| (19) |
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(11) |
EP 2 057 348 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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14.11.2012 Patentblatt 2012/46 |
| (22) |
Anmeldetag: 30.08.2007 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2007/007600 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2008/025555 (06.03.2008 Gazette 2008/10) |
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VERFAHREN UND VORRICHTUNG FUR DIE FRÄSENDE BEARBEITUNG VON MATERIALEN
METHOD AND APPARATUS FOR THE MILLING CUTTING OF MATERIALS
PROCÉDÉ ET DISPOSITIF POUR L'USINAGE PAR FRAISAGE DE MATÉRIAUX
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO
SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
31.08.2006 DE 102006040881
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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13.05.2009 Patentblatt 2009/20 |
| (73) |
Patentinhaber: Caterpillar Global Mining Europe GmbH |
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44534 Lünen (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- BECHEM, Ulrich
Iserlohn-Sümmern (DE)
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| (74) |
Vertreter: Althaus, Arndt |
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Patentanwälte,
Buschhoff Hennicke Althaus
Postfach 19 04 08 50501 Köln 50501 Köln (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A-2006/079536 DE-C- 288 984 US-A- 5 192 116
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DE-A1- 2 723 675 US-A- 4 371 210
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung für die fräsende und/oder bohrende Bearbeitung
von Materialien, insbesondere zum Abtragen von Gestein, Mineralien oder Kohle, mit
einer an einem Trommelträger um eine Trommelachse drehbar gelagerten Werkzeugtrommel,
in der mehrere Werkzeugwellen, die an ihren von der Werkzeugtrommel vorragenden Enden
Bearbeitungswerkzeuge tragen, drehend antreibbar gelagert sind, wobei mindestens zwei
der Werkzeugwellen von einem gemeinsamen Getriebeantrieb antreibbar sind, der an den
Werkzeugwellen drehfest angeordnete Abtriebszahnräder und ein gemeinsames Antriebselement
aufweist, das mit den Antriebszahnrädern zusammenwirkt, wobei das Antriebselement
und die Werkzeugtrommel relativ zueinander verdrehbar sind. Die Erfindung betrifft
ferner auch ein Verfahren zum Fräsen oder Abtragen von Materialien wie insbesondere
Gestein, Kohle od.dgl. und Verwendung einer solchen Vorrichtung sowie die Verwendung
des Verfahrens.
[0002] Für das Abtragen von harten Materialien wie Gestein, Erz und anderen Gewinnungsprodukten
im untertägigen oder obertägigen Bergbau, aber auch für die fräsende Bearbeitung von
Asphalt- oder Betonbauteilen im Straßen- oder Hochbau u.dgl. sind eine Vielzahl von
Frässystemen bekannt, die mit rotierend angetriebenen Trommeln oder Scheiben versehen
sind, an denen Fräswerkzeuge wie z.B. Rundschaftmeißel gleichmäßig verteilt angebracht
sind. Bei im untertägigen Bergbau eingesetzten Walzenschrämladern wird Gestein oder
Kohle mittels Schrämwalzen abgebaut, die das zu gewinnende Material im Vollschnitt
schneiden, so dass etwa die Hälfte aller am Umfang der Trommel angeordneten Bearbeitungswerkzeuge
gleichzeitig mit der Abbaufront im Eingriff sind. Wegen der relativ langen Kontaktzeiten
zwischen den Bearbeitungswerkzeugen und dem abzubauenden Material ist der Verschleiß
selbst von mit Hartmetallspitzen versehenen Bearbeitungswerkzeugen insbesondere bei
harten, abzubauenden Materialien hoch. Außerdem ist wegen der Vielzahl der zeitgleich
mit dem abzubauenden Material in Eingriff stehenden einzelnen Bearbeitungswerkzeugen
die für jedes Werkzeug verbleibende Andruckkraft relativ gering, weswegen eine relativ
hohe Vorschubkraft in Vorschubrichtung bzw. Arbeitsrichtung auf die Vorrichtung ausgeübt
werden muss, um harte Materialien abzubauen.
[0003] Um die Gewinnungsleistung von Vorrichtungen insbesondere zum Abtragen von Hartgestein
zu erhöhen, haben die Erfinder Vorrichtungen entwickelt, die mit Schlagüberlagerung
arbeiten, um einen hohen Löseimpuls zum Abtragen der Mineralien, des Hartgesteins
oder des Betons zu erzielen. Bei mit Schlagüberlagerung arbeitenden Vorrichtungen
bereiten die Lagerung der einzelnen Elemente der Vorrichtung sowie die Geräuschbelastung
teils erhebliche Probleme.
[0004] Ferner haben die Erfinder die aus der vorveröffentlichten
WO2006/079536 A1 bekannte Vorrichtung entwickelt, die dem Oberbegriff von Anspruch 1 zugrunde liegt
und bei der mit reduzierten Andruckkräften selbst bei der Bearbeitung harter Materialien
lange Standzeiten der Werkzeuge erreicht werden können. Das Arbeitsprinzip der aus
der
WO2006/079536 A1 bekannten Vorrichtung basiert darauf, in einer Spindel- bzw. Werkzeugtrommel mehrere
Werkzeugspindeln derart exzentrisch um eine Trommelachse herum anzuordnen, dass die
Spindelachsen der Werkzeugspindeln parallel oder allenfalls leicht geneigt zu der
Drehachse der Werkzeugtrommel liegen. Sämtliche Werkzeugspindeln sind derart in der
Werkzeugtrommel gelagert, dass die Bearbeitungswerkzeuge sich über den Umfang verteilt
vor der Stirnseite der Werkzeugtrommel befinden. Im Betriebseinsatz wird eine Rotation
der Werkzeugtrommel mit einer Rotation jeder Werkzeugspindel überlagert. Durch die
Überlagerung der Drehbewegungen der Werkzeugtrommel sowie der Werkzeugspindeln kann
erreicht werden, dass nur relativ wenige Bearbeitungswerkzeuge gleichzeitig im Wirkeingriff
mit dem zu fräsenden oder abzutragenden Material stehen, woraus eine hohe Lösekraft
für jedes einzelne Bearbeitungswerkzeug resultiert. Im Betriebseinsatz wird die bekannte
Bearbeitungsvorrichtung quer zur Rotationsachse der Werkzeugtrommel und somit auch
quer zur Rotationsachse jeder einzelnen Werkzeugwelle bewegt. Mit der bekannten Vorrichtung
werden hervorragende Standzeiten der Werkzeuge selbst bei harten Materialien und hoher
Abtragsleistung erreicht. Beim Abtragen von Materialien an geschlossenen Flächen,
aber auch beim Aufbohren von Kernbohrungen od.dgl. ist jedoch das Einfahren aufgrund
einer Zustellbewegung der Vorrichtung in das abzutragende Material hinein teils problematisch,
teils nicht möglich. Ferner erfordert der Abbau von Materialien.an einer großen Fläche
einen beträchtlichen Durchmesser der Werkzeugtrommel, woraus ein vergleichsweise hohes
Gesamtgewicht der Vorrichtung resultiert.
[0005] Aufgabe der Erfindung ist es, eine Vorrichtung zu schaffen, welche in der Lage ist,
wirtschaftlich auch Gestein oder andere Materialien mit hohen Festigkeiten bei hoher
Abtragsleistung und großer Abtragsfläche abzutragen. Die Vorrichtung soll eine hohe
Betriebssicherheit gewährleisten, in den unterschiedlichsten Einsatzgebieten einsetzbar
sein und die aufgezeigten Nachteile der bekannten Vorrichtung vermeiden.
[0006] Zur Lösung dieser Aufgaben wird eine Vorrichtung mit den Merkmalen von Anspruch 1
vorgeschlagen. Erfindungsgemäß ist vorgesehen, dass die Wellenachsen der Werkzeugwellen
quer zur Trommelachse stehen. Im Gegensatz zu der aus der
WO2006/079536 A1 bekannten Vorrichtung wird mithin eine Anordnung der mit der Werkzeugtrommel sich
mitdrehenden Werkzeugwellen gewählt, bei denen die Wellenachsen der einzelnen Werkzeugwellen
nicht mehr im Wesentlichen parallel, sondern quer zur Trommelachse der Werkzeugtrommel
stehen. Aufgrund der signifikant geänderten Ausrichtung der Wellenachsen der Werkzeugwellen
liegen die Bearbeitungswerkzeuge nun nicht mehr an der Stirnseite der Werkzeugtrommel,
sondern das Fräsen bzw. Abtragen findet radial außerhalb des Umfangs der Werkzeugtrommel
statt. Aufgrund der veränderten Ausrichtung der Werkzeugwellen entsteht eine grundlegend
andere Überlagerung der Drehbewegung der Werkzeugtrommel und der Rotation der Werkzeugwelle.
Gleichwohl kann auch bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung ein sehr kurzer, kompakter,
impulsartiger Eingriff der einzelnen Bearbeitungswerkzeuge im abzubauenden Gestein
erzielt werden, weswegen die Vorteile der bekannten Vorrichtung, insbesondere eine
sehr hohe Lösekraft, selbst bei reduzierter, zur Verfügung stehender Andruckkraft
der Werkzeugtrommel aufrechterhalten werden.
[0007] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung können die Wellenachsen der Werkzeugwellen
senkrecht zur Trommelachse stehen. Alternativ hierzu können die Wellenachsen der Werkzeugwellen
auch angewinkelt zur Trommelachse stehen, wobei der Winkel der Anwinklung wenigstens
45° beträgt und vorzugsweise größer ist als etwa 80°. Grundsätzlich wäre es auch möglich,
dass die Wellenachsen einer oder einiger Werkzeugwellen senkrecht und gleichzeitig
die Wellenachsen anderer Werkzeugwellen gleich oder unterschiedlich angewinkelt zur
Trommelachse stehen. Bei der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist von besonderem Vorteil,
dass, im Gegensatz zum Stand der Technik, im Betriebseinsatz eine Arbeitsbewegung
der Vorrichtung parallel zur Trommelachse erfolgt und/oder dass eine Zustellbewegung
der Vorrichtung um die Schnitttiefe für den nächsten Abtragvorgang senkrecht zur Trommelachse
erfolgt. Bei der erfindungsgemäßen Lösung liegen hierbei vorzugsweise sämtliche Bearbeitungswerkzeuge
radial außerhalb der Werkzeugtrommel, insbesondere radial außerhalb des Umfangs der
Werkzeugtrommel und im Betriebseinsatz wird das Material, außerhalb des Umfangs der
Werkzeugtrommel, sichelförmig abgetragen. Aufgrund der Drehbewegung der Trommel und
der Anordnung der Wellenachsen der Werkzeugwellen rotieren im Betriebseinsatz die
Bearbeitungswerkzeuge quer zur Trommelachse und das Material wird außerhalb eines
Umfangs der Trommel abgetragen. Aufgrund der vom Stand der Technik abweichenden Überlagerung
der Drehbewegungen und der bei gleicher Werkzeugtrommelgröße weiter außen liegenden
Bearbeitungswerkzeuge können noch kürzere Werkzeugeingriffzeiten erreicht werden als
beim vorveröffentlichten System. Der Kontakt zwischen jedem einzelnen Bearbeitungswerkzeug
und dem abzutragenden Material kann vorteilhafterweise insbesondere dann stattfinden,
wenn die momentane Bewegungsrichtung des Bearbeitungswerkzeugs mit der Bewegungsrichtung
der Werkzeugtrommel zusammenfällt.
