[0001] Die Erfindung betrifft ein Druckwerk ausgebildet und eingerichtet für das Aufbringen
von Druckmarken auf eine kontinuierlich bewegte Materialbahn der Tabak verarbeitenden
Industrie gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1. Des Weiteren betrifft die Erfindung
ein Verfahren zum periodischen Aufbringen von Druckmarken auf eine kontinuierlich
bewegte Materialbahn der Tabak verarbeitenden Industrie gemäß dem Oberbegriff des
Anspruchs 5.
[0002] Ein derartiges Druckwerk und ein derartiges Verfahren sind bereits aus dem Dokument
US 5 249 587 bekannt.
[0003] Auf Umhüllungsstreifen der Tabak verarbeitenden Industrie, zum Beispiel Zigarettenpapierstreifen,
werden in kontinuierlich arbeitenden so genannten Strangmaschinen, in denen stabförmige
Artikel wie Zigaretten, Zigarillos, Zigarren oder Filterstäbe im Strangverfahren hergestellt
werden, Druckmarken (Druckbilder) aufgebracht, die zum Beispiel die Zigarettenmarken
selbst aber auch Herstellernamen oder sonstige Hinweise sein können. Die Strangmaschinen
enthalten entsprechend ausgebildete Druckwerke, in denen mindestens eine angetriebene
Druckwalze in Kontakt mit einer Gegendruckwalze steht, wobei zwischen den Walzen die
zu bedruckende Materialbahn geführt ist. Zumindest im Druckzeitpunkt befinden sich
die Druckwalzen mit den kontinuierlich bewegten Materialbahnen im Synchronlauf.
[0004] Ein Druckwerk für eine so genannte Zweistrangmaschine ist durch die britische Patentschrift
327 206 bekannt geworden, bei der ein Zigarettenpapierstreifen zwei Druckmarken von jeweils
einer Druckwalze erhält. Beide Druckwalzen sind dabei mit einer Gegendruckwalze in
Kontakt, wobei der Zigarettenpapierstreifen zwischen den Druckwalzen und der Gegendruckwalze
geführt ist.
[0005] Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht darin, ein Druckwerk der vorgenannten
Art zu schaffen, mittels dem die Längen von Druckabschnitten schnell an geänderte
Zigarettenlängen angepasst werden können.
[0006] Gemäß der Erfindung wird dies erreicht durch ein Druckwerk mit den Merkmalen des
Anspruchs 1, wobei durch einen elektrischen Antriebsmotor für die Druckwalze und durch
eine Steuereinrichtung zum Abgeben von Steuerimpulsen für den Antriebsmotor die Drehgeschwindigkeit
der Druckwalze vor und/oder nach dem Drucken von der Geschwindigkeit beim Drucken
abweicht, wobei die zu bedruckende Materialbahn beim Drucken mit der Druckwalze im
Gleichlauf steht, davor und/oder danach abweichende Geschwindigkeit hat. Mit einem
solchen Druckwerk lassen sich die Längen der auf kontinuierlich bewegten Materialbahnen
bedruckten Abschnitte schnell und einfach ändern, ohne in die Übersetzung von Getrieben
eingreifen zu müssen. Diese Ausführungsform der Erfindung ist besonders geeignet für
Druckwerke mit zwei oder mehr mit einer Gegendruckwalze in Kontakt stehenden Druckwalzen.
Eine besonders geeignete Ausführungsform eines mit ungleichförmigen Bewegungen arbeitenden
Druckwerks ist gekennzeichnet durch einen Schrittmotor zum Antrieb der Druckwalze
und durch eine Steuereinrichtung zum Abgeben von Steuerimpulsen für den Schrittmotor,
deren Steuerimpulse dem Schrittmotor im Bereich eines Druckvorganges zu einer Bewegung
der Druckelemente auf der Druckwalze im Gleichlauf mit der Materialbahn mit konstanter
Frequenz und zwischen zwei Druckvorgängen zu einer davon abweichenden Bewegung mit
einer abweichenden Frequenz zugeführt wird. Dabei kann eine Einstellvorrichtung für
die Steuereinrichtung zum Ändern der abweichenden Frequenz der Steuerimpulse zwischen
zwei Druckvorgängen vorgesehen sein. Diese Steuereinrichtung kann einen Speicher aufweisen,
in welchem der vorgegebene Verlauf der Frequenz abgelegt ist. Im Zwischenraum zwischen
Zufuhreinrichtungen für Druckflüssigkeiten zu den einzelnen Druckwalzen kann eine
Trennwand vorgesehen sein, die verhindert, dass Spritzer von Druckfarbe für eine Druckwalze
zu der anderen Druckwalze gelangen.
