegt werden. Man braucht daher für fast alle Hörgeräte einer Art oder
einer Serie nur noch ein genormtes Anschlussstück und den biegbaren Kunststoff-Schallschlauch,
die beide in allen Hörgeräten zur Anwendung kommen können. Eine einzige Anpassung
ist allenfalls noch bei einer Länge des Kunststoff-Schallschlauchs notwendig.
[0027] Weitere Ausführungsformen der Erfindung ergeben sich aus den übrigen abhängigen Ansprüchen.
[0028] Die Erfindung wird im Folgenden anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf die beigefügte Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung zeigen:
- Fig. 1
- in einer teilweise offenen Seitenansicht eine Anordnung eines Tragehakens an einem
HdO-Hörgerät gemäß dem Stand der Technik;
- Fig. 2
- ein Metall-Anschlussstück gemäß dem Stand der Technik für ein Hörgerät;
- Fig. 3
- eine teilweise geschnittene Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Anordnung für einen
Transport eines Schallsignals von einem Hörer des Hörgeräts zu einem erfindungsgemäßen
Anschlussstück des Hörgeräts;
- Fig. 4
- in einer geschnittenen Seitenansicht eine erfindungsgemäße mechanische Verbindung
eines erfindungsgemäßen Schallschlauchs mit dem Hörer und/oder dem Anschlussstück
der Anordnung aus Fig. 3; und
- Fig. 5
- eine alternative erfindungsgemäße mechanische Verbindung zu Fig. 4.
[0029] Die Erfindung wird im Folgenden anhand eines hinter dem Ohr getragenen Hörgeräts
- im Folgenden mit HdO-Hörgerät bezeichnet - näher erläutert. Die Erfindung soll jedoch
nicht nur auf solche HdO-Hörgeräte beschränkt sein, sondern ganz im Allgemeinen auf
Hörhilfsgeräte anwendbar sein; also auch Geräte betreffen, die nicht nur einem Verbessern
einer Hörschwäche dienen, sondern die auch geeignet sind, eine Hörfähigkeit eines
Hörhilfsgeräteträgers in einer akustisch schwierigen Situation - wie z. B. auf einer
Baustelle - zu verbessern. Dies betrifft z. B. einen Gehörschutz mit integriertem
Funkgerät.
[0030] Fig. 1 zeigt in einer Seitenansicht einen oberen Teilbereich eines Gehäuses 2 eines
HdO-Hörgeräts 1 gemäß dem Stand der Technik. Der obere Teilbereich des Gehäuses 2
geht kontinuierlich in einen Tragehaken 40 über, der sich aus einem Titan-Röhrchen
42 und einer Kunststoffumspritzung 41 zusammensetzt.
[0031] Zur Befestigung des Tragehakens 40 bzw. des Titan-Röhrchens 42, weist das Titan-Röhrchen
42 eine Anschlusslasche 43 auf, die ebenfalls durch eine Kunststoffumspritzung des
Titan-Röhrchens 42 hergestellt ist. Das Titan-Röhrchen 42 ist ferner an einem hinteren,
dem Tragehaken 40 abgewandten Ende, durch ein Halteelement 44 im Gehäuse 2 des HdO-Hörgeräts
1 befestigt.
[0032] Nachteilig bei einer solchen Ausführungsform eines HdO-Hörgeräts 1 gemäß dem Stand
der Technik ist, dass das Titan-Röhrchen 42 nicht mit einem Befestigungsabschnitt,
wie z. B. einem Gewinde, versehen werden kann, mittels welchem das HdO-Hörgerät 1
und der Tragehaken 40 einfach miteinander verbunden werden können. Es ist daher nicht
möglich, eine lösbare Verbindung des Tragehakens 40 im Übergangsbereich zum Gehäuse
2 des HdO-Hörgeräts 1 zu schaffen. Für einen Austausch des Tragehakens 40 muss das
Gehäuse 2 des HdO-Hörgeräts 1 geöffnet werden. Des Weiteren ist bei einer solchen
Ausführungsform der Tragehaken 40 vollständig vom Titan-Röhrchen 42 durchzogen, was
eine transparente Ausführungsform des Tragehakens 40 verhindert.
