(19)
(11) EP 2 058 904 A2

(12) EUROPÄISCHE PATENTANMELDUNG

(43) Veröffentlichungstag:
13.05.2009  Patentblatt  2009/20

(21) Anmeldenummer: 08019500.1

(22) Anmeldetag:  07.11.2008
(51) Internationale Patentklassifikation (IPC): 
H01R 13/28(2006.01)
H01R 13/506(2006.01)
(84) Benannte Vertragsstaaten:
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL PT RO SE SI SK TR
Benannte Erstreckungsstaaten:
AL BA MK RS

(30) Priorität: 10.11.2007 DE 102007053722

(71) Anmelder: Amphenol-Tuchel Electronics GmbH
74080 Heilbronn (DE)

(72) Erfinder:
  • Bertsch, Michael
    74074 Heilbronn (DE)

   


(54) Hermaphroditischer Steckverbinder


(57) Die Erfindung betrifft einen Hermaphroditischen Steckverbinder, umfassend ein Steckverbindergehäuse mit mindestens einem hermaphroditischen Kontakt, wobei das Steckverbindergehäuse aus zwei hermaphroditischen Gehäusehalbschalen besteht.




Beschreibung


[0001] Die Erfindung betrifft einen hermaphroditischen Steckverbinder beziehungsweise eine hermaphroditische Steckverbindung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Die Erfindung betrifft daher eln modulares hermaphroditisches Steckverbindersystem mit einem hermaphroditischen Steckverbindergehäuse, hermaphroditischen Kontakten, sowie hermaphroditischen modularen Kontaktträgern. Hermaphroditische Steckverbindersysteme sind bereits im Stand der Technik bekannt.

[0002] Aus der DE 1 177 231 ist ein spanlos geformtes Kontaktstück für elektrische Steckverbindungen bekannt, bei dem eine Seite des frontseitigen Steckabschnittes eine nach innen gerichtete Federklammer aufweist, während die zweite Seite ein Messerstück aufweist, welches beim Ineinanderschieben von zwei identisch ausgebildeten Kontaktstücken in die Spalte der Federkammer eingeschoben wird.

[0003] Daneben ist aus der EP 0 681 345 A1 ein nahezu quadratischer, gestanzt und gebogener elektrischer hermaphroditischer Kontakt bekannt, bei dem eine der Seitenflächen eine zurückgebogene Lasche aufweißt, während an der gegenüberliegenden Seite eine federnde Zunge ausgebildet ist. Dabei ist auf der zurückgebogenen Lasche eine Materialerhöhung vorgesehen, die, wenn zwei Kontakte um 180° gegeneinander geschoben werden, auf der jeweils federnden Zunge entlang gleitet.

[0004] Des Weiteren ist aus der DE 253 A1 ein elektrischer Zwitterkontakt aus Kontaktblech bekannt, bei dem zwei federnde Kontaktarme über einem Aufnahmeteil liegen, der zwei beabstandete, miteinander verbundene Seitenwände aufweist, die einen Kanal bilden, wobei die Seitenwände so voneinander beabstandet sind, dass sie zwischen sich die Kontaktarme eines identischen ausgebildeten Zwitterkontaktes aufnehmen und mit diesem in Anlage gelangen.

[0005] Ferner ist aus der DE 1 947 356 B ein aus Blech bestehender mit einem Gegensteckverbinder identischer Steckverbinder bekannt, bei dem zwei federnde Arme oberhalb einer Flachzunge angeordnet sind, die auf eine eingeformte Längsrippe auf der Flachzunge des Gegensteckers treffen, wenn die beiden Steckverbinder miteinander gesteckt werden.

[0006] Aus der US 5,183,409 ist ein hermaphroditischer Mehrfachstecker bekannt, bei dem zwei identische, runde Steckerstifte, jeweils zwei axial geformte Finder aufweisen, die durch einen mittigen Schlitz getrennt sind, wobei die Steckerstifte bei einer 90°-Drehung fast genau ineinander steckbar sind.

