| (19) |
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(11) |
EP 2 066 280 B1 |
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EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Hinweis auf die Patenterteilung: |
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05.10.2016 Patentblatt 2016/40 |
| (22) |
Anmeldetag: 23.08.2007 |
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Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2007/007421 |
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Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2008/037328 (03.04.2008 Gazette 2008/14) |
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| (54) |
GEHTRAINER
WALKING TRAINER
DÉAMBULATEUR
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO
SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
27.09.2006 DE 102006046921
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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10.06.2009 Patentblatt 2009/24 |
| (73) |
Patentinhaber: SCHÖNENBERGER, Willi |
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8820 Wädenswil (CH) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- SCHÖNENBERGER, Willi
8820 Wädenswil (CH)
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| (74) |
Vertreter: Grünecker Patent- und Rechtsanwälte
PartG mbB |
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Leopoldstraße 4 80802 München 80802 München (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
EP-A- 1 120 098 WO-A1-2006/108457 US-A- 3 824 994 US-A1- 2005 273 022
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WO-A-2006/094018 DE-U1- 20 204 284 US-A- 5 451 194 US-B1- 6 666 831
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| Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach der Bekanntmachung des Hinweises auf die
Erteilung des europäischen Patents kann jedermann beim Europäischen Patentamt gegen
das erteilte europäischen Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch ist schriftlich
einzureichen und zu begründen. Er gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen). |
[0001] Die Erfindung betrifft einen Gehtrainer mit wenigstens einer Orthese mit Halterungen
für den Fuß- oder Beinbereich, welche entlang einer vorgegebenen Bewegungsbahn bewegt
wird, um eine natürliche Gehbewegung auszuführen, wobei der Gehtrainer auf einer ortsfesten
Basisfläche angeordnet ist und an einer Unterseite der Orthese Roll- oder Gleitmittel
vorgesehen sind.
[0002] Bei der Therapie von Querschnittspatienten bzw. Patienten mit neurologischen Schädigungen
und Erkrankungen wird seit einiger Zeit das Laufbandtraining mit Erfolg eingesetzt,
wobei zumeist eine partielle Körpergewichtsentlastung durch eine Aufhängevorrichtung
erzielt wird. Hierdurch wird es dem Patienten ermöglicht, die Gehbewegung zu trainieren,
selbst wenn er nicht selbständig oder nur mit therapeutischer Hilfe gehfähig ist.
Ziel der Bewegung ist es, Stoffwechselprozesse anzuregen, sowie die Funktion der Muskulatur
und Gelenke zu erhalten.
[0003] Um hier insbesondere die Krankengymnasten zu entlasten, die herkömmlicher Weise gezwungen
waren, die Füße der Patienten entsprechend einem natürlichen Gehmuster zu bewegen,
gibt es bereits verschiedene Vorschläge, um Gangtrainingssysteme bereitzustellen,
mit denen die Patienten im Wesentlichen eigenständig trainieren können. So ist aus
der
PCT/EP 2006/000523 bereits eine Gehhilfe für ein mechanisch angetriebenes Laufband bekannt, umfassend
wenigstens ein über jeweils zwei Umlenkrollen geführtes, direkt oder indirekt über
das Laufband angetriebenes Zugmittel, dessen sich dem Laufband unmittelbar zugewandter
Zugmitteltrum in gleicher Richtung wie das Laufband bewegt und dessen von dem Laufband
abgewandter Zugmitteltrum in entgegengesetzter Richtung zum Laufband bewegt, sowie
mit mindestens einem an dem Zugmittel angeordneten Befestigungselement für Halterungen
für den Fuß- und/oder Beinbereich. Diese Gehhilfe bietet eine sehr einfache Struktur,
wobei die Position der beiden Unterschenkel bzw. Füße fest vorgegeben ist, und gleichzeitig
eine sehr gleichmäßige Bewegung über das Zugmittel sichergestellt wird.
[0004] Eine entsprechende automatisierte Laufbandtherapie kann bei zahlreichen motorischen
Erkrankungen und Verletzungsfolgen für orthopädische/traumatologisch erkrankten Patienten
als effektive Standardtherapie eingesetzt werden. Beispielhaft werden hierbei unter
anderem Hemi-, Para-, Tetraplegie, spastische Lähmung, multiple Sklerose, Schädel-Hirntrauma
genannt. Gleichermaßen kann eine solche automatisierte Laufbandtherapie auch in der
Geriatrie eingesetzt werden, um ältere Menschen bewegungsmobil zu halten.
[0005] Insbesondere, da sich die bekannte Gehhilfe in der Praxis als ausgesprochen wirkungsvoll
erwiesen hat, besteht Bedarf nach weitergehendem Gehtraining für entsprechende Patienten,
insbesondere jedoch auch für Patienten, die bereits zu einem gewissen Teil ihre Mobilität
zurück gewonnen haben bzw. Patienten, denen weiterhin ein im Wesentlichen eigenständiges
Training ermöglicht werden soll. Ferner besteht ein Bedarf, eine Gehhilfe bzw. Gehtrainer
zur Verfügung zu stellen, mit welchen es möglich wird, die Patienten auch direkt vor
Ort, das heißt in ihren eigenen Räumen zu behandeln.
[0006] Die
US 3,824,994 offenbart einen Gehtrainer zur Bewegung der Füße oder der Beine von Patienten, mit
welchem teilweise eine Gehbewegung nachgeahmt wird. Insbesondere handelt es sich hierbei
um eine Gleitbewegung, mit welcher die Füße über dem Boden hin- und her bewegt werden,
so dass es sich nicht um eine natürliche Gehbewegung handelt. Der Gehtrainer umfasst
ein längliches Gestell, welches mit einer Antriebseinrichtung sowie mit Halterungen
für den Fuß bzw. den Unterschenkel versehen ist. Die Halterungen sind mit Zugmittel
verbunden und können beispielsweise entlang vorgegebener im Wesentlichen parallel
zum Boden verlaufender Bahnen bewegt werden.
