[0001] Die Erfindung betrifft eine Beleuchtungsvorrichtung für ein Fahrzeug mit zumindest
einer Lichtquelle und zumindest einem im Strahlengang der Lichtquelle angeordneten
optischen Abbildungselement.
[0002] Aus der
DE 10 2005 014 953 A1 ist ein Kraftfahrzeug mit einer Beleuchtungseinrichtung mit veränderbarem Ausleuchtvolumen
bekannt. Durch diese Beleuchtungseinrichtung wird ermöglicht, dass andere Verkehrsteilnehmer
im Fernlichtbereich erkannt und die Bereiche des Fernlichts ausgespart werden, die
den erkannten Teilnehmer blenden würden. Dadurch kann ein blendfreies oder adaptives
Fernlicht generiert werden.
[0003] Darüber hinaus ist gemäß der Darstellung in Fig. 1 ein Scheinwerfer 1 bekannt, welcher
in vereinfachter Darstellung gezeigt ist. Der Scheinwerfer 1 weist eine Linse 2 auf,
welche zur Projektion des von einem Leuchtdioden-Array (LED-Array) 3 emittierten Lichts
im Vorfeld des Fahrzeugs auf eine Fahrbahn 5 angeordnet ist. Durch die Linse 2 wird
ein Projektionsbild 4 des aktivierten LED-Arrays 3 auf die Fahrbahn 5 erzeugt.
[0004] Derartige LED-Arrays 3, die sich hinter der Linse 2 befinden und deren Anordnung
von der Linse 2 auf die Straße projiziert wird, haben einerseits den Vorteil, dass
die einzelnen Leuchtdioden nicht aneinander angepasst werden müssen. Die Leuchtdioden
müssen jedoch eine relativ kleine Kantenlänge aufweisen, um verschiedene Sektoren
auf der Fahrbahn 5 ausleuchten zu können. Leuchtdioden mit einer derartigen Kantenlänge
bieten wenig Lichtleistung, so dass die Ausleuchtung für ein Fernlicht nur unzureichend
ist.
[0005] Darüber hinaus sind LED-Module bekannt, die separate Sektoren vor dem Fahrzeug beleuchten
sollen. Diese LED-Module benötigen eine Optik, die das Licht sehr stark bündelt. Dabei
wird jedoch ein großer Teil der von der Leuchtdiode erzeugten Lichtenergie nicht genutzt,
weil sie nicht gebündelt werden kann. Darüber hinaus müssen diese Module sehr genau
aneinander angepasst werden, was äußert schwierig und aufwendig ist.
[0006] Ferner sind Leuchtdioden mit Reflexionsoptiken bekannt, welche das Licht ohne nennenswerte
Reduzierung der Lichtleistung reduzieren können, welche dabei jedoch Abstrahlwinkel
erzeugen, die zu grob sind, um einzelne Sektoren auf der Fahrbahn darstellen zu können.
Auch hier ist eine aufwendige Justage der Optik erforderlich, was einerseits auch
kostenintensiv und nur bis zu einem begrenzten Genauigkeitsgrad möglich ist.
[0007] Des Weiteren ist der Einsatz von LCD (Liquid Crystal Display) - und DMD (Digital
Mirror Device)-Arrays bekannt, welche einen geringen Wirkungsgrad aufweisen und dadurch
Lichtleistungen erzeugen, die für die Generierung eines Fernlichts eines Scheinwerfers
für ein Fahrzeug nur unzureichend sind.
[0008] Aus der
DE 101 33 869 A1 ist eine Leuchtvorrichtung für einen Scheinwerfer eines Kraftfahrzeugs bekannt, welcher
eine Anordnung von punktförmigen elektrolumineszenten Lichtquellen, beispielsweise
Laserdioden, aufweist.
[0009] Aus der
DE 10 2004 016 232 A1 ist ferner ganz allgemein eine weißes Licht emittierende Vorrichtung bekannt. Die
Vorrichtung weist eine Laserdiode und eine Phosphorschicht auf, die so positioniert
ist, um Licht von der Laserdiode zu empfangen. Die Phosphorschicht ist dahingehend
angepasst, um Licht von der Laserdiode zu absorbieren und um Licht bei längeren Wellenlängen
als die des Lichts der Laserdiode zu emittieren.
