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(11) |
EP 2 057 337 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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05.09.2018 Patentblatt 2018/36 |
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Anmeldetag: 06.07.2007 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2007/056905 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2008/025595 (06.03.2008 Gazette 2008/10) |
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| (54) |
MÖBELSCHARNIER
FURNITURE HINGE
CHARNIÈRE DE MEUBLE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO
SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
31.08.2006 DE 202006013357 U
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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13.05.2009 Patentblatt 2009/20 |
| (73) |
Patentinhaber: Hettich-ONI GmbH & Co. KG |
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32602 Vlotho (DE) |
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Erfinder: |
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- BECKMANN, Wolfgang
32609 Hüllhorst (DE)
- STUKE, Kai-Michael
33699 Bielefeld (DE)
- SCHAEL, Oliver
32278 Kirchlengern (DE)
- MÜTERTHIES, Ralf
32584 Löhne (DE)
- SCHUBERT, Michael
96465 Neustadt b. Coburg (DE)
- KLEFFMANN, Jörn
32049 Herford (DE)
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| (74) |
Vertreter: Dantz, Jan Henning et al |
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Loesenbeck - Specht - Dantz
Patent- und Rechtsanwälte
Am Zwinger 2 33602 Bielefeld 33602 Bielefeld (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 375 797 EP-A1- 1 555 372 DE-U1-202006 001 648
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EP-A1- 1 420 138 DE-A1- 10 159 140 DE-U1-202006 003 196
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Möbelscharnier mit einer Montageplatte, nach
dem Oberbegriff des Anspruches 1.
[0002] Die
EP 1 555 372 A1 zeigt ein Möbelscharnier, bei dem ein Scharnierteil über einen Traghebel und einen
Führungshebel verschwenkbar an einem Seitenteil gelagert ist. Zur Dämpfung der Bewegung
des Scharnierteils ist an dem Seitenteil ein Lineardämpfer vorgesehen, der über ein
Kettenglied mit einem Vorsprung am Führungshebel gekoppelt ist. Die Kopplung ist dabei
starr ausgebildet, sodass nur ein begrenzter Toleranzausgleich möglich ist. Zudem
ist die Montage der Bauteile relativ aufwendig.
[0003] Die
DE 101 59 140 A1 zeigt ein Möbelscharnier, bei dem zur Dämpfung der Bewegung des Scharnierteils im
Seitenteil auch ein Rotationsdämpfer vorgesehen sein kann. Der Rotationsdämpfer gelangt
über ein Ritzel mit einer Zahnprofilierung in Einsatz, sodass eine gewisse Dämpfung
beim Schließen des Scharnierteils erfolgen kann. Solche Rotationsdämpfer weisen jedoch
nur eine begrenzte Dämpfungskraft auf und der Dämpfungsweg ist relativ gering.
[0004] Die
EP 1 420 138 A1 zeigt ein Scharnier mit einem Rotationsdämpfer, der im Schließbereich des Scharnies
über Getriebemittel beaufschlagt wird.
[0005] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Möbelscharnier zu schaffen,
das gute Dämpfungseigenschaften besitzt und leicht zu montieren ist.
[0006] Diese Aufgabe wird mit einem Möbelscharnier mit den Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.
[0007] Erfindungsgemäß ist zur Dämpfung der Bewegung des Scharnierteils relativ zu dem Seitenteil
ein Lineardämpfer mit einem Gehäuse und einer Kolbenstange vorgesehen, die zur Dämpfung
mit einem Drehteil gekoppelt sind, das durch den Traghebel oder den Führungshebel
um eine Achse drehbar angetrieben ist. Dadurch kann ein Standarddämpfer eingesetzt
werden, der sowohl hinsichtlich der Dämpfungskraft als auch des Dämpfungsweges für
die Belastung an einem Möbelscharnier ausgelegt ist, wobei nur wenige Bauteile für
das Dämpfungselement benötigt werden. Die mechanische Kopplung des Dämpfers mit dem
Scharnierteil oder mit diesem verbundenen Bauteilen kann dabei einfach ausgestaltet
sein und einen gewissen Toleranzausgleich zulassen.
[0008] Gemäß der Erfindung weist das Drehteil zumindest bereichsweise eine Verzahnung auf.
Dadurch kann das Drehteil auf einfache Weise mit einem weiteren verzahnten Bauteil
gekoppelt werden. Dabei ist das Drehteil über ein beabstandet von der Drehachse angeordnetes
Halteelement mit der Kolbenstange oder dem Gehäuse gekoppelt, sodass eine Drehbewegung
in eine Linearbewegung an den Dämpfer übertragen wird.
[0009] Um das Möbelscharnier mit nur wenigen Bauteilen herstellen zu können, ist integral
an dem Traghebel oder dem Führungshebel ein Vorsprung ausgebildet, der das Drehteil
antreibt und beispielsweise eine Verzahnung hierfür aufweist. Das Drehteil selbst
kann dabei als Rad ausgebildet sein, das drehbar um eine Achse gelagert ist.
