[0001] Die Erfindung betrifft eine Ankervorrichtung zur Verankerung in mindestens einem
Bauteil, insbesondere in mindestens einer Betonwand.
[0002] Beispielsweise zum Transport von Doppelwänden in einem Fertigteilwerk und zur Montage
auf der Baustelle werden vorzugsweise bügelartige Ankervorrichtungen aus Bewehrungsstahl
verwendet. Die Bügel binden dabei in beide Wandschalen ein. Ein Problem bei diesen
Ankervorrichtungen ist, dass beim Anheben der Wände, bedingt durch die Geometrie der
Bügel, ein hoher Druck auf die Druckbolzen zwischen den Schenkeln auftritt. Dieser
Druck entsteht, weil die Bügel aus einem gebogenen Stahlbügel bestehen, der sich bei
Lastzunahme zu einer Geraden strecken würde. Das soll der Druckbolzen zwischen den
Bügeln verhindern.
[0003] Wird der Druck jedoch zu hoch, beginnt der Druckbolzen zu knicken und damit wird
der Stahl durch die Momente im Bereich des Einbindens in die Betonhälften herausgezogen
und es kommt zu Abplatzungen des Betons und schließlich zum Versagen. Dies geschieht
auch, wenn der Bügel in Zugrichtung, üblicherweise 30°- 45°, eingebaut wird.
[0004] Bein sogenannten Querzug, also wenn ein liegendes Bauteil aufgerichtet wird, werden
die Bügel ungleichmäßig belastet und verstärken dieses Problem zusätzlich.
[0005] Es sind auch Ankervorrichtungen bekannt, die in jeder Schale mit zwei Bügeln so eingebunden
sind, dass die Lasten schräg in die jeweilige Wandhälfte eingeleitet werden und somit
höhere Auszugswerte erreichen. Diese Ankervorrichtungen sind jedoch nicht sehr verbreitet,
da sie geometriebedingt nur für eine Wandstärke eingesetzt werden können, was die
Lagerhaltung in Betonwerken erschwert.
[0006] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Ankervorrichtung zu schaffen, die
hohe Tragkräfte zulässt und sowohl für Axial- als auch für Schrägzug bestens geeignet
ist und neben der Eigenschaft als Transportanker auch als Verbundanker zwischen zwei
Bauteilen genutzt werden kann.
[0007] Die der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird gelöst durch die Ankervorrichtung
zur Verankerung in mindestens einem Bauteil, insbesondere in mindestens einer Betonwand,
nach Anspruch 1, wobei die Ankervorrichtung ein Ankerelement mit plattenförmiger Grundstruktur
aufweist. Durch die flächige Ausgestaltung weist die erfindungsgemäße Ankervorrichtung
eine wesentlich größere Biegesteifigkeit auf als der herkömmliche Transportbügel.
Zudem ist eine größere Oberfläche dieses Ankers mit dem zu tragenden Bauteil in Kontakt
bringbar, so dass größere Tragkräfte zwischen der Ankervorrichtung und dem zu tragenden
Bauteil übertragbar sind.
[0008] Bevorzugte Ausführungen und Weiterbildung der Erfindung werden in den Unteransprüchen
beansprucht.
[0009] Es kann sich als hilfreich erweisen, wenn die Geometrie des Ankerelementes entsprechend
einem Kraftverlauf durch das Ankerelement in mindestens einem Belastungszustand modifiziert
ist. Der Belastungszustand bezieht sich vorzugsweise auf einen Einbauzustand der Ankervorrichtung,
wie er beispielsweise in Fig. 1 oder Fig. 2 dargestellt ist. In diesem Einbauzustand
wird die Ankervorrichtung beispielsweise über einen Lasthaken mit einer Hebevorrichtung
in Eingriff gebracht, so dass die Ankervorrichtung das Gewicht der daran verankerten
Last, d.h. des daran verankerten Bauteils oder der daran verankerten Bauteile trägt.
Die Ankervorrichtung stellt das Bindeglied zwischen der Hebevorrichtung und der Last
dar. Man kennt Bauteile, die für mindestens einen Belastungszustand hinsichtlich der
Geometrie modifiziert sind, beispielsweise aus dem Bereich der Leichtbautechnik, wo
die Bauteile derart ausgelegt werden, um bei minimalem Gewicht und Materialeinsatz
ein Maximum an Festigkeit und Steifigkeit zu erhalten. Die Geometrie des Ankerelementes
ist dementsprechend mindestens für den Belastungszustand optimiert, der vorliegt,
wenn der aus der Ankervorrichtung und der angehängten Last bestehende Transportverbund
an der Hebevorrichtung hängt. Die Geometrie des Ankerelements ist aber vorzugsweise
für mehr als einen Belastungszustand ausgelegt bzw. optimiert, so dass das Ankerelement
in unterschiedlichen Anwendungen (Fig. 1 oder Fig. 2) zum Einsatz kommen kann.
