| (19) |
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(11) |
EP 2 060 375 B1 |
| (12) |
EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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18.05.2016 Patentblatt 2016/20 |
| (22) |
Anmeldetag: 15.04.2004 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Verfahren zum Auswechseln von Meißel
Method for replacing chisel
Procédé de remplacement de burins
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IT LI LU MC NL PL PT RO SE SI SK TR
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| (30) |
Priorität: |
14.07.2003 DE 10331970
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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20.05.2009 Patentblatt 2009/21 |
| (62) |
Anmeldenummer der früheren Anmeldung nach Art. 76 EPÜ: |
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04727518.5 / 1646484 |
| (73) |
Patentinhaber: Wirtgen GmbH |
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53578 Windhagen (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- Holl, Bernd
53577 Neustadt (DE)
- Hähn, Günter
53639 Königswinter (DE)
- Lenz, Martin
56276 Großmaischeid (DE)
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| (74) |
Vertreter: Herrmann, Jochen et al |
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Patentanwalt
European Patent Attorney
Königstrasse 30 70173 Stuttgart 70173 Stuttgart (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 013 829
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US-A- 4 329 766
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Ausweckseln der Meißel einer Baumaschine
zum Bearbeiten von Bodenflächen, mit einer Fräswalze, auf deren Oberfläche eine Vielzahl
von Meißelhaltern angeordnet sind, wobei in einer Meißelaufnahme des Meißelhalters
ein Meißel, insbesondere ein Rundschaftmeißel, auswechselbar aufgenommen ist, wobei
der Fräswalze eine Werkzeugwechseleinrichtung zugeordnet ist, und wobei die Werkzeugwechseleinrichtung
den oder die Meißel von dem Meißelhalter demontiert.
[0002] Eine als Straßenfräsmaschine ausgebildete Baumaschine ist aus der
DE 39 03 482 A1 bekannt. Mit den Straßenfräsmaschinen können Straßenbeläge abgefräst werden. Im Laufe
des Maschineneinsatzes verschleißen die Meißel kontinuierlich. Wenn die Meißel einen
bestimmten Verschleißzustand erreicht haben, so müssen sie ausgetauscht werden. Hierzu
ist es erforderlich, dass sich ein Arbeiter in den Bereich der Fräswalze begibt und
dort die Meißel aus den Meißelhaltern austreibt. Beim Austreiben der Meißel bedient
sich der Arbeiter eines speziellen Austreibdornes und eines Hammers. Dabei kann es
zu Verletzungen kommen.
[0003] Das Hantieren in dem eingeengten Fräswalzenbereich ist äußerst mühsam und Bedarf
großer Sorgfalt, um das Gefahrenrisiko zu minimieren. Nachdem ein Meißel aus seinem
Meißelhalter entfernt wurde, müssen neue unverschlissene Meißel in die Meißelhalter
eingesetzt werden. Der Tausch der Meißel stellt eine sehr mühsame und zeitaufwendige
Arbeit dar.
[0004] Aus der
DE 32 23 761 C2 und der
US 3,342,531 sind manuell betätigbare Wechselwerkzeuge bekannt. Sie weisen einen Ansatz auf, der
in eine umlaufende Nut im Meißel formschlüssig eingreift. Die Meißel können dann aus
dem zugeordneten Meißelhalter ausgehebelt werden. Der Auswechselvorgang wird damit
zwar erleichtert, jedoch ist die Arbeit an der Fräswalze dennoch gefährlich und mühsam.
[0005] US 4,329,766 zeigt ein gattungsgemäßes Verfahren und offenbart die Merkmale des Oberbegriff von
Anspruch 1.
[0006] Es ist Aufgabe der Erfindung, eine Straßenfräsmaschine der eingangs erwähnten Art
zu schaffen, bei der das Auswechseln der Meißel vereinfacht ist.
[0007] Diese Aufgabe ist dadurch gelöst, dass die Werkzeugwechseleinrichtung mindestens
einen dynamischen Impuls in die Fräswalze, einen Teil der Fräswalze, den Meißelhalter
oder einer Gruppe von Meißelhaltern einbringt und dass der Impuls aufgrund der Masseträgheit
des Meißels eine Austreibkraft in den Meißel einbringt.
