[0001] Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Überziehen einer Schlauchfolie bzw. einer
Folienhaube über einen Gutstapel. - Gutstapel meint insbesondere eine Mehrzahl von
Packungen, Paketen, Säcken oder dergleichen Einheiten, die zweckmäßigerweise zu einem
quaderförmigen Gutstapel gestapelt sind. Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass der
Gutstapel auf einer Palette aufgenommen ist. Dieser Gutstapel wird mit einer Schlauchfolie
bzw. mit einer Folienhaube überzogen, um dem Gutstapel einerseits eine höhere Stabilität
zu verleihen und um den Gutstapel andererseits vor Witterungseinflüssen zu schützen.
Bei dem Gutstapel kann es sich grundsätzlich auch um wenige gestapelte Einheiten handeln
oder aber auch um eine einzelne größere Einheit, beispielsweise aus dem Weisswarenbereich
(Waschmaschinen, Kühlschränke, Spülmaschinen und dergleichen). Der Gutstapel muss
nicht zwingend eine Quaderform haben, sondern kann prinzipiell auch andere Formen
aufweisen. Die überzuziehende Schlauchfolie bzw. Folienhaube passt sich gleichsam
der Form des Gutstapels an.
[0002] Vorrichtungen der eingangs genannten Art sind aus der Praxis in verschiedenen Ausführungsformen
bekannt. Die Schlauchfolie wird diesen Vorrichtungen von einem Schlauchfolienvorrat
zugeführt. Über dem Gutstapel wird die Schlauchfolie geöffnet und in Vertikalrichtung
gerafft.
[0003] Eine solche Vorrichtung ist beispielsweise aus
EP 1 353 847 B1 bekannt. Die Raffeinrichtung weist hier Raffrollen auf, denen jeweils eine einzige
Gegenrolle zugeordnet ist, wobei die Drehachse der Gegenrolle in Vertikalrichtung
jeweils unter der Drehachse der Raffrolle angeordnet ist. Zum Raffen wird die Schlauchfolie
zwischen den Raffrollen und Gegenrollen hindurchgeführt. Die Raffeinrichtung nach
EP 1 353 847 B1 kann anschließend auch zum Querstretchen der Schlauchfolie verwendet werden sowie
als Überziehvorrichtung zum Überziehen der Schlauchfolie über den Gutstapel. Beim
Überziehvorgang wird die Schlauchfolie abgerafft, wobei die abgeraffte Schlauchfolie
wiederum zwischen den Raffrollen und Gegenrollen hindurchgeführt wird. Die Vorrichtung
nach
EP 1 353 847 B1 hat sich grundsätzlich bewährt. Es hat sich aber gezeigt, dass zum Ende des Überziehvorgangs
bzw. beim Abraffen des Schlauchfolienendes die Schlauchfolie manchmal unkontrolliert
von den Rafffingern bzw. Raffecken abspringt und demzufolge nicht sehr präzise in
der gewünschten Position an dem Gutstapel bzw. an der Palette angelegt werden kann.
Insoweit ist die bekannte Vorrichtung verbesserungsfähig.
[0004] Demgegenüber liegt der Erfindung das technische Problem zugrunde eine Vorrichtung
der eingangs genannten Art anzugeben mit der der vorstehend genannte Nachteil vermieden
werden kann und mit der ein präzises und kontrolliertes Anlegen des Schlauchfolienendes
an dem Gutstapel bzw. an der Palette möglich ist.
[0005] Zur Lösung dieses technischen Problems lehrt die Erfindung eine Vorrichtung zum Überziehen
einer Schlauchfolie bzw. einer Folienhaube über einen Gutstapel, wobei zum Raffen
der Schlauchfolie zumindest zwei Rollenanordnungen mit jeweils zumindest einer Raffrolle
und zumindest einer Gegenrolle vorgesehen sind und wobei die Raffrollen und die Gegenrolle
beim Raffen in einer Raffposition angeordnet sind, in der die Schlauchfolie außenseitig
mit den Raffrollen und innenseitig mit den Gegenrollen in Kontakt steht,
wobei lediglich eine Gegenrolle jeder Rollenanordnung beim Raffen mit der Schlauchfolie
in Kontakt steht und dabei unterhalb einer horizontalen Rollenanordnungsbezugsebene
B angeordnet ist,
wobei eine Überziehvorrichtung vorgesehen ist, mit der die Schlauchfolie nach dem
Raffen über den Gutstapel gezogen wird, wobei die Rollenanordnungen in Überziehrichtung
mitgeführt werden,
wobei die Überziehvorrichtung zumindest zwei Führungselemente aufweist, über die die
beim Überziehen abgeraffte Schlauchfolie vor ihrer Anlage an den Gutstapel geführt
wird, und wobei eine Gegenrolle jeder Rollenanordnung zumindest beim Abraffen des
Schlauchfolienendes mit der Innenseite der Schlauchfolie in Kontakt steht und dabei
in einer Abraffposition oberhalb der Rollenanordnungsbezugsebene B angeordnet ist.
