[0001] Die Erfindung betrifft eine Platte auf der Basis von mit einem Bindemittel beleimten
Teilchen, insbesondere auf der Basis von mit einem NCO-Gruppen aufweisenden Bindemittel
beleimten Holzfasern, mit den Merkmalen des unabhängigen Patentanspruchs 1.
[0002] Grundsätzlich können die Teilchen, aus denen bei der vorliegenden Erfindung Platten
ausgebildet werden, irgendwelche Lignozellulose enthaltende Teilchen, also neben Holzfasern
auch andere Fasern pflanzlichen Ursprungs, oder auch andere Holzteilchen, beispielsweise
Holzspäne oder Schleifstaub, oder auch Teilchen aus Holzersatzstoffen, einschließlich
Kunststoff- und Textilfasern, sein. Die Teilchen können auch eine Mischung verschiedener
der genannten Teilchen sein. Von besonderem Interesse für die vorliegende Erfindung
sind aber Platten auf der Basis von Holzfasern, d. h. Holzfaserplatten, die allenfalls
einen geringen Zuschlag an anderen Teilchen aufweisen. Dies liegt daran, dass Holzfaserplatten
industriell mit geringer Rohdichte herstellbar und damit für Dämm- und Isolationszwecke
gut geeignet sind. Besonders interessante Anwendungsgebiete aller Platten, die nach
dem Verfahren der vorliegenden Erfindung hergestellt werden, und aller Platten gemäß
der vorliegenden Erfindung liegen im Bereich der Isolation. Dabei geht es vor allem
um Isolation von Bauwerken primär in thermischer, aber auch in akustischer Hinsicht.
[0003] Auch als Bindemittel für die Teilchen kommen verschiedene Substanzen in Betracht,
wobei aber NCO-Gruppen aufweisende Bindemittel, insbesondere in Form sogenannter PMDI-Bindemittel,
bevorzugt sind. Besonders bevorzugt handelt es sich bei dem Bindemittel um ein PUR-Bindelmittel,
das neben der PMDI-Komponente mit den NCO-Gruppen eine Polyolkomponente aufweist.
Daneben können dem Bindemittel verschiedene Additive zugesetzt sein.
STAND DER TECHNIK
[0004] Aus der
EP-A-1 110 687 ist bekannt, ein PUR-Bindemittel, d. h. ein aufschäumendes Bindemittel, aus einer
PMDI-Komponente und einer Polyolkomponente auszubilden, das so reagiert, dass Hohlräume
zwischen zu verbindenden Holzfasern durch einen PUR-Schaum ausgefüllt werden. So werden
formstabile Holzfaserplatten hergestellt, deren mittlere Rohdichte im Bereich von
60 bis 250 kg/m
3 liegt. Die Formstabilität von Faserplatten gerade am unteren Rand dieses Bereichs
der Rohdichte beruht dabei darauf, dass das Rohdichteprofil der Holzfaserplatten dennoch
eine Randüberhöhung der Rohdichte gegenüber der mittleren Rohdichte von mindestens
20 % aufweist. Die bekannte Holzfaserplatte ist als isolierende Platte im Wand-, Decken-
und Dachbereich einsetzbar.
[0005] Ganz grundsätzlich weisen bekannte Platten auf der Basis Lignozellulose enthaltender
Teilchen, die unter Einwirkung von Druck auf eine Vorform hergestellt sind, eine Randüberhöhung
ihrer Rohdichte gegenüber ihrer mittleren Rohdichte auf, die auf die Einwirkung des
Drucks auf die Vorform beim Aushärten des Bindemittels zurückgeht. Dabei ist es dem
Fachmann bekannt, dass er diese Randüberhöhung durch das Aufsprühen von Wasser auf
die Vorform steigern kann.
[0006] Neben Holzfaserplatten mit einer Randüberhöhung der Rohdichte auf beiden Seiten,
die in eine gewünschten Formstabilität resultiert, sind auch Holzfaserdämmplatten
bekannt, die diese Randüberhöhung ihrer Rohdichte nicht oder nicht in wesentlichem
Umfang aufweisen. Diese Holzfaserdämmplatten sind bei geringer mittlerer Rohdichte
auch nicht formstabil. Sie können umgekehrt durch Andrücken an unebene Oberflächen
angepasst werden, wobei sich ihre Deckschichten ohne Verbleib von Luftspalten an diese
unebenen Oberflächen anformen. Diese Möglichkeit besteht bei einer formstabilen Holzfaserplatte
nicht. Dafür kann eine Holzfaserdämmplatte ohne Randüberhöhung ihrer Rohdichte in
ihren Deckschichten beispielsweise nicht direkt mit einem Putz versehen oder tapeziert
werden. Vielmehr ist hierfür eine zusätzliche tragfähige formstabile Platte vor der
Holzfaserdämmplatte anzuordnen.
[0007] Zur Herstellung von Holzfaserdämmplatten ohne Randüberhöhung ihrer Rohdichte ist
es bekannt, eine in ihrer Dicke kalibrierte Vorform aus beleimten Holzfasern von einer
Seite her mit heißem Gas zu durchströmen, um das Bindemittel zu aktivieren und die
Vorform auszuhärten.
[0008] Aus der
WO-A-97/04933 ist ein Verfahren zur Herstellung von Platten auf der Basis von mit einem Bindemittel
beleimten Teilchen bekannt, wobei die mit dem Bindemittel beleimten Teilchen zu einer
Vorform geformt werden und wobei die Vorform unter Eintrag von Feuchtigkeit und heißen
Gasen in die Vorform sowie unter Einwirkung von Druck auf die Vorform ausgehärtet
wird. Nach diesem Verfahren hergestellte Faserplatten weisen in beiden Deckschichten
eine Dichte von ungefähr 800 kg/m
3 auf, während die Dichte der Mittelschicht ungefähr 600 kg/m
3 beträgt.
