[0001] Die Erfindung betrifft einen Schaltschrank mit interner Ventilanordnung, mit mindestens
einer im Schrankinnenraum befestigten Ventilbatterie, die mehrere mit gleicher Orientierung
nebeneinander angeordnete, zur Einspeisung und/oder Abgabe von Fluid dienende Ventil-Anschlussöffnungen
aufweist, denen jeweils eine Fluidleitungs-Anschlussvorrichtung zum lösbaren Anschließen
einer vom Schaltschrank wegführenden externen Fluidleitung zugeordnet ist, wobei von
den Ventil-Anschlussöffnungen jeweils ein eine äußere Anschluss-Schrankwand des Schaltschrankes
durchsetzender interner Fluidleitungsabschnitt abgeht.
[0002] Der Anmelderin sind aus der Praxis Schaltschränke mit interner Ventilanordnung bekannt,
bei denen im Schrankinnenraum mehrere Ventilbatterien nebeneinander angeordnet sind,
die jeweils eine Mehrzahl von Ventil-Anschlussöffnungen aufweisen, die mit jeweils
einer Fluidleitungs-Anschlussvorrichtung ausgestattet sind. In jede Ventil-Anschlussöffnung
kann eine von der zugeordneten Fluidleitungs-Anschlussvorrichtung festgehaltene externe
Fluidleitung eingesteckt werden, die ausgehend von der Ventilbatterie zunächst mit
einem internen Fluidleitungsabschnitt im Innern des Schrankinnenraumes verläuft und
anschließend eine dafür vorgesehene individuelle Wanddurchbrechung einer als Anschluss-Schrankwand
bezeichenbaren äußeren Schrankwand des Schaltschrankes durchsetzt, um zu einer externen
Einrichtung geführt zu werden. Die externe Einrichtung ist beispielsweise eine Druckquelle
oder ein mit fluidischem Druckmedium betriebener Verbraucher. Das hier erforderliche
Anschließen der externen Fluidleitungen an die im Innern des Schaltschrankes untergebrachten
Ventilbatterien ist relativ umständlich, zumal hierzu der Schaltschrank vorübergehend
geöffnet werden muss und ein einzelnes Hindurchfädeln der externen Fluidleitungen
durch die Wanddurchbrechungen zur erfolgen hat. Ergeben sich Veränderungen an der
internen Ventilanordnung, die mit einer Vergrößerung der Anzahl externer Fluidleitungen
einhergehen, ist es zudem erforderlich, nachträglich in die Anschluss-Schrankwand
weitere Wanddurchbrechungen einzubohren, was wegen der anfallenden Späne ein Korrosionsrisiko
darstellt und eine Kurzschlussgefahr hervorrufen kann, wenn in dem Schaltschrank auch
elektrische Komponenten untergebracht sind.
[0003] Überlegungen der Anmelderin sind auch schon dahin gegangen, in einer Schrankwand
eine größere Aussparung vorzusehen und unter Überdeckung derselben eine Ventilbatterie
direkt an dieser Schrankwand zu installieren, sodass die Fluidleitungs-Anschlussvorrichtungen
durch die Aussparung hindurchragen und von außen her zugänglich sind. Da hierdurch
jedoch große Bereiche der Schrankwände belegt werden, beeinträchtigt dies die Anzahl
der im Schaltschrank aufnehmbaren Ventilbatterien.
[0004] Es ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, Maßnahmen zu schaffen, die eine platzsparende
Unterbringung von Ventilbatterien in einem Schaltschrank ermöglichen und zugleich
das Anschließen externer Fluidleitungen vereinfachen.
[0005] Zur Lösung dieser Aufgabe ist die Anschluss-Schrankwand in einem den Ventil-Anschlussöffnungen
gegenüberliegenden Anschlussbereich mit einer fensterartigen Durchbrechung versehen,
die von einer Rohr-Durchführungsplatte abgedeckt ist, in der mehrere den Ventil-Anschlussöffnungen
mit Abstand koaxial gegenüberliegende Rohr-Durchführungslöcher ausgebildet sind, dass
die Fluidleitungs-Anschlussvorrichtungen getrennt von der Ventilbatterie außen an
der Anschluss-Schrankwand vor der Rohr-Dichtungsplatte montiert sind, und dass die
internen Fluidleitungsabschnitte von bezüglich den externen Fluidleitungen gesonderten
Verbindungsrohren gebildet sind, die sich jeweils zwischen einer Fluidleitungs-Anschlussvorrichtung
und einer Ventil-Anschlussöffnung erstrecken, wobei sie ein dazwischen liegendes Rohr-Durchführungsloch
der Rohr-Durchführungsplatte durchsetzen.
[0006] Auf diese Weise können die vom Schaltschrank wegführenden externen Fluidleitungen
außen am Schaltschrank angeschlossen werden und müssen nicht ins Innere des Schaltschrankes
hineingeführt werden. Das Anschließen oder Entfernen einer Fluidleitung erfordert
folglich kein Öffnen des Schaltschrankes und erleichtert daher die Handhabung. Für
die fluidische Verbindung zwischen den außen angebrachten Fluidleitungs-Anschlussvorrichtungen
und den Ventil-Anschlussöffnungen der Ventilbatterie sind einzelne, separate Verbindungsrohre
zuständig, die gemeinsam eine ausreichend große fensterartige Durchbrechung der Anschluss-Schrankwand
durchsetzen, wobei sie durch einzelne Rohr-Durchführungslöcher hindurchgreifen, die
in einer die fensterartige Durchbrechung abdeckenden separaten Rohr-Durchführungsplatte
ausgebildet sind. Die Anzahl der Rohr-Durchführungslöcher in der Rohr-Durchführungsplatte
lässt sich zur Anpassung an eine geänderte Ausstattung der Ventilanordnung sehr leicht
variieren, ohne dass mechanische Bearbeitungen der Schrankwand selbst erforderlich
wären. Entweder wird die Rohr-Durchführungsplatte kurzzeitig entfernt, um weitere
Rohr-Durchführungslöcher einzubringen oder nicht mehr benötigte Rohr-Durchführungslöcher
mittels Verschlusselementen zu verschließen, oder man tauscht einfach eine vorhandene
Rohr-Durchführungsplatte gegen eine solche mit einer anderen Anzahl von Rohr-Durchführungslöchern
aus. Auf diese Weise ist der Schaltschrank auch prädestiniert zur Aufnahme modular
aufgebauter Ventilanordnungen, bei denen die Anzahl der Ventil-Anschlussöffnungen
je nach Ausstattungsgrad variieren kann.
