[0001] Die Erfindung betrifft eine sechsseitige Klapp- oder Faltschachtel in Würfel- oder
Quaderform. Von den sechs Seiten bilden eine eine Bodenwand und vier weitere Seitenwände,
die reihum jeweils über in den Schachtel-Eckbereichen angeordnete Faltbälge scharniergelenkig
verbunden sind. Über letztere sowie die klappbare Anbringung der Seitenwände an der
Bodenwand kann die Faltschachtel aus einer flachen Stellung, bei der die Faltbälge
flach auseinander gezogen sind, in eine erhobene bzw. erhabene Stellung aufgerichtet
werden, bei der die Faltbälge zusammengedrückt sind. In der flachen Stellung ist der
jeweilige Grundriss der Faltbälge durch eine diagonale oder schräge Scharnierachse
in einen inneren und einen äußeren Bereich unterteilt. In der erhabenen Stellung sind
der jeweils innere und äußere Bereich der Faltbälge über die jeweilige diagonale oder
schräge Scharnierachse (schräg zu einer Schachtel-Mittel- oder Symmetrieachse) aus
der flachen Ausgangsstellung erhoben und aufeinander zugeschwenkt. Der jeweils äußere
Bereich eines Faltbalgs ist zudem an der nächstliegenden Seitenwand flächig anliegend
befestigt, beispielsweise durch Kleben. Ferner betrifft die Erfindung ein Herstellungsverfahren
für eine solche Faltschachtel unter Verwendung eines länglich flachen Zuschnitts,
der in seiner Längsrichtung zumindest drei aufeinander folgende, durch quer verlaufende
Scharniergelenkachsen voneinander abgegrenzte Abschnitte aufweist. Der Mittelabschnitt
dient zur Bildung der Bodenwand, und der erste und der dritte Abschnitt, welche gegebenenfalls
Endabschnitte bilden können, dienen zur Bildung paralleler Seitenwände.
[0002] In einer kinematischen Umkehr können die Faltbälge auch zum flachen Anliegen in der
erhabenen Stellung der Faltschachtel ausgebildet sein, so dass in einer Umkehr der
oben beschriebenen Faltbewegung beim Zusammenlegen der Faltschachtel aus der erhabenen
Stellung in die flache Stellung die Faltbälge über die Scharnierachse aus ihrer flachen
Ausgangsstellung erhoben werden und der jeweils innere und äußere Bereich der Faltbälge
aufeinander zugeschwenkt und zur Anlage an einander gebracht wird.
[0003] Um das Verpacken von Gütern, beispielsweise Textilprodukte oder ähnliches, zu erleichtern,
ist die erfindungsgemäße Faltschachtel mit Zusatzelementen ausgestattet, die es erlauben,
die Faltschachtel in der erhabenen Stellung auch bei geöffneter Deckelwand zu fixieren.
[0004] Eine gattungsgemäße Faltschachtel ist in der europäischen Patentanmeldung
EP 1 740 470 des gleichen Anmelders beschrieben. Allerdings weist diese Faltschachtel keine Fixierung
aus und wird lediglich im geschlossenen Zustand durch die Deckelwand und den mit der
Deckelwand verbundenen Schließmechanismus stabilisiert, so dass es bei geöffneter
Schachtel schwierig sein kann, die Waren wie gewünscht in der Schachtel zu platzieren.
[0005] Zur Lösung dieses Problems ist es bekannt, die Faltbälge mit einer Klebevorrichtung,
beispielsweise doppelseitigem Klebeband auszustatten, so dass vor dem Aufstellen der
Faltschachtel in die erhabene Stellung der Nutzer oder Verkäufer die das Klebeband
abdeckende Schutzschicht abziehen kann und anschließend die Faltschachtel permanent
in der erhabenen Stellung zu fixieren. Es ist aber nachteilig, dass durch die Verwendung
der doppelseitigen Klebebänder ein anschließendes Zusammenfalten der Faltschachtel
in die flache Stellung durch die permanente Verbindung der Faltbälge mit der Seitenwand
nicht mehr möglich ist.
