[0001] Die Erfindung bezieht sich auf einen elektromagnetischen Schalter, insbesondere ein
Starterrelais, für einen elektrischen Startermotor zum Steuern, um ein Starterritzel
beim Anlassen einer Brennkraftmaschine in Eingriff zu bringen, mit einem Gehäuse,
einem darin elektromagnetisch steuerbaren Anker eines Steuerhebels und mit einer flexiblen
Schutzkappe, die einen Übergang vom Gehäuse zum Anker abdichtet, wobei die Schutzkappe
topfförmig mit einer Topföffnung und einem Topfboden ausgebildet ist, der Topfboden
eine kreisförmige Öffnung mit einem verdickten Ring zur formschlüssigen Verbindung
mit dem Anker aufweist und die Topföffnung am Umfangsrand zur formschlüssigen Verbindung
mit dem Gehäuse verstärkt ausgebildet ist. Der Topfboden weist im Querschnitt gesehen
einen Soll-Biegebereich auf. Die Erfindung bezieht sich ferner auf ein Befestigungsverfahren
einer Schutzkappe für einen elektromagnetischen Schalter, wobei die Schutzkappe ein
Gehäuse und einen Anker abdichtend verbindet.
[0002] Aus dem Stand der Technik ist eine Schutzkappe bekannt, die an ihrer Topföffnung
einen flanschförmigen Wulst aufweist. Mittels des flanschförmigen Wulstes ist die
Schutzkappe am Gehäuse eines elektromagnetischen Schalters befestigt. Ein Ring, der
von außen auf den Flansch der Schutzkappe geschraubt ist, schafft eine formflüssige
Verbindung der Schutzkappe mit dem Gehäuse des elektromagnetischen Schalters. Die
Schutzkappe wird aufgrund ihres elastischen Gummimaterials auch als Gummibalg bezeichnet.
Es ist zudem folgender Stand der Technik bekannt.
[0003] Die
DE 102 60 843 A1 beschreibt ein Starterrelais zum Einrücken eines Starterritzels in einen Zahnkranz
einer Brennkraftmaschine, um einen Startermotor zum Anlassen zu schalten. Eine elastische
topfförmige Schutzkappe verschließt ein freies Ende einer steuerbaren Ankerstange
mit dem Gehäuse des Starterrelais. Die topfförmige Schutzkappe ist faltenbalgförmig
in einem Befestigungsabschnitt im Bereich des Gehäuses ausgebildet. Die Schutzkappe
ist im eingefahrenen Zustand der Ankerstange durchgedrückt. Im ausgefahrenen Zustand
der Ankerstange hat die Schutzkappe eine konusförmige Wandung zur Ankerstange.
[0004] Die
JP 2005-174590 A1 beschreibt einen elektromagnetischen Schalter für Startermotoren mit einer topfförmigen
Schutzkappe.
[0005] Die Montage von Schutzkappen gemäß dem Stand der Technik ist aufwändig, da sie eine
Vielzahl von Bauteilen und Montageschritten umfasst.
[0006] Es ist Aufgabe der Erfindung, einen elektromagnetischen Schalter der eingangs genannten
Art derart weiterzubilden, dass ein einfacher Zusammenbau mit hoher Lebensdauer des
Schalters unter Beibehaltung der erforderlichen Dichtwirkung mit minimalem Bauraum
realisiert wird.
[0007] Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch den Gegenstand der Patentansprüche 1, 6 und
10 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
[0008] Ein wesentlicher Erfindungsgedanke ist, den Zusammenbau der Schutzkappe mit dem Gehäuse
dadurch zu erleichtern und zu vereinfachen, indem weniger Bauteile erforderlich sind
und somit eine kürzere Fertigungszeit erzielt wird.
[0009] Die Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die Schutzkappe zur Verbindung mit dem Gehäuse
an ihrer Innenwand Mittel aufweist, die formschlüssig mit dem Gehäuse verbindbar sind.
Dadurch, dass formschlüssig das Gehäuse mit der Innenwand der Schutzkappe verbindbar
ist, kann eine aufwendige bauteil- und montageintensive Fertigung vermieden werden.
