| (19) |
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(11) |
EP 2 064 438 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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31.10.2012 Patentblatt 2012/44 |
| (22) |
Anmeldetag: 17.08.2007 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2007/058553 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2008/028786 (13.03.2008 Gazette 2008/11) |
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| (54) |
BRENNSTOFFEINSPRITZVENTIL
FUEL INJECTION VALVE
SOUPAPE D'INJECTION DE COMBUSTIBLE
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO
SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
05.09.2006 DE 102006041475
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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03.06.2009 Patentblatt 2009/23 |
| (73) |
Patentinhaber: Robert Bosch GmbH |
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70442 Stuttgart (DE) |
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Erfinder: |
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- SAMENFINK, Wolfgang
74354 Besigheim (DE)
- HEYSE, Joerg
74354 Besigheim (DE)
- FRANK, Michael
71665 Vaihingen/enz (DE)
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| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 128 062 WO-A-2005/124147 DE-A1- 10 108 541 US-B1- 6 308 684
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WO-A-2005/042968 DE-A1- 4 409 848 US-A1- 2006 097 079
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
Stand der Technik
[0001] Die Erfindung geht aus von einem Brennstoffeinspritzventil nach der Gattung des Hauptanspruchs.
[0002] Bekannt ist bereits aus der
DE 42 21 185 A1 ein Brennstoffeinspritzventil, das stromabwärts eines festen Ventilsitzes eine Lochscheibe
mit mehreren Auslassöffnungen aufweist. Die Lochscheibe wird zunächst mit zumindest
einer Auslassöffnung durch Stanzen versehen, die parallel zur Ventillängsachse verläuft.
Dann wird die Lochscheibe in ihrem mittleren Bereich, der die Auslassöffnungen aufweist,
durch Tiefziehen plastisch verformt, so dass die Auslassöffnungen geneigt gegenüber
der Ventillängsachse verlaufen und sich in Strömungsrichtung kegelstumpfförmig bzw.
konisch erweitern. Auf diese Weise werden gegenüber bis dahin bekannten Einspritzventilen
eine gute Aufbereitung und eine gute Strahlstabilität des durch die Auslassöffnungen
abgegebenen Mediums erzielt, jedoch ist der Herstellungsprozess der Lochscheibe mit
ihren Auslassöffnungen sehr aufwändig. Die Auslassöffnungen sind unmittelbar stromabwärts
einer Austrittsöffnung im Ventilsitzkörper vorgesehen und werden insofern direkt angeströmt,
wobei die Auslassöffnungen selbst den engsten Strömungsquerschnitt festlegen.
[0003] Aus der
US 6,405,946 B1 ist bereits ein Brennstoffeinspritzventil bekannt, bei dem stromabwärts des Ventilsitzes
eine Lochscheibe mit mehreren Auslassöffnungen vorgesehen ist. Dabei ist zwischen
einer Austrittsöffnung im Ventilsitzkörper und der Lochscheibe eine Zuströmöffnung
mit größerem Durchmesser ausgebildet, die einen ringförmigen Anströmhohlraum für die
Auslassöffnungen bildet. Die Auslassöffnungen der Lochscheibe stehen mit der Zuströmöffnung
und dem ringförmigen Anströmhohlraum in unmitellbarer Stromungsverbindung und werden
dabei von der oberen Begrenzung der Zuströmöffnung überdeckt. Mit anderen Worten ausgedrückt
liegt ein vollständiger Versatz von der den Einlass der Zuströmöffnung festlegenden
Austrittsöffnung und den Auslassöffnungen vor. Aufgrund des radialen Versatzes der
Auslassöffnungen gegenüber der Austrittsöffnung im Ventilsitzkörper ergibt sich ein
S-förmiger Strömungsverlauf des Brennstoffs, der eine zerstäubungsfördemde Maßnahme
darstellt. Die Auslassöffnungen besitzen einen runden bzw. elliptischen Querschnitt.