[0006] Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass die (gedachte) horizontale Rollenanordnungsbezugsebene
B durch die Drehachse einer Raffirolle einer Rollenanordnung in der Raffposition verläuft.
Es liegt fernerhin im Rahmen der Erfindung, dass die (gedachte) horizontale Rollenanordnungsbezugsebene
B quer bzw. senkrecht zur Zuführungsrichtung Z der Schlauchfolie bzw.quer/senkrecht
zur Überziehrichtung der Schlauchfolie angeordnet ist. Die (gedachte) Rollenanordnungsbezugsebene
B ist gleichsam fix in Bezug auf eine Rollenanordnung bzw. in Bezug auf eine Rollenanordnungseinrichtung
angeordnet und wird mit der Rollenanordnung bzw. mit der Rollenanordnungseinrichtung
in Überziehrichtung mitgeführt bzw. mitverfahren.
[0007] Nach sehr bevorzugter Ausführungsform der Erfindung ist die beim Raffen in Kontakt
mit der Schlauchfolie stehende Gegenrolle jeder Rollenanordnung zumindest beim Abraffen
des Schlauchfolienendes in einer entgegen der Überziehrichtung angefahrenen Abraffposition
angeordnet. Zweckmäßigerweise wird die beim Raffen in Kontakt mit der Schlauchfolie
stehende Gegenrolle jeder Rollenanordnung aus ihrer Raffposition in vertikaler Richtung
in ihrer Abraffposition verfahren.
[0008] Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass der Gutstapel auf einer Palette angeordnet
ist. Es versteht sich, dass das Schlauchfolienende am Ende des Überziehvorgangs abgerafft
und an den Gutstapel bzw, an die Palette angelegt wird. - Die Schlauchfolie bzw. die
Folienhaube besteht zweckmäßigerweise aus einer elastischen Kunststofffolie. Soweit
hier und nachfolgend von einer Folienhaube die Rede ist, meint dies die an einem Ende
bereits abgetrennte und abgeschweißte Schlauchfolie.
[0009] Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass die Schlauchfolie der erfindungsgemäßen Vorrichtung
von einem Schlauchfolienvorrat zugeführt wird. Zweckmäßigerweise sind die Seitenränder
der Schlauchfolie im Vorratszustand nach innen gefaltet. Man spricht dann von einem
Seitenfaltenschlauch. Es liegt weiterhin im Rahmen der Erfindung, dass die der Vorrichtung
zugeführte Schlauchfolie über bzw. vor dem Gutstapel geöffnet wird. Es empfiehlt sich,
dass anschließend Raffelemente in das Schlauchfolienende der geöffneten Schlauchfolie
einfahren, so dass die Innenseite des Schlauchfolienendes an den Raffelementen anliegt.
Jedes Raffelement weist vorzugsweise einen Raffbügel auf, der sich quer zur Zuführrichtung
der Schlauchfolie bzw. quer zur Vertikalrichtung erstreckt. Die Innenseite des Schlauchfolienendes
liegt nach dem Einfahren der Raffelemente an den Raffbügeln an. Nach besonders bevorzugter
Ausführungsform der Erfindung sind die Raffelemente mit ihren Raffbügeln an den vier
Ecken einer im Querschnitt rechteckförmigen geöffneten Schlauchfolie angeordnet. In
diesem Fall bezeichnet man die Raffbügel auch als Raffecken. Es liegt auch im Rahmen
der Erfindung, dass die Raffelemente bzw. Raffbügel quer zur Zuführungsrichtung der
Schlauchfolie, insbesondere in horizontaler Richtung verfahrbar sind und zwar vorzugsweise
unabhängig voneinander verfahrbar sind. Es liegt fernerhin im Rahmen der Erfindung,
dass die Raffelemente bzw. Raffbügel in Zuführungsrichtung der Schlauchfolie, insbesondere
in vertikaler Richtung verfahrbar sind.
[0010] Empfohlenermaßen ist jedem Raffelement bzw. jedem Raffbügel eine Gegenrolle zugeordnet,
die in Zuführungsrichtung der Schlauchfolie hinter bzw. unter dem zugeordneten Raffbügel
angeordnet ist, insbesondere in vertikaler Richtung unterhalb des Raffbügels angeordnet
ist. Es empfiehlt sich, dass jedem Raffelement bzw. Raffbügel eine Raffrolle zugeordnet
ist, die zumindest in der Raffposition in Zuführungsrichtung der Schlauchfolie hinter
bzw. unter dem zugeordneten Raffbügel angeordnet ist, insbesondere in vertikaler Richtung
unterhalb des Raffbügels angeordnet ist. Zweckmäßigerweise werden nach dem Einführen
der Raffelemente in das geöffnete Schlauchfolienende die Raffrollen herangefahren
bzw, angeklappt, so dass jede Raffrolle und die ihr zugeordnete Gegenrolle die Schlauchfolie
klemmend zwischen sich aufnehmen, Die Raffrollen und Gegenrollen befinden sich dann
in ihrer Raffposition. Vorzugsweise werden die Raffrollen angetrieben und dazu ist
jeder Raffrolle zweckmäßigerweise ein Antriebsmotor zugeordnet, Empfohlenermaßen werden
die Gegenrollen nicht angetrieben. Sie funktionieren gleichsam als Andrückrollen bezüglich
der zugeordneten Raffrollen.