[0009] Aus der
US-A-2006/0151906 ist ein Verfahren zur Herstellung von Platten auf der Basis von mit einem Bindemittel
beleimten Teilchen bekannt, bei dem die Dichte in der Mittelschicht der Platte erhöht
wird, so dass sie zu den Deckschichten der Platte hin abfällt. Die Rohdichte dieser
bekannten Platte aus Holzfasern beträgt auch in den Deckschichten, in denen ihre Rohdichte
den geringsten Wert erreicht, mehr als 350 kg/m
3.
[0010] Aus der
JP-A-2005 219241 ist ein Holzwerkstoffprodukt mit den Merkmalen des Oberbegriffs des unabhängigen
Patentanspruchs 1 bekannt, dessen Dichte in Dickenrichtung von seiner einen Seite
zu seiner anderen Seite abnimmt und das als Holzpresskörper zur Ausbildung von hölzernen
Fußböden und Wänden vorgesehen ist.
AUFGABE DER ERFINDUNG
[0011] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Platte mit den Merkmalen des Oberbegriffs
des unabhängigen Patentanspruchs 1 aufzuzeigen, die neue Anwendungen ermöglicht.
LÖSUNG
[0012] Die Aufgabe der Erfindung wird durch eine Platte mit den Merkmalen des unabhängigen
Patentanspruchs 1 gelöst. Die abhängigen Ansprüche beschreiben bevorzugte Ausführungsformen
der neuen Platte.
BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG
[0013] Bei einem Verfahren zur Herstellung der neuen Platten auf der Basis von mit einem
Bindemittel beleimten Teilchen werden der Eintrag von Feuchtigkeit und heißem Gas
in die aus den beleimten Teilchen ausgebildete Vorform sowie die Einwirkung von Druck
auf die Vorform so aufeinander abgestimmt zeitlich gesteuert, dass ein Teil der Vorform
mit einer ersten Rohdichte zu einem früheren Zeitpunkt ausgehärtet wird als ein anderer
Teil der Vorform, der nach dem Aushärten des einen Teils auf eine andere Rohdichte
eingestellt wird. Bei dem Verfahren erfolgt die Aushärtung der Vorform also mehrstufig,
wobei in den einzelnen Stufen nicht nur unterschiedliche Teile der Vorform ausgehärtet
werden, sondern zwischen den einzelnen Stufen eine Einstellung einer anderen Rohdichte
in dem noch nicht ausgehärteten Teil der Vorform erfolgt. Es geht bei dem Verfahren
also nicht darum, dass beispielsweise die Deckschichten früher aushärten als die Mittelschicht
der Vorform, weil die Deckschichten näher an einer Heizquelle liegen. Vielmehr geht
es darum, die bereits erfolgte Aushärtung eines Teils der Form auszunutzen, um die
Rohdichte in einem anderen Teil der Vorform auf einen bestimmten Wert anderen einzustellen,
ohne dabei Rücksicht auf den bereits ausgehärteten Teil nehmen zu müssen, weil in
diesem die Rohdichte durch das Aushärten bereits fixiert ist. Insbesondere kann es
sich bei den nach dem Verfahren zu unterschiedlichen Zeitpunkten ausgehärteten Teilen
der Vorform um ihre beiden Deckschichten handeln.
[0014] Konkret können der Eintrag von Feuchtigkeit und heißem Gas in die Vorform sowie die
Einwirkung von Druck auf die Vorform so aufeinander abgestimmt zeitlich gesteuert
werden, dass ein Teil der Vorform, der unter dem Druck auf eine geringere Rohdichte
komprimiert ist, zu einem früheren Zeitpunkt ausgehärtet wird als ein anderer Teil
der Vorform, der nach dem Aushärten des einen Teils aufgeweicht durch die Feuchtigkeit
unter dem Druck auf eine höhere Rohdichte komprimiert wird. Dabei kann der Druck nach
dem Aushärten des einen Teils erhöht werden, um das Komprimieren auf die höhere Rohdichte
zu bewirken. Es kann aber auch ausschließlich auf die Aufweichung durch die Feuchtigkeit
gesetzt werden, die auch bei konstantem Druck eine stärkere Kompression des anderen
Teils der Vorform ermöglicht, weil die Lignozellulose enthaltenden Teilchen im aufgeweichten
Zustand ihre Verformungssteifigkeit einbüßen und sich daher dort, wo sie aufgeweicht
sind, stärker zusammendrücken lassen als dort, wo sie nicht aufgeweicht sind oder
bereits eine Aushärtung der Vorform erfolgt ist.
[0015] Umgekehrt ist es auch möglich, dass der Eintrag von Feuchtigkeit und heißem Gas in
die Vorform sowie die Einwirkung von Druck auf die Vorform so aufeinander abgestimmt
zeitlich gesteuert werden, dass ein Teil der Vorform, der aufgeweicht durch die Feuchtigkeit
unter dem Druck auf eine höhere Rohdichte komprimiert ist, zu einem früheren Zeitpunkt
ausgehärtet wird als ein anderer Teil der Vorform, der nach dem Aushärten des einen
Teils unter reduziertem Druck auf eine geringere Rohdichte entspannt wird. Ein noch
nicht ausgehärteter Teil der Vorform, in dem die Lignozellulose enthaltenden Teilchen
auch nicht aufgeweicht sind, wird durch den aufgebrachten Druck zumindest teilweise
elastisch komprimiert. Entsprechend dehnt sich dieser Teil der Vorform wieder aus,
wenn der Druck reduziert wird. Dies kann gezielt dazu genutzt werden, in bestimmten
Teilen der Vorform eine geringere Rohdichte einzustellen, bevor auch diese Teile der
Vorform ausgehärtet werden.