Einschub auf Seite 2 nach dem 1. Absatz der ursprünglichen Anmeldungsurterlagen Aus
der
US 2006/0097079 A1 ist bereits ein Brennstoffeinspritzventil für Brennstoffeinspritzanlagen von Brennkraftmaschinen
bekannt, das eine Ventillängsachse, einen einen festen Ventilsitz aufweisenden Ventilsitzkörper,
einen mit dem Ventilsitz zusammenwirkenden Ventilschließkörper, der entlang der Ventillängsachse
axial bewegbar ist, und eine stromabwärts des Ventilsitzes angeordnete Lochscheibe
besitzt. Die Lochscheibe hat mehrere Abspritzöffnungen, wobei eine Zuströmöffnung
unmittelbar stromaufwärts der Abspritzöffnungen so ausgelegt ist, dass eine Anströmung
der Abspritzöffnungen von radial innen nach radial außen erfolgt. Die Abspritzöffnungen
sind dreieckförmig oder trapezförmig ausgeformt und verjüngen sich in radialer Richtung
nach außen hin. Fortsetzung mit dem Abschnitt "Vorteile der Erfindung" der ursprünglichen
Anmeldungsunterlagen.
Vorteile der Erfindung
[0004] Das erfindungsgemäße Brennstoffeinspritzventil mit den kennzeichnenden Merkmalen
des Hauptanspruchs hat den Vorteil, dass auf einfache Art und Weise einerseits eine
Feinstzerstäubung des Brennstoffs erreicht wird und andererseits die Abgaswerte einer
Brennkraftmaschine wirkungsvoll deutlich reduziert werden. Erfindungsgemäß werden
von dem Brennstoffeinspritzventil Brennstoffsprays abgespritzt, die mit Bereichen
unterschiedlicher Tropfengröße ausgestattet sind, wobei größere Tröpfchen in einem
äußeren Bereich eine Mantelumhüllende bilden und kleinere Tröpfchen den inneren Bereich
einer Hohlkegellamelle ausfüllen. Dies wird durch die spezifische Geometrie und Ausrichtung
der Abspritzöffnungen in Verbindung mit der horizontalen Anströmung erreicht. In den
ersten Startzyklen (Kaltstart) einer fremdgezündeten Brennkraftmaschine schlagen sich
die äußeren Tröpfchen der abgespritzten Brennstoffsprays als Wandfilm an den Saugrohrwandungen
nieder. Nur die im Strahlzentrum existierenden Tröpfchen und ein entsprechend hoher
Brennstoffdampfanteil gelangen in den ersten Startzyklen direkt in den Brennraum.
Erst einige Zyklen später läuft der Wandfilm aus dem Saugrohr über die Einlassventile
in den Brennraum nach. Im Gegensatz zum Stand der Technik werden in idealer Weise
erfindungsgemäß die größeren Tröpfchen diese Wandfilmbildung übernehmen. Dieser schlechter
aufbereitete Gemischanteil wird dem Brennraum also erst verspätet zugeführt, so dass
gerade im Startzyklus der bestaufbereitete Gemischanteil in den Brennraum eingebracht
wird und die Abgasemissionen während dieser Zeit deutlich reduziert sind. Das erfindungsgemäße
Brennstoffeinspritzventil ist insofern besonders für die Saugrohreinspritzung zur
Erzielung extrem niedriger Kaltstart-Abgasemissionswerte geeignet. Durch die in den
Unteransprüchen aufgeführten Maßnahmen sind vorteilhafte Weiterbildungen und Verbesserungen
des im Hauptanspruch angegebenen Brennstoffeinspritzventils möglich.
