| (19) |
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(11) |
EP 2 066 456 B2 |
| (12) |
NEUE EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT |
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Nach dem Einspruchsverfahren |
| (45) |
Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des Hinweises auf die Entscheidung über den
Einspruch: |
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11.06.2014 Patentblatt 2014/24 |
| (45) |
Hinweis auf die Patenterteilung: |
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21.07.2010 Patentblatt 2010/29 |
| (22) |
Anmeldetag: 14.08.2007 |
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| (51) |
Internationale Patentklassifikation (IPC):
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| (86) |
Internationale Anmeldenummer: |
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PCT/EP2007/007162 |
| (87) |
Internationale Veröffentlichungsnummer: |
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WO 2008/034497 (27.03.2008 Gazette 2008/13) |
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| (54) |
VERFAHREN ZUM PULVERBESCHICHTEN VON HOLZSUBSTRATEN
METHOD FOR POWDER COATING WOOD SUBSTRATES
PROCÉDÉ DE REVÊTEMENT EN POUDRE DE SUBSTRATS EN BOIS
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| (84) |
Benannte Vertragsstaaten: |
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AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB GR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MT NL PL PT RO
SE SI SK TR |
| (30) |
Priorität: |
22.09.2006 DE 102006044959
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| (43) |
Veröffentlichungstag der Anmeldung: |
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10.06.2009 Patentblatt 2009/24 |
| (73) |
Patentinhaber: Vits Technology GmbH |
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40764 Langenfeld (DE) |
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| (72) |
Erfinder: |
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- HAUER, Peter
A-6971 Hard (AT)
- DEURING, Werner
A-6900 Bregenz (AT)
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| (74) |
Vertreter: Thomas, Stephan et al |
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Frese Patent - Patentanwälte
Dr. Beate Frese-Göddeke, Dr. Stephan Thomas
Hüttenallee 237b 47800 Krefeld 47800 Krefeld (DE) |
| (56) |
Entgegenhaltungen: :
WO-A-97/05964 US-A1- 2004 234 919
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DE-A1-102005 003 802
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- W. SAUTER ET AL: 'Demonstrationsanlage zur umweltfreundlichen MDF-Pulverbeschih' INVESTITIONEN
ZUR VERMINDERUNG VON UMWELTBELASTUNGEN November 2004, Seiten 1 - 73
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[0001] Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Pulverbeschichten von Holzsubstraten gemäß
dem Oberbegriff des Anspruchs 1 sowie eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 7.
[0002] Die Pulverbeschichtung von Metallteilen ist bereits gut bekannt. In z.B. der Möbelindustrie
besteht das Bestreben, Holzsubstrate zu verwenden, die pulverbeschichtet sind. Hierbei
bestand wegen der schlechten elektrischen Leitfähigkeit von Holz zunächst das Problem,
das Lackpulver gleichmäßig auf die Holzsubstrate aufzutragen. Dieses Problem erscheint
weitgehend gelöst. Weiterhin muss die Pulverschicht verschmolzen und vernetzt werden.
Hierbei darf einerseits das Holzsubstrat nicht zu heiß werden, weil sonst Dampfblasen
entstehen, die die Pulverbeschichtung zerstören können. Besonders bei Holzfaserplatten
wie z.B. MDF- Platten können hohe Temperaturen die Leimanteile schädigen und so die
Stabilität der Platten erheblich verringern.
[0003] Als Holzsubstrat sind Teile definiert, die Holz enthalten, also z.B. Massivholz,
Sperrholz oder Holzfasern. Das Holzsubstrat liegt insbesondere in Form von Platten
vor.
[0004] Die
US 6,596,347 B2 beschreibt einen mehrstufiges Verfahren zum Auftragen von zwei Pulverschichten auf
Substrate aus Metall oder Kunststoff. Die Schichten werden nacheinander vernetzt,
wobei Infrarot- Strahlung und Heißluftbehandlung gleichzeitig erfolgen. Die Luftgeschwindigkeit
beträgt 0,5 bis 13 m/s. Die Temperatur des Substrats erreicht 125° bis 200°C. Das
Verfahren ist für die Behandlung von Holzsubstraten nicht geeignet, weil die Temperatur
des Substrats zu hoch ist.
