TECHNISCHES GEBIET
[0001] Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Zuführung eines Mittels zur
Entlüftung/Entschäumung zu einer Prozessflüssigkeit insbesondere in einer Papiermaschine.
Des weiteren betrifft das Dokument eine Vorrichtung zur Durchführung eines solchen
Verfahrens.
STAND DER TECHNIK
[0002] Infolge der in den Prozessflüssigkeiten einer Papiermaschine enthaltenen Substanzen
und Bestandteile wie Zellulosefasern, Pigmente, Stärke und Bindemittel, Salze und
andere Additive etc. und infolge der zum Teil erheblichen Agitation der Prozessflüssigkeiten,
einerseits gezielt zur Erzeugung einer homogenen Suspension und andererseits im Rahmen
der Führung der Prozessflüssigkeiten, bildet sich sowohl auf den Prozessflüssigkeiten
schwimmender Schaum, als auch unangenehm stabile Luftblasen in der Flüssigkeit. Analog
gilt dies für andere industrielle Verfahren so z.B. im Rahmen der pharmazeutischen
Produktion und der Fermentation.
[0003] Sowohl dieser Schaum als auch die Luftblasen im Prozesswasser führen zu technologischen
Problemen, so beispielsweise zu einer Reduktion der Effizienz von Pumpen, einer Reduktion
der Effizienz bei Waschvorgängen oder Trocknungsvorgängen, einer schlechten Blattbildung
infolge der unzuverlässigen Ablagerung von Fasern und einer damit verbundenen reduzierten
Stärke respektive Reissfestigkeit des gebildeten Papiers, sowie zu einer schlechten
Oberfläche des Papiers infolge der darauf direkt oder indirekt sichtbaren respektive
abgebildeten Blasen, welche häufig erst bei der Blattbildung auf der Oberfläche aufbrechen.
[0004] Um dies zu verhindern, wird typischerweise der Prozessflüssigkeit in einem technologischen
Prozess ein Mittel zugegeben, welches die Schaumbildung verhindert respektive gebildeten
Schaum abzubauen in der Lage ist, und/oder welches die Flüssigkeit entlüftet, das
heisst welches in der Lage ist, in der Prozessflüssigkeit vorhandene Luftblasen zu
entfernen. Eine andere Möglichkeit besteht darin, die Prozessflüssigkeit mechanisch
zu behandeln, beispielsweise indem der Schaum durch Aufsprühen von Flüssigkeit aufgebrochen
wird oder durch andere mechanische Verfahren wie Deculatoren (Stoffentlüfter). Häufig
werden die chemischen und physikalischen Methoden kombiniert verwendet.
[0005] Die so genannten chemischen Methoden unter Verwendung der oben angegebenen Mittel
(im englischen als defoamers respektive antifoams bezeichnet) basieren in ihrer Wirkungsweise
auf unterschiedlichen Effekten, so unter anderem auf der Beeinflussung der Oberflächenspannung
aber auch auf der Zusammenführung der Blasen und Förderung der Koaleszenz derselben,
was zur Ausbildung von grösseren Blasen führt, welche dann nach oben aus der Flüssigkeit
austreten.
[0006] Die entsprechenden Mittel, wie sie im Moment bei solchen Prozessen Anwendung finden,
können in drei Gruppen eingeteilt werden: (i) Öl-basierte Mittel (beispielsweise Silikonöl);
(ii) Wasser-basierte Mittel (beispielsweise Fettalkohol); (iii) oberflächenaktive
Mittel (beispielsweise Blockcopolymer). Im Moment finden in der Hauptsache Mittel
Anwendung, bei welchen der eigentliche Wirkstoff in Form einer Suspension in Wasser
vorliegt. Eine solche Suspension wird beispielsweise erzeugt, indem eine Substanz,
welche bei Raumtemperatur fest ist, auf erhöhte Temperatur gebracht und verflüssigt
wird und dann in Wasser in Anwesenheit von Stabilisatoren etc. emulgiert wird. Anschliessend
wird die Emulsion abgekühlt, wobei sich die emulgierten Tropfen verfestigen und sich
eine Suspension (fest in flüssig) ausbildet.
[0007] Solche Mittel in Form von Suspensionen sind aber infolge des aufwändigen Herstellungsverfahrens,
der Probleme mit der Lagerung (Stabilisatoren notwendig, Temperaturempfindlichkeit)
mit hohen Kosten und der Bereitstellung von aufwändigen Rahmenbedingungen verbunden.
Alternativen dazu bestehen im Prinzip insbesondere im Zusammenhang mit der genannten
Gruppe (iii), problematisch dabei ist aber, dass bei der Zugabe des entsprechenden
Konzentrates zum Prozesswasser eine im Vergleich zu den Suspensionen niedrigere Wirksamkeit
insbesondere bei der Entlüftung festgestellt wird.
