Gebiet der Erfindung
[0001] Die Erfindung betrifft eine Hydraulikeinheit für einen Zylinderkopf einer Brennkraftmaschine
mit hydraulisch variablem Ventiltrieb, der
■ zumindest eine antriebseitige Gebereinheit,
■ zumindest eine ein Gaswechselventil betätigende, abtriebseitige Nehmereinheit,
■ zumindest ein ansteuerbares Hydraulikventil,
■ zumindest einen Mitteldruckraum,
■ zumindest einen Hochdruckraum, der im Übertragungssinn zwischen der zugehörigen
Gebereinheit und der zugehörigen Nehmereinheit angeordnet und über das zugehörige
Hydraulikventil mit dem zugehörigen Mitteldruckraum verbindbar ist, und
■ ein Hydraulikgehäuse mit einem Gehäuseunterteil und einem Gehäuseoberteil
umfasst, wobei wenigstens die Gebereinheit, die Nehmereinheit, der Hochdruckraum,
das Hydraulikventil und der Mitteldruckraum im Verbund mit dem Hydraulikgehäuse zu
der an den Zylinderkopf montierbaren Hydraulikeinheit gehören und wobei im Gehäuseoberteil
ein als Hydraulikmittelreservoir dienender Niederdruckraum ausgebildet ist, der lediglich
über zumindest eine Drosselöffnung mit dem Mitteldruckraum kommuniziert, welche Drosselöffnung
eine zwischen dem Niederdruckraum und dem Mitteldruckraum verlaufende Trennwand durchsetzt.
Hintergrund der Erfindung
[0003] Bei der aus der
DE 10 2006 008 676 A1 vorbekannten Hydraulikeinheit sind alle wesentlichen, für die hydraulisch variable
Übertragung von Nockenerhebungen auf die Gaswechselventile erforderlichen Bauteile
in einem gemeinsamen Hydraulikgehäuse zusammengefasst. Dieses setzt sich aus einem
Gehäuseunterteil, in dem die eingangs genannten Komponenten aufgenommen sind und in
dem die Druckräume verlaufen, und einem das Gehäuseunterteil verschließenden Gehäuseoberteil
zusammen. Das Gehäuseunterteil ist sehr kompakt bauend ausgebildet, und bei dem Gehäuseoberteil
handelt es sich zudem um eine im wesentlichen flache Platte, so dass insgesamt jeder
der Mitteldruckräume auf ein entsprechend kleines Volumen begrenzt ist.
[0004] Ein kleinvolumiger Mitteldruckraum kann jedoch beim Startvorgang der Brennkraftmaschine
problematisch sein, insbesondere wenn es sich um einen Startvorgang bei tiefen Außentemperaturen
und nach längerem Stillstand der Brennkraftmaschine handelt. Dies liegt darin begründet,
dass die Hydraulikmittelversorgung der Brennkraftmaschine während des Startvorgangs
noch keinen ausreichenden Hydraulikmittelstrom in den Mitteldruckraum fördert und
lediglich das im Mitteldruckraum verbliebene und zudem bei tiefen Temperaturen geschrumpfte
Hydraulikmittelvolumen unzureichend groß für ein vollständiges Wiederbefüllen eines
dann expandierenden Hochdruckraums ist. Diese Problematik gilt in verstärktem Maße
für sich in kurzer Zeitfolge wiederholende Startvorgänge, da in diesem Fall der Hydraulikmittelverbrauch
aus dem Mitteldruckraum größer als das von der Hydraulikmittelversorgung der Brennkraftmaschine
nachgeförderte Volumen sein kann. Solche Mehrfachstartvorgänge sind beispielsweise
für Taxifahrzeuge an Taxiständen typisch.
[0005] Ausgehend von der eingangs zitierten Druckschrift ließe sich diese Problematik auch
durch Erweiterung des Mitteldruckraums in Richtung des dann mit entsprechenden Kavitäten
auszustattenden Gehäuseoberteils nur begrenzt entschärfen, da auch in diesem Fall
die Bildung von Gasblasen im Mitteldruckraum und deren Ansaugen in den expandierenden
Hochdruckraum nicht sicher ausgeschlossen werden würde.
