[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Erzeugen von erstfehlersicheren und fehlerfesten
Steuersignalen mindestens einer Bedienungseinheit und eine entsprechende Sicherheitsvorrichtung
eines elektromotorischen Möbelantriebs.
[0002] Derartige Bedienungseinheiten für elektromotorische Antriebe für Möbel sind in unterschiedlichen
Ausführungen bekannt, wie zum Beispiel in Ausgestaltung als Handbedienung für Betten.
Derartige Möbel weisen bestimmte Möbelteile auf, welche durch einen oder mehrere elektromotorische
Antriebe verstellbar sind. Die Verstellung wird durch Betätigung der Bedienungseinheit
aktiviert und deaktiviert.
[0003] Bei Betten, zum Beispiel mit einem Einsatz im Pflegebereich, Krankenhaus und Intensivbereich,
sind weitaus mehr Bewegungsvorgänge mit unterschiedlichen Antrieben zu steuern als
bei einem Bett im Privatbereich. Weiterhin sind nicht alle Verstellvorgänge der gesamten
Bettverstellung für den darin befindlichen Patienten verfügbar. Dazu ist dem elektromotorischen
Antrieb eines solchen Bettes als Bedienungseinheit, ein so genannter Patientenhandschalter,
zugeordnet, der nur eine für den Patienten bestimmte geringe Anzahl von Betätigungsfunktionen
erlaubt. Ein derartiger Patientenhandschalter ist dazu in erreichbarer Nähe des Patienten
an oder in dem Möbel angeordnet. Eine derartige Bedienungseinheit für den Patienten
wird häufig in Seitengittern des Bettes eingebaut und zum Beispiel als Seitengitterschalter
bezeichnet. Eine weitere Betätigungseinrichtung, die nur für das Pflegepersonal erreichbar
bzw. von diesem betätigbar ist, ist außerhalb der Reichweite des Patienten angeordnet
und wird zum Beispiel als Bedienungseinheit Pfleger benannt.
[0004] Das Pflegepersonal ist mittels der Bedienungseinheit Pfleger in der Lage, bestimmte
Funktionen der Patientenbedienungseinheit für den Patienten freizugeben bzw. zu sperren.
Dies erfolgt mit geeigneten Schaltmitteln, wie zum Beispiel Drehschalter, welche zum
Sperren und Entsperren von Funktionen benutzt werden. Eine Möglichkeit zur Sperrung
von Bewegungen einzelner Antriebskomponenten in einer Kombination, die zur einer Gefährdung
führen können, beschreibt die
DE 196 03 318 A1, wobei die Antriebe mit absoluten Weggebern zur Ermittlung der jeweiligen Antriebsstellung
auch nach einem Spannungsausfall oder mechanischer Verstellung, zum Beispiel bei einem
Notfall, ausgerüstet sind.
[0005] Im Medizin- und Pflegebereich gelten bestimmte Sicherheitsvorschriften und Normen,
wobei eine so genannte Erstfehlersicherheit von zum Beispiel Schaltelementen der Bedienungseinheiten
einzuhalten ist. Diese Erstfehlersicherheit ist bei bestimmten Schaltelementtypen
herstellerseitig durch einen Nachweis einer mechanischen Schaltzuverlässigkeit gegeben.
Bei anderen Schaltelementen ohne einen solchen Nachweis muss deren Erstfehlersicherheit
durch zusätzliche Maßnahmen sichergestellt werden. Solche Schaltelemente können zum
Beispiel Folientastaturen sein, welche für Seitengitterschalter verwendet werden,
da solche Folientastaturen besonders leicht zu reinigen und zu desinfizieren sind,
was im Krankenhausalltag eine übliche Anforderung darstellt.
[0006] Weiterhin werden Anforderungen im Hinblick auf eine so genannte Fehlerfestigkeit
gestellt, welche einen Schaltprozess beim Bedienen betrifft. Das heißt, dass bei einer
Fehlbedienung, wie zum Beispiel durch gleichzeitiges Betätigen von mehreren Tasten
oder Ausführen einer nicht logisch nachvollziehbaren Betätigungsreihenfolge, der Bedienungseinheit
keine Fehlfunktionen auftreten, welche eine Gefahr für den Patienten sein oder bewirken
könnten.
[0007] Auch ein unbeabsichtigtes Betätigen von Schaltelementen durch den Patienten an einer
Bedienungseinheit, insbesondere an einem Seitengitterschalter, darf zu keiner Gefährdung
führen.
[0008] Der Einsatz von erstfehlersicheren Bauelementen stellt einerseits einen bestimmten
Kostenaufwand dar, und andererseits ist es jedoch nicht immer möglich, derartige Bauelemente
in dem zur Verfügung stehenden Platz unterzubringen. Weiterhin ergibt sich der Nachteil,
dass umfangreiche und kostenaufwändige Maßnahmen notwendig sein können, um derartige
Bauteile in ein System einzugliedern.
[0009] Es besteht deshalb ein Bedarf zur Verbesserung von Maßnahmen für den Einsatz von
nicht erstfehlersicheren Bauelementen. Ein weiterer Bedarf besteht auch darin, die
Sicherheit von Patientenbedienungseinheiten zu erhöhen.
[0010] Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zum Erzeugen von
erstfehlersicheren und fehlerfesten Steuersignalen von Bedienungseinheiten bereitzustellen,
welches die oben aufgeführten Nachteile behebt und zusätzliche Vorteile liefert.
[0011] Weitere Aufgaben der vorliegenden Erfindung bestehen darin, dazu eine entsprechende
Sicherheitsvorrichtung und eine Steuerungsanordnung zu schaffen.
[0012] Diese Aufgaben werden durch ein Verfahren mit den Merkmalen des Anspruchs 1, eine
Sicherheitsvorrichtung mit den Merkmalen des Anspruchs 11 und eine Steuerungsanordnung
mit den Merkmalen des Anspruchs 19 gelöst.
