| (19) |
 |
|
(11) |
EP 2 059 991 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
|
16.12.2009 Patentblatt 2009/51 |
| (22) |
Anmeldetag: 17.07.2007 |
|
| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
|
| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
|
PCT/EP2007/006311 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
|
WO 2008/028536 (13.03.2008 Gazette 2008/11) |
|
| (54) |
SPULENTRÄGERVORRICHTUNG
COIL FORMER APPARATUS
DISPOSITIF PORTE-BOBINE
|
| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
|
AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO
SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
06.09.2006 DE 102006041715
|
| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
|
20.05.2009 Patentblatt 2009/21 |
| (73) |
Patentinhaber: WILO SE |
|
44263 Dortmund (DE) |
|
| (72) |
Erfinder: |
|
- MATERNE, Thomas
59348 Lüdinghausen (DE)
- STRELOW, Günter
44801 Bochume (DE)
- DREIHAUS, Uwe
59067 Hamm (DE)
- HOHEISEL, Stephan
44287 Dortmund (DE)
|
| (74) |
Vertreter: COHAUSZ DAWIDOWICZ
HANNIG & SOZIEN |
|
Patent- und Rechtsanwaltskanzlei
Schumannstrasse 97-99 40237 Düsseldorf 40237 Düsseldorf (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
DE-A1- 2 843 006
|
US-A- 6 081 059
|
|
| |
|
|
|
|
| |
|
| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft eine Spulenträgenrorrichtung für eine elektrische Maschine
insbesondere für einen Elektromotor mit Spulenträgern aus Kunststoff, auf denen Spulen
des Stators wickelbar sind. Eine solche Spulen trägervorrichtung ist aus der
US 6081059, bekannt.
[0002] Es sind verschiedene Verfahren zum Bewickeln von Spulenträgern und deren Montage
in Elektromotoren bekannt. Hierbei werden Einzelspulen auf einzelnen Polschenkeln
angeordnet. Dies ist arbeits- und kostenaufwendig und erschwert eine Großserienfertigung.
[0003] Aufgabe der Erfindung ist es, Fertigung und Montage von elektrischen Maschinen zu
vereinfachen und eine Serienanfertigung zu erleichtern.
[0004] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass die Spulenträger über Scharniere
insbesondere Filmscharniere am äußeren Rand eines mittigen Kunststoff-Trägerelements
angelenkt insbesondere angeformt sind.
[0005] Hierdurch sind die Spulenträger für ein Bewickeln besonders gut für Bewicklungs-
und Montagemaschinen zugänglich und die Spulenträger sind von vornherein miteinander
verbunden. Wahlweise können die Spulenträger einzeln oder paarweise bewickelt werden,
wobei die Spulenträger stets sichere definierte Stellungen einnehmen. Auch kann das
mittige Trägerelement neben seiner Haltefunktion zusätzlich Aufgaben insbesondere
auf elektrischen/elektronischen Gebieten übernehmen. Die Anzahl der Teile ist wesentlich
verringert und die Herstellungssicherheit und die Fertigungsgenauigkeit erhöht. Es
ist nur ein Trägerelement erforderlich und es wird eine einzige, leicht prüfbare Einheit
geschaffen.
[0006] Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen aufgeführt.
[0007] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung mit vier Spulenträgern ist in den Zeichnungen
perspektivisch dargestellt und wird im Folgenden näher beschrieben. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Oberansicht der Spulenträgervorrichtung mit Spulenträgern in einer Ebene,
- Fig. 2
- eine Unteransicht der Spulenträgervorrichtung mit Spulenträgern in einer Ebene,
- Fig. 3
- eine Rückansicht der Spulenträgervorrichtung mit einem Paar nach hinten abgebogenen
Spulenträgern mit einem bewickelten Spulenträger,
- Fig. 4
- eine Vorderansicht der Spulenträgervorrichtung mit einem Paar nach hinten abgebogenen
Spulenträgern mit einem bewickelten Spulenträger,
- Fig. 5
- eine Rückansicht der Spulenträgervorrichtung mit einem Paar nach hinten abgebogenen
Spulenträgern mit einem bewickelten Spulenträger mit vier Bewicklungen bzw. Spulen
- Fig. 6
- eine Rückansicht der Spulenträgervorrichtung mit einem zweiten Paar nach hinten abgebogenen
Spulenträgern mit einem bewickelten Spulenträger nach einer 180 Grad Drehung der Spule
mit vier Bewicklungen bzw. Spulen
- Fig. 7
- eine Vorderansicht der Spulenträgervorrichtung mit allen Spulenträgern in Arbeitsstellung
mit vier Bewicklungen bzw. Spulen
- Fig. 8
- eine Rückansicht der Spulenträgervorrichtung mit allen Spulenträgern in Arbeitsstellung
mit vier Bewicklungen bzw. Spulen
- Fig. 9
- eine Rückansicht der Spulenträgervorrichtung nach Fig. 8 mit Rückschlussring,
- Fig. 10
- eine Vorderansicht der Spulenträgervorrichtung nach Fig. 8 mit Rückschlussring.