[0005] In vorteilhafter Weise ist im Ventilsitzkörper stromaufwärts der Abspritzöffnungen
eine Zuströmöffnung mit einem Anströmhohlraum vorgesehen, die größer ist als eine
Austrittsöffnung stromabwärts des Ventilsitzes. Auf diese Weise übernimmt der Ventilsitzkörper
bereits die Funktion einer Strömungsbeeinflussung in der Lochscheibe. In besonders
vorteilhafter Weise wird durch die Ausbildung der Zuströmöffnung ein S-Schlag in der
Strömung zur Zerstäubungsverbesserung des Brennstoffs erreicht, da der Ventilsitzkörper
mit der oberen Begrenzung der Zuströmöffnung die Abspritzöffnungen der Lochscheibe
überdeckt. Die Abspritzöffnungen sind so ausgerichtet, dass sie sich von einer Eintrittskante
für die Strömung ausgehend radial nach außen verjüngen. Die Abspritzöffnungen zeichnen
sich insofern durch eine Maximierung der wirksamen Ablösekante aus, wodurch ein gewollter
erhöhter Ablöseeffekt der Strömung in den Abspritzöffnungen und somit die gewünschte
Tröpfchenverteilung erreicht wird.
Zeichnung
[0006] Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung vereinfacht dargestellt
und in der nachfolgenden Beschreibung näher erläutert. Es zeigen Figur 1 ein teilweise
dargestelltes Einspritzventil, Figur 2 die Lochscheibe vergrößert in einem Schnitt
mit einer schematischen Verdeutlichung der Tröpfchenverteilung zur Bildung eines Hohllamellensprays,
Figur 3 ein erstes Ausführungsbeispiel einer Lochscheibe in einer Draufsicht, Figur
4 das Detail IV in Figur 3 als eine erste Abspritzöffnung, Figur 5 ein zweites Ausführungsbeispiel
einer Abspritzöffnung, Figur 6 ein drittes Ausführungsbeispiel einer Abspritzöffnung,
Figur 7 ein viertes Ausführungsbeispiel einer Abspritzöffnung, Figur 8 ein fünftes
Ausführungsbeispiel einer Abspritzöffnung, Figur 9 ein sechstes Ausführungsbeispiel
einer Abspritzöffnung und Figur 10 ein Ventilende mit einer Lochscheibe zur Bildung
eines zweistrahligen Sprays bestehend aus zwei Volllamellensprays, wobei es bai Figur
10 sich um ein nicht zum beanspruchten Gegenstand gehörendes Beispiel hadelt.
Beschreibung der Ausführungsbeispiele
[0007] In der Figur 1 ist als ein Ausführungsbeispiel ein Ventil in der Form eines Einspritzventils
für Brennstoffeinspritzanlagen von gemischverdichtenden fremdgezündeten Brennkraftmaschinen
teilweise dargestellt. Das Einspritzventil hat einen nur schematisch angedeuteten,
einen Teil eines Ventilgehäuses bildenden, rohrförmigen Ventilsitzträger 1, in dem
konzentrisch zu einer Ventillängsachse 2 eine Längsöffnung 3 ausgebildet ist. In der
Längsöffnung 3 ist eine z. B. rohrförmige Ventilnadel 5 angeordnet, die an ihrem stromabwärtigen
Ende 6 mit einem z. B. kugelförmigen Ventilschließkörper 7, an dessen Umfang beispielsweise
fünf Abflachungen 8 zum Vorbeiströmen des Brennstoffs vorgesehen sind, fest verbunden
ist.
[0008] Die Betätigung des Einspritzventils erfolgt in bekannter Weise, beispielsweise elektromagnetisch.
Zur axialen Bewegung der Ventilnadel 5 und damit zum Öffnen entgegen der Federkraft
einer nicht dargestellten Rückstellfeder bzw. Schließen des Einspritzventils dient
ein schematisch angedeuteter elektromagnetischer Kreis mit einer Magnetspule 10, einem
Anker 11 und einem Kern 12. Der Anker 11 ist mit dem dem Ventilschließkörper 7 abgewandten
Ende der Ventilnadel 5 durch z.B. eine mittels eines Lasers ausgebildete Schweißnaht
verbunden und auf den Kern 12 ausgerichtet.
