[0001] Die Erfindung betrifft einen hermaphroditischen Steckverbinder beziehungsweise eine
hermaphroditische Steckverbindung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Die Erfindung
betrifft daher eln modulares hermaphroditisches Steckverbindersystem mit einem hermaphroditischen
Steckverbindergehäuse, hermaphroditischen Kontakten, sowie hermaphroditischen modularen
Kontaktträgern. Hermaphroditische Steckverbindersysteme sind bereits im Stand der
Technik bekannt.
[0002] Aus der
DE 1 177 231 ist ein spanlos geformtes Kontaktstück für elektrische Steckverbindungen bekannt,
bei dem eine Seite des frontseitigen Steckabschnittes eine nach innen gerichtete Federklammer
aufweist, während die zweite Seite ein Messerstück aufweist, welches beim Ineinanderschieben
von zwei identisch ausgebildeten Kontaktstücken in die Spalte der Federkammer eingeschoben
wird.
[0003] Daneben ist aus der
EP 0 681 345 A1 ein nahezu quadratischer, gestanzt und gebogener elektrischer hermaphroditischer
Kontakt bekannt, bei dem eine der Seitenflächen eine zurückgebogene Lasche aufweißt,
während an der gegenüberliegenden Seite eine federnde Zunge ausgebildet ist. Dabei
ist auf der zurückgebogenen Lasche eine Materialerhöhung vorgesehen, die, wenn zwei
Kontakte um 180° gegeneinander geschoben werden, auf der jeweils federnden Zunge entlang
gleitet.
[0004] Des Weiteren ist aus der
DE 253 A1 ein elektrischer Zwitterkontakt aus Kontaktblech bekannt, bei dem zwei federnde Kontaktarme
über einem Aufnahmeteil liegen, der zwei beabstandete, miteinander verbundene Seitenwände
aufweist, die einen Kanal bilden, wobei die Seitenwände so voneinander beabstandet
sind, dass sie zwischen sich die Kontaktarme eines identischen ausgebildeten Zwitterkontaktes
aufnehmen und mit diesem in Anlage gelangen.
[0005] Ferner ist aus der
DE 1 947 356 B ein aus Blech bestehender mit einem Gegensteckverbinder identischer Steckverbinder
bekannt, bei dem zwei federnde Arme oberhalb einer Flachzunge angeordnet sind, die
auf eine eingeformte Längsrippe auf der Flachzunge des Gegensteckers treffen, wenn
die beiden Steckverbinder miteinander gesteckt werden.
[0006] Aus der
US 5,183,409 ist ein hermaphroditischer Mehrfachstecker bekannt, bei dem zwei identische, runde
Steckerstifte, jeweils zwei axial geformte Finder aufweisen, die durch einen mittigen
Schlitz getrennt sind, wobei die Steckerstifte bei einer 90°-Drehung fast genau ineinander
steckbar sind.
[0007] Die Im Stand der Technik bekannten hermaphroditischen Steckerkontakte eignet sich
nicht in einfacher Weise zum Aufbau eines modularen Steckverbindersystems, bei dem
auch im Montagefall eine einfache Montage und Demontage des Steckverbinders und darüber
hinaus auch der Austausch eines einzelnen Kontaktes möglich sein soll. Der Erfindung
liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein hermaphroditisches Steckverbindersystem beziehungsweise
einen hermaphroditischen Steckverbinder der eingangs genannten Art zu schaffen, welcher
durch eine geringe Anzahl von Teilen charakterisiert ist, die zumal modular aufbaubar
sind und möglichst einfach herzustellen sind. Weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung
ist es dabei, einen hermaphroditischen Kontakt bereitzustellen, so dass zwei unterschiedliche
Kontakte, nämlich je ein Buchsen- und ein Stiftkontakt vermieden werden können und
so zu sagen nur ein Kontakttyp bei dieser Art der Steckverbindung notwendig ist Weitere
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, den hermaphroditischen Steckverbinder so
zu gestalten, dass durch einfaches Skalieren der Konturen des übergeordneten Steckverbindergehäuses
eine Vielzahl von hermaphroditischen Kontakten in dem Gehäuse untergebracht werden
können und dabei keine weiteren zusätzlichen Teile benötigt werden. Diese Aufgabe
wird erfindungsgemäß durch den Gegenstand von Anspruch 1 gelöst, nämlich dadurch,
dass das Steckverbindergehäuse, sowie die Kontaktträger und die darin befindlichen
Kontakten alle hermaphroditisch ausgebildet sind. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen
der Erfindungen sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0008] Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen weiterhin darin, dass ein derartiger
elektrischer, hermaphroditisch ausgebildeter Steckverbinder verwechslungssicher einsetzbar
ist. Zudem hat ein derartiger hermaphroditischer Steckverbinder den Vorteil, lediglich
zwei Grundbauteile lagermäßig vorhalten zu müssen und darüber hinaus jeweils für die
Applikation oder die Anwendung notwendigen Umgehäuse, in die die Grundbauteile, nämlich
die Kontaktmodule, sprich hermaphroditische Kontaktträgermodule und die hermaphroditischen
Kontakte montiert werden können.
