[0001] Die Erfindung richtet sich auf einen Vakuumschalter, insbesondere Vakuumleistungsschalter,
für Mittel- und Hochspannung mit einer innerhalb einer Vakuumschaltkammer angeordneten
beweglichen Schalteinheit, die miteinander beweglich einen Kontaktstößel, einen Isolator
und eine in die Vakuumschaltkammer durch einen Faltenbalg aus Metall eingeführte Antriebs-
oder Schaltstange umfasst, und einem in das Gehäuse der Vakuumschaltkammer eingefügten
Festkontakt, wobei das obere Ende des Isolators mit dem Kontaktstößel und das untere
Ende des Isolators mit der Antriebs- oder Schaltstange fest verbunden ist, und wobei
der Kontaktstößel eine leitende Verbindung mit einem Leiter aufweist, der in stromleitender
Verbindung mit mindestens einem seitlich angeordneten Abgangskontakt steht.
[0002] Leistungsschalter bieten die Möglichkeit, bestehende elektrische Verbindungen zu
lösen, wobei elektrische Ströme bis zum 160 kA geschaltet werden können. Diese Ströme
treten beispielsweise dann auf, wenn in Hochspannungsnetzen ein Kurzschluss oder ein
Erdungsschluss vorhanden ist. Leistungsschalter können nicht nur wie Lasttrennschalter
übliche Betriebsströme und geringe Überlastströme schalten, sondern auch hohe Überlastströme
und höchste Kurzschlussströme trennen. Als Überstromschutzreinrichtung mit sehr großem
Schaltvermögen im Bereich von 80 kA - 160 kA können sie Betriebsmittel oder Anlagenteile
sowohl im ungestörten als auch zeitlich begrenzt im gestörten Zustand, z.B. bei Kurzschluss,
schalten. Bauformen der Leistungsschalter sind neben Druckgasschaltern und Strömungsschaltern
Vakuumschalter. Bei Vakuumschaltern befinden sich die Kontakte zur Vermeidung eines
Lichtbogens unter Vakuum.
[0003] Aus der
DE 100 24 356 C1 ist eine gasisolierte Schaltanlage mit Vakuumschaltern bekannt, bei welcher innerhalb
eines mit Isoliergas gefüllten Gefäßes der gasisolierten Schaltanlage drei als Vakuumschalter
ausgebildete Leistungsschalter angeordnet sind. Ein Vakuumschalter umfasst jeweils
eine Vakuumschaltkammer, die als Vakuumraum ausgebildet ist. Innerhalb des Vakuumraums
bzw. dieser Vakuumschaltkammer sind ein feststehender Kontaktstößel und ein beweglicher
Kontaktstößel angeordnet, die mit ihren jeweiligen Kontaktstangen aus dem Vakuumraum
der Vakuumschaltkammer herausgeführt sind. Hierbei ist die Kontaktstange des beweglichen
Kontaktstößels durch einen Faltenbalg aus dem Vakuumraum bzw. der Vakuumschaltkammer
herausgeführt. Außerhalb der Vakuumschaltkammer steht dieser Stößel mit einem Stromanschlussträger
in Verbindung und ist eine Betätigungseinrichtung zur Betätigung der Schaltstange
des beweglichen Kontaktstößels vorgesehen. Das Isoliervermögen derartiger Vakuumschalter
muss nicht nur das notwendige Isoliervermögen der Schalt- und Trennstrecke gewährleisten,
sondern auch sicherstellen, dass Leck- oder Oberflächenströme im geöffneten Zustand
der Trennstrecke nicht vom oberen Anschluss der Vakuumschaltkammer zu dem unteren
Anschluss, dem angeschlossenen Stromanschlussträger, fließen. Um dies sicherzustellen
sind entsprechende Abstände der Anschlüsse sowie die Anordnung des Vakuumschalters
innerhalb eines mit isolierendem Gas gefüllten Gefäßes notwendig. Dies führt zu großen
Bauformen von Vakuumschaltern und damit bestückten Schaltanlagen.
[0004] Weiterhin ist bekannt, dass die Lichtbogenlöschung innerhalb einer Vakuumschaltkammer
eines Vakuumschalters unter Vakuum die Ausnutzung des den elektrischen Strom begleitenden
Magnetfeldes erfordert. Die unter dem Einfluss des Magnetfeldes erzwungene Bewegung
des Lichtbogens bedingt ebene Kontaktfläche der Schaltkontaktstücke von Festkontakt
und Kontaktstößel, die innerhalb der Vakuumschaltkammer des Vakuumschalters angeordnet
sind. Bekannte Schaltkontaktstücke berühren sich vollständig mit ihrer kreisförmigen
Stirnfläche unter der Einwirkung einer äußeren Kraft, wenn die Trennstrecke geschlossen
ist. Diese Kontaktkraft resultiert im Wesentlichen aus der von einer dem äußeren Antrieb
zugeordneten Feder aufgebrachten Kraft. Um die Stärke und die Richtung des den Strom
begleitenden Magnetfeldes zu beeinflussen, weisen die Schaltkontaktstücke innere Ausnehmungen
auf, die in Abhängigkeit ihrer Richtung ein axiales oder vertikales Magnetfeld induzieren.