[0010] Es kann von Vorteil sein, wenn das Ankerelement mindestens einen Abschnitt mit verringerter
Dicke aufweist. Der Abschnitt mit verringerter Dicke ist vorzugsweise in einem schwach
beanspruchten Abschnitt des Ankerelements ausgebildet und trägt dazu bei, dass Gewicht
des Ankerelements zu verringern. Durch den Abschnitt mit verringerter Dicke verringert
sich auch die Wärmeleitung durch das Ankerelement.
[0011] Es kann sich auch als nützlich erweisen, wenn das Ankerelement mindestens eine Ausnehmung
aufweist. Die Ausnehmung ist vorzugsweise in einem sehr schwach beanspruchten Abschnitt
des Ankerelements ausgebildet und trägt dazu bei, dass Gewicht des Ankerelements zu
verringern. Durch die Ausnehmung verringert sich auch die Wärmeleitung durch das Ankerelement.
[0012] Es kann auch von Nutzen sein, wenn die Ankervorrichtung zumindest ein Vorsprungselement
aufweist, das gegenüber der plattenförmigen Grundstruktur des Ankerelements hervorsteht
und sich vorzugsweise quer, bevorzugt senkrecht zum Ankerelement erstreckt. Dadurch
gewinnt die Ankervorrichtung eine räumliche Struktur mit größerer Oberfläche, so dass
die Ankervorrichtung besser in dem Bauteil verankerbar und einbindbar ist. Außerdem
kann das Vorsprungselement gezielt dazu eingesetzt werden, die Festigkeit und Steifigkeit
des Ankerelements in kritischen Bereichen zu erhöhen.
[0013] Es kann sich als vorteilhaft erweisen, wenn zumindest ein Vorsprungselement als Rippe,
Wulst, Ausbauchung, Wölbung, Abkantung, Aufdickung, Prägung oder als Bewehrungselement,
vorzugsweise Bewehrungsstahl ausgebildet ist. Dadurch kann die Ankervorrichtung besser
in dem Bauteil verankert werden und größere Lasten tragen. Die Rippe ist ein ideales
Versteifungselement und kann zur Verbesserung der Festigkeit und Steifigkeit des Ankerelements
gezielt auf dem Ankerelement positioniert werden. Vorzugsweise sind mehrere als Versteifungselemente
vorgesehene Rippen derart angeordnet, dass sie im Wesentlichen die gesamte plattenförmige
Grundstruktur des Ankerelements fachwerkartig überziehen, um die Geometrie des Ankerelementes
entsprechend mindestens einem Belastungszustand zu optimieren. Ein als Wulst ausgebildetes
Vorsprungselement ist vorzugsweise in einem Randbereich des Ankerelements, z.B. in
einem Randbereich angrenzend an Ausnehmungen bzw. Öffnungen und/oder in einem Randbereich
angrenzend an Abschnitte mit verringerter Dicke vorgesehen, um das Ankerelement diesen
Bereichen gezielt zu verstärken. Ein als Ausbauchung, Wölbung, Abkantung ausgebildetes
Vorsprungselement ist vorzugsweise integral mit dem Ankerelement ausgebildet und verleiht
dem Ankerelement eine räumliche Dimension im Wesentlichen ohne Veränderung der Dicke
des Ankerelements. Die Abkantung ist vorzugsweise im äußeren Randbereich des Ankerelements
vorgesehen, kann aber auch in einem inneren Randbereich des Ankerelements, z.B. in
einem Randbereich angrenzend an Öffnungen oder Ausnehmungen vorgesehen sein. Ein als
Aufdickung ausgebildetes Vorsprungselement ist vorzugsweise integral mit dem Ankerelement
ausgebildet und verleiht dem Ankerelement eine räumliche Dimension durch lokale Verdickung
des Ankerelements. Ein als Prägung ausgebildetes Vorsprungselement ist vorzugsweise
integral mit dem Ankerelement ausgebildet und verleiht dem Ankerelement eine räumliche
Dimension durch musterartige Hervorhebung von bestimmten Bereichen des Ankerelements
im Wesentlichen ohne Veränderung der Dicke des Ankerelements. Ein als Bewehrungselement
ausgebildetes Vorsprungselement ist vorzugsweise ein gesondertes Element, dass mit
dem Ankerelement verbindbar ist und dem Ankerelement eine räumliche Dimension verleiht.
Das Bewehrungselement ist vorzugsweise ein Element von größerer Festigkeit und Steifigkeit
als das Ankerelement selbst und wird vorzugsweise nur lokal in besonders stark beanspruchten
Abschnitten des Ankerelements angeordnet.
