[0001] Die Erfindung betrifft eine Tragprofilschiene für Lastträger, an denen hängende Lasten,
insbesondere Personen, horizontal, längs der Tragprofilschiene verschoben werden können,
umfassend eine in Montageposition oben angeordnete Basis sowie zwei beabstandete sich
nach unten erstreckende Schenkel, die über die Basis miteinander verbunden sind.
[0002] Lastträger in Tragprofilschienen werden in vielen Arbeitsbereichen bevorzugt eingesetzt,
um das horizontale Verlagern von großen Lasten kräftesparend zu gestalten. Hierzu
werden die zu verlagernden Lasten typischerweise mit einem Lastträger verbunden, welcher
in eine Tragprofilschiene eingesetzt werden kann oder in diese bereits fest eingesetzt
ist, wobei der Lastträger meist horizontal in reibungsreduzierter und damit kräftesparender
Weise entlang der Längsrichtung der Tragprofilschiene verschoben wird. Typische Einsatzgebiete
von Lastträgern in Tragprofilschienen sind in einem industriellen Umfeld zu suchen,
in welchem normalerweise große Lasten zur Verlagerung in Fertigungs- oder Logistikprozessen
anfallen. Darunter sind vor allem die Auto- und die Schwerindustrie zu rechnen. Zudem
bedient man sich auch in anderen industriellen Umfeldern der Lastträger in Tragprofilschienen,
da diese auch eine automatische, elektronikgesteuerte Verlagerung in vorbestimmte
Richtungen erlauben, und so industrielle Arbeitsabläufe logistisch deutlich erleichtern.
[0003] Im Heimbereich sind Lastträger in Tragprofilschienen noch weitgehend ungewöhnlich,
da die Anzahl von Einsatzgebieten nur sehr gering ist. Zudem sind die Anschaffungskosten
für die meisten möglichen Heimanwendungen nicht ausreichend wirtschaftlich. Eine Heimanwendung
für Lastträger in Tragprofilschienen, deren Vorteile zunehmend genutzt werden, liegt
im Patienten- und Personentransport im Heim- oder auch im Pflege- und Krankenbereich.
Immobile Personen, wie alte, kranke oder auch behinderte Personen sind in Bezug auf
ihre Mobilität stets auf externe Hilfe angewiesen. Wollen sich immobile Personen etwa
in einen anderen Wohn- oder Aufenthaltsbereich bewegen oder sich auch lediglich nur
umlagern, sind sie in den meisten Fällen auf die Benutzung von Hilfsmitteln wie etwa
Hebeeinrichtungen oder Rollstühlen angewiesen. Vielfach ist jedoch eine eigene Bedienung
solcher Hilfsmittel und Gerätschaften weitgehend unmöglich, vor allem dann, wenn die
Personen selbst nicht die nötigen Kräfte aufzubringen vermögen, sich selbst ausreichend
zu bewegen. Ferner ist es selbst möglich, dass eine Hilfsperson, welche die immobile
Person unterstützt, aus Kräftemangel diese nicht ausreichend bewegen und folglich
umlagern kann. In all den vorgenannten Fallbeispielen kann die Verwendung eines Lastträger
in Tragprofilschienen, zu einer wesentlichen Erleichterung bei dem Bewegungs- und
Umlagerungsprozess beitragen, da die Last der immobilen Person von einer beispielsweise
an der Raumdecke angebrachten Tragprofilschiene leicht aufgenommen werden kann. Der
Hebeprozess kann beispielsweise mit einem dem Stand der Technik bekannten Patientenhebesystem
ausgeführt werden, in welchem typischerweise eine Hebevorrichtung mit einem Lastträger
verbunden wird, der in einer Tragprofilschiene verschiebbar angeordnet werden kann
und zusammen mit der oder den Tragprofilschienen eine Lastträgeranordnung definiert.
Mittels der Lastträgeranordnung kann die immobile Person, nachdem sie angehoben wurde,
folglich ohne weiteres in andere Wohn- oder Aufenthaltsbereiche bewegt werden.
[0004] Ein deutlicher Nachteil der Verwendung von Tragprofilschienen im Deckenbereich im
Heim- oder Wohnbereich besteht jedoch darin, dass durch das Vorstehen einer oder mehrerer
Tragprofilschienen oftmals das optische Erscheinungsbild des Heim- oder Wohnbereichs
sehr stark negativ beeinflusst ist.
[0005] Dementsprechend besteht die Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, eine Tragprofilschiene
vorzuschlagen, die sich leichter in eine insbesondere abgehängte Decke integrieren
lässt.
[0006] Diese Aufgabe wird durch eine Vorrichtung, ein Verfahren und eine Lastträgeranordnung
nach den Patentansprüchen 1, 11 bzw. 12 gelöst.
[0007] Insbesondere wird die Aufgabe durch eine Tragprofilschiene für Lastträger gelöst,
an denen hängende Lasten, insbesondere Personen, horizontal, längs der Tragprofilschiene
verschoben werden können, umfassend eine in Montageposition oben angeordnete Basis
sowie zwei beabstandete sich nach unten erstreckende Schenkel, die über die Basis
miteinander verbunden sind, wobei die Basis an ihrer den Schenkeln abgewandten Seite
eine Befestigungsausnehmung zur Anbringung von Deckenmontageelementen umfasst, und
die Schenkel jeweils nach innen, aufeinander zugerichtete erste Abwinkelungen aufweisen,
die an ihrer der Basis zugewandten Oberseite Laufflächen für den oder die Lastträger
ausbilden und durch eine schlitzförmige Öffnung für den Lastträger voneinander beabstandet
sind und wobei die Schenkel nach außen gerichtete zweite Abwinkelungen aufweisen,
die als Auflage oder Sichtblende für einen Rand einer abgehängten und die Tragprofilschiene
teilweise kaschierenden Unterdecke ausgebildet sind.
[0008] Weiterhin wird die Aufgabe durch ein Verfahren gelöst, in welchem eine wie zuvor
beschriebene Tragprofilschiene in einem Extrusionsverfahren hergestellt wird.
[0009] Überdies wird die Aufgabe durch eine Lastträgeranordnung aus vorbeschriebener Tragprofilschiene
und Lastträger, an dem hängende Lasten, insbesondere Personen, horizontal, längs der
Tragprofilschiene verschoben werden können, gelöst. Der Lastträger zeichnet sich ferner
durch Rollen aus, von denen jeweils mindestens eine sich auf der ihr zugeordneten
Lauffläche der ersten Abwinkelungen abstützt.
[0010] Ein Grundgedanke der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass die Tragprofilschiene
an ihren Schenkeln in Montageposition unten angeordnete nach außen gerichtete zweite
Abwinkelungen aufweist, welche zur Auflage von Deckenelementen einer die Tragprofilschiene
teilweise kaschierenden Unterdecke ausgebildet sind. Damit wird einerseits gewährleistet,
dass die teilweise Kaschierung der Tragprofilschiene durch die Deckenelemente die
Funktionalität der Tragprofilschiene in vollem Umfang aufrecht erhält, da erfindungsgemäß
die Anordnung kein auch zufälliges Blockieren der schlitzförmigen Öffnung für den
Lastenträger durch die Deckenelemente zulässt. Die Deckenelemente bzw. die eine oder
mehreren Tragprofilschienen können nämlich so angeordnet werden, dass die Tragprofilschiene
auf das Raster der Deckenelemente abgestimmt in eine Unterdeckenkonstruktion eingefügt
werden kann.