[0013] Ein Grundgedanke der Erfindung besteht darin, dass Ausgangssignale einer Bedienungseinheit
parallel mit zwei programmierbaren, sich gegenseitig überwachenden Controllereinrichtungen
zum Erzeugen von erstfehlersicheren und fehlerfesten Steuersignalen überwacht und
verarbeitet werden. Eine Controllereinrichtung ist hier eine Steuereinrichtung mit
einem Mikroprozessor oder ein Mikroprozessor.
[0014] Somit können alle von Bedienungseinheiten initiierten Schaltvorgänge mit nicht erstfehlersicheren
Bauelementen überwacht, überprüft und erstfehlersicher weitergeleitet werden, wobei
im Falle von Fehlern keine Weiterleitung erfolgt bzw. Gefahren ausgeschlossen werden.
[0015] Ein erfindungsgemäßes Verfahren zum Erzeugen von erstfehlersicheren und fehlerfesten
Steuersignalen mindestens einer Bedienungseinheit eines elektromotorischen Antriebs
für ein Möbel mit einer Steuervorrichtung und einer Sicherheitsvorrichtung weist die
folgenden Verfahrensschritte auf:
Überwachen und Verarbeiten von Ausgangssignalen der mindestens einen Bedienungseinheit
mittels einer Zentraleinheit; und
Erzeugen von erstfehlersicheren und fehlerfesten Steuersignalen anhand der verarbeiteten
Ausgangssignale mittels der Zentraleinheit,
wobei das Überwachen und Verarbeiten der Eingangssignale parallel durch zumindest
zwei programmierbare Controllereinrichtungen erfolgt, welche sich gegenseitig überwachen.
[0016] Signaleingänge der Controllereinrichtungen können seriell verschlüsselte Signale,
zum Beispiel von einer Buseinrichtung, oder auch Einzelsignale in Form von logischen
Schaltbefehlen verarbeiten. Dadurch ist ein großer Einsatzbereich geschaffen.
[0017] Eine erfindungsgemäße Sicherheitsvorrichtung zur Erzeugung von erstfehlersicheren
und fehlerfesten Steuersignalen mindestens einer Bedienungseinheit eines elektromotorischen
Antriebs für ein Möbel mit einer Steuervorrichtung weist Folgendes auf:
mindestens einen Eingangsanschluss zum Anschluss mindestens einer Bedienungseinheit;
und
eine Zentraleinheit zur Überwachung und Verarbeitung von Ausgangssignalen der Bedienungseinheit
und zur Erzeugung von Ansteuersignalen oder zur Erzeugung von Ansteuersignalen und
geprüften Weiterleitung der Ausgangssignale zur Erzeugung der erstfehlersicheren und
fehlerfesten Steuersignalen,
wobei die Zentraleinheit mindestens zwei programmierbare Controllereinrichtungen aufweist,
welche zur gegenseitigen Überwachung miteinander über eine Kommunikationsverbindung
verbunden sind.
[0018] Jede Controllereinrichtung erzeugt nach Überprüfung und gegenseitiger Überwachung
mit der anderen Controllereinrichtung ein entsprechendes logisches Ansteuersignal
an einem Ausgang. Diese Ausgangssignale werden in einer Ausführung jeweils einer Schalteinheit
zugeführt, wobei diese Schalteinheiten in Reihe geschaltet sind und erst dann das
weiterführende Steuersignal zur Ausführung der gewünschten Funktion ausgeben, wenn
beide Controllereinrichtungen ein Ausgangssignal erzeugt haben.
[0019] In einer alternativen Ausführung ist vorgesehen, dass die Ansteuersignale einer ersten
Controllereinrichtung einer Schalteinheit, zum Beispiel für eine Steuerspannung von
Funktionsschaltern wie Relais für Motorfunktionen, zugeführt werden, wobei die Ansteuersignale
der anderen Controllereinrichtung als geprüfte Ausgangssignale oder weitergeleitete
Ausgangssignale dem jeweiligen Steuereingang des korrespondierenden Funktionsschalters
zugeleitet werden. Auch hierbei werden die Ausgangssignale der Controllereinrichtungen
gegenseitig überwacht.
[0020] Das gegenseitige Überwachen der beiden Controllereinrichtungen erfolgt in einer Ausführung
über eine hardwaremäßige Kommunikationsverbindung. Die Controllereinrichtung kommunizieren
miteinander, ob sie bei Vorliegen eines Eingangssignals oder mehrerer dasselbe Ausgangssignal
für eine entsprechende Aktion eines zugehörigen Antriebs geben würden. Dabei wird
auch gleichzeitig ihre Funktion überwacht. Weiterhin werden die gegebenen Ausgangssignale
dergestalt überwacht, dass die vorgesehenen Signale auch wirklich an dem zugehörigen
Ausgang auftreten.
[0021] Jede Controllereinrichtung überprüft das Auftreten von Eingangssignalen anhand einer
in einem Speicher vorher festlegbaren Reihenfolge und Rangordnung bzw. Fehlergewichtung.
Treten Eingangssignale gleichzeitig auf, zum Beispiel mit einer ungenügenden Fehlerfestigkeit,
die bei Ausführung der korrespondierenden Funktionen eine Gefahr verursachen könnten,
so werden keine Ausgangssignale erzeugt. Auch während der Ausführung einer Funktion
kann die Erzeugung der Ausgangssignale unterbrochen werden, wenn im Verlauf von anstehenden
Eingangssignalen eine ungenügende Erstfehlersicherheit bzw. Fehlerfestigkeit festgestellt
wird.
[0022] In dem Speicher können auch weitere zur Verarbeitung notwendige Daten und Tabellen
gespeichert sein. Weiterhin können Programme und dergleichen abgespeichert sein.
[0023] In einer bevorzugten Ausführung ist ein Erzeugen der Ansteuersignale erst nach einer
Aktivierung mittels zumindest eines separaten Freigabesignals von einer Bedienungseinheit
über eine separate Leitung zur Freigabe des Erzeugens der Ansteuersignale möglich.
