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EP 2 056 775 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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01.08.2012 Patentblatt 2012/31 |
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Anmeldetag: 28.08.2007 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/AT2007/000411 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2008/025047 (06.03.2008 Gazette 2008/10) |
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EINRICHTUNG ZUM TRAINIEREN VON BEWEGUNGSABLÄUFEN
DEVICE FOR PRACTISING SEQUENCES OF MOVEMENTS
DISPOSITIF POUR PRATIQUER DES SÉRIES DE MOUVEMENTS
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Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO
SE SI SK TR |
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Priorität: |
28.08.2006 AT 14362006
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Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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13.05.2009 Patentblatt 2009/20 |
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Patentinhaber: |
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- Kollreider, Alexander
8111 Judendorf-Strassenengel (AT)
- Ram, David
8010 Graz (AT)
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Erfinder: |
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- Kollreider, Alexander
8111 Judendorf-Strassenengel (AT)
- Ram, David
8010 Graz (AT)
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Vertreter: Haffner und Keschmann Patentanwälte OG |
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Schottengasse 3a A-1014 Wien A-1014 Wien (AT) |
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Entgegenhaltungen: :
US-A- 5 472 407
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US-A1- 2003 073 939
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Trainieren von Bewegungsabläufen
für Hände und Finger mit wenigstens einem zu oszillierender Bewegung antreibbaren
Schlitten, an welchem ein Element zum Festlegen eines Fingers schwenkbar angelenkt
ist.
[0002] Patienten mit Lähmungserscheinungen unterschiedlicher Genese sind in der Regel nicht
in der Lage willentlich bestimmte Muskeln zu kontrahieren bzw. zu strecken. Ein möglicher
Therapieansatz besteht in diesen Fällen darin, gelähmte Gliedmaßen durch einen Zwangsantrieb
zu bewegen, wobei im Zuge dieser Bewegung wahrgenommene, über Nerven übertragbare
Reize zur neuerlichen Koordination entsprechender Zentren im Gehirn führen können,
welche in der Folge bestimmte Muskeln wiederum ansteuern. Therapeutische Ansätze dieser
Art sind gegenwärtig in Erprobung.
[0003] Eine bekannte Einrichtung zum Trainieren von Bewegungsabläufen für Finger umfasst
einen motorisch antreibbaren Schlitten, an welchem ein Element zum Festlegen eines
Fingers schwenkbar gelagert ist. Der Schlitten wird hierbei translatorisch entlang
seiner Bahn hin und her bewegt, wobei durch die lineare Vorwärts- und Rückwärtsbewegung
des Fingerschlittens eine Extension bzw. Flexion des Fingers erreicht wird. Die Fingerbewegung
entspricht hierbei naturgemäß nicht völlig korrekt den komplexen mehrdimensionalen
Bewegungen eines Fingers und es wird durch die Schlittenführung und die Anlenkung
eine zweidimensionale Bewegung umgesetzt. Das Drehschubgelenk bildet hierbei zusammen
mit den Fingergliedern und den dazwischen liegenden Gelenken eine so genannte geschlossene
kinematische Kette. Vereinfacht ausgedrückt besteht ein derartiger Mechanismus aus
fünf Systemen mit fünf Gelenken mit jeweils einem Freiheitsgrad, da ja für jeden Finger
ein gesonderter Schlitten mit wenigsten einem Antrieb gekoppelt ist. Führung und Antrieb
sind bei der bekannten Einrichtung starr in einem Rahmen integriert. Auch die Daumenbewegung
funktioniert nach demselben Prinzip, wobei die Anordnung der Linearführung besser
an die Anatomie der Hand angepasst ist.
[0005] Die bekannten Einrichtungen erlauben es nicht, Therapiefortschritte zu überwachen
und sind insbesondere nicht geeignet, dem Patienten geeignete Rückmeldungen über seinen
Therapiefortschritt zur Verfügung zu stellen. Auch lassen derartig bekannte Einrichtungen
eine Therapiekontrolle und insbesondere eine Kontrolle der Effizienz der Therapie
kaum zu.