[0014] Es kann sich als hilfreich erweisen, wenn das Vorsprungselement integral mit der
Ankerplatte ausgebildet ist. Dadurch weist das Ankerelement eine besonders große Festigkeit
und Steifigkeit auf und die Fertigung des Ankerelements erweist sich einfach.
[0015] Es kann sich als nützlich erweisen, wenn das Vorsprungselement mit dem Ankerelement
lösbar verbindbar ist, vorzugsweise gegenüber dem Ankerelement verrastbar und/oder
auf das Ankerelement aufsteckbar ist. Dadurch kann das Vorsprungselement zweckoptimiert
gefertigt werden. Die Ankervorrichtung kann bedarfsgerecht mit einem oder mehreren
Vorsprungselementen aufgerüstet werden, die vorzugsweise in unterschiedlichen Positionen
angeordnet werden, um unterschiedliche Funktionen zu erfüllen. Nach dem Baukastenprinzip
können für ein Ankerelement unterschiedliche Vorsprungselemente vorgesehen sein, die
bei Bedarf mit dem Ankerelement verbunden werden, um die Geometrie des Ankerelementes
entsprechend einem Kraftverlauf durch das Ankerelement in mindestens einem Belastungszustand
zu modifizieren und zu optimieren.
[0016] Es kann sich als praktisch erweisen, wenn eine Ausnehmung eine Eingriffsöffnung für
eine Hebevorrichtung, vorzugsweise für einen Kranhaken bildet. Dadurch, dass die Aufnahmeöffnung
für die Hebevorrichtung in das Ankerelement integriert ist, können große Kräfte über
die Ankervorrichtung übertragen werden.
[0017] Es kann sich auch als vorteilhaft erweisen, wenn eine Ausnehmung eine Aufnahmeöffnung
für zumindest ein Vorsprungselement bildet. Dadurch kann die Ankervorrichtung bedarfsgerecht
aufgerüstet werden. Wenn kein Vorsprungselement benötigt wird, ist das Gewicht des
Ankerelements aufgrund der Öffnung verringert.
[0018] Es kann sich auch von Vorteil sein, wenn zumindest ein Vorsprungselement eine Ausnehmung
oder einen Abschnitt mit verringerter Dicke zumindest abschnittsweise umrandet. Dadurch
wird das Ankerelement in kritischen Bereichen gezielt verstärkt.
[0019] Es kann sich auch als hilfreich erweisen, wenn das Ankerelement aus Stahl hergestellt,
vorzugsweise geschmiedet, gestanzt, gegossen oder gekantet ist, oder aus einem faserhaltigen
Werkstoff, vorzugsweise einem glasfaser- und/oder kohlefaserhaltigen Werkstoff gefertigt
ist. Diese Werkstoffe zeichnen sich durch große Festigkeit und Steifigkeit aus und
eignen sich besonders zum Tragen großer Lasten.
[0020] Es kann sich auch als nützlich erweisen, wenn das Ankerelement einen im Wesentlichen
polygonalen, vorzugsweise rechteckigen, Umriss aufweist. Dadurch ist das Ankerelement
mit geringem Aufwand und Materialverbrauch herstellbar.
[0021] Es kann sich auch als praktisch erweisen, wenn das Ankerelement symmetrisch, vorzugsweise
spiegelsymmetrisch und/oder rotationssymmetrisch, bevorzugt mehrfach symmetrisch,
aufgebaut ist. Dadurch ist das Ankerelement in unterschiedlichen Anordnungen in einem
Bauteil einbindbar und verankerbar. Die spiegelsymmetrische Ausbildung des Ankerelements
begünstigt insbesondere die Verwendung als Ankerplatte für Doppelwände.
[0022] Es kann sich auch als vorteilhaft erweisen, wenn das Ankerelement und/oder die Ankervorrichtung
stapelfähig ist. Dadurch können die Ankerelemente und/oder die Ankervorrichtungen
mit geringem Raumbedarf gelagert werden. Vorzugsweise ist das Ankerelement und/oder
die Ankervorrichtung derart stapelfähig, dass sich die Stapelhöhe pro zusätzlichem
Ankerelement bzw. pro zusätzlicher Ankervorrichtung jeweils nur um die Dicke eines
Ankerelements erhöht, wobei vorderseitige Erhebungen eines Ankerelements bzw. einer
Ankervorrichtung in rückseitige Vertiefungen eines benachbarten Ankerelements bzw.
einer benachbarten Ankervorrichtung passend eingreifen. Etwaig überstehende Vorsprungselemente
einer Ankervorrichtung werden vorzugsweise vor dem Stapeln abmontiert und werden gesondert
gelagert. Bei Gebrauch wird die Ankervorrichtung wieder bedarfsgerecht aufgerüstet.