[0016] Bei dem Verfahren kann der Eintrag von Feuchtigkeit über Wasserdampf, der zugleich
das heiße Gas ausbilden kann, und/oder durch Aufsprühen von Wasser auf die Vorform
erfolgen. Im Falle des Aufsprühens von Wasser auf die Vorform kann dem Wasser auch
ein Trennmittel oder ein anderen Additiv zugesetzt sein. Möglich ist zum Beispiel
der Einsatz eines Aushärtungsbeschleunigers für das Bindemittel, um dieses in den
Bereichen der Vorform mit aufgeweichten Fasern besonders schnell auszuhärten. Grundsätzlich
verzögert das aufgesprühte Wasser mit seiner Wärmekapazität die Hitzeaktivierung des
Bindemittels. Diese Verzögerung kann zum Beispiel für eine hohe Verdichtung von Bereichen
der Vorform mit aufgeweichten Fasern vor der dortigen Aushärtung des Bindemittels
genutzt oder sogar durch einen dem Bindemittel zugesetzten Aushärtungsverzögerer verstärkt
werden. Auch im Falle des Eintrags von Feuchtigkeit durch Aufsprühen von Wasser kann
das heiße Gas ganz oder teilweise aus Wasserdampf bestehen. Im Falle des Eintragens
von Feuchtigkeit über Wasserdampf als das heiße Gas oder als Komponente des heißen
Gases ist es bevorzugt, wenn der Druck des Wasserdampfs oder der Anteil des Wasserdampfs
an dem heißen Gas während des Aushärtens der Vorform variabel ist.
[0017] Alternativ oder zusätzlich kann der Eintrag von Feuchtigkeit oder der Eintrag von
heißem Gas in die Vorform asymmetrisch in Bezug auf deren Mittelschicht erfolgen.
Dies bedeutet beim Aufsprühen von Wasser auf die Vorform, dass dieses nur von einer
Seite erfolgt. Vorzugsweise erfolgt das Aufsprühen des Wassers dabei von unten auf
die Vorform, da sich dann das Eigengewicht der Vorform nur dort komprimierend auswirkt,
wo dies auch erwünscht ist. Das einseitige Aufsprühen von Wasser kann mit dem Eintrag
von heißem Gas von der anderen Seite der Vorform her kombiniert werden. Ebenso ist
es möglich, heißes Gas von beiden Seiten der Vorform in diese einzutragen, aber zu
unterschiedlichen Zeitpunkten und/oder in unterschiedlichen Mengen und/oder mit unterschiedlichen
Zusätzen an Wasserdampf.
[0018] Die beleimten Teilchen der Vorform weisen bei dem Verfahren einen vergleichweise
sehr niedrigen Feuchtegehalt auf, der im Bereich von unter 5 % atro Teilchen liegen
kann. Die Teilchen können so einen Teil der eingetragenen Feuchtigkeit aufnehmen.
Überschüssige Feuchtigkeit kann nach dem Aushärten des Bindemittels auch durch Absaugen
von Wasserdampf und/oder Durchströmen der Platten mit Luft entfernt werden. Dies ist
auch dann zur Stabilisierung der Platten ausreichend, wenn das zur Aktivierung des
Bindemittels eingesetzte heiße Gas, zwecks maximaler Wärmekapazität und daraus resultierender
minimaler Aushärtedauer, reiner Wasserdampf ist.
[0019] Die neue Platte auf der Basis Lignozellulose enthaltender Teilchen, deren Rohdichte
von einer Mittelschicht zu einer Deckschicht der Platte hin ansteigt, ist erfindungsgemäß
dadurch gekennzeichnet, dass die Rohdichte der Platte von der Mittelschicht zu der
anderen Deckschicht der Platte hin nicht ansteigt. Die Rohdichte der Platte kann von
der Mittelschicht zu der anderen Deckschicht der Platte sogar abfallen, wobei der
Abfall der Rohdichte der Platte von der einen oder zu der anderen Deckschicht der
Platte hin stetig erfolgen kann. Ein derartiger stetiger Abfall ist aber für eine
besondere Eigenschaft dieser neuen Platte nicht Voraussetzung: sie weist eine aufgrund
der Randüberhöhung ihrer Rohdichte steife Deckschicht und eine aufgrund der fehlenden
Randüberhöhung ihrer Rohdichte verformbare Deckschicht auf. So kann die neue Platte
beispielsweise bei der Altbausanierung an eine unebene Wand angeformt werden, um vor
dieser sowohl eine Isolierung als auch eine davor liegende steife Ebene beispielsweise
für das Aufbringen eines Putzes bereitzustellen. Die Verformbarkeit der neuen Platte
kann auch auf eine bezogen auf die Gesamtdicke der Platte sehr dünne Deckschicht beschränkt
sein, um trotz ihrer Anformbarkeit an einen unebenen Untergrund eine im Wesentlichen
druckfeste Platte bereitzustellen.
