[0001] Die Erfindung betrifft eine klappbare Kiste, insbesondere eine Holzkiste, wie zum
Beispiel für den Transport von Obst, Gemüse oder Blumen.
[0002] Bekannt sind Holzkisten zum Transport von Obst, Gemüse oder Blumen, mit zum Beispiel
fünf Wänden, die ein quaderförmiges Volumen zumindest teilweise einfassen. Solche
Kisten weisen in der Regel einen rechteckigen Boden auf, der an seinen Kanten von
Seitenwänden, die vom Boden rechtwinklig nach oben abragen und das Volumen seitlich
einfassen, umgeben wird. Die Kisten sind aus verschiedenen Gründen aus Holz gefertigt.
Einer davon ist, dass die Kiste zum Beispiel CO
2-neutral entsorgt werden kann. Der Boden und die Seitenteile werden aus Gründen der
Stabilität und der Einfachheit der Herstellung fest, d.h. starr miteinander verbunden.
Beim Transport leerer Kisten birgt dies den Nachteil, dass das in den Kisten befindliche
Luftvolumen ebenfalls transportiert werden muss, wodurch die Transportkosten erhöht
werden.
[0004] Aufgabe der Erfindung ist es, eine zusammenlegbare Kiste bereitzustellen, die platzsparend
transportiert und kostengünstig hergestellt werden kann, und die praktisch in der
Handhabung ist.
[0005] Die Aufgabe wird gelöst durch die Merkmale des Anspruchs 1. Vorteilhafte Weiterentwicklungen
ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.
[0006] Eine erfindungsgemäße Kiste umfasst ein Volumen, welches zumindest teilweise eingefasst
ist, von einer ersten Wand, einer zweiten Wand und einer dritten Wand. Die Wände der
Kiste sind bevorzugt eben und/oder starr, d.h. in sich stabil. Die Wände können beispielsweise
eine geschlossene Bauweise, wie zum Beispiel einer Platte, oder eine offene Bauweise,
wie zum Beispiel eine Platte mit einer oder mehreren Öffnungen aufweisen. Bevorzugt
ist eine offene Bauweise bei der die Wände aus an einem Rahmen befestigten Latten
oder einer Kreuzlattung gebildet wird, wobei bevorzugt ist, dass die Latten aus einem
Holzwerkstoff, wie zum Beispiel Pappel, gebildet sind. Wenn von Latten die Rede ist,
sind ebenfalls Bretter und Leisten gemeint, und umgekehrt. Vorzugsweise sind die Latten
aus einem einschichtigen Holzwerkstoff, wobei tragende Teile der Kiste, die einer
erhöhten Beanspruchung unterliegen, bevorzugt auch aus einem geschichteten Material,
welches in unterschiedliche Richtungen ausgerichtete Faserschichten aufweist, wie
zum Beispiel Sperrholz, sein können. Die Latten können zum Beispiel mittels Klammern
oder Krampen an dem Rahmen befestigt sein.
[0007] Die zweite Wand und die dritte Wand sind im Wesentlichen parallel zueinander und
voneinander beabstandet. Der Abstand kann zum Beispiel entsprechend des gewünschten
Volumens der Kiste bei der Herstellung der Kiste angepasst werden. Die zweite Wand
ist um eine erste Schwenkachse und die dritte Wand ist um eine zweite Schwenkachse
schwenkbar an der ersten Wand angeordnet. Die Schwenkbarkeit kann beispielsweise mit
Scharnieren, Stiftverbindungen, die eine Rotation zulassen, oder anderen aus dem Stand
der Technik bekannten Mitteln erreicht werden. Grundsätzlich kann für die Schwenkbarkeit
eine einfache Drahtschlinge ausreichen mit der die zweite Wand und die dritte Wand
mit der ersten Wand verbunden sind. Bevorzugt wird die Schwenkbarkeit der zweiten
und dritten Wand erreicht über eine Stiftverbindung, bei der die Längsachse des oder
der Stifte in der gewünschten Schwenkachse angeordnet sind.