[0006] Die Erfindung zielt nun darauf ab, eine Einrichtung der eingangs genannten Art dahin
gehend weiter zu bilden, dass eine exaktere Therapiebegleitung und -kontrolle ermöglicht
wird und gleichzeitig auf der Basis der ermittelten Messwerte entsprechend angepasste
Therapien ermöglicht werden. Zur Lösung dieser Aufgabe ist die erfindungsgemäße Einrichtung
der eingangs genannten Art im Wesentlichen dahingehend weitergebildet, dass ein Sensor
zur Aufnahme der auf den Schlitten wirksamen Kräfte vorgesehen ist. Dadurch, dass
ein Sensor zur Aufnahme der auf den Schlitten wirksamen Kräfte vorgesehen ist, wird
die Möglichkeit geschaffen, gegebenenfalls durch den Patienten stimuliert Reaktionen
in Form von Signalen zur Kontraktion und zur Entspannung des Muskels exakt zu detektieren
und auf diese Weise flankierende Maßnahmen für die ergänzende Therapie genauer zu
treffen.
[0007] Eine bloße Abnahme der Kraft durch Überwachung des Energieverbrauchs des Antriebsmotors
erscheint aber insbesondere bei den relativ kleinen Reaktionskräften wie sie über
den relativ langen Bewegungsweg von Fingern auftreten viel zu ungenau, um korrekte
reproduzierbare Aussagen zu tätigen. Um diese Situation zu verbessern ist die Ausbildung
mit Vorteil so getroffen, dass der Kraftsensor mit einem Ende der Schlittenführung
verbunden ist, wobei vorzugsweise das dem Angriffspunkt des Kraftsensors an der Schlittenführung
gegenüberliegende andere Ende der Schlittenführung als flexibles Gegenlager ausgebildet
ist. Dadurch, dass der Kraftsensor mit einem Ende der Schlittenführung verbunden ist
werden unmittelbar in den Schlitten eingeleitete Reaktionskräfte über die entsprechende
Hebelübersetzung des Schlittens in den Kraftsensor eingeleitet, wobei ein entsprechend
empfindlicher Kraftsensor als Auflage des einen Endes der Schlittenführung zum Einsatz
gelangen kann. Auf Grund der zweifachen Lagerung der Linearführung, nämlich der Lagerung
am Kraftsensor und der Gegenlagerung, kommt es aber nun zu keiner eindeutigen Aufteilung
der Axialkraft. Selbst bei axialer Verschiebbarkeit der Linearführung im Gegenlager
mittels eines eigenen Lagers würde eine undefinierte Restreibkraft im Gegenlager entstehen
und die Fingerkraft würde entsprechend den Reaktionskräften im Gegenlager verfälscht.
Um diesen Fehler zu eliminieren ist das andere Ende der Schlittenführung als flexibles
Gegenlager ausgebildet welches, wie es einer bevorzugten Weiterbildung entspricht,
als Biegebalken ausgebildet ist, dessen dynamische Nachgiebigkeit geringer ist als
die dynamische Nachgiebigkeit des Sensors. Der Balken hat somit eine definierte Steifigkeit,
die bezogen auf den des Sensors um wenigstens eine Größenordnung kleiner sein soll,
sodass auf diese Weise das Messergebnis kaum beeinflusst wird. Für sehr genaue Messungen
kann das Ergebnis entsprechend den Steifigkeitsverhältnissen bzw. den dynamischen
Nachgiebigkeiten von Sensor und Biegebalken rechnerisch kompensiert werden.
[0008] Wie bei der bekannten Einrichtung kann die Ausbildung mit Vorteil so realisiert werden,
dass eine Mehrzahl von Schlittenführungen wenigstens einachsig, vorzugsweise allseitig
schwenkbar in oder an der Einrichtung gelagert ist, wobei mit Vorteil die Schlittenführungen
in einem Rahmen schwenkbar angeordnet sind, wobei die Schwenkachse zwischen den Enden
der Führungsbahnen der Schlittenführungen quer zu diesen verläuft. Auf diese Weise
wird eine schwenkbare Fingerführung ausgebildet, wobei dieser weitere Freiheitsgrad
verschiedene speziell therapeutische Maßnahmen unterstützen kann. Durch das zusätzliche
Drehgelenk an den Fingerführungen kann nämlich das gesamte Führungssystem bezogen
auf die Handauflage geschwenkt werden, wodurch die Bahnkurve der Fingergelenke verändert
wird. Die ursprüngliche Schließbewegung der Finger geht mit zunehmender Verschwenkung
der Fingerführungen aus der Horizontalen immer mehr in eine Winkbewegung der Finger
über, wobei speziell das jeweils letzte Fingergelenk zunehmend mehr aktiviert wird.