[0008] Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung können die Werkzeugtrommel und wenigstens
ein Teil der Werkzeugwellen einen gemeinsamen Drehantrieb aufweisen. Bei dieser Ausgestaltung
können durch eine Rotation der Werkzeugtrommel automatisch auch die vom gemeinsamen
Drehantrieb mit beaufschlagten Werkzeugwellen in Rotation versetzt werden. Gemäß einer
Ausführungsvariante könnte der Drehantrieb eine drehfest mit der Werkzeugtrommel verbundene,
im Trommelträger gelagerte, mittels einer Antriebsvorrichtung antreibbare Antriebswelle
und ein oder wenigstens ein drehfest am Trommelträger befestigtes Antriebszahnrad
als Antriebselement aufweisen, welches mit den Abtriebszahnrädern an den jeweiligen
Werkzeugwellen kämmt. Eine entsprechende Vorrichtung kann besonders kompakt aufgebaut
werden, wobei sehr hohe Kräfte und Drehmomente übertragen werden und gleichzeitig
ein festes Verhältnis der Drehzahlen zwischen der Werkzeugtrommel bzw. der Antriebswelle
und den angetriebenen Werkzeugwellen besteht. Um die Antriebskräfte sicher zu übertragen,
können das Antriebszahnrad und die zugehörigen Abtriebszahnräder ein aus verzahnten
Kegelrädern bestehendes, nach Art eines Planetenradgetriebes aufgebautes Winkelgetriebe
bilden, bei welchem das oder die Antriebszahnräder jeweils das Sonnenrad und die mit
der Werkzeugtrommel mitbewegten Abtriebszahnräder die Planetenräder bilden. Bei einer
alternativen Ausgestaltung kann das Antriebszahnrad aus einem verzahnten Kronenrad
bestehen, mit welchem zylindrische Zahnräder als zugehörige Abtriebszahnräder kämmen.
Bei Verwendung eines Kronenradgetriebes mit Planetenrädern sind die auf die jeweiligen
Lagerungen ausgeübten Kräfte im Betriebseinsatz erheblich reduziert, da über das Kronenradgetriebe
keine Axialkräfte übertragen werden.
[0009] Um bei einem gemeinsamen Drehantrieb für die Werkzeugtrommel und die Werkzeugwellen
ein günstiges Löseverhalten zu erreichen, hat das Getriebe vorzugsweise ein Übersetzungsverhältnis
zwischen etwa 3:1 und 9:1, insbesondere etwa 6:1 und 8:1 zwischen der Antriebswelle
und den werkzeugwellen. Bei besonders harten Bearbeitungswerkzeugen wie beispielsweise
Diamantwerkzeugen oder Keramiken kann das Übersetzungsverhältnis auch z.B. 12:1 und
größer betragen. Um hohe Andruckkräfte gut abfangen zu können, kann gemäß einer vorteilhaften
Ausgestaltung die Werkzeugtrommel beidseitig der Werkzeugwellen an einem Trommelträger
abgestützt sein, wobei vorzugsweise auf der der Antriebsvorrichtung gegenüberliegenden
Seite der Werkzeugtrommel ein Zapfen oder ein Lager zur zweiseitigen Halterung der
Werkzeugtrommel ausgebildet ist. Bei kleineren Werkzeugtrommeln oder weicheren, abzubauenden
Materialien könnte jedoch auch eine einseitige Halterung der Werkzeugtrommel ausreichen.
[0010] Bei einer alternativen Ausgestaltung kann die Werkzeugtrommel einen Trommelantrieb
aufweisen, der von einem Getriebeantrieb für das Antriebselement entkoppelt ist. Bei
dieser Ausgestaltung, bei der dann entsprechend mit zwei separaten Drehantrieben gearbeitet
wird, kann das Drehzahlverhältnis zwischen der Drehzahl der Werkzeugtrommel, mit der
die Werkzeugwellen quer zu ihren Wellenachsen mitrotieren, sowie der Drehzahl der
jeweiligen Werkzeugwellen nahezu beliebig eingestellt werden. Zur Einstellung ist
besonders vorteilhaft, wenn der Trommelantrieb und/oder der Getriebeantrieb aus regelbaren
Antrieben bestehen. Für zahlreiche Anwendungszwecke können der Trommelantrieb und
der Getriebeantrieb auf derselben Seite der Werkzeugtrommel angeordnet oder ankoppelbar
sein. Hierzu kann die Werkzeugtrommel insbesondere mit einer axial vorkragenden Wellenaufnahme
versehen sein, in der eine drehfest mit dem Antriebszahnrad verbundene, beidseitig
aus einer Aufnahmebohrung der Wellenaufnahme herausragende Getriebeantriebswelle drehbar
abgestützt bzw. gelagert ist. Die Getriebeantriebswelle kann dann insbesondere mittels
eines Lagers in der Aufnahmebohrung und mittels eines zweiten Lagers in einem mit
der Werkzeugtrommel verschraubten Lagerdeckel abgestützt sein. Eine entsprechende
Ausgestaltung ist insbesondere vorteilhaft, wenn die Wellenachsen angewinkelt zur
Trommelachse stehen und das Antriebszahnrad und die Abtriebszahnräder als Kegelräder
eines Winkelgetriebes mit Planetenrädern ausgebildet sind. Die Wellenachsen könnten
allerdings auch senkrecht zueinander stehen. Zweckmäßigerweise ist dann die Wellenaufnahme
mit dem Trommelantrieb und die Getriebeantriebswelle mit dem Getriebeantrieb koppelbar.
[0011] Bei einer alternativen Ausgestaltung mit zwei separaten Drehantrieben für den Trommelantrieb
und den Getriebeantrieb kann der Trommelantrieb auf der einen Seite der Werkzeugtrommel
und der Getriebeantrieb axial versetzt auf der gegenüberliegenden Seite der Werkzeugtrommel
angeordnet oder ankoppelbar sein. Gemäß einer vorteilhaften Ausgestaltung kann die
Werkzeugtrommel auf der gegenüberliegenden Seite mit einem axial vorkragenden Ringfortsatz
mit einer Wellenaufnahme versehen sein, in der eine drehfest mit dem Antriebszahnrad
verbundene, beidseitig aus einer Aufnahmebohrung der Wellenaufnahme herausragenden
Getriebeantriebswelle drehbar abgestützt ist, wobei die Werkzeugtrommel auf der anderen
Seite einen Lagerfortsatz aufweist, an dem der Trommelantrieb anordbar oder ankoppelbar
ist. Die Getriebeantriebswelle kann zweckmäßigerweise mittels eines ersten Lagers
in der Wellenaufnahme des Ringfortsatzes und mittels eines zweiten Lagers im Lagerfortsatz
drehbar gelagert sein, wobei vorzugsweise der Lagerfortsatz aus einem mit der Werkzeugtrommel
verschraubten Lagerflansch bestehen kann. Der Lagerfortsatz kann insbesondere mit
einer Verzahnung oder einem Zahnrad versehen sein, um Trommelantrieb und Werkzeugtrommel
auf einfache Weise über Zahnräder oder Zahnriemen antriebstechnisch miteinander zu
verbinden.
[0012] Gemäß einer weiteren, vorteilhaften alternativen Ausgestaltung können die Werkzeugtrommel
drehfest mit der Abtriebsseite eines ersten Nabengetriebes und das Antriebszahnrad
drehfest mit der Abtriebsseite eines zweiten Nabengetriebes verbunden sein, wobei
beide Nabengetriebe in einer zentralen Aufnahme angeordnet sind. Eine derartige Ausgestaltung
baut besonders kompakt und lässt sich daher gut mit Schwenkarmen od.dgl. entlang einer
großen Abbaufront bewegen. Die Nabengetriebe können insbesondere als Einschubgetriebe
mit vorzugsweise in Getriebegehäusen gekapselt angeordneten Getriebestufen ausgebildet
sein, wobei die Befestigungsflansche beider Nabengetriebe am Trommelträger befestigbar
oder befestigt sind. Der Antrieb der Nabengetriebe könnte insbesondere auch über Zahnriemen
erfolgen.
[0013] Bei sämtlichen Ausgestaltungen mit separaten Drehantrieben können das Antriebszahnrad
und die Abtriebszahnräder besonders vorteilhaft wiederum als Kegelräder eines Winkelgetriebes
mit Planetenrädern ausgebildet sein oder alternativ könnte ein Kronenrad das Antriebszahnrad
bilden, während die Abtriebszahnräder als mit diesem kämmende zylindrische Zahnräder
ausgebildet sind. Um die Vorrichtung besonders kompakt zu bauen, können die Abtriebszahnräder
sämtlicher Werkzeugwellen mit einem einzigen, gemeinsamen Antriebszahnrad in Zahneingriff
stehen. Insbesondere bei dieser Ausgestaltung können die Werkzeugwellen dann auch
gleichmäßig über den Umfang verteilt in der Werkzeugtrommel angeordnet sein. Alternativ
könnten die Werkzeugwellen allerdings auch ungleichmäßig und/oder gruppenweise verteilt
in der Werkzeugtrommel angeordnet sein und/oder es könnte für jede Gruppe ein separates
Antriebszahnrad vorgesehen sein.
[0014] Weiter vorteilhaft ist, wenn jedes an einer Werkzeugwelle angeordnete Bearbeitungswerkzeug
relativ zur Anordnung eines Bearbeitungswerkzeugs einer in Trommelumfangsrichtung
davor oder dahinter liegenden Werkzeugwelle um einen winkelbetrag und/oder im Abstand
von der Antriebswelle oder Trommelachse versetzt angeordnet ist. Die Bearbeitungswerkzeuge
sind hierbei vorzugsweise an Werkzeugträgern ausgebildet oder befestigt, die lösbar
mit den Werkzeugwellen verbunden sind. Alternativ könnten sie jedoch auch unmittelbar
an den Enden der Werkzeugwellen verankert sein. Um den Austausch der Werkzeugwellen
zu erleichtern, können diese in Lagerbüchsen mittels Lagern drehbar und mittels Wellendichtungen
abgedichtet aufgenommen sein, wodurch auf relativ einfache Weise erreicht wird, dass
die Werkzeugwellen mittels der Lagerbüchsen patronenartig austauschbar in an der Werkzeugtrommel
vorgesehenen Trommelkammern eingesetzt und arretiert werden können.
[0015] Je nach abzubauendem Material und Einsatzzweck der erfindungsgemäßen Vorrichtung
können unterschiedliche Arten von Werkzeugen eingesetzt werden. Beim Abtragen von
Materialien wie Gestein, Kohle oder Mineralien im unter- oder obertägigen Bergbau
ist besonders vorteilhaft, wenn die Bearbeitungswerkzeuge vorzugsweise aller Werkzeugwellen
aus Rollenmeißeln oder Rundschaftmeißeln bestehen, die zum mehrschichtig hinterschneidenden
Abtragen des Materials an sich nach außen verjüngenden Werkzeugträgern oder Enden
der Werkzeugwellen angeordnet sind. Die Werkzeugträger oder Enden der Werkzeugwellen
können sich konisch, bogenförmig oder stufenförmig verjüngen. Besonders vorteilhaft
ist, wenn die Bearbeitungswerkzeuge an jeder Werkzeugwelle in Schneidreihen auf Teilkreisen
mit unterschiedlichen Durchmessern angeordnet sind, wobei vorzugsweise der Abstand
zwischen zwei Schneidreihen derart gewählt ist, dass alle Schneidreihen etwa gleichgroße
sichelförmige Schneidflächen abtragen. Bei dieser Ausgestaltung kann erreicht werden,
dass die Standzeit jedes einzelnen Bearbeitungswerkzeuges am Werkzeugkopf einer Werkzeugwelle
etwa gleich groß ist, so dass mit festen Wartungsintervallen ein Austausch des Bearbeitungswerkzeuge
stattfinden kann. Anstelle hinterschneidender Werkzeuge können auch Fräswalzen verwendet
werden. Eine mit Fräswalzen als Bearbeitungswerkzeug arbeitende Vorrichtung kann insbesondere
im Straßenbau zum Abtragen von Belägen, im Hochbau zur Sanierung von Böden und Wänden
oder im Tiefbau zum Ziehen von z.B. Gräben verwendet werden und z.B. am Ausleger eines
Baggers od.dgl. montiert werden. Die Fräswalzen können zylindrisch ausgeführt sein
oder sich zum bearbeiteten Material hin konisch verjüngen.
[0016] An jeder Werkzeugwelle sind vorzugsweise mehrere Bearbeitungswerkzeuge ausgebildet.
Besonders vorteilhaft ist, wenn die Bearbeitungswerkzeuge von in Umfangsrichtung der
Werkzeugtrommel aufeinanderfolgenden Werkzeugwellen zueinander phasenversetzt angeordnet
sind, so dass ein Bearbeitungswerkzeug einer nachfolgenden Werkzeugwelle an einer
anderen Stelle ins zu bearbeitende oder abzutragende Material einschlägt als das Bearbeitungswerkzeug
der vorlaufenden Werkzeugwelle. Bei den meisten Ausgestaltungen reicht es aus, die
Werkzeugwellen innerhalb der Werkzeugtrommel zu lagern. Bei besonders hartem Material
kann jedoch vorteilhaft sein, wenn die Werkzeugwellen an ihrem radial äußeren Ende
mittels eines Bügels mit Zapfen drehbar abgestützt sind, der wiederum an der Werkzeugtrommel
befestigt ist, so dass eine zusätzliche Lagerung bzw. Abstützung der Werkzeugwellen
jeweils an oder nahe der die Bearbeitungswerkzeuge tragenden Enden der Werkzeugwellen
stattfindet.