[0008] Die erfindungemäße Kiste umfasst ferner eine vierte Wand, welche um eine dritte,
in etwa senkrecht zur ersten oder zweiten Schwenkachse stehende Schwenkachse schwenkbar
ist. Die vierte Wand kann aus einer in Bezug zur ersten Wand in etwa senkrechten Stellung
mit einer Schwenkbewegung um die dritte Schwenkachse in eine in Bezug zur ersten Wand
in etwa parallele Stellung umgeklappt werden. Die vierte Wand kann in ihrer senkrechten
Position insbesondere dazu dienen, der entfalteten Kiste die erforderliche Stabilität
zu geben, so dass die Kiste beispielsweise nicht zusammenfaltbar ist. Vorzugsweise
ist die Kiste nur dann zusammenfaltbar, wenn die vierte Wand in eine Position parallel
zur ersten Wand geklappt ist.
[0009] Erfindungsgemäß sind die zweite Wand und die dritte Wand aus einer in Bezug zur ersten
Wand in etwa senkrechten Stellung um die erste und zweite Schwenkachse unter Beibehaltung
der Parallelität zwischen zweiter und dritter Wand umklappbar. Zum Beispiel werden
die zweite Wand zur ersten Wand hin geklappt und die dritte Wand aus der senkrechten
Position von der ersten Wand weg, aber zu einer "gedachten" Ebene hin geklappt, in
der sich die erste Wand befindet. Die zweite Wand und die dritte Wand sind bevorzugt
in die gleichen Richtungen schwenkbar.
[0010] Bevorzugt ist die dritte Schwenkachse parallel zur ersten Wand und insbesondere senkrecht
zur ersten oder zweiten Schwenkachse. Die dritte Schwenkachse kann bei oder an der
ersten Wand gebildet sein, so dass sich die erste Wand und die dritte Schwenkachse,
bevorzugt auch die erste Schwenkachse und die zweite Schwenkachse in etwa in einer
Ebene befinden.
[0011] In einer anderen erfindungsgemäßen Ausführungsform kann die dritte Schwenkachse an
der Kante der vierten Wand gebildet sein, die der Kante der vierten Wand gegenüberliegt,
die an die erste Wand angrenzt. Alternativ oder zusätzlich kann die dritte Schwenkachse
in etwa in einer Ebene mit einer vierten und fünften Schwenkachse und insbesondere
mit wenigstens einem Verbindungselement, welches die zweite und dritte Wand verbindet,
liegen.
[0012] Allgemein bevorzugt ist, dass die zweite Wand und die dritte Wand über wenigstens
ein parallel zur und beabstandet von der ersten Wand verlaufendes Verbindungselement
verbunden sind. Das wenigstens eine Verbindungselement kann beispielsweise eine Wand
oder eine einfache Leiste sein. Bevorzugt ist zwischen die erste Wand und das wenigstens
eine Verbindungselement die vierte Wand klappbar, so dass der Abstand zwischen der
ersten Wand und dem wenigstens einen Verbindungselement insbesondere eine Länge, wie
zum Beispiel eine Höhe oder Breite, der vierten Wand beträgt.
[0013] Das wenigstens eine Verbindungselement kann vorzugsweise um eine vierte Schwenkachse
mit der zweiten Wand und um eine fünfte Schwenkachse mit der dritten Wand verbunden
sein. Das wenigstens eine Verbindungselement kann an der Kante der zweiten Wand angeordnet
sein, die der an die erste Wand angrenzenden Kante der zweiten Wand gegenüberliegt.
Das wenigstens eine Verbindungselement kann an der Kante der dritten Wand angeordnet
sein, die der an die erste Wand angrenzenden Kante der dritten Wand gegenüberliegt.
[0014] Besonders bevorzugt wird das Volumen der Kiste ferner von einer fünften Wand eingefasst,
welche um eine sechste, in etwa senkrecht zur ersten oder zweiten Schwenkachse stehenden
Schwenkachse schwenkbar ist, wobei die fünfte Wand aus einer in Bezug zur ersten Wand
in etwa senkrechten Stellung mit einer Schwenkbewegung um die sechste Schwenkachse
in eine in Bezug zur ersten Wand in etwa parallele Stellung umklappbar ist. Insbesondere
kann für die fünfte Wand das gleiche gelten, wie für die vierte Wand, wobei die fünfte
Wand zum Beispiel spiegelverkehrt zur vierten Wand angeordnet sein kann. Beispielsweise
können die vierte Wand und die fünfte Wand in zueinander weisende Richtungen umklappbar
sein. Die Summe der Höhen der vierten und fünften Wand ist vorzugsweise kleiner als
der Abstand, den die dritte und sechste Schwenkachse voneinander haben. Insbesondere
kann die sechste Schwenkachse parallel zur ersten Wand und vorzugsweise auch zur dritten
Schwenkachse sein.