DARSTELLUNG DER ERFINDUNG
[0008] Der Erfindung liegt demnach die Aufgabe zugrunde, ein verbessertes Verfahren zur
Zuführung eines Mittels zur Entlüftung/Entschäumung zu einer Prozessflüssigkeit, insbesondere
in einer Papiermaschine, zur Verfügung zu stellen.
[0009] Die Lösung dieser Aufgabe wird dadurch erreicht, dass das Mittel vor Ort unter Zuhilfenahme
wenigstens eines Mischelementes in Wasser emulgiert und der Prozessflüssigkeit innerhalb
weniger als 5 Minuten, bevorzugt weniger als 2 Minuten, insbesondere bevorzugt weniger
als 1 Minute, und wenn möglich sogar innerhalb von weniger als 30 Sekunden nach dem
Emulgierprozess zugegeben wird.
[0010] Der Vorteil des vorgeschlagenen Verfahrens besteht darin, dass überraschenderweise
einerseits festgestellt wurde, dass das Mittel, wenn es nicht als Konzentrat sondern
in kontrolliert emulgierter Form zugegeben wird, eine wesentlich höhere Effizienz
bei der Entlüftung/Entschäumung zeigt. Unter dem Begriff "Emulsion" wird dabei ein
System von Tröpfchen aus wenigstens einer mit Wasser nicht mischbaren, typischerweise
hydrophoben Substanz, namentlich dem Mittel zur Entlüftung/Entschäumung, in Wasser
verstanden. Die Tröpfchen verfügen dabei über einen mittleren Durchmesser (Median,
d
50) von höchstens 150 µm, bevorzugt von höchstens 100 µm. Es gibt zwar spezifische Chemikalien,
welche als Mittel verwendet werden können, und welche auch als Konzentrat zugegeben
eine interessante Wirksamkeit entfalten, diese beschränkte Wirksamkeit bei spezifischen
Chemikalien schränkt aber den grundsätzlichen Anwendungsbereich der Verwendung von
Nicht-Suspensionen ein, weil insbesondere die kommerziell leicht verfügbaren und damit
kostengünstigen Mittel aus anderen Bereichen wie beispielsweise Blockcopolymere, z.B.
mehrfach ethoxylierte/propoxylierte/butoxylierte Systeme (auch Mischformen), da nicht
verwendet werden können. Ein weiterer Vorteil des vorgeschlagenen Verfahrens besteht
darin, dass es im wesentlichen, wie dies auch gemäss einer ersten Ausführungsform
vorgeschlagen wird, im wesentlichen ohne oder mit Wesentliche reduzierter Zugabe und/ohne
Anwesenheit von Emulgier- und/oder Dispergier-Hilfsmittel und/oder Emulsions- und/oder
Dispersionsstabilisator durchgeführt wird. Normalerweise erfordert nämlich die Herstellung
einer Emulsion zusätzlich die Anwesenheit von entsprechenden Hilfsmitteln, damit die
Emulsion überhaupt nach deren Erzeugung erhalten bleibt, da normalerweise das emulgierte
Mittel die Tendenz hat, zu aggregieren und letzten Endes zu einem Film an der Oberfläche
des Wassers zu werden. Dies ist beim vorgeschlagenen Verfahren nicht erforderlich,
was als weiterer grosser Vorteil zu werten ist, da typischerweise solche Hilfsmittel
einerseits auch in Wechselwirkung mit anderen Prozessen treten können und entsprechend
mit Vorsicht zu handhaben sind, und andererseits in Bezug auf die Umweltbelastung
kritisch sein können.
[0011] Für die Effizienz insbesondere was die Wirkung als Entlüfter angeht, ist unerwarteter
Weise eine spezifische mittlere Tröpfchengrösse des emulgierten Mittels gemäss einer
weiteren Ausführungsform besonders geeignet. Namentlich zeigt es sich, dass eine hervorragende
Wirkung gewährleistet werden kann, wenn im Mischelement eine mittlere Töpfchengrösse
(Median, d
50) der in der Emulsion vorhandenen emulgierten Tropfen im Bereich von 0.1-80 µm, bevorzugt
im Bereich von 0.5-50 µm erzeugt wird. Ganz besonders gute Resultate können erzeugt
werden, wenn die mittlere Töpfchengrösse im Bereich von 1-10 µm, bevorzugt im Bereich
von 2-5 µm liegt.
[0012] Ebenfalls wichtig kann die "Härte" der emulgierten Tropfen im Wasser sein. Es wurde
nämlich unerwarteter Weise gefunden, dass, wenn die emulgierte Flüssigkeit eine zu
niedrige Viskosität aufweist, die zur Koaleszenz der Blasen führende Überbrückung
der Luftblasen durch den Tropfen nicht effizient oder gar nicht abläuft. Entsprechend
sollte gemäss einer weiteren Ausführungsform der Erfindung das Mittel zur Entlüftung/Entschäumung
bei 25°C eine Viskosität oberhalb von 100, bevorzugt oberhalb von 200 mPas aufweisen.