Dadurch wird erreicht, dass zum Beispiel eine irrtümliche Betätigung oder falsche
Betätigungsweise, zu keiner Ansteuerung einer Funktion führt. Es muss zuvor eine Aktivierung
durch das Aktivierungssignal bewusst, zum Beispiel über ein Freigabeelement in Form
einer Taste, erfolgen. Dazu kann eine vorher festgelegte Betätigungsweise benutzt
werden, indem zum Beispiel ein Loslassen der Freigabetaste innerhalb eines bestimmten
Zeitfensters erfolgen muss, um eine Aktivierung zu ermöglichen. Andere Betätigungsweisen
sind selbstverständlich möglich. Dadurch werden zum Beispiel Dauerbetätigungen des
Freigabeelementes durch gewollte Blockierung verhindert. Eine separate Signalleitung
für die Freigabesignale ergibt eine zusätzliche Sicherheit.
[0024] Ein großer Vorteil der Aktivierung, die nur für einen vorher festgelegten Zeitraum
in Funktion ist, besteht darin, dass dadurch ein Schutz bei einem Defekt der Bedieneinheit,
zum Beispiel bei einem defekten Bedienfeld oder Betätigungselement, besteht.
[0025] In einer weiteren Ausführung ist vorgesehen, dass das Erzeugen von erstfehlersicheren
und fehlerfesten Steuersignalen für frei wählbare Funktionen mittels einer Sperr-/Entsperreinrichtung
sperrbar/entsperrbar ist. Dabei ist zum Beispiel eine Sperr-/Entsperreinrichtung in
einer Bedienungseinheit Pfleger vorgesehen, wodurch für den Patienten nicht zugelassene
Bewegungsfunktionen sperrbar sind. Auch hierfür ist die Zentraleinheit vorteilhaft
verwendbar. Ebenfalls kann hier eine separate Signalleitung verwendet werden, die
zusätzliche Sicherheit bietet.
[0026] In weiterer Ausgestaltung ist vorgesehen, dass die Sicherheitsvorrichtung eine Meldeeinrichtung
zur Meldung eines Fehlers und/oder einer Fehlerfreiheit aufweist.
[0027] In einer Ausführung weist die Sicherheitsvorrichtung einen separaten Eingangsanschluss
zum Anschluss einer Bedienungseinheit mit zumindest einem Freigabeelement zur Aktivierung
der Erzeugung von Ansteuersignalen auf. Damit wird eine zusätzliche Sicherheit geschaffen.
[0028] Auch ein Sperren/Entsperren von frei wählbaren Funktionen ist über diesen oder einen
oder mehrere Eingangsanschlüsse durch eine geeignete Sperr-/Entsperreinrichtung möglich,
wenn hierzu eine Bedieneinheit Pfleger angeschlossen ist.
[0029] Die Bedienungseinheit oder eine Bedienungseinheit Pfleger kann Bestandteil der Sicherheitsvorrichtung
sein. Hiermit ist es möglich, Bedieneinheiten mit nicht erstfehlersicheren Bauelementen
so zu gestalten, dass diese Bedieneinheiten erstfehlersichere Ausgangssignale liefern.
Es ist aber auch möglich, dass die Sicherheitsvorrichtung Bestandteil der Steuervorrichtung
ist, an welche die Bedieneinheiten angeschlossen sind.
[0030] Eine erfindungsgemäße Steuerungsanordnung eines elektromotorischen Antriebs für ein
Möbel mit einer Steuervorrichtung weist die oben beschriebene Sicherheitsvorrichtung
zur Durchführung des oben erläuterten Verfahrens auf.
[0031] Wie eingangs bereits beschrieben, kann in einer Ausführung das gegenseitige Überwachen
der beiden Controllereinrichtungen über eine hardwaremäßige Kommunikationsverbindung
erfolgen. Dabei weist jede Controllereinrichtung ein Programm oder einen Programmabschnitt
auf, welches/welcher ein logisches Signal oder ein Zählersignal an die hardwaremäßige
Kommunikationsverbindung legt. Dabei kann ein Zählersignal in einfachster Form die
Größe eines Byte umfassen, so dass in einer Größenordnung von 0 bis 255 gezählt wird.
Weiterhin ist das Programm oder der Programmabschnitt der ersten Controllereinrichtung
derart ausgebildet, dass das Zählersignal in einer aufwärtszählenden Reihenfolge ausgebildet
ist. Das Zählersignal der zweiten Controllereinrichtung ist dann in einer entgegengesetzten
Reihenfolge ausgebildet, so dass eine abwärtszählende Reihenfolge durch das Programm
oder durch den Programmabschnitt der zweiten Controllereinrichtung erfolgt.
[0032] In vorteilhafter Weiterbildung sind beide Controllereinrichtungen in Verbindung mit
dem jeweiligen Programm derart ausgebildet, dass sie die Zählersignale der jeweils
anderen Controllereinrichtung lesen, auswerten und überwachen können. Dabei wird die
Zeitdauer zwischen jedem Zählschritt überwacht. Erhält beispielsweise die zweite Controllereinrichtung
innerhalb eines Zeitfensters von der ersten Controllereinrichtung keine Signale oder
Zählersignale mehr, so liegt ein Fehler vor, in Folge dessen ein Ansteuern einer Schalteinheit
nicht erfolgt und ein Ansteuern einer optischen oder einer akustischen Meldeeinrichtung
erfolgt.
[0033] Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform erfolgen 20 bis 30 Zählschritte pro Sekunde,
so dass die Zählfrequenz zwischen 20 Hz und 30 Hz ausgebildet ist und dementsprechend
die Schrittweite zwischen den Zählimpulsen zwischen 0,03 Sekunden und 0,05 Sekunden
liegt. Gemäß diesem Ausführungsbeispiel kann das oben bereits erwähnte Zeitfenster
eine Weite des zwei- bis fünffachen der Schrittweite betragen, beispielsweise 0,1
Sekunden.