[0015] Auch für die fünfte Wand ist es bevorzugt, dass die sechste Schwenkachse bei der
ersten Wand gebildet ist. Alternativ kann die sechste Schwenkachse an der Kante der
fünften Wand gebildet sein, die der Kante der fünften Wand gegenüberliegt, die an
die erste Wand angrenzt.
[0016] Um die vierte und - falls vozharlden - die fünfte Wand in ihrer zur ersten Wand senkrechten
Position zu fixieren, wird bevorzugt, dass die vierte Wand und, vorzugsweise auch
die fünfte Wand, in einer in Bezug auf die erste Wand senkrechten Position klemmend
von wenigstens einem aus zweiter Wand, dritter Wand und dem wenigstens einen Verbindungselement
gehalten werden.
[0017] In einer bevorzugten ersten Ausführungsform der Erfindung sind die erste Wand ein
Boden der Kiste und die zweite, dritte, vierte und, falls vorhanden, die fünfte Wand
Seitenwände der Kiste. Die Seitenwände sind vorzugsweise nach innen, d.h. in das Volumen
klappbar, wobei die restliche Kiste parallelogrammartig zusammenfaltbar sein kann.
Ein besonderer Vorteil hierbei ist es, dass der Boden ein Bestandteil der parallelogrammartig
faltbaren Struktur ist, wodurch die Kiste eine erhöhte Stabilität aufweist.
[0018] In einer bevorzugten zweiten Ausführungsform der Erfindung sind die vierte Wand ein
Boden der Kiste und die erste, zweite und dritte Wand sowie das wenigstens eine Verbindungselement
Seitenwände der Kiste. Vorteil bei dieser Ausführungsform ist es, dass sie mit nur
einer klappbaren Wand auskommt.
[0019] Allgemein bevorzugt weisen die zweite Wand und die dritte Wand jeweils einen Rahmen
auf, der Längsleisten und Querleisten umfasst, wobei die Längsleisten in etwa parallel
zur ersten oder zweiten Schwenkachse und die Querleisten in etwa senkrecht zur ersten
oder zweiten Schwenkachse angeordnet sind, wobei die Querleisten die Stirnseiten der
Längsleisten verbinden. Je Stirnseite der Längsleisten kann ein Stift, insbesondere
ein Nagel oder eine Schraube, vorgesehen sein, der die Querleiste durchdringt und
in die Stirnseite der Längsleiste ragt, so dass die Querleiste relativ zu der Längsleiste
um die Längsachse des Stifts schwenkbar ist. Besonders bevorzugt sind die Querleisten
aus einem mehrschichtigen Werkstoff, insbesondere Sperrholz, deren Schichten unterschiedliche
Faserausrichtungen aufweisen.
[0020] Im Folgenden wird die Erfindung anhand von Figuren beschrieben. Die dabei offenbarten
Merkmale bilden die Erfindung auch in Kombination vorteilhaft weiter. Es zeigen:
- Figuren 1 bis 4
- eine Prinzipskizze des Bewegungsablaufs beim Zusammenklappen der erfindungsgemäßen
Kiste in einer ersten Ausführungsform,
- Figur 5
- eine detaillierte Teilansicht einer Kiste gemäß der ersten Ausführungsform, ohne eine
vierte Wand,
- Figur 6
- eine detaillierte Teilansicht der Kiste aus Figur 5 mit einer vierten Wand,
- Figur 7
- eine Prinzipskizze des Bewegungsablaufs beim Zusammenklappen der erfindungsgemäßen
Kiste in einer zweiten Ausführungsform.
[0021] Der Faltmechanismus der erfindungsgemäßen Kiste, die in den Figuren 5 und 6 detaillierter
dargestellt wird, wird in den Figuren 1 bis 4 prinzipiell gezeigt. Die Kiste umfasst
eine erste rechteckige Wand 1, die als Boden der Kiste dient. Der Boden ist dazu vorgesehen,
die Gewichtskraft der in der Kiste aufgenommenen Gegenstände aufzunehmen. Ferner wird
die Kiste mit dem Boden unter normalen Bedingungen auf einer Standfläche abgestellt.