[0011] Eine ganz besonders bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet,
dass jede Rollenanordnung aus einer Raffrolle und lediglich einer der Raffrolle zugeordneten
Gegenrolle besteht. Empfohlenermaßen sind vier solcher Rollenanordnungen an den vier
Ecken einer im Querschnitt rechteckförmigen aufgespannten Schlauchfolie angeordnet.
[0012] Gemäß besonders bevorzugter Ausführungsform sind die Rollenanordnungen in der Raffposition
so orientiert, dass die Drehachse der Gegenrolle in Zuführungsrichtung der Schlauchfolie
hinter bzw. in vertikaler Richtung unterhalb der Drehachse der Raffrolle angeordnet
ist. Bei dieser Ausführungsform sind die Drehachsen von Raffrolle und Gegenrolle so
angeordnet, dass die Tangente im jeweiligen Kontaktpunkt der Raffrolle und der zugeordneten
Gegenrolle nach schräg unten und in Bezug auf den Gutstapel nach außen weist.
[0013] Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass in der Raffposition ein für die Bildung der
Folienhaube vorgesehener Schlauchfolienabschnitt vom Schlauchfolienvorrat abgezogen
wird und vor bzw. über dem Gutstapel gerafft wird. Es liegt weiterhin im Rahmen der
Erfindung, dass zumindest zwei Raffelemente bzw. Raffbügel vorhanden sind, über die
die Schlauchfolie in der Raffposition geführt wird, wobei in Zuführungsrichtung der
Schlauchfolie hinter einem Raffelement bzw. Raffbügel eine Rollenanordnung vorgesehen
ist, durch die die Schlauchfolie in der Raffposition geführt wird und in Zuführungsrichtung
hinter der Rollenanordnung gerafft wird. Es wurde bereits oben dargelegt, dass zweckmäßigerweise
zumindest vier bzw. vier Raffelemente/Raffbügel vorgesehen sind, denen jeweils eine
Rollenanordnung zugeordnet ist und die sehr bevorzugt an den vier Ecken einer im Querschnitt
rechteckförmigen aufgespannten Schlauchfolie angeordnet sind. Beim Raffen wird die
Schlauchfolie auf den Raffelementen in bekannter Weise balgenartig bzw. zieharmonikaartig
gerafft. Aufgrund der vorstehend beschriebenen bevorzugten Anordnung der Drehachsen
der Rollen kann beim Raffen eine sehr gleichmäßige Faltenbildung erreicht werden,
wobei die Falten jeweils schräg nach unten und (bezüglich des Gutstapels) nach außen
weisen. Bei dieser gleichmäßigen Ausrichtung der Falten kann die Folienhaube beim
anschließenden Überziehen über den Gutstapel auf einfache und funktionssichere Weise
Falte für Falte abgezogen werden. Dadurch wird erreicht, dass die Folienhaube beim
Überziehen keinen nachteilhaften Zwängen ausgesetzt ist und insbesondere beschädigungsfrei
bleibt.
[0014] Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass die erfindungsgemäße Vorrichtung eine Trennvorrichtung
und eine Schweißvorrichtung aufweist, mit denen die Schlauchfolie nach dem Raffen
am oberen Ende der zu bildenden Folienhaube unter Bildung der Folienhaube abgetrennt
und abgeschweißt wird. - Eine besonders bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist
dadurch gekennzeichnet, dass die Raffelemente auch als Querstretchelemente eingesetzt
werden, mit denen die Schlauchfolie bzw. die Folienhaube nach dem Raffen und zweckmäßigerweise
vor dem Überziehen über den Gutstapel quergestretcht wird. Zweckmäßigerweise fahren
dazu die Raffelemente mit ihren Raffbügeln (Raffecken) quer zur Zuführungsrichtung
der Schlauchfolie auseinander. Das Querstretchen wird mit der Maßgabe ausgeführt,
dass der Querschnitt bzw. Horizontalquerschnitt der quergestretchten Schlauchfolie
größer ist als der Querschnitt bzw. Horizontalquerschnitt des Gutstapels.
[0015] Nach dem Raffen und vorzugsweise nach dem Querstretchen wird dann die Schlauchfolie
mit der Überziehvorrichtung über den Gutstapel gezogen. Gemäß besonders bevorzugter
Ausführungsform der Erfindung sind die Raffelemente auch die Führungselemente der
Überziehvorrichtung. Die Raffbügel (Raffecken) funktionieren bei dieser bevorzugten
Ausführungsform also auch als Führungsbügel, über die die beim Überziehen abgeraffte
Schlauchfolie vor ihrer Anlage an den Gutstapel geführt wird. Nach sehr bevorzugter
Ausführungsform der Erfindung werden die Raffelemente bzw, Führungselemente zum Raffen
und zum Querstretchen und zum Überziehen der Schlauchfolie eingesetzt. Bei allen drei
Vorgängen sind zweckmäßigerweise zumindest vier bzw. vier Raffelemente beteiligt,
die bevorzugt an den vier Ecken der im Querschnitt rechteckförmigen Schlauchfolie
angeordnet sind. Zum Überziehen der Folienhaube sind die Raffelemente (Führungselemente)
in Überziehrichtung der Folienhaube bzw. in vertikaler Richtung verfahrbar. Dazu sind
die Raffelemente (Führungselemente) zweckmäßigerweise an einen Spannrahmen angeschlossen,
der in entsprechender Weise verfahrbar ist.