[0007] Die Im Stand der Technik bekannten hermaphroditischen Steckerkontakte eignet sich nicht in einfacher Weise zum Aufbau eines modularen Steckverbindersystems, bei dem auch im Montagefall eine einfache Montage und Demontage des Steckverbinders und darüber hinaus auch der Austausch eines einzelnen Kontaktes möglich sein soll. Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein hermaphroditisches Steckverbindersystem beziehungsweise einen hermaphroditischen Steckverbinder der eingangs genannten Art zu schaffen, welcher durch eine geringe Anzahl von Teilen charakterisiert ist, die zumal modular aufbaubar sind und möglichst einfach herzustellen sind. Weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es dabei, einen hermaphroditischen Kontakt bereitzustellen, so dass zwei unterschiedliche Kontakte, nämlich je ein Buchsen- und ein Stiftkontakt vermieden werden können und so zu sagen nur ein Kontakttyp bei dieser Art der Steckverbindung notwendig ist Weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, den hermaphroditischen Steckverbinder so zu gestalten, dass durch einfaches Skalieren der Konturen des übergeordneten Steckverbindergehäuses eine Vielzahl von hermaphroditischen Kontakten in dem Gehäuse untergebracht werden können und dabei keine weiteren zusätzlichen Teile benötigt werden. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch den Gegenstand von Anspruch 1 gelöst, nämlich dadurch, dass das Steckverbindergehäuse, sowie die Kontaktträger und die darin befindlichen Kontakten alle hermaphroditisch ausgebildet sind. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindungen sind in den Unteransprüchen angegeben.

[0008] Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen weiterhin darin, dass ein derartiger elektrischer, hermaphroditisch ausgebildeter Steckverbinder verwechslungssicher einsetzbar ist. Zudem hat ein derartiger hermaphroditischer Steckverbinder den Vorteil, lediglich zwei Grundbauteile lagermäßig vorhalten zu müssen und darüber hinaus jeweils für die Applikation oder die Anwendung notwendigen Umgehäuse, in die die Grundbauteile, nämlich die Kontaktmodule, sprich hermaphroditische Kontaktträgermodule und die hermaphroditischen Kontakte montiert werden können.
Dabei ist der Zwitterkontakt aus einem einfachen Blech als Stanz-/Biegeteil so ausgeführt, dass dieses von hinten durch das erfindungsgemäße Kontaktträgermodule hindurch geschoben und eingeführt werden kann, wodurch bei einem Instandhaltungsfäll der einzelne Kontakt auf einfache Weise gewechselt werden kann.

[0009] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wir im Folgenden näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht eines Teiles eines hermaphroditischen Steckverbindergehäuses (hier als Unterteil dargestellt),

Fig. 2 ein identisches, wie in Fig. 1 gezeigtes hermaphroditisches Steckverbindergehäuseteil (hier als Oberteil gezeigt),

Fig. 3 zeigt eine perspektivische Ansicht eines hermaphroditischen Kontaktes,

Fig. 4 zeigt die perspektivische Ansicht von schräg hinten eines hermaphroditischen Kontaktträgermoduls,

Fig. 5 zeigt die halboffene perspektivische Ansicht eines hermaphroditischen Steckverbindergehäuses mit eingesetzten Kontaktträgermodulen und Kontakten,

Fig. 6 zeigt eine Ansicht gemäß Fig. 5 von oben,

Fig. 7 zeigt die seitliche und halbtransparente Ansicht eines nicht gesteckten hermaphroditischen Kontaktträgermodulpaares,

Fig. 8 ist eine Ansicht entsprechend Fig. 7 im gesteckten Zustand,

Fig. 9 zeigt ein hermaphroditisches Steckverbinderpaar mit eingesetzten Kontaktträgermodulen in perspektivischer Ansicht,

Fig.10 ist eine Ansicht gemäß Fig. 9 im gesteckten Zustand.