[0009] In dem stromabwärts liegenden Ende des Ventilsitzträgers 1 ist ein Ventilsitzkörper
16 z.B. durch Schweißen dicht montiert. An seiner dem Ventilschließkörper 7 abgewandten,
unteren Stirnseite 17 ist der Ventilsitzkörper 16 gestuft ausgeführt, wobei eine flache,
z.B. einlagige Lochscheibe 23 an der Stirnseite 17 befestigt ist. Die Lochscheibe
23 weist mindestens vier, idealerweise jedoch acht bis vierzig Abspritzöffnungen 25
auf. Als Verlängerung einer stromabwärts einer Ventilsitzfläche 29 ausgebildeten Austrittsöffnung
27 ist im Ventilsitzkörper 16 eine Zuströmöffnung 28 vorgesehen, über die die einzelnen
Abspritzöffnungen 25 angeströmt werden. Die Zuströmöffnung 28 besitzt dabei einen
Durchmesser, der größer ist als die Öffnungsweite der Austrittsöffnung 27 im Ventilsitzkörper
16, aus der der Brennstoff kommend in die Zuströmöffnung 28 und letztlich in die Abspritzöffnungen
25 einströmt. Die Zuströmöffnung 28 ist im unmittelbaren Anströmbereich der Abspritzöffnungen
25 so ausgeführt, dass die Strömung weitgehend im rechten Winkel zur Längserstreckung
der Abspritzöffnungen 25, in der Figur 1 also entsprechend horizontal, zu den Abspritzöffnungen
25 gelangt. Die Verbindung von Ventilsitzkörper 16 und Lochscheibe 23 erfolgt beispielsweise
durch eine umlaufende und dichte, mittels eines Lasers ausgebildete Schweißnaht 26,
die außerhalb der Zuströmöffnung 28 platziert ist.
[0010] Die Einschubtiefe des Ventilsitzkörpers 16 mit der Lochscheibe 23 in der Längsöffnung
3 bestimmt die Größe des Hubs der Ventilnadel 5, da die eine Endstellung der Ventilnadel
5 bei nicht erregter Magnetspule 10 durch die Anlage des Ventilschließkörpers 7 an
der sich stromabwärts konisch verjüngenden Ventilsitzfläche 29 des Ventilsitzkörpers
16 festgelegt ist. Die andere Endstellung der Ventilnadel 5 wird bei erregter Magnetspule
10 beispielsweise durch die Anlage des Ankers 11 an dem Kern 12 festgelegt. Der Weg
zwischen diesen beiden Endstellungen der Ventilnadel 5 stellt somit den Hub dar.
[0011] Die Abspritzöffnungen 25 der Lochscheibe 23 stehen mit der Zuströmöffnung 28 in unmittelbare
Strömungsverbindung und werden dabei von der oberen Begrenzung der Zuströmöffnung
28 überdeckt. Mit anderen Worten ausgedrückt liegt ein vollständiger Versatz von der
den Einlass der Zuströmöffnung 28 festlegenden Austrittsöffnung 27 und den Abspritzöffnungen
25 vor. Aufgrund des radialen Versatzes der Abspritzöffnungen 25 gegenüber der Austrittsöffnung
27 ergibt sich ein S-förmiger Strömungsverlauf des Mediums, hier des Brennstoffs.
[0012] Durch den so genannten S-Schlag vor und innerhalb der Lochscheibe 23 mit mehreren
starken Strömungsumlenkungen wird der Strömung eine starke, zerstäubungsfördernde
Turbulenz aufgeprägt. Erfindungsgemäß wird durch die spezifische Geometrie der Abspritzöffnungen
25 in Verbindung mit der horizontal anströmbaren Zuströmöffnung 28 das Fluid noch
zusätzlich in seiner Zerstäubung positiv beeinflusst, wobei ein Hohllamellenspray
mit Bereichen unterschiedlicher Tropfengröße erzielbar ist, wobei größere Tröpfchen
in einem äußeren Bereich 35 eine Mantelumhüllende bilden und kleinere Tröpfchen den
inneren Bereich 36 der Hohlkegellamelle ausfüllen.