- Fig.11
- eine Vorderansicht einer Spulenträgervorrichtung mit sechs Spulenträgern in noch nicht
abgewinkelter Stellung,
- Fig. 12
- eine Rückansicht einer Spulenträgervorrichtung mit sechs Spulenträgern in noch nicht
abgewinkelter Stellung,
- Fig. 13
- eine Spulenträgervorrichtung mit nach außen geklappten Spulenträgern, von denen zwei
bewickelt sind,
- Fig. 14
- eine Spulenträgervorrichtung mit nach außen geklappten Spulenträgern, die alle bewickelt
sind, und
- Fig. 15
- eine Spulenträgervorrichtung mit nach innen geklappten bewickelten Spulenträgern.
[0008] An einem flächigen Trägerelement 1 einer Spulenträgervorrichtung 2 aus Kunststoff
sind Spulenträger 3 aus Kunststoff einstückig angeformt, auf der die einzelnen Spulen
13 eines Stators großseriengerecht bewickelt werden. Der Spulenträger 3 mit seinem
hohlen Kunststoffkern 8, auf den der Draht der Spule gewickelt wird, ist länglich
ausgeführt, d. h. er besitzt eine größere Länge L als Breite B, wobei seine Längsachse
9 radial zum Trägerelement 1 angeordnet ist. Die einzelnen Spulenträger 3 verteilen
sich symmetrisch sternförmig um das mittige Kunststoffträgeretement 1 und sind über
Scharniere insbesondere Filmscharniere 4 mit diesem verbunden. Auf dem Trägerelement
1, auf das vorzugsweise über MID-Technologie (Model Interconnect Devices) Leiterbahnen
aufgebracht sind, wird die elektrische Verschaltung der einzelnen Spulen zueinander
hergestellt. Weiterhin dient diese MID Struktur als Träger und Verschaltungsinstrument
für alle bzw. Teile der notwendigen elektrischen/elektronischen Bauteile. Zum Anschluss
an elektrische Versorgungs- und/oder Regelungsleitungen sind an geeigneten Stellen
am Trägerelement 1 elektrische Anschlüsse 5 befestigt. Damit wird das Trägerelement
wie eine Leiterplatte verwendet.
[0009] Die Spulenträgervorrichtung 2 besitzt am Trägerelement 1 in der Ebene sternförmig
verteilte vier oder mehr Spulenträger 3 als Isolationskörper, auf denen die einzelnen
Spulen aufgewickelt werden. Da jeder Spulenträger 3 mit seinem Kunststoffkern 8, auf
dem die Wicklungen liegen, eine längliche Form aufweist und seine Längsachse 9 radial
zur Mitte der Vorrichtung und des Trägerelements 1 angeordnet ist, ist auch die Ausnehmung
11 von länglicher Form und im noch nicht abgebogenen Zustand radial angeordnet. Der
Spulenträger 9 bildet eine Außenplatte 10 mit einer mittigen Öffnung 12 in ihr und
im Kern 8. Die Außenplatte 10 liegt in der Ebene des Trägerelements 1 und ist über
das Filmscharnier mit dem Trägerelement 1 verbunden.