[0010] In Fig. 1 und Fig. 2 ist jeweils eine Gehäusehalbschale 4 eines Steckverbindergehäuses 3 eines hermaphroditischen Steckverbinders 1 gezeigt. Im Folgenden wird nur ein Teil, nämlich die Gehäusehalbschale 4, ausgebildet als Steckverbindergehäuseunterteil des hermaphroditischen Steckverbindergehäuses 3 beschreiben, da diese identisch ist mit dem Steckverbindergehäuseoberteil. Dieses besteht aus einem elektrischen Isolationsmaterial, vorzugsweise Kunststoff und umfasst einen im Wesentlichen ebenen Gehäuseboden 9, der jeweils am linken und am rechten Rand eine erste Gehäusewand 20 und eine zweite Gehäusewand 30 aufweist, die senkrecht nach oben vom Gehäuseboden 9 abstehen. Die beiden Gehäusewände 20, 30 verlaufen im hinteren Abschnitt entlang einem bogenförmigen Gehäusewandabschnitt 21. Im hinteren Bereich verläuft ein Quersteg und verbindet die beiden Gehäusewände 20 und 30 miteinander. Der Gehäusequersteg weißt eine halbkreisförmige Ausnehmung 42 auf, die als Kabeldurchführung dient. Die erste Gehäusewand 20 verläuft beginnend von der Kabeldurchführung entlang dem bogenförmigen Gehäusewandabschnitt 21 zu einem dann im Wesentlichen geraden Wandabschnitt. Im Anschluss an den bogenförmigen Gehäusewandabschnitt 21 befindet sich eine Ausnehmung 23. Daran schließt sich der gerade Gehäusewandabschnitt an, an dem nach oben verlängert, also vorzugsweise senkrecht zum Gehäuseboden 9, ein Wandsteg 24 angeordnet ist. Der Wandsteg 24 weißt auf seiner nach Innen liegenden Seite eine Rastausnehmung auf. Im weiteren Verlauf der ersten Gehäusewand 20 hin zum steckseitigen Ende 10, wie in Fig. 5 definiert, verjüngt sich die Wandstärke sprunghaft und zwar an einem Versatz 26, welcher an der Außenfläche der Außenwand zu finden ist.

[0011] Die zweite Gehäusewand 30 ist im Wesentlichen spiegelbildlich zur ersten Gehäusewand 20 in ihrem Verlauf angeordnet und ragt ebenso von dem Gehäuseboden 9 im Wesentlichen senkrecht nach oben, beginnend mit einem bogenförmigen Verlauf am hinteren Ende. Am Beginn des bogenförmigen Verlaufes befindet sich eine Ausnehmung 34 über die gesamte Höhe der Gehäusewand 30 korrespondierend in seiner Geometrie ausgebildet zu dem spiegelbildlich angeordneten Wandsteg 28. Auf der Rückseite des Wandsteges 28 befindet sich eine nicht dargestellte Rastnut 29, die mit der Rastnase 35 beim Zusammenstecken zweier Steckverbinderhalbschalen 4 verrasten. Dazu beanstandet im weiteren Verlauf, wie auch deutlich in Fig. 2 zu erkennen welches die in Fig. 1 um 180° gedrehte Darstellung zeigt, befindet sich ein Wandsteg 31, welcher in der Höhe über der Gehäusewand 30 hervorsteht. Wie in Fig. 1 ersichtlich, befindet sich auf der Innenseite des Wandsteges 31 eine Rastlasche 37, welche korrespondierend angeordnet Ist zur Rastnase 22 und der Ausnehmung 23. Im weiteren Verlauf befinden sich neben dem Wandsteg 31 hin zum steckseitigem Ende 10 des Gehäuseteils eine weitere Ausnehmung 32, mit einer weiteren Rastnase 36, welche widerrum korrespondierend ausgebildet ist zum Wandsteg 24 der ersten Gehäusewand 20. Daraufhin folgt ein Abschnitt mit einem Versatz 33 an der Innenseite der Gehäusewand 30, so dass korrespondierend zur gegenüberliegenden Seite ein Wandabschnitt mit reduzierter Wandstärke und zwar in etwa halber Wandstärke der Gehäusewand 30 vorzufinden ist. Im vorderen, steckseitigen Bereich, sozusagen am steckseitigen Ende 10 des Gehäuses, befindet sich in der Gehäusehalbschale 4, ein im Wesentlichen U-förmiger Abschnitt, gebildet durch die beiden Gehäusewandabschnitte mit Versatz zum steckseitigen Ende und dem vorderen Teil des Gehäusebodens 9 der im Mittelsteg des U-förmigen Abschnittes einen weiteren Versatz, nämlich eine Stufe 27 aufweist. Dadurch entsteht am steckseitigen Ende 10 eine Steckkontur, die sozusagen aus zwei L-förmigen Schenkeln ausgebildet ist, die zueinander relativ über eine Stufe 27 versetzt angeordnet sind. In dem linken etwas tiefer abgesetzten Bereich befindet sich eine Rastnut 43. Wie in Fig. 2 zu ersehen, ist ein entsprechender korrespondierender Raststeg 44 ausgebildet, welcher dazu geeignet ist, in die Rastnut 43 einzutauchen.