[0034] Die Betriebsspannung der Controllereinrichtung kann 24 Volt betragen, kann jedoch
auch bei einem netzunabhängigen Betrieb von anderen Faktoren, wie beispielsweise dem
Ladezustand eines Akkumulators, abhängig sein. In vorteilhafter Weise ist die Betriebsspannung
der Controllereinrichtungen und/oder der Zentraleinheit deutlich geringer als die
Betriebsspannung der gesamten Steuervorrichtung ausgebildet und liegt beispielsweise
bei 5 Volt. Hierzu sind der Controllereinrichtung und/oder der Zentraleeinrichtung
Spannungsreduzierungsmittel vorgeschaltet, beispielsweise in Form von Spannungsreglern
oder einer Trafowicklung. Da zumindest die Controllereinrichtung und/oder die Zentraleinrichtung
Halbleiterbauelemente aufweist, ist zumindest diesen Bauteilen eine Überspannungsschutzbeschaltung
vorgeschaltet, welche beispielsweise eine Suppressordiode und eine Schmelzsicherung
aufweist.
[0035] Die Erfindung wird nun anhand von Ausführungsbeispielen mit Bezug auf die beigefügten
Figuren näher erläutert. Hierbei zeigt:
- Fig. 1
- ein Blockschaltbild eines ersten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung;
- Fig. 2
- ein Blockschaltbild eines zweiten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung;
- Fig. 3
- ein schematisches Schaltbild einer Motorschalteinheit;
- Fig. 4
- ein Blockschaltbild eines dritten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung;
- Fig. 5
- ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung;
- Fig. 6
- ein beispielhaftes Möbel mit einer Bedieneinheit;
- Fig. 7
- ein Seitengitter des Möbels nach Fig. 6; und
- Fig. 8
- eine vergrößerte Darstellung eines Seitengitterschalters.
[0036] Gleiche oder ähnliche Funktionseinheiten sind in den Figuren mit gleichen Bezugszeichen
versehen.
[0037] Fig. 1 zeigt ein Blockschaltbild eines ersten Ausführungsbeispiels einer erfindungsgemäßen
Sicherheitsvorrichtung 1.
[0038] Die Sicherheitsvorrichtung 1 weist eine Zentraleinheit 2 mit zwei programmierbaren
Controllereinrichtungen 3 und 4 auf. Weiterhin ist die Sicherheitsvorrichtung 1 mit
zwei Schalteinheiten 5 und 6, sowie einer Speichereinrichtung 10, einer akustischen
Meldeeinrichtung 33 und einer optischen Meldeeinrichtung 34 ausgerüstet.
[0039] An einem Anschluss e1 ist eine Bedienungseinheit 7 mit einer Tastatur 8 angeschlossen
und mit der Zentraleinheit 2 mit der ersten Controllereinrichtung 3 mit einem Eingangsanschluss
e31 und mit der zweiten Controllereinrichtung 4 mit einem Eingangsanschluss e41 verbunden.
Diese Anschlüsse können entweder eine Busleitung oder eine logische Verdrahtung sein.
Über einen separaten Anschluss e2 ist ein Freigabeelement 9 der Bedienungseinheit
7 mit der Zentraleinheit 2 mit einem Eingangsanschluss e32 der ersten Controllereinrichtung
3 und einem Eingangsanschluss e42 der zweiten Controllereinrichtung 4 verbunden.
[0040] Die Controllereinrichtungen 3 und 4 sind untereinander über eine Kommunikationsverbindung
31 verbunden, die mehrere Leitungen umfassen kann. Die erste Controllereinrichtung
3 weist einen Ausgangsanschluss a31 auf, der mit der ersten Schalteinheit 5 über einen
Steuereingang St5 verbunden ist. In gleicher Weise ist ein Ausgangsanschluss a41 der
zweiten Controllereinrichtung 4 über einen Steuereingang St6 mit der zweiten Schalteinheit
6 verbunden. Ein Prüfanschluss Pr5 der ersten Schalteinheit 5 ist mit einem Eingang
e33 der ersten Controllereinrichtung 3 und mit einem Eingang e43 der zweiten Controllereinrichtung
4 verbunden. In gleicher Weise ist ein Prüfanschluss Pr6 der zweiten Schalteinheit
6 an einem Eingang e44 der zweiten Controllereinrichtung 4 und an einem Eingang e34
der ersten Controllereinrichtung 3 angeschlossen.
[0041] Der Eingangsanschluss e1 ist auf einen Ausgangsanschluss a1 geführt und jeweils ein
Ausgangsanschluss a32, a42 der Controllereinrichtungen 3, 4 ist mit einem Ausgangsanschluss
a2, a3 der Sicherheitsvorrichtung 1 verbunden.
[0042] Jede Schalteinheit 5, 6 weist einen Eingangsanschluss E5, E6 und einen Ausgangsanschluss
A5, A6 auf.
[0043] Nun wird die Funktion der Sicherheitsvorrichtung 1 erläutert.
[0044] Ein in der Tastatur 8 der Bedieneinheit 7 durch ein betätigtes, nicht erstfehlersicheres
Schaltelement erzeugtes Ausgangssignal zur Ausführung einer Funktion, zum Beispiel
eines Antriebs eines Hospitalbetts (siehe Fig. 6) wird auf beide Controllereinrichtungen
3 und 4 der Zentraleinheit 2 der Sicherheitsvorrichtung 1 geleitet. Das Ausgangssignal
wird anhand von in der Speichereinrichtung 10 abgelegten Kriterien und Prüfprogrammen
von beiden Controllereinrichtungen 3, 4 geprüft und anstehende Ausgangssignale in
ihrer Dauer überwacht. Sind mehrere Ausgangssignale gleichzeitig anstehend, so wird
anhand der im Speicher 10 gespeicherten Daten ihrer Fehlerfestigkeit geprüft, das
heißt, ob sie in dieser Kombination zugelassen sind oder eine Gefahr bewirken können.