[0010] Abhängig vom Wickelverfahren der zu bewickelnden Spulenträger 3 in der Ebene des
Trägerelements 1 (Flyer, Nadelwickler) wird die Vorrichtung 2 um einen bestimmten
Winkel im Werkzeug gedreht (Linearwickler). Aus Gründen der Unwucht, ist es von Vorteil,
die einander gegenüberliegenden Spulenträger 3 symmetrisch umzubiegen. Nach dem Bewickeln
eines Spulenträgers 3 wird der Draht in dafür vorgesehene Führungsbahnen direkt zum
gegenüberliegenden Spulenträger 3 weitergeleitet. Der Anfang und das Ende der Spulen
werden mit der MID Struktur leitend verbunden. Zum Kontaktieren der Wicklungsenden
mit der MID Struktur bieten sich alle bekannten Kontaktarten wie Schneid-Klemm-Technik,
Löten, Schweißen, etc. an. Nach dem Bewickeln aller Spulenträger 3 werden diese in
ihre endgültige Position gekippt bzw. umgebogen und mit dem metallischen Rückschlussring
verbunden.
[0011] Die zu bewickelnde Spulenträgervorrichtung 2 wird in ihrer Symmetrieachse mit einer
drehbaren Vorrichtung des Wickelwerkzeuges befestigt. Am Rand des Spulenträgers 3
am Übergang zur zentralen MID Struktur wird der zu bewickelnde Spulenträger 3, bzw.
aus Symmetriegründen bei hohen Wickelgeschwindigkeiten die gegenüberliegenden bzw.
alle Spulenträger, über ein Filmscharnier 4 um einen definierten Winkel in eine geeignete
Wickellage mittels des Wickelwerkzeuges gedreht und festgehalten.
In dieser Lage wird der Spulenträger 3 fixiert und mittels eines Flyers, Nadelwicklers
bzw. eines Linearwicklers bewickelt. Nach Fertigstellung einer Spule wird die Vorrichtung
2 im Werkzeug derart um ihre Symmetrieachse gedreht, dass der Draht über vorgesehene
Drahtführungen zum vorzugsweise gegenüberliegenden Spulenträger 3 hingeleitet wird,
um diesen zu bewickeln. Somit ist keine separate Kontaktbrücke zwischen den kurzgeschlossenen
Wicklungen erforderlich.
[0012] Am Anfang und Ende der Spulen sind Kontaktstellen an der MID Struktur des Trägerelements
1 vorgesehen. Diese dienen zur Kontaktierung zwischen Wicklungsenden und MID Leiterbahn.
Die notwendige Kontaktierung wird vorzugsweise schon während des Wickelprozesses realisiert.
Somit wird zum Abschluss eine bewickelte Spulenträgervorrichtung 2 mit Elektronik
erhalten, die abschließend elektrisch bzw. elektronisch getestet wird. Nach dem Bewickeln
aller Spulenträger 3 werden die einzelnen Polschuhe 6 in die Ausnehmungen 11 der Spulenträger
3 geschoben, die Spulenträger in ihre endgültige Lage gedreht und mit dem Rückschlussring
7 komplettiert.
[0013] Im Zentrum zwischen den Spulenträgern 3 befindet sich auf dem Trägerelement 1 eine
MID Struktur, um die für den Betrieb des Motors notwendige Elektrik/Elektronik, oder
Teile dieser funktionsgerecht aufzunehmen. Diese MID Struktur ist je nach Anwendungsfall
für Nieder- bzw. Hochspannungsversorgung der Spulen verschieden ausgeführt.
[0014] Die zentrale Verschaltungsgeometrie des Trägerelements 1 beinhaltet auch den Netzanschluss
des Motors zur Stromversorgung, sowie den elektrischen Anschluss für eine Steuerungs-
bzw. Regelungsleitung. Ggf. werden alle Anschlussleitungen in einer Steckerverbindung
vereinigt, die vorzugsweise am Rand des Trägerelements angeordnet ist.
[0015] Der oben beschriebene Stator mit Elektronik und elektrischem Anschluss wird vorzugsweise
mittels eines Kunststoffs umspritzt. Zum Abschluss steht eine Statorbaugruppe zur
Verfügung, die mit der Rotorbaugruppe, dem Motoreninsbesondere Pumpengehäuse und ggf.
mit weiteren Elektronikmodulen schnell und sicher zu einem Motor insbesondere zu einer
Motorpumpe montiert wird.