[0007] Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung gehen aus den Unteransprüchen hervor.
[0008] Die Rohr-Durchführungslöcher sind zweckmäßigerweise von Abdichtflächen der Rohr-Durchführungsplatte
umgrenzt, sodass ein Dichtkontakt mit den hindurchgesteckten Verbindungsrohren möglich
ist und ein Eindringen von Feuchtigkeit oder Verunreinigungen verhindert wird.
[0009] Die Abdichtflächen sind bevorzugt unmittelbarer Bestandteil einer einstückigen Rohr-Durchführungsplatte.
Vor allem hier ist es von Vorteil, wenn die Rohr-Durchführungsplatte aus einem flexiblen
Material mit Dichteigenschaften besteht. Sie kann insbesondere als Gummimatte ausgebildet
sein, aus der man die erforderlichen Rohr-Durchführungslöcher sehr leicht ausstanzen
kann.
[0010] Bevorzugt ist die Rohr-Durchführungsplatte durch einen Klemmhalter mit der Außenfläche
der Anschluss-Schrankwand verspannt. Besteht die Rohr-Durchführungsplatte aus Material
mit Dichteigenschaften oder ist mit dichtendem Material versehen, ergibt sich hierbei
sehr einfach eine abgedichtete Verbindung zwischen der Rohr-Durchführungsplatte und
der Schrankwand.
[0011] Der Klemmhalter kann rahmenförmig ausgebildet sein, sodass er die Rohr-Durchführungsplatte
an ihrem Randbereich klemmend beaufschlagt, während die von ihm umrahmte Öffnung mit
der fensterartigen Durchbrechung der Anschluss-Schrankwand fluchtet, um den ungehinderten
Durchgriff der Verbindungsrohre zu gestatten.
[0012] Die Fluidleitungs-Anschlussvorrichtungen sitzen vor der Rohr-Durchführungsplatte,
also an deren vom Schrankinnenraum abgewandten Außenseite. Hierbei können sie prinzipiell
direkt an der Anschluss-Schrankwand fixiert sein. Vorteilhafter ist allerdings eine
Montagemöglichkeit an dem Klemmhalter, da auf diese Weise entsprechende Befestigungsmaßnahmen
an der Schrankwand selbst entfallen können. Die Anschlussvorrichtungen können insbesondere
durch Rastverbindungsmittel lösbar am Klemmhalter montierbar sein.
[0013] Die Verbindungsrohre verfügen zweckmäßigerweise über eine derartige Länge, dass sie
im in eine Ventil-Anschlussöffnung eingreifenden Zustand außen über die Rohr-Durchführungsplatte
ein Stück weit vorstehen und die Anschlussvorrichtungen unter Abdichtung darauf aufsteckbar
sind. Die Installation der Verbindungsrohre kann hier sehr einfach vor dem Anbringen
der Anschlussvorrichtungen dadurch geschehen, dass sie von außen her durch die Rohr-Durchführungslöcher
hindurchgesteckt und in die jeweils koaxial gegenüberliegenden Ventil-Anschlussöffnung
eingeführt werden. Dies alles geschieht zweckmäßigerweise im Rahmen eines reinen Steckvorganges.
[0014] Ventilbatterien haben meist mindestens eine lineare Reihe von Ventil-Anschlussöffnungen.
Erfindungsgemäß kann für jede solcher Ventil-Anschlussöffnungen einer solchen Reihe
eine individuelle Fluidleitungs-Anschlussvorrichtung vorhanden sein, wobei dann diese
individuellen Fluidleitungs-Anschlussvorrichtungen außen an der Anschluss-Schrankwand
entsprechend aufgereiht werden. Dadurch kann jedes Verbindungsrohr unabhängig von
den anderen Verbindungsrohren mit einer Fluidleitungs-Anschlussvorrichtung ausgestattet
werden.
[0015] Allerdings ist es von Vorteil, wenn in Fällen, in denen an der Ventilbatterie mehrere
zueinander parallele Reihen von Ventil-Anschlussöffnungen vorhanden sind, diejenigen
individuellen Fluidleitungs-Anschlussvorrichtungen, die zu nebeneinander angeordneten
Ventil-Anschlussöffnungen benachbarter Reihen gehören, zu jeweils einer Fluidleitungs-Anschlusseinheit
zusammengefasst sind. Hier können dann jeweils mindestens zwei Fluidleitungs-Anschlussvorrichtungen
in einem Arbeitsgang montiert oder demontiert werden. Seinen Vorteil bezieht diese
Bauform insbesondere daraus, dass Ventilbatterien in der Regel paarweise mit zum Anschließen
von Verbrauchern dienenden Arbeitsöffnungen ausgestattet sind, die dann jeweils gemeinsam
mit je einer Fluidleitungs-Anschlussvorrichtung bestückt werden können.
[0016] Der Schaltschrank kann mehrere mit je einer Rohr-Durchführungsplatte ausgestattete
fensterartige Durchbrechungen aufweisen, die jeweils einer eigenen Ventilbatterie
der Ventilanordnung zugeordnet sind. Hierbei können mehrere fensterartige Durchbrechungen
in ein und derselben Anschluss-Schrankwand ausgebildet sein. Es besteht auch die Möglichkeit,
mehrere Schrankwände als Anschluss-Schrankwände zu nutzen, die eine oder mehrere fensterartige
Durchbrechungen mit Rohr-Durchführungsplatten aufweisen.