[0007] Die Aufgabe wird auch durch ein Verfahren mit den eingangs genannten Schritten gelöst,
wobei sich das Verfahren dadurch kennzeichnet, dass die erste und die zweite Geschwindigkeit
im wesentlichen gleich sind, während eine Druckmarke auf die Materialbahn aufgebracht
wird, und dass die erste und die zweite Geschwindigkeit zumindest zeitweise nicht
gleich sind, während keine Druckmarke auf die Materialbahn aufgebracht wird.
[0008] Die Erfindung eignet sich nicht nur für einen Einsatz bei Einstrangzigarettenmaschinen,
sondern auch für einen Einsatz bei so genannten Zweistrangzigarettenmaschinen, bei
denen zwei Tabakstränge gebildet und zu Zigaretten weiter verarbeitet werden.
[0009] Die Erfindung weist insbesondere folgenden Vorteil auf:
Werden die Druckwalzen derart ungleichförmig angetrieben, dass sich die Umfangsgeschwindigkeiten
periodisch ändern, so lässt sich schnell eine Änderung der Längen der bedruckten Abschnitte
auf der Materialbahn vornehmen, zum Beispiel wenn die Zigarettenlängen geändert werden
sollen.
[0010] Die Erfindung wird anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert.
[0011] Es zeigen:
- Figur 1
- schematisch ein Übersichtsbild einer Zigarettenstrangmaschine in perspektivischer
Darstellung,
- Figur 2
- eine perspektivische Darstellung eines Druckwerks der Maschine gemäß Figur 1 mit angedeuteter
Steuerung in vergrößertem Maßstab,
- Figur 3
- eine Vorderansicht des Druckwerks gemäß Figur 2,
- Figuren 4 und 5
- schematisch Steuerkennlinien für den ungleichförmigen Antrieb von Druckwalzen.
[0012] Figur 1 zeigt eine in der Zigarettenindustrie bekannte Zigarettenstrangmaschine vom
Typ PROTOS der Anmelderin. Von einer Schleuse 1 wird ein Vorverteiler 2 portionsweise
mit Tabakfasern beschickt. Eine Entnahmewalze 3 des Vorverteilers 2 ergänzt gesteuert
einen Vorratsbehälter 4 mit Tabak, aus dem ein Steilförderer 5 Tabak entnimmt und
einen Stauschacht 6 gesteuert beschickt. Aus dem Stauschacht 6 entnimmt eine Stiftwalze
7 einen gleichförmigen Tabakstrom, der von einer Ausschlagwalze 8 aus den Stiften
der Stiftwalze 7 herausgeschlagen und auf ein mit konstanter Geschwindigkeit umlaufendes
Streutuch 9 geschleudert wird. Ein auf dem Streutuch 9 gebildetes Tabakvlies wird
in eine Sichteinrichtung 11 geschleudert, die im Wesentlichen aus einem Luftvorhang
besteht, den größere bzw. schwerere Tabakteile passieren, während alle anderen Tabakteilchen
von der Luft in einen von einer Stiftwalze 12 und einer Wand 13 gebildeten Trichter
14 gelenkt werden. Von der Stiftwalze 12 werden Tabakfasern in einem Tabakkanal 16
gegen einen Strangförderer 17 geschleudert, an dem der Tabak mittels in eine Unterdruckkammer
18 gesaugter Luft gehalten und ein Tabakfaserstrang aufgeschauert wird. Ein Egalisator
19 entfernt überschüssigen Tabak aus dem Tabakfaserstrang, der dann auf einen im Gleichlauf
geführten Zigarettenpapierstreifen 21 gelegt wird. Der Zigarettenpapierstreifen 21
