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(11) |
EP 2 065 176 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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01.01.2014 Patentblatt 2014/01 |
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Anmeldetag: 30.10.2008 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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Rundläuferpressen
Rotary presses
Presses rotatives
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL NO PL
PT RO SE SI SK TR |
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Priorität: |
30.11.2007 DE 102007057791
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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03.06.2009 Patentblatt 2009/23 |
| (73) |
Patentinhaber: Fette GmbH |
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21493 Schwarzenbek (DE) |
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Erfinder: |
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- Römer, Harald
21465 Reinbek (DE)
- Schade, Frank
21516 Tramm (DE)
- Lüneburg, Peter
23919 Berkenthin (DE)
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Vertreter: Graalfs, Edo |
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Hauck Patent- und Rechtsanwälte
Neuer Wall 50 20354 Hamburg 20354 Hamburg (DE) |
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Entgegenhaltungen: :
DE-C1- 19 705 094 SU-A1- 1 599 247
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SU-A1- 935 313 US-A1- 2003 072 799
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf eine Rundlaufpresse nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs
1.
[0002] Rundlaufpressen dienen vor allen Dingen zur Herstellung von Tabletten, beispielsweise
für den pharmazeutischen Bereich. Sie können jedoch überall eingesetzt werden, wo
Presslinge aus Pulvermaterial gewünscht sind, beispielsweise im Süßwaren- und Nahrungsmittelbereich,
bei Waschmitteln usw.
[0003] Der Grundaufbau einer Rundlaufpresse ist stets gleich. Sie weist einen Rotor auf,
der um eine vertikale Achse mit einem geeigneten Antriebsmotor angetrieben ist. Der
Rotor enthält eine obere und eine untere Stempelführung, welche Ober- bzw. Unterstempel
aufnehmen. Die Stempel wirken mit Bohrungen einer Matrizenscheibe zusammen, die zwischen
den Stempelführungen angeordnet ist. Den Matrizenbohrungen wird Pressmaterial zugeführt,
und Köpfe von Ober- bzw. Unterstempel wirken mit Druckrollen in Druckstationen zusammen,
um das Pressmaterial in den Matrizenbohrungen zu verpressen. Das Pressmaterial wird
über eine geeignete Füllstation in die Matrizenbohrungen eingegeben. Außerhalb der
Druckstationen werden die Stempelköpfe von geeigneten Steuerkurvenabschnitten geführt.
Beispielsweise ist der Füllstation ein Füllkurvenabschnitt zugeordnet, der dafür sorgt,
dass die Unterstempel im Bereich der Füllstation ein vorgegebenes Maß in die Matrizenbohrung
hineinstehen. Dieses Maß bestimmt das Füllvolumen und damit auch das Gewicht der gepressten
Tablette. Im Abstreifbereich, in dem die verpressten Tabletten von der Oberseite der
Matrizenscheibe abgestreift werden, sorgt eine Führungskurve dafür, dass die Unterstempel
so weit angehoben werden, dass die Presslinge vom Abstreifer erfasst und abgeschoben
werden können. Außerdem sorgt für die Oberstempel ein entsprechender Steuerkurvenabschnitt
dafür, dass ausreichend Platz bleibt für die Füllstation, zum erneuten Einfüllen von
Pressmaterial.
[0004] Eine derartige Rundlaufpresse ist allgemein bekannt. Es wird beispielsweise auf
DE 10 2004 040 163 A1 oder
US 2003/0072799 A1, die die Merkmale des Oberbegriffs des Anspruchs 1 beschreibt, hingewiesen.
[0005] Es ist ferner bekannt, mit der beschriebenen Rundlaufpresse Ein- oder Mehrschichtpresslinge
zu erzeugen. Bei dem Einschichtpressling werden üblicherweise eine Füll- und Dosier-
und eine Vordruck- und eine Hauptdruckstation jeweils mit oberer und unterer Druckrolle
vorgesehen. Bei einer Rundlaufpresse zur Herstellung von Zweischichttabletten wird
für die Verpressung der ersten Schicht üblicherweise nur eine Druckstation verwendet.