[0023] Es kann sich auch als nützlich erweisen, wenn das Ankerelement zumindest abschnittsweise
in ein Bauteil, vorzugsweise ein Betonteil eingebunden ist. Ein fließfähiges, abbindendes
Medium wie Beton kann die Ankervorrichtung im fließfähigen Zustand umfließen und im
gebundenen Zustand formschlüssig umgreifen, so dass die Ankervorrichtung nur durch
Zerstörung aus dem Betonteil herausziehbar ist. Dadurch kann die Ankervorrichtung
große Lasten tragen.
[0024] Es kann sich auch als hilfreich erweisen, wenn sich das Ankerelement quer, vorzugsweise
senkrecht zu einer Oberfläche des Bauteils erstreckt. Wenn das Ankerelement quer,
vorzugsweise senkrecht von einer Oberfläche des Bauteils hervorsteht, ist das Ankerelement
für eine Hebeeinrichtung leicht zugänglich und die Kraftübertragung zwischen Hebeeinrichtung
und Bauteil ist ideal.
[0025] Es kann sich auch als günstig erweisen, wenn das Ankerelement zumindest abschnittsweise
in unterschiedliche Bauteile eingebunden ist. Dadurch können mehrere Bauteile gleichzeitig
getragen werden. Zusätzlich können die unterschiedlichen Bauteile durch die Ankervorrichtung
mit hoher Maßhaltigkeit zueinander positioniert werden.
[0026] Eine bevorzugte Ausführung der Erfindung betrifft einen Transportverbund, umfassend
eine Ankervorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche und mindestens zwei
Bauteile, wobei das Ankerelement zumindest abschnittsweise in die Bauteile eingebunden
ist. Das Ankerelement ist dabei vorzugsweise als Ankerplatte für Doppelwände ausgebildet.
[0027] Es kann sich als hilfreich erweisen, wenn sich das Ankerelement zumindest abschnittsweise
zwischen den Bauteilen erstreckt. Dadurch werden die unterschiedlichen Bauteile durch
die Ankervorrichtung auf Distanz gehalten mit hoher Maßhaltigkeit zueinander positioniert.
[0028] Es kann sich auch als nützlich erweisen, wenn die Ankervorrichtung und zwei sich
gegenüber liegende Flächen der Bauteile im Wesentlichen senkrecht zueinander ausgerichtet
sind. Durch werden Kräfte optimal zwischen der Ankervorrichtung und den Bauteilen
übertragen.
[0029] Es kann sich auch als vorteilhaft erweisen, wenn der Transportverbund als Doppelwand
ausgebildet ist. Die erfindungsgemäße Ankervorrichtung hat sowohl beim Transport der
Doppelwand als auch bei der Montage bzw. beim Einbau der Doppelwand entscheidende
Vorteile gegenüber der herkömmlichen Ankervorrichtung. Mit der erfindungsgemäßen Ankervorrichtung
können z.B. wesentlich größere Lasten getragen werden, als dies mit herkömmlichen
Ankervorrichtungen der Fall ist.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen:
[0030]
- Fig. 1
- zeigt eine schematische Ansicht eines ersten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen
Ankervorrichtung, die in vertikaler Ausrichtung mit vertikal ausgerichteter Längsmittelachse
der Ankerplatte in zwei sich gegenüber liegenden Betonwänden verankert ist.
- Fig. 2
- zeigt eine perspektivische Ansicht des ersten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen
Ankervorrichtung, die in vertikaler Ausrichtung mit horizontal ausgerichteter Längsmittelachse
der Ankerplatte in zwei sich gegenüber liegenden Betonwänden verankert ist.
- Fig. 3
- ist eine perspektivische Ansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäßen
Ankervorrichtung.
Detaillierte Beschreibung der bevorzugten Ausführungsbeispiele:
[0031] Die Erfindung betrifft eine Ankervorrichtung zur Verankerung in mindestens einem
Bauteil 8, insbesondere in mindestens einer Betonwand 8, wobei die Ankervorrichtung
ein Ankerelement 1 mit plattenförmiger Grundstruktur aufweist. Das Ankerelement 1
wird demnach auch als Ankerplatte 1 bezeichnet.
[0032] Das Ankerelement 1 weist vorzugsweise einen polygonalen, insbesondere dreieckigen,
viereckigen, fünfeckigen, sechseckigen, siebeneckigen, achteckigen, neuneckigen, zehneckigen,
elfeckigen oder zwölfeckigen Umriss auf.