[0016] Im Ausführungsbeispiel sind vier Spulenträger 3 punktsymmetrisch um das mittige Trägerelement
1 angeordnet, so dass die Längsachsen 9 der Spulenträger 3 im noch nicht abgebogenen
flachen Zustand der Vorrichtung 2 miteinander Winkel α von 90 Grad bilden. Stattdessen
können aber auch sechs, acht oder mehr Spulenträger 3 am mittigen Trägerelement 1
angeformt und punktsymmetrisch angeordnet sein, wobei die Winkel α zwischen den Spulenträgern
3 bzw. deren Längsachsen 9 wiederum gleich groß sind.
[0017] Ferner können die Scharniere 4 eine Schnappverbindung aufweisen.
[0018] Im Folgenden wird die Funktionsweise einer komplexen automatischen Linearwickelmaschine
für die Großserienfertigung beschrieben. Bei kleineren Stückzahlen können einzelne
Arbeitsschritte manuell ausgeführt werden.
[0019] In einem ersten Arbeitsschritt werden mittels eines Roboters die Spulenträger 3 (Wicklungsträger)
mit Polschuhen 15 bestückt und dem Wickelautomaten derart übergeben, dass die zu bewickelnden
Spulenträger mit ihren Polschuhen 15 nach außen, mit ihrer Längsachse 9 parallel zur
Mittelachse, gerichtet sind. Die Polschuhe 15 besitzen für die Befestigung mit dem
Rückschlussring 17 Kontaktgeometrien 18 z. B. Schwalbenschwänze. Diese sind bei der
zu bewickelnden Spulenträgervorrichtung 1 zum Zentrum des Trägerelements 1 gerichtet
und dienen zur Zentrierung und Befestigung der Spulenträgervorrichtung 1 mit der Wickelmaschine.
[0020] Nach der Bestückung der Wickelmaschine mit einer Spulenträgervorrichtung 1 wird diese
um die Drehachse A in die Wickelposition geschwenkt. An der Spulenträgervorrichtung
1 sind Kontakte angebracht, die zur elektrischen Verbindung der Spulen mit der Elektrik/Elektronik
des Motors dienen. Der Anfang des Wickeldrahtes wird im nächsten Arbeitsschritt mit
dem entsprechenden Kontakt kontaktiert. Dies kann z.B. eine Schweißung, Bondung, Lötung,
Schneid-Klemm-Technik, usw. sein. Anschließend wird die erste Spule gewickelt durch
Bewickeln des Spulenträgers 3, wobei die Spulenträgervorrichtung 1 um die Drehachse
A rotiert.
[0021] Nach Fertigstellung der ersten Spule wird die Spulenträgervorrichtung 1 um ihre eigene
Symmetrieachse B gedreht, bis sich der nächste zu bewickelnde Spulenträger 3 in der
Wickelposition befindet. Dabei legt sich der Wickeldraht vom Ende der ersten Spule
zum Anfang der zweiten Spule, um eine an der Spulenträgervorrichtung 1 bzw. an dem
Spulenträger 3 angeformte Drahtführung 15 und stellt einen elektrischen Kurzschluss
zwischen den beiden Spulen her. Die Bewicklung der zweiten Spule verläuft analog der
ersten. Nach Fertigstellung der zweiten Spule wird das Drahtende analog dem Drahtanfang
an der ersten Spule mit einem dafür vorgesehenen Kontakt leitend verbunden. Die weiteren
Spulenpaare werden anschließend analog dem ersten Spulenpaar hergestellt. Alternativ
können aber auch stets zwei diametral gegenüberliegende Spulenträger gleichzeitig
bewickelt werden.
[0022] Nach Abschluss des Wickelprozesses wird die Spulenträgervorrichtung 1 an eine weitere
Arbeitsstation übergeben. Dabei werden die bewickelten Spulenträger 3 um die am Trägerelement
1 angeformten Scharniere so weit gedreht, bis diese ihre endgültige Einbauposition
erreicht haben und der Rückschlussring 17 aufgeschoben werden kann. Anschließend wird
der komplette Stator elektrisch geprüft und zur weiteren Montage an eine folgende
Arbeitsstation übergeben.
[0023] Das Wickelverfahren mit einem Flyer - Wickelautomat geschieht analog dem Verfahren
als Linearwickler. Jedoch dient die Drehachse A nur zur Bestückung des Wickelautomats
mit Spulenträgern. Im Gegensatz zum Linearwickler dreht sich der Draht um die Spule
und nicht die Spule um den Draht.