[0020] Vorzugsweise liegt die Rohdichte der neuen Platte im Bereich ihrer einen Deckschicht
um mindestens 5 %, mehr bevorzugt um mindestens 10 %, noch mehr bevorzugt um mindestens
15 % und am meisten bevorzugt um mindestens 20 % über ihrer Rohdichte im Bereich ihrer
Mittelschicht, womit konkret ihre Rohdichte im Bereich ihrer geometrischen Mitte gemeint
ist. Umgekehrt liegt die Rohdichte der neuen Platte im Bereich ihrer anderen Deckschicht
nicht über, mehr bevorzugt um mindestens 5 % unter, noch mehr bevorzugt um mindestens
10 % unter und am meisten bevorzugt um mindestens 15 % unter ihrer Rohdichte im Bereich
ihrer Mittelschicht. Dabei sind die bevorzugten Rohdichtebereiche der beiden Deckschichten
unabhängig voneinander.
[0021] Wie bereits einleitend angemerkt, ist die neue Platte insbesondere im Isolationsbereich
einsetzbar. Dazu weist sie, wobei die Lignozellulose enthaltenden Teilchen der Platte
Holzfasern sind, eine mittlere Rohdichte von nicht mehr als 280 kg/m
3 auf. Vorzugsweise liegt ihre mittlere Rohdichte bei nicht mehr als 240 kg/m
3, mehr bevorzugt bei nicht mehr als 200 kg/m
3, noch mehr bevorzugt bei nicht mehr als 120 kg/m
3 und in speziellen Fällen sogar bei nicht mehr als 60 kg/m
3. Mit abnehmender Dichte der Platte steigt ihre Wärmedämmfähigkeit an, gleichzeitig
geht aber die Substanz an Fasern zurück, die als Basis für die Formstabilität der
Platte benötigt werden, so dass die leichteren Platten nur durch lokale Überhöhung
ihrer Rohdichte formstabil gehalten werden können, wenn dies erwünscht ist.
[0022] Bei der neuen Platte fällt die Rohdichte der Platte von ihrer einen zu ihrer anderen
Deckschicht hin von über 100 kg/m
3 auf unter 80 kg/m
3, insbesondere von über 130 kg/m
3 auf unter 50 kg/m
3 ab. Mit diesen Werten werden drei Funktionalitäten der neuen Platte erreicht: Sie
ist mit ihrer Rückseite gut an eine unebene Fläche anformbar; sie weist eine geringe
Wärmeleitfähigkeit auf; und ihre Vorderseite ist ausreichend formstabil, um an ihr
unmittelbar einen Putz oder eine andere dekorative oder funktionelle weitere Ebene
anzuordnen. Darüber hinaus ist die Formsteifigkeit auch so groß, dass sich hier lokale
Befestigungselemente für die Platte, wie beispielsweise mit Dübeln befestigte Halteteller,
ohne die Gefahr eines Abreißens der Platte beispielsweise in Folge von Windsog, abstützen
können.
KURZBESCHREIBUNG DER FIGUREN
[0023] Die Erfindung wird im Folgenden anhand von konkreten Ausführungsbeispielen unter
Bezugnahme auf die beigefügten Figuren näher erläutert und beschrieben.
- Fig. 1
- zeigt das Rohdichteprofil einer erfindungsgemäßen Holzfaserplatte.
- Fig. 2
- zeigt das Rohdichteprofil einer anderen erfindungsgemäßen Holzfaserplatte.
- Fig. 3
- zeigt das Rohdichteprofil noch einer anderen Holzfaser- platte.
- Fig. 4
- skizziert eine erste Ausführungsform des Verfahrens.
- Fig. 5
- skizziert eine zweite Ausführungsform des Verfahrens.
- Fig. 6
- skizziert eine dritte Ausführungsform des Verfahrens.
- Fig. 7
- skizziert eine vierte Ausführungsform des Verfahrens.
- Fig. 8
- skizziert eine fünfte Ausführungsform des Verfahrens.
- Fig. 9
- zeigt das Rohdichteprofil noch einer weiteren erfindungsgemäßen Platte.
- Fig. 10
- skizziert eine Anwendung der Platte mit dem Rohdichteprofil gemäß Fig. 9.
FIGURENBESCHREIBUNG
[0024] In den
Fig. 1 bis 3 und 9 sind Rohdichteprofile von erfindungsgemäßen Holzfaserplatten und einer anderen Holzfaser
platte gezeigt, wobei die x-Achse jeweils die Dickenrichtung der Platte anzeigt und
die y-Achse die Rohdichte in Arbeitseinheiten wiedergibt. Dabei geht es um die Darstellung
des Verlaufs der Rohdichte und nicht um die Wiedergabe absoluter Werte, soweit in
der folgenden Figurenbeschreibung derartige absolute Werte nicht angegeben sind. Insbesondere
lassen sich aus den Fig. 1 bis 3 und 9 keine einzelnen Rohdichten für bestimmte Bereiche
der jeweiligen Platte ablesen.
[0025] Das Rohdichteprofil 1 gemäß
Fig. 1 bezieht sich auf eine Holzfaserplatte mit einer mittleren Rohdichte R
M von etwa 60 kg/m
3. Das Rohdichteprofil 1 kann als in zwei Deckschichten 2 und 3 und eine dazwischen
liegende Mittelschicht 4 unterteilt betrachtet werden. Klare Grenzen zwischen den
Schichten 2 bis 4 gibt es jedoch nicht. Wenn daher im Folgenden von der Rohdichte
der Platte in der Mittelschicht die Rede ist, ist damit, soweit nichts anderes angegeben
ist, ihre Rohdichte im Bereich ihrer Mittelebene 5 gemeint. Die Rohdichte der Deckschicht
2 bzw. der Deckschicht 3 bezeichnet hingegen die mittlere Rohdichte der jeweiligen
Deckschicht 2 bzw. 3 im Bereich eines lokalen Maximums der Rohdichte innerhalb der
Deckschicht, falls ein solches lokales Maximum vorhanden ist. Dies ist in Fig. 1 bei
der Deckschicht 3 der Fall. Man spricht hier auch von einer Randüberhöhung der Rohdichte.
