[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft eine Verpackung mit Sicherheitsweste sowie eine
Sicherheitsweste entsprechend der Oberbegriffe der Ansprüche 1 und 9.
Stand der Technik
[0002] Sicherheitswesten dienen insbesondere der Verkehrssicherheit und ermöglichen ein
besseres, insbesondere früheres Erkennen ihres Trägers bei schlechten Sichtverhältnissen
als ohne eine solche.
[0003] Für den Betrieb von Kraftfahrzeugen ist die Mitführung von Sicherheitswesten zwingend
vorgeschrieben. Handelsüblich können solche Sicherheitswesten zusammengefaltet und
in einer Folie verpackt bezogen werden. Das Zusammenfalten bewirkt zwar eine Verringerung
der flächigen Packmaße einer solchen Sicherheitsweste, im Gegenzug ergibt sich jedoch
eine entsprechende Erhöhung in ihrer räumlichen Ausdehnung. Aufgrund gesetzlicher
Vorschriften ist die Mitführung mehrerer Sicherheitswesten beim Betrieb von Kraftfahrzeugen
erforderlich. Durch deren Unterbringung z. B. im Handschuh- oder einem anderen Staufach
wird der betreffende Stauraum in nachhaltiger Weise zum Teil massiv belegt.
Aufgabe und Vorteile der Erfindung
[0004] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Maßnahme zur verbesserten
Bereithaltung von Sicherheitswesten vorzuschlagen.
[0005] Die Lösung der Aufgabe erfolgt durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche 1 und
9. In den Unteransprüchen werden zweckmäßige und vorteilhafte Weiterbildungen angegeben.
[0006] Demnach betrifft die vorliegende Erfindung eine Verpackung mit Sicherheitsweste,
wobei sich die Verpackung dadurch auszeichnet, dass diese als Vakuumverpackung ausgebildet
ist.
[0007] Unter einer Vakuumverpackung wird erfindungsgemäß eine Verpackung verstanden, die
dazu vorgesehen ist, dass ihr im befüllten Zustand die das Packgut umgebende Luft
zumindest größtenteils entzogen und die Verpackung anschließend luftdicht verschlossen
werden kann.
[0008] Der Vorteil einer Vakuumverpackung für eine Sicherheitsweste im Gegensatz zu einer
nicht mit Vakuum beaufschlagten Verpackung liegt darin, dass zwischen einzelnen Teilen
oder Abschnitten des zu verpackenden Packguts, hier übereinander liegende Schichten
der Sicherheitsweste, liegende Hohlräume leer gesaugt werden und so die resultierende
Gesamthöhe der Verpackung massiv reduziert werden kann, und zwar in besonders vorteilhafter
Weise mit dauerhafter Wirkung.
[0009] In einer ersten Ausführungsform kann eine solche Vakuumverpackung als herstellungs-
bzw. vertriebsseitig befüllte und vakuumierte Einweg-Vakuumverpackung ausgebildet
sein.
[0010] In einer demgegenüber vorteilhafteren Ausführungsform kann die Vakuumverpackung als
Mehrweg-Vakuumverpackung ausgebildet sein, so dass der oben dargelegte Vorteil der
Minimierung des Raumverbrauchs bei der Aufbewahrung der darin verpackten Sicherheitsweste
auch nach einem Gebrauch wieder hergestellt werden kann.
[0011] Hierzu ist es insbesondere vorteilhaft, wenn die Verpackung einen luftdicht schließenden
Bestückungsverschluss aufweist, welcher zur ausreichend großen Öffnung der Verpackung
zu dessen Befüllung mit einer solchen Sicherheitsweste geeignet ist und insbesondere
vorteilhaft wiederverschließbar ausgebildet ist. Hierdurch kann nach Befüllen der
Verpackung mit der nach dem Gebrauch wieder zusammengefalteten Sicherheitsweste nach
Austreibung der in der Verpackung befindlichen Luft durch Verschließen des luftdichten
Bestückungsverschlusses wiederum ein vakuumierter und somit die Höhe der Verpackung
reduzierender Lagerzustand hergestellt werden.
[0012] Das Austreiben der Luft aus der mit der Sicherheitsweste befüllten Verpackung kann
z. B. durch Zusammenpressen der Verpackungshülle erfolgen. In bevorzugter Weise kann
für die Herstellung der Vakuumverpackung z. B. eine Folie mit einem entsprechend luftdicht
angeordneten und selbst luftdicht schließenden Bestückungsverschluss verwendet werden.