Dabei ist der Zwitterkontakt aus einem einfachen Blech als Stanz-/Biegeteil so ausgeführt,
dass dieses von hinten durch das erfindungsgemäße Kontaktträgermodule hindurch geschoben
und eingeführt werden kann, wodurch bei einem Instandhaltungsfäll der einzelne Kontakt
auf einfache Weise gewechselt werden kann.
[0009] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wir im
Folgenden näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Teiles eines hermaphroditischen Steckverbindergehäuses
(hier als Unterteil dargestellt),
Fig. 2 ein identisches, wie in Fig. 1 gezeigtes hermaphroditisches Steckverbindergehäuseteil
(hier als Oberteil gezeigt),
Fig. 3 zeigt eine perspektivische Ansicht eines hermaphroditischen Kontaktes,
Fig. 4 zeigt die perspektivische Ansicht von schräg hinten eines hermaphroditischen
Kontaktträgermoduls,
Fig. 5 zeigt die halboffene perspektivische Ansicht eines hermaphroditischen Steckverbindergehäuses
mit eingesetzten Kontaktträgermodulen und Kontakten,
Fig. 6 zeigt eine Ansicht gemäß Fig. 5 von oben,
Fig. 7 zeigt die seitliche und halbtransparente Ansicht eines nicht gesteckten hermaphroditischen
Kontaktträgermodulpaares,
Fig. 8 ist eine Ansicht entsprechend Fig. 7 im gesteckten Zustand,
Fig. 9 zeigt ein hermaphroditisches Steckverbinderpaar mit eingesetzten Kontaktträgermodulen
in perspektivischer Ansicht,
Fig.10 ist eine Ansicht gemäß Fig. 9 im gesteckten Zustand.
[0010] In Fig. 1 und Fig. 2 ist jeweils eine Gehäusehalbschale 4 eines Steckverbindergehäuses
3 eines hermaphroditischen Steckverbinders 1 gezeigt. Im Folgenden wird nur ein Teil,
nämlich die Gehäusehalbschale 4, ausgebildet als Steckverbindergehäuseunterteil des
hermaphroditischen Steckverbindergehäuses 3 beschreiben, da diese identisch ist mit
dem Steckverbindergehäuseoberteil. Dieses besteht aus einem elektrischen Isolationsmaterial,
vorzugsweise Kunststoff und umfasst einen im Wesentlichen ebenen Gehäuseboden 9, der
jeweils am linken und am rechten Rand eine erste Gehäusewand 20 und eine zweite Gehäusewand
30 aufweist, die senkrecht nach oben vom Gehäuseboden 9 abstehen. Die beiden Gehäusewände
20, 30 verlaufen im hinteren Abschnitt entlang einem bogenförmigen Gehäusewandabschnitt
21. Im hinteren Bereich verläuft ein Quersteg und verbindet die beiden Gehäusewände
20 und 30 miteinander. Der Gehäusequersteg weißt eine halbkreisförmige Ausnehmung
42 auf, die als Kabeldurchführung dient. Die erste Gehäusewand 20 verläuft beginnend
von der Kabeldurchführung entlang dem bogenförmigen Gehäusewandabschnitt 21 zu einem
dann im Wesentlichen geraden Wandabschnitt. Im Anschluss an den bogenförmigen Gehäusewandabschnitt
21 befindet sich eine Ausnehmung 23. Daran schließt sich der gerade Gehäusewandabschnitt
an, an dem nach oben verlängert, also vorzugsweise senkrecht zum Gehäuseboden 9, ein
Wandsteg 24 angeordnet ist. Der Wandsteg 24 weißt auf seiner nach Innen liegenden
Seite eine Rastausnehmung auf. Im weiteren Verlauf der ersten Gehäusewand 20 hin zum
steckseitigen Ende 10, wie in Fig. 5 definiert, verjüngt sich die Wandstärke sprunghaft
und zwar an einem Versatz 26, welcher an der Außenfläche der Außenwand zu finden ist.