[0012] Am Gehäuseboden 9 sind Kammerwandstege 40 in einem festen Abstand zueinander angeordnet, welche als wandartige Stege vom Boden 9 des Steckverbindergehäuses 4 nach oben ragen und sozusagen Kammern für die Kontakte 6, vorzugsweise für die Anschlussbereiche der Kontakte 6, bilden. In dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel ergeben sich somit vier Kammern, gebildet durch drei Kammerwandstege 40 und die beiden Gehäusewände 20, 30, welche die beiden äußeren Kammern begrenzen. In etwa der Mitte einer jeden Kammer, welche definiert ist durch zwei Kammerwände 40, beziehungsweise durch eine Kammerwand 40 und einer der beiden Gehäusewände 20, 30, sind im Wesentlichen quaderförmige Codierstege 41 zur Aufnahme der Kontaktträger am Gehäuseboden 9 nach vorne hin versetzt angeordnet. Diese Codierstege sind in ihrer Breite etwas verbreitert ausgebildet gegenüber den Kammerwandstegen 40. Die Codierstege 41 dienen zur Aufnahme und Fixierung der in Fig. 4 gezeigten Kontaktträgermodule 7. Ein hermaphroditisches Steckverbindergehäuse wird auf einfache Weise dadurch erhalten, indem man identische Gehäusehalbschalen 4 miteinander verrastet, so dass man zu einem hermaphroditischen Steckverbindergehäuse, wie in Fig. 9 gezeigt, gelangt, welcher sich widerrum selbst als hermaphroditische Steckverbindung im Gesamten darstellt. Zwei dieser zusammengesteckten Gehäusepaare lassen sich widerrum miteinander Stecken, sowie in Fig. 10 dargestellt. Die Anzahl der Kontaktkammern und damit aufnehmbaren hermaphroditischen Kontaktträgermodulen 7, lässt sich durch entsprechende geometrische Verbreiterung der Gehäuse 3 beliebig modular aufbauen.
Ein Ausführungsbeispiel eines hermaphroditischen Kontaktträgermoduls 7 ist in der Fig. 4 abgebildet. Ein solches Kontaktträgermodul 7 ist ein im Wesentlichen quaderförmig ausgebildetes Modul mit zwei parallelen und im Wesentlichen beabstandeten und flach verlaufenden Modulwänden 81, 82. Vorzugsweise in der zentralen Lage des Kontaktträgermoduls 7 befindet sich eine Öffnung 74, welche vom hinteren Ende bis zum vorderen Ende eines erfindungsgemäßen Kontaktträgermoduls 7 hindurchreicht, derart, dass sich ein Kontakt, gemäß Fig. 3, durch diese Öffnung in ein solches Kontaktträgermodul 7 montieren lässt durch einfache Durchsteckmontage. Weiterhin verfügt das Kontaktträgermodul 7 über einen unteren Kontaktträgersteg 70, einen mittleren Kontaktträgersteg 71 und einen oberen Kontaktträgersteg 72, welche in Steckrichtung bei eingebauten Kontaktträgermodul nach Vorne gabelartig und parallel zueinander angeordnet sind. Die Stege 70,71.72 verlaufen in ihrer Höhe im Wesentlichen über die gesamte Dicke des Kontaktträgermoduls 7. Der obere Kontaktträgersteg 72 umfasst einen weiteren, auf diesen aufgesetzten Steg 77, welcher form- und stoffschlüssig mit dem oberen Kontaktträgersteg 72 verbunden ist. Im unteren Kontaktträgersteg 70 befindet