wird von einer Bobine 22 abgezogen, durch ein Druckwerk 23 geführt und auf ein angetriebenes
Formatband 24 gelegt. Das Formatband 24 transportiert den Tabakstrang und den Zigarettenpapierstreifen
21 durch ein Format 26, in dem der Zigarettenpapierstreifen 21 um den Tabakstrang
gefaltet wird, so dass noch eine Kante absteht, die von einem nicht dargestellten
Leimapparat in bekannter Weise beleimt wird. Darauf wird die Klebnaht geschlossen
und von einer Tandemnahtplätte 27 getrocknet. Ein so gebildeter Zigarettenstrang 28
durchläuft ein Strangdichtemessgerät 29, das den Egalisator 19 steuert, und wird von
einem Messerapparat 31 in doppeltlange Zigaretten 32 geschnitten. Die doppeltlangen
Zigaretten 32 werden von einer gesteuerte Arme 33 aufweisenden Übergabevorrichtung
34 einer Übernahmetrommel 36 einer Filteransetzmaschine 37 übergeben, auf deren Schneidtrommel
38 sie mit einem Kreismesser in Einzelzigaretten geteilt werden. Förderbänder 39,
41 fördern überschüssigen Tabak in einen unter dem Vorratsbehälter 4 angeordneten
Behälter 42, aus dem der rückgeführte Tabak von dem Steilförderer 5 wieder entnommen
wird.
[0013] In den Figuren 2 und 3 ist ein Druckwerk 23 mit zwei drehenden Druckwalzen 45, 46
und einer Gegendruckwalze 47 dargestellt. Beide Druckwalzen 45, 46 stehen mit der
Gegendruckwalze 47 in Kontakt, wobei eine Materialbahn in Form des Zigarettenpapierstreifens
21 zwischen ihnen kontinuierlich geführt ist. Die Druckwalzen 45, 46 übernehmen das
aufzudruckende Material, zum Beispiel eine Druckflüssigkeit wie flüssige Farbe, von
einer nicht dargestellten Zufuhreinrichtung auf Erhebungen 98 oder Vertiefungen und
übertragen es in Form einer Druckmarke auf den Zigarettenpapierstreifen 21. Bei den
Druckmarken kann es sich um die Druckbilder von Zigarettenmarken, Firmenmarken oder
sonstige Bezeichnungen handeln. Die von dem Maschinenantrieb oder von eigenen Elektromotoren
48, 49 synchron mit dem Zigarettenpapierstreifen 21 angetriebenen Druckwalzen 45 bzw.
46 sind in einem Lagergestell 51 gelagert, das im Wesentlichen aus zwei Lager- oder
Montageplatten 52, 53 besteht, die durch Abstandsbolzen 54 auf Abstand gehalten sind.
Die Elektromotoren werden durch eine Steuerung 201 angesteuert, die mit einem Speicher
202 und einer Hauptmaschinensteuerung 200 auf eine weiter unten beschriebene Weise
zusammenwirkt.
[0014] In Figur 3 ist die vordere Montageplatte 52 weggelassen. Die Wellen 56 der Druckwalzen
45, 46 und der Elektromotoren 48 bzw. 49 (nicht dargestellt) sind über stellungsbestimmte
formschlüssige Kupplungen 58, 59 derart miteinander verbunden, dass die Druckwalzen
45, 46 von den Wellen der an der Maschine befestigten Elektromotoren 48 bzw. 49 axial
entfernbar sind. Beim wieder Aufschieben nehmen sie ihre gegenüber der Zigarettenstrangmaschine
vorbestimmten Positionen wieder ein. Als Kupplungen der vorerwähnten Art eignen sich
solche vom Typ BK 5 / BK 6 der Firma R+W Antriebselemente GmbH, Alexander Wiegand
Str. 8, 63911 Klingenberg, DE.