Anschließend wird mit Hilfe einer zweiten Füll- und Dosierstation das Material für
die zweite Schicht eingefüllt. Das endgültige Verpressen der beiden Schichten erfolgt
dann mit einer Vor- und einer Hauptdruckstation. Werden drei oder mehr Schichten zu
einer Tablette geformt, setzt sich die Anordnung von Füll-und Dosierstationen und
Druckstationen entsprechend fort.
[0006] Es ist jedoch auch bekannt, bei Einschichtpresslingen die Produktionskapazität dadurch
zu erhöhen, dass zwei oder mehr Füll- und Dosierstationen vorgesehen werden, denen
jeweils mindestens eine Druckstation nachgeordnet ist. Auf diese Weise kann bei gleicher
Drehzahl der Rundlaufpresse die Produktionsmenge verdoppelt oder vervielfacht werden.
[0007] Der Benutzer einer Rundlaufpresse entscheidet darüber, welche Art Rundlaufpresse
für seine Produktion erforderlich oder optimal ist. Stellt er Einschichttabletten
in kleiner Charge her, wird er eine relativ kleine Rundlaufpresse wählen, die lediglich
eine Füll- und Dosierstation und zwei Druckstationen aufweist. Möchte der Benutzer
größere Chargen produzieren, wird er unter Umständen eine Rundlaufpresse bevorzugen,
welche zwei Füll- und Dosierstationen mit jeweils zwei Druckstationen aufweist. Mit
einer derartigen Rundlaufpresse lässt sich auch eine Zweischichttablette herstellen,
wenn sie entsprechend umgebaut wird. Will der Benutzer sehr große Chargen produzieren
oder Dreischichttabletten, wird er drei Füll- und Dosierstationen vorsehen mit jeweils
zwei Druckstationen. Für jede der beschriebenen Pressenarten ist das Maschinengestell
entsprechend auszulegen, und der Pressenhersteller hat, um den unterschiedlichen Benutzeranforderungen
gerecht zu werden, unterschiedliche Baureihen für die Rundlaufpressen aufzulegen.
[0008] Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Rundlaufpresse zu schaffen, welche
den verschiedenen Benutzeranforderungen mit einem minimalen Herstellungsaufwand gerecht
wird und auch nachträglich auf eine andere Nutzungsform mit geringem Aufwand umgestellt
werden kann.
[0009] Diese Aufgabe wird durch eine Rundlaufpresse nach den Merkmalen des Patentanspruchs
1 gelöst.
[0010] Bei der erfindungsgemäßen Rundlaufpresse weist das Gestell eine obere und eine untere
Aufnahmeplattform auf. Der mindestens eine Dosierantrieb und der mindestens eine Druckrollenantrieb
weisen identische Anbringungsmittel auf. Die Aufnahmeplattformen weisen an den einander
zugekehrten Seiten identische Aufnahmemittel für die Anbringungsmittel auf. Es ist
somit gleich, ob ein Dosierantrieb oder ein Druckrollenantrieb an einem Aufnahmemittel
einer Plattform befestigt wird. Bei zwei oder mehr Druckstationen und Füll- und Dosierstationen
lässt sich bei identisch ausgeführter Plattform z.B. entweder eine Einschichttablette
oder eine Zwei- oder Mehrschichttablette produzieren.
Vorzugsweise sind die Teilkreise von unterer und oberer Aufnahmeplattform, auf denen
die Füll- und Dosierstationen und die Druckstationen angeordnet sind, von gleichem
Durchmesser.
[0011] Die erfindungsgemäße Rundlaufpresse lässt sich für kleine Chargengrößen benutzen,
kann jedoch durch zusätzlichen Einbau von weiteren Füll- und Dosier- und Druckstationen
für die Herstellung von Einschichttabletten für große Chargen eingesetzt werden. Sie
kann außerdem für Zweischichttabletten umgebaut werden oder für Dreischichttabletten,
wenn Aufnahmemittel an der Plattform für drei Dosierstationen und vier Druckstationen
vorgesehen sind.
[0012] Mit Hilfe der Erfindung sind Druckstationen und Füll- und Dosierstationen auch austauschbar
in der Rundlaufpresse anbringbar. Die Einrichtung vom Einschicht-, Zweischicht- bzw.
