Einleitung
[0001] Die Erfindung betrifft einen Gebäudeabschluss in einbruchhemmender Ausführung, mit
einem an einem Gebäudeteil beweglich gelagerten Abschlussteil, das von einer ersten
Stellung in eine zweite Stellung und umgekehrt überführbar ist, und einer Verriegelungseinrichtung
mit mindestens einem Verriegelungselement, mit dem das Abschlussteil in der zweiten
Stellung verriegelbar ist, wobei ausgelöst durch eine Manipulation an dem Gebäudeabschluss
in Verbindung mit einem Einbruchversuch automatisch eine Verstärkung der Verriegelung
herbeiführbar ist. Das Gebäudeteil ist dabei typischerweise mit einem Blendrahmen
oder einer Zarge und das Abschlussteil mit einem Flügelrahmen und einer darin gehaltenen
Füllung (aus Glas oder in Form eines Panels aus anderem Material) versehen. Als Gebäudeabschluss
werden gemäß der vorliegenden Anmeldung insbesondere sowohl Fenster als auch Türen
jeglicher Art verstanden.
[0002] Als erste Stellung wird im Sinne der vorliegenden Anmeldung eine Offenstellung des
Gebäudeabschlusses aufgefasst, wobei diese sowohl bei Türen als auch bei Fenstern
der sogenannten Drehstellung entspricht, in der der Flügelrahmen nur noch an einer
seiner Schenkel mit dem zugehörigen Blendrahmen verbunden ist.
[0003] Als zweite Stellung werden im Sinne der vorliegenden Anmeldung zwei verschiedene
Stellungen des Gebäudeabschusses verstanden. Zum einen kann es sich hierbei um die
"echte" Schließstellung handeln, in der Blend- und Flügelrahmen umlaufend dicht aneinander
anliegen und miteinander in Eingriff sind. Zum anderen kann es sich bei der zweiten
Stellung e-doch ebenfalls um eine Kippstellung, Klappstellung oder eine teilweise
gedrehte Stellung einer Tür oder eines Fensters handeln, bei denen jeweils nur ein
Spaltbereich offen ist, wobei eine zwischen Blend- und Flügelrahmen angeordnete Schere
oder ein Anschlagelement zur Begrenzung des Öffnungsspaltes herangezogen wird.
[0004] Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Verriegelung eines Gebäudeabschlusses.
[0005] Ein Gebäudeabschluss der vorgenannten Art ist beispielsweise aus dem Prospekt "Einbruchschutz-
und Meldesysteme" der DORMA GmbH & Co. KG in Enneppetal/Deutschland bekannt. Unter
der Bezeichnung "DORMA EST/ESB" ist ein Einbruchschutz- und meldesystem bekannt, das
sich durch eine permanente Scharfschaltung von passiven Meldern auszeichnet, so dass
das Einschalten der Melder nicht mehr vergessen werden kann. Außerdem existiert eine
integrierte Türzustandsüberwachung, die aufgrund stromüberwachter Meldeplatinen falschalarmfrei
sein soll und eine Alarmauslösung bei einer Einwirkung von 200 kg bzw. einem Eintritt
von 2 mm Türweg bewirken soll. Für die Schlossseite einer solchermaßen gesicherten
Tür ist ein Sicherheitsschließblech "ESS" mit einem Melder "EST" sowie integrierter
Türzustandsüberwachung offenbart, bei dem bei Aufbruchversuchen zwei Schrauben abgerissen
werden, wodurch ein Zuhalteschlitten freigegeben und um einige Millimeter in Öffnungsrichtung
verschoben wird. Neben dem mit dem Schraubenabriss gekoppelten Bruch einer Meldeplatine
soll der Zuhalteschlitten durch Verhakung mit dem Schließblech anschließend einen
erhöhten Widerstand mit einer Haltekraft von bis zu 1.000 kg bieten. Die alternativ
bzw. zusätzlich auf der Bandseite unter der Bezeichnung "ESB" bekannte Bandsicherung
umfasst ebenfalls eine Meldeplatine, die auch bereits bei einem geringfügigen Nachgeben
der Türbänder einen Alarm auslöst. Parallel dazu soll sich durch die Verhakung von
Hintergreifhaken und Gegenstück eine zweite Widerstandsebene ausbilden.
[0006] Ein Nachteil des vorbekannten Systems ist darin zu sehen, dass die bei einem Einbruchversuch
automatisch erfolgende Verstärkung der Verriegelung mechanisch mit anderen Komponenten
der Türverriegelung bzw. -lagerung gekoppelt ist, so dass eine große räumliche Abhängigkeit
zwischen den Elementen der ersten und der zweiten Widerstandsebene besteht. Außerdem
ist das Prinzip der mechanischen Kopplung aufwendig und erfordert die Verwendung von
Spezialbauteilen, die bei gängigen Gebäudeabschlüssen nicht üblich sind.
[0007] Gemäß der einschlägigen Norm ist es zur Erfüllung der Anforderungen an die Einbruchhemmung
in hohen Widerstandsklassen zulässig, dass es den Angreifer innerhalb der zur Verfügung
stehenden Zeit zwar gelingt, eine kleine Öffnung insbesondere in einer Glasfüllung
des Abschlussteils zu schaffen, wobei die Öffnung ein Hindurchgreifen eventuell ermöglichen
kann, nicht jedoch ein Eindringen einer Person. Gebäudeabschlüsse mit Panikfunktion
sind daher aufgrund der auf der Innenseite angebrachten Panik-Entriegelungselemente
besonders gefährdet.
Aufgabe
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Gebäudeabschluss in einbruchhemmender
Ausführung sowie ein Verfahren zu dessen Verriegelung vorzuschlagen, bei dem große
Freiheitsgrade bei der Herbeiführung einer Verstärkung der Verriegelung bestehen,
wobei möglichst auch standardmäßige Verriegelungselemente für die "zweite Widerstandsebene"
zum Einsatz kommen sollen.
Lösung
[0009] Ausgehend von einem Gebäudeabschluss der eingangs beschriebenen Art wird diese Aufgabe
erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass von einem Sensorelement, mit dem ein Einbruchversuch
detektierbar ist, ein Signal abgebbar ist, wodurch mindestens ein zusätzliches Verriegelungselement,
das im Abstand zu dem mindestens einen anderen Verriegelungselement angeordnet ist,
von einer Entriegelungsstellung in eine Verriegelungsstellung überführbar ist oder
wodurch mittels mindestens eines zusätzlichen Verriegelungselements mindestens ein
anderes Verriegelungselement oder ein Betätigungselement eines anderen Verriegelungselements
jeweils in dessen Verriegelungsstellung blockierbar ist, wodurch das in der zweiten
Stellung befindliche Abschlussteil gegen unbefugte Überführung in die erste Stellung
zusätzlich gesichert wird.
[0010] Das erfindungsgemäße Prinzip basiert somit auf einer Fernübertragung der Information,
dass ein Einbruchversuch unternommen wird, wodurch in einer Entfernung von dem Sensorelement,
d.h. der Stelle, an der der Einbruchversuch detektiert wurde, mindestens ein zusätzliches
Verriegelungselement aktivierbar ist. Die Aktivierung des zusätzlichen Verriegelungselements
an einem anderen Ort - verglichen auch mit dem Sensorelement - führt als erste Alternative
zu einer Verbesserung einer Einbruchhemmung dahingehend, dass Verlagerungen des Abschlussteils
durch den Angreifer durch verteilte Verriegelungselemente besser abgewehrt werden
können, da Hebelarme kürzer und die frei zu bewegenden Abschnitte des Abschlussteils
kleiner und daher spezifisch steifer sind. Durch die erfindungsgemäße Trennung von
Sensorelement und Verriegelungselement werden die Freiheitsgrade bei der Konstruktion
eines erfindungsgemäßen Gebäudeabschlusses gegenüber Konstruktionen nach dem Stand
der Technik deutlich erhöht. Insbesondere ist es auch möglich, das mindestens eine
zusätzliche Verriegelungselement bzw. auch das mindestens eine andere Verriegelungselement,
als standardmäßig verfügbare Elemente auszugestalten, was sich auch günstig auf die
Herstellkosten auswirkt.