[0033] Fig. 2 zeigt eine Lösung gemäß dem Stand der Technik, wobei eine lösbare Befestigung
eines Tragehakens an einem oberen Bereich eines Gehäuses eines HdO-Hörgeräts realisiert
ist (alles in der Fig. 2 nicht dargestellt). Die Befestigung des Tragehakens erfolgt
dabei an einem aus einem Metall oder einer Metalllegierung bestehenden Anschlussstück
30, das im oberen Bereich des Gehäuses des HdO-Hörgeräts einbaubar ist.
[0034] Das Metall-Anschlussstück 30 ist an seinem vorderen, aus dem HdO-Hörgerät herausstehenden
Abschnitt mit einem Außengewinde 32 versehen, auf das der Tragehaken aufgeschraubt
werden kann. Hierbei ist der Tragehaken 40 nicht wie bei der Fig. 1 aufgebaut und
besitzt ein zum Außengewinde 32 des Anschlussstücks 30 korrespondierendes Innengewinde.
[0035] Ferner weist das Metall-Anschlussstück 30 eine Schallleitung 34 auf, welche stofflich
einstückig mit dem aus dem HdO-Hörgerät herausstehenden Abschnitt des Anschlussstücks
ausgebildet ist. Hierbei ist die Schallleitung 34 mit einem gewissen Winkel gegenüber
dem restlichen Metall-Anschlussstück 30 vorgesehen. Dieser Winkel ist an eine Krümmung
eines betreffenden Bereichs des HdO-Hörgeräts angepasst. Ein freies Ende der Schallleitung
34 wird mit einem Hörer des HdO-Hörgeräts akustisch verbunden.
[0036] Insbesondere nachteilig hierbei ist, dass je nach HdO-Hörgerät unterschiedliche Krümmungen
im betreffenden Bereich des HdO-Hörgeräts für das Metall-Anschlussstück 30 existieren,
sodass das Metall-Anschlussstück 30 individuell an das betreffende HdO-Hörgerät einer
Serie angepasst werden muss.
[0037] Fig. 3 zeigt eine erfindungsgemäße Anordnung eines Hörers 10 und eines Anschlussstücks
30, welche über einen erfindungsgemäßen Schallschlauch 20 akustisch miteinander gekoppelt
sind. Hierbei ist der Hörer 10 innerhalb eines Gehäuses 2 eines erfindungsgemäßen
HdO-Hörgeräts 1 angeordnet, und das Anschlussstück 30 bildet mit einem außerhalb des
Gehäuses 2 vorgesehenen Abschnitt einen mechanischen Anschluss für einen Tragehaken
40, welcher auf ein Gewinde 32 des Abschnitts bzw. des Anschlussstücks 30 schraubbar
ist.
[0038] Der Schallschlauch 20 ist gemäß der Erfindung mit dem Hörer 10 und/oder dem Anschlussstück
30 verbindbar. Hierbei ist es möglich, den Schallschlauch 20 als separates Teil -
also getrennt vom Hörer 10 und Anschlussstück 30 - auszubilden oder den Schallschlauch
20 mit dem Hörer 10 bzw. dem Anschlussstück 30 vorzusehen bzw. auszubilden. Mittels
des Schallschlauchs 20 sind Schallsignale S, welche vom Hörer 10 generiert werden,
vom Hörer 10 zum Anschlussstück 30 und von dort in den Tragehaken 40 transportierbar.
[0039] Erfindungsgemäß ist der Schallschlauch 20 derart ausgebildet, dass er unterschiedliche
Anordnungen von Hörer 10 und Anschlussstück 30 überbrücken kann. D. h. - abgesehen
von einer Länge des Schallschlauchs 20 - soll dieser derart beschaffen sein, dass
er unterschiedlich zueinander positionierte Anschlussstück/Hörer-Konfigurationen 30/10
akustisch koppeln kann.