Formschlüssige verbindbare Mittel an der Innenwand der Schutzkappe können Hervorhebungen
und Vertiefungen sein, die korrespondierend zu Ausnehmungen und Hervorhebungen im
Gehäuse ausgebildet sind.
[0010] Die Aufgabe wird auch durch ein Befestigungsverfahren einer Schutzkappe für einen
elektromagnetischen Schalter mit oben beschriebenen und im folgenden zu beschreibenden
Merkmalen dadurch gelöst, dass die Schutzkappe über ein als zylindrisches Flansch
ausgebildetes Ende des Gehäuses formschlüssig in eine formschlüssige Verbindung übergestülpt
wird und besonders bevorzugt die Schutzkappe in der formschlüssigen Verbindung von
einem an der Außenumfangswandung der Schutzkappe anliegenden Gehäusedeckel gehalten
wird, der insbesondere die Schutzkappe in die formschlüssige Verbindung drückt. Das
erfindungsgemäße Befestigungsverfahren ist schnell durchführbar und erfordert weniger
Bauteile zur Befestigung der Schutzkappe an einem elektromagnetischen Schalter im
Vergleich zum Stand der Technik.
[0011] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform ist die Innenwand der Schutzkappe im Bereich
der Topföffnung als formschlüssig verbindbares Mittel mit einem Wulst im Querschnitt
gesehen verdickt ausgebildet. Der verdickte Wulst an der Innenwand der Schutzkappe
kann in eine komplementär ausgebildete Vertiefung in einem als zylindrischer Flansch
ausgebildeten Ende des Gehäuses zur Abdichtung eingepasst werden.
[0012] Vorteilhafterweise ist der Wulst der Innenwand von der Schutzkappe im Querschnitt
gesehen halbkreisförmig, insbesondere doppelt halbkreisförmig, ausgebildet. Halbkreisförmige,
aus der Innenwand hervorstehende Verdickungen, sind einfache geometrische Formen,
die eine sichere formschlüssige Verbindung ermöglichen. Diese geometrischen Formen
sind einfach fertigbar und schaffen eine ausreichende Abdichtung.
[0013] Gemäß einer die Erfindung weiterbildenden Ausführungsform ist der Wulst an der Innenwand
von der Schutzkappe im Querschnitt gesehen ein M-förmiger Wulst. Der Wulst bildet
eine exakte geometrische Kontur, die ein zurück- bzw. herausrutschen der Schutzkappe
von dem zylindrischen Flansch des Gehäuses noch besser vermeiden kann.
[0014] Um die formschlüssige Verbindung zwischen der Schutzkappe und dem Gehäuse zu verstärken,
ist vorteilhafterweise die Außenwand von der Schutzkappe zur Topföffnung hin im Querschnitt
gesehen konisch vergrößert, mit einer anschließend gleich bleibenden Stärke in Rechteckform
ausgebildet. Durch eine solche Verstärkung im Bereich der Topföffnung gegenüberliegend
zum hervorstehenden Wulst in der Innenwand kann beispielsweise ein die Außenwand der
Schutzkappe umgreifender Gehäusedeckel auf die Außenwand einwirken, so dass die formschlüssige
Verbindung der flexiblen, elastischen Schutzkappe mit dem Gehäuse auch bei Zugbelastungen
zusätzlich gesichert ist.
[0015] Eine kreisförmige Öffnung im Topfboden der Schutzkappe umgreift in einer Presspassung
die Ankerstange des elektromagnetischen Schalters. Normalerweise faltet die Schutzkappe
sich in einem Soll-Biegebereich rund. Es kann jedoch aufgrund der minimalen Bauraumverhältnisse
und der neuen formschlüssigen Verbindung zwischen Schutzkappe und Gehäuse vorkommen,
dass die Schutzkappe beim Einfahren der Ankerstange in das Gehäuses des Schalters
sich möglicherweise Ecken, in der Draufsicht beispielsweise in einem Dreieck, ausbilden.