[0013] Auch eine Obergrenze für die Viskosität scheint vorteilhaft zu sein, da ansonsten
das Verfahren zur Herstellung der Emulsion sehr aufwändig wird. Bevorzugtermassen
sollte das Mittel wenigstens im flüssigen Zustand dem Mischelement zugeführt werden
können. Dies kann gegebenenfalls auch unter Zuhilfenahme einer temporären Erwärmung
des Mittels vor der Zuführung zum Mischelement gewährleistet werden. Bevorzugtermassen
verfügt entsprechend das Mittel zur Entlüftung/Entschäumung über eine Viskosität unterhalb
von 2000, bevorzugt unterhalb von 1500 oder 1000 mPas, und dies insbesondere bei einer
Temperatur unterhalb von 100°C, bevorzugt unterhalb von 60°C, insbesondere bevorzugt
unterhalb von 30°C, und ganz besonders bevorzugt im Bereich von 25°C, weil im letzteren
Fall auf eine zusätzliche erhöhte Temperatur des Mittels vor der Zuführung zum Mischelement
verzichtet werden kann.
[0014] Bevorzugtermassen verfügt entsprechend das Mittel über eine Viskosität im Bereich
von 200-1000 mPas, insbesondere bevorzugt im Bereich von 300-800 mPas und dies bei
25°C, da dann die Verarbeitung respektive Bereitstellung der Emulsion ohne unnötigen
Aufwand möglich ist und die Tröpfchen in der Emulsion trotzdem eine gute Wirksamkeit
zeigen.
[0015] Es zeigt sich, dass es von Vorteil ist, wenn insbesondere bei der Verwendung im Rahmen
der Prozessflüssigkeit in einer Papiermaschine nach dem Mischelement in der Emulsion
das Mittel zur Entlüftung/Entschäumung in Wasser in einer Konzentration von 0.1-80
Gewichtsprozent, bevorzugt 1-50, insbesondere bevorzugt 5-20 Gewichtsprozent vorliegt.
[0016] Die endgültige Konzentration des Mittels in der emulgierten Form in der Prozessflüssigkeit
d.h. nach der Zugabe kann auf die erforderliche Wirkung und die allgemeinen Rahmenbedingungen
eingestellt werden. Im Zusammenhang mit Prozessflüssigkeiten in einer Papiermaschine,
welche z.B. Fasern enthalten (beispielsweise Pulpe, Dickstoff, Dünnstoff, Siebwasser),
erweist es sich als vorteilhaft, wenn das Mittel zur Entlüftung/Entschäumung einer
Prozessflüssigkeit mit Fasergehalt in einer Menge zugegeben wird, dass gewichtsmässig
bezogen auf Fertigstoff je Produktionsschritt das Mittel im Bereich von 30-1000ppm
(auf das Gewicht bezogen), bevorzugt im Bereich von 100-500 ppm, insbesondere bevorzugt
im Bereich von 200-400 ppm zugegeben wird, jeweils pro betrachtete Zeiteinheit. Unter
Fertigstoff (z.B. in t/h) ist das aus dem Prozess resultierende Rohpapier zu verstehen,
und das Mittel wird dann angepasst zugegeben (z.B. in kg/h).
[0017] Grundsätzlich können unterschiedliche Mischelemente verwendet werden. Bevorzugtermassen
handelt es sich bei Mischelement aber um einen Turbulenz-Mischer, ganz bevorzugt um
einen Turbulenzmikromischer. Gleichermassen kann es sich um eine Düse handeln, insbesondere
eine Mikrostrahldispergierdüse. Auch möglich ist ein magnetisches Element oder ein
statischer Mischer oder eine Kombination der genannten Mischelemente, beispielsweise
in Serie.
[0018] Gemäss einer weiteren Ausführungsform wird im Mischelement eine Tröpfchengrössenverteilung
der in der Emulsion vorhandenen emulgierten Tropfen erzeugt, bei welcher wenigstens
70 %, bevorzugt wenigstens 80 %, insbesondere bevorzugt wenigstens 90 % der Anzahl
der Tropfen um eine mittlere Tröpfchengrösse d
50 (Median) in einem Bereich zwischen d
50/10 bis d
50*10 verteilt sind. Bei einer mittleren Tröpfchengröße d
50 von wie bevorzugt beispielsweise 4 µm liegen also vorzugsweise 90% der Tropfen in
einem Bereich zwischen 0.4 µm und 40 µm.
[0019] Eine weitere bevorzugte Ausführungsform ist dadurch gekennzeichnet, dass es sich
beim Mittel um eine oder eine Mischung von mit Wasser im wesentlichen nicht mischbaren
Substanz(en) handelt (typischerweise mit einer Löslichkeit in Wasser bei 25°C von
höchstens 10 g pro Liter, bevorzugt höchstens 5 g pro Liter, insbesondere bevorzugt
1 g pro Liter). Es handelt sich also typischerweise um hydrophobe Systeme, bevorzugt
werden beispielsweise oberflächenaktive Substanzen, bevorzugt nicht-ionische oberflächenaktive
Systeme.