[0022] Die Kiste umfasst ferner eine zweite Wand 2 und eine dritte Wand 3, die jeweils schwenkbar
mit der ersten Wand 1 verbunden sind. Die zweite Wand 2 ist um eine Schwenkachse S
1 und die dritte Wand 3 ist um eine zweite Schwenkachse S
2 schwenkbar Die Schwenkachsen S
1 und S
2 befinden sich bei der ersten Wand 1. Die erste Schwenkachse S
1 und die zweite Schwenkachse S
2 sind parallel zueinander. Die erste Schwenkachse S
1 verläuft entlang einer Außenkante des rechteckigen Bodens 1, wobei die zweite Schwenkachse
S
2 an der gegenüberliegenden Kante des Bodens 1 verläuft. Entsprechend sind auch die
zweite Wand 2 und die dritte Wand 3 an den Seitenkanten des Bodens 1 angeordnet.
[0023] Die zweite Seitenwand 2 und die dritte Seitenwand 3 werden über die erste Seitenwand
1 miteinander verbunden. Ferner werden die zweite und dritte Seitenwand 2, 3 über
Verbindungselemente 10 miteinander verbunden, wobei die Verbindungselemente 10 parallel
zu und beabstandet von der ersten Wand 1 verlaufen. Jedes Verbindungselement 10 ist
schwenkbar mit der zweiten Seitenwand 2 und der dritten Seitenwand 3 verbunden. Die
Verbindungselemente 10 und die zweite und dritte Wand 2, 3 sind relativ zueinander
um die Schwenkachsen S
4 und S
5 schwenkbar. Die Kiste kann zwischen den Verbindungselementen 10 offen sein, was bevorzugt
wird, oder geschlossen sein, wobei die Verbindungselemente 10 in diesem Fall eine
sechste Seitenwand bilden würden. Bevorzugt dienen die Verbindungselemente 10 auch
als Tragegriffe zum Aufheben oder Tragen der Kiste.
[0024] Durch die Schwenkbarkeit der zweiten Wand 2 und der dritten Wand 3 um die erste,
zweite, vierte und fünfte Schwenkachsen S
1, S
2, S
4, S
5 können die zweite Wand 2 und die dritte Wand 3 unter Beibehaltung ihrer Parallelität
umgeklappt werden, wie z. B. in Figur 3 dargestellt wird.
[0025] Die Kiste weist ferner eine vierte Wand 4 und eine fünfte Wand 5 auf, die jeweils
schwenkbar mit der ersten Wand 1 verbunden sind. Die vierte Wand 4 ist um eine dritte
Schwenkachse S
3 und die fünfte Wand 5 ist um sechste Schwenkachse S
6 schwenkbar. Die Schwenkachsen S
3 und S
6 sind jeweils bei der ersten Wand 1 angeordnet und verlaufen senkrecht zu der ersten
Schwenkachse S
1 und zu der zweiten Schwenkachse S
2. Ferner sind die dritte und sechste Schwenkachse S
3, S
6 parallel und beabstandet von den Verbindungselementen 10. In bevorzugten Ausführungsformen
befinden sich die Schwenkachsen S
1, S
2, S
3 und S
6 in etwa in einer gleichen Ebene.
[0026] Bei einer aufgeklappten, d. h. für die Aufnahme von Gegenständen bereite Kiste, sind
die zweite Wand 2 und die dritte Wand 3 in etwa senkrecht zur Wand 1 angeordnet. Ein
Zusammenklappen der Kiste wird dadurch verhindert, dass die vierte und fünfte Wand
4, 5 ebenfalls senkrecht zur ersten Wand 1 stehen. Die vierte Wand 4 und die fünfte
Wand 5 werden in ihren aufgerichteten, insbesondere in etwa senkrechten Positionen,
von der zweiten Seitenwand 2 und der dritten Seitenwand 3 oder/und den Verbindungselementen
10 klemmend, d. h. reibschlüssig und/oder formschlüssig, gehalten, um ein Umklappen
der vierten und fünften Wand 4, 5 zu verhindern. Im aufgerichteten Zustand der vierten
und fünften Wand 4, 5 können die zweite Wand 2 und die dritte Wand 3 nicht umgelegt
werden. Die Kiste ist in dieser Anordnung stabil.
[0027] Zum Transport der leeren Kiste ist es bevorzugt, dass die Kiste ein möglichst geringes
Volumen einnimmt, um Transportkosten zu sparen. Hierzu werden die vierte und fünfte
Seitenwand 4, 5 aus ihren in etwa senkrechten Positionen jeweils ins Innere, insbesondere
aufeinander zu, geschwenkt, wie z. B. in Figur 1 dargestellt wird.