[0013] Ein Luftentzug aus der verschlossenen Verpackung kann auch durch das Betätigen eines
an der Vakuumverpackung vorgesehenen Vakuumierventils erfolgen. Diese Vakuumiermöglichkeit
kann sowohl bei der herstellerseitigen Erstverpackung genutzt werden, als auch in
besonders vorteilhafter Weise bei der Wiederverpackung, zum alternativen und/oder
zusätzlichen Luftentzug aus der Vakuumverpackung, nach deren Wiederbestückung mit
der nach der Verwendung wieder zusammengefalteten Sicherheitsweste.
[0014] In einer besonders handhabungsfreundlichen Ausführungsform kann hierzu das Vakuumierventil
als mit dem Mund betätigbares Ventil ausgebildet sein. Hierdurch ist die raumsparende
Wiederherstellung des Verpackungszustandes für die Sicherheitsweste einfach und ohne
zusätzliche Hilfsmittel möglich.
[0015] In einer einfachen Ausführungsform kann die Verpackung zur Aufnahme lediglich einer
einzelnen Sicherheitsweste vorgesehen sein. In einer demgegenüber bevorzugter Ausführung
kann die Verpackung aber auch zur Aufnahme mehrerer Sicherheitswesten ausgebildet
sein, so dass durch die Komprimierung der darin verwahrten Sicherheitswesten eine
entsprechende Vervielfachung des damit verbundenen Raumgewinns im Vergleich zu nicht
oder einzeln vakuumierten Aufbewahrungen erreicht werden kann.
[0016] Eine für die Aufnahme mehrerer Sicherheitswesten vorgesehene Vakuumverpackung kann
in einer ersten Ausführungsform ein entsprechend größeres Füllvolumen aufweisen, so
dass darin alle zur Verwahrung gewünschten Sicherheitswesten untergebracht werden
können. Hierbei reicht das Vorsehen eines einzigen Bestückungsbeschlusses und gegebenenfalls
eines Vakuumierventils, wie oben beschrieben, aus.
[0017] In einer davon abgewandelten Ausführungsform könnten aber auch zwei oder mehrere,
jeweils separat ausgebildete, vakuumierbare Verpackungsbereiche für eine oder mehrere
darin zu deponierende Sicherheitswesten entsprechend der oben beschriebenen Ausführungsformen
vorgesehen sein.
[0018] In einer möglichen Ausführungsform könnten so z. B. zwei nebeneinander angeordneten
Vakuumierbereiche an der Vakuumverpackung ausgebildet sein, so dass diese insbesondere
in raumsparender Weise flächig in einem entsprechenden Ablagefach deponiert werden
können. Durch eine flexible Verbindung zwischen den beiden Verpackungselementen können
diese aber auch übereinander liegend verstaut werden. Hierdurch ist wiederum die Unterbringung
in einem kleineren Staufach möglich. In davon abgewandelten Ausführungsformen kann
die Vakuumverpackung z. B. auch für die Aufnahme von drei, vier, fünf und mehr Sicherheitswesten
entsprechend einer oder mehrerer der oben erläuterten Ausführungsformen vorgesehen
sein.
[0019] Grundsätzlich ist auch eine Bereitstellung von ggf. bereits einzeln, paarweise oder
in einer anderen Stückzahl vakuumverpackter Sicherheitswesten möglich. Zur besseren
Handhabung können diese einzelnen Packungseinheiten mittels elastischen Verbindungsmitteln
miteinander verbunden sein, wie z.B. einer Folie. Diese kann in weiter vorteilhafter
Weise mit das Separieren einzelner Verpackungen erleichternden Mitteln wie z.B. einer
Perforierung, einer Trennhilfe in der Form einer Materialschwächung und/oder einer
Einkerbung oder dergleichen mehr versehen sein.
[0020] Im Weiteren betrifft die vorliegende Erfindung auch eine Sicherheitsweste für eine
als Vakuumverpackung ausgebildete Verpackung entsprechend einer der oben dargelegten
Ausführungsformen. Die Sicherheitsweste kann aus einem vergleichsweise leichten Stoff
wie z.B. Fallschirmseide, Spinnakerstoff oder dergleichen hergestellt sein. Solche
Stoffe sind besonders gut komprimierbar und unterstützen so in vorteilhafter Weise
den durch die oben beschriebene Vakuumverpackung erzielbaren Vorteil hinsichtlich
eines verringerten Bedarfs an Stauraum. Hierdurch ist eine Verstärkung der oben bereits
beschrieben Vorteile möglich.