Aufgabe der Erfindung
[0006] Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Hydraulikeinheit
der eingangs genannten Art so fortzubilden, dass die genannten Nachteile mit einfachen
Mitteln beseitigt sind. Demnach soll auch bei einem kompakt bauenden Hydraulikgehäuse
mit entsprechend volumenbegrenztem Mitteldruckraum ein stets sicheres und vollständiges
Nachfüllen des beim Startvorgang der Brennkraftmaschine expandierenden Hochdruckraums
mit Hydraulikmittel gewährleistet sein.
Zusammenfassung der Erfindung
[0007] Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich aus den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs
1, während vorteilhafte Weiterbildungen und Ausgestaltungen der Erfindung den Unteransprüchen
entnehmbar sind. Demnach ist es vorgesehen, dass die Trennwand als Gehäusezwischenteil
des in Sandwichbauweise aus den Gehäuseteilen zusammengesetzten Hydraulikgehäuses
ausgebildet ist.
[0008] Durch den im Gehäuseoberteil verlaufenden Niederdruckraum wird zum einen das während
des Startvorgangs der Brennkraftmaschine erforderliche Hydraulikmittelreservoir für
den Hochdruckraum erweitert und zum anderen das Risiko des eingangs geschilderten
Ansaugens von Gasblasen weitestgehend beseitigt. Letzteres ergibt sich durch die Trennwand,
die den Niederdruckraum vom Mitteldruckraum separiert, so dass während der Stillstandsphase
der Brennkraftmaschine und dabei abkühlendem und folglich schrumpfendem Hydraulikmittel
die Bildung von Gasblasen im Mitteldruckraum durch Nachsaugen von Hydraulikmittel
aus dem Niederdruckraum verhindert wird.
[0009] Weiterhin ist es im Falle eines zur Schwerkraft geneigten Einbaus der Hydraulikeinheit
in der Brennkraftmaschine und/oder der Hydraulikeinheit mit der Brennkraftmaschine
vorgesehen, dass die Drosselöffnung an einer geodätisch tiefen Stelle der Trennwand
verläuft. Dies gewährleistet auch bei gegebenenfalls nur gering gefülltem Niederdruckraum,
beispielsweise infolge sehr niedrigen Außentemperaturen und entsprechend stark schrumpfendem
Hydraulikmittel, ein blasenfreies Nachsaugen von Hydraulikmittel aus dem Niederdruckraum
in den Mitteldruckraum.
[0010] In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung soll das Gehäuseoberteil mit
zumindest einer in den Zylinderkopf mündenden Entlüftungsöffnung für den Niederdruckraum
versehen sein. Somit können Gasblasen, die während des Betriebs der Brennkraftmaschine
aus dem Mitteldruckraum über die Drosselöffnung in den Niederdruckraum abgeschieden
werden, permanent aus der Hydraulikeinheit in das Innere des Zylinderkopfs entweichen.
[0011] Die Sicherheit eines vollständigen Nachfüllvorgangs des Hochdruckraums kann insbesondere
im Hinblick auf Mehrfachstartvorgänge innerhalb kurzer Zeitfolge durch ein Volumenverhältnis
der Druckräume mit (V
L+V
M)/V
H ≥ 2 erhöht werden, wenn V
L das Volumen des Niederdruckraums, V
M das Volumen des Mitteldruckraums und V
H das Volumen des Hochdruckraums ist. Mit anderen Worten soll das zum Nachfüllen des
Hochdruckraums zur Verfügung stehende Hydraulikmittelreservoir mindestens doppelt
so groß sein wie der Hochdruckraum, wobei dies selbstverständlich auch für solche
Ventiltriebe von Bedeutung ist, bei denen zwei Nehmereinheiten zur gleichzeitigen
Betätigung von zwei Gaswechselventilen mit einer einzelnen Gebereinheit in Verbindung
stehen.
[0012] Die Trennwand soll als Gehäusezwischenteil des in Sandwichbauweise aus den Gehäuseteilen
zusammengesetzten Hydraulikgehäuses ausgebildet sein. Alternativ kann jedoch auch
eine einteilig am Gehäuseoberteil ausgebildete Trennwand vorgesehen sein, wobei dann
ein solches Gehäuseoberteil beispielsweise durch Innenhochdruckumformen hergestellt
sein kann.