[0011] Die nach innen, aufeinander zugerichteten ersten Abwinkelungen, als auch die nach
außen gerichteten zweiten Abwinkelungen weisen von der Basis weggerichtete flächige
Bereiche auf, die zusammen mit den flächigen Seiten der aufzulegenden Deckenelemente
das optische Erscheinungsbild auf der Benutzerseite der Unterdecke mit teilweise kaschierter
Tragprofilschiene bestimmen. Durch den flächenhaften Charakter der inneren sowie der
äußeren Abwinkelungen jedoch, kann ein einheitliches Erscheinungsbild gewährleistet
werden, welches bei geeigneter farblicher Gestaltung der Abwinkelungen sogar den Eindruck
einer zusammenhängenden, durchgehenden Unterdecke erwecken kann.
[0012] Bei einer ersten Ausführungsform der Erfindung weist die Befestigungsausnehmung einen
in Montageposition umgekehrt T-förmigen Querschnitt auf, mit einem nach oben gerichteten
Befestigungsschlitz. Über eine dergestaltige Befestigungsausnehmung können entsprechend
geformte Befestigungsmittel mit der Tragprofilschiene in Eingriff gebracht werden
und diese in vorbestimmter Montagehöhe halten.
[0013] Die umgekehrt T-förmige Ausformung der Befestigungsausnehmung ermöglicht zudem auch
die Verschiebbarkeit eines sich mit der Befestigungsausnehmung bereits in Eingriff
stehenden Befestigungsmittels in Längsrichtung. Eine Justierung der Lageposition einer
Tragprofilschiene kann auch dann erfolgen, wenn Befestigungsmittel bereits in die
umgekehrt T-förmige Befestigungsausnehmung der Tragprofilschiene eingreifen, diese
jedoch erst zu einem späteren Zeitpunkt nach dem Einjustieren entlang der Längsrichtung
der Tragprofilschiene festgestellt werden und die Tragprofilschiene befestigen. Folglich
können vor dem Anbringen einer Unterdecke zusammen mit einer erfindungsgemäßen Tragprofilschiene
bereits insbesondere T-förmige Adapterstücke in der umgekehrt T-förmigen Befestigungsausnehmung
der Tragprofilschiene angeordnet sein, welche dann bei der Fertigstellung der Unterdeckenkonstruktion,
nur noch an die entsprechenden Montagepositionen verschoben werden müssen.
[0014] In einer weiterführenden Ausführungsform ist vorgesehen, dass die ersten Abwinkelungen
eines Schenkels mit der zweiten Abwinkelung eines Schenkels eine gemeinsame durch
die schlitzförmige Öffnung unterbrochene plane Unterseite der Tragprofilschiene ausbilden.
Durch die Ausbildung einer planen gemeinsamen Unterseite erscheint eine ausführungsgemäße,
in eine Unterdeckenkonstruktion eingebaute Tragprofilschiene auf der Benutzerseite
weniger auffällig und erweckt beim Betrachter den Eindruck einer zusammenhängenden
Unterdeckenkonstruktion. Sollten die vorgesehenen Deckenelemente der Unterdecke keine
glatte sondern eine geraute Oberfläche aufweisen, ist es ebenso möglich, dass die
plane gemeinsame Unterseite der Abwinkelungen die Struktur der Unterdecke nachbildet,
um so ein verbessertes Kaschieren der Tragprofilschiene zu erreichen. Ausführungsgemäß
kann auch eine entsprechende Beschichtung oder Beklebung auf der planen gemeinsamen
Unterseite vorgesehen sein.
[0015] Fernerhin kann als weiter vorteilhafte Ausführungsform vorgesehen sein, dass sich
an die Unterseite außen jeweils eine Fasenfläche anschließt, die leicht nach oben
gerichtet ist, so dass die an der gemeinsamen planen Unterseite seitlich anschließenden
Fasenflächen zusammen mit der Unterseite eine Sichtseite der Tragprofilschiene definieren.
Fasenflächen dieser Gestalt unterstützen einerseits den kaschierenden Eindruck einer
in einer Unterdeckenkonstruktion angeordneten ausführungsgemäßen Tragprofilschiene,
da der Abschluss der nach außen gerichteten zweiten Abwinkelungen mit der Unterdecke
glatter erscheint und folglich keine oder kaum eine optische Unterbrechung an dem
Übergang von der Unterseite der Tragprofilschiene zur Unterseite der Unterdecke sichtbar
wird. Andererseits wird auch der mechanische Übergang in Form Stufe in dem Übergangsbereich
zwischen der Unterseite der Tragprofilschiene zur Unterseite der Unterdecke vermindert.
[0016] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform, die unabhängig vom Vorsehen zweiter
Abwinkelungen, die als Auflage oder Sichtblende für einen Rand einer die Tragprofilschiene
teilweise kaschierenden Unterdecke hier als eigenständige erfinderische Lösung beansprucht
wird, ist vorgesehen, dass die erste Abwinkelung mit in Profillängsrichtung verlaufenden
Ausnehmungen oder Bohrungen versehen ist, um ein exaktes Ausrichten einer benachbarten
Tragprofilschiene zur Erzielung miteinander fluchtender Laufflächen zu erleichtern.
Eine solche ausführungsgemäße Ausrichtung kann optisch, mechanisch oder auch in einer
anderen handwerksüblichen Weise erfolgen. Dabei können die vorgesehenen Ausnehmungen
oder Bohrungen zweier auszufluchtender Tragprofilschienen etwa optisch aufeinander
abgeglichen werden, um Festzulegen, wann eine ausgefluchtete Ausrichtung zweier auf
Stoss verbundener Tragprofilschienen erfolgt ist. Die Ausnehmungen oder Bohrungen
sind vorzugsweise so anzubringen, dass sie von der Benutzerseite nicht wahrgenommen
werden können und das optische Erscheinungsbild von der Benutzerseite her betrachtet
nicht beeinträchtigen. Unter besonderen Umständen kann aber auch von einer solchen
von der Benutzerseite verborgenen Anordnung abgesehen werden.
[0017] Speziell kann vorgesehen sein, dass die Ausnehmungen oder Bohrungen zur schlitzförmigen
Öffnung hin teilweise offen ausgestaltet sind. Eine solche Ausgestaltung erlaubt nämlich,
dass bei schrägem Blickwinkel durch die schlitzförmigen Öffnung von der Benutzerseite
die ausführungsgemäßen Ausnehmungen oder Bohrungen leicht eingesehen werden können.
Dementsprechend kann eine Ausfluchtung auch erfolgen, wenn etwa nur die Sicht auf
die Tragprofilschienen von dieser Richtung frei steht. Dies kann, wie leicht nachzuvollziehen
ist, während des Einbaus der Tragprofilschiene in eine Unterdeckenkonstruktion der
Fall sein, da während des Einbaus die Tragprofilschienen in typischerweise deckengebundener
Montageposition justiert und ausgefluchtet werden müssen, der Handwerker jedoch auf
dem Boden oder einem bodengebundenen Hilfsmittel steht.
[0018] Durch das Vorsehen von Ausnehmungen oder Bohrungen im Querschnitt wird ermöglicht,
in die Ausnehmungen oder Bohrungen Hilfsmittel wie etwa Stifte oder Stäbe einzuführen,
mit deren Hilfe der Prozess des Ausfluchtens weiter erleichtert wird. Werden etwa
stirnseitig an einem Ende in Längsrichtung der Tragprofilschiene in die Ausnehmungen
oder Bohrungen die beschriebenen Hilfsmittel nicht vollständig eingeführt, sondern
derart, dass stirnseitig noch ein Überstand dieser verbleibt, so kann die Ausfluchtung
erfolgen, indem der Überstand in eine vergleichbar angeordnete Ausnehmung oder Bohrung
der anderen auszufluchtenden Tragprofilschiene eingeführt wird und beide Tragprofilschienen
einfach auf Stoss stirnseitig verbunden werden. Die ausführungsgemäßen Ausnehmungen
oder Bohrungen können stirnseitig auch so ausgeführt sein, dass in ihnen Stopelemente
vorhanden oder einfügbar sind, welche beim Einfügen von Hilfsmitteln wie etwa Stiften
oder Stäben nur ein Einfügen über eine vorbestimmte Länge möglich ist, und bei entsprechend
lang bemessenen Stiften oder Stäben folglich zwangläufig ein Überstand von vorbestimmter
Länge entsteht.