[0020] Dabei kann z.B. wenigstens eine der Komponenten eine ethoxylierte und/oder propoxylierte
und/oder butoxylierte Struktur aufweist, und/oder eine Esterstruktur aufweisen, bevorzugtermassen
eine Sorbitanesterstruktur, eine Glykolesterstruktur, und/oder eine Polyethylenglykolstruktur,
und/oder eine Polypropylenglykolstruktur und/oder eine Fettalkohol-Struktur.
[0021] Generell sind Ester-Strukturen möglich wie beispielsweise Polyolester, Trimethylpropanester,
Glycerinester, Glykolester, Pentaerythritester, Fettsäure-Fettalkohol-Ester, zuckerartige
Ester etc. Es sind aber auch allgemein ölige Systeme möglich wie beispielsweise auf
Basis von Glycerolen. Ebenfalls möglich sind Disäureester wie beispielsweise Adipinsäureester,
Zitronensäure-Ester etc. Möglich sind des weiteren, wie oben bereits angedeutet, Ether-Systeme
wie beispielsweise propoxylierte, ethoxylierte und/oder butoxylierte Systeme (auch
entsprechende Mischformen) so beispielsweise auf Esterbasis (z.B. Esterethoxylate
(EO-Ester), Esterpropoxylate (PO-Ester), EO-PO-Ester, Fettsäureethoxylate (EO-FSE),
PO-FSE, EO-PO-FSE, etc.).
[0022] Des weiteren betrifft die vorliegende Erfindung eine Vorrichtung zur Durchführung
eines Verfahrens, wie es oben beschrieben wurde. Eine solche Vorrichtung ist bevorzugtermassen
dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung wenigstens einen Behälter oder eine Zuleitung
zur Bereitstellung des Mittels zur Entlüftung/Entschäumung aufweist sowie wenigstens
einen Behälter oder eine Zuleitung zur Bereitstellung von Wasser, sowie wenigstens
ein von diesen beiden gespiesenes Mischelement zur Erzeugung einer Emulsion sowie
wenigstens eine Einführungsleitung in geeigneter Kürze (oder Fördergeschwindigkeit),
zur im wesentlichen unmittelbar nach dem Emulgierprozess erfolgenden Zugabe zur Prozessflüssigkeit.
[0023] Weitere bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen
beschrieben.
KURZE ERLÄUTERUNG DER FIGUREN
[0024] Die Erfindung soll nachfolgend anhand von Ausführungsbeispielen im Zusammenhang mit
den Zeichnungen näher erläutert werden. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer Anlage zur Durchführung des vorgeschlagenen Verfahrens;
- Fig. 2
- eine Versuchsanordnung zur Ermittlung der Entschäumungswirkung;
- Fig. 3
- Messwerte zu Entschäumungswirkung, wobei in a) der Unterschied zwischen einer Versuchsdurchführung
ohne Zugabe von Mittel (mit ref bezeichnet) und einer Versuchsdurchführung mit Zugabe
von Mittel dargestellt ist, wobei die Schaumhöhe in Zentimetern als Funktion der Zeit
in Sekunden angegeben ist und in b) die durch die Differenz dieser beiden Versuche
erzeugte Differenzdarstellung (Doppelbestimmung), wobei die Luft-Reduktion in Prozent
als Funktion der Zeit in Sekunden dargestellt ist;
- Fig. 4
- Messwerte zum Vergleich von unterschiedlichen Mitteln (Luftreduktion in Prozent als
Funktion der Zeit in Sekunden), wobei gestrichelte Linien als Konzentrat zugegebene
Mittel darstellen und ausgezogene Linien als Emulsionen zugegebene Mittel, das einzige
als Suspension zugegebene Mittel ist mit susp gekennzeichnet; und
- Fig. 5
- Messwerte zum Vergleich von unterschiedlichen Mitteln in einem Versuch zur Ermittlung
des Luftgehaltes (prozentualer relativer Luftgehalt als Funktion der Zeit in Minuten),
wobei in a) auf die Fasern bezogen immer eine gleiche Konzentration an Mittel zugegeben
wurde, und wobei gestrichelte Linien als Konzentrat zugegebene Mittel darstellen und
ausgezogene Linien als Emulsionen zugegebene Mittel, und wobei in b) gestrichelte
Linien eine Konzentration von 125 ppm bezeichnen und ausgezogene Linien eine Konzentration
von 375 ppm, und wobei mit d bezeichnete Linien für die Emulsionen angegeben sind,
mit k bezeichnete Linien für die konzentrierte Zugabe angegeben sind, und mit s bezeichnete
Linien für die Suspension angegeben sind.