[0010] Aus der
DE 101 61 177 A1 ist eine Leuchteinheit für ein Fahrzeug bekannt. Diese kann eine Laserlichtquelle
und eine im Strahlengang der Laserlichtquelle angeordnete Linse umfassen. Zwischen
der Laserlichtquelle und der Linse ist eine Umwandlungsfläche angeordnet, welche Licht
der Laserlichtquelle in einen zur Ausleuchtung erforderlichen Spektralbereich umwandelt.
[0011] Die
DE 10 2004 040 990 A1 beschreibt ein Beleuchtungssystem für ein Kraftfahrzeug, in dem Halbleiterlaser als
Lichtquellen dienen. Die Laserstrahlung wird in einen Lichtwellenleiter eingekoppelt
und kann so an eine beliebige Stelle des Fahrzeugs geführt werden. Am Ende des Lichtwellenleiters
werden speziell geformte optische Elemente angebracht, um eine geeignete Abstrahlcharakteristik
zu erhalten. Um Weißlicht zu erhalten, werden entweder verschiedenfarbige Laserstrahlen
im Lichtwellenleiter gemischt, oder es wird eine Phosphorschicht zur Wellenlängenkonversion
eingesetzt.
[0012] Aus der
EP 0 291 475 A2 ist ebenfalls ein Beleuchtungssystem zur Beleuchtung eines Fahrzeugvorfeldes bekannt,
in dem ein Laser verwendet wird. Der Laser wird über zwei bewegbare Ablenkspiegel
sehr schnell über die zu beleuchtende Fläche gerastert. Eine Konversion der Lichtwellenlänge
über eine geeignete Zwischenschicht ist nicht offenbart. Allerdings kann die Lichtintensität
moduliert werden.
[0013] Die
JP 2003 295319 A beschreibt eine Beleuchtungseinrichtung mit einer geringen Baugröße und großer Lichtleistung.
Dabei ist eine fluoreszierende Substanz in einem Brennpunkt eines Parabolspiegels
angeordnet, welches von einem Laser bestrahlt wird. Über den Parabolspiegel wird das
von der fluoreszierenden Substanz emittierte Licht gebündelt und in eine Umgebung
abgestrahlt.
[0014] Die
DE 103 44 173 A1 offenbart einen Scheinwerfer für Fahrzeuge. Dabei wird Licht auf Mikrospiegel einer
als Digital Mirror Device Array ausgeführten Lichtumlenkfläche geführt, von wo es
in eine Umgebung bzw. Straße weitergeleitet wird.
[0015] Die
DE 103 15 133 A1 offenbart eine Beleuchtungseinheit für Fahrzeuge mit einer Mehrzahl von in einem
Gitter verteilt angeordneten Halbleiterlichtquellen. Die Halbleiterlichtquellen sind
dabei mit einer lichttransparenten Chipabdeckung als Gehäuse abgedeckt, welche mit
einem lichtstreuenden und unter Licht konvertierenden Zusatzmaterial gefüllt ist.
[0016] Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Beleuchtungsvorrichtung für eine
Fahrzeug zu schaffen, mit welcher die Aufteilung der Lichtverteilung zur Projektion
auf die Fahrbahn verfeinert werden kann. Insbesondere soll eine hohe Lichtleistung
mit einer aufwandsarm ausgestalteten Beleuchtungsvorrichtung erzielt werden.
[0017] Diese Aufgabe wird durch eine Beleuchtungsvorrichtung, welche die Merkmale nach Anspruch
1 aufweist, gelöst.
[0018] Eine erfindungsgemäße Beleuchtungsvorrichtung für ein Fahrzeug umfasst zumindest
eine Lichtquelle und zumindest ein im Strahlengang der Lichtquelle angeordnetes optisches
Abbildungselement. Zwischen der Lichtquelle und Abbildungselement ist ein Flächenelement
angeordnet, welches zumindest zur Ausleuchtung der Brennebene des Abbildungselements
ausgebildet ist. Durch eine derartige Ausgestaltung kann eine sehr feine Aufteilung
der Lichtverteilung der Beleuchtungsvorrichtung erzeugt werden. Es kann eine hohe
Lichtleistung gewährleistet werden. Darüber hinaus ist ein relativ geringer Justageaufwand
für die Komponenten der Beleuchtungsvorrichtung erforderlich.
[0019] Erfindungsgemäß ist das Flächenelement zur Ausleuchtung der Brennebene durch Lichtemission
aufgrund von Anregungen des Materials des Flächenelements durch das von der Lichtquelle
emittierte Licht ausgebildet. Dadurch kann eine hohe Lichtleistung durch Erzeugung
einer umfänglichen Ausleuchtung in der Brennebene der Abbildungsoptik erzielt werden.