[0006] Es besteht also die Notwendigkeit, eine Faltschachtel zur Verfügung zu stellen, die
beliebig in ihrer erhabenen Stellung fixiert werden und nach Gebrauch wieder in ihre
flach zusammengelegte Stellung gebracht werden kann, die gleichzeitig kostengünstig
und einfach und sicher zu bedienen ist.
[0007] Die Lösung gelingt mit einer Faltschachtel nach einem der Ansprüche 1 oder 2. Vorteilhafte
Weiterbildungen ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0008] Nach den Ansprüchen 1 und 2 weist die erfindungsgemäße Klapp- oder Faltschachtel
Zusatzelemente oder Bänder auf, die mittels Abstützung oder Verspreizung gegen die
Seitenwände oder durch Festziehen an den Seitenwänden die Schachtel derart in ihrer
aufgestellten Stellung fixieren, dass die Seitenwände an einer Bewegung nach außen
bzw. in das Innere der Schachtel gehindert sind und somit die Faltbälge die scharniergelenkige
Bewegung des inneren und äußeren Bereichs aufeinander zu oder voneinander weg nicht
ausführen können.
[0009] Es bieten sich hierbei zwei Ausführungsvarianten zur Fixierung der Faltschachtel
an. Zum einen können die Seitenwände, welche sich beim Zusammenfalten der Faltschachtel
in den Innenraum bewegen, an dieser Bewegung gehindert werden und so der Faltvorgang
gesperrt und die Faltschachtel fixiert werden. Alternativ können die beiden anderen
Seitenwände, die sich im Rahmen des Faltvorgangs nach außen bewegen, ebenfalls an
dieser Bewegung gehindert werden und so wiederum die Faltschachtel in ihrer erhabenen
Stellung fixiert werden.
[0010] Zum Sperren der Bewegung der Seitenwände in den Innenraum bieten sich hierbei Zusatzelemente
an, die über eine gewisse Steifigkeit verfügen und scharniergelenkig so an der Faltschachtel
befestigt werden, dass sie in der aufgestellten Stellung der Faltschachtel zum Anliegen
an die Seitenwände, welche beim Zusammenfalten in den flachen Zustand nach außen gefaltet
werden, ausgebildet sind, so dass sich zu den nach innen faltenden Seitenwänden ein
Winkel ergibt, durch den die nach innen faltenden Seitenwände entgegen der Längsachse
der Zusatzelemente bewegt werden würden, was diese durch ihre Steifigkeit im hochgefalteten
Zustand behindern. Zum Zusammenlegen der Faltschachtel werden dann die Zusatzelemente
über ihre scharniergelenkige Verbindung in eine flachliegende Stellung gebracht, so
dass die Seitenwände sich ohne Behinderung durch die Zusatzelemente nach innen falten
und so die Faltschachtel in ihre flache Stellung überführen können.
[0011] Die zweite Variante kann bevorzugt mit Kordeln, Bändern, Schnüren oder dergleichen
durchgeführt werden. Dazu erstrecken sich die Kordeln oder Bänder vorzugsweise von
der hinteren Seitenwand, die scharniergelenkig mit der Boden- und der Deckelwand verbunden
ist, entlang der Seitenwände bis nach vorne, wo sie durch Öffnungen in der vorderen
Seitenwand hindurchtreten und dort nach dem Festziehen festgelegt werden können, so
dass eine Fixierung der Faltschachtel erfolgt. Die Festlegung der Bänder, Kordeln
oder Schnüre kann hierbei auf vielfältige Art und Weise durchgeführt werden, beispielsweise
durch Verknoten der Bänder miteinander, wobei durch Ausführung einer Schleife gleichzeitig
ein optischer Effekt in der Art einer Geschenkverpackung erreicht werden kann, durch
Festlegen mit entsprechenden Festlegevorrichtungen an der Vorderwand wie beispielsweise
Klipps oder beispielsweise durch einen Festzurrklipp, wie er von Jacken, Rucksäcken
oder ähnlichen bekannt ist.
