[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Herstellen von Druckprodukten, bei dem die
Druckprodukte aus Druckbogen zusammengesetzt und zur Überprüfung der Zusammensetzung
auf mindestens einem Druckbogen vorgesehene und diesen Druckbogen hinsichtlich vorgegebener
Druckbogeneigenschaften kennzeichnende Zusammensetzungsinformationen ausgewertet werden,
nach dem Oberbegriff von Patentanspruch 1.
[0002] Bei der Herstellung von Druckprodukten werden zwei, drei oder mehr Druckbogen, von
denen jeder ein, zwei oder mehr Blätter des fertigen Druckproduktes aufweisen kann,
an einer Produktionsstelle zusammengeführt und danach ggf. einer Weiterverarbeitung
zugeführt. Zu diesem Zweck können sogen. Zusammentragmaschinen eingesetzt werden,
bei denen die Druckbogen mit Hilfe von in Form von Bogenanlegern verwirklichten Zuführeinrichtungen
jeweils aus einem Stapel ggf. gefalteter Druckbogen abgezogen und auf eine Sammelkette
abgeworfen werden. Die Sammelkette bildet bei diesen Vorrichtungen eine Mehrzahl von
hintereinander längs eines vorgegebenen Produktionsweges bewegten Produktionsstellen,
wobei die üblicherweise mit nachlaufendem Falz geöffneten und rittlings auf diese
durch die aufeinanderfolgenden Bereiche der Sammelkette gebildeten Produktionsstellen
abgeworfenen Druckbogen mit Hilfe von geeigneten Mitnehmern längs des Produktionsweges
gefördert und an der Produktionsstelle gehalten werden können.
[0003] Bei der Herstellung von Druckprodukten aus einzelnen Druckbogen muß darauf geachtet
werden, daß die Druckbogen der einzelnen Druckprodukte in einer vorgegebenen Ausrichtung
und entsprechend einer vorgegebenen Reihenfolge der Produktionsstelle zugeführt werden.
Bei den in der
EP 1 216 947 A1 beschriebenen Zusammentragmaschinen wird die Zusammensetzung der einzelnen Druckbogen
zu einem vorgegebenen Druckprodukt überprüft, indem auf den einzelnen Druckbogen vorgesehene
und die einzelnen Druckbogen charakterisierende Informationen mit einer geeigneten
Lesevorrichtung gelesen, einer Kontrolleinrichtung zugeführt und mit in der Kontrolleinrichtung
abgelegten Topologiedaten des aus den Druckbogen herzustellenden Druckproduktes verglichen
werden. Wenn bei diesem Vergleich zwischen den ausgelesenen Informationen und den
Topologiedaten eine Abweichung festgestellt wird, kann das Herstellungsverfahren unterbrochen
und/oder der fehlerhafte Druckbogen ausgeschleust werden.
[0004] Dokument
DE 195 12 501 A1 offenbart ein Verfahren zum Herstellen eines Druckerzeugnisses mit mindestens zwei
personalisierten Druckbogen, gemäß dem die Reihenfolge der zu einem Hauptanleger transportierten
Druckbogen durch Lesen einer auf die jeweiligen Druckbogen gedruckten Kennung und
Vergleich der so ermittelten Reihenfolge mit einem zuvor ermittelten Protokoll überprüft
wird.
[0005] Bei der Ausführung derartiger Verfahren hat es sich gezeigt, daß die Herstellung
von unterschiedlichen Druckprodukten, die Druckbogen gleichen Informationsinhalts
enthalten können, Probleme bereitet.
[0006] Angesichts dieser Probleme im Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
ein Verfahren bereitzustellen, mit dem die Herstellung verschiedener Druckprodukte
einfach und zuverlässig überwacht werden kann.
[0007] Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch die in dem Anspruch 1 beschriebene Weiterbildung
der bekannten Verfahren gelöst, bei der die Druckbogen zur Herstellung der Druckprodukte
zeitlich nacheinander einer Produktionsstelle zugeführt werden und die Zusammensetzungsinformation
mindestens eines zugeführten Druckbogens eine den der Produktionsstelle unmittelbar
zuvor und unmittelbar danach zuzuführenden Druckbogen kennzeichnende Positionsinformation
mit zwei nach dem Dominoprinzip verwirklichten Teilinformationen enthält, von denen
die erste einen oder mehrere Druckbogen bezeichnet, die vor der Zuführung dieses Bogens
der Produktionsstelle zuzuführen sind, während die zweite Teilinformation ein, zwei
oder mehr der Produktionsstelle danach zuzuführende Druckbogen bezeichnet, wobei die
Positionsinformation von mindestens zwei der Produktionsstelle nacheinander zuzuführenden
Druckbogen bei der Auswertung miteinander verglichen werden.
[0008] Diese Erfindung geht auf die Erkenntnis zurück, daß es zur zuverlässigen Überprüfung
der Zusammensetzung von Druckprodukten nicht erforderlich ist, die Zusammensetzungsinformationen
sämtlicher Druckbogen mit einem das Druckprodukt insgesamt darstellenden Datensatz
zu vergleichen, sondern daß es vielmehr ausreicht, wenn die einzelnen der Produktionsstelle
nacheinander zugeführten Druckbogen daraufhin überprüft werden, ob sie untereinander
kompatibel sind. Durch geeignete Wahl der Zusammensetzungsinformationen kann bei diesem
Verfahren ein mit einer Zusammensetzungsinformation versehener Druckbogen unterschiedlichen
Druckprodukten zugeordnet werden, wenn nur dafür Sorge getragen wird, daß die Zusammensetzungsinformationen
der übrigen Druckbogen dieses Druckproduktes einen direkten oder indirekten Zusammenhang
mit diesem Druckbogen erkennen lassen. Dabei ist im besonderen an die Ausführung von
solchen Verfahren gedacht, bei denen nur einzelne Druckbogen eine Zusammensetzungsinformation
aufweisen, deren Informationsinhalt allerdings darauf hinweist, daß andere Druckbogen
nicht mit einer entsprechenden Zusammensetzungsinformation versehen sind. Von diesen
Druckbogen kann die Information abgeleitet werden, daß sie keine gesonderte Zusammensetzungsinformation
aufweisen und diese Information kann bei der Auswertung mit der auf einem oder mehreren
der übrigen Druckbogen des Druckproduktes vorgesehenen Zusammensetzungsinformation
verglichen werden.
[0009] Zweckmäßigerweise wird bei der Ausführung erfindungsgemäßer Verfahren ein Fehlersignal
erzeugt, wenn als Ergebnis der Auswertung eine fehlerhafte Zusammensetzung des Druckproduktes
festgestellt wird. Ansprechend auf das Fehlersignal kann die zur Ausführung des Verfahrens
verwendete Vorrichtung, wie etwa eine Zusammentragmaschine, gestoppt und/oder das
fehlerhafte Druckprodukt ausgeschleust werden.
[0010] Wie vorstehend bereits im Zusammenhang mit herkömmlichen Zusammentragmaschinen erläutert,
werden die Druckbogen zur Herstellung der Druckprodukte zeitlich nacheinander einer
Produktionsstelle zugeführt. Gemäß dem erfindungsgemäßen Verfahren enthält die Zusammensetzungsinformation
mindestens eines zugeführten Druckbogens eine den der Produktionsstelle unmittelbar
zuvor und/oder unmittelbar danach zuzuführenden Druckbogen kennzeichnende Positionsinformation,
wobei im Rahmender Auswertung die Positionsinformationen von mindestens,zwei der Produktionsstelle
nacheinander zuzuführenden Druckbogen bei der Auswertung miteinander verglichen werden.
Die Positionsinformationen der Druckbogen bilden eine allgemeine Beschreibung für
alle zulässigen Reihenfolgen von Druckprodukten Dabei bestehen die Positionsinformationen
auf den Druckbogen aus zwei Teilinformationen, von denen die erste einen oder mehrere
Druckbogen bezeichnet, die vor der Zuführung dieses Bogens der Produktionsstelle zuzuführen
sind, während die zweite Teilinformation ein, zwei oder mehr der Produktionsstelle
danach zuzuführende Druckbogen bezeichnet. Im Rahmen der Erfindung ist auch daran
gedacht, einzelnen Positionsinformationen den Informations-inhalt zu geben, daß vor
oder nach diesem Druckbogen kein weiterer Druckbogen zuzuführen ist.