[0016] Vor dem Überziehen bzw. Abraffen der Schlauchfolie können die Raffrollen aus ihrer
Raffposition von den Gegenrollen entfernt bzw. abgeklappt werden. Dann erfolgt das
Abraffen nur durch Abziehen der Schlauchfolie beim Herunterfahren der Raffelemente
bzw. des Spannrahmens. Die Raffrollen können bei diesem Überziehvorgang aber auch
an die Gegenrollen angeklappt sein. Das Abraffen wird dann durch die Raffrollen zusätzlich
unterstützt. Die beim Überziehen abgeraffte Schlauchfolie wird empfohlenermaßen über
die Raffbügel der Raffelemente geführt. Am Ende des Überziehvorgangs und beim Abraffen
des Schlauchfolienendes wird das Verfahren bzw. vertikale Verfahren der Raffelemente
bzw. des Spannrahmens zweckmäßigerweise verlangsamt. Es liegt im Rahmen der Erfindung,
dass die Gegenrollen der Rollenanordnung zumindest am Ende des Überziehvorganges bzw.
zumindest beim Abraffen des Schlauchfolienendes jeweils in Richtung des zugeordneten
Führungsbügels bzw. an den zugeordneten Führungsbügel heran in die Abraffposition
verfahren werden. Es versteht sich, dass das Abraffen des Schlauchfolienendes im unteren,
insbesondere palettenseitigen Bereich des Gutstapels stattfindet. Zweckmäßigerweise
verfahren alle Gegenrollen der Rollenanordnungen in die vorstehend genannte Abraffposition.
Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass die Gegenrollen in der Abraffposition einen
geringeren bzw. einen wesentlich geringeren Abstand zum zugeordneten Führungsbügel
aufweisen als in der Raffposition. Die Gegenrollen werden also aus ihrer Raffposition
in die Abraffposition zum Führungsbügel hin verfahren. - Grundsätzlich liegt es auch
im Rahmen der Erfindung, dass die Raffrollen in vertikaler Richtung verfahrbar sind.
[0017] Vorzugsweise sind zumindest am Ende des Überziehvorganges bzw. zumindest beim Abraffen
des Schlauchfolienendes die Raffrollen an die zugeordneten Gegenrollen angeklappt
bzw. angefahren, so dass die Schlauchfolienwandung des abgerafften Schlauchfolienendes
zwischen Gegenrollen und Raffrollen klemmend aufgenommen ist. Nach einer ersten Ausführungsform
der Erfindung ist die Anordnung der Raffrollen relativ zu den zugeordneten Raffelementen
in der Raffposition und in der Abraffposition unverändert. Gemäß einer zweiten Ausführungsform
können die Raffrollen wie die Gegenrollen entgegen der Überziehrichtung der Schlauchfolie
in die Abraffposition verfahren werden. Bei dieser Ausführungsform hat dann eine Raffrolle
in der Abraffposition zweckmäßigerweise einen geringeren Abstand zu dem zugeordneten
Führungsbügel als in der Raffposition.
[0018] Aufgrund der erfindungsgemäßen Anordnung von Raffrollen, Gegenrollen und Führungsbügeln
wird das Schlauchfolienende quasi bis zuletzt bis zum Ende des Überziehvorganges zwischen
Gegenrolle und Raffrolle gehalten bzw. transportiert und kann somit sehr kontrolliert
über den zugeordneten Führungsbügel geführt werden. Die erfindungsgemäße Anordnung
gewährleistet ein kontrolliertes funktionssicheres und präzises Abraffen des Schlauchfolienendes
sowie ein Anlegen des Schlauchfolienendes in korrekter Position an dem Gutstapel bzw.
an der Palette.
[0019] Es empfiehlt sich, dass die Raffelemente am Ende des Überziehvorgangs und bei in
der Abraffposition angeordneten Gegenrollen quer zur Überziehrichtung nach innen in
Richtung Gutstapel bzw. insbesondere in Richtung einer unter dem Gutstapel angeordneten
Palette verfahrbar sind. Dann wird das Schlauchfolienende von den Führungselementen
abgelöst und an den Gutstapel bzw. insbesondere an die Palette angelegt. Dieses Anlegen
erfolgt normalerweise ohne aufwendige Zusatzmaßnahmen, da die quergestretchte Schlauchfolie
sich aufgrund elastischer Rückstellkräfte quasi automatisch an den Gutstapel bzw.
an die Palette anlegt.