[0012] Die Vorteile, Merkmale und Merkmalskombinationen werden deutlich anhand der Beschreibung
einiger bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung, die in den folgenden Figuren dargestellt
sind:
Fig.1 1 zeigt eine erfindungsgemäße Faltschachtel mit Zusatzelementen, die scharniergelenkig
mit der Faltbox verbunden sind und im flachen Zustand nach innen geklappt werden,
Figur 2 zeigt das Ausführungsbeispiel aus Figur 1, wobei die Zusatzelemente nach außen
geklappt sind, um die Schachtel in die erhabene Stellung auffalten zu können,
Figur 3a-3e zeigen den Auffalt- und Fixiervorgang der Faltschachtel aus Figur 1 und
2,
Figur 4 und 5 zeigen die Ausführungsform aus Figur 1 in weiteren Stadien des Aufklappvorgangs,
Figur 6 zeigt die fertig aufgeklappte Faltschachtel,
Figur 7 zeigt eine alternative Ausführungsform mit am Bodenteil befestigten Zusatzelementen,
Figuren 8a-8c zeigen den Auffaltvorgang der Faltschachtel aus Figur 7,
Figur 9 zeigt die fertig aufgefaltete Faltschachtel aus Figur 7,
Figur 10 zeigt eine weitere Ausführungsform der vorliegenden Erfindung, bei der ein
Zusatzelement eine Verlängerung zum Abdecken der Bodenwand der Faltschachtel aufweist,
Figur 11 zeigt die Faltschachtel aus Figur 10 im halbaufgefalteten Zustand,
Figur 12 zeigt die Faltschachtel aus Figur 10 im fertig aufgefalteten und fixierten
Zustand,
Figur 13 zeigt eine weitere Ausführungsform der vorliegenden Erfindung mit Bändern
als Fixierelement.
Figur 14 zeigt die Ausführungsform aus Figur 13 in halbaufgefalteter Stellung,
Figur 15 zeigt die Ausführungsform aus Figur 13 in aufgestellter Stellung.
[0013] Figur 1 zeigt eine erste Ausführungsform der vorliegenden Erfindung. Eine Faltschachtel
ist in der flachliegenden Stellung dargestellt. Die Deckelwand 2 erstreckt sich auf
der rechten Seite der Faltschachtel, die Seitenwände 12 sind flach auf die Bodenwand
4 gefaltet, die beiden anderen Seitenwände werden durch die Zusatzelemente 20 und
21 verdeckt. Das Zusatzelement 20 ist auf seiner in der Figur rechts liegenden Seitenkante
scharniergelenkig mit dem Faltschachtel-Hauptteil verbunden, das Zusatzelement 21
auf seiner in der Figur 1 links liegenden Seite mit der darunter liegenden Seitenwand
ebenfalls scharniergelenkig verbunden.
[0014] In Figur 2 ist die Faltschachtel aus Figur 1 mit umgeklappten Zusatzelementen 20
und 21 dargestellt. Nach dem Umklappen sind die Seitenwände 3 und 5, die in Figur
1 durch die Zusatzelemente 20 und 21 verdeckt waren, sichtbar. Die Seitenwände 3 und
5 sind über die Faltbälge 11, 13, 14 und 15 mit den Seitenwänden 12 scharniergelenkig
verbunden. Das Zusatzelement 20 ist auf seiner in Figur 2 links liegenden Seitenkante
scharniergelenkig im Bereich der scharniergelenkigen Verbindung zwischen Seitenwand
3 und Deckelwand 2 scharniergelenkig mit der Seitenwand 3 und/oder der Deckelwand
2 verbunden. Analog ist das Zusatzelement 21 mit der in Figur 2 rechts liegenden Seitenkante
an der Außenkante der Seitenwand 5 scharniergelenkig verbunden.