[0019] Weiterhin kann auch vorgesehen sein, dass die Ausnehmungen oder Bohrungen wenigstens
teilweise kreisrunde Querschnitte aufweisen, welche in industriell üblichen Herstellungsverfahren
besonders leicht ausgeführt werden können. Zudem erlauben wenigstens teilweise kreisrunde
Querschnitte auch die Verwendung handelüblicher Stifte oder Stäbe als Hilfsmittel
zum Ausfluchten zweier Tragprofilschienen.
[0020] In einer weiter vorteilhaften Ausführungsform ist vorgesehen, die Basis an ihrer
den Schenkeln zugewandten Seite obere Führungsmittel, insbesondere in Gestalt eines
Führungsformabschnitts, aufweist, welche den oder die Lastträger in Bezug auf die
Verschieberichtung in Längsrichtung der Tragprofilschiene führen. Derartige Führungsmittel
ermöglichen einen stabilen Lauf des Lastträgers, da die von dem Führungsmittel auf
den Lastträger ausgeübten Seitenführungskräfte einem ungerichteten und schlingernden
Verschieben des Lastträgers entlang der Längsrichtung der Tragprofilschiene entgegenwirken.
Umfasst der Lastenträger etwa Rollen, welche auf den Laufflächen der Oberseite der
ersten Abwinkelungen laufen und das Verschieben des Lastträgers in Längsrichtung der
Tragprofilelements ermöglichen, können die Führungsmittel, insbesondere in Gestalt
eines Führungsformabschnitts, mit den Rollen derart in Wechselwirkung treten, dass
die Rollen seitlich von den Führungsmitteln mit einer Führungsrichtkraft beaufschlagt
werden, falls der Lastträger von einer vorgegebenen Laufrichtung abweicht. Die Führungsmittel
können im einfachsten Fall als Formabschnitt oder Formabschnitte ausgebildet sein,
welcher oder welche an der zu den Schenkeln gerichteten Seite der Basis angeordnet
ist oder sind. In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform ist ein Formabschnitt
als eine in Längsrichtung verlaufende stufenförmige Erhebung mit seitlich zu den Schenkeln
hin abgeschrägten, abgeflachten oder abgerundeten Ecken ausgeführt. Umfasst nun der
Lastträger beipielsweise zwei Rollen, welche auf einer Welle gleichlaufend auf den
Laufflächen der Tragprofilschiene voneinander beabstandet sind, so kann das vorgesehene
Führungsmittel in der Mitte zwischen beiden Rollen eingreifen und diese immer dann
mit einer seitlichen Führungskraft beaufschlagen, falls die Rollen von der durch das
Führungsmittel vorgegebenen Richtung abweichen.
[0021] In einer weiterführenden Ausführungsform kann auch vorgesehen sein, dass die ersten
Abwinkelungen an ihren der Basis zugewandten Seiten untere Führungsmittel, insbesondere
in Gestalt jeweils eines Richtvorsprungs, aufweisen, welche den oder die Lastträger
in Bezug auf die Verschieberichtung in Längsrichtung der Tragprofilschiene führen.
Derartige untere Führungsmittel bewirken wie die oberen Führungsmittel einen gerichteten
Lauf und ein gleichmäßiges, richtungsfestes Verschieben des Lastträgers in der ausführungsgemäßen
Tragprofilschiene. Die unteren Führungsmittel beaufschlagen den Lastträger wiederum
mit Seitenführungskräften, falls dieser eine vorbestimmte Richtung oder Orientierung
verlässt oder davon abweicht. Untere und obere Führungsmittel können ausführungsgemäß
auch kombiniert vorgesehen sein, und ermöglichen einen noch weiter gesteigerten richtungsfesten
und stabilen Lauf des Lastträgers. Entsprechend der Ausführungsform des Lastträgers
können die unteren Führungsmittel als kleine Richtvorsprünge auf den Laufflächen,
oder aber als Führungsrillen, oder aber als sonstige Formabschnitte ausgeführt sein,
welche geeignet sind, den Lastträger beim Verschieben zu führen. Weist der Lastträger
Rollen auf, so können die unteren Führungsmittel so ausgebildet sein, dass die Führungsmittel
mit den Seitenflächen der Rollen in Wechselwirkung treten. Diese unteren Führungsmittel
können dabei einseitig oder auch beidseitig einer Rolle vorgesehen sein.
[0022] Weiterhin ist in einer vorteilhaften Ausführungsform vorgesehen, dass die zwei Schenkel
der Tragprofilschiene spiegelsymmetrisch an der Basis angeordnet sind. Die spiegelsymmetrische
Anordnung erleichtert einerseits den Herstellungsprozess der ausführungsgemäßen Tragprofilschiene,
da die Vermassung der Profilschiene sich lediglich auf die Vermassung eines Schenkels
beschränken kann. Zudem gewährleistet eine spiegelsymmetrische Anordnung der Schenkel
an der Basis einen guten Gleichlauf des Lastträgers, soweit dieser ebenfalls zweiseitig
symmetrisch ausgebildet ist.
[0023] In einer weiter bevorzugten Ausführungsform der Tragprofilschiene ist vorgesehen,
dass in der den Schenkeln zugewandten Seite der Basis wenigstens eine Stromleiternut
ausgebildet ist, in welche mindestens ein offener oder isolierter Stromleiter eingefügt
werden kann, ohne dass dieser die Bewegung des oder der Lastträger/s entlang der Tragprofilschiene
behindert. Die Stromleiternut kann einerseits lediglich zur Aufnahme mindestens eines
isolierten Stromleiters vorgesehen sein, welcher erlaubt, bestimmte feste Raum- oder
Montagepositionen mit Strom zu versorgen. Andererseits kann auch vorgesehen sein,
dass ein offener, d.h. ein nicht vollständig isolierter, Stromleiter in der Stromleiternut
aufgenommen wird, der etwa dem Lastträger ermöglicht, über eine entsprechend ausgebildete
Apparatur Strom oder Steuersignale abzugreifen. Durch das Abgreifen des Stromes in
einem Bereich der Tragprofilschiene, welcher für den Benutzer der Tragprofilschiene
weitgehend verborgen und sicher liegt, können ohne Gefahr für den Benutzer elektrische
Gerätschaften an der Tragprofilschiene mit Strom versorgt werden. Solche sind beispielsweise
elektrisch betriebene Hebevorrichtungen, welche folglich unabhängig von einer weiteren
Stromquelle entlang der Längserstreckung der Tragprofilschiene mit Strom versorgt
und eingesetzt werden können. Die Einfügung eines Stromleiters in die Stromleiternut
macht folglich das Mitführen von stromleitenden Kabeln während des Verschiebevorgangs
überflüssig und gestaltet daher die Verwendung eines Hebesystems, welches sich der
Tragprofilschiene mit Lastträger bedient, sicherer und unkomplizierter.