WEGE ZUR AUSFÜHRUNG DER ERFINDUNG
[0025] In der Folge soll anhand der Beschreibung von experimentellen Nachweisen gezeigt
werden, dass das in der Einleitung beschriebene Verfahren tatsächlich hervorragende
Wirkung erzeugt. Die beschriebenen Beispiele dienen der Illustration der Durchführbarkeit
und der Wirksamkeit der Erfindung, sie sollen aber nicht in einschränkender Weise
zur Auslegung der am Ende angefügten Schutzansprüche ausgelegt werden.
[0026] In Figur 1 ist in schematischer Weise eine Anlage zur Durchführung des vorgeschlagenen
Verfahrens dargestellt. Die Anlage verfügt über einen Behälter 1 mit Entlüfter/Entschäumer.
Dieser Behälter kann über eine Thermostat-Einheit 4 temperiert sein, typischerweise
über eine Temperatur von 15-70°C. Werden höherviskose Mittel verwendet, so kann auch
eine Temperierung auf eine höhere Temperatur ins Auge gefasst werden, dann muss aber
darauf geachtet werden, dass auch die Leitungen wenigstens bis zum Mischer auf einer
entsprechenden Temperatur gehalten werden, damit das Mittel den Mischer in flüssiger
Form erreicht und in der Zuführungsleitung zum Mischer nicht erstarrt.
[0027] Des Weiteren verfügt die Vorrichtung über einen Behälter 2 für Wasser, dieser kann
aber auch ersetzt sein durch eine Wasserzuleitung. Auch der Behälter für Wasser kann
über eine Thermostat-Einheit 4 temperiert werden, hier typischerweise für den Bereich
einer Temperatur von 5-60°C. Die beiden Behälter 1 und 2 sind über Leitungen 5 resp.
6 mit dem Mischelement 7 verbunden. In beiden Leitungen 5, 6 ist eine Pumpe 3 angeordnet
sowie möglichst auch noch ein Kontrollelement zur Steuerung der Pumpe, welches bspw.
die Pumpe in Abhängigkeit der Flussgeschwindigkeit regelt resp. die es erlaubt, das
dem Mischer 7 zugeführte Massenverhältnis den Bedürfnissen entsprechend einzustellen.
Des Weiteren sind vorzugsweise in den Leitungen 5, 6 Einheiten für die Druckmessung
9 sowie Temperaturmesseinheiten 10 angeordnet, um den Prozess zu kontrollieren.
[0028] Die beiden Leitungen 5, 6 werden entweder vor dem Mischer oder im Mischer zusammengeführt.
Im Mischer wird die eigentliche Emulsion mit den oben angegebenen Tröpfchengrössenverteilungen
und mittleren Tröpfchengrössen erzeugt. Bei diesem Mischer kann es sich um unterschiedliche
Konstruktionen handeln, möglich sind beispielsweise. Turbulenzmikromischer, Mikrostrahl-Dispergierdüsen,
magnetische Mischelemente oder statische Mischer. Sie dienen dazu, eine Emulsion mit
definierter Tropfengrösse herzustellen, wobei eine enge Tropfengrösseverteilung, eine
einfache Anwendung vor Ort und tiefe Kosten angestrebt sind. Die Konzentration an
Mittel beträgt beispielsweise 5 Gewichtsprozent und die Durchflussrate liegt typischerweise
im Bereich von 20-200 Liter pro Stunde.
[0029] Hinter dem Mischer wird die erzeugte Emulsion über die Einführungsleitung 16, welche
typischerweise mit zusätzlichen Kontrollmitteln wie beispielsweise einer Temperaturmessungseinheit
10 ausgestattet ist, dem Behälter mit Prozessflüssigkeit zugeführt. Dieser Behälter
11 kann irgendein Behälter oder aber auch eine Leitung für Prozessflüssigkeiten in
einer Papiermaschine sein. Beispielsweise handelt es sich um eine Prozessflüssigkeit,
welche Fasern enthält (beispielsweise Pulpe, Dickstoff, Dünnstoff, Siebwasser, etc.).
[0030] Was die zu emulgierenden Mittel angeht, so sind unterschiedliche chemische Grundstrukturen
möglich. So bspw. ethoxylierte und/oder propoxylierte Systeme auf Basis von Rhizinusöl
(welches hydriert sein kann), auf Basis von Sorbitol, Ölsäuren, generell Fettalkoholen,
Glyzerolen etc. Ebenfalls möglich sind die entsprechenden Oleate, Stearate, und ähnliche
übliche oberflächenaktive Tenside. Auch möglich sind reine Blockcopolymere aus Ethoxy
und Propoxy Einheiten.
[0031] Zur Ermittlung der Effizienz und der Wirksamkeit des vorgeschlagenen Verfahrens wurden
zwei verschiedene Versuche durchgeführt. Ein erster Versuch zielte darauf ab, die
Verhinderung der Schaumbildung durch die vorgeschlagene Zugabe zu ermitteln.