[0017] Für eine Verwendung der erfindungsgemäßen Vorrichtung im untertägigen Bergbau zum
Abbau von Kohle kann besonders vorteilhaft sein, wenn die Werkzeugtrommel zwischen
benachbarten Werkzeugwellen mit radial sich erstreckenden Kratzern oder Schaufeln
versehen ist, mit denen das vorzugsweise mittels hinterschneidender Bearbeitungswerkzeuge
an der Abbaufront gelöste Material in einen Förderer od.dgl. der Gewinnungseinrichtung
verladen wird.
[0018] Die erfindungsgemäße Vorrichtung eignet sich insbesondere zur Verwendung in einem
Verfahren zum Fräsen oder Abtragen von Gestein, bei welchem die Rotationsgeschwindigkeit
der Werkzeugwellen, die Rotationsgeschwindigkeit der Werkzeugtrommel, die Vorschubgeschwindigkeit
der Vorrichtung parallel zur Trommelachse und/oder die Winkellage der an den einzelnen
Werkzeugwellen angeordneten Bearbeitungswerkzeuge relativ zur Winkellage der Bearbeitungswerkzeuge
der in Umfangsrichtung davor oder dahinter liegenden Werkzeugwellen so eingestellt
wird, dass ein Bearbeitungswerkzeug einer nachfolgenden Werkzeugwelle nicht an derselben
Einschlagstelle im Gestein od.dgl. einschlägt wie ein Bearbeitungswerkzeug einer vorangehenden
Werkzeugwelle. Durch die Variation der Parameter Rotationsgeschwindigkeit der einen
Planetenträger bildenden Werkzeugtrommel, Rotationsgeschwindigkeit der das Antriebszahnrad
tragenden Antriebswelle als Planetenradwelle, Vorschubgeschwindigkeit der Vorrichtung
und Schneidlinienabstand der Bearbeitungswerkzeuge lässt sich die Bahnkurve der einzelnen
werkzeugschneiden der Bearbeitungswerkzeuge bestimmen und damit zuverlässig die Korngröße
und Oberflächenstruktur des bearbeiteten oder abgetragenen Materials beeinflussen.
Besonders vorteilhaft ist, wenn der Drehantrieb mittels regelbarer Antriebe erfolgt,
so dass unterschiedliche Rotationsgeschwindigkeiten auch ohne Unterbrechung der Schneidarbeit
stufenlos eingestellt werden können. Eine entsprechende Auslegung der Vorrichtung
ermöglicht, dass die jeweiligen antriebsspezifischen Anforderungen an die Geometrie
der zu bearbeitenden Oberfläche sowie die Eigenschaften des zu bearbeitenden oder
abzutragenden Materials angepasst werden können.
[0019] Weitere Vorteile und Ausgestaltungen ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung
und den Zeichnungen, in welchen bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung dargestellt
und beispielhaft näher erläutert werden. Es zeigen:
- Fig. 1
- im Schnitt eine erfindungsgemäße Vorrichtung gemäß einer ersten Ausführungsform;
- Fig. 2
- in Schnittansicht eine zweite Ausführungsform mit Werkzeugwellen, deren Wellenachsen
geneigt stehen;
- Fig. 3
- in Schnittansicht eine erfindungsgemäße Vorrichtung gemäß einer dritten Ausführungsform
mit hinterschneidenden Werkzeugen zum Abtragen von Mineraliengestein;
- Fig. 4
- die Vorrichtung aus Fig. 3 in Draufsicht auf die Stirnseite der Werkzeugtrommel;
- Fig. 5
- in Schnittansicht ein viertes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
mit geneigt stehenden und endseitig abgestützten Werkzeugwellen;
- Fig. 6A,6B
- im Schnitt und in einer Draufsicht eine erfindungsgemäße Vorrichtung gemäß einem fünften
Ausführungsbeispiel;
- Fig. 7
- in Draufsicht ähnlich zu Fig. 6B ein weiteres Anwendungsbeispiel für eine erfindungsgemäße
Vorrichtung;
- Fig. 8
- im Schnitt eine erfindungsgemäße Vorrichtung gemäß einer sechsten Ausführungsform
mit entkoppelten Drehantrieben;
- Fig. 9
- im Schnitt eine erfindungsgemäße Vorrichtung gemäß einem siebten Ausführungsbeispiel
mit entkoppelten und auf unterschiedlichen Seiten der Werkzeugtrommel angeordneten
Drehantrieben;
- Fig. 10
- im Schnitt eine erfindungsgemäße Vorrichtung gemäß einem achten Ausführungsbeispiel
mit zentral angeordneten Nabengetrieben; und
- Fig. 11
- eine Verwendung einer erfindungsgemäßen Vorrichtung an einem schwenkbaren Ausleger.
[0020] In Fig. 1 ist insgesamt mit Bezugszeichen 10 eine erfindungsgemäße Vorrichtung z.B.
zum Abtragen von Belägen im Straßenbau, zur Sanierung von Böden oder Wänden im Hochbau
oder zur Anwendung im Bergbau gemäß einer ersten Ausführungsvariante dargestellt.
Die Vorrichtung 10 umfasst einen Trommelträger 1, der an einer geeigneten Halteeinrichtung
oder Bewegungseinrichtung für die Vorrichtung 10, z.B. dem Ausleger eines Baggers,
dem Maschinenausleger einer Vortriebsmaschine od.dgl. befestigt werden kann. Der rohrförmige,
hier hohle Trommelträger 1 weist eine zentrale, zentrisch zur Trommelachse bzw. Hauptachse
H ausgebildete Lageraufnahme 11 auf, in welcher eine drehfest mit einer Werkzeugtrommel
4 verbundene Antriebswelle 3 mittels zweier in O-Anordnung angeordneter Kegelrollenlager
2 frei drehend gelagert ist. Das eine Ende der Antriebswelle 3 ist drehfest mit der
Werkzeugtrommel 4 verbunden und das andere, aus dem Trommelträger 1 herausragende
Ende der Antriebswelle 3 dient zur drehfesten Aufnahme eines Zahnrades 3b, mit welchem
ein geeigneter Drehantrieb für die Vorrichtung 10 koppelbar ist. Der motorische Drehantrieb
kann von einem Motor mit nachgeschaltetem Getriebe und ggf. Überlastkupplung od.dgl.
gebildet werden. Die Antriebswelle 3 und die Werkzeugtrommel 4 sind drehfest miteinander
verbunden oder bestehen aus einem Stück. Die Stirnseite 4' der Werkzeugtrommel 4 ist
vollständig geschlossen und die Werkzeugtrommel 4 weist über ihren Umfang verteilt
mehrere Radialbohrungen oder Radialdurchtritte 12 auf, in welchen Werkzeugwellen 5
derart gelagert sind, dass die Wellenachsen W der Werkzeugwellen 5 quer zur Trommelachse
H stehen, wodurch die freien Enden 9 der Werkzeugwellen 5 sich vollständig radial
außerhalb des Trommelumfangsrandes 4" der Werkzeugtrommel 4 befinden. Über den Umfang
der Werkzeugtrommel 4 verteilt können, je nach Größe und Durchmesser der Werkzeugtrommel
4, etwa drei bis zwölf Werkzeugwellen 5 angeordnet werden. Die Lagerung der Werkzeugwelle
5 im Radialdurchtritt 12 erfolgt hier wiederum mittels zweier Kegelrollenlager 6 in
o-Anstellung, wobei die Montage jeder Kegelradwelle 5 über die einseitig offene Getriebeaufnahme
14 der Werkzeugtrommel 4 erfolgt. Am freien Ende 9 jeder Werkzeugwelle 5 ist ein in
Fig. 1 aus einer Fräswalze bestehender Werkzeugträger 15 mit daran befindlichen einzelnen
Bearbeitungswerkzeugen 16 befestigt, wobei an jedem Werkzeugträger 15 eine Mehrzahl
von hier nur mittels ihrer Meißelspitzen dargestellter Bearbeitungswerkzeuge angeordnet
sind und die Anordnung der Bearbeitungswerkzeuge 16 derart erfolgt, dass sie spiralförmig
über den Trägerumfang des Werkzeugträgers 15 verteilt sind, damit auf einer Radiallinie
jedes werkzeugträgers 15 möglichst nur eine Meißelspitze eines Bearbeitungswerkzeugs
16 liegt. Bei einem als Fräswalze ausgebildeten Bearbeitungswerkzeug 15 kann zwischen
allen Bearbeitungswerkzeugen 16 jeweils ein gleichmäßiger Winkelversatz und Achsversatz
bestehen.
[0021] Bei der Bearbeitungsvorrichtung 10 steht ausschließlich das Zahnrad 3B an der Antriebswelle
3 in Eingriff mit einem externen Antrieb. Bei einer Rotation der Antriebswelle 3 dreht
sich die drehfest mit dieser verbundene Werkzeugtrommel 4, wodurch die in den Radialdurchtritten
12 angeordneten Werkzeugwellen 5 ebenfalls um die Trommelachse H umlaufen. Mittels
eines insgesamt mit Bezugszeichen 20 bezeichneten Winkelgetriebes wird nun aus der
Drehbewegung der Werkzeugtrommel 4 eine Rotation der einzelnen Werkzeugwellen 5 abgeleitet
und dieser überlagert. Das Winkelgetriebe 20 ist in der Getriebeaufnahme 14 der Werkzeugtrommel
4 gegen Verschmutzung geschützt angeordnet. Das als Planetengetriebe ausgebildete
Winkelgetriebe 20 weist ein drehfest an einem Umfangsflansch 47 des Trommelträgers
1 befestigtes, mithin im Betriebseinsatz stillstehendes Antriebszahnrad 8 auf, mit
welchem jeweils ein Abtriebszahnrad 7 kämmt, das drehfest mit dem in die Getriebeaufnahme
14 hineinragenden Wellenende der Werkzeugwellen 5 verbunden ist. Das als Kegelzahnrad
ausgebildete Antriebszahnrad 8 ist vorzugsweise mit dem Umfangsflansch 47 mittels
der Verbindungsschrauben 18 verschraubt. Da der Trommelträger 1 mit einem Maschinenausleger
od.dgl. verbunden ist, steht das Antriebszahnrad 8 relativ zur Werkzeugtrommel 4 still
und beim Umlauf der Werkzeugtrommel 4 laufen die Abtriebszahnräder 7 als Planetenräder
um das Antriebszahnrad 8 um. Die Werkzeugtrommel 4 bildet diesbezüglich den Planetenträger.
Das Übersetzungsverhältnis zwischen dem Antriebszahnrad 8 und den Abtriebszahnrädern
7 kann, je nach Größe und Ausgestaltung der Vorrichtung 10, 3:1 bis 12:1 und mehr
betragen, wobei ein Übersetzungsverhältnis von etwa 6:1 bis 8:1 besonders große Vorteile
bietet.
[0022] Bei der Vorrichtung 10 stehen die Wellenachsen W und die Trommelachse H senkrecht
zueinander und das Winkelgetriebe 20 ist entsprechend ausgelegt. Durch das Rotieren
der einzelnen Werkzeugträger 15 mit den spiralförmig versetzt angeordneten Bearbeitungswerkzeugen
16 und das zusätzliche Rotieren der Werkzeugtrommel 4 wird beim Bearbeiten von Material
außerhalb des Umfangs 4'' der Werkzeugtrommel 4 jeweils nur eine äußerst kurze Kontaktzeit
der einzelnen Bearbeitungswerkzeuge 16 bzw. Meißelspitzen mit dem abzutragenden bzw.
herauszulösenden Material wie z.B. Gestein erreicht. Wegen dieser kurzen Kontaktzeit
ist der Verschleiß der einzelnen Bearbeitungswerkzeuge 16 sehr gering. In Abhängigkeit
vom Getriebe sowie dem verwendeten Antrieb kann z.B. die Werkzeugtrommel 4 mit 60
U/min umlaufen und die Drehzahl jeder Werkzeugwelle 5 beträgt z.B. 400 U/min. Um das
Winkelgetriebe 20 sowie die verwendeten Kegelrollenlager 2, 6 zu schützen, sind am
radialen Austritt der Radialdurchtritte 12 zum Umfang 4'' der Werkzeugtrommel 4 jeweils
Wellendichtringe 17 angeordnet und der Getriebeaufnahmeraum 14 ist mittels einer Ringscheibe
19 mit Wellendichtring 13 an der Innenöffnung der Ringscheibe 19 verschlossen.