[0015] Die Figuren 3a-3e zeigen das Einfalten des Zusatzelements 21 in das Innere der Faltschachtel
anliegend an die Seitenwand 5 zur Fixierung der nach innen klappenden Seitenwände
12. In Figur 3a wird die Seitenwand 5 leicht nach oben geklappt, wodurch sich die
Seitenwand 12 nach außen bewegt und der äußere und innere Bereich des Faltbalgs 11
aufeinander zu bewegt werden. In Figur 3b ist die Ecke mit dem Faltbalg 11 in vergrößerter
Darstellung gezeigt. In Figur 3c ist das Auffalten der Schachtel in die erhabene Stellung
nahezu abgeschlossen, das Zusatzteil 21 ist nahezu parallel mit der Seitenwand 5 angeordnet
und steht über die Faltschachteloberkante hinaus. In Figur 3d ist dargestellt, wie
das Zusatzelement 21 nach unten und nach innen gefaltet wird, bevor es in Figur 3e
in das Innere der Schachtel eintritt und dort bis zum Anliegen an die Seitenwand 5
weiter gefaltet wird.
[0016] Figur 4 zeigt das gegenüberliegende Zusatzelement 20, das zwischen dem Deckelteil
2 der Seitenwand 3 scharniergelenkig mit der Faltschachtel verbunden ist. In Figur
5 wird das Zusatzelement 20 gerade in das Schachtelinnere eingefaltet, während das
Zusatzteil 21 bereits nahezu in seiner Endstellung ist.
[0017] In einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weisen die Seitenwände und/oder
die Bodenwand Einkerbungen, Erhebungen, Nuten oder Rillen auf, in die die Seitenkanten
der Elemente 20 und 21 einrasten können und derart fixiert werden. Es ist aber je
nach Anforderungen auch ausreichend, wenn durch eine entsprechende Abmessung der Zusatzelemente
diese in ihrer fertig eingefalteten Stellung fest mit ihren Kanten an den Seitenwänden
12 und/oder an der Bodenwand 4 sitzen, so dass über die Haftreibungskraft zwischen
Seitenkanten der Zusatzelemente und Bodenwand 4 bzw. Seitenwand 12 eine Fixierung
der Zusatzelemente in der heruntergeklappten Stellung stattfindet.
[0018] Figur 6 schließlich zeigt die fertig aufgestellte Box mit den an Seiten- und/oder
Bodenwand über Haftreibungskraft und/oder Nuten, Rillen oder Erhebungen festsitzenden
Zusatzteilen 20 und 21.
[0019] Figur 7 zeigt eine alternative Ausführungsform der Erfindung. Die Zusatzteile 22,
23 sind scharniergelenkig zwischen der Seitenwand 3 und der Bodenwand 4 bzw. der Bodenwand
4 und der Seitenwand 5 befestigt und liegen im zusammengefalteten Zustand der Faltschachtel
auf der Bodenwand 4 derart auf, dass sie sich mit ihren Enden teilweise zwischen der
Bodenwand 4 und den Seitenwänden 12 befinden.
[0020] Figur 8a-8c zeigt die Aufstellung und Fixierung der Faltschachtel mittels der Zusatzelemente
22 und 23. Nach dem Aufstellen und Bewegen der Faltbälge gegeneinander werden die
Zusatzelemente 22 und 23 von der Bodenwand nach oben zum Anliegen an den Seitenwänden
3 bzw. 4 hochgeklappt und fixieren derart die Seitenwände 12, die durch die hochgeklappte
Zusatzelemente nicht mehr nach innen klappen können, so dass die Faltschachtel stabil
in ihrer aufgestellten Stellung verbleibt. Auch bei dieser Ausführungsform können
die Zusatzelemente 22 und 23 durch Haftreibung ihrer Seitenkanten an den Seitenwänden
12 und/oder durch entsprechende, in den Seitenwänden 12 angeordneten Nuten, Rillen
oder Erhebungen in ihrer aufgerichteten Stellung fixiert werden.