[0007] Aus der
US 6,666,831 ist ein Gehtrainer bekannt, bei welchem ein Patient an der Taille befestigt und an
den Schultern aufgehängt auf einem Laufband steht. Die Halterungen für die Unterschenkel
sind an einem zentralen, mittig vor dem Patienten angeordneten Element ausgebildet
und imitieren eine natürliche Gehbewegung durch Verlängern und Verkürzen der Entfernung
zwischen dem Mittelelement und dem jeweiligen Bein. Der Patient muss auf einem Laufband
stehen, um die Bewegung des Fußes zusätzlich zu unterstützen.
[0008] Die
WO 2006/094018 A offenbart einen Gehtrainer, welcher dazu eingesetzt wird, die Fuß- und Beinmuskulatur
beweglich zu halten. Der Patient selber kann in unterschiedlichste Ausgangspo- sitionen
überführt werden, beispielsweise liegend oder schräg stehend, um die Hauptlast des
Körpers auf einen bestimmten Punkt zu konzentrieren. Die Fußhalterungen sind auf Gleitmitteln
angeordnet und werden im Wesentlichen parallel zu einer Basis bewegt, wodurch eine
eher schiebende Bewegung erfolgt, jedoch kein natürliches Gehbild nachempfunden werden
kann.
[0009] Die EPA 1120098 offenbart ferner eine Einrichtung zur Sicherstellung der Beweglichkeit
von Gelenken, wobei an einer Fußhalterung Rollen vorgesehen sind. Bei der beschriebenen
Einrichtung handelt es sich um eine solche, die insbesondere zur Wiederherstellung
der Beweglichkeit eines Kniegelenks dient, hierbei ist es notwendig, dass der Patient
selbst die Bewegung kontrol-lieren kann, folglich ist eine entsprechende Einrichtung
nicht für querschnittsgelähmte Patienten oder Patienten mit neurologischen Schädigungen
geeignet.
[0010] Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen einfachen Gehtrainer bereitzustellen,
welcher eine dem natürlichen Gehen ähnliche Bewegung erzeugt, und so Patienten ihre
Eigenständigkeit zurückgibt.
[0011] Die oben genannte Aufgabe wird durch einen Gehtrainer gemäß der Merkmale des Anspruchs
1 gelöst.
[0012] Der erfindungsgemäße Gehtrainer weist wenigstens eine Orthese mit Halterungen für
den Fuß- oder Beinbereich auf, welche entlang einer vorgegebenen Bewegungsbahn bewegt
wird, um eine natürliche Gehbewegung auszuführen, wobei der Gehtrainer auf einer Basisfläche
angeordnet ist, und wobei zwischen der Orthese und der Basisfläche Roll- oder Gleitmittel
vorgesehen sind, die eine Bewegung der Orthese relativ zur Basisfläche ermöglichen.
[0013] Der erfindungsgemäße Gehtrainer stellt somit ein eigenständiges Trainingsmittel bereit,
welches nicht darauf angewiesen ist, dass sich die Orthese mit einer Basisfläche zusammen,
wie zum Beispiel einem Laufband, bewegt, so dass der Gehtrainer wesentlich kompakter
als bereits bekannte Vorrichtungen ausgebildet werden kann. Dies ermöglicht auch eine
leichte Ortsveränderung des Gehtrainers, da keine besonderen Anforderungen an die
Basisfläche gestellt werden, wodurch ermöglicht wird, dass der Gehtrainer von dem
therapeutischen Personal direkt zum Patienten gebracht werden kann, ohne dass dieser
den Therapeuten aufsuchen muss.
[0014] Ferner ist die Basisfläche gegenüber dem Gehtrainer ortsfest. Folglich kann jeder
Untergrund die Basisfläche des Gehtrainer bilden, so dass keine besonderen Anforderungen
an diesen zu erfüllen sind.
[0015] Da an einer Unterseite jeder Orthese Roll- oder Gleitmittel vorgesehen sind, mittels
welchen die Orthese auf dem Untergrund gleiten kann. Die Anordnung der Roll- oder
Gleitmittel unterhalb der Orthese stabilisiert den Fuß des Anwenders während der Bewegung
zusätzlich. Gleichzeitig ist es möglich die Orthese kompakt aufzubauen ohne dass eine
Behinderung für den Anwender während der Benutzung entsteht.
[0016] Gemäß einer anderen bevorzugten Ausführungsform können Mittel zur Befestigung von
wenigstens zwei Rädern an der Unterseite der Orthese ausgebildet sein. Hierbei haben
sich wenigstens zwei Räder in der Praxis bewährt, um die Orthese während der Bewegung
über den Boden zu stabilisieren.
[0017] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform kann die Unterseite jeder Orthese
als Rollschuh ausgebildet sein. Die Form und Anordnung der Räder an Rollschuhe hat
sich seit langer Zeit bewährt und kann auf die vorliegende Orthese übertragen werden.
Hierbei können gleichermaßen die Form klassischer Rollschuhe, mit jeweils zwei hintereinander
angeordneten Räderpaaren, als auch die von Inline-Skate, mit mehreren in einer Reihe
hintereinander angeordneten Rädern, eingesetzt werden.
[0018] Gemäß einer anderen bevorzugten Ausführungsform kann die Orthese mittels eines eigenen
Antriebs entlang der vorgegebenen Bewegungsbahn bewegt werden. Auf diese Weise ist
es möglich, den Bewegungsablauf der Orthese gezielt zu steuern, ohne dass diese indirekt
angetrieben wird. Gleichzeitig kann auch der Gehtrainer möglichst kompakt ausgestaltet
werden.
[0019] Vorteilhafterweise kann der Antrieb der Orthese mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten
entlang der vorgegebenen Bewegungsbahn geführt werden. Durch die Bereitstellung eines
eigenen Antriebes der Orthese ist es erstmalig möglich, die unterschiedlichen Geschwindigkeiten
in der Standphase und in der Schwungphase der Beine zu berücksichtigen. Zu diesem
Zweck kann der Antrieb entsprechend über eine Software oder ähnliches geregelt werden,
so dass in der Schwungphase eine höhere Geschwindigkeit vorgegeben wird.
[0020] Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform kann der Antrieb von einem Elektromotor bereitgestellt
werden. Ein Elektromotor hat sich in diesem Zusammenhang als besonders bevorzugt erwiesen,
da dieser einfach in den Gehtrainer integriert werden kann, und hierdurch gleichzeitig
die Möglichkeit unterschiedliche Geschwindigkeiten einzustellen gegeben wird. und
hierdurch gleichzeitig die Möglichkeit unterschiedliche Geschwindigkeiten einzustellen
gegeben wird.
[0021] Gemäß einer anderen bevorzugten Ausführungsform kann die Orthese mit einem über zwei
Umlenkrollen geführten Zugmittel verbunden sein, wobei der Antrieb das Zugmittel und/oder
die Umlenkrollen antreibt. Hierdurch ist es möglich, die Orthese über ein sehr einfaches
Mittel solchermaßen zu bewegen, dass eine natürliche Gehbewegung ausgeführt wird,
wobei die Anzahl der sich bewegenden Teile auf ein Minimum reduziert werden kann.
Die Orthese wird hierbei von dem sich bewegenden Zugmittel mitgeführt.
[0022] Vorteilhafterweise können die Umlenkrollen unterschiedliche Größen aufweisen, wobei
die größere Umlenkrolle hinten angeordnet ist. Hierdurch ist es auf einfache Weise
möglich das gewünschte Bewegungsmuster, das heißt eine natürliche Gehbewegung, zu
erzielen.
[0023] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform kann der Motor das Zugmittel direkt
oder indirekt antreibt. Dies ist eine besonders einfache Art und Weise die Bewegung
des Gehtrainers auszuüben. Der Motor kann gemäß dieser Ausführungsform mit dem Zugmittel
oder mit einer Umlenkrollen verbunden sein bzw. dieser zugeordnet sein , um so das
ganze System zu bewegen. Ferner kann der Motor ortsfest innerhalb des Gehäuses des
Gehtrainers angeordnet sein. Hierbei kann das Gewicht des Motors gleichzeitig auch
zur Stabilisierung des Gehtrainers beitragen.
[0024] Vorteilhafterweise kann der Gehtrainer vier Umlenkrollen mit zwei jeweils zwei Umlenkrollen
zugeordneten Zugmitteln aufweisen, wobei die Zugmittel parallel nebeneinander angeordnet
sind und jedes Zugmittel mit einer Orthese verbunden ist. Durch diese Ausführungsform
wird jedem Bein eine unabhängige Orthese zugeordnet, d.h. die beiden Orthesen werden
unabhängig voneinander bewegt, so dass hier unterschiedlichste Bewegungsabläufe durchführbar
sind. Insbesondere kann die Position jeder Orthese relativ zu der anderen je nach
Bedarf geändert werden.
[0025] Hierbei können die beiden Zugmittel durch ein Trennplatte voneinander getrennt sein.
Auf diese Weise ist jedes Zugmittel samt zugeordneter Orthese ein eigenständiges Element
ohne das es zu Beeinflussungen durch das andere Zugmittel kommen kann. Gleichzeitig
wird auch die Wartung und Reparatur vereinfacht.
[0026] Gemäß einer anderen bevorzugten Ausführungsform kann jedes Zugmittel mit einem eigenen
Antrieb versehen sein. Werden zwei Motoren bereitgestellt, um die Zugmittel jeder
einzelnen Orthese anzutreiben, ist es insbesondere möglich, die unterschiedlichen
Geschwindigkeiten der Beine zu berücksichtigen, da beide Seiten nicht synchron zueinander
angesteuert werden, wie dies bisher über die Lauffläche eines Laufbandes der Fall
war, sondern jeder Fuß kann unabhängig voneinander entsprechend dem natürlichen Bewegungsablauf
bewegt werden, so dass die hierdurch erzielte Bewegung dem natürlichen Gehen identisch
wird und der Patient einen optimalen Trainingseffekt erzielt.
[0027] Vorteilhafterweise können die Orthesen an diametral gegenüberliegenden Positionen
der Zugmittel angeordnet sein. Diese Position hat sich für einen natürlichen Bewegungsablauf
am vorteilhaftesten erwiesen, gleichermaßen können jedoch, da die Zugmittel unabhängig
voneinander angeordnet sind, auch die Orthesen an beliebigen Positionen der Zugmittel
angeordnet sein, um so unterschiedliche Bewegungsmuster auszuführen.
[0028] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform kann das Zugmittel als eine Zahnkette
und die Umlenkrollen als Kettenräder ausgebildet sein. Der Einsatz von Kettenrädern
und Ketten stellt ein sehr einfaches Mittel zur Durchführung der beabsichtigten Bewegung
dar. Das System aus Ketten und Kettenrädern ist leicht zu warten und seit langer Zeit
erprobt.
[0029] In einer anderen bevorzugten Ausführungsform können die Zugmittel Zahnriemen sein.
[0030] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform kann jedes Zugmittel mit einem Befestigungs-
und/oder Führungselement versehen sein, mit welchem die Orthese verbindbar ist. Ein
entsprechendes Befestigungs- und/oder Führungselement dient der einfachen Verbindung
der Orthese mit dem Zugmittel.
[0031] Vorteilhafterweise kann das Befestigungs- und/oder Führungselement als ein von dem
Zugmittel senkrecht nach außen abstehendes Trägerelement ausgebildet ist.
[0032] Vorteilhafterweise kann ein Fußbereich der Orthese eine Durchgangsöffnung zur Durchführung
des Befestigungs- und/oder Führungselementes aufweisen.
[0033] Die Bereitstellung eines Trägerelementes ist wiederum ein sehr einfaches Mittel,
um die Orthese mit dem Zugmittel zu verbinden und gleichzeitig die Beweglichkeit der
Orthese relativ zu dem Zugmittel zu gewährleisten, da die Orthese nicht ortsfest auf
dem Trägerelement angeordnet ist, sondern das Trägerelement beweglich in der Durchgangsöffnung
in der Orthese gelagert ist. Gleichzeitig ist es möglich, unterschiedliche Orthesen,
zum Beispiel Orthesen für unterschiedliche Schuhgrößen an dem Trägerelement zu befestigen.
[0034] Vorteilhafterweise kann das Befestigungs- und/oder Führungselement länger als die
Durchgangsöffnung der Orthese ausgebildet sein und an dem aus der Orthese herausragenden
Ende lösbar mit Sicherungselementen verbindbar sein. Hierdurch wird sichergestellt,
dass die Orthese beweglich auf dem Trägerelement gehalten wird, jedoch gegen ein Abrutschen
von dem Trägerelement gesichert ist. Hierbei kann vorteilhafterweise vorgesehen sein,
dass das Sicherungselement eine Mutter ist, die auf einen entsprechend schraubenförmig
ausgebildeten Bereich des Befestigungs- und/oder Führungselementes aufgeschraubt werden
kann. Die Ausbildung eines Schraubenanteils und einer Mutter stellt hier ein besonders
einfaches Mittel dar, um die Orthese auf dem Trägerelement zu sichern. Ferner kann
das Sicherungselement auch als eine Metallkappe ausgebildet sein, die wie ein Schnappverschluss
schließt und daher noch schnell und einfacher in der Handhabung ist.
[0035] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform kann das Zugmittel in einem Gehäuse
angeordnet sein, wobei in dem Gehäuse beidseitig eine schlitzförmige Öffnung zur Durchführung
des Befestigungs- und/oder Führungselementes ausgebildet ist. Die Bereitstellung des
Gehäuses dient der Sicherheit, da der Patient nicht unmittelbar mit den sich bewegenden
Teilen, das heißt dem Zugmittel sowie dem Elektromotor in Kontakt kommt, um so mögliche
Verletzungen auszuschließen. Gleichzeitig wird durch das Bereitstellen einer schlitzförmigen
Öffnung beiderseitig in dem Gehäuse eine Führung bereitgestellt, entlang welcher sich
das Befestigungs- und/oder Führungselement bewegt und auf dessen Rand es aufliegt
und dadurch zusätzlich stabilisiert wird.
[0036] Vorteilhafterweise kann die schlitzförmige Öffnung entsprechend einer natürlichen
Gehbewegung ausgebildet sein, das heißt die schlitzförmige Öffnung entspricht der
während des Gehens ausgeführten Bewegung. Hierbei ist es möglich, unterschiedliche
Gehtrainer bereitzustellen, bei welchen die schlitzförmigen Öffnungen unterschiedlich
ausgebildet sind, um so unterschiedliche Bewegungsmuster, zum Beispiel Laufen, Rennen
etc. nachzuahmen.
[0037] Gemaß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform kann vorgesehen sein, dass an dem
vorderen und hinteren Ende des Gehtrainers Standelemente angeordnet sind. Durch entsprechende
Standelemente wird ein sicherer, positionsfester Stand des Gehtrainers unterstützt.
[0038] Vorteilhafterweise können die Standelemente ausklappbar ausgebildet sein. Hierdurch
ist es möglich, die Standfläche des Gehtrainers deutlich zu vergrößern, um so ein
Verkippen des Gehtrainers auszuschließen.
[0039] Gemäß einer weiteren bevorzugten Ausführungsform kann der Gehtrainer an seiner Oberseite
mit einem Griff versehen sein. Diese Ausführungsform hat sich insbesondere dann als
vorteilhaft erwiesen, wenn der Gehtrainer von dem Therapeuten zu dem Patienten gebracht
werden soll, wie auch bei einem Umräumen der Therapieräume.
[0040] Ferner kann der Gehtrainer zusätzlich ein Griffelement aufweisen, an welchem sich
der Patient während des Training festhalten kann. Ein entsprechendes Griffelement
kann hierbei fest angeordnet sein oder steckbar ausgebildet sein.
[0041] Eine bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung wird nachfolgend unter
Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine dreidimensionale Ansicht eines Seitenbereichs sowie eines Bereichs der Unterseite
des erfindungsgemäßen Gehtrainers,
- Fig. 2
- eine geschnittene Längsansicht des in Figur 1 dargestellten Gehtrainers,
- Fig. 3
- eine Vorderansicht des erfindungsgemäßen Gehtrainers wobei nur an einer Seite eine
Orthese befestigt ist, wobei das Gehäuse teilweise offen dargestellt ist,
- Fig. 4
- eine dreidimensionale Ansicht des erfindungsgemäßen Gehtrainer von hinten.
[0042] In den Figuren 1 bis 4 ist eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen Gehtrainer
dargestellt, wobei gleiche Bauelemente mit den gleichen Bezugszeichen versehen sind.
[0043] Wie in den Fig. 1 und 2 dargestellt umfasst der erfindungsgemäße Gehtrainer 1 ein
Gehäuse 2, mit beidseitig an der seitlichen Außenseite angeordneten Orthesen 3, welche
durch den im Inneren des Gehäuses 2 angeordneten Mechanismus bewegbar sind.
[0044] Jede Orthese 3 umfasst ein Fußaufnahmeelement 4, sowie Halterungen 5 für den Beinbereich.
Sowohl die Halterungen 5 als auch das Fußaufnahmeelement 4 lassen sich am Körper des
Patienten mittels Klettverschlüssen oder anderen geeigneten Mitteln befestigen.
[0045] An der Unterseite der Orthese 3, d.h. an der Unterseite des Fußaufnahmeelementes
4, sind Rollen 6 solchermaßen angeordnet, dass bei einer Bewegung des Gehtrainers
die Orthese bei einem Kontakt mit dem Boden über den Boden gerollt wird. Die einzelnen
Rollen können hierbei über ein Chassis oder über Lager an der Unterseite der Orthese,
vergleichbar mit der Anordnung an Rollschuhen, Skateboards oder Inline-Skatern befestigt
sein. Gleichermaßen können die Rollen paarweise nebeneinander oder in einer Reihe
angeordnet sein. Die vorliegende Erfindung umfasst jedoch auch jedes weitere Mittel,
mittels welchem die Orthese über den Boden rollen oder gleiten kann, z.B. Kugelelemente
oder Gleitelemente.
[0046] Die Orthese 3 ist über ein Befestigungs- und/oder Führungselement 7 mit dem Bewegungsmechanismus
verbunden, welches aus dem Inneren des Gehäuses heraustritt und mit der Orthese verbunden
wird. Die Orthese 3 weist zu diesem Zweck im Bereich der Sohle des Fußaufnahmeelementes
4 eine Durchtrittsöffnung auf, durch welche das Befestigungs- und/oder Führungselement
7 gesteckt werden kann. An der von dem Gehäuse abliegenden Seite wird das Befestigungs-
und/oder Führungselement 7 durch ein geeignetes Mittel fixiert, um ein Abrutschen
der Orthese 3 zu verhindern.
[0047] Über das Befestigungs- und/oder Führungselement 7 wird die Bewegung des Gehtrainers
auf die Orthese übertragen und die Orthese durch das Befestigungs- und/oder Führungselement
7 entlang der vorgegebenen Bewegung geführt. Zu diesem Zweck ist das Gehäuse 2 mit
einer schlitzförmigen Öffnung 8 versehen, durch welche sich das Befestigungs- und/oder
Führungselement 7 erstreckt und entlang welches dieses geführt wird.
[0048] Die Form der schlitzförmigen Öffnung 8 entspricht folglich der vom Patienten ausgeführten
Bewegung.
[0049] In Fig. 2 ist eine seitliche Ansicht des Gehtrainers teilweise im Schnitt dargestellt,
um den Antrieb der Orthese 3 näher zu erläutern. Der Antrieb umfasst zwei Kettenräder
9 und 10, welche über eine Kette 11 miteinander verbunden sind und als Umlenkrollen
dienen. Das hintere Kettenrad 9 ist größer als das vordere Kettenrad 10 ausgebildet
und die Kettenräder sind solchermaßen zueinander angeordnet, dass die Kette 11 in
dem dem Boden zugewandten Bereich parallel zu diesem verläuft und in dem vom Boden
abgewandten Bereich unter einem vorgegebenen Winkel nach unten von dem hinteren Kettenrad
9 zu dem vorderen Kettenrad 10 geführt wird. Die von den Kettenräderen vorgegebene
Form der Kette entspricht hierbei dem von dem Gehtrainer ausgeführten Bewegungsablauf
und findet sich in der Form auch in der schlitzförmigen Öffnung 8 wieder.
[0050] Das in Fig. 1 dargestellte Befestigungs- und/oder Führungselement 7 ist unmittelbar
mit der Kette verbunden und erstreckt sich senkrecht von der Kette nach außen. Hierbei
kann die Befestigung an nur einem Kettenelement oder zu besseren Stabilisierung an
mehreren Kettenelementen erfolgen. Das Befestigungs- und/oder Führungselement 7 erstreckt
sich von der Kette nach außen und liegt auf einer Kante der schlitzförmigen Öffnung
8 auf.
[0051] Das Gehäuse 2 dient in erster Linie zum Schutz des Patienten um hier Verletzungsgefahren
auszuschließen. Gleichzeitig wird durch das Gehäuse auch die Führung für Befestigungs-
und/oder Führungselement 7 bereitgestellt, so dass die Last der Orthese nicht ausschließlich
auf der Kette ruht.
[0052] Der Antrieb des Gehtrainers erfolgt über einen Motor, welcher nicht dargestellt ist,
der entweder im Gehäuse oder außerhalb des Gehäuses angeordnet sein kann. Vorzugsweise
kann der Motor mit einem Kettenrad verbunden sein, um so das andere Kettenrad und
die Kette anzutreiben. Gemäß einer anderen Ausführungsform kann die Kette auch direkt
von dem Motor angetrieben werden.
[0053] In den Ausführungsformen gemäß der Fig. 1 und 2 ist jeweils nur eine Seite des Gehtrainers
dargestellt. Die andere Seite des Gehtrainers ist hierbei gegengleich ausgebildet,
wobei die beiden Orthesen vorzugsweise an einander diametral gegenüberliegenden Positionen
angeordnet sind. Zwar können beide Orthesen von ein und der gleichen Kette bewegt
werden, es hat sich jedoch als vorteilhaft erwiesen, dass jede Orthese über ein eigenen
Antriebsmechanismus verfügt. Die beiden Antriebsmechanismen werden hierbei parallel
nebeneinander aufgebaut und könnten durch eine Trennplatte voneinander getrennt werden.
[0054] Ferner hat es sich als bevorzugt erwiesen, wenn jede Orthese über einem eigenen Antrieb
verfügt, so dass die Geschwindigkeit jeder Orthese getrennt gesteuert werden kann.
Auf diese Weise können unterschiedliche Geschwindigkeiten in der Standphase (ca. 40%)
und in der Schwungphase (ca. 60%) berücksichtigt und entsprechend ausgeführt werden.
Die Steuerung der beiden Antriebe kann z.B. über einen Computer erfolgen.
[0055] Die Anordnung der beiden Ketten 11, 11' innerhalb des Gehäuses 2 ist in der Fig.
3 dargestellt. Zwischen den beiden parallel zueinander verlaufenden Ketten ist eine
Trennplatte 12 angeordnet, um zu verhindern, dass sich die beiden Ketten gegenseitig
beeinflussen. Von jeder Kette erstreckt sich ein Befestigungs- und/oder Führungselement
7 senkrecht nach außen und ist in Form eines Stabes ausgebildet. Das von jeder Kette
abliegende Ende jedes Stabes ist mit einem Gewindebereich 13 versehen, auf welchen
einfach eine Mutter 14 geschraubt werden kann, nachdem die Orthese 3 auf den Stab
geschoben wurde, um so ein Abrutschen der Orthese zu verhindern.
[0056] Das Gehäuse muss ausreichend hoch ausgebildet sein um zu gewährleisten, dass die
Rollen der Orthesen während der durchgeführten Bewegung Bodenkontakt haben. Gleichermaßen
kann das Gehäuse auch mit Standelementen versehen werden, die eine entsprechende Höhe
gewährleisten. Gegen ein Verkippen des Gehtrainers können ferner an dem Gehäuse noch
zusätzliche Fixierelemente vorgesehen seien, die nach Bedarf auch ausklappbar ausgebildet
sein können.
[0057] Der erfindungsgemäße Gehtrainer kann aufgrund ihres kompakten Aufbaus von den Therapeuten
auch zu Hausbesuchen mitgenommen werden und ermöglicht somit einen breiten Anwendungsbereich.
Der Patient kann hierbei in sitzender oder stehender Position, dann mit zusätzlichen
Griffelementen, an den Orthesen befestigt werden und die entsprechenden vorgegebenen
Bewegungsübungen ausführen. Gleichermaßen kann der Gehtrainer in Verbindung mit einem
herkömmlichen Entlastungssystem für der Patienten, insbesondere zur Stabilisierung
des Patienten im Stehen bzw. beim Gehen eingesetzt werden.
1. Gehtrainer (1) mit wenigstens einer Orthese (3) mit Halterungen für den Fuß- oder
Beinbereich, welche entlang einer vorgegebenen Bewegungsbahn bewegt wird, um eine
natürliche Gehbewegung auszuführen, wobei der Gehtrainer (1) auf einer ortsfesten
Basisfläche angeordnet ist, und an einer Unterseite der Orthese Roll- oder Gleitmittel
(6) vorgesehen sind, gekennzeichnet durch ein tragbares Gehäuse (2), welches beidseitig an der seitlichen Außenseite mit einer
schlitzförmigen Öffnung (8) versehen ist, wobei die schlitzförmige Öffnung dem von
dem Gehtrainer ausgeführten Bewegungsablauf entspricht, und wobei die Orthese (3)
mittels der Roll- oder Gleitmittel (6) auf der Basisfläche bzw. dem Untergrund gleiten
kann.
2. Gehtrainer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterseite jeder Orthese mit Mitteln zur Befestigung von wenigstens zwei Rädern
ausgebildet ist.
3. Gehtrainer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterseite der Orthese als Rollschuh ausgebildet ist
4. Gehtrainer nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Orthese über einen eigenen Antrieb entlang der vorgegebenen Bewegungsbahn bewegbar
ist.
5. Gehtrainer nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb die Orthese mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten entlang der vorgegebenen
Bewegungsbahn führt.
6. Gehtrainer nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Antrieb von einem Elektromotor bereitgestellt ist.
7. Gehtrainer nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Orthese mit einem über zwei Umlenkrollen geführten Zugmittel verbunden ist.
8. Gehtrainer nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Umlenkrollen unterschiedliche Größen aufweisen, wobei die größere Umlenkrolle
hinten angeordnet ist.
9. Gehtrainer nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Motor das Zugmittel direkt oder indirekt antreibt.
10. Gehtrainer nach wenigstens einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Gehtrainer vier Umlenkrollen mit zwei jeweils zwei Umlenkrollen zugeordneten
Zugmitteln aufweist, wobei die Zugmittel parallel nebeneinander angeordnet sind und
jedes Zugmittel mit einer Orthese verbunden ist.
11. Gehtrainer nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den beiden Zugmittel ein Trennelement angeordnet ist.
12. Gehtrainer nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass jedem Zugmittel ein eigener Antrieb zugeordnet ist.
13. Gehtrainer nach wenigstens einem der Ansprüche 7 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass die Orthesen an diametral gegenüberliegenden Positionen des bzw. der Zugmittel angeordnet
sein.
14. Gehtrainer nach wenigstens einem der Ansprüche 7 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Zugmittel mit einem Befestigungs- und/oder Führungselement versehen ist, mit
welchem die Orthese verbindbar ist.
15. Gehtrainer nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungs- und/oder Führungselement als ein von dem Zugmittel senkrecht nach
außen abstehendes Trägerelement ausgebildet ist.
16. Gehtrainer nach Anspruch 14 oder 15, dadurch gekennzeichnet, dass ein Fußbereich der Orthese eine Durchgangsöffnung zur Durchführung des Befestigungs-
und/oder Führungselementes aufweist.
17. Gehtrainer nach wenigstens einem der Ansprüche 14 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass das Befestigungs- und/oder Führungselement länger als die Durchgangsöffnung der Orthese
ausgebildet sein und an dem aus der Orthese herausragenden Ende lösbar mit Sicherungselementen
verbindbar ist.
18. Gehtrainer nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherungselement eine Mutter ist, die auf einen entsprechend schraubenförmig
ausgebildeten Bereich des Befestigungs- und/oder Führungselementes aufschraubbar ist.
19. Gehtrainer nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass das Sicherungselement eine Metallkappe ist.
20. Gehtrainer nach wenigstens einem der Ansprüche 7 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass das Zugmittel in einem Gehäuse angeordnet ist, wobei in dem Gehäuse beidseitig eine
Durchtrittsöffnung für die Orthese ausgebildet ist.
21. Gehtrainer nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass die Durchtrittsöffnung als schlitzförmige Öffnung zur Durchführung des Befestigungs-
und/oder Führungselementes ausgebildet ist.
22. Gehtrainer nach wenigstens einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass an dem vorderen und hinteren Ende des Gehtrainers Standelemente angeordnet sind.
23. Gehtrainer nach Anspruch 22, dadurch gekennzeichnet, dass die Standelemente ausklappbar ausgebildet sind.
24. Gehtrainer nach einem der Ansprüche 1 bis 23 dadurch gekennzeichnet, dass eine Oberseite des Gehtrainers mit einem Griff versehen ist.
25. Gehtrainer nach Anspruch 1 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass der Gehtrainer des weiteren ein Griffelement als Handstützelement für den Benutzer
aufweist.
1. Walking trainer (1) having at least one orthotic (3), with holding devices for the
foot or leg area, which is moved along a preset motion track to execute a natural
walking movement, whereby the walking trainer (1) is arranged on a stationary base,
and on an underside of the orthotic, rolling or gliding means (6) are provided, characterized by a portable housing (2) which is provided on either side of the sides of the outside
with a slot-shaped opening (8), wherein the slot-shaped opening corresponds to the
motion sequence executed by the walking trainer, and wherein the orthotic (3) can
glide by means of the rolling or gliding means (6) on the base or on the bottom surface.
2. Walking trainer according to Claim 1, characterized in that the underside of each orthotic is formed with means for the attachment of at least
two wheels.
3. Walking trainer according to Claim 1 or 2, characterized in that the underside of the orthotic is formed as a roller skate.
4. Walking trainer according to at least one of the Claims 1 to 3, characterized in that the orthotic can be moved along the preset motion track via its own drive.
5. Walking trainer according to Claim 4, characterized in that the drive guides the orthotic along the preset motion track at different speeds.
6. Walking trainer according to Claim 4 or 5, characterized in that the drive is provided by an electric motor.
7. Walking trainer according to at least one of the Claims 1 to 6, characterized in that the orthotic is connected to a traction mechanism guided via two deflection rollers.
8. Walking trainer according to Claim 7, characterized in that the deflection rollers have different sizes, whereby the larger deflection roller
is arranged at the back.
9. Walking trainer according to Claim 7 or 8, characterized in that the motor drives the tractive element directly or indirectly.
10. Walking trainer according to at least one of the Claims 7 to 9, characterized in that the walking trainer has four deflection rollers, with two tractive elements, each
assigned to two deflection rollers, wherein the tractive elements are arranged parallel
to each other and each tractive element is connected to an orthotic.
11. Walking trainer according to Claim 10, characterized in that a separating element is arranged between the two tractive elements.
12. Walking trainer according to Claim 10 or 11, characterized in that a separate drive is assigned to each tractive element.
13. Walking trainer according to at least one of the Claims 7 to 12, characterized in that the orthotics are arranged at diametrically opposite positions of the tractive element
or elements.
14. Walking trainer according to at least one of the Claims 7 to 12, characterized in that each tractive element is provided with an attachment and / or guide element, to which
the orthotic can be connected.
15. Walking trainer according to Claim 14, characterized in that the attachment and / or guide element is formed as a support element that protrudes
outwards perpendicularly from the tractive element.
16. Walking trainer according to Claim 14 or 15, characterized in that a foot area of the orthotic has a through hole for leading through the attachment
and / or guide element.
17. Walking trainer according to at least one of the Claims 14 to 16, characterized in that the attachment and / or guide element is formed longer than the through hole of the
orthotic and can be connected to securing elements on the end protruding from the
orthotic in such a way that it can be detached.
18. Walking trainer according to Claim 17, characterized in that the securing element is a nut that can be screwed on to an area of the attachment
and / or guide element formed in a correspondingly screw shape.
19. Walking trainer according to Claim 17, characterized in that the securing element is a metal cap.
20. Walking trainer according to at least one of the Claims 7 to 19, characterized in that the tractive element is arranged in a housing, wherein a penetration opening for
the orthotic is formed in either side of the housing.
21. Walking trainer according to Claim 20, characterized in that the penetration opening is formed as a slot-shaped opening for leading through the
attachment and / or guide element.
22. Walking trainer according to at least one of the Claims 1 to 21, characterized in that frame elements are arranged on the front and back ends of the walking trainer.
23. Walking trainer according to Claim 22, characterized in that the frame elements are formed in such a way that they fold out.
24. Walking trainer according to one of the Claims 1 to 23, characterized in that the upper side of the walking trainer is provided with a handle.
25. Walking trainer according to Claims 1 to 24, characterized in that the walking trainer furthermore has a handhold element as a support element for the
hand of the user.
1. Appareil de rééducation et d'entraînement à la marche (1) comprenant au moins une
orthèse (3) avec des supports de maintien pour la région du pied ou de la jambe, qui
est déplacée le long d'une voie de déplacement prédéterminée en vue d'exécuter un
mouvement de marche naturel, l'appareil de rééducation et d'entraînement à la marche
(1) étant agencé sur une surface de base en position fixe, et des moyens de roulement
ou de glissement (6) étant prévus sur un côté inférieur de l'orthèse,
caractérisé par un boitier (2) portable, qui est muni des deux côtés, sur la face extérieure latérale,
d'une ouverture (8) en forme de fente, l'ouverture en forme de fente correspondant
à la trajectoire de mouvement exécutée par l'appareil de rééducation et d'entraînement
à la marche, et l'orthèse (3) pouvant glisser sur la surface de base ou le sol d'appui
à l'aide des moyens de roulement ou de glissement (6).
2. Appareil de rééducation et d'entraînement à la marche selon la revendication 1, caractérisé en ce que le côté inférieur de chaque orthèse est conçu avec des moyens pour la fixation d'au
moins deux roulettes.
3. Appareil de rééducation et d'entraînement à la marche selon la revendication 1 ou
la revendication 2, caractérisé en ce que le côté inférieur de l'orthèse est réalisé sous forme de roller.
4. Appareil de rééducation et d'entraînement à la marche selon l'une au moins des revendications
1 à 3, caractérisé en ce que l'orthèse peut être déplacée par un dispositif d'entraînement, qui lui est propre,
le long de la voie de déplacement prédéterminée.
5. Appareil de rééducation et d'entraînement à la marche selon la revendication 4, caractérisé en ce que le dispositif d'entraînement mène l'orthèse avec des vitesses différentes le long
de la voie de déplacement prédéterminée.
6. Appareil de rééducation et d'entraînement à la marche selon la revendication 4 ou
la revendication 5, caractérisé en ce que le dispositif d'entraînement est réalisé par un moteur électrique.
7. Appareil de rééducation et d'entraînement à la marche selon l'une au moins des revendications
1 à 6, caractérisé en ce que l'orthèse est reliée à un moyen de traction guidé sur deux poulies de renvoi.
8. Appareil de rééducation et d'entraînement à la marche selon la revendication 7, caractérisé en ce que les poulies de renvoi présentent des grandeurs différentes, la plus grande poulie
de renvoi étant agencée à l'arrière.
9. Appareil de rééducation et d'entraînement à la marche selon la revendication 7 ou
la revendication 8, caractérisé en ce que le moteur entraine le moyen de traction de manière directe ou indirecte.
10. Appareil de rééducation et d'entraînement à la marche selon l'une au moins des revendications
7 à 9, caractérisé en ce que l'appareil de rééducation et d'entraînement à la marche comporte quatre poulies de
renvoi avec des moyens de traction associés chacun respectivement à deux poulies de
renvoi, les moyens de traction étant agencés parallèlement côte à côte, et chaque
moyen de traction étant relié à une orthèse.
11. Appareil de rééducation et d'entraînement à la marche selon la revendication 10, caractérisé en ce qu'entre les deux moyens de traction est agencé un élément de séparation.
12. Appareil de rééducation et d'entraînement à la marche selon la revendication 10 ou
la revendication 11, caractérisé en ce qu'à chaque moyen de traction est associé son propre dispositif d'entraînement.
13. Appareil de rééducation et d'entraînement à la marche selon l'une au moins des revendications
7 à 12, caractérisé en ce que les orthèses sont agencées en des positions diamétralement opposées du ou des moyens
de traction.
14. Appareil de rééducation et d'entraînement à la marche selon l'une au moins des revendications
7 à 12, caractérisé en ce que chaque moyen de traction est muni d'un élément de fixation et/ou de guidage, auquel
il est possible de relier l'orthèse.
15. Appareil de rééducation et d'entraînement à la marche selon la revendication 14, caractérisé en ce que l'élément de fixation et/ou de guidage est réalisé sous la forme d'un élément porteur
faisant saillie du moyen de traction, perpendiculairement vers l'extérieur.
16. Appareil de rééducation et d'entraînement à la marche selon la revendication 14 ou
la revendication 16, caractérisé en ce qu'une zone de pied de l'orthèse présente une ouverture de passage pour y faire passer
l'élément de fixation et/ou de guidage.
17. Appareil de rééducation et d'entraînement à la marche selon l'une au moins des revendications
14 à 16, caractérisé en ce que l'élément de fixation et/ou de guidage est conçu plus long que l'ouverture de passage
de l'orthèse, et peut être relié de manière amovible, au niveau de son extrémité faisant
saillie hors de l'orthèse, à des éléments d'arrêt de sécurité.
18. Appareil de rééducation et d'entraînement à la marche selon la revendication 17, caractérisé en ce que l'élément d'arrêt de sécurité est un écrou, qui peut être vissé sur une zone réalisée
en forme de vis correspondante de l'élément de fixation et/ou de guidage.
19. Appareil de rééducation et d'entraînement à la marche selon la revendication 17, caractérisé en ce que l'élément d'arrêt de sécurité est un cabochon métallique.
20. Appareil de rééducation et d'entraînement à la marche selon l'une au moins des revendications
7 à 19, caractérisé en ce que le moyen de traction est agencé dans un boitier, une ouverture de traversée pour
l'orthèse étant prévue de part et d'autre dans le boitier.
21. Appareil de rééducation et d'entraînement à la marche selon la revendication 20, caractérisé en ce que l'ouverture de traversée est réalisée en tant qu'ouverture en forme de fente pour
le passage de l'élément de fixation et/ou de guidage.
22. Appareil de rééducation et d'entraînement à la marche selon l'une au moins des revendications
1 à 21, caractérisé en ce qu'à l'extrémité avant et arrière de l'appareil de rééducation et d'entraînement à la
marche, sont agencés des éléments d'appui au sol.
23. Appareil de rééducation et d'entraînement à la marche selon la revendication 22, caractérisé en ce que les éléments d'appui au sol peuvent être dépliés.
24. Appareil de rééducation et d'entraînement à la marche selon l'une au moins des revendications
1 à 23, caractérisé en ce qu'un côté supérieur de l'appareil de rééducation et d'entraînement à la marche est doté
d'une poignée.
25. Appareil de rééducation et d'entraînement à la marche selon l'une au moins des revendications
1 à 24, caractérisé en ce que l'appareil de rééducation et d'entraînement à la marche comporte par ailleurs un
élément de poignée en guise d'élément d'appui pour les mains, destiné à l'utilisateur.
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