[0023] Fig. 2 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
60, wobei im Vergleich zum Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 bau- oder funktionsgleiche
Bauteile mit um 50 erhöhten Bezugszeichen versehen sind. Wie beim vorherigen Ausführungsbeispiel
ist innerhalb eines Trommelträgers 51 eine Antriebswelle 53 drehbar gelagert, die
drehfest mit einer Werkzeugtrommel 54 verbunden ist. Die Werkzeugtrommel 54 ist, über
ihren Umfang verteilt, mit mehreren Radialdurchtritten 62 zur Aufnahme einer entsprechenden
Anzahl von Werkzeugwellen 55 versehen, wobei die Lagerung der Werkzeugwellen 55 in
den Radialdurchtritten 62 wiederum mittels eines Paares von Kegelrollenlagern 56 erfolgt.
Wie beim vorherigen Ausführungsbeispiel sind auf den freien Wellenenden 59 jeder Werkzeugwelle
55 Werkzeugträger 65 mit mehreren, vorzugsweise spiralförmig verteilten Bearbeitungswerkzeugen
66 angeordnet. Im Unterschied zum vorherigen Ausführungsbeispiel stehen allerdings
die Wellenachsen der Werkzeugwellen nicht senkrecht zur Trommelachse H der Werkzeugtrommel
54, sondern die Wellenachsen W der werkzeugwellen 55 verlaufen um den Winkel 74 geneigt.
Die einzelnen Bearbeitungswerkzeuge 66 am Umfang des Werkzeugträgers 65 rotieren mithin
nicht senkrecht zur Halterachse H, sondern um eine Rotationsachse, die hier mit einem
Winkel von etwa 85° schräg zur Trommelachse H steht. Der Werkzeugträger 66 ist wiederum
als Fräswalze wie beim vorherigen Ausführungsbeispiel ausgebildet. Auch bei der Vorrichtung
60 wird die Rotation der Werkzeugwellen 55 von der Rotation der Antriebswelle 53 mittels
eines Winkelgetriebes 70 abgeleitet, welches wie beim vorherigen Ausführungsbeispiel
im Getriebeaufnahmeraum 64 der Werkzeugtrommel 54 angeordnet ist und ein drehfest
mit dem Werkzeugträger 51 verbundenes Antriebszahnrad 58 sowie jeweils mit diesem
kämmende und als Planetenräder umlaufende Abtriebszahnräder 57 umfasst, die drehfest
mit den einzelnen Werkzeugwellen 55 verbunden sind. Aufgrund der Abwinklung zwischen
den Wellenachsen W, H der Werkzeugwellen bzw. der Werkzeugtrommel 54 weist das Winkelgetriebe
70 eine entsprechend geneigte Verzahnung an den Kegelrädern 58, 57 auf. Durch die
Anwinklung 74 wird ein Schleißen der äußeren Werkzeugreihen der Bearbeitungswerkzeuge
66 an den Werkzeugträgern 65 vermieden bzw. reduziert und sämtliche Werkzeugwellen
55 können, über den Umfang verteilt, mit derselben Abwinklung 74 angewinkelt sein.
Einzelne Werkzeugwellen können allerdings auch gruppenweise mit unterschiedlichen
Abwinklungen ausgeführt sein, wobei dann, insbesondere wenn auch unterschiedliche
Rotationsgeschwindigkeiten der Werkzeugwellen erreicht werden sollen, im Getriebeaufnahmeraum
auch zwei oder mehr Antriebszahnräder angeordnet sein könnten.
[0024] In Fig. 3 ist eine Vorrichtung 110 für ein Hauptanwendungsgebiet einer erfindungsgemäßen
Vorrichtung, nämlich das hinterschneidende Abtragen von Gestein, Kohle oder anderen
Mineralien im untertägigen oder übertägigen Bergbau gezeigt. Funktionsgleiche Bauteile
wie beim ersten Ausführungsbeispiel sind mit um 100 erhöhten Bezugszeichen versehen.
Eine Antriebswelle 103 ist in einem mit einem Maschinenausleger od.dgl. verbundenen
Trommelträger 101 gelagert und drehfest mit einer Werkzeugtrommel 104 verbunden, die
über den Umfang verteilt mehrere Radialdurchtritte 112 aufweist, in welchen jeweils
Werkzeugwellen 105 derart angeordnet sind, dass die Wellenachsen W jeder Werkzeugwelle
105 hier senkrecht zur Rotationsachse bzw. Trommelachse H der Werkzeugtrommel 104
steht. Die gesamte Vorrichtung 110 weist wiederum nur einen Drehantrieb auf, der mit
dem an der Antriebswelle 103 befestigten Zahnrad 103B koppelbar ist und die Rotation
der einzelnen Werkzeugwellen 105 wird mittels eines Winkelgetriebes 120 bewirkt, welches
ein zentrales, konzentrisch zur Trommelachse H angeordnetes und am Trommelträger 101
arretiertes gemeinsames Antriebszahnrad 108 für sämtliche als Planetenräder umlaufende
und an den freien Enden der Werkzeugwellen 105 befestigte Abtriebszahnrädern 107 aufweist.
Im Unterschied zu den beiden vorherigen Ausführungsbeispielen bestehen allerdings
die Bearbeitungswerkzeuge aus hinterschneidend arbeitenden Bearbeitungswerkzeugen
116 mit hier konisch sich nach außen bzw. mit zunehmendem Abstand von der Trommelachse
H zu verjüngenden Werkzeugträgern 115. Der Werkzeugträger 115 weist im gezeigten Ausführungsbeispiel
vier Werkzeuglinien 121, 122, 123, 124 auf, wobei an jeder Werkzeuglinie 121-124 ein
oder mehrere, wiederum nur über ihre Meißelspitzen angedeutete Bearbeitungswerkzeuge
116 angeordnet sind, die hier das abzutragende Material 130 gestuft und hinterschneidend
spalten. Die Bearbeitungswerkzeuge 116 auf den unterschiedlichen Werkzeuglinien 121-124
brechen durch ihre konische Platzierung auf dem Werkzeugträger 115 das abzutragende
Material gleichmäßig auf, wobei die einzelnen Werkzeuglinien 121-124 vorzugsweise
derart angeordnet sind, dass Bearbeitungswerkzeuge 116 auf unterschiedlichen Werkzeuglinien
121-124 jeweils ein gleich großes Volumen abtragen. Aufgrund der konischen Anordnung
der Bearbeitungswerkzeuge 116 am konischen Werkzeugträger 115 hat jedes Werkzeug auf
den radial weiter außen liegenden Schneidlinien einen ausreichenden Freiraum für das
hinterschneidende Lösen von Material. In Fig. 3 ist die Arbeitsrichtung der erfindungsgemäßen
Vorrichtung 110 mit dem Pfeil A dargestellt und es ist gut zu erkennen, dass die Arbeitsrichtung
A der erfindungsgemäßen Vorrichtung 110 parallel zur Trommelachse H liegt. Die Zustellbewegung
der Vorrichtung 110 in das abzutragende Material 130 hinein erfolgt entsprechend senkrecht
zur Arbeitsrichtung A, mithin senkrecht zur Trommelachse H. Aus Fig. 3 ist ferner
gut ersichtlich, dass die einzelnen Bearbeitungswerkzeuge 116 quer bzw. hier senkrecht
zur Trommelachse H rotieren.
[0025] Der Aufbau und die Arbeitsweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung 160 nach Fig. 3
werden auch aus Fig. 4 ersichtlich, in der eine Ansicht auf die Stirnseite 104' der
Werkzeugtrommel 104 gezeigt ist. Über den Umfang der Werkzeugtrommel 104 verteilt
sind hier insgesamt sechs Werkzeugwellen mit zugehörigen, konischen oder gerundeten
Werkzeugträgern 115 an ihren Enden angeordnet, wobei jeder Werkzeugträger 115 mit
auf drei Werkzeuglinien verteilt angeordneten Rundschaftmeißeln als Bearbeitungswerkzeug
116 versehen ist. Aufgrund der überlagerten Rotation der Werkzeugtrommel 104 und der
mit den Werkzeugwellen mitdrehenden Werkzeugträger 115 führt jedes einzelne Bearbeitungswerkzeug
116 einen kurzen Schnitt im abzutragenden Material 130 aus, wobei die Schnittflächen
für die unterschiedlichen Werkzeugreihen sichelförmig verlaufen. Die Bearbeitungswerkzeuge
derselben Schneidreihen an unterschiedlichen Werkzeugträgern sind hierbei derart angeordnet,
dass ein Bearbeitungswerkzeug 116 eines nachlaufenden Werkzeugträgers 115 das Abtragen
des Materials bzw. das Herausschlagen des Materials an einer anderen Stelle vornimmt
als das Bearbeitungswerkzeug 116 der vorherigen Werkzeugwelle. Mit diesen kurzen Werkzeugeingriffszeiten
kann eine enorme Schneidleistung bei geringer Anstellkraft für die Vorrichtung 110
und gleichzeitig geringem Verschleiß der einzelnen Bearbeitungswerkzeuge 116 erreicht
werden. Die Arbeitsrichtung der Vorrichtung 110 weist parallel zur Trommelachse in
die Zeichenebene hinein
[0026] Fig. 5 zeigt ein viertes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
160. Die Werkzeugtrommel 154 sowie das zwischen den einzelnen Werkzeugwellen 155 und
dem gemeinsamen Antriebsrad 157 zwischengeschaltete Winkelgetriebe 170 hat im Prinzip
den identischen Aufbau wie beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 und es wird auf die
dortigen Ausführungen verwiesen. Die Vorrichtung 160 weist eine besondere Ausgestaltung
für Werkzeugwellen 155 auf, deren Wellenachsen W geneigt zur Trommelachse H der Werkzeugtrommel
154 stehen. Wie bei den vorherigen Ausführungsbeispielen sind die Werkzeugwellen 155
zwischen ihren Wellenenden 159, an denen die Werkzeugträger 165 vorzugsweise lösbar
befestigt sind, und den radial innenliegenden Wellenenden 155', an welchen die Abtriebszahnräder
157 befestigt sind, mit einer von zwei Kegelradlagern 156 gebildeten Lagerung in den
radialen, hier schräg stehenden Radialdurchtritten 162 gelagert. Im Unterschied zu
den vorherigen Ausführungsbeispielen sind allerdings sämtliche über den Umfang verteilt
angeordnete Werkzeugwellen 155 an ihren freien Stirnenden 155'' mittels eines Bügels
180 drehbar abgestützt. Der Bügel 180 erstreckt sich annähernd U-förmig über die Trommelseite,
an der das Antriebszahnrad 153B für die Kopplung mit dem Drehantrieb angeordnet ist,
damit die angewinkelt stehenden Bearbeitungswerkzeuge 166 außerhalb des Umfangs der
Werkzeugtrommel 154 jeweils an ihren am weitesten vorkragenden Enden frei und ungehindert
von den Bügeln 180 in das abzutragende Material einstechen können. Die Bügel 180 sind
außen um die Werkzeugträger 165 herumgeführt und mit einem parallel zur Wellenachse
W der Werkzeugwellen 155 verlaufenden Zapfen 181 versehen, der unter Zwischenlage
von weiteren Kegelrollenlagern 182 in den Werkzeugträger 165 bzw. das Wellenende eintaucht.
Eine entsprechende Ausgestaltung ist besonders vorteilhaft, wenn die Bearbeitungswerkzeuge
166 aus langen Fräswalzen od.dgl. bestehen.