[0040] Dies ist mit dem in Fig. 3 eingezeichneten variablen Winkel α verdeutlicht, welcher
den Winkel α zwischen den Längsenden 21, 23 bzw. den Längsendabschnitten 21, 23 des
Schallschlauchs 20 verdeutlicht. Dies entspricht in einer Einbaulage des Schallschlauchs
20 dann auch dem Winkel α zwischen einer Längsmittellinie L
10 des Hörers 10 und einer Längsmittellinie L
30 des Anschlussstücks 30.
[0041] Erfindungsgemäß ist der Schallschlauch 20 wenigstens in einem Längsmittenabschnitt
22 biegeflexibel ausgebildet. Dies betrifft insbesondere eine Richtung senkrecht zu
seiner Längsrichtung L. Ein Herstellen einer akustischen Verbindung zwischen Hörer
10 und Anschlussstück 30 erfolgt dabei bevorzugt folgendermaßen: Zunächst wird ein
Längsendabschnitt 21, 23 des Schallschlauchs 20 am Anschlussstück 30 oder dem Hörer
10 montiert. Dies kann z. B. direkt nach der Herstellung des Anschlussstücks 30 oder
direkt nach einer Montage des Hörers 10 erfolgen. Es ist jedoch auch möglich, dies
erst beim Zusammenbauen des HdO-Hörgeräts 1 vorzunehmen. Danach wird der Schallschlauch
20 am Hörer 10 bzw. dem Anschlussstück 30 montiert, indem der Schallschlauch 20 entsprechend
auf den Hörer 10 oder das Anschlussstück 30 hingebogen wird und anschließend daran
befestigt wird.
[0042] Erfindungsgemäß ist es möglich, zunächst den Hörer 10 und das Anschlussstück 30 innerhalb
des HdO-Hörgeräts 1 zu montieren und daran anschließend den Schallschlauch 20 am/im
betreffenden Teil (Hörer 10, Anschlussstück 30) zu befestigen. Es ist jedoch auch
möglich, zunächst den Hörer 10 über den Schallschlauch 20 mit dem Anschlussstück 30
zu verbinden und anschließend diese gemeinsam im HdO-Hörgerät 1 zu montieren. Eine
teilweise Montage, also zunächst eine Montage des Hörers 10 oder des Anschlussstücks
30 im HdO-Hörgerät 1, und eine anschließende Montage des Schallschlauchs 20 mit dem
daran vorgesehenen oder dem daran vorzusehenden Anschlussstück 30 bzw. dem Hörer 10
ist natürlich möglich.
[0043] In bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung ist der gesamte Schallschlauch 20
bzw. dessen Längsmittenabschnitt 22 stetig biegbar, wodurch der montierte Schallschlauch
20 bzw. dessen Längsmittenabschnitt 22 innerhalb des HdO-Hörgeräts 1 knickfrei geführt
ist. Bevorzugt ist dabei der gesamte Schallschlauch 20 bzw. dessen Längsmittenabschnitt
22 innerhalb des HdO-Hörgeräts 1 stetig gebogen und besitzt - bevorzugt abgesehen
von einem oder beiden Montageabschnitten 26 des Schallschlauchs 20 am Hörer 10 oder
dem Anschlussstück 30 - einen gekrümmten Verlauf. D. h. bevorzugt abgesehen von dem
oder den Montageabschnitten 26 besitzt der Schallschlauch 20 im HdO-Hörgerät 1 montierten
Zustand keinen linearen Verlauf.
[0044] Erfindungsgemäß ist der Schallschlauch 20 bzw. dessen Längsmittenabschnitt 22 im
Bereich zwischen den Montageabschnitten 26 elastisch und/oder plastisch verformbar.
Dies betrifft insbesondere die Richtung senkrecht zur Längsrichtung L des Schallschlauchs
20. Der Schallschlauchs 20 ist dabei bevorzugt derart konfiguriert, dass er beim Biegen
wenigstens einen inneren, akustischen Querschnitt im Wesentlichen beibehält.
[0045] In bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung ist der Schallschlauch 20 bzw. dessen
Längsmittenabschnitt 22 plastisch verformbar. Hierbei ist der Schallschlauch 20 bzw.
dessen Längsmittenabschnitt 22 derart ausgebildet, dass beim plastischen Verbiegen
wenigstens der innere Querschnitt des Schallschlauchs 20 im Wesentlichen beibehalten
wird und eine möglichst geringe elastische Rückverformung auftritt.