[0008] Erfindungsgemäß wird somit ein Wechselwerkzeug vorgeschlagen, das den verschlissenen
Meißel automatisch demontiert. Auf diese Weise kann die manuelle Arbeit, die zum Wechseln
der Meißel nötig ist, deutlich reduziert werden. Dadurch, dass der Wechselvorgang
zumindest teilweise automatisiert ist, kann dieser auch schneller durchgeführt werden,
so dass weniger Maschinenstillstandszeiten entstehen. Weiterhin wird mit der erfindungsgemäßen
Anordnung auch die Gesundheitsgefahr und die körperliche Belastung des Maschinisten
reduziert.
[0009] Erfindungsgemäß ist es vorgesehen, dass die Werkzeugwechseleinrichtung entgegen der
Demontage-Richtung der/des Meißels mindestens einen dynamischen Impuls in die Fräswalze,
einen Teil der Fräswalze, den Meißelhalter oder einer Gruppe von Meißelhaltern einbringt.
Demnach wird von der Werkzeugwechselvorrichtung ein Impuls erzeugt, der aufgrund der
Masseträgheit des Meißels eine Austreibkraft in den Meißel einbringt. Der Impuls kann
beispielsweise durch eine in der Fräswalze erzeugte Schwingung aufgebaut werden. Gemäß
einer Erfindungsvariante kann eine oder mehrere Vibrationseinrichtungen vorgesehen
sind. Eine alternative Erfindungsvariante besteht darin, dass ein Impulsformer an
der Fräswalze eingesetzt ist. Hierzu ist es vorgesehen, dass der Fräswalze ein Anschlag
zugeordnet ist, der mit einer in die Arbeits-Bewegungseinrichtung weisenden Anschlagfläche
versehen ist, und dass ein Impulsformer eine entgegen der Arbeits-Bewegungsrichtung
wirkende Kraft auf die Anschlagfläche aufbringt. Dabei kann der Impulsformer ein Schlegel
sein, der mit seinem Gewicht auf diese Anschlagfläche einwirkt.
[0010] Es kann erfindungsgemäß vorgesehen sein, dass die Werkzeugwechseleinrichtung mindestens
einen Werkzeugwechsler aufweist, der den einzelnen Meißelhaltern oder Gruppen von
Meißelhaltern mittels einer Stelleinheit zugeordnet werden kann. Denkbar ist auch,
dass allen Meißeln bzw. Meißelhaltern gemeinsam ein einziger Werkzeugwechsler zugeordnet
ist. Dieser demontiert dann die Meißel gleichzeitig. In alternativer Ausgestaltung
der Erfindung kann es auch vorgesehen sein, dass jedem Meißelhalter jeweils ein Werkzeugwechsler
der Werkzeugwechseleinrichtung zugeordnet ist und dass der Werkzeugwechsler fest mit
dem Meißelhalter verbunden ist. Die Werkzeugwechsler können über eine gemeinsame Steuerung
miteinander verbunden sein. Über diese Steuerung kann ein Maschinenführer bspw. gezielt
einzelne Meißel, Gruppen von Meißeln oder alle Meißel gleichzeitig wechseln.
[0011] Wie bereits oben beschrieben wurde, kann die Konzeption der Werkzeugwechselvorrichtung
derart sein, dass der Meißel zum Werkzeugwechsler positioniert wird. Die Positionierung
des Meißels kann beispielsweise mit einer Verstelleinrichtung erfolgen, die die Fräswalze
zum Werkzeugwechsler positioniert.
[0012] Dies kann nach einer möglichen Erfindungsvariante derart erfolgen, dass die Fräswalze
über einen Antriebsstrang mit einem Antriebsmotor der Baumaschine gekoppelt ist, wobei
die Verstelleinrichtung einen Hilfsantrieb aufweist, der mit dem Antriebsstrang koppelbar
ist, der die Fräswalze im angehobenen Zustand um einen vorbestimmten oder wählbaren
Drehwinkel verdreht, wobei das Drehmoment des Hilfsantriebs höher ist als das Trägheitsmoment
der Fräswalze und des mit der Fräswalze mitbewegten Teils des Antriebsstrangs bei
ausgeschaltetem oder entkoppeltem Antriebsmotor. Hierbei kann man das vorgegebene
Positionsmuster der Meißel ausnutzen und in einer Steuerung hinterlegen. Dabei kann
auch vorgesehen sein, dass die Stelleinheit und/oder die Verstelleinrichtung ein Positionsmeßsystem
aufweist und dass die Stelleinheit und/oder die Verstelleinrichtung mit einer numerischen
Steuerung ausgestattet ist.