[0020] Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass der Gutstapel auf einer Palette angeordnet
ist, die einen Palettenoberboden und einen Palettenunterboden aufweist und nach einer
Ausführungsform zusätzlich zumindest einen zwischen Palettenoberboden und Palettenunterboden
angeordneten Palettenzwischenboden. Gemäß einer ersten bevorzugten Ausführungsform
werden die Raffelemente unterhalb der Palette nach innen verfahren und das Schlauchfolienende
wird dann an der Unterseite des Palettenunterbodens angelegt. Nach einer zweiten bevorzugten
Ausführungsform der Erfindung verfahren die Führungselemente im Bereich unterhalb
des Palettenoberbodens und oberhalb des Palettenunterbodens nach innen und das Schlauchfolienende
wird bei dieser Ausführungsform an der Unterseite des Palettenoberbodens oder an der
Unterseite eines zwischen Palettenoberbodens und Palettenunterbodens angeordneten
Palettenzwischenbodens angelegt. - Aufgrund der erfindungsgemäßen Anordnung von Raffrollen,
Gegenrollen und Raffbügeln kann bei beiden Ausführungsformen ein sehr kontrolliertes
und somit präzises Anlegen des Schlauchfolienendes erreicht werden.
[0021] Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung weist jede Rollenanordnung zumindest
zwei Gegenrollen auf, wobei lediglich die erste Gegenrolle jeder Rollenanordnung beim
Raffen in Kontakt mit der Schlauchfolie steht und die zweite Gegenrolle jeder Rollenanordnung
beim Raffen außer Kontakt mit der Schlauchfolie ist und wobei beide Gegenrollen jeder
Rollenanordnung beim Abraffen in Kontakt mit der Innenseite der Schlauchfolie stehen.
Zweckmäßigerweise ist bei dieser Ausführungsform die erste Gegenrolle beim Raffen
und beim Abraffen unterhalb der horizontalen Rollenanordnungsbezugsebene B angeordnet.
Vorzugsweise ist die zweite Gegenrolle beim Abraffen oberhalb der horizontalen Rollenanordnungsbezugsebene
B angeordnet. Zweckmäßigerweise sind die zweiten Gegenrollen abklappbar, so dass sie
beim Raffen außer Kontakt mit der Schlauchfolie sind und anschließend anklappbar,
so dass sie beim Abraffen in Kontakt mit der Schlauchfolie stehen.
[0022] Gegenstand der Erfindung ist im Übrigen auch ein Verfahren zum Überziehen einer Schlauchfolie
bzw. einer Folienhaube über einen Gutstapel. Im Rahmen dieses Verfahrens werden die
Raffelemente bzw. der Spannrahmen mit angeschlossenen Raffelementen beim Überziehvorgang
zunächst nach unten in Richtung Palette verfahren. Am unteren Ende des Gutstapels
bzw, im Bereich der Palette wird die Vertikalbewegung der Raffelemente zweckmäßigerweise
verlangsamt. Dann erfolgt vorzugsweise die Überführung der Gegenrollen in die Abraffposition.
Anschließend werden empfohlenermaßen die Raffrollen an die zugeordneten Gegenrollen
angefahren bzw. angeklappt. Danach werden die Raffelemente nach innen verfahren, so
dass das Schlauchfolienende insbesondere an der Palette angelegt werden kann.
[0023] Der Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung
nicht nur ein sehr funktionssicheres Raffen, Querstretchen und Abraffen der Schlauchfolie
möglich ist, sondern zusätzlich auch ein sehr kontrolliertes und präzises Anlegen
des Schlauchfolienendes an die Palette unter dem Gutstapel. Obwohl sich die erfindungsgemäße
Vorrichtung durch eine überraschend hohe Funktionssicherheit auszeichnet, wird dies
nichtsdestoweniger mit verhältnismäßig einfachen und wenig aufwendigen Maßnahmen erreicht.
Die Erfindung gewährleistet des Weiteren durch das gezielte Anlegen der Folie an die
Palettenunterseite einen reduzierten Unterstretchbereich, was zu Einsparungen des
Folienverbrauches führt. Die erfindungsgemäße Vorrichtung arbeitet störungsfrei und
zeichnet sich insbesondere auch durch einen sehr geringen Wartungsaufwand aus. Somit
weist die erfindungsgemäße Vorrichtung beachtliche Vorteile gegenüber aus dem Stand
der Technik bekannten Vorrichtungen auf.
[0024] Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden
Zeichnung näher erläutert. Es zeigen in schematischer Darstellung:
- Fig. 1
- eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung,
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf den Gegenstand nach Fig. 1 im Schnitt,
- Fig. 3
- einen Ausschnitt aus Fig. 1 im Bereich einer Raffrolle in einer ersten Funktionsstellung
(Raffposition),
- Fig. 4
- den Gegenstand nach Fig. 3 in einer zweiten Funktionsstellung (Abraffposition) und
- Fig. 5
- den Gegenstand gemäß Fig. 4 unterhalb einer Palette.