[0005] Aus der
DE 10 2005 003 802 A1 ist eine Anordnung zum Pulverbeschichten von MDF-Platten bekannt, bei der die mit
Pulver besprühten Platten mit Energiestrahlern bestrahlt und anschließend in einem
Umluftofen behandelt werden. Die Träger der Energiestrahler sind bewegbar ausgebildet.
In dem Umluftofen ist die Luft vertikal geführt, also parallel zu den Hauptflächen
der Platten; die Luftgeschwindigkeit beträgt 1 bis 5 m/s und die Behandlungszeit ca.
8 min. Nachteil der bekannten Vorrichtung ist eine unvollständige Vernetzung mit der
Folge einer geringeren Stabilität der Lackschicht.
[0006] Eine Aufgabe der Erfindung ist es, ein Verfahren zur Pulverlackierung von Holzsubstraten
zu schaffen, bei dem die Lackschicht weitestgehend vernetzt ist. Eine weitere Aufgabe
ist es, eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens zur Verfügung zu stellen.
[0007] Die Aufgabe ist durch Anspruch 1 gelöst. Die frisch besprühten Holzsubstrate werden
so mittels einer kurzzeitigen Infrarotstrahlung vorbehandelt, dass das Lackpulver
so eben an den Holzsubstraten haftet und die Oberfläche der Pulverschicht vorvernetzt
wird. Hierbei schmilzt der größte Teil des Lackpulvers, so dass die Lackpulverteile
gegenseitig und mit der Substratoberfläche verkleben. Erst hierdurch wird die anschließende
Heißluftbehandlung möglich. Diese erfolgt erfindungsgemäß intensiv, das heißt kurz
und mit sehr hohen Luftgeschwindigkeiten. Dies bewirkt, dass sehr schnell Wärme auf
die Oberflächen der Holzsubstrate übertragen wird und so innerhalb kürzester Zeit
die erforderliche Temperatur in der Pulverschicht und daher die Vernetzung erzielt
wird. Die kurze Behandlungszeit bewirkt, dass die Wärme nicht weit in die Platte eindringt
und diese daher nur relativ wenig erwärmt wird. Aufgrund der sehr hohen Luftgeschwindigkeit
werden nicht nur die Hauptflächen z.B. von Platten intensiv behandelt, sondern auch
z.B. Stirnseiten und/oder hinterschnittene Flächen. Hierdurch entfallen Sonderbehandlungen
für solche Flächen. Aufgrund der kurzen erforderlichen Behandlungszeiten ist die Produktivität
hoch.
[0008] Entgegen dem Vorurteil der Fachwelt hängen die Holzsubstrate trotz der hohen Luftgeschwindigkeit
während des Transports ausreichend ruhig - das heißt, ohne so zu pendeln, dass sie
anstoßen.
[0009] Eine Vorbehandlung, wie sie in der
DE 10 2005 003 802 A1 beschrieben ist (Schleifen, Flämmen), ist für das erfindungsgemäße Verfahren nur
bei solchen Holzsubstraten durchzuführen, bei denen die Oberflächen nicht eine erforderliche
Glätte in Abhängigkeit von dem eingesetzten Lackpulver aufweisen. Ein Besprühen mit
Primer ist in keinem Fall erforderlich.
[0010] Für die Vorrichtung nach Anspruch 6 gilt Entsprechendes, wobei die im Wesentlichen
senkrecht auf die Hauptflächen auftreffenden Luftströme die hohe Intensität des Wärmeübergangs
bewirken.
[0011] Die Unteransprüche betreffen die vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung.
[0012] Bei den hohen Luftgeschwindigkeiten von 6 bis 40 m/s können große Wärmemengen zu
den Holzsubstraten transportiert werden.
[0013] Die Temperatur der Heißluft von 120° bis 200°C gewährleistet eine weitestgehende
Vernetzung der Lackschicht, ohne dass das Holzsubstrat zu heiß wird.
[0014] Die Behandlungszeit der Heißluftbehandlung von 100 s bis 300 s ist auf die Temperatur
der Heißluft abgestimmt.
[0015] Bei der Behandlungszeit der Vorbehandlung von 30 s bis 90 s wird ein Anschmelzen
der Oberfläche der Pulverschicht erreicht, die die nachgeschaltete intensive Heißluftbehandlung
ermöglicht.