[0027] Bei den zuvor beschriebenen Ausführungsbeispielen war die Werkzeugtrommel jeweils
nur einseitig an einem Trommelträger abgestützt. Die Fig. 6A und 6B zeigen ein weiteres
Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 210 mit einem gemeinsamen
Drehantrieb für die Werkzeugtrommel 204 und die hier senkrecht, ggf. aber auch angewinkelt
zur Trommelachse H stehenden Werkzeugwellen 205. Die Rotation, die über das Zahnrad
203B in die Antriebswelle 203 eingeleitet wird, kann wie bei den vorherigen Ausführungsbeispielen
über das Winkelgetriebe 220 in die Werkzeugwellen 205 mit entsprechender Übersetzung
übergeleitet werden. An der dem Zahnrad 203B und der Getriebeaufnahme 214 gegenüberliegenden
Trommelseite ist bei der in den Fig. 6A und 6B dargestellten Vorrichtung 210 ein über
die Stirnseite 204' vorspringender, kräftiger Zapfen 233 ausgebildet, der zentrisch
zur Trommelachse H liegt, um die Vorrichtung 210 beidseitig der Werkzeugtrommel 204
einerseits über den Zapfen 233 und andererseits über den Trommelträger 201 abzustützen.
Die Arbeitsbewegung der Vorrichtung 210 ist in Fig. 6A mit dem Pfeil A parallel zur
Trommelachse H eingezeichnet und Fig. 6B zeigt für die Vorrichtung 210 mit den insgesamt
sechs gleichmäßig über den Umfang verteilt angeordneten Werkzeugwellen 205 die Rotationsrichtung
R der Werkzeugtrommel 204. Fig. 6B lässt ferner gut erkennen, wie mit der Vorrichtung
210 Material in Arbeitsrichtung, d.h. in Fig. 6B in die Zeichenebene hinein, abgetragen
wird.
[0028] Fig. 7 zeigt eine weitere erfindungsgemäße Vorrichtung 260 mit einer beidseitig gelagerten
Werkzeugtrommel 254 ähnlich zum Ausführungsbeispiel in Fig. 6B. Im Unterschied zum
vorherigen Ausführungsbeispiel sind allerdings hier nicht sechs, sondern nur vier
Werkzeugwellen 255 mit geeigneten, z.B. als Fräswalzen ausgeführten Werkzeugträgern
265 vorgesehen. Zwischen den jeweils um 90° winkelversetzt zueinander angeordneten
Werkzeugwellen 255 ist jeweils eine radial über den Umfang 254'' der Werkzeugtrommel
254 vorspringende Schaufel 276 befestigt, mit welcher das mittels der rotierenden
Bearbeitungswerkzeuge an den Werkzeugträgern 265 an der Abbaufront im Gestein 280
gelöste Material wie insbesondere Kohle in einen Förderer (nicht gezeigt) verladen
werden kann. Die Vorrichtung 260 wird z.B. entlang eines Förderers verfahren und bewegt
sich in Fig. 7 in die Zeichenebene hinein. Die Bearbeitungswerkzeuge an den Werkzeugträgern
265 lösen aufgrund der überlagerten Drehbewegung der Werkzeugwellen 255 und der Werkzeugtrommel
254 in Rotationsrichtung R Material und die Vorrichtung 260 befördert das gelöste
Material mittels der Kratzer oder Schaufeln 276 über eine geeignete Rampe in einen
Förderer. Die Zustellbewegung der Vorrichtung 260 erfolgt, wie mit dem Pfeil Z angedeutet,
senkrecht zur Rotationsachse H der Werkzeugtrommel 254 und auch die Werkzeugtrommel
254 kann wie beim vorherigen Ausführungsbeispiel mittels des schematisch angedeuteten
Zapfens 283 beidseitig gehalten werden.
[0029] Fig. 8 zeigt eine Vorrichtung 310, bei welcher der Antrieb für die Werkzeugtrommel
304 von dem Drehantrieb für die Werkzeugwellen 305 entkoppelt ist. Die Vorrichtung
310 kann wiederum über einen Trommelträger 301 gehalten werden, der z.B. an einem
Maschinenausleger oder Tragarm 340 befestigt wird. Im Unterschied zum vorherigen Ausführungsbeispiel
ist die Werkzeugtrommel 304 mit einem einseitig axial vorkragenden, hohlen Trommelfortsatz
335 versehen, der mittels zweier Kegelrollenlager 302 in der Wellenaufnahme 311 des
Trommelträgers 301 derart drehbar gelagert ist, dass die Werkzeugtrommel 304 über
den Wellen- bzw. Trommelfortsatz 335 drehbar am Trommelträger 301 abgestützt ist.
Am freien, aus dem Trommelträger 301 vorkragenden Ende des Trommelfortsatzes 335 ist
eine Verzahnung 337 ausgebildet oder ein Zahnrad befestigt, über das der Wellenfortsatz
335 und damit auch die Werkzeugtrommel 304 mit einem nicht gezeigten Trommelantrieb
verbunden oder gekoppelt werden kann. Der Trommelfortsatz 335 bildet mit seiner hohlen
Wellenbohrung 336 eine Wellenaufnahme für eine innerhalb der Wellenbohrung 336 mittels
eines in X-Anordnung angeordneten Kegelrollenlagers 338 gelagerte Getriebeantriebswelle
325. Die Getriebeantriebswelle 325 ist mit einer Verzahnung 326 an ihrem aus der Wellenbohrung
336 herausragenden Ende versehen. Die Verzahnung 326 der Getriebeantriebswelle 325
kann mit einem vom Trommelantrieb separaten, nicht dargestellten Getriebeantrieb gekoppelt
werden, um das Drehzahlverhältnis zwischen der Drehzahl der Werkzeugtrommel 304 und
der Drehzahl der Werkzeugwellen 305 beliebig einstellen zu können. Die relativ lange
Getriebeantriebswelle 325 ist mit ihrem zweiten, aus der Aufnahmebohrung 336 des Trommelfortsatzes
335 herausragenden und den Getriebeaufnahmeraum 314 durchfassenden Ende mittels eines
zweiten Kegelrollenlagers 326 in einem Lagerdeckel 319 abgestützt, der von der den
beiden Antrieben gegenüberliegenden Seite der Werkzeugtrommel 304 her an dieser angeschraubt
ist. Die Getriebeaufnahme 314 ist bei der Vorrichtung 310 mithin an der in Arbeitsrichtung
A weisenden Stirnseite 304 offen und dort mittels des Lagerdeckels 319 verschlossen.
Die Vorrichtung 310 weist Werkzeugwellen 305 auf, deren Werkzeugwellen W angewinkelt
um einen Winkel von hier etwa 80° zur Trommelachse H verlaufen. Die Rotation, die
über das Zahnrad 326 in die Getriebeantriebswelle 325 eingeleitet wird, wird mittels
eines nach Art eines Sonnenrades drehfest mit der Getriebeantriebswelle 325 verbundenen
Antriebszahnrades 308 und jeweils einem drehfest mit jeder Werkzeugwelle 305 verbundenen
Abtriebszahnrad 307 übertragen, wobei bei der Vorrichtung 310 gemäß Fig. 8 das gesamte
Winkelgetriebe 320 gut geschützt in der Getriebeaufnahme 314 angeordnet ist. An den
freien Wellenenden 309 der Werkzeugwellen 305 sind wiederum konische, hinterschneidend
arbeitende Werkzeugträger 305 lösbar über die dargestellten Befestigungsschrauben
befestigt. Die Vorrichtung 310 in Fig. 8 ist mit einzelnen Bearbeitungswerkzeugen
316 für drei Werkzeuglinien 321, 322, 323 versehen, um hinterschneidend und möglichst
mit gleichen Schneidleistungen Material an der Abbaufront abzutragen. Ein Austausch
der Werkzeugwellen 305 kann bei der Vorrichtung 310 dadurch vorgenommen werden, dass
die Lagerschale 319 gelöst und jeweils das Abtriebszahnrad 307 nach Entfernen des
benachbart zum Lagerdeckel 319 liegenden Antriebszahnrades 308 abgezogen wird. Die
Abtriebszahnräder 307 sowie die Werkzeugwellen 305 sind dann frei über die Getriebeaufnahme
314 zugänglich und bei abgezogenem Abtriebszahnrad 307 und gelöstem Lagerring 326
für die Kegelrollenlager 306 könne die Werkzeugwellen 305 nach außen aus den Radialdurchtritten
312 herausgezogen werden.
[0030] Beim Ausführungsbeispiel der Vorrichtung 360 in Fig. 9 ist ein Trommelantrieb für
die Werkzeugtrommel 354 auf der einen Seite der Werkzeugtrommel 354 und der Getriebeantrieb
für das Winkelgetriebe 370 axial versetzt auf der anderen Seite der Werkzeugtrommel
354 anordbar. Die über den Umfang verteilt mit mehreren Radialdurchtritten 362 zur
Aufnahme der Werkzeugwellen 355 versehene Werkzeugtrommel 354 weist einen relativ
kurzen Ringfortsatz 385 auf, der über ein erstes Lager 352 in einer mit einem Trommelträger
verbindbaren oder Teil eines Trommelträgers bildenden Lagerschale 351A gelagert ist.
Der Ring- oder Trommelfortsatz 385 bildet mit seinem Innenraum wiederum eine Wellenaufnahme
386 für eine Getriebeantriebswelle 375, die mit einem Ende aus der Wellenaufnahme
386 herausragt und am entsprechend frei liegenden Ende mit einer Verzahnung 376 für
die Kopplung mit einem Getriebeantrieb versehen ist. Ein zweites Drehlager 352 zur
Abstützung der Vorrichtung 360 findet sich auf der gegenüberliegenden Seite der Werkzeugtrommel
354 und wird mit einer zweiten Lagerschale 351B gehalten, die wiederum mit einem Werkzeugträger
oder dem Arm eines Auslegers od.dgl. verbunden werden kann. An der dem Ringfortsatz
385 gegenüberliegenden Seite ist an der Werkzeugtrommel 354 ein hier mehrfach gestufter
Lagerfortsatz 390 angeschraubt, der an seinem freien Ende mit einer Verzahnung 387
versehen ist, an welchem ein Trommelantrieb ankoppelbar ist. Der Lagerfortsatz 390
stützt sich über eine seiner Stufen und das weitere Lager 352 an der zweiten Lagerschale
351B ab. Die Innenseite des hier einen angeschraubten Lagerflansch bildenden Lagerfortsatzes
390 ist mit einer Ausnehmung 391 versehen, in der das zweite, freie Ende der Getriebeantriebswelle
375 mittels eines zweiten Kegelrollenlagers 388 abgestützt ist. Die Übertragung der
Rotation der Getriebeantriebswelle 375 auf die Werkzeugwellen 355, deren Wellenachsen
W hier senkrecht zur Trommelachse H stehen, erfolgt wiederum über ein Winkelgetriebe
370 mit einem drehfest auf der Getriebeantriebswelle 375 angeordneten Antriebszahnrad
358, mit welchem jeweils ein als Planetenrad mit der Werkzeugtrommel 354 umlaufendes
und die Werkzeugwelle 355 antreibendes Abtriebszahnrad 357 kämmt. Durch die Endkopplung
des Antriebs für die Werkzeugtrommel 354 und des Antriebs für die Werkzeugwellen 355
kann die Bahnkurve der einzelnen Werkzeugschneiden bestimmt und somit die Korngröße
des herausgelösten Materials zuverlässig auf die gewünschte Größe eingestellt werden.
Ändern sich die Materialeigenschaften, kann, ohne Unterbrechung der Schneidarbeit,
das Drehzahlverhältnis stufenlos verstellt und an die jeweiligen Anforderungen angepasst
werden.
[0031] Die in Fig. 10 gezeigte Vorrichtung 410 weist wiederum zur Realisierung der erfindungsgemäßen
Schneidbewegung mehrere über den Umfang einer Werkzeugtrommel 404 verteilt angeordnete
Werkzeugwellen 405 auf, deren Wellenachsen W hier angewinkelt zur Trommelachse H der
Werkzeugtrommel 404 stehen. Die einzelnen Werkzeugwellen 405, die mit konischen, hinterschneidend
arbeitenden Werkzeugträgern 415 bestückt sind, sind jeweils in Lagerbüchsen 445 angeordnet,
die stirnseitig am Umfang der Werkzeugtrommel 404 mittels mehrerer Befestigungsschrauben
446 angeschraubt sind. Jede Lagerbüchse 445 ist patronenartig austauschbar und über
die Verschraubung 446 von der Umfangsseite her in eine Trommelkammer 412 eingesetzt.