[0013] Anhand von Figur 2 soll nochmals schematisch der S-förmige Verlauf im Bereich der
Lochscheibe 23 vergrößert in einem Schnitt gezeigt werden, wobei mittels dieser Anströmungsart
in Verbindung mit einer speziellen Ausbildung und Ausrichtung der Abspritzöffnungen
25 erfindungsgemäß eine besondere Tröpfchenverteilung innerhalb eines Hohllamellensprays
ermöglicht ist.
[0014] Figur 3 zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel einer Lochscheibe 23 in einer Draufsicht.
Bei diesem Ausführungsbeispiel sind zwölf Abspritzöffnungen 25 vorgesehen, die ringförmig
auf der Lochscheibe 23 angeordnet sind. Die Kontur der Abspritzöffnungen 25 ist dreieckförmig.
Im Querschnitt besitzt z.B. jede Abspritzöffnung 25 die Form eines gleichseitigen
Dreiecks. Alle dreieckförmigen Abspritzöffnungen 25 sind dabei derart ausgerichtet,
dass die horizontale Strömung, die radial vom Zentrum der Lochscheibe 23 kommend nach
außen strömend die Abspritzöffnungen 25 an einer relativ großen Eintrittskante 38
trifft. Von dieser Eintrittskante 38 ausgehend verjüngen sich die Abspritzöffnungen
25 radial nach außen bzw. sind in radialer Richtung eingeschnürt. Die Pfeile 37 sollen
einerseits andeuten, dass die Anströmung der Abspritzöffnungen 25 horizontal zu ihrem
Eintritt bzw. weitgehend im rechten Winkel zur Längserstreckung der Abspritzöffnungen
25 erfolgt und andererseits anzeigen, wie die Abspritzöffnung 25 mit ihrer großen
Eintrittskante 38 zur Ventillängsachse 2 ausgerichtet ist. Die Abspritzöffnungen 25
zeichnen sich insofern durch eine Maximierung der wirksamen Ablösekante aus, wodurch
ein gewollter erhöhter Ablöseeffekt der Strömung in den Abspritzöffnungen 25 und somit
die gewünschte Tröpfchenverteilung erreicht wird.
[0015] In den Figuren 4 bis 9 sind sechs Ausführungsbeispiele von erfindungsgemäßen Abspritzöffnungen
25 gezeigt, wobei in Figur 4 das Detail IV aus Figur 3 dargestellt ist. In vorteilhafter
Weise sind die Abspritzöffnungen 25 so konturiert, dass stets eine Verjüngung der
Abspritzöffnungen 25 auf der gegenüber der Anströmseite abgewandten Seite also nach
radial außen, vorliegt. Durch die horizontale Anströmung der Abspritzöffnungen 25
ist die Strömung in den Abspritzöffnungen 25 richtungsdiffus, d.h. der austretende
Fluidstrahl fächert unmittelbar nach Verlassen der Abspritzöffnung 25 auf, wird aber
durch die besondere Konturgebung der Abspritzöffnungen 25 im radial äußeren Bereich
35 wieder eingeschnürt. Durch das sofortige Auffächern wird vermieden, dass die Flüssigkeitsoberflächenspannung
den austretenden Strahl zu einem zylindrischen Strahl kleinerer freier Oberfläche
zusammenzieht. Die vergrößerte freie Strahloberfläche im Inneren begünstigt den weiteren
Zerfall in kleinere Tröpfchen, während in Relation dazu vergleichsweise große Tröpfchen
im äußeren Bereich 35 der Hohlkegellamelle als Mantelumhüllende verbleiben. Die Konturen
der Abspritzöffnungen 25 können dreieckförmig (Figur 4), abgeschnitten dreieckförmig
(Figur 5), halbrund (Figur 6) oder halbelliptisch, abgeschnitten halbrund (Figur 7)
oder abgeschnitten halbelliptisch, gerundet abgeschnitten dreieckförmig (Figur 8),
halbrund oder halbelliptisch mit gerundeter Eintrittskante 38 (Figur 9) oder ähnlich
ausgeführt sein.