[0028] Die vierte Wand 4 und die fünfte Wand 5 können jeweils um ca. 90° verschwenkt werden,
so dass sie in einem vollständig umgeklappten Zustand in etwa parallel zur ersten
Wand 1 sind, wie in Figur 2 dargestellt wird.
[0029] Bei vollständig umgeklapper vierter Wand 4 und fünfter Wand 5 können die zweite Wand
2 und die dritte Wand 3 unter Beibehaltung ihrer Parallelität aus der zur ersten Wand
1 senkrechten Position mit einer Schwenkbewegung um die erste Schwenkachse S
1 und die zweite Schwenkachse S
2 umgeklappt werden, wie in Figur 3 dargestellt wird. Nicht nur die zweite Seitenwand
2 und die dritte Seitenwand 3 bleiben hierbei parallel, sondern auch die erste Wand
1 und die Verbindungselemente 10. Durch das Umklappen der zweiten und dritten Seitenwand
2, 3 wird eine Art Parallelogramm gebildet, bei dem sich die Höhe mit zunehmendem
Umklappwinkel verringert.
[0030] Bei vollständig umgeklappter, d.h. um ca. 90° geschwenkter, zweiter Seitenwand 2
und dritter Seitenwand 3 sind die zweite und dritte Wand 2, 3 in etwa parallel zur
ersten Wand 1, vorzugsweise auch zur vierten Seitenwand 4 und zur fünften Seitenwand
5. Die erfindungsgemäße Kiste bildet im vollständig umgelegten Zustand ein flaches,
in etwa plattenförmiges Gebilde, wie in Figur 4 dargestellt wird. Hierbei ist das
Volumen der Kiste stark minimiert, so dass bei vorgegebenem Volumen eines Transportmittels
wesentlich mehr Kisten transportiert werden können, als aufgeklappte oder starre Kisten.
Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Kiste ist, dass die Seitenteile, insbesondere
die vierte und fünfte Wand 4, 5 mit der Kiste verbunden sind. Im Gegensatz zu einlegbaren
Wänden können die Wände 4, 5 nicht verloren gehen, wodurch die Handhabung der Kiste
verbessert wird. Ferner ist bei der erfindungsgemäßen Kiste der Boden unlösbar, d.
h. nicht ohne weiteres lösbar, mit der zweiten Wand 2 und dritten Wand 3 verbunden,
was im Gegensatz zu einem einlegbaren Boden zu einer erhöhten Stabilität des Bodens
1 und der Kiste führt.
[0031] Die Figuren 5 und 6 zeigen die Bauweise der erfindungsgemäßen Kiste, deren Bewegungs-
bzw. Klappmechanismus in den Figuren 1 bis 4 dargestellt wird. Bei der Kiste werden
die zweite Seitenwand 2 und die dritte Seitenwand 3 jeweils aus einem Rahmen gebildet,
der Längsleisten 21, 22; 31. 32 und Querleisten 23; 33 aufweist. Die Längsleisten
21, 22; 31, 32 fluchten jeweils mit einer Schwenkachse S
1, S
2, S
4 oder S
5, Stirnseitig ist an den Längsleisten 21, 22; 31, 32 eine Querleiste 23; 33 angeordnet.
Jede Querleiste 23; 33 verbindet zwei Längsleisten 21, 22; 31, 32 einer Seitenwand,
der Seitenwände 2 und 3. Die Querleisten 23; 33 sind mit Stiften 11, die z. B. Nägel
oder Schrauben sein können, mit den Stirnseiten der Längsleisten 21, 22; 31, 32 verbunden.
Je Stirnseiten nur ein einziger Stift 11 vorgesehen, so dass zwischen den Längsleisten
21, 22; 31, 32 und den Querleisten 23; 33 jeweils eine rotatorische Relativbewegung
um die Längsachse der Stifte 11 stattfinden kann. Die Längsachse der Stifte 11 bildet
gleichzeitig die jeweilige Schwenkachse S
1, S
2, S
4 und S
5.