[0011] Neben der Positionsinformation kann die Zusammensetzungsinformation eine auf die
Zugehörigkeit des Druckbogens zu einem oder mehreren Druckproduktens hinweisende Produktinformation,
enthalten, wobei das Fehlersignal erzeugt wird, wenn die Auswertung de Produktinformationen
von zwei zu einem Druckprodukt, zusammenzusetzenden Druckbogen ergibt, daß die Druckbogen
nicht zu einem Druckprodukt zusammengesetzt werden dürfen. Dabei kann die Produktinformation
zwei oder mehr Teilinformationen enthalten. In diesem Zusammenhang kann daran gedacht
werden, daß einzelne Produkte zu einer bspw. einem gemeinsamen. Auftrag zugeordneten
Produktgruppe gehören und eine der Teilinformationen diese Produktgruppe kennzeichnet.
Eine zweite Teilinformation kann auf die Zugehörigkeit des so gekennzeichneten Druckbogens
zu einem bestimmten Druckprodukt der Produktgruppe hinweisen. Diese Information kennzeichnet
also diejenigen Druckprodukte, in denen der entsprechende Druckbogen vorhanden sein
darf. Darf ein Produkt in mehreren. Produkten enthalten sein, kann dies mit speziellen
Werten (Joker) dieser Teilinformation gekennzeichnet werden. Das kann bspw. so verwirklicht
werden, daß die Produktinformation lediglich auf eine Produktgruppe, nicht aber auf
ein konkretes Produkt daraus hinweist. Darüber hinaus ist auch an eine Teilinformation
der Produktinformation gedacht, mit der dargestellt wird, daß der so gekennzeichnete
Druckbogen nur fakultativ in dem entsprechenden Druckprodukt enthalten ist und ggf
durch einen Druckbogen mit ansonsten gleicher Zusammensetzungsinformation ersetzt
werden kann.
[0012] Zur Kennzeichnung der Zugehörigkeit von Druckbogen zu Gruppen von Druckprodukten
kann die Produktinformation, wie vorstehend erläutert, eine Teilinformation entfalten,
die die Zugehörigkeit zur Gruppe bezeichnet. Die Kennzeichnung von übergeordneten
Gruppen kann grundsätzlich beliebig weitergeführt werden.
[0013] Im Rahmen der Erfindung ist an die Ausführung von solchen Verfahren gedacht, bei
denen die Zusammensetzungsinformation mindestens eines Druckbogens nur bei der Herstellung
des ersten Druckproduktes einer Folge gleichartiger Produkte mit einer von mindestens
einem weiteren zur Herstellung derartiger Druckprodukte vorgesehenen Druckbogen abgeleiteten
Information verglichen wird. In diesem Fall wird das erfindungsgemäße Verfahren nur
bei der Einrichtung der zur Herstellung der Druckprodukte eingesetzten Maschine ausgeführt.
Grundsätzlich sind mit solchen Verfahren bei einer Maschineneinrichtung nur gleichartige
Produkte herstellbar. Bei der Herstellung von Druckprodukten wird nach der Ausführung
des erfindungsgemäßen Verfahrens im Zusammenhang mit der Herstellung des ersten Produktes
der Folge gleichartiger Produkte die Zusammensetzungsinformation mindestens eines
Druckbogens mit der Zusammensetzungsinformation des entsprechenden für das erste Produkt
der Produktfolge verwendeten Druckbogens verglichen und ein Fehlersignal erzeugt,
wenn sich die Zusammensetzungsinformation des für die Herstellung der folgenden Druckprodukte
einzusetzenden Druckbogens von der Zusammensetzungsinformation des für die Herstellung
des ersten Druckproduktes eingesetzten entsprechenden Druckbogens unterscheidet.
[0014] Bei einer anderen Ausführungsform der Erfindung wird die Zusammensetzungsinformation
mindestens eines Druckbogens bei der Herstellung jedes Druckproduktes einer Folge
gleichartiger Produkte mit einer von mindestens einem weiteren zur Herstellung derartiger
Druckprodukte versehenen Druckbogen abgeleiteten Information verglichen. Bei dieser
Ausführungsform des erfindungsgemäßen Verfahrens können in einem Herstellungszyklus
Druckprodukte mit unterschiedlichen Druckbogenzusammensetzungen hergestellt werden.
Dabei kann im Rahmen der Auswertung der Zusammensetzungsinformationen auch bei der
Herstellung unterschiedlicher Druckprodukte innerhalb einer Produktfolge festgestellt
werden, ob die Zusammensetzung einzelner Druckbogen zu durch die Art der Zusammensetzungsinformation
gekennzeichneten zugelassenen Druckprodukten führt.
[0015] Wie vorstehend bereits im Zusammenhang mit herkömmlichen Verfahren erläutert, kann
die bspw. in Form eines Abschnitts einer Sammelkette verwirklichte Produktionsstelle
während der Zusammensetzung der Druckprodukte längs eines Produktionsweges gefördert
und die zur Herstellung des Druckproduktes benötigten Druckbogen mit längs des Produktionsweges
angeordneten Zuführeinrichtungen zeitlich nacheinander der Produktionsstelle zugeführt
werden. Dabei ist, wie vorstehend bereits erläutert, im Rahmen der Erfindung auch
daran gedacht, mit einer Zuführeinrichtung Druckbogen für zwei oder mehr Druckprodukte
zuzuführen. In diesem Fall ist es vorteilhaft, wenn die Zusammensetzungsinformation
der entsprechenden Druckbogen bei der Herstellung jedes Druckproduktes mit mindestens
einer einen weiteren zur Herstellung dieses Druckproduktes vorgesehenen Druckbogen
abgeleiteten Information verglichen wird. Jedenfalls ist es bei diesen Verfahren zweckmäßig,
wenn bei der Auswertung der Zusammensetzungsinformationen zusätzliche, die Lage der
jeweiligen Zuführeinrichtung bzgl. des Produktionsweges darstellende Lageinformationen
berücksichtigt werden. Diese Lageinformationen können zusammen mit den Zusammensetzungsinformationen
an eine Steuereinrichtung übertragen werden und/oder in der Steuereinrichtung abgelegt
sein und den Zusammensetzungsinformationen zugeordnet werden.
[0016] Üblicherweise wird zusätzlich auch noch überprüft, ob die von einer Zuführeinrichtung
zugeführten Druckprodukte übereinstimmen und dann ein Fehlersignal erzeugt wird, wenn
eine Zusammensetzungsinformation eines Druckbogens von der Zusammensetzungsinformation
der übrigen mit dieser Zuführeinrichtung zugeführten Druckbogen abweicht. Falls mit
einer Zuführeinrichtung Druckbogen für zwei oder mehr Druckprodukte zugeführt werden
sollen, kann ohne Beeinträchtigung der Betriebszuverlässigkeit eine entsprechende
Überprüfung erfolgen, wenn die Zusammensetzungsinformation der an der zur Zuführung
von Druckbogen für zwei oder mehr Druckprodukte ausgelegten Zuführeinrichtung zugeführten
Druckbogen eine Teilinformation enthält, mit der dargestellt wird, daß an der entsprechenden
Zuführeinrichtung Druckbogen mit unterschiedlichen Zusammensetzungsinformationen zugeführt
werden dürfen. Nach der Auswertung dieser Teilinformation wird die Erzeugung eines
Fehlersignals verhindert, wenn mit dieser Zuführeinrichtung Druckbogen mit sich voneinander
unterscheidenden Zusammensetzungsinformationen zugeführt werden.
[0017] Die vorstehend erläuterte Teilinformation bildet eine zusätzliche Information, welche
weder der Produktinformation noch der Positionsinformation zugerechnet werden kann.