Die Figuren zeigen eine Vorrichtung zum Überziehen einer Schlauchfolie 1 über einen
Gutstapel 2. Nachfolgend wird durchgängig der Begriff Schlauchfolie 1 benutzt, obwohl
nach bevorzugter Ausführungsform die Schlauchfolie 1 nach dem Abtrennen und Abschweißen
als Folienhaube vorliegt. Bei dem Gutstapel 2 mag es sich um eine Mehrzahl von Paketen
handeln, die auf einer Palette 3 zu einem Quader gestapelt sind.
[0025] Die Schlauchfolie 1 wird in an sich bekannter Weise von einem Schlauchfolienvorrat
4 zugeführt und oberhalb des Gutstapels 2 mit einer Öffnungsvorrichtung 5 geöffnet.
Anschließend werden vier Raffelemente 6 in die geöffnete Schlauchfolie 1 eingefahren,
so dass die Innenseite der Schlauchfolie 1 an diesen Raffelementen 6 anliegt. Zweckmäßigerweise
und im Ausführungsbeispiel sind die Raffelemente 6 an den vier Ecken einer im Querschnitt
rechteckförmigen geöffneten bzw. aufgespannten Schlauchfolie 1 angeordnet. Die Raffelemente
6 weisen im Ausführungsbeispiel jeweils einen gebogenen Raffbügel 7 auf, der sich
quer zur Zuführungsrichtung Z der Schlauchfolie 1 erstreckt sowie eine an den Raffbügel
7 anschließende Vertikalwand 8, Vorzugsweise und im Ausführungsbeispiel sind die beiden
Arme des gebogenen Raffbügels 7 nach unten hin ausgerichtet. Das ist insbesondere
in den Fig. 3, 4 und 5 erkennbar.
[0026] Die Schlauchfolie 1 wird zunächst gerafft. Dazu ist jedem Raffelement 6 eine Rollenanordnung
9 aus einer Raffrolle 10 und lediglich einer Gegenrolle 11 zugeordnet. In der Fig.
3 ist eine Rollenanordnung 9 in der Raffposition gezeigt, in der die Gegenrolle 11
unterhalb einer horizontalen Rollenanordnungsbezugsebene B angeordnet ist. Vom Schlauchfolienvorrat
4 wird Schlauchfolie 1 abgezogen, jeweils über die Raffbügel 7 geführt sowie jeweils
zwischen der Raffrolle 10 und der Gegenrolle 11 hindurchgeführt. Zweckmäßigerweise
und im Ausführungsbeispiel haben die Raffrollen 10 einen größeren Durchmesser als
die zugeordneten Gegenrollen 11, Vorzugsweise und im Ausführungsbeispiel nach Fig.
3 sind die Raffrollen und die Gegenrollen 11 in der Raffposition so angeordnet, dass
die Drehachse einer Gegenrolle 11 in vertikaler Richtung unterhalb der Drehachse der
Raffrolle 10 liegt. Die Drehachse von Raffrolle 10 und Gegenrolle 11 sind in der Raffposition
so angeordnet, dass die Tangente T im jeweiligen Kontaktpunkt der Raffrolle 10 und
der zugeordneten Gegenrolle 11 nach schräg unten und außen weist (Fig. 3). Empfohlenermaßen
bildet eine durch die Drehachsen von Raffrolle 10 und Gegenrolle 11 verlaufende Gerade
G mit einer durch die Drehachse der Gegenrolle verlaufenden Horizontalen H einen Winkel
α von 5 bis 25°, bevorzugt von 10 bis 20°. Nach dem Durchlaufen der Rollenanordnungen
9 wird die Schlauchfolie 1 unterhalb der Rollenanordnungen 9 gerafft. Die spezielle
Anordnung der Drehachsen der Rollen ermöglicht es dabei, dass eine sehr gleichmäßige
- in Fig. 3 erkennbare - Faltenbildung erzielt wird, wobei die Falten der gerafften
Schlauchfolie 1 jeweils schräg nach unten und außen weisen. Zweckmäßigerweise berägt
der Winkel β zwischen den Falten und der Vertikalen V 20 bis 60°, bevorzugt 45° bzw,
etwa 45°. Aufgrund dieser gleichmäßigen Ausrichtung der Falten kann die Schlauchfolie
1 beim anschließenden Überziehen über den Gutstapel 2 zwangfrei und beschädigungsfrei
abgerafft werden. Nach dem Raffen der Schlauchfolie 1 wird die Schlauchfolie an ihrem
oberen Ende zweckmäßigerweise mit einer nicht dargestellten Trennvorrichtung abgetrennt
und mit einer ebenfalls nicht dargestellten Schweißvorrichtung abgeschweißt, so dass
eine Folienhaube gebildet wird.
[0027] Es liegt im Rahmen der Erfindung, dass die geraffte Schlauchfolie quergestretcht
wird, so dass ihr Horizontalquerschnitt größer ist als der Horizontalquerschnitt des
Gutstapels 2. Nach besonders bevorzugter Ausführungsform der Erfindung werden die
Raffelemente 6 bzw. die Raffbügel auch als Querstretchelemente eingesetzt und zum
Querstretchen der Schlauchfolien 1 werden die Raffelemente 6 diagonal auseinander
gefahren. Die Fig. 2 zeigt die Raffelemente 6 nach dem Querstretchen über dem Gutstapel
2.