[0016] Die Anordnung mehrerer Düsenkästen hintereinander erlaubt eine optimale Abstimmung
zwischen Transportgeschwindigkeit der Holzsubstrate und der Behandlungszeit in der
Heißluftbehandlung.
[0017] Die variable Einstellbarkeit des Abstands gegenüberliegender Düsenkästen erlaubt
eine optimale Einstellung des Abstands der Düsenkästen zur Oberfläche der Holzsubstrate.
[0018] Wenn Düsen mit unterschiedlichen Düsenböden eingesetzt sind, kann die Anströmung
auf die Holzsubstrate entsprechend deren Ausbildung angepasst werden.
[0019] Die fischgratartige Anordnung von Strahlern in der Vorbehandlung bewirkt, dass auch
andere als die Hauptflächen der Holzsubstrate von den Strahlen erreicht werden. Damit
werden praktisch alle Flächen der Pulverbeschichtung angeschmolzen.
[0020] Die Erfindung wird anhand der vereinfacht dargestellten Zeichnung weiter erläutert.
Es zeigen
Figur 1 eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Vorrichtung zum Pulverbeschichten
von Holzsubstraten,
Figur 2 eine Anordnung von Strahlern in der Vorwärmung,
Figur 3 eine Ansicht einer Anordnung von einen Düsenkasten mit einem gegenüber liegenden
weiteren Düsenkasten in Transportrichtung,
Figur 4 einen horizontalen Schnitt gemäß der Figur 3,
Figur 5 eine Düse mit zickzack- förmigem Düsenboden und
Figur 6 eine andere Düse mit zickzack- förmigem Düsenboden.
[0021] Wie aus der Figur 1 ersichtlich umfasst eine Vorrichtung zum Pulverbeschichten eine
Transportvorrichtung 1, an der Holzsubstrate 2 mit genereller Transportrichtung gemäß
Pfeil 3 an einer Aufgabestation einhängbar sind. Die Transportvorrichtung 1 ist z.B.
als endlose Schleife geführt. In der Transportrichtung 3 folgen aufeinander Mittel
zum Aufsprühen 4 des Lackpulvers, Mittel zum Vorwärmen 5 der frisch aufgetragenen
Pulverschicht mittels Infrarot- Strahlen und Mittel zum Verschmelzen und Vernetzen
6 der vorgewärmten Pulverschicht.
[0022] Die Transportvorrichtung 1 ist z.B. ein Hängeförderer mit einer Schiene 7, in der
eine umlaufende Kette geführt ist. An der Kette sind in (entsprechend der Größe der
Holzsubstrate) wählbaren Abständen Haken 8 einhängbar.
[0023] Die Mittel zum Aufsprühen 4 des Lackpulvers sind bekannt und werden z.B. von der
Firma Wagner (CH Altstätten) oder Nordson (DE Erkrath) geliefert. Sie werden hier
nicht näher beschrieben.
[0024] Die Mittel zum Vorwärmen 5 des frisch aufgesprühten Lackpulvers sind in Figur 2 besonders
gut zu erkennen und umfassen zwei sich mit ihren Frontseiten parallel gegenüberliegende
Tragegestelle 9. Deren gegenseitiger Abstand ist variabel über z.B. ein Handrad einstellbar.
Jedes Tragegestell 9 ist an fünf Seiten von einem ersten Gehäuse 10 umgeben, und an
der Frontseite ist eine Vielzahl von Infrarotstrahlern 11 befestigt. Die Infrarotstrahler
11 sind röhrenförmige Karbonstrahler, die fischgratartig auf der Ebene der Frontseite
befestigt sind. Die Infrarotstrahler 11 sind hierbei in zwei Spalten angeordnet, wobei
sie unter einem Winkel von circa 45° von außen unten nach oben zur Mitte der Frontseite
verlaufen. Unten sind von der Mitte und oben von den Seiten der Frontseite ausgehend
Infrarotstrahler 11 geringerer (hier halber wirksamer) Länge befestigt, um die Fläche
ohne Infrarotstrahler möglichst gering zu halten. Aus der Umhüllenden der Gesamtheit
der Infrarotstrahler 11 ergibt sich für jede Seite eine wirksame Fläche der Mittel
zum Vorwärmen 5. Die Karbonstrahler, z.B. Typ CRS 2300 G von Heraeus, sind auf ihrer
dem Gehäuse zugewandten Seite mit einem Infrarotstrahlen reflektierenden Material
beschichtet, z.B. mit Gold bedampft. Die Infrarotstrahler 11 können so verdreht eingebaut
sein, dass die Abstrahlrichtung wechselweise um z.B. 45° nach oben und nach unten
gerichtet ist. Um die Infrarotstrahler 11 vor Überhitzung zu schützen, ist ihnen eine
Zwangsbelüftung zugeordnet. In einer bevorzugten Ausführung sind die Infrarotstrahler
11 einzeln oder in Gruppen einschaltbar.