Derartige zusätzliche Informationen können in unterschiedlicher Art in der Zusammensetzungsinformation
enthalten sein. In diesem Zusammenhang ist u. a. an die folgende Zusatzinformation
gedacht:
- 1. Ein Druckbogen soll mehrfach hintereinander in einem Druckprodukt vorkommen.
- 2. Ein Druckbogen gehört zu einem "Coming and Going-Produkt".
- 3. Ein Druckbogen darf auch um 180 ° verdreht eingelegt werden.
[0018] Im Rahmen der Erfindung ist auch an eine variable Produktherstellung gedacht, bei
der bei der Zusammenstellung der Druckprodukte mindestens ein Druckbogen in Abhängigkeit
von der Auswertung der auf mindestens einem weiteren Druckbogen vorgesehenen Zusammensetzungsinformation
ausgewählt wird. In diesem Zusammenhang ist bspw. daran gedacht, einzelne Zuführeinrichtungen
stillzusetzen, wenn durch die Zusammensetzungsinformation eines Druckbogens angezeigt
wird, daß an der entsprechenden Zuführeinrichtung kein Druckbogen zuzuführen ist.
[0019] Wie eingangs bereits erläutert, kann die Zusammensetzungsinformation eines Druckbogens
eine Anfangs- oder Abschlußinformation enthalten, mit der dargestellt wird, daß für
die Zusammensetzung eines Druckbogens vor bzw. nach Zuführung dieses Druckbogens zu
einer Produktionsstelle dieser kein weiterer Druckbogen hinzuzufügen ist, wobei ein
Fehlersignal erzeugt wird, wenn einer der Zuführung der die Anfangs- oder Abschlußinformation
aufweisenden Druckbogen dienenden vorhergehenden bzw. folgenden Zuführeinrichtung
längs des Produktionsweges ein Druckbogen zugeführt wird.
[0020] Wenngleich die Zusammensetzungsinformation auch vor oder nach der Zuführung der Druckbogen
erfaßt werden kann, hat es sich im Rahmen der Erfindung als besonders zweckmäßig erwiesen,
wenn an mindestens einer Zuführeinrichtung die auf dem damit zuzuführenden Druckbogen
vorgesehene Zusammensetzungsinformation erfaßt und ggf. zusammen mit der die Lage
dieser Zuführeinrichtung bzgl. des Produktionsweges und/oder bzgl. anderer Zuführeinrichtungen
darstellenden Lageinformation an eine Steuereinrichtung weitergeleitet wird. Dabei
kann die Zusammensetzungsinformation nach einem vorgegebenen Codierungsverfahren,
bspw. in Form eines Strichcodes, codiert sein, wobei die Decodierung in der Steuereinrichtung
erfolgen kann. Zur Erhöhung der Variabilität erfindungsgemäßer Verfahren hat es sich
weiter als zweckmäßig erwiesen, wenn die Zusammensetzungsinformation eine das Codierungsverfahren
darstellende bzw. angebende Teilinformation enthält und die Steuereinrichtung die
Decodierung entsprechend dieser Teilinformation ausführt. Wie vorstehend bereits erläutert,
können zur Zusammensetzung der Druckprodukte auch Druckbogen ohne Zusammensetzungsinformation
zugeführt werden, auf deren Zuführung durch die auf mindestens einem Druckbogen vorgesehene
Zusammensetzungsinformation hingewiesen wird.
[0021] Wie der vorstehenden Erläuterung erfindungsgemäßer Verfahren zu entnehmen ist, zeichnet
sich eine zur Durchführung derartiger Verfahren geeignete Vorrichtung mit einer Mehrzahl
von zum Zuführen von Druckbogen zu einer Produktionsstelle ausgelegten Zuführeinrichtungen
bzw. Anlegern, wobei mindestens zwei Zuführeinrichtungen eine zum Erfassen von auf
den damit zuzuführenden Druckbogen vorgesehenen Zusammensetzungsinformationen betreibbare
Erfassungseinrichtung zugeordnet ist, und einer zum Auswerten der von den Erfassungseinrichtungen
erfaßten Zusammensetzungsinformationen ausgelegten Steuereinrichtung, im wesentlichen
dadurch aus, daß die Steuereinrichtung zum Vergleichen von von mindestens zwei Erfassungseinrichtungen
erfaßten Zusammensetzungsinformationen betreibbar ist. Dabei können die Produktionsstellen
der erfindungsgemäßen Vorrichtung wie bei herkömmlichen Zusammentragmaschinen in Form
von einzelnen Abschnitten einer Sammelkette verwirklicht sein, während die Zuführeinrichtungen
in Form herkömmlicher Druckbogenanleger verwirklicht sein können und die Erfassungseinrichtung
einen Strichcodeleser aufweisen kann.
[0022] Nachstehend wird die Erfindung unter Bezugnahme auf die Zeichnung, auf die hinsichtlich
aller erfindungswesentlichen und in der Beschreibung nicht näher herausgestellten
Einzelheiten ausdrücklich verwiesen wird, erläutert. In der Zeichnung zeigt:
- Fig. 1
- eine schematische Darstellung einer zur Ausführung erfindungsgemäßer Verfahren betreibbaren
Vorrichtung,
- Fig. 2
- eine Detaildarstellung der in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung,
- Fig. 3
- eine schematische Darstellung zur Erläuterung eines Verfahrens, bei dem fünf unterschiedliche,
zu einem gemeinsamen Auftrag gehörende Produkttypen hergestellt werden,
- Fig. 4
- eine schematische Darstellung zur Erläuterung einer ersten Ausführungsform erfindungsgemäßer
Verfahren,
- Fig. 5
- eine schematische Darstellung zur Erläuterung einer zweiten Ausführungsform erfindungsgemäßer
Verfahren,
- Fig. 6
- eine schematische Darstellung zur Erläuterung einer dritten Ausführungsform erfindungsgemäßer
Verfahren und
- Fig. 7
- eine schematische Darstellung zur Erläuterung einer vierten Ausführungsform erfindungsgemäßer
Verfahren.
[0023] Die in Fig. 1 dargestellte Vorrichtung umfaßt insgesamt vier Druckbogenmagazine 10,
12, 14 und 16, aus denen mit Anlegern 20, 22, 24 und 26 einzelne Druckbogen 1 abgezogen
und einer Produktionsstelle zugeführt werden können. Wie in Fig. 2 dargestellt, sind
die Produktionsstellen bei der in Fig. 1 dargestellten Vorrichtung in Form von einzelnen
Abschnitten einer Sammelkette 60 ausgeführt, auf der die aus dem Magazin 10 bis 16
mit den als Druckbogenanleger 20 bis 26 ausgeführten Zuführeinrichtungen abgezogenen
Druckbogen 1 geöffnet und rittlings abgelegt werden. Die Druckbogen 1 werden jeweils
in Richtung des Pfeils B auf die laufende Sammelkette 60 abgeworfen und in Richtung
des Pfeils P' weitertransportiert, wobei auf den zuerst auf die Sammelkette 60 abgeworfenen
Druckbogen mit Hilfe der folgenden Anleger weitere Druckbogen aufgelegt werden können.
Aus dem so an den Produktionsstellen zusammengeführten Druckbogen wird im Verlauf
der weiteren Bearbeitung eine Zeitschrift, eine Broschüre oder ein Buch vorgegebenen
Inhalts hergestellt.