[0032] Da die Stifte 11 jeweils in Endbereichen der Querleisten 23; 33 angeordnet sind,
besteht bei der Verwendung von einschichtigem Holz, d. h. bei Holz, dessen Fasern
nur in eine Richtung weisen, die Gefahr, dass beim Einbringen der Stifte 11 oder durch
die Bewegung beim Zusammen- und Aufklappen der Kiste sich das Holz in Endbereiche
spaltet, so dass die Kiste Schaden erleidet. Es ist daher bevorzugt, für die Querleisten
23; 33 ein aus mehreren Schichten aufgebautes Holz, wie z. B. Sperrholz zu verwenden,
wobei die Schichten unterschiedliche Faserrichtungen aufweisen. Bevorzugt sind die
Schichten des Sperrholzes senkrecht zur Längsachse der Stifte 11 angeordnet. Durch
diese Maßnahme wird ein Aufspalten der Endbereiche der Querleisten 23; 33 verhindert.
Da mehrschichtiges Holz teurer ist als einschichtiges Holz, wird es besonders bevorzugt,
dass die Kiste aus einschichtigem Holz aufgebaut ist, wobei lediglich die Querleisten
2.3; 33 aus mehrschichtigem Holz gebildet sind. Für einschichtiges Holz wird bevorzugt
Pappel verwendet.
[0033] Zur Verkleidung der Rahmen 21, 22, 23; 31, 32, 33 können flache Holzleisten verwendet
werden, die bevorzugt entlang der Schwenkachsen S
1, S
2, S
4, S
5, insbesondere entlang der Längsleisten 21, 22; 31, 32 angeordnet werden. Leisten
34 sind mit den Querleisten 23 verbunden. Die Leisten 34 verbinden vorzugsweise jeweils
zwei Querleisten 23; 33 des gleichen Rahmens 21, 22, 2.3; 31, 32, 33. Die Leisten
34 sind an den Querleisten 23; 33 mittels geeigneter Befestigungsmittel wie z. B.
Klammern befestigt, die Leisten 34 dienen ferner dazu, dass die Stifte 11 nicht versehentlich
aus den Längsleisten 21, 22; 31, 32 gezogen werden können.
[0034] Die Wand 1, d. h. der Boden, wird gebildet durch mehrere, senkrecht zu den Schwenkachsen
S
1, S
2, S
4 und S
5 verlaufenden Leisten, die beabstandet voneinander an den Rahmen, insbesondere an
den Längsleisten 22, 32 befestigt sind. Eine geeignete Befestigung kann z. B. mittels
Klammern erreicht werden.
[0035] Die Rahmen 21, 22, 23; 31, 32, 33 sind ferner über Verbindungselemente 10 verbunden,
die an den Längsleisten 21; 31, z. B. mittels Klammern, befestigt sind. Die Verbindungselemente
10 sind parallel zur und beabstandet von der ersten Wand 1 angeordnet. Ferner stehen
die Verbindungselemente 10 in etwa senkrecht auf die Schwenkachsen S
1, S
2, S
4 und S
5. Durch diese Anordnung wird das Zusammenklappen der Kiste unter Beibehaltung der
Parallelität der zweiten Wand 2 und der dritten Wand 3, wie z. B. in Figur 3 dargestellt
wird, ermöglicht. Zur Übersichtlichkeit ist Figur 5 ohne eine vierte Seitenwand dargestellt.
[0036] Figur 6 zeigt die Kiste aus Figur 5 mit einer vierten Wand 4.
[0037] Die vierte Wand 4 ist um die Schwenkachse S
3 schwenkbar aus einer zur ersten Wand 1 senkrechten Position in eine zur ersten Wand
1 parallelen Position, wie durch den Pfeil in Figur 6 dargestellt wird. Die Schwenkachse
S
3 befindet sich bei oder an dem Boden 1. Die Schwenkbarkeit der vierten Wand 4 relativ
zur ersten Wand 1 kann mittels geeigneter Elemente, die eine Schwenkbarkeit zulassen,
erreicht werden. Ein bevorzugtes Beispiel für ein solches Schwenkelement kann z. B.
eine einfache Drahtschlinge 17 sein, welche die vierte Seitenwand 4 und den Boden
1 durchdringt.
[0038] Die vierte Wand 4 wird aus überkreuz verbundenen Leisten gebildet, die parallel und
senkrecht zur Schwenkachse S
3 verlaufen. Die Leisten können beispielsweise miteinander verklammert sein.
[0039] Für die fünfte Wand 5 gelten die Ausführungen zur vierten Wand 4 entsprechend.
[0040] Figur 7 zeigt die Erfindung in einer weiteren Ausführungsform. Die zweite Ausführungsform
ist im Prinzip so aufgebaut wie die erste Ausführungsform, jedoch mit dem hauptsächlichen
Unterschied, dass als Boden die vierte Wand 4 dient, d. h. dass der Boden 4 um die
Schwenkachse 3 aus einer zur ersten Wand 1 senkrechten Position in eine zur ersten
Wand parallele Position geschwenkt werden kann.