Der in Längsrichtung bewegliche Schaltkontakt des Kontaktstößels wird beim Einschaltvorgang
mit hoher Geschwindigkeit bewegt und prallt dann auf den Schaltkontakt des Festkontaktes
auf und schlägt wiederholt mit einer dem Antriebsystem und der beweglichen Masse entsprechenden
Frequenz auf. Dieser Aufprall verursacht während der Betriebszeiten des Vakuumschalters
zum einen mechanische Schwingungen, die den Metallfaltenbalg, durch den hindurch der
bewegliche Kontaktstößel aus der Vakuumkammer herausgeführt ist, stark beanspruchen.
Es besteht die Gefahr, dass nach einer gewissen Anzahl von Schaltspielen Risse auftreten,
die dann zu einem Zusammenbruch des Vakuums in der Vakuumkammer führen. Durch den
Aufprall des Schaltkontaktes des beweglichen Kontaktstößels mit wiederholten Anschlagsbewegungen
kommt es aber bei einem Einschaltvorgang auch zu einer mehrfachen Ausbildung eines
Einschaltlichtbogens. Dies führt zu einer Überhitzung des Materials an den ebenen
Kontaktflächen und dadurch zu mehreren örtlichen Verschweißungen der Stirnkontakte.
Bei einem Ausschaltvorgang reißen die verschweißten Stellen der Stirnkontakte durch
die Kraft des Ausschaltantriebes auf. Hierbei besteht dann die Gefahr, dass sich scharfkantige
Spitzen bilden, die die Homogenität des elektrischen Feldes an den Kontaktflächen
der Stirnkontakte und damit die Durchschlagsspannung zwischen den geöffneten Stirnkontakten
erheblich vermindern.
[0005] Um gegebenenfalls die Verwendung von isolierendem Gas begrenzen zu können, ist es
bekannt, auch den Abgangskontakt und Stromanschlussträger mit elektrisch leitender
Verbindung zum Lastleiter in oder an der Vakuumkammer oder Vakuumschaltkammer anzuordnen
und über einen flexiblen Leiter mit dem in der Vakuumschaltkammer beweglichen Kontaktstößel
leitfähig zu verbinden. Dabei ist weiterhin der bewegliche, in der Vakuumschaltkammer
angeordnete Kontaktstößel über einen Isolator mit einer aus der Vakuumschaltkammer
herausführenden Antriebs- oder Schaltstange verbunden. Ein solcher, gattungsgemäßer
Vakuumschalter ist aus der
DE 199 64 249 C2 bekannt. Bei diesen Schaltern besteht nun die Problematik, dass die die elektrisch
leitende flexible Verbindung zwischen dem beweglichen Kontaktstößel und dem Lastleiter
bzw. dem Abgangskontakt herstellende leitfähige Verbindung flexibel ausgebildet sein
muss, damit sie der längsaxialen Bewegung des beweglichen Kontaktstößels beim Ein-
und Ausschaltvorgang folgen kann. Diese notwendige Flexibilität muss über einen langen
Zeitraum und viele Schaltspiele gewährleistet bleiben, damit der Vakuumschalter eine
ausreichende Standzeit aufweist. Aus der
DE 199 64 249 C2 ist die Ausbildung einer leitfähigen Verbindung mittels mehrerer schichtförmig aufeinander
liegender dünner Kupferfilmfolien bekannt. Dies führt im Vakuum zu der Problematik,
dass sich Oxidschichten bilden, die miteinander verkleben und mit der Zeit die Flexibilität
der leitfähigen Verbindung verhindern. Zur Lösung dieses Problems wird in der
DE 199 64 249 C2 vorgeschlagen, die leitfähige Verbindung durch den alternierenden, schichtweisen
Aufbau von Leitermetallschichten und Verklebungsverhinderungsschichten aufzubauen
oder leitfähige Verbindungen innerhalb der Vakuumschaltkammer in einem geschützten
Raum anzuordnen, so dass beim Auftreten eines Lichtbogens entstehende Lichtbogenprodukte
sich nicht auf der flexiblen, leitfähigen Verbindung niederschlagen können.
[0006] Nachteilig bei dieser Ausführungsform ist, dass entweder ein weiteres Gehäuse innerhalb
der Vakuumschaltkammer vorgesehen werden muss, in dem die leitfähige Verbindung geschützt
angeordnet wird, was einen erheblich erhöhten Montageaufwand mit sich bringt, oder
aber es wird ein komplexer Aufbau der leitenden Verbindung dadurch notwendig, dass
abwechselnd zu einer leitenden Schicht eine Verklebungsverhinderungsschicht ausgebildet
werden muss.
[0007] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Lösung zu schaffen, die eine verbesserte
Schalt- und Kontaktflächenausgestaltung ermöglicht.