Dreischichtbetrieb ist auf einfache Weise mit dem gleichen Maschinengestell möglich;
desgleichen eine Umrüstung beim Benutzer. Dadurch ist die Einsatzflexibilität eines
Rundlaufpressenkonzepts deutlich erhöht. Der Herstellungsaufwand für eine derartige
flexible Rundlaufpresse ist relativ gering, insbesondere angesichts der vielfältigen
Einsatzmöglichkeiten, welche jeweils von einer Rundlaufpresse gefordert wird. Für
die verschiedenen, oben beschriebenen Einsatzarten ist die Anzahl der Pressenkonstruktionen
minimiert. So kann z.B. mit einer Konstruktion sowohl eine Einschichttablette als
auch eine Mehrschichttablette erzeugt werden, wenn die entsprechenden Stationen zur
Verfügung stehen.
[0013] Nach einer Ausgestaltung der Erfindung weist die untere Aufnahmeplattform sieben
Aufnahmemittel auf. Die Aufnahmemittel können von identischen Aufnahmeöffnungen in
der unteren bzw. oberen Aufnahmeplattform gebildet sein.
[0014] Sowohl die Dosier- bzw. Füllkurven für die Füll- und Dosierstation als auch die Druckrollen
sind mittels eines geeigneten Dosier- bzw. Druckrollenantriebs in der Höhe verstellbar.
Nach einer Ausgestaltung der Erfindung weisen obere und untere Aufnahmeplattform Hohlräume
auf, in denen jeweils mindestens ein Dosier- und ein Druckrollenantrieb angeordnet
sind. Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind Druckrollenantrieb und
Dosierantrieb identisch und bilden mit einer Druckrolle bzw. einer Füll- und Dosierstation
eine Einheit. Es ist daher von der Montage her gleich, ob eine Druckstation oder eine
Füll- und Dosierstation an einem Aufnahmemittel der Aufnahmeplattform angebracht wird.
Hierfür ist daher keine Spezialkonstruktion oder ein Umbau der Rundlaufpresse erforderlich,
um die Rundlaufpresse in gewünschter Weise auszulegen. Es versteht sich, dass die
Hohlräume in den Aufnahmeplattformen für Montagevorgänge gut zugänglich sind.
[0015] Wie schon erwähnt, wirken Ober- und Unterstempel außerhalb der Druckstationen mit
entsprechenden unterschiedlichen Steuerkurvenabschnitten zusammen. Die Steuerkurvenabschnitte
können an nicht mitrotierenden Steuerkurventrägern des Rotors anbringbar sein. Die
zugehörigen Steuerkurvenabschnitte können an vorher vorgesehenen Orten der Steuerkurventräger
befestigt werden. Bei einem Austausch von Füll- und Dosierstation durch eine Druckstation
können die zugehörigen Steuerkurvenabschnitte ebenfalls ausgetauscht werden, ohne
dass eine Anbringungsmöglichkeit an den nicht mitrotierenden Steuerkurventrägern des
Rotors erst geschaffen werden muss. Die Anbringungsmöglichkeiten für die Vertauschung
der unterschiedlichen Steuerkurvenabschnitte sind bereits vorhanden.
- Fig. 1
- zeigt perspektivisch eine Rundlaufpresse nach der Erfindung.
- Fig. 2
- zeigt schematisch eine Draufsicht auf eine untere Aufnahmeplattform für eine Rundlaufpresse
nach Fig. 1 mit Aufnahmemitteln.
- Fig. 3
- zeigt schematisch eine Draufsicht auf eine andere Aufnahmeplattform mit Aufnahmemitteln
nach der Erfindung,
- Fig. 4
- zeigt perspektivisch eine Einheit aus Druckrolle und Druckrollenantrieb,
- Fig. 5
- zeigt perspektivisch eine Dosierkurve und den Dosierantrieb als Einheit.