[0041] Bei der zur ersten Wand 1 in etwa senkrechten Position der Wand 4 wird die rechteckige,
wie z. B. quadratische, vierte Wand 4 um ihren Umfang von einer ersten Wand 1, einer
zweiten Wand 2, einer parallel zur und beabstandet von der zweiten Wand 2 angeordneten
dritten Wand einem parallel zur und beabstandet von der ersten Wand 1 angeordnetes
Verbindungselement 10 umgeben. Das Verbindungselement 10 weist vorzugsweise die gleiche
Bauweise auf wie die erste Wand 1, und bildet daher ebenfalls eine Wand. Mit anderen
Worten wird die vierte Wand 4 von vier Wänden umgeben. An der der vierten Wand 4 gegenüberliegenden
Seite des quaderförmigen Volumens der Kiste ist die Kiste vorzugsweise offen. Die
zweite Wand 2 und die dritte Wand 3 sind vorzugsweise so ausgeführt, wie in der ersten
Ausführungsform wie sie z. B. in den Figuren 5 und 6 gezeigt wird. Die Rahmen der
zweiten Wand 2 und der dritten Wand 3 werden über die erste Wand 1 und die als Verbindungselement
dienende Wand 10 verbunden, wie z. B. in Bezug auf die erste Wand der Figuren 5 und
6 der ersten Ausführungsform gezeigt wird. Für die Ausgestaltung der als Boden dienenden
vierten Wand 4 wird auf Figur 6 verwiesen.
[0042] Bei einer vollständig an die erste Wand 1 angeklappten vierter Wand 4 können die
zweite Wand 2 und die dritte Wand 3 unter Beibehaltung ihrer Parallelität um die Schwenkachsen
S
1 und S
2 aus ihrer zur ersten Wand senkrechten Position in eine zur ersten Wand 1 in etwa
parallele Position umgeklappt werden. Für die Ausgestaltung des Schwenkmechanismus
wird auf die erste Ausführungsform verwiesen.
1. Kiste, umfassend ein Volumen, welches zumindest teilweise eingefasst ist, von
a) einer ersten Wand (1), einer zweiten Wand (2) und einer dritten Wand (3), wobei
die zweite Wand (2) und die dritte Wand (3) im Wesentlichen parallel zueinander und
voneinander beabstandet sind, und wobei die zweite Wand (2) um eine erste Schwenkachse
(S1, S2) und die dritte Wand (3) um eine zweite Schwenkachse (S2) schwenkbar an der
ersten Wand (1) angeordnet sind, und
b) einer vierten Wand (4), welche um eine dritte, in etwa senkrecht zur ersten oder
zweiten Schwenkachse (S1, S2) stehenden Schwenkachse (S3) schwenkbar ist, wobei die
vierte Wand (4) aus einer in Bezug zur ersten Wand (1) in etwa senkrechten Stellung
mit einer Schwenkbewegung um die dritte Schwenkachse (S3) in eine in Bezug zur ersten
Wand (1) in etwa parallele Stellung in das Volumen umklappbar ist,
c) wobei die zweite und dritte Wand (2, 3) über wenigstens ein parallel zur und beabstandet
von der ersten Wand (1) verlaufendes Verbindungselement (10) verbunden sind und dadurch aus einer in Bezug zur ersten Wand (1) in etwa senkrechten Stellung um die erste
und zweite Schwenkachse (S1, S2) unter Beibehaltung der Parallelität zwischen zweiter
und dritter Wand (2, 3) umklappbar sind.
2. Kiste nach dem vorhergehenden Anspruch, ferner umfassend wenigstens eines der folgenden
Merkmale:
- wobei die dritte Schwenkachse (S3) parallel zur ersten Wand (1) ist;
- wobei die zweite und dritte Wand (2, 3) in eine in Bezug zur ersten Wand (1) in
etwa parallele Stellung umklappbar sind;
- wobei die dritte Schwenkachse (S3) bei der ersten Wand (1) gebildet ist;
- wobei die dritte Schwenkachse (S3) an der Kante der vierten Wand (4) gebildet ist,
die der Kante der vierten Wand (4) gegenüberliegt, die an die erste Wand (1) angrenzt;
- wobei die Kiste eine Holzkiste, insbesondere eine Transportkiste für Obst-, Gemüse
oder Blumen ist.