[0024] Ausführungsgemäß kann auch vorgesehen sein, dass die Basis wenigstens eine lokale
Öffnung aufweist zur Durchführung des Stromleiters nach oben durch die Basis. Das
Vorsehen solcher Durchführungen erlaubt das Zu- und Abführen mindestens eines Stromleiters
in die Tragprofilschiene. Solche Durchführungen sind vor allem immer dann unerlässlich,
wenn das Zu- oder Abführen des Stromleiters in eine Tragprofilschiene durch deren
Endflächen in Längsrichtung aus Konstruktionsgründen nicht möglich ist.
[0025] Weiterhin kann vorgesehen sein, dass in der den Schenkeln zugewandten Seite der Basis
eine gerade Anzahl an Stromleiternuten ausgebildet ist, welche bezüglich der senkrechten
Längsmittelebene der Basis entlang der Längsrichtung der Tragprofilschiene symmetrisch
angeordnet sind. Insbesondere sind zwei Stromleiternuten vorgesehen. Die Anordnung
von wenigstens zwei Stromleitern in wenigstens zwei unabhängigen Stromleiternuten
ermöglicht einerseits die Versorgung von mit einem Lastträger verbundenen elektrischen
Geräten mit Gleichstrom, welcher beispielsweise von einer externen Batterie geliefert
werden kann. Andererseits kann in eine der in der Tragprofilschiene vorgesehenen Stromleiternut
auch ein Null- oder Erdungsleiter aufgenommen sein, welcher ein gut abgreifbares Erdungspotential
zur Verfügung stellt. Im einfachsten Fall würde eine Erdung gegebenenfalls sonst auch
über eine Tragprofilschiene selbst erfolgen, soweit diese aus elektrisch leitendem
Material gefertigt ist. Das Vorsehen zweier oder mehrerer Stromleiter in der Basis
der Tragprofilschiene erlaubt zudem auch eine Stromspeisung zweier elektrischer Geräte
mit unterschiedlicher Ausgangs- oder Nennspannung.
[0026] Ausführungsgemäß kann auch vorgesehen sein, dass die wenigstens eine Stromleiternut
wenigstens einen Stromleiterrückhaltevorsprung aufweist, welcher das selbstständige
Herauslösen eines in die wenigstens eine Stromleiternut eingesetzten Stromleiters
verhindert. Solche Stromleiterrückhaltevorsprünge erleichtern das sichere und dauerhafte
Einfügen eines Stromleiters in eine ausführungsgemäße Stromleiternut. Beim Einfügen
des Stromleiters muss dieser lediglich gegen die Gegenkraft des Stromleiterrückhaltevorsprungs
in die Nut eingedrückt werden, wodurch der Stromleiter gegen weiteres Verschieben
und/oder gegen unbeabsichtigtes Lösen aus der Tragprofilschiene gesichert ist. Gerade,
wenn der Stromleiter als ein offener Stromleiter ausgeführt ist, von welchem durch
Kontakt mit einer dafür vorgesehenen Vorrichtung eines Lastträgers Strom abgegriffen
wird, kommt es mitunter zu starker mechanischer Belastung, welche bei ungenügender
Befestigung des Stromleiters in der Tragprofilschiene zu einem Herauslösen des Stromleiters
aus der Stromleiternut unter möglicherweise für den Benutzer gefährlichen Folgen führt.
[0027] In einer weiterführenden Ausführungsform kann auch vorgesehen sein, dass die wenigstens
eine Stromleiternut im Querschnitt der Tragprofilschiene eine größere Breite als Höhe
aufweist und für die Aufnahme von Leitungsbändern ausgebildet ist. Leitungsbänder
haben den Vorteil dass sie im Querschnitt eine größere Abgrifffläche aufweisen, über
welche etwa mittels eines Schleifkontaktes Strom abgegriffen werden kann. Ausführungsgemäß
kann es sich hierbei um geflochtene oder gewalzte Stromleitungsbänder handeln. Als
zudem vorteilhaft erweist sich, dass die ausführungsgemäß vorgesehenen Stromleiternuten
von geringer Höhenausdehnung sind und folglich in der Basis der Tragprofilschiene
angeordnet werden können, ohne dass die Basis der Tragprofilschiene merklich an Höhe
im Vergleich zu einer Tragprofilschiene ohne Stromleiternut zunehmen muss.
[0028] In einer besonders vorteilhaften Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Tragprofilschiene
aus Metall besteht. Metall ist ein verkehrsübliches Material, welches sich mit industrieüblichen
Methoden verarbeiten lässt. Es kann darüber hinaus auch noch die nötige Festigkeit
aufweisen, welche für den Einsatz einer ausführungsgemäßen Tragprofilschiene zusammen
mit einem Lastträger unabdingbar ist. Überdies ist Metall ein relativ günstiges Material
in Bezug auf seine Gewinnungs- und Verarbeitungskosten.
[0029] In einer möglichen bevorzugten Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Tragprofilschiene
aus Aluminium besteht. Als äußerst leichtes und korrosionsresistentes Metall eignet
sich Aluminium besonders gut als Grundmaterial einer Tragprofilschiene.
[0030] Weiterhin ist vorgesehen, dass die Tragprofilschiene an Stellen erhöhter Belastung
durch Benutzung mit dem oder den Lastenträgern Verdickungen der Profilwandstärke im
Querschnitt aufweist. Stellen erhöhter Belastung sind zum einen die Laufflächen auf
den einander zugewandten Oberseiten der ersten Abwinkelungen, welche durch mechanische
Belastung wie Reibung aber auch Kraftstoßübertragung einem höheren Materialverschleiß
und einer höheren Kräftebeanspruchung ausgesetzt sind. Um einer Materialermüdung infolge
dieser Beanspruchungen vorzubeugen, werden ausführungsgemäß die Laufflächen mit einer
erhöhten Profilwandstärke ausgeführt. Fernerhin, treten auch in Bereichen der Schenkel
wie auch der Basis Spannungsbelastungen auf, welche durch die in dem Material übertragenen
Kräfte bei regulärer Benutzung der Tragprofilschiene hervorgerufen werden. Um einer
Materialverformung oder sogar einem Materialbruch aufgrund der in der Tragprofilschiene
auftretenden Spannungen zu verhindern, sind ausführungsgemäß an den Stellen erhöhter
Materialspannung Verstärkungen oder Verdickungen vorgesehen. Die Verstärkungen oder
Verdickungen können zudem so ausgeformt sein, dass sie die Spannungen in vorteilhafter
Weise im Material umleiten oder auch verteilen und folglich keine gefährlichen Bereiche
von Spannungsüberhöhung ausbilden.
[0031] Weiterhin ist in einer besonders vorteilhaften Ausführungsform vorgesehen, dass die
Basis auf ihrer den Schenkeln abgewandten Seite wenigstens zwei symmetrisch verlaufende
Wülste zur Ausrichtung von Befestigungsmitteln der Befestigungseinrichtungen aufweist.