[0011] Die zweite Gehäusewand 30 ist im Wesentlichen spiegelbildlich zur ersten Gehäusewand
20 in ihrem Verlauf angeordnet und ragt ebenso von dem Gehäuseboden 9 im Wesentlichen
senkrecht nach oben, beginnend mit einem bogenförmigen Verlauf am hinteren Ende. Am
Beginn des bogenförmigen Verlaufes befindet sich eine Ausnehmung 34 über die gesamte
Höhe der Gehäusewand 30 korrespondierend in seiner Geometrie ausgebildet zu dem spiegelbildlich
angeordneten Wandsteg 28. Auf der Rückseite des Wandsteges 28 befindet sich eine nicht
dargestellte Rastnut 29, die mit der Rastnase 35 beim Zusammenstecken zweier Steckverbinderhalbschalen
4 verrasten. Dazu beanstandet im weiteren Verlauf, wie auch deutlich in Fig. 2 zu
erkennen welches die in Fig. 1 um 180° gedrehte Darstellung zeigt, befindet sich ein
Wandsteg 31, welcher in der Höhe über der Gehäusewand 30 hervorsteht. Wie in Fig.
1 ersichtlich, befindet sich auf der Innenseite des Wandsteges 31 eine Rastlasche
37, welche korrespondierend angeordnet Ist zur Rastnase 22 und der Ausnehmung 23.
Im weiteren Verlauf befinden sich neben dem Wandsteg 31 hin zum steckseitigem Ende
10 des Gehäuseteils eine weitere Ausnehmung 32, mit einer weiteren Rastnase 36, welche
widerrum korrespondierend ausgebildet ist zum Wandsteg 24 der ersten Gehäusewand 20.
Daraufhin folgt ein Abschnitt mit einem Versatz 33 an der Innenseite der Gehäusewand
30, so dass korrespondierend zur gegenüberliegenden Seite ein Wandabschnitt mit reduzierter
Wandstärke und zwar in etwa halber Wandstärke der Gehäusewand 30 vorzufinden ist.
Im vorderen, steckseitigen Bereich, sozusagen am steckseitigen Ende 10 des Gehäuses,
befindet sich in der Gehäusehalbschale 4, ein im Wesentlichen U-förmiger Abschnitt,
gebildet durch die beiden Gehäusewandabschnitte mit Versatz zum steckseitigen Ende
und dem vorderen Teil des Gehäusebodens 9 der im Mittelsteg des U-förmigen Abschnittes
einen weiteren Versatz, nämlich eine Stufe 27 aufweist. Dadurch entsteht am steckseitigen
Ende 10 eine Steckkontur, die sozusagen aus zwei L-förmigen Schenkeln ausgebildet
ist, die zueinander relativ über eine Stufe 27 versetzt angeordnet sind. In dem linken
etwas tiefer abgesetzten Bereich befindet sich eine Rastnut 43. Wie in Fig. 2 zu ersehen,
ist ein entsprechender korrespondierender Raststeg 44 ausgebildet, welcher dazu geeignet
ist, in die Rastnut 43 einzutauchen.