[0024] Gemäß Fig. 1 sind den einzelnen Anlegern 20, 22, 24 und 26 Erfassungseinrichtungen
30, 32, 34 und 36 zugeordnet, mit denen auf den damit zuzuführenden Druckbogen vorgesehene
Zusammensetzungsinformationen erfaßt werden können. Bei der anhand der Fig. 1 und
2 dargestellten Ausführungsform sind die Zusammensetzungsinformationen nach Art eines
Strichcodes 4 auf einem Beschnitt 3 der einzelnen Druckbogen aufgedruckt und werden
mit in Form von Strichcodelesern 30 bis 36 verwirklichten Erfassungseinrichtungen
erfaßt. Den Barcodes 4 entsprechende Daten werden zusammen mit den entsprechenden
Lageinformationen der Anleger über ein geeignetes Datenerfassungssystem an eine bei
der in den Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführungsform als zentrale Steuereinrichtung
50 verwirklichte Steuereinrichtung weitergeleitet. In der Steuereinrichtung 50 werden
die Zusammensetzungs- und Lageinformationen dadurch ausgewertet, daß die auf den aus
den Magazinen 10 bis 16 abgezogenen einzelnen Bogen vorgesehenen Zusammensetzungsinformationen
miteinander verglichen werden, um so festzustellen, ob aus diesen Bogen ein vorgegebenen
Kriterien genügendes Druckprodukt herstellbar ist. Dabei werden zur Erläuterung der
Zusammensetzungsinformationen die folgenden Definitionen verwendet:
Tabelle 1
| Bogen, Druckbogen |
Kleinstes, nicht zusammengesetztes Element eines Produktes |
| Subbogen S |
Anstelle eines einzelnen, bestimmten Druckbogens im Produkt treten eine kleine Anzahl
verschiedener Subbogen auf. Maximal einer der Subboqen darf in einem Produkt enthalten
sein. |
| Produkt P |
Eine gewünschte Zusammenstellung von Druckbogen bildet ein Produkt (=Buch oder Heft). |
| Auftrag A |
Ein Auftrag bezeichnet die Menge aller gewünschten Produkte, die aus der Menge aller
Druckbogen erzeugt werden. |
| Bogenadresse A.P.S |
Jeder Druckbogen hat eine Adresse, die besagt, zu welchem Auftrag und zu welchem Produkt
er gehört und welche Subbogennummer er trägt. |
| Adreßsegment |
A, P und S sind die 3 Adreßsegmente in der Bogenadresse |
| Sonderfunktionen F |
Besondere Eigenschaften einzelner Bogen oder eines Produktes bezüglich der Topologieeigenschaften |
| Link links x |
Verlinkung zu Nachbarbogen links (x zeigt auf Vorgänger) |
| Link rechts y |
Verlinkung zu Nachbarboqen rechts (y zeigt auf Nachfolger) |
| Codierungsmode M |
M bezeichnet die gewählte Codierungsmethode, welche die Topologieeigenschaften des
Bogens in eine Zahl abbilden. |
| Codewert W |
Ganzzahliger Wert aus einem Wertebereich (z.B. 0 .. 99 99 99 99), der vom Codierungsverfahren
M einem Bogens zugewiesen wird. |
[0025] Wie der Tabelle 1 zu entnehmen ist, kann die Produktinformation insgesamt drei Adreßsegmente
A, P und S enthalten, wobei für jedes dieser Adreßsegmente ein Platzhalter"*" oder
"O" stehen kann, welcher anzeigt, daß dieses Adreßsegment jeden Wert aufweisen kann.
Daraus ergeben sich die in Tabelle 2 zusammengefaßten Kombinationsmöglichkeiten für
eine Produktinformation aus einzelnen Adreßsegmenten:
Tabelle 2
| *. * .* |
Globalbogen, er kann in jedem Auftrag eingesetzt werden (sehr selten, könnte allenfalls
für einen Werbebogen zutreffen) |
| A. * . * |
Bogen, der in mehr als einem Produkt des Auftrages verwendet wird |
| A.P. * |
Normalfall: der Bogen muß genau einmal in einem einzigen Produkt vorhanden sein |
| A.P.S |
Subbogen, der in genau einem Produkt vorhanden sein kann, aber nicht muß |
| A. * .S |
Subbogen, der in mehreren Produkten vorkommen kann |
| *. P.S |
Subbogen, der in einem einzelnen Produkt auch in anderen Aufträgen vorkommen kann
(sehr seltener Fall) |
| * . P. * |
Bogen, der in verschiedenen Aufträgen in Produkt P vorhanden sein muß |
[0026] Mit den so strukturierten Produktinformationen können unterschiedliche Produkte einer
gemeinsamen Produktserie bzw. eines gemeinsamen Auftrags gekennzeichnet werden, wie
in Fig. 3 erkennbar ist.
[0027] Gemäß Fig. 3a) sollen fünf unterschiedliche, zu einem gemeinsamen Auftrag gehörende
Produkttypen hergestellt werden. Bei den Produkten kann es sich bspw. um einen Katalog
handeln. Für alle Produkttypen ist eine gemeinsame Umschlagseite und ein gemeinsamer
Index vorgesehen. Der erste Produkttyp ist für eine Verbreitung in der Schweiz gedacht
und enthält entsprechende Druckbogen. Der zweite Produkttyp ist für eine Verbreitung
in Deutschland gedacht und enthält entsprechende Druckbogen. Der dritte Produkttyp
ist für eine Verbreitung im englischen Sprachraum gedacht und enthält einen ersten
Subbogen. Der vierte Produkttyp ist ebenfalls für eine Verbreitung im englischsprachigen
Raum gedacht und enthält keinen Subbogen. Der fünfte Produkttyp ist für eine Verbreitung
im englischsprachigen Raum gedacht und enthält einen zweiten Subbogen. Eine geeignete
Struktur der Produktinformation für diese Produkttypen ist in Fig. 3b) dargestellt.
Danach sind alle Druckbogen dieses Produkttyps mit einem den Auftrag darstellenden
Adreßsegment A ausgestattet. Die Druckbogen des ersten Produkttyps sind mit einem
diesen Produkttyp kennzeichnenden Adreßsegment "1" ausgestattet. Die Druckbogen für
den zweiten Produkttyp sind mit einem diesen Produkttyp kennzeichnenden Adreßsegment
"2" versehen und die Druckbogen zur Herstellung des dritten bis fünften Produkttyps
sind mit einem gemeinsamen Adreßsegment "3" ausgestattet. Durch die Produktinformation
"A.*.*" für den Umschlagbogen und den Indexbogen wird dargestellt, daß diese Bogen
für alle Produkttypen eingesetzt werden können.
[0028] Die oben erläuterte Produktinformation enthält noch keine Angabe über die Reihenfolge
und Anzahl der Bogen in einem Produkt. Es kann nur festgestellt werden, ob ein Bogen
in einem Produkt enthalten sein darf oder nicht. Die die Reihenfolge der Bogen in
einem Produkt angebende Positionsinformation kann nach dem "Dominoprinzip" verwirklicht
werden und die Topologie der Produkte darstellen. Wie beim Dominospiel gehört zu einem
Bogen mit einer durch das Zahlenpaar (x, y) verwirklichten Positionsinformation ein
vorhergehender Bogen mit einer Positionsinformation in Form des Zahlenpaares "*, x"
und ein nachfolgender Bogen mit einer Positionsinformation in Form eines Zahlenpaares
"y.*". Dabei können für die ersten und letzten Bogen besondere Regeln gelten, wie
aus der folgenden Tabelle hervorgeht:
Tabelle 3
| 0 |
Joker, beliebiger Wert auf der anderen Seite erlaubt |
| 97 |
Der Bogen darf, muß aber nicht am Anfang sein (nur bei x-Links) |
| 98 |
Der Bogen darf, muß aber nicht am Ende sein (nur bei y-Links) |
| 99 |
Ende der Verlinkung, der Bogen muß am Anfang resp. Ende sein |
| 90..92 |
1, 2 oder >=3 Bogen ohne Barcode folgen im Produktinneren |
| 93..95 |
1, 2 oder >=3 Bogen ohne Barcode sind am Produkt-Beqinn oder -Ende |
[0029] Für die anhand der Fig. 3 erläuterte Produktzusammenstellung ergeben sich dann als
mögliche Positionsinformation für die einzelnen Druckbogen die in Fig. 4a) dargestellten
Positionsinformationen. Auch möglich sind teilweise gleiche Positionsinformationen,
wenn sich die Bogen durch die Produktinformation unterscheiden lassen, wie in Fig.
4b) dargestellt. Zu den Positionsinformationen ist noch folgendes zu erläutern:
Wenn beide Links einer Positionsinformation auf einem Bogen den gleichen Wert haben,
dann ist dieser Bogen nur fakultativ vorhanden. Das kann beim Einrichten der zur Ausführung
des Verfahrens ausgelegten Vorrichtung festgelegt werden.