[0046] In bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung weist der Schallschlauch 20 bzw. dessen
Längsmittenabschnitt 22 an bzw. in seiner Wandung 24 ein Versteifungselement 25 auf,
das dem Schallschlauch 20 Stabilität und Biegbarkeit verleiht. Ein solches Versteifungselement
25 erstreckt sich dabei wenigstens abschnittsweise in Längsrichtung L an/innerhalb
der Wandung 24.
[0047] In bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung ist das Versteifungselement 25 als
ein Geflecht 25 innerhalb des Schallschlauchs 20, insbesondere als ein Drahtgeflecht
25, ausgebildet. Erfindungsgemäß ist dabei das Geflecht 25 beim Verbiegen des Schallschlauchs
20 elastisch und/oder plastisch verformbar. Bevorzugt ist das Geflecht 25 auch schon
bei geringen Verbiegungen bzw. geringen Verformungsgraden des Schallschlauchs 20 plastisch
verformbar, sodass der Schallschlauch 20 durch das Geflecht 25 seine plastische Verformbarkeit
erhält. Ferner ist das Geflecht 25 bevorzugt dazu geeignet, beim Verbiegen des Schallschlauchs
20 dessen inneren Querschnitt im Wesentlichen beizubehalten.
[0048] Der Schallschlauch 20 kann mittels einer Steck- und/oder Klebverbindung mit dem Anschlussstück
30 und/oder dem Hörer 10 fest verbunden werden. Hierbei ist es möglich, den Schallschlauch
20 auf einen betreffenden Anschlussabschnitt 16, 36 des Hörers 10 bzw. des Anschlussstücks
30 aufzustecken und - falls notwendig - mit diesem zu verkleben. Es ist jedoch auch
möglich, ein solches Anschlussstück 16, 36 wegzulassen und den Schallschlauch 20 mit
seinem betreffenden Montageabschnitt 26 in den Hörer 10 bzw. in das Anschlussstück
30 einzustecken und dort entsprechend zu befestigen.
[0049] Die Fig. 4 und 5 zeigen Weiterbildungen einer Befestigung des Schallschlauchs 20
am Hörer 10 und/oder dem Anschlussstück 30. Hierbei weisen der Hörer 10 und/oder das
Anschlussstück 30 wenigstens einen Vorsprung 17, 37 auf, der den Schallschlauch 20
zusätzlich hält bzw. fixiert. Bevorzugt ist dabei der jeweilige Vorsprung 17, 37 vollständig
umlaufend.
[0050] Dies hat erfindungsgemäß den Vorteil, dass der Schallschlauch 20 mit dem Hörer 10
bzw. dem Anschlussstück 30 fest verbunden werden kann, ohne dass Klebstoff verwendet
werden muss. Ein weiterer Vorteil ist, dass im Gegensatz zu einer Befestigung mittels
Klebstoff größere Fertigungstoleranzen bei der Herstellung des Schallschlauchs 20
und des entsprechenden Anschlussabschnitts 16, 36 möglich sind. Ferner ist von Vorteil,
dass der Schallschlauch 20 zum Reinigen leicht vom Hörer 10 bzw. dem Anschlussstück
30 abgelöst werden kann.
[0051] Fig. 4 zeigt eine Ausführungsform mit wenigstens einem, bevorzugt außen umlaufenden,
Vorsprung 17, 37 am betreffenden Anschlussabschnitt 16, 36. Über diesen Vorsprung
17, 37 wird der Schallschlauch 20 bei dessen Montage am Hörer 10 bzw. am Anschlussstück
30 hinweggeschoben. Erfindungsgemäß können entgegen der Darstellung in Fig. 4 eine
Mehrzahl von solchen Vorsprüngen 17, 37 vorgesehen sein.