[0012] Am Gehäuseboden 9 sind Kammerwandstege 40 in einem festen Abstand zueinander angeordnet,
welche als wandartige Stege vom Boden 9 des Steckverbindergehäuses 4 nach oben ragen
und sozusagen Kammern für die Kontakte 6, vorzugsweise für die Anschlussbereiche der
Kontakte 6, bilden. In dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel ergeben sich somit
vier Kammern, gebildet durch drei Kammerwandstege 40 und die beiden Gehäusewände 20,
30, welche die beiden äußeren Kammern begrenzen. In etwa der Mitte einer jeden Kammer,
welche definiert ist durch zwei Kammerwände 40, beziehungsweise durch eine Kammerwand
40 und einer der beiden Gehäusewände 20, 30, sind im Wesentlichen quaderförmige Codierstege
41 zur Aufnahme der Kontaktträger am Gehäuseboden 9 nach vorne hin versetzt angeordnet.
Diese Codierstege sind in ihrer Breite etwas verbreitert ausgebildet gegenüber den
Kammerwandstegen 40. Die Codierstege 41 dienen zur Aufnahme und Fixierung der in Fig.
4 gezeigten Kontaktträgermodule 7. Ein hermaphroditisches Steckverbindergehäuse wird
auf einfache Weise dadurch erhalten, indem man identische Gehäusehalbschalen 4 miteinander
verrastet, so dass man zu einem hermaphroditischen Steckverbindergehäuse, wie in Fig.
9 gezeigt, gelangt, welcher sich widerrum selbst als hermaphroditische Steckverbindung
im Gesamten darstellt. Zwei dieser zusammengesteckten Gehäusepaare lassen sich widerrum
miteinander Stecken, sowie in Fig. 10 dargestellt. Die Anzahl der Kontaktkammern und
damit aufnehmbaren hermaphroditischen Kontaktträgermodulen 7, lässt sich durch entsprechende
geometrische Verbreiterung der Gehäuse 3 beliebig modular aufbauen.
Ein Ausführungsbeispiel eines hermaphroditischen Kontaktträgermoduls 7 ist in der
Fig. 4 abgebildet. Ein solches Kontaktträgermodul 7 ist ein im Wesentlichen quaderförmig
ausgebildetes Modul mit zwei parallelen und im Wesentlichen beabstandeten und flach
verlaufenden Modulwänden 81, 82. Vorzugsweise in der zentralen Lage des Kontaktträgermoduls
7 befindet sich eine Öffnung 74, welche vom hinteren Ende bis zum vorderen Ende eines
erfindungsgemäßen Kontaktträgermoduls 7 hindurchreicht, derart, dass sich ein Kontakt,
gemäß Fig. 3, durch diese Öffnung in ein solches Kontaktträgermodul 7 montieren lässt
durch einfache Durchsteckmontage. Weiterhin verfügt das Kontaktträgermodul 7 über
einen unteren Kontaktträgersteg 70, einen mittleren Kontaktträgersteg 71 und einen
oberen Kontaktträgersteg 72, welche in Steckrichtung bei eingebauten Kontaktträgermodul
nach Vorne gabelartig und parallel zueinander angeordnet sind. Die Stege 70,71.72
verlaufen in ihrer Höhe im Wesentlichen über die gesamte Dicke des Kontaktträgermoduls
7. Der obere Kontaktträgersteg 72 umfasst einen weiteren, auf diesen aufgesetzten
Steg 77, welcher form- und stoffschlüssig mit dem oberen Kontaktträgersteg 72 verbunden
ist. Im unteren Kontaktträgersteg 70 befindet sich mittig ein Kontaktkanal 80, ausgebildet
als Ausnehmung, über die gesamte Länge des unteren Kontaktträgersteges 70. Jeweils
oben und unten im Kontaktträgermodul 7 eingeformt, sind Ausnehmungen 76, 79, die sich
diametral gegenüberliegen. Zwischen der oberen Ausnehmung 76, die als kastenförmige
Ausnehmung ausgebildet ist, wie in Fig. 4 gezeigt und der unteren Ausnehmung 79, die
ebenfalls als kastenförmige Ausnehmung ausgebildet ist, befindet sich die zuvor genannte
Öffnung 74. In dieser Öffnung 74 sind zwei Nuten zur Aufnahme eines hermaphroditischen
Kontaktes 6, gemäß Fig. 3 angebracht. Der hermaphroditische Kontakt 6 ist als Stanz-/Biegeteil
aus einem Blech gestanzt und geformt. Ein erfindungsgemäßes Beispiel, wie in Fig.