1. Spulenträgervorrichtung (2) für eine elektrische Maschine insbesondere für einen Elektromotor
mit Spulenträgern (3) aus Kunststoff, auf denen Spulen des Stators wickelbar sind,
dadurch gekennzeichnet, dass die Spulenträger (3) über Scharniere insbesondere Filmscharniere (4) am äußeren Rand
eines mittigen Kunststoff-Trägerelements (1) angelenkt insbesondere angeformt sind.
2. Spulenträgervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichn et, dass mindestens vier Spulenträger (3) am insbesondere flächigen Trägerelement (1) im noch
nicht abgebogenen Zustand radial und sternförmig insbesondere punktsymmetrisch befestigt
sind.
3. Spulenträgervorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Spulenträger (3) mit ihrem Kunststoff-Spulenträgerkern (8) länglich ausgeführt
sind, wobei die Längsachse (9) der Spulenträger (3) im noch nicht abgebogenen Zustand
radial zum Trägerelement (1) angeordnet ist.
4. Spulenträgervorrichtung nach einem der vorherigen Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Spulenträger (3) aus der Ebene des Trägerelements (1) heraus um das Filmscharnier
(4) zur Vorder- und/oder Rückseite des Trägerelements (1) biegbar sind.
5. Spulenträgervorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Spulenträger (3) in der umgebogenen abgewinkelten Stellung zueinander parallel
und rechtwinklig zum Trägerelement (1) stehen.
6. Spulenträgervorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Bewickeln aller Spulenträger (3) diese alle zu einer Seite des Trägerelements
(1) rechtwinklig derart in die Arbeitsstellung umgebogen sind, dass die Spulen den
Rotor und insbesondere ein Spaltrohr einer Spaltrohr-Motorpumpe außen umgeben.
7. Spulenträgervorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Spulenträger (3) eine rückwärtige Außenplatte (10) aus Kunststoff aufweist,
die über das Filmscharnier (4) mit dem Trägerelement (1) verbunden und an der der
Kunststoffkern (8) des Spulenträgers (3) angeformt ist.
8. Spulenträgervorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass in der nicht abgewinkelten Stellung der Spulenträger (3) die Außenplatten (10) insbesondere
im Wesentlichen in der Ebene des Trägerelements (1) liegen.
9. Spulenträgervorrichtung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass in der Außenplatte (10) und dem Kunststoffkern (8) eine Ausnehmung (11) für den Polschuh
(6) ist.
10. Spulenträgervorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Trägerelement (1) eine mittige Öffnung (12) für die Maschinenwelle ist.
11. Spulenträgervorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Scharnier eine Schnappverbindung aufweist oder von einer Schnappverbindung gebildet
ist.
12. Verfahren zum Bewickeln einer Spulenträgenrorrichtung nach einem der vorherigen Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass nach Herstellung der Spulenträgervorrichtung (2) diese in einen Wickelautomat in
der Weise eingesetzt wird, dass zumindest ein Spulenträger (3) gegenüber dem Trägerelement
(1) um das Scharnier vorzugsweise um 90 Grad umgebogen wird, wobei der zu bewickelnde
Kern (8) des Spulenträgers (3) nach außen ragt, und danach der Spulenträger (3) und
dessen Kern (8) bewickelt wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass vor dem Bewickeln die Polschuhe (15) in die Ausnehmungen (11) der Spulenträger eingesetzt
werden.
14. Verfahren nach Anspruch 12 oder 13, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Bewickeln eines oder zweier einander diametral gegenüberliegender Spulenträger
(3) die Spulenträgervorrichtung (2) um einen Winkel (β) gedreht wird, so dass danach
ein nächster oder zwei nächste diametral gegenüberliegende Spulenträger (3) in der
Bewicklungsstellung liegen, die um 90 Grad nach außen umgebogen worden sind.
15. Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass während des Verdrehens der Spulenträgervorrichtung (2) der Wickeldraht von einer
bewickelten Spule zum nächsten Spulenträger (3) geführt wird.
16. Verfahren nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass der Wickeldraht um eine Drahtführung (15) des Trägerelements (1) gelegt wird.
17. Verfahren nach einem der Ansprüche 12 bis 16 dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Bewickeln eines, zwei oder mehrerer Spulenträger (3) die bewickelten Spulenträger
(3) um 180 Grad nach innen um das jeweilige Scharnier (4) geschwenkt werden.