[0017] Man kann mehrere Ventilbatterien im Schrankinnenraum derart versetzt anordnen, dass
von einer Ventilbatterie ausgehende Verbindungsrohre unter mindestens einer anderen
Ventilbatterie hindurchgeführt sind. Um den gewünschten Versatz zu erhalten, können
die Ventilbatterien zumindest teilweise stelzenartig auf Tragsäulen sitzen. Dies begünstigt
vor allem auch die Realisierung mehrerer zu unterschiedlichen Ventilbatterien gehörender
fensterartiger Durchbrechungen in enger Nachbarschaft zueinander in ein und derselben
Anschluss-Schrankwand.
[0018] Nachfolgend wird die Erfindung anhand der beiliegenden Zeichnung näher erläutert.
In dieser zeigen:
- Figur 1
- eine bevorzugte Bauform des erfindungsgemäßen Schaltschrankes mit interner Ventilanordnung
in einer perspektivischen Darstellung sowie teilweise aufgebrochen und im geöffneten
Zustand,
- Figur 2
- den in Figur 1 strichpunktiert umrahmten Ausschnitt II in einer vergrößerten Einzeldarstellung,
- Figur 3
- eine Draufsicht auf den geöffneten Schaltschrank mit Blickrichtung gemäß Pfeil III
aus Figur 1,
- Figur 4
- einen Schnitt durch den Schaltschrank aus Figur 1 gemäß Schnittlinie IV-IV aus Figur
1,
- Figur 5
- den in Figur 4 strichpunktiert umrahmten Bereich V in einer vergrößerten Schnittdarstellung,
und
- Figur 6
- den in Figur 4 umrahmten Bereich VI in einer vergrößerten Schnittdarstellung.
[0019] Aus der Zeichnung ist ein Schaltschrank 1 ersichtlich, der kastenähnlich geformt
ist und einen für die meisten Anwendungen günstigen quaderförmigen Umriss aufweist.
Er verfügt über eine Bodenwand 2 rechteckigen Umrisses, von dessen vier Seitenrändern
je eine Seitenwand 3 hochragt. Die der Bodenwand 2 entgegengesetzten Randbereiche
der Seitewände 3 umgrenzen eine in Figur 1 nach oben weisende Zugriffsöffnung 4, die
durch einen im Bild in eine Offenstellung verschwenkten Deckel 5 verschlossen werden
kann.
[0020] In dem von den vorgenannten Bestandteilen des Schaltschrankes 1 umschlossenen Schrankinnenraum
6 ist eine in ihrer Gesamtheit mit Bezugsziffer 7 bezeichnete Ventilanordnung 7 installiert.
Die Ventilanordnung 7 ist elektrisch betätigbar und zur Steuerung der Strömung eines
Fluides ausgelegt, wobei sie insbesondere mit Druckluft betrieben wird.
[0021] Die Ventilanordnung 7 enthält beim Ausführungsbeispiel zwei Ventilbatterien 8a, 8b,
in denen jeweils mehrere aneinandergereihte elektrisch betätigbare Ventileinheiten
12 zusammengefasst sind. Bei den Ventileinheiten 12 handelt es sich insbesondere um
vorgesteuerte Mehrwegeventile. Ihre elektrischen Betätigungssignale erhalten die Ventileinheiten
12 von einem elektrischen Eingangsmodul 13 der jeweiligen Ventilbatterie 8a, 8b, das
über eine eine der Seitenwände 3 durchsetzende elektrische Steuerleitung 11 mit einer
nicht weiter dargestellten externen elektronischen Steuereinrichtung verbindbar ist.
[0022] Jede Ventilbatterie 8a, 8b ist mit mehreren untereinander gleich orientierten und
nebeneinander angeordneten Ventil-Anschlussöffnungen 14 ausgestattet, über die die
fluidische Kommunikation nach außerhalb des Schaltschrankes 1 stattfindet. Pro Ventilbatterie
8a, 8b sind die Ventil-Anschlussöffnungen 14 beispielhaft in zwei zueinander parallelen
linearen Reihen angeordnet, die im Folgenden als Öffnungsreihen 15a, 15b bezeichnet
werden. Bei 15c sind strichpunktiert die Reihenlängsachsen angedeutet.
[0023] Jeder Ventileinheit 12 sind zwei jeweils einer der beiden Öffnungsreihen 15a, 15b
angehörende, benachbart zueinander angeordnete Ventil-Anschlussöffnungen 14 zugeordnet.
Sie stehen mit je einem Arbeitskanal der betreffenden Ventileinheit 12 in Verbindung,
über den das gesteuerte Fluid zu einem angeschlossenen Verbraucher ausgegeben wird
oder von einem Verbraucher zurückströmt. Des weiteren ist je mindestens eine Ventil-Anschlussöffnung
14 vorhanden, die mit einem Speisekanal 16 bzw. einem Abführkanal 17 der betreffenden
Ventilbatterie 8a, 8b verbunden ist, wobei über diese Kanäle eine zentrale Fluidspeisung
und Fluidabfuhr der Ventilbatterie 8a, 8b abgewickelt wird. Je nach Funktion können
sich die Kanäle und Ventil-Anschlussöffnungen 14 in ihren Querschnitten unterscheiden.