[0020] Dabei ist das von der Lichtquelle emittierte Licht über einen Reflektor zum Flächenelement
umgelenkt. Das von der Lichtquelle emittierte Licht wird somit nicht direkt und unmittelbar
auf das Flächenelement abgestrahlt, sondern es wird ein quasi indirekt und mittelbar
auf das Flächenelement eingestrahlt. Der Reflektor ist vorzugsweise ein in zumindest
zwei Raumrichtungen bewegbarer Spiegel. Dadurch kann in aufwandsarmer und dennoch
funktionszuverlässiger Weise die Ablenkung des von der Lichtquelle emittierten Lichtstrahls
auf die gewünschten Stellen des Flächenelements erreicht werden. Durch die vorteilhafte
Ausgestaltung des Mikrospiegels mit einer zweidimensional drehbaren Lagerung kann
diesbezüglich ein hochflexibles Teil bereitgestellt werden, mit dem die Umlenkung
des Lichtstrahls der Lichtquelle schnell und an verschiedenste Positionen des Flächenelements
gewährleistet werden kann. Dadurch können bedarfsabhängig sehr schnell auch unterschiedlichste
Figuren erzeugt und projiziert werden. Gerade beim Einsatz der Beleuchtungsvorrichtung
in bewegten Objekten kann dadurch das Blenden von anderen Objekten, insbesondere Verkehrsteilnehmer,
verhindert werden, da schnell spezifische Bereiche des Flächenelements angestrahlt
oder nicht angestrahlt werden können. Vorzugsweise ist die Oberfläche der Walze so
geformt, dass die Länge der Walze mindestens der Länge oder mindestens der Breite
des Flächenelements entspricht. Ist das Abbildungselement in Segmente unterteilt,
besteht die Walze vorzugsweise aus einzelnen aufeinanderliegenden Scheiben, die gesamtheitlich
wieder die Form einer Walze ergeben, deren Länge mindestens der Länge oder mindestens
der Breite des Flächenelements entspricht. Die Anzahl der Scheiben, deren Oberfläche
vorzugsweise eine Spalte oder Zeile des Flächenelements während einer Drehung beleuchten
können, entspricht vorzugsweise der Anzahl der Segmente in einer Spalte oder Zeile
des Flächenelements. In allen Ausprägungen ist es möglich, den Lichtstrahl der Lichtquelle
während einer Drehung der Walze auf eine Zeile oder Spalte des Flächenelements zu
reflektieren. Um die nächsten Spalten oder Zeilen abzudecken, muss der eindimensional
bewegliche Reflektor den Lichtstrahl auf die nächste Zeile der Walze oder die nächste
Scheibe der Walze lenken. Dadurch vereinfacht sich der zweidimensional gelagerte Reflektor
zu einem eindimensionalen Reflektor und einer rotierenden Walze.
[0021] Es kann auch vorgesehen sein, dass eine Reflektoreinheit einen in einer Raumrichtung
beweglichen Reflektor oder eine drehbar gelagerte Walze aufweist, welche eine reflektierende
Oberfläche aufweist.
[0022] Insbesondere ist durch das Bewegen des Reflektors das Licht in einer durch das menschliche
Auge nicht auflösbaren Geschwindigkeit umlenkbar, wodurch ein projiziertes Gesamtbild
wahrgenommen wird.
[0023] Ferner ist das Flächenelement zur Wellenlängenkonversion des von der Lichtquelle
emittierten Lichts ausgebildet. Vorzugsweise wird durch die Beleuchtungsvorrichtung
ein für das menschliche Auge weiß erscheinendes Licht emittiert. Insbesondere ist
somit das Flächenelement materiell so zusammengesetzt, dass das vom Flächenelement
emittierte Licht für das menschliche Auge weiß erscheint. Diesbezüglich kann die Materialzusammensetzung
des Flächenelements so gewählt sein, dass das von der Lichtquelle emittierte Licht
in einen Spektralbereich konvertiert wird, welcher für sich betrachtet oder in Überlagerung
der Lichtstrahlen ein weißes Licht emittiert.
[0024] Ist in diesem Zusammenhang die Lichtquelle bereits zur Emission von weißem Licht
ausgebildet, so ist es ausreichend, dass das Flächenelement in einer Funktionalität
lediglich zur Ausleuchtung der Brennebene des Abbildungselements ausgebildet ist.