Prinzipiell können die Schlittenführungen und damit die Fingerführungen einzeln im
Rahmen geschwenkt werden oder gemeinsam mit dem Rahmen verschwenkt werden. Bei einer
gemeinsamen Schwenkung mit dem Rahmen kann der Rahmen selbst schwenkbar an oder in
der Einrichtung gelagert sein, wobei eine derartige Ausbildung ein weiteres Kugelgelenk
zwischen Arm- und Handauflage zur Verfügung stellt. Wenn das gesamte Führungssystem
bezogen auf die Armauflage verschwenkt wird, wird dem kinematischen Ablauf beim Greifen
besser entsprochen, wobei insbesondere die für eine Greifbewegung typische Kippbewegung
des Handgelenkes erreicht wird. Wenn der Rahmen relativ zur Handauflage schwenkbar
an oder in der Einrichtung gelagert wird, werden die Fingerführungen im selben Winkel
bezogen auf die Handauflage verschwenkt.
[0009] Eine weitere Verbesserung und insbesondere ein therapeutisches Eingehen auf einzelne
Gelenke lässt sich dadurch verbessern, dass eine Handauflage in Richtung zur Schwenkachse
des Rahmens verlängerbar ausgebildet ist und in verschiedenen Verschiebelagen festlegbar
ist. Eine verlängerbare Handauflage kann die Abstützung der hinteren Gelenke bewirken,
wodurch wahlweise das jeweils dem Arm am nächsten liegenden Gelenk blockiert wird.
Mit individuellen Fingeranbindungen kann die Bewegung entweder am ersten oder zweiten
Fingergelenk eingeleitet werden, womit lediglich das mittlere Gelenk oder das dem
Arm nächste Gelenk bewegt wird.
[0010] Zusätzlich kann die bereits zuvor besprochene Schwenkbarkeit der Fingerführung eingesetzt
werden, um auf diese Weise ein universal einsetzbares Fingerrehabilitationsgerät zu
schaffen. Speziell für postoperative und orthopädische Einsätze lassen sich hierbei
die einzelnen Gelenke individuell direkt bewegen.
[0011] Für die Kontrolle der Effizienz der Therapie ist aber neben einer möglichst exakten
Erfassung der jeweiligen Reaktionskraft auch noch eine entsprechende Korrelation der
in bestimmten Schwenklagen bzw. Positionen der Finger bzw. der Gelenke auftretenden
Reaktionskräfte von besonderem Vorteil. Zu diesem Zweck ist die Ausbildung so weitergebildet,
dass mit dem bzw. den Schlitten ein Wegaufnehmer verbunden ist und dass die Signale
des Wegaufnehmers und die Signale des Sensors zur Aufnahme der Kräfte korreliert einem
Speicher oder einer Anzeigeeinrichtung zuführbar sind. Auf diese Weise können auch
Probleme erkannt werden, die beispielsweise nur auf die Gelenke selbst und nicht auf
die fehlende Stimulation der Muskeln zurückgehen. Weiters erlaubt eine derartige Kombination
auch eine entsprechende Berücksichtigung der jeweils wirksamen Winkelstellung zur
Umrechnung der tatsächlich aufgewandten Muskelkraft in den jeweiligen Positionen.
[0012] Die Erfindung wird nachfolgend an Hand eines in der Zeichnung schematisch dargestellten
Ausführungsbeispieles näher erläutert. In dieser zeigt Fig.1 eine schematische Seitenansicht
eines Führungsschlittens in einem Rahmen mit dem Kraftsensor an einem flexiblen Gegenlager,
Fig.2 eine Ansicht entsprechend der Fig.1, in welcher zusätzlich auch das Wegaufnahmesystem
ersichtlich ist, Fig. 3 eine Ausbildung mit schwenkbaren Rahmen der Fingerführung
in einer Ansicht entsprechend den Fig.1 und 2 sowie Fig.4 und 5 Ausbildungen mit zusätzlich
an der Armauflage mittels Kugelgelenk verschwenkbarer Handauflage, wobei der Rahmen
schwenkbar an der Einrichtung angelenkt ist und die Fingerführungen schwenkbar am
Rahmen angeordnet sind.