[0021] Figur 9 zeigt die aufgestellten, durch Haftreibung oder Nuten bzw. Rillen oder Erhebungen
fixierten Zusatzelemente 22 und 23.
[0022] Figur 11 zeigt eine weitere Ausführungsform der Erfindung mit den Zusatzelementen
24 und 25, die analog zur Ausführungsform in Figur 1 mit der Faltschachtel verbunden
sind. Zusätzlich weist das Zusatzelement 25 in der Ausführungsform gemäß Figur 10
eine Verlängerung 26 auf, die in ihre Abmessungen zum Abdecken der Bodenwand 4 ausgebildet
ist. Das Zusatzelement 24 weist einen Flügel 27 auf, der ebenfalls scharniergelenkig
verbunden ist. Beim Einfalten der Zusatzelemente 24 und 25 in das Innere der Schachtel
analog zum Faltvorgang gemäß der Figuren 3a-3e wird der Flügel 27 so eingefaltet,
dass er zwischen der Bodenwand 4 und dem Verlängerungselement 26 zum Liegen kommt,
so dass eine zusätzliche Stabilisierung und Fixierung der Zusatzelemente 24, 25 über
das Verlängerungselement 26 und den Flügel 27 erfolgt.
[0023] Figur 12 zeigt die fertig zusammengefaltete Faltschachtel, bei der der Flügel 27
durch das Verlängerungselement 26 überdeckt wird. Selbstverständlich ist es alternativ
möglich, das Verlängerungselement 26 am Zusatzelement 24 und dem Flügel 27 am Zusatzelement
25 zu befestigen und entsprechend in umgekehrter Reihenfolge zu falten. Als weitere,
alternative Ausführungsform ist ein Zusatzelement 26, das an einer der Seitenwände
12 über ein Zwischenstück scharniergelenkig verbunden ist, denkbar, wobei dann sowohl
das Zusatzelement 24 als auch das Zusatzelement 25 über Flügelelemente 27 verfügen,
die beim Einfalten des Verlängerungselements 26 durch dieses überdeckt und fixiert
werden. Als letzte Alternative ist ein separates Verlängerungselement 26 denkbar,
das ohne direkte Verbindung zur Faltschachtel auskommt und nach dem Faltvorgang in
die Faltschachtel eingelegt wird, um so die Zusatzelemente 24 und 25 mit den Flügeln
27 zu fixieren. Bei einer entsprechenden Stärke des Verlängerungselements 26 ist auch
eine alternative Ausführungsform denkbar, bei der auf die Flügel verzichtet wird und
die Zusatzteile 24 und 25 in einer Nut, die sich zwischen Verlängerungselement 26
und der anliegenden Seitenwand bildet, festgeklemmt werden.
[0024] Schließlich ist eine weitere alternative Ausführungsform denkbar, bei der bei geringen
Anforderungen an die Stabilität der Faltschachtel und relativ dicken, separatem Bodenelement
26 ganz auf die Zusatzelemente 24 und 25 verzichtet werden könnte, beispielsweise
bei Nutzung eines Zusatzelements 26 aus einem Schaumstoff zur Präsentation von Schmuck
oder ähnlichem.
[0025] Figur 13 zeigt eine weitere Ausführungsform mit Bändern 30 und 31 als Fixierelement.