[0008] Bei einem Vakuumschalter der eingangs bezeichneten Art wird diese Aufgabe erfindungsgemäß
dadurch gelöst, dass der Festkontakt und der Kontaktstößel jeweils ein Schaltkontaktstück
aufweisen, das eine äußere Schalt- und Kontaktfläche und eine relativ dazu bewegliche
innere Schalt- und Kontaktfläche aufweist. Ausgestaltungen und Weiterbildungen der
Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.
[0009] Durch die Erfindung wird eine verbesserte Schalt- und Kontaktflächenausgestaltung
der Schaltkontakte eines Vakuumschalters geschaffen, die die Haltbarkeit der Schalt-
und Kontaktflächen und damit der diese Flächen aufweisenden Schaltkontaktstücke verbessert.
Durch die Ausbildung von äußeren und inneren Schalt- und Kontaktflächen sowie deren
relativer Beweglichkeit zueinander ist es möglich, bei einem Auseinanderfahren der
Schaltkontaktstücke zur Bildung einer Trennstrecke die inneren Schalt- und Kontaktflächen
von Festkontakt und beweglichem Kontaktstößel solange in leitender Verbindung zueinander
zu halten, bis die äußeren Schalt- und Kontaktflächen der jeweiligen Schaltkontaktstücke
soweit voneinander entfernt sind, dass ein entstehender und auftretender Lichtbogen
auf diese äußeren Schalt- und Kontaktflächen nicht mehr überspringen kann. Der Lichtbogen
bildet sich dann bei weiterem Auseinanderfahren auch der inneren Schalt- und Kontaktflächen
nur noch zwischen diesen aus. Diese werden entsprechend hochfest und abbrand- sowie
abriebfest ausgestaltet, so dass diese ausreichend langlebig ausgebildet sind. Die
Flächen der äußeren Schalt- und Kontaktflächen hingegen werden hochleitfähig ausgebildet,
da diese lediglich den Nennstrom leiten müssen. Besonders geeignete Materialien für
die äußeren Schalt- und Kontaktflächen sind Kupfer-Silber-Legierungen, für die inneren
Schalt- und Kontaktflächen sind dies Kupfer-Chrom-Legierungen.
[0010] Eine Weiterbildung der Erfindung besteht darin, elektrisch leitende und die innere
Schalt- und Kontaktfläche abstützende Stützköpfe spiralartig anzuordnen. Diese Ausführung
ermöglicht die Ausbildung eines axialen Magnetfeldes, bei dem auch größere Lichtbogen
als diffuse Lichtbögen ausgestaltet werden können.
- Fig. 1
- schematisch in perspektivischer Darstellung eine Außenansicht des erfindungsgemäßen
Vakuumschalters,
- Fig. 2
- den Vakuumschalter gemäß Fig. 1 nach Aufbringen einer äußeren, umhüllenden Gießharzschicht
zur Ausbildung eines Gießharzgehäuses,
- Fig. 3
- einen Längsschnitt durch die Vakuumschaltkammer des Vakuumschalters,
- Fig. 4
- eine Aufsicht auf eine leitende Verbindung,
- Fig.5
- in schematischer Darstellung einen Schnitt längs der Achse A-A von Fig. 4,
- Fig. 6
- eine perspektivische Ansicht der leitenden Verbindung in Ansicht von unten,
- Fig. 7
- eine schematische Ansicht der leitenden Verbindung in Aufsicht von oben,
- Fig. 8
- eine Aufsicht eines Verbindungselementes
- Fig. 9
- einen Schnitt durch das Verbindungselement längs der Linie B-B von Fig. 8,
- Fig. 10
- das Verbindungselement gemäß Fig. 8 und 9 in perspektivischer Ansicht von oben,
- Fig. 11
- in perspektivischer Darstellung ein Schaltkontaktstück eines Festkontaktes und/oder
eines Kontaktstößels,
- Fig. 12
- das Schaltkontaktstück gemäß Fig. 11 mit Durchsicht durch die innere Schalt- und Kontaktfläche,
- Fig. 13
- in schematischer Darstellung ein Schnitt durch das Schaltkontaktstück nach Fig. 11
und 12 bei eingefahrener, innerer Schalt- und Kontaktfläche und in Fig. 14 in schematischer
Darstellung das Schaltkontaktstück nach Fig. 13 mit ausgefahrener innerer Schalt-
und Kontaktfläche.
[0011] Die zeigt in perspektivischer Darstellung die Vakuumschaltkammer 1 eines Vakuumschalters.