Die Deckschicht 2 zeigt eine solche Randüberhöhung der Rohdichte nicht. Ihre Rohdichte
R
2 ist der Wert der Rohdichte vor dem Randabfall der Rohdichte. Bei dem Rohdichteprofil
1 gemäß Fig. 1 liegt die Rohdichte R
2 der Deckschicht 2 knapp unterhalb der Rohdichte R
4 der Mittelschicht 4, während die Rohdichte R
3 der Deckschicht 3 deutlich darüber liegt. Die mittlere Rohdichte R
M der Faserplatte liegt dabei etwas oberhalb der Rohdichte R
4 im Bereich der Mittelebene 5. Dies entspricht einer Randüberhöhung der Rohdichte
(von hier mehr als 20 %) nur im Bereich der Deckschicht 3 und keinem Anstieg der Rohdichte
von der Mittelschicht 4 zu der Deckschicht 2 hin.
[0026] Das in
Fig. 2 skizzierte Rohdichteprofil 1 weist nicht nur den monotonen Abfall der Rohdichte von
der Deckschicht 3 zur Deckschicht 2 hin auf, den Fig. 1 skizziert. Hier ist dieser
Abfall der Rohdichte sogar stetig, so dass die mittlere Rohdichte R
M mit der Rohdichte R
4 der Mittelschicht bzw. am Ort der Mittelebene 5 zusammenfällt.
[0027] Bei dem Rohdichteprofil 1 gemäß Fig. 3 ist die höchste Rohdichte die Rohdichte R
4 der Mittelschicht 4 im Bereich der Mittelebene 5. Die Rohdichte fällt von der Mittelebene
5 zu beiden Deckschichten 2 und 3 auf gleiche Werte R
2 = R
3 ab.
[0028] In den Fig.
4 bis
7 sind verschiedene Ausführungsformen des Verfahrens zur Herstellung von Platten auf
der Basis Lignozellulose enthaltender Teilchen skizziert, die zur Ausbildung eines
asymmetrischen Rohdichteprofils geeignet sind, wie es in den Fig. 1 und 2 dargestellt
ist. Demgegenüber ist das in
Fig. 8 skizzierte Verfahren dazu geeignet, das Rohdichteprofil gemäß Fig. 3 einzustellen.
Von dem Verfahren zur Herstellung von Platten auf der Basis Lignozellulose enthaltender
Teilchen sind immer nur relevanten Schritte dargestellt. In den Figuren finden sich
relative Angaben zu dem jeweils aufgebrachten Druck p
A, p
B und p
c; was aber nicht heißen soll, dass nicht auch eine Distanzsteuerung angewandt werden
könnte, die aber auch zu unterschiedlichen Drücken führt.
[0029] Fig.
4A zeigt das einseitige Besprühen einer Vorform 6 aus beleimten Holzfasern mit Wasser
9 von unten. Gemäß
Fig. 4B wird die Vorform 6 zwischen perforierten Pressplatten 7 und 8 mit einem Druck p
B beaufschlagt. Gleichzeitig wird durch die obere Pressplatte 7 hindurch heißes Gas
10 in die Vorform 6 eingebracht. Dieses heiße Gas 10, das im Wesentlichen aus Wasserdampf
11 besteht, dem Luft zugesetzt sein kann, aktiviert zunächst das Bindemittel im oberen
Bereich der Vorform, der an die Pressplatte 7 angrenzt, so dass die Vorform 6 zunächst
in diesem, einer der späteren Deckschichten entsprechenden Bereich ausgehärtet wird.
Im nächsten Schritt gemäß
Fig. 4C wird der Abstand der Pressplatten 7 und 8 reduziert und damit der auf die Vorform
6 ausgeübte Druck erhöht (p
C > p
B). Dies führt dazu, dass die Holzfasern an der Unterseite der Vorform 6, die durch
das Wasser 7 angeweicht wurden, zusammengedrückt werden. Dies ist gleichbedeutend
damit, dass die Rohdichte in diesem der anderen der späteren Deckschichten entsprechenden
Bereich der Vorform 6 ansteigt. Im oberen Bereich der Vorform 6 erfolgt dieser Anstieg
der Rohdichte aus zwei Gründen nicht. Zum einen sind die Holzfasern hier nicht dem
Wasser 9 ausgesetzt gewesen und entsprechend nicht aufgeweicht worden. Zum anderen
ist die Vorform hier anders als in ihrem unteren Bereich, in dem das Wasser 9 eine
schnelle Temperaturerhöhung verhindert hat, bereits in dem Schritt gemäß Fig. 4B ausgehärtet
worden. Wenn dann durch das heiße Gas 10 die Vorform 6 auch in ihrem komprimierten
unteren Bereich ausgehärtet wird, resultiert ein Rohdichteprofil über der Dicke der
entstehenden Platte, wie es in Fig. 1 skizziert ist.