1. Coil former apparatus (2) for an electrical machine, in particular for an electric
motor having coil formers (3) composed of plastic, on which stator coils can be wound,
characterised in that the coil formers (3) are articulated, in particular integrally formed, via hinges,
in particular integral hinges (4), on the outer edge of a central plastic mounting
element (1).
2. Coil former apparatus according to Claim 1, characterised in that at least four coil formers (3) are fastened, while not yet bent, in a radial and
star-shaped, in particular point-symmetrical configuration to the, in particular planar,
mounting element (1).
3. Coil former apparatus according to Claim 1 or 2, characterised in that the coil formers (3) with their plastic coil former core (8) have an oblong configuration,
the longitudinal axis (9) of the coil formers (3) being disposed radially with respect
to the mounting element (1) when the coil formers (3) have not yet been bent.
4. Coil former apparatus according to any one of the preceding claims, characterised in that the coil formers (3) can be bent out of the plane of the mounting element (1) about
the integral hinges (4) towards the front and/or rear face of the mounting element
(1).
5. Coil former apparatus according to Claim 4, characterised in that the coil formers (3) are disposed parallel to one another and at right angles to
the mounting element (1) when in the bent, angled position.
6. Coil former apparatus according to any one of the preceding claims, characterised in that, after all the coil formers (3) have been wound, they are all bent to the working
position at right angles to one side of the mounting element (1) in such a manner
that the coils surround the rotor, and in particular a can of a canned motor pump,
on the outside.
7. Coil former apparatus according to any one of the preceding claims, characterised in that each coil former (3) has a rear outer plate (10) made of plastic which is connected
to the mounting element (1) via the integral hinge (4) and with which the plastic
core (8) of the coil former (3) is formed integrally.
8. Coil former apparatus according to Claim 7, characterised in that, in the position in which the coil formers (3) are not bent, the outer plates (10)
lie, in particular substantially, in the plane of the mounting element (1).
9. Coil former apparatus according to Claim 7 or 8, characterised in that an opening (11) for the pole piece (6) is arranged in the outer plate (10) and in
the plastic core (8).
10. Coil former apparatus according to any one of the preceding claims, characterised in that a central opening (12) for the machine shaft is arranged in the mounting element
(1).
11. Coil former apparatus according to any one of the preceding claims, characterised in that the hinge has a snap-in connection or is formed by a snap-in connection.
12. Method for winding a coil former apparatus according to any one of the preceding claims,
characterised in that after the coil former apparatus (2) has been produced it is placed in an automatic
winding machine in such a manner that at least one coil former (3) is bent about the
hinge preferably through 90 degrees with respect to the mounting element (1), with
the coil former core (8) to be wound projecting outwards, and the coil former (3)
and its core (8) are then wound.
13. Method according to Claim 12, characterised in that, prior to the winding, the pole pieces (15) are inserted in the openings (11) of
the coil formers.
14. Method according to Claim 12 or 13, characterised in that, after the winding of one or two diametrically opposite coil formers (3), the coil
former apparatus (2) is rotated through an angle (β) such that one next or two next
diametrically opposite coil formers (3), which have been bent outwards through 90
degrees, are then in the winding position.
15. Method according to Claim 14, characterised in that during the rotation of the coil former apparatus (2) the winding wire is guided from
a wound coil to the next coil former (3).
16. Method according to Claim 15, characterised in that the winding wire is placed around a wire guide (15) of the mounting element (1).
17. Method according to any one of Claims 12 to 16, characterised in that, after the winding of one, two or a plurality of coil formers (3), the wound coil
formers (3) are swivelled inwards through 180 degrees about the respective hinge (4).
1. Dispositif porte-bobines (2) pour une machine électrique, en particulier pour un moteur
électrique comprenant des porte-bobines (3) en matière plastique, sur lesquels sont
enroulables des bobines du stator, caractérisé en ce que les porte-bobines (3) sont articulés, en particulier conformés, sur des charnières,
en particulier des charnières pelliculaires (4), au bord extérieur d'un élément support
central (1) en matière plastique.
2. Dispositif porte-bobines suivant la revendication 1, caractérisé en ce qu'au moins quatre porte-bobines (3) sont fixés radialement et en étoile, en particulier
selon une symétrie ponctuelle, sur l'élément support (1), en particulier plan, à l'état
non encore replié.