Diese besteht aus einem oberen gasdichten Keramikzylinder 2 und einem unteren gasdichten
Keramikzylinder 3. Der obere Keramikzylinder 2 ist mit einer Anschlussabdeckung 4
verschlossen. Zwischen oberem Keramikzylinder 2 und unterem Keramikzylinder 3 ist
ein Kontaktring 5 ausgebildet. Der Kontaktring 5 weist Abgangskontakte 6 auf, über
welche ein Ring 7 eines Leiters 8 mit einem Lastleiter 9 in elektrisch leitender Verbindung
steht. Mithilfe eines Faltenbalges 10 aus Metall ist eine Antriebs- oder Schaltstange
11 vakuumdicht in den Innenraum der Vakuumschaltkammer 1 eingeführt. In der Vakuumschaltkammer
1 bildet der Innenraum somit eine Vakuumkammer 12 aus, in der ein Hochvakuum von 10
-7 bis 10
-9 Torr oder 10
-7 bis 10
-9 mbar ausgebildet ist. Außenseitig ist die fertig montierte Vakuumschaltkammer 1 des
Vakuumschalters mit einem Gießharzmantel 13 oder einem Gießharzgehäuse umgeben, wie
dies aus Fig. 2 ersichtlich ist.
[0012] In der Fig. 3 ist in schematischer Schnittansicht die Vakuumkammer 12 der Vakuumschaltkammer
1 bei geschlossener Stellung von Schaltkontaktstücken 14a, 14b, also einer stromleitenden
Verbindung von einem nicht näher dargestellten Erzeugungsleitungsleiter 15 durch einen
Festkontakt 16 und einen beweglichen Kontaktstößel 17 sowie den Leiter 8 und den Abgangskontakt
6 durch die Vakuumkammer 12 hindurch zum Lastleiter 9. In dieser Stellung ist eine
Trennstrecke nicht ausgebildet. Durch Bewegung des beweglichen Kontaktstößels 17 mittels
der über einen keramischen Isolator 18 angekoppelten Antriebs- oder Schaltstange 11
in Richtung des Pfeiles 19 lassen sich die Schaltkontaktstücke 14a, 14b soweit auseinander
bewegen, dass zwischen ihnen ein Abstand ausgebildet wird, der dann eine Trennstrecke
ausbildet.
[0013] Bei dem dargestellten Vakuumschalter handelt es sich um einen Vakuumschalter für
Mittel- und Hochspannung. Hierbei ist innerhalb der Vakuumschaltkammer 1 eine bewegliche
Schalteinheit ausgebildet, die das untere Schaltkontaktstück 14b, den daran fest angeordneten
Kontaktstößel 17, den daran fest angeordneten Isolator 18 sowie die Antriebs- oder
Schaltstange 11 umfasst. An dieser beweglichen Schalteinheit ist in Höhe der Abgangskontakte
6 bzw. des Kontaktringes 5 oder Stromanschlussträgers an dem Kontaktstößel 17 eine
flexible, elektrisch leitende Verbindung 20 mit einem Leiter 8 oder zur Ausbildung
eines Leiters 8 angeordnet. Über diese leitfähige Verbindung 20 wird der elektrische
Stromfluss zum Lastleiter 9 hergestellt, so dass hierüber eine stromleitende Verbindung
zu mindestens einem der Abgangskontakte 6 besteht.
[0014] Der Leiter 8 umfasst einen Ring 7, der an der Innenseite des Kontaktrings 5 ortsfest
angeordnet ist. Weiterhin umfasst der Leiter 8 einen Stößelring 21, der mit seiner
Innenfläche, vorzugsweise ortsfest, am Außenumfang des Kontaktstößels 17 angeordnet
ist. Der Stößelring 21 und der Ring 7 sind über eine Vielzahl von Verbindungselementen
22 miteinander verbunden.
[0015] Ein einzelnes Verbindungselement 22 ist in Figur 8 in Aufsicht dargestellt. Es besteht
aus einem äußeren Ring 23 und einem inneren Ring 24 sowie vier den äußeren Ring 23
und den inneren Ring 24 miteinander verbindenden Stützelementen 25, wobei der äußere
Ring 23, der innere Ring 24 und die Stützelemente 25 aus einem elektrisch leitenden,
folienartigen oder plättchenartigen Material bestehen. Wie aus den Figuren 9 und 10
ersichtlich ist, bilden die Stützelemente 25 vom äußeren Ring 23 zum inneren Ring
24 hin ansteigende Abdeckelemente 26 aus, so dass diese den Innenraum des äußeren
Rings 23 von einer Seite zur diametral gegenüberliegenden Seite bogenartig unter Einbindung
des inneren Ringes 24 überspannen.