Insbesondere dann, wenn die Lichtquelle nicht zur Emission von weißem Licht konzipiert
ist und durch das Flächenelement eine entsprechende Spektralverschiebung vorzunehmen
ist, ist das Flächenelement vorzugsweise zusätzlich mit der Funktionalität der Wellenlängenkonversion
ausgebildet.
[0025] Die Lichtquelle ist ein Laser, insbesondere eine Laserdiode. Grundsätzlich reicht
somit für die Beleuchtungsvorrichtung lediglich ein Laser als Lichtquelle aus. Es
kann jedoch vorgesehen sein, dass auch mehrere Laser angeordnet sind. Eine Laserlichtquelle
ermöglicht einen relativ geringen Energieverbrauch, so dass auch diesbezüglich ein
energieeffizientes Betreiben der Beleuchtungsvorrichtung möglich ist. Darüber hinaus
kann dadurch eine kompakte und bauteilreduzierte Ausgestaltung der Beleuchtungsvorrichtung
gewährleistet werden. Ein Laser als Lichtquelle ermöglicht eine sehr fein aufgegliederte
Lichtverteilung in der Brennebene der Linse. LED-Arrays können aufgrund der anfangs
erläuterten Gründe eine derartig feine Lichtverteilung nicht erzeugen, ohne dabei
an Lichtintensität zu verlieren. Laser haben darüber hinaus eine geringere Austrittsfläche
als die Fläche einer lichtstarken LED, welche nicht als Laserdiode ausgebildet ist.
[0026] Vorzugsweise ist das Flächenelement im Wesentlichen eben ausgebildet. Durch diese
Ausgestaltung kann die Ausleuchtung der Brennebene besonders effektiv und gleichmäßig
homogen an den jeweils gewünschten Stellen gewährleistet werden.
[0027] Besonders bevorzugt erweist es sich, wenn das Flächenelement in der Brennebene des
Abbildungselements angeordnet ist. Gerade dadurch ist die Anforderung an die optimale
Ausleuchtung der Brennebene besonders vorteilhaft erfüllt.
[0028] Vorzugsweise ist das Flächenelement aus einem eine Phosphorzusammensetzung aufweisenden
Material ausgebildet. Diesbezüglich kann angepasst an die Wellenlänge des von der
Lichtquelle emittierten Lichts eine geeignete Phosphorzusammensetzung verwendet werden.
Dies insbesondere im Hinblick darauf, dass das von dem Flächenelement emittierte Licht
für das menschliche Auge weiß erscheint. Die Anregung der Phosphorschicht erfolgt
vorzugsweise mit einem Laser. Bei der Umwandlung der Laserstrahlung in weißes Licht
in der Phosphorschicht ist die Wellenlänge flexibel.
[0029] Insbesondere kann diesbezüglich eine eindimensional drehbar gelagerte Walze mit spiegelnder
Oberfläche vorgesehen sein. Vorzugsweise ist die Oberfläche der Walze so geformt,
dass eine Spalte oder eine Zeile des Flächenelements mit einer Drehung der Walze komplett
abgedeckt bzw. angestrahlt werden kann.
[0030] Es kann auch vorgesehen sein, dass der Reflektor eine in einer Symmetrieachse verschiebbare
Walze mit spiegelnder Oberfläche ist. Hier entfällt der bewegliche Reflektor vollständig,
da die Lichtquelle direkt auf die Walze strahlt und die Walze eine Zeile oder Spalte
des Flächenelements beleuchtet. Um weitere Zeilen oder Spalten des Flächenelements
zu beleuchten, muss die Walze in Richtung ihrer Rotationsachse verschoben werden.
Vorzugsweise ist die Oberfläche der Walze so geformt, dass eine (virtuelle) Scheibe
der Walze den Lichtstrahl der Lichtquelle auf eine andere Zeile oder Spalte des Flächenelements
lenkt als die anderen (virtuellen) Scheiben der Walze. Auf diese Weise entsteht eine
Reflexionseinheit aus einer um die Rotationsachse drehende Walze, die in Richtung
der Rotationsachse verschiebbar ist. Die Drehung der Walze deckt dabei bei feststehender
Lichtquelle eine Zeile oder Spalte des Abbildungselements ab, während die Verschiebung
in Richtung der Rotationsachse die verschiedenen Spalten oder Zeilen des Flächenelements
erreicht.