[0016] In Figur 10 ist ein Ventilende mit einer Lochscheibe 23 zur Bildung eines zweistrahligen
Sprays bestehend aus zwei Volllamellensprays stark schematisch dargestellt. Um ein
solches Spraymuster zu erzeugen, müssen die gemäß Figuren 1 bis 7 beschriebenen Anström-
und Abspritzöffnungsgeometrien zweifach verteilt unabhängig voneinander auf der Lochscheibe
23 eingebracht sein. Dazu sind im Bereich des Ventilsitzkörpers 16 entsprechende Anströmkanäle
notwendig, die das Fluid von vornherein in die zwei gewünschten Abspritzbereiche transportieren,
von wo aus die Strömung nach dem zuvor beschriebenen Prinzip über Eintrittskanten
38 in die Abspritzöffnungen 25 gelangen kann. Anstelle der symbolhaft gezeigten Volllamellensprays
können bei entsprechender Auslegung der Abspritzöffnungen 25 auch zwei Hohllamellensprays
in Verdopplung des Beispiels gemäß Figur 2 erzeugt werden. Ein solches Brennstoffeinspritzventil
ist für das Abspritzen von Brennstoff in Richtung zweier Einlassventile besonders
geeignet.
[0017] Die Lochscheibe 23 kann mikrogalvanisch, laserschneidtechnisch, ätztechnisch oder
stanztechnisch hergestellt werden. Der Querschnitt der Abspritzöffnungen 25 ist je
nach Herstellungsverfahren bzw. Einsatzwunsch über die gesamte Länge der Abspritzöffnungen
25 konstant oder in Strömungsrichtung zunehmend.
1. Brennstoffeinspritzventil für Brennstoffeinspritzanlagen von Brennkraftmaschinen,
mit einer Ventillängsachse (2), mit einem einen festen Ventilsitz (29) aufweisenden
Ventilsitzkörper (16), mit einem mit dem Ventilsitz (29) zusammenwirkenden Ventilschließkörper
(7), der entlang der Ventillängsachse (2) axial bewegbar ist, und mit einer stromabwärts
des Ventilsitzes (29) angeordneten Lochscheibe (23), die mehrere Abspritzöffnungen
(25) besitzt, wobei die Abspritzöffnungen (25) ringförmig angeordnet sind und die
Abspritzöffnungen (25) eine Eintrittskante (38) haben, von der aus sich die Abspritzöffnungen
(25) nach radial außen verjüngen, dadurch gekennzeichnet, dass die Abspritzöffnungen (25) so dicht zueinander angeordnet und ausgerichtet sind,
dass wenigstens ein Hohllamellenspray abspritzbar ist, in dem ein radial äußerer Bereich
(35) aus größeren Tröpfchen besteht als ein radial innerer Bereich (36) des Sprays,
und dass eine Zuströmöffnung (28) unmittelbar stromaufwärts der Abspritzöffnungen
(25) so ausgelegt ist, dass eine Anströmung der Abspritzöffnungen (25) von radial
innen nach radial außen weitegehend im rechten Winkel zur Längsertreckung der Abspritzöffnungen
(25) erfolgt.
2. Brennstoffeinspritzventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass acht bis vierzig Abspritzöffnungen (25) zur Bildung eines Brennstoffsprays vorgesehen
sind.
3. Brennstoffeinspritzventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Konturen der Abspritzöffnungen (25) dreieckförmig, abgeschnitten dreieckförmig,
halbrund, halbelliptisch, abgeschnitten halbrund, abgeschnitten halbelliptisch, gerundet
abgeschnitten dreieckförmig, halbrund oder halbelliptisch mit gerundeter Eintrittskante
(38) sind.
4. Brennstoffeinspritzventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuströmöffnung (28) an der unteren Stirnseite (17) des Ventilsitzkörpers (16)
vorgesehen ist.
5. Brennstoffeinspritzventil nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lochscheibe (23) mittels galvanischer Metallabscheidung, laserschneidtechnisch
oder stanztechnisch herstellbar ist.