[0030] Ein Link mit dem Wert 0 verträgt sich mit jedem beliebigen Link auf der anderen Seite.
Daher kann ein Bogen mit der Positionsinformation "0,0" an einer beliebigen Stelle
eines Produktes angeordnet sein. Wenn das erfindungsgemäße Verfahren derart ausgeführt
wird, daß die Zusammensetzungsinformation nur bei der Herstellung des ersten Druckproduktes
einer Folge gleichartiger Produkte mit einer von mindestens einem weiteren zur Herstellung
derartiger Druckprodukte vorgesehenen Druckbogen abgeleiteten Information verglichen
wird, kann ein Bogen mit der Positionsinformation "0,0" nur bei dieser "Referenzphase",
also beim Einrichten der Maschine, an einer beliebigen Stelle angeordnet sein. Während
der nachfolgenden Produktion darf dann nur so zusammengetragen werden, wie es beim
Einrichten in der Referenzphase vorgegeben wurde.
[0031] Die auf den einzelnen Bogen vorgesehene Zusammensetzungsinformation kann neben der
Produktinformation und der Positionsinformation auch eine oder mehrere Zusatzinformationen
enthalten, welche besondere Eigenschaften des Bogens selbst oder der zur Verarbeitung
des Bogens eingesetzten Zuführeinrichtung darstellen. Diese Zusatzinformationen können
in der Zusammensetzungsinformation durch die folgenden Informationswerte enthalten
sein:
Tabelle 4
| Sonderfunktion F |
Bedeutung |
| 0 |
Keine Sonderfunktion vorhanden (Defaultwert) |
| 1 |
Symmetrischer Bogen, er darf auch verdreht eingelegt werden |
| 2, 3, 4, 5 |
Der gleiche Bogen kommt 2..5 fach hintereinander vor |
| 6 |
Coming and Going-Produkt: 1. und letzter Bogen sind gleich, aber um 180° eingelegt,
ebenso 2. und 2.letzter Bogen, ..usw. |
| 7 |
Verlinkung x der Bogen im Stapel sind variabel verlinkt mit Folgebogen |
| 8 |
Verlinkung y der Bogen im Stapel sind variabel verlinkt mit Vorgängerbogen |
| 9 |
Verlinkung x dieser Bogen ist konstant, aber die Folgebogen stammen aus einem Stapel
mit variabler Verlinkung y |
| 10 |
Verlinkung y dieser Bogen ist konstant, aber die Vorgängerbogen stammen aus einem
Stapel mit variabler Verlinkung x |
[0032] Ein Vorteil erfindungsgemäßer Verfahren im Vergleich zu herkömmlichen Verfahren zur
Herstellung von Druckprodukten, wie etwa Zeitungen, Zeitschriften oder Büchern, ist
darin zu sehen, daß eine Überprüfung der Produktherstellung möglich ist, ohne daß
zusätzliche Informationen von außen, wie etwa Informationen über die Gesamtprodukttopologie
bzw. Produktzusammensetzung, benötigt werden. Eine Überprüfung der Druckprodukte kann
einmalig bei Einrichtung der Maschine erfolgen. Bei Verwendung der Sonderfunktion
F gemäß Tabelle 4 sind dies die Sonderfunktionen bis 6. Mit den Sonderfunktionen 7
bis 10 kann das Herstellungsverfahren auf dynamisch gesteuerte Produktzusammensetzungen
erweitert werden. Diese Sonderfunktionen ermöglichen also, daß in einem Produktionszyklus
mehrere unterschiedliche Produkte in einer Maschine produziert werden können. Das
ist insbes. dann vorteilhaft, wenn neben einem variablen Bogen teilweise auch gleiche
Bogen in unterschiedlichen Produkten enthalten sein können. Dadurch wird ein einfaches
"Selective Binding" ohne aufwendigen "Selective Binding Controller" möglich.
[0033] Eine derartige variable Produktion, die durch den Sonderfunktionswert 7 ermöglicht
wird, wird anhand der Fig. 5 erläutert. Der erste mit dem Anleger 500 zugeführte Bogen
der Produkte soll jeweils die Wohnadresse enthalten, an die das Produkt geschickt
wird. Gemäß Fig. 5 sind drei Landesregionen vorgesehen und je nach Landesregion, in
der der jeweilige Adressat wohnt, soll dem Druckprodukt ein Bogen mit entsprechendem
regionalen Inhalt hinzugefügt werden. Bei dem mit dem Anleger 500 abgezogenen ersten
Bogen wird der Sonderfunktionswert 7 zugelassen, während bei den mit den folgenden
Anlegern 200, 300, 400 hinzuzufügenden Folgebogen der Sonderfunktionswert 10 zugelassen
wird. Bei dem anhand der Fig. 5 erläuterten Verfahren werden also drei unterschiedliche
Produkte erzeugt, wobei mit Hilfe der Anleger 200, 300, 400 die unterschiedlichen
Bogen mit regionalem Inhalt hinzugefügt werden und zur Herstellung eines Druckproduktes
nur einer der Anleger 200, 300, 400 eingesetzt wird, während mit Hilfe des Anlegers
100 ein allen Druckprodukten gemeinsamer Bogen hinzugefügt wird.
[0034] In einem zur Herstellung der drei sich hinsichtlich des regionalen Inhalts unterscheidenden
Druckprodukte eingesetzten Herstellungsverfahren wird also in einem ersten Verfahrenszyklus
zur Herstellung des ersten Druckproduktes ein Druckbogen mit der Zusammensetzungsinformation
X.Y.Z.7 (1.99) mit Hilfe des Anlegers 500 aus einem entsprechenden Druckbogenstapel
abgezogen und auf die Sammelkette abgeworfen. Dann wird der Bogen mit der Zusammensetzungsinformation
X.Y.Z.10 (20.1) mit Hilfe des Anlegers 400 aus einem entsprechenden Druckbogenstapel
abgezogen und auf die Sammelkette abgeworfen. Abschließend wird mit dem Anleger 100
der allen Produkten gemeinsame Bogen mit der Zusammensetzungsinformation X.Y.Z.0 (99.20)
zur Vervollständigung des ersten Druckproduktes mit Hilfe des Anlegers 100 abgezogen
und auf die Sammelkette abgeworfen.
[0035] Im zweiten und dritten Verfahrenszyklus zur Herstellung des zweiten und dritten Druckproduktes
wird zunächst mit dem Anleger 500 ein Druckbogen mit der Zusammensetzungsinformation
X.Y.Z.7 (3.99) von dem entsprechenden Druckbogenstapel abgezogen und auf die Sammelkette
abgeworfen. Dann wird der für das zweite und dritte Produkt gemeinsame Druckbogen
bzw. regionale Bogen mit der Zusammensetzungsinformation X.Y.Z.10 (20.3) mit Hilfe
des Anlegers 200 abgezogen und auf die Sammelkette abgeworfen. Das zweite und dritte
Druckprodukt der Druckproduktfolge wird dann durch den allen Produkten gemeinsamen
Bogen mit der Zusammensetzungsinformation X.Y.Z.0 (99.20) vervollständigt, der mit
dem Anleger 100 abgezogen und auf die Sammelkette abgeworfen wird.
[0036] Für das vierte Produkt der Druckbogenfolge wird mit Hilfe des Anlegers 500 ein Druckbogen
mit der Zusammensetzungsinformation X.Y.Z.7 (2.99) aus dem entsprechenden Druckbogenstapel
abgezogen und auf die Sammelkette abgeworfen. Diesem Druckbogen wird mit Hilfe des
Anlegers 300 ein Druckbogen mit der Zusammensetzungsinformation X.Y.Z.10 (20.2) hinzugefügt.
Das erfolgt mit dem Anleger 300. Abschließend wird das Druckprodukt mit Hilfe des
Anlegers 100 vervollständigt, der den allen Produkten gemeinsamen Bogen mit der Zusammensetzungsinformation
X.Y.Z.0 (99.20) aus dem entsprechenden Druckbogenstapel abzieht und auf die Sammelkette
abwirft.