[0031] Vorzugsweise ist das Flächenelement aus einem nicht selbstleuchtenden Material ausgebildet.
Eine Lichtemission des Flächenelements erfolgt somit nur dann, wenn durch das Licht
der Lichtquelle eine Anregung des Materials des Flächenelements zur Lichtemission
erfolgt ist. Unerwünschte Lichtemissionen oder Verfälschungen der Lichtfarbe können
dadurch verhindert werden.
[0032] Das Flächenelement weist mehrere definiert voneinander abgegrenzte Flächensegmente
auf. Durch diese Ausgestaltung kann eine feine Aufteilung der Lichtverteilung auf
der Projektionsfläche, insbesondere der Fahrbahn, mit vielen Sektoren bzw. Segmenten
ermöglicht werden. Dies ist insbesondere dann sehr vorteilhaft, wenn verschiedene
Lichtfunktonen dargestellt werden sollen oder eine Lichtfunktion individuell an unterschiedliche
Umgebungsbedingungen angepasst werden soll. Insbesondere ist dies bei der blendfreien
Einstellung eines Fernlichts eines Scheinwerfers eines Fahrzeugs besonders vorteilhaft.
Gerade bei einer derartigen Ausgestaltung kann somit das Blenden von anderen Verkehrsteilnehmern
bei eingestellter Fernlichtfunktion vermieden werden, da automatisch gesteuert einzelne
Flächensegmente nicht angestrahlt und somit nicht zur Lichtemission angeregt werden.
[0033] Die Flächensegmente des Flächenelements sind gleich ausgebildet und in Reihen und
Spalten angeordnet. Somit weist das Flächenelement eine matrixartige Ausgestaltung
mit Flächensegmenten auf.
[0034] Insbesondere ist die Beleuchtungsvorrichtung als Scheinwerfer zur Vorfeldausleuchtung
eines Fahrzeugs und zur Erzeugung eines Fernlichts ausgebildet.
[0035] Es kann vorgesehen sein, dass mit der Beleuchtungsvorrichtung und der einen Lichtquelle,
dem Laser, auch die Abblendlichtfunktion zusätzlich erzeugbar ist. Es kann auch vorgesehen
sein, dass die Abblendlichtfunktion der Beleuchtungsvorrichtung bei der Ausführung
als Scheinwerfer durch eine anderweitige separate Lichtquelle realisierbar ist. In
diesem Zusammenhang könnte auch eine nicht als Laser ausgebildete Diode oder auch
ein LED-Array vorgesehen sein.
[0036] Vorzugsweise ist mit der Beleuchtungsvorrichtung vorgesehen, dass das im Stand der
Technik bekannte LED-Array (beispielsweise das LED-Array in Fig. 1) durch das über
Anregung zur Lichtemission ausgebildete Flächenelement ersetzt ist. Durch den zusätzlichen
Reflektor kann das vorzugsweise von einem Laser emittierte Licht situationsabhängig
derart abgelenkt werden, dass der Laserstrahl die aktuell benötigte Lichtverteilung
auf dem Flächenelement abrastert. Dies geschieht so schnell, dass das Abrastern der
Lichtverteilung für das menschliche Auge nicht sichtbar ist.
[0037] Das Flächenelement dient in seiner vorzugsweisen Ausgestaltung auch dazu, um aus
farbigen und somit im sichtbaren Spektralbereich liegenden Licht oder auch im unsichtbaren
Spektralbereich liegenden Licht der Lichtquelle weißes Licht zu erzeugen. Dieses wird
dann über die Abbildungsoptik, insbesondere zumindest einer Linse, auf die Fahrbahn
projiziert. Ein wesentlicher Vorteil bei der Verwendung eines Lasers und einem segmentierten
Flächenelement ist hierbei, dass die Rasterpunkte deutlich kleiner sind als die Kantenlängen
bei herkömmlichen LED-Chips innerhalb eines Arrays, und somit eine feinere Lichtverteilung
ermöglicht werden kann. Darüber hinaus können eine Vielzahl von Leuchtdioden in einem
Array durch einen einzigen Laser und vorzugsweise einen Reflektor, insbesondere einen
Spiegel, ersetzt werden.
[0038] Prinzipiell kann neben den bereits erläuterten Lichtfunktionen des Fernlichts und
des Abblendlichts eines Scheinwerfers für ein Kraftfahrzeug auch die Realisierung
anderer Lichtfunktionen, wie beispielsweise Kurvenlicht oder Tagfahrlicht etc., mit
der Beleuchtungsvorrichtung erzeugt werden.