[0016] Eine Rundlaufpresse nach Fig. 1 weist ein Gestell auf, das eine untere Aufnahmeplattform
10 und eine obere Aufnahmeplattform 12 aufweist. Die Plattformen 10, 12 sind fachwerkartig
und enthalten mehrere Hohlräume. Die Aufnahmeplattformen 10, 12 sind im Umriss polygonal,
im vorliegenden Fall achteckig, wobei auf gegenüberliegenden Seiten außen angebrachte
Stützen 14, 16 die Aufnahmeplattformen 10, 12 in vorgegebenem Abstand voneinander
halten. Die Stützen 14, 16 sind über Dämpfungselemente 18 an unteren Stützen 20 abgestützt,
die ihrerseits auf einer Grundplattform 22 stehen. Die Grundplattform 22 steht über
Füße 24 auf dem Untergrund.
[0017] Die untere Aufnahmeplattform 10 weist eine mittige Säule 26 auf, auf der ein Rotor
28 um eine vertikale Achse drehbar gelagert ist. Der Rotor 28 enthält integriert einen
elektrischen Antriebsmotor (nicht gezeigt). Die Art des eingebauten Motors ist etwa
in
DE 10 2004 040 163 A1 offenbart. Der Rotor 28 setzt sich zusammen aus einer oberen und einer unteren Stempelfiihrung,
die hier nicht gesondert herausgestellt sind. Die Stempelführungen führen in geeigneten
Führungsbohrungen Oberstempel 30 und Unterstempel 32. Die Pressstempel 30, 32 wirken
mit Matrizenbohrungen einer Matrizenscheibe 36 zusammen (ist nur angedeutet gezeigt).
[0018] Den Pressstempeln 30, 32 sind auch Führungskurven zugeordnet, die an der oberen bzw.
unteren nicht mitrotierenden Steuerkurventrägern des Rotors angebracht sind. Sie sind
aus Darstellungsgründen weggelassen. Wie ferner zu erkennen, ist der eigentliche Prozessbereich,
d.h. die Matrizenscheibe und der größte Teil der Stempelführungen von einem Gehäuse
38 abgedichtet umgeben, damit staubiges Pressmaterial nicht nach außen gelangt.
[0019] In Fig. 1 ist zu erkennen, dass bei 40 bzw. 42 und 44 untere Druckrollenanordnungen
auf der unteren Aufnahmeplattform 10 angebracht sind. Die Druckrollen 46 dieser Druckrollenanordnungen
wirken mit den Köpfen der Unterstempel 32 zusammen. Entsprechend sind bei 48, 50 und
52 obere Druckrollenanordnungen mit einer Druckrolle 54 an der Unterseite der oberen
Aufnahmeplattform 12 angebracht. Die Druckrollen 54 wirken mit den zugekehrten Köpfen
der Oberstempel 30 zusammen. Es kann daher festgestellt werden, dass drei Druckstationen
pro Plattform zu erkennen sind mit oberer und unterer Druckrolle 54 bzw. 46. Es können
jedoch auch weitere Druckstationen vorgesehen werden, die im vorliegenden Fall nicht
gezeigt sind. Sie sind aber bezüglich der oberen Druckrollen bei 56, 58 angedeutet.
[0020] In Fig. 1 ist auch eine Füll- und Dosierstation 60a bzw. 60b vorgesehen, die auf
der unteren Aufnahmeplatte 10 angeordnet ist. Einzelheiten der Füllstation sind nicht
gezeigt.
[0021] Wie aus Fig. 1 ferner zu entnehmen, sind die unteren Druckrollenanordnungen 40, 42
und 44 sowie auch die Füll- und Dosierstation 60a bzw. 60b mit Hilfe geeigneter Platten
62 an der Aufnahmeplattform 10 angebracht. Die Anbringung geschieht beispielsweise
durch Verschraubung.
[0022] Zu den Druckrollenanordnungen gehören Druckrollenantriebe zur Höhenverstellung der
Druckrollen 46, 54. Diese sind z.B. bei 64 für die obere Aufnahmeplattform 12, bei
66 und für die untere Aufnahmeplattform 10 dargestellt. Die Anbringung dieser Antriebe
erfolgt in Hohlräumen der Aufnahmeplattformen 10, 12. Auch die Dosierstation 60 besitzt
einen Antrieb der Dosierkurve, der ebenfalls in einem Hohlraum der Aufnahmeplattform
10 untergebracht und bei 68 zu erkennen ist.