[0013] Im Falle der vorgenannten Sandwichbauweise des Hydraulikgehäuses soll das Gehäuseoberteil
zumindest im Kontaktbereich zum Gehäusezwischenteil mit einem Dichtmittel aus Elastomerwerkstoff
beschichtet sein. Bei dem ein Leerlaufen des Niederdruckraums verhindernden Dichtmittel
kann es sich entweder um eine lokal auf die Dichtfläche des Gehäuseoberteils aufgedruckte
oder aufgespritzte Elastomerdichtung oder um eine vollflächig auf dem Gehäuseoberteil
aufgebrachte Elastomerbeschichtung handeln. Alternativ ist selbstverständlich auch
eine separate Dichtung zwischen dem Gehäuseoberteil und dem Gehäusezwischenteil, beispielsweise
in Form einer Papierdichtung möglich.
[0014] In weiteren Ausgestaltungen der Erfindung kann das Gehäuseoberteil entweder in einem
Tiefziehverfahren aus Aluminium- oder Stahlwerkstoff oder in einem Spritzgießverfahren
aus Kunststoff hergestellt sein.
[0015] Sofern es möglich und zweckmäßig ist, sollen schließlich die vorgenannten Merkmale
und Ausgestaltungen der Erfindung auch beliebig miteinander kombinierbar sein.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0016] Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung und
aus den Zeichnungen, in denen ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt ist.
Soweit nicht anders erwähnt, sind dabei gleiche oder funktionsgleiche Merkmale oder
Bauteile mit gleichen Bezugszahlen versehen. Es zeigen:
- Figur 1
- eine schematische Darstellung eines hydraulisch variablen Ventil- triebs;
- Figur 2
- eine erfindungsgemäße Hydraulikeinheit in perspektivischer Dar- stellung und
- Figur 3
- einen Querschnitt durch die Hydraulikeinheit aus Figur 2.
Ausführliche Beschreibung der Zeichnungen
[0017] In Figur 1 sind der prinzipielle Aufbau eines hydraulisch variablen Ventiltriebs
1 und zur Erfindung gehörende Merkmale schematisch offenbart. Dargestellt ist ein
für das Verständnis der Erfindung wesentlicher Ausschnitt eines Zylinderkopfs 2 einer
Brennkraftmaschine mit einem Nocken 3 einer Nockenwelle und einem in Schließrichtung
federkraftbeaufschlagten Gaswechselventil 4. Die Variabilität des Ventiltriebs 1 wird
mittels einer zwischen dem Nocken 3 und dem Gaswechselventil 4 angeordneten Hydraulikeinheit
5 erzeugt, die folgende Komponenten umfasst:
- eine antriebseitige Gebereinheit 6, hier in Form eines vom Nocken 3 angetriebenen
Pumpenstößels 7;
- eine abtriebseitige Nehmereinheit 8, hier in Form eines das Gaswechselventil 4 unmittelbar
betätigenden Nehmerkolbens 9;
- ein ansteuerbares Hydraulikventil 10, hier in Form eines elektromagnetischen 2-2-Wege-Schaltventils;
- einen zwischen der Gebereinheit 6 und der Nehmereinheit 8 verlaufenden Hochdruckraum
11, aus dem bei geöffnetem Hydraulikventil 10 Hydraulikmittel in einen Mitteldruckraum
12 abströmen kann;
- ein an den Mitteldruckraum 12 angeschlossener Druckspeicher 13 mit einem federkraftbeaufschlagten
Ausgleichskolben 14;
- ein in Richtung des Mitteldruckraums 12 öffnendes Rückschlagventil 15, über das die
Hydraulikeinheit 5 an den Hydraulikmittelkreislauf der Brennkraftmaschine angeschlossen
ist und
- erfindungsgemäß einen als Hydraulikmittelreservoir dienenden Niederdruckraum 16, der
lediglich über eine Drosselöffnung 17 in einer zwischen dem Niederdruckraum 16 und
dem Mitteldruckraum 12 verlaufenden Trennwand 18 an den Mitteldruckraum 12 angeschlossen
ist.