3. Kiste nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die zweite Wand (2) und die dritte
Wand (3) über wenigstens ein parallel zur und beabstandet von der ersten Wand (1)
verlaufendes Verbindungselement (10) verbunden sind.
4. Kiste nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei zwischen die erste Wand (1) und
das wenigstens eine Verbindungselement (10) die vierte Wand (4) klappbar ist, so dass
der Abstand zwischen der ersten Wand (1) und dem wenigstens einen Verbindungselement
(10) insbesondere eine Länge der vierten Wand (4) beträgt.
5. Kiste nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das wenigstens eine Verbindungselement
(10) um eine vierte Schwenkachse (S4) mit der zweiten Wand (2) und um eine fünfte
Schwenkachse (S5) mit der dritten Wand (3) verbunden ist.
6. Kiste nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei das Volumen ferner von einer
fünften Wand (5) eingefasst wird, welche um eine sechste, in etwa senkrecht zur ersten
oder zweiten Schwenkachse (S1, S2) stehenden Schwenkachse (S6) schwenkbar ist, wobei
die fünfte Wand (5) aus einer in Bezug zur ersten Wand (1) in etwa senkrechten Stellung
mit einer Schwenkbewegung um die sechste Schwenkachse (S6) in eine in Bezug zur ersten
Wand (1) in etwa parallele Stellung umklappbar ist.
7. Kiste nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei die vierte Wand (4) und die fünfte Wand
(5) in zueinander weisende Richtungen umklappbar sind.
8. Kiste nach einem der zwei vorhergehenden Ansprüche, wobei die sechste Schwenkachse
(S6) parallel zur ersten Wand (1) und vorzugsweise auch zur dritten Schwenkachse (S3)
ist.
9. Kiste nach einem der drei vorhergehenden Ansprüche, wobei die sechste Schwenkachse
(S6) bei der ersten Wand (1) gebildet ist.
10. Kiste nach einem der Ansprüche 9 bis 10, wobei die sechste Schwenkachse (S6) an der
Kante der fünften Wand (5) gebildet ist, die der Kante der fünften Wand (5) gegenüberliegt,
die an die erste Wand (1) angrenzt.
11. Kiste nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die vierte Wand (4) und falls
vorhanden, vorzugsweise auch die fünfte Wand (5) in einer in Bezug auf die erste Wand
(1) senkrechten Position klemmend von wenigstens einem aus zweiter Wand (2), dritter
Wand (3) und Verbindungselement (10) gehalten werden.
12. Kiste nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die erste Wand (1) ein Boden
der Kiste ist und die zweite, dritte, vierte und, falls vorhanden, die fünfte Wand
(2, 3, 4, 5) Seitenwände der Kiste sind.
13. Kiste nach einem der Ansprüche 1 bis 13, wobei die vierte Wand (4) ein Boden der Kiste
ist und die erste, zweite und dritte Wand (1, 2, 3) sowie das wenigstens eine Verbindungselement
(10) Seitenwände der Kiste sind.
14. Kiste nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei die zweite Wand (2) und die dritte
Wand (3) jeweils einen Rahmen (31, 32, 33; 21, 22, 23) aufweisen, der Längsleisten
(31, 32; 21, 22) und Querleisten (33, 23) umfasst, wobei die Längsleisten (31, 32;
21, 22) in etwa parallel zur ersten oder zweiten Schwenkachse (S1, S2) und die Querleisten
(33, 23) in etwa senkrecht zur ersten oder zweiten Schwenkachse (S1, S2) angeordnet
sind, wobei die Querleisten (33, 23) die Stirnseiten der Längsleisten (31, 32; 21,
22) verbinden.
15. Kiste nach dem vorhergehenden Anspruch, wobei je Stirnseite der Längsleisten (31,
32; 21, 22) ein Stift (11), insbesondere ein Nagel oder eine Schraube, vorgesehen
ist, der die Querleiste (33, 23) durchdringt und in die Stirnseite der Längsleiste
(31, 32; 21, 22) ragt, so dass die Querleiste (33, 23) relativ zu der Längsleiste
(31, 32; 21, 22) um die Längsachse des Stifts (11) schwenkbar ist, und/oder die Querleisten
(33, 23) aus einem mehrschichtigen Werkstoff, insbesondere Sperrholz, sind, deren
Schichten unterschiedliche Faserausrichtungen aufweisen.