[0028] Nach dem Raffen und Querstretchen wird die Schlauchfolie 1 über den Gutstapel 2 gezogen.
Nach bevorzugter Ausführungsform und im Ausführungsbeispiel bilden die Raffelemente
6 zugleich die Führungselemente für diesen Überziehvorgang. Dazu sind die Raffelemente
6 vertikal bzw. vertikal nach unten verfahrbar. Zweckmäßigerweise sind die Raffelemente
6 an einen vertikal verfahrbaren Spannrahmen bzw. Hubrahmen angeschlossen. Beim Überziehen
bzw. bei der Vertikalbewegung der Raffelemente 6 wird die geraffte Schlauchfolie 1
wieder abgerafft, wobei die Falten der gerafften Schlauchfolie 1 nach und nach abgezogen
bzw. aufgelöst werden. Beim Überziehen bzw. beim Abraffen durchläuft die Schlauchfolie
1 die Rollenanordnungen 9 in im Vergleich zum Raffvorgang entgegengesetzter Richtung
und wird anschließend über die Raffbügel 7 geführt. Die angetriebenen Raffrollen 10
drehen beim Abraffen auch in im Vergleich zum Raffen entgegengesetzter Richtung. Am
Ende des Überziehvorgangs bzw. bei Annäherung der Raffelemente 6 an die Palette 3
wird die Vertikalbewegung der Raffelemente 6 zweckmäßigerweise verlangsamt. Spätestens
wenn sich die Raffelemente 6 kurz vor der Palette 3 oder im Bereich der Palette 3
befinden, werden die Gegenrollen 11 zum Abraffen des Schlauchfolienendes vertikal
nach oben in Richtung des zugeordneten Raffbügels 7 in ihre Abraffposition verfahren,
in der sie vorzugsweise unmittelbar unterhalb des zugeordneten Raffbügels 7 angeordnet
sind. Diese Abraffposition ist in der Fig. 4 dargestellt, in der die Gegenrolle 11
oberhalb der Rollenanordnungsbezugsebene B angeordnet ist. Die (gedachte) Rollenanordnungsbezugsebene
B ist in Bezug auf die Rollenanordnungen 9 bzw. in Bezug auf die Rollenanordnungseinrichtungen
fix angeordnet und wird mit den Rollenanordnungen 9 in Überziehrichtung verfahren.
Für die Bewegung in die Abraffposition sind die Gegenrollen 11 zweckmäßigerweise an
einer Linearführung 12 verfahrbar. Die Gegenrollen 11 durchgreifen im Ausführungsbeispiel
im Übrigen jeweils einen Vertikalschlitz 13 in der zugeordneten Vertikalwand 8. Beim
Überziehvorgang werden dann spätestens in der Abraffposition der Gegenrollen 11 die
Raffrollen 10 wieder an die Gegenrollen 11 bewegt. Fig. 4 zeigt diese Abraffposition
bei einer Raffrolle 10. In der Abraffposition sind im Übrigen vorzugweise die Drehachsen
der Gegenrollen 11 in vertikaler Richtung oberhalb der Drehachsen der Raffrollen 10
angeordnet. Der Fig. 4 ist auch entnehmbar, dass das abzuraffende Schlauchfolienende
quasi bis zuletzt bzw. bis zum Ende des Überziehvorganges zwischen Gegenrollen 11
und Raffrollen 10 gehalten wird und somit kontrolliert Ober den zugeordneten Raffbügel
7 geführt werden kann.
[0029] Nach einer Ausführungsform und im Ausführungsbeispiel werden die Raffelemente 6 bis
in den Bereich unter der Palette 3 vertikal verfahren. Hier werden dann die Raffelemente
6 nach innen zur Palette 3 hin bewegt und das Schlauchfolienende wird letztendlich
von den Raffbügeln 7 abgelöst und an der Unterseite des Palettenunterbodens 14 angelegt.
Aufgrund der erfindungsgemäßen Anordnung von Raffrollen 10, Gegenrollen 11 und Raffbügeln
7 in der Abraffposition kann dieses Anlegen des Schlauchfolienendes sehr funktionssicher
und präzise erfolgen.