sich mittig ein Kontaktkanal 80, ausgebildet als Ausnehmung, über die gesamte Länge des unteren Kontaktträgersteges 70. Jeweils oben und unten im Kontaktträgermodul 7 eingeformt, sind Ausnehmungen 76, 79, die sich diametral gegenüberliegen. Zwischen der oberen Ausnehmung 76, die als kastenförmige Ausnehmung ausgebildet ist, wie in Fig. 4 gezeigt und der unteren Ausnehmung 79, die ebenfalls als kastenförmige Ausnehmung ausgebildet ist, befindet sich die zuvor genannte Öffnung 74. In dieser Öffnung 74 sind zwei Nuten zur Aufnahme eines hermaphroditischen Kontaktes 6, gemäß Fig. 3 angebracht. Der hermaphroditische Kontakt 6 ist als Stanz-/Biegeteil aus einem Blech gestanzt und geformt. Ein erfindungsgemäßes Beispiel, wie in Fig. 3 gezeigt, zeigt einen hermaphroditischen Kontakt, ausgebildet mit einem Anschlussabschnitt 60 und einem Kontaktierabschnitt 61. Zwischen den beiden Abschnitten 60, 61 befindet sich ein Halteabschnitt 66, welcher im Wesentlichen U-förmig ausgebildet ist. An die Schenkel des U-förmig ausgebildeten Halteabschnittes 66 schließt sich jeweils an jeden Schenkel eine Kontaktzunge 62, 63 an. Die erste Kontaktzunge 62 ist ausgebildet als im Wesentlichen gerade verlaufender Steg, dem gegenüber parallel verlaufend die zweite Kontaktzunge 62, angebunden am diametral gegenüberliegenden Schenkel des Halteabschnittes 66, angebunden ist. Die zweite Kontaktzunge 63 ist in ihrem vorderen kontaktierenden Bereich mit einem gebogenen Kontaktierungsabschnitt 64 ausgebildet. Die ansonst im Wesentlichen geradlinig verlaufende zweite Kontaktzunge 63 wird wie hier in Fig. 3 dargstellt, mit einer Kontaktkuppe 65 versehen, die durch Biegen im Bereich des gebogenen Kontaktierungsabschnittes 64 erzeugt wird. Dadurch erhält man einen hermaphroditischen Kontakt, welcher sich mittels einfacher Durchsteckmontage in einemerfindungsgemäßen Kontaktträgermodul 7 montieren lässt. Der Anschlussabschnltt 60 Ist hier als Crimpanschlussbereich ausgebildet und bildet eine Aufnahme für ein nicht dargestelltes anzuschließendes Kabel. In Fig. 5 sind beispielhaft vier hermaphroditische Kontaktträgermodule in ein Gehäuseteil 4 montiert, in die widerrum vier hermaphroditische Kontakte 6, gemäß Fig. 3 mittels Durchsteckmontage von hinten montiert sind. Gut zu sehen ist die Lage der Anschlussabschnitte 60 zwischen den Kammerwandstegen 40. Dabei sind die hermaphroditischen Kontakte 6 soweit in die Kontaktträgermodule 7 eingeführt, dass sie mit ihrem Anschlag 67 an einem inneren Rastpunkt der Kontaktträgermodule 7 zur Anlage kommen. Dadurch wird eine feste Montageposition in Steckrichtung erzielt. Wie deutlich in der Ansicht 6 zu sehen, bilden die Kammerwandstege 40 gleichzeitig einen seitlichen Begrenzungsanschlag für eine Anlagefläche des Anschlussabschnittes 60. Hierdurch erzielt man gleichzeitig eine seitliche Positionierlage der Kontakte 7 relativ zum Steckverbindergehäuse 