[0018] Die an sich bekannte Funktionsweise des hydraulischen Ventiltriebs 1 lässt sich dahingehend
zusammenfassen, dass der Hochdruckraum 11 zwischen der Gebereinheit 6 und der Nehmereinheit
8 als hydraulisches Gestänge wirkt, wobei das - bei Vernachlässigung von Leckagen
- proportional zum Hub des Nockens 3 vom Pumpenstößel 7 verdrängte Hydraulikvolumen
in Abhängigkeit des Öffnungszeitpunkts und der Öffnungsdauer des Hydraulikventils
10 in ein erstes, den Nehmerkolben 9 beaufschlagendes Teilvolumen und in ein zweites,
in den Mitteldruckraum 12 einschließlich Druckspeicher 13 abströmendes Teilvolumen
aufgesplittet wird. Hierdurch lassen sich nicht nur die Steuerzeiten, sondern auch
die Hubhöhe des Gaswechselventils 4 vollvariabel einstellen.
[0019] Wie es an den nachfolgend beschriebenen Figuren 2 und 3 deutlich wird, weist die
Hydraulikeinheit 5 als weiteren wesentlichen Bestandteil ein gemeinsames Hydraulikgehäuse
19 auf, so dass die Hydraulikeinheit 5 als vormontierte und gegebenenfalls bereits
mit Hydraulikmittel befüllte Baueinheit in den Zylinderkopf 2 der Brennkraftmaschine
montiert werden kann. Die für eine 4-Zylinder-Reihenmaschine ausgeführte Hydraulikeinheit
5 geht in Gesamtansicht aus Figur 2 hervor. Das in Sandwichbauweise zusammengesetzte
Hydraulikgehäuse 19 besteht aus einem Gehäuseunterteil 20, der als Gehäusezwischenteil
21 ausgebildeten Trennwand 18 und einem Gehäuseoberteil 22. Während die Gehäuseteile
20, 21, 22 an diversen Verschraubungspunkten 23 hydraulisch dichtend miteinander verschraubt
sind, weist das Gehäuseunterteil 20 separate Verschraubungspunkte 24 zum Befestigen
der gesamten Hydraulikeinheit 5 im Zylinderkopf 2 der Brennkraftmaschine auf.
[0020] Die vier Gebereinheiten 6 umfassen jeweils ein im Gehäuseunterteil 20 aufgenommenes
Abstützelement 25, einen darauf schwenkbeweglich gelagerten Schlepphebel 26 mit drehbar
gelagerter Rolle 27 für einen reibungsarmen Nockenabgriff und den hier vom Schlepphebel
26 betätigten und in Rückhubrichtung federkraftbeaufschlagten Pumpenstößel 7. Vom
Gehäusezwischenteil 21 abgehende Bügel 28 dienen als Verliersicherung für die Schlepphebel
26 bei nicht im Zylinderkopf 2 montierter Hydraulikeinheit 5. Diese ist weiterhin
so ausgebildet, dass jede der Gebereinheiten 6 mit zwei Nehmereinheiten 8 zusammenwirkt.
Mit anderen Worten wird für jedes Paar gleichwirkender Gaswechselventile 4, d.h. Einlassventile
oder Auslassventile eines Zylinders der Brennkraftmaschine, nur ein Nocken 3 und eine
Gebereinheit 6 benötigt, wobei das vom Pumpenstößel 7 verdrängte Hydraulikvolumen
beide Nehmereinheiten 8 gleichzeitig beaufschlagt. Auf der den Gebereinheiten 6 gegenüber
liegenden Seite der Hydraulikeinheit 5 sind die jeweils einer Gebereinheit 6 und den
beiden Nehmereinheiten 8 zugeordneten Hydraulikventile 10 mit elektrischen Anschlusssteckern
29 zu erkennen, wobei die stromlos geöffneten Hydraulikventile 10 auf an sich bekannte
und hier nicht näher dargestellte Weise in Ventilaufnahmen im Gehäuseunterteil 20
befestigt sind.