[0025] In den Figuren 3 und 4 sind die Mittel zum Verschmelzen und Vernetzen 6 näher dargestellt.
Diese grenzen unmittelbar an die Mittel zum Vorwärmen 5 und sind hier in fünf identische
Felder 6a unterteilt. Die fünf Felder 6a umfassen zehn Düsenkästen 12, die in zwei
parallelen Reihen angeordnet sind. Auf diese Weise liegt jedem Düsenkasten 12 ein
weiterer in vorbestimmtem Abstand gegenüber, und jedes Feld 6a weist zwei gegenüberliegende
Düsenkästen 12 auf. Der Abstand zweier gegenüber liegender Frontseiten der Düsenkästen
12 ist variabel einstellbar.
[0026] Jeder Düsenkasten 12 ist in einem Maschinengestell 13 gelagert. Jedem Düsenkasten
12 ist ein Druckkasten 14 zugeordnet, der über Kanäle 15 mit jenem verbunden ist.
In jedem Druckkasten 14 ist an einer Saugöffnung ein Ventilator 16 angeordnet, der
über einen Motor antreibbar und in dem Maschinengestell 13 gelagert ist. An der Frontseite
jedes Düsenkastens 12 ist eine Vielzahl von hier acht parallelen, vertikal ausgerichteten
Düsen 17 befestigt. Jede Düse 17 weist eine plane Düsenebene mit in einem Muster angeordneten
Düsenöffnungen auf und ist durch eine Druckleitung 18 mit dem Düsenkasten 12 verbunden.
Zwischen gegenüberliegenden Düsenebenen ist ein Behandlungsraum gebildet. Als Wärmequelle
zur Aufheizung von Umluft ist ein Brenner 19 so angeordnet, dass die ihn verlassenden
Heizgase in den Saugraum des Ventilators 16 gelangen.
[0027] Die Mittel zum Verschmelzen und Vernetzen 6 sind mit Ausnahme eines Schlitzes 20
für die Durchführung der Haken 8 und der Holzsubstrate 2 von einem wärmeisolierenden
Gehäuse umgeben. In das Gehäuse ist das Maschinengestell 13 integriert. Alle oder
einzelne Zwischenwände zwischen zwei Feldern 6a können isoliert sein.
[0028] Alternativ sind einzelne oder alle der oben beschriebenen Düsen 17 mit planer Düsenebene
durch Düsen 17 mit spezieller Düsenebene ersetzt. Zwei Beispiele hierfür sind aus
den Figuren 5 und 6 ersichtlich. Die Düsenebenen sind hier jeweils zickzack- förmig,
wobei die zickzack- Form bei dem Beispiel der Figur 5 im Querschnitt und bei dem Beispiel
der Figur 6 im Längsschnitt der Düsenebene gebildet ist.
[0029] Die wirksame Höhe der Mittel zum Vorwärmen 5 und der Mittel zum Verschmelzen und
Vernetzen 6 entspricht mindestens der größten zu behandelnden Höhe der Holzsubstrate
2, wobei sich letztere Höhe auf einen in die Transportvorrichtung 1 eingehängten Zustand
bezieht. Die wirksame Höhe beträgt hier circa 2 m.
[0030] Die in der Vorrichtung zu bearbeitenden Holzsubstrate 2 weisen vorzugsweise eine
Feuchte von 7 Gewichts- % auf. Hierfür werden sie vor der Pulverbeschichtung z.B.
in einer Klimakammer bei 50 % relativer Feuchte und einer Temperatur von 20°C gelagert.