Die Vorrichtung 410 ließe sich problemlos auf eine Ausgestaltung mit senkrecht zur
Trommelachse H stehenden Werkzeugwellen umrüsten, indem Lagerbüchsen verwendet werden,
in welchen die Werkzeugwellen senkrecht stehend angeordnet sind. Innerhalb jeder Lagerbüchse
445 sind die Werkzeugwellen 405 wiederum mit zwei Kegelrollenlagern 406, einem Lagerring
426 und einem Wellendichtring 417 aufgenommen und auf dem freien, innen liegenden
Wellenende jeder Werkzeugwelle 405 ist ein Abtriebszahnrad 407 als Kegelzahnrad eines
Winkelgetriebes 420 angeordnet. Der Antrieb der Werkzeugtrommel 404 erfolgt bei der
Vorrichtung 410 mittels eines Zahnriemens über eine Riemenscheibe 426 auf der rechten
Seite der Vorrichtung 410, während der Antrieb der Werkzeugwellen 405 über eine Riemenscheibe
437 auf der linken Seite der Vorrichtung 410 erfolgt. Die Riemenscheibe 426 für den
Trommelantrieb ist mit der Antriebsseite eines ersten, mit einem Gehäuse gekapselten
und ausschließlich über sein Gehäuse dargestelltes Nabengetriebe 497 und die Riemenscheibe
437 ist mit der Antriebsseite eines zweiten Nabengetriebes 498 verbunden. Das Nabengetriebe
497 für den Antrieb der Werkzeugtrommel 404 ist an einem ersten Befestigungsflansch
340A und das Nabengetriebe 498 für das Antriebszahnrad 408 an einem zweiten Befestigungsflansch
440B gelagert, über welche die gesamte Vorrichtung 410 an einem nicht dargestellten
Trommelträger wie beispielsweise einem gabelförmigen Auslegerarm befestigt werden
kann. Die Abtriebsseite 498' des zweiten Nabengetriebes 498 ist mit dem Antriebszahnrad
408 über die Schrauben 418 verschraubt und die Abtriebsseite 497' des ersten Nabengetriebes
497 ist mit der Werkzeugtrommel 404 über die Schrauben 499 verschraubt. Zwischen dem
in Fig. 10 linken Trommelring 404A der Werkzeugtrommel 404 und dem Antriebszahnrad
408 ist ein Kugellager 495 angeordnet, welches mittels eines Lagerrings 494 und einer
Wellendichtung 493 gegen Verschmutzung geschützt in Position gehalten wird. Das für
sämtliche Abtriebszahnräder 407 gemeinsame, über das Nabengetriebe 498 angetriebene
Antriebszahnrad 408 kann sich somit mit beliebiger Drehzahl relativ zur ebenfalls
angetriebenen Werkzeugtrommel 404 drehen, wodurch das Drehzahlverhältnis zwischen
Werkzeugtrommel 404 und Werkzeugwellen 405 nahezu beliebig eingestellt werden kann.
Die Vorrichtung 410 baut äußerst kompakt, da beide Nabengetriebe 497, 498 als Einschubgetriebe
ausgebildet sind, konzentrisch zur Trommelachse H liegen und im Wesentlichen den Innenraum
innerhalb der Werkzeugtrommel 404 ausfüllen.
[0032] Die erfindungsgemäßen Vorrichtungen können gradlinig in Arbeitsrichtung bewegt werden
und dann in entgegengesetzter Richtung, nachdem eine Zustellbewegung in Zustellrichtung
erfolgt ist, zurückbewegt werden. Fig. 11 zeigt ein Ausführungsbeispiel für einen
pendelnden Einsatz einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 510 mit hier vier über den
Umfang einer Werkzeugtrommel 504 verteilt angeordneten Werkzeugwellen 505. Die Werkzeugtrommel
504 wird beidseitig an zwei Auslegerarmen 590A, 590B eines Auslegers 590 gehalten,
welcher um den Drehpunkt D verschwenkt werden kann. Während des Schwenkens tragen
die Bearbeitungswerkzeuge 516 an den Werkzeugträgern 515 das Material 530 in Schwenkrichtung
S ab. Hierbei rotieren sowohl die Werkzeugträger 515 um die Wellenachsen W als auch
die Werkzeugtrommel 504 um die Trommelachse H. Es ist möglich, immer nur in eine Richtung
abzutragen; alternativ kann auch in beide Schwenkrichtungen abgetragen werden, so
dass nach einem vollzogenen Schwenk ungefähr um eine Werkzeugbreite erneut zugestellt
wird, um anschließend in die andere Schwenkrichtung Material an der Abbaufront 530
abzutragen. Weiter wäre es möglich, den Ausleger 590 in der Höhe verfahrbar zu gestalten,
um noch einen größeren Querschnitt hereinzugewinnen.
[0033] Für den Fachmann ergeben sich aus der vorhergehenden Beschreibung zahlreiche Modifikationen,
die in den Schutzbereich der anhängenden Ansprüche fallen sollen. Es versteht sich,
dass bei nahezu sämtlichen Ausführungsbeispielen anstelle senkrecht stehender Werkzeugwellen
auch angewinkelt stehende Werkzeugwellen und umgekehrt eingesetzt werden könnten.
Anstelle eines Winkelgetriebes könnte jeweils auch ein Kronenradgetriebe eingesetzt
werden, welches den Vorteil hätte, dass beim Abbau von Gestein keine Kräfte parallel
zur Achse der Werkzeugwellen in die Antriebswelle eingeleitet würden. In der Getriebeaufnahme
könnte jeweils auch ein Winkelgetriebe mit mehreren Abgangswellen platziert werden
oder die Werkzeugwellen könnten über Kardanwellen od.dgl. angetrieben werden. Die
Vorrichtung kann in den verschiedensten Gebieten und je nach Verwendungszweck mit
nahezu allen bekannten Werkzeugen eingesetzt werden. Die bevorzugten Anwendungsgebiete
sind insbesondere der Bergbau zur Gewinnung von Erzen oder Kohle, der Straßenbau zum
Abtragen von Belägen, der Tagebau, der Tunnelbau zum Vortrieb von Tunneln, der Schachtbau,
der Tiefbau beim Ziehen von z.B. Gräben oder der Hochbau zur Sanierung von Böden und
Wänden.
1. Vorrichtung für die fräsende und/oder bohrende Bearbeitung von Materialien, insbesondere
zum Abtragen von Gestein, Mineralien oder Kohle, mit einer an einem Trommelträger
(1) um eine Trommelachse (H) drehbar gelagerten Werkzeugtrommel (4), in der mehrere
Werkzeugwellen (5), die an ihren von der Werkzeugtrommel (4) vorragenden Enden (9)
Bearbeitungswerkzeuge (16) tragen, drehend antreibbar gelagert sind, wobei mindestens
zwei der Werkzeugwellen (5) von einem gemeinsamen Getriebeantrieb antreibbar sind,
der an den Werkzeugwellen (5) drehfest angeordnete Abtriebszahnräder (7) und ein gemeinsames
Antriebselement (8) aufweist, das mit den Abtriebszahnrädern (7) zusammenwirkt, wobei
das Antriebselement (8) und die Werkzeugtrommel (4) relativ zueinander verdrehbar
sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Wellenachsen (W) der Werkzeugwellen (5) quer zur Trommelachse (H) stehen.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wellenachsen (W) der Werkzeugwellen (5; 105; 205; 355) senkrecht zur Trommelachse
(H) stehen.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wellenachsen (W) der Werkzeugwellen (55; 155; 305; 405) angewinkelt zur Trommelachse
(H) stehen, wobei der Winkel (74) der Anwinklung vorzugsweise größer ist als etwa
80°.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass im Betriebseinsatz eine Arbeitsbewegung (A) parallel zur Trommelachse (H) und/oder
eine Zustellbewegung (Z) senkrecht zur Trommelachse (H) erfolgt.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass sich alle Bearbeitungswerkzeuge (16; 66; 116; 166; 216; 316) radial außerhalb der
Werkzeugtrommel (4) befinden und im Betriebseinsatz sichelförmig Material abtragen.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass im Betriebseinsatz die Bearbeitungswerkzeuge aufgrund der Drehbewegung der Werkzeugtrommel
(4) quer zur Trommelachse (H) rotieren und außerhalb eines Umfangs (4'') der Werkzeugtrommel
(4) das Material abtragen.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkzeugtrommel (4; 54; 104; 154; 204) und wenigstens ein Teil der Werkzeugwellen
einen gemeinsamen Drehantrieb haben, wobei vorzugsweise der Drehantrieb eine drehfest
mit der Werkzeugtrommel (4; 54; 104; 154; 204) verbundene, im Trommelträger (1) gelagerte,
mittels einer Antriebsvorrichtung antreibbare Antriebswelle (3; 53; 103; 153; 203)
und ein oder wenigstens ein drehfest am Trommelträger befestigtes Antriebszahnrad
(8; 58; 108; 158; 208) als Antriebselement aufweist, das mit den Abtriebszahnrädern
(7; 57; 107; 157; 207) kämmt.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebszahnrad (8; 58; 108; 158) und die zugehörigen Abtriebszahnräder (7; 57;
107; 157) ein aus verzahnten Kegelrädern bestehendes Winkelgetriebe (20; 70; 120;
170) mit Planetenrädern bilden, oder dass das Antriebszahnrad und die zugehörigen
Abtriebszahnräder ein aus verzahntem Kronenrad und zylindrischen Zahnrädern als Abtriebszahnrädern
bestehendes Kronenradgetriebe bilden.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkzeugtrommel (204; 504) beidseitig der Werkzeugwellen (205) an einem Werkzeugträger
abgestützt ist, wobei vorzugsweise auf der der Antriebsvorrichtung gegenüberliegenden
Seite der Werkzeugtrommel (204) ein Zapfen (233) oder Lager zur zweiseitigen Halterung
der Werkzeugtrommel (204) ausgebildet ist.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkzeugtrommel (304; 354; 404) einen Trommelantrieb aufweist, der von einem
Getriebeantrieb für das Antriebselement (308; 358; 408) entkoppelt ist.
11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Trommelantrieb und/oder der Getriebeantrieb aus regelbaren Antrieben bestehen.
12. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkzeugtrommel (304) mit einer axial vorkragenden Wellenaufnahme (335) versehen
ist, in der eine drehfest mit dem Antriebszahnrad (308) verbundene, beidseitig aus
einer Aufnahmebohrung (336) der Wellenaufnahme herausragende Getriebeantriebswelle
(325) drehbar abgestützt ist.
13. Vorrichtung nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass der Trommelantrieb auf der einen Seite der Werkzeugtrommel (354; 404) und der Getriebeantrieb
axial versetzt auf der gegenüberliegenden Seite der Werkzeugtrommel (354; 404) angeordnet
oder ankoppelbar sind.
14. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkzeugtrommel (354) auf der gegenüberliegenden Seite mit einem axial vorkragenden
Ringfortsatz (385) mit einer Wellenaufnahme (386) versehen ist, in der eine drehfest
mit dem Antriebszahnrad (358) verbundene, beidseitig aus einer Aufnahmebohrung der
Wellenaufnahme (386) herausragenden Getriebeantriebswelle (375) drehbar abgestützt
ist, und auf der anderen Seite einen Lagerfortsatz (390) aufweist, an dem der Trommelantrieb
anordbar oder ankoppelbar ist.
15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Getriebenantriebswelle (375) mittels eines ersten Lagers (388) in der Wellenaufnahme
des Ringfortsatzes und mittels eines zweiten Lagers (388) im Lagerfortsatz (390) drehbar
gelagert ist, wobei vorzugsweise der Lagerfortsatz (390) aus einem mit der Werkzeugtrommel
verschraubten Lagerflansch besteht.
16. Vorrichtung nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkzeugtrommel (404) drehfest mit der Abtriebsseite eines ersten Nabengetriebes
(497) und das Antriebszahnrad (408) drehfest mit der Abtriebsseite eines zweiten Nabengetriebenes
(498) verbunden ist, wobei beide Nabengetriebe in einer zentralen Aufnahme angeordnet
sind, wobei vorzugsweise die Nabengetriebe (497, 498) als Einschubgetriebe mit vorzugsweise
gekapselten Getriebestufen ausgebildet sind, wobei die Befestigungsflansche beider
Nabengetriebe am Trommelträger befestigbar oder befestigt sind.
17. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 12 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Antriebszahnrad (308, 358, 408) und die Abtriebszahnräder (307, 357; 407) als
Kegelräder eines Winkelgetriebes mit Planetenrädern ausgebildet sind oder dass das
Antriebszahnrad als Kronenrad und die Abtriebszahnräder als mit diesem kämmende zylindrische
Zahnräder eines Kronenradgetriebes mit Planetenrädern ausgebildet sind.
18. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Abtriebszahnräder sämtlicher Werkzeugwellen (5) mit einem einzigen, gemeinsamen
Antriebszahnrad (8) in Zahneingriff stehen.
19. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 18, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkzeugwellen (5) gleichmäßig über den Umfang verteilt in der Werkzeugtrommel
(4) angeordnet sind und/oder dass jedes an einer Werkzeugwelle (5) angeordnete Bearbeitungswerkzeug
(16) relativ zur Anordnung eines Bearbeitungswerkzeugs (16) einer in Trommelumfangsrichtung
davor oder dahinter liegenden Werkzeugwelle (5) um einen Winkelbetrag oder im Abstand
von der Antriebswelle versetzt angeordnet ist.
20. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Bearbeitungswerkzeuge (116; 316) vorzugsweise aller Werkzeugwellen aus Rollenmeißeln
oder Rundschaftmeißeln bestehen, die zum mehrschichtig hinterschneidenden Abtragen
von Gestein, Kohle oder Mineralien an sich nach außen verjüngenden Werkzeugträgern
(115; 315; 415) oder Enden der Werkzeugwellen angeordnet sind, wobei vorzugsweise
sich die Werkzeugträger (315; 415) oder Enden der Werkzeugwellen konisch, bogenförmig
oder stufenförmig verjüngen.
21. Vorrichtung nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Bearbeitungswerkzeuge an jeder Werkzeugwelle in Schneidreihen (121-124) auf Teilkreisen
mit unterschiedlichen Durchmessern angeordnet sind, wobei vorzugsweise der Abstand
zwischen zwei Schneidreihen derart gewählt ist, dass alle Schneidreihen etwa gleich
große sichelförmige Schneidflächen abtragen.
22. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Bearbeitungswerkzeuge einer oder mehrerer der Werkzeugwellen im Wesentlichen
aus Fräswalzen (15; 65; 165) bestehen, wobei vorzugsweise die Fräswalzen zylindrisch
sind oder sich zum bearbeiteten Gestein oder dgl. hin konisch verjüngen
23. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Bearbeitungswerkzeuge von in Umfangsrichtung der Werkzeugtrommel aufeinander
folgenden Werkzeugwellen zueinander phasenversetzt angeordnet sind.
24. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass die Werkzeugwellen (155) an ihrem radial äußeren Ende mittels eines Bügels (180)
mit Zapfen (181) drehbar abgestützt sind, der an der Werkzeugtrommel befestigt ist,
oder dass die Werkzeugtrommel (254) zwischen benachbarten Werkzeugwellen mit radial
sich erstreckenden Kratzern oder Schaufeln (276) versehen ist.
25. Verfahren zum Fräsen oder Abtragen von Gestein oder dgl. unter Verwendung einer Vorrichtung
nach einem der Ansprüche 1 bis 24, bei dem die Rotationsgeschwindigkeit der Werkzeugwellen
(5; 105; 155; 205; 305; 355; 405), die Rotationsgeschwindigkeit der Werkzeugtrommel
(4; 54; 104; 154; 204; 304; 404; 504), die Vorschubgeschwindigkeit der Vorrichtung
parallel zur Trommelachse und/oder die Winkellage der an den einzelnen Werkzeugwellen
angeordneten Bearbeitungswerkzeuge (16; 116; 316) relativ zur Winkellage der Bearbeitungswerkzeuge
der in Umfangsrichtung davor oder dahinter liegenden Werkzeugwellen so eingestellt
werden, dass ein Bearbeitungswerkzeug einer nachfolgenden Werkzeugwelle nicht an derselben
Einschlagstelle im Gestein oder dgl. einschlägt wie ein Bearbeitungswerkzeug einer
vorangehenden Werkzeugwelle.
26. Verfahren nach Anspruch 25, dadurch gekennzeichnet, dass sich im Betriebseinsatz nur wenige Bearbeitungswerkzeuge gleichzeitig im Eingriff
mit dem zu fräsenden oder abzutragenden Material befinden.
27. Verwendung einer Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 24 und/oder des Verfahrens
nach einem der Ansprüche 25 oder 26 für den Abbau von mineralischen Gewinnungsprodukten
wie Kohle, Erzgestein oder dgl. oder zur Bearbeitung von betonierten oder asphaltierten
Flächen oder Bauwerken.
1. An apparatus for the milling and/or drilling cutting of materials, in particular for
the removal of rock, minerals or coal, with a tool drum (4) which is mounted on a
drum carrier (1) rotatably about a drum axis (H), in which a plurality of tool shafts
(5), which carry cutting tools (16) at their ends (9) projecting from the tool drum
(4), are rotatable drivable mounted, at least two of the tool shafts (5) being drivable
by a common gear drive which has power take-off gearwheels (7), arranged fixedly in
terms of rotation on the tool shafts (5), and a common drive element (8) which cooperates
with the power take-off gearwheels (7), the drive element (8) and the tool drum (4)
being rotatable in relation to one another, characterized in that the shaft axes (W) of the tool shafts (5) stand transversely to the drum axis (H).
2. The apparatus as claimed in claim 1, characterized in that the shaft axes (W) of the tool shafts (5; 105; 205; 355) stand perpendicularly to
the drum axis (H).
3. The apparatus as claimed in claim 1, characterized in that the shaft axes (W) of the tool shafts (55; 155; 305; 405) stand angled to the drum
axis (H), the angle (74) of the angling preferably being greater than about 80°.
4. The apparatus as claimed in one of claims 1 to 3, characterized in that, in operational use, a working movement (A) takes place parallel to the drum axis
(H) and/or a feed movement (Z) takes place perpendicularly to the drum axis (H).
5. The apparatus as claimed in one of claims 1 to 4, characterized in that all the cutting tools (16; 66; 116; 166; 216; 316) are located radially outside the
tool drum (4) and, in operational use, remove material in a sickle-shaped manner.
6. The apparatus as claimed in one of claims 1 to 5, characterized in that, in operational use, by virtue of the rotational movement of the tool drum (4) the
cutting tools rotate transversely to the drum axis (H) and remove the material outside
a circumference (4'') of the tool drum (4).
7. The apparatus as claimed in one of claims 1 to 6, characterized in that the tool drum (4; 54; 104; 154; 204) and at least some of the tool shafts have a
common rotary drive, wherein preferably the rotary drive has a drive shaft (3; 53;
103; 153; 203), which is connected fixedly in terms of rotation to the tool drum (4;
54; 104; 154; 204), is mounted in the drum carrier (1) and can be driven by means
of a drive device, and one or at least one driving gearwheel (8; 58; 108; 158; 208),
as a drive element, which is fastened fixedly in terms of rotation to the drum carrier
and which meshes with the power take-off gearwheels (7; 57; 107; 157; 207).
8. The apparatus as claimed in claim 7, characterized in that the driving gearwheel (8; 58; 108; 158) and the associated power take-off gearwheels
(7; 57; 107; 157) form an angular gear (20; 70; 120; 170) consisting of toothed bevel
wheels and having planet wheels, or that the driving gearwheel and the associated
power take-off gearwheels form a contrate gear consisting of a toothed contrate wheel
and of cylindrical gearwheels as power take-off gearwheels.
9. The apparatus as claimed in one of claims 7 or 8, characterized in that the tool drum (204; 504) is supported on both sides of the tool shafts (205) on a
tool carrier, a journal (233) or bearing for holding the tool drum (204) on two sides
being formed preferably on that side of the tool drum (204) which lies opposite the
drive device.
10. The apparatus as claimed in one of claims 1 to 6, characterized in that the tool drum (304; 354; 404) has a drum drive which is decoupled from a gear drive
for the drive element (308; 358; 408).
11. The apparatus as claimed in claim 10, characterized in that the drum drive and/or the gear drive consist/consists of variable drives.
12. The apparatus according to claim 10 or 11, characterized in that the tool drum (304) is provided with an axially projecting shaft receptacle (335)
in which a gear drive shaft (325) connected fixedly in terms of rotation to the driving
gearwheel (308) and projecting on both sides out of a reception bore (336) of the
shaft receptacle is rotatably supported.
13. The apparatus as claimed in claim 10 or 11, characterized in that the drum drive is arranged or can be coupled on one side of the tool drum (354; 404)
and the gear drive is arranged or can be coupled, offset axially, on the opposite
side of the tool drum (354; 404).
14. The apparatus as claimed in claim 13, characterized in that the tool drum (354) is provided on the opposite side with an axially projecting annular
extension (385) with a shaft receptacle (386), in which a gear drive shaft (375) connected
fixedly in terms of rotation to the driving gearwheel (358) and projecting on both
sides out of a reception bore of the shaft receptacle (386) is supported rotatably,
and has on the other side a bearing extension (390) on which the drum drive is arrangable
or can be coupled.
15. The apparatus as claimed in claim 14, characterized in that the gear drive shaft (375) is mounted rotatably by means of a first bearing (388) in the shaft receptacle of the annular extension and by means of a second bearing (388) in the
bearing extension (390), wherein preferably the bearing extension (390) consists of
a bearing flange screwed to the tool drum.
16. The apparatus as claimed in claim 13, characterized in that the tool drum (404) is connected fixedly in terms of rotation to the power take-off
side of a first hub gear (497) and the driving gearwheel (408) is connected fixedly
in terms of rotation to the power take-off side of a second hub gear (498), the two
hub gears being arranged in a central receptacle, wherein preferably, the hub gears
(497, 498) are designed as push-in gears with preferably encapsulated gear stages,
the fastening flanges of the two hub gears being fastenable or fastened to the drum
carrier.
17. The apparatus as claimed in one of claims 12 to 16, characterized in that the driving gearwheel (308, 358, 408) and the power take-off gearwheels (307; 357;
407) are designed as bevel wheels of an angular gear with planet wheels, or in that the driving gearwheel is designed as a contrate wheel and the power take-off gearwheels
are designed as cylindrical gearwheels, meshing with this, of a contrate gear with
planet wheels.
18. The apparatus as claimed in one of claims 1 to 17, characterized in that the power take-off gearwheels of all the tool shafts (5) are in toothed engagement
with a single common driving gearwheel (8).
19. The apparatus as claimed in one of claims 1 to 18, characterized in that the tool shafts (5) are arranged, distributed uniformly over the circumference, in
the tool drum (4), and/ot that each cutting tool (16) arranged on a tool shaft (5)
is arranged, offset by an angular amount or at a distance from the drive shaft, in
relation to the arrangement of a cutting tool (16) of a tool shaft (5) lying in front of or behind it in the drum circumferential direction.
20. The apparatus as claimed in one of claims 1 to 19, characterized in that the cutting tools (116; 316) of preferably all the tool shafts consist of roller
chisels or straight shank chisels which, for the undercutting removal of rock, coal
or minerals in a plurality of layers, are arranged on outwardly tapering tool carriers
(115; 315; 415) or ends of the tool shafts, wherein preferably the tool carriers (315;
415) or ends of the tool shafts taper conically, arcuately or in a stepped manner.
21. The apparatus as claimed in claim 20, characterized in that the cutting tools on each tool shaft are arranged in cutting rows (121-124) on pitch
circles with different diameters, the distance between two cutting rows preferably
being selected in such a way that all the cutting rows remove sickle-shaped cutting
surfaces of approximately identical size.
22. The apparatus as claimed in one of claims 1 to 19, characterized in that the cutting tools of one or more of the tool shafts consist essentially of milling
rollers (15; 65; 165), wherein preferably the milling rollers are cylindrical or taper
conically toward the cut rock or the like.
23. The apparatus as claimed in one of claims 1 to 22, characterized in that the cutting tools of tool shafts succeeding one another in the circumferential direction
of the tool drum are arranged so as to be phase-offset with respect to one another.
24. The apparatus as claimed in one of claims 1 to 23, characterized in that the tool shafts (155) are supported rotatably at their radially outer end by means
of a yoke (180) with a journal (181) which is fastened to the tool drum, or that the
tool drum (254) is provided between adjacent tool shafts with radially extending scrapers
or shovels (276).