[0015] In Figur 2 sind die Druckwalze 46 und der Elektromotor 49 weggelassen. Die Druckwalzen
45, 46 können mittels Stellschrauben 61, 62 gegen die Wirkung von Federn 64 in gewissem
Umfang axial verschoben werden. Die Gegendruckwalze 47 ist frei drehbar auf einer
Achse 79 gelagert, so dass sie vom Materialstreifen 21 mitgenommen werden kann. Die
Achse 79 ist ihrerseits in nicht sichtbaren gummielastischen Buchsen in den Montageplatten
52,53 gelagert. Die Enden der Achse 79 werden über Kugelbuchsen 77 in Aufnahmen 76
gehalten, die über Verstellschraubenbolzen 71,72 geringfügig relativ zu den Montageplatten
52,53 verschoben werden können. Dadurch kann unter Verformung der gummielastischen
Buchsen die Gegendruckwalze 47 relativ zu den Druckwalzen 45,46 justiert werden. Eine
Befestigungsvorrichtung 86 zum Befestigen und Lösen des Lagergestells 51 an bzw. von
einer Maschinenwand 87 weist einen Bolzen 88 auf, der durch Bohrungen 89, in den Montageplatten
52, 53 geführt ist und das Lagergestell 51 trägt. Der Endbereich 88a des Bolzens 88
ist mit der Maschinenwand 87 verschraubbar. Am anderen Ende 88b des Bolzens 88 sitzt
ein Hebel 92, der zum Lösen und Befestigen des Bolzens dient.
[0016] Soll ein Druckwerk 23 ausgetauscht werden, so wird durch Drehen des Hebels 92 der
Bolzen 88 von der Maschinenwand 87 gelöst und das Druckwerk, das an einem Handgriff
66 gehalten werden kann, axial abgezogen, wobei die Wellen der Druckwalzen 45, 46
an den Kupplungsstellen von den Wellen der Elektromotoren 48 bzw. 49 getrennt werden.
Ein neues Druckwerk 23, dessen Druckwalzen 45, 46 vorteilhaft vormontiert und vorjustiert
sind, wird danach auf entgegen gesetzte Weise aufgeschoben, wobei die Wellen der Druckwalzen
mit den Wellen der Elektromotoren an den Kupplungsstellen formschlüssig verbunden
werden.
[0017] Bei bekannten Maschinen wird der kontinuierlich bewegte Materialstreifen 21 (Zigarettenpapierstreifen)
von einer oder mehreren synchron angetriebenen Druckwalzen bedruckt. Dies bedeutet,
dass bei Formatwechseln, bei denen die Länge der Zigaretten geändert werden, ein Wechsel
des Druckwerkes erforderlich ist. Gemäß der Erfindung kann eine Anpassung der Längen
der bedruckten Abschnitte dadurch erfolgen, dass die Drehgeschwindigkeit der Druckwalzen
zwischen zwei Druckvorgängen, bei denen Synchronlauf bestehen muss, geändert wird.
Werden die Druckwalzen zwischen zwei Synchronläufen schneller angetrieben, dann werden
die Abschnittslängen verkürzt und umgekehrt. Eine Möglichkeit, dieses Verfahren zu
realisieren, wird im folgenden beispielhaft anhand der Steuerung des Motors 48 beschrieben:
[0018] Die Hauptmaschinensteuerung 200 liefert ein zur Fortbewegung der Materialbahn 21
synchrones erstes Taktsignal an die Steuerung 201. Dieses Signal kann beispielsweise
einen Taktimpuls pro Millimeter Strangbewegung aufweisen und weist nur langsame Frequenzänderungen
auf, da es an die Trägheit der Hauptantriebssysteme der Maschine gekoppelt ist. Die
Steuerung liefert ihrerseits ein zweites Taktsignal an den als Schrittmotor ausgestalteten
Motor 48, welcher bei jedem Taktimpuls des zweiten Signals einen Drehschritt durchführt.
Dabei kann der Motor beispielsweise alle 1000 Taktimpulse eine volle Umdrehung durchführen.
Die Steuerung 201 weist einen an sich bekannten Frequenzvervielfacher 204 auf, welcher
ein zu dem ersten Taktsignal synchrones drittes Taktsignal mit bspw. tausendfacher
Frequenz abgibt. Dieses dritte Taktsignal wird einem ebenfalls bekannten Zähler 203
zugeführt, der jeweils einen Taktimpuls des zweiten Taktsignals abgibt, wenn er eine
vorgebbare Anzahl an Taktimpulsen des dritten Taktsignals, die als Teiler bezeichnet
wird, registriert hat.