[0031] Im Betrieb werden die bereitgestellten Holzsubstrate 2 maschinell oder von Hand in
die Haken 8 der Transportvorrichtung 1 eingehängt und kontinuierlich in Richtung des
Pfeils 3 durch die Vorrichtung gefördert. Die Holzsubstrate 2 gelangen zuerst in die
Mittel zum Aufsprühen 4, wo alle Oberflächen mit einem geeigneten Lackpulver in gleichmäßiger
Dicke besprüht werden; damit das Lackpulver ausreichend an den Holzsubstraten 2 haftet,
werden diese elektrostatisch aufgeladen.
[0032] Die frisch mit dem Lackpulver besprühten Holzsubstrate 2 werden dann in die Mittel
zum Vorwärmen 5 transportiert. Hier sind im Normalfall alle Infrarotstrahler 11 eingeschaltet.
Hierdurch wird die Pulverschicht so erwärmt, dass sie zumindest erweicht und mit dem
Holzsubstrat 2 sowie die einzelnen Teilchen untereinander verklebt. Durch die spezielle
Anordnung der Infrarotstrahler 11 werden auch die Nebenflächen (Ober-, Unter-, Vorder-
und Hinterseiten) der Holzsubstrate 2 ausreichend erwärmt.
[0033] Unmittelbar nach den Mitteln zum Vorwärmen 5 gelangen die Holzsubstrate 2 in die
Mittel zum Verschmelzen und Vernetzen 6. Hier sind die Ventilatoren 16 in Betrieb
und blasen heiße Luft aus den Düsen 17 auf die Oberflächen der Holzsubstrate 2; die
Luft hat hierbei eine Temperatur von 130° bis 200°C und eine Auftreffgeschwindigkeit
von 20 bis 35 m/s. Infolge dieser intensiven Heißluftbehandlung schmilzt die vorher
angeschmolzene Pulverschicht komplett auf und wird innerhalb kurzer Zeit weitestgehend
vernetzt (gesintert). Es entsteht eine geschlossene Lack- Oberfläche der Pulverschicht
mit einer bestimmten Glätte, die eine hohe chemische und mechanische Stabilität aufweist.
[0034] In den Mitteln zum Verschmelzen und Vernetzen 6 wird die Luft als Heißluft im Kreislauf
geführt. Hierfür saugt jeder Ventilator 16 die Luft aus einem oberen und einen unteren
Teil des Behandlungsraums und drückt sie über den Druckkasten 14, die Luftkanäle 15,
den Düsenkasten 12, die Druckleitungen 18 und die Düsen 17 zurück in den Behandlungsraum
auf die Holzsubstrate 2.
[0035] Hierbei trifft die aus den Düsen 17 austretende Luftströmung im Wesentlichen senkrecht
auf die Hauptflächen der Holzsubstrate 2. Für die Düsen 17 mit planer Düsenebene bedeutet
dies, dass die Heißluft senkrecht zu der Düsenebene austritt und geradlinig zu den
Holzsubstraten 2 strömt. Bei den Düsen 17 mit zickzack- förmiger Düsenebene tritt
die Heißluft zwar in einem Winkel von 45° aus der Düsenebene aus; es entstehen aber
auch Verwirbelungen, die bewirken, dass sowohl ein betreffender Teil der Hauptflächen
als auch die Vorder-, Hinter-, Ober- und Unterseiten intensiv von der Heißluft behandelt
werden:
[0036] Die Luft wird durch die Brenner 19 auf die gewünschte Temperatur von 130° bis 200°C
aufgeheizt und durch eine entsprechende Regelung konstant gehalten.
[0037] Falls nach dem Vernetzen eine Kühlung der Holzsubstrate erforderlich ist, sind die
Brenner 19 des letzten Feldes 6a außer Betrieb, und die Ventilatoren 16 saugen Umgebungsluft
als Kühlluft an. Hierfür sind entsprechende Klappen geöffnet. Die erwärmte Kühlluft
wird abgeleitet.
[0038] Die fertig beschichteten Holzsubstrate 2 werden von Hand oder maschinell aus der
Transportvorrichtung 1 ausgehängt und abtransportiert oder zwischengelagert.
1. Verfahren zum Pulverbeschichten von Holzsubstraten,
wobei die Holzsubstrate (2) bereit gestellt und dann kontinuierlich transportiert
werden,
wobei die Holzsubstrate (2) mit dem Lackpulver besprüht werden und wobei das frisch
auf die Holzsubstrate (2) aufgetragene Lackpulver zu einer Lackschicht verschmolzen
und vernetzt wird,
dadurch gekennzeichnet, dass die frisch besprühten Holzsubstrate (2) so mittels einer kurzzeitigen Infrarotstrahlung
vorbehandelt werden, dass das Lackpulver so eben an den Holzsubstraten (2) haftet
und die Oberflächen der Pulverschicht vorvernetzt werden,
und dass dann die Oberflächen der so vorbehandelten Holzsubstrate (2) einer intensiven
Heißluftbehandlung ausgesetzt werden, wobei die mittlere Temperatur der Holzsubstrate
(2) unter 100°C bleibt, wobei die Anströmung der Heißluft im Wesentlichen senkrecht
auf die Flächen der Holzsubstrate (2) erfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Geschwindigkeit der Heißluft an den Oberflächen 6 bis 40 m/s, vorzugsweise 20
bis 35 m/s beträgt.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Temperatur der Heißluft 130° bis 200°C beträgt.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlungszeit der Heißluftbehandlung 100 s bis 300 s beträgt.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Behandlungszeit der Vorbehandlung 30 s bis 90 s beträgt.
6. Vorrichtung zum Pulverbeschichten von Holzsubstraten,
mit Transportmitteln (1) für die Holzsubstrate (2),
mit Mitteln zum Aufsprühen des Lackpulvers auf die Holzsubstrate (2),
mit Mitteln zum Vorwärmen (5) der frisch aufgetragenen Pulverschicht mittels InfrarotStrahlen,
und mit Mitteln zum Verschmelzen und Vernetzen (6) der vorbehandelten Pulverschicht,
dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Verschmelzen und Vernetzen (6) mindestens ein Paar Düsenkästen (12)
umfassen, die sich in vorbestimmtem Abstand gegenüber liegen,
dass Düsen (17) der Düsenkästen (12) senkrecht und im Wesentlichen parallel zueinander
sind
und dass eine Düsenebene jeder Düse (17) derart ausgebildet ist, dass austretende
Luftströme im Wesentlichen senkrecht auf die Hauptflächen der Holzsubstrate (2) treffen.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass in Transportrichtung gesehen mehrere Düsenkästen (12) hintereinander angeordnet sind.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand gegenüber liegender Düsenkästen (12) variabel einstellbar ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Abstand gegenüber liegender Düsenkästen (12) 100 mm bis 500 mm beträgt.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass Düsen (17) mit unterschiedlichen Düsenebenen eingesetzt sind.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Vorwärmen (5) eine Vielzahl elektrischer, rohrförmiger Infrarotstrahler
(11) umfasst, die fischgratartig angeordnet sind.
1. Method for powder coating wood substrates,
wherein the wood substrates (2) are supplied and then transported continuously ,
wherein the wood substrates (2) are sprayed with the paint powder, and wherein the
paint powder freshly applied onto the wood substrates (2) is melted and crosslinked
to produce a paint layer,
characterised in that
the freshly sprayed wood substrates (2) are pretreated by means of brief infrared
radiation so that the paint powder just adheres to the wood substrates (2) and the
surfaces of the powder coating are precrosslinked,
in that then the surfaces of the wood substrates (2) pretreated in this manner are exposed
to intensive hot air treatment with the average temperature of the wood substrates
(2) remaining below 100 °C and
in that the hot air is directed essentially perpendicularly onto the surfaces of the wood
substrates (2).
2. Method according to claim 1 or 2, characterised in that the speed of the hot air at the surfaces is 6 to 40 m/s, preferably 20 to 35 m/s.
3. Method according to one of claims 1 to 3, characterised in that the temperature of the hot air is 130 ° to 200 °C.
4. Method according to one of claims 1 to 4, characterised in that the hot air treatment takes 100 s to 300 s.
5. Method according to one of claims 1 to 5, characterised in that the pretreatment takes 30 s to 90 s.
6. Device for powder coating wood substrates,
comprising transport means (1) for the wood substrates (2),
means for spraying the paint powder onto the wood substrates (2),
means for preheating (5) the freshly applied powder layer by infrared radiation,
and means for melting and crosslinking (6) the pretreated powder layer, characterised in that the means for melting and crosslinking (6) comprise at least one pair of nozzle chambers
(12), which lie opposite one another with a predetermined spacing,
in that nozzles (17) of the nozzle chambers (12) are vertical and essentially parallel to
one another, and
in that the nozzle plane of each nozzle (17) is configured in such a manner that exiting
air streams impact the main surfaces of the wood substrates (2) essentially perpendicularly.