[0039] Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand einer schematischen
Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
- Fig.1
- eine schematische Darstellung einer aus dem Stand der Technik bekannten Beleuchtungsvorrichtung;
und
- Fig. 2
- eine schematische Darstellung einer erfindungsgemäßen Beleuchtungsvorrichtung.
[0040] In den Figuren werden gleiche oder funktionsgleiche Elemente mit den gleichen Bezugszeichen
versehen.
[0041] In Fig. 2 ist in einer schematischen Darstellung eine Beleuchtungsvorrichtung als
Frontscheinwerfer 1' für ein Kraftfahrzeug realisiert. In Fig. 2 sind lediglich die
für das Verständnis der Erfindung ausreichenden Komponenten des Frontscheinwerfers
1' gezeigt. Dieser kann darüber hinausgehend eine Mehrzahl weiterer Komponenten aufweisen.
[0042] Der Frontscheinwerfer 1' ist somit zur Vorfeldausleuchtung des Fahrzeugs ausgebildet
und im Ausführungsbeispiel insbesondere mit der nachfolgend erläuterten Vorgehensweise
und den nachfolgend erläuterten Komponenten zur Realisierung der Lichtfunktion des
Fernlichts konzipiert. Insbesondere soll diesbezüglich ein blendfreies Fernlicht realisiert
werden, welches in Abhängigkeit von anderen Verkehrsteilnehmern automatisch gesteuert
unterschiedliche Bereiche des Fernlichts ausspart, die den erkannten Teilnehmer blenden
würden. Dadurch wird ein blendfreies oder adaptives Fernlicht bereitgestellt.
[0043] Der Frontscheinwerfer 1' weist zumindest eine Linse 2 als optisches Abbildungselement
auf. Diese Linse 2 ist im Strahlengang der als Laser 6 ausgebildeten Lichtquelle positioniert.
Darüber hinaus ist in der gezeigten Ausführung in der Brennebene der Linse 2 ein ebenes
Flächenelement 8 angeordnet, welches eine Vielzahl von in Formgestaltung und Ausmaßen
im Wesentlichen gleichen Flächensegmenten 11 aufweist. Das Licht von Parallelbündein,
die nicht parallel zur optischen Achse der Linse 2 verlaufen, wird in einer Ebene
hinter der Linse 2 gesammelt, die genau soweit von der Linse 2 entfernt ist, wie der
Brennpunkt. Diese Ebene wird als Brennebene bezeichnet.
[0044] Das Flächenelement 8 ist zwischen der Linse 2 und dem Laser 6 angeordnet und zur
Ausleuchtung der Brennebene der Linse 2 ausgebildet. Das Flächenelement 8 ist zur
Ausleuchtung der Brennebene durch Lichtemission aufgrund von Anregung des Materials
des Flächenelements 8 durch das von der Lichtquelle, dem Laser 6, emittierten Lichts,
gebildet.
[0045] Darüber hinaus ist das Flächenelement 8 zur Wellenlängenkonversion des von dem Laser
6 emittierten Lichts ausgebildet.
[0046] Zwischen dem Laser 6 und dem Flächenelement 8 ist ein Reflektor 7 angeordnet, welcher
im Ausführungsbeispiel als Mikrospiegel realisiert ist, welcher in zumindest zwei
Raumrichtungen bewegbar ist. Dadurch kann das von dem Laser 6 emittierte Licht 9 umgelenkt
und als reflektierter Strahl 10 auf das Flächenelement 8 geleitet werden. Durch die
flexible Bewegbarkeit des Reflektors 7 können somit spezifische Sektoren bzw. Segmente
11 des Flächenelements 8 bestrahlt und zur Lichtemission angeregt werden.
[0047] Das Material des Flächenelements 8 ist an den Spektralbereich des von einer dem Laser
6 emittierten Lichts 9 dahingehend angepasst, dass eine Konversion des Lichts so erfolgt,
dass das von dem Flächenelement 8 emittierte Licht für das menschliche Auge weiß erscheint.
Vorzugsweise ist das Material des Flächenelements 8 eine Phosphorzusammensetzung.
[0048] Durch die Linse 2 wird das von dem Flächenelement 8 emittierte und für das menschliche
Auge weiß erscheinende Licht auf die Fahrbahn 5 projiziert, wobei diesbezüglich ein
Bildbereich 4' mit den Rastern der projizierten Segmente 12 dargestellt ist. Das Flächenelement
8 dienst somit zum einen als Mattscheibe bezüglich der Ausrichtung der Brennebene
und zum anderen zur Strahlungskonversion des Laserlichts, welches im roten, grünen,
blauen oder für das menschliche Auge unsichtbaren Spektralbereich, liegen kann.
[0049] Durch die Segmentierung des Flächenelements 8 kann die strahlende Fläche begrenzt
werden, welche nach der Projektion auf die Fahrbahn 5 die Sektoren bzw. Segmente 12
des blendfreien Fernlichts ergeben. Die Umlenkung des Lichtstrahls 9 bzw. 10 mit dem
Reflektor 7 und somit die Bewegung und Abrasterung auf dem Flächenelement 8 bzw. den
Segmenten 11 erfolgt so schnell, dass es für das menschliche Auge im Bildbereich 4'
der Projektion nicht wahrnehmbar ist. Die auf die Fahrbahn 5 situationsabhängig projizierten
Sektoren bzw. Segmente 12 erscheinen daher als permanent homogen ausgeleuchtete Bereiche.
[0050] Der Frontscheinwerfer 1' gemäß der Darstellung in Fig. 2 weist somit für die erläuterte
Fernlichtfunktionalität kein LED-Array gemäß der Darstellung in Fig. 1 mehr auf. Dieses
LED-Array 3 ist durch das Flächenelement 8 ersetzt.
[0051] Das Flächenelement 8 ist darüber hinaus aus einem Material ausgebildet, welches selbst
nichtleuchtend ist. Dies bedeutet, dass ohne Anregung des Materials des Flächenelements
8 durch das Licht der Lichtquelle keine Lichtemission erfolgt.
1. Beleuchtungsvorrichtung für ein Fahrzeug mit zumindest einer Lichtquelle (6), welche
ein Laser ist, und zumindest einem im Strahlengang der Lichtquelle (6) angeordneten
optischen Abbildungselement (2),
wobei zwischen der Lichtquelle (6) und dem Abbildungselement (2) ein Flächenelement
(8) angeordnet ist, welches zumindest zur Ausleuchtung der Brennebene des Abbildungselements
(2) ausgebildet ist, und wobei das Flächenelement (8) zur Ausleuchtung der Brennebene
durch Lichtemission aufgrund von Anregung des Materials des Flächenelements (8) durch
das von der Lichtquelle (6) emittierte Licht ausgebildet ist,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Flächenelement (8) mehrere definiert begrenzte, gleich ausgebildete und in Zeilen
und Spalten angeordnete Flächensegmente (11) aufweist, wobei das von der Lichtquelle
(6) emittierte Licht über einen Reflektor (7) zum Flächenelement (8) umgelenkt ist,
wobei
a) der Reflektor (7) ein in zumindest zwei Raumrichtungen bewegbarer Spiegel ist,
oder
b) der Reflektor (7) eine drehbar gelagerte Walze umfasst, welche eine reflektierende
Oberfläche aufweist, und/oder
c) durch das Bewegen des Reflektors (7) das Licht in einer durch das menschliche Auge
nicht auflösbaren Geschwindigkeit umlenkbar ist.
2. Beleuchtungsvorrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Flächenelement (8) zur Wellenlängenkonversion des von der Lichtquelle (6) emittierten
Lichts ausgebildet ist.
3. Beleuchtungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Lichtquelle (6) eine Laserdiode ist.
4. Beleuchtungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Flächenelement (8) im Wesentlichen eben ausgebildet ist.
5. Beleuchtungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Flächenelement (8) aus einem eine Phosphorzusammensetzung aufweisenden Material
ausgebildet ist.
6. Beleuchtungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
die Form der Oberfläche der Walze so ausgebildet ist, dass das von der Lichtquelle
(6) emittierte und von der Walze reflektierte Licht eine vollständige Spalte oder
eine vollständige Zeile des Flächenelements (8) bestrahlt.
7. Beleuchtungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Flächenelement (8) aus einem nicht selbstleuchtenden Material ausgebildet ist.
8. Beleuchtungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, welche als Scheinwerfer
(1') zur Vorfeldausleuchtung eines Fahrzeugs und zur Erzeugung des Fernlichts ausgebildet
ist.
9. Beleuchtungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass
das Flächenelement (8) in der Brennebene des Abbildungselements (2) angeordnet ist.
1. Illumination device for a vehicle having at least one light source (6), which is a
laser, and at least one optical imaging element (2) arranged in the beam path of the
light source (6), wherein there is arranged between the light source (6) and the imaging
element (2) a surface element (8), which is formed at least to illuminate the focal
plane of the imaging element (2), and wherein the surface element (8) is formed to
illuminate the focal plane through light emission due to exciting of the material
of the surface element (8) by the light emitted from the light source (6),
characterised in that
the surface element (8) has multiple distinctly limited, identically formed surface
segments (11) arranged in rows and columns, wherein the light emitted from the light
source (6) is diverted via a reflector (7) to the surface element (8), wherein
a) the reflector (7) is a mirror movable in at least two spatial directions, or
b) the reflector (7) comprises a rotatably mounted roller, which has a reflective
surface, and/or
c) through the movement of the reflector (7) the light is divertable at a speed not
resolvable by the human eye.
2. Illumination device according to claim 1,
characterised in that
the surface element (8) is formed for converting wavelengths of the light emitted
from the light source (6).
3. Illumination device according to any one of the preceding claims,
characterised in that
the light source (6) is a laser diode.
4. Illumination device according to any one of the preceding claims,
characterised in that
the surface element (8) is formed to be essentially flat.
5. Illumination device according to any one of the preceding claims,
characterised in that
the surface element (8) is formed of a material having a phosphorus composition.
6. Illumination device according to any one of the preceding claims,
characterised in that
the shape of the surface of the roller is formed, such that the light emitted from
the light source (6) and reflected by the roller irradiates an entire column or an
entire row of the surface element (8).
7. Illumination device according to any one of the preceding claims,
characterised in that
the surface element (8) is formed of a non-self-luminous material.
8. Illumination device according to any one of the preceding claims, which is formed
as headlamp (1') for illuminating the area in front of a vehicle and to produce the
full beam.
9. Illumination device according to any one of the preceding claims,
characterised in that
the surface element (8) is arranged in the focal plane of the imaging element (2).
1. Dispositif d'éclairage pour un véhicule avec au moins une source de lumière (6) qui
est un laser, et au moins un élément de projection (2) optique agencé dans le trajet
de faisceau de la source de lumière (6), dans lequel un élément de surface (8) est
agencé entre la source de lumière (6) et l'élément de projection (2), lequel est réalisé
au moins pour l'éclairage du plan focal de l'élément de projection (2), et dans lequel
l'élément de surface (8) est réalisé pour l'éclairage du plan focal par émission de
lumière en raison de l'excitation du matériau de l'élément de surface (8) par la lumière
émise par la source de lumière (6),
caractérisé en ce que
l'élément de surface (8) présente plusieurs segments de surface (11) délimités de
manière définie, réalisés de manière identique, et agencés en lignes et colonnes,
dans lequel la lumière émise par la source de lumière (6) est déviée par le biais
d'un réflecteur (7) vers l'élément de surface (8), dans lequel
a) le réflecteur (7) est un miroir mobile dans au moins deux sens spatiaux, ou
b) le réflecteur (7) comporte un rouleau logé de manière à pouvoir tourner qui présente
une surface réfléchissante, et/ou
c) par le déplacement du réflecteur (7) la lumière peut être déviée à une vitesse
non restituable par l'œil humain.
2. Dispositif d'éclairage selon la revendication 1,
caractérisé en ce que
l'élément de surface (8) est réalisé pour la conversion de longueur d'onde de la lumière
émise par la source de lumière (6).
3. Dispositif d'éclairage selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la source de lumière (6) est une diode laser.
4. Dispositif d'éclairage selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'élément de surface (8) est réalisé de manière sensiblement plane.
5. Dispositif d'éclairage selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'élément de surface (8) est réalisé en un matériau présentant une composition de
phosphore.
6. Dispositif d'éclairage selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
la forme de la surface du rouleau est réalisée de sorte que la lumière émise par la
source de lumière (6) et réfléchie par le rouleau irradie une fente complète ou une
ligne complète de l'élément de surface (8).
7. Dispositif d'éclairage selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'élément de surface (8) est réalisé en un matériau non phosphorescent.
8. Dispositif d'éclairage selon l'une des revendications précédentes qui est réalisé
comme phare (1') pour l'éclairage de proximité d'un véhicule et pour la génération
du feu de route.
9. Dispositif d'éclairage selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que
l'élément de surface (8) est agencé dans le plan focal de l'élément de projection
(2).