Derartige Befestigungsmittel können beispielsweise als flächige Scheiben oder Platten
vorbestimmter Größe ausgeführt sein, welche mit der in Montageposition oberen Seite
der Basis, also der den Schenkeln abgewandten Seite, zur Befestigung der Tragprofilschiene
durch Befestigungsmitteln in festen flächigen Kontakt gebracht werden. Ist die Größe
der Scheiben oder Platten so gewählt, dass eine flächige Ausdehnungsrichtung genau
der Länge zwischen etwa zwei ausführungsgemäßen symmetrischen Wülsten im Querschnitt
entspricht, kann die Tragprofilschiene ausgerichtet werden, indem die Scheiben oder
Platten genau zwischen die Wülste eingepasst werden und die Tragprofilschiene in dieser
Anordnung mit den Scheiben und Wülsten fest verbunden wird. Sind die Scheiben und
Wülste gemäß ihrer flächigen Ausdehnungsrichtung, die der Länge zwischen den symmetrischen
Wülsten entspricht, entsprechend untereinander ausgerichtet, wird auch die Tragprofilschiene
gemäß dieser Ausrichtung orientiert. Ein weiterer Vorteil der ausführungsgemäßen Wülste
ist, dass eine vorbeschriebene Anbringung der Befestigungsmittel gegen ein Lösen der
Befestigungsmittel gesichert sind, da diese von den Wülsten sofort eine entsprechende
Gegenkraft erfahren, falls es zu einer ansatzweisen Lösung eines Befestigungsmittels
kommt.
[0032] In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform der Lastträgeranordnung ist vorgesehen,
dass die an der Basis vorgesehenen oberen Führungsmittel wenigstens eine der Rollen
des Lastträgers in Bezug auf die Verschieberichtung in Längsrichtung der Tragprofilschiene
führen. Die Führung wenigstens einer der Rollen gewährleistet eine gute Führungsstabilität
während des Verschiebevorgangs des gesamten Lastträgers. Die Führungsmittel können
dabei so ausgeführt werden, dass bei einem Abweichen der Rollen von einer vorbestimmten
Lauffläche in Längsrichtung der Tragprofilschiene eine gleichmäßig große Kraft auf
wenigsten einer der Rollen einwirkt, oder eine inkrementell sich vergrößernde Kraft,
abhängig davon, wie weit die Rollen sich von der vorbestimmten Lauffläche oder Laufrichtung
abgewichen sind. Die Führungsmittel, welche eine sich inkrementell verändernde Gegenkraft
auf die Rollen ausüben, haben den Vorteil eines weitgehend stoßfreien Verschiebens
des Lastträgers entlang der Längsrichtung der Tragprofilschiene.
[0033] Des Weiteren kann vorgesehen sein, dass die an den ersten Abwinkelungen vorgesehenen
unteren Führungsmittel wenigstens eine der Rollen des Lastenträgers in Bezug auf die
Verschieberichtung in Längsrichtung der Tragprofilschiene führen. Vergleichbar zu
den positiven Führungseigenschaften der oberen Führungsmittel können auch die unteren
Führungsmittel einen führungsstabilen und gleichmäßigen Lauf der Rollen auf den Laufflächen
der Tragprofilschiene bewirken.
[0034] In einer überdies vorteilhaften Ausführungsform kann auch vorgesehen sein, dass die
Schenkel derart geformt sind, dass ihre sich gegenseitig zugewandten Innenflächen
sich mit dem Lastträger zu keinem Zeitpunkt in Kontakt befinden. Die Schenkel können
dabei vorteilhaft an einen vorbestimmten Lastträger angepasst sein. Tritt nämlich
der Lastträger mit den Innenflächen der Schenkel in Kontakt, kann es zu einem Kraftstoß
auf den Lastträger kommen, welcher infolgedessen eine zeitweilig instabile Laufbewegung
ausführt.
[0035] Weitere Ausführungsformen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0036] Nachfolgend wird die Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen beschrieben, die
anhand der Abbildung näher erläutert werden. Hierbei zeigen:
- Fig. 1
- eine erste Ausführungsform der Erfindung in eingebautem Zustand in Seitenansicht;
- Fig. 2
- eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen Tragprofilschiene in Querschnittansicht;
- Fig. 3
- die zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen Tragprofilschiene aus Fig. 2 in teilweise
eingebautem Zustand in Querschnittansicht;
- Fig. 4a
- die zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen Tragprofilschiene aus Fig. 2 und
3 in perspektivischer Schrägansicht von oben;
- Fig. 4b
- die zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen Tragprofilschiene aus Fig. 2 und
3 in perspektivischer Schrägansicht von unten;
- Fig. 5
- die zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen Tragprofilschiene aus Fig. 2, 3,
4a und 4b in eingebautem Zustand mit Lastenträger und Deckenmontageelement in Querschnittansicht.
Fig. 1 zeigt eine erste Ausführungsform der erfindungsgemäßen Tragprofilschiene 1.
Die ausführungsgemäße Tragprofilschiene 1 ist mittels eines Deckenmontagelements 40
an einer Oberdecke derart angebracht, dass die Basis 11 der Tragprofilschiene 1 mit
der Oberdecke parallel verläuft. Das Deckenmontagelement 40 wird hier lediglich als
eine von oben nach unten verlaufende Verbindungsstange dargestellt, kann aber in einer
konkreten Ausführung als ein dem Stand der Technik bekanntes Deckenmontagelement 40
oder einer Verbindung von verschiedenen Deckenmontagelementen 40 ausgeführt sein.
Die Tragprofilschiene 1 ist in eine abgehängte Unterdecke mit den Unterdeckenelementen
60 passend integriert. Die Unterdeckenelemente 60 sind jeweils einseitig auf die zweiten
Abwinkelungen 17, 18 der Tragprofilschiene 1 aufgelegt und werden zudem von hier nicht
weiter bezeichneten, mit der Tragprofilschiene 1 nicht in Verbindung stehenden, von
der Oberdecke herabhängende Aufhängungen unterstützt.
[0037] Die Tragprofilschiene 1 umfasst fernerhin einen rechten 12 und einen linken Schenkel
13, welche mit der Basis 11 einstückig ausgeformt sind. Zudem umfasst die Tragprofilschiene
1 eine erste rechte 15 und eine erste linke Abwinkelung 16, welche aufeinander zuweisen
und durch die schlitzförmige Öffnung 22 voneinander unterbrochen werden. An den unteren
Außenrandbereichen der beiden Schenkel 12, 13 befinden sich gezahnte Aufnahmen, in
welche rechte und linke zweite Abwinkelungen 17, 18 eingefügt sind. Die zweiten Abwinkelungen
17, 18 sind als einfache L-Profilschienen ausgebildet, welche mit jeweils einer Längsseite
in die gezahnten Aufnahmen eingefügt oder eingesteckt sind. Aufgrund der Rückhaltekräfte
der Zahnelemente der Aufnahmen auf die zweiten Abwinkelungen 17, 18 wird eine ausreichende
Haltekraft auf die Längsseiten der zweiten Abwinkelungen 17, 18 ausgeübt, so dass
selbst zumindest ein Teil des Gewichtes der Unterdeckenelemente 60 stabil abgestützt
werden kann. Die gezahnten Aufnahmen sind vorzugsweise derart an den unteren, von
der Basis 11 abgewandten Bereichen der Schenkel 12, 13 der Tragprofilschiene 1 angeordnet,
dass die eingefügten zweiten Abwinkelungen 17, 18 mit entgegengesetzt gerichteten
ersten Abwinkelungen 15, 16 eine weitgehend einheitliche Sichtseite 23 der Tragprofilschiene
1, von der Benutzerseite betrachtet, darstellt, was ein vorteilhaftes Kaschieren der
Tragprofilschiene 1 erlaubt. Es kann eine Verbindung von Unterdeckenelement 60 und
den Auflageflächen der zweiten Abwinkelungen 17, 18 entweder durch einfaches Auflegen,
oder aber auch durch handwerksübliche Befestigungsmittel wie Kleber, Haftbänder, Magnete
oder aber auch durch einfaches Verschrauben erfolgen. Zusätzlich kann der von außen
sichtbare Übergangsbereich, sofern gewünscht, auch verspachtelt werden.
[0038] Fig. 2 stellt eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen Tragprofilschiene
in Querschnittansicht dar. Die Tragprofilschiene 1 umfasst eine Basis 11 mit einem
rechten 12 und einen linken daran angeordneten Schenkel 13, welche leichte konvex
nach außen gekrümmt sind. Die zwei Schenkel 12, 13 umfassen ferner auf der von der
Basis 11 abgewandten Seite jeweils erste Abwinkelungen 15, 16, welche aufeinander
zu weisen und durch die schlitzförmige Öffnung 22 voneinander getrennt sind. Ebenso
an den von der Basis 11 abgewandten Seiten der Schenkel 12, 13 sind jeweils zweite
Abwinkelungen 17, 18 angeordnet, welche zur Auflage von Unterdeckenelementen 60 vorgesehen
sind, oder zumindest als Sichtblende zur Abdeckung ihrer Randbereiche. Anders als
in der in Fig. 1 gezeigten Ausführungsform der erfindungsgemäßen Tragprofilschiene
1 ist die ausführungsgemäße Tragprofilschiene 1 gemäß Fig. 2 einstückig ausgebildet,
und sieht eine gemeinsame plane Unterseite 20 zur Benutzerseite an dem rechten 12
und dem linken Schenkel 13 vor. Die plane Unterseite 20 ist lediglich von der schlitzförmigen
Öffnung 22 durchbrochen. Zudem weisen die zweiten Abwinkelungen 17 und 18 jeweils
eine in die plane Unterseite 20 übergehende Fasenfläche 21 auf, welche von den Außenkanten
der beiden zweiten Abwinkelungen 17 und 18 begegrenzt werden, so dass die beiden Fasenflächen
21 sowie die dazwischen angeordnete Unterseite 20 eine Sichtseite 23 der Tragprofilschiene
1 definieren.
[0039] Die ersten Abwinkelungen 15, 16 sind zudem derart ausgeführt, dass sie eine zur Basis
weisende obere Fläche aufweisen, welche als Lauffläche für einen in die Tragprofilschiene
1 aufgenommenen Lastträger 100 (vgl. Fig. 5) vorgesehen sind. Die Laufflächen werden
seitlich an den der schlitzförmigen Öffnung 22 zugewandten Seite jeweils von unteren
Führungsmitteln 52 begrenzt, welche vorliegend als nach oben zur Basis 11 gerichtete
Vorsprünge ausgeführt sind. Die unteren Führungsmittel 52 sind dabei gegen die Lauffläche
leicht abgeschrägt ausgebildet und bilden jeweils zusammen mit den entsprechenden
Laufflächen und den Innenwandungen der Schenkel 12, 13 zwei Vertiefungen, in welchen
beispielsweise am Lastträger angeordnete Rollen laufen. Durch die unteren Führungsmittel
52 kommt es immer dann, wenn die Rollen von dem vorgesehenen Verlauf auf den ebenen
Laufflächen beim Verschieben abweichen, zu einer Kraftübertragung auf die Seitenbereiche
der Rollen, welche die Rollen wieder auf die Laufflächen zurückdrängen. Ein vergleichsweiser
Kraftbetrag kann auch durch die Innenwandungen der Schenkel 12 und 13 auf die Rollen
eines Lastträgers ausgeübt werden. Durch die Abschrägung der unteren Führungsmittel
52 zu den Laufflächen hin nimmt der übertragene Kraftbetrag auf die Rollen zu, je
stärker die Rollen von der Lauffläche während des Verschiebungsprozesses abweichen
und auf die abgeschrägten Bereiche der unteren Führungsmittel 52 verschoben werden.
Der Kraftübertrag, welcher als Seitenführungskraft wirkt, nimmt also inkrementell
mit zunehmender Abweichung der Rollen von deren vorgesehener Lauffläche zu.
[0040] Weiterhin weisen die nach innen, auf einander zu weisenden ersten Abwinkelungen eine
Materialverstärkung auf.
[0041] Die Verstärkung der ersten Abwinkelungen 15 und 16 erlaubt ferner auch jeweils, pro
erste Abwinkelung 15, 16 eine Ausnehmung 50 vorzusehen, welche einen teilweise kreisförmigen
Querschnitt aufweist. Die beiden Ausnehmungen 50 in den ersten Abwinkelungen 15 und
16 sind dabei einander zugewandt angeordnet und offen ausgeführt, so dass die Ausnehmung
50 in den den ersten Abwinklungen 15 und 16 zugewandten Abschnitten eine Einbuchtung
ausbilden. Die beiden Ausnehmungen 50 werden bevorzugt zum Ausfluchten zweier Tragprofilschienen
eingesetzt, indem entweder die entlang der Längsrichtung verlaufenden Ausnehmungen
50 zweier auf Stoss der Endflächen verbundener Tragprofilschienen 1 optisch oder mechanisch
aufeinander abgeglichen werden. Zum mechanischen Abgleich kann beipielsweise in wenigstens
eine der Ausnehmungen 50 endseitig ein Stift teilweise eingefügt werden, dessen Überstand
dann in die vergleichbare Ausnehmung 60 der anderen auszufluchtenden Tragprofilschiene
1 eingefügt wird. Werden folglich beide Schienenendseiten aufeinander zu geschoben,
vermittelt der Stift eine exakte Ausfluchtung beider Tragprofilschienen 1.
[0042] Die Basis 11 der vorliegenden Ausführungsform der Tragprofilschiene 1 umfasst eine
oben angeordnete Befestigungsausnehmung 14, welche über einen Befestigungsschlitz
19 nach oben hin offen ist. Die Befestigungsausnehmung 14 weist einen umgekehrt T-förmigen
Querschnitt auf, welcher zur Aufnahme von Deckenmontagelementen 40 vorgesehen ist.
Durch Eingriff von entsprechend geformten, beispielsweise ebenfalls T-förmigen Deckenmontagelementen
40 in die Ausnehmung kann die Tragprofilschiene 1 befestigt werden. Hierbei kann die
Befestigungsausnehmung 14 vorzugsweise auch mit Beschichtungen oder Belägen versehen
sein, welche die Befestigung von Deckenmontagelementen 40 erleichtert, bzw. deren
Halt verbessert. Die in die Befestigungsausnehmung 14 eingreifenden Deckenmontagelemente
40 sind dabei vorzugsweise entlang der Längsrichtung der Tragprofilschiene 1 verschiebbar,
um die Positionierung der Tragprofilschiene 1 beim Einbau oder bei der Montage an
einer Decke zu erleichtern.
[0043] Die Tragprofilschiene 1 weist ferner zwei Stromleiternuten 70 auf, welche symmetrisch,
rechts und links auf der den Schenkel zugewandten Seite der Basis 11 angeordnet sind,
und zur Aufnahme von in die Tragprofilschiene 1 eingesetzte Stromleiter vorgesehen
ist. Die Stromleiternuten 70 weisen dabei einen teilweise rechteckigen Querschnitt
auf, welche eine zu den Laufflächen der ersten Abwinkelungen 15, 16 gerichtete Öffnungen
haben. Die Öffnungen werden durch jeweils zwei als Kanten ausgeführte Stromleiterrückhaltevorsprünge
71 definiert, welche die Ausdehnung der Stromleiternut nach unten begrenzen. Die Kanten
halten vorzugsweise einen in die Stromleiternut 70 eingefügten Stromleiter, dessen
Querschnitt dem Querschnitt der Stromleiternut 70 angepasst ist, und bewahren diesen
vor unerwünschtem Herauslösen. Ausführungsgemäß können beide Stromleiternuten belegt
sein. Dabei kann der Stromleiter isoliert, aber auch teilweise oder vollständig unisoliert
vorliegen.