3 gezeigt, zeigt einen hermaphroditischen Kontakt, ausgebildet mit einem Anschlussabschnitt
60 und einem Kontaktierabschnitt 61. Zwischen den beiden Abschnitten 60, 61 befindet
sich ein Halteabschnitt 66, welcher im Wesentlichen U-förmig ausgebildet ist. An die
Schenkel des U-förmig ausgebildeten Halteabschnittes 66 schließt sich jeweils an jeden
Schenkel eine Kontaktzunge 62, 63 an. Die erste Kontaktzunge 62 ist ausgebildet als
im Wesentlichen gerade verlaufender Steg, dem gegenüber parallel verlaufend die zweite
Kontaktzunge 62, angebunden am diametral gegenüberliegenden Schenkel des Halteabschnittes
66, angebunden ist. Die zweite Kontaktzunge 63 ist in ihrem vorderen kontaktierenden
Bereich mit einem gebogenen Kontaktierungsabschnitt 64 ausgebildet. Die ansonst im
Wesentlichen geradlinig verlaufende zweite Kontaktzunge 63 wird wie hier in Fig. 3
dargstellt, mit einer Kontaktkuppe 65 versehen, die durch Biegen im Bereich des gebogenen
Kontaktierungsabschnittes 64 erzeugt wird. Dadurch erhält man einen hermaphroditischen
Kontakt, welcher sich mittels einfacher Durchsteckmontage in einemerfindungsgemäßen
Kontaktträgermodul 7 montieren lässt. Der Anschlussabschnltt 60 Ist hier als Crimpanschlussbereich
ausgebildet und bildet eine Aufnahme für ein nicht dargestelltes anzuschließendes
Kabel. In Fig. 5 sind beispielhaft vier hermaphroditische Kontaktträgermodule in ein
Gehäuseteil 4 montiert, in die widerrum vier hermaphroditische Kontakte 6, gemäß Fig.
3 mittels Durchsteckmontage von hinten montiert sind. Gut zu sehen ist die Lage der
Anschlussabschnitte 60 zwischen den Kammerwandstegen 40. Dabei sind die hermaphroditischen
Kontakte 6 soweit in die Kontaktträgermodule 7 eingeführt, dass sie mit ihrem Anschlag
67 an einem inneren Rastpunkt der Kontaktträgermodule 7 zur Anlage kommen. Dadurch
wird eine feste Montageposition in Steckrichtung erzielt. Wie deutlich in der Ansicht
6 zu sehen, bilden die Kammerwandstege 40 gleichzeitig einen seitlichen Begrenzungsanschlag
für eine Anlagefläche des Anschlussabschnittes 60. Hierdurch erzielt man gleichzeitig
eine seitliche Positionierlage der Kontakte 7 relativ zum Steckverbindergehäuse 3.
Auch ersichtlich ist in Fig. 6 die Lage der Kontaktträgermodule 7 relativ zum Steckverbindergehäuse
3, welche im vorderen Bereich bündig mit ihren Kontaktträgerstegen 70, 71, 72 und
der vorderen Gehäusekontur am steckseitigen Ende 10 abschließen. Die Wirkungsweise
der hermaphroditischen Kontaktträgermodule bei eingebautem Kontakt wird in den Fig.