[0024] Die Ventilbatterien 8a, 8b sind so ausgerichtet, dass alle ihre Ventil-Anschlussöffnungen
14 ein und derselben Seitenwand 3 zugewandt sind, die im Folgenden als Anschluss-Schrankwand
18 bezeichnet wird. Die Ventilbatterien 8a, 8b sind hierbei unabhängig voneinander
auf einer zu der Anschluss-Schrankwand 18 rechtwinkeligen Tragwand 22 des Schaltschrankes
1 befestigt, die sich im Schrankinnenraum 6 in der Nähe der Bodenwand 2 parallel zu
dieser erstreckt. Die Tragwand 22 ist durch nicht weiter gezeigte Befestigungsmaßnahmen
lösbar am Schaltschrank fixiert, sodass sie gemeinsam mit den von ihr getragenen Ventilbatterien
8a, 8b ausgewechselt werden kann. Die Tragwand 22 könnte auch unmittelbar von der
Bodenwand 2 selbst gebildet sein.
[0025] Damit die Ventilbatterien 8a, 8b bei geöffneter Zugriffsöffnung 4 problemlos zugänglich
sind, sind sie in der Richtung rechtwinkelig zur Anschluss-Schrankwand 18 versetzt
zueinander angeordnet. In der Draufsicht gemäß Figur 3 mit Blickrichtung gemäß Pfeil
III liegen die Außenkonturen der beiden Ventilbatterien 8a, 8b folglich in der Achsrichtung
einer zu der Anschluss-Schrankwand 18 rechtwinkeligen Hauptachse 23 hintereinander.
Damit hierbei die näher bei der Anschluss-Schrankwand 18 liegende vordere Ventilbatterie
8a die hinter ihr liegende hintere Ventilbatterie 8b nicht behindert, ist sie stelzenartig
auf von der Tragwand 22 rechtwinkelig hochragenden Tragsäulen 24 platziert. Der dadurch
zwischen der vorderen Ventilbatterie 8a und der Tragwand 22 verbleibende Freiraum
25 ermöglicht einen ungehinderten fluidischen und elektrischen Anschluss der hinteren
Ventilbatterie 8b von der Anschluss-Schrankwand 18 aus.
[0026] Wie man aus Figuren 1 und 4 erkennt, kann bei Bedarf auch die hintere Ventilbatterie
8b auf Tragsäulen 24a sitzen, um einen für die zu treffenden Anschlussmaßnahmen günstigen
Abstand zur Tragwand 22 einzuhalten. Allerdings sind diese weiteren Tragsäulen 24a
kürzer als diejenigen 24 der vorderen Ventilbatterie 8a, damit die hintere Ventilbatterie
8b weiterhin unterhalb des Höhenniveaus der vorderen Ventilbatterie 8a zu liegen kommt.
[0027] In je einem den Ventil-Anschlussöffnungen 14 in Achsrichtung der Hauptachse 23 gegenüberliegenden
Anschlussbereich 26a, 26b weist die Anschluss-Schrankwand 8 eine fensterartige Durchbrechung
27 auf. Sie hat eine längliche Gestalt, wobei ihre Längsachse 28 parallel zu den Reihenlängsachsen
15c verläuft. Ihr Querschnitt ist so gewählt, dass die ihnen jeweils gegenüberliegenden
Ventil-Anschlussöffnungen 14 - bei Blickrichtung von vorne gemäß Pfeil 32 betrachtet
- innerhalb des Durchbrechungsquerschnittes liegen.
[0028] An die Außenfläche der Anschluss-Schrankwand 18 ist in jedem Anschlussbereich 26a,
26b ein die dortige fensterartige Durchbrechung 27 abdeckendes plattenförmiges Element
angesetzt, das auf Grund seiner noch zu erläuternden Funktion als Rohr-Durchführungsplatte
33 bezeichnet wird.
[0029] An Ort und Stelle fixiert ist jede Rohr-Durchführungsplatte 33 durch einen eigenen
Klemmhalter 34, der an die der Anschluss-Schrankwand 18 abgewandte Vorderseite der
Rohr-Durchführungsplatte 33 angesetzt ist und diese übergreift, wobei er derart an
der Anschluss-Schrankwand 18 fixiert ist, dass er die Rohr-Durchführungsplatte 33
zwischen sich und der Außenfläche der Anschluss-Schrankwand 18 unter Abdichtung fest
verspannt.
[0030] Aus Figur 2 ist ersichtlich, dass der Klemmhalter 34 vorzugsweise rahmenförmig ausgebildet
ist, sodass er die Rohr-Durchführungsplatte 33 an ihrem umlaufenden Randbereich klemmend
beaufschlagt. Die von dem Klemmhalter 34 umrahmte Öffnung 35 fluchtet hierbei mit
der hinter der Rohr-Durchführungsplatte 33 liegenden fensterartigen Durchbrechung
27. Dies ist aus Figur 5 ersichtlich.
[0031] In Figur 5 erkennt man auch, wie die parallel zur Längsachse 28 verlaufenden längeren
Rahmenschenkel 36 des Klemmhalters 34 auf den Randbereichen der Rohr-Durchführungsplatte
33 zu liegen kommen und selbige gegen die Außenfläche 37 der Anschluss-Schrankwand
18 drücken.
[0032] Um eine stabile Position des Klemmhalters 34 zu gewährleisten und ein zu starkes
Beaufschlagen der Rohr-Durchführungsplatte 33 zu verhindern, können die beiden längeren
Rahmenschenkel 36 abgewinkelt sein, sodass sie mit einem Abstützabschnitt 38 neben
der Rohr-Durchführungsplatte 33 vorbeigreifen und an der Anschluss-Schrankwand 18
anliegen.
[0033] Befestigt wird der Klemmhalter 34 zweckmäßigerweise mittels Klemmschrauben 42, die
ihn mit der Anschluss-Schrankwand 18 unter Zwischenschaltung der Rohr-Durchführungsplatte
33 verspannen.
[0034] Bevorzugt handelt es sich bei der Rohr-Durchführungsplatte 33 um ein einstückiges
Bauteil aus einem flexiblen und insbesondere einem gummielastischen Material. Sie
wirkt dadurch gleichzeitig als Dichtung zwischen der Anschluss-Schrankwand 18 und
dem Klemmhalter 34 und verhindert ein unerwünschtes Eindringen von Schmutz und Feuchtigkeit
in den Schrankinnenraum 6.