[0032] Zu diesem Zweck wurde ein Versuchsaufbau verwendet, wie er in Figur 2 schematisch
dargestellt ist. Eine Säule einer Höhe von 1 Meter, an deren unterem Ende eine poröse
Glasfritte 14 als Boden angeordnet war, mit entsprechenden Dichtungsmitteln 13, wurde
über eine Höhe z mit einer Testflüssigkeit gefüllt. Bei dieser Testflüssigkeit handelte
es sich um eine Aufschlämmung von ca. 90 Gewichtsprozent heissem Wasser, ca. 9 % Cellulose-Fasersuspension,
etwas Natriumsulfatlösung, etwas Stärke und etwas Polyethylenamin und hydrochlorige
Säure. Die Mischung wurde gut gerührt. Es wurde ca. 1 Liter in einem derartigen Versuchsaufbau
verwendet.
[0033] Von unten wurde nun über eine Druckluftzuführung 15 Luft durch die Glasfritte 14
in die Testlösung eingepresst. Dabei bildete sich eine Schaumsäule, welche mit der
Höhe h charakterisiert wurde. Es wurde mit einem Gasdurchfluss von 10 Liter pro Minute
gearbeitet und die Glasfritte hatte einen Porendurchmesser von 10 bis 16 Mikrometer.
Dadurch wurden Luftblasen einer Grösse im Bereich von 0.8-1.4 Millimeter hergestellt
und der gesamte Versuchsaufbau wurde auf einer Temperatur von ca. 50°C gehalten. Als
Entlüfter wurde eine 5 gewichtsprozentige Emulsion resp. Suspension beigegeben resp.
eine analoge Menge von Konzentrat. Die Emulsion wurde in einem Verfahren erzeugt,
wie es weiter oben beschrieben wurde.
[0034] In Figur 3a) ist der Verlauf der Schaumhöhe in Zentimeter als Funktion der Zeit dargestellt,
einerseits für eine Referenzmessung ohne Zugabe von Entschäumer/Entlüfter (als ref
bezeichnet), sowie die Messung der Schaumhöhe in Zentimetern unter Zugabe eines entsprechenden
Mittels. Es ist klar erkennbar, wie das Mittel, hier zugegeben als Emulsion, insbesondere
am Anfang die Bildung des Schaumes zu unterdrücken in der Lage ist, und erst nach
ca. zwei Minuten eine langsame Schaumbildung ansetzt.
[0035] In Figur 3b) ist dargestellt, wie zu Vergleichszwecken die Differenz aus Referenz
und eigentlicher Messung, mit anderen Worten die Luftreduktion in Prozenten als Funktion
der Zeit dargestellt werden kann. Diese Darstellung wurde für die Vergleiche, wie
sie in Figur 4 dargestellt sind, verwendet.
[0036] In Figur 4 ist die Luftreduktion in Prozent für unterschiedliche Systeme als Funktion
der Zeit, ermittelt in einem Versuchsaufbau gemäss Figur 2, dargestellt. Dabei wurden
verschiedene Substanzen verwendet, wobei mit der Ausnahme der mit dem Kürzel susp
angezeigten Kurve jeweils die gestrichelten Kurven für als Konzentrat zugegebene Mittel
stehen (nicht nach der Erfindung) und die ausgezogenen Linien für erfindungsgemäss
als Emulsion unmittelbar nach deren Herstellung zugegebene Mittel.
[0037] Aus Figur 4 kann erkannt werden, dass die klassischerweise in diesem Zusammenhang
eingesetzte Suspension (fest in flüssig) eine sehr schlechte Wirkung zeigt und insbesondere
nach ca. 10 Sekunden eine erhebliche Schaumbildung einsetzt. Dazu muss bemerkt werden,
dass solche Suspensionen auch eher als Entlüfter und weniger als Schaumbildungsverhinderer
eingesetzt werden.
[0038] Des Weiteren kann ganz klar erkannt werden, dass für die Mehrzahl der gewählten Systeme
(die oben beschriebenen Systeme) die Zugabe als Konzentrat eine wesentlich schlechtere
Wirkung zeigt, dies nicht nur am Anfang, das heisst im Bereich von weniger als 30
Sekunden, sondern insbesondere über längere Zeiten von mehreren Minuten. Die Schaumbildung
kann entsprechend bei Zugabe von Konzentraten kaum nachhaltig verhindert werden.
[0039] Ganz anders verhält es sich bei der Zugabe der gleichen Produkte als Emulsion unter
Verwendung des vorgeschlagenen Verfahrens, hier wird auch über mehrere Minuten die
Schaumbildung nachhaltig reduziert, ein ähnlicher Verlauf ergibt sich auch für längere
Zeiten bis 600 Sekunden.
[0040] Die Testmessungen unter Verwendung eines Aufbaus gemäss Figur 2 und die damit erhaltenen
Resultate gemäss Figur 4 zeigen also, dass tatsächlich die Zugabe einer spezifisch
präparierten Emulsion mit den oben angegebenen Teilchengrössenverteilungen resp. mittleren
Teilchengrössen eine erhebliche Erhöhung der Effizienz des Mittels nach sich zieht.
