Technisches Gebiet der Erfindung
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft einen Injektor für eine künstliche Befruchtung
von Tieren, mittels dessen neben der künstlichen Befruchtung auch eine Untersuchung,
ein Test oder eine Therapie der Tiere durchgeführt werden kann.
Stand der Technik
[0002] Wie aus den Figuren 1 und 2 ersichtlich ist, besteht ein herkömmlicher Injektor für
die künstliche Befruchtung von Tieren aus einem Rohr 10 und einer Düse 20. Die Düse
20 ist aus einem weichen Material (wie zum Beispiel Schaumgummi oder Gummi) hergestellt
und wird in die Scheide und die Gebärmutter des Tieres geschoben. Die Düse 20 ist
üblicherweise kegelförmig (siehe Figur 1) oder spiralförmig (siehe Figur 2) ausgebildet.
Die kegelförmige Düse 20 weist eine glatte Oberfläche auf, um die Reibung mit der
Scheide und der Gebärmutter des Tieres zu reduzieren. Im Mittelbereich der Düse ist
eine Nut 201 vorgesehen. Wenn die Düse 20 in die Gebärmutter eintritt, kann die Nut
201 durch die Gebärmutterkontraktion einen Druck auf die Düse 20 ausüben. Dadurch
kann der Benutzer den Eintritt der Düse 20 in die Gebärmutter erkennen. Die spiralförmige
Düse 20 wird durch Drehen in die Scheide und die Gebärmutter des Tieres geschoben.
Durch die spiralförmige Nut 202 der Düse 20 kann der Benutzer den Eintritt der Düse
20 in die Gebärmutter erkennen.
[0003] Um die Reibung zu verringern, wird die Düse üblicherweise mit einem Schmiermittel
beschichtet. Dieses Schmiermittel wird jedoch durch den Kontakt mit der Scheide vollständig
abgerieben, bevor die Düse in die Gebärmutter eintritt, so dass die Schmierwirkung
begrenzt ist. Zudem kann dieser Injektor nur zur künstlichen Befruchtung verwendet
werden und hat keine anderen Funktionen.
[0004] Aus diesem Grund hat der Erfinder in Anbetracht der Nachteile herkömmlicher Lösungen,
basierend auf langjähriger Erfahrung in diesem Bereich, nach langem Studium, zahlreichen
Versuchen und unentwegten Verbesserungen die vorliegende Erfindung entwickelt.
Aufgabe der Erfindung
[0005] Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Injektor für eine künstliche
Befruchtung von Tieren zu schaffen, der aus einem Rohr und einer Düse besteht, wobei
die Düse in der Oberfläche eine Vielzahl von Sacklöchern, Durchgangslöchern, Nuten,
konkaven Schriften oder Mustern aufweist, in denen ein Schmiermittel, ein Reagenz
oder ein Arzneimittel aufgenommen werden kann, wodurch eine Untersuchung, ein Test
oder eine Therapie der Tiere durchgeführt werden kann, so dass der Anwendungsbereich
erweitert wird.
[0006] Der Erfindung liegt eine weitere Aufgabe zugrunde, einen Injektor für eine künstliche
Befruchtung von Tieren zu schaffen, der durch die Löcher, Nuten, konkaven Schriften
oder Muster eine Materialeinsparung erreicht.
[0007] Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
detaillierten Beschreibung der bevorzugten Ausführungsbeispiele in Verbindung mit
den anliegenden Zeichnungen.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0008]
- Figur 1
- ist eine perspektivische Darstellung einer herkömmlichen, aus dem Stand der Technik
bekannten Lösung,
- Figur 2
- ist eine Seitenansicht der herkömmlichen Lösung,
- Figur 3
- zeigt eine perspektivische Darstellung der Erfindung,
- Figur 4
- ist eine Schnittdarstellung der Erfindung,
- Figur 5
- zeigt einer weitere perspektivische Darstellung der Erfindung.