[0011] Als zweite erfindungsgemäße Alternative wird infolge der Detektion des Einbruchversuchs
durch das Sensorelement gleichfalls mindestens ein zusätzliches Verriegelungselement
aktiviert, wodurch in diesem Fall jedoch ein anderes Verriegelungselement oder ein
Betätigungselement eines anderen Verriegelungselements jeweils in dessen Verriegelungsstellung
blockierbar ist. Gemäß der zweiten Alternative wird somit im Vergleich mit der ersten
Alternative nicht eine zusätzliche Verriegelung zwischen dem in zweiter Stellung befindlichen
Abschlussteil und einer dieses umgebenden Zarge herbeigeführt. Vielmehr wird eine
erhöhte Sicherheit dadurch bewirkt, dass mindestens ein bereits vorhandenes und sich
in seiner Verriegelungsstellung befindliches Verriegelungselement oder ein zu diesem
gehöriges Betätigungselement mittels eines zusätzlichen Verriegelungselements blockiert
wird. Es wird somit bei der Detektion eines Einbruchversuchs die Überführung des eigentlichen
Verriegelungselements von der Verriegelungsstellung in eine Entriegelungsstellung
durch die zu Sicherungszwecken herbeigeführte Blockade verhindert. Somit ist es insbesondere
nicht möglich, das andere Verriegelungselement z.B. durch unbefugte Betätigung eines
Panik-Entriegelungselements zu entriegeln. Ein Panik-Entriegelungselement wird somit
gemäß der zweiten Alternative zumindest temporär, d.h. bis zur Aufhebung der Blockade,
wirkungslos gemacht, um die Einbruchhemmung des erfindungsgemäßen Gebäudeabschlusses
zu verbessern. Im Gegensatz hierzu wird gemäß der zuvor beschriebenen ersten Alternative
die Wirkung eines Panik-Entriegelungselements zwar nicht aufgehoben. Da hierdurch
jedoch nur die damit gekoppelten anderen Verriegelungselemente entriegelt werden können,
wird die Einbruchsicherheit bei der ersten Alternative dadurch erhöht, dass das mindestens
eine zusätzliche Verriegelungselement nicht mit dem Panik-Entriegelungselement gekoppelt
ist, so dass auch bei dessen unbefugter Betätigung zumindest noch das zusätzliche
Verriegelungselement im Eingriff bleibt und somit ein Öffnen des Abschlussteils verhindert.
[0012] Erfindungsgemäß kann die "selbsttätige Verstärkung" der Verriegelung sowohl in der
echten Schließstellung als auch in einer gekippten, geklappten oder anderweitig teilweise
geöffneten Stellung des Abschlussteils erfolgen, wobei die jeweils gerade eingenommene
Stellung beibehalten wird, jedoch eine Vergrößerung der Sicherheit gegenüber Manipulationen,
insbesondere Einbruch. bzw. Aufbruchversuchen, erzielt wird.
[0013] Bei einem Gebäudeabschluss nach der Erfindung kann das Sensorelement ein
- elektrisches Detektionsprinzip, insbesondere eine mit einem aus Glas oder einen nicht
transparenten Material bestehenden Füllungselement des Abschlussteils verbundene Alarmspinne
oder Alarmtapete oder eine damit verbundene Alarmdrahteinlage, und/oder
- optisches Detektionsprinzip, insbesondere eine Lichtschranke mit einer Fotozelle,
und/oder
- kapazitives Detektionsprinzip und/oder
- mechanisches Detektionsprinzip, insbesondere einen auf Bewegungen reagierender Mikroschalter
oder einen Beschleunigungsaufnehmer,
aufweisen.
[0014] Es ist selbstverständlich auch im Rahmen der Erfindung, mehrere Sensorelemente parallel
zueinander zu verschalten und dabei gleiche oder auch unterschiedliche Detektionsprinzipien
bei den einzelnen Sensorelementen anzuwenden.
[0015] Bereits ohne Aktivierung des mindestens einen zusätzlichen Verriegelungselements
wird eine gute Einbruchhemmung dadurch erzielt, dass die Verriegelungseinrichtung
ein Hauptschloss und mindestens ein mechanisch damit gekoppeltes Nebenschloss aufweist.
Mit nur einer Schließeinrichtung, nämlich der des Hauptschlosses, wird über die mechanische
Kopplung eine Verriegelung an mindestens einem, vorzugsweise zwei weiteren Orten geschaffen.
[0016] Wenn es sich bei dem zusätzlichen Verriegelungselement um ein standardmäßiges, handelsüblich
erhältliches handeln soll, bietet sich insbesondere die Verwendung eines Zusatz-Fallenschlosses,
eines Zusatz-Riegelschlosses und/oder eines Elektrohaftmagneten an.
[0017] Bei einer besonders bevorzugten Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Gebäudeabschlusses
ist das Abschlussteil mit einem Panik-Entriegelungselement, insbesondere einem schwenkbaren
Bügel oder einem Druckbalken oder einem Drücker, versehen, wobei mittels des Panik-Entriegelungselements
die Verriegelungseinrichtung mit ihrem Hauptschloss, vorzugsweise damit gekoppelten
Nebenschlössern, entriegelbar ist, nicht jedoch das mindestens eine zusätzlichen Verriegelungselement.
Auf diese Weise kann für Paniktüren eine deutliche Erhöhung der Einbruchsicherheit
erzielt werden. Im Falle eines Einbruchversuchs wird dieser von dem Sensorelement
detektiert, wodurch das zusätzliche Verriegelungselement aktiviert und eine zweite
Widerstandsebene geschaffen wird. Selbst wenn es einem Angreifer gelingen sollte,
durch eine von ihm in dem Abschlussteil geschaffene (kleinere) Öffnung das Panik-Entriegelungselement
zu betätigen, um somit das Hauptschloss und die möglicherweise damit gekoppelten Nebenschlösser
der Verriegelungseinrichtung zu entriegeln, lässt sich das Abschlussteil dennoch nicht
aus der zweiten Stellung bewegen, da das Abschlussteil durch das mindestens eine zusätzliche
aktivierte Verriegelungselement verschlossen gehalten wird. Mit der Erfindung wird
somit eine deutliche Erhöhung der Einbruchsicherheit bei Paniktüren erreicht.
[0018] Um Fehlfunktionen im Falle einer Paniktür zu vermeiden, d.h. insbesondere einen ungewollten
Eingriff des zusätzlichen Verriegelungselements im Nicht-Einbruchsfall, auszuschließen,
sollte das als Zusatz-Fallenschloss oder Zusatz-Riegelschloss ausgebildete zusätzliche
Verriegelungselement mit einem in einer Zarge, die in dem Gebäudeteil verankert ist,
angeordneten Elektro-Türöffner zusammenwirken, wobei der Elektro-Türöffner sich im
stromlosen Zustand in einer Entriegelungsstellung und im mit Strom versorgten Zustand
in einer Verriegelungsstellung befindet. Sollte in dem mit dem erfindungsgemäßen Gebäudeabschluss
ausgestatteten Gebäude ein Stromausfall eintreten, so wird die Panikfunktion des Gebäudeabschlusses
dadurch nicht beeinträchtigt, da eine Aktivierung des zusätzlichen Verriegelungselements
nicht erfolgen kann, weil hierzu eine Spannungsversorgung des Elektro-Türöffners erforderlich
ist. Es besteht jedoch auch alternativ die Möglichkeit, ein Elektro-Fallenschloss
oder ein Elektro-Riegelschloss oder ein Elektro-Fallen-Riegelschloss, jeweils mit
Elektro-Öffner, statt des Zusatz-Fallen- oder Zusatz-Riegelschlosses einzusetzen.