[0010] Vorzugsweise weist das Drehteil parallel zur Drehachse einen Zapfen auf, der mit
einer Öse an der Kolbenstange gekoppelt ist, sodass die Festlegung des Dämpfers in
wenigen Montageschritten erfolgen kann. Der Dämpfer ist auf der zum Drehteil gegenüberliegenden
Seite drehbar gelagert, sodass bei einer Linearbewegung der Kolbenstange relativ zu
dem Gehäuse eine Querbelastung vermieden wird und nur in Längsrichtung der Kolbenstange
Kräfte aufgenommen werden.
[0011] Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines Ausführungsbeispiels mit Bezug auf die
beigefügten Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Figur 1
- eine geschnittene Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Möbelscharniers in einer geöffneten
Position;
- Figur 2
- eine Ansicht des Möbelscharniers der Figur 1 in einer teilweise geöffneten Position,
und
- Figur 3
- eine Ansicht des Möbelscharniers der Figur 1 in einer geschlossenen Position.
[0012] Ein Möbelscharnier 1 aus Metall oder Kunststoff umfasst eine Montageplatte 2, die
an einem Möbelkorpus festlegbar ist. An der Montageplatte 2 ist ein Seitenteil 3 verstellbar
montiert, wobei an dem Seitenteil 3 ein topfförmiges Scharnierteil 4 über einen Traghebel
5 und einen Führungshebel 6 verschwenkbar gelagert ist. Das Scharnierteil kann an
einer Aussparung einer Möbeltür festgelegt werden. Der Traghebel 5 ist über eine Achse
7 mit dem Scharnierteil 4 und eine Achse 8 mit dem Seitenteil 3 verbunden. Der Führungshebel
6 ist über eine Achse 9 mit dem Scharnierteil 4 und eine Achse 10 mit dem Seitenteil
3 verbunden.
[0013] An dem Führungshebel 6 ist integral ein Vorsprung 11 mit einer Verzahnung 12 ausgebildet.
Die Verzahnung 12 kämmt mit einer Verzahnung 13 an einem als Drehteil ausgebildeten
Rad 14, das um eine Achse 15 drehbar an dem Seitenteil 3 gelagert ist. An dem Rad
14 ist die Verzahnung 13 bereichsweise vorgesehen, da nur ein begrenzter Abschnitt
des Rades 14 in Eingriff mit der Verzahnung 12 gelangt. An dem Rad 14 ist beabstandet
von der Achse 15 ein Zapfen 16 vorgesehen, in den eine Öse einer Kolbenstange 17 eines
Dämpfers montiert ist. Die Kolbenstange 17 greift in ein Gehäuse 18 des Dämpfers ein,
der als Lineardämpfer, beispielsweise als Fluiddämpfer oder als ein Gasdruckdämpfer
ausgebildet ist. Das Gehäuse 18 des Dämpfers ist auf der zum Rad 14 abgewandten Seite
um eine Achse 19 drehbar an dem Seitenteil 3 gehalten. Dadurch werden Querkräfte bei
einer Bewegung der Kolbenstange 17 relativ zum Gehäuse 18 vermieden.
[0014] Das Seitenteil 3 ist über eine Justageschraube 20 verstellbar an der Montageplatte
2 gehalten, um eine nachträgliche Einstellung der Position des Scharnierteils 4 vornehmen
zu können, insbesondere um eine Möbeltür auszurichten.
[0015] In Figur 1 ist das Möbelscharnier in einer geöffneten Position gezeigt, in der das
Scharnierteil 4 und eine damit verbundene Möbeltür offen ist. Wenn das Scharnierteil
4 in die in Figur 2 gezeigte Position verschwenkt wird, die etwa in einem Winkel α
von 45° vor der geschlossenen Position liegt, wurde das Drehteil 14 aufgrund der Anlenkung
des Scharnierteils 4 über den Traghebel 5 und den Führungshebel 6 und die Wahl der
entsprechenden Achsen 7, 8, 9 und 10 noch nicht verschwenkt, sodass in dem Öffnungsbereich
keine Dämpfung stattfindet, die die Handhabung behindern könnte. Erst in einem Bereich
vor dem Schließen des Scharnierteils 4 findet eine Dämpfung der Bewegung des Scharnierteils
4 statt.
[0016] In Figur 3 ist das Scharnierteil 4 in der geschlossenen Position gezeigt. Der Führungshebel
6 wurde um die Achse 10 verschwenkt, sodass die Verzahnung 12 an dem Vorsprung 11
das Rad 14 um die Achse 15 gedreht hat, wodurch die Kolbenstange 17 in das Gehäuse
18 eingeschoben wurde und dabei eine entsprechende Dämpfung stattgefunden hat. Das
Scharnierteil 4 kann über eine Feder in die geschlossene Position vorgespannt sein.