[0023] Die Anbringung der Druckrollenanordnungen an den Aufnahmeplattformen 10, 12 erfolgt
auf einem Teilkreis, wobei beide Teilkreise von gleichem Durchmesser sein können.
Außerdem sind die Aufnahmemittel an den Plattformen 10 bzw. 12 identisch, so dass
z.B. die Dosierstation 60 an die Stelle der Druckrollenanordnung 62, 40 oder 44 gesetzt
werden kann. Umgekehrt kann z.B. die Druckrollenanordnung 62 an die Position der Dosierstation
60 gesetzt werden. Bei einer Anordnung oder einem Austausch der beschriebenen Art
müssen naturgemäß auch die zugehörigen Antriebe hinzukommen. Daher weisen die Hohlräume,
in denen die Antriebe 64 oder 66 bzw. der Dosierantrieb 68 untergebracht sind, identische
Aufnahmemittel auf, sodass ein minimaler Aufwand für die Herstellung, Montage oder
Austausch erforderlich ist. Am Gestell müssen keine besonderen Vorkehrungen für die
jeweilige Einsatzart vorgenommen werden. Bei einer vorgesehenen Anzahl von Aufnahmemitteln
in den Plattformen 10, 12 läßt sich eine Anzahl unterschiedlicher Verwendungen der
Rundlaufpresse verwirklichen.
[0024] Anhand der Figuren 2 und 3 soll die vielseitige Anwendbarkeit der Rundlaufpresse
nach Fig. 1 erläutert werden. In Fig. 2 ist eine Aufnahmeplattform 10a gezeigt, welche
etwa der unteren Aufnahmeplattform 10 gemäß Fig. 1 entspricht. Sie ist mit sieben
identischen Aufnahmeöffnungen 80 versehen, die auf einem Teilkreis 82 liegen, der
konzentrisch ist zum Teilkreis der Matrizenbohrungen, wie sie bei 84 angedeutet sind.
Die Aufnahmeöffnungen haben einen annähernd gleichen Abstand voneinander und haben
lediglich im Bereich 86 einen größeren Abstand. Dieser Bereich ist der Abstreifbereich
für die ausgestoßenen Presslinge. Dieser ist bei 70 in Fig. 1 durch eine Rutsche angedeutet.
[0025] Jede der Aufnahmeöffnungen 80 ist geeignet, entweder eine untere Druckrollenantrieb
oder einen Dosierantrieb aufzunehmen. In Fig. 2 ist die Aufnahme von Dosierantrieben
mit D und die Aufnahme eines Vordruckrollenantriebs mit 1 und eines Hauptdruckrollenantriebs
mit 2 bezeichnet. Man erkennt, dass mit Hilfe einer derartigen Anordnung Einschichtpresslinge
produziert werden können, wobei die Produktionskapazität bei gleicher Drehzahl des
Rotors doppelt so groß ist wie bei einer Rundlaufpresse, welche nur eine Dosierstation
und zwei Druckstationen aufweist.
[0026] Soll stattdessen in Fig. 2 eine Zweischichttablette produziert werden, wird z.B.
die Druckrolle 2 nach Fig. 2 nach der ersten Füll- und Dosierstation D ausser Eingriff
auf die Stempel gebracht. Alternativ kann auf die entsprechende Hauptdruckstation
ganz verzichtet werden. Es versteht sich, dass mit der Anordnung nach Fig. 2 auch
eine Dreischichttablette produziert werden kann, indem drei Füll- und Dosierstationen
und vier Druckstationen vorgesehen werden. Es versteht sich, dass zu einem Dosierantrieb
auch eine Fülleinrichtung gehört, die zusätzlich anzubringen ist, sodass Füll- und
Dosierstation sich aus dem Dosierantrieb und der Füllvorrichtung zusammensetzen.