[0019] Die Erfindung weiter ausgestaltend ist vorgesehen, dass das Sensorelement in dem
Abschlussteil angeordnet ist und in einem Falzbereich zwischen dem Abschlussteil und
einer Zarge eine Kabeldurchführung für ein von dem Sensorelement zu einer auf einer
Nicht-Angriffsseite des Gebäudeabschlusses angeordneten und mit dem Gebäudeteil verbundenen
Steuerungseinrichtung führendes Kabel vorhanden ist, von der aus das mindestens eine
zusätzliche Verriegelungselement derart ansteuerbar ist, dass es von seiner Entriegelungsstellung
in die Verriegelungsstellung überführbar ist. Im Falzbereich ist die Kabeldurchführung
besonders geschützt angeordnet, was gleichermaßen auch für die auf der Nicht-Angriffsseite
befindliche Steuerungseinrichtung sowie die von dieser zu dem zusätzlichen Verriegelungselement
führenden Kabelverbindung gilt. Alternativ zur Kabelverbindung ist auch eine drahtlose
Datenübertragung über eine Funkverbindung von dem Sensorelement zu der Steuerungseinrichtung
und/oder von dort zu dem zusätzlichen Verriegelungselement möglich.
[0020] Auch bei einem zeitlich kurz hintereinander erfolgenden Eintritt von Einbruchversuch
und anschließendem Notfall sollte die Panikfunktion des Gebäudeabschlusses weiterhin
vorhanden sein. Personen, die in einem solchen Fall bei aktiviertem zusätzlichen Verriegelungselement
von der Nicht-Angriffsseite her durch den Gebäudeabschluss fliehen wollen, müssen
neben dem eigentlichen Panik-Entriegelungselement auch noch einen auf der Nicht-Angriffsseite
des Gebäudeabschlusses angeordneten Profilzylinder und/oder Nottaster betätigen und/oder
werden von einem dort angeordneten Bewegungsmelder oder einer Videokamera erfasst
und erkannt, woraufhin das zusätzliche Verriegelungselement von einer Steuerungseinrichtung
notentriegelt wird. Auch eine Freischaltung durch anwesendes Wachpersonal oder die
Feuerwehr ist möglich.
[0021] Gemäß einer Weiterbildung des Gebäudeabschlusses nach der Erfindung ist das mindestens
eine andere Verriegelungselement der Verriegelungseinrichtung mittels des zusätzlichen
Verriegelungselements in der Verriegelungsstellung festlegbar, wenn das zusätzliche
Verriegelungselement von der Entriegelungsstellung in die Verriegelungsstellung überführt
wird. Eine derartige Ausgestaltung ist insbesondere dann sinnvoll, wenn das mindestens
eine andere Verriegelungselement bereits so massiv ausgeführt ist, oder hinreichend
viele andere Verriegelungselemente vorhanden sind, so dass es nicht als notwendig
empfunden wird, dass das zusätzliche Verriegelungselement seinerseits gleichfalls
eine Formschlusskopplung zwischen dem Abschlussteil und einer Zarge bildet. Vielmehr
wird es bei der letztgenannten Variante des Gebäudeabschlusses für ausreichend erachtet,
die bereits durch die anderen Verriegelungselemente gegebene Sicherheit beizubehalten,
d.h. insbesondere deren Aufhebung durch unbefugtes Betätigen des Panik-Entriegelungselements
zu verhindern.
[0022] Schließlich ist gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung noch vorgesehen,
dass das zusätzliche Verriegelungselement ein Blockierelement, insbesondere ein Blockierbolzen
ist, mit dem
- eine Schlossfalle und/oder
- ein Schlossriegel und/oder
- ein mit einer Schlossnuss der Verriegelungseinrichtung gekoppelter Betätigungshebel
für den Schlossriegel und/oder die Schlossfalle und/oder
- ein Gestänge zur Kopplung mindestens eines Nebenschlosses an ein Hauptschloss einer
Verriegelungseinrichtung
blockierbar ist. Die vorgenannten Maßnahmen lassen sich auf Basis bekannter Schlosssysteme
mit einfachen Mitteln realisieren und bieten dennoch eine sehr wirkungsvolle Verbesserung
der Einbruchhemmung.
[0023] In verfahrensmäßiger Hinsicht wird die eingangs gestellte Aufgabe dadurch gelöst,
dass von einem Sensorelement, mit dem ein Einbruchversuch detektiert wird, ein Signal
abgegeben wird, wodurch mindestens ein zusätzliches Verriegelungselement, das im Abstand
zu dem oder den anderen Verriegelungselement(en) angeordnet ist, von einer Entriegelungsstellung
in eine Verriegelungsstellung überführt wird oder wodurch mittels mindestens eines
zusätzlichen Verriegelungselements mindestens ein anderes Verriegelungselement oder
ein Betätigungselement eines anderen Verriegelungselements jeweils in dessen Verriegelungsstellung
blockiert wird. Auf diese Weise werden die hinsichtlich des Gebäudeabschlusses erläuterten
Vorteile in verfahrenstechnischer Sicht erreicht.
[0024] Dabei ist es besonders von Vorteil, wenn ein Panikentriegelungselement, insbesondere
ein schwenkbarer Bügel oder ein Druckbalken oder ein Drücker, des Abschlussteils die
Verriegelungseinrichtung mit ihrem Hauptschloss und vorzugsweise damit gekoppelten
Nebenschlössern entriegelt, nicht jedoch das mindestens eine zusätzliche Verriegelungselement.
[0025] Gemäß einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens gibt das Sensorelement
über eine Kabeldurchführung ein Signal an eine Steuerungseinrichtung ab, von der aus
das mindestens eine zusätzliche Verriegelungselement derart angesteuert wird, dass
es von seiner Entriegelungsstellung in die Verriegelungsstellung überführt wird.
[0026] Vorteilhafterweise wird das mindestens eine zusätzliche Verriegelungselement von
der Nicht-Angriffsseite des Gebäudeabschlusses her mittels eines Profilzylinders,
eines Nottasters, eines Bewegungsmelders oder einer Videokamera mechanisch notentriegelt.
Ergänzend hierzu kann eine Notentriegelung auch aus der Ferne über Funk oder Telefon,
z.B. durch die Feuerwehr, erfolgen.
[0027] Schließlich kann es gemäß des erfindungsgemäßen Verfahrens vorgesehen sein, dass
das mindestens eine andere Verriegelungselement der Verriegelungseinrichtung mittels
des zusätzlichen Verriegelungselements in der Verriegelungsstellung festgelegt wird,
wenn das zusätzliche Verriegelungselement von der Entriegelungsstellung in die Verriegelungsstellung
überführt wird.
Ausführungsbeispiel
[0028] Die Erfindung wird nachfolgend anhand mehrerer Ausführungsbeispiele von Gebäudeabschlüssen
bzw. dafür vorgesehenen Verriegelungseinrichtungen, die in den Zeichnungen dargestellt
sind, näher erläutert.