7 und 8 gezeigt. Eine nicht gesteckte Position ist in Fig. 7 und eine gesteckte Position
in Fig. 8 dargestellt, In Fig. 7 liegen sich zwei Kontaktträgermodule 7 um jeweils
180° gedreht zueinander gegenüber, so dass sie in eine steckbare Position gebracht
sind. Die Kontaktträgermodule 7 sind jeweils mit einem hermaphroditischen Kontakt
6 bestückt, welcher mit seiner Kontaktkuppe 65 in den Spalt zwischen dem oberen Kontaktträgersteg
72 und die mittlern Kontaktträgersteg 71 ragen. Im mittleren Kontaktträgersteg 71
befindet sich in der Darstellung in Fig. 7, in dem linken Kontaktträgermodul, an deren
Unterseite angeordnet, ebenfalls ein Kontaktkanal, in welcher die Kontaktzunge 62
eingebracht ist und mit ihrer Oberseite aufliegt. Dadurch wird die Kontaktzunge 62
einerseits in dem mittleren Kontaktträgersteg 71 geführt und andererseits von diesem
abgestützt. Der untere Kontaktträgersteg 70 liegt mit seiner Nut 80 dem korrespondierenden
Kontaktträgersteg 72 mit seinem korrespondierenden Steg 77 gegenüber, so dass beim
Zusammenstecken, wie in Fig. 8 gezeigt, jeweils die Nut 77 des einen Kontaktträgermoduls
in die Nut 80 des korrespondierenden Kontaktträgermoduls eintaucht, so dass auch die
Kontaktträgermodule 7 zusammen mit dem hermaphroditischen Kontakt 6 selbst als hermaphroditisches
Stecksystem ausgebildet sind. Beim Zusammenstecken der beiden in Fig. 7 dargestellte
Kontaktträgermodule werden die federnden Kontaktzungen 63 aus ihrer Ruhelage ausgelenkt
und gleiten auf der korrespondierenden Kontaktzunge 62 des gegenüberliegenden Kontaktträgermoduls
7.In Fig. 9 ist ein hermaphroditischer Steckverbinder gezeigt, der sozusagen mit sich
selbst, also einem zweiten gleichartigen hermaphroditischen Steckverbinder gesteckt
werden kann, wie dies in Fig. 10 im Zusammengesteckten Zustand gezeigt ist. Beim Zusammenstecken
taucht jeweils das nach innen abgesetzte, mit Versatz versehene L-förmige Gehäuseteil
des einen Gehäuseteils in den nach außen versetzten, L-förmigen Abschnitt des gegenüberliegenden
Gehäuses ein. Dabei wirken beim Kompleten Zusammenstecken die Raststege 44 mit den
Rastnuten 43 zusammen so, dass der Steckverbinder sicher in seiner gesteckten Position
gehalten wird. Je nach Ausprägung der im Wesentlichen halbzylinderförmig ausgebildeten
Raststege 44 lässt sich die Haltekraft eines hermaphroditischen Steckverbinderpaares
einstellen und bestimmen. Alternativ können auch zwei oder mehrere Stege nebeneinander
oder versetzt zueinander angeordnet werden, um eine höhere Haltekraft zu erzielen.