[0035] Jede Rohr-Durchführungsplatte 33 ist rechtwinkelig zur Plattenebene von mehreren
Rohr-Durchführungslöchern 43 durchsetzt. Die Anzahl der Rohr-Durchführungslöcher 43
pro Rohr-Durchführungsplatte 33 entspricht der Anzahl der gegenüberliegenden Ventil-Anschlussöffnungen
14, wobei die Anordnung so getroffen ist, dass jeder Ventil-Anschlussöffnung 14 ein
Rohr-Durchführungsloch 43 koaxial gegenüberliegt. Dabei liegt zwischen den Rohr-Durchführungslöchern
43 und den Ventil-Anschlussöffnungen 14 ein mehr oder weniger großer Zwischenraum,
der vom Abstand der Ventilbatterien 8a, 8b zur Anschluss-Schrankwand 18 bestimmt ist.
[0036] Jeweils ein individuelles starres Verbindungsrohr 44 durchsetzt ein Rohr-Durchführungsloch
43 und ist mit seinem einen, ersten Endabschnitt 45a gemäß Figur 6 in die fluchtende
Ventil-Anschlussöffnung 14 eingesteckt. Der andere, zweite Endabschnitt 45b jedes
Verbindungsrohrs 44 ragt hierbei vorne über die Rohr-Durchführungsplatte 33 hinaus
(Figur 5). Alle Verbindungsrohre 44 erstrecken sich parallel zueinander und zu der
Hauptachse 23. Ihr Durchmesser orientiert sich an den benötigten Strömungsquerschnitten,
denen entsprechend auch die Ventil-Anschlussöffnungen 14 unterschiedlich groß gestaltet
sein können.
[0037] Die Montage der Verbindungsrohre 44 erfolgt nach dem Einbau der Ventilanordnung 7,
insbesondere mittels eines Einsteckvorganges in der Pfeilrichtung 32 von außen her
durch die Rohr-Durchführungslöcher 43 hindurch. Für die dichte Verbindung zu den Ventil-Anschlussöffnungen
14 sorgen ringförmige Dichtungen 46, die in dem hier als Einstecköffnungen ausgebildeten
Ventil-Anschlussöffnungen 14 in axial abgestützter Weise angeordnet sind und den eingesteckten
ersten Endabschnitt 45a dicht umschließen. Zusätzliche Haltemittel für die Verbindungsrohre
44 sind im Bereich der Ventil-Anschlussöffnungen 14 nicht erforderlich, die axiale
Fixierung übernehmen weiter unten noch genauer erläuterte Fluidleitungs-Anschlussvorrichtungen
48.
[0038] Die Querschnitte der Rohr-Durchführungslöcher 43 sind derart an die Außendurchmesser
der Verbindungsrohre 44 angepasst, dass die Ränder der Rohr-Durchführungslöcher als
Abdichtflächen 47 fungieren, die das hindurchgesteckte Verbindungsrohr 44 unter Dichtkontakt
umschließen. Die Verwirklichung der Rohr-Durchführungsplatte 33 aus einem flexiblen
Material mit Dichteigenschaften bringt hier den Vorteil mit sich, dass keine zusätzlichen
Dichtungsmaterialien angebracht werden müssen und dass sich die Querschnitte der Rohr-Durchführungslöcher
43 auf Grund der Verformbarkeit der Rohr-Durchführungsplatte 33 optimal an den Außenumfang
der Verbindungsrohre 44 anschmiegen.
[0039] Es wäre gleichwohl möglich, die Rohr-Durchführungsplatte 33 aus einem starren Material
herzustellen und, sofern Abdichtungsmaßnahmen gewünscht sind, die zur Abdichtung herangezogenen
Flächen mittels gesonderter Dichtmaterialien zu realisieren, die gesondert angebracht
wurden.
[0040] Jedem Verbindungsrohr 44 ist eine außen an der Anschluss-Schrankwand 18 montierte
Fluidleitungs-Anschlussvorrichtung 48 zugeordnet, an die sich eine vom Schaltschrank
1 wegführende externe Fluidleitung 52 lösbar anschließen lässt. Durch dieses Anschließen
wird unter Vermittlung des zugeordneten Verbindungsrohrs 44 eine fluidische Verbindung
zwischen der betreffenden externen Fluidleitung 52 und einer Ventil-Anschlussöffnung
14 hergestellt. Die Besonderheit hierbei ist, dass sich die Fluidleitungs-Anschlussvorrichtung
48 außerhalb des Innenraumes 6 abseits von der betreffenden Ventilbatterie 8a, 8b
befindet, sodass das Anschließen einer externen Fluidleitung 52 keinen Zugriff in
den Schrankinnenraum 6 erfordert. Wird eine zuvor angeschlossene externe Fluidleitung
52 wieder entfernt, verbleibt das zugeordnete Verbindungsrohr 44 unverändert an Ort
und Stelle und hält als interner Fluidleitungsabschnitt die Verbindung zwischen der
auβen liegenden Fluidleitungs-Anschlussvorrichtung 48 und der innen liegenden Ventil-Anschlussöffnung
14 aufrecht.
[0041] Die Verbindungsrohre 44 überbrücken den Zwischenraum zwischen der Anschluss-Schrankwand
18 und der zugeordneten Ventilbatterie 8a, 8b. Aus Figur 4 wird deutlich, dass hierzu
die die Verbindung zur vorderen Ventilbatterie 8a herstellenden Verbindungsrohre 44
kürzer ausgebildet sind als die die Verbindung zur weiter hinten liegenden hinteren
Ventilbatterie 8b herstellenden, näher bei der Tragwand 22 liegenden Verbindungsrohre
44.