[0027] Es versteht sich ferner, dass die obere Aufnahmeplattform, wie sie in Fig. 1 angedeutet
ist, ebenfalls Aufnahmeöffnungen 80 aufweisen kann und daß bei einer anderen Anordnung
von Füll- und Dosierstationen und Druckrollenanordnungen in der unteren Aufnahmeplattform
10a dies zu einer entsprechenden Änderung der Position der Druckrollenanordnungen
in der oberen Aufnahmeplattform führt.
[0028] In Fig. 3 ist eine untere Aufnahmeplattform 10b angedeutet, welche elf identische
Aufnahmeöffnungen 88 aufweist. Sie sind wiederum auf einem Teilkreis 82 angeordnet.
Im gezeigten Fall wird eine Fünfschichttablette produziert. Einer Füll- und Dosierstation
D folgt eine Vor- und eine Hauptdruckstation 1 bzw. 2. Soll statt dessen nur eine
Ein- oder Zweischichttablette produziert werden, sind Dosierstation und Druckrollenanordnung
entsprechend anzuordnen, damit das gewünschte Ergebnis erzielt wird.
[0029] In Figur 4 ist beispielhaft perspektivisch die Druckrolle 46 nach Figur 1 dargestellt.
Sie wird von einer geeigneten Antriebs- und Getriebeeinheit 100 in der Höhe verstellt.
Die Einheit 100 weist einen Flansch 102 auf, der mit einem Flansch 104 verschraubt
ist, an dem Flansch 104 ist eine Führung 106 für die Druckrolle 46 angebracht. Die
Flanschen 102, 104 werden in einer Aufnahmeöffnung, wie sie in den Figuren 1, 2 oder
3 gezeigt sind, an der zugehörigen Aufnahmeplattform, hier der Aufnahmeplattform 10,
angebracht. Alle Druckrollen, wie sie in Figur 1 dargestellt sind, können mit einer
identischen Antriebs- und Getriebeeinheit 100 versehen und eine Einheit bilden, um
sie in einer geeigneten Aufnahmeöffnung der Aufnahmeplattform anzubringen.
[0030] Auch in Figur 5 ist die Antriebs- und Getriebeeinheit 100 nach Figur 4 perspektivisch
dargestellt. Ihr Flansch 102 ist mit einem Flansch 108 verschraubt, der die gleichen
Abmessungen hat, wie der Flansch 104 nach Figur 4. Der Flansch 108 weist eine Führung
110 auf für ein Dosierkurvenelement 112, das an einer Stange 114 angebracht ist, die
ihrerseits in der Führung 110 geführt ist. Die Antriebs- und Getriebeeinheit 100 kann
eine Höhenverstellung der Stange 114 und damit des Dosierkurvenelements 112 bewerkstelligen,
um die Dosierung in einer nicht komplett gezeigten Füll- und Dosierstation einzustellen.
[0031] Man erkennt anhand der Figuren 4 und 5, dass die Druckrollen und die Dosierkurvenelemente
identische Antriebs- und Getriebeeinheiten haben und mit diesen eine Einheit bilden,
um sie in einer gewünschten Aufnahmeöffnung in der Plattform 10 bzw. 12 nach Figur
1 anzubringen.
1. Rundlaufpresse mit einem Gestell, in dem ein von einem Antriebsmotor angetriebener
Rotor (28) um eine vertikale Achse drehbar gelagert ist, wobei der Rotor (28) eine
obere und eine untere Stempelführung für Ober- und Unterstempel (30, 32) aufweist
und eine Matrizenscheibe (36) zwischen den Stempelführungen, wobei ferner die Pressstempel
(30, 32) mit Matrizenbohrungen (84) der Matrizenscheibe (36) zusammenwirken, ferner
mit mindestens einer auf einem Kreis angeordneten Füll- und Dosierstation (60), die
ein Dosierkurvenelement aufweist, das mittels eines Dosierantriebs (68) in seiner
Höhe verstellbar ist und die Höhe der Unterstempel (32) in der Füll- und Dosierstation
(60) vorgibt, mit mindestens einer auf einem Kreis angeordneten Druckstation mit mindestens
einer oberen und unteren Druckrolle (46, 54), die mit den Ober- und Unterstempeln
(30, 32) zusammenwirken, wobei die Druckrollen (46, 54) von einem Druckrollenantrieb
(64, 66) in der Höhe verstellbar sind und mit Befestigungsmitteln zur Befestigung
der Druckrollen- und Dosierantriebe (64, 66, 68) am Gestell, dadurch gekennzeichnet, dass der Dosierantrieb (68) und der Druckrollenantrieb (64, 68) identische Anbringungsmittel
aufweisen, das Gestell eine obere und eine untere Aufnahmeplattform (10, 12) aufweist
und die Aufnahmeplattformen (10, 12) an den einander zugekehrten Seiten identische
Aufnahmemittel für die Anbringungsmittel aufweisen, die in übereinstimmender Anordnung
zueinander liegen.
2. Rundlaufpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei Druckstationen und mindestens zwei Füll- und Dosierstationen (60)
vorgesehen sind, die auf einem Teilkreis liegen.
3. Rundlaufpresse nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Teilkreise an oberer und unterer Aufnahmeplattform (10, 12) den gleichen Durchmesser
haben.
4. Rundlaufpresse nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmemittel identische Aufnahmeöffnungen in der unteren bzw. oberen Aufnahmeplattform
(10, 12) aufweisen.
5. Rundlaufpresse nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass obere und/oder untere Aufnahmeplattform (10, 12) Hohlräume aufweisen, in denen die
Dosier- bzw. Druckrollenantriebe (64, 66, 68) angeordnet sind.
6. Rundlaufpresse nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass obere und/oder untere Aufnahmeplattform (10, 12) von einem Fachwerk gebildet ist.
7. Rundlaufpresse nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass Druckrollenantrieb (64, 66) und Dosierantrieb (68) identische Antriebe sind und mit
den Druckrollen (46, 54) bzw. den Dosierantrieben eine Einheit bilden.
8. Rundlaufpresse nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass Dosierkurvenelemente bzw. Druckrollen (46, 54) mittels Flanschen (104, 108) mit Flanschen
(102) der Antriebe verbunden sind.
9. Rundlaufpresse nach Anspruch 6 und 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Einheiten über die Flansche (102) der Antriebe mit der zugehörigen Plattform
über Schraubverbindungen verbindbar sind.
1. A rotary press comprising a frame in which a rotor (28) driven by a drive motor is
rotatably mounted about a vertical axis, the rotor (28) comprising an upper punch
guide and a lower punch guide for upper punches and lower punches (30, 32), and a
die plate (36) between the punch guides, the press punches (30, 32) also cooperating
with die bores (84) of the die plate (36), further comprising at least one filling
and metering station (60) which is arranged on a circle and which has a curved metering
element which is able to be adjusted in height by means of a metering drive (68) and
which predetermines the height of the lower punches (32) in the filling and metering
station (60), comprising at least one compression station arranged on a circle and
having at least one upper compression roller and lower compression roller (46, 54)
which cooperate with the upper punches and lower punches (30, 32), the compression
rollers (46, 54) being able to be adjusted in height by a compression roller drive
(64, 66), and comprising fastening means for fastening the compression roller drives
and the metering drive (64, 66, 68) to the frame, characterized in that the metering drive (68) and the compression roller drive (64, 68) comprise identical
attachment means, the frame has an upper receiver platform and a lower receiver platform
(10, 12) and the receiver platforms (10, 12) comprise identical receiver means for
the attachment means on sides facing one another, said receiver means being located
in a coinciding arrangement relative to one another.
2. The rotary press according to Claim 1, characterized in that at least two compression stations and at least two filling and metering stations
(60) are provided, said filling and metering stations being located on a pitch circle.
3. The rotary press according to Claim 2, characterized in that the pitch circles on the upper receiver platform and lower receiver platform (10,
12) have the same diameter.
4. The rotary press according to one of Claims 1 to 3, characterized in that the receiver means comprise identical receiver openings in the lower receiver platform
or respectively upper receiver platform (10, 12).
5. The rotary press according to one of Claims 1 to 4, characterized in that the upper receiver platform and/or lower receiver platform (10, 12) comprise hollow
spaces in which the metering or respectively compression roller drives (64, 66, 68)
are arranged.