Dies führt zu einer erhöhten Materialermüdung und damit zu einer schnelleren Zerstörung
der Schutzkappe. Ausbuchtungen der Schutzkappe können mit der Kontur des Gehäuses
und der Ankerstange in Kontakt kommen und somit einen erhöhten Verschleiß und eine
Lebensdauerreduzierung der Schutzkappe verursachen. Diese Folgeerscheinungen treten
auf, weil die Schutzkappe beim Einfahren des Ankers in das Gehäuse - wie erwünscht
- nicht mehr gleichmäßig rund, sondern eckig faltet. Es bilden sich also stark gefaltete
Ecken aus. Das Ausbilden von stark gefalteten Ecken lässt sich auch in einer Kraft-Weg-Kurve
einer gefalteten Ecken lässt sich auch in einer Kraft-Weg-Kurve einer topfförmigen
Schutzkappe darstellen, deren Kraft zum Weg exponentiell bis zu einem Maximum zunimmt.
Beim Maximum schlägt die Schutzkappe sozusagen durch, nimmt ein niedrigeres Energieniveau
an, ab dem Weg, an dem sich die Ecken ausbilden und eine magnetisch erzeugte Einzugskraft
des Ankers entgegenwirkende Gegenkraft der Schutzkappe reduziert sich.
[0016] Gemäß eines weiteren wesentlichen, die Aufgabe lösenden Erfindungsgedankens weist
der Topfboden der Schutzkappe im Querschnitt gesehen in radialer Richtung zumindest
zwei Soll-Biegebereiche auf. Der erste Soll-Biegebereich weist einen großen Durchmesser,
im Wesentlichen dem Außendurchmesser der Topform der Schutzkappe entsprechenden Durchmesser
auf und zumindest ein zweiter Soll-Biegebereich hat einen kleineren Durchmesser als
die Topfform der Schutzkappe und koaxial zur Topfform von der Schutzkappe. Aufgrund
der zwei Soll-Biege-Bereiche wird das Ausbilden von Ecken beim Einfahren des Topfbodens
in die topfförmige Schutzkappe sicher vermieden. Eine Rundfaltung schafft im Gegensatz
zu ausgebildeten Ecken keinen zusätzlichen Verschleiß, so dass die Lebensdauer vorteilhaft
lang ist.
[0017] Gemäß einer die Erfindung weiterbildende Ausführungsform weist der Topfboden mindestens
zwei Durchschläge bei zunehmendem Bewegungsweg des Topfbodens in das Innere des Topfs
auf, wobei bei einem Durchschlag eine von der flexiblen Schutzkappe erzeugte Gegenkraft
bezüglich des fortschreitenden Bewegungswegs nach innen kurzzeitig zurückgeht. Erfindungsgemäß
wird der sich als nachteilig erwiesene große Durchschlag im hinteren Bereich des Bewegungswegs
des Topfbodens in Richtung Topföffnung durch mehrere kleine Durchschläge im anfänglichen
und mittleren Bereich des Bewegungswegs vom erfindungsgemäßen Topfboden ersetzt. Diese
mehreren kleinen Durchschläge führen zu einer definierten Rundfaltung von innen nach
außen und führen nicht zu einer negativen Aufhornung, wie der Ausbildung von Ecken
während des so genannten Abrollens der Schutzkappe. Die Schutzkappe ist zur flexiblen
Rundfaltung bevorzugt aus einem Silikon-Gummiwerkstoff hergestellt.
[0018] Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist der Topfboden drei Durchschläge
auf, wobei im Querschnitt gesehen in radialer Richtung zwei abgerundete Stufen im
Topfboden ausgebildet sind, die mit einem gewölbten oder konischen Verbindungsbereich
verbunden sind. Eine solche Schutzkappe hat den Vorteil, dass die Schutzkappe Bauraum
und Material optimierend ausgebildet ist.