[0044] Die Tragprofilschiene 1 umfasst an ihrer den Schenkeln 12, 13 zugewandten Seite ferner
noch obere Führungsmittel 51, welche ebenso wie die unteren Führungsmittel 52, zur
Regulierung der Verschieberichtung eines Lastträgers 100 vorgesehen sind. Dabei sollte
ein Lastträger 100 so ausgebildet sein, dass er bei einer Abweichung von der durch
die Laufflächen vorbestimmte Verschieberichtung mit den oberen Führungsmitteln 51
in Kontakt treten kann. Beispielsweise hat der Lastträger 100 zwei Rollen, welche
in ihrer Höhe gerade so bemessen sind, dass sie beim Aufliegen auf den Laufflächen
der Tragprofilschiene 1 mit der unteren Seite der Basis gerade noch nicht in Kontakt
treten können. Überdies sind die beiden beabstandeten Rollen so voneinander beabstandet,
dass die oberen Führungsmittel 51 zwischen die beiden Rollen eingreifen und die Seitenflächen
der Rollen mit einer Kraft beaufschlagen kann, wenn diese von ihrer, durch die Laufflächen
definierte vorbestimmten Verschieberichtung abweichen, und folglich gegen eine Seite
der oberen Führungsmittel 51 verschoben werden. Infolge des Kontakts wirken auf die
Rollen Seitenführungskräfte, welche den Lastträger wieder auf seine vorbestimmte Verschieberichtung
beschleunigen. Ausführungsgemäß können die oberen Führungsmittel 52 nur auf einer
Seite oder auf beiden Seiten der Basis 11 der Tragprofilschiene 1 angeordnet sein.
[0045] Fig. 3 stellt die zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen Tragprofilschiene
1 aus Fig. 2 in teilweise eingebautem Zustand in Querschnittansicht dar. In eingebautem
Zustand liegen seitlich jeweils mindestens ein Unterdeckenelement 60 einer Unterdeckenkonstruktion
auf den Oberflächen der zwei Abwinkelungen 17 und 18 auf. Im Wesentlichen entspricht
diese Einbauanordnung, der aus Fig. 1. Konkret ist bei der vorliegenden Ausführungsform
jedoch vorgesehen, die Tragprofilschiene 1 über ihre Befestigungsausnehmung 14 mittels
hier nicht weiter gezeigter Deckenmontagelemente 40 an einer Oberdecke zu befestigen.
Ein Lastträger kann in die Tragprofilschiene 1 eingesetzt und über die schlitzförmige
Öffnung 22 mit einer zu transportierenden Last verbunden werden.
[0046] Die Tragprofilschiene 1 in Fig. 3 ist in ihrem Querschnitt spiegelsymmetrisch aufgebaut
in Bezug auf die zur Basis 11 senkrechte Längsmittelebene, welche als gestrichpunktete
Linie dargestellt ist. Die Längsmittelebene verläuft mittig durch die schlitzförmige
Öffnung 22 und durch den Befestigungsschlitz 19 und teilt die Tragprofilschiene 1
in einen sich gegenseitig entsprechenden linken und rechten Profilschienenteil. Zusätzlich
sind in Fig. 3 zwei in die Stromleiternuten 70 eingesetzte Stromleiter 75 dargestellt,
welche an der zu den Schenkeln 12, 13 gerichteten Seite der Basis 11 bündig anliegen.
[0047] Fig. 4a zeigt die zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen Tragprofilschiene
1 aus Fig. 2 und 3 in perspektivischer Schrägansicht von oben. Wiederum sind die Basis
11, die beiden Schenkel 12, 13 sowie die jeweils ersten Abwinkelungen 15 und 16 als
auch die jeweils zweiten Abwinkelungen 17 und 18 dargestellt. Die Ansicht von oben
liegt normalerweise vor dem Benutzer verborgen zwischen einer Unterdeckenkonstruktion
und einer Oberdecke, an welcher die Unterdeckenkonstruktion mitsamt der für die Befestigung
der Tragprofilschiene 1 nötigen Deckenmontagelemente vorgesehen ist.
[0048] In der Ansicht der Fig. 4b, ist die zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Tragprofilschiene aus Fig. 2, 3 und 4a in perspektivischer Schrägansicht von unten,
also von der Benutzerseite, dargestellt. Die Unteransicht der Tragprofilschiene 1,
welche sich dem Benutzer der Tragprofilschiene 1 auf der Benutzerseite darbietet,
wird durch die plane Unterseite 20 der beiden ersten 15, 16 und zweiten Abwinkelungen
17, 18, sowie den Fasenflächen 21 bestimmt, wobei letztere die plane Unterseite 20
zu den seitlichen Enden der zweiten Abwinkelungen 17 und 18 hin abschließen und die
Sichtseite 23 definieren.
[0049] Fig. 5 stellt wiederum die zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen Tragprofilschiene
aus Fig. 2, 3, 4a und 4b in eingebautem Zustand mit Lastenträger 100 und Deckenmontageelement
40 in Querschnittansicht dar. Der Lastträger 100 umfasst zwei Rollen 101 und 102,
welche in der Tragprofilschiene 1 jeweils auf einer Lauffläche angeordnet sind. Die
Rollen 101, 102 sind durch ein Achsenelement voneinander beabstandet, welches mit
einer nach unten durch die schlitzförmige Öffnung 22 herausragenden Stange und über
diese mit einem Befestigungsglied verbunden ist. Das Befestigungsglied ist zur Verbindung
mit hängenden Lasten oder aber mit weiteren zum Heben von Personen vorgesehenen Hilfsmitteln
vorgesehen. Die Rollen 101, 102 des Lastträgers sind dabei so bemessen, dass sie auf
die Innenwandungen der Tragprofilschiene 1 größenmäßig angepasst, nämlich nur geringfügig
kleiner bemessen sind.
[0050] Die Unterdeckenelemente 60 sind vorliegend auch nicht direkt auf die oberen Flächen
der zweiten Abwinkelungen 17 und 18 aufgelegt, sondern jeweils auf eine Seitenfläche
eines Verbindungselements 61 in Form einer T-förmigen Sichtblende, welches jeweils
an der unteren Fläche der zweiten Abwinkelungen 17 und 18 anliegt, vorzugsweise fest
mit ihr verbunden ist. Das Verbindungselement 61 kann aus Metall, Kunststoff, Holz,
Glas oder andern handwerksübliche Materialien gebildet sein.
[0051] Die Befestigung der Tragprofilschiene 1 erfolgt über das Deckenmontagelement 40,
welches ein im Querschnitt weitgehend T-förmiges, erstes Befestigungsmittel 42 und
ein mit diesem verbundenes zweites Befestigungsmittel 42' vorsieht. Das zweite flache
Befestigungsmittel 42' ist flach liegend auf der den Schenkeln 12, 13 der Tragprofilschiene
1 wegweisenden, oberen Seite der Basis 11 angeordnet. Vorzugsweise ist es als flache,
größenangepasste Scheibe ausgeführt, welche eine zentrale Aussparung aufweist, durch
welche ein aus dem Befestigungsschlitz 19 herausragendes Teil des ersten Befestigungsmittels
42 verläuft. Gleichzeitig greift das erste Befestigungsmittel 42 auch in die umgekehrt
T-förmige Befestigungsausnehmung 14 der Tragprofilschiene 1 ein. Die Befestigung der
Tragprofilschiene 1 mittels des Deckenmontagelements 40 erfolgt durch Verschrauben,
indem das zweite flache Befestigungsmittel 42' von oben mit einer Schraubmutter gegen
die obere Fläche der Basis 11 mit einer Kraft beaufschlagt und gepresst wird. Die
Schraubmutter sitzt auf einem Gewinde des aus dem Befestigungsschlitz 19 herausragendes
Teils des ersten Befestigungsmittels 42 und bewirkt die Befestigung der Tragprofilschiene
1 durch Einspannen des ersten Befestigungsmittels 42 in die umgekehrt T-förmige Ausnehmung
14, wobei die Oberseite des T-förmigen Befestigungsmittels gegen die Unterseite der
den Befestigungsschlitz 19 und die T-förmige Befestigungsausnehmung 14 definierenden
Vorsprünge in der Basis 11 mit einer Haltekraft presst.