Dies erlaubt entsprechend eine stark reduzierte Zugabemenge von entsprechendem Mittel,
oder es erlaubt bei gleicher Zugabemenge eine wesentlich verbesserte Effizienz der
Wirksamkeit. Die entsprechenden ökologischen Vorteile sind offensichtlich.
[0041] In einem zweiten Versuchsaufbau wurde in einem Zirkulationsversuch mit einem Behälter
mit Schäumungslösung wie oben beschrieben und einem Pumpendurchfluss von 30 Liter
pro Minute der Luftgehalt in der Testlösung über eine Kompressionsmessung als Funktion
der Zeit ermittelt. Dabei wurde die Zirkulation zunächst 15 Minuten ohne Entlüfter
durchgeführt, dann die Zugabe des Entlüfters vorgenommen und die Zirkulation während
30 Minuten mit dem Entlüfter weitergeführt. Die Temperatur wurde auch hier bei 50°C
gehalten, der Anfangsluftgehalt lag bei 1 % und die zugegebene Entlüftermenge betrug,
in zwei Versuchsserien, entweder 125 ppm oder 375 ppm als Gewicht auf die Fasern bezogen.
Es wurde entweder Konzentrat beigegeben, 5 % Emulsion (Gewichtsprozent) oder Suspension,
erstere und letztere zu Vergleichszwecken.
[0042] Die entsprechenden Resultate sind in Figur 5 dargestellt. In Figur 5a) sind Vergleichsversuche
alle unter Verwendung der gleichen Zugabemenge (375 ppm) dargestellt. Es kann erkannt
werden, wie zunächst während der ersten 15 Minuten ein recht stabiler Luftgehalt (in
relativen Prozenten) von 1 % vorliegt. Die Zugabe von Entlüfter nach 15 Minuten führt
in allen Fällen zu einer Reduktion des Luftgehaltes. Auch hier sind die als Emulsionen
zugegebenen Mittel als ausgezogene Linie dargestellt und die als Konzentrat zugegebenen
Mittel als gestrichelte Linien. Aus der Grafik wird ersichtlich, dass generell die
als Emulsion nach dem erfindungsgemässen Verfahren beigegebenen Mittel eine bessere
Wirksamkeit zeigen und entsprechend zu einer grösseren Reduktion des Luftgehaltes
führen. Es gibt zwar auch Systeme, welche als Konzentrat eine gewisse Wirksamkeit
zeigen, wie bereits erläutert, soll aber das vorgeschlagene Verfahren gerade bewirken,
dass die Auswahl des Mittel nicht derart strengen Kriterien unterworfen ist, damit
eine Wirksamkeit gewährleistet sein kann.
[0043] In Figur 5 sind entsprechende Messungen für unterschiedliche Konzentrationen dargestellt.
Des Weiteren ist die Wirksamkeit der Suspension dargestellt. Es kann erkannt werden,
dass die Suspension (mit S bezeichnet) sowohl bei einer Konzentration von 375 ppm
(immer ausgezogene Linie) als auch bei einer Konzentration von 125 ppm (immer gestrichelte
Linie) eine gute Effizienz zeigt. Ganz klar kann erkannt werden, dass im Falle eines
Konzentrates sowie auch einer Emulsion eine höhere Konzentration auch zu einer höheren
Wirkung führt. Im vorliegenden Fall ist dabei die Wirksamkeit des Konzentrates vergleichbar
mit der Wirksamkeit der Emulsion.