[0013] In Fig.1 ist mit 1 eine bewegliche Schlittenanordnung angedeutet, welche um eine
Achse 2 mit einem Schlitten 3 gelenkig verbunden ist. Der Schlitten 3 weist eine Büchse
auf, welche auf einer Schlittenführung 4 in Richtung des Doppelpfeiles 5 verschieblich
gelagert ist. Für den Antrieb ist ein Motor 6 vorgesehen, welcher über einen Treibriemen
22 mit dem Schlitten 3 verbunden ist. Die Schlittenführung umfasst die Büchse und
besteht im Wesentlichen aus einer Führungsstange, welche an einem freien Ende an einem
Kraftsensor 7 schwenkbar abgestützt ist. Die von dem mit 8 schematisch angedeuteten
Finger ausgeübte Kraft wird somit als Reaktionskraft über die Schlittenführung 4 in
den Kraftsensor 7 eingeleitet, wobei die Schlittenführung im Prinzip zweifach gelagert
ist. Auf diese Weise kommt es zu keiner eindeutigen Aufteilung der Axialkraft, da
bei axialer Verschiebbarkeit der Linearführung im Gegenlager eine undefinierte Restreibekraft
entsteht. Um diese Verfälschungen zu eliminieren ist das Gegenlager der Schlittenführung
4 als flexibles Gegenlager in Form eines Biegebalkens 9 ausgebildet.
[0014] Der Grundrahmen des Gerätes ist mit 10 angedeutet.
[0015] In Fig. 2 ist zusätzlich zu den bereits in Fig. 1 ausführlich erläuterten Elementen
mit dem Schlitten 3 ein wegaufnehmender Sensor 11 verbunden, über welchen die Position
des Schlittens 3 über den Verschiebeweg entsprechend dem Doppelpfeil 5 kontinuierlich
erfasst werden kann.
[0016] Bei der Ausbildung nach Fig. 3 ist eine Handauflage 12 ersichtlich. Die Schlittenführung
4 ist um die Achse 13 schwenkbar mit dem Grundrahmen 10 verbunden, wodurch sich eine
abgewandelte Kinematik der Fingerbewegung ergibt. Die Bahnkurve, die sich durch Verschwenken
der Schlittenführung 4 um die Achse 13 ergibt, ist schematisch für zwei verschiedene
Drehpositionen der Schlittenführung 4 angedeutet und mit 14 und 15 bezeichnet.
[0017] In Fig. 4 und 5 sind nun Details der Verstellbarkeit der Kinematik und der Auflage
für die Hand näher ersichtlich. In Fig. 4 ist hierbei eine verlängerbare Handauflage
12 ersichtlich, welche in Richtung des Doppelpfeiles 16 ausgefahren werden kann. Die
Schlittenführung 4 ist wiederum um die Achse 13 schwenkbar mit einem Rahmen 17 verbunden,
der parallel der Handfläche unterhalb der Handauflage 12 liegt, welche selbst wiederum
über ein Kugelgelenk 18 mit der Armauflage 21, die auf dem Grundrahmen 10 angelegt
ist, verbunden ist. Auf diese Weise ergibt sich eine doppelte Schwenkbarkeit nicht
nur des Schlittens 3 bzw. der Schlittenführung 4 um die Achse 13, sondern auch eine
Schwenkbarkeit des die Schwenkachse 13 tragenden Rahmens 17 um das Kugelgelenk 18
relativ zum Grundrahmen 10. Das Kugelgelenk 18 dient hierbei der Einstellung einer
für den Patienten bequemen bzw. dem Therapiezweck angepassten Stellung des Handgelenks,
wobei das Kugelgelenk in der gewählten Position fixierbar ist.
1. Einrichtung zum Trainieren von Bewegungsabläufen für Hände und Finger mit wenigstens
einem zu oszillierender Bewegung antreibbaren Schlitten, an welchem ein Element zum
Festlegen eines Fingers schwenkbar angelenkt ist, dadurch gekennzeichnet, dass ein Kraftsensor (7) zur Aufnahme der auf den Schlitten (3) wirksamen Kräfte vorgesehen
ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Kraftsensor (7) mit einem Ende der Schlittenführung (4) verbunden ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das dem Angriffspunkt des Kraftsensors (7) an der Schlittenführung (4) gegenüberliegende
andere Ende der Schlittenführung (4) als flexibles Gegenlager ausgebildet ist.
4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das flexible Gegenlager als Biegebalken (9) ausgebildet ist, dessen dynamische Nachgiebigkeit
geringer ist als die dynamische Nachgiebigkeit des Kraftsensors (7).
5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass eine Mehrzahl von Schlittenführungen wenigstens einachsig, vorzugsweise allseitig
schwenkbar an der Einrichtung gelagert ist.