[0033] Die Geometrie des Ankerelements 1 ist entsprechend einem Kraftverlauf durch das Ankerelement
1 in mindestens einem Belastungszustand der Ankervorrichtung modifiziert. Ein erster
Belastungszustand liegt vor, wenn die Ankervorrichtung entsprechend Fig. 1 jeweils
abschnittsweise in zwei Betonwände 8 eingebunden ist, so dass sich die Betonwände
8 parallel zueinander und senkrecht zur Ankerplatte 1 erstrecken und mit der Ankervorrichtung
einen Transportverbund bilden, wobei ein Kranhaken einer Hebeeinrichtung (nicht dargestellt)
in die in Fig. 1 oben liegende Ausnehmung 2 in der Ankerplatte 1 eingehängt ist und
das Gewicht des Transportverbunds trägt. Die Hebekraft der Hebeeinrichtung wird durch
den Pfeil dargestellt. Die Ankervorrichtung bzw. Ankerplatte 1 weist in diesem Ausführungsbeispiel
einen im Wesentlichen rechteckigen Umriss auf und ist derart in die Betonwände 8 eingebunden,
dass eine Längsmittelachse der Ankerplatte 1 parallel zu den Oberflächen der Betonwände
8 ausgerichtet ist. Die Geometrie des Ankerelements 1 ist entsprechend dem Kraftverlauf
durch das Ankerelement 1 im ersten Belastungszustand gemäß Fig. 1 modifiziert. Dabei
ist der Materialeinsatz für die Ankerplatte für die jeweilige Last (= Gewichtskraft
der Betonwände 8 plus Aufschlag bzw.
[0034] Sicherheitsmarge) minimiert bzw. optimiert. Man kennt derartige Modifikationen von
Elementen mit plattenförmiger Grundstruktur z.B. aus der Leichtbautechnik. In schwach
beanspruchten Bereichen wird die Plattenstärke bzw. die Plattendicke entsprechend
verringert und in stärker beanspruchten Bereichen entsprechend erhöht. Dem Kraftverlauf
folgend sind Ausnehmungen 2, 3, 6, Abschnitte mit verringerter Dicke 4 und Vorsprungselemente
5, 7, an der Ankerplatte 1 vorgesehen.
[0035] Die in Fig. 1 dargestellte Ankervorrichtung umfasst vier kreuzförmig angeordnete
und von wulstförmigen Vorsprungselementen 5 zumindest abschnittsweise umrandete Eingriffsöffnungen
2 für Kranhaken und dergleichen. Die Eingriffsöffnungen 2 weisen zur jeweiligen Außenkante
der Ankerplatte 1 hin einen bogenförmigen Rand auf und werden zum Mittelpunkt der
Ankerplatte 1 hin schmaler. Der Kraftangriffspunkt z.B. für den Kranhaken ist jeweils
mittig an einem die Eingriffsöffnung 2 umrandenden, bogenförmigen Randbereich der
Ankerplatte 1 vorgesehen, wenn der Transportverbund entsprechend der Darstellung in
Fig. 1 angehoben wird. Bei Querzug verschiebt sich der Kraftangriffspunkt entlang
des die Eingriffsöffnung 2 umrandenden, bogenförmigen Randbereichs der Ankerplatte
1 entsprechend. Die Ankerplatte 1 ist daher im bogenförmigen Randbereich durch die
wulstförmigen Vorsprungselemente 5 entsprechend verstärkt. Zwischen den Eingriffsöffnungen
2 sind im Wesentlichen kreisförmige Ausnehmungen 3 vorgesehen, die an einem zum Mittelpunkt
der Ankerplatte 1 weisenden Bogenbereich in Abschnitte mit verringerter Dicke 4 übergehen.
Die Ausnehmungen 3 sowie die Abschnitte mit verringerter Dicke 4 dienen der Gewichtseinsparung
und verringern die Wärmeleitung durch die Ankerplatte 1. Daneben umfasst die Ankerplatte
1 weitere Ausnehmungen bzw. Öffnungen und Vorsprungselemente 5, um eine formschlüssige
Verbindung zu den Bauteilen bzw. Betonwänden 8 zu bewerkstelligen. Die Ankerplatte
1 weist einen im Wesentlichen doppelt spiegelsymmetrischen Aufbau auf, wobei die Längsmittelachse
sowie die Quermittelachse der Ankerplatte 1 die Spiegelachsen bilden.
[0036] Die wulstförmigen Vorsprungselemente 5 stehen quer bzw. im Wesentlichen senkrecht
zur Ankerplatte 1 hervor. Weitere Vorsprungselemente 5 in der Gestalt von zylindrischen
und/oder kegel- bzw. kegelstumpfförmigen Elementen, die über die Ankerplatte 1 senkrecht
hervorstehen, sind z.B. paarweise im äußeren Randbereich der Ankerplatte 1 entlang
der Außenkanten der Ankerplatte 1 angeordnet. Vorzugsweise in den Eckbereichen der
Ankerplatte 1 sind Auskragungen in Form von ¾-Bögen dargestellt, die jeweils mittig
eine Aufnahme 6 für Bewehrungsstähle 7 bilden. Die Bewehrungsstähle 7 sind quer bzw.
senkrecht zur Ankerplatte 1 anordenbar, um der Ankervorrichtung eine räumliche Dimension
zu verleihen, und werden ebenfalls als Vorsprungselemente 5 bezeichnet.