[0021] Die bereits in Figur 2 anhand der Auswölbungen im Gehäuseoberteil 22 erkennbaren
Niederdruckräume 16 gehen deutlich aus einem in Figur 3 dargestellten Querschnitt
durch die Hydraulikeinheit 5 vor. In diesem Querschnitt ist auch der an den Mitteldruckraum
12 angeschlossene Druckspeicher 13 mit dem federkraftbeaufschlagten Ausgleichskolben
14 dargestellt. Die den Niederdruckraum 16 mit dem Mitteldruckraum 12 verbindende
Drosselöffnung 17 ist so angeordnet, dass sie an einer geodätisch tiefen Stelle des
Gehäusezwischenteils 21 der zur Schwerkraft g in der und/oder mit der Brennkraftmaschine
geneigt eingebauten Hydraulikeinheit 5 verläuft. Wie eingangs erläutert, wird hierdurch
sichergestellt, dass lediglich blasenfreies Hydraulikmittel aus dem Niederdruckraum
16 in den Mitteldruckraum 12 nachgesaugt wird. Obwohl in Figur 3 nur eine Drosselöffnung
17 gezeigt ist, kann jeder der Mitteldruckräume 12 auch über zwei oder mehr Drosselöffnungen
17 mit dem zugehörigen Niederdruckraum 16 kommunizieren. Umgekehrt wäre es auch denkbar,
jedem Mitteldruckraum 12 zwei oder mehr voneinander separierte Niederdruckräume 16
zuzuordnen.
[0022] Gasblasen, die während des Betriebs der Brennkraftmaschine über die Drosselöffnung
17 aus dem Mitteldruckraum 12 in den Niederdruckraum 16 gelangen, können über eine
im Gehäuseoberteil 22 verlaufende und in den Zylinderkopf 2 mündende Entlüftungsöffnung
30 in das Innere des Zylinderkopfs 2 abgeschieden werden.
[0023] Um einen Hydraulikmittelverlust aus dem Niederdruckraum 16 insbesondere während der
Stillstandsphase der Brennkraftmaschine zu verhindern, ist das Gehäuseoberteil 22
mit einem hier nicht näher dargestellten Dichtmittel aus Elastomerwerkstoff beschichtet.
In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist diese Beschichtung nicht nur auf den
Kontaktbereich zum Gehäusezwischenteil 21 beschränkt, sondern befindet sich auf der
gesamten Oberfläche des hier in einem Tiefziehverfahren aus Stahlblech hergestellten
Gehäuseoberteils 22.
[0024] Wie es schließlich anhand einer Zusammenschau mit Figur 1 erläutert sei, ist das
mit V
L bezeichnete Volumen des Niederdruckraums 16 einerseits unter Berücksichtigung des
Bauraumangebots im Zylinderkopf 2 und andererseits im Hinblick auf ein stets ausreichendes
Hydraulikmittelreservoir möglichst groß zu bemessen. Das bedeutet, dass das Volumenverhältnis
(V
L+V
M) zu V
H einen Wert von mindestens 2 aufweist, wenn mit V
M das vom Hydraulikventil 10, vom Druckspeicher 13, von der Trennwand 18 und vom Rückschlagventil
15 begrenzte Volumen des Mitteldruckraums 12 und mit V
H das von der Gebereinheit 6, von der bzw. den Nehmereinheiten 8 und vom Hydraulikventil
10 begrenzte Volumen des Hochdruckraums 11 bezeichnet sind.
Liste der Bezugszahlen
[0025]
- 1
- Ventiltrieb
- 2
- Zylinderkopf
- 3
- Nocken
- 4
- Gaswechselventil
- 5
- Hydraulikeinheit
- 6
- Gebereinheit
- 7
- Pumpenstößel
- 8
- Nehmereinheit
- 9
- Nehmerkolben
- 10
- Hydraulikventil
- 11
- Hochdruckraum
- 12
- Mitteldruckraum
- 13
- Druckspeicher
- 14
- Ausgleichskolben
- 15
- Rückschlagventil
- 16
- Niederdruckraum
- 17
- Drosselöffnung
- 18
- Trennwand
- 19
- Hydraulikgehäuse
- 20
- Gehäuseunterteil
- 21
- Gehäusezwischenteil
- 22
- Gehäuseoberteil
- 23
- Verschraubungspunkt
- 24
- Verschraubungspunkt
- 25
- Abstützelement
- 26
- Schlepphebel
- 27
- Rolle
- 28
- Bügel
- 29
- Anschlussstecker des Hydraulikventils
- 30
- Entlüftungsöffnung
1. Hydraulikeinheit (5) für einen Zylinderkopf (2) einer Brennkraftmaschine mit hydraulisch
variablem Ventiltrieb (1), der
■ zumindest eine antriebseitige Gebereinheit (6),
■ zumindest eine ein Gaswechselventil (4) betätigende, abtriebseitige Nehmereinheit
(8),
■ zumindest ein ansteuerbares Hydraulikventil (10),
■ zumindest einen Mitteldruckraum (12),
■ zumindest einen Hochdruckraum (11), der im Übertragungssinn zwischen der zugehörigen