6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Schlittenführungen in einem Rahmen (17) schwenkbar angeordnet sind, wobei die
Schwenkachse (13) zwischen den Enden der Führungsbahnen der Schlittenführungen quer
zu diesen verläuft.
7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass mit dem bzw. den Schlitten (3) ein wegaufnehmender Sensor (11) verbunden ist und
dass die Signale des wegaufnehmenden Sensors (11) und die Signale des Kraftsensors
(7) korreliert einem Speicher oder einer Anzeigeeinrichtung zuführbar sind.
8. Einrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen (17) schwenkbar am oder in der Einrichtung gelagert ist.
9. Einrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass eine Handauflage (12) in Richtung zur Schwenkachse (13) des Rahmens (17) verlängerbar
ausgebildet ist und in verschiedenen Verschiebelagen festlegbar ist.
1. A device for practicing movement sequences for hands and fingers, including at least
one slide capable of being driven to oscillation, to which an element for fixing a
finger is pivotally hinged, characterized in that a force sensor (7) is provided for detecting the forces acting on the slide (3).
2. A device according to claim 1, characterized in that the force sensor (7) is connected to an end of the slide guide (4).
3. A device according to claim 1 or 2, characterized in that the other end of the slide guide (4), which is located opposite the point of contact
of the force sensor (7) on the slide guide (4), is configured as a flexible counter-bearing.
4. A device according to claim 3, characterized in that the flexible counter-bearing is designed as a flexional boom (9) whose dynamic resilience
is smaller than the dynamic resilience of the force sensor (7).
5. A device according to any one of claims 1 to 4, characterized in that a plurality of slide guides are mounted on the device so as to be at least uniaxially,
preferably polyaxially, pivotable.
6. A device according to any one of claims 1 to 5, characterized in that the slide guides are pivotally disposed in a frame (17), wherein the pivot axis (13)
extends between the ends of the guide paths of the slide guides transversely thereto.
7. A device according to any one of claims 1 to 6, characterized in that a distance sensor (11) is connected to the slide(s) (3), and that the signals of
the distance sensor (11) and the signals of the force sensor (7) in a correlated manner
are transmittable to a memory or a display device.
8. A device according to claim 6 or 7, characterized in that the frame (17) is pivotally mounted on or in the device.
9. A device according to any one of claims 6 to 8, characterized in that a hand support (12) is configured to be extendible towards the pivot axis (13) of
the frame (17) and fixable in different displacement positions.
1. Dispositif pour travailler le déroulement des mouvements des mains et des doigts,
comprenant au moins un chariot qui peut être entraîné en mouvement oscillant, et sur
lequel est articulé de façon pivotante un élément destiné à la fixation d'un doigt,
caractérisé en ce qu'il est prévu un capteur de force (7) destiné à recevoir les forces qui agissent sur
le chariot (3).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que le capteur de force (7) est relié à une extrémité du guide de chariots (4).
3. Dispositif selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'autre extrémité du guide de chariot (4), qui est à l'opposé du point d'attaque
du capteur de force (7) sur le guide de chariot (4), est exécutée en tant que contre-butée
flexible.
4. Dispositif selon la revendication 3, caractérisé en ce que la contre-butée flexible est exécutée en tant que barre de flexion (9) dont la flexibilité
dynamique est inférieure à la flexibilité dynamique du capteur de force (7),
5. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que plusieurs guides de chariot sont montés sur le dispositif de façon à pivoter au moins
sur un axe, de préférence de tous côtés.
6. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que les guides de chariot sont montés pour pivoter dans un cadre (17), l'axe de pivotement
(13) s'étendant entre les extrémités des voies de guidage des guides de chariot, transversalement
à celles-ci.
7. Dispositif selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce qu'un capteur de course (11) est relié au chariot ou aux chariots (3) et en ce que les signaux du capteur de course (11) et les signaux du capteur de force (7) peuvent
être transmis en corrélation à une mémoire ou à un dispositif d'affichage.
8. Dispositif selon la revendication 6 au 7, caractérisé en ce que le cadre (17) est monté sur ou dans le dispositif de façon à pouvoir pivoter.
9. Dispositif selon l'une des revendications 6 à 8, caractérisé en ce qu'un repose-main (12) est exécuté de façon à pouvoir s'allonger en direction de l'axe
de pivotement (13) du cadre (17) et à pouvoir être immobilisé dans différentes positions
de translation.
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