[0042] Die Figur 4 macht auch den Vorteil des Höhenversatzes zwischen der vorderen Ventilbatterie
8a und der hinteren Ventilbatterie 8b deutlich. Die zu der hinteren Ventilbatterie
8b führenden Verbindungsrohre 44 können die vorgelagerte und zugleich höher liegende
vordere Ventilbatterie 8a problemlos unterqueren, sodass auch hier eine geradlinige
Verbindung möglich ist.
[0043] Die den beiden Ventilbatterien 8a, 8b zugeordneten fensterartigen Durchbrechungen
27 sind gemäß Figur 4 in der Richtung rechtwinkelig zu der Tragwand 22 in einem Abstand
übereinander angeordnet, der dem aus dem Höhenversatz der Ventilbatterien 8a, 8b resultierenden
Höhenversatz der Ventil-Anschlussöffnungen 14 der beiden Ventilbatterien 8a, 8b entspricht.
Die obere fensterartige Durchbrechung 27 ist ausschließlich von Verbindungsrohren
44 durchsetzt, die zu der höher liegenden vorderen Ventilbatterie 8a führen. In entsprechender
Weise verlaufen durch die tiefer liegende fensterartige Durchbrechung 27 hindurch
ausschließlich Verbindungsrohre 44, die zu der hinteren Ventilbatterie 8b geführt
sind. Die von unterschiedlichen Ventilbatterien 8a, 8b ausgehenden Verbindungsrohre
44 durchsetzen also unterschiedliche fensterartige Durchbrechungen.
[0044] Bei entsprechendem Volumen des Schrankinnenraumes 6 und auch in Abhängigkeit von
den Abmessungen der darin aufzunehmenden Ventilbatterien, kann zusätzlich auch noch
an mindestens einer weiteren Seitenwand 3 des Schaltschrankes 1 mindestens eine fensterartige
Durchbrechung 27 ausgebildet sein, der zu einer weiteren Ventilbatterie führende Verbindungsrohre
zugeordnet sind.
[0045] Die Fluidleitungs-Anschlussvorrichtungen 48 sind derart an der Außenseite der Anschluss-Schrankwand
18 lösbar montiert, dass sie vor der zugeordneten Rohr-Durchführungsplatte 33 liegen.
Ein direkter Kontakt mit der Rohr-Durchführungsplatte 33 wäre möglich, ist beim Ausführungsbeispiel
jedoch nicht gegeben, weil hier die Fluidleitungs-Anschlussvorrichtungen 48 in vorteilhafter
Weise unabhängig von der Anschluss-Schrankwand 18 an dem Klemmhalter 34 montiert sind.
[0046] Für jede Ventil-Anschlussöffnung 14, die zur gleichen Öffnungsreihe 15a oder 15b
gehört, ist eine individuelle Fluidleitungs-Anschlussvorrichtung 48 vorhanden. Dies
macht es möglich, die Anzahl der Fluidleitungs-Anschlussvorrichtungen 48 entsprechend
der pro Öffnungsreihe 15a, 15b vorhandenen Anzahl von Ventil-Anschlussöffnungen 14
zu variieren, um der Modularität der Ventilbatterien 8a, 8b Rechnung zu tragen. Wenn
es jedoch zusätzlich so ist, dass zwei zu unterschiedlichen Öffnungsreihen 15a, 15b
gehörende ventil-Anschlussöffnungen 14 der gleichen Ventileinheit 12 zugeordnet sind,
wie dies beim Ausführungsbeispiel der Fall ist, empfiehlt es sich, die zugehörigen
individuellen Fluidleitungs-Anschlussvorrichtungen 48 paarweise zu Fluidleitungs-Anschlusseinheiten
53 zusammenzufassen. Durch die Montage und Demontage einer solchen Fluidleitungs-Anschlusseinheit
53 werden somit stets gleichzeitig die beiden einer gleichen Ventileinheit 12 zugeordneten
individuellen Fluidleitungs-Anschlussvorrichtungen 48 angebracht oder entfernt. Dies
lässt sich besonders gut anhand der Figur 2 nachvollziehen.
[0047] Die Fluidleitungs-Anschlussvorrichtungen 48 bzw. hier die Fluidleitungs-Anschlusseinheiten
53 sind insbesondere durch Rastverbindungsmittel 54 lösbar an dem Klemmhalter 34 fixiert.
Die Montage erfolgt dadurch, dass die Fluidleitungs-Anschlusseinheit 53 gemäß Pfeil
32 in Achsrichtung der Hauptachse 23 von vorne her an den Klemmhalter 34 angesetzt
wird, wobei sie zwischen zwei zueinander parallele Befestigungsleisten 55 eintaucht,
die von jeweils einem der beiden längeren Rahmenschenkel 36 nach vorne hin abstehen.
An den einander zugewandten Innenflächen dieser Befestigungsleisten 55 sind Aussparungen
vorhanden, in die federelastisch biegbare Rastnasen 56 der Fluidleitungs-Anschlusseinheit
53 einschnappen, wenn die Endposition erreicht ist. Zum Lösen der Rastverbindung kann
man die Rastnasen 56 mit den Fingern einer Hand nach innen drücken, sodass der Rasteingriff
gelöst ist und sich die Fluidleitungs-Anschlusseinheit 53 wieder abziehen lässt.
[0048] Beim Anstecken der Fluidleitungs-Anschlusseinheiten 53 an den Klemmhalter 34 wird
automatisch eine nach außen abgedichtete Fluidverbindung zwischen jeder Fluidleitungs-Anschlussvorrichtung
48 dieser Fluidleitungs-Anschlusseinheit 53 und dem zugeordneten Verbindungsrohr 44
hergestellt. Dies geschieht dadurch, dass der nach vorne vorstehende erste Endabschnitt
45a des Verbindungsrohrs 44 in eine an der Rückseite der anzuschließenden Fluidleitungs-Anschlussvorrichtung
48 ausgebildete Einstecköffnung 57 eintaucht. Mit anderen Worten werden die Fluidleitungs-Anschlussvorrichtungen
48 auf die vorderen, ersten Endabschnitte 45a der Verbindungsrohre 44 aufgesteckt.