Beim erneuten Öffnen des Scharnierteils 4 wird aufgrund der Zwangsführung durch die
Verzahnungen 12 und 13 die Kolbenstange 17 wieder aus der eingeschobene Position in
eine herausgezogene Position bewegt. Der Dämpfer kann dabei eine einseitige Dämpfungswirkung
besitzen, sodass der Öffnungsvorgang leichter als der Schließvorgang durch geführt
werden kann.
1. Möbelscharnier mit einer Montageplatte (2), an der ein Seitenteil (3) angeordnet ist,
und einem Scharnierteil (4), das über einen Traghebel (5) und einen Führungshebel
(6) verschwenkbar an dem Seitenteil (3) gehalten ist, wobei zur Dämpfung der Bewegung
des Scharnierteils (4) relativ zum Seitenteil (3) ein Lineardämpfer mit einem Gehäuse
(18) und einer Kolbenstange (17) vorgesehen ist, die zur Dämpfung mit einem Drehteil
(14) gekoppelt sind, das durch den Traghebel (5) oder den Führungshebel (6) um eine
Achse (15) drehbar angetrieben ist dadurch gekennzeichnet, dass das Drehteil (14) zumindest bereichsweise eine Verzahnung aufweist und das Drehteil
(14) über ein beabstandet von der Drehachse (15) angeordnetes Halteelement (16) mit
der Kolbenstange (17) oder dem Gehäuse (18) gekoppelt ist, wobei integral mit dem
Traghebel (5) oder dem Führungshebel (6) ein Vorsprung (11) ausgebildet ist, der das
Drehteil (14) antreibt und der Dämpfer auf der zum Drehteil (14) abgewandten Seite
drehbar am Seitenteil (3) gelagert ist.
2. Möbelscharnier nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehteil (14) als Rad ausgebildet ist.
3. Möbelscharnier nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Drehteil (14) parallel zu der Drehachse (15) einen Zapfen (16) aufweist, der
mit einer Öse an der Kolbenstange (17) gekoppelt ist.
1. A furniture hinge, comprising a mounting plate (2) on which a side part (3) is arranged,
and a hinge part (4) which is held pivotably on the side part (3) via a support lever
(5) and a guide lever (6), whereby in order to dampen the movement of the hinge part
(4) relative to the side part (3), a linear damper is provided which comprises a housing
(18) and a piston rod (17) which are coupled with a rotary part (14) for damping purposes,
which rotary part is driven rotatably about an axis (15) by the support lever (5)
or the guide lever (6), characterized in that the rotary part (14) has a toothing at least in sections and that the rotary part
(14) is coupled via a holding element (16) to the piston rod (17) or the housing (18),
which holding element is spaced from the rotational axis (15), whereby a projection
(11) is arranged integrally with the support lever (5) or the guide lever (6), which
projection drives the rotary part (14) and whereby the damper is rotatably held on
the side part (3) on the side averted from the rotary part (14).
2. A furniture hinge according to claim 1, characterized in that the rotary part (14) is arranged as a wheel.
3. A furniture hinge according to one of the claims 1 or 2, characterized in that the rotary part (14) has a pin (16) parallel to the rotational axis (15), which pin
is coupled with an eye on the piston rod (17).
1. Charnière de meuble comprenant une plaque de montage (2), sur laquelle est montée
une partie latérale (3), et une partie de charnière (4) qui est maintenue mobile en
pivotement sur la partie latérale (3) par l'intermédiaire d'un levier de support (5)
et d'un levier de guidage (6), charnière dans laquelle pour permettre d'amortir le
déplacement de la partie de charnière (4) par rapport à la partie latérale (3), il
est prévu un amortisseur linéaire comprenant un boîtier (18) et une tige de piston
(17) qui sont couplées pour permettre l'amortissement à une partie rotative (14) entraînée
en rotation autour d'un axe (15) par le levier de support (5) ou le levier de guidage
(6),
caractérisé en ce que
la partie rotative (14) comporte, une denture au moins par segments, et est couplée
à la tige de piston (17) ou au boîtier (18) par l'intermédiaire d'un élément de retenue
(16) monté à distance de l'axe de rotation (15), intégralement avec le levier de support
(5) ou le levier de guidage (6) étant formée une saillie (11) qui entraîne la partie
rotative (14) et l'amortisseur étant monté mobile en rotation sur la partie latérale
(3) sur sa face opposée à la partie rotative (14).
2. Charnière de meuble conforme à la revendication 1,
caractérisée en ce que
la partie rotative (14) est réalisée sous la forme d'une roue.
3. Charnière de meuble conforme à la revendication 1 ou 2,
caractérisée en ce que
la partie rotative (14) comporte, parallèlement à l'axe de rotation (15) un tourillon
(16) qui est couplé à un oeillet situé sur la tige de piston (17).

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