[0019] Um eine flexible, effiziente Abdichtung zwischen Topfboden und Anker zu schaffen,
ist die kreisförmige Öffnung im Topfboden mit einem im Querschnitt gesehen kreisförmigen,
abschließenden und abdichtenden Ring ausgebildet. Der Ring ist in einer Ringnut am
Anker in radialer Richtung gesehen um einen Winkelbereich freischwenkbar. Dies bringt
den Vorteile einer langen Lebensdauer der Schutzkappe mit sich.
[0020] Es versteht sich, dass die vorstehend genannten und nachstehend noch zu erläuternden
Merkmale nicht nur in der jeweils angegebenen Kombination, sondern auch in anderen
Kombinationen verwendbar sind.
[0021] Die Erfindung wird im Folgenden anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme
auf Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Querschnittsansicht einer Startervorrichtung,
- Fig. 2
- einen vergrößerten Ausschnitt einer Querschnittsansicht eines Starterrelais ohne Schutzkappe,
- Fig. 3
- eine erfindungsgemäße Schutzkappe im Querschnitt,
- Fig. 4
- einen vergrößerten Ausschnitt der Fig. 2 mit Schutzkappe,
- Fig. 5, 6
- einen Querschnitt einer ersten Ausführungsform der Schutzkappe in einer oberen und
unteren Stellung,
- Fig. 7, 8
- eine perspektivische Ansicht der Schutzkappe aus Fig. 3,
- Fig. 9
- eine Kraft-Weg-Kurve der Schutzkappe aus Fig. 2 und
- Fig. 10
- eine Querschnittsansicht der Schutzkappe gemäß Fig. 8.
[0022] Die Fig. 1 zeigt im Querschnitt gesehen eine Startvorrichtung zum Starten einer Brennkraftmaschine
von einem Fahrzeug mit einem elektromagnetischen Schalter, der im folgenden als Starterrelais
1 bezeichnet wird. Das Starterrelais 1 umfasst ein Gehäuse 2 mit einem elektromagnetisch
ansteuerbaren Anker 3. Der elektromagnetische Anker 3 wird mittels mindestens einer
in der Fig. 2 gezeichneten Feder 8 aus dem Gehäuse 2 an einer Seite herausgedrückt.
Bei Bestromung des Starterrelais 1 wird der Anker 3 in das Gehäuse 2 gezogen. Am Anker
3 befindet sich ein Steuerhebel 4, der ein Starterritzel eines elektromagnetischen
Startermotors 40 in Eingriff bringt, so dass eine Brennkraftmaschine bei Betätigung
des Startermotors 40 gestartet wird. Da insbesondere das Starterrelais 1 in bestimmten
Anwendungen, z.B. bei Geländewagen oder Anbausituationen, mit dem Startermotor 40
am Verbrennungsmotor teilweise oder ganz nach unten hängend angebaut ist, muss der
Übergang vom Gehäuse 2 zum Anker 3 abdichtet werden, um das Eindringen von Feuchtigkeit
in das Starterrelais 1, insbesondere im in Fig. 2 gezeigtem Kontaktraum 9 vom Anker
3, zu verhindern. Eine Korrosion im Kontaktraum 9 kann zu Kontaktschwierigkeiten und
Korrosion am Anker 3 und somit zu einem schwergängigen Starterrelais 1 bzw. zu Funktionsausfall
führen.
[0023] Zur Abdichtung ist eine flexible Schutzkappe 5 aus einem Silikongummiwerkstoff vorgesehen.
Die Schutzkappe 5 ist topfförmig ausgebildet. Ein Topfboden 6 ist dichtend mit dem
Anker 3 verbunden und auf der anderen Seite ist eine Topföffnung 7 von der Schutzkappe
5 mit dem Gehäuse 2 abgedichtet.
[0024] Die Fig. 2 zeigt einen vergrößerten Ausschnitt in einer Schnittdarstellung der Fig.