[0052] An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass alle oben beschriebenen Teile für sich
alleine gesehen und in jeder Kombination, insbesondere die in den Zeichnungen dargestellten
Details als erfindungswesentlich beansprucht werden. Abänderungen hiervon sind dem
Fachmann geläufig.
Bezugszeichenliste
Tragprofilschiene (1)
Basis (11)
Schenkel (12, 13)
Befestigungsausnehmung (14)
erste Abwinkelungen (15, 16)
zweite Abwinkelungen (17, 18)
Befestigungsschlitz der Befestigungsausnehmung (19) plane Unterseite (20)
Fasenfläche (21)
schlitzförmige Öffnung (22)
Sichtseite (23)
Deckenmontageelement (40)
Ausnehmung oder Bohrung (50)
Obere Führungsmittel (51)
Untere Führungsmittel (52)
Stromleiternut (70)
Stromleiterrückhaltevorsprung (71)
Stromleiter (75)
lokale Öffnung (76)
Wulst (80)
Lastträger (100)
hängende Last (110)
1. Tragprofilschiene (1) für Lastträger (100), an denen hängende Lasten, insbesondere
Personen, horizontal, längs der Tragprofilschiene (1) verschoben werden können, umfassend
eine in Montageposition oben angeordnete Basis (11) sowie zwei beabstandete sich nach
unten erstreckende Schenkel (12, 13), die über die Basis miteinander verbunden sind,
wobei die Basis (11) an ihrer den Schenkeln (12, 13) abgewandten Seite eine Befestigungsausnehmung
(14) zur Anbringung von Deckenmontageelementen (40) umfasst, und die Schenkel (12,
13) jeweils nach innen, aufeinander zugerichtete erste Abwinkelungen (15, 16) aufweisen,
die an ihrer der Basis zugewandten Oberseite Laufflächen für den oder die Lastträger
ausbilden und durch eine schlitzförmige Öffnung (22) für den Lastträger (100) voneinander
beabstandet sind und
wobei die Schenkel (12, 13) nach außen gerichtete zweite Abwinkelungen (17, 18) aufweisen,
die als Auflage oder Sichtblende für einen Rand einer abgehängten und die Tragprofilschiene
(1) teilweise kaschierenden Unterdecke ausgebildet sind.
2. Tragprofilschiene nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Abwinkelungen (15, 16) eines Schenkels (12, 13) mit der zweiten Abwinkelung
(17, 18) eines Schenkels eine gemeinsame durch die schlitzförmige Öffnung (22) unterbrochene
plane Unterseite (20) der Tragprofilschiene ausbilden.
3. Tragprofilschiene nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass sich an die Unterseite (20) außen jeweils eine Fasenfläche (21) anschließt, die leicht
nach oben gerichtet ist, so dass die an der gemeinsamen planen Unterseite (20) seitlich
anschließenden Fasenflächen (21) zusammen mit der Unterseite (20) eine Sichtseite
(23) der Tragprofilschiene (1) definieren.
4. Tragprofilschiene nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, dass die erste Abwinkelung (15, 16) mit in Profillängsrichtung verlaufenden Ausnehmungen
oder Bohrungen (50) versehen ist, um ein exaktes Ausrichten einer benachbarten Tragprofilschiene
(1) zur Erzielung miteinander fluchtender Laufflächen zu erleichtern, wobei vorzugsweise
die Ausnehmungen oder Bohrungen (50) zur schlitzförmigen Öffnung (22) hin teilweise
offen ausgestaltet sind.
5. Tragprofilschiene nach Anspruch 4,
dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmungen oder Bohrungen (50) wenigstens teilweise kreisrunde Querschnitte
aufweisen.
6. Tragprofilschiene nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, dass die Basis (11) an ihrer den Schenkeln (12, 13) zugewandten Seite obere Führungsmittel
(51), insbesondere in Gestalt eines Führungsformabschnitts, aufweist, welche den oder
die Lastenträger (100) in Bezug auf die Verschieberichtung in Längsrichtung der Tragprofilschiene
(1) führen.
7. Tragprofilschiene nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, dass die ersten Abwinkelungen (15, 16) an ihren der Basis (11) zugewandten Seite untere
Führungsmittel (52), insbesondere in Gestalt jeweils eines Richtvorsprungs, aufweisen,
welche den oder die Lastenträger (100) in Bezug auf die Verschieberichtung in Längsrichtung
der Tragprofilschiene (1) führen.
8. Tragprofilschiene nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, dass in der den Schenkeln (12, 13) zugewandten Seite der Basis (11) wenigstens eine Stromleiternut
(70) ausgebildet ist, in welche mindestens ein offener oder isolierter Stromleiter
(75) eingefügt werden kann, ohne dass dieser die Bewegung des oder der Lastenträger/s
entlang der Tragprofilschiene (1) behindert.
9. Tragprofilschiene nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Stromleiternut (70) im Querschnitt der Tragprofilschiene (1)
eine größere Breite als Höhe aufweist und für die Aufnahme von Leitungsbändern ausgebildet
ist.
10. Tragprofilschiene nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, dass die Tragprofilschiene (1) an Stellen erhöhter Belastung durch Benutzung mit dem oder
den Lastenträgern (100) Verdickungen der Profilwandstärke im Querschnitt aufweist.
11. Verfahren zur Herstellung einer Tragprofilschiene nach einem der Ansprüche 1 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, dass die Tragprofilschiene (1) in einem Extrusionsverfahren hergestellt wird.
12. Lastträgeranordnung aus Tragprofilschiene und Lastträger, an dem hängende Lasten,
insbesondere Personen, horizontal, längs der Tragprofilschiene (1) verschoben werden
können, nach einem der Ansprüche 1 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, dass der Lastträger (100) Rollen (101, 102) aufweist, von denen jeweils mindestens eine
sich auf der ihr zugeordneten Lauffläche der ersten Abwinkelungen (15, 16) abstützt.
13. Lastträgeranordnung, nach Anspruch 12,
dadurch gekennzeichnet, dass die an der Basis (11) vorgesehenen oberen Führungsmittel (51) wenigstens eine der
Rollen (101, 102) des Lastenträgers (100) in Bezug auf die Verschieberichtung in Längsrichtung
der Tragprofilschiene (1) führen.
14. Lastträgeranordnung, nach einem der Ansprüche 12 oder 13,
dadurch gekennzeichnet, dass die an den ersten Abwinkelungen (15, 16) vorgesehenen unteren Führungsmittel (52)
wenigstens eine der Rollen (101, 102) des Lastenträgers (100) in Bezug auf die Verschieberichtung
in Längsrichtung der Tragprofilschiene (1) führen.
15. Lastträgeranordnung, nach einem der Ansprüche 12 bis 14,
dadurch gekennzeichnet, dass die Schenkel (12, 13) derart geformt sind, dass ihre sich gegenseitig zugewandten
Innenflächen sich mit dem Lastträgern (100) zu keinem Zeitpunkt in Kontakt befinden.