[0019] In einem einfachen Beispiel weist die Druckwalze 45 einen Umfang von 130mm auf und
es sollen mit dem Druckwerk 23 Druckbilder in einem Abstand von 130mm auf die Materialbahn
21 aufgebracht werden. Während des Transports der Materialbahn um 130mm gibt die Hauptmaschinensteuerung
200 130 Taktimpulse des ersten Taktsignals an die Steuerung 201, der Frequenzvervielfacher
204 macht daraus 130000 Taktimpulse des dritten Taktsignals. Dem Zähler 203 wird als
Teiler 130 vorgegeben, so dass er bei den 130000 Taktimpulsen des dritten Taktsignals
1000 Taktimpulse des zweiten Taktsignals an den Motor 48 abgibt und dieser folglich
eine volle Umdrehung durchführt. Dabei herrscht stets Gleichlauf zwischen der Druckwalze
45 und dem Materialstreifen 21.
[0020] In einem weiteren Beispiel sollen durch das Druckwerk 23 Druckbilder in einem kürzeren
Abstand als 130mm auf dem Materialstreifen 21 aufgebracht werden. Hierzu wird in dem
Speicher 202 eine digitale Kennlinie 300 abgelegt, wie sie in Figur 4 dargestellt
ist. Dabei ist auf der Achse 301 die Position der Speicherstellen und auf der Achse
302 der in dieser Speicherstelle abgelegte Wert für den Teiler aufgetragen. Mit jedem
Taktimpuls des ersten Taktsignals wird in dem Speicher der nächste Wert des Teilers
ausgelesen und an den Zähler 203 übermittelt. Dabei entspricht der Wert des Teilers
während des Eingriffs der Erhöhung 98 auf der Druckwalze 45 mit der Materialbahn dem
Wert 303 im Synchronlauf, im Beispiel also 130. Nach dem Abheben der Erhöhung 98 von
der Materialbahn 21 werden niedrigere Werte des Teilers an den Zähler 203 übertragen,
so dass die Frequenz des zweiten Taktsignals und damit die Rotationsgeschwindigkeit
des Motors 48 und der Druckwalze 45 steigt. Dabei wird der Wert des Teilers in Form
einer flachen Rampe reduziert, um den Motor nur mit einem geringen Beschleunigungsmoment
zu belasten. Nach etwa einem halben Umlauf des Motors 48 werden die Werte des Teilers
wieder langsam erhöht, bis er vor dem erneuten Eingreifen der Erhöhung 98 mit der
Materialbahn wieder den Wert 303 im Synchronlauf erreicht.
[0021] Nach Vollendung eines Umlaufes (Linie 304) sendet der Motor 48 ein Signal an den
Speicher 202, woraufhin die Ablesung der Werte für den Teiler wieder von der ersten
Speicherstelle aus erfolgt. Um Druckmarkierungen mit einem Abstand größer als 130mm
auf dem Materialstreifen 21 aufzubringen, wird in dem Speicher 202 eine andere Kennlinie
310 für den Wert des Teilers abgelegt, die außerhalb des Eingriffes der Erhöhung 98
in die Materialbahn 21 höhere Werte für den Teiler aufweist als im Synchronlauf. Eine
solche Kennlinie ist in Figur 5 dargestellt. Die Elemente von Figur 5 sind entsprechen
denen der Figur 4 und sind mit um 10 erhöhten Bezugsziffern versehen. In einem Druckwerk
mit mehreren Druckwalzen kann für jede Druckwalze eine Steuerung 201 mit einem Speicher
202 vorgesehen sein. Die Elemente 200 bis 204 in Figur 2 sind Funktionselemente und
können in der Software einer automatischen Steuerung oder eines Steuerungscomputers
realisiert sein.