[0045] Gleichzeitig überwachen sich die Controllereinrichtungen 3 und 4 untereinander über
ihre Kommunikationsverbindung 31, zum Beispiel, ob sie bei einem anstehenden Ausgangssignal
an ihren Eingängen beide das gleiche Freigabesignal für die gewünschte Funktion geben
würden. Liegen keine erkennbaren Fehler vor, erzeugt jede Controllereinrichtung 3,
4 für sich ein Freigabesignal an dem jeweiligen Ausgangsanschluss a31 und a41, welches
jeweils unabhängig voneinander an die zugehörige Schalteinheit 5, 6 geleitet wird.
Dort wird es an dem jeweiligen Prüfanschluss Pr5, Pr6 wieder an den Eingangsanschluss
e33, e43 der zugehörigen Controllereinrichtung 3, 4 und der anderen Controllereinrichtung
4, 3 zur Überprüfung geleitet. Es wird dabei geprüft, ob der ausgegebene Signalwert
auch dem erzeugten Signalwert entspricht, wodurch eine zusätzliche Sicherheit geschaffen
wird.
[0046] Werden bei anstehenden Ausgangssignalen Fehler während der Einschaltdauer festgestellt,
so werden die Schalteinheiten und somit die schon eingeschaltete Funktion wieder ausgeschaltet.
Eine Meldung kann über den Akustikmelder 33 und/oder durch die optische Meldeeinrichtung
34, zum Beispiel durch eine blinkende Lampe oder eine Fehlermeldung auf einem Display,
erfolgen.
[0047] Die Schalteinheiten 5, 6 können in diesem ersten Ausführungsbeispiel mit ihren Eingangsanschlüssen
E5, E6 und Ausgangsanschlüssen A5, A6 so beschaltet sein, dass sie die gewünschte
Funktion nur dann einschalten, wenn beide Schalteinheiten 5 und 6 durch die Ansteuersignale
an ihren Steuereingängen St5, St6 eingeschaltet worden sind.
[0048] Fig. 2 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Sicherheitsvorrichtung
1, wobei hier die Schalteinheiten 5 und 6 jeweils einen Transistor als erstes und
zweites Schaltelement 15, 16 aufweisen. Die Schalteinheiten 5, 6 sind hier in Reihe
geschaltet, das heißt, der Emitter des ersten Schaltelementes 15 ist mit dem Eingangsanschluss
E5 und zum Beispiel einer Steuerspannung V
ST verbunden, sein Kollektor ist der Ausgangsanschluss A5, welcher mit dem Eingangsanschluss
E6 des zweiten Schaltelementes 16, dem Emitter dieses Transistors und mit einem Widerstand
verbunden ist. Der Kollektor des zweiten Schaltelementes 16 ist am Ausgang A6 zu einem
Steuerspannungsanschluss V
11ST einer Motorschalteinheit 11 (siehe Fig. 3) geführt. An diesem Kollektor ist eine
Leuchtdiode als optische Meldeeinrichtung 34' angeschlossen, welche durch Leuchten
einen Funktionsvorgang als "in Ordnung" bestätigt.
[0049] Sind die Ausgangssignale der Bedieneinheit 7 als fehlerfrei von der Zentraleinheit
2 erachtet worden, erhalten beide Schalteinheiten 5 und 6 jeweils ein Freigabesignal
von den Controllereinrichtungen 3 und 4, wodurch beide Transistoren, das heißt beide
Schaltelemente 15 und 16 durchschalten, und somit die Steuerspannung V
ST auf den Ausgangsanschluss A6 zum Steuerspannungsanschluss V11STder Motorschalteinheit
11 durchschalten. Bei anliegender Steuerspannung VST kann das entsprechende Ausgangssignal
der Bedieneinheit 7, das gleichzeitig an den Eingängen e31, e41 der Controllereinrichtungen
3, 4 und am Ausgangsanschluss a1 liegt, an Steuereingängen St111, St112 der Motorschalteinheit
11 (siehe Fig. 3) den Motor des Antriebs mit der gewünschten Funktion einschalten,
solange die Steuerspannung V
11ST anliegt.
[0050] Zur besseren Verdeutlichung zeigt Fig. 3 die Motorschalteinheit 11 in einer beispielhaften
Ausführung. Ein Motor 14 eines Antriebs ist über zwei Funktionsschalter 12, 13 mit
einem Plus- und Minusanschluss V
11+, V
11- einer Motorspannung V
M mit Plusleitung V
M+ und Minusleitung V
M- unterschiedlich über Leistungsschalter 19, 20 (hier Relais) verbindbar, dass er eine
Links- oder Rechtsdrehung vollzieht, wenn der jeweilige Leistungsschalter 19 oder
20 über ein erstes oder zweites Funktionsschaltelement 17, 18 eingeschaltet ist. Die
Funktionsschaltelemente 17, 18 sind hier Transistoren mit jeweils einem Steuereingang
St111, St112, welche mit dem Ausgangsanschluss a1 (hier zwei Stück) verbunden sind,
an welchen die Ausgangssignale der Bedienungseinheit 7 anliegen. Ist die Steuerspannung
V
11ST vorhanden, so kann bei anliegendem Ausgangssignal an einem der Steuereingänge St111
oder St112, das jeweilige Relais und somit die zugehörige Antriebsfunktion des Motors
M eingeschaltet werden. Tritt ein Fehler auf, wird wie oben beschrieben, auch bei
anliegendem Ausgangssignal die Steuerspannung V
11ST über die Schalteinheiten 5, 6 unterbrochen, und die jeweilige Motorfunktion durch
Abfall des eingeschalteten Relais (Leistungsschalter 19 oder 20) ausgeschaltet.
[0051] Ein drittes Ausführungsbeispiel wird nun im Zusammenhang mit Fig. 3 und Fig. 4 beschrieben.