[0016] Wie aus der Aufsicht in Fig. 4 ersichtlich ist, die in Aufsicht von oben einen Blick
in Richtung der Längsachse 26 des Kontaktstößels 17 darstellt, sind eingespannt zwischen
dem Stößelring 21 und dem Ring 7 eine Vielzahl von Verbindungselementen 22, 22', 22",
22"' übereinander in Richtung der Achse 26 angeordnet. Dabei sind die jeweils übereinander
liegenden Verbindungselement 22, 22', 22", 22"' jeweils in Drehrichtung um die Achse
26 herum um 10-15 Grad gegeneinander versetzt angeordnet, so dass alle diese Verbindungselemente
22 insgesamt mit ihren jeweiligen Abdeckelementen 26, 26' oder Stützelementen 25,
25' insgesamt die zwischen dem Ring 7 und dem Stößelring 21 gebildete Kreisringfläche
flächendeckend überdecken. Damit ist aber auch insgesamt die freie innere kreisringförmige
Querschnittsfläche der Vakuumkammer 12 bzw. der Vakuumschaltkammer 1 durch die Abdeckelemente
26 der Verbindungselemente 22 flächendeckend überdeckt. Aufgrund der jeweils um 10-15
Grad versetzten schichtweisen Übereinanderlagerung der Abdeckelemente, überdecken
diese sich jeweils mit einer Teilfläche ihrer Stützelemente 25. Die Verbindungselemente
22 bilden somit den flexiblen Teil der leitfähigen Verbindung 20 und zusammen mit
dem Ring 7 und dem Stößelring 21 insgesamt den Leiter 8 aus. Wie aus Fig. 5 ersichtlich
ist, sind die Verbindungselemente 22 mit ihrem äußeren Ring 23 jeweils ortsfest im
Ring 7 und mit ihrem inneren Ring 24 ortsfest im Stößelring 21 angeordnet, wobei zwischen
den jeweils übereinander angeordneten einzelnen Verbindungselementen 22 ein Abstand
in längsaxialer Richtung vorhanden ist, so dass durch die Verbindungselemente 22 mit
ihren Abdeckelementen 26 und Stützelementen 25 hindurch eine Luft- oder Gasraumverbindung
durchgängig besteht, andererseits aber in Aufsicht gemäß Fig. 4 eine blickdichte Abdeckung
durch diese Verbindungselemente 22 geschaffen ist. In der Montagestellung ergibt sich
bereits die der geschlossenen Stellung der Schaltkontaktstücke 14a, 14b entsprechende
und in Fig. 3 dargestellte Positionierung der Verbindungselemente 22 mit der aus Fig.
6 ersichtlichen konkav ausgebildeten Unterseite und der aus Fig. 7 ersichtlichen konvex
ausgebildeten Oberseite. Die Abdeckelemente 26 bzw. die Stützelemente 25 sind derart
flexibel ausgebildet, dass sie die Bewegung des Kontaktstößels 17 bei den einzelnen
Schaltvorgängen von der geschlossenen Schaltposition zur geöffneten Trennstellenposition
und wieder zurück mitvollziehen.
[0017] Das mit dem Festkontakt 16 fest verbundene obere Schaltkontaktstück 14a und das mit
dem beweglichen Kontaktstößel 17 fest verbundene untere Schaltkontaktstück 14b sind
jeweils identisch ausgebildet, so dass nachstehend die Beschreibung lediglich anhand
des in den Fig. 11-14 dargestellten unteren Schaltkontaktstückes 14b erläutert ist.
Jedes Schalterkontaktstück 14a, 14b weist eine zweigeteilte Kontakt- und Schaltfläche
28 auf, die eine kreisringförmige äußere Schalt- und Kontaktfläche 29 und eine kreisflächenförmige
innere Schalt- und Kontaktfläche 30 umfasst. Die äußere Schalt- und Kontaktfläche
29 ist lagefest auf einem Trägerkörper 31 des jeweiligen Schaltkontaktstückes 14a,
14b angeordnet und die innere Schalt- und Kontaktfläche 30 ist relativ zur äußeren
Schalt- und Kontaktfläche 29 beweglich auf Stützköpfen 32 angeordnet. Außerdem greift
innenseitig an der inneren Schalt- und Kontaktfläche 30 ein in Richtung der Achse
27 des beweglichen Kontaktstößels 17 mithilfe der Kraft von Federn 33 beweglicher
innerer Stempel oder innerer Stößel 34 an. In dem Grundkörper oder Trägerkörper 31
sind auf einer Basisfläche 36 Federn 33 mit ihrem einen Ende angeordnet, wobei sie
mit ihrem anderen Ende an einem Anschlagsring 35 des inneren Stößels 34 anliegen.
In der in Fig. 13 dargestellten eingefahrenen Position der inneren Schalt- und Kontaktfläche
30 liegen die Schalt- und Kontaktflächen 29, 30 von oberem Schaltkontaktstück 14a
und unterem Schaltkontaktstück 14b flächig aufeinander, so dass sich eine ebene Kontakt-
und Schaltfläche 28 ausbildet. In dieser Position sind die Federn 33 über den Anschlagsring
35 in ihre gestauchte Position gebracht. Sobald der bewegliche Kontaktstößel 17 in
die Position zur Ausbildung einer Trennstrecke gefahren wird, entfernen sich die äußeren
Schalt- und Kontaktflächen 29 von oberem und unterem Schaltkontaktstück 14a, 14b voneinander.