3. Dispositif porte-bobines suivant l'une des revendications 1 et 2, caractérisé en ce que les porte-bobines (3) sont réalisés de manière allongée avec leur noyau de porte-bobines
(8) en matière plastique, l'axe longitudinal (9) des porte-bobines (3) étant disposé
radialement par rapport à l'élément support (1) à l'état non encore replié .
4. Dispositif porte-bobines suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que les porte-bobines (3) sont pliables hors du plan de l'élément support (1) autour
de la charnière pelliculaire (4) vers côté avant et/ou arrière de l'élément support
(1).
5. Dispositif porte-bobines suivant la revendication 4, caractérisé en ce que les porte-bobines (3) dans la position repliée coudée sont parallèles entre eux et
à angle droit par rapport à l'élément support (1).
6. Dispositif porte-bobines suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, après l'enroulement de tous les porte-bobines (3), ceux-ci sont tous repliés à angle
droit dans la position de travail d'un côté de l'élément support (1), de telle sorte
que les bobines entourent extérieurement le rotor et en particulier une gaine d'une
pompe à moteur à gaine.
7. Dispositif porte-bobines suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que chaque porte-bobines (3) présente une plaque extérieure arrière (10) en matière plastique
qui est reliée par l'intermédiaire de la charnière pelliculaire (4) avec l'élément
support (1) et sur laquelle est conformé le noyau de matière plastique (8) du porte-bobines
(3).
8. Dispositif porte-bobines suivant la revendication 7, caractérisé en ce que, dans la position non coudée des porte-bobines (3), les plaques extérieures (10) se
situent en particulier essentiellement dans le plan de l'élément support (1).
9. Dispositif porte-bobines suivant l'une des revendications 7 et 8, caractérisé en ce qu'un évidement (11) pour l'épanouissement polaire (6) se trouve dans la plaque extérieure
(10) et dans le noyau de matière plastique (8).
10. Dispositif porte-bobines suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce qu'une ouverture centrale (12) pour l'arbre de la machine se trouve dans l'élément support
(1).
11. Dispositif porte-bobines suivant l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la charnière présente une liaison à encliquetage ou est formée par une liaison à
encliquetage.
12. Procédé d'enroulement d'un dispositif porte-bobines suivant l'une des revendications
précédentes, caractérisé en ce que, après la fabrication du dispositif porte-bobines (2), celui-ci est mis en place
dans un automate de bobinage de manière qu'au moins un porte-bobines (3) soit replié
de préférence de 90° autour de là charnière par rapport à l'élément support (1), le
noyau à enrouler (8) du porte-bobines (3) dépassant alors vers l'extérieur, puis la
porte-bobines (3) et son noyau (8) étant enroulés.
13. Procédé suivant la revendication 12, caractérisé en ce que les épanouissements polaires (15) sont mis en place dans les creux (11) des porte-bobines
avant l'enroulement.
14. Procédé suivant l'une des revendications 12 et 13, caractérisé en ce que, après l'enroulement d'un ou de deux porte-bobines (3) diamétralement opposés, le
dispositif porte-bobines (2) est pivoté d'un angle (β), de sorte qu'un porte-bobines
suivant ou deux porte-bobines suivants (3) diamétralement opposés, qui sont repliés
vers l'extérieur de 90°, sont dans la position d'enroulement.
15. Procédé suivant la revendication 14, caractérisé en ce que, pendant la rotation du dispositif porte-bobines (2), le fil de bobinage est guidé
d'une bobine enroulée au porte-bobines (3) suivant.
16. Procédé suivant la revendication 15, caractérisé en ce que le fil de bobinage est placé autour d'un guide-fil (15) de l'élément support (1).
17. Procédé suivant l'une des revendications 12 à 16, caractérisé en ce que, après l'enroulement d'un, de deux ou de plusieurs porte-bobines (3), les porte-bobines
(3) enroulés sont animés d'un mouvement de pivotement de 180° vers l'intérieur autour
de la charnière respective (4).
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information
des Lesers aufgenommen und ist nicht Bestandteil des europäischen Patentdokumentes.
Sie wurde mit größter Sorgfalt zusammengestellt; das EPA übernimmt jedoch keinerlei
Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.
In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente