Technisches Gebiet
[0001] Die Erfindung bezieht sich auf Cheminéeöfen und Cheminee-Einsätze sowie auf Öffnungsvorrichtungen
für Cheminéeöfen oder Cheminée-Einsätze. Sie bezieht sich auf Vorrichtungen und Verfahren
gemäss dem Oberbegriff der unabhängigen Patentansprüche. Cheminéeöfen, auch als sogenannte
Schwedenöfen bekannt, sind freistehend, wohingegen Cheminéeofeneinsätze einbaubar
sind, typischerweise ins Mauerwerk eines Hauses. Der Feuerraum eines Cheminéeofens
oder -einsatzes kann beispielsweise durch Hochschieben oder Hochschwenken einer Feuerraumtüre
des Cheminéeofens oder -einsatzes zugänglich gemacht werden.
Stand der Technik
[0002] Es ist weit verbreitet, das Gewicht vertikal verschiebbarer Scheibentüren von Cheminéeöfen
oder -einsätzen ganz oder teilweise durch mit der Scheibentüre wirkverbundene Gewichte
zu kompensieren. Dies erleichtert das Schliessen und vor allem das Öffnen der Scheibentüre.
Durch die Gewichte wird aber das Gesamtgewicht des Cheminéeofens oder -einsatzes erhöht,
und es besteht die Gefahr von Beschädigungen, wenn der Cheminéeofen oder -einsatz
einschliesslich der Gewichte transportiert wird. Ausserdem können solche Gewichte
zu Störgeräuschen beim Cheminéebetrieb führen.
[0003] In
CH 694 515 A5 wurde vorgeschlagen, anstelle derartiger Gewichte zwei unter Federvorspannung stehende
zylindrische Seiltrommeln zu verwenden, die oberhalb der Türoffnung des Cheminéeofens
angeordnet sind und mittels Seilzügen ohne Umlenkung direkt mit der Feuerraumtüre
verbunden sind. Gemäss der
CH 694 515 A5 wird dadurch erreicht, dass die Seiltrommeln auf diese Weise von der Vorderseite
des Feuerraumes her gut zugänglich sind, beispielsweise, indem die entsprechenden
Cheminéegehäuse einen lösbaren Frontabschnitt aufweisen.
[0004] Es ist wünschenswert, eine Alternative zu den bekannten Lösungen zu schaffen.
Darstellung der Erfindung
[0005] Eine Aufgabe der Erfindung ist es, eine alternative Möglichkeit zur vollständigen
oder teilweisen Kompensation des Eigengewichtes einer Feuerraumtüre eines Cheminéeofens
oder -einsatzes zu schaffen. Insbesondere soll ein entsprechender Cheminéeofen oder
-einsatz, eine entsprechende Öffnungsvorrichtung für einen Cheminéeofen oder -einsatz
und ein entsprechendes Verfahren zur Herstellung eines Cheminéeofens oder -einsatzes
geschaffen werden.
[0006] Diese Aufgabe lösen Vorrichtungen und Verfahren mit den Merkmalen der unabhängigen
Patentansprüche.
[0007] Der Cheminéeofen oder -einsatz mit einer Öffnungsvorrichtung aufweisend mindestens
einen Energiespeicher und eine Feuerraumtüre, die mit bzw. entgegen der Schwerkraft
bewegbar gelagert und zur vollständigen oder teilweisen Kompensation des Eigengewichtes
der Feuerraumtüre mit dem mindestens einen Energiespeicher wirkverbunden ist, ist
dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Energiespeicher unterhalb des Niveaus
des Feuerraumbodens des Cheminéeofens oder -einsatzes angeordnet ist. Dadurch ist
der Energiespeicher unterhalb der Wäremequelle (Feuer) angeordnet. Die thermische
Belastung des Energiespeichers ist somit sehr gering, wodurch einerseits eine lange
Haltbarkeit des Energiespeichers erreicht wird und andererseits eine grosse Zahl verschiedenartiger
Energiespeicher verwendet werden können. Ein weiterer Vorteil ist, dass auf diese
Weise eine sehr gute Zugänglichkeit des Energiespeichers erreicht werden kann. Beispielsweise
kann in dem Feuerraumboden eine Klappe oder Türe vorgesehen sein, die im geöffneten
Zustand den Zugriff auf den Energiespeicher freigibt. Dieser Vorteil ist besonders
wichtig für Cheminée-Einsätze.
[0008] In einer Ausführungsform weist der Cheminéeofen oder -einsatz genau einen mit der
Feuerraumtüre wirkverbundenen Energiespeicher auf. Dadurch wird eine vereinfachte
Konstruktion und eine vereinfachte Herstellbarkeit des Cheminéeofens oder -einsatzes
erreicht.
[0009] In einer Ausführungsform ist der Energiespeicher ein mechanischer Energiespeicher.
Mechanische Energiespeicher sind im allgemeinen relativ robust, verhältnismässig kostengünstig
und recht unempfindlich gegen Temperaturschwankungen.
[0010] In einer Ausführungsform ist der Energiespeicher ein Gewichtsausgleicher. Gewichtsausgleicher
sind auch als "Balancer" bekannt. Im allgemeinen wird durch einen Gewichtsausgleicher
eine Kraft auf einen Seilzug ausgeübt, die zur Kompensation des Eigengewichts eines
Körpers wie beispielsweise eines Werkzeuges (zum Beispiel Bohrhammer) genutzt wird.
Gewichtsausgleicher sind kommerziell erhältlich, beispielsweise von der Firma Carl
Stahl Kromer GmbH in Freiburg, Deutschland, Internet-Adresse: www.federzug.com.
[0011] In einer Ausführungsform beinhaltet der Energiespeicher einen unter Federvorspannung
stehenden Seiltrommelkörper. Eine solche Anordnung hat sich als robust und preisgünstig
erwiesen. In einer Ausführungsform ist eine Blattspiralfeder zur Erzeugung der Federvorspannung
vorgesehen. Dies ermöglicht eine kompakte Bauweise des Energiespeichers.
[0012] In einer Ausführungsform ist der Seiltrommelkörper durch einen über mindestens eine
Umlenkung der Öffnungsvorrichtung geführten Seilzug direkt oder indirekt mit der Feuerraumtüre
wirkverbunden, und ein Abschnitt des Seilzuges ist auf den Seiltrommelkörper aufwickelbar.
In einer Ausführungsform weist die Öffnungsvorrichtung nicht mehr als zwei Umlenkungen
auf.
[0013] In einer Ausführungsform ist der Seiltrommelkörper ein konisch wickelnder Seiltrommelkörper.
Dazu kann der Seiltrommelkörper einen im wesentlichen konischen Querschnitt aufweisen.
Dadurch kann (bei entsprechender Dimensionierung des Seiltrommelkörpers) erreicht
werden, dass die vom Energiespeicher erzeugte Ausgleichskraft über den gesamten Seilauszugsbereich
des Energiespeichers nahezu gleichbleibend ist.
[0014] In einer Ausführungsform ist die Federvorspannung einstellbar. Dies ermöglicht eine
gute Anpassung des Energiespeichers an verschiedene Chemineeofen- oder -einsatz-Modelle
oder sogar an verschiedene individuelle Cheminéeöfen oder -einsätze. Auch ein späteres
Nachjustieren der Federvorspannung ist damit möglich, beispielsweise um im Laufe der
Zeit auftretenden Verschleisserscheinungen Rechnung zu tragen. Auch ein Anpassen des
Cheminéeofens oder -einsatzes an amtliche Vorschriften ist in einfacher Weise möglich,
beispielsweise, um ein Selbstschliessen der Türe sicherzustellen, wie es beispielsweise
bei Mehrfachanschlüssen an einer gemeinsamen Rauchabgasanlage angezeigt ist (Bauart
A1). Solche Anpassungen sind auch nachträglich, also nach der Installation des Cheminéeofens
oder -einsatzes noch gut möglich, insbesondere wenn der Energiespeicher, wie oben
beschrieben gut zugänglich ist.
[0015] In einer Ausführungsform ist der Energiespeicher ein solcher, bei dem die Rotation
des Seiltrommelkörpers bei Federbruch blockiert. Gewichtsausgleicher solcher Art sind
beispielsweise von der oben bereits erwähnten Firma Carl Stahl Kromer GmbH erhältlich.
[0016] In einer Ausführungsform ist die Feuerraumtüre vertikal oder spitzwinklig zur Vertikalen
bewegbar. Die Feuerraumtüre kann zum Öffnen / Schliessen verschiebbar sein, beispielsweise
indem die Feuerraumtüre in einer Führung geführt ist.
[0017] Die Öffnungsvorrichtung für einen Cheminéeofen oder -einsatz ist vorteilhaft eine
Öffnungsvorrichtung wie sie oben beschrieben ist.
[0018] Insbesondere weist die Öffnungsvorrichtung für einen Cheminéeofen oder -einsatz mindestens
einen Energiespeicher und eine Feuerraumtüre auf, die mit bzw. entgegen der Schwerkraft
bewegbar gelagert ist und zur vollständigen oder teilweisen Kompensation des Eigengewichtes
der Feuerraumtüre mit dem mindestens einen Energiespeicher wirkverbunden ist, und
sie ist dadurch gekennzeichnet, dass eine Anordnung des Energiespeichers unterhalb
des Niveaus des Feuerraumbodens des Cheminéeofens oder -einsatzes vorgesehen ist.
[0019] In einer Ausführungsform weist die Öffnungsvorrichtung genau einen mit der Feuerraumtüre
wirkverbundenen Energiespeicher auf, wobei der Energiespeicher einen unter Federvorspannung
stehenden Seiltrommelkörper beinhaltet, der durch einen über mindestens eine Umlenkung
der Öffnungsvorrichtung geführten Seilzug direkt oder indirekt mit der Feuerraumtüre
wirkverbunden ist, wobei ein Abschnitt des Seilzuges auf den Seiltrommelkörper aufwickelbar
ist.
[0020] In einer Ausführungsform weist die Öffnungsvorrichtung einen mit der Feuerraumtüre
wirkverbundenen Energiespeicher auf, wobei der Energiespeicher einen unter Federvorspannung
stehenden Seiltrommelkörper beinhaltet, der durch mindestens zwei, insbesondere genau
zwei Seilzüge direkt oder indirekt mit der Feuerraumtüre wirkverbunden ist; insbesondere
wobei jeweils ein separater Abschnitt jedes der Seilzüge auf den Seiltrommelkörper
aufwickelbar ist. Eine solche Mehrfachseilführung (Doppelseilführung im Falle zweier
Seilzüge) erlaubt einerseits eine Aufhängung der Feuerraumtüre an mehreren Punkten
(beispielsweise an zwei Seiten), wodurch eine bessere Führung der Feuerraumtüre erreicht
werden kann, und andererseits eine synchronisierte und somit gleichmässige Bewegung
der Seilzüge), wodurch ebenfalls eine bessere Führung der Feuerraumtüre erreicht werden
kann. Insbesondere in Kombination mit dem bereits erwähnten konisch wickelnden Seiltrommelkörper
wird so auf einfache Weise eine gleichmässige und sichere Bewegung der Feuerraumtüre
bei gleichbleibendem Kraftaufwand zwischen geöffneter und geschlossener Position erreicht.
Ein weitere Vorteil ist selbstverständlich, dass die Anzahl benötigter Seiltrommelkörper
reduziert ist und dadurch eine vereinfachte Konstruktion erreicht wird. Wenn ein separater
Abschnitt jedes der Seilzüge auf den Seiltrommelkörper aufwickelbar ist, anstatt einen
Teil der Seilzüge als einen gemeinsamen, zu beiden Seilzügen gehörenden, auf den Seiltrommelkörper
aufwickelbaren Seilabschnitt auszubilden, hat dies den Vorteil, dass kein Platzbedarf
für den gemeinsamen Seilabschnitt der Seilzüge im abgerollten Zustand besteht, und
dass ebenso kein Platzbedarf für allfällige Umlenkungen des gemeinsamen Seilabschnitts
der Seilzüge zur Verringerung des Platzbedarfes für den gemeinsamen Seilabschnitt
der Seilzüge im abgerollten Zustand besteht.
[0021] Das Verfahren zur Herstellung eines Cheminéeofens oder -einsatzes mit einer Öffnungsvorrichtung
aufweisend mindestens einen Energiespeicher und eine Feuerraumtüre umfasst die Schritte
- Erstellen einer Wirkverbindung zwischen dem Energiespeicher und der Feuerraumtüre
zur vollständigen oder teilweisen Kompensation des Eigengewichtes der Feuerraumtüre;
und
- Anordnen des mindestens einen Energiespeichers unterhalb des Niveaus des Feuerraumbodens
des Cheminéeofens oder -einsatzes.
[0022] Beispielsweise wird der mindestens eine Energiespeicher im Sockel des Cheminéeofens
oder -einsatzes angeordnet.
[0023] In einer alternativen Sichtweise der Erfindung besteht diese darin, dass der Cheminéeofen
-oder einsatz bzw. die entsprechende Öffnungsvorrichtung einen Energiespeicher mit
einem unter Federvorspannung stehenden, konisch wickelnden Seiltrommelkörper beinhaltet.
Ein solcher Seiltrommelkörper ist bereits oben beschrieben und hat den Vorteil, dass
es möglich ist, die Feuerraumtüre unabhängig von Ihrer Position (zwischen geschlossener
und geöffneter Position) stets mit im wesentlichen derselben Kraft zu bewegen. Dieser
Effekt, der eine verbesserte Bedienbarkeit der Öffnungsvorrichtung bewirkt, wird mit
einem zylindrischen Seiltrommelkörper nicht erzielt, weil sich bei diesem die über
den Seilzug auf die Feuerraumtüre übertragene Kraft beim Auf- und Abrollen des Seilzuges
auf den bzw. von dem Seiltrommelkörper ändert. Das Verfahren zur Herstellung eines
Cheminéeofens oder -einsatzes gemäss dieser alternativen Sichtweise der Erfindung
weist den Schritt auf, einen Energiespeicher mit einem unter Federvorspannung stehenden,
konisch wickelnden Seiltrommelkörper vorzusehen.
[0024] In einer weiteren alternativen Sichtweise der Erfindung besteht diese darin, dass
der Cheminéeofen oder -einsatz bzw. die entsprechende Öffnungsvorrichtung einen Energiespeicher
mit einem - typischerweise unter Federvorspannung stehenden - Seiltrommelkörper beinhaltet,
wobei der Seiltrommelkörper durch zwei oder mehr Seilzüge direkt oder indirekt mit
der Feuerraumtüre wirkverbunden ist. Insbesondere kann der Cheminéeofen oder -einsatz
bzw. die entsprechende Öffnungsvorrichtung einen Energiespeicher mit einem - typischweise
unter Federvorspannung stehenden - Seiltrommelkörper beinhalten, auf den jeweils ein
separater Abschnitt zweier oder mehrer Seilzüge aufwickelbar sind, durch welche der
Seiltrommelkörper jeweils direkt oder indirekt mit der Feuerraumtüre wirkverbunden
ist. Eine solche Anordnung einschliesslich ihrer Vorteile ist bereits oben beschrieben.
Das Verfahren zur Herstellung eines Cheminéeofens oder -einsatzes gemäss dieser weiteren
alternativen Sichtweise der Erfindung weist die Schritte auf, einen Energiespeicher
mit einem Seiltrommelkörper vorzusehen und durch zwei oder mehr Seilzüge eine Wirkverbindung
zwischen dem Seiltrommelkörper und der Feuerraumtüre herzustellen.
[0025] Weitere Ausführungsformen und Vorteile gehen aus den abhängigen Patentansprüchen
und den Figuren hervor.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
[0026] Im folgenden wird der Erfindungsgegenstand anhand von Ausführungsbeispielen und den
beiliegenden Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen schematisch:
- Fig. 1
- einen Cheminéeofen oder -einsatz, von der Seite, teilweise geschnitten;
- Fig. 2
- ein Detail eines Cheminéeofens oder -einsatzes, von vorne;
- Fig. 3
- ein Detail eines Cheminéeofens oder -einsatzes, von oben.
- Fig. 4
- einen konischen Seiltrommelkörper.
[0027] Für das Verständnis der Erfindung nicht wesentliche Teile sind zum Teil nicht dargestellt.
Die beschriebenen Ausführungsbeispiele stehen beispielhaft für den Erfindungsgegenstand
und haben keine beschränkende Wirkung.
Wege zur Ausführung der Erfindung
[0028] Fig. 1 zeigt schematisch einen Cheminéeofen oder -einsatz 1 in Seitenansicht, teilweise
geschnitten. Der Cheminéeofen oder -einsatz 1 weist einen Feuerraum I auf, der mittels
einer eine Feuerraumtüre 3 aufweisenden Öffnungsvorrichtung 2 vom Aussenraum (typischerweise
Wohnraum) A abtrennbar und im allgemeinen sogar abdichtbar ist. Unterhalb des Niveaus
des Feuerraumbodens 5 weist die Öffnungsvorrichtung 2 im Sockel 10 des Cheminéeofens
oder -einsatzes 1 einen Gewichtsausgleicher als Energiespeicher 4 auf, der mit der
Feuerraumtüre 3 wirkverbunden ist (Wirkverbindung W). Wie durch den dicken Pfeil angedeutet,
kann die als Scheibentüre ausgebildete Feuerraumtüre 3 vertikal nach oben und unten
bewegt werden. Die Feuerraumtüre 3 ist durch eine Führung 6 geführt.
[0029] Mittels des Gewichtsausgleichers 4 kann das Eigengewicht der Feuerraumtüre 3 ganz
oder teilweise kompensiert werden, so dass nur ein sehr geringer Kraftaufwand zum
Öffnen (und Schliessen) der Feuerraumtüre 3 aufgewendet werden muss.
[0030] Fig. 2 zeigt schematisch ein Detail eines Cheminéeofens oder -einsatzes von vorne.
Insbesondere sind Details der Öffnungsvorrichtung 2 dargestellt. Die in Fig. 2 dargestellte
Öffnungsvorrichtung 2 kann eine solche sein, wie sie in Fig. 1 dargestellt ist.
[0031] Die Scheibentüre 3 ist durch die Führung 6 geführt auf- und ab bewegbar, wobei sie
durch einen Seilzug 7 mit Energiespeicher 4 verbunden ist. Seilzug 7 greift im oberen
Bereich der Scheibentüre 3 an, ist über eine Umlenkung 8a, die oberhalb des Angriffspunktes
im geöffneten Zustand angeordnet ist, und über eine weitere Umlenkung 8b, die zumindest
teilweise unterhalb des Feuerraumbodens 5 angeordnet ist, zum Energiespeicher 4 geführt.
Der Energiespeicher 4 seinerseits ist im Cheminéesockel 10 angeordnet und an einem
Befestigungsbolzen 9 befestigt, vorzugsweise fixiert.
[0032] Wie in Fig. 2 angedeutet, kann im Feuerraumboden 5 eine Türe, insbesondere eine Klapptüre
vorgesehen sein, die den Feuerraum mit dem Sockel 10 verbindet und Zugriff auf den
Energiespeicher 4 sowie auf weitere Teile der Öffnungsvorrichtung ermöglicht.
[0033] Die Federvorspannung des Gewichtsausgleichers 4 ist einstellbar, so dass eingestellt
werden kann, ob und wieviel Kraft zum Öffnen der Scheibentüre 3 aufgewendet werden
muss. Weiter ist der Gewichtsausgleicher 4 derart ausgebildet, dass im Falle eines
Federbruchs der Seilzug innerhalb des Gewichtsausgleichers 4 blockiert. Auf diese
Weise besteht nicht die Gefahr, dass die grossenteils aus Glas bestehende Feuerraumtüre
3 im Falle eines Federbruchs herabstürzt und beschädigt wird.
[0034] Der Gewichtsausgleicher 4 hat ein eigenes Gehäuse, in welchem ein konischer Seiltrommelkörper
(siehe Fig. 4) und die die Federvorspannung erzeugende Feder enthalten sind. Ein solcher
gehäuster Gewichtsausgleicher 4 ist mechanisch gut geschützt und kann darum sicher
transportiert werden, insbesondere auch separat von anderern Teilen des Cheminéeofens
oder -einsatzes.
[0035] Vorteilhaft wird nur ein einziger Gewichtsausgleicher 4 (Energiespeicher) verwendet.
Je nach Art der Führung 6 kann es noch vorteilhaft sein, wenn der Seilzug 7 statt
an nur einem Ort seitlich an der Feuerraumtüre an zwei Orten der Feuerraumtüre angreift,
die vorteilhaft symmetrisch (zum Beispiel links und rechts) angeordnet sind.
[0036] Es ist auch möglich, den Seilzug über nur eine Umlenkung zu führen, beispielsweise
könnte in dem Ausführungsbeispiel gemäss Fig. 2 der Gewichtsausgleicher 4 weiter links
und gedreht angeordnet sein, so dass Umlenkung 8b überflüssig wird.
[0037] Fig. 3 zeigt schematisch ein Detail eines Cheminéeofens oder einsatzes von oben.
Insbesondere sind Details der Öffnungsvorrichtung 2 dargestellt. Der Aufbau ist ähnlich
wie in Fig. 2, doch anstelle eines einzigen Seilzuges 7 wie in Fig. 2 sind in dem
Ausführungsbeispiel von Fig. 3 zwei Seilzüge 7a, 7b auf die Seiltrommel des Energiespeichers
4 (Gewichtsausgleicher 4) aufgewickelt. Der Seilzug 7a ist über Umlenkungen 8a, 8b
geführt und greift oben an der linken Seite der Scheibentüre 3 an, und Seilzug 7b
ist über Umlenkungen 8c, 8d, 8e geführt und greift oben an der rechten Seite der Scheibentüre
3 an. Es wird auf diese Weise mit nur einer Seiltrommel eine gute Führung der Scheibentüre
3 erreicht. Eine solche Ausführungsform kann besonders vorteilhaft sein im Zusammenhang
mit gewinkelten Scheibentüren, wie sie beispielsweise bei über Eck geführten Cheminéeeinsätzen
verwendet werden.
[0038] Wenn genug Platz im Chemineeofen- oder -einsatz vorhanden ist, können die beiden
Seilzüge auch einen gemeinsamen Abschnitt aufweisen, der auf die Seiltrommel des Energiespeichers
4 gewickelt wird.
[0039] Fig. 4 zeigt schematisch einen konischen Seiltrommelkörper 40, wie er in der Erfindung
verwendet werden kann. Es sind zwei Seilzüg 7a (gestreifte Linien), 7b (durchgezogene
Linien) auf dem konischen Seiltrommelkörper 40 aufgewickelt. Eine vom Abroll-Zustand
des Seiltrommelkörpers 40 unabhängige Kraft kann durch den konisch wickelnden Seiltrommelkörper
40 in gleicher Weise auf die beiden Seilzüge 7, 7b ausgeübt werden.
1. Cheminéeofen oder -einsatz (1) mit einer Öffnungsvorrichtung (2) aufweisend mindestens
einen Energiespeicher (4) und eine Feuerraumtüre (3), die mit bzw. entgegen der Schwerkraft
bewegbar gelagert und zur vollständigen oder teilweisen Kompensation des Eigengewichtes
der Feuerraumtüre (3) mit dem mindestens einen Energiespeicher (4) wirkverbunden ist,
dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Energiespeicher (4) unterhalb des Niveaus des Feuerraumbodens
(5) des Cheminéeofens oder -einsatzes (1) angeordnet ist.
2. Cheminéeofen oder -einsatz (1) gemäss Anspruch 1, der genau einen mit der Feuerraumtüre
(3) wirkverbundenen Energiespeicher (4) aufweist.
3. Cheminéeofen oder -einsatz (1) gemäss einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Energiespeicher (4) ein mechanischer Energiespeicher ist.
4. Cheminéeofen oder -einsatz (1) gemäss einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Energiespeicher (4) ein Gewichtsausgleicher ist.
5. Cheminéeofen oder -einsatz (1) gemäss einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Energiespeicher (4) einen unter Federvorspannung stehenden Seiltrommelkörper
(40) beinhaltet.
6. Cheminéeofen oder -einsatz (1) gemäss Anspruch 5, wobei der Seiltrommelkörper (40)
durch einen über mindestens eine Umlenkung (8a;8b) der Öffnungsvorrichtung (2) geführten
Seilzug (7) direkt oder indirekt mit der Feuerraumtüre (3) wirkverbunden ist, und
wobei ein Abschnitt des Seilzuges (7) auf den Seiltrommelkörper (40) aufwickelbar
ist.
7. Cheminéeofen oder -einsatz (1) gemäss Anspruch 6, wobei der Seiltrommelkörper (40)
durch mindestens einen weiteren über mindestens eine Umlenkung (8c;8d;8e) der Öffnungsvorrichtung
(2) geführten Seilzug (7b) direkt oder indirekt mit der Feuerraumtüre (3) wirkverbunden
ist, und wobei ein Abschnitt des weiteren Seilzuges (7b) auf den Seiltrommelkörper
(40) aufwickelbar ist.
8. Cheminéeofen oder -einsatz (1) gemäss einem der Ansprüche 5 bis 7, wobei der Seiltrommelkörper
(40) ein konisch wickelnder Seiltrommelkörper (40) ist.
9. Cheminéeofen oder -einsatz (1) gemäss einem der Ansprüche 5 bis 8, wobei die Federvorspannung
einstellbar ist.
10. Cheminéeofen oder -einsatz (1) gemäss einem der Ansprüche 5 bis 9, wobei der Energiespeicher
(4) ein solcher ist, bei dem die Rotation des Seiltrommelkörpers (40) bei Federbruch
blockiert.
11. Cheminéeofen oder -einsatz (1) gemäss einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Feuerraumtüre (3) vertikal oder spitzwinklig zur Vertikalen bewegbar ist.
12. Öffnungsvorrichtung (1) für einen Cheminéeofen oder -einsatz (1), aufweisend mindestens
einen Energiespeicher (4) und eine Feuerraumtüre (3), die mit bzw. entgegen der Schwerkraft
bewegbar gelagert und zur vollständigen oder teilweisen Kompensation des Eigengewichtes
der Feuerraumtüre (3) mit dem mindestens einen Energiespeicher (4) wirkverbunden ist,
dadurch gekennzeichnet, dass eine Anordnung des Energiespeichers (4) unterhalb des Niveaus des Feuerraumbodens
(5) des Cheminéeofens oder -einsatzes (1) vorgesehen ist.
13. Öffnungsvorrichtung (2) gemäss Anspruch 12, die genau einen mit der Feuerraumtüre
(3) wirkverbundenen Energiespeicher (4) aufweist, wobei der Energiespeicher einen
unter Federvorspannung stehenden Seiltrommelkörper (40) beinhaltet, der durch einen
über mindestens eine Umlenkung (8a;8b) der Öffnungsvorrichtung (2) geführten Seilzug
(7) direkt oder indirekt mit der Feuerraumtüre (3) wirkverbunden ist, wobei ein Abschnitt
des Seilzuges (7) auf den Seiltrommelkörper (40) aufwickelbar ist.
14. Verfahren zur Herstellung eines Cheminéeofens oder -einsatzes (1) mit einer Öffnungsvorrichtung
(2) aufweisend mindestens einen Energiespeicher (4) und eine Feuerraumtüre (3), umfassend
den Schritt
- Erstellen einer Wirkverbindung (W) zwischen dem Energiespeicher (4) und der Feuerraumtüre
(3) zur vollständigen oder teilweisen Kompensation des Eigengewichtes der Feuerraumtüre;
gekennzeichnet durch den Schritt
- Anordnen des mindestens einen Energiespeichers (4) unterhalb des Niveaus des Feuerraumbodens
(5) des Cheminéeofens oder -einsatzes (1).