[0037] Bewehrungsstähle 7 unterschiedlicher Durchmesser sind vorzugsweise über Adapterstücke
in die jeweils vorgesehene Aufnahme 6 der Ankerplatte 1 einsteckbar und sind mit der
Ankerplatte 1 lösbar verbindbar. Alternativ oder zusätzlich definiert ein Vorsprungselement
selbst eine Aufnahme für ein weiteres Vorsprungselement 7, wie beispielsweise in Fig.
2 dargestellt ist.
[0038] Die erfindungsgemäße Ankervorrichtung erreicht durch das Ankerelement mit plattenförmiger
Grundstruktur (Ankerplatte 1) bei entsprechender Einbindung im Beton 8 wesentlich
höhere Auszugskräfte als die herkömmlichen Transportbügel. Durch die entsprechend
dem Kräfteverlauf optimierte Konstruktion bzw. Geometrie der Ankerplatte 1 kann der
Materialeinsatz optimiert werden.
[0039] Die Geometrie der Ankerplatten 1 kann unterschiedlichste Formen aufweisen. Die Ankerplatte
1 kann aus Stahl geschmiedet, gestanzt, gegossen oder gekantet sein oder aus anderen
Materialien, wie z.B. glasfaserhaltigen oder kohlefaserhaltigen Werkstoffen, gefertigt
sein.
[0040] Die Ankervorrichtung gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel, die in den Fig. 1 und
2 dargestellt ist, ist für mindestens zwei unterschiedliche (Doppel-)Wandstärken,
z.B. 240 mm und 300 mm einsetzbar. Im Einbauzustand gemäß Fig. 1 ist die Längsmittelachse
der Ankerplatte 1 parallel zu den Oberflächen der Betonwände angeordnet, und der Abstand
der Betonwände 8 ist geringer als im Einbauzustand gemäß Fig. 2, wo die Längsmittelachse
der Ankerplatte 1 senkrecht zu den Oberflächen der Betonwände angeordnet ist. Dieselbe
Ankervorrichtung kann sowohl für zwei, oder bei Schrägstellung für mehrere Wandstärken
eingesetzt werden, was die Lagerhaltung und auch die Stückkosten erheblich verringert.
Eine Ankervorrichtung, bei welcher die Ankerplatte 1 einen oktogonalen Umriss aufweist,
kann für noch mehrere Wandstärken eingesetzt werden. Bedingt durch die flächige Ausbildung
der Ankervorrichtung kann diese darüber hinaus nicht nur als Abhebeanker genutzt werden,
sondern auch zur Fixierung und Positionierung zweier Bauteile untereinander mit hoher
Maßhaltigkeit, anstelle von Nadeln oder punktförmigen Ankern, gemäß dem Stand der
Technik.
[0041] Die Ankervorrichtung wird dabei so ausgeführt, dass die Abschnitte, welche in die
Betonplatten 8 einbinden, durch eine Erhöhung der Oberfläche bessere Haftung und somit
höhere Auszugswerte erreichen. Dies wird durch Elemente bewerkstelligt, die im Rahmen
dieser Erfindung generisch als Vorsprungselemente 5, 7 bezeichnet werden. Dies können
Rippen, Wülste, Ausbauchungen, Wölbungen, Abkantungen, Aufdickungen, Prägungen oder
Bewehrungselemente, wie Bewehrungsstähle, etc. sein. Zudem können die Auszugswerte
durch das Einstecken der Bewehrungsstähle 7 oder anderen Verbundhilfen erhöht werden.
Optional sind die Oberflächen der in die Betonplatten 8 einbindenden Abschnitte der
Ankervorrichtung aufgeraut, beispielsweise durch Riffelung oder dgl..
[0042] Das Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 2 umfasst ein Ankerelement 1 mit im Wesentlichen
rechteckigem Umriss. Jeweils zwei diagonal gegenüberliegende Ecken des Ankerelements
1 sind zur gleichen Seite des Ankerelements 1 ca. 45° abgebogen, um Abkantungen auszubilden.
Die in Fig. 2 dargestellte Ankervorrichtung umfasst vier kreuzförmig angeordnete und
im Wesentlichen kreisförmige Eingriffsöffnungen 2 für Kranhaken und dergleichen. Zwischen
den Eingriffsöffnungen 2 sind im Wesentlichen kreisförmige Ausnehmungen 3 vorgesehen,
die der Gewichtseinsparung dienen und die Wärmeleitung durch die Ankerplatte 1 verringern.
Daneben umfasst die Ankerplatte 1 weitere Ausnehmungen bzw. Öffnungen und Vorsprungselemente
5, um eine formschlüssige Verbindung zu den Bauteilen bzw. Betonwänden 8 zu bewerkstelligen.