[0044] In einer kombinierten Betrachtungsweise, das heisst sowohl bei Berücksichtigung der
Schaumbildung wie auch bei Berücksichtigung der Entlüftungswirkung zeigt es sich,
dass das vorgeschlagene Verfahren der Herstellung einer Emulsion unmittelbar vor der
Zugabe zum Prozesswasser eine wesentlich erhöhte Wirksamkeit zeigt und vor allem auch
für ein extrem breites Spektrum von unterschiedlichen chemisch strukturierten Mitteln
diese Wirksamkeit zu entfalten in der Lage ist.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0045]
- 1
- Behälter mit Entlüfter/Entschäumer
- 2
- Behälter mit Wasser
- 3
- Pumpe
- 4
- Thermostat
- 5
- Leitung von 1 zu 7
- 6
- Leitung von 2 zu 7
- 7
- Mischelement
- 8
- Kontrollelement für Strömungsgeschwindigkeit
- 9
- Druckmessung
- 10
- Temperaturmessungen
- 11
- Behälter mit Prozessflüssigkeit
- 12
- Ventil
- 13
- Dichtungen
- 14
- poröse Glasfritte
- 15
- Druckluftzuführung
- 16
- Einführungsleitung
- h
- Höhe des gebildeten Schaumes
- z
- Höhe der Prozessflüssigkeit
1. Verfahren zur Zuführung eines Mittels zur Entlüftung/Entschäumung zu einer Prozessflüssigkeit
insbesondere in einer Papiermaschine,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Mittel vor Ort unter Zuhilfenahme wenigstens eines Mischelementes (7) in Wasser
emulgiert und der Prozessflüssigkeit innerhalb weniger als 5 Minuten nach dem Emulgierprozess
zugegeben wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel der Prozessflüssigkeit innerhalb von weniger als 3 Minuten, bevorzugt
weniger als 2 Minuten, insbesondere bevorzugt weniger als 30 Sekunden nach dem Emulgierprozess
zugegeben wird.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Mischelement (7) eine mittlere Tröpfchengrösse (d50) der in der Emulsion vorhandenen emulgierten Tropfen im Bereich von 0.1-80 µm, bevorzugt
im Bereich von 0.5-50 µm erzeugt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dass die mittlere Tröpfchengrösse (d50) im Bereich von 1-10 µm, bevorzugt im Bereich von 2-5 µm liegt.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel zur Entlüftung/Entschäumung bei 25°C eine Viskosität oberhalb von 100
mPas aufweist.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel zur Entlüftung/Entschäumung eine Viskosität unterhalb von 2000, bevorzugt
unterhalb von 1000 mPas aufweist, insbesondere bei einer Temperatur unterhalb von
100°C, bevorzugt unterhalb von 60°C, insbesondere bevorzugt unterhalb von 30°C, und
ganz besonders bevorzugt im Bereich von 25°C.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Mischelement (7) das Mittel zur Entlüftung/Entschäumung in Wasser in einer
Konzentration von 0.1-80 Gewichtsprozent, bevorzugt 1-50 Gewichtsprozent, insbesondere
bevorzugt 5-20 Gewichtsprozent vorliegt.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Mittel zur Entlüftung/Entschäumung einer Prozessflüssigkeit mit Fasergehalt in
einer Menge zugegeben wird, so dass, gewichtsmässig bezogen auf Gewicht Fertigstoff
je Produktionsschritt pro Zeiteinheit, das Mittel im Bereich von 30-1000 ppm pro Zeiteinheit,
bevorzugt im Bereich von 100-500 ppm pro Zeiteinheit, insbesondere bevorzugt im Bereich
von 200-400 ppm pro Zeiteinheit, in die Prozessflüssigkeit eingetragen wird.
9. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei Mischelement (7) um einen Turbulenz-Mischer, bevorzugt um einen Turbulenzmikromischer
handelt, um eine Düse, insbesondere eine Mikrostrahldispergierdüse, um ein magnetisches
Element oder um einen statischen Mischer oder eine Kombination derartiger Mischelemente.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in Mischelement (7) eine Tröpfchengrössenverteilung der in der Emulsion vorhandenen
emulgierten Tropfen erzeugt wird, bei welcher wenigstens 70 %, bevorzugt wenigstens
80 %, insbesondere bevorzugt wenigstens 90 % der Anzahl der Tropfen um eine mittlere
Tröpfchengrösse (d50) in einem Bereich zwischen d50/10 bis d50*10 verteilt sind.
11. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es sich beim Mittel um eine oder eine Mischung von mit Wasser nicht mischbaren, bevorzugt
öligen und/oder oberflächenaktiven Substanzen, bevorzugt nicht-ionische oberflächenaktive
Systeme, handelt, wobei insbesondere bevorzugt wenigstens eine der Komponenten eine
Ester- und/oder Etherstruktur aufweist, bevorzugt eine ethoxylierte und/oder propoxylierte
und/oder butoxylierte Struktur, wie bevorzugt Esterethoxylate, Esterpropoxylate, Esterethoxypropoxylate,
Fettsäureethoxylate, Fettsäurepropoxylate, Fettsäureethoxypropoxylate, und/oder eine
Esterstruktur wie Polyolester, Trimethylpropanester, Glycerinester, Glykolester, Pentaerythritester,
Fettsäure-Fettalkohol-Ester, zuckerartige Ester, Sorbitanester und/oder Polyethylenglykolstruktur,
und/oder eine Polypropylenglykolstruktur und/oder eine Fettalkohol-Struktur, Disäureester
wie Adipinsäureester, Zitronensäure-Ester.
12. Vorrichtung zur Durchführung eines Verfahrens nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung wenigstens einen Behälter (1) oder eine Zuleitung zur Bereitstellung
des Mittels zur Entlüftung/Entschäumung aufweist sowie wenigstens einen Behälter (2)
oder eine Zuleitung zur Bereitstellung von Wasser aufweist, sowie wenigstens ein von
diesen beiden gespiesenes Mischelement (7) zur Erzeugung einer Emulsion sowie wenigstens
eine Einführungsleitung (16) in geeigneter Kürze zur im wesentlichen unmittelbar nach
dem Emulgierprozess erfolgenden Zugabe zur Prozessflüssigkeit.