[0030] Bei dem in
Fig. 5 skizzierten Verfahren wird anders als bei dem in Fig. 4 skizzierten Verfahren vor
dem Anordnen der Vorform 6 zwischen den Pressplatten 7 und 8 noch keine Feuchtigkeit
zur Einstellung eines asymmetrischen Rohdichteprofils eingesetzt. Im Schritt gemäß
Fig. 5A wird etwas Wasserdampf 11 durch die untere Pressplatte 8 in die Vorform 6
eingebracht, der in dem unteren Bereich der Vorform 6 kondensiert, ohne dort das Bindemittel
auszuhärten, dem zu diesem Zweck ein Aushärtungsverzögerer zugesetzt sein kann. Dann
wird in einem Schritt gemäß Fig. 5B heißes Gas 10 durch die obere Pressplatte 7 in
die Vorform eingebracht, der die Vorform 6 angrenzend an die Pressplatte 7 aushärtet.
Anschließend wird in einem Schritt gemäß Fig. 5C die Vorform 6 selektiv in ihrem unteren
Bereich komprimiert und in diesem Zustand durch heißes Gas 10, welches durch die untere
Pressplatte 8 hindurch tritt oder auch weiter durch die obere Pressplatte 7 strömen
kann, ausgehärtet. Wieder entsteht auf diese Weise eine Platte mit dem Rohdichteprofil
gemäß Fig. 1.
[0031] Das Verfahren gemäß
Fig. 6 beginnt wieder mit dem Aufsprühen von Wasser 9 auf die Vorform 6 von unten (Fig.
6A). Dann wird die Vorform 6 zwischen den Pressplatten 7 und 8 zusammen gedrückt (Fig.
6B), was sich insbesondere im unteren Bereich der Vorform 6 in eine Komprimierung
derselben auswirkt, weil die Fasern dort durch das Wasser 9 aufgeweicht sind.
[0032] Dieser komprimierte Zustand der Vorform 6 an ihrer Oberseite wird durch heißes Gas
10, das durch die Pressplatte 8 in die Vorform 6 einströmt, fixiert, indem das heiße
Gas 10 die Vorform in ihrem unteren Bereich aushärtet. In einem anschließenden Schritt
gemäß Fig. 6C wird der über die Pressplatten 7 und 8 auf die Vorform 6 ausgeübte Druck
(p
C < p
B) zurückgenommen, so dass sich die Vorform 6 entspannen kann. Diese Entspannung erfasst
aber nicht mehr den unteren Bereich der Vorform 6, weil sie dort bereits ausgehärtet
ist. So ergibt sich nur in dem oberen Bereich der Vorform 6 eine niedrigere Rohdichte,
die anschließend durch heißes Gas 10, das durch die obere Pressplatte 7 in die Vorform
6 eintritt, fixiert wird.
[0033] Das Verfahren gemäß
Fig. 7 entspricht vom Ergebnis demjenigen gemäß Fig. 6, wobei hier in einem Schritt gemäß
Fig. 7A unter gleichzeitiger Aufbringung hohen Drucks p
A zwischen den Pressplatten 7 und 8 Wasserdampf 11 als heißes Gas 10 durch die untere
Pressplatte 8 in den unteren Bereich der Vorform 6 eingebracht wird. Dies führt zu
einer Erweichung der Holzfasern im unteren Bereich der Vorform 6, einer Komprimierung
der Vorform 6 im Bereich der aufgeweichten Holzfasern und einer sich sofort anschließenden
Fixierung dieses komprimierten Zustands der Vorform 6 in ihrem unteren Bereich durch
Aushärtung. Anschließend wird in einem Schritt gemäß Fig. 7B der Druck zwischen den
Pressplatten 7 und 8 reduziert (p
B< p
A). Hierdurch kann sich wie in dem Schritt von Fig. 6C aber nur noch der obere Teil
der Vorform 6 entspannen, weil der untere komprimierte Bereich der Vorform 6 bereits
ausgehärtet ist. Auch die Verfahren gemäß den Fig. 6 und 7 führen zu einem Rohdichteprofil,
wie es in Fig. 1 skizziert ist. Alle Verfahren gemäß den Fig. 4 bis 7 können aber
leicht so modifiziert werden, dass ein Rohdichteprofil gemäß Fig. 2 erreicht werden
kann, indem die Übergänge zwischen den hier skizzierten einzelnen Schritten fließend
erfolgen.
[0034] Bei dem in
Fig. 8 skizzierten Verfahren wird die Vorform 6 zwischen den Pressplatten 7 und 8 in einem
ersten Schritt gemäß Fig. 8A nur unter geringen Druck gesetzt. Durch heißes Gas 10,
das durch beide Pressplatten 7 und 8 in die Vorform 6 eintritt, dort aber nur die
äußeren Bereiche erreicht, werden diese äußeren Bereiche der Vorform 6 ausgehärtet.
Anschließend wird in einem Schritt gemäß Fig. 8B durch beide Pressplatten 7 und 8
Wasserdampf 11 in die Vorform eingebracht, der sich insbesondere in der noch vergleichsweise
kalten Mittelschicht der Vorform 6 niederschlägt und dort die Holzfasern aufweicht.
Beim anschließenden Zusammenpressen der Pressplatten 7 und 8 im Schritt C wird die
Vorform 6 primär im Bereich ihrer Mittelschicht komprimiert, weil dort anders als
angrenzend an die Pressplatten 7 und 8 die Holzfasern aufgeweicht sind und die Vorform
6 noch nicht ausgehärtet ist. Dieser komprimierte Zustand der Vorform 6 im Bereich
ihrer Mittelschicht wird dann durch heißes Gas 10, das durch beide Pressplatten 7
und 8 bis in die Mittelschicht der Vorform 6 eintritt, fixiert. Auf diese Weise wird
ein Rohdichteprofil gemäß Fig. 3 erhalten.