Die Bänder 30 und 31 sind durch Öffnungen 32, 33, 34 und 35 in den Seitenwänden 3
und 5 geführt und erstrecken sich an der Außenseiten der Seitenwände 12 von der Schachtelrückseite
3 zur Schachtelvorderseite 5. Indem die Bänder, wie in Figur 14 angedeutet, an der
Vorderseite mittels einem Knoten oder einer Schleife verbunden und straffgezogen werden,
werden die Seitenwände 3 und 5 zueinander hingezogen und derart nach dem Aufstellen
der Schachtel daran gehindert, sich wieder flach zu erstrecken. Auf diese Art und
Weise findet die Fixierung der Schachtel in der erhabenen Stellung statt, wobei die
Bänder gleichzeitig vorteilhaft als Ziereinrichtung auf der Vorderseite in der Art
einer Geschenkverpackung dienen können.
[0026] Bei entsprechender Ausführung des Verschlussteils 1 können die Bänder vorteilhaft
auch zum Verschließen des Deckels genutzt werden, indem das Verschlussteil 1 an seine
Seitenkanten beispielsweise Einkerbungen erhält, in die die Bänder bei geschlossener
Faltschachtel greifen und so das Verschlussteil 1 und das Deckelteil 2 fixieren oder
indem das Verschlussteil 1 bis weit nach unten über die Vorderseite 5 der Schachtel
hinaus verlängert wird, so dass die Bänder 30 und 31 nach dem Verbinden über dem Deckelteil
1 auch bei einer Ausführung ohne Einkerbung eine ausreichende Haltefunktion erfüllen.
[0027] Die Bänder können durch die Öffnungen in der Rückseite hindurchgeführt werden, so
dass auch auf der Rückseite ein Ziereffekt entsteht, oder alternativ unter Vermeidung
der Öffnungen 33 und 35 auf der Innenseite der Seitenwand 3 befestigt werden, dass
eine glatte, öffnungsfreie Rückseite 5 entsteht.
[0028] Bei sämtlichen vorgenannten Ausführungsformen können Verschlussteile vorgesehen sein,
die in üblicher Weise mit einem Verschlusselement wie beispielsweise einem Magneten,
einem Klebepunkt oder einem Klettverschluss versehen sind.
[0029] Vorteilhaft kann die Deckelwand 2 mit einem Überstand über die Seitenwände 12 ausgeführt
werden, so dass im aufgestellten Zustand die Seitenwände 12 ein Auflager für die Deckelwand
2 bilden und so die Stabilität erhöhen. Dieser Überstand kann entweder durch eine
verbreiterte Ausführung der Deckelwand 2 oder durch ein Einrücken der Seitenwände
12 von der Aussenkante der Bodenwand 4 in Richtung Schachtelinneres erreicht werden.
1. Quader- oder würfelförmige oder sechsseitige Klapp- oder Faltschachtel, mit einer
Bodenwand (4) und vier Seitenwänden (3,5,12), die reihum jeweils über in den Schachtel-Eckbereichen
angeordnete Faltbälge (11,13,14,15) derart scharniergelenkig verbunden sind, dass
die Faltschachtel aus einer flachen Stellung (Fig.1) in eine erhabene Stellung (Fig.5-7)
aufstellbar ist, wobei in der flachen Stellung (Fig.1) der jeweilige Grundriss der
Faltbälge (11,13,14,15) von einer diagonalen oder schrägen Scharnierachse (13) in
einen inneren (15) und einen äußeren Bereich (14) unterteilt ist, und mit einer Deckelwand,
die scharniergelenkig mit einer Seitenwand verbunden ist und sich von dieser Seitenwand
im aufgestellten Zustand der Faltschachtel zur gegenüberliegenden Seitenwand erstreckt
und derart einen durch Bodenwand, Seitenwände und Deckelwand gebildeten Innenraum
abdeckt, und die Faltenbälge (11,13,14,15) sich an je einem zweier gegenüberliegender
Enden der Seitenwand (12) scharniergelenkig anschließen, dadurch gekennzeichnet, dass ein oder mehrere Zusatz-Elemente zum Fixieren der aufgestellten Stellung der Faltschachtel
derart scharniergelenkig mit der Faltschachtel verbunden sind, dass sie in der flach
auseinandergezogenen Stellung zum flachen Anliegen an der Faltschachtel kommen und
in der aufgestellten Stellung anliegend an die Faltenbälge in eine jeweils zwei gegenüberliegende
Seitenwände abstützende und/oder verspreizende Position gebracht werden können.