1 des Übergangs zwischen Gehäuse 2 und dem Anker 3. Der Anker 3 wird mittels der Feder
8 aus dem magnetischen Kontaktraum 9 herausgedrückt. Diesen gespannten und nicht bestromten
Zustand zeigt die Fig. 2. Das Gehäuse 2 hat zur Führung des Ankers 3 einen zylindrischen
Flansch 10, der eine umlaufende Gehäusenut 11 an der Außenseite aufweist. Die Gehäusenut
11 ist zu einer Hervorhebung der Innenwand im Bereich der Topföffnung 7 von der in
der Fig. 3 gezeigten Schutzkappe 5 komplementär ausgebildet. Ein Mitnehmer 12 mit
einer Einspurfeder 13 ist in dem Anker 3 geführt. Der Mitnehmer 12 wirkt direkt auf
den in Fig. 1 gezeigten Steuerhebel 4 ein. Eine Verschlusskappe 14 schließt die Einspurfeder
13 im Anker 3 ab. Die Verschlusskappe 14 weist eine umlaufende Ringnut 15 auf. Die
Ringnut 15 nimmt einen verdickten Ring 17 einer kreisförmigen Öffnung 16 im Topfboden
6 der Schutzkappe 5, wie in der Fig. 3 gezeigt, auf.
[0025] Die Fig. 3 zeigt im Querschnitt die erfindungsgemäße Schutzkappe 5 gemäß der bevorzugten
Ausführungsform. Die Schutzkappe 5 ist im Wesentlichen topfförmig ausgebildet. Die
Schutzkappe 5 weist die kreisförmige Öffnung 16 im Topfboden 6 auf. Die kreisförmige
Öffnung 16 ist im Topfboden 6 mit einem im Querschnitt gesehen kreisförmigen, abschließenden
und den Anker 3 abdichtenden Ring 17 ausgebildet. Der Ring 17 wird bei Montage des
Starterrelais 1 in die Ringnut 15 der Verschlusskappe 14 gesetzt und eingepasst. Der
Topfboden 6 weist ferner eine Ausgleichsöffnung 18 auf, um Gasvolumen aus bzw. in
die Schutzkappe 5 strömen zu lassen, wenn der Topfboden 6 in Richtung Topföffnung
7 hinein bzw. von der Topföffnung 7 weg bewegt wird.
[0026] Die Schutzkappe 5 hat zur formschlüssigen Verbindung mit dem Gehäuse 2 an ihrer Innenwand
19 einen ringförmigen Wulst 20, der im Querschnitt gesehen in Form eines Halbkreises
die Topföffnung 7 verdickend ausgebildet ist.
[0027] Zur Verstärkung des Umfangsrands im Bereich der Topföffnung 7 und somit zur verbesserten
Abdichtungswirkung der Schutzkappe 5 ist die Außenwand 21 zur Topföffnung 7 hin im
Querschnitt gesehen konisch vergrößert mit anschließend zylindrischer, gleich bleibender
Stärke - im Querschnitt gesehen - in Rechteckform ausgebildet. Die Außenwand 21 ist
somit gegenüberliegend zum Wulst 20 als zylindrische Wandung 22 ausgebildet.
[0028] Erfindungsgemäß weist der Topfboden 6 im Querschnitt gesehen in radialer Richtung
im Gegensatz zum Stand der Technik nicht nur einen Soll-Biegebereich, sondern zumindest
zwei Soll-Biegebereiche mit einer ersten und einer zweiten Stufe 23, 24 auf. Die Stufen
23, 24 sind in der aus einem Silkon-Gummiwerkstoff hergestellten Schutzkappe 5 abgerundet
und mittels eines komplementär zur ersten und zweiten Stufe 23, 24 abgerundeten Verbindungsbereichs
25 verbunden. Aufgrund der zwei Stufen 23, 24 und dem Verbindungsbereich 25 im Topfboden
6 ergibt sich bei einem Einzug des Topfbodens 6 eine definierte Rundfaltung des Topfbodens
6 bei gleichzeitig minimalem Bauraum.