25. A method for the milling or removal of rock or the like, using an apparatus as claimed
in one of claims 1 to 24, in which the rotational speed of the tool shafts (5; 105;
155;205; 305; 355; 405), the rotational speed of the tool drum (4; 54; 104; 154; 204;
304; 404; 504), the advancing speed of the apparatus parallel to the drum axis and/or
the angular position of the cutting tools (16; 116; 316), arranged on the individual
tool shafts, in relation to the angular position of the cutting tools of the tool
shafts lying in front of or behind them in the circumferential direction are set such
that a cutting tool of a following tool shaft does not strike at the rock or the like
at the same striking point as a cutting tool of a preceding tool shaft.
26. The method as claimed in claim 25, characterized in that, in operational use, only a few cutting tools are simultaneously in engagement with
the material to be milled or to be removed.
27. The use of an apparatus as claimed in one of claims 1 to 24 and/or of the method as
claimed in one of claims 25 or 26 for breaking down mineral extraction products, such
as coal, ore-bearing rock or the like, or for the cutting of concreted or asphalted
surfaces or buildings.
1. Dispositif pour l'usinage par fraisage et/ou perçage de matériaux, notamment pour
l'enlèvement de roche, de minéraux ou de charbon, comprenant un tambour d'outil (4)
monté sur un support de tambour (1) de manière rotative autour d'un axe de tambour
(H), dans lequel tambour sont montés, de manière à pouvoir être entraînés en rotation,
plusieurs arbres d'outil (5) qui portent sur leurs extrémités (9) saillant depuis
le tambour d'outil (4) des outils d'usinage (16), au moins deux des arbres d'outil
(5) pouvant être entraînés par un entraînement par engrenage commun qui présente des
roues dentées de prise de force (7) disposées de manière solidaire en rotation sur
les arbres d'outil (5) et un élément d'entraînement commun (8) qui coopère avec les
roues dentées de prise de force (7), l'élément d'entraînement (8) et les tambours
d'outil (4) pouvant tourner les uns par rapport aux autres, caractérisé en ce que les axes d'arbres (W) des arbres d'outil (5) sont transversaux à l'axe de tambour
(H).
2. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que les axes d'arbres (W) des arbres d'outil (5 ; 105 ; 205 ; 355) sont perpendiculaires
à l'axe de tambour (H).
3. Dispositif selon la revendication 1, caractérisé en ce que les axes d'arbres (W) des arbres d'outil (55 ; 155 ; 305 ; 405) sont coudés par rapport
à l'axe de tambour (H), l'angle (74) du coudage étant de préférence supérieur à environ
80°.
4. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que pendant l'utilisation fonctionnelle, un mouvement de travail (A) s'effectue parallèlement
à l'axe de tambour (H) et/ou un mouvement d'avance (Z) s'effectue perpendiculairement
à l'axe de tambour (H).
5. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que tous les outils d'usinage (16 ; 66 ; 116 ; 166 ; 216 ; 316) se trouvent radialement
à l'extérieur du tambour d'outil (4) et enlèvent, pendant l'utilisation fonctionnelle,
de la matière en forme de croissant.
6. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que pendant l'utilisation fonctionnelle, les outils d'usinage tournent transversalement
à l'axe de tambour (H) en raison du mouvement de rotation du tambour d'outil (4),
et enlèvent la matière à l'extérieur d'une périphérie (4") du tambour d'outil (4).
7. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le tambour d'outil (4 ; 54 ; 104 ; 154 ; 204) et au moins une partie des arbres d'outil
ont un entraînement en rotation commun, l'entraînement en rotation présentant de préférence
un arbre d'entraînement (3 ; 53 ; 103 ; 153 ; 203) pouvant être entraîné au moyen
d'un dispositif d'entraînement, monté dans le support de tambour (1) et connecté de
manière solidaire en rotation au tambour d'outil (4 ; 54 ; 104 ; 154 ; 204), et une
roue dentée d'entraînement ou au moins une roue dentée d'entraînement (8 ; 58 ; 108
; 158 ; 208) fixée de manière solidaire en rotation au support de tambour en tant
qu'élément d'entraînement, qui s'engrène avec les roues dentées de prise de force
(7 ; 57 ; 107 ; 157 ; 207).
8. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce que la roue dentée d'entraînement (8 ; 58 ; 108 ; 158) et les roues dentées de prise
de force associées (7 ; 57 ; 107 ; 157) forment un engrenage angulaire (20 ; 70 ;
120 ; 170) se composant de roues coniques dentées, avec des roues planétaires, ou
en ce que la roue dentée d'entraînement et les roues dentées de prise de force associées forment
un engrenage à pignon en couronne constitué d'un pignon en couronne denté et de roues
dentées cylindriques en tant que roues dentées de prise de force.
9. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 7 ou 8, caractérisé en ce que le tambour d'outil (204 ; 504) est supporté des deux côtés des arbres d'outil (205)
sur un support d'outil, un tourillon (233) ou un palier étant réalisé pour la fixation
bilatérale du tambour d'outil (204) de préférence sur le côté du tambour d'outil (204)
opposé au dispositif d'entraînement.
10. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le tambour d'outil (304 ; 354 ; 404) présente un entraînement de tambour qui est
désaccouplé d'un entraînement d'engrenage pour l'élément d'entraînement (308 ; 358
; 408).
11. Dispositif selon la revendication 10, caractérisé en ce que l'entraînement de tambour et/ou l'entraînement d'engrenage se composent d'entraînements
réglables.
12. Dispositif selon la revendication 10 ou 11, caractérisé en ce que le tambour d'outil (304) est pourvu d'un logement d'arbre (335) saillant axialement,
dans lequel est supporté à rotation un arbre d'entraînement d'engrenage (325) connecté
de manière solidaire en rotation à la roue dentée d'entraînement (308) et saillant
de chaque côté hors d'un alésage de réception (336) du logement d'arbre.
13. Dispositif selon la revendication 10 ou 11, caractérisé en ce que l'entraînement de tambour est disposé ou peut être accouplé sur un côté du tambour
d'outil (354 ; 404) et l'entraînement d'engrenage est disposé ou peut être accouplé
de manière décalée axialement sur le côté opposé du tambour d'outil (354 ; 404).
14. Dispositif selon la revendication 13, caractérisé en ce que le tambour d'outil (354) est pourvu sur le côté opposé d'une saillie annulaire saillant
axialement (385) avec un logement d'arbre (386), dans lequel est supporté à rotation
un arbre d'entraînement d'engrenage (375) connecté de manière solidaire en rotation
à la roue dentée d'entraînement (358), saillant de chaque côté hors d'un alésage de
réception du logement d'arbre (386), et présente de l'autre côté une saillie de palier
(390) sur laquelle peut être disposé ou à laquelle peut être accouplé l'entraînement
de tambour.
15. Dispositif selon la revendication 14, caractérisé en ce que l'arbre d'entraînement d'engrenage (375) est monté à rotation au moyen d'un premier
palier (388) dans le logement d'arbre de la saillie annulaire et au moyen d'un deuxième
palier (388) dans la saillie de palier (390), la saillie de palier (390) se composant
de préférence d'une bride de palier vissée avec le tambour d'outil.
16. Dispositif selon la revendication 13, caractérisé en ce que le tambour d'outil (404) est connecté de manière solidaire en rotation au côté de
prise de force d'un premier engrenage de moyeu (497) et la roue dentée d'entraînement
(408) est connectée de manière solidaire en rotation au côté de prise de force d'un
deuxième engrenage de moyeu (498), les deux engrenages de moyeu étant disposés dans
un logement central, les engrenages de moyeu (497, 498) étant réalisés de préférence
sous forme d'engrenages d'enfoncement avec des rapports d'engrenage de préférence
encapsulés, les brides de fixation des deux engrenages de moyeu pouvant être fixées
ou étant fixées sur le support de tambour.
17. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 12 à 16, caractérisé en ce que la roue dentée d'entraînement (308, 358, 408) et les roues dentées de prise de force
(307, 357 ; 407) sont réalisées sous forme de roues coniques d'un engrenage angulaire,
avec des roues planétaires, ou en ce que la roue dentée d'entraînement est réalisée sous forme de pignon en couronne et les
roues dentées de prise de force sont réalisées sous forme de roues dentées cylindriques
d'un engrenage à pignon en couronne avec roues planétaires, s'engrenant avec la roue
dentée d'entraînement.
18. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 17, caractérisé en ce que les roues dentées de prise de force de tous les arbres d'outil (5) sont en prise
d'engagement avec une roue dentée d'entraînement unique commune (8).
19. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 18, caractérisé en ce que les arbres d'outil (5) sont répartis uniformément sur la périphérie dans le tambour
d'outil (4), et/ou en ce que chaque outil d'usinage (16) disposé sur un arbre d'outil
(5) est disposé de manière décalée par rapport à l'agencement d'un outil d'usinage
(16) d'un arbre d'outil (5) situé avant ou après lui dans la direction périphérique
du tambour, d'une certaine valeur angulaire ou à une certaine distance de l'arbre
d'entraînement.
20. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 19, caractérisé en ce que les outils d'usinage (116 ; 316) de préférence de tous les arbres d'outil se composent
de trépans à cônes ou de trépans à queue cylindrique qui sont disposés pour l'enlèvement
multicouche par contre-dépouille de roche, de charbon ou de minéraux sur des supports
d'outils (115 ; 315 ; 415) se rétrécissant vers l'extérieur, ou sur des extrémités
des arbres d'outil, les supports d'outil (315 ; 415) ou des extrémités des arbres
d'outil se rétrécissant de manière conique, en forme courbée ou de manière étagée.
21. Dispositif selon la revendication 20, caractérisé en ce que les outils d'usinage sont disposés sur chaque arbre d'outil en rangées de coupe (121-124)
sur des cercles partiels de diamètres différents, la distance entre deux rangées de
coupe étant de préférence choisie de telle sorte que toutes les rangées de coupe enlèvent
des surfaces de coupe en forme de croissant approximativement de même dimension.
22. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 19, caractérisé en ce que les outils d'usinage d'un ou de plusieurs des arbres d'outil se composent essentiellement
de rouleaux de fraisage (15 ; 65 ; 165), les rouleaux de fraisage étant de préférence
cylindriques ou se rétrécissant coniquement vers la roche ou similaire à usiner.
23. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 22, caractérisé en ce que les outils d'usinage d'arbres d'outils successifs dans la direction périphérique
du tambour d'outil sont disposés de manière déphasée les uns par rapport aux autres.
24. Dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 23, caractérisé en ce que les arbres d'outil (155) sont supportés à rotation avec des tourillons (181) sur
leur extrémité radialement extérieure au moyen d'un étrier (180) qui est fixé sur
le tambour d'outil, ou en ce que le tambour d'outil (254) est pourvu, entre des arbres d'outil adjacents, de racloirs
ou de pales (276) s'étendant radialement.
25. Procédé pour le fraisage ou l'enlèvement de roche ou similaire en utilisant un dispositif
selon l'une quelconque des revendications 1 à 24, dans lequel la vitesse de rotation
des arbres d'outil (5 ; 105 ; 155 ; 205 ; 305 ; 355 ; 405), la vitesse de rotation
du tambour d'outil (4 ; 54 ; 104 ; 154 ; 204 ; 304 ; 404 ; 504), la vitesse d'avance
du dispositif parallèlement à l'axe du tambour et/ou la position angulaire des outils
d'usinage (16 ; 116 ; 316) disposés sur les arbres d'outil individuels sont ajustées par rapport à la position angulaire
des outils d'usinage des arbres d'outil situés avant ou après dans la direction périphérique
de telle sorte qu'un outil d'usinage d'un arbre d'outil suivant ne frappe pas au même
endroit d'impact dans la roche ou similaire qu'un outil d'usinage d'un arbre d'outil
précédent.
26. Procédé selon la revendication 25, caractérisé en ce que seulement un petit nombre d'outils d'usinage se trouve simultanément en prise avec
le matériau à fraiser ou à enlever.
27. Utilisation d'un dispositif selon l'une quelconque des revendications 1 à 24 et/ou
du procédé selon l'une quelconque des revendications 25 ou 26 pour l'enlèvement de
produits d'extraction minéraux, comme du charbon, de la roche minérale ou similaire,
ou pour l'usinage de surfaces ou de constructions bétonnées ou asphaltées.
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