[0037] Auf diese Weise werden mit den Anlegern 100, 200, 300, 400, 500 insgesamt drei unterschiedliche
Druckprodukte hergestellt, die sich hinsichtlich des regionalen Inhalts und der Adresseninformation
voneinander unterscheiden.
[0038] Mit Hilfe der in Tabelle 4 angegebenen und durch entsprechende Teilinformationen
der Zusammensetzungsinformation dargestellten Sonderfunktionen können Bogen für Produkte
gekennzeichnet werden, die mindestens teilweise aus an sich gleichen Bogen aber unterschiedlichen
Sprachen bestehen. In diesem Fall können an dem Anleger, an dem der erste sprachabhängige
Bogen zuzuführen ist, sprachlich gemischte Bogenstapel verwendet werden. Mit Hilfe
eines Sonderfunktionswertes, der eine variable Produktinformation für den entsprechenden
Anleger zuläßt, läßt sich das entsprechend dem anhand der Fig. 5 erläuterten Produktionsverfahren
verwirklichen. In Tabelle 4 ist diese Sonderfunktion nicht eingetragen. Des weiteren
kann unter Verwendung der in Tabelle 4 angegebenen Sonderfunktion auch bewirkt werden,
daß ein Produkt unterschiedliche Transportwege nimmt, abhängig vom Wert einer oder
mehrerer Bestandteile der Zusammensetzungsinformation. So können bei dem anhand der
Fig. 5 erläuterten Ausführungsbeispiel zwei Weichen im Produktfluß so gesteuert werden,
daß Produkte, die in unterschiedlichen Regionen verwendet werden, über unterschiedliche
Wege ausgeschleust werden.
[0039] Wie vorstehend bereits erläutert, kann die auf den Druckbogen vorgesehene Zusammensetzungsinformation
nach einem vorgegebenen Codierungsverfahren codiert sein. Zur Herstellung unterschiedlicher
Produkte aus komplexen Produktzusammensetzungen hat es sich im Sinne eines möglichst
kurzen Codes als günstig erwiesen, wenn im Rahmen der Erfindung nach unterschiedlichen
Codierungsverfahren codierte Zusammensetzungsinformationen zum Einsatz kommen. Zur
Verarbeitung der Zusammensetzungsinformation ist es dann günstig, wenn die Zusammensetzungsinformation
eine das Codierungsverfahren darstellende Teilinformation enthält und die Steuereinrichtung
die Decodierung entsprechend dieser Teilinformation ausführt.
[0040] Mit einem Codierungsverfahren kann ein Zahlenwert W erzeugt werden:

[0041] Bei den einzelnen Codierungsverfahren können unterschiedliche Wertebereiche für die
einzelnen Komponenten zum Einsatz kommen. Es ist auch denkbar, daß neue Komponenten
hinzukommen oder einzelne Komponenten vollständig weggelassen und durch einen vorgegebenen
Platzhalter ersetzt werden. Letzterer kann "0" oder einen anderen Platzhalterwert
annehmen, der in keinem anderen Codierungsverfahren M zum Einsatz kommt. In der nachstehenden
Tabelle sind unterschiedliche Codierungsverfahren beispielhaft dargestellt. Dabei
sind nicht verwendete Komponenten mit "-" und über Platzhalterwerte definiert, die
in Klammern angegeben sind:
Tabelle 5
| Mode: |
1 |
2 |
3 |
4 |
5 |
| Anzahl Ziffern |
8 |
8 |
8 |
8 |
10 |
| Wertebereich A |
0..9 |
- (-1) |
0..9 |
0..99 |
0..99 |
| Wertebereich P |
0..9 |
0..999 |
0..99 |
0..9 |
0..9 |
| Wertebereich S |
0..9 |
- (0) |
- (0) |
- (0) |
- (0) |
| Wertebereich F |
- (0) |
- (0) |
- (0) |
- (0) |
0..99 |
| Wertebereich x |
0..99 |
0..99 |
0..99 |
0..99 |
0..99 |
| Wertebereich y |
0..99 |
0..99 |
0..99 |
0..99 |
0..99 |
[0042] Beispielhaft wird das Codierungsverfahren 1 (Mode 1) erläutert. Bei diesem Codierungsverfahren
besteht die Zusammensetzungsinformation aus insgesamt acht Ziffern. Die erste Ziffer
bezeichnet den Auftrag, zu dem das herzustellende Produkt gehört, und kann einen Wert
von 0 bis 9 annehmen. Die zweite Ziffer bezeichnet den Produkttyp, der mit dem entsprechenden
Druckbogen hergestellt werden soll, und kann einen Wert im Bereich von 0 bis 9 annehmen.
Die dritte Ziffer bezeichnet die Eigenschaft des Bogens als Subbogen, d. h. als fakultativer
Bogen in dem durch die dritte Ziffer bezeichneten Produkt und kann ebenfalls einen
Wert im Bereich von 0 bis 9 annehmen. Durch die vierte Ziffer wird eine Sonderfunktion
festgelegt, welche dieser Bogen in dem Produkt haben kann. Bei dem Codierungsverfahren
1 wird dieser Sonderfunktionswert nicht besetzt und durch den Platzhalterwert "0"
belegt. Die fünfte und sechste Ziffer legt den Wertebereich für den Verlinkungsteil
der Positionsinformation fest. Diese Verlinkungsinformation kann aus dem Wertebereich
von 0 bis 99 ausgewählt werden. Die siebte und achte Ziffer legt schließlich die Verlinkungsinformation
y der Positionsinformation fest. Dieses Verlinkungssegment y kann ebenfalls einen
Wert von 0 bis 99 annehmen.
[0043] Zur Verwendung der einzelnen Codierungsverfahren ist darauf hinzuweisen, daß für
jeden Bogen eines Produktes das Codierungsverfahren unabhängig von dem Codierungsverfahren
der übrigen Produkte gewählt werden kann. Bei den anhand der Tabelle 5 erläuterten
Codierungsverfahren ist allerdings das Codierungsverfahren 2 (M=2) mit den anderen
Codierungsverfahren unverträglich, falls in diesen anderen Codierungsverfahren der
Wert für A nicht gleich 0 gesetzt wird.
[0044] Anhand der Fig. 6 wird eine weitere Ausführungsform der Erfindung erläutert. Dieser
Ausführungsform liegt das Problem zugrunde, daß eine Bank mit 163 Filialen regelmäßig
eine Zeitschrift an Kunden versenden möchte. Dabei hat jede Filiale eine eigene Aufmachung
der Zeitschrift, wobei mindestens der Umschlag filialenspezifisch ist. Größere Filialen
können zusätzlich ein oder zwei eigene Bogen benutzen, denen noch maximal zwei weitere
allgemeine Bogen hinzugefügt werden. Eine allgemeine Beschreibung der Zusammensetzung
entsprechender Zeitschriften ist in Fig. 6a) erkennbar. Für dieses Problem ist das
Codierungsverfahren M=2 geeignet, bei dem die Positionsinformation nur aus der Produktnummer
besteht, die hier der Filialnummer entsprechen kann. Die Verlinkung über die Positionsinformation
ist in Fig. 6b) dargestellt. Will man die zusätzliche Sicherheit, daß alte Bogen aus
früheren Auflagen als falsch erkannt werden, kann man bei jedem neuen Auftrag die
Linknummern x und y um 5 erhöhen.
[0045] Anhand der Fig. 7 wird ein weiteres Beispiel erfindungsgemäßer Verfahren erläutert.
Diesem Beispiel liegt das Problem zugrunde, daß eine deutsche und eine englische Ausgabe
eines Buches herausgebracht werden soll. Im Inneren des Buches befindet sich ein speziell
gedruckter Bogen mit hochwertigen Bildern für beide Ausgaben. Dieser Bogen enthält
aber keine Zusammensetzungsinformation. Die Zusammensetzung entsprechender Produkte
ist schematisch in Fig. 7a) angedeutet. Für diesen Fall können alle Codierungsverfahren
verwendet werden, wobei das Codierungsverfahren 4 (M=4) eine gute Wahl wäre, weil
so dieser Auftrag von vielen anderen Aufträgen unterschieden werden kann.