Die inneren Schalt- und Kontaktflächen 30 von oberem und unterem Schaltkontaktstück
14a, 14b bleiben aber zunächst noch in flächiger Aneinanderlage, solange die Triebkraft
der sich nun entspannenden Federn 33 ausreicht, um den Stößel 34 bis in die in Figur
14 dargestellte ausgefahrene Position der inneren Schalt- und Kontaktfläche 30 zu
bewegen. Wenn sich nun der Kontaktstößel 17 weiter vom Festkontakt 16 entfernt, entfernen
sich auch die inneren Schalt- und Kontaktflächen 30 von unterem und oberem Schaltkontaktstück
14a, 14b voneinander, so dass nun die Trennstrecke ausgebildet wird. Im umgekehrten
Fall, wenn sich der Kontaktstößel 17 auf den Festkontakt 16 zubewegt, gelangen zunächst
die inneren Schalt- und Kontaktflächen 30 in flächige Aneinanderlage, werden die inneren
Schalt- und Kontaktflächen 30 gegen die Kraft der Federn 33 relativ zu den äußeren
Schalt- und Kontaktflächen 29 bewegt, bis die in Figur 13 dargestellte, eingefahrene
Position der inneren Schalt- und Kontaktflächen und damit die in Figur 3 dargestellte
Kontaktstellung der Schaltkontaktstücke 14a, 14b erreicht ist.
[0018] Die äußeren Schalt- und Kontaktflächen 29 sind aus einem kreisringförmigen Material,
das hochleitfähig ist, ausgebildet. Dieses Material ist geeignet, den vom Vakuumschalter
jeweils zu leitenden Nennstrom mit sehr geringem Widerstand zu übertragen. Die inneren
Schalt- und Kontaktflächen 30 hingegen bestehen aus einem scheibenförmigen Material,
das hochfest sowie besonders abrieb- und abbrandfest ist, um damit auch kurzfristig
auftretende Lichtbogenströme aushalten und löschen zu können. Die darunter angeordneten
Federn 33 bestehen aus kurzschlusstragfähigem Material, wie beispielsweise einer Kupfer-Wolfram-Legierung.
Das Material der äußeren Schalt- und Kontaktflächen 29 ist insbesondere sauerstofffrei
und besteht beispielsweise aus einer Kupfer-Silber-Legierung. Das Material der inneren
Schalt- und Kontaktfläche 30 besteht beispielsweise aus einer Kupfer-Chrom-Legierung.
[0019] Beim Trennen, d.h. Auseinanderfahren von Festkontakt 16 und Kontaktstößel 17 durch
einen an der Antriebs- oder Schaltstange 11 angreifenden Antriebsmechanismus bewegen
sich zunächst die äußeren Schalt- und Kontaktflächen 29 voneinander fort, während
die inneren Schalt- und Kontaktflächen 30 aufgrund des von den Federn 33 auf den inneren
Stößel 34 ausgeübten Druckes aus der zunächst einheitlichen Kontakt- und Schaltfläche
28 ausfahren und während dessen den entstehenden Kurzschlussstrom tragen. Dabei ist
das Ausfahren der inneren Schalt- und Kontaktflächen 30 so abgestimmt, dass sie so
lange aneinanderliegend verbleiben, bis zwischen den äußeren Schalt- und Kontaktflächen
29 ein solcher Abstand ausgebildet ist, dass ein Überspringen des entstehenden/auftretenden
Lichtbogens auf den Kreisring der äußeren Schalt- und Kontaktflächen 29 verhindert
ist. Bei weiterem Auseinanderfahren von Festkontakt 16 und Kontaktstößel 17 trennen
sich dann auch die inneren Schalt- und Kontaktflächen 30, so dass der entstehende
Lichtbogen dann nur zwischen diesen Flächen gehalten und nach Erreichen eines ausreichenden
Abstandes gelöscht wird.
[0020] Weiterhin liegen die inneren Schalt- und Kontaktflächen 30 auf Stützköpfen 32 auf,
die Bestandteil einer spiralförmigen Anordnung von Kontakten zur Abstützung der inneren
Schalt- und Kontaktfläche 30 sind. Hierdurch ist es möglich, ein axiales Magnetfeld
zu erzeugen, mit welchem auch größere und stärkere Lichtbögen als diffuse Lichtbogen
ausgestaltet werden können. Dabei besteht der innere Stößel 34 aus einer Konfiguration
stegartiger Segmente 37 an denen die Stützköpfe 32 spiralartig zueinander ausgerichtet
angeordnet sind, wobei die Stützköpfe 32 elektrisch leitend ausgebildet und angeschlossen
sind.
[0021] Die Darstellungen der Figuren 12, 13 und 14 sind hinsichtlich der Funktion der Federn
33 und der Stützköpfe 32 sowie deren Anordnung und Ausbildung als Spiralkontakte,
d.h. als spiralförmig angeordnete Kontakte, lediglich schematisch und entsprechend
vereinfacht.
[0022] Bei dem Isolator 18 handelt es sich um einen solchen aus keramischem Material. Die
Umhüllung der Vakuumschaltkammer 1 besteht vorzugsweise aus einem Gießharzmantel oder
Gießharzgehäuse aus einem Silikonmaterial oder Silikongießharz.