Wege zur Ausführung der Erfindung
[0009] Wie aus den Figuren 3, 4 und 5 ersichtlich ist, besteht die Erfindung aus einem Rohr
10 und einer Düse 20. Die Düse 20 weist in ihrer Oberfläche eine Vielzahl von Sacklöchern
203, Durchgangslöchern 204, Nuten 205, konkaven Schriften oder Mustern 206 auf. Bevor
die Düse 20 in die Scheide und in die Gebärmutter des Tieres geschoben wird, kann
sie mit einem Schmiermittel, einer Arzneilösung oder einer Arzneipaste beschichtet,
imprägniert oder besprüht werden.
[0010] Wenn die Düse 20 mit einem Schmiermittel beschichtet wird, kann das Schmiermittel
in den Löchern, Nuten, konkaven Schriften oder Mustern aufgenommen werden. Bei der
künstlichen Befruchtung wird die Düse 20 in die Scheide und Gebärmutter des Tieres
geschoben. Da die Düse 20 aus einem weichen Material hergestellt ist, wird sie zusammengedrückt,
wodurch das Schmiermittel aus den Löchern, Nuten, konkaven Schriften oder Mustern
ausgedrückt wird, so dass eine Schmierung erreicht wird.
[0011] Neben dem Schmiermittel kann in den Löchern, Nuten, konkaven Schriften oder Mustern
der Düse 20 auch ein Reagenz, eine Arzneilösung oder eine Arzneipaste aufgenommen
werden, um eine Untersuchung des Tiers durchzuführen. Wenn die Düse 20 in die Scheide
und die Gebärmutter des Tieres geschoben wird, kann das Reagenz aus den Löchern, Nuten,
konkaven Schriften oder Mustern ausgedrückt werden und mit dem Sekret des Tieres reagieren,
wodurch eine Untersuchung des Tieres durchgeführt werden kann. Wenn in den Löchern,
Nuten, konkaven Schriften oder Mustern ein Arzneimittel aufgenommen ist, kann eine
Therapie des Tieres oder eine Förderung der Gebärmutterkontraktion des Tieres durchgeführt
werden, um die Wirkung der künstlichen Befruchtung zu verbessern.
[0012] Die Löcher, Nuten, konkaven Schriften oder Muster der Düse 20 können auch eine Werbewirkung
erreichen. Zudem kann das Material der Düse durch die Löcher, Nuten, konkaven Schriften
oder Muster eingespart werden.
[0013] Um einen Austritt der Samenflüssigkeit aus einer Hinterseite der Düse 20 zu verhindern,
sind die Löcher, Nuten, konkaven Schriften oder Muster nicht mit der Hinterseite der
Düse 20 verbunden. In der Oberfläche der Düse kann eine Nut 201 vorgesehen sein, die
mit den Löchern, Nuten, konkaven Schriften oder Mustern verbunden ist. Durch die Nut
201 kann eine Konvektion des Reagenz oder Arzneimittels in den Löchern, Nuten, konkaven
Schriften oder Mustern erreicht werden, so dass das Reagenz oder Arzneimittel leicht
ausgedrückt werden kann.
Bezugszeichenliste
[0014]
- 10
- Rohr
- 20
- Düse
- 201
- Nut
- 202
- spiralförmige Nut
- 203
- Sackloch
- 204
- Durchgangsloch
- 205
- Nut
- 206
- konkave Schrift oder Muster
1. Injektor für eine künstliche Befruchtung von Tieren, der aus einem Rohr (10) und einer
weichen Düse (20) besteht, dadurch gekennzeichnet, dass die Düse (20) in der Oberfläche eine Vielzahl von Sacklöchern (203), Durchgangslöchern
(204), Nuten (205), konkaven Schriften oder Mustern (206) aufweist, in denen ein Schmiermittel,
ein Reagenz oder ein Arzneimittel aufgenommen werden kann.
2. Injektor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchgangslöcher (204), Nuten (205), konkaven Schriften oder Muster (206) nicht
mit der Hinterseite der Düse (20) verbunden sind.