[0035] Fig. 9 zeigt ein Rohdichteprofil 1, das im Bereich beider Deckschichten 2 und 3 eine Randüberhöhung
der Rohdichte, d. h. ein lokales Maximum der Rohdichte aufweist. Solche Randüberhöhungen
können unter bestimmten Herstellungsumständen allein durch die Kontaktierung der Vorform
mit den Pressplatten unvermeidbar sein. Allerdings liegt die Rohdichte R
2 der Deckschicht 2 deutlich unterhalb der Rohdichte R
3 der Deckschicht 3, und sie liegt auch unterhalb der Rohdichte R
4 der Mittelschicht 4 im Bereich der Mittelebene 5. Entsprechend liegt die Rohdichte
R
4 der Mittelschicht 4 im Bereich der Mittelebene 5 unterhalb der mittleren Rohdichte
R
M des Rohdichteprofils 1. Trotz der leichten Überhöhung der Rohdichte im Bereich der
Deckschicht 2 ist die Deckschicht 2 einer Holzfaserplatte mit dem Rohdichteprofil
gemäß Fig. 9 leicht verformbar, während die Deckschicht 3 im Wesentlichen formsteif
ist.
[0036] Diese Eigenschaften werden bei der in
Fig. 10 skizzierten Anwendung einer Platte 12 mit dem Rohdichteprofil gemäß Fig. 1, 2 oder
9 ausgenutzt. Die Platte 12 ist mit hier nicht dargestellten Befestigungselementen,
beispielsweise in Form von Haltetellern und Dübeln, an einer Wand 13 befestigt, die
eine unebene Oberfläche 14 aufweist. An diese unebene Oberfläche 14 ist die Platte
12, bei der es sich um eine Holzfaserplatte 15 handelt, mit ihrer Deckschicht 2 angedrückt,
so dass die Deckschicht 2 einen Negativabdruck 16 der Oberfläche 14 ausbildet. Mit
anderen Worten liegt die Deckschicht 2 überall ohne Luftspalt an der Oberfläche 14
an. Durch diese Anpassung an die Oberfläche 14 wird die Deckschicht 2 zwar lokal auf
eine höhere Rohdichte zusammengedrückt. Die Platte 12 behält mit ihrer Mittelschicht
4 geringer Rohdichte aber eine sehr gute Isolationswirkung. Zusätzlich stellt sie
mit ihrer formsteifen Deckschicht 3 eine ebene Fläche 17 bereit, die beispielsweise
direkt verputzt oder übertapeziert werden kann.
BEZUGSZEICHENLISTE
[0037]
- 1
- Rohdichteprofil
- 2
- Deckschicht
- 3
- Deckschicht
- 4
- Mittelschicht
- 5
- Mittelebene
- 6
- Vorform
- 7
- Pressplatte
- 8
- Pressplatte
- 9
- Wasser
- 10
- Heißes Gas
- 11
- Wasserdampf
- 12
- Platte
- 13
- Wand
- 14
- Oberfläche
- 15
- Holzfaserplatte
- 16
- Negativabdruck
- 17
- ebene Fläche
1. Platte (12) auf der Basis von mit einem Bindemittel beleimten Lignozellulose enthaltende
Fasern, wobei die Lignozellulose enthaltenden Fasern in der Platte mit dem Bindemittel
verklebt sind und wobei die Rohdichte der Platte (12) von einer Mittelschicht (4)
zu einer Deckschicht (3) hin ansteigt, wobei die Rohdichte (R4) der Platte (12) im Bereich einer Mittelebene (5) ihrer Mittelschicht (4) mindestens
so groß ist wie die Rohdichte (R2) ihrer anderen Deckschicht (2), dadurch gekennzeichnet, dass die Platte (12) eine mittlere Rohdichte von maximal 280 kg/m3 aufweist, wobei die Rohdichte der Platte (12) von ihrer einen Deckschicht (3) zu
ihrer anderen Deckschicht (2) von über 100 kg/m3 auf unter 80 kg/m3 abfällt.
2. Platte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohdichte der Platte (12) von der Mittelschicht (4) zur anderen Deckschicht (2)
der Platte (12) hin abfällt.
3. Platte nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohdichte der Platte (12) von der einen Deckschicht (3) zu der anderen Deckschicht
(2) der Platte (12) hin stetig abfällt.
4. Platte nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die maximale Rohdichte (R3) der Platte (12) in ihrer einen Deckschicht (3) um mindestens 5 % über ihrer Rohdichte
(R4) im Bereich einer Mittelebene (5) ihrer Mittelschicht (4) liegt.
5. Platte nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die maximale Rohdichte (R3) der Platte (12) in ihrer einen Deckschicht (3) um mindestens 20 % über ihrer Rohdichte
(R4) im Bereich einer Mittelebene (5) ihrer Mittelschicht (4) liegt.
6. Platte nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohdichte (R2) der anderen Deckschicht (2) um mindestens 5 % unter ihrer Rohdichte (R4) im Bereich einer Mittelebene (5) ihrer Mittelschicht (4) liegt.
7. Platte nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohdichte (R2) der anderen Deckschicht (2) um mindestens 15% unter ihrer Rohdichte (R4) im Bereich einer Mittelebene (5) ihrer Mittelschicht (4) liegt.
8. Platte nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mittlere Rohdichte der Platte (12) maximal 200 kg/m3 beträgt.