[0052] Fig. 5 zeigt weitere Ausführungsformen einer erfindungsgemäßen Befestigung des Schallschlauchs
20 am Hörer 10 bzw. am Anschlussstück 30. Hierbei greift ein Vorsprung 17, 37 des
entsprechenden Anschlussabschnitts 16, 36 in eine Ausnehmung 27 des Schallschlauchs
20 ein. Diese Ausnehmung 27 ist korrespondierend zum betreffenden Vorsprung 17, 37
ausgebildet.
[0053] Im vorliegenden Ausführungsbeispiel ist die Ausnehmung 27 als eine im Querschnitt
dreieckige, bevorzugt innen am Schallschlauch 20 vollständig umlaufende Nut ausgebildet.
Korrespondierend dazu ist der Vorsprung 17, 37 als ein außen am betreffenden Anschlussabschnitt
16, 36 umlaufender Vorsprung 17, 37 ausgebildet, der in einem Querschnitt ebenfalls
dreieckig ist. Dies kann natürlich auch umgekehrt ausgebildet sein, was ebenso für
die anderen Ausführungsformen der Erfindung gelten soll.
[0054] Ferner zeigt Fig. 5 einen innen am Schallschlauch 20 ausgebildeten Vorsprung 28,
der bevorzugt ebenfalls vollständig umlaufend vorgesehen ist. Der Vorsprung 28 ist
dabei abgerundet ausgebildet. Dieser Vorsprung 28 greift in eine bevorzugt vollständig
umlaufende Ausnehmung 18, 38 des Hörers 10 bzw. des Anschlussstücks 30 ein, welche
im dargestellten Ausführungsbeispiel als eine Nut ausgebildet ist, die in ihrem Querschnitt
dreieckig ist.
[0055] Die Ausführungsformen der Fig. 4 und 5 sind untereinander beliebig kombinierbar bzw.
mehrfach anwendbar. So ist es insbesondere möglich, am betreffenden Anschlussabschnitt
16, 36 eine Mehrzahl von Vorsprüngen 17, 37 vorzusehen. Darüber hinaus sind eine Vielzahl
von unterschiedlichen Querschnitten des entsprechenden Vorsprungs 17, 37; 28 bzw.
der entsprechenden Ausnehmung 27; 18, 38 möglich. Hierbei ist es nicht unbedingt notwendig
- wie rechts in Fig. 5 dargestellt - zueinander korrespondierende Profile des Vorsprungs
17, 37; 28 und der Ausnehmung 27; 18, 38 vorzusehen. Es ist lediglich darauf zu achten,
dass eine gewisse Klemmwirkung (Fig. 4) bzw. eine form- und/oder kraftschlüssige Verbindung
zwischen dem Schallschlauch 20 und dem entsprechenden Anschlussabschnitt 16, 36 hergestellt
wird.
[0056] Des Weiteren ist es möglich, die Anordnung eines oder beider Montageabschnitte 26
des Schallschlauchs 20 mit dem entsprechenden Anschlussabschnitt 16, 26 zu vertauschen;
also den betreffenden Montageabschnitt 26 innerhalb des betreffenden Anschlussabschnitts
16, 26 vorzusehen. Hierbei können dann die Ausführungsformen der Erfindung gemäß den
Fig. 4 und 5 kinematisch umgekehrt angewendet werden.
1. Hörhilfsgerät, insbesondere HdO-Hörgerät (1), mit einem Hörer (10) zum Erzeugen eines
Schallsignals (S), einem Anschlussstück (30) zum Ausgeben des Schallsignals (S), und
einem Schallschlauch (20) zum Transportieren des Schallsignals (S) zwischen dem Hörer
(10) und dem Anschlussstück (30), wobei
der Schallschlauch (20) wenigstens in einem Längsmittenabschnitt (22), in einer Richtung
senkrecht zu seiner Längsrichtung (L), biegeflexibel ausgebildet ist.
2. Hörhilfsgerät gemäß Anspruch 1, wobei der Schallschlauch (20) bzw. der Längsmittenabschnitt
(22) des Schallschlauchs (20) stetig biegbar ist.
3. Hörhilfsgerät gemäß Anspruch 1 oder 2, wobei der Schallschlauch (20) bzw. der Längsmittenabschnitt
(22) des Schallschlauchs (20) in einem montierten Zustand innerhalb des Hörhilfsgeräts
(1) knickfrei ist.