3. Auch ersichtlich ist in Fig. 6 die Lage der Kontaktträgermodule 7 relativ zum Steckverbindergehäuse 3, welche im vorderen Bereich bündig mit ihren Kontaktträgerstegen 70, 71, 72 und der vorderen Gehäusekontur am steckseitigen Ende 10 abschließen. Die Wirkungsweise der hermaphroditischen Kontaktträgermodule bei eingebautem Kontakt wird in den Fig. 7 und 8 gezeigt. Eine nicht gesteckte Position ist in Fig. 7 und eine gesteckte Position in Fig. 8 dargestellt, In Fig. 7 liegen sich zwei Kontaktträgermodule 7 um jeweils 180° gedreht zueinander gegenüber, so dass sie in eine steckbare Position gebracht sind. Die Kontaktträgermodule 7 sind jeweils mit einem hermaphroditischen Kontakt 6 bestückt, welcher mit seiner Kontaktkuppe 65 in den Spalt zwischen dem oberen Kontaktträgersteg 72 und die mittlern Kontaktträgersteg 71 ragen. Im mittleren Kontaktträgersteg 71 befindet sich in der Darstellung in Fig. 7, in dem linken Kontaktträgermodul, an deren Unterseite angeordnet, ebenfalls ein Kontaktkanal, in welcher die Kontaktzunge 62 eingebracht ist und mit ihrer Oberseite aufliegt. Dadurch wird die Kontaktzunge 62 einerseits in dem mittleren Kontaktträgersteg 71 geführt und andererseits von diesem abgestützt. Der untere Kontaktträgersteg 70 liegt mit seiner Nut 80 dem korrespondierenden Kontaktträgersteg 72 mit seinem korrespondierenden Steg 77 gegenüber, so dass beim Zusammenstecken, wie in Fig. 8 gezeigt, jeweils die Nut 77 des einen Kontaktträgermoduls in die Nut 80 des korrespondierenden Kontaktträgermoduls eintaucht, so dass auch die Kontaktträgermodule 7 zusammen mit dem hermaphroditischen Kontakt 6 selbst als hermaphroditisches Stecksystem ausgebildet sind. Beim Zusammenstecken der beiden in Fig. 7 dargestellte Kontaktträgermodule werden die federnden Kontaktzungen 63 aus ihrer Ruhelage ausgelenkt und gleiten auf der korrespondierenden Kontaktzunge 62 des gegenüberliegenden Kontaktträgermoduls 7.In Fig. 9 ist ein hermaphroditischer Steckverbinder gezeigt, der sozusagen mit sich selbst, also einem zweiten gleichartigen hermaphroditischen Steckverbinder gesteckt werden kann, wie dies in Fig. 10 im Zusammengesteckten Zustand gezeigt ist. Beim Zusammenstecken taucht jeweils das nach innen abgesetzte, mit Versatz versehene L-förmige Gehäuseteil des einen Gehäuseteils in den nach außen versetzten, L-förmigen Abschnitt des gegenüberliegenden Gehäuses ein. Dabei wirken beim Kompleten Zusammenstecken die Raststege 44 mit den Rastnuten 43 zusammen so, dass der Steckverbinder sicher in seiner gesteckten Position gehalten wird. Je nach Ausprägung der im Wesentlichen halbzylinderförmig ausgebildeten Raststege 44 lässt sich die Haltekraft eines hermaphroditischen Steckverbinderpaares einstellen und bestimmen. Alternativ können auch zwei oder mehrere Stege nebeneinander oder versetzt zueinander angeordnet werden, um eine höhere Haltekraft zu erzielen.