Ausführungsbeispiel
[0021] Unter Bezugnahme auf die beigefügte Figur wird ein Ausführungsbeispiel der vorliegenden
Erfindung näher beschrieben.
[0022] Es zeigen die Fig. 1 und 2 Beispiele von erfindungsgemäß als Vakuumverpackung ausgebildeten
Verpackungen 2 mit einer Sicherheitsweste 1. Durch Vakuumieren der Verpackung 2, also
durch Luftentzug, wird die resultierende Füllhöhe der Verpackung im Vergleich zu einer
nicht vakuumierten Verpackung massiv reduziert, da so andernfalls zwischen den einzelnen
Schichten der zusammengefalteten Sicherheitsweste befindliche, raumverbrauchende Hohlräume
vorteilhaft eliminiert werden können.
[0023] Durch einen in der beispielhaften Darstellung in der Fig. 1 gezeigten luftdicht schließenden
Bestückungsverschluss 3 kann ein bleibender Luftentzug in der geschlossenen Verpackung
gewährleistet werden.
[0024] Mittels eines ebenfalls beispielhaft dargestellten Vakuumierventils 4 kann die Vakuumverpackung
2 alternativ zu einem gegebenenfalls durch Auspressen hervorgerufenen Luftaustrieb
aus dem Verpackungsraum oder zusätzlich zu einem solchen, mit Vakuum beaufschlagt
werden. In besonders vorteilhafter Weise ist hierzu das Vakuumventil 4 als ein mit
dem Mund bedienbares Vakuumventil ausgebildet. Hierdurch sind in vorteilhafter Weise
keine zusätzlichen Hilfsmittel für die Vakuumierung der Vakuumverpackung erforderlich.
[0025] Die in Fig. 1 gezeigte Darstellung steht stellvertretend für verschiedene Ausführungsformen
von zur Aufnahme von Sicherheitswesten vorgesehenen, als Vakuumverpackung ausgebildeten
Verpackungen 2. Hierdurch soll je nach Ausführungsform sowohl das Unterbringen lediglich
einer einzigen Sicherheitsweste 1, als auch das Unterbringen mehrerer Sicherheitswesten
1 in einer entsprechend ausgebildeten Verpackung 2 dargestellt werden. Die Trennlinie
9 trennt hierzu symbolisch eine einzelne Verpackung 2 aus dem Verbund von Verpackungen
8 ab. Zur Realisierung sogenannter "Abrisseinheiten" könnte diese Trennlinie 9 auch
als Perforationslinie in diesem Verbindungsbereich zwischen zwei Verpackungseinheiten
2 ausgebildet sein.
[0026] In einer weiteren Unterscheidung für die Unterbringung mehrerer Sicherheitswesten
1 in einer entsprechend ausgebildeten Verpackung 2 ist in einer ersten Ausführungsform
eine Großraum-Vakuumverpackung 5 symbolisch dargestellt, in welcher mehrere ggf. bereits
vakuumverpackte Sicherheitswesten 1 z.B. übereinander liegend untergebracht und unter
Luftentzug vakuumverpackt werden können.
[0027] Für eine davon abgewandelte, vorzugsweise flächig sich erstreckende Ausführungsform
sind die drei separat ausgebildeten Räume von Vakuumverpackungen 5, 6, 7 beispielhaft
dargestellt. Hierin können z. B. jeweils nur eine einzige Sicherheitsweste 1 in einem
einzelnen Vakuumraum 2 untergebracht werden. Dies hat beispielsweise den Vorteil,
dass im Anschluss eines Verwendungsbedarfs für lediglich eine einzige Sicherheitsweste
nur diese unter Erzeugung eines neuen Vakuums für die betreffende Verpackung verpackt
werden muss. Die nicht benötigten, vakuumverpackten Sicherheitswesten bleiben hiervon
in ihrem Verpackungszustand unberührt.
[0028] Für eine weitere Unterscheidung einer Ausführungsform kann die Vakuumverpackung 6
beispielsweise auch als sogenannte "Zweier"-Vakuumverpackung ausgebildet sein, die
zur Aufnahme zweier Sicherheitswesten in einer Vakuumkammer 2 vorgesehen ist. Die
Vakuumverpackung 7 könnte beispielsweise als sogenannte "Einser"-Verpackung ausgebildet
sein, also zur Aufnahme lediglich einer einzigen Sicherheitsweste 1. Die gesamte Verpackung
8 symbolisiert in der Draufsicht auf die dargestellte Ausführungsform eine sich flächig
ausbreitende, als Vakuumverpackung, mit drei über elastische Verbindungselemente 10
verbundenen Vakuumkammern 2 und darin verwahrten Sicherheitswesten 1.
[0029] Die Figur 2 zeigt eine weitere Ausführungsform, bei welcher mehrere, jeweils mit
einer Sicherheitsweste 1 bestückte Verpackungen 2 zu einem Gebinde von mehreren, beispielhaft
als Kette zu einer Gesamtverpackung 8 verbundenen, einzelnen, als Vakuumverpackung
ausgebildeten Verpackungen 2 zusammengefasst sind.
[0030] Die Figur 2 zeigt bei ansichtsgemäß ausgerichteter Darstellung, beginnend auf der
linken Seite an der Position 2.1, eine Sicherheitsweste 1 in ungefaltetem Zustand.
Die jeweils nach rechts weisenden Pfeile 11 sollen einen Prozessschritt zur Herstellung
der erfindungsgemäß mit einer Sicherheitsweste 1 bestückten Vakuumverpackung 2, bzw.
eines Gesamtgebindes 8 solcher einzelner Einheiten 2 darstellen.
[0031] An der Position 2.2 ist demnach die Sicherheitsweste 1 in einem zusammengefalteten
Zustand gezeigt und in den Positionen 2.3.a (Draufsicht) und 2.3.b (Seitenansicht)
in fertig verpacktem, vakuumbeaufschlagtem Verpackungszustand in der jeweiligen Verpackung
2.
[0032] In der Draufsicht entsprechend 2.3.a ist beispielhaft lediglich eine Verpackung 2
mit einer Sicherheitsweste 1 befüllt symbolisch dargestellt. Die übrigen Verpackungen
2 der Gesamtverpackungseinheit 8 sind jedoch ebenfalls mit Sicherheitswesten 1 in
entsprechender Weise befüllt, diese sind aus Vereinfachungsgründen jedoch, wie auch
in der Darstellung 2.3.b nicht dargestellt.
[0033] Für die Verbindung zwischen den einzelnen Verpackungen 2 gilt das Gleiche wie zur
Figur 1 bereits beschrieben. Demnach sind zwei benachbarte Verpackungen 2 über ein
vorzugsweise elastisches Verbindungselement 10 miteinander verbunden, welches in vorteilhafter
Weise ein Trennmittel aufweist, z.B. in der Form eines als beispielsweise Perforierung
ausgebildeten Trennmittels 9.
[0034] Mit diesem Trennmittel 9 kann eine leichte Separierung einzelner oder mehrerer zu
einem Verpackungsgebinde 8 zusammengefasster Verpackungen 2 entsprechend der Darstellung
2.4 abgetrennt werden, beispielsweise am Ende eines Verpackungsprozesses.
[0035] Bezugszeichenliste:
- 1
- Sicherheitsweste
- 2
- Verpackung
- 3
- Bestückungs-Verschluss
- 4
- Vakuumventil
- 5
- Großraum-Vakuumverpackung
- 6
- Zweier-Verpackung
- 7
- Einser-Verpackung
- 8
- Verpackung
- 9
- Trennlinie
- 10
- Verbindungselement
- 11
- Pfeil
1. Verpackung (2) mit Sicherheitsweste (1), dadurch gekennzeichnet, dass die Verpackung (2) als Vakuumverpackung ausgebildet ist.
2. Verpackung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vakuumverpackung (2) als Einweg-Vakuumverpackung ausgebildet ist.
3. Verpackung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vakuumverpackung (2) als Mehrweg-Vakuumverpackung ausgebildet ist.
4. Verpackung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verpackung (2) einen luftdicht schließenden Bestückungs-Verschluss (3) umfasst.
5. Verpackung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verpackung (2) ein Vakuumierventil (4) umfasst.
6. Verpackung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Vakuumierventil (4) als mit dem Mund betätigbares Ventil ausgebildet ist.
7. Verpackung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in einer Vakuumverpackungseinheit eine Sicherheitsweste (1) enthalten ist.
8. Verpackung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in einer Vakuumverpackungseinheit mehr als eine Sicherheitsweste (2) enthalten ist.
9. Sicherheitsweste (2) für eine Verpackung (1) nach einem der vorgenannten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Sicherheitsweste (2) aus einem vergleichsweise leichten Stoff wie z.B. Fallschirmseide,
Spinnakerstoff oder dergleichen hergestellt ist.