Bezugszeichenliste
Hermaphroditischer Steckverbinder
[0013]
- 1
- Hermaphroditischer Steckverbinder
- 2
- Hermaphroditisches Steckverbinderpaar
- 3
- Hermaphroditisches Steckverbindergehäuse
- 4
- Gehäusehalbschale
- 6
- Hermaphroditischer Kontakt
- 7
- Hermaphroditisches Kontaktträgermodul
- 8
- Gehäusewand
- 9
- Gehäuseboden
- 10
- steckseitiges Ende
- 20
- erste Gehäusewand
- 21
- bogenförmiger Gehäusewandabschnitt
- 22
- Rastnase
- 23
- Ausnehmung
- 24
- Wandsteg
- 25
- Ausnehmung
- 26
- Versatz (an der Außenfläche)
- 27
- Stufe
- 28
- Wandsteg
- 29
- Rastnut
- 30
- zweite Gehäusewand
- 31
- Wandsteg
- 32
- Ausnehmung
- 33
- Versatz (an der Innenfläche)
- 34
- Ausnehmung
- 35, 36
- Rastnasen
- 37
- Rastlasche
- 38
- Radius
- 40
- Kammerwandstege
- 41
- Codierstege
- 42
- Ausnehmung
- 43
- Rastnut
- 44
- Raststeg
- 60
- Anschlussabschnitt
- 61
- Kontaktierabschnitt
- 62
- erste Kontaktzunge
- 63
- zweite Kontaktzunge
- 64
- gebogener Kontaktzungenabschnitt
- 65
- Kontaktkuppe
- 66
- Halteabschnitt
- 67
- Anschlag
- 70
- unterer Kontaktträgersteg
- 71
- mittlerer Kontaktträgersteg
- 71
- oberer Kontaktträgersteg
- 74
- Öffnung/Durchbruch
- 75
- Längsnute
- 76
- Ausnehmung
- 77
- Steg
- 78
- Anschlag
- 79
- Ausnehmung
- 80
- Nut
- 81, 82
- Modulwände
1. Hermaphroditischer Steckverbinder (1) umfassend ein Steckverbindergehäuse (3) mit
mindestens einem hermaphroditischen Kontakt (6) und mindestens ein im Steckverbindergehäuse
(3) angeordnetes hermaphroditisches Kontaktträgermodul (7), dadurch gekennzeichnet, dass das Steckverbindergehäuse (3) aus zwei hermaphroditischen Gehäusehalbschalen besteht.
2. Hermaphroditischer Steckverbinder (1) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein hermaphroditischer Kontakt (7) in mindestens einem Kontaktträgermodul
(7) angeordnet ist.
3. Hermaphroditischer Steckverbinder (1) gemäß Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass Im Steckverbindergehäuse (3) mehrere hermaphroditische Kontaktträgermodule (7) nebeneinander
angeordnet sind.
4. Mermaphroditischer Steckverbinder (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gehäusehalbschalen (4) jeweils Ober Seitenwände (20, 30) verfügen, von denen
Jeweils mindestens ein Wandsteg (24, 28, 31) hervorsteht.
5. Hermaphroditischer Steckverbinder (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an die Wandstege (24, 28, 31) jeweils mindestens eine Rastlasche (29, 37) angeformt
ist.
6. Hermaphroditischer Steckverbinder (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an den Außenseiten der Gehäusewände (20, 30) Rastnasen (22, 35, 36) angeordnet sind.
7. Hermaphroditischer Steckverbinder (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastnasen (22, 35. 36) in Ausnehmungen (23, 32, 34) an den Gehäusewänden (20,
30) angeordnet sind.
8. Hermaphroditischer Steckverbinder (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am steckseitigen Ende (10) des Steckverbindergehäuses (3) eine Stufe (27) quer zur
Steckrichtung des Steckverbinders angeordnet ist, wobei mindestens zwei Bereiche mit
zueinander versetzten Innen- und Außenflächen durch die Stufe (27) miteinander verbunden
werden.
9. Hermaphroditischer Steckverbinder (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die hermaphroditischen Kontakte (6) über zwei zueinander parallel verlaufende federnde
Kontaktzungen (62, 63) verfügen.
10. Hermaphroditischer Steckverbinder (1) gemäß Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass am Ende der Kontaktzunge (63) eine zur Kontaktzunge (62) hingebogene Kontaktkuppe
(65) ausgebildet ist.
11. Hermaphroditischer Steckverbinder (1) gemäß Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass sich die der Kontaktzunge (63) zugewandte Seite der Kontaktzunge (62) im montierten
Zustand auf dem Kontaktträgermodul (7) abstützt.
12. Hermaphroditischer Steckverbinder (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die der Kontaktzunge (63) abgewandte Seite der Kontaktzunge (62) im gesteckten
Zustand des hermaphroditischen Steckverbinders mit der Kontaktkuppe (65) der Kontaktzunge
(63) des korrespondierenden Gegensteckers kontaktiert.
13. Hermaphroditischer Steckverbinder (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktträgermodule (7) über Stege verfügen, welche sich im montierten Zustand
in Steckrichtung des Steckverbinders zum steckseitigen Ende (10) hin erstrecken.