1. Vorrichtung zum Überziehen einer Schlauchfolie (1) bzw. einer Folienhaube über einen
Gutstapel (2), wobei zum Raffen der Schlauchfolie (1) zumindest zwei Rollenanordnungen
(9) mit jeweils zumindest einer Raffrolle (10) und zumindest einer Gegenrolle (11)
vorgesehen sind, und wobei die Raffrollen (10) und die Gegenrollen (11) beim Raffen
in einer Raffposition angeordnet sind, in der die Schlauchfolie (1) außenseitig mit
den Raffrollen (10) und innenseitig mit den Gegenrollen (11) in Kontakt steht,
wobei lediglich eine Gegenrolle (11) jeder Rollenanordnung (9) beim Raffen mit der
Schlauchfolie (1) in Kontakt steht und dabei unterhalb einer horizontalen Rollenanordnungsbezugsebene
B angeordnet ist,
wobei eine Überziehvorrichtung vorgesehen ist, mit der die Schlauchfolie (1) nach
dem Raffen über den Gutstapel (2) gezogen wird, wobei die Rollenanordnungen (9) in
Überziehrichtung mitgeführt werden,
wobei die Überziehvorrichtung zumindest zwei Führungselemente aufweist, über die die
beim Überziehen abgeraffte Schlauchfolie geführt wird, und wobei eine Gegenrolle (11)
jeder Rollenanordnung (9) zumindest beim Abraffen des Schlauchfolienendes mit der
Innenseite der Schlauchfolie (1) in Kontakt steht und dabei in einer Abraffposition
oberhalb der Rollenanordnungsbezugsebene B angeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, wobei die beim Raffen in Kontakt mit der Schlauchfolie
(1) stehende Gegenrolle (11) jeder Rollenanordnung (9) zumindest beim Abraffen des
Schlauchfolienendes in einer entgegen der Überziehrichtung angefahrenen Abraffposition
angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2, wobei die beim Raffen in Kontakt mit
der Schlauchfolie (1) stehende Gegenrolle (11) jeder Rollenanordnung (9) aus ihrer
Raffposition in vertikaler Richtung in ihre Abraffposition verfahren wird.
4. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei jede Rollenanordnung (9) aus einer
Raffrolle (10) und lediglich einer der Raffrolle (10) zugeordneten Gegenrolle (11)
besteht.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Rollenanordnungen (9) in der
Raffposition so orientiert sind, dass die Drehachse der Gegenrolle (11) in Zuführungsrichtung
der Schlauchfolie (1) hinter bzw. in vertikaler Richtung unterhalb der Drehachse der
Raffrolle (10) angeordnet ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei zumindest zwei Raffelemente (6)
bzw. Raffibügel (7) vorhanden sind, über die die Schlauchfolie (1) in der Raffposition
geführt wird, wobei in Zuführungsrichtung der Schlauchfolie (1) hinter einem Raffelement
(6) bzw. Raffbügel (7) eine Rollenanordnung (9) vorgesehen ist, durch die die Schlauchfolie
(1) in der Raffposition geführt wird und wobei die Schlauchfolie (1) in Zuführungsrichtung
hinter der Rollenanordnung (9) gerafft wird.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die Raffelemente (6) die Querstretchelemente
bilden, mit denen die Schlauchfolie (1) nach dem Raffen quergestretcht wird.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, wobei die Raffelemente (6) zugleich
die Führungselemente der Überziehvorrichtung sind.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, wobei die Führungselemente jeweils einen
oberseitigen Führungsbügel aufweisen, über welche die beim Überziehen abgeraffte Schlauchfolie
geführt wird und wobei die Gegenrolle (11) bzw. die Gegenrollen (11) zumindest beim
Abraffen des Schlauchfolienendes jeweils in einer in Richtung des zugeordneten Führungsbügels
bzw. an einen Führungsbügel herangefahrenen Abraffposition angeordnet ist/sind.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, wobei zumindest beim Abraffen des Schlauchfolienendes
eine Raffrolle (10) an die zugeordnete Gegenrolle (11) angeklappt bzw. angefahren
ist, so dass das abgeraffte Schlauchfolienende zwischen Gegenrolle (11) und Raffrolle
(10) aufgenommen ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, wobei die Führungselemente bei in der
Abraffposition angeordneter Gegenrolle (11) bzw. angeordneten Gegenrollen (11) quer
zur Überziehrichtung nach innen in Richtung Gutstapel (2) bzw. insbesondere in Richtung
einer unter dem Gutstapel (2) angeordneten Palette (3) verfahrbar sind und das Schlauchfolienende
von den Führungselementen abgelöst und an den Gutstapel (2) bzw. insbesondere an die
Palette (3) angelegt wird.
12. Vorrichtung nach Anspruch 11, wobei die Führungselemente unterhalb der Paletten (3)
nach innen verfahrbar sind und das Schlauchfolienende an der Unterseite des Palettenunterbodens
(14) angelegt wird.
13. Vorrichtung nach Anspruch 11, wobei die Führungselemente im Bereich unterhalb des
Palettenoberbodens und oberhalb des Palettenunterbodens (14) nach innen verfahrbar
sind und das Schlauchfolienende an der Unterseite des Palettenoberbodens oder an der
Unterseite eines zwischen Palettenoberboden und Palettenunterboden (14) angeordneten
Palettenzwischenbodens angelegt wird.
14. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3 oder 5 bis 13, wobei jede Rollenanordnung
zwei Gegenrollen aufweist, wobei lediglich die in Raffrichtung nach der Raffrolle
(10) angeordnete Gegenrolle (11) jeder Rollenanordnung (9) an die Raffrolle (10) gedrückt
ist und beim Raffen in Kontakt mit der Schlauchfolie (1) steht und die zweite Gegenrolle
(11) jeder Rollenanordnung (9) beim Raffen außer Kontakt mit der Schlauchfolie (1)
ist und wobei beide Gegenrollen (11) jeder Rollenanordnung (9) beim Abraffen in Kontakt
mit der Schlauchfolie (1) stehen.