6. The rotary press according to one of Claims 1 to 5, characterized in that the upper receiver platform and/or lower receiver platform (10, 12) is formed by
a framework.
7. The rotary press according to one of Claims 1 to 6, characterized in that the compression roller drive (64, 66) and metering drive (68) are identical drives
and form a unit together with the compression rollers (46, 54) or respectively the
metering drives.
8. The rotary press according to Claim 6, characterized in that curved metering elements or respectively compression rollers (46, 54) are connected
by means of flanges (104, 108) to flanges (102) of the drives.
9. The rotary press according to Claim 6 and 7, characterized in that the units are able to be connected via the flanges (102) of the drives to the associated
platform via screw connections.
1. Presse rotative avec un bâti dans lequel un rotor (28) entraîné par un moteur d'entraînement
est supporté en rotation autour d'un axe vertical, le rotor (28) présentant un guide
de poinçon supérieur et un guide de poinçon inférieur pour des poinçons (30, 32) supérieur
et inférieur, et un disque de matrice (36) entre les guides de poinçon, les poinçons
de presse (30, 32) coopérant en outre avec des alésages de matrice (84) du disque
de matrice (36), en outre avec au moins un poste de remplissage et de dosage (60)
qui est disposé sur un cercle et qui présente un élément de came de dosage qui est
réglable en hauteur au moyen d'un entraînement de dosage (68) et qui prescrit la hauteur
des poinçons inférieurs (32) dans le poste de remplissage et de dosage (60), avec
au moins un poste de pression disposé sur un cercle avec au moins un galet de pression
(46, 54) supérieur et inférieur qui coopèrent avec les poinçons de presse (30, 32)
supérieur et inférieur, les galets de pression (46, 54) pouvant être réglés en hauteur
par un entraînement de galet de pression (64, 66), et avec des moyens de fixation
pour la fixation des entraînements de galets de pression et de dosage (64, 66, 68)
sur le bâti, caractérisée en ce que l'entraînement de dosage (68) et l'entraînement de galets de pression (64, 68) présentent
des moyens de mise en place identiques, le bâti présente une plateforme de réception
(10, 12) supérieure et inférieure, et les plateformes de réception (10, 12) présentent
sur les côtés tournés l'un vers l'autre des moyens de réception identiques pour les
moyens de mise en place qui sont placés en coïncidence les uns par rapport aux autres.
2. Presse rotative selon la revendication 1, caractérisée en ce qu'il est prévu au moins deux postes de pression et au moins deux postes de remplissage
et de dosage (60) qui sont placés sur un cercle partiel.
3. Presse rotative selon la revendication 2, caractérisée en ce que les cercles partiels ont le même diamètre sur la plateforme de réception (10, 12)
supérieure et inférieure.
4. Presse rotative selon une des revendications 1 à 3, caractérisée en ce que les moyens de réception présentent des ouvertures de réception identiques dans la
plateforme de réception (10, 12) supérieure ou respectivement inférieure.
5. Presse rotative selon une des revendications 1 à 4, caractérisée en ce que la plateforme de réception (10, 12) supérieure et/ou inférieure présentent des cavités
dans lesquelles sont disposés les entraînements de galets de pression ou respectivement
de dosage (64, 66, 68).
6. Presse rotative selon une des revendications 1 à 5, caractérisée en ce que la plateforme de réception (10, 12) supérieure et/ou inférieure est formée d'une
poutre en treillis.
7. Presse rotative selon une des revendications 1 à 6, caractérisée en ce que l'entraînement de galet de pression (64, 66) et l'entraînement de dosage (68) sont
des entraînements identiques et forment une unité avec les galets de pression (46,
54) ou respectivement les entraînements de dosage.
8. Presse rotative selon la revendication 6, caractérisée en ce que les éléments de came de dosage ou respectivement les galets de pression (46, 54)
sont raccordés au moyen de brides (104, 108) aux brides (102) des entraînements.
9. Presse rotative selon les revendications 6 et 7, caractérisée en ce que les unités peuvent être raccordées, par le biais des brides (102) des entraînements,
à la plateforme correspondante par le biais d'assemblages vissés.
IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE
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