[0043] Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch wird die erfindungsgemäße Ankervorrichtung derart
in zwei Betonwände 8 eingebunden, dass sich die Betonwände 8 parallel zueinander und
senkrecht zur Ankerplatte 1 erstrecken und mit der Ankervorrichtung einen doppelwandigen
Transportverbund bilden. Dieser doppelwandige Transportverbund ist zum Transport durch
eine Hebeeinrichtung (nicht dargestellt) vorgesehen, wobei ein Kranhaken der Hebeeinrichtung
in die in Fig. 1 oben liegende Ausnehmung 2 in der Ankerplatte 1 eingehängt wird.
[0044] Der doppelwandige Transportverbund kann auch mehrere erfindungsgemäße Ankervorrichtungen
umfassen, welche die zwei Wände der Doppelwand auf Distanz halten und genau zueinander
positionieren. Durch die Ausnehmungen 3 in der Ankerplatte 1 wird die Wärmedurchleitung
durch die Ankerplatte 1, d.h. die Wärmedurchleitung durch die gesamte Doppelwand,
minimiert, was für die bauphysikalischen Eigenschaften der Doppelwand im Hinblick
auf Wärmeschutz und zur Vermeidung von Taupunktunterschreitungen durch Wärmebrücken
von großer Bedeutung ist.
[0045] Für den Fachmann ist offensichtlich, dass die Form und Größe der Ankervorrichtung,
insbesondere der Ankerplatte, sowie die Form und Größe der gestalterischen Elemente,
wie z. B. der Vorsprungselemente, variiert werden können.
1. Ankervorrichtung zur Verankerung in mindestens einem Bauteil (8), insbesondere in
mindestens einer Betonwand (8), dadurch gekennzeichnet, dass die Ankervorrichtung ein Ankerelement (1) mit einer plattenförmigen Grundstruktur
aufweist.
2. Ankervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Geometrie des Ankerelementes (1) entsprechend einem Kraftverlauf durch das Ankerelement
(1) in mindestens einem Belastungszustand modifiziert ist.
3. Ankervorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Ankerelement (1) mindestens einen Abschnitt mit verringerter Dicke (4) aufweist.
4. Ankervorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Ankerelement (1) mindestens eine Ausnehmung (2,3,6) aufweist.
5. Ankervorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ankervorrichtung zumindest ein Vorsprungselement (5,7) aufweist, das gegenüber
der plattenförmigen Grundstruktur des Ankerelements (1) hervorsteht und sich vorzugsweise
quer, bevorzugt senkrecht zum Ankerelement (1) erstreckt.
6. Ankervorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Vorsprurigselement (5,7) als Rippe, Wulst, Ausbauchung, Wölbung, Abkantung,
Aufdickung, Prägung oder als Bewehrungselement, vorzugsweise Bewehrungsstahl (7) ausgebildet
ist.
7. Ankervorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Vorsprungselement (5) integral mit der Ankerplatte (1) ausgebildet ist.
8. Ankervorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Vorsprungselement (7) mit dem Ankerelement (1) lösbar verbindbar ist, vorzugsweise
gegenüber dem Ankerelement (1) verrastbar und/oder auf das Ankerelement (1) aufsteckbar
ist.
9. Ankervorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Ausnehmung (2) eine Eingriffsöffnung für eine Hebevorrichtung, vorzugsweise
für einen Kranhaken bildet.
10. Ankervorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Ausnehmung (6) eine Aufnahmeöffnung für zumindest ein Vorsprungselement (7)
bildet.
11. Ankervorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Vorsprungselement (5) eine Ausnehmung (2) oder einen Abschnitt mit
verringerter Dicke (4) zumindest abschnittsweise umrandet.
12. Ankervorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Ankerelement (1) aus Stahl hergestellt, vorzugsweise geschmiedet, gestanzt, gegossen
oder gekantet ist, oder aus einem faserhaltigen Werkstoff, vorzugsweise einem glasfaser-
und/oder kohlefaserhaltigen Werkstoff gefertigt ist.
13. Ankervorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Ankerelement (1) einen im Wesentlichen polygonalen, vorzugsweise rechteckigen,
Umriss aufweist.
14. Ankervorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Ankerelement (1) symmetrisch, vorzugsweise spiegelsymmetrisch und/oder rotationssymmetrisch,
bevorzugt mehrfach symmetrisch, aufgebaut ist.
15. Ankervorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Ankerelement (1) und/oder die Ankervorrichtung stapelfähig ist.
16. Ankervorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Ankerelement (1) zumindest abschnittsweise in ein Bauteil, vorzugsweise ein Betonteil
eingebunden ist.
17. Ankervorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Ankerelement (1) quer, vorzugsweise senkrecht zu einer Oberfläche des Bauteils
(8) erstreckt.
18. Ankervorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Ankerelement (1) zumindest abschnittsweise in unterschiedliche Bauteile (8) eingebunden
ist.
19. Transportverbund, umfassend eine Ankervorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche
und mindestens zwei Bauteile (8), wobei das Ankerelement (1) zumindest abschnittsweise
in die Bauteile (8) eingebunden ist.
20. Transportverbund nach Anspruch 19, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Ankerelement (1) zumindest abschnittsweise zwischen den Bauteilen (8) erstreckt.
21. Transportverbund nach Anspruch 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet, dass das Ankerelement (1) und zwei sich gegenüber liegende Flächen der Bauteile (8) im
Wesentlichen senkrecht zueinander ausgerichtet sind.
22. Transportverbund nach einem der Ansprüche 19 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass der Transportverbund als Doppelwand ausgebildet ist.
Geänderte Patentansprüche gemäss Regel 137(2) EPÜ.
1. Ankervorrichtung zur Verankerung in mindestens einem Bauteil (8), insbesondere in
mindestens einer Betonwand (8), dadurch gekennzeichnet, dass die Ankervorrichtung ein Ankerelement (1) mit einer plattenförmigen Grundstruktur
aufweist, das als Ankerplatte (1) für Doppelwände ausgebildet ist, wobei die Geometrie
des Ankerelementes (1) entsprechend einem Kraftverlauf durch das Ankerelement (1)
in mehr als einem Belastungszustand modifiziert ist, so dass das Ankerelement (1)
bei unterschiedlichen Doppelwandstärken zum Einsatz kommen kann.
2. Ankervorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Ankerelement (1) mindestens einen Abschnitt mit verringerter Dicke (4) aufweist.
3. Ankervorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Ankerelement (1) mindestens eine Ausnehmung (2,3,6) aufweist.
4. Ankervorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ankervorrichtung zumindest ein Vorsprungselement (5,7) aufweist, das gegenüber
der plattenförmigen Grundstruktur des Ankerelements (1) hervorsteht und sich vorzugsweise
quer, bevorzugt senkrecht zum Ankerelement (1) erstreckt.
5. Ankervorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Vorsprungselement (5,7) als Rippe, Wulst, Ausbauchung, Wölbung, Abkantung,
Aufdickung, Prägung oder als Bewehrungselement, vorzugsweise Bewehrungsstahl (7) ausgebildet
ist.
6. Ankervorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Vorsprungselement (5) integral mit der Ankerplatte (1) ausgebildet ist.
7. Ankervorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Vorsprungselement (7) mit dem Ankerelement (1) lösbar verbindbar ist, vorzugsweise
gegenüber dem Ankerelement (1) verrastbar und/oder auf das Ankerelement (1) aufsteckbar
ist.
8. Ankervorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Ausnehmung (2) eine Eingriffsöffnung für eine Hebevorrichtung, vorzugsweise
für einen Kranhaken bildet.
9. Ankervorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Ausnehmung (6) eine Aufnahmeöffnung für zumindest ein Vorsprungselement (7)
bildet.
10. Ankervorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Vorsprungselement (5) eine Ausnehmung (2) oder einen Abschnitt mit
verringerter Dicke (4) zumindest abschnittsweise umrandet.
11. Ankervorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Ankerelement (1) aus Stahl hergestellt, vorzugsweise geschmiedet, gestanzt, gegossen
oder gekantet ist, oder aus einem faserhaltigen Werkstoff, vorzugsweise einem glasfaser-
und/oder kohlefaserhaltigen Werkstoff gefertigt ist.
12. Ankervorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Ankerelement (1) einen im Wesentlichen polygonalen, vorzugsweise rechteckigen,
Umriss aufweist.
13. Ankervorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Ankerelement (1) symmetrisch, vorzugsweise spiegelsymmetrisch und/oder rotationssymmetrisch,
bevorzugt mehrfach symmetrisch, aufgebaut ist.
14. Ankervorrichtung nach einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Ankerelement (1) und/oder die Ankervorrichtung stapelfähig ist.
15. Transportverbund, umfassend eine Ankervorrichtung nach einem der vorangegangenen
Ansprüche und mindestens zwei Bauteile (8), wobei das Ankerelement (1) zumindest abschnittsweise
in die Bauteile (8) eingebunden ist.
16. Transportverbund nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass sich das Ankerelement (1) zumindest abschnittsweise zwischen den Bauteilen (8) erstreckt.
17. Transportverbund nach Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Ankerelement (1) und zwei sich gegenüber liegende Flächen der Bauteile (8) im
Wesentlichen senkrecht zueinander ausgerichtet sind.
18. Transportverbund nach einem der Ansprüche 15 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass der Transportverbund als Doppelwand ausgebildet ist.