Gebereinheit (6) und der zugehörigen Nehmereinheit (8) angeordnet und über das zugehörige
Hydraulikventil (10) mit dem zugehörigen Mitteldruckraum (12) verbindbar ist, und
■ ein Hydraulikgehäuse (19) mit einem Gehäuseunterteil (20) und einem Gehäuseoberteil
(22)
umfasst, wobei wenigstens die Gebereinheit (6), die Nehmereinheit (8), der Hochdruckraum
(11), das Hydraulikventil (10) und der Mitteldruckraum (12) im Verbund mit dem Hydraulikgehäuse
(19) zu der an den Zylinderkopf (2) montierbaren Hydraulikeinheit (5) gehören und
wobei im Gehäuseoberteil (22) ein als Hydraulikmittelreservoir dienender Niederdruckraum
(16) ausgebildet ist, der lediglich über zumindest eine Drosselöffnung (17) mit dem
Mitteldruckraum (12) kommuniziert, welche Drosselöffnung (17) eine zwischen dem Niederdruckraum
(16) und dem Mitteldruckraum (12) verlaufende Trennwand (18) durchsetzt,
dadurch gekennzeichnet, dass die Trennwand (18) als Gehäusezwischenteil (21) des in Sandwichbauweise aus den Gehäuseteilen
(20, 21, 22) zusammengesetzten Hydraulikgehäuses (19) ausgebildet ist.
2. Hydraulikeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in einem zur Schwerkraft geneigten Einbaufall der Hydraulikeinheit (5) in der und/oder
mit der Brennkraftmaschine die Drosselöffnung (17) an einer geodätisch tiefen Stelle
der Trennwand (18) verläuft.
3. Hydraulikeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuseoberteil (22) mit zumindest einer in den Zylinderkopf (2) mündenden Entlüftungsöffnung
(30) für den Niederdruckraum (16) versehen ist.
4. Hydraulikeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Niederdruckraum (16) ein Volumen VL, der Mitteldruckraum (12) ein Volumen VM und der Hochdruckraum (11) ein Volumen VH mit einem Volumenverhältnis (VL+VM)NH ≥ 2 aufweisen.
5. Hydraulikeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuseoberteil (22) zumindest im Kontaktbereich zum Gehäusezwischenteil (21)
mit einem Dichtmittel aus Elastomerwerkstoff beschichtet ist.
6. Hydraulikeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuseoberteil (22) in einem Tiefziehverfahren aus Aluminium- oder Stahlwerkstoff
hergestellt ist.
7. Hydraulikeinheit nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuseoberteil (22) in einem Spritzgießverfahren aus Kunststoff hergestellt
ist.
1. Hydraulic unit (5) for a cylinder head (2) for an internal combustion engine with
hydraulically variable valve train (1) which comprises
• at least one drive-side master unit (6),
• at least one output-side slave unit (8) which actuates a gas exchange valve (4),
• at least one activatable hydraulic valve (10),
• at least one medium-pressures space (12),
• at least one high-pressure space (11) which is arranged in the direction of transmission
between the associated master unit (6) and the associated slave unit (8) and can be
connected via the associated hydraulic valve (10) to the associated medium-pressure
space (12), and
• a hydraulic housing (19) having a housing lower part (20) and a housing upper part
(22),
wherein at least the master unit (6), the slave unit (8), the high-pressure space
(11), the hydraulic valve (10) and the medium-pressure space (12) in the assembly
with the hydraulic housing (19) belonging to the hydraulic unit (5) which can be mounted
on the cylinder head (2), and wherein a low-pressure space (16) is formed in the housing
upper part (22), said low-pressure space serving as a hydraulic medium reservoir and
communicating with the medium-pressure space (12) merely via at least one throttle
opening (17), which throttle opening (17) passes through a partition (18) running
between the low-pressure space (16) and the medium-pressure space (12),
characterized in that the partition (18) is designed as a housing intermediate part (21) of the hydraulic
housing (19) which is assembled from the housing parts (20, 21, 22) in the sandwich-type
construction.