2. Quader- oder würfelförmige oder sechsseitige Klapp- oder Faltschachtel, mit einer
Bodenwand (4) und vier Seitenwänden (3,5,12), die reihum jeweils über in den Schachtel-Eckbereichen
angeordnete Faltbälge (11,13,14,15) derart scharniergelenkig verbunden sind, dass
die Faltschachtel aus einer flachen Stellung (Fig.1) in eine erhabene Stellung (Fig.5-7)
aufstellbar ist, wobei in der flachen Stellung (Fig.1) der jeweilige Grundriss der
Faltbälge (11,13,14,15) von einer diagonalen oder schrägen Scharnierachse (13) in
einen inneren (15) und einen äußeren Bereich (14) unterteilt ist, und mit einer Deckelwand,
die scharniergelenkig mit einer Seitenwand verbunden ist und sich von dieser Seitenwand
im aufgestellten Zustand der Faltschachtel zur gegenüberliegenden Seitenwand erstreckt
und derart einen durch Bodenwand, Seitenwände und Deckelwand gebildeten Innenraum
abdeckt, und die Faltenbälge (11,13,14,15) sich an je einem zweier gegenüberliegender
Enden der Seitenwand (12) scharniergelenkig anschließen, dadurch gekennzeichnet, dass ein oder mehrere Bänder, Kordeln oder Schnüre durch Öffnungen in einer oder mehreren
Seitenwänden derart geführt sind, dass mit dem Festziehen der Bänder, Kordeln oder
Schnüre an eine oder mehrere Seitenwände die Schachtel in ihrer aufgestellten Stellung
fixiert wird.
3. Faltschachtel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das oder die Zusatz-Elemente aus einem Zuschnitt bestehen, der scharniergelenkig
an der Bodenwand bei einer Seitenwand in paralleler Ausrichtung befestigt ist, so
dass das oder die Zusatzelemente in eine flach auf der Bodenwand liegenden Stellung
und in eine aufgestellte, an der parallelen Seitenwand anliegende Stellung gebracht
werden kann, und wobei das oder die Zusatzelemente zumindest teilweise eine Länge
aufweisen, die im Wesentlichen gleich der Länge der parallelen Seitenwand ist
4. Faltschachtel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das oder die Zusatz-Elemente aus einem Zuschnitt, der scharniergelenkig an der Oberkante
einer Seitenwand befestigt ist, oder einer scharniergelenkig mit einer Seitenwand
verbundenen Seitenwand-Verlängerung bestehen, so dass das oder die Zusatz-Elemente
in der flach ausgezogenen Stellung der Faltschachtel flach auf der Deckelwand und/oder
den Seitenwänden aufliegt und in der aufgestellten Stellung der Faltschachtel in eine
an der scharniergelenkig verbundenen Seitenwand anliegende Stellung gebracht werden
kann, und wobei das oder die Zusatzelemente zumindest teilweise eine Länge aufweisen,
die im Wesentlichen gleich der Länge der parallelen Seitenwand ist.