4. Hörhilfsgerät gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei der Schallschlauch (20) bzw.
der Längsmittenabschnitt (22) des Schallschlauchs (20) im montierten Zustand innerhalb
des Hörhilfsgeräts (1) stetig gebogen ist.
5. Hörhilfsgerät gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei der Schallschlauch (20) im
montierten Zustand innerhalb des Hörhilfsgeräts (1), abgesehen von einem Montageabschnitt
(26), im Wesentlichen über seine gesamte Längserstreckung (L) einen gekrümmten Verlauf
besitzt.
6. Hörhilfsgerät gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei der Schallschlauch (20) bzw.
der Längsmittenabschnitt (22) des Schallschlauchs (20) plastisch, insbesondere reversibel
plastisch, verformbar ist.
7. Hörhilfsgerät gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei der Schallschlauch (20) bzw.
der Längsmittenabschnitt (22) des Schallschlauchs (20) elastisch verformbar ist.
8. Hörhilfsgerät gemäß einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei der Schallschlauch (20) bzw.
der Längsmittenabschnitt (22) des Schallschlauchs (20) an/in seiner Wandung (24) ein
Versteifungselement (25) oder ein Geflecht (25) aufweist, das dem Schallschlauch (20)
Stabilität und Biegbarkeit verleiht.
9. Hörhilfsgerät gemäß Anspruch 8, wobei das Geflecht (25) des Schallschlauchs (20) ein
Drahtgeflecht (25) ist.
10. Hörhilfsgerät gemäß Anspruch 8 oder 9, wobei das Geflecht (25) bei einem Verbiegen
des Schallschlauchs (20) elastisch und/oder plastisch verformbar ist.
11. Hörhilfsgerät gemäß einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei der Schallschlauch (20) im
Wesentlichen aus einem Kunststoff und/oder das Anschlussstück (30) im Wesentlichen
aus einem Metall bzw. einer Metalllegierung hergestellt ist.
12. Hörhilfsgerät gemäß einem der Ansprüche 1 bis 11, wobei die beiden Längsenden oder
die beiden Längsendabschnitte (21, 23) des Schallschlauchs (20) über den biegeflexiblen
Längsmittenabschnitt (22),
in einem Winkel (α) zwischen ca. 180° und ca. 0°, insbesondere zwischen 180±30° und
90±20°, bevorzugt zwischen 180±20° und 135±10°, insbesondere bevorzugt zwischen 180±10°
und 150±10° und insbesondere besonders bevorzugt zwischen 180±5° und 165±5° anordenbar
und/oder gebogen sind.
13. Hörhilfsgerät gemäß einem der Ansprüche 1 bis 12, wobei der Schallschlauch (20) über
eine Steck- und/oder Klebverbindung mit dem Anschlussstück (30) und/oder dem Hörer
(10) verbunden ist.
14. Hörhilfsgerät gemäß einem der Ansprüche 1 bis 13, wobei das Hörhilfsgerät (1) nur
einen einzigen Schallschlauch (20) aufweist.
15. Verfahren zum Montieren eines Hörhilfsgeräts (1), insbesondere eines HdO-Hörgeräts
(1), mit den Schritten:
- Montieren eines Längsendes (23/21) eines Schallschlauchs (20) an/in einem Anschlussstück
(30) oder einem Hörer (10) des Hörhilfsgeräts (1),
- Biegen des Schallschlauchs (20) auf den Hörer (10) bzw. das Anschlussstück (30)
zu und Montieren des zweiten Längsendes (21/23) des Schallschlauchs (20) am/im Hörer
(10) bzw. am Anschlussstück (30).
16. Montageverfahren gemäß Anspruch 15, wobei, zeitlich vor oder nach der Montage des
Schallschlauchs (20), der Hörer (10) und/oder das Anschlussstück (30) in einem Gehäuse
(2) des Hörhilfsgeräts (1) montiert wird.
17. Montageverfahren gemäß Anspruch 15 oder 16, wobei das Hörhilfsgerät nach einem der
Ansprüche 1 bis 14 ausgebildet ist.