2. Hydraulic unit according to Claim 1, characterized in that, in the event of the hydraulic unit (5) being installed in and/or with the internal
combustion engine in a manner inclined with respect to gravity, the throttle opening
(17) runs at a geodetically low point of the partition (18).
3. Hydraulic unit according to Claim 1, characterized in that the housing upper part (22) is provided with at least one venting opening (30) for
the low-pressure space (16), for venting opening out into the cylinder head (2).
4. Hydraulic unit according to Claim 1, characterized in that the low-pressure space (16) has a volume VL, the medium-pressure space (12) has a volume VM and the high-pressure space (11) has a volume VH, with a volume ratio of (VL+VM) / VH≥2.
5. Hydraulic unit according to Claim 1, characterized in that the housing upper part (22) is coated at least in the contact region with the housing
intermediate part (21) with a sealing means composed of elastomer material.
6. Hydraulic unit according to Claim 1, characterized in that the housing upper part (22) is produced from aluminium material or steel material
by a deep-drawing process.
7. Hydraulic unit according to Claim 1, characterized in that the housing upper part (22) is produced from plastic by an injection-moulding process.
1. Unité hydraulique (5) pour une culasse (2) d'un moteur à combustion interne à commande
de soupape hydraulique variable (1), qui comprend :
- au moins une unité de commande (6) du côté de l'entraînement,
- au moins une unité réceptrice (8) du côté de la sortie, actionnant une soupape d'échange
de gaz (4),
- au moins une soupape hydraulique commandable (10),
- au moins un espace moyenne pression (12),
- au moins un espace haute pression (11), qui est disposé dans le sens de la transmission
entre l'unité de commande associée (6) et l'unité réceptrice associée (8) et qui peut
être connecté par le biais de la soupape hydraulique associée (10) à l'espace moyenne
pression associé (12), et
- un boîtier hydraulique (19) avec une partie inférieure de boîtier (20) et une partie
supérieure de boîtier (22),
au moins l'unité de commande (6), l'unité réceptrice (8), l'espace haute pression
(11), la soupape hydraulique (10) et l'espace moyenne pression (12) en association
avec le boîtier hydraulique (19) appartenant à l'unité hydraulique (5) pouvant être
montée sur la culasse (2) et un espace basse pression (16) servant de réservoir de
fluide hydraulique étant réalisé dans la partie supérieure du boîtier (22), lequel
communique uniquement par le biais d'au moins une ouverture étranglée (17) avec l'espace
moyenne pression (12), laquelle ouverture étranglée (17) traverse une paroi de séparation
(18) s'étendant entre l'espace basse pression (16) et l'espace moyenne pression (12),
caractérisée en ce que la paroi de séparation (18) est réalisée sous forme de partie intermédiaire de boîtier
(21) du boîtier hydraulique (19) composé des parties de boîtier (20, 21, 22) en construction
sandwich.
2. Unité hydraulique selon la revendication 1, caractérisée en ce que lorsque l'unité hydraulique (5) est installée dans le moteur à combustion interne
et/ou avec le moteur à combustion interne de manière inclinée par rapport à la force
de pesanteur, l'ouverture étranglée (17) s'étend à un endroit de la paroi de séparation
(18) plus bas du point de vue géodésique.
3. Unité hydraulique selon la revendication 1, caractérisée en ce que la partie supérieure de boîtier (22) est pourvue d'au moins une ouverture de ventilation
(30) débouchant dans la culasse (2) pour l'espace basse pression (16).
4. Unité hydraulique selon la revendication 1, caractérisée en ce que l'espace basse pression (16) présente un volume VL, l'espace moyenne pression (12) un volume VM, et l'espace haute pression (11) un volume VH avec un rapport de volumes (VL + VM) /VH ≥ 2.
5. Unité hydraulique selon la revendication 1, caractérisée en ce que la partie supérieure de boîtier (22) est recouverte au moins dans la région de contact
avec la partie intermédiaire de boîtier (21) d'un moyen d'étanchéité en matériau élastomère.
6. Unité hydraulique selon la revendication 1, caractérisée en ce que la partie supérieure de boîtier (22) est fabriquée selon un procédé d'emboutissage
profond en aluminium ou en acier.
7. Unité hydraulique selon la revendication 1, caractérisée en ce que la partie supérieure de boîtier (22) est fabriquée selon un procédé de moulage par
injection en plastique.