[0013] Die Werkzeugauslegung kann dabei derart sein, dass die Stelleinheit den mindestens
einen Werkzeugwechsler relativ zur Fräswalze positioniert. Dabei werden dann der Werkzeugwechsler
und die Fräswalze zueinander in Position gebracht.
[0014] Denkbar ist auch, dass Werkzeugwechsler maschinenseitig fest angeordnet sind. Die
Meißel werden diesen dann infolge einer Verdrehung der Fräswalze zugeordnet.
[0015] Der Werkzeugwechsel kann weiter automatisiert werden, wenn vorgesehen ist, dass die
Werkzeugwechseleinrichtung die demontierten Meißel direkt oder über eine Fördereinrichtung
in einen Behälter befördert oder dass der Werkzeugwechseleinrichtung eine Vereinzelungseinrichtung
zugeordnet ist, und dass die Vereinzelungseinrichtung Meißel aus einer Bevorratungseinheit
der Werkzeugwechseleinrichtung zufördert.
[0016] Eine optimale Ausnutzung der Werkzeugstandzeit kann dann erreicht werden, wenn vorgesehen
ist, dass der Fräswalze eine Erkennungseinrichtung zugeordnet ist, die kontinuierlich,
in Intervallen oder auf Vorgabe, den Verschleißzustand der Meißel oder eines Teils
der Meißel oder eines einzelnen Meißels überprüft, und dass die Erkennungseinrichtung
bei Erreichen eines vorgegebenen Verschleißzustandes einen Werkzeugwechsel initiiert
oder signalisiert.
[0017] Die Verschleißerkennung kann dabei beispielsweise so gestaltet sein, dass mindestens
eine Signalaufnahmeeinheit der Erkennungseinrichtung wenigstens einem am Arbeitsprozess
direkt oder indirekt beteiligten Maschinen-Bauteil zugeordnet ist, dass die Signalaufnahmeeinheit
einen Betriebszustand des Maschinen-Bauteils erfasst, und dass die Signalaufnahmeeinheit
über eine Signalverarbeitungsanordnung den Verschleißzustand ermittelt.
[0018] Die Erfindung wird im Folgenden anhand von Zeichnungen dargestellt. Es zeigen:
- Figur 1
- in Seitenansicht eine Fräswalze mit einer Werkzeugwechseleinrichtung im Fräswalzeninnenraum
und
- Figur 2
- die Darstellung gemäß Fig. 1 in einer veränderten Arbeitsstellung.
[0019] In der Fig. 1 ist ein Rotationskörper einer Straßenfräsmaschine, nämlich eine Fräswalze
10 dargestellt. Auf der Walzenoberfläche 11 der Fräswalze 10 können in systematischer
Teilung zueinander beabstandet Basisteile oder unmittelbar Meißelhalter 23 angeordnet.
Die Basisteile oder die Meißelhalter 23 sind mit der Walzenoberfläche 11 verbunden,
vorzugsweise verschweißt. Sind Basisteile verwendet, weisen diese eine Steckaufnahme
auf. In die Steckaufnahme kann dann wiederum ein Steckansatz eines Meißelhalters 23
eingesetzt werden. Die Fixierung des Meißelhalters 23 an dem Basisteil erfolgt über
eine Druckschraube. Der Meißelhalter 23 besitzt eine Meißelaufnahme 24, die vorliegend
als Bohrung ausgebildet ist. In die Bohrung kann ein Meißel 30, vorliegend ein Rundschaftmeißel,
eingesetzt werden. Der Meißel 30 besitzt einen Meißelkopf 31, an dem eine Meißelspitze
32, bestehend aus Hartmetall oder einem Keramikmaterial, frontseitig befestigt ist.
[0020] An den Meißelkopf 31 schließt sich ein Schaft an, auf den eine Spannhülse aufgezogen
ist. Die Spannhülse ist nicht axial verschiebbar, jedoch in Umfangsrichtung drehbar
mit dem Schaft verbunden.
[0021] Der Meißelkopf 31 liegt unter Zwischenlage einer Verschleißschutzscheibe auf einer
Gegenfläche des Meißelhalters auf.
[0022] Wie die Figuren 1 und 2 erkennen lassen, ist der Fräswalze 10 eine Werkzeugwechseleinrichtung
zugeordnet. Die Werkzeugwechseleinrichtung weist einen Werkzeugwechsler 40 auf, der
im Inneren der Fräswalze 10 untergebracht ist. Die Fräswalze 10 weist einteilig angeformte
Meißelhalter 23 auf. Selbstverständlich können hier auch beliebig anders gestaltete
Meißelhalter 23 verwendet sein.