[0029] Es zeigt:
- Fig. 1:
- eine Ansicht eines Gebäudeabschlusses mit Panik-Entriegelungsfunktion und zwei Zusatz-Fallenschlössern,
- Fig. 1a:
- wie Figur 1, jedoch mit einem Elektro-Haftmagnet als zusätzliches Verriegelungselement,
- Fig. 2:
- einen Schnitt durch eine Füllung des Abschlussteils des Gebäudeabschlusses gemäß Figur
1 oder 1a im Bereich einer Alarmspinne,
- Fig. 3:
- eine Ansicht der Füllung mit der Alarmspinne gemäß Figur 2,
- Fig. 4a:
- eine Ansicht einer Verriegelungseinrichtung in Form eines Fallen-Riegel-Schlosses
mit einem zusätzlichen Verriegelungselements in Form eines Blockierbolzens,
- Fig. 4b:
- einen Vertikalschnitt durch das Fallen-Riegel-Schloss gemäß Figur 4a,
- Fig. 5a:
- wie Figur 4a, jedoch mit dem Blockierbolzen an einer anderen Stelle,
- Fig. 5b:
- wie Figur 4b, jedoch mit dem Blockierbolzen an einer anderen Stelle
- Fig. 6:
- eine Ansicht eines weiteren Gebäudeabschlusses mit einem zusätzlichen Verriegelungselement
in Form eines Blockierelements an einem Gestänge zwischen einem Hauptschloss und einem
Nebenschloss,
- Fig. 7a:
- einen Schnitt durch einen als Fenster ausgebildeten Gebäudeabschluss mit einem zusätzlichen
Verriegelungselement in Form eines Elektro-Fallenschlosses mit blockierbarer Falle,
- Fig. 7b:
- eine Ansicht des Elektro-Fallenschlosses aus Figur 7a,
- Fig. 8:
- einen Schnitt durch einen weiteren als Fenster ausgebildeten Gebäudeabschluss mit
einem zusätzlichen Verriegelungselement in Form eines Haftmagneten,
- Fig. 9a:
- einen Horizontalschnitt durch einen weiteren als Fenster ausgebildeten Gebäudeabschluss
in der Schließstellung mit einem zusätzlichen Verriegelungselement in Form eines Elektro-Riegelschlosses,
- Fig. 9b:
- wie Figur 9a, jedoch in der Kippstellung,
- Fig. 10a:
- einen Horizontalschnitt durch einen weiteren als Fenster ausgebildeten Gebäudeabschluss
in der Schließstellung und
- Fig. 10b:
- wie Figur 10a, jedoch in der Kippstellung.
[0030] Figur 1 zeigt einen Gebäudeabschluss 1 in Form einer Paniktür, die ein Abschlussteil
2 in Form eines Türelements aufweist, das an einer Bandseite 3 mit nicht näher dargestellten
Bändern in einer Zarge 4 drehbar gelagert ist, die mit gleichfalls nicht dargestellten
Befestigungsmitteln fest in einem die Zarge 4 umgebenden Gebäudeteil 5 verankert ist.
Das Abschlussteil 2 besitzt einen umlaufenden Rahmen 9, der aus Rahmenschenkeln 5
bis 8 zusammengesetzt ist, die wiederum als Aluminium-Strangpressprofile ausgeführt
sind. In dem Rahmen 9 ist eine Füllung 10 gehaltert, die - wie aus Figur 2 ersichtlich
ist - einen mehrschichtigen Aufbau aufweist: Ausgehend von einer Angriffsseite A sind
zunächst 4 miteinander verklebte Glasscheiben angeordnet. Im Anschluss an eine Abstandshalterleiste
11, die einen Gaszwischenraum 12 randseitig begrenzt, befindet sich eine weitere gehärtete
Glasscheibe 13, die den auf der Nicht-Angriffsseite NA befindlichen Abschluss bildet.
Durch die von der Angriffsseite A ausgehenden vier miteinander verklebten Scheiben,
die jeweils eine Dicke von beispielsweise 6 mm aufweisen, ergibt sich eine sehr große
Stabilität nach Art eines so genannten Panzerglases. Die Isoliereigenschaften der
Füllung 10 werden durch den Gaszwischenraum 12 sichergestellt.
[0031] Der Gebäudeabschluss 1 weist eine Verriegelungseinrichtung 14 auf einer der Bandseite
3 gegenüber liegenden Anschlagseite 15 des Abschlussteils 2 auf. Die Verriegelungseinrichtung
14 besteht aus einem Hauptschloss 16 und zwei damit mechanisch gekoppelten Nebenschlössern
17, 18, die sich in einem Abstand von ca. 40 cm bis 50 cm vertikal oberhalb oder unterhalb
des Hauptschlosses befinden. Die Kopplung zwischen Hauptschloss 16 und Nebenschlössern
17, 18 kann beispielsweise mittels jeweils eines Gestänges 19 erfolgen.
[0032] Da es sich bei dem Gebäudeabschluss 1 um eine Paniktür handelt, ist das Abschlussteil
2 mit einem ausgehend von dem Hauptschloss 16 in horizontale Richtung quer über das
Abschlussteil 2 verlaufenden Panik-Entriegelungselement 20 in Form eines Druckbalkens
oder Schwenkbügels versehen. Wird das Panik-Entriegelungselement 20 in einem Notfall
von einer auf der Nicht-Angriffsseite NA des Gebäudeabschlusses 1 befindlichen Person
betätigt, so wird hierdurch sowohl das Hauptschloss 16 als auch die angelenkten Nebenschlösser
17 und 18 von der dargestellten Verriegelungsstellung in jeweils eine Entriegelungsstellung
überführt, so dass das Abschlussteil 2 aufgeschwenkt werden kann, um einen Fluchtweg
frei zu geben. Insoweit entspricht der Gebäudeabschluss 1 in seiner Ausführung dem
Stand der Technik.
[0033] Um die Anforderungen der Panik-Entriegelung mit denen einer hohen Einbruchsicherheit
zu vereinen, weist der Gebäudeabschluss 1 zwei zusätzliche Verriegelungselemente 21
in Form jeweils eines Fallenschlosses 22 auf. Eines der Fallenschlösser 22 ist oberhalb
des oberen Nebenschlosses 17 und das andere Fallenschloss 22 unterhalb des unteren
Nebenschlosses 18 angeordnet. Die Füllung 10 ist im Bereich einer unteren Ecke mit
einem Sensorelement 23 in Form einer Alarmspinne ausgestattet. Dieser Umstand ergibt
sich insbesondere auch aus den Figuren 2 und 3. Die Schnittdarstellung gemäß Figur
2 lässt erkennen, dass das Sensorelement 23 in Form der Alarmspinne auf einer Innenseite
24 der der Nicht-Angriffsseite NA zugewandten Glasscheibe 13 der Füllung 10 angeordnet
ist. Figur 2 zeigt eine Durchführung eines Kabels 25 durch die Glasscheibe 13 hindurch.
[0034] Die weitere Kabelführung lässt sich der Figur 1 entnehmen: Das Kabel 25 verläuft
zunächst auf dem Rahmenschenkel 7, um sodann an einem Kabelübergang 26 im Türfalzbereich
auf der Bandseite 3 auf bzw. in einen vertikalen Schenkel der Zarge 4 zu wechseln.
Das Kabel 25 führt sodann zu einer Steuerungseinrichtung 27, die mit einer Steuerungselektronik
versehen ist, welche im Falle eines von dem Sensorelement 23 ausgehenden Signals über
ein Kabel 28 zwei Elektro-Türöffner 29 anzusteuern. Die Elektro-Türöffner 29 sind
in die Zarge 4 integriert und wirken mit den zusätzlichen Fallenschlössern 22 zusammen.