7. Device according to claim 7, characterised in that as seen in transport direction, multiple nozzle chambers (12) are disposed one behind
the other.
8. Device according to claim 7 or 8, characterised in that the spacing between opposite nozzle chambers (12) can be adjusted variably.
9. Device according to one of claims 7 to 9, characterised in that the spacing between opposite nozzle chambers (12) is 100 mm to 500 mm.
10. Device according to one of claims 7 to 10, characterised in that nozzles 17) with different nozzle planes are used.
11. Device according to one of claims 7 to 11, characterised in that the means for preheating (5) comprises a plurality of electrical, tubular infrared
emitters (11), arranged in a fishbone pattern.
1. Procédé de revêtement de substrats en bois par poudrage,
dans lequel les substrats en bois (2) sont préparés et ensuite transportés en continu,
dans lequel la peinture en poudre est pulvérisée sur les substrats en bois (2),
et dans lequel la peinture en poudre fraîchement déposée sur les substrats en bois
(2) est fondue et réticulée pour former une couche de peinture,
caractérisé en ce que les substrats en bois (2) fraîchement revêtus par pulvérisation sont prétraités avec
un rayonnement infrarouge de courte durée de telle façon que la peinture en poudre
adhère de justesse aux substrats en bois (2) et que les surfaces de la couche de poudre
sont pré-réticulées,
en ce que les surfaces des substrats en bois (2) ainsi traités sont ensuite soumises à un traitement
à l'air chaud intensif dans lequel la température des substrats en bois (2) reste
inférieure à 100°C
et en ce que le flux d'air chaud est sensiblement perpendiculaire aux surfaces des substrats en
bois (2.
2. Procédé selon la revendication 1 ou 2, caractérisé en ce que la vitesse de l'air chaud au niveau des surfaces va de 6 à 40 m/s, de préférence
de 20 à 35 m/s.
3. Procédé selon l'une des revendications 1 à 3, caractérisé en ce que la température de l'air chaud se situe dans la plage de 130° à 200°C.
4. Procédé selon l'une des revendications 1 à 4, caractérisé en ce que la durée du traitement à l'air chaud se situe dans la plage de 100 secondes à 300
secondes.
5. Procédé selon l'une des revendications 1 à 5, caractérisé en ce que la durée du prétraitement se situe dans la plage de 30 secondes à 90 secondes.
6. Dispositif de revêtement de substrats en bois par poudrage,
avec des moyens de transport (1) pour les substrats en bois (2),
avec des moyens de pulvérisation de la peinture en poudre sur les substrats en bois
(2),
avec des moyens de préchauffage (5) de la couche de poudre fraîchement déposée par
un rayonnement infrarouge,
et avec des moyens de fusion et réticulation (6) de la couche de poudre prétraitée,
caractérisé en ce que les moyens de fusion et réticulation (6) comprennent au moins une paire de boites
de buses (12) qui se font face à une distance prédéfinie,
en ce que les buses (17) des boites de buses (12) sont disposées verticales et sensiblement
parallèles les unes aux autres,
et en ce qu'un plan de chaque buse (17) est configuré de telle sorte que les flux d'air sortants
frappent les surfaces principales des substrats en bois (2) sensiblement à la verticale.
7. Dispositif selon la revendication 7, caractérisé en ce que plusieurs boites de buses (12) sont disposées à la suite les unes des autres dans
le sens de transport.
8. Dispositif selon la revendication 7 ou 8, caractérisé en ce que la distance entre les boites de buses opposées (12) est réglable de manière variable.
9. Dispositif selon l'une des revendications 7 à 9, caractérisé en ce que la distance entre les boites de buses opposées (12) va de 100 mm à 500 mm.
10. Dispositif selon l'une des revendications 7 à 10, caractérisé en ce que les buses (17) sont utilisées avec différents plans de buses.
11. Dispositif selon l'une des revendications 7 à 11, caractérisé en ce que les moyens de préchauffage (5) comprennent une pluralité de rayonneurs infrarouges
électriques tubulaires (11) disposés en arête de poisson.
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