[0046] Die entsprechenden Codierungen für die einzelnen Bogen sind in Fig. 7b) angegeben.
[0047] Abschließend ist darauf hinzuweisen, daß die Positionsinformationen der einzelnen
Bogen üblicherweise in Form von Strichcodes angebracht werden, die mit einem Stichcodeleser
gelesen werden können.
1. Verfahren zum Herstellen von Druckprodukten (5), bei dem die Druckprodukte (5) aus
Druckbogen (1) zusammengesetzt und zur Überprüfung der Zusammensetzung auf mindestens
einem Druckbogen (1) vorgesehene und diesen Druckbogen (1) hinsichtlich vorgegebener
Druckbogeneigenschaften kennzeichnende Zusammensetzungsinformationen ausgewertet werden,
wobei bei der Auswertung die Zusammensetzungsinformationen mindestens eines Druckbogens
(1) mit einer von mindestens einem weiteren zur Herstellung desselben Druckproduktes
(5) damit zusammenzusetzenden Druckbogen (1) abgeleiteten Information verglichen werden,
dadurch gekennzeichnet, daß die Druckbogen (1) zur Herstellung der Druckprodukte (5) zeitlich nacheinander einer
Produktionsstelle zugeführt werden und die Zusammensetzungsinformation mindestens
eines zugeführten Druckbogens (1) eine den der Produktionsstelle unmittelbar zuvor
und unmittelbar danach zuzuführenden Druckbogen (1) kennzeichnende Positionsinformation
mit zwei nach dem Dominoprinzip verwirklichten Teilinformationen enthält, von denen
die erste einen oder mehrere Druckbogen (1) bezeichnet, die vor der Zuführung dieses
Bogens der Produktionsstelle zuzuführen sind, während die zweite Teilinformation ein,
zwei oder mehr der Produktionsstelle danach zuzuführende Druckbogen (1) bezeichnet,
wobei die Positionsinformation von mindestens zwei der Produktionsstelle nacheinander
zuzuführenden Druckbogen (1) bei der Auswertung miteinander verglichen werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein Fehlersignal erzeugt wird, wenn als Ergebnis der Auswertung eine fehlerhafte
Zusammensetzung des Druckproduktes (5) festgestellt wird.
3. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusammensetzungsinformation eine auf die Zugehörigkeit des Druckbogens (1) zu
einem oder mehreren Druckprodukten (5) hinweisende Produktinformation enthält und
das Fehlersignal erzeugt wird, wenn die Auswertung der Produktinformation von zwei
zu einem Druckprodukt (5) zusammenzusetzenden Druckbogen (1) ergibt, dass die Druckbogen
(1) nicht zu einem Druckprodukt (5) zusammengesetzt werden dürfen.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusammensetzungsinformation mindestens eines Druckbogens (1) nur bei der Herstellung
des ersten Druckproduktes (1) einer Produktfolge mit einer von mindestens einem weiteren
zur Herstellung dieses Druckproduktes vorgesehenen Druckbogen abgeleiteten Information
verglichen wird.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusammensetzungsinformation mindestens eines Druckbogens (1) bei der Herstellung
jedes weiteren Produktes der Produktfolge mit der Zusammensetzungsinformation des
entsprechenden für das erste Druckprodukt (5) der Produktfolge verwendeten Druckbogens
(1) verglichen wird.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusammensetzungsinformation mindestens eines Druckbogens (1) bei der Herstellung
jedes Druckproduktes (5) einer Produktfolge mit einer von mindestens einem weiteren
zur Herstellung dieses Druckproduktes (5) vorgesehenen Druckbogen (1) abgeleiteten
Information verglichen wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Produktionsstelle während der Zusammensetzung der Druckprodukte (5) längs eines
Produktionsweges gefördert und die Druckbogen (1) mit längs des Produktionsweges angeordneten
Zuführeinrichtungen (20, 22, 24, 26) zugeführt werden.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass mit mindestens einer Zuführeinrichtung (20, 22, 24, 26) Druckbogen (1) für zwei oder
mehr Druckprodukte (5) zugeführt werden.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusammensetzungsinformation der an der zur Zuführung von Druckbogen (1) für zwei
oder mehr Druckprodukte (5) ausgelegten Zuführeinrichtung (20, 22, 24, 26) zugeführten
Druckbogen eine Teilinformation enthält, nach deren Auswertung die Erzeugung eines
Fehlersignals verhindert wird, wenn mit dieser Zuführeinrichtung Druckbogen (1) mit
sich voneinander unterscheidenden Zusammensetzungsinformationen zugeführt werden.
10. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Zusammenstellung der Druckbogen (1) mindestens ein Druckbogen (1) in Abhängigkeit
von der Auswertung der auf mindestens einem weiteren Druckbogen (1) vorgesehenen Zusammensetzungsinformation
ausgewählt wird.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusammensetzungsinformation eines Druckbogens (1) eine Anfangs- oder Abschlussinformation
enthält, mit der dargestellt wird, dass bei der Herstellung des Druckproduktes (5)
vor bzw. nach Zufuhr dieses Druckbogens kein weiterer Druckbogen hinzuzufügen ist
und das Fehlersignal erzeugt wird, wenn an einer der der Zuführung der die Abschlussinformation
aufweisenden Druckbogen dienenden vorhergehenden bzw. folgenden Zuführeinrichtungen
(20, 22, 24, 26) längs des Produktionsweges ein Bogen zugeführt wird.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass an mindestens einer Zuführeinrichtung (20, 22, 24, 26) die auf den damit zuzuführenden
Druckbogen (1) vorgesehene Zusammensetzungsinformation erfasst und an eine Steuereinrichtung
(50) weitergeleitet wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusammensetzungsinformation nach einem vorgegebenen Codierungsverfahren codiert
ist und in der Steuereinrichtung (50) decodiert wird.
14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Zusammensetzungsinformation eine das Codierungsverfahren darstellende Teilinformation
enthält und die Steuereinrichtung (50) die Decodierung entsprechend dieser Teilinformation
ausführt.
15. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zur Zusammensetzung der Druckprodukte (5) Druckbogen (1) ohne Zusammensetzungsinformation
zugeführt werden, auf deren Zuführung durch die auf mindestens einem Druckbogen (1)
vorgesehene Zusammensetzungsinformation hingewiesen wird.
1. A method for producing printed products (5), wherein the printed products (5) are
composed of printed sheets (1), and in order to check the composition, composition
information provided on at least one printed sheet (1) and characterising this printed
sheet (1) with respect to predetermined printed sheet properties is evaluated, during
the evaluation the composition information of at least one printed sheet (1) being
compared to information derived from at least one further printed sheet (1) thus assembled
for the production of the same printed product (5), characterised in that the printed sheets (1) are fed sequentially to a production station for production
of the printed products (5), and the composition information of at least one fed printed
sheet (1) includes position information characterising the printed sheet (1) that
was fed immediately before and will be fed immediately afterwards to the production
station with two partial pieces of information realised by the domino principle, of
which the first identifies one or more printed sheets (1) which are to be fed to the
production station before feeding this sheet, while the second partial piece of information
identifies one, two or more printed sheet(s) (1) to be fed afterwards to the production
station, the position information of at least two of the printed sheets (1) to be
fed sequentially to the production station being compared to each other during the
evaluation.
2. The method according to Claim 1, characterised in that an error signal is generated if, as a result of the analysis, faulty composition
of the printed product (5) is established.
3. The method according to any of the preceding claims, characterised in that the composition information contains product information indicating that the printed
sheet (1) belongs to one or more printed products (5), and the error signal is generated
when the evaluation of the product information of two printed sheets (1) assembled
to form one printed product (5) shows that the printed sheets (1) may not be assembled
to form one printed product (5).