Fig. 4 zeigt dazu die Anordnung von Fig. 1 mit nur einer Schalteinheit 5, welche mit
der ersten Controllereinrichtung 3 wie unter Fig. 1 beschrieben verbunden ist. Hierbei
ist die Schalteinheit 5 jedoch als Leistungsschalter, zum Beispiel ein Relais, ausgeführt.
Der Eingangsanschluss E5 der ersten Schalteinheit 5 ist mit der Minusleitung V
M- der Motorspannung V
M verbunden, und der Ausgangsanschluss A5 der Schalteinheit 5 ist an dem Minusanschluss
V
11- der Motorschalteinheit 11 angeschlossen (Fig. 3). Der Ausgangsanschluss a42 (hier
2 Leitungen) ist mit dem Ausgangsanschluss a2 der Sicherheitsvorrichtung 1 verbunden,
welcher an die Steuereingänge St111 und St112 der Motorschalteinheit 11 angeschlossen
ist. Hierbei ist aus Gründen der Übersichtlichkeit nur eine Leitung dargestellt, wobei
diese Verbindung aus mehr als einer Leitung bestehen kann, wie leicht vorstellbar
ist.
[0052] Bei anliegendem fehlerfreien Ausgangssignal der Bedienungseinheit 7 erzeugt die erste
Controllereinrichtung 3 wie oben beschrieben ein Freigabesignal, welches die erste
Schalteinheit 5 einschaltet. Damit liegt der Minusanschluss V
11- der Motorschalteinheit 11 an der Minusleitung V
M- der Motorspannung V
M. Gleichzeitig erzeugt die zweite Controllereinrichtung 4 ein Freigabesignal, welches
gemäß der gewünschten Funktion des anstehenden Ausgangssignals der Bedieneinheit 7
an dem Steuereingang St111 oder St112 anliegt und den zugehörigen Leistungsschalter
19, 20 der Motorschalteinheit 11 zur gewünschten Antriebsfunktion einschaltet. Im
Fehlerfall wird entweder die Minusleitung V
M- der Motorspannung V
M, das Freigabesignal an dem Steuereingang St111 oder St112 oder beides unterbrochen.
[0053] Bei allen Ausführungsbeispielen nach Fig. 1, 2 und 4 kann die Erzeugung der Freigabesignale
durch die Controllereinrichtung 3, 4 durch das Freigabeelement 9 der Bedieneinheit
7 aus Sicherheitsgründen nur für einen bestimmten Zeitraum freigegeben, das heißt
aktiviert sein. Hierzu ist es erforderlich, vor einer Betätigung der Tastatur 8 das
Freigabeelement 9, zum Beispiel für eine vorher festlegbare Zeitdauer, zu betätigen,
die zum Beispiel 1,5 Sekunden lang ist. Wird das Freigabeelement 9 später losgelassen
oder überhaupt nicht, wie es zum Beispiel bei einer Dauerbetätigung irrtümlicherweise
oder durch bewusste Manipulation erfolgen kann, wird keine Aktivierung der Tastatur
8 ausgelöst. Dadurch wird eine hohe Sicherheitsstufe erreicht. Die Aktivierung erfolgt
nur für eine bestimmte, vorher festlegbare Zeitdauer, zum Beispiel für 10 Sekunden.
Auch bei einer defekten Tastatur 8 mit Dauerkontakt wird dieser nach der Aktivierungszeit
wieder automatisch getrennt.
[0054] Diese Funktion ist dadurch gegeben, dass das Freigabeelement 9 über eine separate
Leitung mit den Controllereinrichtungen 3, 4 zusammenwirkt. Die Zusammenwirkung beruht
zum Beispiel darauf, dass bei nicht vorhandenem Freigabesignal des Freigabeelementes
9 keine Ansteuersignale an den Anschlüssen a31, a41 der Controllereinrichtungen 3,
4 erzeugt werden. Die Betätigungsdauer und Aktivierungsdauer können in der Speichereinrichtung
10 festgelegt sein.
[0055] Fig. 5 zeigt ein Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Schaltungsanordnung
30 und weist ein Gehäuse 26 auf, an welchem zwei Bedienungseinheiten Patient 23, zwei
Fußbedienungseinheiten 25, zwei Bedienungseinheiten Pfleger 24, eine Leuchte 29 und
eine Steuervorrichtung 27 angeschlossen sind. Das Gehäuse 26 weist in diesem Beispiel
die Sicherheitsvorrichtung 1 auf. Zum Beispiel sind nach dem Ausführungsbeispiel nach
Fig. 2 die Anschlüsse e1, e2 mit den Bedienungseinheiten 23, 24, 25 verbunden. Ein
Verbindungskabel 28 zur Steuervorrichtung 27 umfasst Steuerleitungen der Ausgangsanschlüsse
(zum Beispiel nach Fig. 2) a1, a2, a3, A6 und Eingangsanschluss E5. Eine Bedienungseinheit
Pfleger 24 besitzt die Sperr-/Entsperreinrichtung 249. Alle Bedienungseinheiten Patient
23 sind mit Tastaturen Patient 238 und alle Bedienungseinheiten Pfleger 24 sind mit
Tastaturen Pfleger 248 ausgerüstet, wobei die Bedienungseinheiten Pfleger 24 Sondertastaturen
Pfleger 241, zum Beispiel zur Einstellung von Sperr-/Entsperrfunktionen, aufweisen.
Alle Bedienungseinheiten 23 und 24 besitzen Schnittstellen 230 und 240 für eine Buseinrichtung.
An einer Anschlussleiste 271 sind Antriebe (nicht gezeigt) angeschlossen. Eine der
Bedienungseinheiten 23 (oder auch beide) kann als Seitengitterschalter ausgebildet
sein, wie er in Fig. 6 bis 8 dargestellt und verdeutlicht ist.