[0023] Der Werkzeugwechsler 40 weist zwei Gelenkarme 47, 49 auf, die mittels eines Drehgelenkes
48 miteinander verbunden sind. Der Gelenkarm 47 ist über ein Dreh-gelenk 46 ortsfest
fixiert. Am freien Ende des zweiten Gelenkarmes 49 ist ein Impulsformer 50 in Form
eines Gewichtes angeordnet. Die Fräswalze 10 trägt an ihrem Innenumfang einen Anschlag
51 mit einer Anschlagfläche 52. Auf der der Anschlagfläche 52 abgewandten Seite besitzt
der Anschlag 51 eine Auslenkschräge 53.
[0024] Während des normalen Fräs-Betriebseinsatzes ist der Werkzeugwechsler 40 in der Fig.
2 gezeigten Stellung gehalten. Wenn ein Meißelwechsel ansteht, wird er in die Fig.
1 gezeigte Stellung versetzt. Dann wird die Fräswalze 10 in Umfangsrichtung gedreht,
bis der Impulsformer 50 auf die Anschlagfläche 52 des Anschlages 51 aufschlägt. Dadurch
wird ein Impuls erzeugt, der entgegen der Demontage-Richtung der Meißel 30 wirkt.
Aufgrund dieses Impulses wird eine Kraft in die Meißel 30 eingebracht, die diese aus
den Meißelaufnahmen 24 herausschiebt.
[0025] Nachdem der Impulsformer 50 auf die Anschlagfläche 52 aufgetroffen ist, wird er am
Anschlag 51 ausgelenkt und über die Auslenkschräge 53 wieder in seine gestreckte Ausgangslage
gebracht.
[0026] Der Vorgang zur Impulsgabe kann bedarfsweise dann wiederholt werden. Nach Abschluss
des Austreibvorganges wird der Werkzeugwechsler 40 wieder in die in Fig. 2 gebrachte
Position zurückgestellt.
[0027] Es ist selbstverständlich eine Umkehr des Wirkprinzips möglich. Dabei kann der Impulsformer
rotiert werden.
[0028] Es ist denkbar, dass die Fräswalze 10 über einen Hilfsantrieb einer Verstelleinrichtung
gedreht werden kann. Der Hilfsantrieb kann dann zum Einsatz kommen, wenn die Fräswalze
10 vom Boden abgehoben ist. Dann lässt sie sich zum Werkzeugwechsel mittels des Hilfsantriebes
verstellen. Vorteilhafter Weise ist dem Hilfsantrieb auch eine Steuereinheit zugeordnet.
Diese dreht die Fräswalze 10 nach einem vorgegebenen Programmablauf, so dass die Meißel
30 oder ein Teil der Meißel 30 nacheinander auf den Werkzeugwechsler 40 ausgerichtet
werden können.
1. Verfahren zum Ausweckseln der Meißel einer Baumaschine zum Bearbeiten von Bodenflächen,
mit einer Fräswalze (10), auf deren Oberfläche eine Vielzahl von Meißelhaltern (23)
angeordnet sind, wobei in einer Meißelaufnahme (24) des Meißelhalters (23) ein Meißel
(30), auswechselbar aufgenommen ist, wobei der Fräswalze eine Werkzeugwechseleinrichtung
zugeordnet ist, und wobei die Werkzeugwechseleinrichtung den oder die Meißel (30)
von dem Meißelhalter (23) demontiert,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Werkzeugwechseleinrichtung mindestens einen dynamischen Impuls in die Fräswalze
(10), einen Teil der Fräswalze (10), den Meißelhalter (23) oder einer Gruppe von Meißelhaltern
(23) einbringt, dass der Impuls aufgrund der Massenträgheit des Meißels (30) eine
Austreibkraft in den Meißel (30) einbringt,
wobei der dynamische Impuls mittels einer Vibrationseinrichtung erzeugt ist,
oder wobei der Fräswalze (10) mindestens ein Anschlag (51) zugeordnet ist, der mit
einer in die Arbeits-Bewegungsrichtung weisenden Anschlagfläche (52) versehen ist,
und ein Impulsformer (50) durch eine entgegen der Arbeits-Bewegungsrichtung wirkende
Kraft auf die Anschlagfläche (52) den dynamischen Impuls erzeugt.