[0049] Hierbei wird automatisch eine abgedichtete Verbindung hergestellt, da in den Einstecköffnungen
57 ringförmige Dichtungen 58 gehalten sind, die auf die Verbindungsrohre 44 aufgeschoben
werden und deren vordere Endabschnitte 45b mit Dichtkontakt umschließen.
[0050] Für das lösbare Anschließen der externen Fluidleitungen 52 ist jede Fluidleitungs-Anschlussvorrichtung
48 an ihrer Vorderseite mit einer Fluidleitungs-Anschlussöffnung 62 versehen, in die
eine externe Fluidleitung 52 einsteckbar ist und die im Gehäuse der Fluidleitungs-Anschlussvorrichtung
48 mit der zugeordneten rückseitigen Einstecköffnung 57 kommuniziert.
[0051] Die Fluidleitungs-Anschlussöffnungen 62 sind beim Ausführungsbeispiel von an der
Vorderseite jeder Fluidleitungs-Anschlussvorrichtung 48 angeordneten Fluidleitungs-Haltemitteln
63 definiert, die die eingesteckten externen Fluidleitungen 52 in lösbarer Weise mechanisch
festhalten. Die Fluidleitungs-Haltemittel 63 sind insbesondere in Gestalt von Steckverbindern
ausgeführt, die nicht weiter dargestellte interne Krallenelemente aufweisen, welche
die eingesteckte externe Fluidleitung 52 dadurch festhalten, dass sie an deren Außenumfang
angreifen.
[0052] Der Schaltschrank 1 kann in einer Grundausstattung mit einer Ventilanordnung 7 ausgestattet
sein, die eine relativ geringe Anzahl von Ventil-Anschlussöffnungen 14 aufweist, sodass
auch nur eine begrenzte Menge von Fluidleitungs-Anschlussvorrichtungen 48 benötigt
wird. In diesem Fall kann der Klemmhalter 34 nur über eine Teillänge hinweg mit Fluidleitungs-Anschlussvorrichtungen
48 bestückt sein, während der restliche Bereich frei bleibt. Auch die Rohr-Durchführungsplatte
33 bedarf in diesem Fall einer Ausstattung mit relativ wenigen Rohr-Durchführungslöchern
43, während der nicht für die Durchführung von Verbindungsrohren 44 verbleibende Abschnitt
durchbrechungslos verbleibt. Im Falle einer späteren Aufrüstung des Schaltschrankes
1 durch den Einbau weiterer Ventileinheiten 12 oder umfangreicherer Ventilbatterien
8a, 8b, kann der bis dahin noch ungenutzte durchbrechungsfreie Abschnitt der Rohr-Durchführungsplatte
33 sehr leicht mit der erforderlichen zusätzlichen Anzahl von Rohr-Durchführungslöchern
43 versehen werden, ohne dass hierdurch der Schaltschrank 1 selbst in Mitleidenschaft
gezogen würde.
[0053] Es handelt sich also um ein modulares Anschlusssystem, das in vorteilhafter Weise
den Anforderungen modularer Ventilanordnungen 7 Rechnung trägt.
1. Schaltschrank mit interner Ventilanordnung, mit mindestens einer im Schrankinnenraum
(6) befestigten Ventilbatterie (8a, 8b), die mehrere mit gleicher Orientierung nebeneinander
angeordnete, zur Einspeisung oder Abgabe von Fluid dienende Ventil-Anschlussöffnungen
(14) aufweist, denen jeweils eine Fluidleitungs-Anschlussvorrichtung (48) zum lösbaren
Anschließen einer vom Schaltschrank (1) wegführenden externen Fluidleitung (52) zugeordnet
ist, wobei von den Ventil-Anschlussöffnungen (14) jeweils ein eine äußere Anschluss-Schrankwand
(18) des Schaltschrankes (1) durchsetzender interner Fluidleitungsabschnitt abgeht,
dadurch gekennzeichnet, dass die Anschluss-Schrankwand (18) in einem den Ventil-Anschlussöffnungen (14) gegenüberliegenden
Anschlussbereich (26a, 26b) mit einer fensterartigen Durchbrechung (27) versehen ist,
die von einer Rohr-Durchführungsplatte (33) abgedeckt ist, in der mehrere den Ventil-Anschlussöffnungen
(14) mit Abstand koaxial gegenüberliegende Rohr-Durchführungslöcher (43) ausgebildet
sind, dass die Fluidleitungs-Anschlussvorrichtungen (48) getrennt von der Ventilbatterie
(8a, 8b) außen an der Anschluss-Schrankwand (18) vor der Rohr-Dichtungsplatte (33)
montiert sind, und dass die internen Fluidleitungsabschnitte von bezüglich den externen
Fluidleitungen (52) gesonderten Verbindungsrohren (44) gebildet sind, die sich jeweils
zwischen einer Fluidleitungs-Anschlussvorrichtung (48) und einer Ventil-Anschlussöffnung
(14) erstrecken, wobei sie ein dazwischen liegendes Rohr-Durchführungsloch (43) der
Rohr-Durchführungsplatte (33) durchsetzen.
2. Schaltschrank nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohr-Durchführungslöcher (43) von Abdichtflächen (48) der Rohr-Durchführungsplatte
(33) umgrenzt sind, die die hindurchgesteckten Verbindungsrohre (44) unter Abdichtung
umschließen.
3. Schaltschrank nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdichtflächen (48) unmittelbarer Bestandteil einer einstückigen Rohr-Durchführungsplatte
(33) sind.
4. Schaltschrank nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohr-Durchführungsplatte (33) aus einem flexiblen und insbesondere gummielastischem
Material besteht.