1. Druckwerk, ausgebildet und eingerichtet für das Aufbringen von Druckmarken auf eine
kontinuierlich bewegte Materialbahn (21) der Tabak verarbeitenden
Industrie mit mindestens einer Druckwalze (45) und mit einer Gegendruckwalze (47),
wobei die zu bedruckende Materialbahn (21) zwischen der oder jeder Druckwalze (45)
und der Gegendruckwalze (47) geführt ist, gekennzeichnet durch einen elektrischen Antriebsmotor (48) für die Druckwalze (45) und durch eine Steuereinrichtung (201) zum Abgeben von Steuerimpulsen für den Antriebsmotor
(48) derart, dass die Drehgeschwindigkeit der Druckwalze (45) vor und/oder nach dem
Drucken von der Geschwindigkeit beim Drucken abweicht, wobei die zu bedruckende Materialbahn
(21) beim Drucken mit der Druckwalze (45) im Gleichlauf steht, davor und/oder danach
abweichende Geschwindigkeit hat.
2. Druckwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwei oder mehr Druckwalzen (45) mit einer Gegendruckwalze (47) in Kontakt stehen.
3. Druckwerk nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch einen Schrittmotor (48) zum Antrieb der Druckwalze und eine Steuereinrichtung (201)
zum Abgeben von Steuerimpulsen für den Schrittmotor, deren Steuerimpulse dem Schrittmotor
während eines Druckvorganges zu einer Bewegung der Druckwalze (45) im Gleichlauf mit
der Materialbahn (21) mit einer ersten vorgebbar konstanten Frequenz und zwischen
zwei Druckvorgängen zu einer davon abweichenden Bewegung mit einer zweiten Frequenz
zugeführt werden.
4. Druckwerk nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch eine Speichervorrichtung (202) für die Steuereinrichtung (201) zum Hinterlegen der
vorgebbaren Frequenzen der Steuerimpulse.
5. Verfahren zum periodischen Aufbringen von Druckmarken auf eine kontinuierlich bewegte
Materialbahn (21) der Tabak verarbeitenden Industrie mit den Schritten:
- Zuführen der Materialbahn (21) mit einer ersten Geschwindigkeit in den Wirkbereich
einer Druckwalze,
- Drehen der Druckwalze mit einer zweiten Geschwindigkeit,
- Aufbringen einer Druckmarke auf die Materialbahn (21) durch die Druckwalze,
dadurch gekennzeichnet, dass
die erste und die zweite Geschwindigkeit im Wesentlichen gleich sind, während eine
Druckmarke auf die Materialbahn (21) aufgebracht wird, und dass die erste und die
zweite Geschwindigkeit zumindest zeitweise nicht gleich sind, während keine Druckmarke
auf die Materialbahn (21) aufgebracht wird.
6. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Umfangsgeschwindigkeit der Druckwalze periodisch geändert wird.
7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Umfangsgeschwindigkeit der Druckwalze durch Ansteuerung eines antreibenden Schrittmotors
mit Steuerimpulsen wechselnder Frequenz geändert wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Frequenz gemäß einer gespeicherten Kennlinie geändert wird.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Frequenz zusätzlich durch die Fördergeschwindigkeit der Materialbahn (21) bestimmt
wird.
1. Printer, designed and arranged for applying print marks to a continuously moving material
web (21) of the tobacco-processing industry with at least one print roller (45) and
with a counterpressure roller (47), wherein the material web (21) to be printed is
guided between the or any print roller (45) and the counterpressure roller (47),
characterised by an electric motor drive (48) for the print roller (45) and by a control device (201)
for outputting control pulses for the motor drive (48) such that the rotational speed
of the print roller (45) before and/or after printing differs from the speed during
printing, wherein the material web (21) to be printed is synchronised with the print
roller (45) during printing, but has a different speed before and/or after printing.
2. Printer according to claim 1, characterised in that two or more print rollers (45) are in contact with a counterpressure roller (47).
3. Printer according to claim 1 or 2, characterised by a step motor (48) for driving the print roller and a control device (201) for outputting
control pulses for the step motor, the control pulses of which are fed to the step
motor during a printing process for a movement of the print roller (45) in synchronisation
with the material web (21) with a first pre-determinable constant frequency and between
two printing processes for a different movement with a second frequency.
4. Printer according to claim 3, characterised by a storage apparatus (202) for the control device (201) for storing the pre-determinable
frequencies of the control pulses.