2. Verfahren nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Werkzeugwechseleinrichtung eine mechanische Werkzeugvorrichtung ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Werkzeugwechseleinrichtung im Inneren der Fräswalze (10) angeordnet ist.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Werkzeugwechseleinrichtung außerhalb der Fräswalze (10) angeordnet ist.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Impulsformer (50) ein Schlegel Ist, der mit einem Gewicht auf die Anschlagfläche
(52) einwirkt.
6. Verfahren nach einem Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Fräswalze (10) über einen Antriebsstrang mit einem Antriebsmotor der Baumaschine
gekoppelt ist,
wobei die Verstelleinheit einen Hilfsantrieb aufweist, der mit dem Antriebsstrang
koppelbar ist, der die Fräswalze (10) im angehobenen Zustand verdreht,
wobei das Drehmoment des Hilfsantriebs höher ist als das Trägheitsmoment der Fräswalze
(10) und des mit der Fräswalze (10) mitbewegten Teils des Antriebsstrangs bei ausgeschaltetem
oder entkoppeltem Antriebsmotor.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Warkzeugwechseleinrichtung die demontierten Meißel (30) direkt oder über eine
Fördereinrichtung in einen Behälter befördert.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Werkzeugwechseleinrichtung eine Vereinzelungseinrichtung zugeordnet ist, und
dass die Vereinzelungseinrichtung Meißel (30) aus einer Bevorratungseinheit der Werkzeugwechseleinrichtung
zufördert.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Fräswalze (10) eine Erkennungseinrichtung zugeordnet ist, die kontinuierlich,
in Intervallen oder auf Vorgabe, den Verschleißzustand der Meißel (30) oder eines
Teils der Meißel (30) oder eines einzelnen Meißels (30) überprüft, und dass die Erkennungseinrichtung
bei Erreichen eines vorgegebenen Verschleißzustandes einen Werkzeugwechsel initiiert
oder signalisiert.
10. Verfahren nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet,
dass mindestens eine Signalaufnahmeeinheit der Erkennungseinrichtung wenigstens einem
am Arbeitsprozess direkt oder indirekt beteiligten Maschinen-Bauteil zugeordnet ist,
dass die Signalaufnahmeeinheit einen Betriebszustand des Maschinen-Bauteils erfasst,
und dass die Signalaufnahmeeinheit über eine Signalverarbeitungsanordnung den Verschleißzustand
ermittelt.
1. A method for replacing the bits of a construction machine for the machining of ground
areas, having a cutting roller (10), on the surface of which a plurality of bit holders
(23) are arranged, wherein in a bit receptacle (24) of the bit holder (23) a bit (30),
is replaceably received, wherein a tool change device is assigned to the cutting roller,
and wherein the tool change device removes the bit or bits (30) from the bit holder
(23),
characterized in
that the tool change device introduces at least one dynamic pulse into the cutting roller
(10), a part of the cutting roller (10), the bit holder (23) or a group of bit holders
(23), that due to the inertia of the bit (30) the pulse introduces an expulsion force
into the bits (30), wherein the dynamic pulse is generated by means of a vibration
device or wherein at least one stop (51) is assigned to the cutting roller (10), which
stop is provided with a stop surface (52) pointing in the working movement direction,
and a pulse shaper (50) through a force acting against the working movement direction
generates the dynamic pulse on the stop surface (52).
2. A method according to Claim 1,
characterized in
that the tool change device is a mechanical tool device.
3. A method according to Claim 1 or 2,
characterized in
that the tool change device is arranged inside the cutting roller (10).
4. A method according to Claim 1 or 2,
characterized in
that the tool change device is arranged outside the cutting roller (10).
5. A method according to any one of Claims 1 to 4,
characterized in
that the pulse shaper (50) is a mallet, which acts with a weight on the stop surface (52).
6. A method according to any one of Claims 1 to 5,
characterized in
that the cutting roller (10) is coupled via a drive train with a drive motor of the construction
machine,
wherein the adjustment unit has an auxiliary drive, which can be coupled with the
drive train, which turns the cutting roller (10) in the raised state,
wherein the torque of the auxiliary drive is higher than the moment of inertia of
the cutting roller (10) and of the part of the drive train moved with the cutting
roller (10) when the drive motor is switched off or decoupled.