5. Faltschachtel nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch zwei Zusatz-Elemente, wobei ein Zusatz-Element aus einem Zuschnitt, der scharniergelenkig
an der Oberkante einer Seitenwand befestigt ist, oder einer scharniergelenkig mit
einer Seitenwand verbundenen Seitenwand-Verlängerung besteht, und das andere Zusatz-Element
mit der Deckelwand im Bereich der scharniergelenkigen Verbindung der Deckelwand mit
der Seitenwand scharniergelenkig verbunden ist, so dass das oder die Zusatz-Elemente
in der flach ausgezogenen Stellung der Faltschachtel flach auf der Deckelwand und/oder
den Seitenwänden aufliegt und in der aufgestellten Stellung der Faltschachtel in eine
an der scharniergelenkig verbundenen Seitenwand anliegende Stellung gebracht werden
kann, und wobei das oder die Zusatzelemente zumindest teilweise eine Länge aufweisen,
die im Wesentlichen gleich der Länge der parallelen Seitenwand ist
6. Faltschachtel nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass ein Zusatz-Element eine scharniergelenkig verbundene Verlängerung aufweist, die zum
Anliegen an und Überdecken der Bodenwand ausgebildet ist.
7. Faltschachtel nach einem der Anspruch 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass an einer Seitenwand ein Zusatz-Element scharniergelenkig verbunden ist, das über
eine weitere scharniergelenkige Verbindung mit einer Verlängerung ausgestattet ist,
die zum Anliegen an und Überdecken der Bodenwand ausgebildet ist.
8. Faltschachtel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein separates Bodenelement zum Anliegen an und Überdecken der Bodenwand vorhanden
ist.
9. Faltschachtel nach einem der Ansprüche 1 oder 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass eine oder mehrere Seitenwände im Bereich der Faltenbälge mit Vertiefungen, Erhöhungen,
Nuten, Rillen oder dergleichen zum Einrasten einer Seitenkante der Zusatz-Elemente
ausgestattet sind.
10. Faltschachtel nach einem der Ansprüche 1 oder 3 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatz-Elemente mit im wesentlichen gleichen Abmessungen zu den Seitenwänden,
an die sie zur Anlage vorgesehen sind, ausgebildet sind, so dass in der aufgeklappten
Stellung die Zusatz-Elemente mittels Haftreibung zwischen den Kanten der Zusatz-Elemente
und den Seitenwänden, die im Winkel zu den Zusatz-Elementen angeordnet sind, und/oder
der Bodenwand fixiert sind.
11. Faltschachtel nach einem der Ansprüche 5 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Verlängerung, die zum Überdecken der Bodenwand ausgebildet ist, oder das separate
Bodenelement derart bemessen ist, dass zwischen der Seitenwand, an die das oder die
Zusatz-Elemente in der aufgestellten Stellung der Faltschachtel zum Anliegen kommen,
und der parallelen Seitenkante der Verlängerung oder des separaten Bodenelements ein
geringer Abstand vorhanden ist, vorzugsweise im Bereich zwischen einigen Millimetern
und einem Zehntel Millimeter, so dass im eingelegten Zustand der Verlängerung beziehungsweise
des Bodenelements eine Nut oder Rille zwischen der Seitenwand und der Verlängerung
beziehungsweise dem Bodenelement gebildet ist, die zur Aufnahme einer Längskante eines
Zusatzelements und dessen einrastendem Fixieren ausgebildet ist.
12. Faltschachtel nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusatz-Elemente scharniergelenkig verbundene Flügel aufweisen, die zum Anliegen
zwischen der Bodenwand und der Verlängerung beziehungsweise dem separaten Bodenelement
in der aufgestellten Stellung der Faltschachtel ausgebildet sind.
13. Faltschachtel nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch ein Verschlussteil, dass scharniergelenkig mit der Deckelwand verbunden ist und im
geschlossenen Zustand über eine Seitenwand nach unten geführt ist, wobei die Bänder,
Kordeln oder Schnüre über dem Verschlussteil zur Fixierung des Verschlussteils an
der Seitenwand verbunden werden.
14. Faltschachtel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenwände (12) von der Aussenkante der Bodenwand derart nach innen versetzt
sind, dass die Oberkanten der Seitenwände im geschlossenen Zustand ein Auflager für
die Deckelwand bilden.
15. Faltschachtel nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Deckelwand mit einem Überstand über die Seitenwände (12) im aufgestellten Zustand
ausgebildet ist.