9. Platte nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mittlere Rohdichte der Platte (12) maximal 120 kg/m3 beträgt.
10. Platte nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die mittlere Rohdichte der Platte (12) maximal 60 kg/m3 beträgt.
11. Platte nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohdichte der Platte (12) von ihrer einen Deckschicht (3) zu ihrer anderen Deckschicht
(2) von über 130 kg/m3 auf unter 50 kg/m3 abfällt.
1. Board (12) on the basis of lignocellulose containing fibres to which a binder is applied,
wherein the lignocellulose containing fibres are glued together by the binder in the
board and wherein the bulk density of the board (12) increases from a middle layer
(4) to one surface layer (3), wherein the bulk density (R4) of the board (12) in the area of a centre plane (5) of its middle layer (4) is at
least as high as the bulk density (R2) of its other surface layer (2), characterised in that the board (12) has an average bulk density of not more than 280 kg/m3, wherein the bulk density of the board (12) decreases from its one surface layer
(3) to its other surface layer (2) from more than 100 kg/m3 to less than 80 kg/m3.
2. Board according to claim 1, characterised in that the bulk density of the board (12) decreases from the middle layer (4) to the other
surface layer (2) of the board (12).
3. Board according to claim 1 or 2, characterised in that the bulk density of the board (12) continuously decreases from the one surface layer
(3) to the other surface layer (2) of the board (12).
4. Board according to any of the claims 1 to 3, characterised in that the maximum bulk density (R3) of the board (12) in its one surface layer (3) is at least 5 % higher than its bulk
density (R4) in the area of a centre plane (5) of its middle layer (4).
5. Board according to claim 4, characterised in that the maximum bulk density (R3) of the board (12) in its one surface layer (3) is at least 20 % higher than its
bulk density (R4) in the area of a centre plane (5) of its middle layer (4).
6. Board according to any of the claims 1 to 5, characterised in that the bulk density (R2) of the other surface layer (2) is at least 5 % lower than its bulk density (R4) in the area of a centre plane (5) of its middle layer (4).
7. Board according to claim 6, characterised in that the bulk density (R2) of the other surface layer (2) is at least 15 % lower than its bulk density (R4) in the area of a centre plane (5) of its middle layer (4).
8. Board according to any of the preceding claims, characterised in that the average bulk density of the board (12) is not more than 200 kg/m3.
9. Board according to any of the preceding claims, characterised in that the average bulk density of the board (12) is not more than 120 kg/m3.
10. Board according to any of the preceding claims, characterised in that the average bulk density of the board (12) is not more than 60 kg/m3.
11. Board according to any of the preceding claims, characterised in that the bulk density of the board (12) decreases from its one surface layer (3) to its
other surface layer (2) from more than 130 kg/m3 to less than 50 kg/m3.
1. Plaque (12) à base de fibres, contenant de la lignocellulose, encollées à l'aide d'un
liant, les fibres contenant de la lignocellulose étant collées dans la plaque à l'aide
du liant et la densité apparente de la plaque (12) augmentant d'une couche centrale
(4) à une couche de couverture (3), la densité apparente (R4) de la plaque (12) étant au moins aussi élevée au niveau d'un plan médian (5) de
sa couche centrale (4) que la densité apparente (R2) de son autre couche de couverture (2), caractérisée en ce que la plaque (12) présente une densité apparente moyenne de 280 kg/m3 maximum, la densité apparente de la plaque (12) diminuant de sa couche de couverture
(3) à son autre couche de couverture (2), de plus de 100 kg/m3 à moins de 80 kg/m3.
2. Plaque selon la revendication 1, caractérisée en ce que la densité apparente de la plaque (12) diminue de la couche centrale (4) à l'autre
couche de couverture (2) de la plaque (12).
3. Plaque selon la revendication 1 ou 2, caractérisée en ce que la densité apparente de la plaque (12) diminue progressivement de la couche de couverture
(3) à l'autre couche de couverture (2) de la plaque (12).
4. Plaque selon l'une quelconque des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que la densité apparente maximale (R3) de la plaque (12) se situe, dans sa couche de couverture (3) au moins 5 % au-dessus
de sa densité apparente (R4) au niveau d'un plan médian (5) de sa couche centrale (4).
5. Plaque selon la revendication 4, caractérisée en ce que la densité apparente maximale (R3) de la plaque (12) se situe, dans sa couche de couverture (3), au moins 20% au-dessus
de sa densité apparente (R4) au niveau d'un plan médian (5) de sa couche centrale (4).
6. Plaque selon l'une quelconque des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que la densité apparente maximale (R2) de l'autre couche de couverture (2) se situe au moins 5 % en dessous de sa densité
apparente (R4) au niveau d'un plan médian (5) de sa couche centrale (4).
7. Plaque selon la revendication 6, caractérisée en ce que la densité apparente (R2) de l'autre couche de couverture (2) se situe au moins 15 % en dessous de sa densité
apparente (R4) au niveau d'un plan médian (5) de sa couche centrale (4).
8. Plaque selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la densité apparente moyenne de la plaque (12) s'élève à 200 kg/m3 maximum.
9. Plaque selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la densité apparente moyenne de la plaque (12) s'élève à 120 kg/m3 maximum.
10. Plaque selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la densité apparente moyenne de la plaque (12) s'élève à 60 kg/m3 maximum.
11. Plaque selon l'une quelconque des revendications précédentes, caractérisée en ce que la densité apparente de la plaque (12) diminue de sa couche de couverture (3) à son
autre couche de couverture (2), de plus de 130 kg/m3 à moins de 50 kg/m3.