Bezugszeichenliste


Hermaphroditischer Steckverbinder



[0013] 
1
Hermaphroditischer Steckverbinder
2
Hermaphroditisches Steckverbinderpaar
3
Hermaphroditisches Steckverbindergehäuse
4
Gehäusehalbschale
6
Hermaphroditischer Kontakt
7
Hermaphroditisches Kontaktträgermodul
8
Gehäusewand
9
Gehäuseboden
10
steckseitiges Ende
20
erste Gehäusewand
21
bogenförmiger Gehäusewandabschnitt
22
Rastnase
23
Ausnehmung
24
Wandsteg
25
Ausnehmung
26
Versatz (an der Außenfläche)
27
Stufe
28
Wandsteg
29
Rastnut
30
zweite Gehäusewand
31
Wandsteg
32
Ausnehmung
33
Versatz (an der Innenfläche)
34
Ausnehmung
35, 36
Rastnasen
37
Rastlasche
38
Radius
40
Kammerwandstege
41
Codierstege
42
Ausnehmung
43
Rastnut
44
Raststeg
60
Anschlussabschnitt
61
Kontaktierabschnitt
62
erste Kontaktzunge
63
zweite Kontaktzunge
64
gebogener Kontaktzungenabschnitt
65
Kontaktkuppe
66
Halteabschnitt
67
Anschlag
70
unterer Kontaktträgersteg
71
mittlerer Kontaktträgersteg
71
oberer Kontaktträgersteg
74
Öffnung/Durchbruch
75
Längsnute
76
Ausnehmung
77
Steg
78
Anschlag
79
Ausnehmung
80
Nut
81, 82
Modulwände



Ansprüche

1. Hermaphroditischer Steckverbinder (1) umfassend ein Steckverbindergehäuse (3) mit mindestens einem hermaphroditischen Kontakt (6) und mindestens ein im Steckverbindergehäuse (3) angeordnetes hermaphroditisches Kontaktträgermodul (7), dadurch gekennzeichnet, dass das Steckverbindergehäuse (3) aus zwei hermaphroditischen Gehäusehalbschalen besteht.
 
2. Hermaphroditischer Steckverbinder (1) gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein hermaphroditischer Kontakt (7) in mindestens einem Kontaktträgermodul (7) angeordnet ist.
 
3. Hermaphroditischer Steckverbinder (1) gemäß Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, dass Im Steckverbindergehäuse (3) mehrere hermaphroditische Kontaktträgermodule (7) nebeneinander angeordnet sind.
 
4. Mermaphroditischer Steckverbinder (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Gehäusehalbschalen (4) jeweils Ober Seitenwände (20, 30) verfügen, von denen Jeweils mindestens ein Wandsteg (24, 28, 31) hervorsteht.
 
5. Hermaphroditischer Steckverbinder (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an die Wandstege (24, 28, 31) jeweils mindestens eine Rastlasche (29, 37) angeformt ist.
 
6. Hermaphroditischer Steckverbinder (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an den Außenseiten der Gehäusewände (20, 30) Rastnasen (22, 35, 36) angeordnet sind.
 
7. Hermaphroditischer Steckverbinder (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rastnasen (22, 35. 36) in Ausnehmungen (23, 32, 34) an den Gehäusewänden (20, 30) angeordnet sind.
 
8. Hermaphroditischer Steckverbinder (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass am steckseitigen Ende (10) des Steckverbindergehäuses (3) eine Stufe (27) quer zur Steckrichtung des Steckverbinders angeordnet ist, wobei mindestens zwei Bereiche mit zueinander versetzten Innen- und Außenflächen durch die Stufe (27) miteinander verbunden werden.
 
9. Hermaphroditischer Steckverbinder (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die hermaphroditischen Kontakte (6) über zwei zueinander parallel verlaufende federnde Kontaktzungen (62, 63) verfügen.
 
10. Hermaphroditischer Steckverbinder (1) gemäß Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass am Ende der Kontaktzunge (63) eine zur Kontaktzunge (62) hingebogene Kontaktkuppe (65) ausgebildet ist.
 
11. Hermaphroditischer Steckverbinder (1) gemäß Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, dass sich die der Kontaktzunge (63) zugewandte Seite der Kontaktzunge (62) im montierten Zustand auf dem Kontaktträgermodul (7) abstützt.
 
12. Hermaphroditischer Steckverbinder (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich die der Kontaktzunge (63) abgewandte Seite der Kontaktzunge (62) im gesteckten Zustand des hermaphroditischen Steckverbinders mit der Kontaktkuppe (65) der Kontaktzunge (63) des korrespondierenden Gegensteckers kontaktiert.
 
13. Hermaphroditischer Steckverbinder (1) gemäß einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kontaktträgermodule (7) über Stege verfügen, welche sich im montierten Zustand in Steckrichtung des Steckverbinders zum steckseitigen Ende (10) hin erstrecken.
 




Zeichnung




















Angeführte Verweise

IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE



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In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente