[0001] Die Erfindung betrifft ein verfahrbares Haushalts-Bodenreinigungsgerät nach den Merkmalen
des Oberbegriffes des Anspruches 1.
[0002] Bodenreinigungsgeräte der in Rede stehenden Art sind unter anderem auch für den Haushaltsbereich
bekannt. Derartige in Rede stehende Haushaltsgeräte weisen eine der Reinigung dienende,
drehende Wischwalze auf, über die die Bearbeitung des zu pflegenden bzw. zu reinigenden
Bodens erreicht wird.
[0003] Aus der
US 2001/00422828 A1 ist ein Haushalts-Bodenreinigungsgerät bekannt, das zwei in Fahrtrichtung beabstandete
Wischwalzen aufweist, die abhängig von der Fahrtrichtung blockiert ein können. Im
Falle einer Blockierung muss das Gerät gegen beide blockierten Wischwalzen bewegt
werden. Es können auch beide Walzen zugleich angehoben werden, wobei dann aber keine
der Walzen mehr in Bodenkontakt ist.
[0004] Ausgehend von dem dargelegten Stand der Technik beschäftigt sich die Erfindungmit
der Aufgabenstellung, ein Haushalts-Bodenreinigungsgerät anzugeben, das bei Ausbildung
einer Wischkante durch eine blockierbare Walze günstig handhabbar it.
[0005] Diese Aufgabe ist beim Gegenstand des Anspruchs 1 gelöst, wobei darauf abgestellt
ist, dass die in der Fahrtrichtung nicht blockierte Wischwalzein eine vertikal beabstandete
Stellung zum zu bearbeitenden Boden angehoben ist, während die blockierte Wischwalze
auf dem Boden aufliegt.
[0006] Entsprechend wird bei einem Fahrtrichtungswechsel die zuvor die Wischkante bildende
Wischwalze in eine hinsichtlich der Bodenbearbeitung inaktive angehobene Stellung
verbracht und die zuvor inaktive Wischwalze in die aktive, die Wischkante bietende
Aktivstellung abgesenkt. Zur Blockierung der abgesenkten Wischwalze können die nachstehend
beschriebenen Mittel Anwendung finden, so beispielsweise die Blockierung mittels Eingriffs
in eine Rastverzahnung. Das Anheben und Absenken der Wischwalze kann elektromechanisch
in Abhängigkeit von einem die Fahrtrichtung erfassenden Sensor erreicht sein. Bevorzugt
wird eine mechanische Ausgestaltung so weiter in der Art, dass die beiden Wischwalzen
in einem gemeinsamen Wippenelement gehaltert sind, mit einer raumparallel zu den Wischwalzenachsen
verlaufenden Wippenachse. In Abhängigkeit von der Fahrtrichtung fällt die bistabile
Wippe in die eine oder andere Position zur Verlagerung der jeweiligen Wischwalze in
die bodenbeaufschlagende Wischkantenstellung. Hierbei nehmen die die jeweilige Wischwalzenachse
und die Wippenachse aufnehmenden Ebenen zueinander einen stumpfen Winkel ein. Dieser
beträgt mehr als 90° und ist in einer bevorzugten Ausgestaltung vom zu reinigenden
Boden abgewandt geöffnet. Der stumpfe Winkel zwischen den Ebenen kann weiter etwa
180° betragen; bevorzugt ist jedoch ein stumpfer Winkel von weniger als 180°; so beispielsweise
von 175, 160oder auch 150°.
[0007] Die in einer Fahrtrichtung des Geräts blockierende Wischwalze formt eine linienartige
Wischkante. Die Walze wird quasi statisch betrieben, so dass diese im Stillstand über
den zu reinigenden Boden bewegt wird. Die Wischkante erstreckt sich hierbei quer zur
Verfahrrichtung des Geräts und übernimmt die Reinigung des Bodens.
[0008] Durch die Einwirkung der stillstehenden Wischkante auf den zu reinigenden Boden und
der relativen Bewegung dieser Kante zum Boden wird Schmutz gelöst, gebunden und abtransportiert.
Bei Bewegung des Gerätes in die entgegen gesetzte Fahrtrichtung wechseln ggf. die
beiden Wischwalzen ihre Zustände, so dass dann die andere Wischwalze durch Blockierung
die Wischkante bildet. Entsprechend ergibt sich zufolge dieser Ausgestaltung immer
eine feststehende Wischkante in einer Fahrtrichtung des Gerätes. So ist in einer Ausführungsform
vorgesehen, dass die in Fahrtrichtung des Gerätes betrachtete vordere Wischwalze eine
Wischkante bildet. Alternativ ist in einer Ausführung vorgesehen, dass stets die in
Verfahrrichtung betrachtete hintere Wischwalze zur Bildung der Wischkante blockiert.
Des Weiteren stellt sich eine Wischkante durch Blockieren einer Wischwalze in nur
einer Gerätefahrrichtung ein, während in der entgegengesetzten Fahrrichtung beide
Wischwalzen blockierungsfrei drehen. In diesem Zusammenhang bietet es sich weiter
an, in der einen Fahrrichtung beide Wischwalzen zu blockieren und in der entgegengesetzten
Richtung frei drehen zu lassen.
[0009] Das vorgeschlagene Gerät eignet sich sowohl zur Trockenbodenreinigung, bei welcher
insbesondere die eine oder beiden blockierten Wischwalzen in der einen und / oder
anderen Richtung abrasiv auf den Boden einwirken, als auch zur Feuchtbodenreinigung,
bei welcher zumindest eine der Wischwalzen befeuchtet wird.
[0010] Weiter kann vorgesehen sein, dass die Blockierung der Wischwalze in der einen Fahrtrichtung
durch einen blockierenden Rast- oder Klemmeinrichtung erreicht ist. Es kann stets
die in Fahrtrichtung des Gerätes betrachtete vordere Wischwalze blockieren. Die Festlegung
der Wischwalze zur Bildung der Wischkante ist durch einen blockierenden Rasteingriff
in dieser Position erreicht. Die Festlegung kann weiter beispielsweise auch durch
Magnetverhaftung erreicht sein. Weiter alternativ kann die Wischwalze auch zur Blockierung
derselben klemmgehaltert sein. Hierzu können Langlochführungen in dem Gerätechassis
vorgesehen sein, in welchen die Wischwalze in Fahrtrichtung relativ verlagerbar ist,
so insbesondere um ein Maß von wenigen Millimetern, beispielsweise von zwei bis fünf
Millimetern, aber auch sechs bis zehn Millimetern. Die Verlagerung der Wischwalze
erfolgt im Zuge der Fahrtrichtungsumkehr, bei welcher die Walze geführt in den Langlöchern
einer Klemmposition zugeführt wird. In dieser Klemmposition wirkt beispielsweise ein
mit der Walze drehfest verbundenes Blockierrad gegen eine chassisseitige Klemmkante,
was zum Blockieren der Wischwalze und zur Bildung der Wischkante führt. Bei einem
erneuten Fahrtrichtungswechsel wird das Blockierrad wieder zur Klemmkante distanziert,
wonach die Wischwalze wieder frei drehbar ist. Auch kann in Abhängigkeit von der Fahrtrichtung
ein die Blockierung herbeiführendes Element der entsprechenden Wischwalze mechanisch
oder elektromechanisch zugeführt werden, dies weiter gegebenenfalls in Abhängigkeit
von einem die jeweilige Fahrtrichtung erfassenden Sensors oder dgl. In einer Ausführungsform
ist vorgesehen, dass die Wischwalze einen mit einer Sägeverzahnung versehenen Abschnitt
aufweist, der lediglich in einer Fahrtrichtung mit einem gehäuseseitig angelenkten
Rastfinger blockierend zusammenwirkt. Hierbei ist weiter bevorzugt eine feine Sägeverzahnung
vorgesehen, so dass bei einem Fahrtrichtungswechsel und entsprechender Blockierung
der Wischwalze die gewünschte blockierte Stellung zur Bildung der Wischkante zügig
erreicht wird. So ist der wirksame Sägezahnabschnitt bevorzugt mit mehr als vier Zähnen
versehen, so weiter mit mehr als fünfzehn Zähnen, so beispielsweise mit fünfundvierzig,
sechzig oder neunzig Zähnen, welche sich weiter in einer Ausführungsform über den
Umfang eines konzentrisch zur Wischwalze angeordneten Festlegungsabschnittes gleichmäßig
verteilen.
[0011] In einer alternativen Ausgestaltung des Erfindungsgegenstandes ist vorgesehen, dass
die nicht blockierte Wischwalze in eine vertikal beabstandete Stellung zum zu bearbeitenden
Boden angehoben ist, während die blockierte Wischwalze auf dem Boden aufliegt. Entsprechend
wird bei einem Fahrtrichtungswechsel die zuvor die Wischkante bildende Wischwalze
in eine hinsichtlich der Bodenbearbeitung inaktive angehobene Stellung verbracht und
die zuvor inaktive Wischwalze in die aktive, die Wischkante bietende Aktivstellung
abgesenkt. Zur Blockierung der abgesenkten Wischwalze können die bereits beschriebenen
Mittel Anwendung finden, so beispielsweise die Blockierung mittels Eingriffs in eine
Rastverzahnung. Das Anheben und Absenken der Wischwalzen kann elektromechanisch in
Abhängigkeit von einem die Fahrtrichtung erfassenden Sensor erreicht sein. Bevorzugt
wird eine mechanische Ausgestaltung, so weiter in der Art, dass die beiden Wischwalzen
in einem gemeinsamen Wippenelement gehaltert sind, mit einer raumparallel zu den Wischwalzenachsen
verlaufenden Wippenachse. In Abhängigkeit von der Fahrtrichtung fällt die bistabile
Wippe in die eine oder andere Position zur Verlagerung der jeweiligen Wischwalze in
die bodenbeaufschlagende Wischkantenstellung. Hierbei nehmen die die jeweilige Wischwalzenachse
und die Wippenachse aufnehmenden Ebenen zueinander einen stumpfen Winkel ein. Dieser
beträgt mehr als 90° und ist in einer bevorzugten Ausgestaltung vom zu reinigenden
Boden abgewandt geöffnet. Der stumpfe Winkel zwischen den Ebenen kann weiter etwa
180° betragen; bevorzugt ist jedoch ein stumpfer Winkel von weniger als 180°, so beispielsweise
von 175,160 oder auch 150°.
[0012] Das Gerät kann zusätzlich zur Abstützung über die Wischwalzen auch alternativ über
Rollen oder Gleitern auf dem zu pflegenden Boden abgestützt sein, so dass sich die
Wippbewegung allein auf das Wippenelement konzentriert. Alternativ kann auch ohne
gesondertes Wippenelement das Gerät als solches als Wippe dienen. Unabhängig von der
konkreten Ausgestaltung der Wippe kann der Wippenwechsel in Abhängigkeit von der Vor-
bzw. Rückhubbewegung des bevorzugt stielgeführten Gerätes erfolgen, so beispielsweise
durch eine sensorische Erfassung der Hubrichtung und nach Signalauswertung motorisch
gesteuertem Wippenwechsel. Die durch den Anwender aufgebrachte Vor-bzw. Rückhubkraft
kann auch rein mechanisch genutzt werden, so kann beispielsweise ein Verbindungsgelenk
zwischen Gerät und Führungsstiel oder dgl. in Vorhub- bzw. Rückhubrichtung anschlagbegrenzt
verlagerbar sein. Bei den Verlagerungsstrecken handelt es sich um Streckenmaße im
Millimeterbereich, so beispielsweise im Bereich von 5 bis insgesamt 20 mm. Diese Relativverlagerung
des Verbindungsgelenkes bzw. eines Abschnittes des Gelenkes wird übertragen über eine
auf die Wippe einwirkende Hebelmechanik. Auch die Wippbewegung des gesamten Gerätes
lässt sich mit dieser Variante ähnlich realisieren, indem beispielsweise bei einer
Ausbildung des Verbindungsgelenkes als Drehkippgelenk deren Achse und eine raumparallel
hierzu angeordnete, den Geräteschwerpunkt aufnehmende Achse in der wippenneutralen
Ausrichtung des Gerätes senkrecht übereinander liegen. Auch hierbei bewirkt die Krafteinwirkung
durch den Anwender bei einer Vorverlagerung des Gerätes ein entsprechendes Abkippen
des Gerätes zur Bodenkontaktierung der in Fahrtrichtung vorderen Wischwalze. Bei Zug
an dem Gerätestiel kippt entsprechend das Gerät um die Wippenachse, so dass hiernach
die zuvor aktive Wischwalze angehoben und die andere Wischwalze abgesenkt ist.
[0013] In einer bevorzugten Ausgestaltung ist stets die in Fahrtrichtung vordere Wischwalze
blockiert zur Bildung einer Wischkante, während die in Fahrtrichtung betrachtete hintere
Wischwalze frei mitläuft bzw. in der angehobenen inaktiven Stellung verweilt. Alternativ
kann auch die in Fahrtrichtung hintere Wischwalze blockieren, während die in selbe
Richtung betrachtete vordere Wischwalze frei drehend mitläuft oder angehoben ist.
Auch können in einer Fahrtrichtung beide Wischwalzen blockieren, während sie in der
anderen Fahrtrichtung frei drehen.
[0014] Als besonders vorteilhaft erweist sich in einer Weiterbildung, dass sich in Abhängigkeit
von einem Fahrtrichtungswechsel an der blockierten Wischwalze eine gegenüber der letzten
Blockierstellung dieser Wischwalze geänderte Rotationsstellung einstellt. Im Zuge
einer Feuchtreinigung eines Bodens wird demzufolge die vorhandene Walzenoberfläche
optimal ausgenutzt. Diese schmutzt über den gesamten Umfang annähernd gleichmäßig
an und kann somit bis zur Rückanschmutzung auf den Boden voll genutzt werden. Bei
einer nach einem Fahrtrichtungswechsel in einer Fahrtrichtung mitlaufenden Wischwalze
stellt sich durch das damit einhergehende Blockieren der Wischwalze eine zufällig
erreichte Blockier-Rotationsstellung ein. Bei der allein durch die Reibung zum zu
reinigenden Boden mitlaufenden Wischwalze ergeben sich bei jedem Richtungswechsel
zufällige Wischkanten an der jeweils aktiven Wischwalze. Alternativ kann die blockierte
Rotationsstellung durch Drehen der Wischwalze um einen vorgegebenen Winkelbetrag erreicht
sein, dies weiter beispielsweise durch Drehen der Wischwalze in einer angehobenen
Stellung derselben. So ist ein segmentales Drehen der inaktiven, d. h. nicht die Wischkante
bildenden Wischwalze erreicht. Die Wischwalze wird entsprechend um einen vorgegebenen
Winkelbetrag weiter gedreht. Die Anzahl der verschiedenen Wischkanten über den Umfang
der Wischwalze betrachtet ist demzufolge vorgegeben. So kann insbesondere in Abhängigkeit
vom Walzendurchmesser ein segmentales Weiterdrehen der Walze um wenige Winkelgrade,
so beispielsweise um 2° bis 5° vorgesehen sein, um hiernach für den nächsten Richtungswechsel
eine neue Wischkante anzubieten. Das segmentale Weiterdrehen der inaktiven, d. h.
nicht die Wischkante bildenden Wischwalze kann in der angehobenen, d. h. in der zum
zu reinigenden Boden beabstandeten Stellung der Walze erfolgen.
[0015] In einer beispielhaften Ausgestaltung ist zum segmentalen Weiterdrehen der Wischwalze
zunächst ein die Fahrbewegung des Geräts erfassendes, frei laufendes Laufrad vorgesehen.
Dieses wird im Zuge der Gerätebewegung in Fahrtrichtung gedreht. In Abhängigkeit von
der Fahrtrichtung bewirkt das mitlaufende Laufrad die Verlagerung der Wischwalze um
einen vorbestimmten Winkelbetrag. Bei einer Bewegung in die entgegen gesetzte Fahrtrichtung
wird diese Wischwalzenverstellung um einen vorbestimmten Winkelbetrag vorbereitet.
Hierzu ist in einer bevorzugten Ausgestaltung vorgesehen, dass das Laufrad zur Verlagerung
der Wischwalze um einen vorbestimmten Winkelbetrag mittels eines Ausrückzapfens auf
einen verschiebbaren Hebel einwirkt. Der Ausrückzapfen ist hierzu exzentrisch zur
Laufradachse angeordnet. Der Hebel wird bei einer Verlagerung aus einer vorbereiteten
Stellung heraus über den Ausrückzapfen zur segmentalen Verlagerung der Wischwalze
verlagert und ist in dieser Stellung bei weiterer Verlagerung des Gerätes in die gewählte
Fahrtrichtung und entsprechender Drehrichtung des Laufrades von dem Ausrückzapfen
überlaufbar. Der Hebel weist zur Zusammenwirkung mit einem die Wischwalze antreibbaren
Zahnrad einen Mitnahmevorsprung auf. Dieser ist bevorzugt zahnartig gebildet, querschnittsangepasst
an die Zahnlücken des Zahnrades. Der lineare Verschiebeweg des Hebels infolge einer
rückwärtigen Beaufschlagung über den Ausrückzapfen ist bevorzugt so ausgelegt, dass
im Zuge dieser Verlagerung ein Weiterdrehen des Zahnrades um einen Zahn erreicht wird.
Auch die Verlagerung des Zahnrades um jeweils mehr als einen Zahn, so beispielsweise
je Hub um zwei Zähne oder drei Zähne ist möglich. Der Hebel ist in der verschobenen
Verlagerungsstellung, d. h. in der Stellung nach Erreichen des segmentalen Weiterdrehens
der Wischwalze zur Blockierung der Wischwalze gesichert gegen eine selbsttätige Rückverlagerung.
Dies ist beispielsweise erreicht durch eine Sperrklinke, die formschlüssig mit dem
Hebel in der verschobenen Verlagerungsstellung zusammenwirkt. Bei Einhaltung der gewählten
Fahrtrichtung ist diese Sperrklinke von dem Ausrückzapfen überlaufbar. Bei Änderung
der Fahrtrichtung und damit einhergehendem Wechsel der Drehrichtung des Laufrades
wirkt der Ausrückzapfen so auf die Sperrklinke ein, dass diese verlagert wird zur
Freigabe des Hebels. Letzterer wird in die Ausgangsstellung rückverlagert, was in
einer bevorzugten Ausgestaltung federunterstützt geschieht. In dieser rückverlagerten
Stellung liegt der Mitnahmevorsprung des Hebels zugeordnet einer Zahnlücke bereit
für die nächste Zahnradverlagerung bei einem Fahrtrichtungswechsel. Bevorzugt ist
diesbezüglich weiter, dass das Rückverlagerungsmaß des Hebels angepasst ist an ein
Abstandsmaß zweier benachbarter Zahnlücken des Zahnrades.
[0016] Eine der Wischwalzen ist im Zusammenhang mit einer Feuchtreinigung des Bodens mit
einer Flüssigkeit, beispielsweise mit mit einem Reinigungsmittel versetzten Wasser
zu befeuchten, so insbesondere die die Wischkante bietende Wischwalze. So ist weiter
bevorzugt, dass beide Wischwalzen zu befeuchten sind, dies weiter kombinativ auch
in Abhängigkeit von der gewählten Verfahrrichtung des Gerätes. Mit Bezug auf die übliche
Verfahrrichtung des Gerätes ist in einer Weiterbildung des Erfindungsgegenstandes
zwischen den beiden Wischwalzen eine dritte Nachwischwalze angeordnet. Auch diese
kann, wie die Wischwalzen auch, mit einem Reinigungstuch oder dgl. umspannt sein,
so weiter beispielsweise mit einem Mikrofasertuch. Die Nachwischwalze weist bevorzugt
einen gegenüber den beiden weiteren Wischwalzen größeren Durchmesser auf und ist zudem
ständig angetrieben, so in etwa über einen Elektromotor. Die Nachwischwalze dreht
hierüber stets in eine Richtung, dies unabhängig von der Verfahrrichtung des Gerätes.
Lösungen sehen jedoch vor, die Drehrichtung der Nachwischwalze insbesondere bei längeren
Verfahrwegen des Gerätes in nur eine Richtung an die Verfahrrichtung anzupassen, dies
weiter beispielsweise selbsttätig auslösend in Abhängigkeit von dem Verfahrrichtungswechsel.
Auch kann die Nachwischwalze in einfachster Weise mitlaufend angeordnet sein, demzufolge
die Drehgeschwindigkeit der Nachwischwalze in Abhängigkeit steht zur Verfahrgeschwindigkeit
des Gerätes. Bei einem elektromotorischen Antrieb der Nachwischwalze kann hingegen
die Drehgeschwindigkeit derselben größer oder aber auch kleiner der Verfahrgeschwindigkeit
des Gerätes sein.
[0017] In einer weiter bevorzugten Ausgestaltung des Erfindungsgegenstandes sind die Wischwalzen
und/oder die Nachwischwalze mit einem entfernbaren Reinigungstuch umspannt. Hierbei
kann es sich um ein Mikrofasertuch handeln, welches beispielsweise mit der Wischwalze
klettverbunden ist. Alternativ kann das Reinigungstuch auch strumpfartig über die
Wischwalze gezogen sein. In jedem Fall ist eine einfache Handhabung zur Entnahme des
Reinigungstuches gegeben, um dieses einer Reinigung, so beispielsweise einer Waschmaschinenreinigung
zuzuführen.
[0018] Bei einer Anordnung der beiden Wischwalzen in einem Wippenelement ist in einer bevorzugten
Ausgestaltung des Gegenstandes vorgesehen, dass die Achse der zwischen den Wischwalzen
angeordneten Nachwischwalze zugleich die Wippenachse ist. Über die Nachwischwalze
kann auch das entscheidende Moment auf die Wippe wirken, um diese umschlagen zu lassen,
so dass die entsprechende Wischwalze in die bodenbeaufschlagende Blockierstellung
fällt.
[0019] Auch kann die aktive, entsprechend die Wischkante bildende Wischwalze oder weiter
alternativ auch beide Wischwalzen zugleich beispielsweise kontinuierlich schrittweise
gedreht werden, wobei die erreichte Drehgeschwindigkeit generell geringer gewählt
ist als eine übliche Verfahrgeschwindigkeit des Gerätes, so dass sich zwischen mindestens
einer der Wischwalzen und dem zu reinigenden Boden ein Schlupf einstellt. Hieraus
resultiert eine sich zumindest intervallartig sich ergebende Wischkante.
[0020] Es kann zwischen zwei in Fahrtrichtung beabstandeten, jeweils befeuchtbaren Wischwalzen
eine zwischen den befeuchtbaren Wischwalzen angeordnete Nachwischwalze vorgesehen
sein. Zufolge dieser Ausgestaltung ist ein Bodenfeuchtreinigungsgerät der in Rede
stehenden Art geschaffen, mittels welchem eine Wischreinigung insbesondere von Hartböden
in für den Benutzer einfacher und bequemer Weise erreicht werden kann. Es sind zwei,
bevorzugt in jeder Fahrtrichtung - d. h. in der Regel vom Benutzer aus betrachtet
vorne und hinten - zugeordnete Wischwalzen vorgesehen, die weiter bevorzugt in Abhängigkeit
von der Fahrtrichtung befeuchtet werden. Über die befeuchteten Wischwalzen wird der
zu reinigende Boden wiederum befeuchtet, wobei diesbezüglich eine nebelfeuchte Bodenbearbeitung
bevorzugt wird. Entsprechend bedarf es nur geringer Mengen von Flüssigkeit. Die beiden
Wischwalzen sind randkantennah zugeordnet der Stirnseite und der rückwärtigen Seite
des Gerätes zugeordnet, dies weiter sich erstreckend quer zur üblichen Verfahrrichtung
des Gerätes, womit über die axiale Walzenlänge zugleich die Bearbeitungsbreite definiert
ist. Unabhängig von der jeweiligen Verfahrrichtung nach vorne oder nach hinten ist
jeweils hinter der in Verfahrrichtung vorderen Wischwalze die Nachwischwalze geschaltet,
die gleichfalls aktiv in die Bodenbearbeitung eingreift. Diese nimmt beispielsweise
überschüssige Flüssigkeitsmengen vom Boden sowie gegebenenfalls durch die erste Wischwalze
nicht aufgenommene Schmutzpartikel auf und hinterlässt bevorzugt einen nebelfeuchten
Belag auf dem gereinigten Boden.
[0021] Die Nachwischwalze ist in einer Ausgestaltung des Erfindungsgegenstandes befeuchtbar,
wird entsprechend aktiv mittels einer Flüssigkeitszufuhr mit Flüssigkeit versetzt.
Die Flüssigkeitszufuhr kann hierbei kontinuierlich oder intervallartig erfolgen. Weiter
alternativ kann die Nachwischwalze auch nicht befeuchtbar sein. Dies kann beispielsweise
auch in Abhängigkeit vom Verschmutzungsgrad oder von der Bodenbelagart individuell
geregelt sein. Darüber hinaus kann die Nachwischwalze einen größeren Durchmesser aufweisen
als eine oder beide befeuchtbare Wischwalzen, welch letztere zudem in einer Ausgestaltung
gleiche Durchmesser besitzen. So entspricht der Durchmesser der Nachwischwalze etwa
dem 1,1 bis 2-Fachen des Wischwalzen-Durchmessers, so weiter beispielsweise dem 1,3
bis 1,5-Fachen. Eine mögliche Ausgestaltung sieht vor, dass die Nachwischwalze einen
kleineren oder gleich großen Durchmesser aufweist als eine oder beide Wischwalzen.
So kann der Durchmesser der Nachwischwalze beispielsweise dem 0,7- bis 1-Fachen, so
weiter beispielsweise dem 0,75- bis 0,9-Fachen des Durchmesser einer Wischwalze entsprechen.
[0022] In einer Weiterbildung des Erfindungsgegenstandes ist vorgesehen, dass die beiden
Wischwalzen drehbar sind, von denen jedoch in jeder Fahrtrichtung des Geräts eine
blockiert. Die in Fahrtrichtung des Geräts blockierende Wischwalze formt hierbei eine
linienartige Wischkante. Die Walze wird quasi statisch betrieben, so dass diese im
Stillstand über den zu reinigenden Boden bewegt wird. Die Wischkante erstreckt sich
hierbei quer zur Fahrtrichtung des Gerätes und übernimmt die Reinigung des Bodens.
[0023] Durch die Einwirkung der stillstehenden Wischkante auf den zu reinigenden Boden und
der relativen Bewegung dieser Kante zum Boden wird Schmutz gelöst, gebunden und abtransportiert.
Bei Bewegung des Gerätes in die entgegen gesetzte Fahrtrichtung wechseln die beiden
Wischwalzen ihre Zustände, so dass dann die andere Wischwalze durch Blockierung die
Wischkante bildet. Entsprechend ergibt sich zufolge dieser Ausgestaltung immer eine
feststehende Wischkante im in Fahrtrichtung des Gerätes betrachteten vorderen Bereich.
Alternativ kann in einer Ausführung vorgesehen sein, dass stets die in Verfahrrichtung
betrachtete hintere Wischwalze zur Bildung der Wischkante blockiert.
[0024] Weiter kann vorgesehen sein, dass beide Wischwalzen in jeder Fahrtrichtung auf dem
zu reinigenden Boden aufliegen und dass die Blockierung der Wischwalze in der einen
Fahrtrichtung durch einen blockierenden Rast- oder Klemmeingriff erreicht ist, während
in der anderen Fahrtrichtung der Eingriff verhindert ist und die Wischwalze mitläuft.
So kann stets die in Fahrtrichtung des Gerätes betrachtete vordere Wischwalze blockieren,
während die hintere, entsprechend nachlaufende Wischwalze mitläuft. Bei einem Fahrtrichtungswechsel
des Gerätes wechseln entsprechend auch die Zustände der Wischwalzen, so dass hiernach
die zuvor mitlaufende Wischwalze dann blockiert und die zuvor die Wischkante bildende
Wischwalze frei mitläuft. Die Festlegung der Wischwalze zur Bildung der Wischkante
ist durch einen blockierenden Rasteingriff in dieser Position erreicht. Die Festlegung
kann weiter beispielsweise auch durch Magnetverhaftung erreicht sein. Weiter alternativ
kann die Wischwalze auch zur Blockierung derselben klemmgehaltert sein. Hierzu können
Langlochführungen in dem Gerätechassis vorgesehen sein, in welchen die Wischwalze
in Fahrtrichtung relativ verlagerbar ist, so insbesondere um ein Maß von wenigen Millimetern,
beispielsweise von zwei bis fünf Millimetern, aber auch sechs bis zehn Millimetern.
Die Verlagerung der Wischwalze erfolgt im Zuge der Fahrtrichtungsumkehr, bei welcher
die Walze geführt in den Langlöchern einer Klemmposition zugeführt wird. In dieser
Klemmposition wirkt beispielsweise ein mit der Walze drehfest verbundenes Blockierrad
gegen eine chassisseitige Klemmkante, was zum Blockieren der Wischwalze und zur Bildung
der Wischkante führt. Bei einem erneuten Fahrtrichtungswechsel wird das Blockierrad
wieder zur Klemmkante distanziert, wonach die Wischwalze wieder frei drehbar ist.
Auch kann in Abhängigkeit von der Fahrtrichtung ein die Blockierung herbeiführendes
Element der entsprechenden Wischwalze mechanisch oder elektromechanisch zugeführt
werden, dies weiter gegebenenfalls in Abhängigkeit von einem die jeweilige Fahrtrichtung
erfassenden Sensors oder dgl. In einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Wischwalze
einen mit einer Sägeverzahnung versehenen Abschnitt aufweist, der lediglich in einer
Fahrtrichtung mit einem gehäuseseitig angelenkten Rastfinger blockierend zusammenwirkt,
während in der anderen Fahrtrichtung und damit einhergehender entgegen gesetzter Drehung
der Wischwalze der Rastfinger ratschenartig die Sägeverzahnung überläuft. Hierbei
ist weiter bevorzugt eine feine Sägeverzahnung vorgesehen, so dass bei einem Fahrtrichtungswechsel
und entsprechender Blockierung der Wischwalze die gewünschte blockierte Stellung zur
Bildung der Wischkante zügig erreicht wird. So ist der wirksame Sägezahnabschnitt
bevorzugt mit mehr als vier Zähnen versehen, so weiter mit mehr als fünfzehn Zähnen,
so beispielsweise mit fünfundvierzig, sechzig oder neunzig Zähnen, welche sich weiter
in einer Ausführungsform über den Umfang eines konzentrisch zur Wischwalze angeordneten
Festlegungsabschnittes gleichmäßig verteilen.
[0025] In einer alternativen Ausgestaltung des Erfindungsgegenstandes ist vorgesehen, dass
die nicht blockierte Wischwalze in eine vertikal beabstandete Stellung zum zu bearbeitenden
Boden angehoben ist, während die blockierte Wischwalze auf dem Boden aufliegt. Entsprechend
wird bei einem Fahrtrichtungswechsel die zuvor die Wischkante bildende Wischwalze
in eine hinsichtlich der Bodenbearbeitung inaktive angehobene Stellung verbracht und
die zuvor inaktive Wischwalze in die aktive, die Wischkante bietende Aktivstellung
abgesenkt. Zur Blockierung der abgesenkten Wischwalze können die bereits beschriebenen
Mittel Anwendung finden, so beispielsweise die Blockierung mittels Eingriffs in eine
Rastverzahnung. Das Anheben und Absenken der Wischwalzen kann elektromechanisch in
Abhängigkeit von einem die Fahrtrichtung erfassenden Sensor erreicht sein. Bevorzugt
wird eine mechanische Ausgestaltung, so weiter in der Art, dass die beiden Wischwalzen
in einem gemeinsamen Wippenelement gehaltert sind, mit einer raumparallel zu den Wischwalzenachsen
verlaufenden Wippenachse. In Abhängigkeit von der Fahrtrichtung fällt die bistabile
Wippe in die eine oder andere Position zur Verlagerung der jeweiligen Wischwalze in
die bodenbeaufschlagende Wischkantenstellung. Hierbei nehmen die die jeweilige Wischwalzenachse
und die Wippenachse aufnehmenden Ebenen zueinander einen stumpfen Winkel ein. Dieser
beträgt mehr als 90° und ist in einer bevorzugten Ausgestaltung vom zu reinigenden
Boden abgewandt geöffnet. Der stumpfe Winkel zwischen den Ebenen kann weiter etwa
180° betragen; bevorzugt ist jedoch ein stumpfer Winkel von weniger als 180°, so beispielsweise
von 175,160 oder auch 150°.
[0026] Das Gerät kann über Rollen oder Gleitern auf dem zu pflegenden Boden abgestützt sein,
so dass sich die Wippbewegung allein auf das Wippenelement konzentriert. Alternativ
kann auch ohne gesondertes Wippenelement das Gerät als solches als Wippe dienen. Unabhängig
von der konkreten Ausgestaltung der Wippe kann der Wippenwechsel in Abhängigkeit von
der Vor- bzw. Rückhubbewegung des bevorzugt stielgeführten Gerätes erfolgen, so beispielsweise
durch eine sensorische Erfassung der Hubrichtung und nach Signalauswertung motorisch
gesteuertem Wippenwechsel. Die durch den Anwender aufgebrachte Vor- bzw. Rückhubkraft
kann auch rein mechanisch genutzt werden, so kann beispielsweise ein Verbindungsgelenk
zwischen Gerät und Führungsstiel oder dgl. in Vorhub- bzw. Rückhubrichtung anschlagbegrenzt
verlagerbar sein. Bei den Verlagerungsstrecken handelt es sich um Streckenmaße im
Millimeterbereich, so beispielsweise im Bereich von 5 bis insgesamt 20 mm. Diese Relativverlagerung
des Verbindungsgelenkes bzw. eines Abschnittes des Gelenkes wird übertragen über eine
auf die Wippe einwirkende Hebelmechanik. Auch die Wippbewegung des gesamten Gerätes
lässt sich mit dieser Variante ähnlich realisieren, indem beispielsweise bei einer
Ausbildung des Verbindungsgelenkes als Drehkippgelenk deren Achse und eine raumparallel
hierzu angeordnete, den Geräteschwerpunkt aufnehmende Achse in der wippenneutralen
Ausrichtung des Gerätes senkrecht übereinander liegen. Auch hierbei bewirkt die Krafteinwirkung
durch den Anwender bei einer Vorverlagerung des Gerätes ein entsprechendes Abkippen
des Gerätes zur Bodenkontaktierung der in Fahrtrichtung vorderen Wischwalze. Bei Zug
an dem Gerätestiel kippt entsprechend das Gerät um die Wippenachse, so dass hiernach
die zuvor aktive Wischwalze angehoben und die andere Wischwalze abgesenkt ist.
[0027] In einer bevorzugten Ausgestaltung ist stets die in Fahrtrichtung vordere Wischwalze
blockiert zur Bildung einer Wischkante, während die in Fahrtrichtung betrachtete hintere
Wischwalze frei mitläuft bzw. in der angehobenen inaktiven Stellung verweilt. Alternativ
kann auch die in Fahrtrichtung hintere Wischwalze blockieren, während die in selbe
Richtung betrachtete vordere Wischwalze frei drehend mitläuft oder angehoben ist.
[0028] Als besonders vorteilhaft erweist sich in einer Weiterbildung, dass sich in Abhängigkeit
von einem Fahrtrichtungswechsel an der blockierten Wischwalze eine gegenüber der letzten
Blockierstellung dieser Wischwalze geänderte Rotationsstellung einstellt. Im Zuge
einer Feuchtreinigung eines Bodens wird demzufolge die vorhandene Walzenoberfläche
optimal ausgenutzt. Diese schmutzt über den gesamten Umfang annähernd gleichmäßig
an und kann somit bis zur Rückanschmutzung auf den Boden voll genutzt werden. Bei
einer nach einem Fahrtrichtungswechsel in einer Fahrtrichtung mitlaufenden Wischwalze
stellt sich durch das damit einhergehende Blockieren der Wischwalze eine zufällig
erreichte Blockier-Rotationsstellung ein. Bei der allein durch die Reibung zum zu
reinigenden Boden mitlaufenden Wischwalze ergeben sich bei jedem Richtungswechsel
zufällige Wischkanten an der jeweils aktiven Wischwalze. Alternativ kann die blockierte
Rotationsstellung durch Drehen der Wischwalze um einen vorgegebenen Winkelbetrag erreicht
sein, dies weiter beispielsweise durch Drehen der Wischwalze in einer angehobenen
Stellung derselben. So ist ein segmentales Drehen der inaktiven, d. h. nicht die Wischkante
bildenden Wischwalze erreicht. Die Wischwalze wird entsprechend um einen vorgegebenen
Winkelbetrag weiter gedreht. Die Anzahl der verschiedenen Wischkanten über den Umfang
der Wischwalze betrachtet ist demzufolge vorgegeben. So kann insbesondere in Abhängigkeit
vom Walzendurchmesser ein segmentales Weiterdrehen der Walze um wenige Winkelgrade,
so beispielsweise um 2° bis 5° vorgesehen sein, um hiernach für den nächsten Richtungswechsel
eine neue Wischkante anzubieten. Das segmentale Weiterdrehen der inaktiven, d. h.
nicht die Wischkante bildenden Wischwalze kann in der angehobenen, d. h. in der zum
zu reinigenden Boden beabstandeten Stellung der Walze erfolgen.
[0029] In einer beispielhaften Ausgestaltung ist zum segmentalen Weiter drehen der Wischwalze
zunächst ein die Fahrbewegung des Geräts erfassendes, frei laufendes Laufrad vorgesehen.
Dieses wird im Zuge der Gerätebewegung in Fahrtrichtung gedreht. In Abhängigkeit von
der Fahrtrichtung bewirkt das mitlaufende Laufrad die Verlagerung der Wischwalze um
einen vorbestimmten Winkelbetrag. Bei einer Bewegung in die entgegen gesetzte Fahrtrichtung
wird diese Wischwalzenverstellung um einen vorbestimmten Winkelbetrag vorbereitet.
Hierzu ist in einer bevorzugten Ausgestaltung vorgesehen, dass das Laufrad zur Verlagerung
der Wischwalze um einen vorbestimmten Winkelbetrag mittels eines Ausrückzapfens auf
einen verschiebbaren Hebel einwirkt. Der Ausrückzapfen ist hierzu exzentrisch zur
Laufradachse angeordnet. Der Hebel wird bei einer Verlagerung aus einer vorbereiteten
Stellung heraus über den Ausrückzapfen zur segmentalen Verlagerung der Wischwalze
verlagert und ist in dieser Stellung bei weiterer Verlagerung des Gerätes in die gewählte
Fahrtrichtung und entsprechender Drehrichtung des Laufrades von dem Ausrückzapfen
überlaufbar. Der Hebel weist zur Zusammenwirkung mit einem die Wischwalze antreibbaren
Zahnrad einen Mitnahmevorsprung auf. Dieser ist bevorzugt zahnartig gebildet, querschnittsangepasst
an die Zahnlücken des Zahnrades. Der lineare Verschiebeweg des Hebels infolge einer
rückwärtigen Beaufschlagung über den Ausrückzapfen ist bevorzugt so ausgelegt, dass
im Zuge dieser Verlagerung ein Weiterdrehen des Zahnrades um einen Zahn erreicht wird.
Auch die Verlagerung des Zahnrades um jeweils mehr als einen Zahn, so beispielsweise
je Hub um zwei Zähne oder drei Zähne ist möglich. Der Hebel ist in der verschobenen
Verlagerungsstellung, d. h. in der Stellung nach Erreichen des segmentalen Weiterdrehens
der Wischwalze zur Blockierung der Wischwalze gesichert gegen eine selbsttätige Rückverlagerung.
Dies ist beispielsweise erreicht durch eine Sperrklinke, die formschlüssig mit dem
Hebel in der verschobenen Verlagerungsstellung zusammenwirkt. Bei Einhaltung der gewählten
Fahrtrichtung ist diese Sperrklinke von dem Ausrückzapfen überlaufbar. Bei Änderung
der Fahrtrichtung und damit einhergehendem Wechsel der Drehrichtung des Laufrades
wirkt der Ausrückzapfen so auf die Sperrklinke ein, dass diese verlagert wird zur
Freigabe des Hebels. Letzterer wird in die Ausgangsstellung rückverlagert, was in
einer bevorzugten Ausgestaltung federunterstützt geschieht. In dieser rückverlagerten
Stellung liegt der Mitnahmevorsprung des Hebels zugeordnet einer Zahnlücke bereit
für die nächste Zahnradverlagerung bei einem Fahrtrichtungswechsel. Bevorzugt ist
diesbezüglich weiter, dass das Rückverlagerungsmaß des Hebels angepasst ist an ein
Abstandsmaß zweier benachbarter Zahnlücken des Zahnrades.
[0030] Eine weitere Erleichterung der Bodenbearbeitung, insbesondere der Feuchtbodenbearbeitung
ist dadurch erreicht, dass eine Absaugung vorgesehen ist. Zufolge dieser Ausgestaltung
wird die übliche Hartbodenreinigung, nämlich Kehren bzw. Aufsaugen, Wischen und Nachwischen
mit nur einem Gerät erreicht. Es bedarf entsprechend nicht der Handhabung mehrerer
unterschiedlicher Geräte. Die Absaugung kann hierbei gesondert und unabhängig von
der Wischbearbeitung erfolgen, so weiter beispielsweise zeitlich zueinander getrennt.
So kann zunächst mit dem Gerät eine Absaugung des zu reinigenden Bodens durchgeführt
werden, wonach beispielsweise durch Umschalten die Wischfunktion herbeigeführt wird.
Bevorzugt wird diesbezüglich jedoch die unmittelbare Bodenbearbeitung durch Absaugen
und nachfolgender Wischbearbeitung, was durch eine Positionierung der Absaugung in
Fahrtrichtung vor der jeweiligen Wischwalze erreicht ist. So ist eine Absaugung beschränkt
auf den Bereich einer oder beider Wischwalzen vorgesehen. Die Absaugung erfolgt in
vorteilhafter Weise über die gesamte Gerätebreite, d. h. weiter bevorzugt zumindest
über die axiale Länge der Wischwalzen. Ist jeder Wischwalze eine Absaugung zugeordnet,
so können im Zuge der Bodenbearbeitung unabhängig von der jeweiligen Verfahrrichtung
beide Absaugabschnitte stets aktiviert sein.
[0031] In einer Weiterbildung des Erfindungsgegenstandes ist diesbezüglich vorgesehen, dass
bei zwei in Fahrtrichtung entsprechend dem Abstand der Wischwalzen distanzierten Absaugbereichen
eine Umschaltung der Absaugung in Abhängigkeit von der Fahrtrichtung möglich ist,
was eine Intensivierung der Saugleistung im Bereich der jeweils aktivierten Absaugung
bewirkt. Dies ist weiter in der Regel der in Fahrtrichtung betrachtet jeweils vordere
Absaugbereich vor der zugeordneten Wischwalze. Bei zwei in Fahrtrichtung entsprechend
dem Abstand der Wischwalzen distanzierten Absaugbereichen vereinen sich deren Absaugwege
bevorzugt innerhalb des Gerätes und führen zu einer Saug-/Gebläse-Einheit, die weiter
innerhalb des Gerätes angeordnet sein kann, alternativ aber auch über eine geräteseitige
Schnittstelle extern vorgesehen anschließbar sein kann.
[0032] Die Befeuchtung der Wischwalze bzw. beider Wischwalzen erfolgt in einer Ausgestaltung
über Kapillartransport, so beispielsweise durch Anordnung einer sich über die Länge
der Wischwalze erstreckende Borstenleiste, die rückwärtig in Kontakt steht zu einem
Flüssigkeitstank. Die freien Enden der Borstenleiste stehen hierbei in unmittelbarem
Kontakt zu der Walzenoberfläche. Alternativ kann auch eine Art Docht oder dgl. zwischengeschaltet
sein. Auch kann die Flüssigkeit zu den Wischwalzen über eine Pumpe oder einem druckgesteuerten
Zylinder gefördert werden. Weiter denkbar sind auch Lösungen, bei welchem die Flüssigkeit
gravimetrisch der Walze zugeführt wird. Der Flüssigkeitsauftrag auf die Walze nach
dem Transport aus dem Tank in den Walzenbereich kann über Düsen, Tropfleisten oder
auch Schlitzmembrane erreicht sein.
[0033] Weiter alternativ oder auch kombinativ zu den vorbeschriebenen Lösungen ist vorgesehen,
dass die Wischwalze durch einen zeitlich begrenzten, gegebenenfalls sich wiederholenden
Flüssigkeits-Freistrahl mit Durchlaufen eines Strahlmaximums befeuchtet wird. Dieser
Freistrahl wird über eine Düse freigesetzt, wobei ein beispielsweise über eine Pumpe
erzeugter Flüssigkeitsdruck im Zuweg zu der Düse schieberartig beispielsweise mittels
eines Ventils freigesetzt wird. Hieraus ergibt sich aus der Verschlussstellung heraus
zunächst eine zunehmende Strahlintensität, die nach Durchlaufen eines Strahlmaximums
im Zuge des Ventilschließens wieder an Intensität abnimmt. Es kann weiter vorgesehen
sein, dass der Flüssigkeitsauftrag auf die Walze getaktet, intervallartig erfolgt,
welcher Auftrag weiter gegebenenfalls in Abhängigkeit von der Verfahrrichtung des
Gerätes aktiviert bzw. deaktiviert sein kann. Eine Düse ist einem Ende der Wischwalze
zugeordnet, demzufolge die Befeuchtung mittels des Flüssigkeits-Freistrahls ausgehend
von einem Ende der Wischwalze orientiert an der Längserstreckung der Walze in Richtung
auf das entfernte Ende der Walze erfolgt. Durch die vorgesehene zunächst zunehmende
Strahlintensität und das Durchlaufen eines Strahlmaximums bevorzugt im Bereich des
der Düse gegenüberliegenden Endes der Wischwalze und der hiernach abnehmenden Strahlintensität
ist eine gleichmäßige Befeuchtung der Wischwalze über ihre gesamte Länge von nur einer
Seite her ausgehend erreicht. Weiter können auch zwei Düsen vorgesehen sein, die gegeneinander
gerichtet angeordnet sind, so weiter jeweils eine Düse zugeordnet einem Ende der Wischwalze.
Ein insbesondere gleichmäßiger Flüssigkeitsauftrag auf den zu pflegenden bzw. zu reinigenden
Boden wird erreicht, indem der Strahl in vertikaler Projektion dem Zenit der Wischwalze
zugeordnet ist.
[0034] Eine Ausführungsform sieht vor, dass die Wischwalze über mehrere, auf den Zenit der
Wischwalze gerichtete Düsen befeuchtet wird. Diesbezüglich können zwei oder mehr Düsen
vorgesehen sein, die weiter im Wesentlichen senkrecht zur Rotationsachse der Wischwalze
ausgerichtet sind. Darüber hinaus können auch vier, sechs oder neun bis zwölf solcher
Düsen oberseitig der Walze angeordnet sein, darüber hinaus weiter auch jeder weitere
ganzzahlige Wert über zwei. Der Flüssigkeitsauftrag über diese Düsen kann kontinuierlich
erfolgen, dies weiter bevorzugt nur dann, wenn die zugeordnete Wischwalze blockiert
ist und die Wischkante bietet. Auch eine Intervall-Befeuchtung der Wischwalze über
die Düsen ist möglich. Die Düsen sind weiter in Nebeneinanderanordnung entlang einer
Raumparallelen zur Wellenachse angeordnet. In dieser Ausrichtung bietet sich an, die
Düsen zur zeitlich begrenzten Befeuchtung der Wischwalze über eine gemeinsame Zuleitung
zu versorgen. So können weiter die Düsen unmittelbar aus einer raumparallel zur Wellenachse
ausgerichteten Flüssigkeitszuleitung heraus geformt sein. Zufolge dieser Ausgestaltung
ist eine gleichmäßige Befeuchtung der Wischwalze auf günstige Weise ermöglicht.
[0035] In weiter bevorzugter Ausgestaltung ist die Nachwischwalze angetrieben, so insbesondere
über einen in dem Gerät integriert angeordneten Elektromotor. Die Nachwischwalze kann
diesbezüglich eine bevorzugte Drehrichtung aufweisen die entweder in üblicher Verfahrrichtung
nach vorne oder entgegen gesetzt hierzu gerichtet ist. Denkbar ist diesbezüglich auch
eine Ausgestaltung, bei welcher insbesondere bei längeren gleichgerichteten Verfahrstrecken,
so beispielsweise bei der Feuchtreinigung von längeren Fluren oder dgl., mit dem Wechsel
der Verfahrrichtung des Gerätes zugleich auch eine Drehumkehr der Nachwischwalze durchgeführt
wird. Die Drehgeschwindigkeit der Nachwischwalze ist jedenfalls unterschiedlich zu
der üblichen Verfahrgeschwindigkeit des Gerätes, so weiter bevorzugt um ein mehrfaches
schneller als die übliche Verfahrgeschwindigkeit des Gerätes im Zuge einer üblichen,
handgeführten Bedienung desselben. Möglich sind auch Lösungen, bei welchen die Drehgeschwindigkeit
der Nachwischwalze geringer ist als die Verfahrgeschwindigkeit des Gerätes, womit
sich im Bereich der Nachwischwalze ein Schlupf einstellt. In weiterer alternativer
Ausgestaltung ist die Nachwischwalze nicht aktiv angetrieben, sondern mitlaufend ausgebildet.
[0036] Der die Reinigungsflüssigkeit aufnehmende Tank des Gerätes ist in bevorzugter Ausgestaltung
jedenfalls zu seinem größeren Anteil zwischen den Wischwalzen angeordnet. Dieser kann
weiter zu einem großen Teil unterflurseitig des Gerätes ausgebildet sein. Ein solcher
Flüssigkeitstank kann weiter mit Wasser oder auch mit einem fertigen Wasser-Reinigungsmittel-Gemisch
gefüllt sein. Alternativ ist auch ein Zweikammer-Tank vorstellbar, der Wasser und
Reinigungsmittelkonzentrat (in Form von Flüssigkeit, Pulver, Taps oder dgl.) getrennt
enthält und zur Befeuchtung in geeigneter Weise gebrauchsfertig vermischt.
[0037] Die Wischwalzen und/oder die Nachwischwalze verschmutzen oberflächenseitig im Bereich
insbesondere ihres aufgespannten Reinigungstuches oder dgl. im Zuge der Bodenbearbeitung.
Demzufolge ist eine Reinigung der Walzen erforderlich. Hierzu sind die Walzen, d.
h. die Wischwalzen und/oder die Nachwischwalze entnehmbar in dem Gerät angeordnet.
Um hierbei eine hygienisch günstige Lösung zu schaffen, können die Walzen mit entsprechenden
Handhabungslaschen versehen sein, so dass eine Entnahme der Walzen ohne direkten Kontakt
mit den verschmutzen Reinigungsflächen erreicht werden kann. Die Walzen sind weiter
so ausgelegt, dass diese waschmaschengeeignet sind. Auch ist eine Lösung denkbar,
bei welcher alle zu reinigenden Walzen, nämlich in bevorzugter Ausgestaltung die beiden
Wischwalzen und die Nachwischwalze, zusammen entnehmbar in einer Kassette gehaltert
sind, welche Kassette durch den Benutzer leicht vom Gerät entfernbar ist. Auch hierdurch
ist eine hygienisch günstige Lösung geschaffen. Weiter alternativ bietet sich auch
eine Lösung an, bei der die Wischwalzen und/oder die Nachwischwalze mit einem entfernbaren
Reinigungstuch, beispielsweise Mikrofasertuch, umspannt sind. Um bei der Feuchtbearbeitung
von großen Räumen oder mehreren Räumen eine Zwischenreinigung der Walzen anzubieten,
kann weiter eine Zwischenreinigungs-Station vorgesehen sein, die gegebenenfalls eine
Reinigungsflüssigkeit aufweisend mit rotierenden Bürsten oder dgl. mechanisch auf
die Walzen des auf dieser Station aufgesetzten Geräts einwirken. Hierbei ist es möglich,
dass die stationsseitigen Bürsten aktiv angetrieben werden und diese gegen die geräteseitigen
Walzen unter Abtragung des aufgesammelten Schmutzes, insbesondere des Grobschmutzes
arbeiten. Auch kann die Station passiv, d. h. nicht aktiv angetrieben mit dem Gerät
zusammenwirken, indem die Walzen des Gerätes in Rotation versetzt werden und diese
gegen feststehende Bürsten der Station arbeiten.
[0038] Um das Aufnehmen von Flüssigkeit über die Absaugeinrichtung zu verhindern ist weiter
in dem vorgesehenen Saugkanal des Gerätes ein Feuchtabscheider vorgesehen. Dieser
ist so ausgelegt, dass eine Differenzierung von Schmutz- bzw. Staubpartikeln und Wasserpartikeln
im Saugluftstrom erreicht ist, so dass die Schmutz- und Staubpartikel einem Staubfilter
zugeführt und die abgeschiedene Flüssigkeit zurück in den Tank geführt werden kann.
Alternativ kann der Feuchteabscheider auch so ausgelegt sein, dass bei Überschreiten
eines vorbestimmten Feuchtegrades in der Saugluft der Saugkanal gesperrt wird und
so eine weitere Absaugung unterbunden wird.
[0039] Auch kann ein den Saugkanal überwachender Feuchtesensor vorgesehen sein, der den
Feuchtegrad in der partikelbehafteten Saugluft misst. Im Falle einer detektierten
Flüssigkeit bzw. im Falle eines Überschreitens eines vorgegebenen Feuchtemaßes in
dem Saugkanal wird ein die Absaugung erbringendes Gebläse ausgeschaltet oder zumindest
auf eine für einen Flüssigkeitstransport nicht ausreichende Minimalleistung reduziert.
Zufolge auch dieser Ausgestaltung ist einem Aufsaugen eines Mediums mit erhöhtem Feuchtegrad
sicher entgegengewirkt. Insbesondere das Aufsaugen von Flüssigkeiten ist hierdurch
unterbunden.
[0040] Als Feuchtesensor kann ein kapazitiver Sensor zum Einsatz kommen. Derartige Sensoren
sind beispielsweise aus dem technischen Gebiet der Feuchtemessgeräte für Wände bekannt.
Hierbei ist der Sensor derart abgestimmt, dass dieser nur auf Wasserpartikel reagiert
und analog zur festgestellten Feuchtemenge ein Signal ausgibt. Ein solcher Sensor
kann im Strömungskanal des Gerätes eingesetzt sein, so weiter bevorzugt in einem abgewinkelten
Kanalabschnitt, so dass der Sensor im Bereich der sich ergebenden Prallfläche möglicher
Feuchtepartikel diese auch sicher detektiert. Der ermittelte Sensorwert wird von einer
nachgeschalteten Elektronik aufbereitet und mit einem vorgegebenen Sollwert verglichen,
dessen festgestellte Überschreitung ein sofortiges Sicherheitsabschalten des Staubsaugers
zur Folge hat.
[0041] Das vorgeschlagene Gerät kann als selbstfahrendes Gerät im Sinne eines Saug-/Wischroboters
gestaltet sein, weiter jedoch auch als Vorsatzgerät für einen üblichen Haushalts-Staubsauger,
über welchen Staubsauger zum einen die Elektroversorgung des Vorsatzgerätes erfolgt.
Zum anderen ist über den Staubsauger auch der Saugluftstrom-Anschluss erreicht, wozu
die geräteseitigen Absaugwege vereint über ein übliches Dreh-/Kippgelenk als Geräteschnittstelle
mit dem Staubsauger verbunden sind.
[0042] Nachstehend ist die Erfindung anhand der beigefügten Zeichnung, welche lediglich
Ausführungsbeispiele darstellt, näher erläutert. Es zeigt:
- Fig. 1
- in perspektivischer Darstellung ein Haushalts-Bodenreinigungsgerät in Form eines Feuchtreinigungs-Vorsatzgerätes
mit angeschlossenem Staubsauger;
- Fig. 2
- das Bodenreinigungsgerät in einer perspektivischen Ein-zeldarstellung nach Abnahme
einer Gerätehaube;
- Fig. 3
- die Ansicht gemäß dem Pfeil III in Fig. 2;
- Fig. 4
- die Ansicht gemäß dem Pfeil IV in Fig. 2;
- Fig. 5
- die Unteransicht gegen das Gerät;
- Fig. 6
- die Stirnansicht gegen das Gerät gemäß dem Pfeil VI in Fig. 2;
- Fig. 7
- die Rückansicht gegen das Gerät gemäß dem Pfeil VII in Fig. 2;
- Fig. 8
- den schematischen Schnitt gemäß der Linie VIII-VIII in Fig. 5;
- Fig. 9
- den schematischen Schnitt gemäß der Linie IX-IX in Fig. 5;
- Fig. 10
- eine schematische, geraffte Schnittdarstellung gemäß der Linie X-X in Fig. 5;
- Fig. 11
- das Bodenreinigungsgerät der ersten Ausführungsform in einer perspektivischen Explosionsdarstellung;
- Fig. 12
- einen Querschnitt durch das Gerät in einer zweiten Ausführungsform einer Walze zugeordnete
Befeuchtungseinrichtung betreffend;
- Fig. 13
- den Schnitt gemäß der Linie XIII-XIII in Fig. 12;
- Fig. 14
- einen Querschnitt gemäß Fig. 9, eine alternative Ausgestaltung betreffend;
- Fig. 15
- das Reinigungsgerät in einer Seitenansicht, eine weitere Ausführungsform betreffend;
- Fig. 16
- eine schematische Längsschnittdarstellung des Gerätes nach Fig. 15;
- Fig. 17
- eine der Fig. 15 entsprechende Darstellung, jedoch bei einer Verlagerung des Geräts
in die entgegen gesetzte Richtung;
- Fig. 18
- eine der Fig. 16 entsprechende Darstellung, jedoch die Stellung gemäß Fig. 17 betreffend;
- Fig. 19
- in einer weiteren Ausführungsform eine Wischwalze mit einem drehfest daran angeordnetem
Blockierrad, bei Lagerung der Wischwalze in Langlochführungen des Gerätegehäuses,
die Freilaufstellung der Wischwalze betreffend;
- Fig. 20
- eine der Fig. 19 entsprechende Darstellung, jedoch die Klemm-Blockierstellung betreffend;
- Fig. 21
- einen Querschnitt durch das Blockierrad in der Klemm-Blockierstellung;
- Fig. 22
- eine schematische Perspektivdarstellung einer Mechanik zur Verlagerung der Wischwalze
um einen vorbestimmten Winkelbetrag in Abhängigkeit von der Fahrrichtung des Geräts.
[0043] Dargestellt und beschrieben ist zunächst mit Bezug zu Fig. 1 ein verfahrbares Haushalts-Bodenreinigungsgerät
1 als Vorsatzgerät 2 für einen hier stielgeführten Haushalts-Staubsauger 3. Letzterer
weist in üblicher Form ein Grundgehäuse 4 auf, in welchem eine nicht dargestellte
Saug-/Gebläse-Einheit angeordnet ist. Über diese ist ein Saugluftstrom erreichbar.
[0044] An dem Grundgehäuse 4 des Staubsaugers 3 ist eine, einen nicht dargestellten Filterbeutel
aufnehmende Kassette 5 anscharniert. Über den Filterbeutel erfolgt die Filtrierung
der schmutzbeladenen Saugluft.
[0045] Zur Führung des Staubsaugers 3 ist dieser mit einem an dem Grundgehäuse 4 festgelegten
Stiel 6 versehen. Dieser weist endseitig einen Handgriff 7 auf. Die Elektroversorgung
erfolgt über ein in den Handgriff einlaufendes Elektrokabel 8.
[0046] Das als Feuchtreinigungsgerät ausgebildete Bodenreinigungsgerät 1 ist über ein Dreh-/Kippgelenk
9 an dem Staubsauger 3 sowohl elektrisch als auch strömungstechnisch angeschlossen.
Das Gelenk 9 bietet die Möglichkeit des Verkippens des Staubsaugers 3 gegenüber dem
Vorsatzgerät 2 im Zuge der üblichen Arbeit. Weiter kann dass Gelenk 9 eine sogenannte
Parkposition aufweisen, in welcher der angeschlossene Staubsauger 3 über eine 90°
Position, d. h. über eine Vertikalausrichtung desselben hinaus in Richtung auf eine
Stirnseite des Geräts 1 verlagert und in dieser Stellung rastgehaltert ist. Diese
Stellung kann weiter mit Schaltfunktionen verbunden sein, so beispielsweise eine Leistungsreduzierung
des Sauggebläses und/oder das Abschalten staubsaugerseitiger und/oder vorsatzgeräteseitiger
Elektromotoren.
[0047] Das Bodenreinigungsgerät 1 ist von den Abmaßen her angepasst an übliche Vorsatzgeräte
in Form von Saugdüsen und/oder Bürstenreinigungsgeräten. Entsprechend ist eine Höhe
des Bodenreinigungsgerätes 1 gewählt, die das Unterfahren üblicher Möbelstücke erlaubt;
dies beispielsweise erreicht durch eine Höhe von etwa 150 mm. Die quer zu einer üblichen
Verfahrrichtung r betrachtete Breite entspricht etwa einem 3- bis 4-Fachen der Gerätehöhe,
dies weiter bei einem im Wesentlichen annähernd quadratischen Grundriss.
[0048] Das Gerät 1 ist unterseitig mit drei den Chassisboden durchsetzenden und in Betriebsstellung
auf dem zu reinigenden Boden 10 aufliegenden Walzen versehen. Es sind diesbezüglich
zwei Wischwalzen 11, 12 und eine Nachwischwalze 13 vorgesehen. Über diese Walzen stützt
sich das Gerät 1 auf dem Boden 10 ab.
[0049] In einer alternativen Ausgestaltung kann das Chassis 16 über gesonderte Laufrollen
verfügen, über welche sich das Gerät 1 auf dem zu reinigenden Boden 10 abstützt. In
diesem Fall sind die Wischwalzen 11, 12 und gegebenenfalls die Nachwischwalze 13 nur
mit ihrem Eigengewicht und/oder auch unter definierter Federvorbelastung auf dem Boden
10 geführt. Es ist so eine Entkopplung der vom Anwender über den Stiel 6 eingeleiteten
Kraft und vom Gerätegewicht erreicht.
[0050] Die Walzen erstrecken sich alle quer zur üblichen Verfahrrichtung r und entsprechend
auch quer zur dieser Verfahrrichtung r entgegen gesetzten Richtung r', welche Bewegungsrichtungen
r und r' der üblichen Arbeitsbewegung des Benutzers eines Staubsaugers resultiert,
nämlich generell abwechselnd vor und zurück, dies weiter gegebenenfalls unter leichtem
Ausweichen aus der Linearen heraus, um so eine nächste Bahn zu bearbeiten.
[0051] Die Wischwalze 11 ist dem Stirnbereich 14 des Gerätes zugeordnet, während die andere
Wischwalze 12 im rückwärtigen Bereich 15 positioniert ist. In diesem rückwärtigen
Bereich 15 ist oberseitig das erwähnte Dreh-/Kippgelenk 9 ausgebildet.
[0052] Die Wischwalzen 11 und 12 erstrecken sich annähernd über die gesamte quer zur Verfahrrichtung
r bzw. r' betrachtete Gerätebreite, so weiter konkret in dem dargestellten Beispiel
etwa über 85 % dieser Breite.
[0053] Entsprechend der vorbeschriebenen Anordnung ist die Wischwalze 11 bei einer Bewegung
des Gerätes 1 in Verfahrrichtung r vorne angeordnet und die Wischwalze 12 hinten,
während bei einem Verfahren des Wischgerätes 1 in Richtung r' die Wischwalze 12 vorne
und die Wischwalze 11 hinten positioniert ist.
[0054] Zwischen den beiden Wischwalzen 11 und 12 ist in der in den Fig. 1 bis 11 dargestellten
ersten Ausführungsform unmittelbar benachbart zu der Wischwalze 11 die Nachwischwalze
13 positioniert. Diese ist zunächst gegenüber den Wischwalzen 11 und 12 in Axialrichtung
betrachtet kürzer ausgestaltet, weist entsprechend dem dargestellten Ausführungsbeispiel
nur eine axiale Länge auf, die etwa 75 % der in selbe Richtung gemessenen Gehäusebreite
entspricht. Darüber hinaus ist die Nachwischwalze 13 gegenüber jeder Wischwalze 11,
12 durchmesservergrößert. So sind in dem dargestellten Ausführungsbeispiel beide Wischwalzen
11 und 12 durchmessergleich, während der Durchmesser der Nachwischwalze 13 demgegenüber
etwa um das 1,3-Fache vergrößert ist.
[0055] Die parallel ausgerichteten Achsen der Wischwalzen 11 und 12 sowie der Nachwischwalze
13 sind so positioniert, dass die Walzen unterseitig eine gemeinsame Auflageebene
aufspannen.
[0056] Indem sich zwischen der Nachwischwalze 13 und der Wischwalze 12 ergebenden Bereich
ist ein sich auch unterflurseitig des Chassis 16 sich quer zur Verfahrrichtung r bzw.
r' erstreckender Tank 17 vorgesehen. Dieser geht einerseits im Bereich einer Gehäusebreitseite
über in einen in etwa rechtwinklig nach oben gerichteten Abschnitt 18. Dieser ist
mit einem Einfüllstutzen 19 versehen, der in Betriebsstellung von einem Schraubdeckel
20 überfangen ist. Über den Einfüllstutzen 19 ist der Tank mit einer Reinigungsflüssigkeit
befüllbar.
[0057] Der Einfüllstutzen 19 durchsetzt eine Gerätehaube 21, die zudem Seitenschürzen, sowie
Front- und Heck-Schürzen bildet, welche Schürzen unterseitig mit zum Boden 10 gerichtete
Dichtleisten 53 versehen sind. Die Schürzen erstrecken sich in Richtung auf den zu
pflegenden Boden 10 und enden mit ihren Dichtleiten 53 mit geringfügigem Abstand zu
diesem, so dass der Reinigungsbereich des Gerätes 1 annähernd zu den Seiten hin abgedeckt
ist.
[0058] Jeder Wischwalze 11 ist ein Absaugbereich 22, 23 zugeordnet, dies weiter jeweils
bezogen auf die Verfahrrichtung r bzw. r' unmittelbar vorgeschaltet. So ist der Absaugbereich
22 in Verfahrrichtung r vor der Wischwalze 11 und der Absaugbereich 23 in Verfahrrichtung
r' vor der Wischwalze 12 angeordnet.
[0059] Im Wesentlichen sind die Absaugbereiche 22, 23 düsenartig, sich über die gesamte
Gehäusebreite erstreckend ausgebildet, wobei in dem sich ergebenden schlitzartigen
Düsenmund 24 zur Vergleichmäßigung der Saugverhältnisse über die gesamte Gehäusebreite
Leitbleche 25 vorgesehen sind.
[0060] Die nach unten in Richtung auf den zu reinigenden Boden 10 gerichteten, offenen Absaugbereiche
22, 23 setzen sich fort in unter der Gerätehaube 21 geführte kanalartige Absaugwege
26, 27, die etwa in Überdeckung zu dem unterflurseitig vorgesehenen Tank 17 zu einem
Strömungskanal 28 zusammengeführt sind. Letzterer ist angeschlossen an den in dem
Dreh-/Kippgelenk 9 ausgeformten Kanal 29, über welchen der Saugleitungsanschluss an
den Staubsauger 3 erfolgt.
[0061] In dem Strömungskanal 28, weiter im abgewinkelten Übergangsbereich zum im Dreh- /Kippgelenk
9 ausgeformten Kanal 29 ist ein kapazitiver Sensor S angeordnet. Dieser dient als
Feuchtesensor, der so abgestimmt ist, dass dieser nur auf Wasserpartikel reagiert
und analog zur festgestellten Feuchtemenge ein Signal ausgibt. Die Anordnung des Sensors
S ist hierbei so gewählt, dass dieser eine Prallfläche für mögliche Feuchtepartikel
darstellt. Der ermittelte Sensorwert wird von einer nachgeschalteten Elektronik aufbereitet
und mit einem vorgegebenen Sollwert verglichen. Bei Feststellung einer Überschreitung
erfolgt ein sofortiges Sicherheitsabschalten des Staubsaugers oder eine für einen
Flüssigkeitstransport nicht ausreichende Reduzierung auf eine Minimalleistung. Zufolge
dieser Ausgestaltung ist einem Aufsaugen eines Mediums mit erhöhtem Feuchtegrad sicher
entgegengewirkt. Insbesondere das Aufsaugen von Flüssigkeiten ist hierdurch unterbunden.
[0062] Beide Absaugbereiche 22 und 23 sind nach Einschalten des Staubsaugers 3 und entsprechender
Aufbringung der Saugleistung aktiv, so dass entsprechend ständig über beide Absaugbereiche
22 und 23 angesaugt wird. Eine alternative Lösung sieht vor, jeweils nur den in Verfahrrichtung
r bzw. r' vorderen Absaugbereich 22 oder 23 zu aktivieren und entsprechend den anderen
Absaugbereich 23, 22 zu deaktivieren, um so im jeweils aktiven Absaugbereich annähernd
maximale Saugleistung zu erzielen.
[0063] Die Nachwischwalze 13 ist aktiv angetrieben. Hierzu dient ein in dem Gerät 1 integriert
angeordneter Elektromotor 30, der über ein Übersetzungsgetriebe 31 auf eine Antriebswelle
32 einwirkt. Letztere ist mit einer Kupplungsverzahnung 33 versehen.
[0064] Die zunächst als zylindrischer Hohlkörper ausgeformte Nachwischwalze 13 ist einerends
mit einem formschlüssig einsetzbaren Kupplungsteil 34 versehen. Dieses weist wandungsaußenseitig
radial vorstehende Mitnahmemittel 35 auf, die in entsprechende, in den Zeichnungen
nicht dargestellte wandungsinnenseitig der Nachwischwalze 13 ausgeformte Mitnahmevertiefungen
eingreifen. Zentral ist das Kupplungsteil 34 mit einer Nabe 36 versehen, die innenseitig
zur Zusammenwirkung mit der Kupplungsverzahnung 33 der Antriebswelle 32 ausgebildet
ist. Über die Nabe 36 bzw. über das Kupplungsteil 34 ist die formschlüssige Drehmitnahme
der Nachwischwalze 13 erreicht.
[0065] Anderends ist die Nachwischwalze 13 abgestützt und sowohl in Axial- als auch Radialrichtung
gehaltert durch einen chassisseitig festlegbaren Zentrierzapfen 37.
[0066] Die Nachwischwalze 13 ist im Betriebszustand des Gerätes 1 stets rotationsangetrieben.
[0067] Die beiden Wischwalzen 11 und 12 sind entgegen der Nachwischwalze 13 nicht aktiv
angetrieben. Diese weisen zunächst jeweils in Axialrichtung verlängert über die jeweiligen
Stirnfläche hinausragend Achskörperstummel 38 auf, mit welchem die Wischwalzen 11
und 12 in entsprechenden Achsaufnahmen 39 des Chassis 16 einliegen. Über diese ist
auch eine axiale Sicherung der Wischwalzen 11 und 12 erreicht.
[0068] Im Bereich der der Antriebsseite der Nachwischwalze 13 zugewandten Enden der Wischwalzen
11 und 12 tragen die dort ausgeformten Achskörperstummel 38 jeweils ein Zahnrad 40,
41. Dieses ist drehfest mit dem Achskörperstummel 38 und hierüber mit der Wischwalze
11 bzw. 12 verbunden.
[0069] Die beiden Zahnräder 40 und 41 weisen jeweils umlaufend eine Sägeverzahnung auf.
Diese Sägeverzahnungen 42 und 43 wirken zusammen mit chassisseitig festgelegten, ausfedernd
ausgebildeten Rastfingern 44 und 45. Aus der gegenläufigen Verzahnung der beiden Wischwalzen
11 und 12 ergeben sich im Zusammenhang mit den entsprechend einwirkenden Rastfingern
44 und 45 richtungsabhängige Drehmitnahmen der Wischwalzen 11 und 12 bzw. Blockierungen,
wobei eine Drehung einer Wischwalze 11 bzw. 12 allein durch Reibschluss zum zu bearbeitenden
Boden 10 im Zuge der Bodenbearbeitung und der dabei einhergehenden Verlagerung des
Geräts erreicht wird.
[0070] Wie insbesondere aus der schematischen Darstellung in Fig. 10 zu erkennen sind die
Sägeverzahnungen 42 und 43 so gewählt, dass bei einer Vorverlagerung des Gerätes 1
in Verfahrrichtung r die vordere Wischwalze 11 durch entsprechende Einwirkung des
Rastfingers 44 auf die Sägeverzahnung 42 blockiert, während die hintere Wischwalze
12 bei ratschenartigen Ausweichen des entsprechenden Rastfingers 45 über die Sägeverzahnung
43 frei dreht. Bei entsprechend entgegen gesetzter Verfahrrichtung (Pfeile r') ändert
sich der Zustand dahingehend, dass nunmehr die Wischwalze 11 dreht, während die dann
in Verfahrrichtung vordere Wischwalze 12 blockiert.
[0071] Durch die jeweils blockierende Wischwalze 11 oder 12 wird diese in diesem Zustand
statisch betrieben. Dies bedeutet, dass diese im Stillstand über den zu reinigenden
Boden 10 geschoben wird. Es stellt sich hierbei eine Wischkante entlang der Berührungslinie
zwischen Wischwalze und zu reinigendem Boden 10 ein. Diese Wischkante übernimmt die
Reinigung des Bodens durch die Bewegung dieser temporären Kante relativ zum Boden
10, wodurch der Schmutz gelöst, gebunden und abtransportiert wird.
[0072] Bei einem Wechsel der Verfahrrichtung beispielsweise von Richtung r nach r' oder
umgekehrt wechselt auch die Wischkante auf die andere Wischwalze, die dann blockiert,
während die, die Wischkante zuvor anbietende Wischwalze wieder frei dreht. Dies hat
zur Folge, dass bei einem nächsten Wechsel der Verfahrrichtung eine neue, zufällig
erreichte Wischkante entsteht, was den Vorteil einer annähernd gleichmäßigen Anschmutzung
der gesamten Walzenoberfläche im Zuge eines Reinigungsvorganges hat. Es werden entsprechend
bis zu einer Rückanschmutzung auf den Boden immer wieder neue, saubere Wischkanten
eingestellt.
[0073] Die Wischwalzen 11 und 12 wie auch die Nachwischwalze 13 sind umlaufend überzogen
von einem tuchartigen Reinigungsbelag 46, 47, beispielsweise in Form eines Mikrofasertuchs.
[0074] Weiter sind die Walzen 11 bis 13 aus dem Gerät 1 entnehmbar, so insbesondere seitlich
aus dem Gerät 1 gegebenenfalls nach einem Abheben der Gerätehaube 21 herausziehbar,
um die Walzen einer Reinigung zuzuleiten.
[0075] Die Wischwalzen 11 und 12 werden zur Feuchtreinigung des Bodens 10 befeuchtet. Hierzu
sind in dem durch das Chassis 16 tunnelartig die jeweilige Wischwalze 11 und 12 überdeckenden
Raum Düsen 48 vorgesehen. Diese werden über nicht dargestellte Schlauchleitungen unter
Zwischenschaltung einer Pumpe 49 aus dem Tank 17 versorgt.
[0076] Jeder Wischwalze 11 und 12 sind zwei Düsen 48 zugeordnet, so weiter jeweils in Axialrichtung
betrachtet eine Düse endseitig, wobei weiter die beiden einer Wischwalze 11 bzw. 12
zugeordneten Düsen 48 aufeinander zugerichtet positioniert sind.
[0077] Es wird jeweils die blockierte Wischwalze 11 bzw. 12 über die Düsen 48 befeuchtet,
so weiter entsprechend der Verfahrrichtung des Gerätes die jeweils vordere, die Wischkante
anbietende Wischwalze 11 oder 12. Die Düsen 48, die der frei drehbaren Wischwalze
12, 11 zugeordnet sind, sind deaktiviert. Die jeweilige Beschickung der Düsen 48 der
blockierten Wischwalze 11 oder 12 wird richtungsabhängig von einer nicht näher dargestellten
Elektronik 50 gesteuert.
[0078] Der Wechsel von einem Düsenpaar zu dem anderen Düsenpaar in Abhängigkeit von einem
Verfahrrichtungswechsel erfolgt über ein der Pumpe 49 zugeordnetes, nicht dargestelltes
Ventil, welches beispielsweise schieberartig arbeitet. Hieraus ergibt sich bei einer
Aktivierung der Düsen 48 ein Flüssigkeits-Freistrahl mit zunächst zunehmender Strahlintensität
bis hin zu einem Starkstrahl im Strahlmaximum, wonach im Zuge des schieberartigen
Verschließens des Ventils die Strahlintensität wieder abnimmt. Bei einer Auslegung
der aufeinander zuweisenden Düsen 48, bei welcher jede Düse 48 die zugeordnete Walze
über die halbe axiale Länge befeuchtet, wird zufolge dieser Ausgestaltung ein gleichmäßiger
Flüssigkeitsauftrag auf die Walze erreicht, dies weiter in vertikaler Projektion zugeordnet
dem Zenit der Wischwalze 11 bzw. 12. Alternativ kann zur Ventilausgestaltung auch
beispielsweise ein Drehelement oder ein Drehschieber Anwendung finden.
[0079] Über Kapillarwege wird die aufgebrachte Flüssigkeit durch den jeweiligen Reinigungsbelag
46 bzw. 47 in den Bereich der sich einstellenden Wischkante verbracht.
[0080] Eine alternative Ausgestaltung der Befeuchtungseinrichtung für die Wischwalze 11
bzw. 12 ist in den Fig. 12 und 13 dargestellt. Hier steht der Tank 17 bzw. die in
dem Tank 17 aufbewahrte Flüssigkeit direkt mit einer Befeuchtungseinrichtungseinrichtung
in Kontakt. Letztere ist gebildet durch eine Borstenleiste 51, die für den Kapillartransport
zuständig ist. Diese Borstenleiste 51 erstreckt sich oberhalb des Walzenzenits über
die gesamte axiale Länge der Walze, wobei die freien Enden der Borsten einen parallel
zur Walzenachse ausgerichteten Docht 52 benetzen. Von dem durchtränkten Docht 52 wird
die Flüssigkeit über die zugeordnete Wischwalze 11 bzw. 12 abgetragen. Der Kapillartransport
kann weiter auch durch einen Schwammkörper oder andere kapillar wirkende Elemente
erreicht sein.
[0081] In Fig. 14 ist eine weitere alternative Ausgestaltung einer Befeuchtungseinrichtung
für eine Wischwalze 11 bzw. 12 dargestellt. Diese Befeuchtungseinrichtung ist gebildet
durch mehrere, auf den Zenit der Wischwalze 11 bzw. 12 gerichtete Düsen 54, die in
Nebeneinanderanordnung entlang einer Raumparallelen zur Wischwalzenachse x angeordnet
sind. In dem dargestellten Ausführungsbeispiel sind dies 27 solcher Düsen 54, welche
gemeinsam über eine, einen Verteiler bildende Zuleitung 55 versorgt sind. Durch die
vorgeschlagene Ausgestaltung ist eine gleichmäßige Befeuchtung der Wischwalze 11 bzw.
12 erreicht.
[0082] Die Fig. 15 bis 18 zeigen in einer weiteren Ausführungsform eine alternative Ausgestaltung
des Bodenreinigungsgeräts 1. Dieses weist zunächst gegenüber der ersten Ausführungsform
einen baulich kleineren Tank 17 auf. Dieser ist insbesondere flacher gestaltet, was
eine Platzierung zugeordnet der Geräteoberfläche ermöglicht. Entsprechend erstreckt
sich der Tank 17 oberhalb der Wischwalzen 11 und 12 sowie der Nachwischwalze 13, so
dass Letztere in der jeweiligen Fahrtrichtung betrachtet gegenüber dem ersten Ausführungsbeispiel
enger aneinander platziert werden können. In der dargestellten Ausführungsform ist
die Nachwischwalze 13 in Fahrtrichtung betrachtet mittig zwischen den Wischwalzen
11 und 12 positioniert, wobei weiter in diese Ausführungsform die Nachwischwalze 13
einen dem Durchmesser der Wischwalze 11 bzw. 12 entsprechenden Durchmesser aufweist.
[0083] Im Gegensatz zur ersten Ausführungsform, bei welcher unabhängig von der Fahrtrichtung
stets beide Wischwalzen 11 und 12 Kontakt zum zu reinigenden Boden 10 haben, ist in
der in den Fig. 15 und 16 dargestellten Ausführungsform ein Anheben der inaktiven,
d. h. der nicht die Wischkante bietenden Wischwalze 11 oder 12 vorgesehen. Entsprechend
wird die inaktive Wischwalze vom zu reinigenden Boden 10 abgehoben, während die andere
Wischwalze, hier die in Fahrtrichtung betrachtete vordere Wischwalze blockiert mit
dem zu reinigenden Boden 10 zusammenwirkend die Wischkante bildet.
[0084] Gelöst ist dies in der dargestellten Ausführungsform durch die drehbare Lagerung
der Wischwalzen 11 und 12 in einem Wippenelement 56. Dieses weist in einer Seitenansicht
gemäß den Darstellungen in den Fig. 15 und 18 zwei Wippenarme 57, 58 auf. Es sind
diesbezüglich im Bereich beider Seitenwandungen des Gerätes solche Wippenarme 57 und
58 vorgesehen, zwischen deren freien Enden sich die Wischwalzen 11 und 12 erstrecken
. Die Achskörperstummel 38 der Wischwalzen 11 und 12 finden eine die Drehung der jeweiligen
Wischwalze erlaubende Aufnahme im Bereich der freien Enden der Wippenarme 57, 58.
Die mittig zwischen den die Wischwalzenachsen x aufnehmenden Aufnahmen der Wippenarme
57, 58 sich ergebene Wippenachse fällt zusammen mit der Rotationsachse y der Nachwischwalze
13. Die die jeweilige Wischwalzenachse x und die Wippenachse aufnehmenden Ebenen E
bzw. E' schließen zueinander einen sich zur Geräteoberseite hin öffnenden stumpfen
Winkel Beta von etwa 165 ° ein. Die Ebene E ist hierbei der Wischwalze 11 und die
Ebene E' der Wischwalze 12 zugeordnet.
[0085] Abhängig von der Fahrtrichtung r bzw. r' fällt die jeweils in Fahrtrichtung vordere
Wischwalze 11 bzw. 12 in die aktive Stellung nach unten, d. h. in die Kontaktstellung
zum zu pflegenden Boden 10, in welcher Stellung zudem die aktivierte Wischwalze 11
bzw. 12 blockiert ist. Dies kann in einfachster Weise durch eine ratschenartige Blockierung
gemäß dem ersten Ausführungsbeispiel erreicht sein.
[0086] Über das Wippenelement 56 ist die in Fahrtrichtung hintere Wischwalze 11 bzw. 12
angehoben und somit vom zu reinigenden Boden 10 distanziert.
[0087] Die der aktiven Wischwalze 11 bzw. 12 zugeordnete Ebene E bzw. E' verläuft bei einer
Nachwischwalze 13 mit gleichem Durchmesser in parallelem Abstand zum zu reinigenden
Boden 10, während die der inaktiven Wischwalze 11 bzw. 12 zugeordnete Ebene E bzw.
E' zur Anhebung der Wischwalze aus der Horizontalen heraus um den Winkel Alpha von
etwa 15° verschwenkt ist, dies weiter unter Aufhebung der Blockierung der zugeordneten
Wischwalze.
[0088] In der angehobenen Stellung kann eine segmentale Weiterdrehung der Wischwalze erreicht
sein, um beim nächsten Fahrtrichtungswechsel und entsprechender Absenkung der Wischwalze
eine neue Wischkante anzubieten.
[0089] Das gesteuerte Wippen ist in dem dargestellten Ausführungsbeispiel in Abhängigkeit
von der durch den Anwender aufgebrachten Vor- und Rückhubbewegung abgeleitet. Hierdurch
stützt sich das Wischgerät 1 zunächst über Laufrollen 85 auf dem zu pflegenden Boden
10 ab. Das den Stiel 6 aufnehmende Dreh-/Kippgelenk 9 ist in dem Gerät, weiter im
Bereich der Kippgelenkachse in chassisseitigen Langlochausnehmungen 89 geführt. Entsprechend
ist dem Kippgelenk 9 eine lineare Verlagerung, weiter eine im Wesentlichen parallele
Bodenverlagerung ermöglicht, dies weiter über eine Strecke von bis zu bspw. 15 mm.
Hierzu greifen Führungszapfen 88 in die Langlochausnehmungen 89, welche Führungszapfen
88 zugleich die Kippachse des Kippgelenks 9 aufnehmen.
[0090] An dem Kippgelenk 9 ist ein Steuerhebel 87 angebunden. Dieser wirkt auf einen Lenkhebel
86 ein, der drehfest an dem Wippenelement 56 angebunden ist. Der Lenkhebel 86 ist
hierbei im Bereich einer Winkelhalbierenden zwischen den Wippenarmen 57 und 58 positioniert
und weist in dem dargestellten Ausführungsbeispiel nach oben, d. h. dem Chassisboden
abgewandt.
[0091] Bei einer Vorschubbewegung des Wischgerätes 1 wird über den Stiel 6 und somit auch
über das Dreh-/Kippgelenk 9 eine Kraft P eingeleitet, was eine begrenzten Vorverlagerung
des Dreh-/Kippgelenkes 9 relativ zum Gerät 1 über wenige Millimeter bewirkt, dies
unter Mit-Vorverlagerung des Steuerhebels 87, wodurch über den Lenkhebel 86 ein Kippen
des Wippenelements 56 in die Position gemäß der Darstellung in Fig. 15 bzw. Fig. 16
bewirkt wird. Analog hierzu ist zur Bewegung des Wischgerätes 1 in entgegengesetzter
Fahrtrichtung r' eine Rückhubbewegung über den Stiel 6 erforderlich, dies einhergehend
mit einer entsprechend wirkenden Rückhubkraft P', was über das verlagerte Kippgelenk
9 und den Steuerhebel 87 die Verschwenkung des Lenkhebels 86 über die Vertikalposition
hinaus zur Folge hat. Das Wippenelement 56 fällt entsprechend in die Position gemäß
den Darstellungen in den Fig. 17 und 18.
[0092] Durch Anordnung des Lenkhebels 86 mit einer Ausrichtung nach unten in Richtung auf
den Chassisboden und entsprechender Anordnung des Lenkhebels 86 kann eine Umkehrung
der Wirkungsrichtung erreicht werden, so dass bei einem Vorschub und entsprechender
Krafteinleitung P die hintere Wischwalze und bei einem Rückhub mit entsprechender
Krafteinwirkung P' die vordere Wischwalze in die Aktivstellung kippt.
[0093] Die Fig. 19 bis 21 zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel zur Blockierung der Wischwalze
11 bzw. 12 in der einen Fahrtrichtung r bzw. r'.
[0094] Die Wischwalze ist zugeordnet einem Ende mit einem drehfest angebundenen Blockierrad
60 versehen. Dieses ist durchmessermäßig gegenüber dem Außendurchmesser der Wischwalze
11, 12 verringert und weiter axial zur zugewandten Stirnfläche der Wischwalze 11,
12 unter Belassung einer Lücke positioniert. Abgewandt der Wischwalze 11, 12 ragt
über das Blockierrad 60 hinaus zentral der Achskörperstummel 38 der Wischwalze 11,
12.
[0095] Dieser Achskörperstummel 38 liegt - gegebenenfalls wie auch der zwischen Wischwalze
und Blockierrad frei liegende Achskörperabschnitt- in einer Langlochführung 62 ein.
Diese ist aus einem Chassisabschnitt 70 geformt und erstreckt sich in Fahrtrichtung
r bzw. r'. Der an dem dem Blockierrad 60 gegenüberliegenden Wischwalzenende ausgeformte
Achskörperstummel liegt gleichfalls in einer chassisseitig ausgeformten Langlochführung
ein, so dass die gesamte Wischwalze 11 bzw. 12 in Fahrtrichtung r bzw. r' in den Langlochführungen
62 relativ zum Gerätegehäuse verlagerbar ist. Dies weiter über ein Linearmaß, welches
etwa dem 1-Fachen bis 1,5-Fachen des Achsstummel-Durchmessers entspricht.
[0096] Zugeordnet der umlaufenden Fläche 71 des Blockierrades 60 weist das Chassis 16 eine
senkrecht zur Wischwalzenachse x ausgerichtete Wandung 72 auf. Diese ist in der Fahrtrichtung
r bzw. r', in welcher die Wischwalze 11 bzw. 12 freidrehend, d. h. nicht eine Wischkante
bildend blockiert ist, in Fahrtrichtung der Wischwalzenachse x vorgelagert, dies etwa
um ein halbes Radialmaß des Blockierrades 60. Die nach unten in Richtung auf die Umlauffläche
71 des Blockierrades 60 weisende Randkante der Chassiswandung 72 ragt nach unten über
eine den Zenit des Blockierrades 60 schneidende Bodenparallele hinaus.
[0097] In der Mitlaufstellung der Wischwalze 11 bzw. 12 (in den Darstellungen der Fig. 19
bis 21 die Fahrtrichtung r) ist die Umlauffläche 71 des Blockierrades 60 zu der zugewandten
Klemmkante 61 der Chassiswandung 72 beabstandet. Bei einem Fahrtrichtungswechsel (hier
von r in r') erfolgt eine Relativverlagerung der Wischwalze 11, 12 gemäß der Darstellung
in den Fig. 20 und 21, wobei die Achskörperstummel 38 in den Langlochführungen 62
in Richtung der anderen Langlochendstellung verlagert sind. Die Umlauffläche 71 des
Blockierrades 60 tritt gegen die Klemmkante 61 der Chassiswandung 72. Durch diese
Klemmung bedingt blockiert die Wischwalze 11, 12 zur Bildung einer zufällig eingenommenen
Wischkanten-Stellung.
[0098] In der Darstellung in Fig. 22 ist eine beispielhafte Lösung zur segmentalen Weiterdrehung
der Wischwalze 11, 12, gegebenenfalls in einer angehobenen Stellung der Walze gezeigt.
Die Fahrtrichtung des Geräts 1 wird in dieser Ausführungsform von einem frei mitlaufenden,
den zu reinigenden Boden 10 kontaktierenden Laufrad 64 erfasst, deren Laufradachse
raumparallel angeordnet ist zur Wischwalzenachse x.
[0099] Das Laufrad 64 trägt einen parallel zur Laufradachse ausgerichteten und koaxial zu
diesem angeordneten Ausrückzapfen 65. Dieser dient zur Zusammenwirkung mit einem chassisseitig
gehalterten Hebel 66.
[0100] Der Hebel 66 ist in dem dargestellten Ausführungsbeispiel kippbeweglich um eine parallel
zur Wischwalzenachse x ausgerichtete Achse an einem Schlitten 73 gehaltert. Die Schlittenbewegung
ist in Fahrtrichtung r bzw. r' gerichtet.
[0101] Der Schlitten 73 wirkt mit einer chassisseitig festgelegten Schlittenführung 74 zusammen,
wobei weiter der Schlitten 73 und hierüber der Hebel 66 mittels einer in der Schlittenführung
74 auf den Schlitten 73 einwirkenden Druckfeder 75 in eine Grundstellung belastet
ist.
[0102] Der Hebel 66 ist etwa mittig seiner in Fahrtrichtung betrachteten Längserstreckung
kippbeweglich an dem Schlitten 73 gehaltert. Das in Wirkungsrichtung der Druckfeder
75 weisende Ende des Hebels 66 ist als Mitnahmeschulter 76 geformt. Diese ragt in
der Grundstellung wie in Fig. 22 gezeigt in den kreisförmigen Bewegungsweg des Ausrückzapfens
65.
[0103] Dass der Mitnahmeschulter 76 abgewandte vordere Ende des Hebels 66 ist mit einem
in dem dargestellten Ausführungsbeispiel nach unten in Richtung auf den zu pflegenden
Boden 10 gewandten Mitnahmevorsprung 67 versehen. Dieser ist im Querschnitt zahnartig
gestaltet. Dieser endseitige Abschnitt des Hebels 66 ist durch eine von oben wirkende,
zwischen Hebel 66 und einer zugeordneten Schlittendecke vorgesehene Druckfeder 77
belastet.
[0104] Der Mitnahmevorsprung 67 wirkt mit der Verzahnung 78 eines Zahnrades 68 zusammen.
Dieses Zahnrad 68 wiederum kämmt mit einem Abtriebszahnrad 79 verringerten Durchmessers.
Dieses ist drehfest mit der Wischwalze 11 bzw. 12 verbunden.
[0105] Bei einer eingeschlagenen Fahrtrichtung, die eine Drehung des Laufrades 64 gemäß
dem Pfeil a in Fig. 22 bewirkt, überläuft der Ausrückzapfen 65 im Zuge seiner Kreislinienbewegung
die Mitnahmeschulter 76 des Hebels 66 in seiner Grundstellung.
[0106] Bei einem Fahrtrichtungswechsel und entsprechendem Drehen des Laufrades 64 gemäß
dem Pfeil b bewirkt die Beaufschlagung der Mitnahmeschulter 76 durch den Ausrückzapfen
65 eine Linearbewegung des Hebels 66 zusammen mit dem Schlitten 73 entgegen der Kraft
der Druckfeder 75, was über den Eingriff von Mitnahmevorsprung 67 und Verzahnung 78,
weiter infolge der Druckbelastung über die Feder 77 eine Drehverlagerung des Zahnrades
68 um einen vorbestimmten Winkelbetrag, so hier um den Winkelbetrag zweier benachbarter
Zahnlücken der Verzahnung 78 zueinander. Über das Abtriebszahnrad 79 wird entsprechend
die Wischwalze 11 bzw. 12 um einen vordefinierten Winkelbetrag verdreht, so dass eine
neue Wischkante angeboten wird.
[0107] Die vorverlagerte Stellung des Hebels 66 wird nach Überlaufen der Mitnahmeschulter
76 von dem Ausrückzapfen 65 gesichert. Hierzu ist eine Sperrklinke 69 vorgesehen.
Diese ist gleichfalls chassisseitig drehgehaltert, mit einer Drehachse, die parallel
ausgerichtet ist zur Kippachse des Hebels 66. Die Sperrklinke 69 weist einen gabelförmigen
Sperrabschnitt 80 auf. Dieser gabelförmige Sperrabschnitt 80 nimmt in der vorverlagerten
Hebelstellung einen durch einen Umlenkabschnitt des Hebels 66 im Bereich der Mitnahmeschulter
76 ausgebildete Sperrschulter 81 auf. Ein zugleich an der Sperrklinke 69 angeformter
Auslösehebel 82 wird in dieser Sperrstellung durch den sich weiter auf einer Kreislinie
bewegenden Ausrückzapfen 65 ohne Wirkung auf den Hebel 66 überlaufen.
[0108] Bei erneuter Fahrtrichtung und damit einhergehender Drehung des Laufrades 64 in Fahrtrichtung
r trifft der Ausrückzapfen 65 auf die zugewandte Innenflanke des Auslösehebels 82,
was zunächst über den Sperrabschnitt 80 der Sperrklinke 69 ein Verkippen des Hebels
um die Kippachse durch Niederdrücken des Sperrschulterbereiches bewirkt. Entsprechend
wird das gegenüberliegende Ende mit dem Mitnahmevorsprung 67 entgegen der Kraft der
Druckfeder 77 angehoben, zur Aufhebung der Verzahnung zwischen Zahnrad 68 und Mitnahmevorsprung
67. Die in Fahrtrichtung wirkende Druckfeder 75 drückt zugleich den Schlitten 73 mit
dem Hebel 66 zurück in die Ausgangsstellung, wonach unter Freigabe der Sperrklinke
69 durch den sich weiter drehverlagernden Ausrückzapfen 65 der Hebel 66 bzw. dessen
Mitnahmevorsprung 67 zum Eingriff in die nächste Zahnlücke des Zahnrades 68 abfällt.
Somit ist die Verlagerung der Wischwalze 11 bzw. 12 bei der nächsten Fahrtrichtungsänderung
um das vorbestimmte Winkelmaß gemäß dem Abstand zweier benachbarten Zahnlücken des
Zahnrades 68 unter Berücksichtigung der durch die Zahnräder 68 und 79 erreichten Übersetzung
vorbereitet.
[0109] Das beschriebene Haushalts-Bodenreinigungsgerät 1 ist ausgelegt zum Saugen und nebelfeuchten
Wischen von Hartflächen aller Art, so insbesondere Fliesenböden, Laminat- oder Parkettböden,
darüber hinaus aber auch Steinzeugböden. Auch die Reinigung von geneigten Fläche bis
hin zu vertikalen Flächen ist möglich. Dem Feuchtwischvorgang ist stets eine Absaugung
vorgelagert, insbesondere zum Aufnehmen von Grobschmutzpartikeln bis hin zu Feinstaub.
[0110] Alle offenbarten Merkmale sind (für sich) erfindungswesentlich. In die Offenbarung
der Anmeldung wird hiermit auch der Offenbarungsinhalt der zugehörigen/beigefügten
Prioritätsunterlagen (Abschrift der Voranmeldung) vollinhaltlich mit einbezogen, auch
zu dem Zweck, Merkmale dieser Unterlagen in Ansprüche vorliegender Anmeldung mit aufzunehmen.
1. Verfahrbares Haushalts-Bodenreinigungsgerät (1) mit einer Wischwalze (11), wobei das
Gerät (1) üblicherweise in zwei einander entgegen gesetzte Fahrtrichtungen (r, r')
zu bewegen ist, wobei zwei in Fahrtrichtung (r) beabstandete Wischwalzen (11, 12)
vorgesehen sind, die beide drehbar sind, von denen jedoch zumindest in einer Fahrtrichtung
(r, r') des Gerätes (1) zumindest eine blockiert, dadurch gekennzeichnet, dass die in der Fahrtrichtung nicht blockierende Wischwalze (11, 12) in eine vertikal
beabstandete Stellung zum zu bearbeitenden Boden (10) angehoben ist, während die blockierende
Wischwalze (11, 12) auf dem Boden (10) aufliegt.
2. Verfahrbares Haushalts-Bodenreinigungsgerät (1) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen zwei nicht angetriebenen Wischwalzen (11, 12) eine dritte angetriebene Nachwischwalze
(13) angeordnet ist.
3. Verfahrbares Haushalts-Bodenreinigungsgerät (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine Absaugung vorgesehen ist, dass die Absaugung beschränkt auf den Bereich einer
oder zweier Wischwalzen vorgesehen ist und dass bei zwei in Fahrtrichtung (r) entsprechend
dem Abstand der Wischwalzen (11, 12) distanzierten Absaugbereichen (22, 23) eine Umschaltung
der Absaugung in Abhängigkeit von der Fahrtrichtung (r, r') möglich ist.
4. Haushalts-Bodenreinigungsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die blockierbare Wischwalze (11, 12) einen mit einer Sägeverzahnung (42, 43) versehenen
Abschnitt aufweist, der lediglich in einer Fahrtrichtung (r, r') mit einem gehäuseseitig
federnd festgelegten Rastfinger (44, 45) blockierend zusammenwirkt.
5. Haushalts-Bodenreinigungsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die blockierbare Wischwalze (11, 12) in in Fahrtrichtung (r, r') ausgerichteten Langlochführungen
(62) gehaltert ist und ein drehfest verbundenes Blockierrad (60) aufweist, das nach
Relativverlagerung der Wischwalze (11, 12) in den Führungen (62) zur Drehblockierung
der Wischwalze (11, 12) mit einer gerätegehäuseseitigen Klemmkante (61) zusammenwirkt.
6. Haushalts-Bodenreinigungsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Wischwalzen (11, 12) in einem gemeinsamen Wippenelement (56) gehaltert
sind, mit einer raumparallel zu den Wischwalzenachsen (x) verlaufenden Wippenachse.
7. Haushalts-Bodenreinigungsgerät nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, das die die jeweilige Wischwalzenachse (x) und die Wippenachse aufnehmenden Ebenen
(E, E') zueinander einen stumpfen Winkel (β) einschließen.
8. Haushalts-Bodenreinigungsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein die Fahrbewegung des Gerätes (1) erfassendes, freilaufendes Laufrad (64) vorgesehen
ist, das in Abhängigkeit von der Fahrtrichtung (r, r') entweder die Verlagerung der
Wischwalze (11, 12) um einen vorbestimmten Winkelbetrag veranlasst oder diese vorbereitet.
9. Haushalts-Bodenreinigungsgerät nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Laufrad (64) zur Verlagerung der Wischwalze (11, 12) um einen vorbestimmten Winkelbetrag
mittels eines Ausrückzapfens (65) auf einen verschiebbaren Hebel (66) einwirkt.
10. Haushalts-Bodenreinigungsgerät nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Hebel (66) einen Mitnahmevorsprung (67) aufweist, der mit einem die Wischwalze
(11, 12) antreibenden Zahnrad (68) zusammenwirkt.
11. Verfahrbares Haushalts-Bodenreinigungsgerät (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
gekennzeichnet durch zwei in Fahrtrichtung (r) beabstandete, jeweils befeuchtbare Wischwalzen (11, 12)
und eine zwischen den befeuchtbaren Wischwalzen (11, 12) angeordnete Nachwischwalze
(13).
12. Verfahrbares Haushalts-Bodenreinigungsgerät (1) nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Nachwischwalze (13) befeuchtbar ist.
13. Haushalts-Bodenreinigungsgerät nach einem der Ansprüche 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Nachwischwalze (13) einen größeren Durchmesser aufweist als eine oder beide befeuchtbaren
Wischwalzen (11, 12).
14. Haushalts-Bodenreinigungsgerät nach einem der Ansprüche 11 - 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Nachwischwalze (13) gegenüber einer oder beiden Wischwalzen (11, 12) einen kleineren
oder gleich großen Durchmesser aufweist.
15. Haushalts-Bodenreinigungsgerät nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sich in Anhängigkeit von einem Fahrtrichtungswechsel an der blockierenden Wischwalze
(11, 12) eine gegenüber der letzten Blockierstellung dieser Wischwalze (11, 12) geänderte
Rotationsstellung einstellt.
1. Displaceable domestic floor-cleaning appliance (1), comprising a mopping roller (11),
it being possible to move the appliance (1) in conventional manner in two directions
(r, r') of travel which are opposite to one another, whereby two mopping rollers (11,
12) are provided which are spaced apart in the direction (r) of travel and which can
both rotate, but of which at least one blocks at least in one direction (r, r') of
travel of the appliance (1) characterized in that the unblocked mopping roller (11, 12) is raised into a position which is at a vertical
spacing from the floor (10) to be treated, whereas the blocked mopping roller (11,
12) is supported on the floor (10).
2. Displaceable domestic floor-cleaning appliance (1) according to Claim 1, characterized in that a third driven post-mopping roller (13) is disposed between the two driven mopping
rollers (11, 12).
3. Displaceable domestic floor-cleaning appliance (1) according to Claim 1 or 2, characterized in that a suction means is provided, that the suction is provided such that it is restricted
to the region of one or two mopping rollers (11, 12) and that it is possible to switch
over the suction as a function of the direction (r, r') of travel when there are two
suction regions (22, 23) which are at a distance from one another in the direction
(r) of travel in accordance with the spacing of the mopping rollers (11, 12).
4. Domestic floor-cleaning applicance according to one of the preceding claims, characterized in that the blocking mopping roller (11, 12) has a portion which is provided with a sawtooth
feature (42, 43) and interacts, in a blocking manner, only in one direction (r, r')
of travel, with a latching finger (44, 45) which is secured to the housing in a spring-biased
manner.
5. Domestic floor-cleaning appliance according to one of the preceding claims, characterized in that the blocking mopping roller (11, 12) is mounted in slotted guides (62) which are
oriented in the direction (r, r') of travel and has a blocking wheel (60) which is
connected to the roller in a rotationally fixed manner and interacts with an appliance
housing-side clamping edge (61) after relative displacement of the mopping roller
(11, 12) in the guides (62) in order to block rotation of the mopping roller (11,
12).
6. Domestic floor-cleaning appliance according to one of the preceding claims, characterized in that the two mopping rollers (11, 12) are mounted in a common rocker element (56), with
a rocker axis which runs parallel in space to the mopping roller axes (x).
7. Domestic floor-cleaning appliance according to Claim 6, characterized in that the planes (E, E') which incorporate the respective mopping roller axis (x) and the
rocker axis enclose an obtuse angle (β) with respect to one another.
8. Domestic floor-cleaning appliance according to one of the preceding claims, characterized in that a freely-running wheel (64) is provided which detects the travelling movement of
the appliance (1) and either causes or arranges for displacement of the mopping roller
(11, 12) through a predetermined angle as a function of the direction (r, r') of travel.
9. Domestic floor-cleaning appliance according to Claim 8, characterized in that the freely-running wheel (64) acts on a displaceable lever (66) by means of a disengagement
pin (65) for the purpose of displacing the mopping roller (11, 12) through a predetermined
angle.
10. Domestic floor-cleaning appliance according to Claim 9, characterized in that the lever (66) has a drive projection (67) which interacts with a gearwheel (68)
which can drive the mopping roller (11, 12).
11. Displaceable domestic floor-cleaning appliance (1) according to one of the preceding
claims, characterized by two mopping rollers (11, 12) which are spaced apart in the direction (r) of travel
and are each wettable, and a post-mopping roller (13) which is disposed between the
wettable mopping rollers (11, 12).
12. Displaceable domestic floor-cleaning appliance (1) according to Claim 11, characterized in that the post-mopping roller (13) can be wetted.
13. Domestic floor-cleaning appliance according to one of the Claims 11 or 12, characterized in that the post-mopping roller (13) has a larger diameter than one or both of the wettable
mopping rollers (11, 12).
14. Domestic floor-cleaning appliance according to one of the Claims 11-13, characterized in that the post-mopping roller (13) has a smaller diameter than, or an identical diameter
to, one or both of the mopping rollers (11, 12).
15. Domestic floor-cleaning appliance according to one of the preceding claims, characterized in that a rotational position which is changed compared to the last blocking position of
the blocked mopping roller (11, 12) is established on this mopping roller (11, 12)
as a function of a change in the direction of travel.
1. Dispositif ménager (1) de nettoyage de sol mobile avec un rouleau de nettoyage (11),
le dispositif (1) étant usuellement à déplacer dans deux directions opposées de déplacement
(r, r'), dans lequel sont prévus deux rouleaux de nettoyage (11, 12) espacés dans
la direction de déplacement (r)lesquels sont tous les deux rotatifs, au moins un étant
cependant bloquant au moins dans une direction de déplacement (r, r') du dispositif
(1), caractérisé en ce que le rouleau de nettoyage (11, 12) non bloquant dans la direction de déplacement est
soulevé dans une position espacée verticalement du sol à traiter (10), pendant que
le rouleau de nettoyage bloquant (11, 12) repose sur le sol (10).
2. Dispositif ménager (1) de nettoyage de sol mobile selon la revendication 1, caractérisé en ce qu'un troisième rouleau de nettoyage ultérieur, qui est entrainé, est agencé entre deux
rouleaux de nettoyage (11, 12) qui ne sont pas entrainés.
3. Dispositif ménager (1) de nettoyage de sol mobile selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce qu'une aspiration est prévue, en ce que l'aspiration est limitée sur la zone d'un ou deux rouleaux de nettoyage et en ce que pour deux domaines d'aspiration (22, 23) espacés dans la direction de déplacement
(r) d'une distance correspondant à l'écart entre les rouleaux de nettoyage (11, 12),
une commutation de l'aspiration est possible en fonction de la direction de déplacement
(r, r').
4. Dispositif ménager de nettoyage de sol selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisé en ce le rouleau de nettoyage blocable (11, 12) comprend une section pourvue
d'une dentelure en dents de scie (42, 43) qui interagit en blocage uniquement dans
une direction de déplacement (r, r') avec un doigt d'engagement (44, 45) fixé élastiquement
côté boitier.
5. Dispositif ménager de nettoyage de sol selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que le rouleau de nettoyage blocable (11, 12) est supporté dans des guidages en forme
de trous oblongs (62) orientés dans la direction de déplacement (r, r') et comprend
une roue de blocage (60), reliée sans possibilité de rotation, qui, après un changement
de position relatif du rouleau de nettoyage (11, 12) dans les guidages (62), coopère
avec un bord de coincement (61) côté boitier du dispositif, pour blocage en rotation
du rouleau de nettoyage (11, 12).
6. Dispositif ménager de nettoyage de sol selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que les deux rouleaux de nettoyage (11, 12) sont maintenus dans un élément basculant
commun (56), avec un axe de bascule orienté parallèlement dans l'espace aux axes des
rouleaux de nettoyage (x).
7. Dispositif ménager de nettoyage de sol selon la revendication 6, caractérisé en ce que les plans (E, E') contenant les axes de rouleau de nettoyage respectifs (x) et l'axe
de bascule forme un angle obtus (β) l'un par rapport à l'autre.
8. Dispositif ménager de nettoyage de sol selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce qu'une roue libre de déplacement (64) détectant le mouvement de déplacement du dispositif
(1) est prévue, qui, selon la direction de déplacement (r, r'), soit provoque le changement
de position du rouleau de nettoyage (11, 12) selon une quantité angulaire prédéfinie,
soit prépare celui-ci.
9. Dispositif ménager de nettoyage de sol selon la revendication 8, caractérisé en ce que la roue libre (64) agit sur un levier mobile (66) au moyen d'une broche de dégagement
(65) aux fins de changement de position du rouleau de nettoyage (11, 12) selon une
quantité angulaire prédéfinie
10. Dispositif ménager de nettoyage de sol selon la revendication 9, caractérisé en ce que le levier (66) comprend une saillie d'entrainement (67) qui coopère avec une route
dentée (68) entrainant le rouleau de nettoyage (11, 12).
11. Dispositif ménager (1) de nettoyage de sol mobile selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé par deux rouleaux de nettoyage (11, 12 pouvant chacun être mouillés et qui sont espacés
dans la direction de déplacement (r), et un rouleau de nettoyage ultérieur (13) agencé
entre les deux rouleaux de nettoyage (11, 12) pouvant être mouillés.
12. Dispositif ménager (1) de nettoyage de sol mobile selon la revendication 11, caractérisé en ce que le rouleau de nettoyage ultérieur (13) peut être mouillé.
13. Dispositif ménager de nettoyage de sol selon l'une des revendications 11 ou 12, caractérisé en ce que le rouleau de nettoyage ultérieur (13) a un diamètre supérieur à l'un ou aux deux
rouleaux de nettoyage (11, 12) pouvant être mouillés.
14. Dispositif ménager de nettoyage de sol selon l'une quelconque des revendications 11
à 13, caractérisé en ce que le rouleau de nettoyage ultérieur (13) a un diamètre inférieur ou égal à l'un ou
aux deux rouleaux de nettoyage (11, 12).
15. Dispositif ménager de nettoyage de sol selon l'une des revendications précédentes,
caractérisé en ce que, en fonction d'un changement de direction de déplacement, une position de rotation
modifiée s'ajuste pour le rouleau de nettoyage bloquant (11, 12) par rapport à la
dernière position de blocage de ce rouleau de nettoyage (11, 12).