[0023] Insgesamt wird durch die Kombination der verschiedensten Maßnahmen die Standzeit
und der Lebenszyklus einer Vakuumschaltkammer vergrößert, das Isolationsverhalten
der Vakuumkammer 12 bzw. der Vakuumschaltkammer 1 insgesamt verbessert und damit eine
kompakte Bauform der Vakuumschaltkammer 1 und damit eines Vakuumschalters insgesamt
erzielt, wobei der Vollständigkeit halber nochmals aufgeführt sei, dass der obere
Keramikzylinder 2 und der untere Keramikzylinder 3 aus einem gasdichten Keramikmaterial
bestehen, da anderenfalls ein Vakuum in der Vakuumkammer 12 nicht aufrecht zu halten
wäre.
[0024] Auch wenn dies aufgrund der hervorragenden Isolationseigenschaften bei dem erfindungsgemäßen
Vakuumschalter nicht notwendig ist, kann dieser gewünschtenfalls dennoch in einem
mit Isoliergas gefüllten Gehäuse einer Schaltanlage angeordnet sein.
1. Vakuumschalter, insbesondere Vakuumleistungsschalter, für Mittel- und Hochspannung
mit einer innerhalb einer Vakuumschaltkammer (1) angeordneten beweglichen Schalteinheit,
die miteinander beweglich einen Kontaktstößel (17), einen Isolator (18) und eine in
die Vakuumschaltkammer (1) durch einen Faltenbalg (10) aus Metall eingeführte Antriebs-
oder Schaltstange (11) umfasst, und einem in das Gehäuse der Vakuumschaltkammer (1)
eingefügten Festkontakt (16), wobei das obere Ende des Isolators (18) mit dem Kontaktstößel
(17) und das untere Ende des Isolators (18) mit der Antriebs- oder Schaltstange (11)
fest verbunden ist, und wobei der Kontaktstößel (17) eine flexible, elektrisch leitende
Verbindung (20) mit einem Leiter (8) aufweist, der in stromleitender Verbindung mit
mindestens einem seitlich angeordneten Abgangskontakt (6) steht,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Festkontakt (16) und der Kontaktstößel (17) jeweils ein Schaltkontaktstück (14a,
14b) aufweisen, das eine äußere Schalt- und Kontaktfläche (29) und eine relativ dazu
bewegliche innere Schalt- und Kontaktfläche (30) aufweist.
2. Vakuumschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die innere Schalt- und Kontaktfläche (30) von der Kraft mindestens einer Feder (33)
getrieben in eine zur äußeren Schalt- und Kontaktfläche (29) erhöhte Ausfahrposition
bewegbar ist.
3. Vakuumschalter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die innere Schalt- und Kontaktfläche (30) gegen die Kraft mindestens einer Feder
(33) getrieben aus der Ausfahrposition in eine Position gleicher Höhe zur äußeren
Schalt- oder Kontaktfläche (29) bewegbar ist.
4. Vakuumschalter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausfahrposition derart bemessen ist, dass bei Erreichen der Ausfahrposition und
aneinanderliegenden inneren Schalt- und Kontaktflächen (30), die äußeren Schalt- und
Kontaktflächen (29) derart beabstandet sind, dass ein Überspringen eines auftretenden
Lichtbogens auf die äußeren Schalt- und Kontaktflächen (29) unterbeleibt.
5. Vakuumschalter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die innere Schalt- und Kontaktfläche (30) auf elektrische leitenden und spiralartig
zueinander angeordneten Stützköpfen (32), vorzugsweise des inneren Stößels (34), angeordnet
ist.
6. Vakuumschalter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Feder (33) einenends an einem Anschlags- oder Stützring (35)
des inneren Stößels (34) und anderenends an einer in einem Trägerkörper (31) des oberen
oder unteren Schaltkontaktstücks (14a, 14b) ausgebildeten Basisfläche (36) angreift.
7. Vakuumschalter nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die äußere Schalt- und Kontaktfläche (29) aus einer Schicht hochleitfähigen Materials,
insbesondere einer Kupfer-Silber-Legierung, und die innere Schalt- und Kontaktfläche
(30) aus einer Schicht hochfesten sowie abbrand- und abriebfesten Materials, insbesondere
einer Kupfer-Chrom-Legierung, besteht.
1. Vacuum switch, in particular a vacuum circuit breaker, for medium and high voltages,
comprising a movable switch unit arranged inside a vacuum switching chamber (1), which
switch unit comprises components which move with one another including a contact tappet
(17), an insulator (18) and a driving or switching rod (11) which is introduced into
the vacuum switching chamber (1) by means of metal bellows (10), and comprising a
stationary contact (16) which is inserted into the housing of the vacuum switching
chamber (1), the upper end of the insulator (18) being rigidly connected to the contact
tappet (17) and the lower end of the insulator (18) being rigidly connected to the
driving or switching rod (11), and the contact tappet (17) having a flexible electrically
conductive connection (20) to a conductor (8), which has an electrically conductive
connection to at least one laterally arranged output contact (6),
characterised in that
the stationary contact (16) and the contact tappet (17) respectively comprise a switching
contact part (14a, 14b) comprising an outer switching and contact surface (29) and
an inner switching and contact surface (30) which can be moved in relation to the
outer surface.