[0035] Solange das von der Steuerungseinrichtung 27 zu den Elektro-Türöffnern 29 führende
Kabel 28 stromlos ist, sind die Elektro-Türöffner 29 unverriegelt, d.h. das Abschlussteil
2 wird durch die Elektro-Türöffner 29 nicht daran gehindert, sich von der in Figur
1 dargestellten Schließstellung in eine Öffnungsstellung zu bewegen. Nur wenn die
Steuerungseinrichtung 27 von dem Sensorelement 23 mit einem Alarmsignal versorgt wird
und dementsprechend die Elektro-Türöffner 29 über das Kabel 28 mit Spannung beaufschlagt
werden, werden die Elektro-Türöffner 29 aktiviert und nehmen ihre Sperrstellung ein.
In dieser Sperrstellung kann eine jeweils zu einem Fallenschloss 22 gehörige Falle,
die mit jeweils einem Elektro-Türöffner 29 formschlüssig in Eingriff steht, auch bei
Ausübung eines Drucks auf das Abschlussteil 2 nicht aus der Eingriffsstellung in dem
Elektro-Türöffner 29 heraus bewegt werden. Das Abschlussteil 2 ist somit in seiner
Schließstellung festgelegt, so dass ein unbefugter Durchtritt durch den Gebäudeabschluss
1 hindurch auch bei unbefugter Betätigung des Panik-Entriegelungselements 20 nicht
möglich ist.
[0036] Bei aktiviertem Elektro-Türöffner 29 (bei detektiertem Einbruchversuch) kann in einem
Panikfall oder bei sonstiger Gelegenheit, bei der eine befugte Person durch den Gebäudeabschluss
1 hindurch treten möchte, ein Öffnen des Abschlussteils 2 dadurch erzielt werden,
dass ein Schlüsselschalter, der mittels eines Profilzylinders 30 betätigt wird, die
Blockade der Elektro-Türschließer 29 aufgehoben wird, so dass das Abschlussteil bei
Betätigung des Panik-Entriegelungselements 20 zu öffnen ist. Der Profilzylinder 30
ist einerseits über ein Kabel 31 mit der Steuerungseinrichtung 27 verbunden und andererseits
über ein Kabel 32 beispielsweise auch von der Feuerwehr oder einer Alarmzentrale ansteuerbar,
um aus der Ferne die Blockade der Elektro-Türöffner 29 aufheben zu können, um die
Panik-Funktion des Gebäudeabschlusses 1 wieder herzustellen.
[0037] Im Unterschied zu dem Gebäudeabschluss 1 gemäß Figur 1 weist der leicht modifizierte
Gebäudeabschluss 1' gemäß Figur 1a keine Zusatz-Fallen-Schlösser 22 und auch keine
Elektro-Türöffner 29 auf. Vielmehr besteht das zusätzliche Verriegelungselement bei
der in Figur 1 a dargestellten Ausführungsform aus einem Elektro-Haftmagneten 33,
der über das Kabel 28 mit der Steuerungseinrichtung 27 verbunden ist. Der an sich
bekannte Elektro-Haftmagnet 33 besteht aus einem oberen, mit der Zarge 4 verbundenen
und mit einer Spule versehenen Basisteil 34 und einem damit über eine Kontaktfläche
35 koppelbaren Haftteil 36, das mit dem oberen Rahmenschenkel 5 des Rahmens 9 des
Abschlussteils 2 fest gekoppelt ist. Alle übrigen Merkmale und Eigenschaften des Gebäudeabschlusses
1' stimmen mit denen des Gebäudeabschlusses 1 überein.
[0038] Figur 4a zeigt eine alternative Ausführungsform einer Verriegelungseinrichtung 114
eines ansonsten nicht näher dargestellten Gebäudeabschlusses, der jedoch grundsätzlich
dieselbe Form wie der in den Figuren 1 und 1a gezeigte aufweisen kann. Die Verriegelungseinrichtung
114 besteht aus einem Hauptschloss 116, an das gegebenenfalls ein oder mehrere Nebenschlösser
vorzugsweise mechanisch mittels Treibriegeln angelenkt sein können. Das Hauptschloss
116 weist einen Schlossriegel 37 und eine Schlossfalle 38 auf. Beide können mittels
eines schlüsselbetätigten Profilszylinders, der in eine Profilzylinderlochung 39 einsetzbar
ist, betätigt, insbesondere verriegelt (Schlossriegel 37) bzw. entriegelt (Schlossfalle
38), werden.
[0039] Das Hauptschloss umfasst des Weiteren eine Schlossnuss 40, die über ein entsprechendes
Umlenkgetriebe mit dem Panik-Entriegelungselement 20 (hier nicht dargestellt, vgl.
jedoch Figuren 1 und 1a) gekoppelt ist. Wird das Panik-Entriegelungselement 20 betätigt,
so werden durch eine Drehbewegung der Schlossnuss 40 sowohl die Schlossfalle 38 als
auch der Schlossriegel 37 von der Verriegelungsstellung in die Entriegelungsstellung
bewegt.
[0040] Ein zusätzliches Verriegelungselement 121 ist im Falle der Verriegelungseinrichtung
114 in Form eines stiftförmigen Blockierbolzens ausgeführt. In einer in Figur 4b mit
durchgezogenen Linien dargestellten Nicht-Blockadestellung ist der Blockierbolzen
aus einem mit der Schlossnuss 40 gekoppelten Betätigungshebel 41 zurückgezogen, so
dass bei Betätigung der Schlossnuss 40 das Abschlussteil 2 entriegelbar ist.
[0041] Wird jedoch durch das Sensorelement ein Einbruchversuch detektiert, so spricht ein
elektromagnetisch betätigter Bolzenantrieb 42 an und verlagert den Blockierbolzen
(zusätzliches Verriegelungselement 121) in eine angepasste Bohrung 43 in dem Betätigungshebel
41. Letztere ist hierdurch in seiner Stellung festgelegt und verhindert somit, dass
über das Panik-Entriegelungselement eine Türöffnung herbeigeführt werden kann.
[0042] Eine Rückstellung bzw. Rücksetzung der Alarmauslösung kann durch ein Rückziehen des
zusätzlichen Verriegelungselements 121 (Blockierbolzen) erfolgen. Hierzu wird entweder
einfach der Bolzenantrieb 42 in die entgegengesetzte Richtung betätigt, so dass der
Betätigungshebel 41 wieder freigegeben wird. Alternativ zur elektromagnetischen Rückstellung
kann aber auch eine manuelle Rückstellung des Blockierbolzens erfolgen. Hierzu muss
zunächst eine auf der Nicht-Angriffsseite NA des Abschlussteils 2 befestigte Abdeckung
44 entfernt werden (was durch die Montage zweier durch ihre Mitteillinien angedeuteten
Schrauben 44 erfolgt) woraufhin der durch den Rahmenschenkel 8 des Rahmens 9 des Abschlussteils
2 hindurch tretende Blockierbolzen an seinem hinteren Ende von Hand ergriffen und
herausgezogen werden kann, um die Blockade der Verriegelungseinrichtung 114 aufzuheben.
[0043] In den Figuren 5a und 5b ist eine vergleichbare Verriegelungseinrichtung 214 abgebildet.
Der Unterschied zur Verriegelungseinrichtung 114 gemäß den Figuren 4a und 4b besteht
darin, das bei der Ausführungsform gemäß den Figuren 5a und 5b mittels des Blockierbolzens
nicht der Betätigungshebel 41 gesperrt wird, sondern der Schlossriegel 37 selbst.
Während die Schlossfalle 38 selbst nicht gesondert festgelegt wird, wird im Alarmfall
von dem Bolzenantrieb 42 der Blockierbolzen in eine angepasste Bohrung in dem Schlossriegel
37 eingeführt, so dass sich durch den Formschluss eine belastbare Blockade der Verriegelungseinrichtung
214 ergibt. Im Übrigen sind die Funktionalitäten der Verriegelungseinrichtung 214
im Wesentlichen identisch mit denen gemäß Figuren 4a und 4b.