5. Method for periodically applying print marks to a continuously moving material web
(21) of the tobacco-processing industry with the steps:
- feeding the material web (21) with a first speed into the operating area of a print
roller,
- rotating the print roller with a second speed,
- applying a print mark to the material web (21) by the print roller, characterised in that
the first and the second speeds are substantially equal while a print mark is being
applied to the material web (21) and in that the first and the second speeds are at least temporarily not equal while no print
mark is being applied to the material web (21).
6. Method according to claim 5, characterised in that the circumferential speed of the print roller is changed periodically.
7. Method according to claim 6, characterised in that the circumferential speed of the print roller is changed by activation of a driving
step motor with control pulses with a changing frequency.
8. Method according to claim 7, characterised in that the frequency is changed according to a saved characteristic line.
9. Method according to claim 8, characterised in that the frequency is determined additionally by the conveying speed of the material web
(21).
1. Imprimante conçue et agencée pour appliquer des marques d'impression sur une bande
de matériau (21) de l'industrie de transformation du tabac déplacée en continu, comportant
au moins un rouleau imprimeur (45) et un rouleau de contre-pression (47), dans lequel
la bande de matériau à imprimer (21) est guidée entre le ou chaque rouleau imprimeur
(45) et le rouleau de contre-pression (47), caractérisée par un moteur d'entraînement électrique (48) pour le rouleau imprimeur (45) et par un
dispositif de commande (201) destiné à délivrer des impulsions de commande en direction
du moteur d'entraînement (48) de telle sorte que la vitesse de rotation du rouleau
imprimeur (45) avant et/ou après l'impression dévie de la vitesse lors de l'impression,
la bande de matériau (21) à imprimer étant synchronisée au moment de l'impression
avec le rouleau imprimeur (45), et ayant une vitesse différente avant et/ou après.
2. Imprimante selon la revendication 1, caractérisée en ce que deux rouleaux imprimeurs (45) ou plus sont en contact avec un rouleau de contre-pression
(47).
3. Imprimante selon la revendication 1 ou 2, caractérisée par un moteur pas à pas (48) destiné à l'entraînement du rouleau imprimeur et par un
dispositif de commande (201) destiné à délivrer des impulsions de commande en direction
du moteur pas à pas, dont les impulsions de commande sont transmises au moteur pas
à pas au cours d'une opération d'impression pour commander un mouvement au rouleau
imprimeur (45) de façon synchronisée avec la bande de matériau (21) à une première
fréquence constante prédéfinie et pour commander un mouvement différent entre deux
opérations d'impression à une deuxième fréquence.
4. Imprimante selon la revendication 3, caractérisée par un dispositif à mémoire (202) pour le dispositif de commande (201), destiné à mémoriser
les fréquences prédéfinies des impulsions de commande.
5. Procédé pour appliquer périodiquement des marques d'impression sur une bande de matériau
(21) de l'industrie de transformation du tabac déplacée en continu, comportant les
étapes consistant à :
- amener la bande de matériau (21) à une première vitesse dans la zone d'action d'un
rouleau imprimeur,
- mettre le rouleau imprimeur en rotation à une deuxième vitesse,
- appliquer une marque d'impression sur la bande de matériau (21) par
l'intermédiaire du rouleau imprimeur,
caractérisé en ce que la première et la deuxième vitesses sont sensiblement identiques au moment de l'application
d'une marque d'impression sur la bande de matériau (21), et en ce que la première et la deuxième vitesses diffèrent, au moins périodiquement, lorsqu'aucune
marque d'impression n'est appliquée sur la bande de matériau (21).
6. Procédé selon la revendication 5, caractérisé en ce que la vitesse périphérique du rouleau imprimeur est modifiée périodiquement.
7. Procédé selon la revendication 6, caractérisé en ce que la vitesse périphérique du rouleau imprimeur est modifiée en commandant un moteur
d'entraînement pas à pas à l'aide d'impulsions de commande dont les fréquences alternent.
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce que la fréquence est modifiée selon une caractéristique enregistrée.
9. Procédé selon la revendication 8, caractérisé en ce que la fréquence est en outre déterminée par la vitesse de transport de la bande de matériau
(21).