4. The method according to any of the preceding claims, characterised in that the composition information of at least one printed sheet (1) is only compared during
the production of the first printed product (5) of a product series to information
derived from at least one further printed sheet provided for the production of this
printed product.
5. The method according to Claim 4, characterised in that the composition information of at least one printed sheet (1) is compared during
production of each further product of the product series to the composition information
of the corresponding product sheet (1) used for the first printed product (5) of the
product series.
6. The method according to any of Claims 1 to 3, characterised in that the composition information of at least one printed sheet (1) is compared during
the production of each printed product (5) of a product series with information derived
from at least one further printed sheet (1) provided for the production of this printed
product (5).
7. The method according to any of Claims 1 to 6, characterised in that the production station is conveyed along a production path during the assembly of
the printed products (5), and the printed sheets (1) are fed with feed devices (20,
22, 24, 26) positioned along the production path.
8. The method according to Claim 7, characterised in that printed sheets (1) for two or more printed products (5) are fed with at least one
feed device (20, 22, 24, 26).
9. The method according to Claim 8, characterised in that the composition information of the printed sheets fed by the feed device designed
for feeding printed sheets (1) for two or more printed products (5) contain partial
information after the evaluation of which generation of an error signal is prevented
if printed sheets (1) with composition information differing from each other are fed
by this feed device.
10. The method according to any of the preceding claims, characterised in that when assembling the printed sheets (1), at least one printed sheet (1) is selected
depending on the evaluation of the composition information provided on at least one
further printed sheet (1).
11. The method according to any of Claims 7 to 10, characterised in that the composition information of a printed sheet (1) contains start and end information
with which it is indicated that during production of the printed product (5) before
or after feeding this printed sheet no further printed sheet is to be added, and the
error signal is generated when a sheet is fed by a preceding or following feed device
(20, 22, 24, 26) positioned along the production path serving to feed the printed
sheets containing the end information.
12. The method according to any of Claims 7 to 11, characterised in that at least at one feed device (20, 22, 24, 26) the composition information provided
on the printed sheet (1) to be fed with said feed device is captured and relayed to
a control device (50).
13. The method according to Claim 12, characterised in that the composition information is encoded according to a predetermined encoding method
and is decoded in the control device (50).
14. The method according to Claim 13, characterised in that the composition information contains partial information indicating the encoding
method, and the control device (50) implements the decoding according to this partial
information.
15. The method according to any of the preceding claims, characterised in that in order to assemble the printed products (5), printed sheets (1) without any composition
information are fed, feeding of the latter being indicated by the composition information
provided on at least one printed sheet (1).
1. Procédé de production de produits imprimés (5), dans lequel les produits imprimés
(5) se composent de feuilles imprimées (1) et dans lequel sont évaluées, pour contrôler
la composition, des informations de composition présentes sur au moins une feuille
imprimée (1) et caractérisant cette feuille imprimée (1) relativement à des caractéristiques
prédéterminées de celle-ci, dans lequel, au cours de l'évaluation, les informations
de composition d'au moins une feuille imprimée (1) sont comparées à une information
dérivée d'au moins une autre feuille imprimée destinée à la production dudit produit
imprimé (5) par assemblage avec cette dernière, caractérisé en ce que les feuilles imprimées (1) destinées à la production des produits imprimés (5) sont
amenées à un poste de production consécutivement dans le temps et l'information de
composition d'au moins une feuille imprimée (1) amenée contient une information de
position caractérisant la feuille imprimée (1) devant être amenée au poste de production
immédiatement avant celle-ci et immédiatement après celle-ci, ladite information de
position comportant deux informations partielles matérialisées selon le principe des
dominos, parmi lesquelles la première caractérise une ou plusieurs feuilles imprimées
(1) devant être amenées au poste de production avant l'apport de cette feuille, tandis
que la seconde information partielle caractérise une, deux, voire plus, feuilles imprimées
devant être amenées ensuite au poste de production, l'information de position d'au
moins deux feuilles imprimées (1) consécutives devant être amenées au poste de production
étant comparées l'une avec l'autre lors de l'évaluation.
2. Procédé selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'il est généré un signal d'erreur lorsqu'il est établi, à l'issue de l'évaluation,
que la composition du produit imprimé (5) est incorrecte.
3. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que l'information de composition contient une information orientée produit relative à
l'appartenance de la feuille imprimée (1) à un ou plusieurs produits imprimés (5),
et le signal d'erreur est généré lorsque l'évaluation de l'information orientée produit
de deux feuilles imprimées à associer pour former un produit imprimé (5) signale que
les feuilles imprimées (1) ne doivent pas être associées pour former un produit imprimé
(5).
4. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que l'information de composition d'au moins une feuille imprimée (1) n'est comparée à
une information dérivée d'au moins une autre feuille imprimée destinée à la production
d'un produit imprimé que lors de la production du premier produit imprimé (5) d'une
série dudit produit.
5. Procédé selon la revendication 4, caractérisé en ce que, lors de la production de chacun des autres produits de ladite série de produits,
l'information de composition d'au moins une feuille imprimée (1) est comparée à l'information
de composition de la feuille imprimée (1) correspondante employée pour le premier
produit imprimé (5) de la série de produits.
6. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que, lors de la production de chaque produit imprimé (5) d'une série de produits, l'information
de composition d'au moins une feuille imprimée (1) est comparée à une information
dérivée d'au moins une autre feuille imprimée (1) destinée à la production de ce produit
imprimé (5).
7. Procédé selon l'une des revendications 1 à 6, caractérisé en ce que le poste de production avance, pendant la composition des produits imprimés (5),
le long d'une voie de production et les feuilles imprimées (1) sont amenées par des
dispositifs d'amenée (20, 22, 24, 26) disposés le long de la voie de production.
8. Procédé selon la revendication 7, caractérisé en ce qu'au moins un dispositif d'amenée permet d'amener des feuilles imprimées (1) destinées
à au moins deux produits imprimés (5).
9. Procédé selon la revendication 8, caractérisé en ce que l'information de composition des feuilles imprimées amenées au dispositif d'amenée
(20, 22, 24, 26) conçu pour amener les feuilles imprimées (1) pour au moins deux produits
imprimés (5) contient une information partielle dont l'évaluation a pour conséquence
d'empêcher la génération d'un signal d'erreur lorsque ce dispositif d'amenée amène
des feuilles imprimées (1) comportant des informations de composition différentes
les unes des autres.
10. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que, lors du rassemblement des feuilles imprimées (1), au moins une feuille imprimée
(1) est choisie en fonction de l'évaluation de l'information de composition prévue
sur au moins une autre feuille imprimée (1).
11. Procédé selon l'une des revendications 7 à 10, caractérisé en ce que l'information de composition d'une feuille imprimée (1) contient une information
de début ou de fin permettant de signifier que, lors de la production du produit imprimé
(5), il n'est pas besoin d'ajouter d'autre feuille imprimée avant ou après l'apport
de cette feuille imprimée et le signal d'erreur est généré lorsqu'une feuille est
apportée à l'un des dispositifs d'amenée (20, 22, 24, 26) précèdent ou suivant, le
long de la voie de production, et servant à l'amenée des feuilles imprimées présentant
l'information de fin.
12. Procédé selon l'une des revendications 7 à 11, caractérisé en ce que l'information de composition prévue sur la feuille imprimée devant être amenée par
au moins un dispositif d'amenée (20, 22, 24, 26) est saisie et transférée à un dispositif
de contrôle (50).
13. Procédé selon la revendication 12, caractérisé en ce que l'information de composition subit un codage selon un procédé de codage prédéterminé
et est décodée dans le dispositif de contrôle (50).
14. Procédé selon la revendication 13, caractérisé en ce que l'information de composition contient une information partielle représentative du
procédé de codage et le dispositif de contrôle (50) effectue le décodage en fonction
de cette information partielle.
15. Procédé selon l'une des revendications précédentes, caractérisé en ce que la composition des produits imprimés (5) suppose l'amenée de feuilles imprimées (1)
exemptes d'information de composition, ladite amenée étant signifiée par une information
de composition prévue sur au moins une feuille imprimée (1).