[0044] Figur 6 zeigt schließlich noch eine Ansicht eines weiteren Ausführungsbeispiels eines
Gebäudeabschlusses 1", der in seinem Aufbau recht weitgehend mit den Ausführungsformen
gemäß den Figuren 1 und 1a übereinstimmt. Auch im Falle des Gebäudeabschlusses 1"
besteht die Verriegelungseinrichtung 14 aus einem Hauptschloss 16 und zwei über jeweils
ein Gestänge 19 damit gekoppelten Nebenschlössern 17 und 18. In bekannter Weise ist
die Kopplung derart starr ausgeführt, dass bei einer Überführung des Hauptschlosses
16 von seiner Verriegelungsstellung in seine Entriegelungsstellung auch die Nebenschlösser
17 und 18 von ihrer Verriegelungsstellung in ihre Entriegelungsstellung überführt
werden. Gleiches gilt bei der umgekehrten Überführung von der Entriegelungsstellung
in die Verriegelungsstellung. Das Abschlusssteil 2 ist auch bei dem Gebäudeabschluss
1" mit einem balkenförmigen Panik-Entriegelungselement 20 versehen, das in bekannter
starrer Kopplung auf die Schlossnuss des Hauptschlosses 16 einwirkt und im Falle seiner
Betätigung eine Entriegelung sowohl des Hauptschlosses 16 als auch (über die Kopplung
über die Gestänge 19) der beiden Nebenschlösser 17 und 18 herbeiführt.
[0045] Um im Falle der Detektion eines Einbruchversuchs an der Füllung 10 zu verhindern,
dass ein Angreifer über eine kleine von ihm geschaffene Öffnung in der Füllung 10
das auf der Innenseite befindliche Panik-Entriegelungselement 20 unbefugter Weise
betätigen kann, wird infolge der Detektion des Einbruchversuchs ein zusätzliches Verriegelungselement
121' in Form eines elektromotorisch oder von einem Elektromagneten betätigten Blockierelements
aktiviert. Das zusätzliche Verriegelungselement 121' ist im Bereich des zu dem oberen
Nebenschloss 17 führenden Gestänges 19 fest an dem Rahmenschenkel 8 des Rahmens 9
des Abschlussteils 2 montiert. Über ein Kabel 28' ist das zusätzliche Verriegelungselement
121' von der Steuerungseinrichtung 27 aus ansteuerbar. Durch das zusätzliche Verriegelungselement
121' wird eine formschlüssige Verbindung zwischen der Zarge und dem ansonsten verschiebbar
darin gelagerten Gestänge 19 herbeigeführt, wodurch das Hauptschloss 16 die beiden
angelenkten Nebenschlösser 17 und 18 sowie das Panik-Entriegelungselement 20 blockiert
werden, so dass das Abschlussteil 2 auch dann in seiner Verriegelungsstellung verharrt,
wenn unbefugt versucht wird, das Panik-Entriegelungselement 20 zu betätigen.
[0046] In dem zusätzlichen Verriegelungselement 121' ist ein Profilzylinder 46 integriert,
mit dem die Blockade des Gestänges 19 durch befugte Personen mittels eines Schlüssels
wieder aufhebbar ist. Es ist auch denkbar, ohne Detektion eines Einbruchversuchs die
Panikfunktion des Gebäudeabschlusses 1" durch eine befugte Person durch Betätigung
des Profilzylinders 46 aufheben zu können. Alternativ oder ergänzend zu dem Profilzylinder
46 kann das zusätzliche Verriegelungselement 121' auch mit einem manuell betätigbaren
Betätigungselement 47 versehen sein. Sollte kurz nach Detektion eines Einbruchversuchs
und hierdurch bedingter Blockade der Panik-Entriegelungsfunktion unwahrscheinlicherweise
ein Notfall auftreten, so kann eine Person, die durch den Gebäudeabschluss 1" fliehen
möchte, z.B. durch Ziehen an dem Betätigungselement 47 die Blockade der Panikfunktion
wieder aufheben und nach Betätigung des Panik-Entriegelungselements 20 das Abschlussteil
2 öffnen. Trotz des Betätigungselements 47 ist die Sicherheit gegenüber einem Einbruch
erhöht, da ein Angreifer sowohl das Panik-Entriegelungselement 20 betätigen als auch
gleichzeitig das Betätigungselement 47 erreichen und betätigen müsste.
[0047] In den nachfolgend beschriebenen Figuren 7a bis 10b sind erfindungsgemäße Gebäudeabschlüsse
1'" dargestellt, die als Fenster 48 bzw. auch als Tür ausgebildet sind.
[0048] Die Figur 7a zeigt einen Horizontalschnitt durch ein erstes Beispiel für einen als
Fenster 48 ausgebildeten Gebäudeabschluss 1'" mit einem Blendrahmen 49 und einem Flügelrahmen
50, wobei diese lediglich teilweise dargestellt sind. Der Flügelrahmen 50 ist mit
einer Schubstange 51 ausgestattet, an der wiederum ein Block 52 so angebracht ist,
dass er den Bewegungen der Schubstange 51 folgt. Im Bereich des Blockes 52 weist der
Flügelrahmen 50 eine Kammer 53 auf, in der ein Zusatz-Fallenschloss 54 angeordnet
ist, das über ein - analog zu dem vorbeschriebenen Sensorelement ausgebildetes - Sensorelement,
das in der Figur nicht dargestellt ist, ansteuerbar ist. Das Zusatz-Fallenschloss
54, auf dessen Aufbau im Folgenden noch weiter eingegangen wird, weist eine dreiecksförmige
vorstehende Spitze 55 auf, die in eine hiermit korrespondierende Vertiefung 56 in
dem Block 52 eingreifen kann. In der Figur 7a befindet sich das Zusatz-Fallenschloss
54 in seiner Eingriffsstellung, in der es mit dem Block 52 formschlüssig in Eingriff
ist. Hierdurch wird eine Längsverschiebung der Schubstange 51 dann verhindert und
eine Manipulation derselben deutlich erschwert, wenn eine Falle 58 des Zusatz-Fallenschlosses
54 durch ein nicht sichtbares Blockierelement im Inneren des Schlosses an einer Bewegung
senkrecht zu der Schubstange 51 gehindert ist. Ist eine solche Bewegung nicht unterbunden,
so können Schrägflächen an einer dreiecksförmigen Spitze 55 der Falle 58 auf korrespondierenden
Schrägflächen an dem Block 52 der Schubstange aufeinander gleiten, so dass der Formschluss
aufhebbar ist.
[0049] In der Figur 7b ist eine Ansicht des Zusatz-Fallenschlosses 54 aus Figur 7a dargestellt.
Es ist zu erkennen, dass der Block 52 z.B. mittels Schweißnähten 57 an der Schubstange
51 befestigt ist. Die Falle 58 des Zusatz-Fallenschlosses 54 ist innerhalb eines Gehäuses
59 in der Kammer 53 senkrecht zu der Längsachse der Schubstange 51 verschiebbar und
auf diese Weise mit dem Block 52 der Schubstange 51 in oder außer Eingriff zu bringen.
An der Falle 58, die auf der dem Block 52 zugewandten Seite ebenfalls dreieckförmig
ausgebildet ist, ist die vorbeschriebene dreieckförmige Spitze 55 des Zusatz-Fallenschlosses
54 angeordnet, wobei die Spitze 55 an einem vorne keilförmigen Grundkörper 60 der
Falle 58 angeordnet ist. Ebenfalls in der Figur 7b sind Block 52 und Zusatz-Fallenschloss
54 in Eingriff gezeigt, so dass eine Verschiebung der Schubstange 51 in ihre Längsrichtung
unterbunden ist, solange die federbelastete Falle 58 blockiert ist. Wird das Zusatz-Fallenschloss
54 wieder entriegelt, so lässt sich die Falle 58 in das Gehäuse 59 fahren und die
Schubstange 51 und damit die standardmäßigen nicht dargestellten Verriegelungselemente
zwischen Blendrahmen 49 und Flügelrahmen 50 können wieder betätigt werden. Beispielhaft
ist eine "verschobene" Position der Schubstange 51 und somit auch des Blockes 52 mittels
einer zweiten Linie 61 angedeutet.
[0050] In der Figur 8 ist ein Horizontalschnitt eines weiteren Beispiels für einen als Fenster
48' oder Tür ausgebildeten Gebäudeabschluss 1"' gezeigt, bei dem die Betätigung der
Schubstange 51 mittels eines in einer Kammer 62 des Flügelrahmens 50 sitzenden Haftmagneten
63 unterbunden werden kann, der mit einem mit der Schubstange 51 verschraubten ferromagnetischen
Gegenstück 64 zusammenwirkt. Der Haftmagnet 63 ist mit Hilfe eines Winkelprofils 65
in seiner Position gehalten.
[0051] Im nicht aktivierten Zustand befindet sich zwischen dem Haftmagneten 63 und dem Gegenstück
64 ein Luftspalt 66, so dass die Schubstange 51 mit dem Gegenstück 64 problemlos betätigt,
also in ihre Längsrichtung verschoben werden kann. Wird der Haftmagnet 63 jedoch aktiviert,
so wird das Gegenstück 64 derart von dem Haftmagneten 63 angezogen, dass der minimale
Luftspalt 66 verschwindet und die beiden Elemente unmittelbar aneinander anliegen.
Dies ist deshalb möglich, weil die Schubstange 51 senkrecht zu ihrer Längsrichtung
ein gewisses Spiel beziehungsweise eine gewisse Flexibilität aufweist.
[0052] Die Figuren 9a und 9b zeigen ein weiteres Beispiel für einen erfindungsgemäßen Gebäudeabschluss
1"', der als Dreh- Kipp- Fenster 48" ausgebildet ist, wobei sich das Fenster 48" in
der Figur 9a in seiner Schließstellung 67 und in der Figur 9b in seiner Kippstellung
68 befindet. Die Schubstange 51 des Flügelrahmens 50 besitzt ein Schließblech 69,
das einen Großteil des Falzbereichs zwischen Flügelrahmen 50 und Blendrahmen 49 ausfüllt
und parallel zu der Schubstange 51 verläuft. Das Schließblech 69 ist auf seinem der
Schubstange 51 gegenüberliegendem Ende mit einer Bohrung 70 versehen.
[0053] In einer Kammer 71 des Blendrahmens 49 ist ein Elektro-Bolzenriegel 72 angeordnet,
wobei dieser so positioniert ist, dass er in der Figur 9a ungefähr mit der Schubstange
51 fluchtet.
[0054] Befindet sich das Fenster 48" in seiner Kippstellung 68 - wie es in der Figur 9b
gezeigt ist - so fluchtet der Elektro-Bolzenriegel 72 nicht mehr mit der Schubstange
51 sondern mit der Bohrung 70 in dem Schließblech 69. Wird ein Einbruchversuch auf
die vorbeschriebene Weise detektiert, so wird der Elektro-Bolzenriegel 72 aktiviert
und ein Riegel 73 in Richtung des Flügelrahmens 50 geschoben, wo er in der Bohrung
70 des Schließblechs 69 eintritt. Auf diese Weise ist eine Verschiebung der Schubstange
51 in Längsrichtung derselben verhindert und eine deutliche Verbesserung der Einbruchhemmung
des Fensters 48" in seiner Kippstellung 68 erreicht.
[0055] Eine Ausführungsform eines Fensters 48"', das sowohl in seiner Schließstellung 67
als auch in seiner Kippstellung 68 durch zusätzliche Verriegelungselemente gesichert
werden kann, ist in den Figuren 10a und 10b dargestellt. Im Unterschied zu dem in
den Figuren 9a und 9b gezeigten Fenster 48" weist das Fenster 48"' in den Figuren
10a und 10b ein Schließblech 69' mit zwei Bohrungen 70 auf, und zwar eine, die in
der Schließstellung 67 des Fensters 48"' mit dem Elektro-Bolzenriegel 72 fluchtet
und eine in der Kippstellung 68 des Fensters 48"'. Somit kann der Elektro-Bolzenriegel
72 unabhängig von der Stellung des Flügelrahmens 50 aktiviert werden und das Fenster
48"' vor einem detektierten Einbruchversuch sichern.
Bezugszeichenliste
[0056]
- 1, 1', 1", 1"'
- Gebäudeabschluss
- 2
- Abschlussteil
- 3
- Bandseite
- 4
- Zarge
- 5, 6, 7, 8
- Rahmenschenkel
- 9
- Rahmen
- 10
- Füllung
- 11
- Abstandshalter-Leiste
- 12
- Gaszwischenraum
- 13
- Glasscheibe
- 14, 114,214
- Verriegelungseinrichtung
- 15
- Anschlagseite
- 16, 116
- Hauptschloss
- 17, 18
- Nebenschloss
- 19
- Gestänge
- 20
- Panik-Entriegelungselement
- 21, 121, 121'
- zusätzliches Verriegelungselement
- 22
- Fallenschloss
- 23
- Sensorelement
- 24
- Innenseite
- 25
- Kabel
- 26
- Kabelübergang
- 27
- Steuerungseinrichtung
- 28, 28'
- Kabel
- 29
- Elektro-Türöffner
- 30
- Profilzylinder
- 31
- Kabel
- 32
- Kabel
- 33
- Elektro-Haftmagnet
- 34
- Bauteil
- 35
- Kontaktfläche
- 36
- Haftteil
- 37
- Schlossriegel
- 38
- Schlossfalle
- 39
- Profilzylinder-Bohrung
- 40
- Schlossnuss
- 41
- Betätigungshebel
- 42
- Bolzenantrieb
- 43
- Bohrung
- 44
- Abdeckung
- 45
- Schrauben
- 46
- Profilzylinder
- 47
- Betätigungselement
- 48, 48', 48", 48"'
- Fenster
- 49
- Blendrahmen
- 50
- Flügelrahmen
- 51
- Schubstange
- 52
- Block
- 53
- Kammer
- 54
- Zusatz-Fallenschloss
- 55
- Spitze
- 56
- Vertiefung
- 57
- Schweißnaht
- 58
- Falle
- 59
- Gehäuse
- 60
- Grundkörper
- 61
- Linie
- 62
- Kammer
- 63
- Haftmagnet
- 64
- Gegenstück
- 65
- Winkelprofil
- 66
- Luftspalt
- 67
- Schließstellung
- 68
- Kippstellung
- 69, 69'
- Schließblech
- 70
- Bohrung
- 71
- Kammer
- 72
- Elektro-Bolzenriegel
- 73
- Riegel
1. Gebäudeabschluss (1, 1', 1", 1'"') in einbruchhemmender Ausführung mit einem an einem
Gebäudeteil beweglich gelagerten Abschlussteil (2), das von einer ersten Stellung
in eine zweite Stellung und umgekehrt überführbar ist, und einer Verriegelungseinrichtung
(14, 114, 214) mit mindestens einem Verriegelungselement, mit dem das Abschlussteil
(2) in der zweiten Stellung verriegelbar ist, wobei ausgelöst durch eine Manipulation
an dem Gebäudeabschluss (1, 1') in Verbindung mit einem Einbruchversuch automatisch
eine Verstärkung der Verriegelung herbeiführbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass von einem Sensorelement (23), mit dem ein Einbruchversuch detektierbar ist, ein Signal
abgebbar ist, wodurch mindestens ein zusätzliches Verriegelungselement (21), das im
Abstand zu dem oder den anderen Verriegelungselement(en) angeordnet ist, von einer
Entriegelungsstellung in eine Verriegelungsstellung überführbar ist oder wodurch mittels
mindestens eines zusätzlichen Verriegelungselements (121, 121') mindestens ein anderes
Verriegelungselement oder ein Betätigungselement (19) eines anderen Verriegelungselements
jeweils in dessen Verriegelungsstellung blockierbar ist.
2. Gebäudeabschluss nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass das Sensorelement (23) ein
- elektrisches Detektionsprinzip, insbesondere eine mit einem aus Glas oder einem
nicht transparenten Material bestehenden Füllungselement des Abschlussteils verbundene
Alarmspinne oder Alarmtapete oder eine damit verbundene Alarmdrahteinlage, und/oder
- optisches Detektionsprinzip, insbesondere eine Lichtschranke mit einer Fotozelle,
und/oder
- kapazitives Detektionsprinzip und/oder
- mechanisches Detektionsprinzip, insbesondere einen auf Bewegungen reagierender Mikroschalter
oder einen Beschleunigungsaufnehmer,
aufweist.
3. Gebäudeabschluss nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Verriegelungseinrichtung ein Hauptschloss (16, 116) und mindestens ein mechanisch
damit gekoppeltes Nebenschloss (17, 18) aufweist.
4. Gebäudeabschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine zusätzliche Verriegelungselement (21, 121) ein Zusatz-Fallenschloss
(22), ein Zusatz-Riegelschloss (54), Zusatz-Elektroschloss und/oder ein Elektrohaftmagnet
(33, 63) ist.
5. Gebäudeabschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Abschlussteil (2) mit einem Panikentriegelungselement (20), insbesondere einem
schwenkbaren Bügel oder einem Druckbalken oder einem Drücker, versehen ist, wobei
mittels des Panikentriegelungselements (20) die Verriegelungseinrichtung (14, 114,
214) mit ihrem Hauptschloss (16, 116) und vorzugsweise damit gekoppelten Nebenschlössern
(17, 18) entriegelbar ist, nicht jedoch das mindestens eine zusätzliche Verriegelungselement
(21, 121).
6. Gebäudeabschluss nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das als Zusatz-Fallenschloss (22) oder Zusatz-Riegelschloss (54) ausgebildete zusätzliche
Verriegelungselement (21, 121) mit einem in einer Zarge (4), die in dem Gebäudeteil
verankert ist, angeordneten Elektro-Türöffner (29) zusammenwirkt, der sich im stromlosen
Zustand in einer Entriegelungsstellung und im mit Strom versorgten Zustand in einer
Verriegelungsstsellung befindet.
7. Gebäudeabschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Sensorelement (23) in dem Abschlussteil (2) angeordnet ist und in einem Falzbereich
zwischen dem Abschlussteil (2) und einer Zarge (4) eine Kabeldurchführung (26) für
ein von dem Sensorelement (23) zu einer auf einer Nicht-Angriffsseite (NA) des Gebäudeabschlusses
angeordneten und mit dem Gebäudeteil verbundenen Steuerungseinrichtung (27) führendes
Kabel (25) vorhanden ist, von der aus das mindestens eine zusätzliche Verriegelungselement
(21, 121) derart ansteuerbar ist, dass es von seiner Entriegelungsstellung in die
Verriegelungsstellung überführbar ist.
8. Gebäudeabschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine zusätzliche Verriegelungselement (21, 121) von der Nicht-Angriffsseite
(NA) des Gebäudeabschlusses (1, 1') her mittels eines Profilzylinders (30), eines
Nottasters, eines Bewegungsmelders oder einer Videokamera mechanisch notentriegelt
werden kann.
9. Gebäudeabschluss nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine andere Verriegelungselement (22) der Verriegelungseinrichtung
(14, 114, 214) mittels des zusätzlichen Verriegelungselements (21, 121) in der Verriegelungsstellung
festlegbar ist, wenn das zusätzliche Verriegelungselement (21, 121) von der Entriegelungsstellung
in die Verriegelungsstellung überführt wird.
10. Gebäudeabschluss nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, dass das zusätzliche Verriegelungselement (21, 121) ein Blockierelement ist, mit dem
- eine Schlossfalle (38) und/oder
- ein Schlossriegel (37) und/oder
- ein mit einer Schlossnuss (40) der Verriegelungseinrichtung (114) gekoppelter Betätigungshebel
(41) für den Schlossriegel (37) und/oder die Schlossfalle (38) und/oder
- ein Gestänge (19) zur Kopplung mindestens eines Nebenschlosses (17, 18) an ein Hauptschloss
(16) der Verriegelungseinrichtung (14)
blockierbar ist.
11. Verfahren zur Verriegelung eines Gebäudeabschlusses (1, 1', 1", 1"') in einbruchhemmender
Ausführung mit einem an einem Gebäudeteil beweglich gelagerten Abschlussteil (2),
das von einer ersten Stellung in eine zweite Stellung und umgekehrt überführt wird
und einer Verriegelungseinrichtung (14, 114, 214) mit mindestens einem Verriegelungselement,
mit dem das Abschlussteil (2) in der zweiten Stellung verriegelt wird, wobei ausgelöst
durch eine Manipulation an dem Gebäudeabschluss (1,1',1",1"') in Verbindung mit einem
Einbruchversuch automatisch eine Verstärkung der Verriegelung herbeigeführt wird,
dadurch gekennzeichnet, dass von einem Sensorelement (23), mit dem ein Einbruchversuch detektiert wird, ein Signal
abgegeben wird, wodurch mindestens ein zusätzliches Verriegelungselement (21), das
im Abstand zu dem oder den anderen Verriegelungselement(en) angeordnet ist, von einer
Entriegelungsstellung in eine Verriegelungsstellung überführt wird oder wodurch mittels
mindestens eines zusätzlichen Verriegelungselements (121, 121') mindestens ein anderes
Verriegelungselement oder ein Betätigungselement (19) eines anderen Verriegelungselements
jeweils in dessen Verriegelungsstellung blockiert wird.
12. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass ein Panikentriegelungselement (20), insbesondere ein schwenkbarer Bügel oder ein
Druckbalken oder ein Drücker, des Abschlussteils (2) die Verriegelungseinrichtung
(14, 114, 214) mit ihrem Hauptschloss (16, 116) und vorzugsweise damit gekoppelten
Nebenschlössern (17, 18) entriegelt, nicht jedoch das mindestens eine zusätzliche
Verriegelungselement (21, 121).
13. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass das Sensorelement (23) über eine Kabeldurchführung (26) ein Signal an eine Steuerungseinrichtung
(27) abgibt, von der aus das mindestens eine zusätzliche Verriegelungselement (21,
121) derart angesteuert wird, dass es von seiner Entriegelungsstellung in die Verriegelungsstellung
überführt wird.
14. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine zusätzliche Verriegelungselement (21, 121) von der Nicht-Angriffsseite
(NA) des Gebäudeabschlusses (1, 1') her mittels eines Profilzylinders (30), eines
Nottasters, eines Bewegungsmelders oder einer Videokamera mechanisch notentriegelt
wird.
15. Verfahren nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine andere Verriegelungselement (22) der Verriegelungseinrichtung
(14, 114, 214) mittels des zusätzlichen Verriegelungselements (21, 121) in der Verriegelungsstellung
festgelegt wird, wenn das zusätzliche Verriegelungselement (21, 121) von der Entriegelungsstellung
in die Verriegelungsstellung überführt wird.