1. Fuel injection valve for fuel injection systems of internal combustion engines, having
a valve longitudinal axis (2), having a valve seat body (16) which has a fixed valve
seat (29), having a valve closing body (7) which interacts with the valve seat (29)
and which is axially movable along the valve longitudinal axis (2), and having a perforated
disc (23) which is arranged downstream of the valve seat (29) and which has a plurality
of discharge openings (25), wherein the discharge openings (25) are arranged annularly
and the discharge openings (25) have an inlet edge (38) proceeding from which the
discharge openings (25) taper in the radially outward direction, characterized in that the discharge openings (25) are arranged and aligned such that at least one hollow
lamellar spray can be discharged in which a radially outer region (35) is composed
of larger droplets than a radially inner region (36) of the spray, and in that an inflow opening (28) directly upstream of the discharge openings (25) is designed
such that a flow approaching the discharge openings (25) runs from radially inside
to radially outside substantially at right angles to the longitudinal extent of the
discharge openings (25).
2. Fuel injection valve according to Claim 1, characterized in that eight to forty discharge openings (25) are provided for forming a fuel spray.
3. Fuel injection valve according to one of the preceding claims, characterized in that the contours of the discharge openings (25) are triangular, in the form of truncated
triangles, semicircular, semielliptical, in the form of truncated semicircles, in
the form of truncated semiellipses, in the form of triangles with a rounded truncation,
or semicircular or semielliptical with a rounded inlet edge (38).
4. Fuel injection valve according to one of the preceding claims, characterized in that the inflow opening (28) is provided on the lower face side (17) of the valve seat
body (16).
5. Fuel injection valve according to one of the preceding claims, characterized in that the perforated disc (23) can be produced by means of galvanic metal deposition, by
laser cutting or by punching.
1. Soupape d'injection de carburant pour systèmes d'injection de carburant de moteurs
à combustion interne, comprenant un axe longitudinal de soupape (2), un corps de siège
de soupape (16) présentant un siège de soupape fixe (29), un corps de fermeture de
soupape (7) coopérant avec le siège de soupape (29), qui peut être déplacé axialement
le long de l'axe longitudinal de soupape (2), et un disque perforé (23) disposé en
aval du siège de soupape (29), qui possède plusieurs ouvertures de pulvérisation,
les ouvertures de pulvérisation (25) étant disposées sous forme annulaire et les ouvertures
de pulvérisation (25) présentant une arête d'entrée (28), depuis laquelle les ouvertures
de pulvérisation (25) se rétrécissent radialement vers l'extérieur,
caractérisée en ce que les ouvertures de pulvérisation (25) sont disposées,et orientées de telle sorte qu'au
moins un jet lamellaire creux puisse être pulvérisé, dans lequel une région radialement
extérieur (35) est constituée de gouttelettes plus grosses que dans une région radialement
intérieure (36) du jet, et en ce qu'une ouverture d'afflux (28) directement en amont des ouvertures de pulvérisation (25)
est conçue de telle sorte qu'un écoulement vers les ouvertures de pulvérisation (25)
radialement depuis l'intérieur vers l'extérieur radialement se produise essentiellement
à angle droit par rapport à l'étendue longitudinale des ouvertures de pulvérisation
(25).
2. Soupape d'injection de carburant selon la revendication 1, caractérisée en ce que huit à quarante ouvertures de pulvérisation (25) sont prévues pour former un jet
de carburant.
3. Soupape d'injection de carburant selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que les contours des ouvertures de pulvérisation (25) sont triangulaires, triangulaires
tronqués, semi-circulaires, semi-elliptiques, semi-circulaires tronqués, semi-elliptiques
tronqués, triangulaires tronqués et arrondis, semi-circulaires ou semi-elliptiques
avec une arête d'entrée arrondie (38).
4. Soupape d'injection de carburant selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que l'ouverture d'afflux (28) est prévue sur le côté frontal inférieur (17) du corps
de siège de soupape (16).
5. Soupape d'injection de carburant selon l'une quelconque des revendications précédentes,
caractérisée en ce que le disque perforé (23) peut être fabriqué au moyen d'une électrodéposition galvanique
de métal, d'une technique de découpage au laser, ou d'une technique d'estampage.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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