5. Schaltschrank nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Rohr-Durchführungsplatte (33) an die Außenfläche (37) der Anschluss-Schrankwand
(18) angesetzt und mit dieser durch einen an der Anschluss-Schrankwand (18) befestigten
Klemmhalter (34) verspannt ist.
6. Schaltschrank nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Klemmhalter (34) rahmenförmig ausgebildet ist und die Rohr-Durchführungsplatte
(33) an ihrem Randbereich klemmend beaufschlagt, wobei die umrahmte Öffnung (35) mit
der fensterartigen Durchbrechung (27) der Anschluss-Schrankwand (18) fluchtet, um
den Durchgriff der Verbindungsrohre (44) zu ermöglichen.
7. Schaltschrank nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Fluidleitungs-Anschlussvorrichtungen (48) an dem Klemmhalter (34) montiert sind.
8. Schaltschrank nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Fluidleitungs-Anschlussvorrichtungen (48) durch Rastverbindungsmittel (54) lösbar
an den Klemmhalter (34) angesetzt sind.
9. Schaltschrank nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Fluidleitungs-Anschlussvorrichtungen (48) zwischen zwei zueinander parallele
Befestigungsleisten (55) des Klemmhalters (44) eingesetzt sind und mit diesen in lösbarem
Rasteingriff stehen.
10. Schaltschrank nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsrohre (44) mit jeweils einem Endabschnitt (45) außen über die Rohr-Durchführungsplatte
(33) vorstehen und die Fluidleitungs-Anschlussvorrichtungen (48) unter Abdichtung
auf diese Endabschnitte (45) aufgesteckt sind.
11. Schaltschrank nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Fluidleitungs-Anschlussvorrichtungen (48) an ihrer Rückseite mit Dichtungen (58)
versehene Einstecköffnungen (57) für die Endabschnitte (45) der Verbindungsrohre (44)
und an ihrer Vorderseite mit den Einstecköffnungen (57) verbundene Fluidleitungs-Anschlussöffnungen
(62) für die externen Fluidleitungen (52) aufweisen, wobei den Fluidleitungs-Anschlussöffnungen
(62) Fluidleitungs-Haltemittel (63) für die anzuschließenden externen Fluidleitungen
(52) zugeordnet sind.
12. Schaltschrank nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventil-Anschlussöffnungen (14) als Einstecköffnungen mit Dichtungen (46) und
ohne zusätzliche Haltemittel für die Verbindungsrohre (44) ausgebildet sind.
13. Schaltschrank nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass an der Ventilbatterie (8a, 8b) mindestens eine lineare Reihe (15a, 15b) von Ventil-Anschlussöffnungen
(14) vorhanden ist, wobei für jede Ventil-Anschlussöffnung (14) dieser Reihe (15a,
15b) eine individuelle Fluidleitungs-Anschlussvorrichtung (48) vorhanden ist und diese
individuellen Fluidleitungs-Anschlussvorrichtungen (48) ebenfalls in einer linearen
Reihe außen an der Anschluss-Schrankwand (18) angeordnet sind.
14. Schaltschrank nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Ventilbatterie (8a, 8b) in mehreren zueinander parallelen linearen Reihen (15a,
15b) angeordnete Ventil-Anschlussöffnungen (14) aufweist, wobei die zu nebeneinander
angeordneten Ventil-Anschlussöffnungen (14) benachbarter linearer Reihen (15a, 1b)
gehörenden individuellen Fluidleitungs-Anschlussvorrichtungen (48) zu jeweils einer
Fluidleitungs-Anschlusseinheit (53) zusammengefasst sind.
15. Schaltschrank nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass die mindestens eine Ventilbatterie (8a, 8b) auf einer zu der Anschluss-Schrankwand
(18) rechtwinkeligen Tragwand (22) des Schaltschrankes (1) befestigt ist.
16. Schaltschrank nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass die Anschluss-Schrankwand (18) von einer zu einer äußeren Bodenwand (2) rechtwinkeligen
äußeren Seitenwand (3) des Schaltschrankes (1) gebildet ist, bezüglich der die Tragwand
(22) rechtwinkelig verläuft.
17. Schaltschrank nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Schrankinnenraum (6) mehrere Ventilbatterien (8a, 8b) mit identisch orientierten
Ventil-Anschlussöffnungen (14) angeordnet sind, denen jeweils eine eigene, von einer
Rohr-Durchführungsplatte (33) abgedeckte fensterartige Durchbrechung (27) zugeordnet
ist, derart, dass die von unterschiedlichen Ventilbatterien (8a, 8b) ausgehenden Verbindungsrohre
(44) unterschiedliche fensterartige Durchbrechungen (27) durchsetzen.
18. Schaltschrank nach Anspruch 17 in Verbindung mit Anspruch 15 oder 16, dadurch gekennzeichnet, dass an der Anschluss-Schrankwand (18) wenigstens zwei rechtwinkelig zu der Tragwand (22)
übereinanderliegende fensterartige Durchbrechungen (27) ausgebildet sind, denen im
Schrankinnenraum (6) mit unterschiedlichem Abstand je eine Ventilbatterie (8a, 8b)
vorgelagert ist, wobei die einer oberen Durchbrechung (27) zugeordnete Ventilbatterie
(8a) näher bei der Anschluss-Schrankwand (18) und mit größerem Abstand zu der Tragwand
(22) angeordnet ist als die der darunter liegenden fensterartigen Durchbrechung (27)
zugeordnete Ventilbatterie (8b), derart, dass die von der näher bei der Tragwand (22)
liegenden Ventilbatterie (8b) ausgehenden Verbindungsrohre (44) unter der näher bei
der Anschluss-Schrankwand (18) liegenden Ventilbatterie (8a) vorbeigeführt sind.
19. Schaltschrank nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest die von den Verbindungsrohren (44) einer anderen Ventilbatterie (8b) unterquerte
Ventilbatterie (8a) stelzenartig auf von der Tragwand (22) hochragenden Tragsäulen
(24) sitzt.