[0056] Fig. 6 zeigt ein beispielhaftes Möbel 21, zum Beispiel ein Hospitalbett, mit einer
Bedieneinheit Patient 23, die in einem Seitengitter 22 des Betts angebracht ist, wie
Fig. 7 und 8 als Vergrößerung des Bereiches X in Fig. 6 noch näher verdeutlichen.
Der Seitengitterschalter weist eine Tastatur 8 mit 4 Tastelementen und eine Anzeige
32 auf. Eines der Tastelemente der Tastatur 8 oder ein zusätzliches, nicht gezeigtes,
kann die Funktion des Freigabeelementes 9 besitzen. Da sich der Seitengitterschalter
und somit die Tastatur 8 in unmittelbarer Nähe eines in dem Bett befindlichen Patienten
befindet, kann sie mit einer hohen Wahrscheinlichkeit durch diesen, zum Beispiel während
des Schlafs durch einen Arm, dauerbetätigt sein. Aus diesem Grund ist die oben beschriebene
Aktivierung über das Freigabeelement 9 innerhalb eines vorher festlegbaren Zeitfensters
und die begrenzte Aktivierungsdauer von großer Bedeutung. Im Zusammenhang mit der
Sicherheitseinrichtung 1 zur Erzeugung von erstfehlersicheren und fehlerfesten Steuersignalen
wird eine hohe Sicherheit geschaffen.
[0057] Die Erfindung ist nicht auf das erläuterte Ausführungsbeispiel beschränkt, sondern
im Rahmen der beigefügten Ansprüche modifizierbar.
[0058] Selbstverständlich können auch erstfehlersichere Bedieneinheiten an der Sicherheitsvorrichtung
1 angeschlossen sein, wodurch sich eine höhere Sicherheit ergibt.
[0059] Die Motorschalteinheit 11 kann auch mit Leistungsschalter 19, 20 in Form von Leistungshalbleitern
aufweisen. Sie kann auch in anderer Weise aufgebaut sein, wie leicht vorstellbar ist.
[0060] Mittels der Bedienungseinheit Pfleger 24 können auch Funktionen gesperrt oder entsperrt
werden. Dazu kann die Sperr-/Entsperrtastatur 249 mit der Zentraleinheit 2 ähnlich
dem Freigabeelement 9 verbunden sein, wobei die Aktivierungsdauer für frei wählbare
Funktionen zur Sperrung zum Beispiel auf eine Zeit von 0 Sekunden einstellbar ist
oder das Freigabesignal des Freigabeelementes 9 bei dieser zu sperrenden Funktion
ohne Wirkung bleibt.
Bezugszeichenliste
[0061]
- 1
- Sicherheitsvorrichtung
- 2
- Zentraleinheit
- 3
- Erste Controllereinrichtung
- 4
- Zweite Controllereinrichtung
- 5
- Erste Schalteinheit
- 6
- Zweite Schalteinheit
- 7
- Bedienungseinheit
- 8
- Tastatur
- 9
- Freigabeelement
- 10
- Speichereinrichtung
- 11
- Motorschalteinheit
- 12
- Erster Funktionsschalter
- 13
- Zweiter Funktionsschalter
- 14
- Motor
- 15
- Erstes Schaltelement
- 16
- Zweites Schaltelement
- 17
- Erstes Funktionsschaltelement
- 18
- Zweites Funktionsschaltelement
- 19
- Erster Leistungsschalter
- 20
- Zweiter Leistungsschalter
- 21
- Möbel
- 22
- Seitengitter
- 23
- Bedienungseinheit Patient
- 24
- Bedienungseinheit Pfleger
- 25
- Fußbedienungseinheit
- 26
- Gehäuse
- 27
- Steuervorrichtung
- 28
- Verbindungskabel
- 29
- Beleuchtung
- 30
- Steuerungsanordnung
- 31
- Kommunikationsverbindung
- 32
- Anzeige
- 33
- Meldeeinrichtung akustisch
- 34
- Meldeeinrichtung optisch
- 230
- Schnittstelle
- 238
- Tastatur Patient
- 240
- Schnittstelle
- 241
- Sondertastatur Pfleger
- 248
- Tastatur Pfleger
- 249
- Sperr-/Entsperreinrichtung
- 271
- Anschlussleiste
- A1...5
- Ausgangsanschlüsse
- a31...32
- Ausgänge erste Controllereinrichtung
- a41...42
- Ausgänge zweite Controllereinrichtung
- e 1
- Anschluss Bedienungseinheit
- e2
- Anschluss Freigabeelement
- E5...6
- Eingangsanschlüsse Schalteinheiten
- e31...34
- Eingänge erste Controllereinrichtung
- e41...44
- Eingänge zweite Controllereinrichtung
- Pr5... 6
- Prüfanschlüsse Schalteinheiten
- St5, St6
- Steuereingänge Schalteinheiten
- St111...112
- Steuereingänge Funktionsschalter
- VM+
- Motorspannung, Plusleitung
- VM-
- Motorspannung, Minusleitung
- V11+
- Motorschalteinheit, Plusanschluss
- V11-
- Motorschalteinheit, Minusanschluss
- V11ST
- Motorschalteinheit, Steuerspannungsanschluss
- VST
- Steuerspannung
1. Verfahren zum Erzeugen von erstfehlersicheren und fehlerfesten Steuersignalen mindestens
einer Bedienungseinheit (7, 23, 24) eines elektromotorischen Antriebs für ein Möbel
(21) mit einer Steuervorrichtung (27) und einer Sicherheitsvorrichtung (1), wobei
das Verfahren die folgenden Verfahrensschritte aufweist:
(i) Überwachen und Verarbeiten von Ausgangssignalen der mindestens einen Bedienungseinheit
(7, 23, 24) mittels einer Zentraleinheit (2); und
(ii) Erzeugen von erstfehlersicheren und fehlerfesten Steuersignalen anhand der verarbeiteten
Ausgangssignale mittels der Zentraleinheit (2),
wobei das Überwachen und Verarbeiten der Eingangssignale parallel durch zumindest
zwei programmierbare Controllereinrichtungen (3, 4) erfolgt, welche sich gegenseitig
überwachen.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass beim Erzeugen der erstfehlersicheren und fehlerfesten Steuersignale eine der zumindest
zwei programmierbaren Controllereinrichtungen (3) Ansteuersignale für eine erste Schalteinheit
(5) erzeugt, die andere der zumindest zwei programmierbaren Controllereinrichtungen
(3) Ansteuersignale für eine zweite Schalteinheit (6) erzeugt, wobei die erste Schalteinheit
(5) und die zweite Schalteinheit (6) in Reihe geschaltet sind, und ein Weiterleiten