[0029] Die Fig. 4 zeigt die erfindungsgemäße Schutzkappe 5 im eingebauten Zustand in einer
Querschnittsansicht des in der Fig. 2 gezeigten Ausschnitts. Der Ring 17 des Topfbodens
6 befindet sich in der Ringnut 15 der Verschlusskappe 14. Die Topföffnung 7 ist formschlüssig
mit dem zylindrischen Flansch 10 des Gehäuses 2 verbunden. Fig. 4 zeigt das Starterrelais
1 mit einem Anker 3 im nichtbestromten Zustand.
[0030] Die Fig. 5 zeigt einen radialen Querschnitt einer erfindungsgemäßen Schutzkappe 5
mit einem entspannten Anker 3. Die Schutzkappe 5 weist gemäß dieser Ausführungsform
die formschlüssige Verbindung der Topföffnung 7 mit dem zylindrischen Flansch 10 des
Gehäuses 2 auf. Der Topfboden 6 weist lediglich eine Stufe 23 auf, die eine definierte
Rundbiegung gemäß der Fig. 6 erzeugt, wenn der Anker 3 mit der Verschlusskappe 14
in den in der Fig. 4 gezeigten Kontaktraum 9 einfährt.
[0031] Die Fig. 6 zeigt die Schutzkappe 5 in einem zumindest teilweise eingefahrenen Zustand
des Ankers 3. Der im Querschnitt gesehene kreisförmige Ring 17 kann sich in der Ringnut
15 der Verschlusskappe 14 in einem Winkelbereich von mindestens 30 bis 60° verschwenken.
[0032] Die zylindrische Wandung 22 der Außenwand 21 schließt bündig mit dem zylindrischen
Flansch 10 des Gehäuses 2 ab. Gemäß einer in der Fig. 6 dargestellten besonderen Ausführungsform
ist eine zylindrische Innenwand eines Gehäusedeckels 26 direkt anliegend an die zylindrische
Wandung 22 ausgebildet, so dass die formschlüssige Verbindung der Topföffnung 7 mit
dem zylindrischen Flansch 10 des Gehäuses 2 sicher abdichtet und nicht herausrutschen
kann.
[0033] Die Fig. 6 zeigt die Schutzkappe 5 mit einer Rundfaltung im Bereich der ersten Stufe
23. Es kann jedoch vorkommen, dass ab einem gewissen Weg, der noch innerhalb des Soll-Bewegungswegs
liegt, sich die Schutzkappe 5 nicht mehr gleichmäßig rund, sondern mit stark gefalteten
Ecken ausbildet. Dies führt zu einer Materialermüdung und somit zu einer vorzeitigen
Zerstörung der Schutzkappe 5. Auf der anderen Seite kommen die als Ecken ausgebildeten
Ausbuchtungen mit den Konturen des Gehäusedeckels 26 bzw. des Antriebslagers, d.h.
mit dem als Gabel ausgebildeten Steuerhebel 4, in Kontakt. Dies kann zu einer Lebensdauerreduzierung
aufgrund eines erhöhten Verschleißes führen.
[0034] Bei einer Darstellung einer Kraft-Weg-Kurve einer derartigen topfförmigen Schutzkappe
5 nimmt die Kraft ab einem bestimmten Weg, die zum Bewegen der Schutzkappe 5 notwendig
ist, wieder ab. Die Schutzkappe 5 schlägt dann durch, und nimmt ein niedrigeres Energieniveau
an.
[0035] Erfindungsgemäß weist deshalb die Schutzkappe 5, wie in der Fig. 7 in perspektivischer
Ansicht gezeigt, im Bereich des Topfbodens 6 zwei Soll-Biegebereiche mit einer ersten
Stufe 23 und zweiten Stufe 24 auf. Bei der in der Fig. 7 gezeigten Schutzkappe 5 ist
die kreisförmige Öffnung 16 nur minimal gefahren. Von der ringförmigen Öffnung 16
des Topfbodens 6 verläuft die Wandung der Schutzkappe 5 zunächst radial nach außen
bis zu einem Durchmesser der ersten Stufe 24, der kleiner ist als der Enddurchmesser
der Schutzkappe 5. An der zweiten Stufe 24 biegt sich die Wandung schräg zum Radius
in die axiale Richtung, um sich dann dem endgültigen Außendurchmesser in einem stetigen
Übergang in der ersten Stufe 23 anzunähern. Die Wandstärke der Schutzkappe 5 kann
in einer besonderen Ausführungsform der ersten Stufe 23 bis zur Topföffnung 7 stetig
zunehmen.
[0036] Die Fig. 8 zeigt die erfindungsgemäße Schutzkappe 5 gemäß der Fig. 7 in einer perspektivischen
Ansicht im eingefahrenen Zustand des Topfbodens 6.
[0037] Die Fig. 9 zeigt eine Kraft-Weg-Kurve 27 der Schutzkappe 5 gemäß der zweiten bevorzugten
Ausführungsform. Die Kraft-Weg-Kurve 27 zeigt, dass sich eine Gegenkraft F der Schutzkappe
5 mit zunehmendem Bewegungsweg X des Topfbodens 6 in Richtung der Topföffnung 7 exponentiell
verstärkt. Die Schutzkappe 5 weist ein Abrollverhalten mit mehreren kleineren Durchschlägen
28, 29 oder 30 auf. Nach einem Durchschlag geht die von der flexiblen Schutzkappe
5 erzeugte Gegenkraft F bezüglich des fortschreitenden Bewegungswegs X kurzzeitig
zurück. Die erfindungsgemäße Schutzkappe 5 faltet sich rund. Gefaltete Ecken, beispielsweise
im Dreieck, die zu einer Materialermüdung und einer vorzeitigen Zerstörung der Schutzkappe
führen, werden gemäß der Kraft-Weg-Kurve 27 vermieden. Ein großer Durchschlag der
topfförmigen Schutzkappe 5, mit nur einem Soll-BiegeBereich, bei einer ersten Stufe,
wird durch mehrere kleine Durchschläge 28, 29, 30 ersetzt. Die kleinen Durchschläge
28, 29, 30 führen zu einer Rundfaltung und nicht zu einer eckigen Verformung während
des Abrollens des Topfbodens 6.
[0038] Die Fig. 10 zeigt eine Querschnittsansicht der in der Fig. 8 perspektivisch dargestellten
Schutzkappe 5. Die kreisförmige Öffnung 16 des Topfbodens ist maximal nach innen eingezogen.
Die erste Stufe 23 ist im gesamten Umfang rund gefaltet, die zweite Stufe 24 ist nach
innen gewölbt bzw. geradegebogen und im Verbindungsbereich 25 durchgeschlagen, in
dem die Wandung des Topfbodens 6 im Querschnitt gesehen in einem Winkel zur Topföffnung
7 und nicht mehr von der Topföffnung 7 gebogen.
[0039] Alle Figuren zeigen lediglich schematische nicht maßstabsgerechte Darstellungen.
Im Übrigen wird insbesondere auf die zeichnerischen Darstellungen für die Erfindung
als wesentlich verwiesen.
1. Elektromagnetischer Schalter, insbesondere ein Starterrelais (1), für einen elektrischen
Startermotor zum Steuern, um ein Starterritzel beim Anlassen einer Brennkraftmaschine
in Eingriff zu bringen, mit einem Gehäuse (2), einem darin elektromagnetisch steuerbaren
Anker (3) eines Steuerhebels (4) und mit einer flexiblen Schutzkappe (5), die einen
Übergang vom Gehäuse zum Anker (3) abdichtet, wobei die Schutzkappe (5) topfförmig
mit einer Topföffnung (7) und einem Topfboden (6) ausgebildet ist, der Topfboden (6)
eine kreisförmige Öffnung (16) mit einem verdickten Ring (17) zur formschlüssigen
Verbindung mit dem Anker (3) aufweist und die Topföffnung (7) am Umfangsrand zur formschlüssigen
Verbindung mit dem Gehäuse (2) verstärkt ausgebildet ist, der Topfboden (6) im Querschnitt
gesehen einen Soll-Biegebereich aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzkappe (5) zur Verbindung mit dem Gehäuse (2) an ihrer Innenwand Mittel
aufweist, die formschlüssig mit dem Gehäuse (2) verbindbar sind.
2. Elektromagnetischer Schalter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenwand (19) der Schutzkappe (5) im Bereich der Topföffnung (7) als formschlüssig
verbindbares Mittel mit einem Wulst (20) im Querschnitt gesehen verdickt ausgebildet
ist.
3. Elektromagnetischer Schalter nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Wulst (20) der Innenwand (19) von der Schutzkappe (5) im Querschnitt gesehen
halbkreisförmig, insbesondere doppelt halbkreisförmig, ausgebildet ist.
4. Elektromagnetischer Schalter nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Wulst (20) der Innenwand (19) von der Schutzkappe (5) im Querschnitt gesehen
M-förmig ausgebildet ist.
5. Elektromagnetischer Schalter nach einem der Ansprüche 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Außenwand (14) von der Schutzkappe (5) im Querschnitt gesehen zur Topföffnung
(7) hin konisch vergrößert und mit anschließender gleichbleibender Stärke in Rechteckform
ausgebildet ist.
6. Elektromagnetischer Schalter, insbesondere das Starterrelais (1), für einen elektrischen
Startermotor um ein Starterritzel beim Anlassen einer Brennkraftmaschine in Eingriff
zu bringen, mit einem Gehäuse (2), einem darin elektromagnetisch steuerbaren Anker
(3) zum Steuern eines Steuerhebels (4) und mit einer flexiblen Schutzkappe (5), die
einen Übergang vom Gehäuse (2) zum Anker (3) abdichtet, wobei die Schutzkappe (5)
mit einem Topfboden (6) und einer Topföffnung (7) topfförmig ausgebildet ist, der
Topfboden (6) eine kreisförmige Öffnung (16) mit einem verdickten Ring (17) zur formschlüssigen
Verbindung mit dem Anker (3) aufweist und die Topföffnung (7) am Umfangsrand zur formschlüssigen
Verbindung mit dem Gehäuse (2) verstärkt ausgebildet ist, der Topfboden (6) im Querschnitt
gesehen einen Soll-Biegebereich aufweist, insbesondere nach einem oder mehreren der
vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Topfboden (6) der Schutzkappe (5) im Querschnitt gesehen in radialer Richtung
zumindest zwei Soll-Biegebereiche aufweist.
7. Elektromagnetischer Schalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Topfboden (6) mindestens zwei Durchschläge (28, 29, 30) bei zunehmendem Bewegungsweg
des Topfbodens (6) nach innen aufweist, wobei bei einem Durchschlag (27, 28, 29) eine
von der flexiblen Schutzkappe (5) erzeugte Gegenkraft F bezüglich des fortschreitenden
Bewegungswegs nach innen kurzzeitig zurückgeht.
8. Elektromagnetischer Schalter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Topfboden (6) drei Durchschläge (28, 29, 30) aufweist, wobei im Querschnitt gesehen
in radialer Richtung zwei abgerundete Stufen (23, 24) im Topfboden (6) ausgebildet
sind, die mit einem gewölbten oder konischen Verbindungsbereich (25) verbunden sind.
9. Elektromagnetischer Schalter nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass die kreisförmige Öffnung (16) im Topfboden (6) mit einem im Querschnitt gesehen kreisförmigen,
abschließenden und abdichtenden Ring (17) ausgebildet ist.
10. Befestigungsverfahren einer Schutzkappe (5) für einen elektromagnetischen Schalter
nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, wobei die Schutzkappe (5) ein
Gehäuse (2) und einen Anker (3) abdichtend verbindet, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzkappe (5) über ein als zylindrisches als Flansch ausgebildetes Ende (20)
des Gehäuses (2) formschlüssig in eine formschlüssige Verbindung übergestülpt wird,
und besonders bevorzugt die Schutzkappe (5) in der formschlüssigen Verbindung von
einem an der Außenumfangswandung der Schutzkappe (5) anliegendem Gehäusedeckel (26)
gehalten wird, der insbesondere die Schutzkappe (5) in die formschlüssige Verbindung
drückt.