7. A method according to any one of Claims 1 to 6,
characterized in
that the tool change device conveys the removed bits (30) directly or via a conveyor into
a container.
8. A method according to any one of Claims 1 to 7,
characterized in
that a separating device is assigned to the tool change device, and
that the separating device feeds bits (30) from a provisioning unit of the tool change
device.
9. A method according to any one of Claims 1 to 8,
characterized in
that a detection device is assigned to the cutting roller (10), which device continuously,
at intervals or at default, checks the wear condition of the bits (30) or a part of
the bits (30) or an individual bit (30), and that the detection device initiates or
signals a tool change when a predetermined wear condition is reached.
10. A method according to Claim 9,
characterized in
that at least one signal recording unit of the detection device is assigned at least to
one machine component involved directly or indirectly in the work process, that the
signal recording unit records an operating status of the machine component, and that
the signal recording unit determines the wear condition via a signal processing arrangement.
1. Procédé de changement d'un burin d'un engin de chantier pour le traitement de surfaces
de sols, avec un tambour de fraisage (10), sur la surface duquel se trouve une pluralité
de supports de burins (23), un burin (30) étant logé de manière amovible dans un logement
de burin (24) du support de burin (23), le tambour de fraisage étant muni d'un dispositif
de changement d'outil et le dispositif de changement d'outil démontant le burin (30)
du support de burin (23),
caractérisé en ce que
le dispositif de changement d'outil introduit au moins une impulsion dynamique dans
le tambour de fraisage (10), une partie du tambour de fraisage (10), le support de
burin (23) et un groupe de supports de burins (23), en ce que l'impulsion exerce une force d'extraction sur le burin (30) du fait de l'inertie
de masse du burin (30), l'impulsion dynamique étant générée au moyen d'un dispositif
de vibrations ou le tambour de fraisage (10) étant muni d'au moins une butée (51),
qui présente une surface de butée (52) orientée dans la direction de déplacement de
travail et
un générateur d'impulsions (50) génère l'impulsion dynamique grâce à une force agissant
à l'encontre de la direction de déplacement de travail sur la surface de butée (52).
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce que le dispositif de changement d'outil est un dispositif d'outil mécanique.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le dispositif de changement d'outil est disposé à l'intérieur du tambour de fraisage
(10).
4. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que le dispositif de changement d'outil est disposé à l'extérieur du tambour de fraisage
(10).
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que le générateur d'impulsions (50) est un fléau qui agit sur la surface de butée (52)
avec un poids.
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que le tambour de fraisage (10) est couplé avec un moteur d'entraînement de l'engin de
chantier par l'intermédiaire d'une chaîne cinématique,
l'unité de réglage comprenant un entraînement auxiliaire, qui peut être couplé avec
la chaîne cinématique, qui fait tourner le tambour de fraisage (10) dans l'état soulevé,
le moment de rotation de l'entraînement auxiliaire étant supérieur au moment d'inertie
du tambour de fraisage (10) et de la partie de la chaîne cinématique qui est déplacée
avec le tambour de fraisage (10) lorsque le moteur d'entraînement est arrêté ou découplé.
7. Procédé selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le dispositif de changement d'outil transporte les burins (30) démontés, directement
ou par l'intermédiaire d'un dispositif de convoyage, vers un récipient.
8. Procédé selon l'une des revendications 1 à 7, caractérisé en ce que le dispositif de changement d'outil est équipé d'un dispositif de coupe et en ce que le dispositif de coupe transporte des burins (30) à partir d'une unité de réserve
du dispositif de changement d'outil.
9. Procédé selon l'une des revendications 1 à 8, caractérisé en ce que le tambour de fraisage (10) est équipé d'un dispositif de détection qui contrôle,
de manière continue, par intervalles ou sur demande, l'état d'usure des burins (30)
ou une partie des burins (30) ou d'un seul burin (30) et en ce que le dispositif de détection initie ou signale un changement d'outil lorsqu'un état
d'usure prédéterminé est atteint.
10. Procédé selon la revendication 9, caractérisé en ce qu'au moins une unité d'enregistrement de signaux du dispositif de détection est monté
dans au moins un composant de l'engin participant directement ou indirectement au
processus de travail, en ce que l'unité d'enregistrement de signaux détermine un état de fonctionnement du composant
de l'engin et en ce que l'unité d'enregistrement de signaux détermine l'état d'usure par l'intermédiaire
d'un dispositif de traitement de signaux.


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