der Ausgangssignale der Bedienungseinheit (7, 23, 24) als Steuersignale erfolgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass beim Erzeugen der erstfehlersicheren und fehlerfesten Steuersignale eine der zumindest
zwei programmierbaren Controllereinrichtungen (3) Ansteuersignale für eine erste Schalteinheit
(5) erzeugt und die andere der zumindest zwei programmierbaren Controllereinrichtungen
(3) die Ausgangssignale der Bedienungseinheit (7, 23, 24) weiterleitet.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass beim gegenseitigen Überwachen der zumindest zwei programmierbaren Controllereinrichtungen
(2, 3) ein gegenseitiges Überwachen der erstfehlersicheren und fehlerfesten Steuersignale
erfolgt.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das gegenseitige Überwachen der zumindest zwei programmierbaren Controllereinrichtungen
(2, 3) über eine Kommunikationsverbindung (31) erfolgt.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem Auftreten eines ersten Fehlers oder einer ungenügenden Fehlerfestigkeit
kein Erzeugen von Ansteuersignalen von der Zentraleinheit (2) bei der korrespondierenden
Funktion ausgeführt wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass bei einem Auftreten eines ersten Fehlers oder einer ungenügenden Fehlerfestigkeit
in Abhängigkeit von einer vorher festlegbaren Fehlergewichtung ein Erzeugen von Ansteuersignalen
unterbrochen bzw. kein Erzeugen ausgeführt wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass ein Erzeugen der Ansteuersignale nach einer Aktivierung mittels zumindest eines separaten
Freigabesignals von einer Bedienungseinheit (7, 24) über eine separate Leitung zur
Freigabe des Erzeugens der Ansteuersignale erfolgt.
9. Verfahren nach einem Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Freigabesignal mittels zumindest eines separaten Freigabeelementes (9) in einem
vorher festgelegten Zeitfenster und durch eine vorher festlegbare Betätigungsweise
für eine vorher festlegbare Zeitdauer erzeugt wird.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Erzeugen von erstfehlersicheren und fehlerfesten Steuersignalen für frei wählbare
Funktionen mittels einer Sperr-/Entsperreinrichtung sperrbar/entsperrbar ist.
11. Sicherheitsvorrichtung (1) zur Erzeugung von erstfehlersicheren und fehlerfesten Steuersignalen
mindestens einer Bedienungseinheit (7, 23, 24) eines elektromotorischen Antriebs für
ein Möbel (21) mit einer Steuervorrichtung (27), welche Folgendes aufweist:
- mindestens einen Eingangsanschluss (e1) zum Anschluss mindestens der mindestens
einen Bedienungseinheit (7, 23, 24); und
- eine Zentraleinheit (2) zur Überwachung und Verarbeitung von Ausgangssignalen der
Bedienungseinheit (7, 23, 24) und zur Erzeugung von Ansteuersignalen oder zur Erzeugung
von Ansteuersignalen und Weiterleitung der Ausgangssignale zur Erzeugung der erstfehlersicheren
und fehlerfesten Steuersignale,
wobei die Zentraleinheit (2) mindestens zwei programmierbare Controllereinrichtungen
(3, 4) aufweist, welche zur gegenseitigen Überwachung miteinander über eine Kommunikationsverbindung
(31) verbunden sind.
12. Sicherheitsvorrichtung (1) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherheitsvorrichtung (1) weiterhin mindestens zwei Schalteinheiten (5, 6) zur
Entsperrung oder Sperrung von Funktionen des elektromotorischen Antriebs in Abhängigkeit
von den Ansteuersignalen der Zentraleinheit (2) aufweist, wobei eine der mindestens
zwei Schalteinheiten (5) mit der einen der mindestens zwei programmierbaren Controllereinrichtungen
(3) und die andere der mindestens zwei Schalteinheiten (6) mit der anderen der mindestens
zwei programmierbaren Controllereinrichtungen (4) verbunden ist.
13. Sicherheitsvorrichtung (1) nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens zwei Schalteinheiten (5, 6) in Reihe geschaltet sind.
14. Sicherheitsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherheitsvorrichtung (1) weiterhin eine Speichereinrichtung (10) zur Speicherung
von Programmdaten und weiteren Datenwerten aufweist.
15. Sicherheitsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherheitsvorrichtung (1) weiterhin eine Meldeeinrichtung (33, 34) zur Meldung
eines Fehlers und/oder einer Fehlerfreiheit aufweist.
16. Sicherheitsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 11 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherheitsvorrichtung (1) einen separaten Eingangsanschluss (e2) zum Anschluss
einer Bedienungseinheit (7, 24) mit zumindest einem Freigabeelement (9) zur Aktivierung
der Erzeugung von Ansteuersignalen aufweist.
17. Sicherheitsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 11 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Bedienungseinheit (7) Bestandteil der Sicherheitsvorrichtung (1) ist.
18. Sicherheitsvorrichtung (1) nach einem der Ansprüche 11 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherheitsvorrichtung (1) Bestandteil der Steuervorrichtung (27) ist.
19. Steuerungsanordnung (30) eines elektromotorischen Antriebs für ein Möbel (21) mit
einer Steuervorrichtung (27) und einer Sicherheitsvorrichtung (1), wobei die Sicherheitsvorrichtung
(1) nach einem der Ansprüche 11 bis 18 ausgebildet ist.