2. Vacuum switch according to claim 1, characterised in that the inner switching and contact surface (30) is movable by the force of at least
one spring (33) so as to be driven into an extension position which is elevated relative
to the outer switching and contact surface (29).
3. Vacuum switch according to either claim 1 or claim 2, characterised in that the inner switching and contact surface (30) is movable against the force of at least
one spring (33) so as to be driven from the extension position into a position on
a level with the outer switching or contact surface (29).
4. Vacuum switch according to any one of the preceding claims, characterised in that the extension position is calculated in such a manner that, when the extension position
is reached and the inner switching and contact surfaces (30) are adjacent to one another,
the outer switching and contact surfaces (29) are spaced in such a manner that any
electric arc that occurs does not flash over onto the outer switching and contact
surfaces (29).
5. Vacuum switch according to any one of the preceding claims, characterised in that the inner switching and contact surface (30) is arranged on electrically conductive
support heads (32), preferably of the inner tappet (34), which are arranged in the
manner of a mutual spiral.
6. Vacuum switch according to any one of the preceding claims, characterised in that the at least one spring (33) acts, at one end, on a stop ring or support ring (35)
of the inner tappet (34) and, at the other end, on a base (36) formed in a supporting
member (31) of the upper or lower switching contact part (14a, 14b).
7. Vacuum switch according to any one of the preceding claims, characterised in that the outer switching and contact surface (29) consists of a layer of highly conductive
material, in particular a copper-silver alloy, and the inner switching and contact
surface (30) consists of a layer of high-strength, erosion- and abrasion-resistant
material, in particular a copper-chromium alloy.
1. Interrupteur à vide, en particulier disjoncteur à vide, pour moyenne et haute tension,
comportant une unité de commutation mobile disposée à l'intérieur d'une chambre de
commutation à vide (1), ladite unité de commutation mobile comprenant, disposés de
façon mobile les uns par rapport aux autres, un poussoir de contact (17), un isolateur
(18) et une tige d'entraînement ou de commutation (11) introduite dans la chambre
de commutation à vide (1) au moyen d'un soufflet métallique (10), ainsi qu'un contact
fixe (16) inséré dans le boîtier de la chambre de commutation à vide (1), où l'extrémité
supérieure de l'isolateur (18) est fixement raccordée au poussoir de contact (17)
et l'extrémité inférieure de l'isolateur (18) est fixement raccordée à la tige d'entraînement
ou de commutation (11), et où le poussoir de contact (17) présente une connexion flexible
électriquement conductrice (20) avec un conducteur (8) se trouvant en connexion conductrice
de courant avec au moins un contact de sortie (6) disposé latéralement,
caractérisé en ce que
le contact fixe (16) et le poussoir de contact (17) sont pourvus chacun d'un élément
de contact de commutation (14a, 14b) présentant une surface de commutation et de contact
extérieure (29) et une surface de commutation et de contact intérieure (30) mobile
par rapport à la surface extérieure.
2. Interrupteur à vide selon la revendication 1, caractérisé en ce que la surface de commutation et de contact intérieure (30) entraînée par la force d'au
moins un ressort (33) est déplaçable vers une position de sortie surélevée par rapport
à la surface de commutation et de contact extérieure (29).
3. Interrupteur à vide selon la revendication 1 ou la revendication 2, caractérisé en ce que la surface de commutation et de contact intérieure (30) entraînée contre la force
d'au moins un ressort (33) est déplaçable de la position de sortie vers une position
de même hauteur que la surface de commutation et de contact extérieure (29).
4. Interrupteur à vide selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la position de sortie est calculée pour qu'une fois atteinte la position de sortie,
les surfaces de commutation et de contact intérieures (30) étant accolées, les surfaces
de commutation et de contact extérieures (29) soient espacées de manière à éviter
un saut d'un arc électrique apparu vers les surfaces de commutation et de contact
extérieures (29).
5. Interrupteur à vide selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la surface de commutation et de contact intérieure (30) est disposée sur des têtes
d'appui (32), de préférence du poussoir intérieur (34), électriquement conductrices
et disposées en spirale les unes par rapport aux autres.
6. Interrupteur à vide selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que le ou les ressorts (33) ont prise par une extrémité sur la bague de butée ou d'appui
(35) du poussoir intérieur (34), et par l'autre extrémité sur une surface de base
(36) formée dans un corps de support (31) de l'élément de contact de commutation supérieur
ou inférieur (14a, 14b).
7. Interrupteur à vide selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la surface de commutation et de contact extérieure (29) est constituée d'une couche
de matériau hautement conducteur, en particulier d'un alliage cuivre-argent, et la
surface de commutation et de contact intérieure (30) d'une couche de matériau hautement
résistant, réfractaire et résistant à l'usure, en particulier d'un alliage cuivre-chrome.